(Gu aus Sachbericht vom 23.5.)
Die Leute vom Johannstadtarten in Dresden haben im Zeitraum 06/13 bis 05/14 mit von uns bewilligten Mitteln in Höhe von 2100 Euro (ich weiß nicht, ob sie noch andere Mitteln hatten) richtig viel gemeinsam gebaut/weiterentwicklet/angeschoben.
So haben sie einen Brunnen gebohrt: „Dieser wurde dann im Jahr 2013 auch unter Einsatz vieler Freiwilliger und des großen Engagements unseres Bautrupps auch in die Erde gebracht. Der gezielte Kauf angemessener Materialien sowie die Leihe entsprechender Hand-Werkzeuge ermöglichten uns tatsächlich, ohne Nutzung fossiler Brennstoffe oder Strom einen 8m tiefen
Schlagbrunnen zu setzen, wartungsfähige Rohre, flexible Anschlussvarianten sowie eine ästhetisch ansprechende Brunnenstube zu installieren“. Sie haben parallel ein Gewächshaus selber geplant und gebaut und zwar aus gebrauchter, gefundenener Fensterscheiben, die sie in einen metallischen, tragfähigen Rahmen bringen mussten. Dazu haben sie Schweißen gelernt – und in einer Werkstatt gearbeitet (gegen kleine Nutzungspauschale für Werkstatt und Schweißgerät) .
Sie haben Bodenverbesserungsmaßnahmen durchgeführt und Werkzeug angeschafft, da der Garten immer mehr auch zu einer DIY-Werkstatt wird. Sie haben ihren Bauwagen selber abgeschliffen und mit Leinöl wetterfest gemacht und auch ein Lastenrad gebaut. Sie wollten unbedingt so weit wie möglich unabhängig von der „automobilen Logistik“ werden. „Nach mehreren gemeinsamen Arbeitseinsätzen in entsprechenden Werkstätten wurde das Radnunmehr komplett zusammengeschweißt – eben im Frühjahr noch final straßentauglich gemacht und sogar in unseren Vereinsfarben lackiert. Trotz bevorzugter Verwendung von recycleten Teilen überstiegen hier die tatsächlichen Kosten für Material, Lack, Werkzeugnutzung und Zubehör“
Nicht mehr geschafft haben sie den Bau einer Sommerküche: „Ursprünglich war angedacht, unserem Bauwagen einen leichten Anbau zu verschaffen, der Bar, Spüle, Kochgelegenheit und Lagermöglichkeiten vereinen sollte.“. Sie wollen nun auch in eine andere Richtung gehen und nicht noch so ein Großprojekt gleich stemmen. Es wird eine gemeinsame Feuerstelle geben, über der mittels Dreifuß und großem Kessel Suppe und anderes gemeinsam gekocht werden kann.
Sie haben auch Bienen im Garten. Die erste Beute kauften sie. „Eine weitere Bienenbeute für ein zweites Bienenvolk wurde im
Frühjahr nun noch in einer Holzwerkstatt gebaut“ – mit aufklappbarem Schaufenster (mehr …)
Schlagwort: Bienen
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DIY im Johannstadtgarten Dresden
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neue Projekte im Hafengarten Offenbach
(Gu aus RSS vom 20.5.)
„Neue Projekte im Hafengarten
Mit am Tisch sitzt Alexandra Walken, die neue Projektleiterin im Team. „Es gibt für mich viel zu Organisieren und jede Menge Administratives“, sagt sie. „Dazu gehört bspw. die Vergabe der Plätze an die Pächter, für deren Anliegen ich jederzeit ein offenes Ohr haben muss.“ Sowohl die Halbtagsstelle von Walken, als auch die Tätigkeit von Scheid werden von der Mainviertel GmbH & Co. KG, der Besitzerin des Geländes, finanziert. „Wir arbeiten hier mehr, als eigentlich vorgesehen“, verdeutlicht Walken. „Aber das ist in Ordnung, denn die Arbeit macht uns viel Spaß.“ Zu ihrem Job gehört auch die Betreuung der neuen Projekte im Hafengarten. So wurde erst kürzlich der erste ein Bienenstock im Hafengarten angesiedelt, zur Sicherheit oben auf dem Bürocontainer. Eine weitere Initiative ist ein einwöchiges Praktikum für Schulabbrecher im Hafengarten, das gemeinsam mit Kids Offenbach ins Leben gerufen wurde. „Wir hatten bislang zwei Praktikanten, die uns geholfen haben, neue Hochbeete und eine Infotafel zu bauen“, informiert Scheid.
Da der Boden im Hafengarten belastet ist, werden Obst und Gemüse vor allem in Pflanzbehältern wie diesen Jutesäcken gzüchtet.
Auch über die weitere Gestaltung des Hafengartens haben beide Hafengärtnerinnen genaue Vorstellungen: „Damit unser Garten optisch noch schöner wird, sollte er mehr in die Höhe wachsen, z.B. würden wir gerne Sonnendächer und höhere Pflanzgestelle errichten“, verdeutlicht Walken. Und Scheid ergänzt: „Wir möchten weitere Aktionen und Workshops anbieten, bspw. zum Thema Kräuterzucht und dem Bau von Beeten aus Recycling-Material.“