Schlagwort: Campusgarten

  • Dresden: Tuuwi Garten ist umgezogen

    Der Garten an der TU Dresden war bisher hinter einer Baracke in der der STuRa untergebracht war. Diese Baracke ist abgerissen worden. Der Garten zog hinter eine Villa der Uni ganz in der Nähe.
    Tuuwi = TU Umweltinitiative. In der Villa ist das Dezernat „Universitätskultur“ untergebracht.
    „Wir sind in den letzten Monaten umgezogen. Von der Stura Baracke zur Mommsenstraße 5. Da kann man jederzeit reingehen. Die Gartentore stehen immer offen. Momentan wird sehr wenig gemacht, da Semesterferien sind und die meisten Menschen aus unserer Gartengruppe unterwegs. Auch sind wir ein wenig in einer Umbruchsphase, wo nicht sehr viele Menschen aktiv sind.“

    Über die Tuuwi gab es dieses Jahr auch einen Projekttag „Angewandte Transformation“ in der Alten Gärtnerei: https://tuuwi.de/urv/projekttag-angewandte-transformation-in-der-praxis-die-alte-gaertnerei/

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  • München: Gassengarten gibt es nicht mehr

    der Gassengarten existiert leider nicht mehr, der war einigen Personen im Studierendenwerk ein Dorn im Auge…
    Der Garten an der Hochschule existiert weiterhin (auch wenn es dort Finanzierungsprobleme gibt), die mail ist aber nicht mehr aktiv. Uns kann man aber über Instagram (@eatyourcampus) erreichen.

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  • Acker e.V. hat CampusAckerdemie gestartet

    Acker e.V. hat ein neues Programm entwicklet, das sich an Hochschulen wendet. Im ersten Jahr haben 12 Hochschulen mitgemacht
    „Mit unserem Hochschulprogramm CampusAckerdemie bringen wir die Themen Gemüseanbau und BNE in die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte und Erzieher*innen. Angeleitet von unseren erfahrenen AckerCoaches pflanzen, pflegen und verwerten die Studierenden auf dem eigenen CampusAcker bis zu 30 Gemüsearten. Sie lernen die landwirtschaftlichen Grundlagen des Gemüseanbaus kennen und erwerben alle wichtigen Fähigkeiten, um den Gemüsegarten als nachhaltigen Lernort an Schulen und Kitas wirkungsvoll einzurichten und zu betreuen.“

    https://www.acker.co/campusackerdemie
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  • Münster: zwei Campus-Gärten

    (Projektbesuch)

    GeoUrbanum ist direkt hinter dem Geografie-Gebäude der Uni. Hochbeete, die in einer hohen Wiese stehen, eher ungepflegt aussehend und es gibt viele Sitzmöglichkeiten. Sieht nach Platz zum Chillen aus. Hier ist derzeit Umbruch, die einst aktive Gruppe ist weg, ein Mann, der vorher in Braunschweig einen Garten aufgebaut hat, versucht nur das Gartenprojekt wieder zu beleben. Es gibt kein Schild o.ä.

    Der Campus-Garten grüne Beete, ca. 10 Min zu Fuß von GeoUrbaum entfernt, ist ganz anders. Viele gut gepfegte Hochbeete, eine 10 köpfige Kerngruppe, die sich 2x die Woche trifft und aus Studierende und Nachbar*innen besteht. Der Garten ist in die FH eingebunden, Studierende können hier Punkte mit Projekten sammeln. So sind z.B. ein Schuppen und ein Gewächshaus von Architekturstudis gebaut worden. Sie haben einen Lehmofen, machen Veranstaltungen. (mehr …)

  • Oldenburg: Campus Garten geplant

    (Mail)

    wir, einige Student:innen der Universität in Oldenburg, wollen einen Campusgarten von 100 m² bei uns auf dem Unigelände anlegen. Die Genehmigung und das begleitende Seminar stehen. Jetzt geht es an die Planung und hoffentlich bald auch an die Umsetzung des Projekts (mehr …)

  • München: Plant a Seed an der TU

    (Projektbesuch)

    Plant a Seed ist ein Projekt Studierender verschiedener Fachrichtungen der TU München (Campus Innenstadt).
    „Der Startschuss fiel im April [20mit dem Bau der ersten Hochbeete. Doch bis dahin musste die Gründerin von „Plant a Seed“, Veronica Becker, einige Monate Überzeugungsarbeit leisten. Mit den zuständigen Abteilungen wie dem Gebäudemanagement sprechen, Genehmigungen einholen und einen sonnigen Platz für die Beete finden. Mit dem jetzigen Standort auf dem Campus ist das Team sehr zufrieden. Insgesamt sind über 80 Studierende aus verschiedenen Studiengängen und Nationen dabei. Mehrere Teams teilen sich die Aufgaben innerhalb des Projekts. Sarah Ho und Felix Bruckmaier sind beispielsweise für die Pflanzplanung verantwortlich, Lisa Thuro kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.“ (Quelle: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/querbeet/querbeet-urban-gardening-tum-muenchen-100.html)

    Plant a Seed besteht zum einen aus einer Reihe von Hochbeeten mit Pflanzenfamilien/Pflanzen, die sich gut ergänzen, entlang eines Gebäudes und ein paar Hochbeeten, die ganz in der Nähe in einer Art Halbkreis stehen. Hier gibt es auch ein paar Sitzmöglichkeiten. Sie haben Zugang zu Wasser und ihre Geräte lagern in einem nahe gelegenen Raum.

    U.a. wegen Corona, aber auch, weil sie eine so große Gruppe sind, finden die Arbeiten hauptsächlich in den Arbeitsgruppen statt. Nicht alle gärtnern, manche kümmern sich um (technische) Lösungen für bessere Bewässerung, andere um Umsetzungsmöglichkeiten von vertikalen Beeten u.a.
    Für bestimmte Arbeiten kann man auch Punkte/Credits für das Studium bekommen. Zudem können und sollen Studierende ihre Arbeiten rund um das Gartenprojekt schreiben.
    Organisatorisch angedockt ist der Garten beim Asta und es ist das erste Projekt des TUM Sustainablity Labs (https://www.tum.de/die-tum/die-universitaet/nachhaltigkeit). Hier sollen Forschung und Praxis besser verbunden werden, Anwendungs- und Experimentiermöglichkeiten geschaffen werden.

    Mit im Boot ist Wildbienen/Insektenexpertin Monica Eggert, die derzeit in verschiedenen GGs in München zu Wildbienen und anderen Insekten Praxisforschung macht.

    Das Plant a Seed Team möchte den Campus insgesamt grüner machen und ist in Neugestaltungs- und Umbaupläne für die Mitte des Campus einbezogen worden. Ein paar Beet müssen dann zunächst weichen.

    Auch interessant: der Onkel eines Teammitglieds ist auf das Projekt aufmerksam geworden und möchte ihnen eine 5stellige Summe schenken. Sie suchen nun ein Grundstück in der Nähe von München, ggf. in der Nähe der anderen Campi der TU, um dort z.B. etwas für Insekten zu tun.

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  • Austausch Campus-Gärten

    Austausch Campus-Gärten, 25.05.2021

    Zoom

    Campusgarten Osnabrück (Allmende Blumenmorgen)

    – ist ein ganz offener Garten mit vier offenen Eingängen, alle können mitmachen, jede*r kann ernten

    – auf der Fläche des ehemaligen Staudengartens der Hochschule, liegt auf dem Gelände der Hochschule

    – gibt es seit 2015 (da war es ein GG für Studis), war dann ein wenig eingeschlafen, nun aber wieder aktiv: sie sind 20 Leute, coronagerecht haben sie sich in kleineren Gruppen getroffen

    – sie haben u.a. ein Kraterbeet und ein Erdgewächshaus, experimentieren mit alten Dachziegeln am Rand der Hochbeete (dort eingesteckt, damit das Holz nicht so schnell verrottet und da sie dachten, dass so mehr Wärme gespeichert werden könnte, was wohl aber nicht der Fall ist)

    – organisieren das, was sie brauchen oft über ebay Kleinanzeigen (bekommen es dort geschenkt), nutzen viel schon vorhandene Materialien und arbeiten die auf/um. Sie bekommen aber auch Gelder über den Fonds für Nachhaltigkeit der Hochschule (2000 Euro -> eigentlich zu viel)

    – sie wollen für den Garten eine „Verantwortungsperson“ finden.

    – Probleme: Vandalismus, der zunahm, als der Garten brach lag. Vor drei Wochen wurde ein Geräteschuppen aufgebrochen, aber nix geklaut. Sie vermuten, es waren Jugendliche, die den Ort zum Treffen und Feiern nutzen. Öfters liegt auch Müll rum.

    Querbeeten – Katholische Stiftungshochschule, München

    – wurde im Frühjahr 2019 durch eine Hand voll engagierter Studierender ins Leben gerufen.

    – Derzeit haben sie 3 große, in Stein gefassten Hochbeete auf einer gepflasterten Fläche rund um die Kirche im Preysinghof. Direkt auf dem Gelände der Hochschule haben sie keine Fläche bekommen. – — Sie sind 5 Aktive und noch ein paar weitere Interessierte sind im Verteiler.

    – Finanzierung: über Studierendenvertretung der Hochschule

    – sie haben einen Wechsel der Hauptkoordinatorin geschafft, die bisherige Frau ist bald fertig mit der Uni und übergibt die Verantwortung nun an eine andere Studentin

    Plant a Seed, TU München

    – Im Innenhof der TU gibt es nun neun Hochbeete

    – es sollen noch viel mehr werden, die nächsten wollen sie selber bauen (sobald die TU eigene Werkstatt wieder geöffnet ist)

    – sie sind 80 Leute und es werden immer mehr

    – sie haben sich in Untergruppen und AGs aufgeteilt, die für bestimmte Bereiche verantwortlich sind

    – vor 2 Wochen war das „kickoff planting“

    – sie sehen den Garten u.a. als Ort für wissenschaftliche Forschungen (Insekten, Pflanzen etc.)

    – Fin: über die Uni und durch Spenden. Sie waren erstaunt, wie schnell sie die Gelder zusammen hatte

    – Herausforderungen: a) Gemeinschaftsbildung zu Coronazeiten. Sie haben sich zum ersten Mal als Gruppe beim „kickoff planting“ gesehene, die Orga vorher lief online. b) in der Theorie war die Organisation und das „Teammangement“ einfach, nun müssen sie gucken, dass es auch in der Praxis gut läuft und welche Kommunikationskanäle am sinnvollsten sind

    Campusgarten Potsdam (an der FH)

    – gibt es seit 2016

    – haben nun eine Rahmenvereinbarung mit der Hochschulleitung, dass sie die Fläche zunächst nutzen können, aber nur die 450 m²

    – ist öffentlich zugänglich, was hochschulintern aber nicht selbstverständlich ist und nach wie vor zu Diskussionen führt: „wieso sollen auch Nachbar*innen hier gärtnern dürfen, die gehören doch gar nicht zur Hochschule“

    – sie haben 40 Hochbeete und 50 Beetpaten, gut die Häfte sind Nachbar*innen. Diese sind sehr wichtig, da sie Kontinuität in das Projekt bringen (bei Studis: nach Abschluss sind sie selten weiter dabei)

    – Beetebau: erst selber gebaut, dann, da schneller und günstiger: Aufsetztrahmen, nun sind sie dabei, das Thema innovativer anzugehen und planen neue Konstruktionen

    – das Kernteam hatte bisher 6 verschiedene Besetzungen (einer war kontinuierlich dabei)

    – Fin: müssen Anträge stellen, nur das Wasser trägt die Hochschule

    Herausforderungen: Kernteam ist mit 2 Leuten derzeit sehr klein. Es gibt viele Aktive, aber wenige Organisator*innen. Es gibt viel Interesse am Mitgärtnern, aber sie dürfen nicht wachsen. Anerkennung der Hochschule ist noch ausbaufähig, Gebäudemanagement traut der Gruppe nach wie vor nicht zu, dass sie ein nachhaltiges Projekt machen, Garten ist in keinem Gremium o.ä. verankert. Vandalismusproblem

    Wiesbaden, Hochschule RheinMain

    – Lehrbeauftragte der Hochschule RheinMain Wiesbaden (Gartentherapie) beginnt einen Campusgarten mit Studierenden

    – Fläche haben sie: 600m², wollen in Richtung Permakultur gehen

    – sind bisher 15 Leute, Kerngruppe: 5

    – Fin: über die Hochschule

    Fragen: wie kann das Gießen organisiert werden? Wie kann die Hochschule vom Wert und Nutzen des Projekts überzeugt werden?

    Campusgarten Würzburg

    – gibt es schon einige Jahre

    – 1200m², 70 Beete, über 100 Mitgärtner*innen

    – enorme Nachfrage, auch aus der Nachbarschaft (da entsteht ein neues Stadtviertel)

    – offiziell nur für Studis und Hochschulmitarbeitende, aber in der Praxis offen für Nachbarschaft

    – Renter*innen: sehr wichtig, da sie Kontinuität in den Garten bringen und auch sehr viel Wissen -> generationsübergreifender Wissensaustausch am Beet!

    – 7 Leute in der Kerngruppe

    – Hochbeete: individuelle Nutzungen, gemeinsam werden die Biodiversitätsflächen beackert. Einmal pro Jahr gibt es für die Hochbeete eine Vergaberund

    – Fin: über Spenden (Träger ist der LBV), Wasser zahlt die Uni

    Herausforderungen: Zwischennutzung endet! Ende des Jahres wird die Fläche bebaut. Bisher dachten sie, dass der Umzug auf neue Fläche in Sack und Tüten sei, aber es  gab Unstimmigkeiten/Abstimmungsprobleme zwischen Unileitung und Bauamt. Unileitung versucht mit dem Garten zusammen, das Bauamt zu überzeugen, wie wichtig der Garten ist

    Zittau, Amaliengarten

    – sie haben keine Fläche auf dem Hochschulgelände bekommen, da der Architekt (?) das verboten hat (hätte das Design zerstört)

    – Garten ist auf einer Brache entstanden, da dürfen sie nix fest im Boden verankern

    – 10 Leute sind im Team

    – Fin: läuft über Fonds des Astas und es gibt einen Umwelteuro (Geld für Umweltprojekte)

    Herausforderung: Wie bekommen wir Leute, mehr Mitmacher*innen?

    Kapuzinergarten Eichstätt, Katholische Fachhochschule

    – Die Uni hat für das Gelände einen Pachtvertrag abgeschlossen, Garten gibt es seit 2010, Fläche: es Klostergarten

    – es finden u.a. Lehrveranstaltungen der Hochschule im Garten statt

    – ist offen auch für Nachbarschaft

    – kooperieren mit Ackerdemia, sind Pilot für Campusackerdemia

    – gibt an der Hochschule immer wieder Abschlussarbeiten über Teile des Gartens

    – seit Nov 2019 haben sie über eine Förderung des BMU (Nationale Klimaschutzini) eine halbe Stelle für die Koordination. Damit stieg die Gruppe auch von 5 – 10 Leuten auf 35 an, was zudem an Corona lag (nette Alternative zum Spaziergang)

    – sind in viele Themengruppen organisiert

    Austauschbedarf: Wie kann man sich schnell in Unistrukturen einnisten? Wie die Potentiale der Gärten von Anfang an da klar gemacht werden, so dass auch eine Finanzierung über die Hochschulen einfach möglich ist?

    Rostock, Universität, Institut für Grundschulpädagogik

    – kein Campusgarten, sondern ein GG

    – Kern: „Erlebnisgarten“, wird im Sinne eines „Reallabors“ in die Lehre eingebunden und von den Studierenen selbstorganisiert.

    – Fläche: im Kleingarten

    – Kooperation mit Ackerdemia und Natur im Garten

    – ist eingebunden in das Projekt „Netzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten“

    – ist ausgezeichnet worden von UN Dekade Biologische Vielfalt

    – Fin:?

    – Ansprechpartnerin hat einen studentischen Hilfsjob

    Herausforderung: die studentischen Gärtner*innen auch nach der Uni für den Garten zu interessieren/zu halten

    Fulda, Hochschule

    – sind noch in der Planung

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  • Sankt Augustin: Campusgarten soll entstehen und wird von „Mehrwert NRW“ begleitet

    (NL)

    In einem Praxisprojekt soll am Hochschulstandort in Sankt Augustin ein Gemeinschaftsgarten entstehen. MehrWert begleitet das Vorhaben mit Workshops für die Studierenden.
    NEIS – Nachhaltige Ernährung im Studienalltag – heißt ein neues Projekt der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Es wird in Kooperation mit Hochschulen an drei Standorten in NRW durchgeführt und vom Umweltministerium des Landes gefördert. Studierenden soll der Zusammenhang zwischen Ernährung und Nachhaltigkeit vermittelt werden. Ziel ist es, den Wandel zu nachhaltigem und abfallarmem Ernährungs- und Einkaufsverhalten zu unterstützen. Neben der Bereitstellung von Informationen und Lehrangeboten geht es auch darum, selbst aktiv zu werden und Initiativen im Hochschulumfeld gemeinschaftlich umzusetzen.

    Von der Planung und Finanzierung bis zum dauerhaften Betrieb

    Ein konkretes Vorhaben ist jetzt an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gestartet: In einem studiengangs- und fachbereichsübergreifenden Praxisprojekt unter der Leitung von Stefan Freitag, Dr. Darya Hirsch und Prof. Iris Groß soll im Rahmen von NEIS in Sankt Augustin ein Campusgarten entstehen. Beteiligt sind zum einen Studierende der Wirtschaftswissenschaften und Nachhaltigen Sozialpolitik, die die Konzeption inklusive der Planung, Finanzierung und Kommunikation für den Campusgarten übernehmen werden. Eine zweite Gruppe aus Studierenden des Fachbereichs Maschinenbau kümmert sich um die technische Umsetzung der Pflanzkästen. Eine bislang mit Rasen bewachsene Fläche nahe den Hochschul-Gebäuden ist bereits gefunden.

    Input und praktische Tipps für die Studierenden

    MehrWert unterstützt das Praxisprojekt mit drei Workshops. Zum Auftakt ging es zunächst darum, eine Vision für den Gemeinschaftsgarten zu entwickeln. Was soll den Garten perspektivisch ausmachen? Was ist den Studierenden wichtig? Anregungen gaben 14 Beispiele von Gemeinschaftsgärten aus ganz Deutschland. In ihrem Input skizzierten die MehrWert-Mitarbeiterinnen zudem, was es für die Gründung neben einem gemeinsamen Konzept noch braucht. Strategische Partner:innen zum Beispiel, die materielle und/oder finanzielle Unterstützung leisten können – etwa örtliche Gartenbaubetriebe oder Sponsoren. Hilfreich sind auch Netzwerke mit anderen Initiativen, Vereinen, Unternehmen oder Organisationen, die für eine nicht-materielle Kooperation infrage kommen.

    Ideen für einen offenen und vielfältigen den Garten

    „Ein Ort, der offen für alle ist und an dem man einfach gärtnern kann“ – so lautete die spontan formulierte Vision der Studierenden für den Campusgarten. Als weitere Ideen wurden genannt, Insektenhotels aufzustellen, kleine Upcycling-Projekte umzusetzen und unterschiedlich hohe Beete zu bauen, so dass zum Beispiel auch Kinder gut mitpflanzen können. 

    Vom Projektmanagement bis zur Entwicklung einer Kommunikationsstrategie

    Je nach Interesse konnten sich die Studierenden dann entscheiden, woran sie jeweils mitarbeiten wollen: am Projektmanagement, der Entwicklung von Konzepten, wie Obst und Gemüse aus dem Garten künftig verwenden werden sollen, der Sicherung der dauerhaften Finanzierung des Campusgartens, der Ausarbeitung von Pflegeplänen oder der Kommunikationsstrategie.

    Gartenheld:innen gesucht

    Egal, für welchen Aufgabenbereich sich die Studierenden interessieren: Alle eint, dass sie sich um neue Mitglieder für ihre Initiative kümmern müssen, wenn der Campusgarten dauerhaft Bestand haben soll. Daher unterstützte das Team von MehrWert die Studierenden im zweiten Workshop zum Thema Mitgliedergewinnung und -management. Mit der „Persona“- Kreativmethode wurden mögliche „Gartenheld:innen“ in Kleingruppen kreiert. Bei dieser Methode werden imaginäre Personen mit konkreten Charaktereigenschaften und Bedürfnissen entwickelt, die in diesem Fall die perfekten Engagierten für die jeweiligen Aufgaben rund um den Campusgarten sein könnten – zum Beispiel Social-Media-Affine für die Projektkommunikation oder erfahrene Gärtner:innen, die ihren Wissensschatz über den Anbau von Gemüse einbringen und den Garten generationenübergreifend machen. Außerdem überlegten sich die Gruppen, über welche Kommunikationskanäle man genau diese Personen erreichen und ansprechen könnte. Zum Abschluss des Workshops gab es für die Studierenden noch ein paar Tipps zu möglichen Finanzierungswegen.

    Von der Idee zur Umsetzung

    Mitte Mai startet dann die zweite Gruppe von Studierenden aus dem Fachbereich Maschinenbau. Diese werden den Bau der Pflanzkästen im Rahmen von Projektwochen in die Hand nehmen und die Visionen für den Campusgarten baulich umsetzen. Das MehrWert- Team unterstützt auch diese Gruppe mit einem Workshop. Dabei geht es unter anderem darum, welchen Beitrag lokale Nachhaltigkeitsinitiativen wie Gemeinschaftsgärten zum Klima- und Ressourcenschutz leisten können.
    Als Abschluss des Praxisprojektes soll dann zum Ende des Semesters ein blühender Campusgarten die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg bereichern.

    https://www.mehrwert.nrw/projekt-mehrwertkonsum/ein-campusgarten-an-der-hochschule-bonnrheinsieg-59832


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  • Projektbesuche in HH, Berlin und Potsdam

    (Gu)

    Gartendeck

    Das Gartendeck ist Bestandteil der Planungen für die Bebauung der Fläche. Eine Frau vom Gartendeck ist bei allen Sitzungen dazu dabei. Es gab mehrere Entwürfe, nun ist wohl einer ausgewählt. Michaela (Gartendeck) ist enttäuscht, da dieser Entwurf nicht der vom Gartendeck (oder ihr) favorisierte ist. Sie fand den am besten, der eine Fläche für das Projekt vorsah, die 800m² groß ist und ein Gärtnern im Boden zugelassen hätte. Der Entwurf, der wohl das Rennen gemacht hat, sieht eine größere Fläche vor, die aber nur mit Hochbeeten begärtnert werden kann.

    Eine andere Frau ist mit dem ganzen Prozess unzufrieden, sprich, dass es feste AnsprechpartnerInnen des Gartendecks geben mußte und sich das Gartendeck darauf eingelassen hat. Sie zweifelt daran, dass es der Gruppe gut getan hat und findet, dass es dadurch eigentlich auch keine Gruppe mehr gibt. Um die Pflanzen würden sich auch nur noch wenige Leute kümmern.

    Fuhlsgarden

    Das Außengelände einer Kita ist die Heimat für den Gemeinschaftsgarten Fuhlsgarden geworden. Eine Gruppe (die Fuhlsgardener) hatte eine Fläche gesucht und davon hat ein Koordinator von „Kinderwelten Hamburg“ Wind bekommen. Er versteht seinen Job auch als Stadtteilentwicklung und möchte Kita/Familienräume und –flächen öffnen.

    Das Gartenprojekt ist auf einem Teil des Fläche, es gibt auch Bienen (auf einem anderen Teil). Die Fläche nutzt zudem die Kita, aber auch andere Gruppen. Die Gartengruppe möchte gerne, dass das Projekt immer begehbar/nutzbar ist und Zahlenschlösser sollen diese Zugänglichkeit ermöglichen.

    Es gibt außen noch kein Schild, aber auf der Fläche ist das Gartenprojekt bezeichnet.

    Schillergarten

    In Hamburg-Bergedorf hat die lokale Transition Town Gruppe nun ein Grundstück gefunden. Es handelt sich um eine öffentliche Grünfläche, die direkt an einem Spazierweg entlang der Bille (Fluß) liegt, eine kleine, nicht eingezäunte Parkanlage. Es ist das erste und bisher einzige Projekt der TT-Gruppe. Sie haben sich während der Planung und des Aufbaus wöchentlich getroffen. Es wurden einige Hochbeete gebaut, Wasser wird aus der Bille (mit Gießkanne am Strick, die da reingeworfen und rausgezogen wird) geholt, Pflanzen wurden teilweise gespendet. Die Gruppe ist derzeit demotiviert, „die Luft ist raus“. Sie haben das wöchentlichen Treffen abgeschafft und wollen in AGs arbeiten und haben aber jede Woche noch einen Gartentag, an dem einige vor Ort sind. Es machen wenige Leute „von außen“ mit und einigen Leuten der Kerngruppe fehlen die häufigen Treffen. Die Arbeit in den AGs funktionieren nicht und die Initiatorin möchte nicht, dass „immer nur sie“ für alles, was mit Außenkontakten zu tun hat, angefragt wird. Es gab einen Vandalismus-Fall.

    Es wirkt so, als ob sie hohe Erwartungen mit dem Projekt verknüpfen und nun enttäuscht sind, dass es nicht so viel Resonanz gibt und es auch kein Selbstläufer ist.

    Gu berät sie/macht im Winter einen Workshop mit ihnen.

    InPeLa

    Der Interkulturelle Permakulturgarten Langenhorn ist Teil eines Parks. Die Fläche wurde von einer Abteilung des Bezirksamts identifiziert (ich meine Gesundheit; das Gartenprojekt ist Teil eines Gesundheitnetzwerks und wird auch so in Broschüren vorgestellt), das Grünflächenamt war anfangs nicht begeistert. Da das Projekt gut läuft, es ein auch optisch ansprechender Ort ist, ist die Skepsis gewichen. Edourd van Diem war an der Umsetzung beteiligt, schnell hat aber jemand aus dem Stadtteil die Koordination übernommen. In den ersten Jahren gab es dafür auch Geld, ebenso für den Aufbau des Gartens, den Brunnen, die Gartenhäuschen…Inzwischen ist die Honorarstelle ausgelaufen und die Frau, die das gemacht hat, möchte sich nun nach und nach aus den koordinierenden Arbeiten zurück ziehen. Die Parzellen sind unterschiedlich groß, einige GärtnerInnen haben sich nach und nach immer mehr Land genommen und ausgeweitet. Sie haben individuelle und gemeinschaftliche Parzellen, machen Projekte wie „Schneckenzaun“ zusammen, treffen sich oft im Garten und es gibt auch feste Zeiten, zu denen immer jemand da ist.

    Wurzelwerk

    Auf dem Campus der Hamburger Uni ist ein Gartenprojekt entstanden, das eine Frau, die beim Asta gearbeitet hat, initiiert hat. Leute aus der Gruppe sagen, dass sie, als sie diese Stelle nicht mehr hatte, sich nicht mehr für das Projekt interessiert hat. Sie sind ca. 8-10 Leute in der Kerngruppe, das Projekt ist offen für Leute von der Uni und aus der Nachbarschaft. Die Fläche wird von Gruppen für Feiern genutzt, ab und an gibt es Konflikte, da Müll liegen bleibt oder auch mal kaputt geht. Es gibt keinen Zaun. Schilder stellen das Projekt vor.

    Sie wollen gerne weitere Leute erreichen und machen auch Werbung für das Mitgärtnern.

    Der oberste Unibaumensch hat einen Schuppen aus Paletten mit ihnen gebaut, es gibt Workshops und Veranstaltungen (Kino z.B.) und so kommen ab und an auch neue Leute dazu. In der Nachbarschaft ist das Projekt nicht so bekannt, sie haben dafür auch keine Zeit, sich drum zu kümmern.

    Umweltgarten

    In der Kleingartenanlage am S-Bahnhof Tempelhof, die direkt an das Flugfeld grenzt, ist der erste Schritt zu einem „Umweltgarten für geflüchtete Frauen“ auf der Parzelle eines der Vorständen entstanden. Sie wollten eigentlich eine andere Fläche in der Kolonie dafür, die sie aber erst ab jetzt zur Verfügung haben. So haben sie ein paar Hochbeete in die Privatparzelle gesetzt. Sie haben für das Projekt recht viel Geld akquiriert. Sie schichten das jetzt gerade um und wollen dann so richtig ab Herbst loslegen. Es gibt zwei Grundstücke (bei uns sind auch zwei Gartenprojekte schon im Netzwerk), das eine soll der Umweltgarten werden -> Frauen aus den Hangars und aus anderen Flüchtlingsunterkünften sollen hier betreut gärtnern (es gibt eine Gartentherapeutin im Team, es gibt auch Honorargelder). Die Gruppe trifft sich 1x/Woche, die Frauen werden abgeholt oder mitgebracht. Sie können wohl alles aus der Laube nutzen und so auch die Früchte vor Ort gemeinsam verarbeitet. Noch wirkt alles sehr provisorisch.

    Das andere Grundstück soll ein offener Gemeinschaftsgarten werden, in dem „Landwirtschaft“ betrieben werden kann. Es gibt wohl Interessierte, die mitmachen wollen.

    Moros Garten

    In Berlin Treptow ist auf dem Gelände Karpfenteichstraße, auf dem es schon eine offene Metallwerkstatt und den Radcontainer und einen Gemeinschaftsgarten gibt, ein weiterer Gemeinschaftsgarten (in Sichtweite zu dem anderen) entstanden. Soweit mein Gesprächspartner wusste, ist in dem ersten Gemeinschaftsgarten nur noch eine Person wirklich aktiv (sieht auch sehr verwildert aus). Moros Garten haben Leute initiiert, die bei einer Betteninitiative aktiv sind, sprich: Vermittlung von Schlafplätzen für Flüchtlinge. Sie wollten einen Ort haben, an dem sich alle treffen können, den alle mitgestalten können, an dem verschiedene Aktivitäten stattfinden können. Gärtnerisch haben sie wenig Erfahrung, vernetzt mit anderen Gärten sind sie noch gar nicht und alle Infos zu Hochbeetbau/Kompost/Pflanzen waren ganz neu für sie. Sie haben schon einige Beete angelegt, wissen nicht, wie der Boden ist und wollen nun lieber mehr Hochbeete bauen. Sie sind zudem auf der Suche nach Strukturen (wie kommunizieren wir am besten rund um den Garten?).

    Garten der Nachbarn Marzahn

    Auf dem Gelände eines Flüchtlingscontainerdorfs sind noch die Überreste eines Gartenprojekts zu sehen. Die Unterkunft wird von einer Firma betrieben, die das Projekt als überflüssig empfindet. Die Sozialarbeiter sehen es nicht als ihre Aufgabe an, auf das Projekt aufmerksam zu machen. Es gibt einen Wachdienst vorne, die Ehrenamtlichen brauchen Ausweise. Nach einer Richtlinie des Berliner Senats, mussten alle Unterkünfte nun „ihre Ehrenamtlichen“ koordinieren und so sollten die Ehrenamtliche neue Ausweise bekommen (von der Firma, die sie nicht unterstützt und eher als störend empfindet, sie dürfen nicht mal auf Toilette gehen). Die Initiatorin ist lange krank gewesen und nun sind nur noch Überreste zu sehen. Ein paar mickrige Töpfe, ein paar zerrupfte Sträucher, ein paar vertrocknete Jungpflanzen. Das zusammen mit den Kindern angemalte Gartenhäuschen ist umstellt von Fahrrädern und nicht gut betretbar. Das Lageso hat die Außenfläche – nachdem die Ehrenamtlichen zusammen mit ein paar wenigen Flüchtlingen dort gesäät, gepflanzt, gewirkt hatten, durch einen Gärtnern betreuen lassen, der alles wieder dem Erdboden gleich gemacht hat, was angelegt wurde. Aber auch die Flüchtlinge haben so gut wie kein Interesse am Gärtnern/Mitmachen gezeigt. Die Ehrenamtlichen sind frustriert und haben wenig Interesse, das Projekt noch einmal anzuschieben. Es gibt andere Unterkünfte, an denen sie willkommen sind und Unterstützung finden.

    Hofgarten Alte Gießerei

    Vor der alten Gießerei (OW in Berlin Lichtenberg) ist ein Nutzgarten entstanden. Es gibt keinen Zaun, kein Schild, nix, was erklärt, was hier ist oder ob man mitmachen kann. Es sieht eher privat aus.

    Campusgarten

    Auf dem Campus der FH Potsdam ist seit Mai diesen Jahres der Grundstein für einen Gemeinschaftsgarten sichtbar. Entstanden und entwickelt wurde die Idee in einem interdisziplinären Seminar; ein Teil der Gruppe, die sich damit lange theoretisch auseinander gesetzt hat, wollte nun auch praktisch werden. Sie haben sehr viel Zeit und Energie in die Konzepterstellung, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierungsideen und Ideen, wie die NachbarInnen zu erreichen wären, gesteckt. Nun gibt es eine recht zentral auf dem Campus gelegene Fläche, die leider derzeit an eine Baustelle grenzt. Der Campus/die FH leidet daran, dass die Studierenden zu über 80% nicht in Potsdam wohnen und ab 18.00h ist hier nix mehr los. Außerdem ist selbst eine Abkürzung über den Campus für die Nachbarn eine Hürde. Sie gehen lieber außen rum. Es gibt Schilder, die auf das Projekt hinweisen (Campusgarten mit Pfeilen), doch kein Schild erläutert, dass es sich um einen Gemeinschaftsgarten handelt, bei dem alle mitmachen können. Die Gruppe hat noch keine Kontakt zu Vereinen/Organisationen aus der Nachbarschaft aufgenommen und weiß auch noch nicht, wer da so aktiv ist. Sie denken eher in Richtung Ringvorlesung, zu der sie per Hauswurf auch die Nachbarn einladen wollen.

    Sie haben Gelder von Uniinternen Abteilungen akquiriert und erste Beete gebaut. Es gibt einen Spint mit Gartengeräten, es gibt einen nahen Wasseranschluss.

    Sie haben sehr viel Papier erarbeitet und fühlen sich überlastet. In der Beratung ging es um den Stadtteil und wie sie Leute aus der Nachbarschaft erreichen können, aber auch mehr Leute aus der FH ansprechen können, vor Ort im Garten dabei zu sein.

    Seegarten

    Der Seegarten in Potsdam liegt auf einer Teilfläche des Außengeländes einer offenen, sozialen Einrichtung. Es gibt keinen Zaun, aber eine Benjes-Hecke. Hier gärtnern einige Familien auf individuellen Beeten. Sie haben auch Gemeinschaftsflächen und alle bringen sich in unterschiedlicher Art und Weise in das Projekt ein. Es sind auch viele Kinder dabei. Sie haben Bienen, kompostieren erfolgreich, haben den Boden verbessert, es gibt Naschobst und einen gemeinsam gebauten Schuppen. Sie sind mit den anderen Gärten vernetzt und hätten gerne noch mehr Austausch.

    unigardening

    Auf dem Gelände des Botanischen Gartens in Berlin Steglitz ist das studentische Gartenprojekt „sustain – unigardening“ entstanden. Es ist eine Projektwerkstatt, die zusammen mit einer Projektwerkstatt zu Terra Preta und Kompostierung dort verwirklicht wurde. Vor dem Terra Preta Projekt wurde wohl gar nicht kompostiert! Nun steht hier eine high tech Terra Preta Anlage.

    Das Gartenprojekt wird von Studies der FU und der TU genutzt, die Kerngruppe ist nicht groß. Sie machen alles gemeinschaftlich und es wird auch viel dann direkt roh vor Ort gegessen. Sie haben auch einen Teil eines Gewächshauses, in dem Tomaten wachsen. Es werden verschiedene Sachen ausprobiert, wie Milpa (Anbau von Mais, Bohnen und noch was gemeinsam), Gertreide, alte Sorten, verschiedene Düngerarten etc. Es gibt erst ein (sich nicht selbst erklärendes) Schild auf der Fläche – vorher liest man: Zugang nur für Berechtigte o.ä. Man muss das Projekt kennen und dann den Pförtner fragen. Gitti vom Wuhlegarten war anfangs auch noch involviert.

    Thomas Finger, ewiger Tutor der Projektwerkstätten, möchte ein „urban gardening“ Projekt auf dem Campus Charlottenburg machen. Hofgrün an der UdK, was mal von den P-Gärten angelegt wurde, existiert noch oder wieder (Begrünung), es sollen aber noch viel mehr gärtnerische Aktivitäten für Studis und Uni-Leute da angeschoben werden. Er meldet sich dazu wieder.

    Gemeinschaftsgarten Mittelstraße

    In Spandau ist auf der Bezirks-Fläche einer zusammengebrochenen Schule ein Gartenprojekt entstanden. Es gibt auch hier keinen Zaun, doch sie wünschen sich sehnlichst einen. Hier wird alles geklaut, was nicht niet und nagelfest ist, auch Pflanzen werden ausgebuddelt, Leute, die nicht mitgärtnern, kommen mit Tüten, um zu ernten. Und hier gibt es Schilder, die erklären, was das für ein Projekt ist. So kann nur wenig geerntet werden. Sie dürfen kein Feuer mehr machen, seitdem ein Spielplatz direkt neben sie gebaut wurde (was für die Fläche gut ist). Ab und an kommen Kindergruppen, deren ErzieherInnen die Kinder ermutigen, die Beeren o.ä. zu ernten…

    Die Gartengruppe gibt aber nicht auf, macht weiter, nimmt die Gartengeräte mit nach Hause, der Schuppen ist schon lange nicht mehr abgeschlossen, damit wenigstens die Tür nicht ständig repariert werden muss. Es gibt viele Workshops auf der Fläche und eine Frau hat von Anfang an die Koordination, die auch bezahlt wird.

    Gartenprojekt Villa Nova

    Die Villa Nova ist ein Zentrum in Berlin Spandau für Familien mit kleinen Kindern. Zu bestimmten Zeiten wird die Einrichtung auch von begleiteten Flüchtlingsgruppen aus der Nachbarschaft genutzt. Hier hat die Frau, die den Gemeinschaftsgarten Mittelstraße aufgebaut hat und koordiniert, sich für ein Gartenprojekt stark gemacht. Ein Teil der Außenfläche kann mit Erdbeeten genutzt werden, auf einem Teil stehen Hochbeete, die Leute vom Prinzessinnengarten mit Interessierten gebaut und befüllt haben. Doch nach dieser Aktion ist das Interesse merklich abgeflaut. Nur einige wenige NachbarInnen sind interessiert, die gärtnerische Arbeit machen hauptsächlich MitarbeiterInnen. Die Familien mit den kleinen Kindern sind froh, wenn sie nichts tun müssen und beteiligen sich nicht am Garten. Es gibt einen Teil des Gartens, der nur von MitarbeiterInnen genutzt wird und dieser sieht wesentlich besser aus, was die Pflanzen angeht. Auch hier finden viele gärtnerische bzw mit dem Garten verbundene Workshops statt, es gibt eine Gartenzeitung mit Tipps und Infos.

    Die Leute von den P-Gärten hatten empfohlen, das Projekt so zu organisieren, dass alles gemeinschaftlich gemacht wird, doch das hat sich laut der Koordinatorin nicht bewährt. Eventuell versucht sie nun, die Hochbeete zu „indviduellen Beeten“ zu machen und so mehr Interesse für das Projekt zu generieren.

    IG von SOS in Gatow

    Der Interkulturelle Garten besteht! Es gibt individuelle Parzellen, die von Flüchtlingen aus ganz Berlin und von Leuten aus der Nachbarschaft genutzt werden. Die Flüchtlinge wissen nicht, dass es in ihren Bezirken auch Gemeinschaftsgärten/Interkulturelle Gärten gibt und kommen teilweise aus Schöneberg und Kreuzberg. Ein Syrer hat eine Stelle bei SOS (der Träger, der dort auch Aus- und Fortbildungen macht) und ist Agraring. Er lernt jeden Tag dazu, kann aber auch viel einbringen.

    Die Koordinatorin hat ½ Stelle und macht gerade ein Praktikum bei den P-Gärten.


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  • FH Minden: campus wird essbar

    (Gu, alerst)

    Das Studentenprojekt „Essbarer Campus“ geht mit zehn Hochbeeten an den Start. „Angewandte Lehre in Bestform“, lobt FH-Präsident Professor Klaus Becker das Ergebnis des Praxis-Moduls „Stadtökologie“. Umweltschutz-Studenten hatten Beispiele von urbanem Gärtnern aus verschiedenen Städten zusammengetragen und daraus ihre Campus-Idee entwickelt. […]

    Und weil vielleicht nicht jeder Esser weiß, wie mit dem Grünzeug umzugehen ist, helfen Schriftzüge wie „untere Blätter einzeln abpflücken“. Jeder darf sich bedienen, darf kosten, schmecken, ernten. Ein Versuch ohne Zaun und Mundraub-Alarm. Aber auch Mithilfe ist erwünscht.

    „Neun von zehn Beeten haben bereits Pflegepaten“, sagt Professorin Elke Hietel. Sie weiß: Nur wenn die Hege für Gemüse, Kräuter und Salat von einer Studentengeneration zur nächsten weitergegeben wird, gedeiht Urban Gardening am Binger Campus.

    Biodiversität fördern, auch das will das Projekt am Campus. Eine Pflanzentauschbörse gab zum Auftakt Gelegenheit, Setzlinge zu erhalten.
    http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bingen/bingen/campus-wird-essbar_16928196.htm

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    FH-Präsident Professor Dr. Klaus Becker betonte bei der Einweihung die anwendungsorientierte Lehre, wie sie sich in dem Projekt zeige und wünschte dem essbaren Campus Ausstrahlung bis in die Stadt hinein. Denn das Biodiversitätsprojekt ist Teil der Initiative „Essbare Stadt Bingen“, die von Umweltschutzstudierenden konzipiert und von der FH Bingen wissenschaftlich begleitet wird. […] Der AStA und die FH-eigene Werkstatt unterstützten beim Bau der Hochbeete. Vor der Witterung schützt die Holzkonstruktion aus heimischer Lärche eine Lasur auf Naturöl-Basis, die frei von Bioziden und Konservierungsmitteln ist. Das verwendete torffreie Pflanzsubstrat stammt aus biologischer Erzeugung. Die Bepflanzung der Hochbeete bietet eine bunte Mischung aus verschiedenen Gemüse-, Kräuter- und Salatsorten. Die Kräuterkunde der Hildegard von Bingen hat die Studierenden inspiriert und so finden zum Beispiel Ysop, Zitronenverbene, Thymian, Johanniskraut, Fenchel, Salbei, Zitronenmelisse und Estragon Platz auf den Beeten. Und auch zwei historische Kartoffelsorten haben den Weg auf den FH-Campus gefunden: Die sehr frühe, festkochende französische Sorte „Belle de Fontenay“ sowie die mittelfrühe, festkochende, aus Norddeutschland stammende Sorte „Hansa“.

    Nach der studentischen Pflanzaktion werden die Hochbeete nun über Patenschaften von Studierenden und Mitarbeitern betreut und versorgt.

    http://www.metropolnews.info/mp164486/biodiversitaetsprojekt-essbarer-campus-gestartet (mehr …)

  • Leute vom CampusGarten Münster legen Garten an Flüchtlingsunterkunft an

    (Gu, RSS)

    Start des Projektes OxfordBeete

    In dieser Saison haben wir neben der üblichen Gartenarbeit in unserem Garten am Leonardo-Campus ein weiteres Projekt ins Leben gerufen:

    Gemeinsam mit und für die Bewohner der Landesnotunterkunft Oxfordkaserne bauen wir zusammen mit Oecotrophologie-Studierenden der FH Münster einen urbanen Garten mit Hochbeeten und Sitzgelegenheiten aus Paletten.

    Letzte Woche Mittwoch (4. Mai) war es nach zwei intensiven Planungswochen soweit – mit Schippe, Bohrer und Gießkanne ausgestattet, errichteten wir mit tatkräftigen Bewohnern das Gerüst eines großen Hochbeetes mit Sitzgelegenheit und säten mit einer Kindertruppe die ersten essbaren Blütenblumen. Bei sonnigem Wetter und strahlenden Gesichtern entstanden so nicht nur die ersten Elemente des Gartens, sondern auch die ersten Begegnungen.

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  • Infos zu einigen GG in Ba-Wü

    (Gu aus dem 2ti Workshop am 10.4.)
    Wildwuchs Heidelberg hat ein neues (zweites) Grundstück gepachtet. Sie hatten zunächst eine Gärtnerei, mußten da weg (?), haben ein neues Grundstück bekommen und nun noch ein weiteres. Sie nennen die beiden Gärten „Gärtnerei Süd“ und „Garten Nord“. Sie haben eine Kooperation mit einer Lebensmittelkooperative, an die sie Erträge verkaufen können und damit können sie die Pacht zahlen. In Hildesheim ist das Gartenprojekt auf einem ex Spielplatz. Die Stadt hat die Flächen ausgekoffert und Mutterboden geliefert und so haben sie nun drei runde Beete. Sie sind gut vernetzt in der Stadt und werden für viele verschiedene Kooperationen angefragt. In Wakirchen bei Freiburg haben sie zwei nebeneinander liegende Flächen von der Stadt. Alles ganz offen und ohne Zaun. Es stehen z.B. Gießkannen offen für alle da und oft gießen PassantInnen. Toll für Kinder ist, dass das Gießwasser aus dem Bach geschöpft wird, an dem das Grundstück liegt. Das Projekt (essbare Stadt) weitet sich aus und das Orgateam versteht sich inzwischen mehr als Netzwerk in der Stadt. Sie haben ein Logo und kennzeichnen neue Projekte damit. Sie kooperieren mit einem Beschäftigungs/Ausbildungsträger, der behindertengerechte Hochbeete am Mehrgenerationenhaus baut und auch eine Kräuterspirale und es gibt Hochbeete auf einem zentralen Platz der Stadt. Sie bekommen nun auch eine Fläche in der Stadt und einen Wasseranschluß durch die Stadt, die auch die Erde finanziert. Flüchtlinge und Gärtnern ist zudem auch ein Thema von ihnen. Der Campusgarten hat einen Preis gewonnen und das Geld wurde für Hochbeete eingesetzt. Sie haben mehr Fläche bekommen, ein Tomatenhäuschen gebaut und wollen einen Kartoffelacker. Es gibt einen gut genutzten Fairteiler (nicht nur Essen. Gute Erfahrungen haben sie mit einem Schild an der Gie-kanne, wann das gegossen wurde. Essbares Heidelberg hat 4 / 5 verschiedene Gaerten, die Organisation ist hauptsaechlich studentisch. Die Faechergaertner in Karlsruhe haben eine Flaeche, die sich aus drei Flaechen mit drei Eigentuemern zusammensetzt. Ueber das Gartenbauamt haben sie Erde bekommen, die Flaeche ist kontaminiert und so muessen sie in Hochbeeten gaertnern, die aber wegen der Auflage der Stadt nicht hoeher als 40/50cm sein duerfen. Das Zauberbeet in Fellbach muss nach nur einem Jahr nach Ende der jetztgen Saison umziehen. Die Buergergaertern Hallschlag haben nach 7 Jahren nun einen Wasseranschluss bekommen, der ihnen von Anfang an versprochen wurde. (mehr …)

  • FH Potsdam will Gemeinschaftsgarten starten

    (Gu aus alerts, 24.2.)

    […] Auf dem Gelände der Fachhochschule Potsdam soll nun ein neuer gemeinsamer Garten entstehen – ausdrücklich aber nicht nur für Studenten. Potsdam. […] Auf der Grünfläche nördlich von Haus 3 wird der Garten entstehen, die genaue Größe steht noch nicht fest. Hermann Voesgen, Professor für Kultur- und Projektarbeit an der FHP, der die AG von Anfang an begleitet, stellte aber bereits 400 Quadratmeter Fläche in Aussicht. Der erste Spatenstich soll spätestens Ende März gesetzt werden.
    „Ein solcher Gemeinschaftsgarten könnte der zunehmenden Glattheit des Campus etwas Organisches entgegensetzen“, sagt Michael Kreutzer von der AG Campusgarten. Er und andere Mitglieder der Initiative beklagen, dass sich viele Studierende kaum mit der Hochschule identifizieren und nicht länger als nötig auf dem Campus aufhalten würden: „Alle rennen immer gleich zur Tram-Haltestelle“, sagt Kreutzer. Der Garten soll diese Identifikation stärken, zum Verweilen und zum gemeinschaftlichen Gärtnern einladen – und auch als Seminar- und Veranstaltungsort dienen.
    Entstanden war die Idee aus dem Seminar „Campusgarten“, das im Wintersemester 2015 an der FHP stattfand. Auf Anhieb fanden sich rund 40 Interessierte für das Projekt. Schnell wurde klar: Es soll kein rein studentisches Projekt sein, sondern offen sein für alle – Anwohner, Flüchtlinge, Schulen, Kitas. Denn es fehlt generell an sozialen Treffpunkten in Bornstedt, das beklagen auch Mitglieder der Stadtteilinitiative Bornstedt und des Vereins Stadtrandelfen, die ebenfalls am letzten Treffen der Campusgarten AG teilnahmen. Die Öffnung des Gemeinschaftsgartens über die Hochschule hinaus hat auch einen praktischen Hintergrund: Während der Semesterferien werden viele Studierende nicht auf dem Campus sein, doch auch dann muss der Garten natürlich gepflegt werden. […]
    Finanzieren will sich der Campusgarten unter anderem durch den AStA der FHP, aber auch über Fördergelder für gemeinnützige Projekte. Zu diesem Zweck ist eine Kooperationsvereinbarung mit den Stadtrandelfen geplant: Der Verein bietet erlebnispädagogische Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an.

    Fünf Gemeinschaftsgärten in Potsdam

    In den letzten Jahren schießen Gemeinschaftsgärten in Potsdam buchstäblich wie Pilze aus dem Boden: Insgesamt fünf Stück gibt es bereits über die ganze Stadt verteilt, den Campusgarten noch nicht einmal mitgerechnet. Aber nicht jede Initiative war erfolgreich: Der 2009 ins Leben gerufene Gemeinschaftsgarten in Drewitz wurde aus Mangel an Teilnehmern wieder aufgegeben, auch der 2014 gestartete Allmende-Garten in der Schiffbauergasse wird derzeit nicht bewirtschaftet.

    http://www.pnn.de/potsdam/1052788/ (mehr …)