Schlagwort: Caritas

  • Zülpich: Caritas nach wie vor Träger

    Ansprechpartner ist Rahmen der Caritas für den Garten in Zülpichseit nun 3 Jahren verantwortlich

    Seit dem sind zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt worden wie z.B. Sommerfeste, Konzerte, Fraunentreffs und Pflanzentauschbörsen.

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  • Bad Homburg: IG noch auf der Suche nach einem Grundstück

    Die Caritas in Bad Homburg möchte einen interkulturellen Frauengarten aufbauen, zusammen auch mit Frauen aus Unterkünften.
    Stand Ende nov 2025:
    Derzeit steht ein Grundstück in Aussicht, es ist allerdings durchweg bewachsen und noch nicht klar wie viel Pacht der Besitzer haben möchte. Wir sind also im Prozess
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  • Bad Homburg: Fläche wird nicht für GG zur Verfügung gestellt

    Der Caritasverband Taunus e.V. hat einen Interkulturellen Frauengarten geplant. Eine Fläche hatten sie im Blick, nun stellt sich raus, dass es sich um eine Streuobstwiese handelt -> die Untere Naturschutzbehörde hat keine Genehmigung für die Nutzung der Fläche durch einen GG erteilt.
    Sie suchen nun weiter (mehr …)

  • Halle: Caritas gründet GG

    Das Team des Caritas Kiez-Treff in Halle an der Saale, sind eine kleine Begegnungstätte für Kinder, Jugendliche und Familien. Wie haben ein offenes, niedrigschwelliges Angebot, das sich flexibel an den Bedarfen des umliegenden Sozialraums orientieren möchte. Hier im Viertel leben sehr viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Altersgruppen mit sehr vielen unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Wünschen in Bezug auf die gemeinsam gelebte Nachbarschaft. Diese zunehmende Komplexität die hier im Stadtteil entstanden ist, kann bereichernd sein aber ebenso auch Konflikte im alltäglichen Leben begünstigen.

    Mit Hilfe eines nachbarschaftlichen Gartenprojektes im Hof unserer Wohnanlage wollen wir uns vor allem aber auf die bereichernden Aspekte des vielfältigen Zusammenlebens und den aktivierenden und sinnstiftenden Effekt des Gärtnerns konzentrieren. Durch gemeinsames Gärtnern wollen wir Begegnungen generieren, die für Austausch und Verständigung sorgen um im besten Fall am Ende Toleranz und gegenseitige Akzeptanz zu „ernten“.  Dabei geht es uns, neben der Pflege des Gartens, vorrangig um die Pflege des sozialen Miteinanders.

    Nun haben wir unser Vorhaben als Projekt bei der Stadt Halle eingereicht und eine Finanzierung in Höhe von 1100,- Euro bis Jahresende dafür erhalten.

    Der vorläufige Bewilligungszeitraum für unser Gartenprojekt läuft zunächst nur vom 1. September bis Ende dieses Jahres. Während dieser Zeit, müssen wir möglichst viel vorantreiben und sichtbar umsetzen, damit wir so unsere Arbeit darstellen und rechtfertigen können, um eine forlaufende Finanzierung zu erhalten (mehr …)

  • Worms: Feuerstelle im Gemeinschaftsgarten bringt Menschen zusammen

    (Sachbericht)
    die Feuerstelle mit einem großen Dreibeingrill zu ergänzen. Auch größere Gruppen haben nun kontinuierlich die Möglichkeit, an der Feuerstelle zu grillen. Seien es die Würste des lokalen Metzgers oder das selbstangebaute Gemüse und zum Zuckerfest selbstverständlich Lamm. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dadurch die sozialen Aktivitäten im Freien gefördert werden. Es bietet den Menschen die Möglichkeit, sich um das Feuer zu versammeln, Geschichten zu teilen
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  • Worms: Gemeinschaftsgartenfläche wird von vielen Gruppen genutzt

    (Antrag, Antworten)

    Gemeinschaftsgarten Worms

    Der Gemeinschaftsgarten in Worms, ein Projekt des Caritasverbandes Worms und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), entstand 2015 auf einem Gelände von 3.500 Quadratmetern Fläche in einem Landschaftsschutzgebiet am Stadtrand von Worms.

    Zu Beginn wollten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen ihre eigenen Fähigkeiten einbringen und ihre Ideen gemeinsam umsetzen können und sich darüber hinaus verschiedene Generationen und Kulturen begegnen und miteinander organisieren können.
    Unser Ziel: Menschen sollen miteinander Verantwortung für die Natur, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft übernehmen.
    Nahrungsmittel sollen wieder wertgeschätzt, gemeinsam angebaut, geerntet und auch gemeinsam gegessen werden.

    Heute ist der Gemeinschaftsgarten in Worms ein etablierter Ort für vielfältiges, soziales Engagement und für Teilhabe. Verschiedenste Gruppen und Personen allen Alters, mit den unterschiedlichsten kulturellen und persönlichen Hintergründen, gestalten den Garten durch ihre Projekte, Angebote, Ideen und praktische Arbeit mit. An offenen Begegnungsangeboten (Mitbringpicknicks, Erntefest, Zuckerfest) sowie inhaltlichen Veranstaltungen (Outdoor-Camps, Baumschnitt- und Pflanzseminare, Bienenpflege, Gottesdienste, Schulprojektwochen) nahmen im letzten Jahr knapp 1.100 Menschen teil.

    Rund 40 verschiedene Gruppen, Vereine, Institutionen und Privatpersonen engagieren sich im Garten.

    Darüber hinaus wurde und wird der Garten durch zahlreiche weitere Gruppen und Initiativen genutzt (Pfadfinder, Pfarrgemeinden, Schulen, Kitas, Bewegung und Soziales e. V., Pflanzgruppen, Islamischer Kulturverein, BUND, Foodsharing-Initiative, Repair-Café, Stadtjugendarbeit etc.).

    Zum Bsp. pflanzt, jätet, mäht, erntet, imkert und keltert die sogenannte Nutzgartengruppe im Garten. Erträge werden geteilt, Überschüsse verteilt, wie etwa der leckere Gemeinschaftsgarten-Honig. Der BDKJ und Stadtjugendring organisieren hier Ferienspiele, die Pfadfinder gestalten hier 2 mal wöchentlich ihre Gruppenstunde, die Psychosoziale Beratung der Caritas bringt hier Gruppen zusammen, die Kinder- und Jugendhilfe setzt hier Projekte um, das Dekanat und Gemeinden feiern hier Gottesdienste und gestalten Gemeindearbeit. Auch der Islamische Kulturverein ist hier aktiv und feiert etwa das Zuckerfest.

    Es gibt Baumschnitt- und Pflanzseminare und erlebnispädagogische Angebote für Familien. Und es wird auch immer gemeinsam angepackt: sei es beim Baumschnitt, dem Anlegen einer Blühwiese, der Renovierung des Gartenhauses oder dem Errichten und Eindecken der 22 Quadratmeter- Pergola.

    Alle Gruppen und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, den Gemeinschaftsgarten in Worms kennenzulernen (der Gemeinschaftsgarten ist auch ein Standort des kommunalen, ökologischen Projektes „Stadtwandeln“) und ihre eigenen Ideen, sowie Vorstellungen und Bedürfnisse einzubringen.

    Hier im Gemeinschaftsgarten begegnen sich Menschen verschiedener Generationen und Kulturen beim gemeinsamen Tun oder Nichtstun. Im Garten gibt es kein Hauptamt oder Ehrenamt, keine exklusive Anspruchshaltung. Es gibt gemeinschaftlich getragene Verantwortung für extrem vielfältiges, soziales Engagement an einem wunderbaren Ort.

    Projektbeschreibung:

    Bedingt durch die Corona Pandemie konnten in den letzten 2 Jahren leider kaum gemeinsame Aktivitäten zur Renovierung oder zur Etablierung neuer Projekte des Gemeinschaftsgartens durchgeführt werden. Deshalb würden wir gerne verschiedene Teilprojekte umsetzen, um den Garten wieder attraktiver und vielfältiger zu gestalten und Raum bieten für die Weiterentwicklung des sozialen und ökologischen Engagements in Worms und darüber hinaus.

    Teilprojekt 1: Anlegen eines Gemüsegartens

    Eines unserer Anliegen ist die nachhaltige und gesunde Ernährung durch das gemeinsame Pflanzen, Pflegen und Ernten von selbst angebautem Gemüse. Vielen fehlt der eigene Garten, das Wissen über den Gemüseanbau oder auch die Zeit sich alleine um einen Garten zu kümmern. Unsere „Pflanzgruppe“ bringt die verschiedensten Menschen zusammen, ermöglicht den Austausch von Wissen und den Anbau von Gemüse und Kräutern für den eigenen Bedarf.

    Für die Erweiterung unseres Gemüsegartens würden wir gerne einen Hochbeetgarten anlegen und das anfallende Regenwasser unseres Gartenhauses zur Bewässerung nutzen. Hierfür bräuchten wir Materialien zum Bau der Hochbeete, sowie Container zum Auffangen des Regenwassers.

    Teilprojekt 2: Küche/Feuerstelle

    Regelmäßig finden in unserem Gemeinschaftsgarten Veranstaltungen der verschiedenen Gruppen, Vereinen und Initiativen statt für die eine nutzbare Küche, sowie eine Feuerstelle unerlässlich ist, die aktuell nur rudimentär vorhanden ist. Außerdem soll ein bestehender Lehmofen wieder instandgesetzt werden.

    So wird zum Bsp. das Erntefest veranstaltet, bei dem wir gerne das selbst angebaute Gemüse in der Gemeinschaft vor Ort zubereiten und genießen würden. Auch für die Veranstaltung vom Ferienspielen, Pflanzseminaren oder die vielfältigen, erlebnispädagogischen Angebote ist eine ausgestatte Küche dringend notwendig. Für den Aufbau unserer Küche des Gartenhauses bräuchten wir Materialien in Form von Regalen, einer Arbeitsplatte mit Spültisch, sowie weitere Ausstattungsgegenstände, wie einen Geschirr und einem Ofen.

    Durch die Ausstattung mit einem umweltfreundlichen Pelletofen könnte zudem unser Garten ganzjährig durch die verschiedenen Gruppen genutzt werden und die Reichweite enorm steigern.

    Teilprojekt 3: Tierische Besucher

    Auch tierischen Besuchern soll in Zukunft unser Gemeinschaftsgarten zur Verfügung stehen. Die 5 Alpakas der Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte St. Martha des Caritasverbandes Worms leben zusammen mit den Senioren in Mörstadt. Dort leben sie auf einer großzügig angelegten Weide und werden als therapeutische Unterstützung demenzerkrankter Menschen eingesetzt. Sie besitzen eine sehr ruhige und dennoch neugierige Wesensart, wodurch es spannend ist sie zu beobachten, und mit ihnen in Kontakt zu treten. Mit ihrer offenen Art können sie Menschen Antrieb geben und sie aktivieren.

    Gerne würden wir mit den Alpakas auch den Gemeinschaftsgarten regelmäßig besuchen, um den Nutzern, wie zum Bsp. Schulen und Kindergärten oder den sozialen Diensten des Caritasverbandes, wie zum Bsp. dem psychosozialen Zentrum, der Fachstelle für Migration und nicht zuletzt der Kinder- und Jugendhilfe, ebenfalls die Möglichkeit geben mit unseren Tieren zu interagieren.

    Gleichzeitig eigenen sich Alpakas hervorragend zur Landschaftspflege. Sie verursachen durch ihre weiche Sohle kaum Trittschäden und reißen durch ihre gespaltene Oberlippe das Gras nicht heraus, sondern fressen nur die Spitzen ab.

    Gerne würden wir unsere Grünflächen durch die Beweidung mit unseren Alpakas pflegen. Hierfür benötigen wir jedoch ein adäquates, eingezäuntes Gehege und einen Unterstand.

    1)     Wem gehört die Fläche, müssen Sie eine Pacht zahlen, ist die Nutzung befristet?

    a.      Caritasverband Worms e.V.

    b.      Keine Befristung

    c.      Keine Pacht, aber gemeinsame Verantwortung für Instandhaltung, Nutzung, Gestaltung von Angeboten

    2)     Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert und wie setzt sich diese zusammen?

    a.      Aktuell ein Kern von ca. 10 Personen unterstützt durch weitere aktive Gruppen im Gemeinschaftsgarten

    b.      Zusammensetzung: Flüchtlingsfamilie, Studenten, Senioren, BUND

    3)     Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (Gemüse/Obst und Kräuteranbau)

    a.      Streuobstwiese ca. 1000m²

    b.      Beete ca. 200m²

    4)     Wie viele Beete gibt es und wie groß sind diese?

    a.      Aktuell 8 Beete

    b.      Kräuterecke

    5)     Werden alle Beete gemeinschaftlich bewirtschaftet oder gibt es auch individuelle Beete?

    a.      Gemeinschaftliche Bewirtschaftung

    6)     Wer baut wann die geplanten Hochbeete, wie viele sollen das werden und wie viele Menschen können sich daran beteiligen?

    a.      Koordination des Aufbaus durch CV Worms

    b.      Beteiligung der Interessierten Gruppen und Privatpersonen

    7)     Werden diese Beete an bestimmte Menschen oder Gruppen vergeben?

    a.      Gemeinsame Verantwortlichkeit für die Bewirtschaftung (siehe oben)

    8)     Gärtnern auch Gruppen?

    a.      Einzelne Gruppen (z.B. BUND-Kindergruppe) beteiligen sich. Ansonsten ein Zusammenschluss von „Privatpersonen“

    9)     Wie laufen die Entscheidungen und Informationen rund um den Nutzgartenteil des Projekts?

    a.      Demokratisch!

    b.      Jeder bringt Ideen, Informationen ein: Jahresplanung

    c.      Ansonsten WhatsApp-Gruppe und direkte Kontakte / Absprachen im Garten

    10)  Was gibt es alles an Infrastruktur im Garten?

    a.      Gartenhaus

    b.      Strom

    c.      Brunnen

    11)  Ist der Garten jederzeit für die Nutzer*innen zugänglich?

    a.      Eingang mit Zahlencode (Gruppen und aktive Einzelpersonen haben diese und können diesen verantwortungsbewusst auch weitergeben) zugänglich.
    Somit auch ein spontaner Besuch von neuen Interessenten möglich (Kontaktdaten öffentlich)

    12)  Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?

    a.      Gartengeräte stehen in Anbau

    b.      Zugang über Schlüssel im Schlüsseltresor (passend auch für Haus und Einfahrtstor)

    c.      Handhabung siehe Punkt 11

    13)  Wie haben Sie den Garten bisher finanziert? Wie beteiligen sich die vielen Gruppen und Initiativen und die Gärtner*innen an den Kosten?

    a.      Finanzierung des Gartens und der Infrastruktur aus Eigenmitteln des CV Worms

    b.      Gruppen beteiligen sich vorrangig mit Sachspenden und Arbeitseinsätzen

    14)  Haben Sie bei der Stadt schon bezgl. Finanzierung angefragt?

    a.      Stadt Worms hat keine zusätzlichen Finanzmittel im Haushalt

    b.      Dennoch ist der Gemeinschaftsgarten Teil des Wormser Stadtwandeln (Thematische Touren – in unserem Falle Biodiversität: Gemeinschaftgarten (Urban Gardening, Imkerei, Interkulturelles – intergeneratives Miteinander)

    15)  Zur Küche/Feuerstelle: haben Sie auf nebenan.de, bei Ebay-Kleinanzeigen oder in den Lokalblättern Anzeigen aufgegeben, was Sie für die Ausstattung noch brauchen? Da ja so viele Gruppen beteiligt sind, könnte das ja gut bekannt gemacht werden

    a.      Gartenhaus diesbzgl. bereits auf diesem Wege ausgestattet.

    b.      Hauptkosten entstehen durch die Küchenarbeitsfläche, Wasserinstallation

    c.      Geplant ist das entsprechende Geschirr, damit einmal eine ausreichende Grundausstattung vorhanden ist (insbesondere für Angebote mit größeren Gruppen [Ferienspiele, Schulen, Kitas, etc.]


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  • IG Ratingen West: Gewächshaus aus Plastikflaschen

    (alerts)

    m Gemeinschaftsgarten in Ratingen West – zwischen dem Kirchenzentrum am Maximilian-Kolbe-Platz und der Wohnbebauung – treffen sich die Aktiven an diesem Tag zur Gemeinschaftsarbeit. Angrenzend an das Gerätehaus soll ein Gewächshaus für die Tomaten entstehen, damit die Pflanzen auch bei Regen überleben können. Die ehemalige Hundeauslaufwiese hat sich zu einer grünen Oase entwickelt. Anwohner nutzen hier die Möglichkeit, ihr eigenes Gemüse anzubauen, sei es in eigenen Beeten oder in den gemeinschaftlichen Hochbeeten. Fachliche Unterstützung bekommen sie dabei von der Landschaftsgärtnerin Dunja Plesnik, die an diesem Tag mit den Gärtnern auch das Gewächshaus aus gebrauchten Plastikflaschen bauen will.
    Der Caritas-Gemeinschaftsgarten ist ein Teilprojekt des Projekts InWESTment und wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Inzwischen geht das Projekt in die dritte Vegetationsperiode – mit wachsender Resonanz. Alle 30 Parzellen sind derzeit vergeben. Wer noch mitmachen möchte, „muss auf die Warteliste“, sagt Martin Sahler von der Caritas. Aufgrund des großen Erfolgs soll der Gemeinschaftsgarten nun noch vergrößert werden. Etwa ein Drittel der angrenzenden ungenutzten Fläche soll dazu kommen. Der Rest der Wiese soll als Spielfläche für  Kinder dienen.
    Stück für Stück mausert sich der Gemeinschaftsgarten zu einem besonderen Ort, nicht nur für die Gärtner selbst. „Hier schauen auch immer wieder Nachbarn vorbei oder Kindergartengruppen“, sagt Dunja Plesnik. Auch an diesem Tag gibt’s Besuch von den Kleinen, für die die Gießkannen bereits bereitstehen. Das Wasser dafür kommt aus den  Wassertanks. „In Zukunft soll es aber einen Brunnen geben“, sagt Plesnik. Im vergangenen Jahr kamen die Gärtner mit dem Wässern  und Wiederbefüllen der Tanks kaum nach.
    Seien die Anwohner zur Eröffnung des Gemeinschaftsgartens noch skeptisch gewesen, „sind wir jetzt zu 110 Prozent akzeptiert und im Stadtteil angekommen“, sagt Plesnik. Das zeigte sich auch im Vorfeld der Gewächshaus-Aktion. Denn dafür benötigten die Gärtner jede Menge gebrauchter Plastikflaschen und die wurden aus der Nachbarschaft eifrig gespendet. Jetzt hieß es, Etiketten ablösen, Flaschen ausspülen und den Boden heraus schneiden. Dann ließen sich die Flaschen übereinander stülpen, auf Bambusstöcke auffädeln und an das vorbereitete Gerüst anbringen.
    In den Beeten pflanzen die Gärtner das an, was sie gerne essen. Dazu gibt es ein paar Obst- und einen Walnussbaum auf dem Gelände und einen Bienenstock. Selbstverständlich wird die Ernte im Herbst untereinander auch getauscht. „Und wenn wir zu viel haben, verschenken wir es auch“, sagt Dunja Plesnik. „Wir geben gern.“

    Der eingezäunte Garten ist öffentlich zugänglich, nur das Gerätehaus ist verschlossen. Dafür haben die Teilnehmer jeweils einen Schlüssel. Denn die Gärtner sind meist zu unterschiedlichen Zeiten vor Ort. Einmal im Monat jedoch ist samstags  Gemeinschaftsgärtnern angesagt. „Wer nicht kann, meldet sich ab“, sagt Dunja Plesnik, die dann selbstverständlich auch vor Ort ist, um Tipps zu geben und mit anzupacken. Das große Ziel jedoch ist, dass aus dem Projekt mal ein autarker Garten wird.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/ratingen-west-gaertner-bauen-gewaechshaus-aus-plastikflaschen_aid-39064499


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  • Franziskusgarten Erfurt gibt es nicht mehr

    (Gu, tel)

    Das Gartenprojekt der Caritas hatte als Hauptzielgruppe Obdachlose, Menschen mit wenig Geld etc. Es gab ein paar Jahre lang über studentische Kräfte, die die Menschen kannten, die Möglichkeit einer Art Koordination. Das fiel dann weg und da der Garten in einem Kleingarten war, machte der Vorstand dann Druck, als die Fläche zunehmend verwilderte. Sie gaben den Garten dann auf.


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  • IG in Duderstadt feiert 20 jähriges Bestehen

    (Gu, alerts)

    „Black and white, our future is bright.“ Mit einem sanften Reggae-Song eröffnete Ahmed Asery aus dem Jemen die gut besuchte bunte Sommerparty. Später bekam er Verstärkung von seiner Band „3 Meters Away“, als Gastsänger trat Edik Hajoyan aus Armenien auf, auf einer offenen Bühne konnte man zu Trommel und Gitarre greifen. Reichhaltig und vielfältig war auch das Essensangebot. Bei polyglottem Sprachgewirr unter alten Obstbäumen wurden gleich an mehreren Stellen Gartengrills angefeuert, ein Zelt mit internationalem Buffet bestückt. Siebdruck, Kinderschminken, ein Tisch mit Gartenbüchern aus dem Fairkauf-Laden, ein Fußballspiel und Luftballons, die als Zeichen des Friedens in den Himmel stiegen, gehörten ebenfalls zum Programm.
     „Toleranz, Anerkennung, Hoffnung, Lebensfreude“ nennt der Caritasverband als  Ernte, die im Internationalen Garten eingefahren wird, wo Flüchtlinge Wurzeln schlagen. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ zitierte Projektbetreuerin Martina Hesse ein afrikanisches Sprichwort, Caritas-Geschäftsführer Ralf Regenhardt sprach von einem „interkulturellen Paradies“ als „Ort des Friedens mit Strahlkraft in die Gesellschaft hinein“. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) erinnerte an die Anfänge des niedrigschwelligen und ehrenamtlichen Projekts, für das die Stadt kostenlos das Grundstück zur Verfügung stellt. Über die künftigen Konditionen und die Möglichkeit eines zentraleren Standortes müsse der Stadtrat befinden.

    Vor 20 Jahren das erste Pflänzchen auf der Talwiese zum Wachsen gebracht hat Agaringenieur Dr. Tassew Shimeles. Nach Göttingen sei Duderstadt der zweitälteste interkulturelle Garten in Deutschland, sagt der Ideengeber. Als „Brückenbauer, fleißigen Gärtner und Dolmetscher“ würdigte Regenhardt auch Hassan Gahzi, der seit der ersten Stunde dabei sei. Die grüne Oase stehe für 20 Jahre Begegnung, Verständigung und friedvolles Miteinander über alle Grenzen hinweg.

    Als Geburtstagsgeschenk des Caritasverbandes versprach Regenhardt eine Motorsense. Jetzt fehlen für das auf Spenden angewiesene Projekt nur noch eine Wasserpumpe und eine Fräse

    http://www.goettinger-tageblatt.de/Duderstadt/Uebersicht/20-Jahre-Internationaler-Garten-Verstaendigung-im-Gruenen-ueber-Grenzen-hinweg . (mehr …)

  • mobiler Pizzaofen im IG Herford

    (Gu, alerts)

    it Pizza und selbst gebackenem Brot wurde auf dem Gelände des Interkulturellen Gartens im Quartier Birkenstraße/Ulmenstraße ein auf einen Anhänger montierter, mobiler Holzbackofen eingeweiht. Genutzt werden soll er für gemeinsame Kochnachmittage für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Seit Mai vergangenen Jahres entsteht das Projekt in einer Kooperation von Caritas, Arbeiterwohlfahrt, dem verein „Rad und Tat“ , Gartentherapeutin Monika Knebel und anderen Unterstützern. Genutzt wird ein von der WWS betreutes Gelände im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Ursprünglich wurden Hochbeete in großen vom Obsthof gespendeten Apfelkisten angelegt, die mit Hilfe Geflüchteter Menschen aus der Nachbarschaft und einem jungen Gefangenen aus der JVA Herford aufgearbeitet wurden.

    Knebel beriet dabei, sodass im Sommer 2016 trotz Vandalismusschäden geerntet werden konnte. Inzwischen hat die WWS etwas Grund zur Verfügung gestellt, auf dem Beete angelegt werden können. „Das Gelände ist abschüssig, sodass wir Material für die Befestigung benötigen“, sagte Knebel. Spenden seien daher immer willkommen. Knebel ist immer Donnerstagnachmittag vor Ort und ansprechbar für Nutzer und Unterstützer.

    Die Interkulturellen Gärten wurden von Caritas und Arbeiterwohlfahrt initiiert und jeweils mit einen Partner betrieben. An der Birkenstraße ist das der Verein „Rad und Tat“, am Alten Postweg die Emmaus-Kirchengemeinde. Ziel ist es, dass die Bewohner hier für den Eigenbedarf anbauen können, etwa Gewürzpflanzen aus der Heimat. Darüber hinaus sollen die Gärten Orte der Begegnung sein, in denen die Menschen durch gemeinsames Tun zueinanderfinden.

    „Bänke auf dem Gelände und ein naher Spielplatz laden außerdem zum Verweilen ein. Die Anschaffung des mobilen Backofens wurde durch drei große Spenden der Sparda-Bank Hannover, der Stadtwerke Herford und der WWE an „Rad und Tat“ ermöglicht. Udo Lange, Geschäftsführer einer Kachelofen- und Kaminbaufirme aus Leopoldshöhe, unterstützte das Ofenprojekt, half bei der Anschaffung und übernahm auch die Einweisung in dessen Betrieb.

    „Der mobile Ofen steht in der Garage, in der wir auch das Gartenwerkzeug lagern“, sagte Erhard Krull von „Rat und Tat“: „Der Backofen kann auch für andere gemeinnützige Veranstaltungen ausgeliehen werden.“ Da dabei aber Fixkosten für Versicherung und Kurzzeitzulassung entstehen, die weder durch Mitgliedsbeiträge noch durch meist zweckgebundene Spenden abgedeckt sind, wird Krull wieder einige Vorträge über seine Benefiz-Radreisen halten.

    „Da geht dann der Hut rum“, sagte Krull. Der Erlös soll helfen, diese Kosten zu decken.

    http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/herford/21739795_Interkultureller-Garten-ist-Treffpunkt-im-Quartier.html (mehr …)

  • neues Gartenprojekt mit Geflüchteten in Otternberg

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Unter dem Dach der Ev-luth. St. Severi Kichengemeinde Otterndorf triff sich seit Jahren die Flüchtlingsbegleitung (Zusammenschluss von Flüchtlingen und Unterstützenden verschiedener
    Organisationen (DRK, Flüchtlingsrat Niedersachsen, Kirchengemeinden, …) Im Rahmen ihrer Arbeit hat die Gruppe das anliegende Konzept für einen Gemeinschaftsgarten entwickelt.
    Dafür stellt die ev. Kirchengemeinde gegen sehr geringe Pacht ein schönes Stück Land hinter dem Otterndorfer Friedhof für eine gemeinschaftliche Nutzung zur Verfügung. Das Projekt ist offen für jede/n, die/der sich am Gemeinschafts-Garten beteiligen möchte. Wichtige Inhalte des Projektes sind die allgemeine Organisation des Projektes, die Herrichtung des Gartens inklusive des kleinen Gartenhauses, die Pflanzung von Gemüse im Garten und im Gewächshaus, die Pflanzung von Obst, der Anbau von Salat und Kräutern, sowie die Organsiation und Durchführung von Begegnungsmöglichkeiten, wie Festen, gemeinsamen Essen und Trinken, etc. Das geerntete Gemüse und Obst ist für den Eigenverbrauch bestimmt, was übrig bleibt,
    wird einvernehmlich aufgeteilt und weitergegeben z.B.  für die Tafel Cuxhaven e.V.

    > – wie viele Leute sind die Planung des Projekts involviert?

    -In die direkte Planung sind momentan ca. 6 Personen involviert, dies soll aber noch auf die Geflüchteten, die hauptsächlich mitarbeiten, ausgebaut werden.

    > – wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte und wie viele Flüchtlinge sind dabei?

    – Die gesamte Gruppe umfasst eine Anzahl von mindestens 20 – 30 Personen, die aber noch weiter wachsen soll. Wir setzen da auf das besser werdende Wetter. Ca. +/- 15 Geflüchtete sind dabei.

    > – wo sind die Flüchtlinge untergebracht und wie weit ist das von dem Gartengrundstück entfernt?

    – Die Flüchtlinge wohnen in Otterndorf und der Umgebung, z.T. in eigenen Wohnungen, z.T. in Wohnungen, die von der Gemeinde gestellt wurden, d.h. tlw. wohnen Sie nur 200 m Luftlinie entfernt, tlw. ca. 6-8 Kilometer, wenn sie ein wenig außerhalb wohnen.

    > – was war vorher auf der Fläche, wie groß ist diese, gibt es einen Zaun und wie ist die Fläche bewachsen (Bäume etc.)?

    – Das Grundstück hat ca. 700 qm, es lag ca. 5 Jahre brach und wurde vorher als Kleingarten genutzt. Es gibt einen Zaun.
    Es gibt bereits ca. 15 Obstbäume auf dem Grundstück. 8 Beerensträucher haben wir bei Hagebau gekauft. Ansonsten ist es mit Gras bewachsen, tlw. ist es schon umgegraben worden.

    > – wie viele Beete sollen entstehen und wie groß sollen diese werden?

    – Ca. 200 qm wollen wir für Gemüse- und Kräuterbeete nutzen, eine genaue Anzahl kann ich Ihnen nicht nennen.

    > – soll es alles individuelle Beete werden oder sind auch gemeinschaftliche Beete geplant?

    – Es sollen vor allem gemeinschaftliche Beete geplant werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Teil des Gartenhaus als Gewächshaus zu nutzen.

    > – wie werden die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese zugänglich für die GärtnerInnen?

    – Die Gartengeräte werden in einem Schuppen auf dem Gelände untergebracht, das mit einem Vorhängeschloss gesichert ist und sind zugänglich, wenn die Person mit dem Schlüssel für das Schuppenschloss anwesend ist bzw. der Schlüssel vorher übergeben wurde.

    > – wie können weitere Interessierte dazu kommen und wie erfahren diese von dem Gartenprojekt?

    – Wir schreiben regelmäßig Artikel für die hauseigene Zeitschrift „Wir vom DRK“, laden die Presse zu Festen ein oder machen Ankündigungen beim internationalen Café in Otterndorf oder in der Zeitung, sodass weitere Interessierte angesprochen werden. Außerdem haben wir an einigen Stellen Flyer ausgelegt.

    > – ist geplant, dass die GärtnerInnen (bis auf die Geflüchtete), etwa bezahlen? Wie sollen die laufenden Kosten und die Pacht (die wir z.B. nicht übernehmen) finanziert werden?

    Es ist nicht geplant, dass die GärtnerInnen etwas bezahlen. Die laufenden Kosten wie die Pacht werden durch Spenden an die Flüchtlingsinitiative Land Hadeln, deren Spendenkonto über die Kirche läuft, finanziert. Diese Spenden sollen aber in der Regel Flüchtlingen zugute kommen, daher erhoffen wir uns finanzielle Unterstützung von Ihrer Stiftung. Die Pacht können wir selbst übernehmen.

    > – wie offen ist der Garten? Kann man jederzeit rein? Braucht man einen Schlüssel, gibt es ein Zahlenschloss?

    – Der Garten ist komplett offen, man kann ihn jederzeit betreten und braucht auch keinen Schlüssel. Lediglich am (Garten-)Haus haben wir ein Vorhängeschloss mit 5 Schlüsseln angebracht, an der zweiten Tür ist ein bks-Schloss.
    Für den Schuppen haben wir ein Vorhängeschloss.

    > – Können auch Leute, die nicht mit gärtnern, den Garten nutzen?

    – Auch Leute, die nicht mit gärtnern, können den Garten nutzen und sind z.B. zu Festen eingeladen.


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  • Um den Nachbarschaftsgarten nutzen zu können, muss man sich einen Schlüssel abholen

    (Gu, alerts)
    Der Nachbarschaftsgarten an der Burscheider Straße ist einem Fest eröffnet worden. Die Nutzung wird über den Stadtteilladen der Caritas geregelt, die den Schlüssel zum Rolltor verwaltet. Von Lukas Protsch und Andrea Röhrig

    Wer nicht weiß, wo genau sich der neue Nachbarschaftsgarten in Wersten befindet, hat es nicht so einfach, ihn zu finden. Fast an jedem Haus gibt es eine Hofeinfahrt. Doch in den meisten Fällen enden die vor dicht an dicht stehenden Garagen. Anders ist es, wenn man an der Burscheider Straße 29 durch die Einfahrt in den Innenhof geht. Nach wenigen Metern öffnet sich hinter einem großen Rolltor mit Schließanlage eine riesige Grünfläche. Früher einmal war hier ein Spielplatz. Doch irgendwann wurde er vor allem von herumlärmenden Jugendlichen genutzt. Auf die vielen Anwohnerbeschwerden hin hatte das Gartenamt den Spielplatz kurzerhand abgebaut.

    Doch was mit dieser Fläche machen? Bei dem Eröffnungsfest des Nachbarschaftsgärtchens verwies die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Ruth Orzessek-Kruppa, darauf, dass innerhalb der Verwaltung damals kontrovers diskutiert wurde. So sei zwischenzeitlich eine Wohnbebauung auf dem rund 2300 Quadratmeter großen Grundstück in Frage gekommen. Doch dann sei man sich einig gewesen, dass eine Bebauung der Fläche nicht das sei, was dieses Quartier benötige.

    Dadurch dass das Wohnviertel zu dem Gebiet in Wersten gehört, das seit 2011 innerhalb des Landesprogramms „Soziale Stadt“ gefördert wird, stand Geld bereit, aus der grünen Brachfläche etwas zu machen, was die Menschen vor Ort nutzen können: Einen Nachbarschaftsgarten, der allerdings unter einer sozialen Kontrolle steht. Bis allerdings gestern das Eröffnungsfest gefeiert werden konnte, gab es noch die eine oder andere Hürde zu überwinden. Die erste brockte Pfingstorkan „Ela“ der Stadtverwaltung ein. Denn der Wind war auch über den Grünzug gefegt, und hatte dort Schäden hinterlassen. Das Gartenamt räumte ab und weg – für manche Anwohner aber ein bisschen zu viel. Inzwischen wurden dort beispielsweise zwei Obstbäume neu gepflanzt.
    In dem Garten gibt es nun Flächen für gemeinschaftliche Kräuterbeete oder für einen gemeinsamen Weidentipi-Bau. Ehrenamtler können sich beim Gärtnern engagieren; am Ort können Sprach- oder Gymnastikkurse abgehalten werden. Einen Haken gibt es allerdings – den die direkten Anwohner aber wohl positiv vermerken werden. Für die Benutzung des Gartens gibt es klare Regeln. Nichts läuft ohne die Caritas, die als Pächterin der Fläche die Schlüsselgewalt besitzt. Wie die Benutzung jetzt genau über die Bühne geht, wird sich in den kommenden Wochen noch einspielen müssen. Manche Kitas etwa, die in der Anlage spielen, werden das Rolltor schließen; bei anderen Nutzern könnte das Tor offen stehen. Die Nutzungszeit ist von Montag bis Freitag, 9 bis 19.30 Uhr. Wer den Garten am Wochenende betreten will, muss dies bis spätestens freitags planen. Denn samstags und sonntags ist der Stadtteilladen der Caritas an der Liebfrauenstraße 30 nicht besetzt.

    (Gu alerts)
    Bei der Eröffnungsrede ließ Thomas Salmen, 2. Vorsitzender des Caritasverbandes Düsseldorf, Einblicke in seine frühen persönlichen Berufswünsche zu. „Ich wollte einmal Landschaftsgärtner werden“, offenbarte der Jurist. Der Gedanke wird ihm angesichts des Stadtteil-Kleinods, dass er feierlich seiner Bestimmung übergeben konnte, umso intensiver beschlichen haben: Der Caritasverband Düsseldorf ist als Pächter in die Verantwortung für den neuen Nachbarschaftsgarten an der Burscheider Straße getreten. Das Hinterhof-Gelände direkt neben dem Bürgerbüro des Stadtteils wurde von der Stadt in Zusammenarbeit mit einem Landschaftsarchitekturbüro auf einer Grundfläche von 2500 Quadratmetern angelegt.

    „Ein Garten für alle soll es werden“, sagt Julia Thomassen vom Caritas Stadtteil-Laden Wersten, die zusammen mit ihrer Kollegin Tanja Sowinski als Ansprechpartnerin für interessierte Gartennutzer fundiert (siehe Kasten). Denn: „Das Gelände wird nicht ständig allgemein zugänglich sein“, sagt Tanja Sowinski. Das geschehe vielmehr in Absprache mit interessierten Bürgern, Sozialeinrichtungen, (Kita-)Gruppen oder Schulklassen. „Es sollen nachbarschaftliche Kontakte gepflegt und geknüpft werden“, so Sowinski.

    Es gibt eine Rasen- und Sandspielfläche für Kinder, junge Obstbäume sind gepflanzt, Kräuterbeete (auch als Hochbeete) angelegt worden. „Hier soll zudem Natur erlebt und erfahren werden“, sagt Ruth Orzessek-Kruppe vom Stadtplanungsamt. Bei der Stadt denkt man seit einigen Jahren über die Fläche nach. Einst gab es hier einen Kinderspielplatz, der geschlossen wurde. Das Gelände wuchs zusehends zu. „Es war dann zwischenzeitlich auch eine Bebauung im Gespräch“, so Orzessek-Kruppa. Doch nach der Fragestellung „Was tut dem Quartier gut“ begann man auf Anregung der Bezirksvertretung 9 die Idee des Nachbarschaftsgartens intensiv zu verfolgen. Eingebettet in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ hat man 100.000 Euro investiert.
    http://www.duesseldorfer-anzeiger.de/die-stadt/g-228-rtnern-aber-nicht-grillen-aid-1.6089396

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  • MItgärtnerInnen für IG Ratingen West gesucht

    (Gu aus alerts, 13.2)

    m Sommer letzten startete in Ratingen ein neues Projekt: InWESTment – Initiativen zur Stärkung des Stadtteils. Träger des Projekts sind die NeanderDiakonie, der SKF, der Caritasverband und die Stadt Ratingen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz, vom Europäischen Sozialfonds und von der Europäischen Union. Im Rahmen dieses Projektes entsteht unter der Trägerschaft des Caritasverbandes ein Interkultureller Gemeinschaftsgarten im Grünzug am Maximilian-Kolbe-Platz.

    Mitmachen können alle, die Spaß an nachhaltiger Gartenarbeit haben, die sich aktiv an der Verschönerung des Stadtteils beteiligen wollen, die Lust haben, gemeinsam mit anderen zu gärtnern und die sich einen Ort des nachbarschaftlichen Miteinanders wünschen. Der Garten soll immer offen für alle sein und stets die Möglichkeit zur aktiven Teilhabe bieten. Seine Gestaltung und die Art der Nutzung richten sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Anwohner.

    Für die Dauer des InWESTment-Projekts werden die Gartenaktivitäten von Dunja Plesnik, Gärtnermeisterin der Fachrichtung Garten-und Landschaftsbau und Caritas-Mitarbeiterin betreut, begleitet und unterstützt. Der Garten soll natürlich auch nach Abschluss des Projekts bestehen bleiben und von den Menschen in Ratingen-West in Selbstorganisation genutzt und belebt werden.

    Alle, die gerne mitgärtnern möchten, sind nun zu einer Ideenwerkstatt eingeladen, am 25. Februar von 18 bis 20 Uhr, Maximilian-Kolbe-Platz 28. Bei dieser Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden zunächst eine Einführung zum Projekt InWESTment und zum Thema Stadtteilgärten, danach wird die Fläche, die für den Garten zur Verfügung steht, vorgestellt. Gemeinsam entwickeln dann die Interessierten Ideen zur Gestaltung und Nutzung der Gartenfläche.

    Zwei Wochen später geht es dann zur gleichen Zeit am gleichen Ort mit der Planungswerkstatt weiter. Hier werden zunächst die Ergebnisse aus der Ideenwerkstatt präsentiert und es geht an die konkrete Planung der Umsetzung und ein erster gemeinsamer Gartentag wird terminiert.

    http://www.dumeklemmer-ratingen.de/die-stadt/wer-moechte-mitgaertnern-aid-1.5763452


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  • Projektbesuch des Gartenprojekt auf GU Gelände in Kassel

    (Gu, Projektbesuch)

    In einem ehemaligen Kinderkrankenhaus im Park Schönfeld in Kassel (4 Tram-Stationen vom Rathaus entfernt) leben derzeit 370 Flüchtlinge. Die Anzahl der BewohnerInnen ist in den letzten Monaten sprunghaft gestiegen.
    Es gibt ein großes Außengelände, Träger ist eine private Firma. Die Caritas macht Sozialberatung u.ä – und sie haben ein Gartenprojekt auf dem Außengelände initiiert. Da lange Baustelle war (Treppenhäuser wurden nachgerüstet), haben sie die Hochbeete (Aufsetzrahmen) an verschiedenen Stellen aufgebaut. Sie haben am Eingangsbereich an bisher mit Zierpflanzen bepflanzten Stellen Kräuter gesetzt, Kartoffeltürme aus Drahtgeflechten gebaut, Beerensträucher gesetzt. So gibt es nicht eine Stelle, an der ein etwas größeres Projekt sichtbar wäre, sondern an einigen Stellen sind kleinere Beete entstanden. Aufgebaut wurden die Hochbeete und Sitzgelegenheiten von Azubis, Flüchtlinge haben aber wohl „tatkräftig mitgeholfen“. Die Caritas hat über eine Stiftung Honorare für die gärtnerische Betreuung der Beete, so dass jemand 2x/Woche vor Ort ist und zum Mitgärtnern einlädt. Kinder sind immer mit Begeisterung dabei, beim Bauen auch Männer, Frauen haben sie noch nicht so richtig erreicht – einige Leute machen aber gerne mit.
    Die Leute von der Caritas sind sich nicht ganz grün mit der Betreiberfirma. Diese macht im Außengelände gar nicht, schafft dort auch keine Möglichkeiten, sich hinzusetzen, reaktiviert vorhandene Spiel/Sandplätze nicht wirklich, schmückt sich aber mit den Beeten und Bänken, die im Rahmen der Caritas-Aktivitäten entstanden sind.
    Leute aus der Nachbarschaft sind nicht dabei und das wird eventuell auch gar nicht möglich sein, wie wir die Caritas-Mitarbeiterinnen sagten. Die Firma guckt wohl genau, wer kommt und um die Sicherheit der BewohnerInnen zu gewährleisten, kann nicht einfach jeder auf das Gelände. Ob es Möglichkeiten für eine Art feste Gruppe gibt, ist unklar. Sie wollen das eruieren, haben aber auch noch keine Kontakte in die Nachbarschaft rund um das Gartenprojekt geknüpft. Sie schätzen das aber als schwierig ein.
    Geräte, Bänke, Feuerschalen sind in einer Garage untergebracht – Gießkannen sind wohl auch außerhalb der Gartenzeiten für alle verfügbar.


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  • IG für die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Kassel geplant

    (Gu Tel und aus Antrag, 15.1.2015)

    Der Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. leistet im Auftrag der Stadt Kassel mit 8 Mitarbeitern/-innen die Sozial- und Asylverfahrensbegleitung der Flüchtlinge vor Ort in den Wohnheimen. Der Migrationsdienst bietet mit 19 hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen vielfältige Beratungs-/ Information- und Betreuungsangebote für Migranten allgemein und Asylbewerber. […]
    In Kassel gab es bis 2014 drei große Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber und drei Kleinstunterkünfte. Zur Jahreswende wurde eine vierte neue Gemeinschaftsunterkunft (im folgenden GU genannt) im ehemaligen Kinderkrankenhaus Park Schönfeld in Kassel eröffnet, eine fünfte wird noch in 2015 folgen. In der neuen GU sind Plätze für bis zu 150 Flüchtlinge. In unmittelbarer Nähe liegt die eine weitere GU mit ca. 115 Plätzen. Dort ist leider aufgrund der Grundbesitzverhältnisse kein Gartenprojekt möglich.

    Projektidee Gemeinschaftsgarten:

    Für die Bewohner der beiden Wohnheime (insgesamt bei Vollbelegung bis zu 260 Personen) soll im direkten Außenbereich der GU ein Gemeinschaftsgarten in der Form eines mobilen Gartens angelegt werden. Dieser soll aus Hochbeeten, bzw. Beeten in Bäckerkisten auf Paletten und mobilen Gefäßen, bestehen. Gründe sind, dass viel versiegelte Fläche vorhanden ist, dass die Nutzung der GU nicht auf Dauer angelegt ist und Hochbeete mit ungeübten Gärtnern und wahrscheinlich vielen Kindern einfacher zu bearbeiten sein werden. Der Garten soll gleichzeitig mit teilweise selbst gebauten Bänken, Podesten o.ä. ein Begegnung- und auch Rückzugsort für die Bewohner werden, die in den GU’s in beengten räumlichen Verhältnissen leben.
    Das Projekt wird zunächst auf 2 Jahre angelegt und begleitet und dann evaluiert.
    Der Garten ist als geschützter Gemeinschaftsgarten für die Bewohner gedacht, nicht als ein Stadtteil- oder Nachbarschaftsprojekt, da die Fläche der GU kein öffentlicher Raum ist. Für die kontinuierliche Betreuung des Projektes ist eine oder zwei Honorarkräfte notwendig, die eine professionelle Begleitung und Anleitung der Bewohner garantieren. Denn die Zahl und Zusammensetzung der Bewohner verändert sich durch Zu- und Auszüge ständig und setzt sich aus Menschen der verschiedensten Nationalitäten zusammen, die auf engem Raum zusammen leben und bei denen es (wie auch bei anderen Nachbarn) nicht immer konfliktfrei abläuft. Hier braucht es mindestens eine Person, die die Bewohner immer wieder von neuem für das Gartenprojekt einlädt und begeistern kann, in die Gartenpflegearbeit einbinden und attraktive Begegnungsmöglichkeiten und Lernangebote schaffen kann. Diese Honorarkraft benötigt interkulturelle Sensibilität und Kenntnis über die Situation von Asylbewerbern. Für die Honorarmittel müssen über andere Stiftungen oder Institutionen Mittel eingeworben werden. Zu Anfang des Projektes wird die Antragstellerin die Initiierung, Betreuung und Anleitung übernehmen. Ein breites Netzwerk und Kontakt zur Presse ist vorhanden, um für das Projekt zu werben.

    Ideen der Weiterentwicklung des Projektes:

    Wöchentlicher Kochtreff in der Erntezeit mit Bewohnern, Einbindung von Ehrenamtlichen, Professionalisierung von Bewohnern im Arbeitsbereich „Gärtnern“/Kooperation mit z.B. Kommunaler Arbeitsförderung


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