Schlagwort: Bürgerbühne

  • Bremen: Bühnenbau bei „Ab geht die Lucie“

    (Antrag, Antworten)

    Der Kulturpflanzen e.V. ist Träger zweier Projekte für Klimaschutz und
    Nachhaltigkeit in der Bremer Neustadt: Der Gemeinschaftsgarten „Ab geht die
    Lucie“ und der Stadtteil-Bildungsraum „KlimaWerkStadt“. Ein hauptamtliches Team
    aus derzeit drei Teilzeit-Angestellten und zwei Bundesfreiwilligendienstleistenden
    koordiniert die wöchentlichen und einmaligen Veranstaltungen beider Projekte. Die
    Betreuung und Durchführung insbesondere der wöchentlich wiederkehrenden
    Veranstaltungen wie Reparatur-Café, Offene Werkstätten oder generelle
    Öffnungszeit übernehmen meist Ehrenamtliche. Das gesamte ehrenamtliche Team
    besteht aus circa 40 Menschen.
    Im Gemeinschaftsgarten „Ab geht die Lucie“ wird nicht nur ganzjährig gegärtnert.
    Auf dem über 10.000 Quadratmeter großen Platz finden auch regelmäßig
    Veranstaltungen statt: Vom monatlichen Flohmarkt über Kleidertauschaktionen bis
    hin zu Gartenfesten, Draußen-Kino und Konzerten. Sie bringen Nachbar*innen aus
    der Neustadt und Bremer*innen aus anderen Stadtteilen zusammen und bieten
    damit einen wichtigen Raum zur Vernetzung und zum gemeinsamen Handeln für
    Klimaschutz.
    Bisher muss für jede Veranstaltung eine Bühne aus einem einfachen Pavillon
    behelfsmäßig errichtet werden. Dies bedeutet einen organisatorischen
    Mehraufwand und verhindert dadurch manche Veranstaltung schon in der
    Ideenfindung. Damit der Lucie-Garten auch langfristig ein offener und leicht
    zugänglicher Veranstaltungsort bleibt, möchten wir daher mit einer Gruppe
    Ehrenamtlicher eine langlebige Holzbühne mit Überdachung auf dem Platz bauen.

    • Die Gehälter der zwei hauptamtlichen Projektleiter*innen werden aus einer Förderung der Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau finanziert, die uns mit Projektbeginn zum 1. März dieses Jahres gewährt wurde. Der Titel der Förderung lautet: „Lucie und KlimaWerkStadt – Gutes Klima für die Nachbarschaft“. Die eine hauptamtliche Stelle für Umweltbildung wird ebenfalls aus Mitteln von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau finanziert, aber in aus einem anderen Fördertopf. Die derzeit zwei hauptamtlichen Bundesfreiwilligendienst-Stellen werden vom BUND als Träger finanziert.
    • Die Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen ist in den Jahren seit Gründung der KlimaWerkStadt (den Garten gab es ja zuerst) kontinuierlich gewachsen. Für das Gärtnern organisieren sich die Ehrenamtlichen weitgehend selbst, in Plena und zum wöchentlichen Gärtnern (letztere sind immer auch offen für neue Interessierte). Die Hauptamtlichen unterstützen die Ehrenamtlichen durch Plenumsteilnahme und durch Übernahme organisatorischer Aufgaben wie Materialbestellungen, öffentlicher Kommunikation und Veranstaltungsplanung. Seitens der Umweltbildung ist der Garten außerdem der Ort für eine wöchentliche Kindergruppe, verschiedene Workshops und für die Ferienbetreuungswochen in Frühling, Sommer und Herbst. Kurz gesagt: Die ehrenamtlichen Gärtner*innen haben im Garten alle Freiheiten zur Gestaltung, können aber jederzeit Unterstützung in organisatorischen Belangen von den Hauptamtlichen bekommen.
    • Aktive Gärtner*innen gibt es auf der Lucie zur Zeit zehn Menschen, wobei nach einem kürzlich durchgeführten großen Kennenlernplenum beider Projekte auch neue Menschen hinzugekommen sind. Die „Lucies“ organisieren sich selbständig in einem regelmäßigen Plenum und entscheiden eigenständig über die Bepflanzung der Beete und über Gartenfeste o.Ä.. Fast alle Beete sind Gemeinschaftsbeete. Es gibt zudem ein Beet der Kindergruppe und ein Beet einer kurdischen Frauengruppe. Wer mitmachen möchte, kann einfach zum wöchentlichen offenen Gärtnern kommen oder den Garten per Mail oder Social Media kontaktieren. Kommuniziert wird über einen Email-Verteiler und in kurzfristigen Fällen auch über eine Messenger-Gruppe.
    • Eine der fünf Personen aus der Planungsgruppe für die Bühne ist auch Ehrenamtliche im Lucie-Garten. Sie hat den jeweiligen Planungsstand in das Plenum getragen und dort die Zustimmung zu Größe und Platzierung eingeholt.
    • An der Bauaktion können ca. 10 Menschen teilnehmen (bei zu vielen werden Akkuschrauber und Arbeitsaufgaben knapp). Angeleitet wird sie von einer der Ehrenamtlichen, die gelernte Tischlerin ist und auch die Berechnungen für den Bau gemacht hat. Zwei weitere Ehrenamtliche haben langjährige Erfahrung in Holz- und Werkstattarbeiten und können daher ebenfalls bei der Anleitung unterstützen. Zur Aktion einladen werden wir über unsere Verteilerlisten für KlimaWerkStadt und Ab geht die Lucie.
    • Da die Bühne unter die Kategorie „Fliegende Bauten“ fällt, ist dafür keine gesonderte Genehmigung nötig. Durch die Planung durch eine gelernte Tischlerin ist die Sicherheit des Baus gewährleistet.
    • Ja, die Bühne bestand bisher aus einem Stoff-Pavillon, der gegebenenfalls zu den Seiten und nach hinten mit Stoffen behängt wurde.
    • Ja, wir können den Bühnenbau mit einer Bauanleitung dokumentieren und zur Verfügung stellen.
    • Das Sonnensegel hat die Größe der gesamten Bühne ohne Unterbrechungen, damit diese regensicher ist und ist daher für die gesamte Bühne gedacht. Der zweiteilige Aufbau der Bühne erfüllt den Zweck, dass diese eigenhändig abgebaut werden kann und ist nicht dafür gedacht, eine kleinere Bühne aufzubauen.
    • Zum Garten gehören zwei Container (für Stühle, Geschirr etc. und Gartengeräte) und ein Aufgang auf die Container (wo normalerweise Bienenkästen stehen). Unter dem Treppenaufgang ist etwas Raum mit einer Wand abgeteilt. Dort können die Bühnenteile untergestellt werden.

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  • München: Mucca Community Garten hat nun eine Bühne

    (Sachbericht)

    2020 gab es einen kompletten Neustart, dadurch dass dort wo bislang der Garten war eine
    Heizungsanlage aufgestellt wurde. Dadurch gab es zunächst einen Bruch, in der eine
    Weile nichts passierte bis wir den neuen Platz auf der Rückseite der MUCCA für uns
    entdeckt haben und dort alles neu aufgebauen konnten. Durch Corona war alles etwas
    schwierig, Treffen lange nicht oder nur in sehr kleinen Konstellationen möglich, es war also
    ein doppelter Neustart. 2020 waren ca 10 Leute aktiv, wobei die Organisation über Mirca
    Lotz und Bernie Holzner abgewickelt wurde. Gemeinsam wird Bedarf und Vorgehen
    besprochen wobei es auch immer wieder viel Platz für Freiraum und eigene Initiative gibt.
    So holen einige immer mal wieder (teils kostenloses) Material von Treibgut (eine
    Materialinitiative: Ein Umschlagplatz für Materialien aller Art, die vor der Entsorgung
    abgefangen werden und vor allem für Kunst- und Kulturschaffende in München relevant
    sind.), oder bringen Pflanzen und Samen mit. Die Kommunikation läuft über eineWhatsApp Gruppe, diese hat sich als wirklich praktisch erwiesen, da viele in der Gegend
    wohnen und auch mal auf eine Sprung vorbei kommen. Der Bereich hinter der MUCCA
    hat sich als glückliche Fügung heraus gestellt: man merkt, dass es viel weniger Probleme
    mit Müll und Vandalismus gibt (bevor wir da waren war das ganze Areal dort völlig
    vermüllt). Es ist auch interessant zu sehen, dass sich alles mit dem Garten nach hinten
    verlagert hat und das sich vor der MUCCA kaum noch Leute treffen, daran erkennt man
    den Effekt, den der Garten hat). Wir haben zudem einen neuen Wasseranschluss gelegt
    und den mit einem Zahlenschloß gesichert, das ist auch sehr praktisch, jetzt können alle
    jederzeit gießen und brauchen keinen Schlüssel für das Gebäude. Mit Paletten haben
    gemeinsam wir eine Bühne gebaut die nicht nur für Künstler*innen zur Verfügung gestellt
    werden soll sondern auch den Ort aufwertet und zum verweilen einlädt. Die Bühne ist
    komplett aus Paletten gebaut die wir von dem Verkauf auf dem. Gelände bekommen
    haben, die Bühne ist also auch gut wieder abbaubar und das Material kann.
    weiterverwendet werden, sollten wir noch einmal mit dem Garten umziehen müssen. 2020
    gab es wegen Corona leider keine großen Events, dafür aber haben viele Personen den
    Garten zur Erholung genutzt und als Möglichkeit Corona konform Treffen und
    Besprechungen abzuhalten. Leider müssen nun seit der Übernahme der MGH Miete
    zahlen, bislang hat sich noch keine Finanzierung ergeben, die MUCCA übernimmt dies
    aktuell. (mehr …)

  • Gartenprojekt am Mannheimer Theater geplant

    (Gu, mail, 19.11.)
    „die Überlegungen bzgl. eines urban gardens bei uns sind noch nicht ganz zu Ende geführt.
    In der Schauspieldramaturgie des Nationaltheaters planen wir zzt. einen dreitägigen Themenschwerpunkt „Klima/Energie/Ressourcen/Ökologie“ im Januar.
    In diesem Rahmen möchten wir  unsere diesbezüglichen Produktionen des Spielplans gebündelt zeigen und gleichzeitig mit einem Rahmenprogramm ergänzen – u.a. hatten wir eben die Idee, die Grünflächen auf dem Goetheplatz vor dem Theater zu „begärtnern“.Wahrscheinlich ist jetzt im Herbst/Winter nicht unbedingt die geeignetste Gartensaison, aber wir würden trotzdem gerne zumindest schon einmal mit so etwas wie einem „symbolischen Spatenstich“ beginnen, zumal ein urban garden dann ja auch etwas mit längerfristigem Bestand wäre. Und außerdem etwas, was grundsätzlich gut zum partizipatorischen Gedanken der Bürgerbühne passen würde (mehr …)