Schlagwort: Campus-Garten Köln

  • Campus-Garten Köln zieht um

    (Gu aus FB)

    Am Mittwoch und Donnerstag zieht der Campusgarten um! Das neue Gelände, das wir in Absprache mit dem Dezernat 5 der Universität zu Köln zu Beginn dieser Woche zur Verfügung gestellt bekommen haben, ist direkt um die Ecke, auf der anderen Halle der Serverhalle des Regionales Rechenzentrum der Universität zu Köln – RRZK. Zum Umziehen brauchen wir nun fleißige Hände!

    Mit einem Radlader werden wir am 14. & 15. Februar das alte Gelände räumen. Wer mithelfen möchte, ist willkommen, am Aschermittwoch um 10 Uhr warm eingepackt im Campusgarten aufzuschlagen und tatkräftig mit anzupacken. Warme Getränke aus Isokannen (voraussichtlich) inklusive. Wir freuen uns über jede helfende Hand! (mehr …)

  • Campus Garten Köln gefährdet

    (gu, mail)

    miese Neuigkeiten: Der CampusGarten soll Mitte Januar (ich versuche grad den genauen Termin rauszukriegen) geräumt werden, damit das Gelände abgerodet werden kann.

    Uni und Uniklinik haben es

    völlig verrafft, sich zu koordinieren. Momentan läuft es auf ersatzlose Auflösung des Gartens und Komplettabriss hinaus, also Bulldozer mieten, Mulden bestellen, Kisten, Pflanzen und Ausrüstung zusammenbulldozern und in die Mulden, und ab in die MVA oder was auch immer man damit macht.

    Es gibt maximal 1

    oder 2 Flächen die theoretisch als Ersatz in Frage kommen könnten, aber die sind entweder gar nicht verfügbar oder frühestens in x Monaten, und der Architekt will sein Gebäude starten. Ist schon über 2 Jahre hinter seinen Planungen zurück und hat x Millionen verloren, ob das gerechtfertigt ist weiß ich nicht, aber ich glaub da wär jeder Mensch angepißt. Naja der muß wohl die Bäume auf dem Gelände alle gefällt haben bis entweder Anfang oder Ende Februar (ich versuch das morgen mal rauszukriegen). Wir werden heute mit den anderen Gärten konferieren, und theoretisch ist über das Essbare-Stadt-Konzept etwas zu reißen, aber in der Praxis gibt es nach gegenwärtigem Stand keine freien Grünflächen in ausreichender Qualität.
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    Da soll das „Projekt 2015192 Neubau Verfügungsgebäude Forschung“ entstehen. Ist nirgendwo dokumentiert, weil das ein Projekt der Architekturabteilung der Uniklinik ist, die ein eigenständiger Betrieb ist.

    Deswegen weiß der Projektleiter vermutlich auch nichts von unserem Nutzungsvertrag mit der Uni (dem Chef von seinem Chef). Aber wegen der Ferien ist die Frist so knapp bemessen, dass die Rechtsabteilung der Uni die Frage eventuell erst geklärt hat, wenn es zu spät ist. Dann stellt sich raus, dass er den Garten nicht hätte zerstören dürfen, nachdem das Gelände schon geräumt und planiert ist…

    MVA ist Müllverbrennungsanlage. Wegen des Winters werden wir noch nicht mal mehr Zeit haben, den Mutterboden aus den Kisten zu retten.

    Einen Ersatzstandort gibt es nach gegenwärtigem Kenntnisstand nirgendwo (also erst wieder 2 km draußen am Stadtrand, weit außerhalb des Uni-Campus). Der Projektleiter ist völlig unkooperativ, er besteht sogar darauf, dass die Uni uns einen Ersatzraum auf ihre Kosten stellt.


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  • Winter-„CampusGartenKüche“ im CampusGarten Köln mit Foodsharing

    (GU)

    09. Januar 2017

    Schon von weitem sieht man den Schein des Lagerfeuers, um das sich eine Gruppe Studenten versammelt hat. Die Kölner Campus-Gärtner sind von den kalten Temperaturen im Moment nicht im Geringsten beeindruckt. In bester Laune lässt man sich hier im Campusgarten der Uni Köln vom Feuer wärmen, trinkt einen heißen Tee und schnippelt nebenbei Gemüse für das Abendessen. Die Organisatorinnen des neuen „CampusGartenKüche“-Projekts Carmina und Mira freuen sich über jeden Interessierten, der sich dazu gesellen möchte. Auch ich fühle mich sofort in die Gruppe integriert. Mit einem heißen Getränk in der Hand vergesse auch ich, dass es hier draußen eigentlich nur 4 Grad sind.

    Das Projekt CampusGartenKüche soll einmal im Monat stattfinden. „Spontane Schnippelpartys gab es schon öfter. Jetzt wollten wir aber einen festen Termin an dem wir gemeinsam ein Abendessen zubereiten“, erklärt Organisatorin Mira. In lockerer Atmosphäre wird gekocht, was vorher im Garten geerntet wurde. So zumindest der Plan für die Sommermonate. „Im Moment verwerten wir ausschließlich Lebensmittel, die bei Foodsharing gerettet wurden“, berichtet Mira stolz. „Es ist unglaublich, wie viel da zusammenkommt.“ Der CampusGarten ist einer der sogenannten Verteiler der Foodsharing-Community, deren Mitglieder übrig gebliebene Lebensmittel im Internet melden, statt sie wegzuwerfen, und privat oder an Hotspots untereinander tauschen. Im hinteren Bereich des Gartens gibt es einen Schrank, in dem gerettete Lebensmittel gelagert werden. Jeder Besucher ist herzlich eingeladen, etwas für den eigenen Verzehr mitzunehmen.

    Nachdem das Gemüse gewürfelt und in einem großen Topf gesammelt ist, entfacht Carmina ein weiteres kleines Feuer, auf dem der Gemüseeintopf zum Kochen gebracht wird. Während wir darauf warten, dass das Abendessen fertig wird, haben die beiden Organisatorinnen Zeit zu erzählen.

    Seit April 2013 existiert der CampusGarten. Das gemeinnützige Urban-Gardening-Projekt wurde vom AStA der Uni Köln ins Leben gerufen. Der Garten entpuppte sich sofort zum Dreh- und Angelpunkt für begeisterte Gärtner und Gärtnerinnen in der Umgebung. CampusGartenKüche-Organisatorin Carmina ist seit der Gründung des Gartens dabei und zeigt sich begeistert, dass es nicht nur Studenten sind, die sich hier engagieren. „Eine ältere Dame kam im letzten Sommer fast jeden Tag hierher, um gemütlich ein Buch zu lesen oder mit uns zu quatschen“, erinnert sie sich. Viele ältere Menschen aus der Nachbarschaft sind genauso begeistert wie die Studenten, wenn es darum geht, gemeinsam im Garten zu arbeiten und Zeit miteinander zu verbringen. Jeden Sonntagnachmittag ist Gartentag, an dem sich Hobbygärtner – ob Anfänger und fortgeschritten spielt dabei keine Rolle – beteiligen können. In großen, selbstgebauten Kisten pflanzen die Gärtner alle erdenklichen Gemüsesorten an. Ein Diplombiologe hat großen Spaß daran, stetig neues Saatgut zu produzieren. So gibt es immer wieder neue Samen und eine immer größere Vielfalt an Pflanzen wächst im Garten.

    Hinter den vielen tollen Projekten des CampusGartens steckt ein ehrenamtliches Orga-Team, das immer wieder neue Ideen hat und diese auch umsetzt. Neben der neuen CampusGartenKüche bieten die Gärtner Workshops an, in denen Interessierte lernen können, wie und wann man welche Samen aussät und wie man diese am besten pflegt. Passend zum Jahreszeitenwechsel gibt es viermal im Jahr ein großes Fest im Garten. Und dann kann man auch bewundern, was dort wieder neu gewachsen ist.

    https://www.choices.de/schnippelparty-in-garten-atmosphaere (mehr …)

  • Kurzinfos zu paar Projekten, die beim Workshop in Köln waren

    (Gu, beim Workshop am 31.1.)

    Gartenbahnhof Ehrenfeld (Köln) muss zum zweiten Mal umziehen. Stadt hat Schrebergartenstück angeboten, was sie nicht so optimal finden und als Zwischennutzung einen Teil des Helios-Geländes. Sie wollen natürlich ungerne nochmal eine Zwischennutzung.
    Stadtgarten Bebelhof Braunschweig will sich unabhängiger von der VHS machen. Sie haben auf 2T m² 150 Hochbeete und 100 Pflanzsäcke. Vormittags ist die Fläche Einsatzort von 15 (!) 1-Euro-Jobbern. Diese machen einige der Arbeiten und es gab schon Konflikte, da dann nachmittags für die GärtnerInnen viel zu wenig zu tun war. Doch inzwischen sind Rollen und Aufgagen geklärt.
    Der Campus Garten in Köln ist aus einer Idee des Ökologie-Referats entstanden, sie sind bei Foodsharing dabei, es gibt neuerdings Bienen und eine Hospiz-Gruppe hat ein Beet. Sie sind „samenautark“, sprich sie produzieren ihr eigenes Saatgut.
    Der IG Herzogenrath hat nach wie vor wenig MitgärtnerInnen, versucht nun aber Flüchtlinge vom Gärtnern zu begeistern. Ein Ehrenamtliche hat gute Kontakte und holt die Interessierten in der Unterkunft ab. Sie überlegen, wie sie die Flüchtlingen „eigenständig zum Gärtnern motivieren können“
    Der IG Zülpich ist von der Stadt „in Auftrag“ gegeben worden und mit gut ausgebauter Fläche, Pavillion, Gelder für drei Jahre ausgestattet – Aufgabe ist nun, die Zielgruppe zu erreichen und sich nach drei Jahren überflüssig gemacht zu haben.
    Auch der geplante IG Ratingen West ist gut ausgestattet – das Projekt läuft über die Caritas und auch hier gibt es eine Frau, die für Aufbau und dreijährige Begleitung bezahlt wird. Auch hier ist die Zielgruppe noch nicht erreicht.
    Der Friedensgarten Osnabrück ist 10Tm2 groß – das interne Ogra-Team heißt „Kernbeißergruppe“
    Düsselgrün hat eine Gruppe der Verwaltung aus Ratingen empfangen und ist in diesem Zusammenhang nun in der Diskussion, wofür wer ggf Geld verlangen und nehmen kann.

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