Schlagwort: Berlin

  • Berlin: KG gesichert

    Der Senat hat heute auf Vorlage von Senatorin Ute Bonde das #Kleingartenflächensicherungsgesetz beschlossen.

    Damit werden die rund 56.280 Kleingärten auf landeseigenen Flächen langfristig geschützt. Die Anlagen sind wichtige Orte der Erholung, des sozialen Miteinanders und der Artenvielfalt.

    Senatorin Ute Bonde: „Unsere Kleingartenanlagen sind grüne Oasen mitten in der Stadt – Orte der Erholung, des sozialen Miteinanders und der Artenvielfalt. Mit dem Gesetz stellen wir sicher, dass diese Freiräume auch künftig geschützt werden.“

    Das Gesetz stellt klar, dass Kleingartenflächen auf landeseigenen Grundstücken nur in eng definierten Ausnahmefällen und nur mit Zustimmung des Abgeordnetenhauses in Anspruch genommen werden dürfen.

    Wenn eine Anlage aufgegeben wird, müssen gleichwertige Ersatzflächen in der Nähe bereitgestellt werden. Außerdem werden Kleingartenorganisationen wie der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. künftig frühzeitig in entsprechende Verfahren einbezogen. (mehr …)

  • Berlin: 2ter Workshop zu Planungsrecht

    Werkstatt II – Planungsrecht durch die Gemeinschaftsgartenbrille: am Sonntag, den 21. September 2025, 14.30 bis 17.30 Uhr

    Nachdem wir uns im März in Werkstatt I gemeinsam durch Grundlagen und Dickichte der Berliner Verwaltungsorganisation bis hin zu konkreten Ansprechpersonen gewuselt haben, gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter, um uns unerschrocken und mit mehr Know-how für die Verteidigung unserer Gärten und die Schaffung neuer Berliner Gemeinschaftsgärten einsetzen zu können. Diesmal gibt es geballten Input zu Grundlagen des Planungsrechts (Flächennutzungsplan, Bebauungspläne & Co) mit dem Fokus darauf, warum und wann das für uns als Gartenaktivist:innen wichtig und hilfreich sein kann zu wissen. (mehr …)

  • Berlin: Parxelle X gestaltet Installation für das Futurium

    https://futurium.de/de/superlanddie Installation ist von Parzelle X, einem Träger, der auch Gemeinschaftsgärten in Berlin aufbaut und begleitet (wie zB den Hanggarten in Berlin Wilmersdorf), als ein Beispiel mit auf der Site dabei: der Urbane Waldgarten in Britz (mehr …)

  • Berlin: The garden steht vor Räumung

    (Aus NL Urbane Gärten Berlin)

    The Garden Neukölln ist weiterhin akut bedroht

    Für The Garden Neukölln auf dem Kirchhof Jerusalem V  ist die Zukunft ungewiss, die Situation belastend. Die Friedhofsverwaltung besteht auf Räumung des Geländes für die Ausgleichsmaßnahmen der Autobahn GmbH. Nach aktuellem Stand soll der naturnahe Garten zu einem Trockenrasen umgewandelt werden (NABU, Kommentar, S. 5). Die Gärtner:innen versuchen weiterhin den Garten zu erhalten und hoffen wenigstens auf ein Ersatzgelände auf dem Friedhof. Im Netzwerk Urbane Gärten Berlin unterstützen wir das Gartenprojekt und die Forderung des Gartens, in einen Dialog mit o.g. Beteiligten für den Erhalt des Gartens zu treten – für die fast 200 Gärtner:innen, alle dort lebenden Wesen und uns alle, die wir insbesondere in so hochverdichteten Stadträumen solche sozial-ökologischen Oasen dringend brauchen. 

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  • Berlin: Hevrin Xelef Leuchtturmprojekt beim Portal „Berlin gärtnert“

    (Mail an Anuscheh)

    Liebe Gärtnerinnen und Gärtner bei Hevrîn Xelef ,

    wir von georg+georg erstellen gemeinsam mit dem Büro Gruppe F im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (Toni Karge) das Internetportal Berlin Gärtnert.

    Es wird in den nächsten Tagen freigeschaltet und gibt dann einen Überblick über verschiedene Formen gärtnerischer Aktivitäten in Berlin.

    Dazu gehört auch, dass wir einige „Leuchtturmprojekte“ detailliert im Video vorstellen, um der Community zu zeigen, was diese Form des Gärtners ausmacht.

    Für interkulturelle Gemeinschaftsgärten wurdet ihr uns von Bettina Walter (Gruppe F) als Beispiel vorgeschlagen.

    Deswegen würden wir euch gern einmal besuchen, um ein Porträt eures Gartens zu erstellen.

    Dabei würden wir ein Interview mit einigen Gärtner*innen aus eurem Garten führen wollen und ergänzend dazu einige atmosphärische Bilder bei euch drehen.

    Finales Produkt ist ein 3 – 5 Minuten langes Video.

    Dieses könnte ihr natürlich auch sehr gern für eigene Zwecke einsetzen – z.B. auf eurer Website.

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  • Berlin: KiezGardenWheel vom Hackerthon soll umgesetzt werden

    https://feast2030.eu/research-activities/hackathon/berlin

    NL Toni:

    FEAST-Hackathon in Berlin mit spannenden Ergebnissen

    Wie können wir einen ansprechenden Einarbeitungsplan für neue urbane Gärtner:innen entwickeln? Wie können wir der Gemeinschaft effektiv dabei helfen, gemeinsames internes Wissen aufzubauen? Wie können wir urbane Gärten in inklusivere öffentliche Räume verwandeln? Wie können wir urbanen Gärten helfen, ihre Werte und Aktivitäten bestmöglich zu kommunizieren?

    Das waren die Fragen, die beim Berliner Hackathon des FEAST-Forschungsprojekts im Mittelpunkt standen. Vier wunderbare Ideen wurden von den Teams entwickelt. Als Gewinner prämiert wurde das Team von KiezGarden mit Paige Postma, Dishunee Pandya, Niklas Michels und Minette Mangahas.

    Ihr innovatives Konzept stach als Lösung hervor, um Kommunikationslücken in Gemeinschaftsgärten zu überbrücken. Einerseits ein analoges Tool (das KiezGarden Wheel), das im Garten aufgestellt werden kann und die derzeitigen Ernte-Möglichkeiten kommuniziert. Andererseits ein digitaler Planer, um den Wissensaustausch zu fördern, die Planung zu vereinfachen und ein Gefühl der Verbundenheit innerhalb und zwischen Gemeinschaftsgärten zu stärken. Beide Bausteine werden geraden zusammen mit OpenDot in Mailand weiterentwickelt.

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  • Berlin: Hackaton goes practice

    Kiezgarten is a project that comes out of a hackathon hosted last October by the EU FEAST program. The hackathon was focused on solving the most common communications challenges in community gardens. (Link: https://feast2030.eu/research-activities/hackathon/berlin)

    Our team won the competition by proposing an analog ‚Harvest Wheel‘ that pairs with a digital online ‚Calendar‘ solution. The photos and videos I shared with Mercedes for feedback were of two early prototypes for the harvest wheel, which would be installed at the entrance to the Walgarten Britz (mehr …)

  • Berlin: Solarlademöglichkeiten im ElisaBeet

    Im ElisaBeet laden wir ab jetzt alle Geräte und das Lastenrad mit Solarstrom. Juhu!

    An den letzten Mit-Mach-Tagen wurden die Panels installiert und dabei auch der Spaß nicht vergessen.

    Gefördert von Naturstiftung David. @naturstiftungdavid (mehr …)

  • Berlin: Urban Gardening Hackaton

    (NL PG)
    Hack For Food, Hack For Good – Urban Gardening Hackathon

    Ein Hackathon zur Unterstützung einer gesünderen und nachhaltigeren Ernährung

    Dienstag 5. und Mittwoch 6. November 2024
    Kiezkapelle | Hermannstraße 99-105, 12051 Berlin

    Die Leitfragen des Hackathons

    • Wie können wir einen strukturierten, systematischen, ansprechenden und kollaborativen Onboarding-Plan für neue urbane Gärtner entwickeln?
    • Wie können wir die Gemeinschaft effektiv dabei unterstützen, Fähigkeiten zu teilen und ein internes gemeinsames Wissen zu schaffen?
    • Wie können wir städtische Gärten dabei unterstützen, ihre Werte und Aktivitäten bestmöglich zu kommunizieren?
    • Wie können wir urbane Gärten in öffentliche Räume verwandeln, die für alle zugänglich sind?


    Für alle Gärtner*innen, Berliner*innen*innen , Designer, Macher*innen, Service- oder UX-Designer*innen, Entwickler*innen, Kommunikationsexpert*innen, Kreative oder Student*innen, die dazu beitragen wollen, urbane Gartengemeinschaften in Berlin zu unterstützen und die Annahme eines gesünderen Lebensstils zu fördern.

    https://feast2030.eu/research-activities/hackathon/berlin (mehr …)

  • Berlin: Gewächshaus als Experimentierort

    im Berliner Osten hat sich diesen Sommer eine Initiavgruppe gegründet, die ein leerstehendes 1500m2 großes Gewächshaus ab nächsten Jahr anmieten und gemeinschaftlich mit Menschen aus der Nachbarschaft bewirtschaften möchte. Die Gruppe besteht aus Gemüsebäuer*innen (gelernte oder in Ausbildung), einer gelernten Ackerbäuerin, erfahrenen Gemeinschaftsgärtner*innen und Aktiven der örtlichen Kiezarbeit.

    Im Kern unserer Projektidee steht, an dem Standort ein kollektiv getragenes non-profit Gartenprojekt aufzubauen. Wie dies genau in einem so großen Gewächshaus aussehen kann, wollen wir im Rahmen eines ersten Experimentierjahres ausprobieren. Dabei wollen wir eine Kombination verschiedener Modelle einer gemeinschaftlichen und solidarischen Nutzung

    ausprobieren: ein Bildungs- und Schulgarten, (interkultureller) Nachbarschaftsgarten mit Einzelparzellen und Gemeinschaftsflächen.

    Perspektivisch käme für uns für einen Teil der Fläche auch eine Weiterentwicklung in Richtung Selbsterntegarten oder solidarische Landwirtschaft in Frage. Für uns ist wichtig in diesem ersten Jahr ein Projekt aufzubauen, dass langfristig funktioniert, zur Nachbarschaft passt und sich von allein finanziell trägt.

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  • Berlin: Interkultureller Garten 103plus – Teil eines Austauchs mit Chicago

    (Insta)

    We are part of the Berlin delegation of urban gardens and are very much looking forward to meeting the representatives of the urban gardens in Chicago and are excited to get to know the gardens in Chicago:
    Urban Gardening Delegation: Growing a Sustainable Future for Chicago & Berlin
    In collaboration with the German General Consulate Chicago (Auswärtiges Amt (Federal Foreign Office) Germany), we will be welcoming six delegates from Berlin-based community gardens and the Berlin government to Chicago from July 17 – 19. This delegation explores a new series of partnerships between Berliners and Chicagoans within the urban agriculture sector, and will include visits to Plant Chicago, Urban Rivers, Urban Growers Collective, and Green Era Chicago Campus.

    The Berlin delegation looks forward to working with Chicagoans on how to use urban gardens to improve food security and quality, expand the circular economy, and promote sustainability education. (mehr …)

  • Berlin: KIezlabor mit Schwerpunkt Gärtnern

    Kiezlabor*: wird mit dem Fokusthema Gärtnern in der Stadt vom 04. bis 07. September 2024 auf dem Frieda Süd-Gelände in Berlin-Kreuzberg stattfinden. Gemeinsam mit dem CityLAB Berlin planen wir [gruppeF] ein paar Tage voller spannender Angebote wie Vorträgen, Mitmachaktionen, Workshops und Austauschrunden.
    Im Rahmen des Relaunches der Plattform „Berlin gärtnert!“ (ehemals „Produktives Stadtgrün“) auf berlin.de gestalten wir von gruppe F ebenfalls einen Programmpunkt. Die Plattform wird derzeit in einem partizipativen Prozess aktualisiert und an die aktuellen Bedarfe angepasst. Dazu fand am 20. März eine erste öffentliche Werkstatt statt,. Am 6. September 2024 laden wir von 17 – 19 Uhr zur 2. öffentlichen Werkstatt im Rahmen des Kiezlabors.

    * Das Kiezlabor ist ein Projekt im Rahmen der Strategie „Gemeinsam Digital: Berlin“ und bietet einen offenen Ort für Zukunftswerkstätten, Workshops, Bühnenauftritte, interaktive Ausstellungen, Netzwerktreffen oder einfach zum gemütlichen Kaffeetrinken. Hier der Link zur Veranstaltung auf der Seite von CityLAB: https://citylab-berlin.org/de/projects/kiezlabor/

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  • Berlin: GG Site wird relaunched

    die Gemeinschaftsgarten-Plattform auf der berlin.de-Website wird aktualisiert. Die Plattform „Produktives Stadtgrün“, so der derzeitige Titel, wurde im Jahr 2019 partizipativ erarbeitet und ist seit Frühjahr 2020 aktiv, um die zahlreichen Berliner Gemeinschaftsgärten auf gesamtstädtischer Ebene sichtbar zu machen.

    Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre soll das Projekt nun weiterentwickelt werden, mit einem partizipativen Relaunch der Plattform wird dem Bedarf entsprechend nachgesteuert. Bis Januar 2026 begleiten wir von gruppe F | Freiraum für alle GmbH gemeinsam mit der Kommunikationsagentur georg+georg den partizipativen Relaunch.

    Den Startschuss für diesen Prozess gibt die 1. Werkstatt „Gemeinschaftsgarten-Plattform Berlin“, zu der wir im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt herzlich einladen.

    Wann? Am Mittwoch, den 20.03.2024 von 18 – 20 Uhr

    Das Ziel der Veranstaltung ist es, verschiedenste Bedarfe, Ideen und Visionen zu ermitteln. Die Werkstatt wird auch live gestreamt. Direkt vor Beginn der Werkstatt (16 – 18 Uhr) lädt die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in den gleichen Räumlichkeiten zur offenen Saatguttauschbörse ein. Nähere Infos und der Streaming-Link unter: https://www.berlin.de/gemeinschaftsgaertnern/relaunch/

    Im Ergebnis des partizipativen Prozesses soll ein digitales Informationsportal für bereits aktive Stadtgärtnerinnen und -gärtner wie auch für Neuinteressierte entstehen, das über die Gemeinschaftsgärten hinaus der Vielfalt urbaner Gärten und gärtnerischer Projekte in Berlin gerecht wird. Für September 2024 ist eine zweite Werkstatt geplant.

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  • Berlin: Begleitkreis fürs GG-Programm hat Arbeit aufgenommen

    Ein Kreis aus Vertreter*innen aus GGs (Rote Beete, KuBiz-Garten, Schleifengarten, Kiezgarten, Allmende-Kontor, PG) aus BAs (Neukölln, Chzarlottenburg-Wilmersorf, Marzahn-Hellersdorf) und Wissenschafft (IÖW, Stiftung Naturschutz, Uni Potsdam/Waldgartenprojekt) hat die Arbeit zur Begelitung der Umsetzung des GG-Programms aufgenommen. (mehr …)

  • Berlin: Raum fürs Netzwerk im Haus der Statistik ab Ende 2025

    Das Berliner Netzwerk wird – Dank der Bewerbung beim Vergabeverfahren für die Räume – ab Ende 2025 einen Raum im Haus der Statisktik haben. Da gibt es dann auch solidarisch geteilte Gemeinschaftsflächen. Das Netzwerk wird nicht nur Raummieter sein, sonder auch Teil der Genossenschaft (AnderMachen e.G.). Dafür müssen die Genossenschaftsanteile zunächst zusammen kommen. (mehr …)

  • Berlin: House of Gardening

    am 19.10. gab es diese Veranstaltung:

    Ein „Haus des Gärtnerns“ für Berlin?

    Berlin Mondiale hat eine ehemalige Schulgartenfläche in einen vielfältigen Quartiersort transformiert, den Campus Dammweg. Es ist ein Raum für verschiedene Organisationen und Projekte entstanden, die mit dem Ziel, eine lokale Gemeinschaft mit Nachbarn, einschließlich der Flora und Fauna, aufzubauen.

    Dieser Garten dient nun als reales Labor für die Betrachtung der Idee des „Haus des Gärtnerns“. Welche Ressourcen benötigen Gemeinschaftsgärten genau von einem solchen Haus? Was ist in der Community bereits vorhanden und kann geteilt werden? Wie lassen sich Ideen in die Tat umsetzen und welche Möglichkeiten gibt es, das Projekt voranzutreiben?

    Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wird es eine Podiumsdiskussion und Kleingruppengespräche geben. Beim gemeinsamen Abendessen wird es zudem weitere Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken geben.

    Einschätzung einer Teilnehmerin:
    Es war eine entspannte und schöne Atmosphäre.
    Juan hat die Möglichkeit für einen Raum im Haus der Statistik vorgestellt und wir haben darüber diskutiert. Es gab unterschiedliche Bedarfe für ein House of Gardening. Ort zum Austausch, Ort für Lobbying, Ort für Vernetzung, Ort für Bildung und Gärtnern mit viel Ruhe, Gärtnern im Boden, Gewächshaus. Wie schnell der Prozess stattfinden soll, war auch eine offene Frage. Es gab keine finale Entscheidung. Ich glaub, einzelne werden die Idee im Haus der Statistik weiter verfolgen als erster Schritt für weitere Steps (mehr …)

  • Berlin: Garten ensteht auf Krankenhaus-Gelände

    (Mail)
    Garten mit Streuobstwiese des Sankt Gertrauden Krankenhauses Berlin – in Kooperation mit den dort ansässigen Katharinen-Ordensschwestern.
    Ziel ist es, einen offenen GG dort aufzubauen, bei dem die Nachbarschaft dabei ist.
    das ist unser Ziel, dass wir das Okay bekommen, dass Externe (Nachbarschaft, Kirchengemeinden etc.) dort mitmachen können. Aktuell ist durch die Krankenhausreform aber alles so unklar, dass uns empfohlen wurde, erst nächstes Jahr mit dem Vorhaben an die Leitung zu heranzutreten.


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  • Berlin: Bokashi-Workshop in der Bib

    Bokashi Workshop in der Bezirkszentralbibliothek Tempelhof

    Wann: 22.09.2023 | 17:00 bis 19:00 Uhr

    Wo: Bezirkszentralbibliothek Tempelhof „Eva-Maria-Buch-Haus“

    Text: Zuhause Kompostieren mit der Bokashi Methode. Wir lernen, wie Küchenabfälle Zuhause fermentiert werden können, um diese anschließend zu fruchtbarer Erde zu kompostieren.

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  • Berlin: Naturfreunde Träger von Gärten

    (Tel)
    Die Naturfreunde Berlin waren lange auf der Suche nach einer Fläche, auf der sie einen Gemeinschafsgarten aufbauen wollten, haben sie aber nicht gefunden, sie wollten keine Nutzung nur für 2 Jahre o.ä. Der Gleisbeet e.V. war studentisch geprägt, die Studis waren irgendwann fertig und irgendwann war keiner mehr im Verein übrig und auch im Garten waren nur noch wenig Menschen. Die Suche nach einem neuen Träger führte zu den Naturfreunden. Diese verhandelten dann 3 Jahre mit dem Bezirk über das vertragliche (der Garten ist in einem öffentlichen Park). Die Naturfreunde haben den Garten dann vergrößert, er besteht auch 3 Teilen. Der „Darkegarten“ (gegenüber der Darkeschule), Beete werden hier vergeben, der Hochbeetgarten mit 30 – 40 selbstgebauten Hochbeeten und ein Gemeinschaftsbeetebereich. Die NF nutzen den Garten auch für Veranstaltungen und politische Diskussionen.
    In Reinickendorf wurden die NF Träger des Lettegartens, der aus einer QM Aktion hervorging. Eine Fläche wurde für einen Garten gesucht und kurz vor Unterzeichnung fiel Aldi als vermeintlicher Flächenbesitzer auf, dass ihnen die Fläche gar nicht gehört. Irgendwann haben sie die Fläche an der Schule gefunden, Auch in Reinickendorf dauerten die Verhandlungen mit dem Bezirk jahrelang.
    Der Stadtgarten Moabit hatte einen Träger (Bürste), der (coronabedingt) pleite ging. Im Garten waren ein paar Menschen dabei, die auch bei den NF aktiv sind und das vom Gleisbeet wussten.  Es ist eine ganz eigenständige Gruppe und es gibt einen Vertrag zwischen NF und der Gruppenvertretung. Hier dauerten die Verhandlungen mit dem Bezirk nur 1,5 Jahre. Ab nächtes Jahr haben die NF hier auch 2 Beete.

    Die NF würden sich auch als Träger für weitere Gärten zur Verfügung stellen, Sie sind eine Mitmachstruktur und wollen Engagement ermöglichen! (mehr …)

  • Berlin: „Gemeinschaftsgartenhäuschen“ im Haus der Statistik

    (NL)
    Einige Gemeinschaftsgärtner:innen haben die Idee eines gemeinschaftlichen Raumes für die Berliner Gemeinschaftsgarten-Szene entwickelt und sich damit beim Haus der Statistik beworben – erfolgreich! Das „Gemeinschaftsgartenhäuschen“ – so der Arbeitstitel – wurde neben zahlreichen anderen Initiativen und Organisationen ausgewählt. Inspiriert durch das Pariser „Maison du Jardinage“ wollen die Gemeinschaftsgärtner:innen im Gemeinschaftsgartenhäuschen diskutieren, sich vernetzen, gemeinsame Vorhaben entwickeln und auch feiern. Das Gemeinschaftsgartenhäuschen soll ein gemeinschaftlich verwalteter und genutzter Experimentierraum für nachhaltige Lösungen im Sinne einer sozialökologischen Transformation der Stadt sein.


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  • Berlin: Haus des Gärtners soll entstehen

    (NL)

    Ein „Haus des Gärtnerns“ in Berlin? Wie könnte – oder sollte – das aussehen?
    Diese Frage stellt sich „Berlin Mondiale“, die ein ehemaliges Schulgarten-Gelände von ca. 16.000 m² zu einem nachbarschaftlichen Ort entwickelt haben. In den letzten drei Jahren konzentrierten sie sich darauf, Raum für diverse Organisationen und Projekte zu schaffen, die mit dem Ziel arbeiten, eine lokale Gemeinschaft mit Nachbar:innen, einschließlich der Tier und Pflanzenwelt, aufzubauen. Dieses Gelände, der Campus Dammweg, dient nun bei den Überlegungen zum Haus des Gärtnerns als Reallabor.
    Welche Ressourcen benötigen Gemeinschaftsgärten genau von einem Haus des Gärtnerns? Was gibt es in den jeweiligen Gemeinschaften bereits und kann geteilt werden? Wie können Ideen in die Praxis umgesetzt werden und welche Möglichkeiten gibt es, das Projekt voranzubringen?
    Der Auftakt zur Konzeptentwicklung findet am 5. Juli 2023
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  • Berlin: Gartenprojekt mit Geflüchteten auf Kleingartenparzelle

    (Mail)
    Lange hat eine Frau versucht, ihre Parzelle in einem Kleingarten zu öffnen und einen Gemeinschaftsgarten daraus zu machen. Das ist aus verschiedenen Gründen wohl immer wieder gescheitert. Nun soll auf der Fläche ein Gartenprojekt mit und für Geflüchtete entstehen. Dafür sucht sie nun Honorargelder.
    Angefragt hat sie:

     ° die Leitungsgruppe der Aufnahmeunterkunft mit Security und Hausmeister, die fragen mal beim Land Berlin
     ° den Bezirk Charlottenburg – KEINE Zuwendung für HONORARE bisher möglich
     ° die Schreberjugend – vielleicht ist Förderung in ein bis drei Jahren möglich
     ° eine Stiftung in Stuttgart, diese kann aber nur gemeinnützige Vereine fördern, ist die Unterkunft vom Land Berlin das?
     ° Euch
     ° Dagmar vom HOS, sie berät uns nächste Woche
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  • Berlin: Paece of Land noch in Verhandlungen für neue Fläche

    (NL)

    Seit November letzten Jahres stehen wir mit dem Bezirksamt Pankow, der Bezirksstadträtin Frau Anders-Granitzki, dem Grünflächenamt sowie dem Amt für Umwelt und Naturschutz im Gespräch. Dabei geht es um eine Fläche im Mühlenkiez, auf die wir uns beworben haben. Mit den Bedingungen, die uns aktuell gestellt werden, können wir das Peace of Land Projekt noch nicht beginnen. Deshalb halten wir die Verhandlungen weiter am laufen. Unsere Visionen sind schon jetzt am sprießen und wir stecken viel Power in politische Überzeugungsarbeit.

    Baumhochbeet an der KMH

    Währenddessen haben wir durch unsere Kooperation mit der KulturMarktHalle trotzdem die Möglichkeit gemeinsam weiter zu gärtnern. Noch Ende letzten Jahres entstand direkt vor der KMH ein Baumhochbeet. Ursprünglich als Zwischenunterkunft für Bäumchen, die wir umziehen wollten. Nun da der Frühling aber da ist und wir wissen, dass sie so schnell nicht weiterziehen können, dürfen sie an der KMH ein richtiges neues Zuhause finden. Dazu machen wir es ihnen nun richtig gemütlich. Sie haben bereits einige Mitbewohner:innen bekommen. Sträucher, Stauden und eine Regenwurm-Futterluke. Dort kann Wurmfutter eingefüllt werden, das dann von den Würmer zu Erde gemacht verstoffwechselt wird, die direkt im Beet landet. 

    Anhand eines gemeinsamen Design-Prozesses wollen wir einen noch besseren Plan machen, um die Bäumchen an ihrem neuen Standort zu unterstützen. Dabei soll eine Obstbaumlebensgesellschaft entstehen. Ein kleines Stück Peace of Land an der KMH. (mehr …)

  • Berlin und Kassel: Waldgärten nehmen Gestalt an

    (NL)

    Die Waldgärten Berlin-Britz und Kassel-Wahlebachpark stehen in den Startlöchern. Auch der dritte Standort wird mehr und mehr konzipiert und geplant, so dass die Umsetzung auch am Helleböhnweg in Kassel später dieses Jahr in Angriff genommen werden kann.

    Berlin:“ Neben dem Grundgerüst der Küche ist nun auch der Innenausbau vorbereitet; die Spüle und die ersten Schubladen wurden platziert. Unterstützt wurden wir dabei von den Mitarbeiter*innen der KUBUS gGmbH, einem Träger von sozialen Beschäftigungs- und Bildungsprojekten für Arbeitslose“
    Gerätehaus ist aufgebaut, es gibt einen Stromanschluss.

    citizen Science Tage in Berlin und Kassel im Juni
    Im Projekt Urbane Waldgärten wollen wir mit Euch Ansätze erarbeiten, wie wir die Wirkungen des Waldgartens hinsichtlich verschiedener ökologischer Funktionen erfassen können. Dazu gehören Themen wie Erntemenge, Biodiversitätserfassung und Bodenqualität. Am ersten Wochenende im Juni in Berlin und am 13. Juni in Kassel werden jeweils interaktive Forschungstage durch das Team der Uni Potsdam auf den Projektflächen stattfinden
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  • Berlin: Multiplikator:innen-Werkstatt: Gärten und Geflüchtete

    (NL)
    Mit einer ersten Werkstatt am 23. Februar 2023 (16-18 Uhr) startet das Projekt „Gärten und Geflüchtete – Mitmachen in transkulturellen Gärten“ der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Mit der Durchführung sind Su Schnorbusch (Su Schnorbusch Architekten), Keya Choudhury (soulgardenberlin) und Thomas Fiedler betraut. Das Ziel des Projektes ist es, bis Ende 2023 die Potenziale von Gemeinschaftsgärten und Kleingärten in Berlin als Orte der Unterstützungsarbeit für geflüchtete Menschen zu erschließen und zu stärken.

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  • Berlin, Kassel: Waldgartenaufbau schreitet voran

    NL:

    wir sind mit großen Schritten dabei, die ersten beiden unserer drei Waldgärten zu realisieren. In Berlin-Britz sind bereits die ersten 60 Bäume gepflanzt und seit Mitte Juli geht es dort weiter mit großen Erd- und Wegebauarbeiten, weiteren Pflanzungen und allen erforderlichen Vorbereitungen für diverse Mitmachbaustellen und Pflanzaktionen im Herbst. Auch in Kassel soll es im Herbst mit dem Bauen losgehen und so berichten wir im Folgenden von den Workshops zur Planung des Waldgartens am Wahlebach und den vielen Aktivitäten des Teams in Kassel. Darüber hinaus nehmen auch die Aktivitäten zur Umweltbildung in beiden Städten Fahrt auf.

    In Berlin gibt es in Britz eine Fläche, in Kassel soll es zwei Waldgärten geben.
    Mehr zu den Standorten: https://www.urbane-waldgaerten.de/aktuelles (mehr …)

  • Berlin: Kiez- und Kubizgarten, Bellermanngarten

    (Besuche)
    Der Kiezgarten Schliemannstraße ist aus der Einreichung zu einem Wettbewerb im Jahr 2000 „Ideen für den Kiez“ des QM enstanden. Die Idee gewann und wurde von einer Frau eingereicht, die ihre Diplomarbeit zu Community Gardens in New York geschrieben hatte. Es gab keine Fläche, doch das Versprechen: wenn ihr eine Fläche findet, bekommt ihr bis zu 10.000DM (das Wettbewerbsgeld). Die Gruppe suchte zunächst per Handzelttel Mitstreiter*innen und gärtnerte dann 2 Jahre theoretisch. In dieser Zeit klärten sie Organisationsform, Zusammenarbeit, was sie gerne wie anbauen wollen. Dann endlich fanden sie eine Fläche: die Ausgleichsfläche eines Neubaus (daneben). Der Boden wurde ausgetauscht, Erde geliefert – zusätzlich zu dem Wettbewerbsgeld, von dem sie nur 1000DM brauchten. 2003 fand die erste Aussaat statt. Es gibt keinen Vertrag, nur eine alte Vereinbarung, von der Kerstin die einzige Kopie hat. Für Wasser zahlen sie nix, Wasser bekommen sie über ein Standrohr/Anschluß ist im Garten.
    Sie treffen sich nicht regelmäßig, doch ab und an schiebt jemand was an und dann kommen die anderen dazu. Es gibt aber immer ein gemeinsames Planungstreffen im Winter und immer ein gemeinsames Kartoffelessen auf der Fläche. Sie nutzen keine Social Messenger, sondern die Infos laufen via Mail oder Telefon.
    2005 sollte die Brachfläche vor dem Garten für Parkplätze zwischengenutzt werden, was abgewendet werden konnte. Die Gärtner*innen wurden dann sogar gefragt, was für Vorstellungen sie von der Weiterentwicklung der Brache haben. Ihre Wünsche nach einem eher ruhigen Bereich und Obstbäumen wurden erfüllt.
    Es gab immer wieder Müll auf den Bänken im Garten. Die Lösung: jemand organisierte eine Mülltonne. Diese hat das Problem gelöst. Die Mülltüten legen die Gärtner*innen an die auf der Fläche aufgestellten Müllkörbe und die Stadtreinigung nmmt diese dannauch mit.

    Der Bellermanngarten ist im Rahmen des „Klimakiez“ im Wedding entstanden. Zwei Diagonalsperren auf den Straßen leiten den Verkehr um, dsa Viertel ist verkehsberuhigt. Durchommen müssen aber die Rettungswagen, so das auf der entstandenn Fläche nur am Rande gegärtnert werden kann. betreut wird das Gartenprojekt von der GruppeF. Es sind 12 Beete, die aus aufgeschnittenen IBC-Containern entstanden sind. Die in der Wilden17 vorgezogenen Tomaten wurden göeich in der ersten Nacht geklaut. Bis auf Blumen und Kräuter wird alles andere auch ausgebuddelt. Direkt neben den Beeten ist eine Wasserpumpe. Inmitten der Beete ist eine große Sitzmöglichkeit entstanden.
    Perpektivisch soll hier sowas wie eine Art Superblock entstehen.

    Kubiz-Garten
    Der Garten hat am Eingang zur Straße hin einen Teil mit individuellen Beeten und hinter dem Haus gibt es eine große gemeinschaftliche Wiese mit Obstbäumen und Stauden, an die sich wieder ein Teil mit indiviuellen Beeten anschließt. Die Gartengruppe ist Teil des Kollektivs, die ds Kubiz organisiert. Einige wohnen auch dort. Alle, die a Kubiz dabei sind, sollen/leisten einen Beitrag zur Selbstorganisation. Die Aufgabe der Gartengruppe ist das „Inschußhalten“ der ganzen Außenfläche. Sie sind 30, die meisten haben Interesse am Gemüseanbau. Die Fläche gehört dem Kubiz, sie ist aber jederzeit offen für die Nachbarschaft. Es gibt Hühner, eine Sommrküche mit Lehmofen und Bienen. Sie bilden sich regelmäßig zu Obstbaumschnitt fort.
    Als die Hühner neu waren, was das eine große Attraktion für die Nachbarschaft. Sonntags wurde eine Band vor das Gehege gestellt und dann guckte eine wechselnde Gruppe begeistert Hühner.

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  • Berlin: zwei Ausschreibungen – Suche nach Trägern

    (NL)

     
     

    Ausschreibung: Gärten und Geflüchtete – Mitmachen in transkulturellen Gärten

    Die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz hat eine Ausschreibung mit dem Titel „Gärten und Geflüchtete: Mitmachen in transkulturellen Gärten“ veröffentlicht, bei der eine Auftragnehmer:in gesucht ist, der/die Netzwerke zwischen Klein- und Gemeinschaftsgärten und Trägern der Geflüchtetenhilfe aufbaut. Frist für die erste Phase (Teilnahmewettbewerb) ist der 23.09.2022.

    Ausschreibung: Gärtnern am Mehringplatz

    Auch das Quartiersmanagement (QM) Mehringplatz (Kreuzberg) sucht Unterstützung für das Thema „Urbanes Gärtnern“. Im Quartier am Mehringplatz wird ein Projektträger gesucht, der (1) bestehende Ressourcen gärtnerischer Tätigkeit im Quartier in Absprache mit den dortigen Akteuren/Aktiven unterstützt, stärkt und bestmöglich ausbaut, (2) neue Flächenpotenziale für ggf. weitere gärtnerische Aktivitäten prüft und entsprechend der bestehenden Rahmenbedingungen erschließt, (3) die beteiligte Nachbarschaft befähigt, sich eigenverantwortlich nachhaltig für urbanes Gärtnern zu engagieren, (4) Öffentlichkeitsarbeit umsetzt, um weitere Engagierte/ engagierte Einrichtungen für die Mitwirkung zu gewinnen und (5) gezielte Aktionen für die Vernetzung der beteiligten Aktiven organisiert und umsetzt.

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  • Berlin und Kassel: drei Waldgartenprojekte entstehen

    Stand der Dinge des Forschungs/Erprobungsprojekts „Urbane Waldgärten“ und die Planungen für die nächste Zeit: https://urbane-waldgaerten.de/?na=v&nk=105-80f5fa58d8&id=19 (mehr …)

  • Berlin: Volksbegehren zum Schutz der Grünflächen geplant

    (alerts)

    Nach dem Scheitern der „Charta Stadtgrün“ in der rot-rot-grünen Koalition nehmen Umwelt- und Naturschützer ihre Pläne für ein Volksbegehren zum Schutz der Grünflächen in Berlin wieder auf.
    „Wir wollen deutlich machen, dass viele Berliner:innen den Schutz und höhere Investitionen für das Berliner Stadtgrün wollen“, sagte Tilmann Heuser, Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin. Im Frühjahr 2022 solle das Volksbegehren starten.
    Der BUND hatte bereits im Frühjahr ein Volksbegehren angekündigt, dann jedoch zunächst abgewartet, wie das Ergebnis der Verhandlungen von Rot-Rot-Grün zur „Charta Stadtgrün“ ausfallen würde. SPD, Linke und Grüne haben lange über den Katalog zum Schutz der Grünflächen diskutiert, den der Senat bereits 2020 beschlossen hatte. Nach etlichen Verhandlungsrunden scheiterten die Gespräche vor gut einer Woche.
    Hauptstreitpunkt war die Frage, ob Grünflächen, abgesehen von Ausnahmefällen, grundsätzlich zu erhalten sind, oder dies – wie von der SPD gefordert – nur dann der Fall sein soll, wenn dem keine anderen öffentlichen Interessen entgegenstehen. In der laufenden Legislatur wird es daher zu keinem Beschluss der Planwerke und des Kleingartengesetzes mehr kommen.
    Aus Sicht von Naturschützern ist das eine herbe Enttäuschung. „Es gibt massiven Frust bei allen Menschen, denen das Stadtgrün wichtig ist“, sagte Heuser. Die Charta hätte für die Berliner Politik eine Chance sein können, um ihren Einsatz für Natur und Umwelt in der Stadt zu zeigen.
    Nun jedoch wüchsen die Zweifel, dass es in den kommenden Jahren gelinge, die Grünflächen in der Stadt zu erhalten und dafür auch ausreichend Haushaltsmittel zu investieren, sagte der BUND-Landesgeschäftsführer. „Das ist ein Zeichen, dass die Wertschätzung für das Grün politisch noch nicht so weit ist, wie sie sein müsste.“
    Die Umwelt- und Naturschützer wollen das Thema daher nun selbst stärker auf die Agenda setzen. „Wir starten das jetzt, weil die Politik den Druck braucht. Es muss deutlich gemacht werden, dass es eine zentrale Herausforderung für die nächsten Jahre ist, hier eine wirksame Strategie zu entwickeln“, sagte Heuser.
    Im Kern gehe es um zwei Punkte: Im Vordergrund stehe die Frage des Erhalts der Grünflächen. „Der zentrale Punkt ist die Flächensicherung“, sagte Heuser. „Es muss eine Flächensicherungsstrategie angegangen werden mit dem Ziel einer Nettoneuversiegelung von null bis 2030.“ Das bedeute nicht, dass nicht auch weiterhin Flächen neu bebaut werden könnten. Doch spätestens zum Ende des Jahrzehnts müsste für jeden Neubau in Berlin an anderer Stelle in der Stadt in gleichem Umfang Boden entsiegelt und renaturiert werden.
    Als mögliche Ausgleichsflächen nannte der BUND-Vertreter bisherige Parkplätze oder große Supermarktflachbauten. Stattdessen müsse die gesamte Stadt auch beim Wohnungsbau eher in die Höhe entwickelt werden.
    Daneben brauche es feste Zusagen, dass die Finanzmittel für den Erhalt intakter Parks, Wälder und Wiesen erhöht werden. In der Vergangenheit seien bei Haushaltsdiskussionen überproportional Mittel für den Unterhalt durch die Grünflächenämter gestrichen worden. Doch die zunehmend trockenen Sommer und der Klimawandel machten deutlich, dass nur gesunde Bäume und intakte Biotope widerstandfähig seien und dem Stadtklima helfen könnten. „Hier muss für die Zukunft der Stadt viel investiert werden“, sagte Heuser.
    Wie genau die Forderungen aussehen werden, sei noch offen. Ab Oktober wollen verschiedene Akteure die Ziele konkret entwickeln, sagte Heuser. Beteiligt seien der Nabu, die Grüne Liga und der Berliner Kleingartenverband, zudem Initiativen wie „100% Tempelhofer Feld“ und Urban-Gardening-Projekte. Dabei gehe es nicht nur alleine um das Volksbegehren. Auch darüber hinaus wolle man zusammen politische Initiativen für das Stadtgrün anstoßen. „Wir wollen die gemeinsamen Ideen bündeln und klare Forderungen an den Senat stellen“, sagte Heuser.

    https://m.tagesspiegel.de/berlin/nach-scheitern-der-charta-stadtgruen-umweltschuetzer-planen-volksbegehren-fuer-gruenflaechen-in-berlin/27583154.html (mehr …)

  • Berlin: P-Garten Kollektiv eröffnet Nachbarschaftsraum in Ex-Nagelstudio

    (NL)

    Nicht nur im Garten wurde in den letzten Monaten fleißig gewerkelt, geschraubt und gemalert, sondern auch im benachbarten Gewerberaum in der Hermannstraße 103. In Zusammenarbeit mit dem Architekturkollektiv Team Dis+Ko entsteht im ehemaligen Nagelstudio nun ein offener Nachbarschaftsraum für Bildung, Mitgestaltung und Stadtnatur. (mehr …)

  • Berlin: Notizen zu Projektbesuchen im August 2021

    Alfreds Garten (Köpenick)
    Auf einem ehemaligen (umzäunten) Bolzplatz, umgeben von hohen Plattenbauten ist Alfreds Garten entstanden. Es ist ein Gemeinschaftsgartenprojekt für die Mieter*innen dieser DeGeWo (Wohnungsbaugesellschaft)-Häuser. Der Garten wurde im April 2017 eröffnet und Himmelbeet wurde beauftragt, den Garten zu begleiten und Workshops zu machen. (https://www.degewo.de/presse/pressemitteilungen/presse/urban-gardening-jetzt-auch-in-koepenick/)
    Die Gruppe ist inzwischen recht eigenständig und gärtnert in individuellen Beeten. Wer mitmachen möchte, muss sich bei der Quartiersmanagerin melden (die DeGeWO hat eigene Quarteiersmanager*innen). Die DeGeWo hat einige Gartenprojekte in ihren Mietanlagen. Diese zählen zu den „Handlungsfeldern“: Wohnraumbegrünung/verschönerung, Angstraumbeseitigung, sozialer Treffpunkt. Ziel ist es, dass die Mieter*innen sich so wohl fühlen, dass sie lange dort wohnen bleiben. Einige der Gartenprojekte der DeGeWo sind klassische Mieter*innengärten, bei denen es abgetrennte Parzellen für interessierte Mieter*innen gibt, andere sind Gemeinschaftsgartenflächen. Die QM-Frau ist u.a. dafür zuständig, die Regeln der DeGeWo für die Gärten zu erläutern und auf deren Einhaltung zu achten, aber auch ansperchbar hinsichtlich Finanzierung von kleineren Vorhaben/Infrastruktur wie z.B. ein Frühbeet o.ä.
    Als ich da war, hat eine Gärtnerin die QM-Frau, die mir den Garten zeigte, hinsichtlich der Regeln angesprochen. Diese scheinen nicht passend für die einzelnen Gartenprojekte und ddie Gärtnerin schlug vor, dass die Regeln auf die Belange und Erfahrungen der einzelnen Gärten angepasst werden sollten. Geht wohl eher nicht, aber die Gruppe können sich ja eigene Regeln (zusätzlich) geben.

    Bölschegarten (Köpenick)
    Im Hinterhof einer Kirchengemeiden der Berliner Stadtmission hat die Gruppe, die sich 2020 formierte, eine Fläche gefunden. Die Gruppe entstand aus einer Veranstaltung/Initiative zu „Nachhaltigkeit in Friedrichshagen“, die Fläche haben sie durch persönliche Kontakte gefunden. Sie sind hauptsächlich junge Familien, die hier gärtnern, sie wollen zunächst auch nicht aktiv wachsen, sondern erstmal in dieser Konstellation den Garten weiter aufbauen. Bisher haben sie ein paar wenige Hochbeete gebaut, die sie gemeinsam begärtnern. Sie haben zudem geplant, wie sie die Fläche weiter gestalten wollen (Kompost, Kräuterspirale, weitere Beete etc.).
    Sie hatten sich bei der Kiezkasse, die wohl explizit neue Projekte fördern möchte, für eine Finanzierung beworben, jedoch weit weniger Geld bekommen, als sie dort beantragt haben. (https://mein.berlin.de/kiezkasse/2021-11339/) Meine Gesprächspartnerin meinte, dass in der Sitzung, bei der sie das Projekt vorstellte, nicht verstanden wurde, was din Gemeinschaftsgarten für einen Sinn habe.

    MaxPflanzen (Mitte)
    „Max Pflanzen ist ein Schul- und Gemeinschaftsgarten in der Nähe des Alexanderplatzes in Berlin. Er wurde im April 2015 von einer internationalen Gruppe junger Menschen ins Leben gerufen. Das Max-Planck-Gymnasium Berlin stellte dafür seinen alten, brach liegenden Schulgarten zur Verfügung. Von Anfang an war es die Idee, den Garten den Schülern und auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nun bauen wir dort gemeinsam mit Kiezbewohnern auf ökologische Weise Gemüse und Blumen an.“ (von ihrer Website).
    Eine kleine Kerngruppe (3-4 Leute) bestimmt hier das Geschehen, in den letzen Monaten sind einige junge Familien dazu gekommen. Hier wird hauptsächlich gemeinschaftlich gegärtnert, manche haben sich aber eigne kleine Reiche geschaffen. Die Schule hat auch einen eigenen Bereich, doch könnte der Garten laut meiner Gesprächspartnerin noch sehr viel mehr von der Schule genutzt werden. Das Engagement der Lehrer*innen ist wohl nicht so groß. Der Garten hat einige Besonderheiten neben der Nutzung auch durch die Schule. Es gibt einen Teich, einen Wald und einen extra Bereich für „Insektenpflanzen“.
    Wer viel da ist, entscheidet, wo was gepflanzt wird und erntet auch am meisten. Es werden Feste gefeiert, die Gärtner*innen können auch privat hier feiern. Ein Namensschild des Gartens gibt es zwar, das ist aber abgefallen und somit gibt es außen keinerlei Information zu dem Projekt. Saatgut und Pflanzen finanzieren sie selber, Wasser bekommen sie von der Schule, für die Nutzung der Fläche müssen sie nichts bezahlen. Der Garten ist ereichbar, ohne dass man durch die Schule/den Schulhof muss, es gibt aber auch einen Zugang direkt von der Schule aus.

    Nachbarschaftsgarten im Brunnenviertel (Mitte)
    Am ehemaligen Diesterweggymnasium bzw. direkt davor gibt es nun einen Gemeinschaftsgarten. Im Mai diesen Jahres ging es los. Entstanden ist die Idee für einen Garten an dieser Stelle, da sich hier Müll sammelte und die Anwohner*innen sich beschwerten. Ein Garten schien die Lösung für eine sinnvolle Nutzung der Fläche zu sein. Vor ein paar Jahren hatte die Initiative PS Wedding schon einmal versucht, an einem etwas anderen Ort am Diesterweg Gymnasium, einen Garten aufzubauen, dann aber doch nicht die Genehmigung bekommen. Dieses Mal war gleich der Stadtteilverein Brunnenviertel e.V. involviert, der gut vernetzt ist und auch „in Sachen Gärten“ schon aktiv. So haben sie das Projekt „Brunnengärten 2.0.“, mit dem sie Gartenprojekte verschiedenster Coulor sichtbar machen und vernetzen. Der Nachbarschaftsgarten besteht aus Hochbeeten, die teilweise fertig geliefert wurden und teilweise vor Ort zusammen gebaut wurden. Erde für die ersten Beete kam vom Bezirk (https://brunnenviertel.de/tag/gemeinschaftsgarten)
    Beworben wurde der Garten mit Plakaten und Flyern – die ersten Interessierten meldeten sich und beim Befüllen der ersten Beete und auch beim Bau der weiteren meldeten noch mehr Leute. Jetzt gibt es eine Warteliste. Die Beete stehen recht in Reihen nebeneinander auf dem Pflaster und außer den Beeten gibt es nix: kein Gartenhäuschen, Kisten o.ä. Die Leute bringen sich derzeit sogar die Gießkannen von zu Hause mit. Wasser ist die Hauptsorge der Gruppe: sie müssen 300 Meter laufen und die Kannen schleppen. Ein Standrohr ist im Gespräch, doch noch ist unklar, was das dann füllen könnte und wer sich darum kümmern würde. Regenwasserernte ist wohl schwierig (trotz vieler Häuser und Dächer), da die Tonnen als potenzielle Gefahrenstellen gesehen werden (Kinder/Tiere könnten ertrinken).
    Der Garten ist nicht umzäunt, er liegt an einer Rad/Fußgängerstraße (Autos fahren hier nicht). Gegenüber ist eine Wiese, auf der es wohl mal eine Boulebahn gab. Die Gärtner*innen würden hier gerne ein regelmäßiges, selbstorganisiertes Kaffeetrinkenhappening organisieren: jede* bringt sich einen Stuhl, Kaffee und Kuchen mit. So könnte der Ort (und der Garten) mehr Aufenthaltsqualität bekommen. Man kann sich zwar auf die Stufen des Schuleingang setzen, doch gemütlich ist das nicht.

    Wilde 17 (Mitte)
    Die Kerngruppe der Wilden17 ist so um die 20 Leute groß, dazu kommen viele ab und an oder zu Veranstaltungen. Als ich da war, kamen immer mehr junge Familien in den Garten. Es gibt im Garten eine hohe Affinität zum Bauen. Sie haben eine Bühne, ein Gewächshaus, einen Lehmofen, verschiedene Sitzelemente etc. gebaut.
    Einer aus der Kerngruppe ist Mitglied im Quartiersrat (Badstraße). Mehr zum QR: https://www.badstrasse-quartier.de/65-home/top-news/515-quartiersrat-werden In dieser Funktion hat er bei einer Sitzung der BVV, bei der die QRs ab und an dabei sein können, daran mitgewirkt, dass wohl die Verwaltung beauftragt wurde, zu prüfen, ob und wie die Gemeinschaftsgärten in Mitte mit Wasser und Strom ausgestattet werden könnten. Es liegt noch keine Antwort vor, er will nachhaken. Es gibt inzwischen auch einen Ansprechpartner für GGs im Bezirk, Name war aber unbekannt (und ich habe nix im Netz gefunden).
    Am 15.06.2019 zum Tag der offenen Gesellschaft war Steinmeier zu Gast im Wedding. Aktive der Wilden 17 waren auch da und haben Herrn Steinmeier eine Pflanze überreicht, die in einem mit Wilde17 gebrandeten Topf wächst. Sie baten ihn, sich dafür einzusetzen, dass der Garten dauerhaft erhalten bleibt.
    Im Mai 2021 drehte das ZDF (Hallo Berlin) in der Wilden17 und stellte das Projekt vor: https://www.facebook.com/diewilde17/videos/853295491923976/

    Gemeinschaftsgarten Rot-Weiß Viktoria Berlin (Mitte)
    Der Sportverein „Rot-Weiß Viktoria Mitte“ hat einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. (https://www.viktoriamitte.de/content2020/nachhaltig/). Sie nennen das „rot-weiß = grün“. Sie haben eine große Außenfläche (Sportplatz), mit Hecken, Bäumen, Sträuchern etc. Das Gartenprojekt ist Teil ihres Nachhaltigkeitsschwerpunkts und verteilt sich über die Außenbereiche der Fläche (ein kleiner Teil ist auf dem Dach). Sie nutzen Holzkisten einer befreundeten Firma als Hochbeete, die sie in einer Art langen Reihe auf der einen Seite der Fläche aufgestellt haben und sie haben Flachbeete, hier wachsen verschiedene Pflanzen direkt in der Erde, die nach ihrer Kenntnis dafür geeignet ist. Um das Projekt kümmern sich hauptsächlich vier Leute aus dem hauptamtlichen Team, es machen eher punktuell Vereinsmitglieder mit. Kinder machen gerne bei Aktionen mit. Auch Nachbar*innen können mitmachen – es gibt aber kein Schild, das auf den Garten hinweist. Einiges vom Gemüse wurde schon geklaut, sie haben Sorge, dass ein Schild zu mehr Diebstahl führen würde. Für den Sportverein ist es ein Bildungsprojekt und es geht ihnen um die Förderung von Biodiv und zeigen, was wie wächst.

    KunstGemüse (Pankow)
    Im Blankensteinpark (Grenze zwischen Pankow und Friedrichshain) entsteht seit diesem Frühjahr der Gemeinschaftsgarten KunstGemüse. Das Bezirksamt sieht das Projekt als Experiment und die Gruppe hat zunächst eine zweijährige Nutzungszusage bekommen, dann wird ausgewertet. Wenn es gut läuft, könnten auch andere öffentliche Flächen in Pankow an (Garten)Gruppen gegeben werden.
    Die Idee zu dem Garten entstand, da die Initiator*innen ein Projekt machen wollen, bei dem die Menschen aus der Nachbarschaft sich treffen, in Kontakt kommen, weniger einsam sind. In dem Kiez ist viel Bewegung: viele sind weggezogen, neue dazu gekommen, gerade die älteren Leute sind eher alleine. Ein Garten schien von allen überlegten Projekten am niedrigschwelligsten für viele.
    Sie haben einen Verein gegründet und sind schon jetzt 100 Leute. Wer mitmachen möchte, baut sich ein Beet und bringt das Material dafür selber mit. Organisiert haben sie die Beete in „Beetinseln“. Jede Person kann 1m² zum individuellen Gärtnern nutzen, man dockt sich, wenn man neu ist, an eine bestehende Beetinsel an (als ich da war, enstand eine neue Insel, da hier 6 Leute gleichzeitig anfangen wollen). Damit die Gärtner*innen sich nicht ganz hauptsächlich auf das eigene Beet zurück ziehen, ist die Regel, dass Sitzgelegenheiten pro Beetinseln gemeinsam gebaut werden, nicht pro Beet.
    Die Macher*innen haben im Vorfeld einige Gärten besucht und festgestellt, dass, sobald die Beete fertig bepflanzt sind, bei Gärten mit individuellen Parzellen, dann nicht mehr viel zu tun ist – und die Leute dann unregelmäßig kommen oder auch weg blieben, obwohl sie was zahlen: ist langweilig, da nix zu tun war die Antwort auf das warum. So machen sie in Pankow immer wieder Gemeinschaftsaktionen, Workshops und planen Veranstaltungen.
    Sie dürfen die beiden kleinen Gebäude auf der Fläche mitnutzen. In einem ist ihr Werkzeug, in dem anderen gibt es eine Toilette.
    Wer eine Idee für den Garten hat, muss das absprechen und braucht das ok vom Vorstand.Sie wollen Kitas und andere Gruppen einbeziehen. Eine Integrationswerkstatt in der Nachbarschaft hat angeklopft, ob sie bei denen Hochbeete bauen könnten.

    Tomate sucht Gießkanne (Friedrichshain)
    Seit 2015 nutzt die Grüne Liga eine 2000m2 große Fläche auf einem (ausgedienten) Friedhof, hier gibt es einen Gemeinschafsgarten und die Grüne Liga macht Umweltbildungsangebote. Auch eine Kita hat ein Teilstück, das sie als ihre Außenfläche nutzen. Die Fläche ist recht schattig, so dass nur an bestimmten Stellen Gemüsebeete Sinn machen. Montags ist immer jemand von der Grünen Liga da und die Gruppe des Gemeinschaftsgartens trifft sich. Die Grüne Liga muss ich um die Verkehssicherheit der Fläche kümmern, das bedeutet in diesem Fall: Bäume prüfen. Morsches entfernen (lassen), Grabsteinfestigkeit prüfen (es gibt noch ein paar davon auf der Fläche) etc.
    So richtig einen Überblick wer alles beim Gemeinschaftsgarten mitmacht, haben sie wohl nicht, nur im Groben, denn mache kommen auch nur selten oder zu Zeiten,  zu denen keine*r von der Grünen Liga da ist.

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  • Berlin: StartUp plant schlüsselfertige Gemeinschaftsgärten

    (alerts)

    Es geht um frisches Gemüse aus Plattenbaufassaden, Gewächshäuser und Gemeinschaftsgärten als Mietertreff und um die universell verbindende Kraft des Gärtnerns. Maayan Strauss und Kerem Halbrecht sind Grenzgänger. Beide verbinden in ihren Projekten Architektur, Stadtplanung, Design und Kunst. Beide blicken auf Projekte in aller Welt zurück. Und auch ihre neu gegründete PlattenBaum UG passt in keine Schublade: Sie ist zugleich ein soziales Projekt und ein gewinnorientiertes Start-up.

    Gründe dafür liefert ihre gemeinsame Geschichte. Nachdem sie sich Anfang der 2000er Jahre als Architekturstudent/-innen in Jerusalem kennengelernt hatten, verloren sie sich einige Jahre aus den Augen – und zogen unabhängig voneinander nach Berlin. „Ich bin vor drei Jahren in eine Plattenbausiedlung in Friedrichshain gezogen“, erzählt Strauss. In ihrer Wohnung ohne Balkon vermisste sie das Leben im Freien und mehr als einmal wunderte sich darüber, wie zurückgezogen die Menschen hier leben. Sie erinnerte sich an ihren alten Freund Kerem, der nahe Tel Aviv in einer sozial schwierigen Siedlung ein Gemeinschaftsgarten-Projekt gestartet hatte.  Sie nahm Kontakt zu ihm auf und erfuhr, dass er zuletzt in Jena und Stuttgart ähnliche Projekte mitinitiiert hatte. „Gärtnern bringt Menschen zusammen. Beim Pflegen der Beete, beim Säen und Ernten kommen sie miteinander ins Gespräch und überwinden bestehende Vorbehalte“, berichtet er.

    Dieser soziale Aspekt ist ihnen auch bei PlattenBaum wichtig. Doch ihre Gärten sollen nicht nur soziale Früchte tragen, sondern ernsthaft zur Ernährung der Stadtbevölkerung beitragen. Dafür entwickeln sie ein vertikales Farm-Modul für Plattenbaufassaden. Obendrein planen sie gemeinschaftliche, für die Mieter/-innen offene Gartenflächen und Gewächshäuser sowie kleinere Gewächshäuser zur Miete, damit Anwohner/-innen ihr eigenes Gemüse anbauen können. Freiflächen dafür gibt es in den oft großzügig angelegten Plattenbausiedlungen genug. „Ein weiterer Vorteil ist es, dass Plattenbauten weitgehend standardisiert sind. Dadurch lässt sich unser Konzept samt Vertikalfarm-Modul schnell und günstig auf weitere Siedlungen in Berlin und in anderen Städten ausrollen“, erklärt Strauss.

    Nachdem sie ihre Ideen in der Gründerwerkstatt Adlershof konkretisiert haben, läuft aktuell ein erstes Pilotprojekt mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft im Zentrum Berlins. PlattenBaum möchte darin den Nachweis führen, dass ihre Gemeinschaftsgärten die Nachbarschaften stärken und genügend Anwohner/-innen Lust auf den Anbau eigener Lebensmittel haben. „Wir wollen alle drei Säulen der Nachhaltigkeit stärken“, fasst Halbrecht ihr Motiv zusammen: Gemeinschaftliches Gärtnern wider die soziale Kälte. Ökologischer, lokaler Anbau wider die transportintensive industrielle Lebensmittelversorgung, an deren Stelle die wirtschaftliche Perspektive einer urbanen Landwirtschaft der kurzen Wege rückt. Professioneller Gemüseanbau in vertikalen Farmen und gemeinschaftliches Gärtnern sollen dabei ineinandergreifen.

    Und PlattenBaum selbst? „Wir möchten in Zukunft als Generalunternehmen schlüsselfertige Infrastruktur samt Betrieb und Projektbetreuung anbieten“, erklärt Strauss. Ihr Mitgründer ergänzt: „Zu gegebener Zeit werden wir uns um Wachstumskapital, um weitere Mitstreiter/-innen und die komplexen Bauvorschriften in Deutschland kümmern müssen.“ Doch jetzt gehe es erst einmal darum, den Proof-of-Concept zu erbringen. Der Sommer steht vor der Tür. Das Leben im Freien soll beginnen.

    https://www.adlershof.de/news/austausch-im-gemuesebeet/ (mehr …)

  • Vorbereitung Vernetzungstreffen Berliner GGs

    Zoom-Treffen mit zwei Aktiven vom bestehenden Netzwerk „Urbane Gärten Berlin“ und zwei Frauen, die im Nachklapp zum einem Workshop letzten Herbst in Berlin sich für mehr Vernetzung der Berliner GGs stark gemacht haben. Es waren noch mehr zu diesem Vorbereitungstreffen eingeladen (die anderen aus Berliner GGs, die bei dem Workshop dabei waren), doch waren wir nur zu fünft, was ggf. an dem Termin Freitag abends lag.
    Themen waren:
    – Vorstellung der bisherigen und vorhandenen Vernetzungsaktivitäten und Strukturen (durch Kerstin Stelmacher)
    – Vorstellung des Netzwerks Urabane Gärten Berlin (durch Katharina)
    – Sammlung von Wünschen an weitere Vernetzung
    Weiteres Vorgehen: Netzwerk Urbane Gärten Berlin will für Februar zu einem Vernetzungstreffen einladen und sich da auch nochmal allen vorstellen (da nicht alle Berliner GGs von dem Netzwerk wissen), Mitmacher*innen werben und konkrete Vorschläge für Aktivitäten vorstellen.
    wichtig: Kräfte bündeln. (mehr …)

  • Berliner Bibliotheken und Gemeinschaftsgärten

    In Biblios in Schöneberg, Kreuzberg und Lichtenrade gibt es schon Gartenprojekte, die ZLB (Standorte in Mitte und Kreuzberg) wollte dieses Jahr mit einem Pilot – ein Hochbeet pro Standort – testen, wie das ankommt. Sie haben eine AG „ZLB wird grün“. Und in Pankow gibt es ab und an Veranstaltungen zum Thema.
    Soulgarden Berlin hat einige Aufträge von Biblios zu Workshops (u.a. Hochbeetbau) gehabt.
    -> diese Akteur*innen wollen sich vernetzen, austauschen und voneinander lernen.
    ggf. kann es im FÖB (Forum öffentliche Bibliotheken Berlin) als nächster Schwerpunkt eingebracht werden. Ziel wäre hier, noch weitere Bibliotheken für Gemeinschaftsgärten zu interessieren. Dazu sollten vorhandene Beispiele präsentiert und mögliche Hürden besprochen werden. Biblios wollen mehr sein als Ausleihorte für Bücher.

    Schon länger gibt es in der Grünen Biblio in Tiergarten einen Schwerpunkt auf „Urban Gardening“ und eine Leihsämerei (Saatguttausch), direkt nebenan sind zwei Gemeinschaftsgärten.

    Die Biblio in Kreuzberg am Kottbusser Tor hatte das P-Garten Kollektiv beauftragt, Hochbeete mit Nachbar*innen zu bauen und zu bepflanzen. Der Garten ist nicht öffentlich zugänglich, man muss durch die Biblio gehen, so wie auch in Schöneberg. Beides sind Lesegärten, die nun zu Gemeinschaftsgärten erweitert werden sollen.

    An der Amerikadenkebiblio soll das Pilothochbeet vor die Biblio (also öffentlich zugänglich), derzeit wird mit dem „Facility-Management“ geklärt, ob und wo das gehen würde.


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  • Projektbesuche in Berlin Ende Sept 2020

    Die Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg hat in einer Art Innenhof schon lange einen kleinen Garten. Dieser wurde bisher als Lesegarten genutzt, sprich zwischen verwilderten Blumenkästen stehen Stühle.
    Über die Inititiative einer Gruppe namens Encounters (im Netz nicht gefunden) für die Bibliotheken im Bezirk kam es zu der Idee, aus dem Garten einen Gemeinschaftsgarten zu machen. Auch an einer anderen Bibliothek (Marienfelde) gab es daran Interesse. Über von dieser Gruppe akquirierte Gelder konnte durch soulgarden ein Workshop zu Bau von Hochbeeten und deren Bepflanzung stattfinden. Dann kam Corona und die interessierte Gruppe fiel ausienander. Nun ist noch eine sehr aktive Frau tätig und die Bibiotheksmitarbeiter*innen überlegen, wie sie den Garten und die Möglichkeit, sich hier einzubringen und mitzumachen, bekannter machen können. Sie haben keine Zeit, sich selber viel einzubringen und es gibt auch kein Budget. Doch sind sie sehr daran interessiert, dass der Garten genutzt wird. Eine Hürde ist, dsas der Garten nur durch die Bibilothek erreichbar ist, sprcih: nicht von außen. Vor der Bibiothek gibt es bisher keine Schilder, die Schilder/Hinweise in der Biblothelk hatte ich nicht gesehen.

    Der Gemeinschaftsgarten Flora in Zehlendorf ist auf einer bislang verwilderten, wild überwucherten bezirkseigenen Brache entstanden. Hier kann im Boden gegärtnert werden und es gibt sowohl kleine individuelle Beete als auch zwei Gemeinschaftsackerflächen, zwei Kompoststellen, eine große Feuerstelle, ein Baumhaus, einen selbst gebauten Raum (noch ohne Dach) fpr Versammlungen, einen Schuppen usw. Gelder für einen kleinen Zaun und erste Ausstattung gab es über FEIN-Mittel des Bezirks. Der Initiator ist sehr aktiv in einer BI, die „Wandel-Projekte“ in Zehlendorf anschiebt.
    Bisher waren 6 anwohnende Familien sehr aktiv im Garten. Wegen Corona haben sie sich nicht getraut und wollen weiter abwarten, den Garten weiter bekannt zu machen und für ein Mitmachen zu werben. Das Konzept ist derzeit deshalb auch offen, es könnte je nach MItmacher*innen geschärft werden. Sie sind gut vernetzt in Zehlendorf und u.a. auch in Kontakt mit den Zehlenwaldlern, die ja auch Gartenprojekte aufgebaut haben. Ein Vorhaben ist noch, den Zaun zum angrenzenden Kirchengrund abzubauen und die Hälfte des Kirchengrundstücks zum Bürgerpark zu machen.

    Der neue Gemeinschaftsgarten Oyoun in Neukölln entsteht auf der großen Freifläche, die zum Haus gehört (Träger jetzt Oyoun, fr+her war hier die Werkstatt der Kulturen). Auf die Fläche kommt von direkt und durch dsa Haus. Hier ist ein Biergarten und es gibt eine kleine Bühne. Die Gruppe hat viel Müll aufgesammelt, ein paar Beete in der Erde angelegt, ein paar Hochbeete gebaut und einen Kartoffelturm. Es gibt schon einen Kompost, ein paar Skulturen und noch sehr viel Platz. Eine Seite des Gartens geht steil nach oben, hier frührt auch eine Treppe ins Nichts. Terassenbeete hatten sie hierfür angedacht, doch das ist noch ferne Zukunft. Permakultur, Angebote für Kinder, Veranstaltungen zusammen mit dem Träger sind weitere Planungen (die bald realisiert werden könnten) Auch hier ist es so, dass neue Mitgärtnber*innen nicht sehr aktiv geworben werden wegen Corona.


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  • Berliner Senat will KG besser schützen

    (alerts)
    Die rot-rot-grüne Koalition im Berliner Abgeordnetenhaus will die Kleingärten in der Hauptstadt mit einem neuen Gesetz dauerhaft schützen. Ein entsprechender Entwurf liege mittlerweile vor, sagte der Sprecher für Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz der SPD-Fraktion, Daniel Buchholz, der Berliner Morgenpost. „Wir haben einen vollständigen Entwurf erarbeitet, den wir noch innerhalb der Koalition, mit Experten aus dem Kleingartenbereich und Juristen diskutieren wollen“, sagte er. Nach der parlamentarischen Sommerpause solle die Diskussion dazu weitergehen. Geplant sei, das Gesetzesvorhaben noch in diesem Jahr ins Abgeordnetenhaus einzubringen und beschließen zu lassen.

    Tagesspiel gegen diese Art von Schutz:

    Weniger Gärten für einzelne, mehr Fläche für alle

    Die Koalitionsfraktionen wollen per Gesetz die Laubenkolonien retten. Keine gute Idee – das Land braucht dringend Wohnraum. Ein Kommentar

    Privates Paradies auf meist staatlichem Grund: der Kleingarten.Mehr Artikel

    Privates Paradies auf meist staatlichem Grund: der Kleingarten.Foto: www.imago-images.de

    Die Stadt wächst, sie braucht Wohnungen, aber ausgerechnet jetzt wollen die rot-rot-grünen Regierungsfraktionen in Berlin die Kleingärten dauerhaft unter Schutz stellen. Dabei waren die immer als Baulandreserve vorgesehen. Kleingärten nehmen im Stadtgebiet eine Fläche ein, die 14 Mal dem Großen Tiergarten entspricht, und doch profitieren nur die wenigen davon, die das ungeheure Privileg haben, landeseigene Grundstücke kostengünstig als privates kleines Paradies nutzen zu können.

    Langsam, sehr langsam verschiebt sich jedoch etwas in der öffentlichen Meinung. Auch der Politik ist bewusst, dass die Situation, so wie sie über Jahrzehnte entstanden ist, den Bewohnern der Stadt, die sich immer dichter drängen, immer weniger vermittelbar ist. 71.000 Parzellen hat die Stadt, bei 3,7 Millionen Einwohnern.

    Manche Laubenkolonien sind gesichert wie Festungen, abweisend für Außenstehende, sogar mit Stacheldraht, und einige haben Lauben auf der Parzelle, so groß wie Wohnhäuser. Es wird dort auch verbotenerweise gewohnt. Das scheint von den Ordnungsbehörden niemanden zu kümmern.

    Die Politik hat begriffen, dass sich etwas ändern muss und dass die Privilegien der Laubenpieper auf Kosten der Allgemeinheit gehen. Zugleich hat sie offenbar erhebliche Angst vor deren Zorn. Warum die Kleingärtner allerdings sakrosankt sein sollten, erschließt sich nicht.

    Hätten sich die Fraktionen angstfrei der Frage genähert, was sinnvoll ist, so wäre vielleicht ein zukunftsweisender Entwurf herausgekommen. Doch was der Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen da festschreiben will, ist das Gegenteil. An den Besitzständen der Kleingartenpächter wird im Grundsatz nichts geändert, im Gegenteil: Sie bekommen endlich Bestandssicherheit. Als Gegenleistung müssen sie sich nur wenig bewegen. Unter anderem müssen sie in den Monaten von April bis Oktober die Allgemeinheit auf die Gemeinschaftsflächen ihrer Anlagen lassen, also Wege und Plätze.

    Den Laubenpiepern wird kaum etwas abverlangt

    „Kleingärten sollen dem Wohl der Allgemeinheit dienen“, heißt es in dem Gesetzentwurf, und: „Auf Kleingartenflächen sind soziale Projekte (…) zu unterstützen.“ Dort sollen Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen gärtnern können. Und wer regelt Art und Dauer der Nutzung? Die Verbände der Kleingärtner. Verpflichtet sind sie dabei anscheinend zu nichts.

    Weitere Regelungen in dem Gesetzentwurf tun ebenfalls niemandem weh. Ökologisch gärtnern, Sachkunde nachweisen, nicht zu viel Fläche versiegeln. Zu große Lauben müssen verkleinert werden, das darf aber zehn bis 20 Jahre dauern. Warum so lange?

    In Paris, Rom, Madrid unvorstellbarIn welcher anderen europäischen Metropole wäre Derartiges denkbar? Paris? Madrid? Rom? Vollkommen unvorstellbar, dass eine so kleine Zahl von Menschen die Stadtpolitik so gängeln könnte.

    Das Argument, der ökologische Wert der Kleingärten sei hoch und sie deshalb unentbehrlich, überzeugt dabei auch nicht. Fast jede Parzelle hat eine Laube, es ist also viel mehr Fläche versiegelt, als dies der Fall wäre, wenn die Parzellen zu öffentlichen Parks zusammengefasst würden. Auch hier wären gemeinschaftliches Gärtnern, Urban Gardening, die „essbare Stadt“ mit dem Anbau von Obst und Gemüse denkbar, und zwar für jeden.

    [Wo entstehen neue Wohnungen – konkret in Ihrem Kiez? Eines der Top-Themen in unseren Newslettern aus den zwölf Bezirken. Die Newsletter gibt es kostenlos und schnell hier: leute.tagesspiegel.de]

    Ein Anfang könnte sein, die Gemeinschaftsflächen auszuweiten, etwa wenn ein Garten aufgegeben wird. Die meisten Pächter sind schon älter, auch wenn sich zunehmend Jüngere für die Gärten interessieren. Durch gezielten Tausch könnte auch dafür gesorgt werden, dass die neuen Gemeinschaftsflächen sich in der Nähe des jeweiligen Vereinsheims befinden.

    So könnte sich der Anteil der Gemeinschaftsfläche über die Jahre immer weiter vergrößern, ohne dass ein Flickenteppich entsteht. Das würde langsam und sozialverträglich geschehen. Nur eine Idee – es ließen sich sicherlich mit etwas Kreativität und Willen auch andere finden. Der Staat sollte jedenfalls seine Optionen auf seine Grundstücke nicht so einfach aufgeben.

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  • Besuch von Gärten in Berlin

    (Projektbesuche)

    Vollguter Gemeinschaftsgarten

    Auf dem ehemaligen Brauereigelände gibt es seit ein paar Jahren den Vollguten Gemeinschaftsgarten. Entstanden aus einer Künstler*inneninitiative, die dunkle Ateliers im Komplex hatten und an dem Ort, an dem nun der Garten ist, einen Container aufstellten und so auch draußen sichtbar wurden. Der Garten entstand daraus. Ein interkulturelles Team junger Leute macht den Kern der Gartencrew aus. Viele weitere nutzen den Garten und seine Möglichkeiten und bringen sich mal mehr und mal weniger ein. Jugendliche nutzen die Möbel, es gibt Musik/Kulturveranstaltungen, einen Spielbereich für Kinder, natürlich Beete, handwerkliche Aufgaben und in der Mitte des Gartens hat die TU ein recht großes „Infohaus“ gebaut. Dieses bietet Schutz bei Regen und Kälte und ist mit Tischen und Stühlen so ausgestattet, dass Workshops, gemeinsames Planen usw. möglich sind. Das Haus ist und soll für die Nachbar*inneninitiativen nutzbar sein. Immer wieder übernachten Obdachlose im Garten, die sich wohl hauptsächlich positiv mit in den Garten einbringen. Es gibt immer wieder Probleme mit Drogen und der eine Initiator wurde mehrfach von Dealern bedroht, als er deren Verkaufstätigkeit im Garten unterbunden hat.

    Die Nutzungsdauer ist unklar, bisher läuft der Vertrag im September aus. Da auf/unter dem Gelände überall gebaut wird, kann es sein, dass sie erstmal verkleinern müssen. Der Garten beim Circular House ist inzwischen weg, das Haus wird umgebaut. Teile der Beete sind nun im Vollguten Gemeinschaftsgarten.

    Interkultureller Frauenkräutergarten

    Auf dem Jakbi-Friedhof in Neukölln gibt es inzwischen vier Gartenprojekte. Neben dem Prinzessinnengarten Kollektiv einen Teil des Weltackers, Plant-Age und einen Interkulturellen Frauengarten. Die Frauen bauen in Hochbeeten verschiedene Heilkräuter an und nutzen auch die wild wachsenden anderen Kräuter/Pflanzen mit Heilwirkung. Ihr Ziel ist es, eine Art alternative Apotheke aufzubauen, da den geflüchteten Frauen bei den Ärzten oft einfach nur Ibro verschrieben wird. Sie wollen richtig anbauen und die Sachen dann verkaufen in einem Webshop. Dafür sind sie gerade dabei, einen großen Antrag an die Software Stiftung zu stellen. Nächste Woche startet Beratung und Therapie für geflüchtete Frauen und Kinder im Garten. Das wird durch Open Society gefördert. Die ist auf den Träger (Flaming) zugekommen und hat diese Förderung angeboten

    Rote Beete

    Schon vor Corona hat sich die Kerngruppe des Gartens überlegt, wie sie die Mitgärtnenden zum „mehr mitmachen“ aktivieren könnten. Sie haben ein Dragon Dreaming gemacht und ihre Werte miteinander ausgehandelt und viele AGs gegründet. Für den Hauptansprechpartner war das zunächst nicht leicht, loszulassen, doch nur so konnten andere Verantwortung übernehmen. Während Corona haben sich viele neu für den Garten interessiert und beim ersten Plenum, das nun wieder ging, waren 30 Leute anwesend. Alle mussten sich bei „Wachstumswende“ eintragen und das trug zu mehr Verbindlichkeit bei. Den Garten haben sie auch neu strukturiert in kleinere Bereiche. Sie haben festgestellt, dass das Mitmachen so einfacher für Leute geworden ist. Sie übernehmen eine (Teil)Verantwortung für einen Teilbereich, der für die überschaubar ist. Alexandre, der bisherige Hauptansprechpartner erlebt sich nun als „Ermöglicher“, berät, ermutigt, vernetzt.

    Sie wollen ein Siebdruckgerät bauen und eine Aktion für die Nachbarschaft machen.

    Während Corona hatten sie Probleme mit einer Nachbarin, die ihnen unterstellte, sich nicht „coronagerecht“ zu verhalten.

    Wilde 17

    Nachbar*innen haben sich zusammen gefunden und auf einer ehemaligen Brache, die umgeben von Schrauberwerkstätten ist, einen Gemeinschaftsgarten aufgebaut. Die Fläche ist nicht geeignet, um im Boden zu gärtnern, so haben sie (zwei Systeme) Hochbeete gebaut. Es gibt zudem ein Gewächshaus, in dem auch mit exotischen Pflanzen experimentiert wird, wie Erdnuss, Kurkuma, Jams etc., ein Kräuterpodest, eine Sitzecke, Stauraum und derzeit wird ein großer Lehmofen gebaut (Finanzierung über Preis von Quartiersmeister). Ein weiteres Vorhaben ist der Bau (bzw die Vergrößerung) einer Bühne. Das Quartiersmanagement ist auch an sie herangetreten mit der Info, dass es unkompliziert Geld zu vergeben hat. Davon haben sie Hackschnitzel gekauft und den Boden damit bestreut, so dass es nicht mehr zu staubig ist. Die Beete haben sie so gebaut und organisiert, dass in einem Hochbeet vier Beete sind. Für die hat eine Gruppe die Verantwortung und kann pflanzen, was sie will (bzw pro Beet), doch die Ernte kommt allen zugute. Sie wollen auch gerne alles, was geerntet wird, zusammen mit Garten verarbeiten und gemeinsam essen. Während Corona hatten sie Probleme mit einem Nachbarn, der ihnen immer wieder gedroht hat, er würde ihre Aktivitäten (Kinder im Sandkasten, mehr als 2 Leute im Garten) bei der Polizei anzeigen.

    Permakulturgarten am Lobeblock

    Der Lobeblock ist ein schickes neues mehrstockiges Gebäude, in dem Coworking, ein Restaurant, Kunst usw untergebracht sind. Es ist direkt gegenüber der Wilden17. In dieser Gegend wirkt es wie ein Ufo. Im Innenhof wird derzeit ein Permakulturgarten aufgebaut. Es sind wohl 40 Nachbar*innen in der Gartengruppe dabei, hauptsächlich bauen Eric und Tom den Garten. Es gibt Hühner (im schönsten Hühnerstall, den ich je gesehen habe) und andere Kleintiere. Der Boden ist auch hier nicht zum Gärtnern geeignet. Sie haben Zugang zu guter Muttererde, die sie aufschütten (in die Beete schütten) und bauen Pflanzen an, die dabei helfen, die Gifte aus dem Boden zu holen, wie Sonnenblumen und Klee (Phytosanierung). Der eine Koordinator ist Permakulturdesigner um Imker und sie geben die Gestaltung der Beete und des Gartens vor. Beraten wird sie Marco Clausen, der im Lobe-Block sein neues Büro hat. Seine Miete deckt er durch die Beratung des Gartens.

    Mauergarten

    Der Mauergarten ist wieder eröffnet. Die Umbaumaßnahmen des Mauerparks sind abgeschlossen. Es gibt wie vor den Umbaumaßnahmen, keinen Zaun. Noch gibt es keine Beschilderung und so ist schon das eine oder andere abgeerntet worden und „Fremde“ haben gegossen und Hunde tollen über das Gelände. Seit der Wiedereröffnung haben sich 46 neue Leute für ein Mitmachen gemeldet. Sie haben schon ein paar neue Hochbeete gebaut und dafür (für die Größe) eine Beetschablonen entwickelt. Wichtig ist ihnen, dass Rollis zwischen den Beeten durchkommen. Die Beete werden dann geteilt, so dass mindestens zwei Leute in einem Hochbeet gärtnern. Sie hoffen, dass so mehr Gemeinschaft entsteht. Wenn man mitmachen will, bekommt man am Anfang kleinere Beete, die auch nix kosten. Nach einem Jahr kann man sich dann entscheiden, weiter zu machen und wird dann Vereinsmitglied und bekommt ein größeres Beet. GrünBerlin hat sie mit Holz und Erde beliefert, sie müssen weder Pacht noch Strom noch irgendwas zahlen.


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  • Finanzierung für P-Garten in 2020/21 gesichert

    Prinzessinnengärten machen weiter

    Senat sichert Finanzierung für das ökologische Gemeinschaftsprojekt in Kreuzberg

    • Von Marie Frank
    • Lesedauer: 3 Min.
    In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern.
    In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern.

    Foto: nd/Ulli Winkler

    Seit zehn Jahren gibt es in Kreuzberg ein kleines grünes Biotop, das sich der Verdrängung rund um den Moritzplatz widersetzt: Die Prinzessinnengärten sind so etwas wie das gallische Dorf von Naturschützer*innen mitten im Herzen von Berlin. Doch während der Senat angesichts der öffentlichen Klimadebatte über die Ausrufung einer »Klimanotlage« diskutiert, bangt Berlins bekanntestes Urban-Gardening-Projekt um seine Zukunft.

    Denn im Haushalt 2020/21 waren die beantragten Mittel für den rund 6000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten zunächst überhaupt nicht enthalten. Für Marco Clausen, der das Projekt vor zehn Jahren mit aufgebaut hat, angesichts der klimapolitischen Debatte völlig unverständlich. »Beim Klimaschutz gibt es viel Symbolpolitik, wenn es aber darum geht, Orte wie die Prinzessinnengärten finanziell oder planungsrechtlich zu sichern, passiert nicht viel«, kritisiert er. »Ohne die Finanzierung können wir nächstes Jahr nicht mehr aufmachen.«

    200 000 Euro wurden für den Haushalt 2020/21 zum Erhalt der Prinzessinnengärten beantragt. Laut Clausen angesichts der hohen Betriebskosten eine »überschaubare Summe«. Dennoch sei der Antrag im Umweltausschuss abgelehnt worden, im Hauptausschuss habe er es nicht einmal auf die Tagesordnung gebracht. Stadtgärtner Clausen dachte schon ans Aufgeben, bis diesen Mittwoch ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen alles veränderte. »Wir haben für die Prinzessinnengärten und den Himmelbeet Gemeinschaftsgarten 300 000 Euro zusätzlich pro Jahr eingestellt«, sagt der haushaltspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Daniel Wesener, dem »nd«. »Damit haben wir die finanzielle Vorsorge getroffen, um diese beiden Orte zu erhalten.«

    Insgesamt 4 880 000 Euro sind jährlich im Rahmen der Strategie »Stadtlandschaft« für die rund 100 Berliner Stadtgärten vorgesehen. Dazu kommen die Gelder für die Gemeinschaftsgärten. Wie viel Geld welches Projekt letztlich bekommt, kann Wesener noch nicht sagen. Clausen freut sich trotzdem: »Dann geht es nächstes Jahr auf jeden Fall weiter!«

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1129606.berlin-kreuzberg-prinzessinnengaerten-machen-weiter.html?fbclid=IwAR3UDhWA_NFttlTAdIgVMGrKiJY_Rw32Vzl87mCwqGe67KFdOn-n2M1jzVo

    und TAZ-ARtikel vom 6.12.:
    BERLIN taz | Marco Clausen steht im derzeit wohl lautesten Garten Berlins. Er sagt: „Für 150 Millionen ziehen die hier nebenan Luxusgewerbe hoch.“ Während er das sagt, röhrt auf der einen Seite der Prinzessinnengärten ein Bagger, auf der anderen rattert ein Presslufthammer. Große gelbe Kräne rotieren hinter Bauzäunen auf beiden an die Prinzessinnengärten angrenzende Baustellen.

    Früher war nebenan der Autoverleih Robben & Wientjes, der sein Gelände profitabel verkaufte. 150 Millionen Euro will die Firma Pandion dort investieren – entstehen soll hauptsächlich Gewerbe für Start-ups und Gastronomie. Und auch auf der anderen Seite des Garten­projekts sollen schicke Büroflächen für „kreatives Arbeiten im Kreuzberg-Kiez“ entstehen.

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    Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz sind derzeit noch so etwas wie ein grüner Tupfer ­inmitten eines sich immer weiter verändernden Stadtteils. Clausen sagt: „Wenn sich die Nachbarschaft weiter so schnell wandelt, wohnen die Menschen gegenüber hier in zehn Jahren nicht mehr.“ Er deutet auf die Otto-Suhr-Siedlung, von der die Deutsche Wohnen 2013 große Teile kaufte – Mieterhöhungen ließen in dem armen Kiez nicht lange auf sich warten. Zwischen den Neubauprojekten ringsum ist der 2009 gegründete Gemeinschaftsgarten hier einer der verbliebenen Freiräume.

    Während Clausen am Mittwochnachmittag über den Kiez spricht, fürchtet er noch um die Zukunft des Gartenprojekts. Doch die gute Nachricht ist: Später am selben Tag ist die Existenz der Prinzessinnen­gärten gerettet. Der Senat fördert das Gartenprojekt erstmals mit 600.000 Euro für zwei Jahre. Kurz vor knapp winkte der Haushaltsausschuss einen noch eilig eingebrachten rot-rot-grünen Änderungsantrag durch, nachdem der Förderungsantrag ­zuvor im Umweltausschuss versandet war. „Es war eine Not-OP in allerletzter Sekunde“, sagt Daniel Wesener, der für die Grünen im Haushaltsausschuss sitzt.

     

    Prinzessinnenparty An den beiden kommenden Samstagen feiern die Trägervereine der Prinzessinnengärten am Moritzplatz zugleich Abschied und Neuanfang. Am 7. 12. wird zwischen 13 und 18 Uhr zu Musik geladen und besprochen werden, wie es mit dem Freiraum in Kreuzberg weiter­gehen soll. Am 14. 12. soll Abschied gefeiert werden, weil ein Teil des Kollektivs nach Neukölln umzieht.

    Himmelbeet Trotz der Förderung durch den Senat ist für das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet der Verbleib unklar. Auf ihrer jetzigen Fläche auf einer ehemaligen Brache am Leopoldplatz können die Gärtner*innen nur bis Ende Oktober 2020 bleiben. Eine Ausweichfläche am Mettmannplatz wird nun doch von der Deutschen Bahn beansprucht. Das Gartenprojekt sucht weiter nach Alternativen. (gjo)

    Auch das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet, das dringend nach einer Fläche sucht, soll nun mit jährlich 300.000 Euro gefördert werden. Insgesamt fördert R2G Gartenprojekte und Ähnliches im Rahmen der Strategie Stadtlandschaft im Doppelhaushalt 2020/21 mit jährlich 4,8 Millionen Euro.

    Bis zuletzt war unklar, wie Bildungsarbeit und Garten finanziert werden sollten, nachdem ein großer Teil der Gärtner*innen Anfang des Jahres nach Neukölln abgewandert war. Vielen war das Gärtnern auch unter dem Ansturm von bis zu 800 Besucher*innen täglich zu anstrengend. Sie fanden eine Fläche auf dem geschlossenen Neuköllner Jacobi-Friedhof (taz berichtete).

    Ein Teil des Kollektivs wollte jedoch aus stadtpolitischen Gründen unbedingt bleiben, darunter auch Clausen. Er sagt, die vielen Besucher*innen seien eine gute Möglichkeit, kulturelle und sozialökologische Bildung anzubieten. Den Garten aufzugeben käme für Clausen nie in Frage – auch weil das Projekt lange mit Anwohner*innen gegen den Verkauf der landes­eigenen Fläche an Investoren gekämpft hat. Man kümmere sich auch um Obdachlose am Moritzplatz, federe so manchen Konflikt ab.

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    Einen Mietvertrag hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereits Ende November in Aussicht gestellt. Der Prinzessinnengarten sei ein Vorzeigeprojekt und „wichtiger Beitrag zur sinnvollen Nutzung des öffentlichen Raumes, zum Stadtklima und zur Ergänzung einer wohnortnahen Versorgung“, ließ Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) mitteilen.

    Unter Wowereit sollten die rund 5.600 Quadratmeter noch verscherbelt werden. Der Widerstand der Gärtner*innen stieß 2012 eine breitere Diskussion über Liegenschaftspolitik an. „Wir wollen hier weiter für Freiräume kämpfen“, sagt Clausen heute – „in jedem Kiez braucht es Orte für Naturbildung.“ Nach zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit wolle er gemeinsam mit Anwohner*innen ein festes ökologisches Bildungszentrum aus dem Garten machen und dazu gehöre eben auch Finanzierung.

    Blick von den Prinzessinnengärten aus auf das NachbargrundstückDrüben wird gebaut: Endlich mehr Platz für Co-Working und Start-Ups Foto: Gareth Joswig

    Bisher hat das Land finanziell weder die Bildungsarbeit noch die Pflege der ökologischen Naherholungsfläche gefördert. Was den Senat aber nicht daran hinderte, auf seinem Touri-Portal Visit Berlin mit dem kultigen Urban-Gardening-Projekt um Touris zu buhlen. Hashtag Be Berlin. Die New York Times und CNN berichteten, deutsche Medien sowieso.

    Über die nun doch noch zustande kommende Förderung ist Clausen gleichzeitig erleichtert und überrascht: „Es muss nicht immer so ein Krimi sein, aber es ist eine total gute Nachricht, dass es überhaupt eine Perspektive gibt“, sagt er.

    Umso optimistischer dürfte die Feier am Samstag in den Prinzessinnengärten werden, bei der die vergangenen zehn Jahre gefeiert werden, aber auch gemeinsam überlegt werden soll, wie es nun am Moritzplatz weitergehen soll. Der Chor der Statistik wird singen, ebenso wird the incredible Herrengedeck ihren Chanson-Punk spielen. Ab April 2020 sollen die Prinzessinnengärten dann wieder regulär öffnen.

    Die Unterstützung von Urban Gardening war ein Anliegen des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags. Einige der Vorhaben sind laut Senatsverwaltung für Umwelt von Regine Günther (Grüne) auf dem Weg: Seit Oktober gebe es einen festen Ansprechpartner für Urban Gardening. Man erarbeitete zudem ein gesamtstädtisches Konzept für gemeinschaftliches Gärtnern, zudem soll eine Website für Gartenprojekte Anfang des Jahres online gehen. Um zudem die versprochenen grünen Hauptwege auszubauen, stünden für den Flächenkauf weitere 10 Millionen Euro aus dem Siwana-Fonds zur Verfügung. Und auch die Kleingärtnerei werden mit jeweils 150.000 Euro gefördert.

    Vorstellbar sei nun vieles, so Clausen. Neben ökologischem Gärtnern soll für stadtpolitische Projekte und Initiativen möglich sein, die hoffentlich bald festen Räume der Gärten kostenfrei für Veranstaltungen zu nutzen. Clausen sagt: „Es soll ein Ort zum Gestalten werden.“


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  • Berlin: GGs auf Friedhofsflächen

    urban Gardening auf alten GräbernEs gibt deutlich mehr Urnen- als Erdbestattungen. Das bedeutet, auf den Friedhöfen wird Platz frei. In Berlin sollen brachliegende Friedhofsflächen deshalb verstärkt für Erholungs- und Bauprojekte genutzt werden.

    Grund sei die sich verändernde Bestattungskultur, sagte der Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte (EVFBS), Pfarrer Klaus-Ekkehard Gahlbeck, dem Evangelischen Pressedienst. Die Zahl der Urnenbeisetzungen steige kontinuierlich, sagte Gahlbeck: „Früher war das Verhältnis zwischen Erdbeisetzungen und Urnenbeisetzungen etwa bei 80 zu 20. Heute ist es genau umgekehrt.“

    Der Friedhofsverband verwaltet in der Berliner Innenstadt 46 Friedhöfe und entwickelt Nachnutzungsmöglichkeiten für brachliegende Flächen. Das Spektrum reicht von Urban Gardening Projekten – also dem gemeinschaftlichen Gärtnern in der Großstadt – über eine Gedenkstätte für das bundesweit einzige kirchliche Zwangsarbeiterlager im Zweiten Weltkrieg bis hin zum Bau von Flüchtlingsheimen sowie sozialen Wohnungsbau. Die Projektfülle innerhalb eines Friedhofsverbandes ist Gahlbeck zufolge bundesweit einzigartig.

    Schulen, Kitas und Wohnheime

    In Berlin müsse für Nachnutzungen von ehemaligen Grabfeldern eine Ruhefrist von mindestens 20 Jahren als Pietätsfrist eingehalten werden, erklärte der Pfarrer. Danach gebe es eine weitere zehnjährige Pietätsfrist, die nur vom Berliner Senat aufgehoben werden könne.

    Der Friedhofsverband will im Zentrum Berlins brachliegende Friedhofsflächen zu zwei Dritteln für „grüne Projekte“ nutzen. So gibt es ein Urban Gardening Projekt im Stadtbezirk Neukölln. In Berlin-Kreuzberg ist ein Friedhofspark geplant, zu dem zahlreiche denkmalgeschützte Wandgräber von historischen Persönlichkeiten zählen. Ziel sei es, hochwertige Grünflächen zu schaffen und die Biodiversität zu erhöhen.

    Ein Drittel der Friedhofsbrachen in der Berliner Innenstadt soll als Bauland oder für Infrastrukturprojekte zur Verfügung gestellt werden, sagte Gahlbeck. Dazu zähle der Bau von öffentlichen Schulen, Kitas und Spielplätzen. In Kreuzberg und Neukölln sollen im kommenden Jahr zwei Flüchtlingswohnheime für insgesamt rund 350 Bewohner entstehen.

    https://www.evangelisch.de/inhalte/162811/22-11-2019/urban-gardening-auf-alten-graebern (mehr …)

  • Neuigkeiten aus dem Netzwerk

    (ANtworten zur NW-Aktualisierungsmail)

    Burghausen: der Wechsel der GärtnerInnen war in den letzten Jahren fortlaufend, aber die jetztige Gemeinschaft hat sich im Wortsinn zusammengerauft. Der Gargenbauverein Raitenhaslach hat noch immer die Patenschaft, die Stadt Burghausen unterstützt das Projekt aktiv.

    Landau: unser Interkultureller Garten in Landau in der Pfalz existiert immer noch und an den wehenden Länderfahnen entlang des Gartenweges sieht man, dass alle 25 Parzellen an Menschen aus zur Zeit 14 Nationen vergeben sind. 
    Unsere GärtnerInnen sind zwischen 0 und 83 Jahre alt und es gärtnern Menschen zusammen, die erst sehr kurz oder auch schon sehr lange in Deutschland leben. Dies sind neben Familien auch Einzelpersonen und zwei Studentengruppen der Landauer UNI. 

    Weil in unserem Garten auch gerne gefeiert wird, haben wir 2017 gemeinsam einen großen Freisitz gebaut, unter dem jetzt auch fast alle GärtnerInnen Platz finden. Auch in den Hängematten kann endlich geschaukelt werden, denn der Freisitz ist im Gegensatz zu unseren jungen Obstbäume groß und stabil genug für die Aufhängungen.

    Köln: Tja, wie es mit dem CampusGarten weitergeht, weiß ich auch nicht. Ich sollte das Projekt bis Oktober wieder ans Laufen bringen, aber das hat nicht geklappt – die Studierendenvertretung hat sich um gar nichts gekümmert, und die Nachbarn, die die Beete in Beschlag genommen haben, verweigern jede Kooperation und lassen alles vergammeln. Der Garten sieht aus wie Hund, die Pflanzkisten fallen auseinander und niemand möchte sie reparieren (das wäre ja Arbeit und kein Spaß), und die Studierenden, die mitmachen wollten, wurden angepöbelt und vertrieben, weil die Nachbarn „‚ihre“ Kisten nicht teilen wollen. Die Aussaaten für das studentische Projekt wurden zerstört, deswegen gab es auch kein Programm oder Projektarbeit. Jetzt sind Wahlen zur Studivertretung, vielleicht werden die Neoliberalen da abgewählt und die Ökos wieder stärkste Fraktion, aber selbst dann müsste der Garten abgerissen und neu aufgebaut werden.

    Jena: in unserem Garten „Buntes Gemüse“ ist alles beim Alten. Wir haben eine gute Auslastung und bauen auch stetig weiter aus: seit diesem Frühjahr haben wir einen Festwasseranschluss, um auch die sehr trockenen Sommer zu überstehen. Und im kommenden Frühjahr wollen wir (Dank der Spende vieler Fenster aus einer alten Schule) endlich unser Gewächshaus aufbauen.

    IG Oldenburg: „wir werden tatsächlich ab März umziehen und dann eine neue Adresse haben (Alter Postweg 1, 26133 Oldenburg). Da das Grundstück leider nicht ideal ist und es kein Gartengelände gibt, steht die Fortführung unseres interkulturellen Gartens auf der Kippe.
    Wir hatten bislang die komfortable Lage den Garten direkt an unserer Einrichtung des Stadtteiltreffs zu haben.  
    Ich kann es mir momentan auch nicht anders vorstellen. Ich warte allerdings erstmal die Situation im Neubau ab und ob sich vor Ort noch eine neue Möglichkeit auftut“

    Interkulturelle Gärten Bad Kreuznach: Frau Knoche nicht mehr Vorsitzende „Nach 10 jährigen Vorsitz habe ich mein Amt zur Verfügung gestellt. Dies hatte zur Folge, dass sich keiner bereit fand meine Nachfolge anzutreten.
    Mit einen Brandbrief habe ich die Gärtner vor die Wahl gestellt: Entweder ihr engagiert euch, oder der Garten muss geschlossen werden, denn dee ich r Verein ist der Rechtsträger. Dies hatte zur Folge, dass die Aktiven Gärtner sich nun mehr einbringen und auch für die Vereinsarbeit interessieren.
    Sie lernen mit der deutschen Bürokratie um zu gehen.
    Mit sehr viel Engagment hat der neue Vorstand Spende gesammelt, so dass wir in diesem Jahr eine eigene Wasserleitung bauen konnten und nun unabhängig sind.

    Omas Garten Berlin: OMAs Garten gibt es noch. Das „noch“ trifft es leider recht gut, denn wir müssen zum 31.12.19 ausziehen und sind auf der Suchen nach einem neuem Ort. Da wir momentan noch nicht 100%tig wissen, wo unsere 20 Hochbeete ab dem 01.01.20 unterkommen werden, möchten wir Euch bitten, OMAs Garten ab diesem Datum vorerst von Eurer Seite zu nehmen.
    unser Vermieter hat das Gelände abgegeben. Hier soll nächstes Jahr gebaut werden. Da eine mieterfreie Übergabe gewünscht ist, müssen wir leider aus unserem Flachbau ausziehen.
    Wir haben aber auch gute Neuigkeiten: unsere Hochbeet haben eine neue Bleibe zugesichert bekommen. Am 06.12. wandern sie auf die andere Seite der Spree, dem Spreeacker, in direkter Nähe zur HolzOMA

    Haslach gärtnert: Haslach gärtnert in Freiburg hat sich in diesem Herbst mangels Aktiver aufgelöst und ist zurück gebaut worden (öffentliche Fläche).
    die Fläche wird wieder eine Wiese im Park wie vorher. Schade um die Artenvielfalt, wir mussten alles rausnehmen, auch die Beerensträucher.
    Besonders traurig: der Park wird sehr gerne von Hundebesitzern frequentiert, mancherorts ist der Park ein reines Hundeklo. Das ist für uns auch ein Grund gewesen, dort nicht mehr weiter gärtnern zu wollen. Andere Standortprobleme kamen hinzu (sehr schattig, eingeschränkte Wasserversorgung).
    Wir könnte uns grundsätzlich vorstellen, an anderer Stelle weiter zu gärtnern. Momentan brauchen wir alle aber erstmal eine Pause und Platz für Anderes

    STuttgart-Feuerbach: Die Stadt Stuttgart hat uns nun zum zweiten Mal im Rahmen des Urban Gardening mit einem Preisgeld von 200 € bedacht.
    Damit werden wir uns für nächstes Jahr eine neue Aktion überlegen, evtl. einen „Naschweg“ mit Beerensträuchern.Die Stadt Stuttgart hat seit 1861 einen Verschönerungsverein http://www.vsv-stuttgart.de/index.php?article_id=1 welcher sich seither um das äußere Bild der Stadt kümmert und sehr rege ist. Alle zwei Jahre findet sowohl für das Urban Gardening als auch private Gärten ein Wettbewerb statt.

    Marburg: Die Stadtwaldgärten sind immer noch aktiv. Ich (Helga Pukall) habe die Gartenorganisation abgegeben (wird weiterhin über IKJG organisiert und finanziert), betreue aber noch das Gratisgartenprojekt, das gerade um einen Bereich für eine heilpädagogische Schulklasse erweitert wird. Die Gärten lagen ja wunderschön am Rand des Quartiers, jetzt wird es daneben ein großes Baugebiet geben für 900 neue Bewohner*innen, so dass die Gärten plötzlich zentral in der Mitte liegen. Ein spannender Prozess. Man findet sie auf der IKJGwebseite unter Erwachsene – Garten. Wenn Ihr den Garten wieder aufnehmen würdet, könnte ich ein aktuelles Bild schicken. Der Text auf der Webseite ist eigentlich ganz passend. Die Richtsberggärten: Der 2012 gegründete Verein verwaltet sich selbst, da bin ich nur am Rande beratend tätig.
    Der Gesundheitsgarten neben den Richtsberggärten, der 2012 bei der Netzwerktagung gerade im Entstehen war, ist inzwischen ein großes Projekt geworden mit einem Veranstaltungsprogramm und vielen dort aktiven Gruppen. Da betreue ich das Backhaus und den Kräutergarten.Das wird im Rahmen der „gesunden Stadt“ finanziert durch die Stadt Marburg.

    GemeinschaftsGarten Vilich-Müldorf: Es ist etwas ruhiger geworden im und um den Garten – unter anderem deshalb, weil die Idee der Hochbeete sich im ganzen Quartier ausgebreitet hat. So hat unser Garten das „Sensationelle“ verloren und ist zu einem integrierten Bestandteil des Stadtviertels geworden. Die Stadt hat das Grundstück bisher nicht zurückgefordert – und so gärtnern wir einfach weiter.

    Saarbrücken: der Status unseres Gemeinschaftsgartenprojekts (Parkbeet, Saarbrücken: in Planung) ist nach wie vor unverändert – mit dem Unterschied, dass der ursprünglich geplante Standort hinfällig ist. Wir sind aktiv auf der Suche nach einem alterantiven Standort und optimistisch, dass es bis zum nächsten Frühjahr klappen wird.

    Blohmgarten Berlin: Unser zehn jährige Nutzungsvertrag war in diesem Jahr ausgelaufen und wurde um weitere fünf Jahre verlängert

    Stuttgart: Bunt statt Grau: Wir haben es sogar zu einem Eintrag in dem Buch „Rein ins Grüne – Raus in die Stadt“  geschafft.
    Klein, aber drin.
    Und einen Preis vom „Verschönerungsverein“ in Stuttgart wurde uns in diesem Jahr überreicht.
    https://buntstattgrau.jimdo.com/presse-aktuell-1/

    Bielefeld: Sieker: Unser Gartenverein ist sehr lebendig. Am kommenden Montag wird er als vorbildliches Projekt der Sozialen Stadt in NRW gekürt. Es gibt auch einen WDR-Beitrag zu den Sieker Gärten. der Beitrag beginnt bei Minute 21:34: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-quarks-xl-ernte-extrem-102.html

    Infos bei Tagung „Soziale Natur“
    -Zusammen gärtnern: Stellen über Aktion Mensch, Projekt läuft 5 Jahre lang
    IG Buch muss umziehen, Unterkunft dort wird aufgelöst, neue Fläche schon gefunden, wieder Unterkunft,manche der Geflüchteten aus Buch ziehen da auch wieder ein, da keine Wohnungen gefunden werden
    – GG Prohlis (Dresden): in einem Sommer 70 neue Gärtner*innen aus den umliegenden Häsuern

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  • Toni Karge neuer urban gardening Beauftragter Berlins

    Toni Karge, der u.a. im Himmelbeet aktiv war und das Projekt auch beforschte, ist der neue urban gardening Beauftragte Berlins.
    Angesiedelt ist er hier:
    Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
    Abteilung III Klimaschutz, Naturschutz und Stadtgrün
    Referat III C Freiraumplanung und Stadtgrün
    Eine seiner Aufgaben ist die Erabeitung eines Gesamtkonzepts (urban gardening), wofür es aber bisher keine Konkretisierung gibt. Er suchte daher nach Infos/best practice aus anderen Städten. Was machen die für die Gemeinschaftsgärten.
    Er denkt in Richtung Förderung (Materialien, Finanzen), Flächen, Fortbildungen, Beratung etc.
    In unserem Gespräch fand er besonders interessant, dass die Stadt Essen die Initiativen fördert, ohne dass diese einen Rechtsträger haben müssen (er konstatiert eine Angst der Verwaltung, Bürger*innen/Privatpersonen Gelder zu geben für z.B. Gemeinschaftsgärten), das Flächenportral der Stadt Bonn (in Berlin derzeit noch ein weiter Weg zu sowas), die Fortbildungsreihe in Freiburg und die unkomplizierte Unterstützung in Frankfurt. Er will im Dialog mit den Projekten klären, was deren tatsächliucher Bedarf ist und nicht an ihnen vorbei was entwicklen.
    Sein erster Eindruck nach der ersten Zeit im Amt: ist ein dickes Brett in Berlin und das Thema ist in der Verwaltung noch nicht wirklich angekommen, wird nicht für wichtig erachtet.
    Es gibt noch jemanden, der (oder die)? bei der Senatsverwaltung für Justiz für das Thema „essbare Stadt“ angestellt ist (da ist der Verbraucherschutz angesiedelt) und auch noch jemand für ?? bei Sen Stadtentwicklung. Mit beiden steht er in Kontakt und versucht diese Art von Netzwerk weiter zu knüpfen.
    Die Plattform, die Kathrin Bohn erarbeitet hat und die bei den Gärten auch auf Kritik stieß (nicht partizipativ), wird bald online sein. (mehr …)

  • Gartenprojekt am Gropius-Bau in Berlin

    (alerts)

    Parkplatzgarten am Gropius Bau

    Ein Urban-Gardening-Projekt

    Anlässlich der Ausstellung Garten der irdischen Freuden verwandelt sich Parkraum neben dem Gropius Bau in eine kleine Gartenfläche. Hochbeete bieten Platz für Gemüseanbau und laden zur Reflexion darüber ein, welche Rolle die Natur im Stadtraum spielt. Regelmäßige Veranstaltungen kreisen um Themen wie Kompostierung, Mundraub, kulturelle Vielfalt und barrierefreie Gemeinschaftsgärten.
    Wo jetzt noch Autos stehen, kann auch unser Garten sein…

    Unser Umgang mit Biodiversität und kultureller Vielfalt bestimmt über die Qualität unserer Zukunft – und beides kann auf umgenutzem Parkraum gedeihen.

    Menschen handeln oft nach dem Motto: „Ich schütze das, was ich kenne.“ Die alltäglichen Begegnungen von Stadtbewohner*innen mit der Natur können ein Schlüssel für mehr Naturschutz und Artenvielfalt in der Stadt sein. Der Stadtraum erscheint jedoch oft ungerecht verteilt: So ist ein großer Teil der öffentlichen Straßenfläche für Parkraum reserviert; Autos blockieren dauerhaft den Platz und werden manchmal tagelang nicht bewegt. Das Gemeingut öffentlicher Raum dient hier letztlich nur dem Nutzen Einzelner. Dieses Projekt möchte auf einer Parkfläche neben dem Gropius Bau zeigen, dass ausreichend Raum für urbanes Grün vorhanden ist und sich auch auf kleinen Flächen Gemüse in relevanter Menge anbauen lässt. Ziel sind intergenerationale, inklusive und interkulturelle Begegnungen sowie Wissensaustausch über Gemüseanbau und Kreisläufe der Natur im städtischen Sozialraum – an einem Ort, an dem sonst Autos stehen würden.

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  • Nachbarschaftsakademie ein Standort der Austellung Licht, Luft und Scheiße

    (NL)

    Seit letzter Woche sind auch die beiden Ausstellung zu „Licht Luft und Scheiße“ eröffnet. Im Botanischen Museum werden künstlerische Positionen gezeigt, in der ngbk eine Archäologie zum Verhältnis von Ökologie und Moderne.

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  • Wandelwoche: DirektKonsum-Laden im P-Garten

    (NL)

    Hast du keine Lust mehr, mit deinem Einkauf zur Ausbeutung von Mensch und Natur beizutragen? Dann komm vorbei und erkunde den »DirektKonsum« – unseren Laden für solidarischen Handel. Wir zeigen zum dritten Mal, dass anders Wirtschaften möglich ist. Und wie lecker das sein kann!

    • Wann? 3 Tage – von Fr. 16.08. bis So. 18.08. 2019 – jeweils von 12 bis 20 Uhr
    • Wo?»DirektKonsum« im Prinzessinnengarten Kreuzberg, Moritzplatz, 10969 Berlin.
    • Wer? Mit den Direkthandels-Initiativen: SchnittstelleSoliOliSolidariTrade – Genossenschaft für Solidarisches Handeln i.G.FairBindungunion coop / Dr. Pogovio.medie BackstubeOrangen-Initiative BerlinSoLeKo
    • Was? Im DirektKonsum findest Du Tee und Kaffee, Olivenöl, Nudeln und Tomatensauce, Kekse, ökologische Reinigungsmittel – alles direkt von den Erzeuger*innen. Es gibt auch Kaffee und Kuchen, weitere Infos und Gespräche mit Leuten aus Solihandelsinitiativen.
    • Warum? Wir wollen – anstatt Profit – die Interessen von Natur und Mensch in den Mittelpunkt stellen. In Zusammenarbeit mit den Erzeuger*innen unterstützen wir eine faire und nachhaltige Produktion. Entdecke verschiedene Alternativen direkter und gleichberechtigter Zusammenarbeit – im Gespräch mit Vertreter*innen der Initiativen.
      Wir freuen uns auf dich!
    • Mehr Infos unter: www.direktkonsum.de
    • Der Flyer zum Download

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  • Ausstellungen/P-Gärten

    (alerts)

    […]

    Und eine Arbeitsgruppe der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst will im Spätsommer eine Ausstellung mit dem ­Botanischen ­Museum und den ­Prinzessinnengärten verwirklichen. Der Titel: „Licht Luft ­Scheiße“, also das, woraus Pflanzen ihre Körper bilden. Offenbar gedeiht in der Kunst desto mehr Grün , je stärker die Ahnung wird, dass ökologische Untergangsszenarien doch einmal Wirklichkeit werden könnten, Fridays­ForFuture sei Dank. Doch die meisten Arbeiten des aktuellen Trends bleiben so anthropozentrisch wie der koreanische ­Garten. Diese Tunnelperspektive bringt die Urania derzeit am besten auf den Punkt, und zwar unfreiwillig.

    Im Seitenflügel des Vortragshauses zeigt der Fotograf Michael Wolf ­Aufnahmen aus den extrem verdichteten Städten Hongkong und Tokio: von einem Leben auf ganz wenigen Quadratmetern, auf denen Menschen allein von Menschengemachtem umgeben sind. Gleichsam als ­naturnahen Kontrapunkt pflegt das Haus gemeinsam mit den Expertinnen der Kreuzberger Prinzessinnengärten und Besucherinnen im Hof Urban Gardening, mit Grünberatungsstunde jeden Donnerstag. Doch was da zwischen den Zweckbauten in einigen Kübeln zu wachsen versucht, sind dann nur die ewig gleichen Kräuter, ein paar Bohnen und kümmerliche Obstbäumchen. […]

    https://www.zitty.de/gruentrend-in-berliner-ausstellungen/ (mehr …)

  • Kleingärten in Berlin bedroht

    (alerts)

    Deutsches Kulturgut oder blockierte Baufläche?

    Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr private Kleingärten als in Berlin. Zum 100. Jahrestag der Kleingartenverordnung rückt ihr Potenzial als öffentliche Baufläche in der wachsenden Stadt in den Vordergrund. Unter den Kleingärtnern regt sich Widerstand. Von Lennart Garbes

    Ob angestaubt mit Deutschlandfähnchen und Gartenzwerg, oder als gemeinschaftliche Urban Gardening Kommune junger Familien – Kleingartenkolonien sind ein fester Bestandteil Berlins. Die Idee der parzellierten Naherholung prägt das Bild der Hauptstadt in Pankow und Tempelhof, genauso wie in Charlottenburg und Neukölln.

    In Anbetracht der Gartenkolonien von heute erscheint es kaum vorstellbar, dass es am 31. Juli 1919, als die erste deutsche Kleingartenordnung verabschiedet wurde, noch nicht um das gute Leben der Laubenbesitzer ging. Während Berlins Aufstieg zur führenden Industriemetropole sollte die Kleingartenkolonie der armen Arbeiterklasse die Chance geben, sich selbst mit Essen zu versorgen und etwas Erholung zu finden.

    Überreste dieser ursprünglichen Funktion des Kleingartens finden sich bis heute in der Kleingartenordnung, etwa wenn es darum geht verpflichtend Obst und Gemüse anzubauen. Aber auch der gestiegene Wohlstand hat der Beliebtheit der Laubenkolonie nicht geschadet. In Berlin gibt es mittlerweile 900 Kleingartenkolonien mit circa 71.000 Schollen, die insgesamt drei Prozent des Stadtgebiets bedecken.

    Kleingartentradition trifft eklatanten Wohnungsmangel

    Die akkurat eingeteilten Grünflächen im Innenstadtbereich wecken aber auch Begehrlichkeiten. 100 Jahre nach dem Beschluss der ersten Kleingartenordnung hat sich die Not der Berliner Bevölkerung verlagert. Der Wunsch nach Naherholung und einem eigenen Feld zum Bestellen verblasst gegenüber der Sehnsucht nach bezahlbarem Wohnraum, denn in Berlin fehlen bis zu 300.000 Wohnungen. Experten wie der Berufsverband der Bauingenieure drängen deshalb schon länger darauf, auch die Flächen von Kleingartenkolonien für den Wohnungsbau verfügbar zu machen.

    Die Berliner Politik gibt diesem Drängen nach. Im kommenden Jahr endet die vereinbarte Schutzfrist für den Großteil der Berliner Laubenkolonien. Obwohl es das erklärte Ziel des Berliner Abgeordnetenhauses und des Senats ist, Kleingärten dauerhaft im Stadtgebiet zu sichern, müssen Kolonien weichen – für den Wohnungsbau, aber auch für soziale und verkehrliche Infrastruktur. Das besagt der Kleingartenentwicklungsplan 2030, der im November in Kraft treten soll.

    Für 15 Berliner Kleingartenkolonien sieht der neue Entwicklungsplan die komplette Räumung vor. Bis 2030 müssten so circa 850 Laubenbesitzer ihre Parzellen endgültig verlassen. Danach droht weiteren 26 Berliner Kolonien der Abriss. Die Pächter sollen mit jeweils 7.000 Euro entschädigt werden und Anrecht auf eine Ersatzfläche erhalten, die jedoch weit entfernt vom Ort der alten Kleingartenfläche liegen kann.

    Laubenkolonie als politisches Kampffeld

    Die Kolonie Eschenallee in Berlin-Tempelhof ist eine der betroffenen Kleingartenkolonien. Hier soll im nächsten Jahr ein temporäres Schulgebäude entstehen. Die Pächter, von denen manche seit 50 Jahren in der Kolonie gärtnern, haben das aus den Medien erfahren. Niemand von der Bezirksverwaltung habe mit ihnen darüber gesprochen, sagt Laubenbesitzer Jörg Lange. „Wir sind sauer, weil wir immer noch kein Statement von offizieller Seite haben“, sagt er. „Wir wissen nicht was passiert, wir wissen nur, es passiert was.“

    Einfach hinnehmen wollen die Laubenbesitzer in der Eschenallee ihre Räumung nicht. Sie sehen sich als Bauernopfer in der ungelösten Berliner Wohnungsfrage und werben mit einem aufgehängten Transparent und einer Bürgerinitiative um Unterstützung gegen die geplante Räumung.

    Auch Stefan Evers, Generalsekretär und Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Berliner CDU, wirft der rot-rot-grünen Koalition vor, planlos zu agieren. Berlin verfüge immer noch über immense Flächen für Bauaktivitäten – beispielsweise am Rand des Tempelhofer Feldes. „Nur weil der Mut fehlt, diese Flächen endlich anzugehen, kann es nicht sein, dass die Kleingärtner das Nachsehen haben“, sagte der CDU-Politiker. „Die über ein Jahrhundert ausgeprägte Kleingartenkultur hat zu einer ungeheuren Vielfalt der Arten beigetragen, an der unbedingt festgehalten werden sollte.“

    Die meisten Kleingartenkolonien sollen erhalten bleiben

    Obwohl er von den Laubenbesitzern, die ihre Parzellen räumen müssen, und von der Opposition scharf kritisiert wird, sieht auch der neue Kleingartenentwicklungsplan vor, den Großteil der Laubenkolonien zu erhalten. 83 Prozent der Kleingartenfläche in Berlin – rund 60.000 Parzellen – werden darin abgesichert. Weitere neun Prozent sollen nicht vor 2030 für andere Bauprojekte in Anspruch genommen werden.

    Der Plan erkennt auch erstmals die positiven Auswirkungen der Kleingärten auf das Stadtklima und die Artenvielfalt in Berlin an. Außerdem gelten viele der zu erhaltenden Grundstücke ohnehin als dauerhaft gesichert, weil sie als Grünflächen stadtplanerisch festgeschrieben sind.


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  • urban gardening ein Aspekt der geplanten Nachnutzung von TXL

    (alerts)

    Im Leben nach TXL wird das Flughafengelände in Tegel auch ein Ort der Erholung. Jetzt ist der Wettbewerb um dessen Gestaltung entschieden. Das Büro des Berliner Landschaftsarchitekten Jürgen Weidinger machte das Rennen. „Wir werden die Landschaft der lokalen Tegeler Stadtheide, die sich auf dem Flugfeld entwickelt hat, bis in das Herz des neuen Schumacher-Quartiers ziehen“, erklärt Weidinger.

    Die Landschaftsarchitektin planen neben Lounges, Spielplätzen, Sportbereichen und Fitnessparcours auch Hochbeete mit Präriestauden. Die nördliche Landebahn bleibt in dem Gewinner-Entwurf als multifunktionale Bewegungsfläche erhalten.

    Senatsbaudirektorin Regula Lüscher erläutert die Entscheidung der Jury: „Der Entwurf schafft Erholungsorte unter hochstämmigen Kiefern und öffnet ebenso den Blick auf die freien Flächen des Parks.“ Zum Konzept gehören bunte Beete mit Stauden und „Urban Gardening“, also Orte, an denen sich die zukünftigen Bewohner und Nutzer des Areals einbringen und ausleben könnten.

    Der Entwurf sei zukunftsweisend für die Landschaftsarchitektur und werde dem innovativen Anspruch des Zukunftsortes Berlin TXL gerecht, so Regula Lüscher. (mehr …)