(Tel)
Sind nur noch sehr wenige Leute, wird nicht wirklich mehr Gemüse angebaut, Mitmachenden haben in den letzten Jahren immer schnell gewechselt, Kontinuität durch hohe Fluktuation war nicht möglich;
Der StudentInnen Rat mit dem Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit ist auch nur ehrenamtlich und hat viele Projekte (mehr …)
Schlagwort: Chemnitz
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Chemnitz: UniPaRadieschen gibt es in der Form nicht mehr
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Chemnitz: Abteilungsleiter im Grünflächenamt war Ufer-Projekte Aktivist
(Mail)
Die letzte Ausgabe von Chemnitz grünt erschien vor ca. einem Jahr.Bei mir hatte sich beruflich einiges verändert und da blieb erstmal zu
wenig Zeit für mein Herzensprojekt.
Aber ich will jetzt langsam wieder angreifen. „Chemnitz grünt“ steht
bisher leider noch auf wackeligen Füßen und ich bin da selbst noch auf
der Suche nach Verstetigung.
Seit März bin ich Abteilungsleiter im Grünflächenamt. Leider haben wir
bislang keine Person die der engagierten Bürgerschaft zur Verfügung
steht. Natürlich versuchen wir uns um Bürgeranliegen zu kümmern, aber es
ist nicht transparent organisiert und immer wieder fehlen uns auch die
Kräfte.
Ich finde das nicht nur schade, sondern wir schaffen dadurch auch
regelmäßig Frustrationen. Ich will das sukzessive verbessern, aber die
Rahmenbedingungen machen es gerade nicht einfach.
Wenn es sich um Gemeinschaftsgärten auf kommunalen Flächen handelt,
dann kannst du die gerne an mich vermitteln. Aber bitte führe mich nicht
offiziell in einer Liste als Ansprechpartner.
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Chemnitz: Stadtteilgarten Kompost
Antrag/Antworten
Förderantrag Stadtteilgarten „Kompost“
Der Trägerverein und seine Projekte
Der Stadtteilgarten „Kompost“ befindet sich direkt gegenüber des alternativen Wohn–und Kulturprojekts
„Kompott“ in Chemnitz und wurde Ende 2012 ins Leben gerufen. Träger desGartens ist der
gemeinnützige Verein Urbane Polemik e.V.. Dieser betreibt im Kompott außerdem den Umsonstladen
„Tante ULA“.
Ziele des Urbane Polemik e.V. sind unter anderem Erhalt und Nutzung der denkmalgeschützten
Gebäude, Bereicherung des Kulturellen Lebens der Stadt sowie Beiträge zur Volksbildung, wobei hier
insbesondere auch der Gedanke der Nachhaltigkeit weitergetragen werden soll.
Dieser wird im Umsonstladen verwirklicht, indem gebrauchte Kleidung und Haushaltsgegenstände hier
neue Besitzer finden können, anstatt im Müll zu landen. Der Laden wird von Ehrenamtlichen regelmäßig
einmal wöchentlich geöffnet und wird sowohl zum Abgeben als auch kostenlosen Mitnehmen der
Sachen rege genutzt, nicht zuletzt auch von Geflüchteten.
Ziele und Entwicklung des Gartenprojekts
Der Garten entstand aus dem Grundgedanken der alternativen (Zwischen)nutzung von brachliegendem
Bauland in einer Stadt mit (damals noch) stetigem Bevölkerungsrückgang. Inzwischen sieht der
geänderte Flächennutzungsplan vor, dass das Grundstückvon ca. 450qm, wie auch umliegende Bereiche,
weiterhin als Grünfläche erhalten bleiben soll, was den dauerhaften Fortbestand des Gartens
ermoglicht. Nach baulichen Vorbereitungen und langjährigen Verhandlungen mit der Stadt konnte dieses
Jahr sogar eine weitere Fläche von ca. 1.300qm zur Nutzung als teilöffentliche Grünfläche vom Verein
übernommen werden.
Der Gemeinschaftsgarten hat zum Ziel, Stadtbewohner/innen zusammenzuführen, zum Nachdenken
über die Bedingungen gegenwärtiger industrieller Lebensmittelproduktion sowie Umwelt–und
Naturschutz anzuregen, er bietet eine Möglichkeit wieder mehr Bezug zur Natur und zur Herkunft
unserer Nahrung und Lebensgrundlage aufzubauen und erlaubt es auch Garten–Neulingen, sich
auszuprobieren. Hierbei stellt er außerdemeine Alternative zu z.T. überreglementierten
Kleingartenvereinen dar und vertritt auch den ökologischen Anspruch, auf Kunstdünger sowie giftige
Pflanzenschutzmittel zu verzichten und bei Pflanzen möglichst auf alte, bewährte, robuste Sorten
zurückzugreifen.
So ist unser Garten organisiert
Um den Einstieg zu erleichtern ist für das Mitmachen bei uns keine Vereinsmitgliedschaft oder ein fester
Vereinsbeitrag nötig. Momentan sind im Garten ca. 10–12 Leute aktiv, die sich auf unterschiedliche Weiseund unterschiedlich stark einbringen. Hierzu zählen Bewohner/innen des Kompotts und deren Freunde
sowie Menschen aus dem Stadtteil und andere Interessierte aus der Stadt. Die Meisten gehören der
Altersgruppe von ca. 25–45 Jahre an. Im Frühjahr ergibt sich meinstens ein kleiner Wechsel in der
Gruppenzusammensetzung und neue Mitstreiter*innen stoßen hinzu.
Einmal im Monat gibt es ein Treffen bzw. Plenum, um Neueinsteiger*innen kennen zu lernen und
aktuelle Sachen zu besprechen, z.B. größere Umgestaltungen, Finanzierung,Materialbeschaffung,
Anfragen von außen etc.. Außerdem verabreden wir uns ab und an zu gemeinsamen
Gartenarbeitseinsätzen oder zum Grillen. Die Kommunikation findet inzwischen hauptsächlich über eine
Chatgruppe statt. Donnerstag Nachmittag und Samstag Vormittag/Mittag sind allgemein vorgemerkte
Zeiten, an denen einige Mitglieder öfters Zeit haben, sodass man sich an diesen Tagen auch gut in einer
Kleingruppe zum Gärtnern verabreden kann. Ansonsten kann jede/r seine eigenen Beete bepflanzen und
pflegen und bekommt durch das Zahlenschloss zeitlich flexibel Zugang zum Garten. Die Ernte wird
insofern geteilt, dass, wenn von einer Sorte genügend da ist, alle sich etwas nehmen können. Ist ehr
wenig da, erntet die Person, die es angepflanzt hat. Baut jemand z.B.nur Tomaten an, kann er/sie auch
Salat mit ernten, und dafür später ein paar Tomaten abgeben.
Arbeiten wie Rasenmähen und die Pflege der Terrassen u.a. Gemeinschaftsflächen werden beim Treffen
untereinander aufgeteilt. Im Sommer erstellen wir außerdem einen Gießplan nach Wochentagen, sodass
sich möglichst 1–2 Verantwortliche pro Wochentag finden, die bei Trockenheit das Gießen für alle
übernehmen. So muss nicht jede/r jeden Tag kommen, um ein einzelnes Beet zu gießen.
Vorhaben zur Umsetzung mit Ihrer Förderung
Die Gartengruppe möchte eine Reihe verschiedener Projekte und Maßnahmen umsetzen. Vor einigen
Jahren haben wir mit dem Bau von Hochbeeten begonnen, da 2018 durch eine Bodenuntersuchung eine
Kontamination festgestellt worden war. Die begonnene Umgestaltung hin zu Hochbeeten und der
Austausch von Erde sollen jetzt weiter fortgesetzt werden. Insbesondere möchten wir 2023 auch unsere
große Kräuterspirale stabiler aufbauen, die Erde austauschen und nachfüllen. Dabei möchten wir sichere
Abtrennungen zu potenziell belasteten Materialien schaffen und einige neue Kräuterarten ergänzen. Wie
bei einer Kräuterspirale üblich, werden dafür unterschiedliche, auch steinige/sandige Substrate
eingesetzt, um mediterranen Kräutern einen geeigneten Boden bieten zu können.
Wir möchten durch den Förderantrag außerdem unseren Bestand an Gartengeräten verbessern, der
aufgrund von Verschleiß nach vielen Jahren verringert ist. Somit soll es ermöglicht werden, dass auch 3–4
Leute gemeinsam eine Aufgabe anpacken können, indem häufig genutzte, kleine Geräte wie
Gartenschere oder Handschaufel nicht nur einmal vorhanden sind. Zudem sollen die Auffang–und
Speichermöglichkeiten für Regenwasser ausgeweitet werden; dies ist besonders wichtig, da es im Garten
keinen Wasseranschluss gibt.Da das Dach unseres Geräteschuppens undicht geworden ist, benötigt
dieses eine Überarbeitung. Hier möchten wir als neuen Belag eine EPDM–Bahn anschaffen; diese hat
laut Herstellerangaben eine Haltbarkeit von mehreren Jahrzehnten und erscheint uns dadurch
wesentlich nachhaltiger und weniger umweltschädlich als die bisher verbaute Dachpappe.
Auch das Dach unseres Tomatenunterstandes muss erneuert werden; hier möchten wir ebenso eine
haltbarere Lösung finden, als die bisher verbauten Kunststoffarten, welche nun mehrmals nach 1–2
Jahren kaputt waren.
Wichtig ist auch ein Vorrat von guter, schadstoffreier , torffreier Erde, die für den Anbau von
Lebensmitteln geeignet ist. Hierzu möchten wir eigene Mischungen mit Sand, Erde und Kompost
herstellen, welche an dieindividuellen Berdürfnisse der Pflanzen angepasst werden können. Da wir
Grünschnittkompost kostenfrei über das Grünflächenamt beziehen konnten, müssen nun nur noch die
anderen Bestandteile für die Mischung gekauft werden.Fragen/Antworten:
– wie groß ist die Fläche auf der gegärtnert wird, wie viele Beete gibt es? Wie viele Hochbeete gibt es schon und wie viele sollen vom wem noch gebaut werden?
Der alte Stadtteilgarten ist ca. 450 qm groß. Es gibt auf dieser Fläche keine große zusammenhängende Wiese oder Brachfläche mehr, deswegen würde ich sagen, dass auf der ganzen Fläche gegärtnert wird.. außer im Geräteschuppen ; ) Die Hochbeete haben verschiedene Form und Größe, ca. 9 Stück sind bereits befüllt/bewirtschaftet. Weitere 4 Stück sind bereits vorhanden, jedoch noch nicht mit Erde befüllt. Dann gibt es noch 4 größere ebenerdige bzw. halbhohe Beete ohne saubere Abtrennung zur belasteten Erde, welche nach und nach umgebaut bzw. durch richtige Hochbeete ersetzt werden sollen.
– sind alle Beete individuelle Beete?
Es gibt auch gemischte bzw. gemeinschaftlich bepflanzte Beete. Das ergibt sich aus Absprachen z.T. immer wieder neu. Außerdem ist die Kräuterspirale für alle nutzbar. Auch bei den individuellen Beeten teilen wir uns mit Gießarbeit und z.T. Ernte rein.
– ist die Fläche offen/gibt es einen Zaun?
Es gibt einen Zaun, dieser kann jedoch von der Seite umgangen werden.
– gibt es ein Schild, das auf die Mitmachmöglichkeit hinweist?
Die Kontakt-Mailadresse steht groß am Zaun. Weitere Infos müssen wir mal ergänzen, das Schild ist kaputt und muss erneuert werden.
– wie ist die Wasserversorgung derzeit organisiert?
Wir fangen Regenwasser auf in zwei Regentonnen, vom Dach des Schuppens und inzwischen auch von einer aufgespannten Plane. Dieses ist jedoch sehr schnell verbraucht (z.B. nach 2 Tagen). Man kann außerdem zum Bach hinunter gehen und mit Gießkannen daraus schöpfen, bei längerer Trockenheit untersagt es jedoch die Stadt. Außerdem sehr mühsam/zeitaufwändig.
– wo steht der Geräteschuppen und gehört der zum Kompott? Sind da nur die Gartengeräte untergebracht? Wie haben die Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu?
Der Geräteschuppen steht direkt im Garten, er gehört nicht in dem Sinne zum Wohnprojekt Kompott. Den Zugang hat die Gartengruppe jederzeit durch ein Zahlenschloss. Ja, dort sind nur die Gartengeräte untergebracht (und sonstige kleine Sachen, die im Garten benutzt werden, wie Grill und Sitzpolster)
– wie und wo machen Sie Öffentlichkeitsarbeit für den Garten?
Aktuelles gibt es jetzt auf Instagram.
Wir haben einen Flyer und ein ausführlicheres Infoblatt, diese wurden z.B. in Geschäften und auf einem Festival mit einem eigenen Stand verteilt. Flyer müssen wir erneuern bzw. nachdrucken.
– wenn jemand neu mitmachen möchte, wird dann ein neues Beet gebaut?
Kommt darauf an, ob die Person das möchte.
– wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten des Gartens?
Regelmäßig anfallende Kosten wie Miete fällt zum Glück sehr gering aus und wurde bisher vom Verein getragen.
Die Gärtner*innen besorgen Pflanzen und gelegentlich Baumaterial oder Weiteres für den Garten, manchmal wurde Geld zusammengelegt für eine Anschaffung.
– was ist mit „Pflege der Terrassen“ gemeint? Vom Hausprojekt? Was für weitere Gemeinschaftsflächen gibt es?
Direkt im Garten gibt es zwei selbstgebaute Terrassen, als Sitzplätze. Diese gehören also nicht in dem Sinne zum Hausprojekt (dieses befindet sich auf der anderen Straßenseite und hat einen eigenen Innenhof mit Pflaster und Grün…) Die „Pflege der Terrassen“ heißt, das Zuwuchern aus den Ritzen bzw. im Kies verhindern, und Steine ersetzen /gerade rücken, Laub entsorgen und kehren. Als weitere „Gemeinschaftsflächen“ kann man noch die kleinen Grasflächen und Grasstreifen zwischen den Beeten bezeichnen, sowie den Teich und zwei Sitzplattformen aus Holz, auch die Flächen mit Bäumen und Sträuchern, den Kompost, die Lagerplätze für Schüttgut und anderes.
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Gartennetzwerk in Chemnitz
(Gu, alerts)
Auf der Messe „Chemnitzer Frühling“ präsentierten sich zehn Initiativen erstmals als „Netzwerk Urbane Gärten“, das neue Mitstreiter sucht und klare Forderungen stellt. Sprecher Thomas Bossack (47): „Die Bürger, die sich um Grünpflege kümmern, bringen seit Jahren Motivation und Arbeitskraft ein. Es wird Zeit, dass die Stadt sie nicht mehr nur mit warmen Worten unterstützt, sondern einen Betrag in den Haushalt aufnimmt, mit dem mal ein paar Harken und Schaufeln gekauft werden können.“
Um die Stadtkasse von der Grünpflege zu entlasten, schließt die Verwaltung seit 2014 mit Initiativen Pflegepatenschaften ab. „Diese Pachtverträge müssten vereinheitlicht werden, damit Bürger nicht ungewollt Anliegerpflichten wie Räumen und Streuen übernehmen müssen“, so Bossack.
https://www.tag24.de/nachrichten/chemnitz-sachsen-fruehling-stoerche-eis-essen-messe-sport-gaertner-fruehblueher-472495 (mehr …)
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Chemnitzer GGs und Biodiversität
(gu, alerts)
Am Freitag, dem 29. September 2017, von 15 bis ca. 19 Uhr laden das Umweltzentrum, die Volkshochschule, das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit der TU Chemnitz (NATUC) sowie der Nachhall e.V. gemeinsam zu den Gartenbegegnungen unter dem Motto „Biodiversität schützen – Saatgut erhalten“ im Saatgutgarten des Nachhall e.V. in der Augustusburger Straße/ Ecke Tschaikowskistraße ein.
Verschiedene Chemnitzer Gartenprojekte wie z.B. der Permakulturgarten der TU Chemnitz, der Chemnitzer Interkulturelle Garten oder der Knappteich-Garten werden präsentiert und den Wert biologischer Vielfalt begreifbar machen. Außerdem wird Jürgen Holzapfel von der Kooperative Ulenkrug zu Gast sein und zum Thema “Selbstbestimmte Ernährung mit eigenem Saatgut“ sprechen. Es wird eine Tauschbörse von Samen und Pflanzen geben und das Angebot einer Führung durch den Saatgutgarten geben.
Hintergrund Biodiversität findet nicht nur auf der grünen Wiese statt, sondern auch mitten in der Stadt. So bringen Gärten Grün in Wohnsiedlungen und dienen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern als Lebensraum. Sie machen die Vielfalt des Lebens sicht- und hörbar und stärken unser Bewusstsein für Arten- und Sortenreichtum. Sie ermöglichen uns, selbst angebautes Gemüse und Obst ernten zu können und bieten eine Oase der Ruhe und Erholung. Gemeinschaftsgärten sind daneben auch eine Begegnungsstätte von Jung und Alt sowie für Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen.
Der Permakulturgarten schreibt dazu:
Wir haben eine Veranstaltung für euch im Saatgutgarten: Es präsentieren sich verschiedene Chemnitzer Gartenprojekte und machen damit den Wert biologischer Vielfalt begreifbar. Außerdem gibt es Samen und Pflanzen zum Tauschen und eine Führung durch den Saatgutgarten. Im Mittelpunkt stehen Vortrag und Diskussion zum Thema Biodiversität, u. a. mit Jürgen Holzapfel von der Kooperative Ulenkrug. Er leitet das Internationale Notkomitee zur Erhaltung von Weizensorten ohne Gentechnik. Außerdem wird sich das Projekt „Urbanität und Vielfalt bringt Vielfalt“
vom Umweltzentrum Dresden vorstellen. Biologische Vielfalt findet nicht nur auf der grünen Wiese statt, sondern auch mitten in der Stadt. So bringen Gärten als Orte der biologischen Vielfalt Grün in Wohnsiedlungen, dienen Insekten, Vögeln und Kleinsäugern als Lebens-und Aufenthaltsraum.
Sie machen die Vielfalt des Lebens sicht- und hörbar und stärken unser Bewusstsein für Arten- und Sortenreichtum. -
neues Gartenprojekt in Chemnitz
(Gu aus Antrag und Antworten)
Das Grundstück und der bereits begonnene Ausbau des Standortes zu einer nachhaltigen, ökologisch orientierten Bildungs- und Begegnungsstätte öffnet Möglichkeiten und Tore für Menschen jeden Alters, Profession und Herkunft. Kleine GärtnerInnen von 5 Jahren bis hin zu HelferInnen Ü50 bauten bereits (Hoch-)Beete mit Gemüse oder üben sich am Weidebau. Kleine Obstbäume wurden gepflanzt und erste Insektenhotels gemeinsam mit den Kindern errichtet. Es existieren eine Feuerstelle, ein Kompost sowie eine Outdoorküche und ein Lehmofen. Eine Schaffamilie hält die Grasflächen begeh- und nutzbar. Vier Bienenvölker wurden angeschafft und ein kleiner Teich läd bereits zum Beobachten ein. Für die zweite Jahreshälfte 2017 ist in gemeinsamer Planung der Ausbau des Gemeinschaftsgartens durch ein Gewächshaus und eine Kräuterspirale beschlossen wurden. Zudem sollen Geräteschuppen und Unterstände fertiggestellt bzw. in Stand gesetzt und mit Dachrinnen zur Gewinnung von Regenwasser zur Bewässerung versehen werden. Der Bau eines Baumhauses soll fortgesetzt und beendet werden.
Ziel des Projektes ist neben dem gemeinsamen Gärtnern (die Erträge kommen den GärtnerInnen, HelferInnen sowie den Unternehmungen des Vereins, bspw. beim Outdoorkochen zu Gute) die Schaffung einer Begegnungsstätte, die Wachsen, Erleben und Lernen von und in der Natur möglich macht. Dabei werden die Ressourcen, Ideen und Wünsche aller Projektteilnehmer berücksichtigt und in die Ausgestaltung des Projektes einbezogen. Regelmäßige große Arbeitseinsätze für Instandhaltungsarbeiten finden mindestens einmal monatlich statt. Interessierte am Gärtnern, der weiteren Bepflanzung sowie der Pflege der Tiere besuchen das Basecamp mehrfach unter der Woche. Der Pachtvertrag läuft bis 2027 mit Aussicht auf 2037, was eine längerfristige und nachhaltige Nutzung des Grundstückes gewährleistet.
Wem gehört die Fläche und wer baut die Bildungs- und Begegnungsstätte? Ihr Verein? Wann beginnt der Bau und wie wirkt sich das auf die Fläche des Gemeinschaftsgartens aus?
Die Fläche gehört der Stadt Chemnitz und der Walden e.V. hat diese vom Liegenschaftsamt der Stadt für die nächsten 10 Jahre gepachtet, mit Option auf Verlängerung um weitere 10 Jahre.Der Gemeinschaftsgarten nimmt bisher auf dem 11000qm großen Grundstück eine Fläche von 1200 qm ein. Der im Antrag beschriebene Ausbau des Grundstücks zu einer Bildungs-und Begegnungsstätte ist nicht mit schwerwiegenden Baumaßnahmen verbunden. Der langfristige Plan geht vom Bau eines Blockhauses für die Gruppenarbeit des Walden e.V. aus, wird jedoch in den nächsten 4-5- Jahren aus finanziellen Gründen nicht realisierbar sein. Da das Grundstück groß genug ist, schließen sich Gemeinschaftsgarten und Gruppenhaus nicht aus.
Wie groß ist die Fläche, auf der der Gemeinschaftsgarten entsteht? Zahlen Sie Pacht? Ist die Fläche umzäunt? Wie kommen die GärtnerInnen und Interessierte auf die Fläche?
Die Fläche ist umzäunt und es gibt tägliche Öffnungszeiten von 10.-22.00 Uhr. Außerdem gibt es einen Schlüsselsafe für alle bisher am Projekt beteiligten AkteurInnen. Interessierte können sich in den Öffnungszeiten an die GemeinschaftsgärtnerInnen wenden.
Wie groß ist die Gruppe, die jetzt schon gärtnert und wie davon sind Erwachsene? Wie viele aus der Gruppe sind keine Vereinsmitglieder? Ist das Projekt offen für alle Interessierten? Wie wird es beworben? Gibt es z.B. ein Schild auf/an der Fläche?
Der Walden e.V. besteht insgesamt nur aus 8 Mitlgiedern. Davon wohnen nur 4 in Chemnitz. Die Gruppe der GemeinschaftsgärtnerInnen besteht aus derzeit 18 Erwachsenen und ungefähr 12 Kindern. Das Projekt ist für alle Interessierten offen und wird durch ein Schild am Tor zum Grundstück beworben.
Wie viele (Gemüse)Beete gibt es schon und wie viele sollen es werden? Wie groß sind diese Beete?
Da wir erst seit 01.01.2017 tätig sind, gibt es bisher nur 7 Hochbeete mit einer jeweiligen Größe von 1×2 Metern und 2 weitere Beete mit einer Größe von 2x3m.
Gibt es Zeiten, zu denen Sie erlebnispädagogisch auf der Fläche arbeiten? Oder sind Teile der Fläche dafür „reserviert“? Können die GärtnerInnen „trotzdem“ jederzeit auf die Fläche?
Der Platz wird auch zur erlebnispädagogischen Gruppenarbeit vom Walden e.V. genutzt. Durch die Größe des Platzes (11000qm) ist eine Trennung vom Gemeinschaftsgartenprojekt realisiert. Ein kleines Birkenwäldchen trennt den Platz in zwei fast gleichgroße Flächen. Erfahrungsgemäß finden die erlebnispädagogischen Angebote außerdem am Vormittag statt und die GemeinschaftgärtnerInnen kommen meist am Nachmittag. Bei der gleichzeitigen Platznutzung gab es bisher keine Probleme.
Wie nutz der Verein mit seiner erlebnispädagogischen Ausrichtung die Fläche?
Wie oben beschrieben besteht das Grundstück aus zwei großen Flächen. Der Walden e.V. nutzt das Grundstück für Tagesprogramme mit Schulklassen.
– Gemeinsames Kochen am Feuer
– Bogenschießen
– Kooperations- und Interaktionsübungen
– Problemlöseaufgaben
– Niedrige Seilelemente
– Council
Wie läuft die interne Kommunikation? Zahlen die GärtnerInnen was fürs Gärtnern?
Der Walden e.V. ist Pächter des Grundstücks und finanziert mit den pädagogischen Programmen die Pacht.
Die GemeinschaftsgärtnerInnen und die Mitglieder des Walden e.V. sorgen sich zusammen um die Pflege des Platzees und veranstalten gemeinsame Treffen, sowie Arbeitseinsätze. Für die Nutzung des Gartens wird kein Geld bezahlt oder verlangt.
Welche der für die Bauvorhaben aufgelisteten Materialien sind bereits vorhandene, weitergenutzte Materialien?
Alle aufgelisteten Materialien müssen erst besorgt werden.
Woher bekommen Sie die Materialien?
z.T. aus Baumärkten (z.B.Werkzeug), z.T. aus Holzwerkstätten und aus einem Steinbruch nahe Chemnitz
Haben Sie bezüglich der Materialien Kontakt zum Grünflächenamt/Kieswerken o.ä. aufgenommen?
Ja. Wir haben beim Grünflächenamt der Stadt Chemnitz nach Erde gefragt und wir wurden an kommerzielle Anbieter weiter verwiesen.
Sind Sie vernetzt mit den anderen Gartenprojekten in Chemnitz?
Wir haben Kontakt zum Projekt „Nia Domo“ im AJZ e.V. in Chemnitz und kennen ein paar MacherInnen des Projektes „Bunte Erde“.
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Gartenutopie Chemnitz hat Bibilothek und Küche
Das Projekt wurde im November 2014 gegründet und wirtschaftet derzeit auf ca. 3000m². Die Fläche für Gemüsebeete (ohne Hochbeete) beträgt ca. 270m².
Der begrenzende Faktor sind die Ressourcen zur Pflege der Beete und das verfügbare Gießwasser. Zur Infrastruktur gehört eine Komposttoilette, ein kleiner Bauwagen für Gartengeräte,
mit Bibliothek und Küche und ein kleiner Bauwagen als Wohnwagen. Wir möchten den Gemüseanbau und Techniken zur Bodenverbesserung und Pflanzengesundheit erlernen.
Unser vorrangiges Ziel ist der nachhaltige
Gemüsebau ohne Verwendung synthetische Pflanzenschutz- und Hilfsmittel. Für die Einhegung des Areals und zum Zwecke des Vogelschutzes im Herbst vergangenen Jahres
eine Wildgehölzhecke angepflanzt. In nächster Zukunft ist die Ausweitung der Speicherkapazität für Regenwasser, die Pflanzung von Obstbäumen und eventuell ein kleines Gewächshaus geplant.
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Mitgärtner hat Grundstück für Stadtgarten in Chemnitz gekauft
(Gu aus alerts, 28.4.)
„Das Gartenprojekt an der Ecke Hainstraße/Peterstraße hat sich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt. Ein alter Bauwagen steht nun auf dem Gelände. Dort wollen die 15 Hobbygärtner Schippen, Hacken und Gießkannen lagern. Vier Beete sind bereits angelegt. Außerdem grenzt seit zwei Wochen ein grüner Zaun den Gemeinschaftsgarten von der Straße ab. „Viele Nachbarn haben uns angesprochen, als wir den Zaun aufgestellt haben“, sagt Sascha Wagner vom Verein Stadthalten. Manche seien verärgert gewesen, weil sie auf der Wiese mit ihren Hunden spazieren gegangen sind. Andere haben sich einfach erkundigt, was auf der Fläche passieren soll. Und eine russische Familie hat sogar angeboten, tatkräftig mitzuarbeiten.
Auf solche Reaktionen haben es die Stadtgärtner abgesehen. „Wir wollen, dass möglichst viele Menschen mitgärtnern“, sagt Sascha Wagner. Er hat das Projekt der Gartenutopisten vor zwei Jahren aufgebaut. Zunächst wurde ein Areal hinter einem Abrisshaus an der Gießerstraße dafür genutzt. Die Hobbygärtner haben dort alte Badewannen aufgestellt und darin Rotkohl, Kresse und Paprika geerntet. Allerdings war die Fläche von Häusern und Bäumen umgeben, sodass nur wenig Sonne auf das Gelände fiel. Ein Mitglied der Gärtnergruppe entschloss sich daraufhin, das Grundstück gegenüber zu kaufen und dort einen Gemeinschaftsgarten entstehen zu lassen.[…]
Mehr Aufmerksamkeit hat das Gartenprojekt zuletzt auch durch die geplante Aquaponic-Anlage auf der gegenüberliegenden Straßenseite bekommen. In dem leerstehenden Haus Peterstraße 28 soll die Aufzucht von Fischen mit dem Anbau von Gemüse verbunden werden.
Das erste Gartenfest soll am 27. Mai zeitgleich mit der Eröffnung der Aquaponic-Anlage an der Ecke Peterstraße/Hainstraße auf dem Sonnenberg stattfinden.
http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Neuer-Stadtgarten-waechst-und-gedeiht-artikel9180700.php (mehr …)