Schlagwort: Diakonie

  • GG muss umziehen

    (Gu, alerts)

    Der Gemeinschaftsgarten hinter dem Nachbarschaftszentrum [Delmenhorst] kann nicht weiter genutzt werden. Da das erfolgreiche Gärtner-Projekt nicht enden soll, könnte nun eine neuer Garten angelegt werden.

    Auf der Brachfläche an der Stedinger Straße soll übergangsweise ein Gemeinschaftsgarten im Wollepark entstehen. Das beantragt die Fraktion SPD & Partner.Auf der Brachfläche an der Stedinger Straße soll übergangsweise ein Gemeinschaftsgarten im Wollepark entstehen. Das beantragt die Fraktion SPD & Partner. (INGO MÖLLERS)

    2013 blühte ein Teil des Wolleparks regelrecht auf. Es war das Jahr, in dem hinter dem Nachbarschaftszentrum ein Gemeinschaftsgarten entstand, in dem Bewohner des Quartiers gemeinsam gärtnerten, Gemüse anbauten, sich austauschten. Möglich geworden war das nach dem Abriss des Kur-Bades an der Schwabenstraße. Doch nun hat die Stadt an der Stelle anderes vor, wenn sie anfängt, den Block Westfalenstraße 8 abzureißen. Damit aber weiter gepflanzt, gejätet, geharkt und an der frischen Luft gemeinsam etwas gemacht werden kann, soll nun auf der Brachfläche zwischen Stedinger Straße und Am Wollepark ein neuer Garten angelegt werden.

    Das hat das mit der Nachbarschaftsarbeit betraute Diakonische Werk vorgeschlagen, die Fraktion SPD & Partner hat es aufgegriffen und einen entsprechenden Antrag gestellt, mit dem sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Verkehr im Rahmen seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 15. Januar (17 Uhr, Rathaus), beschäftigen soll. Die Politik wird deswegen eingeschaltet, weil die betroffene Fläche der Stadt gehört, zudem kostet es Geld, dort einen Gemeinschaftsgarten zu bauen. Die Diakonie hat sich schon einmal einen Kostenvoranschlag geholt, demnach würde es wohl rund 24 500 Euro kosten, die Fläche herzurichten, um ein erfolgreiches Projekt fortsetzen zu können.

    https://www.weser-kurier.de/region/delmenhorster-kurier_artikel,-ein-neuer-garten-fuer-den-wollepark-_arid,1797175.html (mehr …)

  • Stadtgarten in Nienburg eröffnet

    (von Shimeles)

    Ein Ort ohne Zäune und ohne Mauern: Diakonisches Werk lädt zum gemeinschaftlichen Gärtnern ein

    Ein Ort ohne Zäune und ohne Mau­ern: In Ni­en­burg wurde am Frei­tagnach­mit­tag der Stadt­gar­ten er­öff­net

    Als einen Ort, der keine Zäune und keine Maunern kennt, bezeichnete Martin Lechler, Superintendent für den Kirchenkreis Nienburg, das neueste Projekt des Diakonischen Werks. An der Weser unweit des „Weserschlößchens“ wurde am Freitagnachmittag der Stadtgarten eröffnet.

    Hinter dem Stadtgarten steckt wie berichtet die Idee, einen öffentlichen Ort zu schaffen, an dem gemeinschaftlich gesät und geerntet und zwanglos verweilt werden kann. Entsprechend rief Lechler Einheimische wie Zugezogene bei der Eröffnung dazu auf, von den Möglichkeiten, die der Stadtgarten bietet, gerne Gebrauch zu machen. Und so ganz nebenbei einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.

    Marion Schaper, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Nienburg und zugleich Ideengeberin, hatte eingangs erläutert, wie es zu der Entstehung des Stadtgartens gekommen ist. Mit dem Stadtgarten würden ihren Angaben zufolge gleich zwei Wünsche erfüllt: einen Ort der Begegnung in so prominenter Lage zu schaffen und gleichzeitig dazu beizutragen, dass die sogenannten Sitzterrassen, die bis dato ein eher stiefmütterliches Dasein fristeten, ein wenig aufzuwerten.

    Diesen Ball griff auch Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes auf. Onkes dankte dem Diakonischen Werk für dessen Engagement und räumte ein, dass man sich vonseiten der Stadt in der Tat noch viel, viel mehr zur Weser hinwenden müsse.

    Stadtgarten-Projektleiterin ist Janna Kunz. Aus ihrem Studium weiß sie, dass die Gemeinschaftsgärten ihren Ursprung in den USA hatten. In New York habe man sich bereits 1996 zusammengetan, um Brachflächen zu gestalten, Stadtteile aufzuwerten und – vor allem – gemeinsam zu gärtnern. Die Projektleiterin lud unter anderem zu folgenden Aktionen ein:

    22. Juli, 14 Uhr: Bau weiterer Pflanzkästen

    27. Juli, 15 Uhr: Siebdruck-Workshop

    9. August, 19 Uhr: Märchenabend mit Heinrich Benjes.

    Möglich wird das Projekt „Stadtgarten“ im Wesentlichen durch die Förderung der „Glücksspirale“.

    Die Harke, 19.06.17

    Mein persönlicher  Eindruck:

    der Garten liegt direkt an der Weser, am Fahrradweg, hoch gelegen mit sehr schönen Ausblick.

    Gärtnerisch ist da wahrscheinlich schwierig wegen der Beschattung durch die vielen großen Bäume.

    Die Startbedingung ist gut: die  koordinationsstelle ist für 3 Jahre finanziert, viele Kooperationspartner  wirken mit.

    Der  Garten „Neue Erde“ wird auch durch die neue Koordinatorin, Janna  übernommen.

    Die Initiativgruppe hat bereits mehrere Aktionen für den Sommer geplant. Siebdruckworkshop gehört dazu.

    Janna kommt mit zwei anderen Gartenmitglieder nach Berlin zu unsere Siebdruckbauworkshop und danach wollen sie selbst in ihrem Garten selbst bauen!

    Janna ist auch die neue Vereinsvorsitzende der Internationalen Stadtteilgarten in Hannover.


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  • 40.000 Euro für GG in Völkingen

    (Gu, alerts)

    Derzeit werden Wurzeln entfernt, Wege angelegt, eine Wasserleitung installiert. Dann werden Bäume und Sträucher gepflanzt und Zäune gezogen. Ende März oder Anfang April startet das eigentliche Gärtnern.

    Nur selten gehen symbolische Spatenstiche so flott über die Bühne. Bei den eisigen Temperaturen, die am Mittwochnachmittag herrschen, werden keine langen Reden gehalten. Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) dankt allen Beteiligten, wünscht viel Erfolg und fragt, ob noch jemand etwas sagen möchte. Niemand meldet sich. Also machen sich die Kooperationspartner ans Werk: Neben dem Völklinger Verwaltungschef greifen Pfarrerin Rita Wild und Astrid Klein-Nalbach vom Diakonischen Werk an der Saar zum Spaten. Nach wenigen Minuten ist der offizielle Teil beendet.

    Die Gartenfreunde, die hier im Frühjahr die Regie übernehmen, werden sicher länger bleiben. Im ehemaligen Pfarrgarten an der Völklinger Versöhnungskirche entsteht auf etwa 900 Quadratmetern ein interkultureller Nachbarschaftsgarten. Neben Pflanzen soll dort auch die Gemeinschaft wachsen und gedeihen. Mittel- bis langfristig soll die Anlage in Selbstorganisation der Nutzer betrieben werden.

    Neben dem Standort steht auch schon fest, woher die Betreiber kommen. Die Förderprogramme „Soziale Stadt“ und „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) geben die Grenzen vor. Bewohner der Nördlichen Innenstadt erhalten die Möglichkeit, Blumen, Gemüse und Kräuter anzubauen. Zunächst muss jedoch das Gelände, das lange brach lag, vorbereitet werden. Mit dem symbolischen Spatenstich fiel nun der Startschuss für die Herrichtung des Gartens.

    Die Gesamtkosten dieser vorbereitenden Maßnahme, die vom Fenner Büro Agsta Umwelt zusammen mit den potenziellen Nutzern geplant wurde, belaufen sich auf rund 40 000 Euro. Es gibt einen Zuschuss, der Eigenanteil der Stadt beträgt etwa 13 000 Euro. Die Landschaftsbaufirma Karl-Josef Holz aus Lebach hat Anfang der Woche mit den Arbeiten begonnen: Sie entfernt Wurzeln, legt Wege an, installiert eine Wasserleitung mit entsprechenden Zapfstellen. Anschließend übernehmen Ein-Euro-Jobber des BIWAQ-Projekts gemeinsam mit den künftigen Nutzern die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern sowie die Erneuerung der Zäune.

    Ende März oder Anfang April startet dann das eigentliche Gärtnern. Neben dem Gemeinschaftsbereich sind Parzellen geplant, die in Eigenregie bearbeitet werden. „Wir sind im Moment acht Nutzer“, sagt Dieter Schumann vom Diakonischen Werk. Neben fünf Flüchtlingsfamilien und zwei Einzelnutzern wird auch das BIWAQ-Projekt eine Zelle bewirtschaften. Die zukünftigen Betreiber treffen sich bereits regelmäßig, zur Zeit wird eine Gartensatzung erarbeitet.

    […]

    Zum Thema: Hintergrund Ein erstes Info-Treffen zum geplanten Nachbarschaftsgarten gab es vor rund einem Jahr. Verschiedene Gremien diskutierten in der Folgezeit über Gestaltungs- und Organisationsfragen. Im September billigte der Stadtrat eine Nutzungsvereinbarung zwischen Stadt, Diakonischem Werk an der Saar und evangelischer Versöhnungskirchengemeinde Völklingen. In dem Vertrag sind die Zuständigkeiten der Kooperationspartner geregelt: Die Kirchengemeinde stellt das Grundstück unentgeltlich zur Verfügung. Die Stadt übernimmt die Herrichtung und Erstausstattung des Geländes. Und das Diakonische Werk organisiert den Betrieb des Gartens.

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/voelklingen/voelklingen/Voelklingen-Baeume-Ein-Euro-Jobber-Fruehling-Gartenfreunde-Spaten-Staedte-Wasserleitungen;art446743,6358665


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  • Spatenstich für IG Völkingen kann kommen

    (Gu, alerts)

    Auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrgartens, der sich von der Moltkestraße aus gesehen rechtsseitig der Versöhnungskirche befindet, ist im Programmgebiet „Soziale Stadt – Nördliche Innenstadt Völklingen“ ein interkultureller Nachbarschafts-garten geplant. Nachdem dieses Projekt vor allem im Ortsrat Völklingen für einigen Diskussionsstoff sorgte, wurde die für den Bau und den ordnungsgemäßen Betrieb sowie die Unterhaltung des Gartens notwendige Nutzungsvereinbarung zwischen den beteiligten Vertragspartnern – dem Diakonischen Werk, der evangelischen Versöhnungsgemeinde und der Stadt Völklingen –  am 8.9.2016 vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt und am 13.9.2016 vom Stadtrat Völklingen einstimmig beschlossen.

    Planentwurf des Nachbarschaftsgartens (Grafik: Stadt VKL)
    Planentwurf des Nachbarschaftsgartens (Grafik: Stadt VKL)

    Damit kann nach der Ausschreibung der Startschuss fallen, sodass noch in diesem Jahr mit der Herrichtung des Geländes begonnen werden kann. Verwaltet und unterstützt wird der künftige Betrieb des Nachbarschaftsgartens durch das vom Diakonischen Werk vertretene Programm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier). Dessen Mitarbeiter freuen sich  auf eine Zusammenarbeit mit den Bürgern, die Interesse haben, den Garten künftig gemeinsam zu bewirtschaften. (mehr …)

  • in Recklinghausen entsteht der VestGarten

    (Gu, Workshops, Antrag, Antworten auf Fragen)
    Im September 2015 organisierte der Initiator des GG zusammen mit der VHS im Rahmen der Aktivitäten der LA21 drei Veranstaltungen zum Thema urbanes Gärtnern. U.a. fand eine Bustour zu bestehenden GGs im Ruhrgebiet statt – und die TN wollten dann auch so ein Projekt in Recklinghausen. Sie haben 40 Interessierte im Verteiler, der harte Kern besteht aus 15 Leuten. Auf einer pachtfreien Fläche des Ökumenischen Zentrums Arche (Nutzungsvertrag und das OK des Bistums in Münster liegen vor) legen sie seit Ende APril 2016 auf 1000m² einen GG an – die Fläche für die Gemüsebeete ist dabei zunächst 140m².
    Wegen vieler Kanninchen und einem nicht ganz sauberen Bodens wollen sie in Hochbeeten gärtnern. Es soll Palettenbeete geben und außerdem höhenflexibel verstellbare Hochbeete (in einer Nut geführte, herausnehmbare Planken aus zersägten Paletten), um Anpassungen an die absinkende Beetfläche, an unterschiedliche NUtzerInnen und die Höhe der Pflanzen machen zu können. Die Beet werden in Zusammenarbeit mit den Werkstätten des Diakonischen Werks erstellt. Sie wollen auch mit dem „selbsbewässernden“ Beet, was mal für das Allmende-Kontor gebaut wurde, experimentieren.
    Für die Wasserevrsorgung müssen sie anfangs noch Trinkwasser (Kirche) nutzen, wollen dann aber Regenwasser einer nahen Turnhalle nutzen, brauchen dafür aber noch die Zugangsberechtigung für das Schulgelände.
    Interessant ist auch, dass sie eine Konstruktion bauen wollen, die als Tisch und dann aufgeklappt als Stauraum genutzt werden kann – was wieder in Kooperation mit dem Diakonischen Werk laufen soll. Finanzieren wollen sie das Projekt, neben einer Förderung von uns, durch Spende, Zuwendungen anderer und Eigenleistungen (Gartenfeste z.B.). Wassergeld ggf durch Umlage auf die GärtnerInnen.

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  • 2 neue Gärten in Wuppertal

    (Gu, Mail, 20.9.)

    unklar, ob es sich hier um Gemeinschaftsnutzgärten handelt – habe ich per Mail noch gefragt (noch keine Antwort)

    […]Karlsplatz in Wuppertal, einem sehr zentralen Platz, der aber schon schönere Zeiten gesehen hat und inzwischen viel von Randgrppen genutzt wird, die ersten Schritte zum nächsten und grlößer angedachten Gartenprojektes getan. Im Juli hat der Verein NANK, dessen Vorsitzende ja Christine Nordmann ist, hier die Blumenkübel mit Gemüse & Co. bestückt. Dies ist der erste, wirklich offene Garten in Wuppertal und dient in erster Linie dazu, das Thema Urban Gardening in die Öffentlchkeit zu tragen.

    Es hat viele, viele Gespräche mit den Bürgern seither gegeben und jeglichen Unkenrufen getrotzt – er ist nicht von Vandalen heimgesucht worden sondern steht unter liebevoller Beobachtung der Menschen, die ihre Tages- und Nachfreizeit auf dem Platz verbringen. Die Hausdame des angrenzenden Einkaufszentrums hilft gießen und die Geschäftsführung des Zentrum hat selbst mit Hand angelegt, als einmal kiloweise Taubenfutter in die Tröge geschüttet wurden und eigenhändigt die Körner entfernt.

    Wir haben bei solchen Auswirkungen eine schöne innere Freude.

    Als zweites Projekt möchte ich Ihnen ein Projekt an der Diakoniekirche, einen Steinwurf vom vorgenannten Karlsplatz entfernt, melden. Hier entsteht ein Nachbarschaftsprojekt, das von zwei Betreibern ins Leben gerufen wurde. Das Gelände mit ca. 1000 qm wird von der Diakonie zur Verfügung gesteltt.

    Betreiber des Gartens ist einmal der Verein Stadtmission e.V. und zum anderen die Selbsthilfegruppe Kräuter aus Wuppertal, die in liebevoller, zeit- und kraftintensiver Arbeit das verwilderte und als Hundeklo und Mülleimer genutzte Grundstück in eine wirklich schöne Oase umwandeln. Der Garten nennte sich daher auch ‚Inselgarten‘ (mehr …)