Schlagwort: Brache

  • Neutopia: noch ein Gemeinschaftsgarten in Halle

    (Gu aus Antrag und Antworten)
    In Halle Neustadt entsteht auf der Brache einer ehemaligen Schule der Gemeinchaftsgarten Neutopia

    Die Fläche zum Gärtnern ist ca. 800qm groß. Sie ist offen zugänglich. Es gibt kein Tor oder Tür, sondern Lücken zwischen dem Weidenzaun und der Benjeshecke, damit es für jedeN offen zugänglcih ist und zum mitmachen einlädt. Der Zaun/die Hecke sind optische Markierung der Pachtfläche, damit für alle ersichtlich ist, wo gepflanzt werden kann. Die Pachtfläche ist nur ein kleiner Teil der gesamten Brachfläche der Stadt Halle, daher ist eine Abgrenzung nötig.

    – wie sieht die Nutzungsvereinbarung mit der Stadt aus? Gibt es eine Befristung? Auf was beziehen sich die fünf Jahre? Müssen Sie Pacht zahlen und wie hoch ist die Pacht?

    Congrav e.V. ist Pächter der gesamten Fläche (Turnhalle inkl. Freifläche). Die Fläche selbst wird zunächst als Zwischennutzungsfläche von der Stadt Halle (Saale) zur Verfügung gestellt bis 31.12.2021. Der Halle-Neustadt-Verein ist „Unterpächter“ von Congrav. Hierzu gibt es bislang nur eine mündliche Nutzungsvereinbarung sowie zwischen dem Halle-Neustadt-Verein und dem GartenWerkStadt e.V.. Eine schriftliche wird derzeit erarbeitet. Ein symbolischer Pachtbetrag wird durch Congrav an die Stadt gezahlt, der Halle-Neustadt-Verein und die GartenWerkStadt e.V. zahlt nichts.

    – wie groß ist die Gruppe, die das Gartenprojekt mit plant und gärtnern möchte und wie setzt sich diese Gruppe zusammen?

    Derzeit sind es ca. 14 GartennutzerInnen. Darunter sind MitarbeiterInnen von SPI und Halle-Neustadt-Verein sowie PraktikantInnen und der GartenWerkStadt e.V., die die Aktivitäten im Garten koordinieren. Die anderen 8 GartennutzerInnen sind Hobby-BotanikerInnen und GarteneueinsteigerInnen (StudentInnen und Arbeitssuchende) und Anwohnende, darunter zwei Grundschulkinder, die seit dem Tag der offenen Tür mit Congrav (Eröffnung der Turnhalle) am 18.02.2017 dabei sind oder zu den gemeinschaftlichen Bau- und Pflanzaktionen am Freitag im letzten Monat dazugestoßen sind.

    – wie viele Beete soll es geben und sind diese alle gemeinschaftlich oder soll es auch individuelle Beete geben? Können Interessierte anbauen, was sie wollen?

    Derzeit gibt es 5 Gemeinschaftsbeete, 2 weitere sollen entstehen. Individuelle Beete kann es auch geben, wenn es gewünscht wird. In Gemeinschaftsbeeten wird das angebaut, was in der Gemeinschaft besprochen wird (Freitagsgruppe) und auf den individuellen Beete kann alles angebaut werden, was gewünscht ist – außer genverändertes Saatgut. Bäume und Sträucher müssen vorher abgesprochen werden.

    – wer entscheidet (hat entschieden), was angebaut werden soll und dass es Themenbeete geben soll??

    Das bisher Angepflanzte und Gesäte sind Schenkungen und Spenden anderer Gärten, von Privatpersonen oder von den GartennutzerInnen selbst, die beim Säen und Anpflanzen dabei sind und mitbestimmen, was wie viel wo in die Erde soll. Absprachen mit den 6 anderen GartennutzerInnen vom Halle-Neustadt-Verein und SPI-Ost erfolgen wöchentlich per E-Mail, Telefon oder am Freitag direkt auf der Fläche. Das Anlegen von Themenbeete oder andere vorbestimmte Vorhaben sind für das angeleitete Gärtnern mit Schulgruppen oder Workshops mit anderen Gruppen angedacht und erfolgen durch GartenWerkStadt e.V. oder MitarbeiterInnen vom Halle-Neustadt-Verein oder SPI-Ost. Information und Abstimmung mit anderen GartennutzerInnen erfolgen über die Treffen freitags.

    – wie können die Interessierten sich einbringen? Können die GärtnerInnen auch außerhalb des Freitags auf die Fläche und gärtnern?

    Es sind sowohl im Umfeld der Fläche als auch über diverse Netzwerke die Gartenöffnungszeiten und Ansprechpartner bekannt gemacht. Regelmäßige Pressemitteilungen/ Facebook-Nachrichten und Veranstaltungsaufrufe werden unterstützend genutzt, um die Kontaktdaten von Kristin Wicklein, GartenWerkStadt e.V. und Franziska Seidlitz, Halle-Neustadt e.V. wiederholend bekannt zu geben. Der Garten selbst ist frei zugänglich und ermöglicht so eine Auseinandersetzung mit der Freifläche. Durch die regelmäßigen Arbeitseinsätze und Veranstaltungen wird Aufmerksamkeit auf die Fläche gelenkt, sodass hier Raum für Ansprechmöglichkeiten gegeben wird. Zudem ist die Rollsporthalle an zwei Tagen in der Woche geöffnet, sodass hier Publikumsverkehr die Wahrnehmung der Öffentlichkeitsarbeit (Plakat/Aushang) erhöht.

    – wie werden die Geräte untergebracht und wie sind diese dann zugänglich für die GärtnerInnen?

    Die Geräte sind in der Turnhalle untergebracht. Der Schlüssel ist beim Halle-Neustadt-Verein und im Sekretariat der SPI-Ost im Familienzentrum Pusteblume, An der Saaleaue 51 a, schräg gegenüber der Fläche hinterlegt , Montag bis Freitag 8-16Uhr offen.

    – wo kommt das Wasser her?

    Es gibt Regentonnen und in der Turnhalle ist ein Wasseranschluss.

    – wie und von wem werden Entscheidungen getroffen und wie läuft die Kommunikation/Information?

    Strategische Entscheidungen werden vom Halle-Neustadt-Verein, Franziska Seidlitz, der SPI-Ost, Johanna Ludwig und dem GartenWerkStadt e.V., Kristin Wicklein (z.B. Budgetierung, Veranstaltungsorganisation) unter Einbezg aller GartennutzerInnen und operative Entscheidungen werden direkt vor Ort von allen GartennutzerInnen getroffen (z.B. was wird wo gepflanzt, . Die Absprahcen und Abstimmung

    – wann und wo haben sie die Projektidee bei der Nachbarschaft schon vorgestellt?

    Auftaktveranstaltung auf der Fläche war am und wurde mit vorherigem Briefkasteneinwurf beworben. Es haben direkte AnwohnerInnen teilgenommen und der Jugendclub „Dornröschen“ aus dem Stadtviertel sowie Sozialarbeiter von anderen Familienzentren und Jugendclubs. Derzeit läuft eine Umfrage zum Gartenprojekt durch StudentInnen in der Nachbarschaft. Aushang mit Treffen für gemeinschaftliches Gärtnern am Freitag sowie andere Veranstaltungen, z.B. Ad hoc Kochen, mobile Küche auf dem Geländer, befinden sich am Turnhalleneingang draußen an der Tür.

    – wie werden die restlichen Kosten gedeckt?

    Pacht-, Miet- und Wasserkosten gibt es nicht. Baukosten werden minimal gehalten, da auf Recycling gesetzt wird (Paletten, Reifen, Baumstämme und -stümpfe etc.). Erde wird von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die übrigen Kosten werden durch den Congrav e.V., Halle-Neustadt-Verein und die SPI getragen. Für die Gemeinschaftsgartenaktionen freitags vom GartenWerkStadt e.V. gibt es bisher noch keine speziell vorgesehenen finanziellen Mittel, so dass wir mit Schenkungen (Paletten, Reifen, Erde) arbeiten und Geräte von SPI und Halle-Neustadt-Verein mitnutzen- bei zunehmenden MitgärtnerInnen wird dies jedoch nicht mehr ausreichen. Es war eine Förderung über den HALLIANZ-Fond angedacht, der jedoch für 2017 ausgeschöpft ist, sodass wir erst 2018 diese Möglichkeit einer Förderung nutzen können.


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  • Gieslinger Gemeinschaftsgarten entsteht

    (Gu aus alerts, 21.6.)
    Wo bis Ende April noch das alte Gleisbett der Tälesbahn lag und sich Gestrüpp rankte, stehen nun auf sechs Metern Länge rund 20 Hochbeete mit Gemüse und Blumen. Eine zur Eingangstür umfunktionierte Palette bietet vom Tälesradweg aus Zugang zum Geislinger Gemeinschaftsgarten, ein Plakat informiert über die Freiwilligeninitiative. Anke Heller und Elke Bühler, die Initiatorinnen des Gemeinschaftsprojekts, blicken zufrieden auf ihr kleines Reich. „Es ist viel passiert, seit wir Ende April den Vertrag mit der Stadtverwaltung abgeschlossen haben“, sagt Elke Bühler. Zunächst für ein Jahr stellt die Stadt den Platz kostenlos zur Verfügung – mit Option auf Verlängerung. In diesem ersten Jahr soll sich zeigen, ob die Anwohner den Gemeinschaftsgarten akzeptieren und ob das Konzept auf der ausgewählten Fläche funktioniert.
    Die Ehrenamtlichen sind fast jedes Wochenende, oft auch unter der Woche, am Werkeln. Zunächst galt es, den verwilderten Platz freizulegen und einzuebnen, die Gleise zu entfernen und die rund 20 Container auf den mehr als 50 Paletten aufzustellen – das Material spendeten Firmen aus Geislingen und Göppingen. Manche Container dienen als Wasserbehälter, die meisten aufgeschnitten als riesige Pflanzkübel. Eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten soll noch dazukommen.[… ] An der Zahl der Helfer mangelt es noch: Maximal 14 Freiwillige engagieren sich bislang im Garten, der harte Kern ist deutlich kleiner.
    http://www.swp.de/geislingen/lokales/geislingen/Geislinger-Gemeinschaftsgarten-am-Taelesbahnhof-gedeiht;art5573,3292323 (mehr …)

  • Aprikosengarten muss sich verkleinern

    (Gu, Workshop, 21.9.)
    Der Aprikosengarten in Dresden-Pieschen versteht sich als Mehrgenerationengarten. Sie sind seit ein paar Jahren auf einer Brache, die vorher gewerblich genutzt wurde. Über EFRE Gelder wurden Teile des Bodens ausgetauscht (da wo die Nutzbeete sind – nur ein Teil der Fläche wird gärtnerisch genutzt, der andere Teil ist wild und noch brach). Zunächst haben 2 Leute das Projekt gemacht und es dauerte einige Zeit, bis sich eine Gruppe fand. Doch nun sind sie 20 – 30 Leute mit einem Kernteam von 10-15. Es gibt ein paar Leute in diesem Kernteam, die sich sehr gut gärtnerisch auskennen und die die Planung des Gartens hauptsächlich machen, oft da sind, ihr Wissen weitergeben. Sie haben – bis auf eins – nur Gemeinschaftsbeete. Nur eine Frau mit starker Migräne und Sonnenallergie hat ihr eigenes Beet in einem halbschattigem Bereich bekommen. Dieses Jahr haben sie viel Zuwachs bekommen, vor allen Mütter mit kleinen Kindern. Sie nutzen 2Tm² von der Fläche und haben so noch viel Freiraum. Seit einiger Zeit ist aber klar, dass eine Grundschule neu gebaut wird und die angrenzende vorhandene Schule ihre Turnhalle vergrößern wird. Der Garten muss sich deutlich verkleinern und auch auf der Brache umziehen und so im Prinziep neu anfangen (da nicht überall der Boden ausgetauscht wurde). Sie sind Teil eines vorhandenen Vereins, jedeR zahlt 30 Euro (obwohl fast niemand dort Mitglied ist) und das Geld wollen sie dann für einen dann ggf. zu zahlende Pacht und andere Ausgaben nutzen. Noch ist das Gärtnern dort pachtfrei möglich.
    Sie waren ein Ort des Bildungsprogramms des Dresdener Gartennetzwerks (Pflanzentauschbörse, Obstbaumveredleung). Jeden Do gibt es ein Bastelcafé bei dem sich Frauen treffen, Häkeln und Filzen und es gibt vorne am Eingang ein Zahlenschloß- (mehr …)

  • Moabeet: kleiner Nachbarschaftsgarten neben Spielplatz

    (Gu, Projektbesuch, 18.8.)

    Das Moabeet ist auf einer ehemaligen Brache neben der „KuFa“ in der Lehrterstraße entstanden. Leute von der „KuFa“ waren vor Jahren mal bei uns – bei einem der ersten Werkstattgespräche zu selbstorganisierten Aktivitäten/Freiräumen in der Stadt. Auf der Brache ist ein Spielplatz und eine Ballspielfläche entstanden und eben ein Nachbarschaftsgarten. Es gibt individuelle Beete, wenige gemeinschaftliche Flächen, Wasser, aber keine Toilette (alles in der benachbarten KuFa).

    In den Ferien sind wenig Leute aktiv, Unkraut verdeckte die Früchte, einiges war vertrocknet.

    # Moabeet Berlin

    # Ex Brache

    # öffentliche Fläche

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