Schlagwort: Boden

  • Freiburg: Projekt zur Bodensanierung mit Pflanzen

    (NL)
    Plants for Future
    Klimagärtnern und Perspektiven für belastete Böden

    Gemeinsam regenerieren wir unsere Böden und schützen das Klima

    Projektzeitraum: April 2025 bis März 2026

    Regeneration von belastenen Böden mit Pflanzen

    In unserem innovativen Projekt zeigen wir agrarökologische Möglichkeiten zur Bodensanierung belasteter Böden auf. Am Freiburger Stadtrand kultivieren und verarbeiten wir gemeinsam Faserpflanzen, die durch Phytosanierung Böden reinigen können. Zusätzlich machen wir humusaufbauendes Klimagärtnern und klimafreundliche Ernährung praktisch erfahrbar.

    Haupt-Inhaltsfeld

    Phytosanierung mit Brennnesseln, Sonnenblumen & Co.

         Erfahren Sie, wie Pflanzen Schwermetalle aus belasteten Böden ziehen

         Lernen Sie den Anbau und die Pflege von Sanierungspflanzen

         Entdecken Sie die vielfältigen Eigenschaften der Brennnessel

    Klimagärtnern praktisch erleben

         Humusaufbau mit Pflanzenkohle und Kompost

         Wassersparendes und biointensives Gärtnern

         Schwammgärtnern für den Klimaschutz

    Faserverarbeitung entdecken

         Verarbeitung von Hanf und Brennnessel zu nützlichen Produkten

         Workshops zur Herstellung von Körben, Teppichen und mehr

         Nachhaltige Kreislaufwirtschaft erleben

    Mitmachaktion: „Pflanzenkur für belastete Böden“

    So funktioniert’s:

         Kostenlose Anmeldung bei unserem Projektteam

         Sie erhalten Anleitungen und Infos per E-Mail

         Legen Sie eigene Versuchsbeete in Ihrem Garten oder Hof an – die Versuchsflächengröße ist egal!

         Nehmen Sie an drei kurzen Umfragen teil

         Besuchen Sie unsere kostenlosen Workshops

         Tauschen Sie Erfahrungen mit anderen Teilnehmenden aus

    Weitere Infos und Anmeldunge

    hier:https://junghof-kappel.de/projekte/plants-for-future

    (mehr …)

  • Wuppertal: Zirkus zu Boden im Nachbarschaftsgarten

    (alerts)
    „Cirque du Soil“ – Vom Humus Lernen Luftartistisches Spektakel

    Mit poetischen, komischen, artistischen und interaktiven Szenen nehmen wir das Publikum mit auf eine Reise in den Microkosmos unserer Welt. Mit Sideshows und Workshops
    Nachbarschaftsgarten  am BOB CAMPUS
    42277 Oberbarmen
    erreichbar über die Eingänge Wichlinghauser Str. 38, Max-Planck-Straße 19 und die Nordbahntrasse

    Wir bieten den Kleinstlebewesen eine Bühne, machen
    die Sorge und Pflegearbeit von Gärtner*innen sichtbar,
    suchen nach den besten Kompostgeschichten und kombinieren
    alles mit den Geräuschen der Gärten.
    Mit Luftartistik und Trapez-Choreografien erzeugen wir
    einen neuen Blick auf und in den Boden unserer Erde.
    Eingebettet wird das Spektakel in Workshops zu Humus,
    Erde, Mikroben & Zirkus mit abschließendem gemeinsamen
    Essen im Garten.

    Produktion korb + stiefel | gefördert vom Fonds Darstellende Künste
    www.post-anthropozentrischer-zirkus.de

    https://www.njuuz.de/home/kultur/cirque-du-soil-vom-humus-lernen-luftartistisches-spektakel/ (mehr …)

  • Freiburg: Wandelgarten will Boden und Wasserversorgung verbessern

    (Antrag, Antworten)

    Aktivitäten für die wir eine Förderung beantragen:

    A) Aktivitäten zur Senkung des Wasserbedarfs aus dem Dorfbach (dessen Wasserstand in
    vergangenen Sommern bereits in Notbereiche geraten ist und unsere einzige Wasserquelle ist)

    1. Mehr Regenwasser speichern unter Verwendung von zwei IBC-Containern.

    2. Den älteren Menschen das Gießen erleichtern durch Schlauchanschluss an den IBC-
    Container.

    3. Dachfläche, Regenrinne und Abfluss des Geräteschuppens erweitern, um mehr
    Regenwasser speichern zu können.

    B) Aktivitäten zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit

    1. Kompost-Kur: Da die (Aushub-)Erde, die wir 2020 von der Stadt Freiburg erhalten haben
    besonders viele Steine und so gut wie keinen Humus hatte, ist die Wasserhaltefähigkeit
    der Erde sehr gering. Damit die Beete das Wasser besser speichern können, haben wir
    ihnen Anfang 2021 (angeregt durch Marie von „Wurzelwerk“, www.wurzelwerk.net) 10 –
    15 cm Kompost gegönnt.

    2. Bewirtschaftete Fläche verbessern durch Anlage von 7 „Kompostbeeten“ nach Marie
    von „Wurzelwerk“.

    C) Aktivitäten zur Förderung der Artenvielfalt

    1. Mehr (Beeren-)Sträucher pflanzen, die das gesamte Gartensystem unterstützen:
    Wasserhaushalt, Pilze (Mykorrhiza) im Boden, Nahrung für Menschen und Tiere (Vögel) –
    angeregt durch Dr. Noemi Stadler Kaulich (Dynamischer Agroforst) und Dr. Markus Strauß.

    2. Weiterer Anbau von alten oder wenig bekannten samenfesten Kultur- und
     Wildpflanzen

    3. Anlage eines Bereiches für die Jungpflanzenanzucht unter der rechten
    Dacherweiterung des Gartenhäuschens

    D) Aktivitäten zur Förderung der Bildungsarbeit und von Veranstaltungen

    1. Erneuerung der Eingangstafel

    2. Anlage einer kleinen Komposttoilette und eines einfachen Pissoirs unter der linken
    Dacherweiterung des Gartenhäuschens

    • Wie habt ihr bisher Regenwasser geerntet, woher kommt das restliche Wasser?

    Bisher haben wir das Regenwasser über das Dach unserer Gerätehütte (6 qm) in einer üblichen grünen Wassertonne (300 l) geerntet. Das reicht aber nicht weit, zumal die Dachrinne viel zu schmal ist und das Abflussloch zu klein ist. (Außerdem habe ich Bedenken, dass das Regenwasser durch die Dachpappe verseucht wird).
    Darüber hinaus haben wir Zugang zum Dorfbach, einem kleinen, flachen Bach, der etwa 40 m bis 75 m von den Beeten entfernt ist. Von dort ist es uns nicht erlaubt das Wasser mit einer Pumpe zu entnehmen. Wir dürfen es mit Gießkannen holen, die aber besonders im Sommer, wenn der Wasserstand sehr niedrig ist, nur schwer zu füllen sind. Und gerade dann sind auch viele Mitgärtner:innen verreist. Das Wasser des Dorfbaches ist recht kalt – was ja der Frische zugute kommt – für die Pflanzen aber zu kalt sein kann. Deshalb haben wir auch das Wasser zum Aufwärmen vorab in die Wassertonne befördert.

    • Wer wird die Arbeiten zur Erweiterung der Dachflächen machen?

    Fünf Mitgärtner:innen (darunter eine praktisch begabte Architektin) und ein Gärtner aus dem Garten, wo ich die letzten Terra Preta Kurse veranstaltet habe. Wir hatten auch einen Beratungstermin mit einem Fachmann.

    Ja, das können wir gerne machen. Eine Beschreibung, wie Kompostbeete angelegt werden, findest du hier.
    [Übrigens leitet der Link unter dem Webinar „Kompost – Das Gold des Gärtners“ bei mir nicht zur Präsentation].

    • Die Kosten für den Kompost habt ihr schon bezahlt?

    Ja, ich hatte unser Vorhaben vorab mit dir telefonisch besprochen. Du fandest unser Vorhaben gut und wolltest dich dafür einsetzen, dass die Kosten für den Kompost von der anstiftung übernommen werden. Die Mittel, die wir dafür derzeit verwendet haben, sind Eigenmittel für unser Projekt „Füttert die Regenwürmer!“, für das wir eine 80%ige Förderung über die Deutsche Postcode Lotterie erhalten haben. Ich hatte – statt den Antrag fertig zu stellen – u.a. die Vorstellung des WandelGartens beim ersten „Gärten im Gespräch“ am 8.4.2021 vorbereitet.

    • Wie lange habt ihr die Fläche sicher?

    Wir haben sie solange sicher, wie dort keine Garage gebaut werden muss. Sie müsste gebaut werden, falls viele Haushalte, die derzeit autofrei leben, sich entscheiden würden ein eigenes Auto haben zu wollen und jeweils ca. 25.000 € (der Preis ist noch vom Jahr 2000 – die Baukosten dürften inzwischen deutlich höher liegen) für den Bau der Garage aufbringen würden. Unser Stadtteil ist mit ca. 30 Carsharing-Fahrzeugen recht gut versorgt. Außerdem gibt es eine gute Straßenbahnanbindung und drei Busslinien. Der Verein für autofreies Wohnen e.V. kümmert sich darum, dass die Fläche als Gemeinschaftsgarten, Erholungs- und Kulturraum erhalten bleibt. Er mietet Garagen an für Menschen, die aus irgendeinem Grund doch ein eigenes Auto brauchen (rechtlich dürfen die Menschen nicht einfach selbst eine Garage anmieten).

    • Sind die Kosten für die Komposttoilette und die Eingangstafeln die Kosten für das Material zum Bau?

    Ja. Nur Materialkosten, soweit möglich auch gebraucht.

    (mehr …)

  • München: wir fördern einen Bodenkoffer für die Gemeinschaftsgärten

    (Antrag/Antworten)

    Das Team um Manfred Pennwieser, Bodenforscher und Biobauer aus Schwand, hat mit dem „Bodenkoffer“
    und der dazu gehörigen Auswertungsapp ein einfach anzuwendendes und didaktisch überzeugendes
    Werkzeug zur ganzheitlichen Bodenanalyse geschaffen. (https://bodenkoffer.at)
    Im Gegensatz zu einer konventionellen chemischen Bodenanalyse, die sich in der Regel die Parameter
    Bodenart, pH-Wert, Humusgehalt, sowie den Gehalt an Phosphor, Kalium, Magnesium, Bor, Kupfer, Eisen
    und Zink ermittelt, hilft der Bodenkoffer, den Boden in seiner Gesamtheit zu verstehen:
    In 10 Stationen kann ein Boden nach physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren (wie z.B. die
    Analyse von Zeigerpflanzen und Bodenlebewesen) beurteilt werden, um seinen jeweiligen Zustand und die
    damit einhergehenden Bedürfnisse festzustellen. Zu jeder Station gibt es ein Erklärvideo und alle
    Werkzeuge, die für die Analyse benötigt werden.
    Die Werte können mit Hilfe einer App am Handy digital erfasst werden. Als Auswertung erhält man per E-
    Mail eine wissenschaftliche Einordnung der Befunde. Die Anwendung dieser Methode ermöglicht eine
    vergleichende Langzeitanalyse des Bodens, die eine praktische Orientierung für dessen künftige Pflege
    hinsichtlich einer verbesserten Bodenstruktur gibt.
    Lernbedarf der urbanen Gärten
    Urbane Gärten beschäftigen sich im Zusammenhang mit Gemüseanbau und gesunder Ernährung intensiv
    mit den Methoden zum nachhaltigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Die Zusammenhänge von
    Humusaufbau, Bodenstruktur, Bodengesundheit und Pflanzenernährung sind hochkomplex; wichtige
    wissenschaftliche Aspekte sind in den praxisorientierten Projekten schwer vermittelbar. Oft wird recht
    willkürlich gedüngt, weil der Boden vereinfacht als Nährstofflieferant für Pflanzen verstanden wird. Mit
    dem didaktischen Konzept des Bodenkoffers wird das Zusammenspiel der verschiedenen
    Bodeneigenschaften begreifbar gemacht und der Boden als lebendiger, sich wandelnder Organismus vor
    Augen geführt. In der Summe entsteht ein Verständnis für die Praxis der ökologischen Landwirtschaft und
    für die Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzenschutz, Ernährung, Biodiversität und Klimaschutz.  
    Bodenwissen in den Gärten wachsen lassen
    Unsere Idee ist es, mithilfe des Bodenkoffers das notwendige Praxiswissen über das Netzwerk urbaner
    Gärten in die unterschiedlichen Gartenprojekte zu bringen. Die Geografin und Projektbeteiligte Ruth Mahla
    hat sich den Bodenkoffer ausgeliehen und dessen Anwendung getestet.  
    Unserer Einschätzung nach benötigt die Anwendung des Bodenkoffers eine qualifizierte Anleitung, also die
    Vermittlung durch eine erfahrene Expertin. Ruth Mahla würde diese fachliche Begleitung übernehmen.
    Zum einen sollen Workshops für Interessierte in bestehenden Gemeinschaftsgärten am Ökologischen
    Bildungszentrum und im StadtAcker stattfinden. Darüber hinaus sollen Workshops in weiteren
    Gemeinschaftsgärten vor Ort ermöglicht werden.
    Ziel ist es, Gartenaktive darin zu ermächtigen, ihre Böden mit den Werkzeugen des Bodenkoffers selbst zu
    analysieren, die Qualität ihres Bodens zu beurteilen und das Wissen weiterzugeben. Längerfristig sollen
    eine fachgerechte Bodenbeurteilung und die daraus resultierende Bodenpflege für alle Gartenprojekte
    selbstverständlich werden.

    • Wie viele der Münchner Gemeinschaftsgärten haben Interesse an der Nutzung des Bodenkoffers? Wie wurde dieses Interesse abgefragt? 

      Das Interesse wurde beim Netzwerktreffen am 22.3.2022 abgefragt. Bei diesem Treffen waren 15 Teilnehmer*innen anwesend. Die Idee des Bodenkoffers stieß auf allgemeines Interesse. Besonderes Interesse bekundeten folgende Gemeinschaftsgärten, deren Vertreter*innen anwesend waren: Sonnengarten Solln, Bienengarten Pasing, Freiluftgarten Freiham, StadtAcker und Experimentiergarten am ÖBZ. Allerdings ist der Kreis der Gemeinschaftsgärten noch deutlich größer. Wir gehen davon aus, dass es weitere Gemeinschaftsgärten gibt, die den Bodenkoffer einsetzen würden. Dazu zählen v.a.: EineWeltHaus-Garten, Gemeinschaftsgarten der Vielfalt der IG-Feuerwache, Interkultureller Gemeinschaftsgarten Blumenau, Interkultureller Gemeinschaftsgarten Grünstreifen Oberföhring, o’pflanzt is, Waldschmausgarten, Bewohnergärten Gotteszeller Straße, Bewohnergarten ZAK Neuperlach. 

      Wir erwarten zudem, dass das Interesse mit den Erfahrungsberichten aus den anderen Gärten wächst. Die Methode wird über den Newsletter und bei den nächsten Netzwerktreffen erneut beworben.

    • Wie transportabel ist der Koffer?  

      Der Koffer ist gut transportabel. Alle Utensilien sind kompakt in einem rollbaren handlichen und stabilen Case untergebracht, so dass er durchaus auch mit dem Rad oder via ÖPNV transportiert werden kann.
       

    • Wer kümmert sich um Ausleihe und „ordentliches Zurückbringen“? Wie wäre die Ausleihe organisiert? 

    Diese Aufgabe würden wir im ÖBZ übernehmen. Die Ausleihe würde über eine Terminanfrage telefonisch oder per Mail im Infobüro oder bei Frauke Feuss erfolgen. Die Daten der Ausleihenden, Abhol- und Rücktermin werden dokumentiert, ebenso wie der aktuelle Inhalt. Verbrauchsmaterialien werden ggf. ergänzt.

    • Wie wird in allen Gemeinschaftsgärten Münchens bekannt gemacht, dass es diesen Koffer gibt?  

    Die Bekanntmachung wird zielgerichtet für die Gemeinschaftsgärten erfolgen, über die Homepage und den Newsletter von UGM, die Homepage ÖBZ, Netzwerktreffen und Mund-Propaganda.

    • Wie werden die Workshops dokumentiert, so dass Gärten/Interessierte, die nicht bei den Workshops dabei sein können, den Koffer dann trotzdem eigenständig nutzen können? 


    Wir werden Videoclips zur Handhabung bei einem der Workshops anfertigen, die die bestehenden Videoanleitungen ergänzen

    • Wird der Koffer pro Garten dann nur 1x genutzt oder ist das jedes Jahr sinnvoll und attraktiv? 

    Es ist sinnvoll, die Methoden des Bodenkoffers mehrfach anzuwenden, um eine Langzeitbetrachtung des Bodens und ggf. der Wirkung eingeleiteter Verbesserungsmaßnahmen zu erfassen. Vor allem wenn Bodenverändernde Maßnahmen durchgeführt werden, empfiehlt sich eine mehrfache Beprobung, um Vorher-Nachher-Effekte feststellen zu können.

    • Wäre auch ein Online-Workshop zur Nutzung denkbar, der dann aufgezeichnet wird? 

    Der haptische Bezug zum Boden ist für das Verständnis und für die Schulung unabdingbar. Ein Online-Workshop würde die Schulung vor Ort nicht ersetzen können. Die Videodokumentationen könnten aber als Online-Einführung bzw. für die Nachbereitung hilfreich sein.

    • Kann das ÖBZ die Kosten für die Workshops übernehmen? 

    Den Koffer würden wir gerne niederschwellig anbieten, damit die Gemeinschaftsgärten die Methoden auch nutzen. Daher würden wir die Einführungsworkshops zunächst ohne TN-Gebühr anbieten. Ziel ist es aber, in den einzelnen Gemeinschaftsgärten Menschen zu „Bodenexpert*innen“ zu qualifizieren, die das Wissen und ihre Erfahrungen innerhalb des Gartens oder auch darüber hinaus weitergeben können.

    • Was fällt an Verbrauchsmaterialien an? 

    Es fallen nur geringe Kosten für Verbrauchsmaterialien an (z.B. Salzsäure, die in der Apotheke nachgekauft werden kann)

    • Welche anderen Gärten, bis auf die ÖBZ-Gärten und der Stadtacker sollen Orte für die Workshops werden? 

      Sonnengarten Solln, Bienengarten Pasing und Freiluftgarten Freiham haben ihr konkretes Interesse bekundet.  

    (mehr …)

  • Aktionswochen 2017 der Wuppertaler Gärten

    (Gu, Mail)
    Auch in 2017 (zum dritten Mal) haben das Wuppertaler Gemeinschaftsgartennetzwerk eine tolles Programm auf die Beine gestellt.
    Der Gartenboden „Hortisol“ ist der Boden des Jahres 2017 und Thema der Aktionswochen vom 22. April bis zum 6. Mai 2017. Wir möchten aufmerksam machen auf die Bedeutung des Bodens, auf die Vielfalt der Lebewesen in und auf ihm und auf Möglichkeiten, wie jeder ganz einfach zum Bodenschutz beitragen kann und wie wir die Humusrevolution jetzt beginnen können.
    http://www.wuppertals-urbane-gaerten.de/gesund-ist-wer-im-dreck-wuehlt/ (mehr …)

  • dritte Aktionswochen Wuppertals urbaner Gärten

    (Gu, RSS)
    Vom 22. April bis zum 6. Mai 2017 findet auf dem Karlsplatz im Rahmen der dritten Aktionswochen Wuppertals urbane Gärten ein Bodenschutzaktionstag und in ganz Elberfeld eine Schaufensteraustellung zum Thema „Bodenschutz urban“ statt. Unser Ziel ist es, die Wichtigkeit des Bodenschutzes im Bewusstsein der Bevölkerung und Entscheidungsträger zu verankern sowie die Bedeutung lokaler, von Bürgerinnen und Bürgern getragener Aktionen, Projekte und Initiativen, wie beispielsweise Kleingärtnern, Urban Gardening, Baumpflanzaktionen, Hofbegrünungen etc. für den Bodenschutz in der Stadt hervorzuheben, zumal Wuppertal seit 2005 Mitglied im Bodenbündnis (ELSA) ist. Dadurch sollen weitere Bürgerinnen und Bürger in den Quartieren dazu motiviert werden, sich für ein Mehr an Bodenschutz und Stadtgrün vor Ort einzusetzen. 2017 ist der „Gartenboden“ der Boden des Jahres. Deshalb veranstalten wir am 22. April einen Bodenschutzaktionstag zum Gartenboden auf dem Karlsplatz in Zusammenarbeit mit der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA), dem Fachbereich 32 (Bodenschutz, Altlasten, Ökotoxikologie), des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW und dem Geologischer Dienst und mit Unterstützung der Rathausgalerie.

    Uns ist es zudem gelungen, für die Zeit der Aktionswochen die Ausstellung „Bodenschutz urban“ des Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) aus Berlin nach Wuppertal zu holen, die an die Gegebenheiten hier vor Ort inhaltlich angepasst werden soll. Die Ausstellung wurde bisher in verschiedenen Städten im ganzen Bundesgebiet (Berlin, München, Leipzig, Hamburg und Köln) gezeigt und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und Umweltbundesamt (UBA) gefördert. http://www.bodenschutz-urban.de/ Durch den Aktionstag, die Ausstellung und die begleitenden kostenlosen Veranstaltungen soll eine Vernetzung von Umweltverbänden, Garten-Initiativen, Kleingartenverband und Stadtverwaltung sowie Politik befördert und eine Diskussion zum Thema urbaner Bodenschutz und urbanes Grün angestoßen werden. Wir wollen darauf hinwirken, dass Stadtplanung und -gestaltung z.B. auch bei der Qualitätsoffensive Innenstadt Elberfeld vermehrt zukunftsweisende ökologische Aspekte mit einbezieht und der fortschreitenden Versiegelung von Böden und Aufheizung des Kleinklimas in urbanen Räumen entgegenwirkt anstatt sie zu befördern. Die Aktionswochen sind zudem ein Beitrag und Angebot zu einer nachhaltigen Umweltbildung nicht nur für Schüler und Schülerinnen. Die dezentrale Ausstellung ist als Schaufensterausstellung konzipiert und natürlich durchgehend geöffnet. Sie soll im Vorfeld nach und nach im Innenstadtbereich Elberfelds, im Luisenviertel, der Nordstadt und am Ostersbaum in leerstehenden Ladenlokalen und bei Garteninitiativen aufgebaut werden. Die Ausstellung wird von Aktiven der Urban Gardening Initiativen (Inselgarten Friedrichstraße, Stadtgarten Lederstraße, UtopiastadtGarten Mirker Bahnhof, Wandelgarten Luisenstraße, Honiggarten Pressburger Treppe, Bergische Gartenarche u.a.) erarbeitet und kuratiert. Die gesamte Organisation wird ehrenamtlich erbracht. Die Ausstellung im Rahmen der Aktionswochen Wuppertals urbane Gärten wird von umfangreichen und vielfältigen Vortrags- Workshop, Film- und Aktionsprogramm sowie Stadtführungen begleitet werden, das derzeit erarbeitet wird. Den aktuellen Stand können Sie jederzeit online einsehen: http://www.wuppertals-urbane-gaerten.de/events/list/

    Bereits jetzt stehen schon eine Reihe von Kooperationspartnern fest. Weitere werden noch dazu kommen: Bergische Gartenarche im Wupperviereck e.V. BUND-Kreisgruppe Wuppertal DiakonieKirche / Wuppertaler Stadtmission e.V. Förder- und Betreiberverein Pro Mirke e.V. Förderverein Historische Parkanlagen Wuppertal e.V. Honiggarten Inselgarten Kopp auf! Wuppertaler Initiative für nachhaltige Entwicklung e.V. Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V. Projekt Urban Gardening Neue Arbeit Neue Kultur Bergische Region e.V. Stadtgarten Lederstraße Stadtverband der Gartenfreunde Wuppertal Station Natur und Umwelt UtopiastadtGarten Uni Wuppertal Wandelgarten (mehr …)

  • Lernort Wandelgarten

    (Gu, Mail)

    Lernort WandelGarten Vauban

    Im Jahr 2016 hat sich der WandelGarten als Projekt der Transition Town Freiburg weiterentwickelt – als experimentierfreudiger, lebendiger und für alle offener Gemeinschaftsgarten. Menschen ohne und mit Migrationshintergrund aus den Stadtteilen Vauban und St. Georgen sowie Merzhausen nutzen den Garten gemeinsam. Beerensträucher, Blumen und Stauden umrahmen den Garten, emsig besucht von den Bienenvölkern des Vauban-Imkers Wolfgang Berger. Viele sind erstaunt, welche Vielfalt an bekannten und weniger bekannten Gemüsesorten und Kräutern sowie an Anbauformen (Hoch-, Hügel- und Lasagnebeete) sich in der Mitte des 800qm-Areals befindet.

    Die Garten-Aktiven sehen es als wichtig an, auch den Austausch mit Passanten und Besuchern sowie Besuchergruppen aus aller Welt zu pflegen. So gärtnern Menschen aus Frankreich, Spanien, Kolumbien, Kroatien und Palästina mit. Benutzer von Bus und Straßenbahn nutzen Wartezeiten an der Umsteigestelle direkt am Garten zu Stippvisiten und fragen uns Löcher in den Bauch.

    Soja-Projekt. Der WandelGarten entwickelt sich inzwischen zum beliebten Lern- und Austauschort für biologisches Gärtnern ohne Chemie und Maschinen und für neue Ideen. Kompostwürmer als Wurmhumus -Produzenten, Bokashi und Erdisieren sind Experimentierfelder. Mulchen unbedeckter Erde mit verschiedenen Mulchstrategien, zum Beispiel auch mit Schafswolle, hält den Boden feucht und fruchtbar und spart Wasser. Der Bau von Sonnenfallen-Beeten sowie der Anbau von Sojabohnen im 1000-Gärten-Projekt fanden großes Interesse. Der Universität Hohenheim konnten wir im September mehr als 4000 Hülsen mit Sojabohnen zusenden. An der Hochschule wird zusammen mit der Freiburger Firma Taifun mit den Ernte-Erträgen aus mehr als 2000 teilnehmenden Gärten erforscht, wo welche Sojasorten in Deutschland am besten gedeihen, um Soja hier heimisch zu machen.

    Im Projekt „Guten Boden machen“ konnten die Aktiven Jahr 2016 fast 1600 Liter hochwertigen Wurmkompost herstellen in einer Anlage, die aus Euro-Paletten gebaut wurde. Unterstützt wurden sie dabei von der Kantine in der VillaBan, dem Kinderabenteuerhof, der Limette, Five Senses und Elephant Beans – mit Bio-Gemüseresten, Mist, Jutesäcken und Kaffeesatz.

    Wurmkompost herstellen. Im Sommer starteten die ersten Vor-Ort-Workshops zum Wormfarming. 30 Teilnehmer kamen zu den drei Samstagsworkshops und konnten Knowhow und eine Kompostwurm-Population im Substrat mitnehmen, um damit wiederum in Eigenregie Wurmhumus am Haus, im Garten oder Schulgarten herzustellen. Die Workshops werden im Frühjahr 2017 wieder aufgenommen.

    Ort der Begegnung und Kommunikation. Immer mehr entwickelt sich der Garten auch zum Begegnungsraum für Menschen aller Generationen und ethnischen Kulturen, die sich dort treffen, um sich umzuschauen oder zusammen aktiv zu werden. So entstehen viele spontane Gespräche zu biologischer Landwirtschaft, Ernährungssouveränität, dem Teilen von Ernte und Wissen, erneuerbaren Energien, autofreiem Wohnen und vielen Vauban-Themen.

    Vier Schulklassen nahmen 2016 am Kleeblatt-Projekt „Paprika statt Parkplatz“ teil, das gemeinsam mit der Innovation Academy, dem Autofreiverein und dem International World College geplant und im Juli im WandelGarten durchgeführt wurde. Sie untersuchten zum Beispiel, wie viele Hochbeete auf einen Parkplatz passen und wie viel Gemüse man dort anbauen könnte. In den Sommerferien betreuten wir zusammen mit dem Gartenamt eine Gruppe von Ferienpasskindern. Sie konnten den Garten erforschen, Kartoffeln ernten, das Leben der Kompostwürmer und im Bach erkunden und Kräuter suchen, aus denen sie sich Tee zubereiteten.

    Lernort Permakultur. Mehrere Dozenten der Permakultur aus Deutschland, Kenia und Spanien nutzten den Garten als Anschauungs- und Lernort.

    Regelmäßige Aktivitäten. Die Aktiven trafen sich 2016 in der Regel zweimal wöchentlich nachmittags im Garten. (mehr …)

  • Bodenschutzausstellung bei o´pflanzt is eröffnet

    (Gu, Newsletter)
    Juchu, und unterirdisch hereinspaziert! Am 22. April haben wir bei strahlendem Sonnenschein die wundervolle Wanderausstellung „Bodenschutz Urban“ eröffnen dürfen! Im Anschluss an die ersprießliche Eröffnungsrede vom (Mit)Entwickler der Ausstellung Patrick Konopatzki (UfU e.V.) gings auch schon an die Wurzel der Materie und von Nicola Selmayr (Ludwig Engelharts organische Dünger) erfuhren wir Spannendes zur Herstellung und Verwendung von organischem Dünger. Dr. Christian Hoffmann ließ uns am nächsten Tag die bunte Vielfalt der Böden mit allen Sinnen erfahren.

    Weiter geht es ab dem Wochenende mit den nächsten Workshops (die Links führen zu den Details der jeweiligen Veranstaltung in unserem Kalender): (mehr …)

  • Bodenausstellung und AG zu Flüchtlingen bei o´pflanzt is

    (Gu, Newsletter)
    Wir freuen uns, Euch mitteilen zu dürfen, dass die Wanderausstellung „Bodenschutz Urban“ nach den Berliner Prinzessinnengärten nun bei uns gezeigt wird!
    Sie richtet sich an alle, die mehr über Böden in unseren Städten erfahren wollen.

    In anschaulicher Weise werden die Grundlagen von Bodeneigenschaften und Bodenfunktionen nähergebracht, typische Stadtböden vorgestellt und die Belastungen von Böden in urbanen Räumen erläutert.

    Ein buntes Rahmenprogramm von Vorträgen über Workshops konzentriert sich auf ganz praktische Themen wie „Hochbeet- und Wurmkistenbau“, „Terra Preta“ oder „Bodenfruchtbarkeit erhalten“ und lädt zum Mitmachen ein.

    Es wird bald eine gesonderte ausführliche Einladung dazu geben!

    Vorab-Infos: www.bodenschutz-urban.de

     ——————————————————————————————————

    Donnerstag, 7. April · ab 18 Uhr · im Garten
    Austausch für Ehrenamtliche, die sich für minderjährige Flüchtlinge engagieren

    Bei uns im Garten gibt es ein regelmäßiges Treffen von Ehrenamtlichen, die sich für (unbegleitete) minderjährige bzw. junge Flüchtlinge engagieren.
    Das Treffen soll einen offenen Austausch – Vernetzung zwischen Ehrenamtlichen und Initiativen – ermöglichen.

    Wer mag, kann gerne etwas für den Grill* oder etwas Süßes mitbringen… für alle oder für sich selbst. Wenn das Wetter schön ist, dann gibt’s sogar selbstgebackene Pizza aus dem Lehmofen.

    * Der Garten ist vegetarisch, bitte nehmt Rücksicht darauf und bringt keine Fleischprodukte mit.

    (mehr …)