Schlagwort: Berlin Tempelhofer Feld

  • Berlin: MA für Stadtteilgarten Tempeflhof gesucht

    (Aus NL Soziale LaWi)

    Stellenausschreibung Fachkraft Heilerziehungspflege im „Stadtteil-
    garten Tempelhof“ auf dem Tempelhofer Feld
    Wir sind ein kleines, ehrenamtlich tätiges Team vom Tempelhofer Berg e.V. und suchen zum nächst-
    möglichen Zeitpunkt eine engagierte Fachkraft Heilerziehungspflege in Vollzeit. Jobsharing ist möglich.
    Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von Personen mit Behinderung.
    Einsatzort ist der Stadtteilgarten Tempelhof auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Bei der neu zu beset-
    zenden Stelle handelt es sich um die Bereichsleitung der Sozialen Gärtnerei unseres im Aufbau befind-
    lichen, inklusiven „Stadtteilgarten Tempelhof“. Die Position bietet die besondere Chance, mit eigener
    Expertise die Gestaltung dieses inklusiven, sozialen Ortes maßgeblich mitzuprägen. Bundesfreiwillige
    werden integraler Bestandteil unseres Teams sein und unsere Arbeit aktiv unterstützen.
    Über uns und das Projekt
    Der Tempelhofer Berg e.V. engagiert sich seit 2013 für Partizipation, Teilhabe und die eigenverantwort-
    liche Mitgestaltung des eigenen Lebensumfeldes für alle. Im Moment starten wir unser neues Projekt
    „Stadtteilgarten Tempelhof“, einen inklusivem Begegnungsort, bei dem therapeutische Gartenarbeit
    einen Kernbereich darstellt.
    Hier kann die ganze Stellenausschreibung heruntergeladen werden: www.soziale-landwirt-
    schaft.de/suche/anzeigen/gesuche

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  • Berlin: Westfeld Garten wird weiter aufgebaut

    Das Jahr 2024 war ein erfolgreiches und produktives Jahr für den Westfeld Garten. Die
    ehemalige Wiese hat sich zu einer biodiversen Landschaft entwickelt, und die Gemeinschaft
    ist aufgeblüht. Gemeinsam haben wir viele Pflanzengilden angelegt, 40 Sträucher und 5
    Bäume gepflanzt, einen Lagerbereich geschaffen, Teil unserer Agora errichtet, einen
    Wurmkompost eingerichtet und unsere lange Tafel gebaut.
    Es gab zahlreiche Aktionen, öffentliche Workshops und Bildungsformate.
    Dies alles war durch die finanzielle Förderung der Anstiftung im letzten Jahr möglich.
    Auch 2025 verspricht ein spannendes Jahr zu werden. Unser Ziel ist es, den Waldgarten
    weiter auszubauen und die Gemeinschaft noch stärker zu engagieren. Dabei stehen drei
    größere Projekte im Fokus, für die wir finanzielle Unterstützung benötigen:
    1. Marktgarten mit Bewässerungssystem
    Wir planen einen 10 m x 10 m Marktgarten nach Prinzipien von Jean-Martin Fortier. Um den
    intensiven Marktgarten nachhaltig zu bewirtschaften, planen wir die Installation eines
    effizienten Bewässerungssystems.
    2. Bau einer Außenküche
    In Kooperation mit den Vereinen Fliegerwerkstatt und Torhaus Kochkollektiv möchten wir
    eine Außenküche realisieren. Diese Küche soll ein zentraler Ort für gemeinsames Kochen
    und Genießen werden, um die im Garten angebauten Früchte, Kräuter und Gemüse direkt
    vor Ort zu verarbeiten. Auch wird die Küche mit der dort stehenden Tafel ein Ort geschützt
    vor Regen und Sonne und somit der zentrale Ort für Workshops zur gesunden Ernährung
    und zum Austausch in der Gemeinschaft werden.
    3. Fertigstellung der Agora
    Die Agora soll gemeinsam mit Kernzone e. V. durch öffentliche Workshops weiter ausgebaut
    werden. Dies schafft einen Raum für Workshops, kleine Veranstaltungen und die Förderung
    des gemeinschaftlichen Zusammenhalts

    Wie viele Menschen sind inzwischen mit im Kernteam, wie viele kommen öfters vorbei, wie
    viele punktuell?
    Die Kerngruppe umfasst etwa 20 Personen. Zusätzlich gibt es eine wechselnde
    Anzahl von Unterstützer:innen und Helfer:innen, die an unseren Mitmachaktionen
    teilnehmen. Viele von ihnen kommen regelmäßig und haben die Möglichkeit (ca.
    20P), nach einem kurzen Onboarding Teil des Kernteams zu werden. Unsere
    Aktionen werden auf unserem Instagram-Kanal mit ca. 1640 Follower:innen
    veröffentlicht, was stetig neue Interessierte anzieht.
    An jeder Aktion nehmen 10-40 Personen teil, an die offenen Garten-Tagen
    durchschnittlich 5-10 Personen.
    Wie viele von euch leben in der Nachbarschaft?
    Aus dem Kernteam wohnen ca. 10 1 – 3km von THF entfernt. 3 aus dem Kernteam wohnen
    in der unmittelbaren Nachbarschaft. Immer wieder nehmen Interessierte aus der direkten
    Nachbarschaft an unseren Angeboten teil und nehmen immer häufiger auch wiederholt teil.
    Wie oft ist jemand im Garten? Trefft ihr euch hauptsächlich zusammen oder kommen
    Gärtner*innen auch individuell?
    Je nach Saison haben wir unterschiedliche Modelle getestet:
    ● Frühling: In dieser Zeit fanden viele öffentliche Aktionen und Workshops
    statt. Ergänzend trafen sich kleine Gruppen von Gärtner:innen etwa einmal
    pro Woche, um anstehende Arbeiten zu erledigen. Die Absprachen erfolgten
    über unsere Telegram-Kanäle.
    ● Sommer: Wir haben einen festen Gartentag etabliert, an dem regelmäßig
    gearbeitet wurde. Zusätzlich kamen einzelne Gärtner:innen, um in den
    heißesten Wochen bis zu dreimal pro Woche zu gießen.
    ● Herbst/Winter: Der Fokus lag vor allem auf gemeinsamen öffentlichen
    Aktionen wie der Anlage neuer Beete, Bodenaufbau Aktionen, und anderen
    vorbereitenden Arbeiten für die kommende Saison. Diese fanden im Herbst in
    einem Rhythmus von etwa zwei Mal pro Monat statt.
    Wir erhoffen uns durch den Marktgarten und die offene Küche, dass in 2025 an deutlich
    mehr Tagen jemand im Garten ist. Zum einen, weil mehr Pflege und Ernte anfällt, zum
    anderen weil wir durch die Küche auch einen Schutzraum vor Regen und Sonne bieten
    wollen. Einen Ort an dem man sich gerne länger aufhält, auch ohne zu “arbeiten”.
    – Wie viele Menschen sind im Laufe des Jahres dazu gekommen, wie ist die
    Fluktuation?
    Mit jeder Aktion kommen neue Menschen dazu. Sowohl zu unseren Planungstreffen, als
    auch zu wiederkehrenden Aktionen, als auch zu den regelmäßigen Gartenterminen.
    In 2024 sind 5 neue Mitglieder in unser Kernteam dazugekommen. Diese übernehmen
    wichtige Aufgaben wie den Newsletter, Moderation und planen eigenständig öffentliche
    Aktionen, wie z.B. “Lasagnekompost”, “Hügelbeet” oder “Marktgarten Kickoff”. In unseren
    NEWS Telegram Chat sind über 20 neue “follower”, in unserem internen Telegram Chat, wo
    wir alles besprechen haben wir 8 neue Menschen aufgenommen, im Newsletter 40 neue
    “Abonnenten” und bei Instagram über 200 neue.
    Das scheint auf den ersten Blick gar nicht so viel. Das hat auch damit zu tun, dass wir intern
    erst unsere Struktur klären mussten, bevor wir die “Tore öffnen” wollten. Das haben wir nun
    gemacht. Und damit hat sich auch unsere Öffentlichkeitstrategie geändert. Seit letztem
    Quartal planen wir 3 Monate voraus und veröffentlichen alle Themen und Daten alle
    gemeinsam.
    Wir gehen fest davon aus, dass wir in 2025 deutlich mehr Zulauf generieren werden.
    – Ist das, was ihr aktuell beantragt, noch der Kern des Projekts?
    Marktgarten, Küche und Agora befinden sich alle in Teilbereich 1 des Westfeld
    Gartens, das sogenannte “Herzstück”, der gesamten Fläche. Bereits in den
    Planungstreffen für die Gestaltung der Fläche in 2021 war angedacht worden,
    Workshop-Bereiche mit Tafel und Lagerflächen, eine Agora für größere
    Veranstaltungen und Gemüsebeete für eine intensivere Nutzung anzulegen.
    Um den Westfeld Garten zu einem Aufenthaltsort zu gestalten, an dem man sich
    auch gerne länger aufhält, brauchen wir die offene Küche und den damit
    verbundenen langen Workshop Tisch und die Überdachung als Schutz vor Regen
    und Sonne.
    – Bitte erläutert das Konzept „Market Gardening“ kurz, warum ich euch dafür
    entschieden habt, wie ihr es als Gruppe umsetzen wollt und was für Werkzeuge ihr
    dafür beantragt. Wo werden diese Werkzeuge dann untergebracht? Auch in der
    Kiste? Wer kümmert sich um die Instandhaltung der Werkzeuge?
    Aufgrund des experimentellen Ansatzes des Westfeld Gartens möchten wir
    mit verschiedenen Arten von landwirtschaftlichen Kulturen und
    Anbaumethoden experimentieren.
    Market Gardening oder Mikrofarming ist ein landwirtschaftliches Konzept, das auf
    intensiven, kleinflächigen Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst spezialisiert ist. Es
    konzentriert sich darauf, hochwertige, frische und saisonale Produkte lokal zu
    vermarkten, häufig direkt an Verbraucher, Restaurants oder über Wochenmärkte.
    Auch wenn wir selber keine Produkte verkaufen wollen, wollen wir doch die Ernte in
    der offenen Gemeinschaftsküche nutzen, die keine 5 Meter entfernt liegt. Kürzere
    Farm-2-Fork, also “Vom Bauernhof auf den Tisch”, gibt es nicht.
    Zwei Personen aus unserer Kerngruppe haben vor 2 Jahren die Tiny-Farm
    Akademie, wo Mikro Farming gelehrt wird, abgeschlossen und daraufhin im letzten
    Jahr in Brandenburg eine kleine Ackerfläche gepflegt. Weil das Interesse einiger
    Besucherinnen des Westfeld Gartens und auch von allen aus dem Kernteam so groß
    war, ist die Idee entstanden, dieses Konzept auch bei uns auszuprobieren und
    Interessierte Hands-On Erfahrungen zu ermöglichen. Angeleitet bzw. den Hut haben
    Janna und Johann, die beiden, die den Abschluss bei Tiny Farms gemacht haben.
    Es hat bereits ein erstes Kick-Off Event stattgefunden. Dabei wurde neben einer
    ersten Einführung der Ort gemeinsam definiert und eine 10 m × 10 m Folie
    ausgelegt, um das Gras zurückzudrängen. Gemeinsam wurde überlegt, welche
    Pflanzen für eine Bepflanzung bevorzugt werden.
    Werkzeuge und Materialien, die wir dafür brauchen sind unter andere: eine
    Schubkarre, Fahrradschloss für Schubkarre, Breitgabel, Rechen (ca. 70 cm),
    Plastikplane, Kompost, Hackschnitzel für Wege, Samen/Jungpflanzen, Pendelhacke.
    Die Werkzeuge werden in Kisten untergebracht. Dafür werden wir eine zusätzliche
    Lagerksite erstellen. Im Frühjahr werden weitere Planungstreffen stattfinden. Dabei
    können alle Anwesenden mehr über das Marktgärtnern erfahren. Für das Gärtnern
    im Sommer wird es regelmäßige feste Termine geben. Verantwortlich für die Nutzung
    ist die Marktgartengruppe, allen voran Janna und Johann.
    – Was für ein Bewässerungssystem wollt ihr aufbauen, wer wird das bauen und was
    für Materialen beantragt ihr dafür bei uns?
    Wir wollen ein automatisches Bewässerungssystem installieren, das über
    Tropfschläuche Wasser direkt an die intensiven Gemüsebeete abgibt. Aber auch für
    andere Flächen möchten wir das System nutzen. Wir haben letztes Jahr im August
    bemerkt, wie viel Zeit und Aufwand es ist, die große Fläche zu wässern, dabei geht
    auch viel Wasser verloren und es wurden auch nicht alle Pflanzen genügend und
    regelmäßig gegossen. Um Wasser und Energie zu sparen, und um den Pflanzen die
    richtigen Mengen Wasser an den kritischen Tagen zur Verfügung zu stellen, wollen
    wir ein automatisches Bewässerungssystem installieren. Dafür benötigen wir
    zunächst einen Verteiler, von dem Verteiler führen Schläuche dann zu den relevanten
    Beeten. Dort kann man sich dann entweder mit einem mobilen Schlauch anstecken
    und direkt vor Ort gießen (was den Aufwand um einiges erleichtert), oder wir stecken
    dauerhaft Tropfschläuche an. Über den Verteiler lässt sich dann einteilen, welche
    Beete wie regelmäßig und mit wie viel Wasser versorgt werden sollen. Dafür
    benötigen wir neben den Schläuchen auch die Verbindungsstücke, die T-Stücke und
    einen kleinen Bewässerungscomputer. Noch gibt es keine explizite Gruppe dafür,
    aber auch dieses kleine Teilprojekt wird in einem öffentlichen und kostenfreien
    Workshop geplant und umgesetzt.
    Außenküche
    – Bitte beschreibt kurz die Vereine, mit denen ihr beim Bau der Außenküche
    kooperieren wollt und was sie dazu beitragen.
    Das Torhaus Kochkollektiv, ein Teilprojekt von Torhaus e.V. kocht für und mit Community
    Veranstaltungen in Berlin und hat ihren Sitz am Flughafengebäude des THF. Sie betreiben
    eine eigene Küfa und möchten, wenn es die Saison erlaubt, diese Aktivitäten auf das
    Gelände der WFG ausweiten, um sie mit unseren Gartenaktionen zu verbinden. Die
    Zusammenarbeit zwischen uns und dem Torhaus Kochkollektiv lebt von
    gegenseitiger Unterstützung und Synergien: Sie haben bereits bei unseren Events
    gekocht, wir stellen ihnen Kräuter aus unserem Garten zur Verfügung und sie füttern
    unseren Wurmkompost mit Ihre Essensreste.
    Die Fliegerwerkstatt gehört zur social return Stiftung gGmbH und ist eine gemeinnützige
    Organisation, die mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund kleinere Holz- und andere
    Projekte umsetzt. Die Fliegerwerkstatt ist im Gebäude des ehem. Flughafens und unser
    direkter Nachbar. Wir freuen uns, die Fliegerwerkstatt zu unseren Projektpartnern zählen zu
    können.
    – Was genau plant ihr? Aus welchen Komponenten soll die Küche bestehen? Was
    davon baut ihr selber? Wer baut wann und wie viele können dabei sein?
    Gemeinsam möchten wir die Küche planen – der erste Workshop dazu hat bereits
    im November stattgefunden. Teil der Küche sollte in der Fliegerwerkstatt gefertigt
    werden, und ein Teil wird gemeinsam mit uns direkt auf der Fläche umgesetzt
    werden. Teilnehmen können bei unseren Veranstlatungen generell jeder und jede,
    die möchte. Eingeladen wird über den Newsletter und Instagram. Und demnächst
    auch auf einer Tafel vor Ort.
    Dies wird im Frühjahr stattfinden.
    Die Außenküche wird aus 3 Tisch Elementen bestehen ca. (2m*1m) mit
    abschließbarem Lagerbereich für Küchengeräte, eines davon mit integriertem
    Waschbecken.
    -Woher bekommt ihr die Ausstattung der Küche (Töpfe und Co)?
    Die Ausstattung möchten wir durch Spenden innerhalb unseres Netzwerks
    beschaffen, Open calls oder über Plattformen wie Kleinanzeigen.de für kleine
    Beiträge erwerben.
    Welche Gruppen können die Küche dann nutzen und wie plant ihr diese
    Nutzungs-Kooperation?
    Andere Initiativen sind herzlich eingeladen, die Küche zu nutzen, insbesondere für
    gemeinnützige, kulturelle oder soziale Projekte. Regelmäßige Kooperationspartner
    sind zu bevorzugen und können feste Zeiten oder vereinbarte Slots erhalten,
    während für einmalige Nutzungen eine flexible Abstimmung vorgesehen ist. Wir
    würden gern das es ein Ort werden kann für Workshops rum Lebensmittel (zB
    Fermentierung, Kombucha, Kochworkshops, Haltbarmachung, gesunde Ernährung
    etc) Gerne würden wir zusammen mit dem Ernährungsrat Berlin den Westfeld
    Garten zu einem LebensMittelPunkt gestalten.
    Agora
    – Wie sieht die Agora bisher aus und was wollt ihr noch dafür bauen?
    Unsere Agora besteht aus modularen Sitzelementen, die gemeinsam einen
    kreisförmigen Platz schaffen. Dieser Ort soll der Begegnung und dem Austausch
    dienen und Raum für Workshops und kleine Veranstaltungen bieten.
    Die ersten 3 Elemente wurden in öffentlichen Workshops auf dem Gelände in
    Kooperation mit der Holzwerkstatt Kernzone e.V. erstellt. In 2025 würden wir gerne 5
    weitere Elemente bauen.
    – Bitte fächert die Kosten für den Bau der Außenküche und die Agora weiter auf. Was
    für Materialien beantragt ihr bei uns und wie teuer sind diese?
    Küche: Gesamt 1500 €
    1200 Materialkosten, je Element 400 € (Stahl, Holz, Schrauben, Bootslack, Schlösser)
    300€ Herdplatte
    Agora: Gesamt 1000 €
    1000€ Materialkosten, je Element 200 € (Holz, Schrauben, Schleifpapier)
    Wir haben bereits ein einfaches Element der Küchenarbeitsfläche in 2024 zusammen
    mit der Fliegerwerkstatt geplant und umgesetzt. Dieses Element ist 1,20 m tief, 90
    cm hoch und 2 m lang. Es besteht aus einem Metallkonstrukt, einem Metallrahmen,
    auf dem oben drauf eine Arbeitsplatte und kurz über den Füßen eine zweite
    Abdeckplatte verschraubt wurde. Die reinen Materialkosten waren 300 €,
    Die drei weitere Küchenmodule müssen allerdings abschließbar sein und einige
    weitere Funktionen und Kriterien erfüllen, die wir bereits in offenen Workshops
    konkretisiert haben und noch weiter konkretisieren werden. Deswegen sind die
    geschätzten Kosten etwas höher gesetzt. Manche Einzelteile kriegen wir durch
    Spenden geschenkt, wie z.B. das doppelte Waschbecken mit Wasserhähnen. (mehr …)

  • Berlin: Stadtteilgarten Tempelhof: Berichterstatter*innen

    (Insta)

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    Menschen mit Behinderung und / oder Migrationsgeschichte erwerben unterstützt von Fachleuten Fähigkeiten und Kenntnisse, um die eigene Perspektive medial präsentieren zu können.
    Teilnehmende des inklusiven „Stadtteilgarten Tempelhof“ und weitere Interessierte sind anschließend in der Lage, Text- und Videobeiträge zum Alltag im Stadtteilgarten, den Angeboten und Gestaltungsmöglichkeiten zu erstellen. Sie berichten aus eigener Sicht über die Einrichtung Stadtteilgarten, die Möglichkeiten mitzumachen und eigenständig mitzugestalten und sich zu beschäftigen und begleiten die Entwicklung und Umsetzung kritisch.

    Gemeinsam werden Führungen durch den Stadtteilgarten erarbeitet: die Teilnehmenden führen interessierte Besucher_innen durch den Stadtteilgarten und zeigen Ihnen, was es dort zu tun und zu entdecken gibt – und wo es noch besser werden muss.

    Zum Abschluss werden die Ergebnisse im Sommer 25 gemeinsam im Stadtteilgarten präsentiert

    Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte!
    Zum Mitmachen genügt eine kurze formlose Nachricht an
    mitmachen@stadtteilgarten-tempelhof.berlin.

    Das Programm wird im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus kofinanziert von der Europäischen Union und dem Land Berlin.

    (mehr …)

  • Berlin: Stadtteilgarten Tempelhof als Beispiel für soziale LaWi auf Umweltwoche

    (NL)
    Soziale Landwirtschaft auf der Woche der
    Umwelt in Berlin
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Bundesstif-
    tung Umwelt (DBU) laden ein zur Woche der Umwelt 2024 vom 4.-5. Juni
    2024 in Berlin
    Zusammen mit vielen weiteren Ausstellern
    wird die Soziale Landwirtschaft DASoL mit
    dem „Stadtteilgarten Tempelhof“ auf der
    diesjährigen „Woche der Umwelt“ vertreten
    sein und über ihre Arbeit informieren. Am
    Stand des Stadtteilgartens kann mit uns und Kooperationspartnern des Stadtteil-
    gartens ins Gespräch gekommen und sich an Gesprächsrunden rund um die sozi-
    ale Landwirtschaft beteiligt werden.
    www.woche-der-umwelt.de/wdu-aussteller/verein-tempelhofer-berg-e-v/
    Es ist möglich eine Einladung zur Veranstaltung zu erhalten und den Stand zu
    besuchen. Gerne eine Mail an: verwaltung@stadtteilgarten-tempelhof.berlin
    Stadtteilgarten Tempelhof – soziale Landwirtschaft, Beiträge zur Trans-
    formation im öffentlichen Raum
    Der Stadtteilgarten wird seit 2023 mit Unterstützung der Deutschen Arbeitsge-
    meinschaft Soziale Landwirtschaft DASoL als ganzjähriger, außerschulischer
    Lern- und Entwicklungs-
    ort von Zivilgesellschaft
    im Ehrenamt umgesetzt,
    legt den Fokus auf den
    Einbezug von Menschen
    mit Behinderung
    und/oder Migrationsge-
    schichte, entwickelt indi-
    viduelle Teilhabeangebo-
    te und fördert nachhalti-
    ge Entwicklung auf loka-
    ler Ebene, ist Einsatzstel-
    le in den Freiwilligen-
    diensten FÖJ und ÖBFD,
    verbindet gärtnerische
    Produktion mit sozialer Arbeit und vermittelt Inhalte der BNE mithilfe der Hand-
    lungspädagogik. Mitschnitte aus der Eröffnungsveranstaltung hier:
    www.youtube.com/@StadtteilgartenTempelhof
    Durch Einbindung der Nachbarschaft und Kooperationen mit Werkstätten und
    sozialen Einrichtungen fungiert „Stadt als Schule“. Interdisziplinäre, ressortüber-
    greifende Vernetzung ermöglicht Perspektivwechsel und die Entwicklung und Er-
    probung alternativer Lebens- und Arbeitsverhältnisse.
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    In offener, wertschätzender Haltung lassen iterative Methoden individuelles Wis-
    sen wirksam werden. Die Teilnehmenden formulieren Fragestellungen und Lerni-
    nhalte selbst, hinterfragen Denkmuster, entdecken Zusammenhänge, werden
    gemeinsam gestaltend tätig, erwerben soziale Kompetenz in der Interaktion, er-
    fahren Anerkennung und Selbstwirksamkeit. Sie erwerben individuell, als Gruppe
    und Teil der Gesellschaft Handlungskompetenz in den Bereichen Ökologie, Öko-
    nomie und demokratische Sozialgestaltung.
    Hier geht’s zur Website des Vereins
    Tempelhofer Berg: https://tempelhofer-<br< a=““>>berg.berlin/ (mehr …)

  • Berlin: Studis des Energieseminars bauen Wasserversorgung auf dem Feld

    WIr haben inzwischen ein Konzept erarbeitet und auch circa 7600€ von Stiftungen einfahren können und daher steht dem Bau Mitte März nicht mehr viel im Weg. Hier können Sie sich das Video zum Konzept ansehen, das die Studierenden den Gärtner*innen vorgestellt haben (ein kleiner Versprecher ist drin gegen Ende: Es soll nicht in die Kanalisation abgeführt werden, sondern in andere Sickerschächte oder Gullis): https://tubcloud.tu-berlin.de/s/Jt57poiQFsEHmSN (mehr …)

  • Berlin: Auftakt für den inklusiven Stadtteilgarten Tempelhof

    (Mail)

    Dienstag 14.11.
    14:00 Uhr -15:30 Uhr
    Auftaktveranstaltung im Zelt beim Mitmachzirkus Cabuwazi, Columbiadamm 84, 10965 Berlin

    Die Auftaktveranstaltung wird mithilfe des Onlineangebotes „Verbavoice“ von Gebärdensprach-Dolmetscher_innen begleitet und per Livestream übertragen.
    Zu Beginn der Veranstaltung führen kurze Beiträge in die wichtigen Gesichtspunkte des Vorhabens ein, danach möchten wir mit den Teilnehmenden schon gerne in ein Gespräch kommen. Dabei möchten wir aus Sicht der Teilnehmenden die bestehenden Bedarfe und deren Sicht auf das vorgestellte Projekt Stadtteilgarten kennenlernen.

    Aufgrund der jahreszeitlichen Verhältnisse haben wir die gemeinsame Besichtigung des Gartengeländes verschoben auf:

    Samstag 18.11.
    14:00 – 15:00 Uhr Führung im künftigen Gartengelände – Tempelhofer Feld, Eingang am S-U Tempelhof

    Im öffentlichen Raum auf dem Tempelhofer Feld wollen wir gemeinsam mit Teilnehmenden und Interessierten einen Ort für die Nachbarschaft entwickeln, der Teilhabe ermöglicht, Teilgabe anbietet, sich zuallererst an den bestehenden Bedarfen orientiert und den Fokus auf den Einbezug von Menschen mit Behinderung in eine gute Nachbarschaft legt. Nachhaltiger Gartenbau, Natur- Klima- und Artenschutz sind neben der Pflege der geschützten Landschaft feste Programmbestandteile. Die Anerkennung als Einsatzstelle in den Freiwilligendiensten ÖBFD und FÖJ wird beantragt.

    In der Verbindung von sozialer Arbeit und nachhaltiger Bewirtschaftung wollen wir gemeinsam einen Ort entstehen lassen, der gegenseitiges Kennenlernen und Miteinander ermöglicht, Wertschätzung und Selbstwirksamkeit erfahrbar macht und fester Bestandteil einer inklusiven Nachbarschaft im Bezirk ist.

    https://socialmap-berlin.de/list/item/7c04dbbdc62f99f3/l/de/s/Stadtteilgarten%20Tempelhof
    https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/stadtteilgarten-tempelhof-soziale-landwirtschaft-im-urbanen-raum

    Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Tages des guten Lebens.


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  • Berlin: Westfeld Garten kann richtig loslegen

    (Antrag/Antworten)

    ld Food Forest ist eine offene Gruppe von zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich zum
    ersten Mal am 22. September 2019 traf. Zu der Facebook Veranstaltung mit dem Titel
    “Establishing a Food Forest on THF” kamen 15 Personen im Kulturlabor Trial&Error in der
    Braunschweiger Straße in Berlin Neukölln zusammen. Gemeinsam überlegten wir, wie ein
    essbarer Wald auf dem Tempelhofer Feld aussehen würde, und welche positiven
    Auswirkungen er auf das Stadtklima und die Gemeinschaft vor Ort haben kann.
    Ziel war, einen (mindestens) 5000m² großen essbaren Wald in Berlin (auf dem Tempelhofer
    Feld) zu pflanzen, als Ort für Gemeinschaft, Experimente und Bildung. Seitdem ist die
    Gruppe stetig gewachsen und das Netzwerk hat sich erweitert. Feld Food Forest ist eine
    Plattform geworden für Menschen, die ihr Wissen in Workshops und
    Netzwerkveranstaltungen teilen und vermehren wollen, sich in Arbeitsgruppen organisieren,
    und Tochterprojekte ins Leben rufen.
    Vier Jahre später, nach zähen Verhandlungen mit allen Entscheidungsträgern
    (Feldkoordination, Sen UMVK, Natur- und Denkmalschutz, Bezirksamt
    Tempelhof-Schöneberg, u.a.) haben wir nun endlich einen unterschriebenen Vertrag für eine
    mehr als 5000m2 Fläche, um ein essbares, bio-diverses Biotop entstehen zu lassen.
    Mittlerweile sind wir ein eingetragener gemeinnütziger Verein, unsere Kerngruppe besteht
    aus ca. 10-15 Mitgliedern, und wir kooperieren für den “Westfeld Garten” mit vielen anderen
    Initiativen und Organisationen. Der Westfeld Garten ist als Gemeinschaftsgarten und
    Experimentierfeld geplant, an dem der Wissensaustausch über Permakultur, Umwelt und
    Ernährung gefördert werden soll.
    Maßnahmen und Zeitplan
    Seit dem Frühjahr 2023 haben wir am Boden des zukünftigen Waldgartens gearbeitet. Durch
    offene und kostenlose Workshop-Formate rund um Bodenproben (sowohl für DIY
    Bodentests, als auch Bodenproben für die professionelle Laboruntersuchung) konnten wir
    herausfinden, daß der Boden arm an Nährstoffen ist, aber die Altlast-Anteile gering sind, und
    keine Gefahr für Menschen besteht.
    Um den Boden zu verbessern, sammeln wir organisches Material von Kleingärten, anderen
    Gemeinschaftsgärten, Grünflächenamt und Tierpark Hasenheide: Mit Mist, Baumstämmen,
    Ästen, Holzspänen, Grünschnitt und Stroh legen wir Beete nach der “Lasagna Methode” an.
    Diese Aktionen finden als offene Veranstaltungen statt und werden auf unseren digitalen
    Kanälen angekündigt und dokumentiert (Instagram, Newsletter und Website). In Zusammenarbeit mit der “Fliegerwerkstatt” und “Kernzone” (Werkstätten für Jugendliche
    und Auszubildende) konnten wir außerdem erste Holzschilder, Sitzgelegenheiten und
    Hochbeete aufstellen.
    Im Herbst möchten wir die ersten Sträucher und Bäume pflanzen. Im Rahmen weiterer
    Mitmachaktionen zwischen Oktober 2023 und April 2024 möchten wir über hundert Pflanzen
    (11 Bäume, 64 Sträucher, und viele Kräuter und Stauden) platzieren. Der Spatenstich findet
    am 29.10.23 statt. Begleitend zur Pflanzaktion werden wir eine Einführung in Waldgärten
    und das Projekt geben, und zum Abschluss eine Feier organisieren

    Fragen

    – habt ihr einen Vertrag für die Nutzung der Fläche und wenn ja, ist dieser befristet? Müsst ihr Pacht zahlen, wenn ja, wie viel?

    Ja, wir haben einen Nutzungsvertrag, der aktuell bis zum 31.12.2026 befristet ist. Das ist dieselbe Frist, die momentan jedes Projekt auf dem Tempelhofer Feld hat. Uns wurde gesagt, dass das eine reine Formalie sei. Wir dürfen bleiben, solange wir wollen.

    Wir müssen keine Pacht bezahlen. Wasser- und Stromkosten müssen wir selber decken. Wir haben einen Medienanschluss gestellt bekommen, mit Zählern. Es wird genau abgerechnet.

    – wie groß ist die Gesamtgruppe?

    Die Kerngruppe besteht aus ca. 15 Personen. Der größte Teil davon sind auch Vereinsmitglieder. Dazu kommt ein wechselnder Anteil an Unterstützer:innen und Helfern, die uns über Partnerschaften, Netzwerke rund um das Tempelhofer Feld, oder unsere digitalen Kanäle kennen und an Workshops und Mitmachaktionen teilnehmen. Wir waren im Laufe der Jahre teilweise 80 Aktive, die zu unseren Treffen gekommen sind. Wir haben ein paar Hundert Menschen in unserem Email Verteiler und etwa 1500 auf unserem Instagram Kanal. Über die Jahre hatten wir viele Onboarding Veranstaltungen.

    – 5000m2 sind ja recht groß: wie wollt ihr noch mehr Menschen für euer Projekt gewinnen? Wie kann man mitmachen?

    Der Projektplan ist in drei Phasen eingeteilt. Zuallererst erschaffen wir das Herzstück auf Teilbereich 1 (ca. 1800 m²). Hier etablieren wir die wichtigsten Grundstrukturen und schaffen Sichtbarkeit. Wir probieren Formate zur Beteiligung aus und wollen uns in Kreisen mit unterschiedlichen thematischen Interessen formieren. Da sind zum Beispiel der Kompost-Kreis, der Umweltbildung-Kreis, der Gemeinschafts- oder der Gartenarbeits-Kreis. Kreise können bei Bedarf neu entstehen, pausieren oder ad acta gelegt werden. Wir sind generell ein sehr offenes Projekt und wünschen uns Beteiligung jeglicher Art.

    In der zweiten Phase wächst die Gemeinschaft um das WFG und das Biotop wächst mit. Der Teilbereich 2 ist etwa 2800 m² groß. Es werden weitere Polykulturen, ein Kräutergarten und ein Bereich für jährliches Gemüse vorgesehen. Dazu kommen fliegende Bauten wie ein Gewächshaus, ein Meetingraum, ein offenes Klassenzimmer und ein weiterer Kompostbereich.

    In der dritten Phase ist das Projekt WFG gereift. Die WFG Gemeinschaft, so wie alle Teilnehmer:innen, haben einiges an Erkenntnis und Wissen zusammengetragen. Nun ist es an der Zeit, das Experimentieren und Monitoring mit ins Bildungssystem zu integrieren. Dazu erweitert sich der Westfeld Garten um das Experimentierfeld, den “Wildnis” Bereich und den Bildungsbereich im Nordosten der Fläche. Der Bereich 3 ist etwa 1600 m² groß.

    Die Gartenaktionen sind generell öffentlich und werden in verschiedenen Kanälen (Webseite, Instagram, THF Netzwerke und Veranstaltungshinweise) veröffentlicht. Interessierte können uns dort kontaktieren, oder auch direkt vorbeikommen und sofort mitmachen. Dabei erfahren sie auch mehr über das Projekt und ob sie sich weiter engagieren wollen. Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich, um mitzumachen.

    Wir wollen wieder regelmäßige Onboarding-Termine online und offline anbieten, bei denen Interessierte mehr über uns und unsere Struktur erfahren können. Wer Interesse hat, ein aktives Mitglied zu werden, kann dann an unserem Plenum teilnehmen, unseren Slack-Kanälen beitreten und an den digitalen Dokumenten auf Google Drive mitarbeiten.

    – wie organisiert ihr derzeit die Arbeiten, wie kommuniziert ihr, wer trifft die Entscheidungen?

    Wir sind in einer lockeren soziokratischen Struktur aufgebaut. Unser Ziel ist, Entscheidungen durch Konsens zu treffen. Entscheidungen werden im Plenum getroffen oder in den AGs, die für verschiedene Aspekte zuständig sind (Verein, Community, Kommunikation, Aktionen…). Engagierte können in Eigeninitiative neue Projekte oder AGs vorantreiben, solange es keine gegenteilige Meinung vom Rest der Gruppe gibt.

    Kleinere Entscheidungen werden direkt in den AG-Slack-Kanälen getroffen und dokumentiert. Größere Entscheidungen und Diskussionen werden im allgemeinen Slack-Kanal und in Plenums-Protokollen kommuniziert und festgehalten.

    – wer kümmert sich um die Bäume, Sträucher, Kräuter und Stauden, nachdem diese gepflanzt wurden?

    Der Verein ist vertraglich dazu verpflichtet, die Pflege des Geländes zu übernehmen. Aktuell sind alle Teilnehmer für das gesamte Gelände zuständig, z.B. während der Treffen und Mitmachaktionen. In Zukunft könnten aber auch Verantwortliche und Patenschaften für einzelne Gilden, Beete etc. designiert werden. Wir werden außerdem eine gemischte Gartenarbeitsgruppe bilden, die sich ausschließlich um das Gärtnern kümmert.

    – wie wollt ihr die Pflanzen und später die Früchte gegen Diebstahl (oder dürfen alle ernten?) und Vandalismus schützen?

    Das Feld ist tagsüber öffentlich zugänglich, wird aber durchgängig von Sicherheitspersonal kontrolliert und abends abgesperrt. Wir gehen davon aus, dass sich die meisten Leute respektvoll verhalten werden, dennoch können wir Vandalismus nicht ausschließen. Die Früchte dürfen geerntet werden, die gesamten Ränder werden mit essbaren Hecken (Beeren etc.) bepflanzt, von denen das Laufpublikum naschen kann und soll: ein Naschgarten.

    Die teils stacheligen Heckenpflanzen und robusteren Sträucher in den Gilden sollen auf lange Sicht andere Pflanzen physisch schützen. Beetumrandungen, dichte Bepflanzung und Beschilderungen sollen einen zusätzlichen “weichen” Schutz bieten. Da wir hauptsächliche mehrjährige Pflanzen und Gehölze pflanzen, hoffen wir, dass es weniger Vandalismuspotenzial als bei einjährigen Gemüsebeeten gibt.

    Wir wollen eine klar erkennbare Wegeführung für die Öffentlichkeit gestalten. Und die kleinen Wege, die durch die Beete führen, nur für Eingeweihte erkennbar machen. So hoffen wir, die Öffentlichkeit durch unseren Garten lenken zu können. Außerdem wollen wir viel mit Beschriftungen und weiterführenden Informationen durch QR-Codes arbeiten.

    Außerdem sollte mit wachsendem Garten die Fläche zunehmend genutzt werden. Zum Beispiel während der Umweltbildung, Workshops oder Gemeinschaftsveranstaltungen wie Kochevents in der Außenküche. So wollen wir zunehmend Anwesenheit gewährleisten, von Menschen, denen der Garten wichtig ist und die bei Vandalismus schnell aktiv werden können.

    – wie entsteht bei euch die Gemeinschaft? Was macht ihr z.B. im Winter?

    Das Projekt ist aus einem mehrjährigen Prozess von Online-Meetings, Design-Workshops und anderen Treffen hervorgegangen, bevor es überhaupt eine Fläche gab. Diese werden wir natürlich online und offline fortführen. Da wir uns auch als Wissens-und Kommunikationsprojekt sehen, gibt es neben der Gartenplanung und Administration auch im Winter genug zu tun.

    – mit welchen anderen Organisationen kooperiert ihr?

    Wir kooperieren u.A. mit:

           Mehrwertvoll e.V.: Förderung, Kommunikation, lokales Netzwerk

           Kernzone Holzwerkstatt, Infrastruktur

           Fliegerwerkstatt e.V: Holzwerkstatt, Infrastruktur

           Torhaus KochKollektiv: Ernährungsbildung, Verpflegung, Food Sharing

           Thf.Vision: Netzwerk zur nachhaltigen Nutzung des Tempelhofer Felds

           Dycycle, City Lab Berlin, BodenschätzeN: Workshops, Kompost, Boden

           Trial & Error e.V., Baumhaus Berlin, u.A.: Projekte, Veranstaltungen

           Urbane Waldgärten und Universität Potsdam: Wissen, Forschung und Vernetzung

           Tierpark Hasenheide: Mist und Mulchmaterial

           Grünflächenamt Tempelhof-Schöneberg: Baumstämme und Mulchmaterial.

    Außerdem teilen wir uns Ressourcen, Menschen und Wissen mit anderen Gartenprojekten wie Allmende Kontor, Waldgarten Berlin-Britz e.V., Prinzessinnengärten, Peace of Land, Waldgarten Rehfelde, …

    – wie hat sich das mit dem Wasser geklärt? Bei meinem Besuch war das noch nicht klar.

    Der Wasser- und Stromanschluss ist nun fertig, die Übergabe wird am 17.10.2023 erfolgen.

    – wo werden die Werkzeuge untergebracht, wer hat dann da Zugang und wer kümmert sich um die Werkzeuge?

    Wir haben 2 Lagerboxen mit Schloss (2m*1m*0,5 m). Wir werden eine Kiste mit einem Code auf dem Gelände haben, in dem sich die Schlüssel befinden. Jeder, der Aktionen im Garten plant, wird den Code bekommen können. Mehr Lagerraum soll durch weitere Lagerboxen entstehen. Weitere Möglichkeiten wir nahegelegene Räume, Transporter am Straßenrand oder einen nahegelegenen Container müssen noch geklärt werden. Auf der Fläche selbst darf weder ein Container hingestellt noch Schuppen gebaut werden.

    – wer ist die Zielgruppe der Mitmachaktionen?

    Gerade erreichen wir hauptsächlich Menschen aus einer ähnlichen Zielgruppe, einer internationalen Gruppe von jungen Erwachsenen, die an Permakultur und Klimaschutz interessiert sind. Wir wünschen, die Zielgruppe zu erweitern, wir sind in Kontakt mit Lehren:innen von Nachbarschulen, KiTas und Organisationen, die in der Nachbarschaft aktiv sind.

    Wir hoffen, dass wir durch eine feste Präsenz und Beschilderung vor Ort, sowie mit Flyern und Aushängen in der Nachbarschaft auch Menschen erreichen, die unsere digitalen Kanäle nicht kennen oder nutzen.

    – woher kommen die Pflanzen?

    Von den oben genannten befreundeten Gartenprojekten werden wir Pflanzen, Stecklinge und anderes Material bekommen. Zu den Pflanzaktionen bringen Teilnehmende außerdem Pflanzenspenden von anderen Projekten oder dem eigenen Garten mit.

    Für größere Gehölze und Pflanzaktionen werden wir Pflanzen von örtlichen Baumschule (Spät´sche Baumschule, Baumschule Fischer, …) kaufen, sowie um Spenden bitten.

    Diesen Grundstock möchten wir in Zukunft durch eigene Vermehrung weiter ausbauen.


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  • Berlin: weiterer Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld

    (Projektbesuch)
    Feld Food Forest wollte urspünglich auf einem anderen Teil des Tempelhofer Feld den Waldgarten anlegen und hatten sich auf „Alte Gärtnerei“ beworben. Den Zuschlag dazu hat aber der NABU bekommen. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis sie nun auf der Tempelhofer Seite loslegen konnten. Sie haben eine Fläche ganz am Rand bekommen. Insgesamt bekommen sie 6000m², davon sind nun 2000m² freigemessen. An einer Stelle ist wohl Metall im Boden, doch sonst können sie pflanzen (wenn auch eigentlich keine Bäume). Sie haben auch Bodenproben eingeschickt und das Ergebnis liegt vor. Ein paar Werte liegen über der Grenze.
    Sie haben zwei Sträucher gepflanzt, Schilder aufgestellt und mit einem Kompostplatz begonnen. Zudem gibt es einen gezeichneten Plan für diesen ersten Teil. Ein Teil der Gärtner*innen sind auch in anderen Berliner (Wald)Gartenprojekten aktiv. Sie suchen noch Mitmacher*innen, sind da aber guten Mutes.

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  • Berlin: neuer Stadtteilgarten auf dem Tempelhofer Feld

    (NL)
    Auf dem (süd)-westlichen Tempelhofer Feld ist mit Unterstützung der Universität Kassel und vieler anderen Partner:innen ein neuer inklusiver Stadtteilgarten entstanden. Als ganzjähriger, außerschulischer Lernort legt das Projekt besonderen Fokus auf ein gutes nachbarschaftliches Miteinander, (inklusive) Teilhabemöglichkeiten, zugängliche Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum für alle und – ganz explizit – den Einbezug von Menschen mit Benachteiligung(en).

    Das Lebensumfeld der Teilnehmenden bestimmt wie auch in anderen Gärten die Themen und Tätigkeitsfelder: Natur-, Klima- und Artenschutz und die Pflege der geschützten Landschaft auf dem Tempelhofer Feld einerseits, aber auch Anzucht, Kultur, Ernte und Verarbeitung gesunder Nahrungsmittel, Samengewinnung, regenerative Stoffkreisläufe und Wassermanagement. Durch Einbindung der Nachbarschaft und Kooperationen mit Werkstätten und sozialen Einrichtungen fungiert hier der „Stadtraum als Schule“.

    Jede:r kann im Stadtteilgarten mitmachen: Kinder in Begleitung ihrer Eltern, Jugendliche, Familien, Senior:innen, Gruppen und Individuen – aus jeder Altersgruppe und unabhängig vom jeweiligen persönlichen Hintergrund. Seit Mai 2023 gibt es im Stadtteilgarten einen regelmäßigen Gartentag: Immer mittwochs ab 11 Uhr im Garten. Einfach vorbeikommen!


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