Schlagwort: Berlin Treptow

  • Berlin: The Vorgarten soll zum Waldgarten umstrukturiert werden

    (Antrag/Antworte)

    Der KTS-Garten war Vorläufer des Vorgartens, aus der Gruppe übrig blieb eine Person, die dann aus ihrer Ausbildung zur Permakultudesignerin wieder Leute fand, die mit ihr auf dem Gelände einen Gemeinschaftsgarten anlegen/wieder aufleben lassen wollen.

    Wie groß ist denn die Gruppe insgesamt, die den Garten nutzt und wie oft ist außer euch vier jemand im Garten dabei?

    Wir sind derzeit nur 4 Personen und  laden ca. einmal im Monat Leute aus anderen Netzwerken ein, wie z.b. Feld food forest oder Permakultur Akademie für Workshops und Mitmachaktionen ein.

    Wie macht ihr auf den Garten aufmerksam, wie erfahren ggf. weitere Interessierte davon?

    Wir informieren über den E-Mail-Verteiler des KTS-Projektplatzes, der Permakultur Akademie und die Basisjahr Telegramgruppe, über das anstiftung Gartennetzwerk und private Kontakte. Es existiert auch eine Facebook Gruppe für den Garten und wir möchten das Hinweisschild am Gartentor erneuern, dass bei der letzten Renovierung durch eine andere Gruppe auf dem Platz verloren gegangen ist.

    Wie aktiv sucht ihr weitere Gärtner*innen?

    Wir sind gerade dabei den Garten zu überarbeiten und mit der Umsetzung unseres Basisjahr Designprojekts eine Grund-Orientierungsstruktur zu schaffen, damit wir regelmäßig externe Personen einladen können. Dies beruht auch auf Erfahrungen, dass immer wieder Leute mitmachen wollen und dann nur für kurze Zeit aktiv mitmachen. Wir möchten erstmal in einer kleineren Gruppe Stabilität finden und unsere Vision, Ziele und Qualitäten definieren, bevor wir andere involvieren.

    Wie kann man im Garten mitmachen, wie „kommt man rein“?

    Wir planen, ein soziales Permakultur Design zu entwerfen, um nachhaltig weitere interessierte Leute anzusprechen, zu involvieren und verschiedene Möglichkeiten der Partizipation zu geben, sowie Teil des festen Kerns zu werden. Derzeit aktivieren wir noch gezielt über die  Permakultur Basisjahrgruppe, Freund*innen und Anfragen über den KTS Platzverteiler/Plenum

    Wie viele Beete habt ihr insgesamt?

    12

    Wer wird all die aufgeführten Arbeiten machen?

    Wir 4 Personen aus der festen Gruppe mit Freund*innen und Personen aus der Basisjahrgruppe und über einen sog. Permablitz, den wir über den Verteiler der Permakultur Akademie ausrufen

    Ist alles, was ihr beantragt, im Gemeinschaftsgarten/direkt daran angrenzend (die Gebäude) oder ist da auch manches auf dem weiteren Gelände?

    Wir beantragen nur Mittel für den Vorgarten, die Aussenküche, Flachbau (Regenrinne) und Lagerräume werden zum Teil auch von anderen Kollektiven mitgenutzt, befinden sich aber entweder direkt auf dem Vorgartengelände oder dem daran angrenzenden Gebäude.

    Sind die Zisternen nicht im Boden „vergraben“? Wie wollt ihr diese versetzen und wie werden diese dann mit Wasser gefüllt?

    Nein, die Zisterne ist ein frei stehender IBC-Wassertank, der derzeit noch leer steht und an ein Rohr über die Regenrinne angeschlossen werden soll, damit mehr Regenwasser aufgefangen wird, wenn die Regenrinne repariert ist.

    Wie wollt ihr den Teich gegen Verdunstung schützen (wenn es dabei darum geht, den als Wasserreservoir für die Bewässerung des Gartens zu nutzen?), aus welchen Bereichen soll das Grauwasser herkommen? Habt ihr die Umnutzung einer Sickergrube zu einem Teich baulich-technisch geklärt?

    Hier haben wir anscheinend unklar formuliert: Die  Sickergrube und der Teich sind zwei unterschiedliche Baustellen. Die Sickergrube soll als Wasserspeicher und der Teich als Biotop dienen. Das Wasser, welches derzeit in der Sickergrube ist, muss zunächst untersucht werden. Wenn es keine Schadstoffe aufweist, möchten wir es mittels einer Wasserpumpe zum Gießen nutzen. Wir müssen noch in Erfahung bringen, ob es sich um Grundwasser handelt, das dann wahrscheinlich nachlaufen würde. Andernfalls würden wir überschüssiges Wasser aus der Regenrinne einleiten. Den Teich möchten wir durch Bepflanzung vor Verdunstung schützen, zudem befindet sich der geplante Teich in einem stark beschatteten Bereich des Vorgartens.


    Wo steht der Lehmofen und wer nutzt den wie und wann? Wo findet die Außenküche dann Platz, wer wird diese bauen und für wen ist diese dann?

    Der Lehmofen steht im Vorgarten und soll in die bestehende Aussenküche am Flachbau integriert werden, mit langem Ofenrohr damit kein Rauch in das Haus zieht. Alle Gruppen auf dem Platz können den Ofen und Aussenküche nutzen.

    Wofür ist der Zaun (bitte zudem beachten: Zäune fördern wir nicht)

    Wir müssen die Hochbeete vor den Hühnern schützen und auch Gäste haben den Garten immer wieder verdreckt. Wir wollen den Garten nicht abschirmen, aber brauchen eine Art Schutz vor Vandalismus der externen Gäste. Denkbar wären auch Benjeshecken, aber da können Hühner rüberspringen.

    Was für Schilder sollen gebaut werden?

    Wir möchten weitere Hinweis- und Erklärschilder bauen, um v.a. über Zeichnungen niedrigschwellige Infos über die Beete und Gartenstruktur an interessierte Leute weiterzugeben, die sich beteiligen möchten. Die Schilder funktionieren ähnlich der Zaun als eine Art durchlässige Grenze des Gartens für Gäste des Platzes, da wir öfter negative Erfahrungen gemacht haben, wenn wir den Garten für Gäste anderer Gruppen geöffnet haben. Es wurde z.B. öfter Müll liegen lassen, Sachen sind abhanden gekommen oder Beete (wahrscheinlich unabsichtlich) zerstört.
    Außerdem möchten wir über den permakulturellen Hintergrund informieren und haben bereits Schilder zum Thema Permakultur Ethik und Prinzipien gemalt.

    Könnt ihr euch eine Schleifmaschine nicht ausleihen?

    Derzeit ist das Holzbau Kollektiv nicht aktiv. Deshalb wüssten wir gerade nicht wo wir eine Schleifmaschine ausleihen sollten.

    Wer nutzt das Lagerhaus? Was wird darin gelagert?

    Vorwiegend Gartengeräte und Baumaterial

    Wie viele neue Beete sollen gebaut werden? Handelt sich dabei um Hochbeete?

    5 neue Hochbeete und 1-2 bienenfreundliche Stauden-Baumgilde.

    Was für eine Zisterne ist für 50 Euro zu haben?

    Das ist eine Schätzung. Wir wollen mehrere kaufen, damit wir noch mehr Wasser vom Dach speichern können. IBC-Wassertanks kosten gebraucht noch um die 100€, wir sollten da höher gehen.

    Wofür wird die Wasserpumpe gebraucht?

    Um Wasser aus der Sickergrube zu fördern.


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  • Berlin: Casa Kua Gartengemeinschaft baut Gewächshaus

    (Antrag, Antworten)

    Die Gartengemeinschaft des Casa Kua Gartens möchte ein Gewächshaus bauen, in welchem wir wetterempfindliche und wärmeliebendes Gemüse anbauen möchten.
    Alle Aktivitäten im Garten werden in Gemeinschaft besprochen, geplant und durchgeführt.
    Wir planen generell mindestens zweimal die Woche zusammenzukommen, aber vor allem am Pflanzanfang Ende April/Mitte Mai werden wir größere Aktionen zum Beispiel am Wochenende anbieten, um den Garten in relativ kurzer Zeit mit vielen Händen aufzubauen.

    1) Das Gewächshaus wird aus dem bereits bestehenden Metallgerüst gebaut, welches auf dem Gelände steht (vielleicht kannst du dich erinneren?), und dieses ist 5,4mx3,4mx2,4m, gibt uns also 18qm Grundfläche.

    2) Das Hochbeet orientiert sich an den Palettengrößen und wird circa 3,30mx1m

    3) Die Hochbeet- Noppenfolie ist aus Kunststoff ohne Weichmacher, trinkwasserunbedenklich und bietet langlebigen Schutz. Unsere Erfahrungen mit organischen Materialien sind nicht so sonderlich gut, sie mussten oft ausgetauscht werden, da sie schnell verrotteten und dann keinen Schutz mehr boten. Diese Folie wird an den Seitenwänden der Paletten angebracht und schützt somit die Erde vorm permanenten Rausrieseln. Außerdem schützt sie auch das Holz vor dem direkten Kontakt mit der nassen Erde, was wiederum Schimmel/ Pilzbefall vorbeugt.

    4) PE-Wellbahn hätte da stehen sollen, besteht aus UV beständigem PE und ist die langlebigste Alternative als Dach. Sie kommt auf die Holzdachlatten drauf und schützt das Gewächshaus vor Witterung, lässt aber gleichzeitig Sonnenlicht durch. gibt es leider ebenfalls nicht in Bio. Allerdings glauben wir, dass der ausgewählte Einsatz von beständigem Plastik durchaus sinnvoll ist für unseres Projekt, da andere Optionen zB Glas beeinhalten, welches auch nicht unbedingt eine super Ökobilanz hat und sehr anfällig ist oder noch mehr Holz, welches aber wiederum vor der Feuchtigkeit in einem Gewächshaus mit Lack und Lasur geschützt werden müsste, was sehr umweltunfreundlich ist.


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  • Berlin: KungerKiezgarten löst sich auf

    (MAil)

    der Kiezgarten besteht derzeit in der Auflösung. Das ganze Gelände wird saniert und ob wir wieder kommen dürfen, ist noch nicht klar (mehr …)

  • Berlin: Casa Kua Garten wird aufgebaut

    (Antrag, Antworten)

    Wir von Casa Kuà, einem selbst-organisiertem Gesundheitszentrum, geleitet von Trans- und nicht binären Schwarzen und Indigenen Personen und Menschen of Colour, haben dieses Zentrum aufgebaut um Gesundheit zugänglicher zu machen für andere Trans-, nicht-binäre oder Intersexmenschen, vor allem jene, welche von Rassismus betroffen sind.

    Unseres Ziel ist das Zusammenbringen von traditionellen und konventionellen Heilmethoden, sowie der Aufbau und Erhalt einer Gemeinschaft, welche sich gegenseitig stützt, hilft und füreinander Verantwortung übernimmt. Denn wir glauben stark daran, dass das Leben in eben so einer Gemeinschaft einen essenziellen Einfluss auf die Gesundheit hat. Unsere Ansätze für Gesundheit sind holistisch und nicht nur an der Symptombeseitigung orientiert. Wir sind uns bewusst, dass vor allem auch der soziale Status, intersektionale Diskriminierungen, Einsamkeit und Isolation, vor allem von queeren, rassifizierten Trans/Inter/Nicht-binären Menschen, einen sehr starken Einfluss auf die eigene Gesundheit haben. Deshalb haben wir als Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum, ein starkes Bedürfnis, unseren kleinen Garten in der Karpfenteichstraße dieses Jahr gemeinschaftlich aufzubauen, Heilpflanzen und Gemüse anzubauen und gemeinsam die heilsame Wirkung von Gartenarbeit und Beschäftigung mit der uns umgebenden und durchdringenden Natur, anzuregen. Wir möchten unseren Garten aber auch einfach nur als Ort der Stille und Geborgenheit, der Sicherheit und des Rückzugs aus der oft hektischen und belastenden Alltagswelt Berlins, verstehen. Wir möchten Wissen vermitteln in kleinen Workshops, in denen es natürlich einmal um verschiedene Anbauformen (zB das mittelamerikanische MILPA- System, Permakultur); um den Anbau, Nutzung und Heilwirkung von Heilkräutern und den Einfluss von einer gemüsereichen Ernährung auf die Gesundheit gehen soll. Doch auch das Erlernen von Entspannungstechniken im Grünen können wir anbieten. Alle Aktivitäten werden in Gemeinschaft besprochen, geplant und durchgeführt.

    Da hier die Erde auf dem Gelände in der Karpfenteichstraße sehr kontaminiert ist und eine Sanierung kaum möglich, haben wir uns entschieden vier Hochbeete und fünf Hügelbeete zu bauen. Außerdem soll auch ein Gewächshaus- Hochbeet konstruiert werden, um Regen- und Windempfindlichen Pflanzen wie Tomaten und Gurken, Schutz zu bieten. Des weiteren ist eine Kräuterschnecke geplant, um eine Auswahl an Heilkräutern zu pflanzen. Für das gemeinschaftliche Zusammenkommen sind auch ein Tisch und Stühle, welche ganzjährig außen stehen können, unerlässlich und wir haben bereits Ideen zusammengetragen, wie wir diese aufbauen können.

    Wir planen generell mindestens zweimal die Woche zusammenzukommen, aber vor allem am Pflanzanfang Ende April/Mitte Mai werden wir größere Aktionen zum Beispiel am Wochenende anbieten, um den Garten in relativ kurzer Zeit mit vielen Händen aufzubauen.

    Das Gartenkollektiv wollte tatsächlich bereits letztes Jahr mit dem Gartenaufbau anfangen, doch wurden seit Beginn des Angriffkrieges Putins alle menschlichen Ressourcen in die Unterstützung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine gesteckt. Dieses Jahr wollen wir den Garten komplett aufbauen.

    Die Gesamtfläche kann ich nicht einschätzen, da es sich um einen

    Wagenburg- Platz handelt. Unsere Gartenfläche ist geschätzt 100qm.

    Die Fläche gehört dem Projekte- und Wagenplatz KTS13. Es wurde mündlich eine Vereinbarung getroffen, dass wir diesen Teil der großen Gemeinschaftsfläche (mit auch anderen kleinen Gartenprojekten, zB von den Failing Femmes) nutzen dürfen für unseres Gartenprojekt. Wir sind eine Gruppe von 21 Menschen, die sich aus dem Casa Kuà- Kollektiv für das Gartenprojekt interessieren. Für die Beeteplanung sind drei

    Palletten- Hochbeete (ca1mx0,8m), ein Gewächshäusschen- Hochbeet und drei Hügelbeete (3x1m) geplant.


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  • Moros Garten lädt zum Sommerfest

    (Gu, Mail)
    Morosgarten – Gemeinschaftsgarten auf dem Wagenplatz Karpfenteich läd zum Sommerfest ein!

    Wir sind ein Gärtner*innen Kollektiv, dass vor allem Raum für Menschen mit Fluchterfahrung bietet.

    Wir haben für euch an diesem schönen Tage vorbereitet: Kuchenbasar (vegan/freegan), Umsonst-Flohmarkt, Tischtennis spielen, im Garten chillen, Beete bemalen Life-Konzerten von syrischen Musikerinnen lauschen, im Planschbecken baden und im Sandkasten spielen.

    Als Kollektiv vom Projekt- und Wagenplatz Karpfenteich wollen wir uns vorstellen und euch von der besten Seite zeigen, um euch als neue Gärtner*innen ins Kollektiv einzuladen.

    Wir freuen uns auf euch! Bringt gern eure Hunde und Verwandten mit! Es ist für alle was dabei – intergenerationell, sozusagen!


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  • Multitude-Garten arbeitet mit Flüchtlingen

    (Gu, Projektbesuch, 21.8.)

    Der Multitude-Garten ist auf dem Gelände „Karpfenteich Str. 13“, wo auch eine offene Metallwerkstatt und inzwischen der Lastenradbaucontainer, der bisher am Betahaus stand, sind (und noch einige andere Projekte). Ausgehend vom Verein Multitude, die in Aslybewerberheimen (sie sagen Lager) Sprachunterricht geben, letztes Jahr entstanden.

    Aus dem Jahresbericht von 2013:

    „Entstehung und Idee

    Das Multitude Garten Projekt wurde Anfang März 2013 ins Leben gerufen. Den Anstoß dafür gab die Gruppe „Rhizom“, welche ein weiträumiges Grundstück in der Nähe des Treptower Parks bewohnt und verwaltet. Sie trat mit der Idee an Multitude heran, auch Geflüchteten und Migrant_innen die Nutzung des Ortes möglich zu machen. Das relativ lose Konzept, das sich daraus entwickelte, sah vor, Geflüchteten dauerhaft einen geschützten Raum bereitzustellen, in dem sie gärtnerischen Tätigkeiten nachgehen können. Gemeinsam mit den Aktiven sollte sich somit ein Projekt generieren, das dazu beiträgt, den typischen Lageralltag zu vergessen und die Möglichkeit bereithält, sich alternativ zu beschäftigen. Neben diesem Aspekt sollte der Garten vor allem ein Platz für Austausch und Einbeziehung sein. Konkret hofften wir innerhalb des Beteiligtenkreises auf mehr zwischenmenschliche Kommunikation, auf Themen, die im Deutschunterricht meistens zu kurz kommen. In einem weiteren Kontext, ging es uns aber auch um die Frage, wie man Geflüchtete enger in die Strukturen von Multitude einbinden kann. Im Idealfall sollte sich hier nicht nur ein Raum auftun, der von Geflüchteten genutzt, sondern auch aktiv von Geflüchteten mitgestaltet wird.

    Das Garten- und Wohngelände, nicht weit vom Treptower Park, kann als weitläufiges Areal beschrieben werden, in dem zwischen viel Bäumen und Grün, eine Wohngemeinschaft und mehrere Projekte angesiedelt sind. Neben Schweißerei, Pizzeria, Band und Proberaum hat unsere AG einen belebten Platz gefunden, an dem sie im Laufe der Monate mehrere Hochbeete anlegte. Mittels Verteiler kommunizierten wir intern Termine, Ideen und Wünsche. Bei den zweiwöchigen Treffen, ab Mitte Mai 2013, wurden diese dann realisiert. Unterschiedliche Gemüse- und Nutzpflanzen (Tomaten, Radieschen, Kürbisse, Mangold, diverse Kräuter, Ringelblumen etc.) wurden gesät, gegossen und schließlich geerntet. Leider wurde jeder dieser Arbeitsschritte ohne das Beisein von Geflüchteten durchgeführt. Nach anfänglichen Fragen, wie wir Geflüchtete für unser Projekt begeistern können, entwickelte sich die Idee eines Multitude Picknicks: Ein gemeinschaftliches Essen und Beisammensein, das mit Hilfe mehrsprachiger Flyer in den betreffenden Lagern kommuniziert wird. Mit der Intention den Garten vorzustellen und schmackhaft zu machen organisierten wir für den 14. Juli und den 28. August ein solches Zusammensein. Es wurde gemeinschaftlich gegrillt, musiziert, Theater gespielt, geredet und erklärt. Aufgrund des schlechten Wetters und des Ramadans belief sich die Besucherzahl des ersten Picknicks auf ungefähr acht Aktive sowie fünfzehn Geflüchtete, die wir nicht langfristig in unser Projekt eigliedern konnten. Das zweite Picknick war erfolgreicher. Bei gutem Wetter verbrachten rund fünfzig Geflüchtete und Aktive einen angenehmen Nachmittag im Garten. Die Geflüchteten nahmen das Projekt zwar sehr positiv auf, doch über die Picknicks hinaus entwickelte sich kein tieferes Verlangen diesen Garten für sich nutzbar zu machen. Zum Herbstanfang hat sich die Situation nicht gebessert; das schleppende Vorankommen wurde durch einen schrumpfenden Kreis an Aktiven zusätzlich verstärkt. Am 19.10 organisierten wir ein abschließendes Multitude-Cafe um die Lebensmittel des Gartens sinnvoll zu verwerten. Auch dieses Treffen wurde sehr gut aufgenommen, konnte aber aufgrund der vorangeschrittenen Kälte nicht mehr im Garten stattfinden und somit auch nicht als Werbeschild für den Garten genutzt werden. Abgesehen von diesen einzelnen gemeinschaftlichen Aktivitäten ist es uns nicht gelungen, den Garten als freien Raum für Alle zu etablieren.

    Probleme der AG

    – Unvorteilhafte Lage des Gartens: weit weg von Lagern
    – Sichtweise der Geflüchteten: Gärtnern wird als Arbeit empfunden, nicht als Entspannung?
    – Schrumpfender Kreis an Aktiven über das Jahr hinweg
    – Mangelnde Kontinuität bzgl. der Treffen
    – Überforderung der Aktiven?: Abholen, Karten bezahlen, längere Treffen, schlechtes Wetter, schwierige Kommunikation, etc.

    Ausblick 2014

    – Anwerben von neuen Aktiven
    – Neues Jahr gleich mit gemeinschaftlicher Aktion starten (Kombination von Rekreation und Organisation – bez. letzterem v.a. gemeinsamer Austausch über zukünftige Strukturen, Tätigkeiten im Garten und über alles was zu einer gemeinschaftlichen Nutzung des Ortes hinführt)“

    Sie holen die Flüchtlinge aus den Lagern ab und fahren gemeinsam in den Garten. Es gibt eine Kerngruppe von ca. 10 (?) Leuten, die das machen und auch bei den Flüchtlingen gibt es eine Kerngruppe von jungen Männern, die immer dabei sind.

    Sie wollen nun noch öfters Picknicks veranstalten, um noch mehr Leute in den Garten zu holen, auch welche, die dann gar nicht gärtnern wollen.

    Sie haben beobachtet, dass die Flüchtlinge das geerntete Gemüse gar nicht mitnehmen wollen. U.a. aus sprachlichen Gründen haben sie noch nicht verstanden, warum. Eventuell gibt es Neid bei denen, die nicht dabei sind (wollen – denn es steht ja allen offen). Sie haben auch nicht nur die Leute in den Sprachkursen angesprochen, sondern Zettel in verschiedenen Sprachen in den Lagern aufgehängt. Es ist auch nicht nur ein Lager, sondern alle, die in der Nähe sind.

    Sie wollen gerne einen Grill bauen – und freuen sich über Kontakt zur Metallwerkstatt und den Low-Tec Leuten, die da ja eventuell auch was machen wollen.

    Es kann sein, dass sie sich an den Kosten für das Gelände beteiligen müssen und noch wissen sie nicht, wie sie das Geld dafür auftreiben sollen.

    Ob sie mit auf unsere Site wollen müssen sie mit den Leuten absprechen, die auf dem Platz wohnen (Wagenstellplatz).

    # Multitude Garten Berlin-Treptow

    # AsylbewerberInnen

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