Schlagwort: Dach

  • München: Hotus di Monaco ist Nachbarschafts- und Schulgarten auf einem Grünstreifen

    (Besuch)

    In Neuperlach ist ein Gemeinschaftsgarten auf einem Grünstreifen zwischen Einkaufszentrum und Wohnbebauung auf der einen und einer modernen Montesori-Schule, die auch Jugendhilfeträger ist, auf der anderen Seite. Die Idee dazu hatte einer der Lehrer. Sie haben keinen Pausenhof und so nutzen sie das Dach als „Draußen-Freiraum“. Dort gibt es auch viele Beete (leider hatte ich nicht genug Zeit, um auch das anzugucken). Florian (der eigentlich Lehrer für Mathe und Deutsch (?) ist und Imker) hatte dann die Idee, auf dem Grünstreifen mit der Nachbarschaft und Schüler*innen einen Gemeinschaftsgarten mit Gemüseanbau zu realisieren. Sie mussten viele Hürden nehmen, der Streifen gehört z.B. der Eigentümergemeinschaft der „Vierschanzenhäuser“ direkt gegenüber. Unter dem Streifen ist größtenteils eine Tiefgarage, es wurde dort 30 cm Erde aufgeschüttet. Sie haben einen Vertrag, der immer nur für 1 Jahr läuft etc.

    Durch einen Verfügungsfond haben sie Geld für den Aufbau des Gartens bekommen, außerdem war der Garten Teil von Neuperlach grünt (oder wie hieß das?). Sie haben wabenartige Hochbeete gebaut, die Modular auch in der Höhe erweiterbar sind, Bäume in Kästen gepflanzt, Sträucher in die Erde gesetzt, ein Rasengitter verlegt, damit auch Rollifahrer*innen in den Garten können, ein Bewässerungssystem für die Sträucher im Boden verlegt, sie fangen Regenwasser vom Dach auf usw. Auf der einen Seite des Streifens sind die Nachbarschaftsbeete (individuell zugeordnet), es gibt da auch ein Gartenhäuschen – dann kommt eine Konstruktion, die der Prototpy einer Schattenbank ist. Eine tunnelartige Überdachung mit Solar auf dem Tunneldach und Sitzbänken drunter. Durch die Penals gibt es hier auch Strom. Diese Konstruktion ist im Rahmen des EU-Projekts gebaut worden, das Projekt lief aus, da, wo das eigentlich hin sollte (auf eine Brücke), war es zu schwierig und langwierig, so landetet die Schattenbank im Garten.
    Auf der anderen Seite sind die Schulbeete. Da wird Permakultur groß geschrieben, es gibt Schlüssellochbeete und Lasganebeete.
    Florian macht das alles ehrenamtlich und sucht nach Methoden und Möglichkeiten, dass die Gruppe das auch ohne ihn weiter macht und der Garten sich so verstetigt.
    Manche Schüler sind ganz wild aufs Bauen. Sie haben in der Schule auch verschiedene Werkstätten. In der Schule (Grundschule), sind viele geflüchtete Kinder dabei.

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  • Berlin-Schöneberg: GG auf Parkdeck

    (Mail)
    Seit einiger Zeit arbeiten wir für ein Wohnungsunternehmen (Gewobag) in Berlin mit der Errichtung eines Gemeinschaftsgartens auf einem Parkdeck.

    Der Bauantrag ist genehmigt, die Baukosten sind von der Gewobag übernommen – im Winter ist Baubeginn.

    Nun planen wir bereits den Betrieb und haben hierfür eine Ausschreibung vorbereitet, auf welche sich Gartenprojekte bewerben können.

    Geplant ist eine zweijährige Aufbauzeit einer Gemeinschaft aus Nachbar:innen, die in dieser Zeit eigene Strukturen entwickeln und sich in einem Verein gründen sollen.

    Dies soll von einem Gartenbetreiber begleitet und moderiert werden.
    Der Garten soll offen für alle im Kiez sein und sie suchen einen Träger für eine zweijährige Begleitung, an deren Ende dann ein Verein gegründet sein soll und die Gruppe stabil und eigenständig.

    Aus der Skizze:
    In Berlin Schöneberg auf dem Trümmergrundstück Kirchbachstraße
    1-2 plante die Neue Heimat den Neubau eines Parkhauses mit
    Wohnungen. Das seit 1975 geplante viergeschossige, heute
    denkmalgeschützes Parkhaus, welches die erforderlichen
    Autostellplätze für das gesamte Gebiet aufnehmen sollte, war
    von Anfang an mit zwei Wohngeschossen konzipiert. Auf dem
    obersten Parkdeck war eine begrünte Pergola geplant, wurde aber
    nie gebaut, da das Parkdeck nie seine Nutzung aufgenommen
    hat. 2023 soll nun ein ca. 1000 m² großes urban farming Projekt
    für die Mieter:innen des Kiezes auf dieser Fläche entstehen.
    Die Fläche wird aufgeteilt in eine begrünte Zone zum Innenhof
    und einen Funktionsteil, der einen Riegel zu den Wohngeschossen
    bildet. Mit dem durchgängigen, überdachten Regal und der an
    die historischen Pläne angelehnten, begrünten Pergola wird der
    direkte Blickkontakt vom Parkdeck zu den Wohnungen verhindert.
    Der Riegel verteilt die benötigten Medien auf der Gartenfläche
    und bietet Raum für vielfältige Nutzungen. Aus dem Riegel
    heraus entwickeln sich die Raumkuben für Küche, Büro, WCs
    und Gewächshaus. Der Raum zwischen dem Riegel und den
    Ackerflächen wird von unterschiedlich gruppierten Hochbeeten,
    aufgelockert durch Sitzmöglichkeiten, bespielt.
    Um einen hohen Identifikationgrad für die späteren Nutzer:innen
    zu gewährleiten, Konflikte zu vermeiden und ein Projekt zu
    schaffen, welches optimal auf den Bedarf vor Ort angepasst ist, wird
    ein Partoziationsverfahren während der Bauarbeiten laufen. Es
    werden die direkten Anwohner des Hauses, die weiteren Gewobag
    Mieter:innen des Kiezes und Kitas, Schulen und kommerziellen
    Gruppen angesprochen. Der Prozess wird von Beginn an durch
    den späteren Gartenbetreiber begleitet, welcher sowohl für den
    Planungs- und Organisationsprozess, als auch für die Anfänge
    der Gartenarbeit zuständig ist. Um den Zeit- und Kostenplan
    einzuhalten wird ein klarer Rahmen vorgegeben, welcher dann
    von den Partizipierenden mit den unterschiedlichen Bausteinen
    ausgefüllt wird. So können die späteren Gartennutzer:innen
    über Form, Materialität und Gruppierung der Hochbeete
    entscheiden und in Workshops einige Möbel selber bauen.
    Für einen möglichst nachhaltigen Gartenbetreib wurde sich
    für eine Brunnenbewässerung und eine Muldenentwässerung
    entschieden, weche mit Solarstrom betrieben wird. So wird keine
    Einleitung von Regenwasser in die Kanalisation nötig und für die
    Gartenbewässerung wird kein Trinkwasser verschwendet. Der
    restliche Strom der PV-Anlage kann für die Wohnungen oder das
    Parkhaus verwendet werden (mehr …)

  • Berlin: Operation Himmelblick will Plattenbaudächer (tw gärtnerisch) nutzbar für die Mieter*innen machen

    http://www.operation-himmelblick.org/konzept/

    Eine Gruppe Künstler*innen, Stadtgestalter*innen, Forscher*innen möchte auf Plattenbaudächern Freiräume für die Mieter*innen schaffen. Das Dach eines Hauses in der Leipziger Straße in Berlin soll Prototyp werden. Die Gruppe hat eine Plattform entwickelt, die aus zusammenschraubbaren Modulen besteht. Je nach Interesse der Nachbarschaft kann diese dann zusammen gesetzt werden. Diese modulare Plattform ist im Aufzug transportiertbar.

    Die Wohnungsbaugesellschaft ist interessiert und vergrößter Türen, damit Bauten u.ä. hoch transportiert werden können, will den Wasserstrang nach oben bis aufs Dach verlängern, so dass es bequem Wasser gibt und auch eine Toilette dort anschließen. Unten plant die Wohnungsbaugesellschaft auch gemeinschaftliches Gärtnern/Mietergärten.

    Es fanden schon erste Workshops statt und ein Theme für die Mieter*innen ist das Gärtnern. So könnten ggf. ein Duzend Hochbeete von den Interessierten zusätzlich zu der Plattform selbst gebaut werden, auch ein Schuppen für Geräte ist denkbar. Zudem soll es eine Küche geben, die auch für das Chillen, Grillen und die geplanten Veranstaltungen nutzbar sein soll.
    Das Dach soll zudem extensiv begrünt werden.
    Das Himmelblick-Team wartet noch auf das letzte GO (ich glaube von der Baubehörde) und will dann loslegen. Ihnen fehlen noch Gelder, um ihr Arbeitszeit zu finanzieren und auch für die Hochbeete etc.
    Ziel ist, dass die Hausgemeinschaft das Projekt möglichst schnell selber trägt und es sich verstetigt. Für ein paar Monate (so die Planung) ist das Team vor Ort und zu bestimmten Zeiten ist das Dach dann geöffnet. Es kann noch nicht immer offen sein, da es von Seiten der Wohnungsbaugesellschaft z.B. Ängste gibt (das jemand runterfällt/sich runterstürzt, dass zu viele Fremde sich dann dort aufhalten)
    Das Team wird sich laut Jakob nicht zurückziehen, wenn es noch nicht gelungen ist, das Projekt in die Hand der Hausgemeinschaft zu übergeben.

    Sie wollen auch die Nachbarschaft einbeziehen, doch zunächst nur bei Veranstaltungen. Denn ihnen ist wichtig, dass es nicht eine weitere hippe Location in Berlin wird, sondern ein nachbarschaftlicher Ort, der hauptsächlich für die Mieter*innen da ist und diese sich dort wohl- und zu Hause fühlen. Es ist eine Gratwanderung, das Projekt für die Nachbarschaft (und alle) zu öffnen und es trotzdem zu einem Ort für die Mieter*innen zu machen.

    Wie Themen wie Schatten, ggf. viel Wind etc. gelöscht werden, ist noch nicht ganz klar. Gießen, auch wenn zu ist: das könnte der Hausmeister machen.

    Das Team ist bestens mit HU und TU und einer Design Uni in NY vernetzt. Kontakt zu Toni Karge haben sie aufgenommen, mit dem Klunkergarten wollen sie sich noch austauschen.

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  • KEBAPgarten Vorhaben

    (ANtrag)

    Bereits seit August 2012 konnte Dank der Kooperation mit dem Gartendeck, der Keimzelle und
    dem Hof vorm Deich, die uns mit vorgezogenen Pflanzen versorgt haben, bei KEBAP
    selbsterzeugtes Gemüse geerntet und zubereitet werden. KEBAP ist als Teil des Netzwerks
    „Solidarisches Gemüse“ mit einem Großteil der Hamburger Gartenprojekte vernetzt. Wir stehen im
    aktiven Austausch sowohl was das eigentliche Gärtnern als auch die politische Durchsetzung
    unserer Interessen gegenüber der Stadt anbelangt.
    Wir gärtnern in Hochbeeten, die gemeinschaftlich gebaut, gepflegt und beerntet werden. Vorrang
    hat die gemeinschaftliche Verarbeitung des angebauten Gemüses vor Ort. Überschüsse können
    von den Mitgärtner*innen mitgenommen werden. Unser Garten entsteht mit der Idee der
    Permakultur, an der wir uns selbst Jahr für Jahr weiterbilden. Wir ernten unser eigenes Saatgut
    und tauschen es mit den anderen Gartenprojekten in einer vom solidarischen Gemüse jährlich
    organisierten Tauschbörse. Weiteres Saatgut beziehen wir ausschließlich bei Dreschflegel oder
    Bingenheimer. Wichtiges Thema bei uns ist auch der Bodenaufbau. Wir düngen mit Wurmsaft,
    verdünntem Urin und selbstangesetzten Jauchen. Wir setzen eigenen Kompost an und haben im
    2015 mit Hilfe der anstiftung eine Komposttoilette gebaut, mit der wir unseren Kompostkreislauf
    erweitern konnten. Jedes Jahr wächst unser Garten nunmehr qualitativ. 2015 haben wir außerdem
    eine Solaranlage gebaut, die unter anderem eine automatische Bewässerungsanlage mit Strom
    versorgt. 2016 haben wir mit Hilfe der anstiftung zwei Rocket Stoves gebaut, auf denen wir
    seitdem in der warmen Saison regelmäßig einmal in der Woche gemeinsam das geerntete
    Gemüse kochen. Auch haben wir im vergangenen Jahr die Kooperationen mit Solidarischen
    Landwirtschaften und verschiedenen FoodKoops bei uns vor Ort ausgebaut und viele
    Veranstaltungen zum Thema nachhaltige Ernährung gemacht.
    Das Gärtnern schafft den direkten Kontakt des Projektes mit den Anwohner*innen vor Ort. In der
    Saison treffen wir uns im Garten mindestens zweimal in der Woche und gärtnern, jeder ist dazu
    eingeladen mitzumachen. Zu einem Kernteam von 8-12 Leuten kommen jedes Mal neue Leute.
    Das Spektrum der Leute ist sehr heterogen. Das gemeinsame Gärtnern oder auch das
    gemeinsame Kochen helfen, Toleranz aufzubauen und Vorurteile abzubauen und ein
    gemeinschaftliches Miteinander zu schaffen.
    Im Garten finden Veranstaltungen und praktische Workshops in unterschiedlichen Kooperationen
    statt. Die Themen (Ernährung, Gesundheit, Saatgut, Permakultur, Transition, Commons) sind breit
    gestreut und beziehen möglichst viele Fragestellungen ein, die für einen gesellschaftlichen Wandel
    im Sinne eines nachhaltigen und solidarischen Zusammenlebens essentiell sind.
    Durch das regelmäßige Kochen konnten wir unsere Zusammenarbeit mit Schulen und
    Kindergärten ausweiten und nach wie vor ist das Projekt Gegenstand zahlreicher Studien- und
    Forschungsarbeiten. Auch die Nachfrage nach Workshops anderer Institutionen vor Ort im
    KEBAPgarten hat sich stark ausgeweitet.
    KEBAP ist ein Resillienzprojekt, dass auf lokale Ökonomie, Selbstversorgung, und
    Selbstverwaltung als Notwendigkeit und Chance angesichts der Zuspitzung globaler Krisen und
    der Ohnmacht des/der Einzelnen setzt. Grundlegend dafür ist die nachbarschaftlich organisierte
    und global vernetzte Solidargemeinschaft.
    Wir nutzen die lange Zeit, die es braucht solch ein Projekt zu verwirklichen, um dabei schon das zu
    leben und auszuprobieren, was KEBAP als urbanes Modell für eine künftige Gesellschaft sein
    kann. Herausforderungen 2019
    Da wir so weit es geht recyceltes Material benutzen, selbst Kompost und verschiedene Dünger
    herstellen, sowie unser eigenes Saatgut ernten, konnten wir die laufenden Kosten im Garten von
    Jahr zu Jahr verringern und nur auf einige Verbrauchs- und Verschleißgegenstände reduzieren,
    wie zum Beispiel Ersatzteile für die Bewässerungsanlage und die Kompost-Trenntoilette,
    Saatschilder, etwas Bauholz für die Reparatur der Beete und Schrauben.
    Doch im letzten Jahr hat sich vor allem eine neue unvorhergesehene Belastung ergeben: aufgrund
    der extremen Trockenheit waren wir im Garten zeitweise ohne Wasser. Da wir keinen
    Wasseranschluss haben, sind wir auf Regenwasser angewiesen, das wir in Tonnen und einer
    großen Zisterne unterm Bunker sammeln. Auch im Winter hat es nicht genug geregnet, um die
    Zisterne für die kommende Saison zu füllen, so dass wir in diesem Jahr nicht umhin kommen
    werden, die Zisterne einmal extern befüllen zu lassen.
    Zweitens gab es leider im letzten Jahr bei uns mehrere Einbrüche, bei denen Werkzeug gestohlen
    wurde, das wir nun ersetzen müssen. (mehr …)

  • KEBAP HH: Garten auf dem Bunkerdach steht in den Startlöchern

    (Mail)

    Bei uns steht dieses Jahr wieder viel auf dem Programm, unter anderem beginnen wir im Rahmen unserer „Klimaküche für Altona“ (im Förderprogramm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ der Nationalen Klimaschutzinitiative), den Dachgarten auf dem Bunker zu planen (mehr …)

  • Gemüsebbete am Essener Rathaus

    (gu, alerts)
    Städtische Mitarbeiter haben Hochbeete auf dem Tiefgaragen-Dach bepflanzt.Das Pilot-Projekt soll Bewusstsein für gesunde Ernährung schärfen. Einen eigenen Garten besitzt Cathrin Lehmann nicht. „Nur einen Balkon, aber darauf wächst nichts.“ Umso erfreuter war die städtische Angestellte, als sie hörte, dass ihr Arbeitgeber ihr nun die Gelegenheit gibt, eigene Hochbeete zu bepflanzen. Bald kann sie zusammen mit 14 Kollegen Kohlrabi, Radieschen und Salate ernten, die seit Juli in Hochbeeten auf dem Tiefgaragendach des Essener Rathauses wachsen.

    Jeweils ein Quadratmeter groß ist die Fläche der 30 Hochbeete, die die Stadt ihren Mitarbeitern, die sich für das Projekt bewerben konnten, zur Verfügung gestellt hat, jeder kann zwei davon beackern. Die Mini-Bio-Gemüsegärten sind Teil eines Pilot-Präventionsprogramms, das die Stadt Essen im Grünen-Hauptstadt-Jahr zusammen mit der Barmer Krankenkasse und dem jungen Essener Start-Up-Unternehmen „Ackerhelden“ initiiert hat.[…]

    https://www.nrz.de/staedte/essen/essen-hat-das-erste-rathaus-mit-eigenem-gemuesegarten-id211738965.html (mehr …)

  • Projektbesuche in Augsburg

    (Gu, Projektbesuche)
    In Augsburg-Oberhausen gibt es einige Gemeinschaftsgärten. Es ist ein Stadtteil mit sehr wenig grün und sehr wenigen Plätzen, auf denen sich AnwohnerInnen treffen und aufhalten können, Soziale Stadt Gebiet etc.
    Der Nachbarschaftsgarten, den das QM auf dem Platz vor einer Kirche initiiert hat, ist nach einer zweijährigen Bauphase nun seit Mai wieder eröffnet.  Der Vorläufer war genau dort von 2012-2013 (mit einer größeren Fläche). „Aufgrund der positiven Erfahrungen stellt die Eigentümerin nach Fertigstellung der Bauarbeiten an der benachbarten Kirche Teile des Grundstücks dauerhaft dem Gartenprojekt zur Verfügung. Mit dem Kern der ehemaligen Gärtner/innen wird 2016 der Garten neu eingerichtet und eine Struktur der Selbstverwaltung entwickelt.“. Die Fläche gehört dem Liegenschaftsfonds der Kirche, die den Platz für das Projekt herrichtete, einen Zaun und einen Wasseranschluß (und ich glaube auch Strom) finanzierte.
    mein Gesprächspartner (von Urbanes Wohnen, der freiberuflich dort im QM tätig ist) sagte, dass QM in bestimmten Gebieten wichtige Vermittlungsarbeit zu den städtischen Behörden übernehmen kann. Da werden seiner Erafhrung gemäß, mache BürgerInnen nicht ernst genommen. Außerdem sind die ganzen Genehmigungs/verwaltungsverfahren komplex und nervig. Das QM hat sehr gute Kontakte zum Stadtplanungsamt und Erfahrung mit diesen Sachen.
    Das Projekt hat kein Schild und ist auch nicht immer offen. Sie wollen langsam wachsen, die Kerngruppe soll erstmal wieder ankommen und dann soll geguckt werden, wer noch dazu kommen möchte.
    Es gibt ein selbstgebautes Häuschen mit Küche und Toilette drin. Alle zahlen 50 Euro/Jahr. Nächstes Jahr zieht sich das QM raus und es soll ein Verein gegründet werden.
    AUf diesem Blog ist die Entwicklung des Gartens gut nachvollziehbar: http://www.oberhausen-mitte.de/849.html?&tx_t3blog_pi1[blogList][category]=49&cHash=078d22b99607629b3c8d9f9d808f188e

    Das QM hat noch zwei weitere GG an gestoßen. Einen auf der Grünfläche, die zu einem Spielplatz gehört – zusammen mit dem Spielplatzpaten. Dort stehen 12 Big Bags der Stadt und ein Bauwagen und es läuft in Eigenregie der Gruppe. Das andere im verwahrlosten Vorgarten einer Grundschule entstanden. Hier haben Mütter einen Kräutergarten angelegt und es sind Sitzplätz entstanden.
    Die Stadt hat hier einen Platz (Quartierplatz) aus dem Sanierungsgebiet herausgekauft.

    Die Cityfarm mußte letzten Sommer umziehen und ist nun nicht mehr zentral in der Stadt. Man muss wissen, wo sie ist, denn es gibt auch keine Wegweiser. Sie haben ein Grundstück in einem Biotop-Gebiet. Noch können sie neben dem eigentlichen Grundstück die anschließenden Flächen für ihre Schafe nutzen, doch bald sollen auch hier Biotope angelegt werden.
    Sie haben auf dem Grundstück neben Nutztieren (Hühner, Laufenten, Kanninchen, Schafe), eine Werkstatt, eine Küche, eine Bibliothek, eine Sauna, Gewächshäuschen (im Entstehen), einen Ruhe-Pavillion und einen großen Garten (Gemeinschaftsgarten, auch wenn wohl wenige wirklich Lust haben, so richtig im Garten zu arbeiten). Alle machen alles ehrenamtlich bis auf Angebote für Schulklassen, für die es wohl ein bisschen Geld gibt. Sie müssen Pacht zahlen, was sie mit Spenden, Preisen und auch dem Verkauf von selbst vermehrten Saatgut stemmen. Sie schlachten selber (die Kanninchen, in der Outdoorküche; die Schafe bringen sie zum Schlachter). Sie wissen nicht, wie lange sie dort bleiben können.
    Sie sind aktiv im AK urban gardening.

    Der Interkulturelle Garten an der Ballonfabrik ist in der Nähe vom Nachbarschaftsgarten, doch meine GesprächspartnerInnen waren beide noch nie im anderen Projekt. Der IG hat derzeit noch ein paar Parzellen frei. Hier gab es mal ein großes Transparent, was aber wohl dem Vandalismus anheim gefallen ist. Sie haben einen Bieber (!), der den zur Einweihung gepflanzten Apfelbaum niedergemacht hat. Nun versuchen sie das Tier an das andere Ende des Gartens zu locken. Hier steht eine Skaterhalle und Bäume aus dem Garten wachsen an die Außenhaut der Halle, diese sollen die GärtnerInnen entfernen und nun hoffen sie auf den Bieber. Es gibt auch Blindschleichen.
    Ein paar Flüchtlinge sind dabei (über eine Betreuerin), es gibt Arbeitstage, an denen alle mitmachen sollen
    Sie sind nicht vernetzt mit den anderen Gärten, da der Gründer dem AK sehr skeptisch gegenüber steht (da der an die städtische Agenda angeschlossen ist).

    Gemeinschaftsgarten auf dem Dach des Schwabencenters?
    Abends gab es dazu eine Veranstaltung (mit Vortrag von Gu). Das Schwabencenter ist ein Hochausungetüm mit Eigentumswohnungen, Ärzten etc und einer Shopping-Mall (diese ist nur ebenerdig). Auf ein Teil der vielen Dächer versucht eine engagierte Frau einen Gemeinschaftsgarten zu initiieren. Derzeit ist aber völlig unklar, wie es weitergeht, da ein Investor gefunden ist, der aber noch nix unterschrieben hat. Er steht aber dem Projekt oder zumindest einer Dachbegrünung seht aufgeschlossen gegenüber.


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  • Humboldt-Uni plant Projekt: auf dem Dach eines Supermarkts Lebensmittelanbau und IG

    (Gu, Mail)

    Die Idee ist, gleichzeitig mehr Wohnraum in der Stadt zu schaffen ohne bis dahin noch freie Flächen zu nutzen. So sollen Wohnungen quasi auf einem Supermarkt errichtet werden und darauf kommt ein Gewächshaus, in dem sowohl für den Supermarkt Lebensmittel produziert werden als auch ein interkultureller Garten Platz finden soll. Die Wohnungen sind vorerst, primär für Flüchtlinge gedacht, die dann durch den IG Kontakt zu uns Berlinern knüpfen sollen.

    Das ganze ist ein Projekt der Humbodt-Uni
    > Lebenswissenschaftliche Fakultät
    > Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften
    > Fachgebiet Urbane Ökophysiologie der Pflanzen (mehr …)

  • gärtnerische Zwischennutzung auf Dach des Münchner BieBie

    (Gu aus FB urbane Gärten München, 30.3.)
    Das Zwischennutzungsprojekt BieBie in der Freisiger Landstrasse in Freimann (ganz nah an der U-Bahn-Stadtion) möchte seine Dachflächen mit urbanen Gärten begrünen. Grün ist schon vorhanden, aber bis jetzt keine Möglichkeit für Gemüseanbau. Der müsste in Hochbeeten stattfinden. Genügend Paletten für den Bau von Hochbeeten sind vorhanden. Erde könnte beschafft werden. Die Flächen sind wirklich schön und sonnig, gut zugänglich, Wasseranschluss vorhanden. Vielleicht wird es auch Bienen dort geben. Die Zwischennutzung ist bis Jahresende sicher und wird möglicherweise verlängert. (mehr …)