http://www.operation-himmelblick.org/konzept/
Eine Gruppe Künstler*innen, Stadtgestalter*innen, Forscher*innen möchte auf Plattenbaudächern Freiräume für die Mieter*innen schaffen. Das Dach eines Hauses in der Leipziger Straße in Berlin soll Prototyp werden. Die Gruppe hat eine Plattform entwickelt, die aus zusammenschraubbaren Modulen besteht. Je nach Interesse der Nachbarschaft kann diese dann zusammen gesetzt werden. Diese modulare Plattform ist im Aufzug transportiertbar.
Die Wohnungsbaugesellschaft ist interessiert und vergrößter Türen, damit Bauten u.ä. hoch transportiert werden können, will den Wasserstrang nach oben bis aufs Dach verlängern, so dass es bequem Wasser gibt und auch eine Toilette dort anschließen. Unten plant die Wohnungsbaugesellschaft auch gemeinschaftliches Gärtnern/Mietergärten.
Es fanden schon erste Workshops statt und ein Theme für die Mieter*innen ist das Gärtnern. So könnten ggf. ein Duzend Hochbeete von den Interessierten zusätzlich zu der Plattform selbst gebaut werden, auch ein Schuppen für Geräte ist denkbar. Zudem soll es eine Küche geben, die auch für das Chillen, Grillen und die geplanten Veranstaltungen nutzbar sein soll.
Das Dach soll zudem extensiv begrünt werden.
Das Himmelblick-Team wartet noch auf das letzte GO (ich glaube von der Baubehörde) und will dann loslegen. Ihnen fehlen noch Gelder, um ihr Arbeitszeit zu finanzieren und auch für die Hochbeete etc.
Ziel ist, dass die Hausgemeinschaft das Projekt möglichst schnell selber trägt und es sich verstetigt. Für ein paar Monate (so die Planung) ist das Team vor Ort und zu bestimmten Zeiten ist das Dach dann geöffnet. Es kann noch nicht immer offen sein, da es von Seiten der Wohnungsbaugesellschaft z.B. Ängste gibt (das jemand runterfällt/sich runterstürzt, dass zu viele Fremde sich dann dort aufhalten)
Das Team wird sich laut Jakob nicht zurückziehen, wenn es noch nicht gelungen ist, das Projekt in die Hand der Hausgemeinschaft zu übergeben.
Sie wollen auch die Nachbarschaft einbeziehen, doch zunächst nur bei Veranstaltungen. Denn ihnen ist wichtig, dass es nicht eine weitere hippe Location in Berlin wird, sondern ein nachbarschaftlicher Ort, der hauptsächlich für die Mieter*innen da ist und diese sich dort wohl- und zu Hause fühlen. Es ist eine Gratwanderung, das Projekt für die Nachbarschaft (und alle) zu öffnen und es trotzdem zu einem Ort für die Mieter*innen zu machen.
Wie Themen wie Schatten, ggf. viel Wind etc. gelöscht werden, ist noch nicht ganz klar. Gießen, auch wenn zu ist: das könnte der Hausmeister machen.
Das Team ist bestens mit HU und TU und einer Design Uni in NY vernetzt. Kontakt zu Toni Karge haben sie aufgenommen, mit dem Klunkergarten wollen sie sich noch austauschen.