(Besuch)
Der GG „Die Wiese“ in Nürnberg befindet sich hinter einem hohen, bunt bemalten Zaun in einem Wohnviertel. Auf dem Tor steht zwar der Name des Projekts, aber nicht, dass es sich um einen Gemeinschaftsgarten handelt. Nett ist, dass es ein selbstgebautes Konstrukt gibt, mit dessen Hilfe man über den Zaun gucken kann, wenn das Tor zu ist.
Dahinter ist eine Fläche mit Bäumen, Erd- und Hochbeeten, begärtnerte Bäckerkisten, einer Komposttoilette, einer Outdoorküche, Bienen, Bauwägen und Schuppen, viel Platz für Veranstaltungen. Es gibt auch einen Maler und eine Band, die angrenzende Räume nutzen, die über das Gelände betreten werden.
Die Gartengruppe hat auch ein Lastenrad.
Recht neu ist ein „Food-Cube“, eine kleine Aquaponic Anlage, die bald mit Fischen besetzt werden wird. Sie haben Strom und Wasser ausm Hahn (nutzen aber zunächst Regenwasser, das an zwei Stellen gesammelt wird). Dank des Stromes können sie auch Foodsharing-Punkt sein.
Im verteiler sind 35 Leute, jeden Tag findet sich jemand der/die gießt.
Sie machen einmal pro Monat ein Fest, haben Flohmärkte, es gibt Yoga.
Sie nutzen die Ernte gemeinsam und kochen auch mit den Foodsaving Produkten (mehr …)
Schlagwort: Die Wiese Nürnberg
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Nürnberg: Foodcube und Foodsharing bei der Wiese
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Nürnberg: Insekten im Fokus beim GG „Die Wiese“
(Antrag und Antworten)
Der GG „Die Wiese“ in Nürnberg ist ein weiteres Gemeinschaftsgartenprojekt von Bluepingu (wie auch der Stadtgarten)
„Die Wiese“ von Bluepingu e.V. in der Nürnberger Südstadt ist eine grüne Aufenthalts- und
Aktionsfläche, ein Mutmacher-Ort, ein Obst- und Gemüsegarten und eine inklusive Oase für alle im
Viertel und darüber hinaus.Die Wiese möchte aktiv gegen das
Wildbienensterben arbeiten und den Insekten eine insektengerechte Umgebung bieten. Dabei ist
das Ziel vor allem den Wildbienen, aber auch vielen weiteren Insekten, wie Hummeln, Wespen oder
Florfliegen, einen Nist-Ort und insektengerechte Bepflanzung zu bieten, sodass sie angezogen
werden, sich bei uns fortpflanzen und ernähren können.
Konkret wollen wir hierfür gemeinsam ein größeres, bepflanztes Insektenhotel bauen, in welchem
verschiedene Insektenarten unterkommen können. In unmittelbarer Nähe dieses Insektenhotels
wollen wir ein „Bienenbuffet“ errichten, also ein großes Blumenbeet mit insektengerechten Blumen
und Bienenweide.
Da es nicht genügt, dass die Wiese innerhalb bepflanzt wird, wollen wir unser neues Parklet in der
Peter-Henlein-Straße 1 ebenfalls mit insektenfreundlichen und auch schön aussehenden Blumen
bepflanzen, so dass es sich Menschen aus der Nachbarschaft als auch Insekten auf unserem
Parklet gemütlich machen können und sich wohlfühlen.
Unsere Radambulanz kommt bei Besucher*innen der Wiese und bei unseren Fahrradwerkstatt-
Tagen immer wieder gut an. In der Zwischenzeit fehlte unserer Radambulanz jedoch der passende
Stellplatz. Damit die Ambulanz lange erhalten und in einem guten Zustand bleibt, errichten wir einen
wetterfesten Unterstand für die Radambulanz auf der Wiese, wo sie an regnerischen Tagen
geschützt stehen und auch überwintern kann.
Weiterhin fallen hier und da immer wieder Erledigungen und Reparaturen an. Unser selbstgebautes
Kompostklo wird beispielsweise häufig genutzt und braucht dementsprechend viel Aufmerksamkeit
und Erneuerungen.Die Gruppengröße genau zu bestimmen, ist aktuell schwierig, da durch die Onlinemeetings (v.a. im Winter / Frühjahr und bis in den Sommer hinein) einige Personen weggeblieben sind, die jedoch trotzdem für sich aktiv auf der Wiese sind. Zudem kann ich nicht genau sagen, wen man alles dazu zählen kann… Der aktive Kern beläuft sich aktuell schätzungsweise auf ca. 20 Personen. Wir gießen, füttern die Fische, pflanzen, putzen, öffnen unsere Tore, unterhalten uns mit Nachbar*innen und alles was so dazu gehört. Des Weiteren wird die Wiese aktuell von unterschiedlichsten Gruppen genutzt, wie den anderen Bluepingu-Initiativen, einem Chor, Familien mit Kindern oder auch Kindergruppen, und weiteren, diese sind jedoch nicht immer bzw. zwingendermaßen bei unseren regelmäßigen Treffen dabei.
Bei offenen Festen (Sommerfest, Herbstfest, … ) waren auch schon mehr als 50 Personen da, allerdings konnten solche Feste schon seit längerem nicht mehr stattfinden… Auch Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen zählen zu unseren aktiven Mitgliedern und bringen sich ein. Wir nennen uns aber integrativer Garten vor allem, weil wir offen dafür sind, alle Personen, unabhängig von Herkunft, körperlichen, geistigen oder sonstigen Beeinträchtigungen in unserem Garten willkommen zu heißen.
Zu dem Insektenhotelworkshop (der leider wetterbedingt verschoben werden
musste):
Diese Workshops sind unabhängig von dem Insektenhotel für die Wiese. In diesen Workshops erzählt der Gerd (Imker und Insektenexperte) den Teilnehmenden etwas zu den Insekten in unserem Umfeld und im Anschluss werden (in der Regel 5) kleine Insektenhotels zum Aufhängen gemeinsam gebastelt, meist aus Holz, Schilf und einer alten Dose, welche die Teilnehmenden am Ende mitnehmen. Zur (für Teilnehmende kostenfreien) Durchführung dieser Workshops haben wir vom Agenda21-Büro der Stadt Nürnberg etwas Geld erhalten.
Das Insektenhotel in diesem Antrag soll auf der Wiese bleiben und etwas größer werden. Ich (Karina) habe mal eine Idee aufgemalt und hänge sie einfach der Mail an, dann kann man sich darunter evtl. etwas mehr vorstellen. Im oberen Teil wollen wir die „Wohnfläche“ anlegen und im unteren Teil soll etwas blühen, wir haben an Schubladen gedacht, die man ausziehen und bepflanzen könnte, daher wollen wir einen alten Schrank gebraucht anschaffen und upcyclen. Neben dem Insektenhotel soll dann ein Beet aufblühen, damit ist das „Insektenbuffet“ gemeint.
Unser Parklet steht in der warmen Saison auf zwei Parkplätzen in unmittelbarer Nähe der Wiese, über den Winter wird es abgebaut und im nächsten Jahr wieder an gleicher Stelle aufgebaut.
Damit die Wiese aktiv und bestimmte Bereiche betreut bleiben, haben wir für diese Bereiche Rollen verteilt. Zusätzlich gibt es noch Dienste, die wir monatlich aktualisieren. Damit können wir gewährleisten, dass sich immer jemand um die Dinge auf der Wiese kümmert. So trage ich aktuell mit dem Gerd gemeinsam den „Insekten-Hut“, daher werden wir uns um die Instandhaltung, Bepflanzung und Pflege der insektenspezifischen Bereiche kümmern. Wir haben auch Werkzeugwärter, Planungsfans, Pflanzbeauftragte, einen Kompostklo-Dienst, Radl-Fans, eine Gartensprecherin, usw.
Beteiligen an den Bauaktivitäten kann sich jede Person, die Lust darauf hat. Wenn wir im Planungstreffen einen Termin festlegen, klären wir meist ab, ob das etwas für uns intern ist, oder ob wir daraus eine größere Veranstaltung machen wollen. In jedem Fall aber kommt meist eine Gruppe an Personen zusammen und baut die Dinge als Teamaktivität. Eine oder zwei Personen haben den „Hut“ auf und koordinieren die Bauaktivität, und besorgen auch vorher die Materialien. Die Tore stehen zudem immer offen, sodass interessierte Personen direkt reinkommen können.
Unsere Gartengeräte sind entweder in unserem Bauwagen oder unserem Schuppen untergebracht. Beide wurde erst vor kurzen wieder entrümpelt und geordnet. Hier sind unsere Gerätschaften und Werkzeuge wettergeschützt untergebracht und können dort auch überwintern.