Schlagwort: Beetinchen Berlin-Reineckendorf

  • Beettinchen eröffnet an neuem Standort

    (alerts)
    Märkisches Viertel – Wie kann gute Nachbarschaft gelingen? Dieser Frage können Bewohner des Märkischen Viertel beim nächsten Nachbarschaftsforum nachgehen. Es findet am 19. März, 17 bis 19 Uhr, im Familienzentrum, Wilhelmsruher Damm 159, statt. Hauptthema wird der neue Nachbarschaftsgarten „Beettinchen“ sein. Nach einer Umzugspause eröffnet er in diesem Frühjahr am neuen Standort in der Treuenbrietzener Straße 32 (direkt neben dem Squash-Tennis-Center). Nun werden Hobby-Gärtner gesucht, die eine der 30 Parzellen bewirtschaften möchten. Eine Parzelle misst etwa 40 Quadratmeter. Interessierte Reinickendorfer können sich um eine Parzelle bewerben. Auch Gemeinschaftsbeete für Gruppen können entstehen. Der Nachbarschaftsgarten ist ein Vorhaben der GESOBAU und des Trägers Alba­tros und versteht sich als Begegnungsort und Raum für ein erholsames Miteinander im Viertel.

    Weiterhin wird es beim Nachbarschaftsforum darum gehen, welche zusätzlichen Angebote es im Nachbarschaftgarten künftig geben kann: möglicherweise ein wöchentliches Café, Workshops rund um Garten und Handwerk, Open-Air-Kino und Konzerte. Die Gespräche werden im Anschluss beim gemeinsamen Essen fortgesetzt. Für Kinder wird eine Betreuung angeboten.

    Interessierte können sich vorab im neuen Nachbarschaftsgarten umsehen: Am Montag, 16. März, und am Mittwoch, 18. März, wird das „Beettinchen“ jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein. Gastgeber des Nachbarschaftsforums ist das Integrationsmanagement BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften) im Märkischen Viertel. BENN setzt sich im Auftrag des Senats dafür ein, Nachbarschaft zu stärken und Begegnungen zwischen den Bewohnern des Kiezes zu fördern. Es stellt zudem finanzielle Mittel für Ideen und Aktivitäten bereit.

    https://www.raz-zeitung.de/2020/03/14/kleing%C3%A4rtner-gesucht/ (mehr …)

  • Beetinchen will sich noch mehr öffnen

    (aus Bericht)
    Berlin

    […]
    Aufgrund mangelnder personeller Ressourcen konnte der Garten nicht für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Einbrüche und Diebstähle bestärkten die Auffassung, dass es für eine Öff­nung verantwortliche Unterpächter*innen und/oder Personal vor Ort brauche. Lediglich bei zwei Veranstaltungen wurde der Garten als Begegnungsort für die Nachbarschaft präsen­tiert. So fand im September das alljährliche Viertelkino im Garten statt, eine für alle Besu­cher*innen kostenlose Filmvorführung. Besonders schön war jedoch eine gemeinsam mit der GESOBAU AG organisierte und von Chansonmusiker*innen begleitete Lesung. Durch die­se Veranstaltungen sowie die Erfahrung der neuen zuständigen Koordinatorin konnten neue Ideen für den Garten auf dem neuen Gelände entwickelt werden. Zum einen zeigten sich neue Veranstaltungsideen und auch ein klareres Bild über die Interessen der Anwohner*in­nen. Zum anderen konnte durch die Erfahrung im Zusammenwirken mit den Unterpächter*innen herausgearbeitet werden, was notwendig ist, um den Garten stärker für die Öffentlichkeit zu beleben. So werden aktuell über das neue Teilhabechancengesetz Mit­arbeiter*innen für den Betrieb des Gartens gesucht. Zudem wurden nach dem Austausch mit anderen Gemeinschaftsgärten die künftig auszustellenden Verträge geändert und die Unter­pächter*innen werden künftig mehr gemeinschaftliche Arbeit im Garten leisten müssen. Dies waren bisher 5 Stunden/Jahr, deren Umsetzung jedoch nicht kontrolliert wurde; künftig werden es 12 Stunden/Jahr sein und die Ableistung dieser Stunden wird durch Mitarbeiten­de des Betreibers kontrolliert und unterstützt. Dazu gehören z.B. die Pflege künftig bestehender Gemeinschaftsflächen oder die Unterstützung bei Veranstaltungen.

    Zur Überraschung des Betreibers und der Unterpächter*innen musste der Garten bereits am 07.10.2018 schließen, da die Baumaßnahmen begannen. Der neue Garten wird leider frühes­tens am 30.04.2019 an den Betreiber übergeben. Aus diesen Grund werden im Vorfeld Ver­anstaltungen (Sommerfest, Aufführung der Komischen Oper) vorbereitet und erste Anzuch­ten in den Räumlichkeiten des Betreibers vorgenommen. Zudem werden weiterhin weitere Förderungen beantragt, um Honorare für Workshops und Aufwandsentschädigungen für Eh­renamtliche zu akquirieren. Auch die GESOBAU AG möchte den Garten im Rahmen ehren­amtlichen Engagements Mitarbeitender sowie einer geringen Förderung über die GESOBAU Stiftung die Durchführung von Veranstaltungen im Garten unterstützen.


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  • Beetinchen: Umzug steht bevor

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Der Garten in Berlin/Märkisches Viertel wurde mit Mittel aus Stadtumbau West finaniert und hat 7000m². Neben (großen) individuellen Beeten gibt es viel Naturraum. Sie müssen nun nach der Saison umziehen, da die Fläche bebaut wird.
    Sie beantragen Gartengeräte, die dann auch mit genommen werden.

    Zur Zeit haben wir noch 17 vermietete Parzellen. In den meisten Fällen werden diese von Familien bewirtschaftet, so dass ich keine genaue Angabe über die Personenzahl machen kann. Ein Teil der Unterpächter*innen hat bereits gemeldet, mit umziehen zu wollen. Zudem habe ich bereits eine Liste mit fünf Interessent*innen für das nächste Jahr. In den Sommerferien gibt es einen Tag der offenen Tür, an dem jeder im Garten willkommen ist. Dieser wird dieses Jahr von einer durch die GESOBAU finanzierte Kraft auf Minijobbasis betreut. Der Garten ist barrierearm und kann auch im Rollstuhl besucht werden.

    Bereits dieses Jahr werden einige Veranstaltungen im Beettinchen stattfinden, die es so vorher nicht gab. Im Juli werden wir gemeinsam mit der GESOBAU eine Lesung der Novelle „Der gefundene Garten“ mit musikalischer Untermalung und einem kleinen Buffet organiseren. Dazu werden die Pächter*innen eingeladen und Werbung in den umliegenden Häusern sowie öffentlichen online-Portalen gemacht.

    Zudem ist angedacht, in den Sommerferien einen Flohmarkt im Garten zu organisieren, bei dem Bewohner*innen des Viertels kostenfreu Tische zur Verfügung gestellt bekommen.

    Wie bisher bereits wird zudem das jährliche Viertelkino im Garten stattfinden.

    neues Konzept:

    Der neue Garten wird gegenüber der Treuenbrietzener Str. 35 im Märkischen Viertel liegen. Das sind ca. 1,1 km Fußweg vom jetzigen Garten. Der neue Garten ist mit 3.000qm wesentlich kleiner und wird 35 der 39qm-großen Parzellen haben. Der Vertrag läuft zunächst bis

    01.07.2022 und kann ggf. verlängert werden.

    Ich konnte mit dem Bezirksamt klären, dass Parzellen nicht in vollem Umfang an einzelne Pächter*innen vermietet werden müssen, wie es mir bisher als Auflage mitgeteilt wurde. D.h. es gibt die Möglichkeit, z.B.

    eine halbe Parzelle zu mieten. Einen Teil der Parzellen möchte ich als Gemeinschaftsfläche bewirtschaften. Mindestens eine Parzelle wird mit kleinen Hochbeeten ausgestattet, um barrierearmes Gärtnern zu ermöglichen. Mein Wunsch wäre es, dies auf zwei oder drei gemeinschaftliche Parzellen auszuweiten. Zudem habe ich vor, im gesamten Garten „Wegfläche“ mit kleinen Kräuterkübeln o.ä. auszustatten, um die gemeinschaftlich bewirtschaftete Fläche zu erhöhen und einen freundlichen Charakter zu schaffen. Wie wir wissen, ist dies ohne große Kosten machbar.

    Das Gerätehaus mit Aufenthaltsbereich wird in seinem jetztigen Zustand mit umziehen.

    Ich arbeite gerade an einem Konzept, wie man den Garten künftig mehr beleben kann. Dazu gehört zum einen, die vertraglichen Regelungen gegenüber den Unterpächter*innen zu ändern, um mehr gemeinschaftliches Handeln als Voraussetzung für die Anmietung einer Parzelle (s.

    Himmelbeet) zu haben. Dafür möchte ich bereits dieses Jahr einen groben Veranstaltungskalender planen, damit die Unterpächter*innen sich frühzeitig für gemeinschaftliche Aktivitäten eintragen können.

    Zudem warte ich auf die Veranschlagung der künftigen laufenden Kosten.

    Auf dieser Basis entscheiden sich Parzellenpreise.

    Die bisher genannten Punkte sind alle mit den jetztigen Ressourcen umsetzbar. Ich bin derzeit auf der Suche nach möglichen Förderungen, um Personal für die Bewirtschaftung und Öffnung des Gartens finanzieren zu können. Meine ideale Vorstellung wäre es eine Person für sozialpädagogische Betreuung sowie eine Gartenfachkraft vor Ort zu haben. Diese könnten Veranstaltungen organisieren und mit den Pächter*innen sowie Interessierten gärtnern, thematische Workshops durchführen u.a. Durch eine fachliche Vor-Ort-Betreuung soll auch die Motivation an ehrenamtlicher Betätigung gesteigert sowie die Öffnung des Gartens als Erholungsraum für die Öffentlichkeit ermöglicht werden. Ein kleiner einfacher Cafébetrieb ließe sich rein infrastrukturell gut organisieren und kann in der Zeit zwischen den Saisons vorbereitet werden (Thekenbau etc.). Auch hier könnten Pächter*innen ihre gemeinnützigen Tätigkeiten ausüben. Ein endgültiges Konzept mit genauem Finanzierungsplan möchte ich schnellstmöglich erstellen. Bisher bin ich noch in der Ideensammlungsphase bzw. schaue mir weitere Gärten an, um Inputs zu erhalten. Parallel dazu erarbeite ich ein Konzept, wie sich der Garten ohne zusätzliche Finanzierung anders bewirtschaften ließe und wie man ehrenamtliches Engagement im Garten steigern könnte (s.o.).

    Pläne für die Zusammenarbeit mit der künftigen Gemeinschaftsunterkunft mache ich erst, wenn der Betreiber feststehen wird und direkte Absprachen getroffen werden können. Durch eine enge Kooperation mit anderen in der Flüchtlingsarbeit tätigen Akteuren im Viertel lassen sich auch niedrigschwellige kurzfristige Projekte umsetzen. Zudem möchte ich die nahe gelegene Waldorfschule kontaktieren und Projektmöglichkeiten ausloten.


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  • Beetinchen: erster Garten in Berlin-Reineckendorf

    (Gu, Projektbesuch, 20.8.)

    Auf der Brache einer rückgebauten Schule ist im Märkischen Viertel im April diesen Jahres das Beetinchen eröffnet worden. Ein sehr großer Garten mit 30m² großen individuellen Parzellen, Wasser und Stromanschluss, Toiletten, auch einem Behinderten WC (wird alles reihum geputzt), einer Küchenzeile, einem Gerätehaus mit Gartengeräten, einer Wiese (müssen die GärtnerInnen mähen), einem Kompost und einem Naturerfahrungsraum für Kinder. Finanziert wurde all das aus Stadtumbau West Gelder. Insgesamt sind 300.000 Euro in das Projekt eingeflossen.

    Es gibt einen großen Zaun um das Gelände, die Tür ist auf Wunsch der PächterInnen immer abgeschlossen – wegen der Kinder, damit diese nicht auf die Straße rennen können. Die Leute zahlen 20 Euro/Monat, haben bisher nur ihr Saatgut selber gezahlt. Das Gartenprojekt ist als ein Ergebnis eines Planungsprozesses rund um die Zukunft der Brache entstanden. Geplant und umgesetzt wurde das Projekt dann ganz ohne die Leute, die da gärtnern. Laut Frau Altmüller, die das Projekt als Mitarbeiterin der Wohnungsbaugesellschaft betreut, sind die Leute sehr uneigenständig und fragen bei allen auch Kleinigkeiten sie. Außerdem gibt es durch die Luxusausstattung eine Art Anspruchshaltung. Sie geht in 3 Jahren in Rente und bis dahin muss das Projekt von den Leuten selber getragen werden. Es gibt regelmäßige Treffen und es gibt etliche kleinere Konflikte unter den Leuten (die Pflanze verschattet mein Beet; seine Parzelle ist zu unordentlich; das viele Grillen stört mich…), die alle an sie herangetragen werden. Sie hat festgestellt, dass die Kinder mit dem Naturerfahrungsraum (einfach ein wild gelassener Teil) nix anfangen können, sie wissen nicht, was sie hier spielen können.

    Vor der Gartengründung hatte sie sich den IG Lichtenberg und den IG in Marzahn angeguckt.

    Insgesamt wirkt der Garten wie ein Schrebergarten ohne hohe Zäune

    # Beetinchen Berlin-Reineckendorf

    # Wohnungsbaugenossenschaft

    # Top Down

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