Schlagwort: Behinderte

  • Frankfurt/Oder: neue Gärtner*innen im inklusiver IG Stadtgarten

    (Antrag, Antworten)

    Der Stadtgarten ist mittlerweile 11 Jahre alt und hat viele Höhen und Tiefen bewältigt. Momentan gibt es einen Generationenwechsel, die Gärtner/-innen, die die 80 überschritten haben, haben uns alle verlassen. Es werden Beete frei und wir haben einen erhöhten Andrang von Garteninteressierten aus anderen Kulturen (Syrien, Afghanistan, Sudan). Das freut uns besonders, weil diese zukünftigen Gärtner/-innen die Vielfalt des Gartens bereichern und auch das Grundbildungszentrum und die Sprachcafés der VHS nutzen können, um Ihre „Inklusion“ selbstbewusster voranzutreiben. Damit ist ein guter Kreislauf von Nutzung der VHS und des Gartens entstanden.

    ZIEL: Wir wollen die neue Energie nutzen und die Gemeinschaft durch gemeinsames Handeln stärken. Die Alt- und Neugärtner/-innen sollen sich besser kennen lernen. Es sollen Vorurteile abgebaut werden.

    INHALT/weitere ZIELE: Es sollen Hochbeete entstehen, die zusammen erbaut werden. Die Hochbeete sind eine Hilfe gegen die Schnecken und eine Fuchsfamilie, die seit einigen Jahren im und am Garten lebt und die Beete beschädigt. Außerdem kann das gemeinsame Tun über Sprachbarrieren hinweg Beziehungen stiften, die ja u.a. eine der Aufgaben des Gartens ist.

    Es gibt mittlerweile eine ganze Gruppe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die gemeinsam Beete betreiben. Das sind ca. 8 Personen, die unter Anleitung der P8 (eine Beratungs- und Begegnungsstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf dem Gelände der VHS eingemietet ist) das Gärtnern erlernen. Anfänglich hatten beeinträchtigte Personen einzelne Beete, die sie aber nicht schafften, selbst zu bewirtschaften. So sind wir dazu übergegangen, Ihre Kraft zu bündeln und in ein Projekt zu verorten. Dort sind viele junge Männer, die praktische Arbeit lieben und besonders Lust auf Bau-Projekte haben. Wir wollen im Garten auch Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen, um Vorurteile abzubauen.

    • Wie groß ist die Gartengruppe derzeit? Wie viele Gärtner*innen sind davon neu?

    27 Gärtner (mit diversen Familien), davon aber die Peitzer Acht als 1 Gärtner gezählt mit ca. 6 Gärtner:innen

    Neue Gärtner:innen 14, davon die Peitzer Acht gezählt als eine „Person“ mit den 6 Gärtner:innen

    • Wie erfahren die potentiell Interessierten vom Garten? Woher wissen die neuen Gärtner*innen aus Syrien, Afghanistan und Sudan vom Garten? Wird im Sprachcafé/Grundbildungszentrum aktiv darauf hingewiesen? Hängen Zettel/Plakate in der VHS?

    Wir mussten nicht werben, weil sich der Brückenplatz auflösen musste (ein interkulturelles Zentrum)und die Gärtner von dort zu uns gewechselt sind

    Die beeinträchtigten Gärtner entspringen einem neuen Ansatz der Behinderteneinrichtung, da kam jetzt gärtnern dazu

    Also gibt es momentan keine Werbung, aber Bewerber:innen (auch schon für die Hochbeete, die entstehen sollen). Die sollen dann übrigens weiter Neugärtner:innen erhalten. Das GBZ will aber grundsätzlich gern mehr in den Garten hinein, zwei Ihrer Schützlinge sind bereits Gärtner:in (sind aber nicht über das GBZ vermittelt worden)

    • Wie läuft die Einführung/ das „Onboarding“ in Garten und Gartengruppe?

    Ich führe ein und zeige alle wichtigen Dinge. Dann gibt es später ein Treffen, in dem die Neuen sich vorstellen

    Da es jetzt ziemliche Probleme gab, habe ich ein Gartenalphabet geschrieben, in dem alle Regeln verankert sind, die gibt es in deutsch, französisch, englisch und dari (hänge ich Dir mal an) Das muss jede/r unterschreiben + Vertrag

    • Habt ihr individuelle Beete oder wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet?

    Jede/r sein Beet und geringfügige Gemeinschaftsflächen (Naschhecke, 3 Apfelbäume, 1 Pfirsichbaum, 2 Birnen, kleine Rabatte, ein Kräuterbeet

    • Wie kommuniziert die Gartengruppe miteinander, wie laufen Informations- und Entscheidungswege? Bist du selbst auch mit im Garten dabei?

    Es gibt eine Lenkungsgruppe – eine Person für die VHS, eine für die Behinderten, eine für die Migranten, eine für den Garten

    Ich bin dabei, mittlerweile beete ich zusammen mit einer anderen Gärtnerin

    Entscheidungen lasse ich abstimmen in der whatsApp Gruppe oder bei Versammlungen

    Wer Gartenanleitung braucht kann unterschiedliche Personen befragen, die wir als Expert:innen benannt haben

    Ansonsten siehe Gartenalphabet

    • Ist die Gruppe mit Anleitung der P8 zu bestimmten Zeiten im Garten?

    Ja, die haben Treffen, an denen sie thematisch arbeiten (z.B. Vogelfuttertassen bauen, pflanzen, ernten usw.). das machen sie offen für alle, es gibt oft essen.

    • Wie viele Gärtner*innen werden am Bau der Beete beteiligt werden können?

    Ich denke, die P8 macht mit und eher die Männer (afghanische) und handwerklich talentierte und interessierte Frauen (mind. 10 Personen). Ich denke, wir essen dann zusammen und da kommen noch andere hinzu.

    (mehr …)

  • Gladbeck: INtek. Hochbeetgarten vergrößert sich

    (Antrag, Antworten)

    im Herbst 2022 haben wir mit Frauen aus dem Freundeskreis Gladbeck-
    Alanya und der interkulturellen Frauengruppe in Gladbeck den
    interkulturellen Hochbeetgarten im Jovypark im Rahmen des
    Bundesprogramms „Engagierte Stadt“ als ein Ort der Begegnung und des
    interkulturellen Austauschs ins Leben gerufen. Inzwischen konnten mit
    Unterstützung des Umweltamtes der Stadt und lokalen Unternehmen und
    Geschäftsleuten 9 Hochbeete aufgestellt werden.
    Wir hatten mit Ihnen im September 2024 kommuniziert und haben
    anschließend unser interkulturelles Hochbeetgartenprojekt auch in das
    bundesweite Netzwerk eingetragen.
    Die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) im Ruhrgebiet bietet
    auf Ihrer Internetseite, der IGA-Plattform, nachhaltigen Projekten von
    Bürgerinnen und Bürgern unter dem Menüpunkt „Mein Garten“ auch eine
    Bühne! Auch wir haben unser Hochbeetgarten-Projekt bei der IGA
    angemeldet und nach Prüfung, ob es auch den Kriterien der IGA entspricht,
    ist das Projekt inzwischen freigeschaltet worden. Hier der Link:
    https://www.meingarten.iga2027.ruhr/projekte/details/interkultureller-
    hochbeetgarten-jovyplatz-gladbeck/
    In diesem Frühjahr möchten wir noch zwei weitere Hochbeete aufstellen.
    Eines davon wird ein rollstuhlgerechtes Hochbeet sein, das die Caritas-
    Werkstätten in Gladbeck bauen werden. Das Umweltamt der Stadt
    unterstützt uns dabei.
    Meine Frage/Bitte wäre, ob wir über die Stiftung für Erde und Gartengeräte,
    die wir noch brauchen, eine Unterstützung bekommen können.
    Ihre Fragen, die Sie mir in der Mail geschrieben haben, beantworte ich in
    diesem Zusammenhang wie folgt:
    1. Wie kann man im Garten mitmachen? Gibt es neben den Beeten
    noch weitere Bereiche?
    Der Hochbeetgarten liegt in einem zentralen Park der Stadt,
    dem Jovypark. Neben den Beeten gibt es weitere Flächen, wie eine
    große Wiese und ein gepflastertes Rondell mit Bänken, die wir für
    unsere Treffen und Veranstaltungen nutzen können. Alle Treffen
    und Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten.
    2. Sind die Beete fest verteilt, könnten noch weitere gebaut werden?
    Wie viel Interesse dort zu gärtnern, gibt es?
    Die Hochbeete haben Patinnen und Paten, die sie bepflanzen und
    pflegen. Bisher sind jedes Jahr neue Beete hinzugekommen, die
    wiederum an Patinnen und Paten vergeben wurden. Bei unseren
    wöchentlichen Treffen kommen aus den angrenzenden Schulen oder
    aus dem Quartier Menschen vorbei und erkundigen sich regelmäßig
    über das Projekt und Anbaumöglichkeiten mit einem Hochbeet.
    Das Interesse, selbst ein Hochbeet in der Nachbarschaft oder im eigenen
    Garten aufzustellen wächst und hat schon an einigen Stellen in Gladbeck
    Schule gemacht.
    Wir selbst dürfen auf der Fläche im Jovypark maximal 12 Beet aufstellen.
    3. Sind die Frauen noch dabei oder gärtnern nun inzwischen
    hauptsächlich Gruppen?
    Die Frauen sind die Initiatorinnen und Standbein des Projektes und sind
    noch dabei, aber auch drei Gruppen und Seniorinnen.
    4. Gibt es regelmäßige Treffen, gemeinsame Gartentage oder
    ähnliches?
    In der Gartensaison von April bis Oktober treffen wir uns regelmäßig
    freitags zum Gärtnern und Austausch mit Getränken und Gebäck. Die
    Treffen sind immer offen Interessierte. Ende September veranstalten wir
    ein Erntedankfest. Alle zwei Jahre beteiligen wir uns auch bei den
    „Wochen der Vielfalt“ in der Stadt mit unserem Projekt.
    5. Gibt es Vandalismus oder Diebstahl? Und wenn ja, wie gehen Sie
    damit um?
    Bisher haben wir keine Probleme mit Vandalismus gehabt. Wir haben die
    umliegende Nachbarschaft und die Schulen kontaktiert und sie über das
    Projekt informiert, so dass alle ein wenig auf den Garten achten.
    Außerdem ist in direkter Nachbarschaft eine Polizeiwache, die
    wahrscheinlich auch abschreckt.
    6. Wo kommt das Wasser her?
    Das Wasser wird uns vom anliegenden KreativAmt zur Verfügung
    gestellt. Das ist das ehemalige Finanzamtgebäude, in dem jetzt viele
    startups untergebracht sind. Der Geschäftsführer vom Gebäude ist von
    Anfang an von dem Hochbeetgartenprojekt begeistert und unterstützt
    uns mit der Wasserversorgung.
    7. Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie kommen die
    Gärtner*innen da jederzeit ran?
    Die Gartengeräte sind in einer stabilen Gerätekiste in der Größe eines
    Hochbeetes untergebracht. Die Kiste hat uns ein Unternehmen
    gesponsert und steht auf dem Platz bei den Hochbeeten und ist
    abgeschlossen. Die Patinnen und Paten haben jeweils einen Schlüssel,
    so dass sie jederzeit an die Geräte rankommen. (mehr …)

  • Stuttgart: Gartenprojekt Quartiershaus in die Hände der Bewohner*innen gegeben

    Die Samariterstiftung betreut das Projekt nicht mehr. Der Garten mit den Hochbeeten wird von den Anwohnerinnen in Absprache mit dem neuen Mieter weiter geführt (mehr …)

  • Berlin-Marzahn: Mehr Gärtner*innen bei Kraut und Rüben

    1.      Bisher waren etwa 25 ehrenamtliche Helfer in unserem Bürgergarten aktiv. In den letzten Wochen haben wir verstärkt auf den Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hingewiesen. Durch mehrere Öffentlichkeitsauftritte ist es uns gelungen, Menschen für unseren Bürgergarten zu begeistern, die aufgrund ihrer Behinderung sonst nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dabei haben wir 2 Rollstuhlfahrer sowie weitere 7 ehrenamtliche Gartenfreunde und weitere Interessierte erreicht.

    2.      Sofort begannen wir, Hochbeete anzulegen und neue Beete aufzuteilen. Die Wunschliste an Gartengeräten kommt daher zustande, dass wir weitere Menschen erreichen konnten und dringend Blumenerde sowie weitere Geräte benötigen. Derzeit bauen die Gärtner auch an drei Holz-Rosen-Bögen und fertigen diese alleine an, auch dafür wird Werkzeug benötigt und somit kam die Schleifmaschine auf die Wunschliste.

    Weiterhin reicht der jetzige Gartenschlauch nicht, um den vorderen Teil des Gartens zu erreichen.

    Es sind nun viel mehr Leute (ich habe gerade nochmal mit Kati telefoniert), die Gruppe besteht aus 50 Menschen. Nicht alle kommen immer, nicht alle regelmäßig.
    Wir haben ehrenamtliche und freiwillige Helfer im Gartenprojekt.  Die ehrenamtlichen Helfer sind über unseren Verein registriert und versichert. Wir unterscheiden zwischen ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern: Ehrenamtliche sind Mitglieder unseres Vereins, während freiwillige Helfer nicht Mitglied sind, aber zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern aus der Nachbarschaft kommen und den Garten nutzen dürfen. Ehrenamtliche Helfer erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung für Ihre Unterstützung und sorgen dafür verlässlich, dass der Garten nicht verwildert.

    Die individuellen Beete haben wir aufgehoben und die Flächen allen zur Verfügung gestellt.

    Es gibt einen Gartenrat, der sich aus ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern zusammensetzt. Dieser Rat entscheidet, welche Projekte als nächstes umgesetzt werden. So entstand auch die Idee für Hochbeete für Menschen mit Behinderungen. Aufgrund unserer Kampagne für Gleichstellung kamen viele Menschen mit Behinderungen zu uns und möchten aktiv im Garten mitarbeiten.

    Alle zusammen nutzen die Gartenflächen sowie die Gartengeräte. Der Verein stellt die Flächen, Gartenhäuser und Mobiliar zur Verfügung. Gartengeräte und Blumenerde werden über Spenden und Förderungen beschafft.

    Das mit den Ehrenamtlichen und Freiwilligen hat sie mir nochmal erläutert: Ehrenamtliche sind Vereinsmitglieder. Die bekommen eine kleine Aufwandsentschädigung, mit der sie sich dann Arbeitshandschuhe etc. kaufen können. Es sind Geflüchtet dabei und Menschen mit sehr wenig Geld. Aufwandsentschädigung ist der Vereinsterminus, da sie es so auch abrechnen müssen. Freiwillige sind Menschen, die nicht Vereinsmitglied werden wollen und eben mit im Garten gärtnern.


    (mehr …)

  • Berlin: im Sonnengarten wird nicht mehr gegärtnert

    Besuch (mit Anuscheh)
    Der Sonnengarten ist ein Projekt der „Migrantenselbsthilfeorganisation“ IBCC in Neukölln. Fokus des IBCC ist die Beratung von und Angebote für Menschen mit Behinderung. Frau Gümüs, die eine GF hat schon lange einen Kleingarten in einem riesengroßen Kleingartenareal. Schräg gegenüber gab es ein großes, verwildertes Gelände, auf dem ursprünglich 6 Parzellen entstehen sollten. Sie hatte die Idee für den Sonnengarten und die Fläche vom Bezirk dafür bekommen. Die Fläche war total überwuchert, das THW hat geholfen und mit den Azubis ein Übungswochenende auf der Fläche gemacht, viele Ehrenamtliche haben auch geholfen.
    Sie haben zwei miteinander verbundene Hütten gebaut und auch dafür wieder aus Nachbarschaft/Freundes- und Bekanntenkreis viel Unterstützung und auch Geld bekommen.
    Neben einer Küche gibt es auch ein „Waschhaus“, so dass Menschen sich duschen können/geduscht werden können.
    Ursprünglich sind Familien Fördermitglieder geworden und konnten die Fläche dann nutzen. Das hat aber nicht funktioniert, Ordnung und Sauberkeit wurden nicht eingehalten, irgendwelche Leute haben dort übernachtet, die Mitarbeiter*innen mussten hinter den Nutzer*innen herputzen/aufräumen/Müll wegbringen.
    Nun können Gruppen die Fläche nutzen, wenn einE Mitarbeiter*in dabei ist.
    Die Nutzer*innen haben keine Lust zu gärtnern, die Hochbeete werden nicht mehr für Gemüseanbau genutzt, es gibt auch nur noch 2 – und eine sehr große Rasenfläche. Es ist ein Tobe- und Erholungsrauem, die Gruppengröße ist 20 – 80 Personen groß. Sie wollen aber Obstbäume anpflanzen. (mehr …)

  • Berlin: Leitsysestem für blinde Menschen im Menschenkindergarten

    (Besuch)
    Der Menschenkindergarten in Friedrichshain ist als offener Nachbarschaftsgarten Teil einer inkusiven Kita. Es gibt einige Beete, die an bestimmte Personen vergeben sind – und diese müssen neben einem kleinen Obolus auch eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Jahr für die Gemeinschaftsarbeiten aufwenden – und Gemeinschaftsflächen.
    Der Garten nimmt an Bürgerwissenschaftsprojekten teil, hat sich mit und durch H. Piplow rund um Terra Preta und Pflanzenkohle weiterbilden lassen, es gibt Keyholebeete, es wird bokaschisiert, einen Benjeshecke wächst, der Lehmofen wird viel genutzt etc.
    Außerdem haben Sie ein Leitsystem für blinde Menschen. Es gibt einen Gartenplan mit Brailleschrift und die verschiedenen Bereiche des Gartens sind mit Schildern gekennzeichnet, auf denen auch Brailleschrift Hinwise gibt. Zudem kommt man über einen QR-Code zu professionell gesprochenen Infos über den Garten und die Bereiche.

    (mehr …)

  • Berlin: Infoveranstaltung inklusiver Stadtteilgarten Tempelhof

    Eröffnungs-/Infoveranstaltung war am 14.11: https://stadtteilgarten-tempelhof.berlin/eroeffnung/

    Die Besichtigung des Stadtteilgartens hatten wir wegen des Wetters und der jahreszeitlich kurzen Tage auf den Samstag danach verschoben.

    Wir freuen uns sehr, dass sowohl bei der Eröffung wie auch bei der Besichtigung im Garten auch Menschen dabei waren, die auf der Suche nach einem Platz in einem Gemeinschaftsgarten waren. Wir haben die ersten Beete vergeben und die künftigen Mitgärtner_innen werden im neuen Jahr mit uns gemeinsam im Stadtteilgarten gärtnern.

    (mehr …)

  • Frankfurt/Oder: Garten von VHS will neue Struktur

    (Tel)

    Es gibt ein paar Konflikte im Mehrgenerationengarten der VHS Frankfurt/Oder. Füchse wühlen nach Mäusen und fressen Obst, einige wollen sie abschießen lassen, andere plädieren für ein gemeinsames Leben mit ihnen.
    Eine Person, die vor 10 Jahren die „gärtnerische Leitung“ des Gartens (und im Gegenzug viel Fläche) bekommen hat, sorgt mit ihrer mürrischen Art dafür, dass andere wegblieben. Diese Person sagt auch den Gärtner*innen mit Einschränkungen, dass sie doch was anderes besser machen könnten, als gärtnern.
    Uta (von der VHS), will nun eine neue Struktur anregen, bei der auch andere sichtbarer werden und mehr Verantwortung übernehmen und es keine gärtnerische Leitung mehr gibt, da es diese auch nicht mehr braucht. (mehr …)

  • Bad Hersfeld: GG für Menschen mit Beinträchtigungen in Kleingarten

    (alerts)

    Bad Hersfeld – Ein Ziel haben, einen Ort, zu dem man gehen, Menschen, mit denen man reden kann – für viele Menschen mit Behinderungen, die keiner geregelten Arbeit nachgehen können, ist das keine Selbstverständlichkeit. Einen solchen Ort bietet der Verein „mittendrin“ in Bad Hersfeld an – normalerweise.

    In Zeiten von Corona waren Treffen in geschlossenen Räumen oder gemeinsame Ausflüge kaum möglich. So entstand die Idee für das Gartenprojekt.

    Korinna Ziehn suchte und fand einen Kleingarten in der Anlage am „Strandbad“, der gepachtet werden konnte. Im Frühsommer 2020 ging es los – zunächst mit Überlegungen, was mit dem Garten geschehen solle. Es wurden Blumen gepflanzt, Gemüse angebaut, das Gartenhaus leuchtend blau gestrichen. Drei Mal pro Woche treffen sich Corinna Ziehn und ihre Kollegen mit den Teilnehmern des Projekts. „Es ist immer was zu tun“, sagt Stefanie Papendieck, die auch zuhause einen Gemüsegarten und deshalb eine ganze Menge Erfahrung mit dem Gärtnern hat.

    Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig und auch das Maß des Arbeitseinsatzes. Wer bei schönem Wetter einfach nur mal Kaffee trinken und sich unterhalten möchte ist ebenso willkommen, wie diejenigen, die vor Ideen und Tatendrang förmlich übersprudeln. Sarah Petzner, zum Beispiel, sieht immer wieder Dinge, die dringend getan werden müssen.

    Ihr neuestes Projekt: Gemeinsam mit Christoph Kriefall will sie einen Unterschlupf für Igel bauen, in dem die stacheligen Gesellen gut überwintern können. Begeistert erzählt sie von der Riesenzucchini, die sie geerntet hat, und von dem Kürbis, und zeigt auf ein hübsch gestaltetes Beet mit Heidekraut und Kies, das sie gemeinsam mit anderen angelegt hat.

    Natürlich gibt es Arbeiten, die regelmäßig erledigt werden müssen, betont Daniela Rölke. Rasenmähen, zum Beispiel, oder Hecke schneiden. Das sehen auch die Regeln des Kleingartenvereins so vor. Es sei jedoch kein Problem, dafür jemanden zu fnden, freut sich Claudia Hoh. Grundsätzlich ist es den Verantwortlichen von „mittendrin“ wichtig, dass das Gartenprojekt ein niedrigschwelliges Angebot ist, dass die Beschäftigung im Garten Spaß macht und entspannt und nicht in Arbeit ausarten soll.

    Wichtig ist ihnen auch, dass die Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen, dass neue Freundschaften und private Verabredungen entstehen. Sarah Petzner und Christoph Kriefall überlegen etwa, im nächsten Frühjahr im benachbarten Tennisclub mit dem Tennisspielen anzufangen.

    Kriefall empfindet die Gartenarbeit für sich persönlich als Entlastung. Das Projekt habe ihm geholfen, gut durch die schwierige Coronazeit zu kommen, sagt er. Es ermögliche ihm Teilhabe am sozialen Leben in Verbindung mit sinnvoller Tätigkeit. In fröhlicher Runde selber aktiv zu werden, das macht ihm Freude.

    Ihren Garten bewirtschaften die Teilnehmer des Projekts übrigens so weit wie möglich ohne Chemie. Dass dann Salat und Kohlköpfe zu inem nicht unerheblichen Teil den Schnecken zum Opfer fallen, nehmen sie in Kauf. (Christine Zacharias) (mehr …)

  • viele neue Projekte im GG Salvia in Leipzig

    (Mail)

    Wir sind seit letztem Jahr sehr große Schritte voran gekommen. Ab morgen werden wir ein Workcamp starten, wo wir unsere neue barrierefreie Bienenfläche gestalten, z.B. Sandarien errichten und eine barrierefreie Wegführung bauen. Außerdem wird der Zaun mit Hilfe der Workcampteilnehmer und einer Förderschulklasse neu errichtet. Der Maschendrahtzaun kommt weg, ein Lattenzaun wird neu errichtet und bemalt oder anders gestaltet. Ab 2021 wollen wir auch Workshops zum barrierefreien Imkern initiieren. Das erste Bienenvolk befindet sich seit einigen Wochen im SALVIA-Garten; weitere kommen ab nächsten Jahr dazu. Unsere rollende Workshopleiterin (eine Biologin und Naturpädagogin) macht ihr erstes Angebot während der Workcampzeit. Darauf freuen wir uns besonders, da wir den Tier- und Pflanzenschatz in unserem Garten teilweise gar nicht benennen können.

    Ab Mitte September entsteht auf einem anderen Teil des SALVIA-Gartens eine weitere barrierefreie Wegführung mit unterfahrbaren Hochbeeten und  neuen Anbau- und Schauflächen (auch in Hügelbeetform). Da wollen wir verschiedene Permakulturtechniken ausprobieren und ein bissschen experimentieren. Für diesen Ausbau haben wir eine Förderung eingeworben, so dass wir eine Firma für diese Arbeiten beauftragen konnten.

    Es ist gerade sehr aufregend, was alles 2020 passiert! Trotz Corona konnten wir durchgehend tätig sein.

    Unser Waldgarten erhält während des Workcamps eine „große Portion Grünkompost“, um auch die nährstoffarmen Flächen (da standen alte Bungalows, die wir Ende letztem bzw. dieses Jahr abgerissen haben) aufzuwerten und weitere Bäume, Sträucher und weitere Stauden, Kräuter etc. im Herbst pflanzen zu können (mehr …)

  • neues Gartenprojekt in Augsburg auch für blinde und sehbehinderte Menschen

    (ANtrag und Antworten)

    Der Vorgarten am alten Gaswerk in Oberhausen wird zu einem biologisch geführten Klein-Biotop
    umgestaltet und mit medialen Elementen versehen. Es wird ein Garten entstehen, der mit allen Sinnen
    erlebbar ist, damit Menschen mit und ohne Behinderung teilhaben können. So findet Inklusion
    lebendig und unbeschwert in Verbindung mit Umwelt- und Naturthemen statt. Das gemeinsame
    Gärtnern wird zum Ausgangspunkt für den Austausch von Menschen aus unterschiedlichen
    Herkunftskulturen und mit verschiedenen Lebensformen.
    Die Stadtwerke Augsburg haben uns ein ca. 250 qm großes Grundstück kostenlos überlassen. Es besteht
    aus einer öden Grasfläche mit Hecke darum. Das Grundstück grenzt direkt an die Straße und ist von
    außen durch eine Gartentür begehbar. Wir haben die Herausforderung angenommen, daraus ein
    Biotop und eine Erlebnisfläche zu machen, inmitten eines Industriegebietes am Eingang zum Alten
    Gaswerk, das von den Stadtwerken derzeit zum Kreativquartier umgestaltet wird.
    Wir kultivieren essbare Pflanzen, zum Riechen, Schmecken und Ertasten. Die Nachbarschaft ist
    aufgerufen, sich an der Ausgestaltung des Gärtleins zu beteiligen. Zu allen Pflanzen erstellen wir einen
    Steckbrief in Form eines Audiobeitrages, abrufbar über QR-Codes. Wir bringen außerdem Tafeln in
    Brailleschrift an. In Workshops werden Pflanzbehälter wie Hochbeete und Sitzmöbel gebaut. Dabei
    greifen wir vorrangig auf vorhandenes Material wie Paletten zurück. Erstes Pflanzgut und Komposterde
    haben wir bereits aus privaten Spenden und vom Botanischen Garten erhalten. Die Stadtwerke werden
    uns hierbei ebenso unterstützen.

    Wie viele Leute sind denn an Planung und Umsetzung beteiligt und wie viele davon wollen/können mit gärtnern?

    Wie setzt sich diese Gruppe zusammen?

    Zur Zeit sind wir sechs Leute, die die Initiative gestartet haben. Es sind Künstler*innen, die im Kreativquartier Gaswerk ein Atelier haben und Leute vom Gaswerksmuseum. Außerdem eine alte Dame vom Oberhauser Museumsstüble aus der Nachbarschaft. Wir haben Kontakt zum Blindenverband und es ist das Ziel, dass sich Sehbehinderte und Blinde am Geschehen beteiligen können. 

    Das Ganze ist als Akt zivilen Ungehorsams entstanden. Wir haben einfach auf der Fläche gemacht, das als Kunst bezeichnet und die Stadtwerke hatten nichts dagegen. Inzwischen finden sie es gut.

    Wie viele Beete wird es geben und wird denn auch Gemüse angebaut? Wer kann das dann ernten?

    Wir planen keine einzelnen individuellen Beete. Alle dürfen alles bepflanzen und beernten. Auch die Passant*innen, die gegenüber zum Arbeitsamt oder zum Bundesamt für Migration gehen. Das Gärtchen soll zum sozialen Ort und Begegnungsstätte werden.

    Wir haben zunächst 250 qm. Potenziell können weitere 500 qm dazu kommen. Davon müssen wir die Stadtwerke aber vorsichtig überzeugen. 

    Auf den Flächen wird im nächsten Jahr noch ein Bodenaustausch wegen Contanimation (Gasproduktion) statt finden. Daher ist ein Gärtner zunächst nur in Pflanztrögen und Hochbeeten möglich.

     Wie kann man mitmachen und vor allen Dingen mit gärtnern?

    Das Vielfaltsgärtlein gehört zum Stadt Labor, einem Ort für Kultur, Wissenschaft und bürgerschaftliches Engagement direkt ab Garten. Wir haben dort Räume, die derzeit immer freitags geöffnet sind, an anderen Tagen sporadisch auch. Wer kommt, kann mitmachen.

    Wer entscheidet, was angebaut wird?

    Das wird sich zeigen. Die Strukturen müssen sich festigen. Wir starten bald einen Aufruf an die Nachbarschaft, Pflanzen zu bringen und mitzumachen. Sicher wird es künftig ein Gartenplenum geben.

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie zugänglich sind die dann?

    Wir haben einen Keller und dort auch Wasseranschluss (Schlauch). 

    Der Garten ist noch in Planung, gell?

    Eigentlich nicht, es ist losgegangen und der Prozess ist im Gange. Von Planung kann man eigentlich nicht mehr sprechen.

     Nach der Beschreibung würde ich denken, dass es sich vor allen Dingen um einen Lehr- und Schaugarten handeln soll, in dem auch Workshops stattfinden?

    Ja, auch. Aber auch die niedrigschwellige Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ist uns wichtig.


    (mehr …)

  • In Bingenheim entsteht ein Gemeinschaftsgarten

    (Antrag/Antworten)

    Unser Ziel ist es einen Gemeinschaftsgarten zu gründen. In welchem unsere Zielgruppe (junge
    Familien mit Kindern, Geflüchtete, Menschen mit geistiger Behinderung und Senioren)
    zusammenkommen um gemeinsam ökologisch zu gärtnern, voneinander zu lernen und um einen
    Ort des Gemeinschaffens zu etablieren.
    Inhalt
    Für das Jahr 2020 und auch in den folgenden Jahren haben wir eine zentral im Dorf gelegene
    Ackerfläche von 550 m2 Größe zur Pacht überlassen bekommen. Hier wollen wir gemeinsam
    aussäen, pflegen, ernten und eine schöne Ecke zum gemeinsamen Verweilen und Begegnen
    schaffen.
    Maßnahmen
    Die zu schaffende Wiese mit Feuer und Kompostplatz sowie die Kräuter und Blumenbeete wollen
    wir gemeinsam anlegen, nutzen und pflegen. Jede/r Interessierte/r soll darüber hinaus eine kleine
    Parzelle (15-30m2) mit Gemüse bestellen und pflegen können.
    Wir wollen als weitere Maßnahme verschiedene interaktiv gestaltete Workshops im Garten
    anbieten z.B zu dem Thema Mulchen im Gemüsebeet, Gärtnern mit Kindern.
    Eine uns sehr wichtige Maßnahme ist außerdem das gemeinsame Feiern von Festen mit einem
    vielfältigem kulinarischen Austausch.
    Außerdem wollen wir uns gemeinsamen Aktionen an denen wir uns z.B der „Beetbereitung im
    Frühling“ und den „Garten winterfest“ machen widmen.Von der benachbarten Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim können wir uns
    verschiedene Maschinen leihen; einen Traktor, einen Grubber, eine Spatenmaschine und einen
    Rasenmäher.

    – Die Gartengruppe besteht bisher aus 6 interessierten Parteien (9 Erwachsene und 7 Kinder). Davon erfahren haben diese Menschen während unserer offenen gemeinsamen Treffen in unserem Begegnungscafe Kaffekanne und Umsonstladen.

    – Angefangen das Gartenprojekt zu planen haben wir erst Ende Februar/Anfang März, bisher haben wir daher noch keinen Artikel auf unserer Internetseite veröffentlicht. Neu Interessierte werden (sobald es die Situation wieder zulässt) weiterhin im Begegnungscafe davon erfahren können, weiterhin über unseren E-Mail-Verteiler, bald auch über die Webseite und hier auf dem Land vor allem von Mund zu Mund.

    – Die Fläche nutzen wir dieses Jahr als „Unterpächter“ von der Bingenheimer Saatgut AG, nächstes Jahr geht die Fläche zurück an die Lebensgemeinschaft Bingenheim e.V (eine Behinderteneinrichtung) die uns die Fläche weiterhin, wie dieses Jahr auch kostenlos zur Verfügung stellen wird. Eine zeitliche Befristung gibt es bisher nicht. Allerdings haben wir bisher aber auch noch keinen schriftlichen Vertrag von der Lebensgemeinschaft erhalten, sondern nur eine mündliche Zusage.

    – Es sollen je nach Gruppengröße/Interesse 12-20 individuelle Parzellen zur Verfügung stehen. Diese Idee (die der individuellen Parzellen) entstand im gemeinsamen Gespräch, wobei z.B zwei Parteien gesagt haben dass sie dann eine Gemüseparzelle zusammen pflegen wollen.

    – Für die Maschinennutzung der Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim, voraussichtlich auch für die Wartung und Instandhaltung z.B von Gartenwerkzeug, für das Leitungswasser, für das Saatgut und Jungpflanzen entstehen weitere Kosten (die in unserem Projektantrag an Sie nicht auftauchen) und die wir dann auf die jeweilige Person/Partei umlegen wollen. Wir haben noch nicht berechnet wie hoch dieser Beitrag sein wird, gehen aber davon aus das dieser eher gering sein wird und alle Interessierten diesen übernehmen können. Falls eine Person/Partei diesen nicht leisten kann, wird der Beitrag durch den Rest der Gruppe getragen.

    – Die Gartengeräte sind für 12 – 20 Parteien geplant (also für etwa 30 –

    40 Menschen). Wir gehen davon aus das nicht Alle auf einmal im Garten sein werden und wir uns auch in der Benutzung abwechseln können.

    – Die Kiste für die Werkzeuge würden wir gerne bei der Firma Alutec kaufen (https://www.alutec.net). Wäre das möglich ? Oder zählt das auch zu „einer Fertiglösung aus dem Baumarkt“ ?

    – Größere Entscheidungen trifft die Gruppe im Konsent. In der Saison soll es außerdem einmal im Monat ein Garten-Orga-Treffen geben. (Sobald es die Situation wieder zulässt) Die Information-und Kommunikationswege bestehen bisher in „Mund zu Mund“

    (wir wohnen alle

    maximal 3 km voneinander entfernt) beziehungsweise übers Telefon und über den Messenger Signal.

    Erste Vorkehrungen/ Aufbauarbeiten leisten wir jeweils maximal zu zweit, abwechselnd je nach dem wer sich welcher Aufgabe annimmt (wir haben jetzt z.B in zwei unterschiedlichen „Schichten“ schon geschenkten Kompost händisch auf der Fläche ausgebracht).

    Wir sind außerdem voller Hoffnung ab Mai zumindest in Kleingruppen bald wieder zusammenkommen zu können.


    (mehr …)

  • neues Gartenprojekt in Leipzig

    (Antrag, Antworten)

    SALVIA – der barrierefreie Bildungsgarten
    Wo befindet sich die Fläche?
    Die Fläche des zukünftigen barrierefreien Bildungsgarten SALVIA befindet in der Nähe der S-Bahn-Station
    „Leipzig-Engelsdorf“. SALVIA verortet sich im Osten von Leipzig unweit der B87 und B6. Angrenzend
    treffen hier die drei Stadtteile Paunsdorf, Sommerfeld und Engelsdorf aufeinander. Engelsdorf ist erst vor 20
    Jahren an die Stadt Leipzig angeschlossen worden. Vorher war Engelsdorf ein typisches Straßenangerdorf.
    SALVIA   erstreckt   sich   zukünftig   auf   3.700   qm   eines   5670   qm   großen   Gelände   einer   ehemaligen
    Kleingartenkolonie. Angrenzend an diese Kleingartenkolonie befindet sich ein weiteres aufgegebenes, nicht
    bewirtschaftetes Gelände. Um den Erwerb dieser Fläche bemühen sich unsere Verpächter, so dass sich
    SALVIA eventuell in weiterer Zukunft noch erweitern könnte.
    Das zukünftige SALVIA-Gelände ist zum größten Teil seit einigen Jahren verlassen. Große Bereiche des
    Geländes sind verwildert, vernachlässigt und noch parzelliert. Hier befinden sich alte Bungalows, die nur
    noch abgerissen werden können. Außerdem hat sich über die Jahre eine größere Menge an Sperrmüll auf der
    Fläche gesammelt. Einzelne Parzellen werden noch von Pächtern bewirtschaftet.

    Wer sind die Aktiven?
    Der gemeinnützige Verein gemeinsam grün schiebt das Projekt SALVIA in Leipzig-Engelsdorf an. Seit Ende
    letzten Jahres bauen wir einen ehrenamtlichen Unterstützerkreis auf, der SALVIA mitentwickelt und mit
    aufbaut. Wichtig ist es uns hierbei, dass der Unterstützerkreis aus Menschen mit und ohne Behinderungen
    besteht. Wir sind derzeit dabei, uns mit Akteuren der Behinderten- und  der Umweltbewegung in Leipzig zu
    vernetzen.
    Bei der Ökofete 2018 wurden wir auf die Fläche in Engelsdorf aufmerksam gemacht. Die Stiftung Bürger für
    Leipzig stellte uns einen der Verpächter vor. Dieselben suchten schon längere Zeit eine Initiative, die diese
    Fläche erschließt und bewirtschaftet.
    Was beinhaltet SALVIA?
    Bis zum Jahr 2021 entsteht in drei Projektetappen ein gemeinsamer Lernort für Menschen mit und ohne
    Behinderungen. Hier schaffen wir Begegnungs- und Bildungsräume, die durch ihre barrierefreie Gestaltung
    für alle Interessierten offen stehen werden. Das ist ein großes Ziel, welches wir von Anfang an bei der
    Entwicklung der Fläche in besonderen Fokus nehmen. Über den Verlauf der drei Projektetappen wird die
    Fläche komplett erschlossen und barrierefrei gestaltet sein.
    Auf der SALVIA-Fläche entwickeln wir verschiedene Experimentierareale für Kinder und Erwachsene. Auf
    diesen findet Bildung in vielfältigen Formen statt. Interessierte finden hier Anbauflächen für Kräuter und
    Duftpflanzen durchwachsen mit Blühstreifen, Gemüse sowie Streuobst. In Verbindung mit diesen Flächen
    werden Seminare und Workshop-Formate zu Kräutern und Duftpflanzen stattfinden. Ebenso widmen wir uns
    1dem Thema Inklusion. Wir versuchen mit unserem Projekt SALVIA dieses Thema stärker in der Stadt
    Leipzig zu verankern.
    Ein Waldgarten entsteht auf einer Teilfläche. Dieser nach und nach wachsende Waldgarten mit seinen
    verschiedenen   Biotopen   kann   als   grünes   Klassenzimmer   ergründet   werden.   Des   Weiteren   können   auf
    anderen Projektflächen Permakulturtechniken ausprobiert werden. Barrierefreie Hoch- und Hügelbeete laden
    zum gärtnern ein.

    Ist das ein offener Gemeinschaftsgarten, bei dem die Gärtner*innen das anpflanzen können
    was und wo sie/die Gemeinschaft das will?
    Der SALVIA-Bildungsgarten als Gesamtprojekt teilt sich in mehrere Teilflächen. Eine Teilfläche
    wird vom Verein als Anbau- sowie Lagerfläche für den Bereich Gartengestaltung genutzt. Hier
    arbeiten hauptamtliche Mitarbeiter mit und ohne Behinderungen im Team.
    Auf einer anderen Teilfläche entstehen Experimentier- und Permakulturflächen. Diese Fläche wird
    als offener Gemeinschaftsgarten von einer ehrenamtlichen Gruppe bewirtschaftet. Hier bestimmt
    die entstehende Gemeinschaft, was dort angebaut und gepflanzt wird. Diese Gartenfläche wird  in
    der Projektphase 1 mitberäumt und für die kommende Nutzung als Gemeinschaftsgarten
    vorbereitet.
    Wie groß ist denn die Gruppe, die dort gärtnern möchte jetzt schon? Sind die Freiwilligen
    und Ehrenamtlichen, die du im Antrag drin hast, Leute, die dort gärtnern wollen? Woher
    kommen diese (Nachbarschaft?) und wie haben sie von dem Projekt erfahren?
    Die Gruppe, die dort gärtnern möchte, besteht momentan aus 5-6 Leuten. Es sind tatsächlich die
    Freiwilligen bzw. Ehrenamtlichen, die ich im Antrag im Bezug auf die Projektphase 1 (das
    Beräumen der Fläche) erwähnt habe. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Leipzig, auch aus der
    Nachbarschaft. Sie erfuhren über sozialen Medien, über verschiedene Verteiler bzw. unseren
    Newsletter von SALVIA.
    Im Zuge unserer Planungen erweitern wir sukzessive unsere Netzwerke. Für das Frühjahr planen
    wir, das Gesamtprojekt SALVIA wie auch den gemeinschaftlichen Garten Stück für Stück in der
    näheren Nachbarschaft (Paunsdorf &Engelsdorf) bekannter zu machen.
    Was versteht ihr unter Bildungsgarten? Bildung von wem für wen und mit welchen
    Methoden?
    Mit unserem Bildungsgarten entsteht ein Garten, wo formelle und informelle Bildung
    nebeneinander stattfindet. Die Mitgestalter im Bildungsgarten können ihre Fähigkeiten und
    Fertigkeiten einbringen, um Bildungsangebote auszugestalten. Das passiert z.B. im Rahmen des
    grünen Klassenzimmers, wo fächerübergreifender Projektunterricht stattfinden kann. Als Methode
    kommen aber auch projektbezogene Tage in Kooperationen mit Schulen aus dem Umfeld bzw. der
    Stadt Leipzig in Frage. Das Thema Inklusion bildet sich im barrierefreien Bildungsgarten besonders
    ab. Als Vermittler von Bildungsinhalten setzen wir auf die Kompetenzen von Menschen mit und
    ohne Behinderungen. Unsere Vision lautet: Gärtnern kann jeder Mensch. Es müssen nur
    entsprechende Barrieren abgebaut werden!
    Im Spätsommer 2019 kooperieren wir mit einer Förderschule und dem Soziokulturellen Zentrum
    Villa aus Leipzig. Im Rahmen eines Sommercamps führen wir an drei aufeinander folgenden Tagen
    Projekttage im Gemeinschaftsgarten durch. Hier werden Hochbeete gebaut / bepflanzt und eine
    Kräuterschnecke neu angelegt. Außerdem ernten wir gemeinsam Kräuter, verarbeiten dieselben und
    lernen mehr über die Ernte und Lagerung von Saatgut.
    Ihr werdet dort ein Büro haben: gibt es auch eine Stelle/Honorare für dieses Projekt? Wer
    fördert die ganzen anderen Vorhaben/Arbeiten?
    Für das Büro gibt es eine Teilzeitstelle über gemeinsam grün e.V. Wir planen im nächsten Jahr die
    Neuanstellung eines Mitarbeiters mit Behinderungen, der Verwaltungsaufgaben bearbeitet. Dazu
    zählt auch als Ansprechpartner für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter von SALVIA zu fungieren. Hierbei stützen wir uns auf eine Förderung durch Aktion Mensch. Mit Aktion Mensch realisierten
    wir schon kleinere Vorhaben wie die barrierearme Webseite von gemeinsam grün e.V. und die
    MitMachzeit im Essbaren Palmengarten.
    Bei der trias Stiftung beantragten wir weitere Gelder für die Projektphase 1, welche die Beräumung
    und Urbarmachung umfasst. Es geht hierbei vor allem um die Finanzierung von zwei
    Bauschuttcontainern und Werkzeug für die Abrissarbeiten auf dem SALVIA-Gelände.
    Außerdem sind wir in der Vorplanungsphase von Förderungen über die Bildungschancen Lotterie
    sowie anderen Stiftungen, um SALVIA auf ein sicheres Fundament zu heben.
    Für welche Phase beantragt ihr die Gelder bei uns?
    Wir beantragen für die Projektphase 1 Gelder bei anstiftung. In dieser Phase beginnen wir die
    Fläche zu beräumen, Gebäude zu sichern, Flächen neu aufzuteilen und Beetflächen zu gestalten.
    Wer wird die Spaliere und Rankhilfen wann bauen? Und wie werden diese dann eingesetzt?
    Die Spaliere / Rankgitter werden von der Gruppe von Freiwilligen gebaut, die sich rund um die
    Gemeinschaftsgartenfläche gefunden hat. Die Spaliere nutzt die Gruppe dazu, um stehenbleibende
    Mauerflächen alter Bungalows überranken zu lassen. Sie dienen u.a. als Rankhilfe für Spalierobst
    sowie für Gemüse und Blumen. Zwei alte Bungalows befinden sich direkt auf der
    Gemeinschaftsgartenfläche.
    Was für ein Getränkefass ist das? Wo wird das stehen und wie befüllt werden?
    Das Getränkefass ist ein lebensmittelechtes Kunststofffass von 60 l. Wir benötigen es, da wir derzeit
    keine Trinkwasserleitung auf dem Gelände haben. Das Getränkefass wird im Bungalow aufgestellt.
    Es wird Trinkwasser enthalten.
    Für die Bewässerung im Garten greifen wir auf alte Brunnen zurück. Diese prüfen wir zu Beginn
    der Saison und spülen sie ggf. nochmals durch. Des Weiteren stellen wir mehrere Regenwassertanks
    an verschiedenen Stellen des Gartens (wie am Büro-Bungalow) auf. (mehr …)

  • Soziale Kontakte über Hochbeetbetreuung für Menschen mit Behinderungen

    (alerts)

    EFERDING. Anfang des Sommers wird die neue Außenstelle des Institutes Hartheim in der Bräuhausstraße eröffnet. Vorrangiges Ziel ist, die Kunden von Beginn an in das Leben in Eferding zu integrieren. Dazu beitragen soll etwa das Projekt „Urban Gardening“.

    „Unser Urban Gardening Projekt in Eferding bietet den Menschen, die wir vor Ort betreuen und begleiten, sinnstiftende und nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten. Gleichzeitig ergeben sich durch die gärtnerische Arbeit viele soziale Anknüpfungspunkte mit den Leuten in der Stadt. Dies wiederum unterstützt unsere Bemühungen der Inklusion der Menschen mit Beeinträchtigung in die Gesellschaft“, erklärt Sandra Wiesinger, Geschäftsführerin des Institutes Hartheim. Denn jeder Mensch, mit seinen Stärken und Schwächen, unabhängig von einer Behinderung ist ganz selbstverständlich und unverrückbar Teil dieser Gesellschaft.
    Geplant ist die Errichtung von vier Gemüse-Hochbeeten, verteilt im Eferdinger Stadtgebiet. Die tägliche Betreuung erfolgt durch Kunden der Tagesstruktur, jedem Beet wird zusätzlich aber noch ein Partner zur Seite gestellt. Zusagen gibt es bereits von der Landjugend des Bezirks Eferding, die auch beim Bau der Hochbeete mithelfen wird, sowie der Goldhaubenfrauengruppe Eferding. „Wir sehen die Hochbeete als Ort des Zusammenkommens und des sozialen Austauschs“, erklärt Projektleiter Franz Rauecker. Gemeinsam mit den Partnern werden die Beete bepflanzt, beerntet und letztendlich verkocht. Um die Kontakte mit den Eferdingern zu vertiefen, könnten eine gemeinsam zubereitete Gemüsesuppe etwa am Sonntag nach der Kirche im Pfarrcafé serviert oder Marmeladen freitags beim Wochenmarkt zum Verkosten angeboten werden. „Im Vordergrund dieses Leader-geförderten Projekts steht das Gemeinsame tun, nicht etwas zu verkaufen. Für unsere Kunden zählt der Kontakt mit der Bevölkerung, dass sie als Teil des Eferdinger Lebens akzeptiert werden“, so Rauecker.

    Ein Hochbeet wird fix nebenan auf dem Gelände des Bezirksalten- und Pflegeheims errichtet. Die weiteren Standorte gilt es noch zu klären. Danach werden die Fundamente gegossen, um auch Rollstuhlfahrern das barrierefreie Arbeiten zu ermöglichen. Mit Mai soll dann mit der Bepflanzung begonnen werden.

    Die neue Außenstelle des Instituts Hartheim besteht aus einem Wohnhaus für 21 Kunden und einem Gebäude für die Tagesstruktur, das insgesamt 32 Kunden Beschäftigungsmöglichkeit bieten wird. (mehr …)

  • Tomatos bekommt Förderung für integrative Arbeit

    (Gu, alerts)

    In diesem Jahr unterstützt die Förderstiftung Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO) durch das Spendenprojekt „Lebendige Nachbarschaft“ das Projekt „Urban Gardening“ mit einem Betrag von 3.100 Euro. Es findet in Kooperation zwischen dem Verein Tomatos und Bewohnern der HHO Wohnen gGmbH in der Osningstraße, dem Haus Bergerhöhe sowie im Bergerskamp statt. Nachbarschaftliches Gärtnern – Tomatos

    Tomatos ist ein Verein für urbanes Gärtnern in Osnabrück, dessen Vereinsfläche und Haus im Hinterhof der Gärtnerei Blumen Kersten zu finden sind. Der Zusammenschluss bietet Osnabrückern die Möglichkeit, gemeinsam zu gärtnern, sich aber auch darüber hinaus zu Themen der nachhaltigen Lebensmittelproduktion auszutauschen.

    Maria Kersten, Eigentümerin von Blumen Kersten, stellte im Hinterhof ihres Floristikfachgeschäfts auch freiliegende Beete und zwei große Gewächshäuser zur Verfügung. Den entscheidenden Anstoß dafür gab ihr ein Besuch der Prinzessinnengärten in Berlin – zusammen mit ihrem Lebensgefährten Ulrich Voss, zugleich erster Vorsitzender von Tomatos. Es handelt sich um eine ehemalige Brachfläche, die von Anwohnern in einen Nutzgarten für urbane Landwirtschaft umgewandelt wurde. „Als wir diese Gärten sahen, waren wir begeistert und haben uns gedacht: sowas machen wir auch“, erzählt Kersten. Der Verein habe mittlerweile 36 Mitglieder, von denen sich rund die Hälfte regelmäßig aktiv beteilige. „Im Vordergrund stehen keine großen Ertragsmengen, es geht vielmehr um das gemeinsame Gärtnern, Ernten und die anschließende Verarbeitung – erst letzte Woche haben wir eine leckere Kürbissuppe gekocht“, erzählt Voss.

    Kooperation mit der HHO

    Die Kooperation mit der HHO kam durch ein ehemaliges Tomatos-Mitglied zustande. Die damalige Studentin der sozialen Arbeit widmete ihre Abschlussarbeit dem Thema „Gärtnern mit Handicap“ und stellte den Kontakt zu Christian Schulte her, Leiter der Wohngruppen der HHO. Dieser schätzt vor allem den inklusiven und integrativen Charakter der Kooperation. Den Menschen in den Wohngruppen eröffne sich durch das gemeinsame Gärtnern der kommunikative Zugang zur Gesellschaft. Zudem wirke sich die körperliche Arbeit in der Natur positiv auf Gemüt und physische Verfassung aus. Die Bewohner Ute und Reinhard sind schon zwei Jahre dabei und packen so oft mit an, wie es nur geht. Auch Antonius Fahnemann, Vorstandsvorsitzender der Förderstiftung HHO, ist begeistert vom inklusiven Ansatz des Tomatos-Vereins. Da das Projekt Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen aktiv fördere, habe die Stiftung das Projekt gerne unterstützt. (mehr …)

  • 2 neue Projekte im Himmelbeet

    (Gu, NL)

    Das trim tab Collective ist eine Initiative der Weddinger Projekte himmelbeet, Baumhaus und Weddingwandler. Ziel ist es, in Bezug auf klimaschonendes Alltagshandeln in der Nachbarschaft zusammen den nächsten Schritt zu gehen. Themenschwerpunkt ist das Essen, von der Erzeugung und den Bezugsquellen bis zur Verarbeitung und der Aufklärung zu den Auswirkungen von Konsum. Das trim tab Collective schafft dazu eine Plattform, wo sich Einzelpersonen und Initiativen treffen und klimafreundliches Handeln im Alltag gemeinsam praktizieren und weiterentwickeln können. Wir finden, dass ökologisches und soziales Klima in der Nachbarschaft nur zusammen gedacht werden können. Im Projektes legen wir also Wert darauf, dass Menschen aus dem Kiez sich begegnen und über das Thema Essen miteinander in Interaktion treten.

    Dezember 2017 bis November 2019 | zusammen mit: Das Baumhaus | Weddingwandler |  gefördert von: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

    Remmi Demmi & Radieschen

    Gemeinschaftlich etwas zu schaffen um es mit anderen zu teilen ist ein grundlegendes Anliegen beim gemeinschaftlichen Gärtnern in der Stadt. Dabei muss es nicht immer um Pflanzen und Erde gehen. In diesem und im nächsten Jahr  werden zusammen mit einer inklusiven Orga-Gruppe zwei eintägige Garten-Festivals organisiert, die das kreative Potential einer inklusiveren Gesellschaft sichtbar machen. Bei DIY-Workshops, gemeinschaftlichen Kochaktivitäten und inklusiven Kunstdarbietungen wird gezeigt, wie Barrieren im freizeitlichen Miteinander entkräftet werden können. Das Festival-Programm wird gemeinsam erarbeiten in Kooperation mit sozialen Einrichtungen und deren Klienten  die teilweise seit Jahren in unserem Gemeinschaftsgarten mitwirken oder den Ort gerade für sich entdecken. Wichtig ist uns dabei, dass schon bei der Vorbereitung genügend Raum für das Entwickeln von Ideen und gegenseitige Kennenlernen bleibt. Zielgruppen des Projektes sind von der Gesellschaft behinderte Menschen mit geistigem und/oder körperlichem Mehrbedarf, Fachkräfte der kooperierenden sozialen Einrichtungen wie auch ehrenamtlich engagierten Gartenaktivist*innen. Der erste Festivaltag wird im September 2018 stattfinden.

    2018 bis Juli 2019 | zusammen mit: verschiedene soziale Träger aus der Nachbarschaft |  gefördert von: Aktion Mensch


    (mehr …)

  • IG Spandau entwickelt sich gut weiter

    (Gu aus Antrag)

    1   Interkultureller Gemeinschaftsgarten Spandau – SOS-Kinderdorf Berlin
     
    Nach über zwei Jahren Laufzeit des Interkulturellen Gartens hat sich gezeigt, dass die Ziele, die
    2015 aufgestellt worden sind, den Bedarfen der Zielgruppen entsprechen und das Angebot auf
    steigendes Interesse stößt. Der Sachbericht vom Januar 2018 dokumentiert das anschaulich.
    Auch  für  die  Jahre  2018/19  halten  wir  darum  an  den  Zielgruppen  und  grundsätzlichen
    Zielsetzungen für die Zielgruppen fest.
     
    1.1.  Ziele und Zielgruppen für das Jahr 2018/19
    Die Projektziele haben sich im Vergleich zum Erstantrag 2015 (siehe Punkte 1. und 2.) nicht
    wesentlich verändert, so daß sie im Folgenden nicht nochmals aufgeführt sind.
    Nur eins möchten wir aus unsren Erfahrungen noch ergänzen: Der Garten ist ein u.a. Ort für
    Familien. Die Kinder erleben, dass ihre Eltern wieder aktiv und kreativ werden und die Eltern
    erhalten Motivation und Anregungen für Aktivitäten und Spiele in und mit der Natur.
    Außerdem hat sich das Netzwerk des Garten folgendermaßen entwickelt:
    Der Interkulturelle Garten Gatow ist ein Teil des Netzwerks Umweltbildung in Spandau/Berlin,
    des  Netzwerks  interkulturelle  Gärten  in  Spandau  und  für  Einrichtungen,  die  sich  um  die
    Integration  von  Geflüchteten  kümmern,  geworden.  Dazu  gehören  jetzt,  als  neu  gewonnene
    Kooperationspartner, der Förster von Gatow und der Bienengarten-Berlin (vertreten durch einen
    Imker  mit  arabisch/deutschem  Hintergrund),  das  Internationale  Bildungs-  und
    Beratungszentrum  für  Frauen  und  ihre  Familien  in  Spandau,  die Klimawerkstatt  Spandau,  in
    Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien e.V. in Berlin Pankow
    und  Neukölln  und  das Umweltbüro  Spandau.  Mit  den  zwei  letztgenannten  hat  bereits  eine  
    konkrete  Zusammenarbeit  zur  Umweltbildung  und  Gartenangeboten  stattgefunden.  Weiter
    gemeinsame  Aktionen  sind  in  Planung.  Der  interkulturelle  Gemeinschaftsgarten  mit  seinem
    Angebot hat sich diesem Netzwerk angeschlossen, bzw. neue Kooperationen selbst aufgebaut.
    Ebenfalls neu ab 2018 beteiligt sich Sabine Hayduk mit ihrem kreativtherapeutischen Angebot
    „Die Fremde ist auch ein Haus“ am interkulturellen Garten. Sie wird 14-tägig eine Beziehung zu
    den  Gärtner/innen  –  auch  Dank  ihrer  15-jährigen  Erfahrung  als  Deutschlehrerin  im
    interkulturellen  Berreich  –  aufbauen,  um  sie  für  ein  theaterpädagogisches  Projekt  in
    geschlechterspezifischen Gruppen für Geflüchtete zu gewinnen.  
    2   Interkultureller Gemeinschaftsgarten Spandau – SOS-Kinderdorf Berlin
    Einrichtungen, die Geflüchtete beraten und unterstützen, sind über das Projekt informiert und
    machen  bei  ihren  Zielgruppen  weiter  Werbung  dafür.  Dazu  gehören  z.B.  die  Gesellschaft  für
    interkulturelle  Zusammenarbeit  GIZ  e.V.,  die  AG  Asyl  des  ev.  Kirchenkreises  Spandau,  die
    Jugendfreizeiteinrichtung wildwuchs e.V., die Sozialdienste der Flüchtlingsunterkünfte.
    2.  Planung von Projekten für 2018/2019
    2.1.  Weiterentwicklung des Gemüse-, Kräuter- und Obstanbaus
    Zur  Jungpflanzenanzucht  werden  weitere  Anzuchtkästen  und  Bio-Sämereien  angeschafft.
    Jungpflanzenschilder dafür werden über upcycling mit den Teilnehmer/innen selbst hergestellt
    (mittels  ausgedienten  Fahrradschläuchen).  Für  den  Garten  werden  ebenfalls
    Pflanzenbeschilderungen  (Fahradschläuche  und  upcycling:  Forexplatten)  hergestellt,  um
    einerseits  die  Deutsch-  und  Pflanzenkenntnisse  zu  erweitern  und  anderseits  eine  bessere
    Orientierung in den Beeten zu ermöglichen.
    Außerdem muss der Boden weiterhin verbessert werden (Kompostzusätze und Bentonit).
    Im Sommer 2018 wird unabhängig vom Projekt Interkultureller Garten ein Foliengewächshaus in
    Betrieb  genommen  sein,  um  frische  Kräuter  und  Gemüse  für  die  Gastronomie  der  SOS-
    Einrichtungen  herzustellen.  Dadurch  werden  sich  weitere  Austauschmöglichkeiten  zwischen
    interkulturellen Gärtner/innen und Mitarbeiter/innen mit Behinderungen ergeben.
    2.2.  Kreative Gestaltung des Geländes durch die Teilnehmer/innen
    2018  soll  das  Gelände  weiterentwickelt  werden,  um  es  mit  den  NutzerInnen  einladend,
    praktisch  und  schön  zu  gestalten.  Außerdem  macht  die  gestiegene  Nachfrage  den  Ausbau
    notwendig.  Geplant  sind  weitere  Unterstellmöglichkeiten  sowie  die  Herstellung  von
    Outdoormöbeln,  sowie  Spielmöglichkeiten  für  Kinder  (Weidentunnel,  Sandkasten,  Schaukeln).
    Der Geräteschuppen muss ebenfalls erweitert (Ordnungssystem/Vordach) werden.
    2.3.  Interkultureller Austausch
    Damit  sich  die  unterschiedlichen  Nutzer/innen  unter-  und  miteinander  besser  austauschen
    können,  wollen  diese  im  straßenabgewandten  Gartenbereich  eine  Terrasse  gestalten  mit
    Überdachung,  Sitzmöglichkeiten  und  einem  Teeofen.  Außerdem  ist  eine  Überdachung  des
    Treffpunkts  im  Eingangsbereich  geplant,  damit  die  Gruppentreffen,  kreativen  Angebote  für
    Kinder, Absprachen und Teamaufteilungen geschützter ablaufen. Eine zeitweise mitgebrachte
    mobile Musik-Box hat gezeigt, dass sie das Arbeitsklima im Garten sehr angenehm gestaltet
    und  auch  so  Austausch  stattfindet,  da  jeder  abwechselnd  seine  eigene  Musik  laufen  lassen
    kann.
    2.4.  Umweltbildung
    Ein Bildungsprojekt bezieht sich auf ökologische Gartenthemen: Kompostierung und Nützlinge
    im  Garten  und  in  der  Natur  (speziell  vor  Ort:  Bienen  und  Waldameisen).  Zum  besseren
    Verständnis sollen diese Themen anschaulich visualisiert werden, außerdem sind verschiedene
    Übersetzungen  angedacht.  Weiterhin  sollen  auch  die  Themen  Mülltrennung,  Müllvermeidung
    und Recycling visualisiert werden. (mehr …)

  • Essbarer Palmengarten wird immer bekannter und barrierefrei

    (Gu aus Antrag)
    Im Frühling 2016 erfolgte der erste Spatenstich im Essbaren Palmengarten. Seitdem haben wir in
    den Jahren 2016/17 die zwei Streifen mit einer Fläche von 350 qm fast komplett erschlossen. So
    legten wir 23 unterschiedlich große Beete an, auf denen verschiedene ein- bzw. mehrjährige
    Kräuter, Sträucher und Gemüsesorten über die Saison hinweg kultiviert werden. In den vergangenen
    zwei Jahren betrieben wir den Anbau experimentell und „aus dem Bauch heraus“.
    Inzwischen sind wir eine feste Gruppe von 10 Personen, die den Anbau planen, Veranstaltungen und
    die Öffentlichkeitsarbeit organisieren sowie Ansprechpartner für Medien oder Interessierte sind.
    Zum Gärtnern besuchten uns kleine und große Menschen, Fans und Neugierige, die uns gerade erst
    entdecken. Zur Gartenzeit immer mittwochs sind es zwischen 5-15 Menschen, die mit anpacken
    und die anfallenden saisonalen Arbeiten verrichten. Hinzu kommen über das gesamte Jahr,
    insbesondere in der Hochsaison, Spaziergänger, die durch den Palmengarten flanieren und sich über
    unsere Aktivitäten informieren.
    Bereits seit 2016 finden regelmäßige Veranstaltungen im Essbaren Palmengarten statt. Neben der
    Saisoneröffnung und dem Erntedankfest richten wir dieses Jahr zum zweiten Mal die Fete de la
    musique aus. Des Weiteren plant gemeinsam grün e.V. 2018 vier inklusive Workshops als MitMach-
    Zeit im Essbaren Palmengarten.
    In diesem Jahr werden wir eine neue Beschilderung im Essbaren Palmengarten anbringen. Wir
    haben hierfür verschiedene Themenbereiche wie „Mulchen“, „Biodiversität“ und „Samenfeste
    Sorten“ definiert, bei denen wir Informationen auf unsere Fläche bringen. Publikum, das sich immer
    sehr zahlreich im Essbaren Palmengarten einfindet, kann sich so über unser Anliegen und wichtige
    Themen, die mit unserem Wirken auf der Fläche im direktem Zusammenhang stehen, informieren.
    Wir möchten noch mehr Unterstützer und Interessenten für den Essbaren Palmengarten gewinnen.
    Deswegen werden wir unsere Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit erhöhen. Nicht allein durch
    die sozialen Medien wollen wir erreichbar sein. Wir werden uns in diesem Jahr auch bei einigen
    Festivitäten außerhalb des Palmengartens präsentieren. So z.B. mit einem Stand bei der Leipziger
    Ökofete oder beim Westpaket am Plagwitzer Bürgerbahnhof.
    Bildungsangebote in den Essbaren Palmengarten bringen
    In Zusammenarbeit mit Aktion Menschen installiert gemeinsam grün e.V. 2018 vier Workshop-
    Angebot für Menschen mit und ohne Behinderungen im Essbaren Palmengarten. Es heißt
    „MitMach-Zeit im Essbaren Palmengarten“. In der beginnenden Saison 2018 öffnet sich der
    Essbare Palmengarten damit bewusst für Menschen mit Behinderungen und versucht bestehende
    Barrieren beim gemeinsamen Gärtnern abzubauen. Unser Ziel ist es, die Essbare Stadt Leipzig
    bunter und vielfältiger weiterwachsen zulassen. Hierfür arbeiten wir mit Gebärdendolmetschern
    sowie dem Inklusiven Nachbarschaftszentrum Lindenau zusammen.
    In den vier Workshops wollen wir nachhaltige Wissensvermittlung zu Gemüse, Kräutern und
    Duftpflanzen mit kulinarischem Entdecken und Erfahren verknüpfen. Neben einer Gartenrallye zum
    Bekanntmachen mit dem Gartenraum, nimmt die gemeinsame Verarbeitung und der Verzehr von
    Pflanzen und Früchte einen breiten Raum ein. Der Essbare Palmengarten als ein gemeinsamer
    Erlebnisort zum Anfassen darf natürlich aber auch spielerisch entdeckt werden. Dafür gibt es hier
    genügend Freiraum zum toben und sich bewegen. (mehr …)

  • Stadtgarten Alaunpark barrierefrei

    (Gu, alerts)

    Gärtnern ganz ohne Hürden

    Gemeinschaftsgarten im Alaunpark barrierefrei umgestaltet

    Veröffentlicht am Donnerstag, 16. November 2017

    Der Gemeinschaftsgarten im Alaunpark wurde barrierefrei gestaltet. Die Fördermittel stammen aus dem Investitionsprogramm Barrierefreies Bauen »Lieblingsplatz für alle« Projekte können in der Größenordnung von bis zu 25.000 Euro gefördert werden.

    Fachsimpeln am Hochbeet: Stadtgärtenchef Paul Stadelhofer (2. v. l) sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Behindertenverbände. In der Mitte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Foto: Möller
    Fachsimpeln am Hochbeet: Stadtgärtenchef Paul Stadelhofer (2. v. l) sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Behindertenverbände. In der Mitte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.

    Foto: Möller

    Reichlich 276.000 Euro sind in den Jahren seit 2014 allein aus dem Investitionsprogramm Barrierefreies Bauen »Lieblingsplätze für alle« zur Verfügung gestellt worden. Ziel des Förderprogramms ist es, Menschen mit Behinderung den Zugang und die Nutzung öffentlicher Einrichtungen und Gebäude zu ermöglichen oder wenigstens zu erleichtern. Der Bedarf ist riesig. Mehr als 2,5 Millionen Euro sind im genannten Zeitraum beantragt worden. 172 Maßnahmevorschläge wurden eingereicht, 63 davon bewilligt. Auch im kommenden Jahr spendiert der Freistaat fast eine Viertelmillion Euro zur Verbesserung der entsprechenden Infrastrukturen. Gefördert werden können Projekte bis maximal 25.000 Euro. Projektvorschläge sind bis 12. Januar 2018 bei der Stadt Dresden einzureichen.

    Die Problematik barrierefreier Zugänge ist natürlich auch in der Dresdner Neustadt ein Thema. »In der Neustadt leben viele Menschen mit Behinderung, die sehr aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen«, sagt Daniela Richter vom Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, als sich Vertreter verschiedener Interessenverbände am 19. Oktober 2017 im Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände des Alaunparks zusammenfinden. Bewirtschaftet wird die 320 Quadratmeter große Fläche vom Verein Stadtgärten.

    Den Garten gibt es seit zwei Jahren und die Resonanz ist toll. »Inzwischen bringen die Leute schon Geräte, aber auch Saatgut selbst mit«, erzählt Paul Stadelhofer, Geschäftsführer des Vereins. Probleme mit Vandalismus gibt es nicht. Raoul Schmidt-Lamontain kann diese Erfahrungen aus seiner Zeit in Hannover nur bestätigen.

    Überall dort, wo die Menschen sich selbst aktiv an einem Projekt beteiligen, passiert so etwas normalerweise nicht.

    Der Baubürgermeister ist an diesem Donnerstag aber nicht nur zum Small Talk gekommen. Anlass ist vielmehr der Abschluss diverser Umbaumaßnahmen, die Behinderten einen noch besseren Zugang zum Garten ermöglichen.

    Barrierefreiheit war von Anfang an ein Thema. Der Verband der Körperbehinderten hatte bereits zuvor ein Hochbeet gespendet und stand dem Verein beratend zur Seite. Jetzt wurde u.a. der Eingang barrierefrei gestaltet und der Platz am Hochbeet befestigt.

    Damit hat sich vor allem die Situation für Rolli-Fahrer deutlich verbessert. 6.500 Euro haben die Arbeiten gekostet, 5.800 Euro davon stammen aus dem Fördertopf. »Mal keine Rampe, sondern ein Garten«, stellt Schmidt-Lamontain zutreffend fest und freut sich schon auf weitere spannende Projekte.

    http://www.dresdner-stadtteilzeitungen.de/dresden-neustadt-alaunpark-gemeinschaftsgarten-barrierefrei/

    (mehr …)

  • Himmelbeet: neue Ideen für 2017

    (Gu, RSS)
    Himmelbeet

    Für 2017 planen wir einen Markt der regionalen Köstlichkeiten. Jeden letzten Samstag im Monat verwandelt sich das himmelbeet in einen bunten Marktplatz, der sich regionalen Produkten und Selbstgemachtem aus dem Garten widmet. Der erste himmelbeet-Markt erwartet Euch am 29. April.

    Wir freuen uns auch auf die Blaue Stunde, einen regelmäßigen Treffpunkt für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung aus dem Wedding. Hier könnt Ihr gemeinsam Projekte realisieren, kochen und Pizza backen, quatschen und musizieren oder einfach nur gemeinsam Zeit verbringen.

    Ihr dürft auf Programmbeete gespannt sein: Robin plant ein Beet, das über den Gebrauch der verschiedenfarbigen Maissorten bei den Hopi aus Nevada informiert. Weitere umweltpädagogische Beete sollen die Mischkultur Milpa der Maya vorstellen oder auch die Ackerbaumethode Three Sisters, bei der die wesentlichen Feldfrüchte der Indigenen Nordamerikas (Kürbis, Mais und Bohnen) zusammen angebaut werden. Wieder andere Beete widmen sich Färberpflanzen oder dienen als Bienen- und Insektenweiden.


    (mehr …)

  • Annalinde Gärtnerei bietet Hospitationswochen für Menschen mit Behinderung

    (Gu, FB)

    Das 2-jährigen Vorhaben ‚Social Farmers‘ der Gemüsewerft möchte das inklusive Wirkungspotenzial urbaner Stadtgärten nutzen (http://gib-bremen.info/urban_gardening_farming_gemuesewerft…).
    Neben Tagungen, Workshops und Publikationen bieten ‚Social Farmers‘ nun konkret zwei Hospitationswochen für Menschen mit Behinderung in der ANNALINDE Gärtnerei an. Es werden im Zeitraum 15.03. – 15.04.17 insgesamt zwei 5-Tage-Blöcke stattfinden, die allen TeilnehmerInnen die Möglichkeit bietet, die Arbeitsabläufe und den Alltag einer urbanen Landwirtschaft mitsamt Gemeinschaftsgarten kennenzulernen. (mehr …)

  • Zusammen gärtnern Freiburghat 15.000 Euro über die Fernsehlotterie eingeworben

    (Gu aus Antrag)

    Seit Juli gibt es das Gartenprojekt in Freiburg.
    Wie viele Leute machen jetzt schon mit? Sind auch Nachbar*innen oder Leute, die schon länger in Freiburg wohnen ohne geistige Behinderung dabei? Wie setzt sich die Gruppe zusammen?
    die Orgagruppe besteht aus 10 Personen.
    zu den Aktionstagen kommen zwischen 30 und 40 Personen.

    Wie viele individuelle Beete und wie viele Gemeinschaftsbeete gibt es/soll es geben?
    Gemeinschaftsflächen wird es viele geben. Dazu kann ich dir erst im Frühjahr eine konkrete Angabe machen. Wir planen ein Gemüse Bildungsbeet, ein Schnittblumenbeet, einen Kräutergarten, Obstbäume und Beerensträucher.
    Über die Größe und Menge der individuellen Beete wollen wir Anfang Februar zu unserer Klausur zu einer Entscheidung kommen. Derzeit fragen wir die Bedürfnisse und Wünsche unserer Aktiven ab und wollen dazu auch noch ein offenes Planungstreffen machen.

    Wem gehört das Grundstück, müsst ihr Pacht bezahlen, wie lange könnt ihr das Grundstück nutzen, gibt es eine Nutzungsbefristung? Größe: 3500m²
    Das Grundstück gehörte einem Freund und Mitgründer des Gartens Gartens. Leider ist er vor zwei Monaten plötzlich verstorben. Mit seiner Frau haben wir bislang nicht über die Höhe der Pacht verhandelt, aus Rücksichtnahme. Es wird sich aber, im Verhältnis zur Größe und Lage der Fläche um einen symbolischen Betrag handeln. Eine Nutzungsbefristung gibt es bislang nicht. Wir gehen davon aus, dass der Garten viele viele Jahre existieren kann. Schwarz auf weiß garantiert in einer Zahl wird das aber auch erst mit dem Pachtvertrag festgehalten. 

    Woher bekommt ihr eurer Wasser?
    Wir haben einen Bach. Und wir haben eine Grundwasserpumpe.

    Was passiert, wenn die Koordinationsstelle nach drei Jahren ausläuft? Was sind da eure Planungen? – (für drei Jahre 50% Koordinationsstelle)
    Wir wollen die Stelle auch perspektivisch halten und möchten hierfür einen Folgeantrag stellen wenn die Zeit gekommen ist.

    Trägt die Lebenshilfe auch finanziell zum Projekt bei? – Projekt für Flüchtlinge und Menschen mit geistiger Behinderung, hier Kooperation mit der Lebenshilfe.
    Nein.

    Sie haben auch den Kinerabenteuerhof als Kooperationspartner und sie sind vernetzt mit den Sozialarbeitern der Unterkünfte.

    Antrag an uns, da sie bisher alle Geräte und Werkzeuge geliehen haben, die aber dauerhaft nicht leihweise nutzen können und wollen..
    Es gibt auch ein Schulbildungsprojekt, was sich an Geflüchtete in VOB Klassen richtet.

    Sie haben schon viel geschafft (Beete vorbereitet, Hecke angelegt, Hügelbeet angelegt, Kompost gebaut, Feuerstelle und Sandkasten gibt es etc.
    Sie wollen weitere Beete, eine Outdoorküche, Gewächshaus usw.


    (mehr …)

  • Münzgarten hat sich gut entwickelt

    (GU, Mail)

    Der Hamburger Münzgarten hat sich gut weiterentwickelt:

    Seit letztem Jahr haben wir zwei Kooperationen, einmal mit der Alsterdorfer Assistenz Ost (Diakonie), für die es nun ein rolliegerechtes Hochbeet gibt und betreuen, gebaut von obdachlosen Jugendlichen des Werkhauses (2. Kooperation). Mit diesen Kooperationen und der Nachbarschaft haben wir uns dieses Jahr wieder ein schönes Stück Grün und einen neuen sozialen Raum geschaffen. Ich bin derzeit das Bindeglied zwischen beiden Kooperationspartnern, aber es läuft auch ohne mich ganz (mehr …)

  • Himmelbeet plant Begegnungstage für Behinderte und Nichtbehinderts

    „Bei dem Projekt tuml geht es darum, im Rahmen zweier fester Gartentage im himmelbeet eine feste Anlaufstelle für behinderte und nicht behinderte Menschen mit gärtnerischen und ökologischen Ambitionen anzubieten, wo durch Anleitung einer Rehpädagogin und des Gartenteams gemeinsames Engagement für den Garten und die Nachbarschaft gefördert wird.

    In Rahmen des Projektes wollen wir eine Dokumentation der Aktivitäten erstellen, die einerseits Organisatorisches (Freiwilligenmanagement und Vernetzung mit dem Sozialraum in Gärten) und andererseits Pädagogisches und Gärtnerisches beinhalten soll.

    Um unseren Eigenanteil abdecken zu können, suchen wir nach einem Sponsor -entweder für das Dokumentationsprodukt (Buch, Broschüre) -oder das Projekt an sich.

    Für andere Teilbereiche des Projektes haben wir bereits Sponsoren gefunden (Bau eines Lehmbackofens und einer Outdoorküche für die tuml- Gartentage)“ (mehr …)

  • Interkultureller Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände eines SOS Kinderdorfs entsteht in Berlin-Spandau

    (Gu aus Antrag und Mails)
    Auf dem Gelände des SOS Kinderdorfs in Gatow (Berlin-Spandau) entsteht ein IG. Die Außenfläche ist 5,5ha groß und wird derzeit vor allen Dingen für Ausbildung (GaLA) und für schulbezogene Projekte genutzt. 1000m2, die frei zugänglich sind, sollen IG werden. Einbezogen werden sollen neben AnwohnerInnen auch Flüchtlinge aus nahen Unterkünften und Hochhäusern. Auch Kinder/Schulen/Willkommensklassen sollen mitgärtnern und da gibt es auch schon konkretes Interesse.
    Eine Gärtnerin, die vorher an einer nahen Unterkunft ein Gartenprojekt ehrenamtlich mit aufgebaut hat, hat seit September 1/2 Stelle. Das Projekt ist unbefristet und die Anfangsarbeiten sollen von lernbehinderten Jugendlichen mit gemacht und begleitet werden. Sie denken vor allen Dingen an Gemeinschaftsbeete, aber sind auch individuelle Beete denkbar, wenn Bedarf dafür da ist. Sie sind gut vernetzt, u.a. mit anderen Gartenprojekten in Spandau und Projekten, die sich für Flüchtlinge einsetzen. (mehr …)

  • internationales Workcamp im Bunten Garten Coburg

    (Gu aus Sachbericht, Projekt wurde von uns gefördert, 27.11.)

    Im AUgust 2014 fand ein internationales Workcamp (Träger SCI) mit 10 jugen Erwachsenen im IG Coburg statt. SIe haben zusammen mit Leuten aus dem Garten (u.a. mit Behinderung) den Garten behindertengerechter gemacht und auch andere Gruppen aus Coburg waren einbezogen, wie die Offene Behindertenarbeit ders Diakonischen Werks, BUND, Kleingarten. Es gibt jetzt einen rollstuhlgerechten Zugang zum Garten und eine Gartenhütte. Auch konnte ein Spielplatz angelegt werden und erste Arbeiten für eine Kräuterschnecke bewältigt werden. Das Abtragen des Bodens, was für die Schaffung des rollstuhlgerechten Zugangs notwenig war, war mühsam wegen großer Sandsteine, dichtem Wurzelwerks und Müllablagerungen. Zur Mitte des Workshops gab es ein inklusives Gartenfest und bei den Jugendlichen kamen auch „Study Parts“ gut an zu Themen wie Umweltschutz und Inklusion. Auch gab es einen offiziellen Empfang für die Freiwilligen von der Stadt.

    (mehr …)

  • Naschhecke und behinderten gerechtes Beet im IG Blumenau

    (Gu aus Antrag an uns, 25.11.)

    Seit April 2014 wird auf einer bisher verwilderten Brache ganz in der Nähe vom Nachbarschaftstreffe Blumenau in München gegärtnert. Ein IG entsteht; jetzt sind schon 30 Leute im Gartenteam dabei. Die 600m² große Fläche haben sie pachtfrei bekommen, erste Beete sind angelegt. Sie kooperieren mit einer Behindertenwerkstatt (Bodenbearbeitung, Beratung, Pflanzen), mit Projekten im städtischen Haus für Kinder (haben ein eigenes Beet im Garten) und mit einem Integrationskindergarten sind Projekte für 2015 geplant. Die Erstausstattung hat die Heidehof-Stiftung finanziert.

    Bei uns beantragen sie Beerenbüsche, die entlang des Zauns als Naschmöglichkeit für GärtnerInnen und NachbarInnen diesen sollen und das Material für ein behindertengerechtes Hochbeet, was ein junger Mann im Rollstuhle bauen will.

    (mehr …)

  • IG München Blumenau schafft nachbarschaftliche Begegnungen

    (28.10., Gu, Projektbesuch)

    Der IG Blumenau in München ist auf der Fläche einer ehemaligen brach liegenden Hundewiese. Sie haben viel Kraft in die Urbarmachung gesteckt, da eine nicht heimische Pflanze die Fläche fest im Griff hatte (und eventuell auch noch hat). Sobald die Fläche da war, haben einige Interessierte sich auch gleich Parzellen abgesteckt und losgelegt. Die Parzellen sind alle gleich groß, aber man kann – z.B. als Gruppe – auch mehrere Parzellen haben und so nebeneinander sein. Es ist eine bunt gemischte Truppe und es gibt auch noch Platz für weitere Interessierte. Eigentlich wollten sie eh erst nächstes Frühjahr so richtig loslegen. Als ich zusammen mit Stefanie vom Nachbarschafstreff (= Träger) im Garten war, kamen immer wieder Leute rein und haben kommentiert und waren deutlich auf der Suche nach GesprächspartnerInnen. Laut Stefanie ist das immer so: sobald jemand aus der Gruppe im Garten ist, kommen andere Leute rein. Im vorderen Bereich wollen sie Beete für behinderte Menschen bauen und auch ein Wegesystem für den Garten anlegen, auf dem Rollis fahren können

    (mehr …)

  • TomatOS plant Café (potatOS)

    (Gu, Tel 8.10.)
    Der Gemeinschaftsgarten Tomatos aus Osnabrück hat Ende August probemäßig ein Caféangebot ausprobiert (Bilder und Bechreibung hier: http://www.tomatos-ev.de/cafe-potatos/) und möchte das nun als regelmäßiges Angebot peu a peu einrichten. Sie sind noch unsicher, ob nur für Mitglieder oder offen für alle und was sie in welchem Fall beachten müssen.
    Gu plant mit Herrn Hüttig zu diesem Thema ein Webinar
    Außerdem intensiviert sich der Kontakt zu einer Wohngruppe behinderter Menschen. sie möchten mehrere Flächen und Mitgliedschaften bei TomatOS. (mehr …)

  • Himmelbeet und P-Garten arbeiten mit behinderten Menschen, in Bremen soll ein Garten für psychisch Kranker entstehen

    (Gu, Tagung 8.10.)
    Das Berliner Himmelbeet kooperiert seit 2 Jahren mit einer benachbarten Einrichtung für Schwerstbehinderte. Sie bekommen konkrete Aufgaben, die sie an dem Tag im Garten machen können/sollen und inzwischen sind die anderen NutzerInnen auch an die behinderten Menschen gewöhnt (die teilweise laut schreien etc.). Der P-Garten macht zusammen mit der Lebenshilfe ein Gartenprojekt und in Bremen ist der „Selbsthilfegarten“ Teil des Kulturgarten-Projekts. Hier soll ein Garten für und mit Menschen mit psychischen Behinderungen aufgebaut werden. Die Initiatorin würden den Garten gerne als offenen Garten auch für die Nachbarschaft planen. (mehr …)