Schlagwort: Beratung durch P-Gärten

  • Einrichtung für pflegebedürftige Menschen baut offenen Gemeinschaftsgarten auf

    (Gu aus Antrag, Antworten und Projektbesuch)

    Eine Einrichtung für pflegebedürftige Menschen, das Haus Müggelspree von Stephanus Wohnen und Pflege in Berlin-Köpenick versteht sich auch als Ort der Nachbarschaft.
    Sie sind vor ein paar Jahren umgezogen und hatten vorher auch einen Garten. Die FH Eberswalde hat geplant (dazu auch die SeniorInnen und BewohnerInnen befragt/Workshops gemacht) und nun kooperieren sie mit den P-Gärten, die Hochbeete und Tischbeete für das Projekt bauen, Anzuchtworkshops machen, Anschubberatung leisten. Noch sind wenige NachbarInnen erreicht, doch die Fläche ist öffentlich erreichbar, liegt an einem Durchgang, ein Gerätehaus ist vorhanden

    NachbarInnen sind eingeladen mitzumachen und 2 sind wohl auch dabei.

    Die BewohnerInnen werden bei den Gartenaktivitäten von „Hilfskräften“ (hab den Fachbegriff vergessen“ begleitet. Da können auch Nachbarn dazukommen, die können aber auch sonst kommen (kommen aber an nix ran – bzw. schien mir das auch nicht wirklich im Fokus).

    Die BewohnerInnen können die Hochbeete nicht mitbauen – das machen die P-Gärten für sie (das zusammenschrauben), es war auch nicht angedacht, da ne nachbarschaftliche Aktion draus zu machen. Doch das Aufstellen der Beete auf der Fläche soll dann mit einer Aktion begleitet werden.

    Noch sind die NachbarInnen nicht wirklich erreicht. Es gibt weder ein Schild noch haben sie sich Gedanken darüber gemacht, wie die NachbarInnen an die Geräte kommen können etc.
    Robert von den P-Garten sagt, dass beim ersten Workshop viele (30), aber nur alte und pflegebedürftige Menchen dabei waren und die NachbarInnen unbedingft wichtig sind, wenn es ein eigenständiges Gemeinschaftsgartenprojekt werden soll. Die Chance dafür ist da, das Gelände ist öffentlich jederzeit zugänglich.

          Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert werden soll?
    1.    Grundstücksgröße gesamt: 6.510 m²
    2.    davon überbaut: 1.540 m² (Dachfläche)
    3.    sonstige befestigte Flächen: 2.402 m²
    – versiegelte Flächen (betoniert, asphaltiert, wasserundurchlässige Materialien) 1.236 m²
    – unbefestigte Flächen (Pflaster, Rasengittersteine, gesandete Wege und Flächen) 1.166 m²

    4.    verbleibende Grünfläche für Bepflanzung: 2.568 m²
    5.    Der „Duft- und Kräutergarten“ (in dem aber vor allen Dingen Nutzpflanzen angebaut werden sollen) wurde in einer Größe von 16 m x 11 m vorgesehen, der Grillplatz hat eine Staudenfläche von 5,40 m x 5,40 m
    (Skizze im Maßstab 1 : 200 füge ich bei)

          Wie öffentlich ist diese Fläche? Ist sie jederzeit frei zugänglich?
    Das Gelände ist jederzeit, somit auch nachts, frei zugänglich. Es gibt weder einen Zaun (außer natürlich zur Wasserseite) noch sonst ein Hindernis das Gelände zu betreten. Es ist zudem ein „Durchgangsgelände“, welches die Nachbarschaft bereits als solches nutzt. Auch liegt das Gelände so, dass zahlreiche Schulkinder es als „Abkürzung“ zu ihrer Schule nutzen.

          Wie nah ist die Fläche an den Wohnungen?
    Sehr nah. Wir grenzen an drei Seiten an andere Wohnflächen an. Zwei der Flächen sind bereits seit Jahrzehnten bewohnt, auf der dritten Fläche entsteht zurzeit ein neuer, riesiger Wohnkomplex. Alle Wohnparteien der angrenzenden Fläche haben innerhalb von weniger als 5 Minuten Fußweg Zugang zu dem Garten.

          Was ist bisher auf der Fläche?
    Die Flächen, die für die Hochbeete vorgesehen sind, sind durch Rasen begrünt. Bäume wurden bereits gepflanzt. Teilweise sind bestimmte Flächen begrünt – Zierpflanzen, Bodendecker.

          Wie viele Leute aus der Nachbarschaft, die nicht in der Einrichtung wohnen, sind jetzt schon in der Gruppe dabei?
    Bisher ist der Kreis der außenstehenden Personen relativ klein, bestehend aus zwei bis drei Personen.
    Auch hier bin ich bereits aktiv geworden, um weitere Menschen einzuladen. So gibt es eine Ausschreibung über die Freiwilligen-Agentur Sternenfischer, die Menschen dazu einlädt sich an dem Garten zu beteiligen. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Nachbarschaft über Flyer einzuladen am Aktionstag und auch in der weiteren Entwicklung des Garten mitzumachen und Mitglied der Interessengruppe zu werden.

          Wie viele angefragte Institutionen wie die genannten Kitas etc. haben schon zugesagt?
    Ich muss an dieser Stelle dazu sagen, dass ich die Einrichtung erst seit Anfang des Jahres übernommen habe. Deswegen stehen bisher lediglich Termine zur Absprache fest. So habe ich einen Termin mit dem Emmy-Noether-Gymnasium, mit dem Evangelischen Gymnasium, mit der Integrationskita Hand-in-Hand (mit der bereits zusammengearbeitet wird), mit dem Wohnheim für Flüchtlinge (Salvador-Allende-Str. 89).
    Das sind die Termine, die bereits vereinbart sind.  

          Soll es individuelle Beete geben?
    Patenschaften für Beete bspw. an Klassen oder einzelne Schüler oder Gruppen sind vorgesehen (das war das Ergebnis einer Beratung der P-Gärten)

          Können Sie nicht auch Beete direkt in der Erde anlegen?
    Leider nein. Das Gelände wurde über mehr als ein Jahrhundert von einer Chemiefabrik genutzt. In Köpenick war dieses Gelände auch als „Schwefelberg“ bekannt. Obwohl Boden abgetragen und neuer Boden aufgeschüttet wurde, alles in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt, besteht die Auflage nur Zierpflanzen anlegen zu dürfen. Bodenproben haben ergeben, dass der Boden weiterhin kontaminiert ist. (Das Gutachten finden Sie im Anhang).

          Wer entscheidet über Bepflanzung, Arbeiten und Ernte?
    Für den Beginn wurde in der Gruppe der Interessengemeinschaft über Bepflanzungen, Material und Ernte lebhaft diskutiert und entschieden. Je größer dieser Kreis wird, soll ein sogenanntes Garten-Plenum stattfinden.
    Des Weiteren sollen die Paten selbst über ihr Beet entscheiden.

          Wie stellen Sie sich die Informations- und Entscheidungswege vor?
    Sowohl über einen E-Mail-Verteiler als auch über das Plenum sollen Informationen weitergegeben werden. Auf dem Gelände selbst, sollen über Tafeln Informationen öffentlich zugänglich sein.

          Wer wird die Hochbeete/Tischbeete bauen und aus welchen Materialien sollen diese gebaut werden? Bitte schlüsseln Sie die Kosten dafür noch auf.
    Die Hochbeete werden mit der Interessengemeinschaft Quartiersgarten mit Unterstützung durch mich und zwei weiteren Mitarbeitern aus unserer Einrichtung sowie mit den Kollegen aus dem Prinzessinnengarten gebaut. Diese Gruppe steht fest. Des Weiteren werden wir zu dem „Aufbautermin“ die Nachbarschaft über Flyer und Aushänge einladen und informieren.
    (Plan Schulen, Kitas siehe Unterpunkt). Eine weitere Einladung wird über die Sternenfischer veröffentlicht.

          Haben Sie auch daran gedacht, vorhandene Materialien weiter- oder umzunutzen und upzucyceln?
    Ja, in unseren bisherigen Planungen war der Gedanke Nachhaltigkeit immer Thema. (Siehe Arbeiten der Studenten bzw. allein die Kooperation mit der HNEE sollte genau dies erzielen.)
    Auch in der beginnenden Zusammenarbeit mit dem Prinzessinnengarten wird dieser Aspekt mitgedacht und weiter berücksichtigt.

          Was sind „Servicewohnungen“?
    Servicewohnungen sind im Grunde ganz „normale Mietwohnungen“, nur dass die Servicewohnungen zum einen barrierefrei sind und es zum anderen einen Notrufdienst gibt. Des Weiteren und daher der Name „Service“ können zusätzliche Leistungen dazu gebucht werden. Wir beraten diesbezüglich allerdings lediglich, die Leistungen erbringen Dritte. (Stephanus Wohnen und Pflege gGmbH hat beispielsweise keinen ambulanten Dienst in Berlin, und die Pflegekräfte im Haus dürfen Mieter aus den Wohnungen bei eintretender Pflegebedürftigkeit nicht pflegen (rechtliche Abgrenzung), so dass hier ein externer ambulanter Dienst zu den Mietern kommt.)

    -> wir fördern Pflanzen, Saatgut, Material


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  • Berlinsche Gallerie macht Gartenprojekt

    (Gu, Tel, 11.9.)

    Die Berlinsche Galerie möchte einen Gemeinschaftsgarten weiterführen bzw. beginnen. Sie haben schon eine Kunstaktion gemacht (Gartenparade) und wollen nun Leute verstärkt gewinnen, sich einzubringen und zu gärtnern. Sie haben schon losgelegt:
    „auf dem Museumsvorplatz entsteht im Sommer 2014 ein urbaner Gemeinschaftsgarten, teils angelegt, teils im Wildwuchs, teils als stetig wachsendes Naturprojekt. Menschen jeden Alters – aus der direkten Nachbarschaft des Museums, aber auch darüber hinaus – sind eingeladen den offenen Garten mitzugestalten.
    Ganz im Sinne des Urban Gardening können alle Interessierten Blumen, Pflanzen und Kräuter anbauen, eigenständig oder in organisierten Workshops. Mit lokalen Gruppen, Nachbarn und Familien werden Expertenteams gebildet, die ihr Know How, ihre Ideen und Ressourcen einbringen und die Beete gemeinschaftlich gestalten und nutzen. Den Auftakt bildete ein öffentlicher Workshop am 09. August 2014, bei dem erste Beete angelegt wurden.
    Das Urban Gardening-Projekt gehört zu den umfangreichen Aktivitäten während der Sanierungsphase des Museums. In unterschiedlichen Projekten wird die städtische Umgebung der Berlinischen erkundet und das Verhältnis von Kultur und Natur thematisiert. Auch die Schulprogramme im Atelier Bunter Jakob nutzen die Gärten als Forschungsfeld:
    Fragen der Nachhaltigkeit, des natürlichen Artenreichtums in der Stadt, des Verhältnisses von Stadt und Natur können auf praktische, sinnliche Weise erfahren werden, etwa beim Umgang mit Pflanzensamen oder Insektenhotels.“http://www.berlinischegalerie.de/home/redaktion/garten/community-gardens/

    Bisher haben sie eine Fläche von 10m². Robert Shaw von den Prinzessinnengärten haben sie gewonnen für die Betreuung und gärtnerische Anleitung. Sie stellen sich das vor wie die „Gartenarbeitstage“ im P-Garten.

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