Schlagwort: Büdinges bunte Gärten

  • Büdingens bunte Gärten gibt es nicht mehr

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    Aus gesundheitlichen und privaten Gründen verkleinerte sich das Projektteam allmählich und konnte nicht durch neue MitmacherInnen aufgestockt werden.

    Ein anderer Standort, mit anderem Konzept (Streuobstwiese), wurde bis Ende 2019 bespielt (mehr …)

  • schöner Artikel über IG in Büdingen

    (Gu, alerts)

    BÜDINGEN – Es sieht aus, wie eine Schrebergartensiedlung. Ganz falsch ist der Eindruck nicht. Wer mit dem Auto von Büdingen in Richtung Büches unterwegs ist, macht auf Höhe des Erbacher Hofes fast immer Menschen aus, die dort am Wolfsbach der Gartenarbeit nachgehen. Wo Bauern jahrzehntelang Mais, Raps oder Rüben angebaut haben, wachsen nun Erdbeeren, Bohnen, Zuckermais, Zucchini, Gurken, sogar Wassermelonen und Kichererbsen. Passend zum Thema lässt sich festhalten: Das Bürgerprojekt „Internationaler Garten“ der Ehrenamtsagentur Büdingen trägt Früchte.

    Gefördert vom Sozialfonds des Hessischen Sozialministeriums als Projekt der Gemeinwesenarbeit entstand dort im Oktober 2016 auf einer Fläche von etwa 5500 Quadratmetern eine Möglichkeit zum Gärtnern für unterschiedliche Menschen. Ein Ort der Begegnung sollte es werden, denn nicht nur Einheimische sind auf dem Areal tätig, sondern auch Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge. Und – ganz wichtig – die vielen Kinder, die über das Ferienspielangebot des Familienzentrums „Planet Zukunft“ Interesse am Gärtnern und an der Natur bekommen haben. 15 kleine Beete sind speziell für sie entstanden. Ein Bürgerprojekt also im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders ins Auge stechen auf den Parzellen der Kinder die Sonnenblumen, die ihre großen Blüten gen Himmel recken. Häufig arbeiten die Mädchen und Jungen des „Planet Zukunft“ Seite an Seite mit dem Nachwuchs der Flüchtlingsfamilien – insgesamt sind circa 120 Kinder im „Internationalen Garten“ aktiv.

    „Wir haben etwa 30 Familien aus unterschiedlichen Herkunftsländern, aus Syrien, Pakistan, dem Irak und natürlich auch Büdinger. Sie alle bewirtschaften ein Gartengrundstück von etwa 70 bis 90 Quadratmetern. Viele Menschen, die hier tätig sind, hatten in ihrer Heimat bereits Gemüsegärten. Die kennen sich ziemlich gut aus“, schwärmt Kurt Stoppel, der sich in der Ehrenamtsagentur unter anderem für dieses Projekt engagiert. […]

    „Nachdem die Zeit der Ferienspiele vorbei war, kamen die Kinder mit ihren Eltern, um nach den Beeten zu schauen und sie zu pflegen“, fügt Stoppel hinzu. Fachkundig leitet der gelernte Gärtnermeister mit seiner Frau Christa die Hobbygärtner an. Beantwortet geduldig Fragen, sorgt für gute Rahmenbedingungen und organisiert Gartengeräte, Pflanzen und auch Container, in denen alles aufbewahrt werden kann. „Die gesetzlichen Bestimmungen müssen natürlich beachtet werden. Da mussten wir uns erst einmal schlau machen. Ein Dixi-Klo durften wir nicht aufstellen, denn das benötigt eine Baugenehmigung“, erzählt er schmunzelnd. „Container ohne Fundamente, in denen wir Geräte einschließen können, sind erlaubt, wenn wir zehn Meter vom Bach entfernt bleiben.“

    Von solchen Widrigkeiten lässt sich der Projektleiter nicht aus dem Konzept bringen. Geht nicht? Gibt’s nicht! Kurt Stoppel versucht, für alles eine Lösung zu finden, zu schön sei es, mitanzusehen, wie auf dem ehemaligen Acker eine bunte Landschaft entsteht. Auch gegen den Diebstahl von Obst und Gemüse haben die Gärtner eine Lösung gefunden. „Wir fahren im Wechsel Streife. Seitdem ist nichts mehr vorgekommen“, sagt Stoppel und schüttelt ob der Dreistigkeit einiger Menschen den Kopf. Doch das Positive überwiegt. „Als nächstes wollen wir eine Wiese gestalten. Da sollen die Kinder Fußball spielen können, schaukeln und toben. Und wir wollen einen Platz schaffen, auf dem alle zusammensitzen und den Tag ausklingen lassen können.“ Ein Sommerabend am Wolfsbach, Gartenidylle, wie in alten Zeiten.

    http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/buedingen/da-waechst-was-zusammen_18111817.htm (mehr …)

  • Büdingens bunte Gärten bekommen Förderung

    (Gu, alerts)

    […]
    Claudia Münker, Gartenpächterin am Hain, war eine der ersten, die sich gemeinsam mit Verena Baumann vorstellen konnte, eine Plattform zu schaffen, auf der jeder Gartenliebhaber seiner Neigung nachgehen kann. Im Herbst des vergangenen Jahres kam Anna Jaeger ins Spiel. Die Büdingerin ist Architektin, hat viele Jahre in München gelebt, dort studiert und erfuhr während eines Besuchs in der Heimat von dem Projekt. Sie war sofort Feuer und Flamme.

    Doch bevor losgelegt werden konnte, mussten einige Hürden genommen werden. Wo könnte ein solcher Garten sein? Wer wäre bereit, die Organisation zu übernehmen? Wo könnte das Geld herkommen, um das Ganze zu finanzieren? Und, und, und. Schnell war der Kontakt zur Ehrenamtsagentur hergestellt, die schon viele Projekte in der Stadt ins Leben gerufen und unterstützt hat. Dieter Egner, ehemaliger Vorsitzender, und in der Flüchtlingshilfe aktiv, stellte den Antrag. Nach Bewilligung der Gelder fiel der Startschuss. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Förderprogramm für Gemeinwesenarbeit. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration stellt über dieses Programm Gelder für Gemeinden mit besonderen sozialen und integrationspolitischen Herausforderungen zur Verfügung. Das trifft in Büdingen zu, da es dort die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Flüchtlinge gibt. Und vor allem die sind willkommen in einem offenen Garten.

    Zunächst musste ein passendes Grundstück gefunden werden. Gut erreichbar, möglichst stadtnah, denn es sollten eben auch Menschen aus der HEAE die Möglichkeit haben, mitzumachen. Eines war von Anfang an klar: Es sollte ein Gemeinschaftsprojekt entstehen. Ein Garten, in dem gemeinsam gearbeitet, geerntet und vielleicht auch einmal gefeiert wird. Keine einzelnen Parzellen, in der jeder für sich werkelt, sondern ein großer gemeinschaftlich genutzter Garten. Die Wahl fiel auf einen Schrebergarten am Hain. Inzwischen konnte noch ein weiteres Grundstück dazu gepachtet werden. Insgesamt beträgt die Fläche des Gartens 2513 Quadratmeter.

    […]
    An zwei Tagen in der Woche ist der Garten geöffnet und einer der beiden Organisatoren ist vor Ort. „Meistens sind wir so fünf bis acht Leute, die gemeinsam arbeiten. Als wir das Grundstück gerodet haben, kamen immer drei afghanische Männer aus der HEAE, die sensationell mit der Sense umgehen konnten. Das war uns eine große Hilfe. Leider sind die drei nun nach Friedberg verlegt worden und können nicht mehr kommen. Das ist schade“, erzählt Alexander Dittberner. Regelmäßig dabei ist Farhan Alishing aus Syrien. Er wohnt im „Stern“ in der Vorstadt und kommt täglich, um die Pflanzen zu wässern und nach dem Rechten zu sehen. Er hilft inzwischen auch anderen Büdingern bei anfallenden Arbeiten im Garten.

    Gemüseanbau

    Während in diesem Jahr eher grobe Arbeiten erledigt werden müssen, soll es im nächsten Jahr richtig losgehen. Erste Hochbeete sind gebaut worden. Zum Teil aus Paletten, die der Palettenhandel Büdingen zur Verfügung gestellt hat, andere aus dem Holz der Tribüne des Theatervereins aus dem Oberhof. Auf diesen Hochbeeten soll noch mehr Gemüse angebaut werden.

    http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/lokales/aus-der-nachbarschaft/buedingen/der-gemeinschaftsgarten-am-hain_17279128.htm (mehr …)