Schlagwort: Dachgarten

  • Hamburg: KebapGarten vor ungewisser Zukunft

    (tel)
    Die Kebap-Leute erwarten, dass der Umbau des Bunkers bald losgeht. Dann muss unten alles weg, also auch die Beete. Klar ist, dass es dann einen Dachgarten geben soll, die Planungen dafür laufen auch schon. Ob und wann und wo es auch unten wieder einen Garten direkt am Bunker geben wird, ist hingegen unklar. Sie wissen noch nicht, wie die Eingangssituation dann sein wird.

    Sie hatten letztes Jahr mit einer Baustelle der Stadt zu kämpfen, die einen Grünstreifen neu gemacht hat.
    Nun ist die Baustelle weg und einiges der angelegten Beete und Flächen außerhalb des Gartens müssten neu angelegt werden.
    Das hatten sie guerillamäßig gemacht, die Stadt fand das dann aber gut.
    Das parkbeet/Naschbeete im park wird Vera wohl als einen Schwerpunkt weiter machen.

    Die Gruppe besteht aus ca. 25 Leute, das sind die, die im Verteiler sind, die meisten engagieren sich punktuell. Die Kerngruppe ist großzügig gegezählt 7 – 9 köpfig. Es gibt Fluktuation, die Leute wollen auch mal andere Sachen machen etc.
    Sie suchen immer weitere Mitmacher*innen.

    Der Bunker ist nicht ganz öffentlich, aber Vereinsmitglieder dürfen jederzeit rein, alle anderen müssen was unterschreiben (Haftungsfrage).
    Im Bunker haben sie einen kleinen Raum, in dem sie das Saatgut aufbewahren: den Norddeutschen Saatgutbunker. In Workshops wird das Saatgut gereinigt. Sie machen viele der anstehenden Arbeiten in Workshopform, auch Kompost umsetzen etc. (mehr …)

  • Hamburg: Gemeinschaftsgarten auf Firmendach

    Antworten/ANtrag

    Auf dem Schuppendach von der Überquell-Brauerei ist ein Stadtgemüse Standort entstanden.
    -> wir fördern nicht, da die Firma auch mit dem Gartenprojekt auf ihre Site kommuniziert und dort Workshops macht u.ä.
    Das Was Tun Stiftung Team findet das ok und da sie auch die Kosten für Wasser und Strom tragen, können und wollen sie das nicht ansprechen.

    –       Gibt es eine vertragliche Nutzung für die Fläche, wenn ja, ist diese zeitlich befristet? Müssen Sie Pacht zahlen?

    Eine vertraglich festgelegte Nutzung gibt es nicht. Das Projekt ist auf Langfristigkeit ausgelegt und baut nachhaltige Beziehung im Stadtteil auf. Eine Pacht wird nicht bezahlt, das Überquell stellt die Dachfläche unentgeltlich zur dauerhaften Verfügung. 

    –       Ist es dieses Projekt? https://ueberquell.com/green-pauli-unser-urban-farming-projekt/ -> das wäre dann ja ein pädagogisches Projekt? Oder ist das das Vorläuferprojekt?

    Genau, das ist ein Beitrag aus 2019 und zeigt das Vorläuferprojekt. Wie beschrieben haben sich die Strukturen geändert und die WAS TUN! Stiftung koordiniert nun den Gemeinschaftsgarten und dessen Projekte. 

    –       Ist das Überquell in das Gartenprojekt involviert? Haben Sie bei Überquell schon Gelder bekommen oder beantragt?

    Das Überquell ist grundsätzlich nicht laufend in das Gartenprojekt involviert, hat sich aber bei der Neueinrichtung des Gartens dieses Jahr finanziell an den Materialkosten beteiligt (die restlichen Mittel hat die Stiftung WAS TUN! aus Eigenmitteln aufgebracht) und sich dazu bereit erklärt, die laufenden Kosten (Wasser und Strom) zu übernehmen. Gerade besprechen wir im Sinne der Nährstoffkreisläufe überdies die Nutzung der in der Überquell-Brauerei anfallenden Trester-Abfälle als Kompost. An Erntetagen bringen wir ab und zu einen nicht festgeschriebenen Teil des Gemüses nach unten in das Restaurant, den das Team verzehren, oder der für die hauseigenen Pizzen Verwendung finden kann. Unregelmäßig meldet das Überquell bei uns Führungen oder Workshops an, die im Rahmen von hauseigenen Veranstaltungen integriert werden, bei denen wir die Philosophie hinter unserem Gemeinschaftsgarten rüberbringen und für unsere Kernthemen begeistern können. Das Überquell versteht sich als unser Partner & Multiplikator, um das Thema der regenerativen Landwirtschaft und des regionalen Gemüseanbaus in der Großstadt einem größeren Personenkreis bekannt zu machen und dafür zu werben.

    –       Wie ist da Dach beschaffen? Was an Infrastruktur gibt es dort? Wird das Dach auch anderweitig (durch die Firma) genutzt?

    Das Dach ist hinsichtlich der Traglast statisch geprüft und wurde als Deckschicht auf der Dachpappe mit Rindenmulch überzogen. Mittlerweile hat sich dieser teilweise zersetzt und es wächst auch auf dem Boden reichlich Beikraut. Strom- und Wasseranschluss sind vorhanden, das Dach wird ansonsten nicht anderweitig genutzt. 

    –       Wie kommt man auf das Gelände und auf das Dach? Ist das jederzeit für alle Interessierte möglich?

    Die Dachfläche ist sehr zentral am Hafen gelegen und sowohl über den Fischmarkt, als auch die Hafenstraße zu erreichen. Aus Schutz vor Vandalismus ist eine Gartentür vorhanden, der Schlüssel kann sich aber zu den Öffnungszeiten des Überquell am Eingang abgeholt werden, oder nach Absprache ein Treffen im Garten vereinbart werden. 

    –       Wie groß ist die Gruppe? 

    Bei den ersten Mittwochs-Treffen der vergangenen Wochen waren im Schnitt 10 Menschen vor Ort. Um eine geeignete Betreuung der Gärtner*innen sicherstellen zu können, koordinieren wir gerade die regelmäßigen und personenstarken Aktionen (z.B. mit der Stadteilschule am Hafen) an einem separaten Tag. Mittwochs kommen sowohl vermehrt Einzelpersonen in den Garten, als auch benachbarte Einrichtungen, wie zum Beispiel der Senior*innentreff Silbersack. Es haben zusätzlich bereits der Jugendtreff der benachbarten Kirche, die Stadtteilschule St. Pauli, die benachbarte Gemeinschaftsinitiative Park Fiktion und die GWA St.Pauli ihr Interesse an einer kontinuierlichen Zusammenarbeit im Garten signalisiert. 

    –       Kann man auch jenseits des wöchentlichen Termins gärtnern?

    Ja. Für regelmäßige Slots treffen wir feste, zeitliche Absprachen, damit wir Aktionen gut vorbereiten können, es werden aber auch individuell Öffnungszeiten abgesprochen und Termine vereinbart. 

    –       Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte wird individuell und je nach Geschmack unter den helfenden Personen aufgeteilt und auch immer mal wieder an interessierte Passant*innen zum Probieren gegeben. Darüber hinaus geben wir unregelmäßig eine nicht festgelegte Menge in die experimentierfreudige Küche des Überquell. 

    –       Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich? Wie werden von wem Entscheidungen getroffen und wie laufen die Informations- und Kommunikationswege?

    Die WAS TUN! Stiftung ist Trägerin des Gemeinschaftsgartens und koordiniert die stattfindenden Aktionen im Garten. Als offizielle Ansprechstelle geben wir Informationen zum Projekt und vernetzen Initiativen, Einzelpersonen und interessierte Gruppen. Kommen Personen mit Gestaltungswünschen auf uns zu, schauen wir mit Blick auf die Kernthemen des Projektes, das eine Umsetzung möglich gemacht wird. Dort gehen die Bedürfnisse der Engagierten auch weit auseinander – manche Personen möchten den Ort als regelmäßigen Ausgleich zum Gärtnern nutzen, andere haben Lust sich langfristig auch konzeptionell mit einzubringen. Auf diese individuellen Bedürfnisse gehen wir immer ein. 

    Der Garten verfügt über einen Instagram-Account, auf dem wir nun vermehrt Informationen teilen, auf Aktionen aufmerksam machen und Einblicke geben. Außerdem gibt es eine WhatsApp Gruppe, in der Aktuelles geteilt wird und kurzfristig über Änderungen informiert werden kann. Für interessierte Passant*innen stehen zusätzlich demnächst analoge Informationsmaterialien an der Gartentür zur Verfügung. 

    –       Wie kann man mitmachen und wo erfährt man von dem Projekt?

    Absolut unbürokratisch, ohne Anmeldung an den offenen Gartentagen und nach Absprache an allen anderen Tagen der Woche. Der Ort kann auch ganz individuell nach den eigenen Bedürfnissen genutzt werden. Ist ein körperliches Arbeiten im Garten zum Beispiel nicht möglich, kann diese grüne Oase auch als Aufenthaltsort genutzt werden und für einen ruhigen Moment sorgen. Man erfährt über social media, über Beschilderung am Eingang und über unsere aktive Ansprache der Akteure im Viertel von unserem Angebot. Flyer sind ebenfalls in Vorbereitung. 

    –       Woher kommt das Geld für die Projektleitung?

    Die WAS TUN! Stiftung verfügt über keine eigenen weiteren finanziellen Mittel für das Projekt und ist daher auf Förderungen angewiesen. Für die Finanzierung der Projektleitung haben wir die Röder-Stiftung gewonnen. 

    –       Wo ist das Werkzeug untergebracht?

    Im Garten steht ein abschließbarer Schuppen, in dem das Werkzeug verstaut ist. 

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  • Berlin: Operation Himmelblick will Plattenbaudächer (tw gärtnerisch) nutzbar für die Mieter*innen machen

    http://www.operation-himmelblick.org/konzept/

    Eine Gruppe Künstler*innen, Stadtgestalter*innen, Forscher*innen möchte auf Plattenbaudächern Freiräume für die Mieter*innen schaffen. Das Dach eines Hauses in der Leipziger Straße in Berlin soll Prototyp werden. Die Gruppe hat eine Plattform entwickelt, die aus zusammenschraubbaren Modulen besteht. Je nach Interesse der Nachbarschaft kann diese dann zusammen gesetzt werden. Diese modulare Plattform ist im Aufzug transportiertbar.

    Die Wohnungsbaugesellschaft ist interessiert und vergrößter Türen, damit Bauten u.ä. hoch transportiert werden können, will den Wasserstrang nach oben bis aufs Dach verlängern, so dass es bequem Wasser gibt und auch eine Toilette dort anschließen. Unten plant die Wohnungsbaugesellschaft auch gemeinschaftliches Gärtnern/Mietergärten.

    Es fanden schon erste Workshops statt und ein Theme für die Mieter*innen ist das Gärtnern. So könnten ggf. ein Duzend Hochbeete von den Interessierten zusätzlich zu der Plattform selbst gebaut werden, auch ein Schuppen für Geräte ist denkbar. Zudem soll es eine Küche geben, die auch für das Chillen, Grillen und die geplanten Veranstaltungen nutzbar sein soll.
    Das Dach soll zudem extensiv begrünt werden.
    Das Himmelblick-Team wartet noch auf das letzte GO (ich glaube von der Baubehörde) und will dann loslegen. Ihnen fehlen noch Gelder, um ihr Arbeitszeit zu finanzieren und auch für die Hochbeete etc.
    Ziel ist, dass die Hausgemeinschaft das Projekt möglichst schnell selber trägt und es sich verstetigt. Für ein paar Monate (so die Planung) ist das Team vor Ort und zu bestimmten Zeiten ist das Dach dann geöffnet. Es kann noch nicht immer offen sein, da es von Seiten der Wohnungsbaugesellschaft z.B. Ängste gibt (das jemand runterfällt/sich runterstürzt, dass zu viele Fremde sich dann dort aufhalten)
    Das Team wird sich laut Jakob nicht zurückziehen, wenn es noch nicht gelungen ist, das Projekt in die Hand der Hausgemeinschaft zu übergeben.

    Sie wollen auch die Nachbarschaft einbeziehen, doch zunächst nur bei Veranstaltungen. Denn ihnen ist wichtig, dass es nicht eine weitere hippe Location in Berlin wird, sondern ein nachbarschaftlicher Ort, der hauptsächlich für die Mieter*innen da ist und diese sich dort wohl- und zu Hause fühlen. Es ist eine Gratwanderung, das Projekt für die Nachbarschaft (und alle) zu öffnen und es trotzdem zu einem Ort für die Mieter*innen zu machen.

    Wie Themen wie Schatten, ggf. viel Wind etc. gelöscht werden, ist noch nicht ganz klar. Gießen, auch wenn zu ist: das könnte der Hausmeister machen.

    Das Team ist bestens mit HU und TU und einer Design Uni in NY vernetzt. Kontakt zu Toni Karge haben sie aufgenommen, mit dem Klunkergarten wollen sie sich noch austauschen.

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  • Abriss von Häusern – Investor plant Neubau mit urban gardening auf dem Dach

    (alerts)
    METZINGEN. Wie berichtet, wird in der Wilhelmstraße 13–21 im Herzen von Metzingen ein fünfteiliger Gebäudekomplex entstehen, für den sechs ältere, teils deutlich niedrigere Häuser abgebrochen wurden oder werden, darunter die frühere Bäckerei Sautter. Inzwischen hat der Investor Bonava aus Ludwigsburg dem GEA nähere Informationen und Visualisierungen zum Projekt zukommen lassen, das bei ihm den Namen Wilhelmsquartier trägt. Danach sollen 21 Eigentums-Wohneinheiten und 40 möblierte Business-Appartements entstehen, zudem ein bis zwei Gewerbeflächen im Erdgeschoss mit insgesamt rund 900 Quadratmetern. Ein Blockheizkraftwerk soll den Komplex mit Energie versorgen, die Ladenflächen auch klimatisieren.

    Strahlt die Front mit ihren hohen und spitzgiebligen Häusern schlanken modernen Städtebau aus, soll es im Rückraum des Gebäudekomplexes viel Grün geben: Dort, wo bisher kleinere Gärten lagen, wird eine Tiefgarage gebaut, auf deren Dach ein Gemeinschaftsgarten mit etwa 1 000 Quadratmetern Fläche entstehen soll. Zehn Kirschbäume sollen gepflanzt werden, auch circa zehn Hochbeete für das Urban-Gardening sind geplant. Die Tiefgarage selbst wird etwa 56 Stellplätze bekommen, einige davon werden mit Ladestationen für E-Stationen ausgestattet. Die innere (verkehrsberuhigte) Reutlinger Straße wird über einen öffentlichen Fußweg mit der Wilhelmstraße verbunden; einen solchen gab es bisher auf dem jetzt zur Neuentwicklung anstehenden Gelände nicht.

    Ziel: Fertigstellung im Herbst 2021

    In regelmäßigen Terminen hat Bonava die Planung, die im Rahmen des geltenden Baurechts liegt, mit der Stadt Metzingen abgestimmt. »Durch die Mischnutzung sowie die Geometrie des Grundstücks war die Planung sehr anspruchsvoll und herausfordernd, doch mit dem Endergebnis sind wir sehr zufrieden«, macht Projektleiter Elias Sodel deutlich, »das Gebäude wird sich nach unserer Auffassung perfekt in das Stadtbild einfügen.« Ähnlich konturierte und hohe Häuser gibt es in der Wilhelmstraße in der Tat etliche, sie beherbergen Ladengeschäfte genauso wie Büros oder Wohnungen.

    Der Investor will den Bauantrag im November bei der Stadtverwaltung einreichen. Mit der Fertigstellung des ambitionierten Bauprojekts rechnet Bonava im Herbst 2021 (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten auf dem Dach in Vilich-Müldorf

    (Gu, alerts)

    […]
    Reichlich Arbeit hatten die Ehrenamtlichen des Bürgervereins in den letzten 12 Monaten geleistet, um den Ausbau des Dachgartens voran zu treiben. Zwar hinkte der Baufortschritt dem Zeitplan etwas hinterher, aber der veranschlagte Kostenrahmen wurde bisher zu einhundert Prozent eingehalten. Die 18 Pflanzkübel, die bereits im Vorfeld auf dem Dach des Hochbunkers aufgestellt wurden, haben ihre ersten Erträge schon erbracht. Doch warum Hochbeete auf einem Hochbunkerdach in fast 15 Meter Höhe bewirtschaften?

    Dazu Christine Exner, die mit ihrer Familie eine Patenschaft für ein Hochbeet übernommen hat: „Wir sind von dem Projekt des Bürgervereins begeistert. Die Erträge unseres Hochbeetes stehen für uns nicht im Vordergrund. Viel wichtiger ist es für uns hier wieder einen Platz zu haben, wo man sich noch trifft und Gemeinschaft pflegen kann. Vilich-Müldorf hat in den vergangenen zwei Jahren durch die Schließung der Sparkassenfiliale und des Tante Emma Ladens zwei Orte des Zusammentreffens verloren. Hier ist jetzt ein neuer Platz entstanden. Wir kommen gerne mit unseren Enkeln hier her, um die Bienen und Hummeln an den bunten Blumenkübeln zu beobachten und konnten ganz nebenbei auch schon einige Zucchinis und Salate aus unserem Hochbeet ernten.“

    Die Hochbeete sind Teil des LoTGar-Projektes, das vom Bundesumweltminsterium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert wird. LoTGar ist die Abkürzung für „Wie man lokal Treibhausgasemissionen im Urban-Gardening in Kleingärten reduzieren und Nachbarn zum Klimaschutz motivieren kann. Der Dachgarten auf dem Mühlenbachbunker des Bürgervereins Vilich-Müldorf e.V., der zum umwelt- und klimafreundlichen Gärtnern motivieren soll, wird am 23. September mit der Eröffnung des Dachgarten-Cafés eingeweiht.[…] (mehr …)

  • München hat nun auch einen Dachgarten a la Klunkerkranich

    (gu, mail)
    Green City macht den GG nicht

    (Gu, alerts)

    […]
    Rund zwei Jahre sind vergangen, bis Thomas Manglkammer seinen Plan genehmigt bekommen hat, einen Dachgarten für München zu schaffen. Nicht alle hätten gleich verstanden, was daran gut sein soll. Offensichtlich konnte er die Verantwortlichen in der Verwaltung aber von seinem Konzept überzeugen: „Die beste Strategie ist im Einklang mit den Behörden zu arbeiten.“ Solche Herausforderungen seien für ihn aber auch der große Anreiz an solchen Projekten zu arbeiten. „Je schwieriger das Projekt, desto mehr Spaß hat man daran, wenn es klappt.“ Und auch wenn die grüne Holzoase vergleichsweise schnell gezimmert und bepflanzt erscheinen mag, haben es die Details in sich. Gerade die Klos mit Wasser- und Stromanschlüssen sind auf einem Parkhausdach nicht so ohne weiteres installiert. „Das war richtig schwer. Wir hatten für ein paar Tage einen Kran gemietet. Aber vieles musste von Fachfirmen gemacht werden.“ Wenn er das alles davor ordentlich kalkuliert hätte, er hätte sich das dreimal überlegt, muss er sich doch eingestehen. Aber es sei eben auch wichtig für München zu zeigen: Man kann auch hier andere Projekte realisieren.
    Die Arbeiten gehen allmählich dem Ende entgegen, auch wenn Manglkammer betont, dass der Dachgarten offiziell noch gar nicht eröffnet ist. Auf der Karte stehen, neben Getränken, Bowls und Sandwiches zu fairen Preisen. Und im Gegensatz zum Klunkerkranich stünden hier auch konzeptionell andere Dinge im Vordergrund: Der Dachgarten soll keine Partylocation, sondern ein Ort der Entspannung für alle Altersgruppen werden. Und auf das Urban Gardening legt er großen Wert, das sie zusammen mit Green City organisieren. „Wir hatten eigentlich nicht groß den grünen Daumen, aber fanden es extrem schön, mit Pflanzen zu arbeiten.“ Die Hochbeete würden super angenommen und sind sogar noch einige Beete für Hobbygärtner aus der Nachbarschaft zu haben (Anfragen über Green City oder Dachgarten).
    Für drei Jahre ist das Dachprojekt erst einmal angelegt und am liebsten würde er den Garten sogar noch weiter ausbauen. Zum Ende vom Sommer sollen Stadtbienen dazu kommen und den Dachgarten bevölkern. Vorher muss der Dachgarten aber erst einmal noch offiziell eröffnet werden.

    https://www.mucbook.de/2018/06/21/dachgarten-muenchen-balkonien-parkhaus-stachus-rooftop-sonnendeck/

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  • Kulturdachgartenprojekt für München?

    Eine Gruppe von Architekten möchte auf dem Deck des Parkhauses am Stachus einen Kulturdachgarten einrichten. Allerdings bestehen gegen ein solches Projekt noch ernsthafte Vorbehalte, die es auszuräumen gilt

    Auf dem meist leer stehenden Deck des Parkhauses am Stachus will eine Gruppe von Architekten für drei Jahre im Sommer einen Kulturdachgarten einrichten. Die Lokalbaukommission hat strenge Bedingungen gestellt – vor allem, was den Lärm angeht. Auch darf der Dachgarten nur bis 22 Uhr geöffnet werden. Der Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hat die Bedingungen verschärft. Die Beschallung soll noch stärker kontrolliert werden. Auch wurde gefordert, dass der Kulturdachgarten, sollte es nicht möglich sein, die Öffnungszeit auf 22 Uhr zu begrenzen, abgelehnt wird.

    Noch ist das Projekt nicht genehmigt. Wenn aber letzte Nachweise für den Bau an der Adolf-Kolping-Straße 10 vorgelegt und geprüft seien, könne es genehmigt werden, so die Lokalbaukommission. Bauherr Thomas Manglkammer ist froh, dass er endlich soweit ist. „Eigentlich gehört so ein Kulturdachgarten doch in jede Großstadt“, findet er. Ein kleines Slowfood-Restaurant in luftiger Höhe schwebt ihm vor, eine wunderschöne Gartenlandschaft, Holzboden, ein zukunftsorientiertes Solarprojekt.

    Berlin hat den „Klunkerkranich“, auch in Paris und New York gibt es Kulturdachgärten – doch noch nicht in München. In Kulturdachgärten kann man sich gärtnerisch engagieren, so kümmert sich im Klunkerkranich eine Gruppe von Pflanzenenthusiasten ehrenamtlich darum, dass es grünt und blüht. Das Prinzip: Ein Kulturdachgarten ist für alle da. Es gibt keine Privatbeete, der Garten wird gemeinschaftlich genutzt und ist zu den Öffnungszeiten für jedermann zugänglich – ohne Konsumzwang. Man will die Biodiversität erhalten.

    In der Ludwigsvorstadt allerdings gibt es Vorbehalte gegen das Projekt. Denn die Parkhaus-Betreiber versuchen schon seit Jahren, das Parkdeck als geselligen Treffpunkt zu nutzen. Vor zwei Jahren stand ein Biergarten zur Diskussion, die Nachbarschaft lief Sturm dagegen […]

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ludwigsvorstadtisarvorstadt-treffpunkt-in-luftiger-hoehe-1.3848778

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  • Projektbesuche in Augsburg

    (Gu, Projektbesuche)
    In Augsburg-Oberhausen gibt es einige Gemeinschaftsgärten. Es ist ein Stadtteil mit sehr wenig grün und sehr wenigen Plätzen, auf denen sich AnwohnerInnen treffen und aufhalten können, Soziale Stadt Gebiet etc.
    Der Nachbarschaftsgarten, den das QM auf dem Platz vor einer Kirche initiiert hat, ist nach einer zweijährigen Bauphase nun seit Mai wieder eröffnet.  Der Vorläufer war genau dort von 2012-2013 (mit einer größeren Fläche). „Aufgrund der positiven Erfahrungen stellt die Eigentümerin nach Fertigstellung der Bauarbeiten an der benachbarten Kirche Teile des Grundstücks dauerhaft dem Gartenprojekt zur Verfügung. Mit dem Kern der ehemaligen Gärtner/innen wird 2016 der Garten neu eingerichtet und eine Struktur der Selbstverwaltung entwickelt.“. Die Fläche gehört dem Liegenschaftsfonds der Kirche, die den Platz für das Projekt herrichtete, einen Zaun und einen Wasseranschluß (und ich glaube auch Strom) finanzierte.
    mein Gesprächspartner (von Urbanes Wohnen, der freiberuflich dort im QM tätig ist) sagte, dass QM in bestimmten Gebieten wichtige Vermittlungsarbeit zu den städtischen Behörden übernehmen kann. Da werden seiner Erafhrung gemäß, mache BürgerInnen nicht ernst genommen. Außerdem sind die ganzen Genehmigungs/verwaltungsverfahren komplex und nervig. Das QM hat sehr gute Kontakte zum Stadtplanungsamt und Erfahrung mit diesen Sachen.
    Das Projekt hat kein Schild und ist auch nicht immer offen. Sie wollen langsam wachsen, die Kerngruppe soll erstmal wieder ankommen und dann soll geguckt werden, wer noch dazu kommen möchte.
    Es gibt ein selbstgebautes Häuschen mit Küche und Toilette drin. Alle zahlen 50 Euro/Jahr. Nächstes Jahr zieht sich das QM raus und es soll ein Verein gegründet werden.
    AUf diesem Blog ist die Entwicklung des Gartens gut nachvollziehbar: http://www.oberhausen-mitte.de/849.html?&tx_t3blog_pi1[blogList][category]=49&cHash=078d22b99607629b3c8d9f9d808f188e

    Das QM hat noch zwei weitere GG an gestoßen. Einen auf der Grünfläche, die zu einem Spielplatz gehört – zusammen mit dem Spielplatzpaten. Dort stehen 12 Big Bags der Stadt und ein Bauwagen und es läuft in Eigenregie der Gruppe. Das andere im verwahrlosten Vorgarten einer Grundschule entstanden. Hier haben Mütter einen Kräutergarten angelegt und es sind Sitzplätz entstanden.
    Die Stadt hat hier einen Platz (Quartierplatz) aus dem Sanierungsgebiet herausgekauft.

    Die Cityfarm mußte letzten Sommer umziehen und ist nun nicht mehr zentral in der Stadt. Man muss wissen, wo sie ist, denn es gibt auch keine Wegweiser. Sie haben ein Grundstück in einem Biotop-Gebiet. Noch können sie neben dem eigentlichen Grundstück die anschließenden Flächen für ihre Schafe nutzen, doch bald sollen auch hier Biotope angelegt werden.
    Sie haben auf dem Grundstück neben Nutztieren (Hühner, Laufenten, Kanninchen, Schafe), eine Werkstatt, eine Küche, eine Bibliothek, eine Sauna, Gewächshäuschen (im Entstehen), einen Ruhe-Pavillion und einen großen Garten (Gemeinschaftsgarten, auch wenn wohl wenige wirklich Lust haben, so richtig im Garten zu arbeiten). Alle machen alles ehrenamtlich bis auf Angebote für Schulklassen, für die es wohl ein bisschen Geld gibt. Sie müssen Pacht zahlen, was sie mit Spenden, Preisen und auch dem Verkauf von selbst vermehrten Saatgut stemmen. Sie schlachten selber (die Kanninchen, in der Outdoorküche; die Schafe bringen sie zum Schlachter). Sie wissen nicht, wie lange sie dort bleiben können.
    Sie sind aktiv im AK urban gardening.

    Der Interkulturelle Garten an der Ballonfabrik ist in der Nähe vom Nachbarschaftsgarten, doch meine GesprächspartnerInnen waren beide noch nie im anderen Projekt. Der IG hat derzeit noch ein paar Parzellen frei. Hier gab es mal ein großes Transparent, was aber wohl dem Vandalismus anheim gefallen ist. Sie haben einen Bieber (!), der den zur Einweihung gepflanzten Apfelbaum niedergemacht hat. Nun versuchen sie das Tier an das andere Ende des Gartens zu locken. Hier steht eine Skaterhalle und Bäume aus dem Garten wachsen an die Außenhaut der Halle, diese sollen die GärtnerInnen entfernen und nun hoffen sie auf den Bieber. Es gibt auch Blindschleichen.
    Ein paar Flüchtlinge sind dabei (über eine Betreuerin), es gibt Arbeitstage, an denen alle mitmachen sollen
    Sie sind nicht vernetzt mit den anderen Gärten, da der Gründer dem AK sehr skeptisch gegenüber steht (da der an die städtische Agenda angeschlossen ist).

    Gemeinschaftsgarten auf dem Dach des Schwabencenters?
    Abends gab es dazu eine Veranstaltung (mit Vortrag von Gu). Das Schwabencenter ist ein Hochausungetüm mit Eigentumswohnungen, Ärzten etc und einer Shopping-Mall (diese ist nur ebenerdig). Auf ein Teil der vielen Dächer versucht eine engagierte Frau einen Gemeinschaftsgarten zu initiieren. Derzeit ist aber völlig unklar, wie es weitergeht, da ein Investor gefunden ist, der aber noch nix unterschrieben hat. Er steht aber dem Projekt oder zumindest einer Dachbegrünung seht aufgeschlossen gegenüber.


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  • Gemeinschaftsgarten Dachfarm in Berlin Wilmersdorf stellt sich der Öffentlichkeit vor

    (Gu, Mail, 30.5.)
    Ende Juni zum „Tag des offenen Dachs“ stellt sich das Projekt vor:
    Entstehen wird eine 1.200 qm große „Dachfarm“ im verglasten Dach des „Internationalen Begegnungszentrums der Wissenschaften“ (IBZ). Hier gründen wir einen Gemeinschaftsgarten, den DACHGARTEN Berlin, sowie ein Zentrum für Forschung und Entwicklung im Bereich gebäudeintegrierte Landwirtschaft, vertikale Farmsysteme und Gebäudebegrünung. Ende nächsten Monats werden wir das Dach erstmals der Öffentlichkeit vorstellen(mehr …)

  • Hildegarten: neues Gartenprojekt für HH St. Pauli auf dem Dach geplant

    (Gu aus alerts, 18.10 und iNfo von Gartendeck)

    „Ein terrassenförmig angelegter Park, der über eine begrünte Rampe zugänglich ist, mit einem Amphi-Theater, Gemeinschaftsgärten, Cafés, Spielgeräten und einer spektakulären Aussicht – der Feldstraßen-Bunker, das graue Wahrzeichen von St. Pauli, bekommt einen Stadtarten aufs Dach. Fast 20 Meter hoch wird der grüne Aufbau, der Hülle für ein ebenso spannendes Innenleben ist: einen großer Kultursaal, der vielfältig genutzt werden kann, mehrere Gästehäuser mit Unterkünften für Künstler, dazu Musikklubs, Ateliers und Proberäume. Die Anwohner, die am Donnerstag auf einer Versammlung über das Projekt informiert wurden, sind begeistert. „Endlich müssen wir St. Paulianer mal nicht ,gegen etwas‘ sein „, sagt Tobias Boeing, der sich seit acht Jahren mit den Themen Architektur, Kunst und Stadtnatur beschäftigt. Er gehört zu der Initiative Hilldegarden, zu der sich Interessierte aus St. Pauli zusammengeschlossen haben, um sich an den bisherigen Planungen des Stadtgartens auf dem Bunker zu beteiligen. Auch bei der Weiterentwicklung der Grünanlage und der Nutzung der Innenräume sind Ideen aus dem Stadtteil gefragt. „Unser Ansatz ist es, den Anwohnern nicht eine fertige Planung zu präsentieren, sondern gemeinsam die bisher ungeplanten Flächen unserer Vision von einer neuartigen Stadtstruktur zu füllen“, sagt er. Deshalb wird demnächst als Treffpunkt und Anlaufstelle vor dem Bunker ein Planungscontainer aufgestellt. Außerdem wird es während des gesamten Projektverlaufs regelmäßig Informations-Veranstaltungen geben. Auch in der Bezirkspolitik findet der 5800 Quadratmeter große Stadtpark auf dem Bunkerdach Zustimmung. „Es ist ein wirklich spannendes Projekt und greift den Wunsch der Bürger nach mehr Grünflächen im Stadtteil auf intelligente Weise auf“, sagt Michael Osterburg, Stadtentwicklungsexperte der Grünen im Bezirk Mitte. Die geforderte Urban-Gardening-Fläche war bei der Realisierung der Rindermarkthalle gleich nebenan wegen zu hoher Kosten auf der Strecke geblieben. Der geplante Stadtgarten soll bereits unten an der Straße, neben dem Eingang zur U-Bahnstation Feldstraße, beginnen. In Form einer sechs Meter breiten, etwa 300 Meter langen Rampe führt er dann an den dicken Mauern entlang nach oben. Allein dieses Park-Band hat eine Grundfläche von rund 2000 Quadratmetern. Gehalten wird die Konstruktion wird von Kragarmen, die im Beton verankert sind. „Wir haben die Rampe bewusst filigran gehalten, um die Ansicht des denkmalgeschützten Bunker möglichst wenig zu verändern“, sagt Architekt Schierwater. Dennoch muss sie extrem stabil sein und eine schwere Last tragen können. Dort wird Erdreich aufgeschüttet, außerdem kommt das Gewicht von Pflanzen und Menschen hinzu. […] Auf dem sogenannten Kragen am Bunkerrand entsteht eine 1800 Quadratmeter große Fläche, die von den Anwohnern und den Schulen aus dem Stadtteil für Urban Gardening und Urban Farming genutzt werden kann – das gilt auch für den 1400 Quadratmeter großen Dachgarten ganz oben, der eine hügelige Topografie erhalten soll. Finanziert werden soll das Projekt, dessen Kosten erst mit Ende der Planungsphase Anfang 2015 feststehen werden, durch die Vermietung der Innenräume.[…] http://www.abendblatt.de/hamburg/article133405429/Dach-des-Feldstrassen-Bunkers-wird-zum-Stadtgarten.html und auch http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bunker-mit-Park-Faszinierendes-Projekt,bunker494.html

    Die Leute vom Gartendeck sind sauer – sie sind weder informiert, noch eingeladen worden. Von den InitiatorInen des neuen Projekts gab es keine Kommunikation mit ihnen.

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  • Dachgarten für und mit Jugendlichen enststeht in Witten

    (Gu, google alerts vom 12.6.)
    „Ein „Urban Garden“ entsteht auf der Dachterrasse des ehemaligen Café Leye in der Bahnhofstraße [in Witten] Die begeisterten Macherinnen suchen noch junge Helfer – nicht nur für die Arbeit mit Spaten und Gießkanne: Tomaten, Möhren und Salat sollen bald in Hochbeeten auf der Dachterrasse des ehemaligen Café Leye wachsen. Unter Anleitung werden Jugendliche den „Urban Garden“ planen, pflegen und das Gemüse ernten. Die Waren sollen dann auf dem Markt zu kaufen sein. Interessierte können sich jetzt für die Arbeit mit den Pflanzen anmelden. […] „Das ist ein Bildungsangebot im Rahmen der Jugendkulturarbeit“, so Dorit Remmert (35) von der Projektfabrik, die die Räumlichkeiten des ehemaligen Café Leye nutzt und beim Urban Gardening mit im Beet sitzt. […] Unterstützt wird der Garten vom Land, das mit 12 000 Euro die Honorarkräfte und Pflanzen finanziert. […]Mitmachen kann jeder zwischen 15 und 27 Jahren. […] Man muss sich verbindlich anmelden.
    Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/witten/salat-und-tomaten-ueber-den-daechern-der-city-id9456169.html#plx1862109595

    Es sind 100m² und sie wollen in Kisten gärtnern.
    „Wenn die Ernte gut ausfällt, sollen die Früchte an einem eigenen Marktstand verkauft werden. Das Urban-Gardening-Projekt ist konzipiert bis zum Jahresende. Mitmachen können rund 15 Jugendliche. Es ist gefördert vom Landschaftsverband mit 12 000 Euro. Es will als Bildungsangebot im geschützten Raum die Natur näher bringen.“
    Quelle: http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/witten/Urban-Gardening-Projekt-will-Jugendlichen-Natur-vermitteln;art939,2389141#plx2043762004


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