Schlagwort: Dorf

  • Ziegenhagen: Dorfgemeinschaftsgarten hat neue Koordinatorinnen

    (Antrag, Antworten)

    2024 hatte der Garten/die Gruppe es nicht geschafft, die abgelaufene Gemeinnützigkeit zu verlängern, dann ging die Hauptkkordinatorin woanders hin. Nun haben sich zwei Frauen aus der Gartengruppe gefunden, die den Garten koordinieren und Anträge stellen.

    Der Garten ist naturnah mit Blühflächen, Insektenhotels und Schutzecken für Kleintiere und Insekten angelegt.

    Wir organisieren die Anzucht der Jungpflanzen selbst. Hierfür kooperieren wir soweit möglich mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Von einigen Pflanzen haben wir selbst Saatgut gewonnen und möchten das noch ausbauen.

    Das Jahr 2024 war für den Gemeinschaftsgarten ein Jahr mit Veränderungen.

    Jutta und Karin, zwei engagierte Gründungsmitgliederinnen, haben sich aus privaten Gründen zurückgezogen. Sie sind in Ihrem beruflichen Umfeld zu sehr beschäftigt bzw. mit ihrem Privatgarten komplett ausgelastet.

    Das geplante Kochen mit den Kindern und das Kohlessen mit den Landfrauen hat aus Mangel an Interesse seitens der Kinder und Landfrauen in 2024 leider nicht stattgefunden. Aber die Kürbisse zum Schnitzen zu Halloween haben die Kinder gerne und mit Freude genommen.

    Es fand ein Flohmarkt beim Dorfgemeinschaftshaus unter Beteiligung einiger Gärtnerinnen statt. Wir konnten zwei neue Mitgärtner*innen gewinnen und arbeiten daran, weitere Dorfbewohner*Innen zu begeistern.

    Wir sind derzeit 11 Menschen, von denen drei aber aus Altersgründen nicht mehr bei allem mitmachen können. Trotzdem übernehmen sie noch Aufgaben wie das Führen der Barkasse, das tägliche Gießen der Anzucht im Gewächshaus oder Arbeiten im Sitzen. Dafür sind wir sehr dankbar.   

    Es gab einige Anfragen nach „privaten“ Beeten, die wir jedoch abgelehnt haben, da wir uns explizit als Gemeinschaftsgarten verstehen.

    Wir treffen uns weiterhin am Mittwoch (wer kann) und am Samstag (alle) im Garten und besprechen die anfallenden Arbeiten. Samstags gibt es ab und zu Kaffee und Kuchen nach der Gartenarbeit, und es kommen manchmal interessierte Gäste aus dem Dorf einfach so vorbei. 

    Ab und zu kommt jemand von der Kerngruppe unter der Woche dazu, ein paar Stunden spontan im Garten zu arbeiten.

    Wir haben uns Gärtner*innen verschiedene Themen zugewiesen, auf die jede*r besonders achten wird, damit die anderen eine Ansprechperson haben:

    ·        Saatgutbeschaffung

    ·        Anzucht

    ·        Kompost

    ·        Gewächshaus gießen

    ·        Hütte ordnen

    ·        Rasen mähen

    ·        Gründüngungsbeete


    Wenn jemand in Urlaub geht oder krank ist, vereinbaren wir Vertretungen.

    Saatgut für 2025 haben wir aus privaten Mitteln vorfinanziert. Demnächst müssen wir eventuell noch Gartengeräte nachkaufen, da mit den zwei Gärtnerinnen demnächst auch Geräte den Garten verlassen werden.

      

    Auch diesen Sommer soll weiterhin die Ernte über unserem Eigenbedarf den Dorfbewohner*innen gegen eine Spende an der Straße angeboten werden.

    Auch die Ernte des außerhalb des Dorfes liegenden Bio-Kartoffelackers (Projekt der AG Nachhaltiges Ziegenhagen) wird vor dem Tor des Gemeinschaftsgartens an die Dorfbewohner verkauft. Dadurch bekommt der Gemeinschaftsgarten noch mehr Aufmerksamkeit im Dorf.

    Wie viele (Gemüse)Beete gibt es und wie groß sind diese?
    Es gibt 4 Quadranten A, B, C, D mit jeweils 10 bzw. 11 Gemüsebeeten, also insgesamt 42 Beete und eine Kräuterspirale in der Mitte. Die Beete sind alle ca. 75 cm breit und die unteren Beete sind ca. 8-10 m lang, die oberen (B und C) etwas kürzer. Unsere Wege sind ca. 40cm breit. Auf dem Quadranten C bauen wir in diesem Jahr vor allem Gründüngung und Wildblumen an.

    Wie macht ihr auf den Garten und die Mitmachmöglichkeiten aufmerksam, wie bekannt ist der Garten in Ziegenhagen?
    Ein Wort zum Dorf selbst. Ziegenhagen hat ca. 600 Einwohner und ist ein „Sackgassendorf“, kein Durchgangsverkehr. Es gibt keine Geschäfte zum Einkaufen und nur wenige selbständige  Betriebe.

    Diese außergewöhnliche Lage macht es interessant für engagierte Menschen, die einen besonderen Ort zum Leben suchen. Daher gibt es auch Interesse an einem Gemeinschaftsgarten, was eher ungewöhnlich ist für einen Ort mit überwiegend Einfamilienhäusern, welche fast alle über einen privaten Garten verfügen.

    In Ziegenhagen kennt praktisch jede und jeder den Gemeinschaftsgarten, denn er liegt sehr präsent mitten im Ort an der Straße, und ist direkt auf dem Holzschild über dem Eingang erkennbar.

    Es gibt ein Kästchen mit einer Info-Postkarte am Eingangstor, die zum Mitmachen einlädt. Viele Menschen im Ort äußern immer wieder, sie würden ja gerne kommen, wenn sie nur Zeit hätten.  

    –       Mit welchen Gruppen kooperiert ihr/können auch Gruppen den Garten nutzen?
    Über die AG nachhaltiges Ziegenhagen sind wir immer im Gespräch mit Anderen, werben Menschen zum Mitmachen. Weiter gibt es auch Signal Dorfgruppen, in denen wir im Kontakt mit anderen Dorfbewohnen suchen.
    Der Kontakt mit den Landfrauen wurde wiederholt angeknüpft, war jedoch bislang nicht so fruchtbar. Wir haben Kontakte zum Landwirt, der die Kartoffeln für das Dorf anbaut.
    Wir kooperieren mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Wir wollen Kontakt aufnehmen zu der Saatgut-SoLawi für SoLawis, von denen eine direkt in Witzenhausen entstehen soll.
    Es gab schon Geburtstagsfeiern im Garten und wir sind offen für Gruppen, die den Raum nutzen möchten. Den Kontakt zum Kindertreff und zu den Landfrauen werden wir halten und einen neuen Versuch starten.  

    –       Wie groß ist die Kerngruppe, sind das die 11 Menschen? Sind auch Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte im Garten dabei?

    Die Kerngruppe sind momentan 11 Menschen, ja. Wir haben in Ziegenhagen nur eine sehr begrenzte Anzahl von Menschen mit Migrationsgeschichte. „Unser Syrer“ hat selbst einen großen Permakulturgarten vor dem Haus seiner WG. Von der ukrainischen Familie kam noch kein Interesse, möglicherweise lieg das am Alter (Jugendliche) und an der Gesundheit (Senioren) oder der Sprache. Die meisten von uns sind jedoch innerdeutsche bzw. europäische Migranten, ein sehr aktives Paar aus den Niederlanden, zwei aus Berlin, eine aus dem Rhein-Main-Gebiet, zwei  vom Niederrhein, etc.   

    –       Wie hoch sind die Spendeneinnahmen im Schnitt? Welche anderen Finanzierungsquellen habt ihr? Macht ihr z.B. Veranstaltungen mit Spendenbox für den Garten? Habt ihr lokale Unternehmen nach Unterstützungsmöglichkeiten gefragt? Könnte eure Mitgliedsbeitrag für den Trägerverein nicht doch auch für die Ausgaben des Gartens genutzt werden? Oder wäre es möglich, dass die Gärtner*innen sich doch auch an den Kosten beteiligen?

    Wir haben uns bisher v.a. auf die Anstiftung und auf die Einnahmen aus dem an der Straße angebotenen Gemüse verlassen. An Spenden kamen in den letzten beiden Jahren im Schnitt ca. 220€ zusammen. Wir haben bisher keine Veranstaltungen gemacht. Im Moment sieht sich die Gartengruppe dazu nicht in der Lage. Das kann sich aber wieder ändern.

    In Ziegenhagen gibt es einen Verlag und mehrere Landwirte sowie Ferienunterkünfte. Den Verlag haben wir angefragt, aber bislang nichts bekommen. Jede/jeder Gärtner*in hat schon immer einen persönlichen Beitrag eingebracht im Form von Pflanzenspenden, Geräten, Geschirr, Besteck, Handtüchern und allem, was im Garten gebraucht wird.
    Den Verein Nachhaltiges Ziegenhagen können wir mal fragen, ob wir unsere Beiträge auch für den Garten ausgeben dürfen. In diesem Jahr sammeln wir tatsächlich schon 30€ pro Gärtner*in ein, um unsere Kosten zu decken.

    –       Seid ihr auf nebenan.de aktiv, darüber bekommen manche Gärten auch einiges an Materialien

    nebenan.de ist eine gute Idee. Für unser Dorf und ein paar umliegenden Dörfer gibt es das erst seit knapp zwei Jahren und die Seite ist noch nicht sehr belebt.
    Wir haben in den letzten Jahren Materialien und Dienstleistung „auf Zuruf“ oder vom Verpächter bekommen, z.B. die Reparatur der Dachrinne, Schilderstöcke oder Holzhackschnitzel für die Wege. Wir werden uns abstimmen, ob wir auf nebenan.de aktiver werden können.

    –       Was passiert mit der Ernte (die ihr nicht spendet)?

    Die Ernte ist primär für den Eigenverbrauch. Verstärken wollen wir die Vorratshaltung für den Winter. Dazu sind wir auf der Suche nach besseren Lagermöglichkeiten.

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  • Milmersdorf: GG als Begegnungsort im Dorf

    (ANtrag, Antworten)
    Im GG Hildegard von Bingen gibt es schon 8 Hochbeete und ein Schuppen wird gebaut. Schulkinder, Kitakinder, Senior*innen und andere Dorfbewohner*innen sollen und wollen hier zusammen gärtnern.

    Die Gruppe der Planung varriert, da sowohl Kinder der Schule und auch Erwachsene mit beteiligt sind. Der feste Kern der Planung sind so 5 -10 Personen. Im Garten werden unterschiedlich viele Personen gärtnern. Es werden die Schulklassen und auch die Kitagruppen beteiligt sein. In der Schule sind derezeit 66 Kinder und in der Kita ca 100 Kinder. Die Interessengemeinschaft Dorfleben besteht aus 3-5 Frauen. Diese werden sich konstant um den Garten kümmern. Das Seniorenheim und die Bewohnern des Dorfes sind ebenfalls eingeladen zu gärtnern. Wie viele am Ende mitmachen, kann derzeit nicht gesagt werden. 
    Die Hochbeete wurden von unseren Gemeindemitarbeitern aufgebaut. Der Schuppen wird ebenfalls von der Gemeinde aufgebaut. Das befüllen der Beete wird mit den Kindern der Schule und der IG Dorfleben stattfinden. 
    Eigene Beete gibt es nicht. Es stehen derzeit acht Beete im Garten die von allen zusammen bewirtschaftet werden. Je nach Bedarf und Interesse. Die Schule und die Kita werden sind im Rahmen einzelner Projekte einbringen und diese in Absprache mit der IG Dorfleben durchführen. Die IG Dorfleben wird dann den Garten für interessierte DorfbewohnerInnen öffnen. Wie es im einzelnen aussieht, kann ich Ihnen noch nicht sagen. Das wird sich im Laufe der Zeit finden. Wenn der Bedarf so groß ist, dann wollen wir den Garten noch erweitern. Erst mal fangen wir mit acht Beeten an. 
    Die Geräte werden alle im Schuppen untergebracht. Dieser wird abgeschlossen und die Schlüssel an Schule, Kita, Gemeinde und IG Dorfleben verteilt. Nachts wird der Garten und der Schuppen abgeschlossen. 
    Bisher versuchen wir den Anfang mittels Förderungen zu erzielen. Die Zeit wird langsam knapp und ich denke einige Pflanzen müssen wir dieses Jahr schon vorgezogen kaufen. Saatgut kann dann aus den bestehenden Pflanzen entnommen werden und für das nächste Jahr verwendet werden. Weiteres Saatgut oder Pflanzen muss dann durch Spenden von den Beitligten eingeholt werden. 

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  • Ziegenhagen: GG hat neue Kooperationen und Anknüpfungspunkte gefunden

    (Antrag, Antworten)

    Mit der fünften Gartensaison geschieht einiges Neues auf dem Gelände.

           Die Weichen für eine Kooperation mit der örtlichen Eltern-Kindgruppe „Kindertreff“ sind gestellt. Um Kinder und junge Eltern im Gemeinschaftsgarten willkommen zu heißen und zu einer Mitarbeit einzuladen, sind dieses Jahr 2 Beete reserviert, damit Kinder selbst gärtnerisch aktiv werden können.

           Zwei Frauen aus dem Gartenteam sind Mitglieder bei den Gruppe der Landfrauen geworden. Die örtliche Gruppe der Landfrauen veranstaltet jedes Jahr ein Kohlkopf-Essen. Dieses Jahr wird der Kohl dafür im Gemeinschaftsgarten angebaut.

           Das Market-Garden Konzept, das zwar bereits eingeführt war, jedoch nicht von allen konsequent umgesetzt wurde, wird in diesem Jahr endlich zur Erleichterung aller wirklich durchgängig angewendet.

           In den vergangenen Jahren haben wir immer auf einem Viertel der Fläche Kartoffeln angebaut. In diesem Jahr startet nun auch auf Anregung unseres Teams ein neues Projekt im Dorf: der Dorf-Kartoffelacker. Auf einer Fläche von 2.500 m², die ein ortsansässiger Bio-Landwirt zur Verfügung stellt, werden von einem eigenständigen Team Kartoffeln für das Dorf angebaut. Wir freuen uns riesig darüber!

           Seit Anfang des Jahres sind nun zwei Frauen aus dem Team „Projektköpfe“. Dies hat sich bereits bewährt und zu Entlastung geführt.

           Auch haben wir zwei Menschen im Team, die sich um eine professionellere Anbauplanung kümmern. Für diese wird sehr vereinfacht die Planung aus einer regionalen SoLaWi übernommen.

           Für unser Team, für die Zusammenarbeit mit der Eltern-Kind-Gruppe und die Landfrauen, aber auch für interessierte Gäste, möchten wir eine gute und dauerhafte Beschilderung der Beete und Anbauflächen erstellen.

    Es gibt weiterhin zwei feste Gartentermine in der Woche an denen gemeinsam gegärtnert wird und zu denen auch Neue eingeladen sind. Einmal in der Woche machen wir einen Rundgang, bei dem wir besprechen, welche Arbeiten im Laufe der Woche anliegen.

    Die Anbauweise ist organisch biologisch – das verwendetet Saatgut biozertifiziert und samenfest (reproduzierbar). Der Garten ist naturnah mit Blühflächen, Insektenhotels und Schutzecken für Kleintiere und Insekten angelegt.

    Wir haben die Anzucht der Jungpflanzen selbst organisiert, hierfür kooperieren wir teilweise mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Von einigen Pflanzen haben wir bereits im ersten Jahr selbst Saatgut gewonnen.

    Ja, Sie sprechen ein sensibles Thema an. Menschen dauerhaft an den Garten zu binden bez. die Kerngruppe zu vergrößern ist ein Prozess…..

    Unsere Kerngruppe umfasst zu Zeit 7- 8 Menschen. Ca. 5 weitere Menschen flattern rein und raus. Unverbindlich, aber doch interessiert.

    Fluktuation ist eigentlich nicht unser Problem. Ja, einzelne Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen gegangen. Die Kerngruppe ist aber seid Jahren stabil. Sich für weiter Menschen zu öffnen und aktiv Menschen zu motivieren im Garten mitzuwirken ist daher jetzt dran. 

    Wir gehen auf Kindertreff und Landfrauen zu um die Kern und Gründungsgruppe zu verstärken, aber auch um die Vernetzung im Dorf voranzubringen. Die Landfrauen sind im ländlichen Raum nicht wegzudenken. Sie sind Multiplikatoren im Dorf und haben den Auftrag das Wissen für eine gute, gesunde Ernährung weiterzugeben. Ich bin davon überzeugt das wir mit unserem regenerativen, biologischen Anbaukonzept da weiterhelfen können ;-).   

    Akzeptanz für den Gemeinschaftsgarten ist erst jetzt, nach einigen Jahren, im Dorf da. Der Garten liegt mitten im Ort. Neugierig verfolgen Nachbarn und Bewohner was sich im Garten tut – wo uns die Arbeit und das Zusammensein gut gelingt und wo wir scheitern. Öffentlichkeitswirksam ist der Garten auf jeden Fall – Zaungäste gibt es reichlich… .

    Isoliert darf der Garten aber nicht betrachtet werden. Wir sind ein Projekt der AG nachhaltiges Ziegenhagen. Unter dem Dach dieses Vereins findet Dorfentwicklung statt. Klassiker wie Büchertelefonzelle, Dorfzeitung oder Dorfflohmarkt sind hier entstanden und auch der schon erwähnte ( Bio) Kartoffelacker.

    Diese Gruppe umfasst ca. 70 Menschen – mehr oder weniger aktiv!

    Wir hoffen die “ neuen GärtnerInnen“ durch niedrigschwellige Einladungen zu erreichen. Wir gehen mit konkreten Angeboten auf die Menschen zu und holen sie dort ab wo sie sind. Es muss erst mal ganz leicht sein. Öffentlichkeitsarbeit.

     – Für die Kinder bauen wir Kürbisse an um diese später bei einem Kürbisfest gemeinsam zu ernten und zu verarbeiten. (Kürbis schnitzen und Suppe kochen). Auch haben wir zwei “ Kinderbeete“ angelegt auf denen Gemüse für eine geplante Kochaktion angebaut wird. Hier ist das Ziel das wir eine Gruppe von Kindern motivieren können in den nächsten Jahren diese Beete selber zu betreuen – dafür braucht es vor allem die Eltern….

     – Die Landfrauen bekommen eine Gartenführung mit Kaffeeklatsch. Auch hier bauen wir für ein traditionelles Kohlessen im Dorf, das einmal jährlich im Herbst stattfindet, Weißkohl im Garten an. Die Landfrauen werden diesen Kohl selber ernten und wir Gärtnerinnen können bei der folgenden Veranstaltung sicherlich drauf aufmerksam machen wo der Kohl diese Jahr herkommt. Und klaro – zum Kohl gibt es die Biokartoffel vom neuen Kartoffelfeld :-). 

    Der Garten wird also „diverser“. Dafür braucht es Struktur. Eine Beschilderung wäre hilfreich. Mit dem Versuch einer selbstgebastelten Beschilderung sind wir leider nicht gut weitergekommen. Um eine langfristig haltbare Lösung zu erreichen würden wir daher gerne etwas im Fachhandel besorgen. Als Gärtnerin einer solidarischen Landwirtschaft könnte ich da etwas passendes, praxistaugliches besorgen. 

    Unsere Gartengeräte bewahren wir in einer “ Hütte“ auf. Diese stand halbzerfallen auf dem Grundstück. Eine unsere ersten Aktionen war es dies Hütte zu entrümmpeln und instand zu setzen (Dach repariert, Boden gelegt).

    Geräte, Kulturschutznetz und natürlich allerlei Geraffel was zum Gartenalltag gehört können dort nun geschützt aufbewahrt werden. Jochen, unser 83 jähriger Mitgärtner, hat die Rolle des Hausmeisters angenommen und schaut drauf das alle Geräte abends wieder sauber in der Hütte stehen. Auch eine kleine Draußenküche befindet sich in dieser Hütte. Ein Sammelsurium an gebrauchten Dingen, Geschirr und Töpfe ermöglicht es uns jederzeit nicht nur Kaffee und Tee zu kochen.

    Bis jetzt waren wir in der glücklichen Situation das für die GärtnerInnen keine belastenden Kosten angefallen sind. Wir sind alle Mitglieder im Verein für Nachhaltigkeit in Ziegenhagen e.V. und führen dort kleinere Beiträge ab. Die Verwendung der Beiträge ist noch nicht ganz geklärt. Wir refinanzieren damit z.B. die Druckkosten der Dorfzeitung oder Plakate und Fleyer für den Dorfflohmarkt.

    Gemüse das über den Eigenbedarf hinaus anfällt stellen wir gegen Spende an die Straße. Auch haben wir Einnahmen durch z.B. die offene Gartenpforte erzielen können. Bei der Veranstaltung wurde Kaffee und Kuchen gegen Spende angeboten.  Der Verein  für Regionalentwicklung hat den Garten mit einem elektrischen Rasenmäher und einem Gewächshaus gefördert in dem unsere Anzucht steht. Hier war bei der Anschaffung 20% der Kosten als Selbstbeteiligung von den GärtnerInnen nötig.  Sach und Geldspenden kommen von Menschen aus dem Dorf die unsere Aktion klasse finden, sich aber anders nicht beteiligen können. Auch MitgärtnerInnen haben mit Spenden weitergeholfen. Alle Arbeit im Garten findet ehrenamtlich statt. 

    Den größte Teil der laufenden Kosten und Anschaffungen trägt aber seid Jahren die Anstiftung. Wir haben einige Menschen bei uns im Garten für die es hilfreich ist das keine Kosten für die Nutzung vom Garten anfallen. 

    Auch aus diesem Grund würden wir uns sehr freuen eine weitere Förderung zu erhalten.

     


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  • Deidinghausen: Dorfgarten baut Pferdeanhänger zu mobilem Gerätehaus um

    (Antrag, ANtworten)

    Wir sind eine Dorfgartengruppe von derzeit 12 Personen im ländlichen Raum des Kreises Soest. Unser gemeinsames Tun beinhaltet das bio-dynamische und nachhaltige Anbauen von Gemüse auch nach dem Prinzip der Permakultur. Der Garten ist für alle Dorfbewohner zugänglich und jeder darf auch mitmachen. Die Gartengruppe ist ein Aktionskreis des Vereins „Dorf mit Zukunft e.V.“ in Lippstadt Dedinghausen.

    Wir brauchen dringend einen mobilen Geräteschuppen zum Unterstellen der Gartengeräte. Da überlegen wir einen alten Pferdeanhänger in Eigenleistung umzubauen.
    Ich denke, dass alle Gärtner*innen am Umbau beteiligt sind. Das meiste wird aber wohl unser Handwerkerteam (3 Mitglieder) machen.

    Öffentlichkeitsarbeit machen wir dann über unsere Dorfzeitung. Wenn der Anhänger fertig ist, dann werden wir darüber berichten. (ich hatte einen Bericht aus der Zeitung als Beispiel mitgeschickt)

    Jeder kann mitmachen, ob aus dem Dorf oder auch aus Lippstadt oder den angrenzenden Ortschaften. Man kann mitmachen, indem man sich einfach in die zu tuende Arbeit „einklingt“ oder wer neue Ideen und Wünsche hat, kann die auch nach seinen Vorstellungen umsezten; einzige Vorraussetzung: die Ernte wird geteilt. Eingeführt werden Neue indem ihnen ein Pate zur Verfügung gestellt wird.

    Die Fläche, die tatsächlich begärtnert wird incl. Kompost (ohne Wege und Freiflächen und Flächen für Unterstände) schätze ich auf 500 qm.

    Kooperation mit der Kirche gibt es, wenn wir Strom brauchen, dann können wir aus der Sakristei das Stromnetz anzapfen. 🙂

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  • Kirrweiler: Hühnerhaltung im Garten

    (Antworten)
    ANtragstelung für Bau eines Hühnermobil sund eines Unterstand bei Regen und als Lagermöglichkeit für Gartengeräte

    –          Wie groß ist die Gruppe und wie setzt sich diese zusammen?

    In unserer Garten- und Hühnergruppe sind ca. 15 – 20 Personen aktiv. Seit der letzten Aktion haben sich noch weitere Interessenten gefunden. Wir sind hälftig Familien (mit kleineren und schon großen Kindern) und Einzelpersonen, die über das gemeinsame Wirken im Garten Anschluss suchen. Eine kleine Gemeinschaft, die ihre unterschiedlichen Fähigkeiten gut ergänzen kann. Wir haben verschieden Berufsgruppen und Alter, es ist ganz spannend zu sehen, wer alles schon was weiß und einbringen kann.

    –          Wie viele Beete gibt es und wie groß sind diese? Wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet? Was passiert mit der Ernte?

    Wir haben in diesem Frühjahr 8 Beete angelegt, alle gemeinsam mit zum Teil unterschiedlichen Methoden bewirtschaftet werden. Da am Anfang nicht klar war, ob wir Wasser haben würden, waren wir vorsichtig mit der Bepflanzung. Dafür waren wir sehr zufrieden mit der Ernte, die wir unter allen aufgeteilt haben.

    –          Wem gehört die Fläche, müssen Sie Pacht bezahlen und ist die Nutzung befristet?

    Das Gelände hat die Bürgerstiftung Kirrweiler vor einigen Jahren erworben und stellt sie nun der Gruppe kostenfrei zur Verfügung. Dafür sollte das Gelände einigermaßen gepflegt werden.

    –          Gibt es einen Zaun?

    Da wir uns im FFH-Gebiet befinden, ist die Einfassung mit einem festen Zaun nicht erlaubt.

    –          Was an Infrastruktur gibt es schon im Garten?

    Gar nichts. Es ist/war eine völlig verwilderte, brachliegende Freifläche. Im Jahr zuvor hatte die Bürgerstiftung Kirrweiler Ziegen und Schafe zur Mahd gemietet. Auf dem Nachbargrundstück und Teilen der Fläche sind diese auch in diesem Jahr „tätig“, um den Brombeerbewuchs einzudämmen.

    –          Woher kommt das Wasser?

    Mittlerweile haben wir einen kleinen Brunnen, der wenig Wasser fördert. Die Entnahmemenge ist gedeckelt. Zum Gießen hat es im Sommer nicht an allen Tagen gereicht.

    –          Wie wird der Garten und Mitmachmöglichkeiten beworben? Wie erfahren potentiell Interessierte vom Gartenprojekt?

    Das Gelände ist für jeden frei zugänglich und so kommt es zu vielen schönen Begegnungen mit Spaziergänger:innen, die uns und die Entwicklung im Garten beobachten.

    Am 20.08. gab es einen Aktionstag in Kirrweiler, bei dem sich unser Zukunftsdorfgarten auch präsentiert hat. Wir hatten Experten zu Humusaufbau, Klima gärtnern und Samenfesten Saaten eingeladen. Seitdem gibt es weitere Anfragen.

    –          Wie werden die bisherigen Ausgaben finanziert, da der Bau ja schon begonnen hat?

    Die Bürgerstiftung Kirrweiler hat uns das Geld vorgestreckt. Leider liegen die Kosten jetzt schon höher als geplant.

    Wir möchten der Stiftung das Geld gern vollumfänglich zurückzahlen, damit sie weitere, soziale Projekte im Dorf unterstützen kann.

    –          Was für Materialien sind für die „Vorrichtung für Wasserversorgung“ notwendig?

    Wir hatten angedacht, Regenwasser vom Dach des Hühnermobils ins Innere zu leiten, um es für die Hühnerpflege zu nutzen. Das haben wir so jetzt nicht umgesetzt. In diesem Sommer ist kein Wasser vom Dach geflossen, für den Herbst wollen wir noch eine Regentonne (außen) anbringen.


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  • Schlehdorf: Gartenprojekt verstetigt sich

    (Sachbericht)

    Im Frühjahr 2021 richteten wir am KlosterGut Schlehdorf auf ca. 370 qm in unserem KlosterGut-Garten einen Gemeinschaftsgarten ein. Die sechs Beete waren ohne Werbeaktivitäten sofort vergeben. Einigen GärtnerInnen waren die ca. 60 qm großen Beete zu groß, so dass Flächen geteilt wurden. Insgesamt sind acht GärtnerInnen aktiv, darunter drei Kinder.

    Für die Gartennutzung werden Verträge abgeschlossen, die bestimmte Vorgaben enthalten, z.B. biologischer Anbau, keine Chemie, kein Hybrid, kein Plastik. Die Nutzungsgebühr beträgt 75 Euro pro Gesamt-Beet im Jahr.

    Bis auf eine Partei waren alle GärtnerInnen im letzten Jahr sehr aktiv und regelmäßig im Garten. Es entstand eine sehr gute Gemeinschaft, die über eine Signal-Gruppe Informationen ausgetauscht und gemeinsame Termine abspricht. Es fanden verschiedene gemeinsame Aktivitäten statt – Tausch von Saatgut und Jungpflanzen, eine Kräuterführung durch den gesamten Garten sowie ein Obstbaumschnitt-Workshop. Die Wege durch die Beete haben die GärtnerInnen mit Hackschnitzel befestigt. Es wurde Brennnesseljauche angesetzt, und die Gärtnerin und Künstlerin Viola Lombard gestaltete ein Kunstwerk.

    Durch die Förderung der anstiftung konnten für die GärtnerInnen Gartenwerkzeuge angeschafft werden. Sie sind von großem Nutzen für die Gartengemeinschaft. Die ebenfalls von der anstiftung geförderte Schwengelpumpe kann erst in der Saison 2022 installiert werden, da ein Bauteil fehlte.

    Für die Gartengemeinschaft sind die digitalen Informationen der anstiftung sehr wertvoll und hilfreich. Sie werden gerne aufgegriffen und innerhalb der Gruppe weiter verbreitet.

    Bis auf zwei Parteien sind alle GärtnerInnen auch in 2022 wieder aktiv. Für die beiden ausgeschiedenen NutzerInnen fanden sich sofort neue Interessenten. Der Gemeinschaftsgarten ist beim Förderverein KlosterGut Schlehdorf eV angesiedelt. (mehr …)

  • Ziegenhagen: GG wächst

    (Sachbericht)

    Der Gemeinschaftsgarten in Ziegenhagen hat sich 2021 weiter strukturieren können. Anbauplanung und Flächenbelegung waren eine Herausforderung für die Gruppe. Damit alle Beteiligten nachvollziehen können, wann welche Arbeiten anfallen und wo welche Kulturen in welcher Fruchtfolge stehen, haben wir uns diesen Themen weiterhin angenommen. Auch in 2022 werden wir an der Anbauplanung tüfteln müssen bis wir die nötigen Informationen gut dokumentiert haben und eine für alle Gärtner*innen nachvollziehbare Planung steht.

    Die Kerngruppe bleibt weiterhin stabil. Auch kommen immer wieder Menschen mit Interesse am Garten hinzu. Die Gruppe wächst aber nur langsam. Wir haben uns ein paarmal im Winter außerhalb vom Garten getroffen um die kommende Saison vorzubereiten und unsere Stimmungsbilder/Befindlichkeiten zum Garten zu teilen. Wir haben uns mit Bodenbiologie beschäftigt und den Entschluss gefasst, zukünftig nach dem Market Garden Konzept eine regenerative Praxis zu etablieren. 

    Der Gemeinschaftsgarten ist grundsätzlich im Dorf angekommen und wird von vielen Einwohnern wohlwollend angenommen . Er bereichert das Dorfbild und sorgt für Diskussionen. Dadurch entsteht Lebendigkeit und Kommunikation und lässt das Interesse am Garten sichtbar werden.

    Auch konnten wir 2021 ein Gewächshaus für unserer Jungpflanzenanzucht aufbauen – gefördert durch den Verein für Regionalentwicklung des Werra-Meißner-Kreises. 

    An vielen der Veranstaltungen des Gartennetzwerkes haben einige der Aktiven teilgenommen, die Gespräche und der Erfahrungsaustausch sind immer wieder sehr hilfreich.


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  • Neu-Darchau: Gemeinschafts-Gemüseacker

    (Antrag, Antworten)

    Der Michaelshof ist ein Gemeinschaftsprojekt – inklusiv, international, divers und vor allem bunt! Seit 37 Jahren leben und arbeiten wir mit mittlerweile 250 Menschen in dem kleinen Dorf Sammatz im schönen Wendland. Unsere Devise: alles Bio, alles lecker! Wir betreiben alle unsere Bereiche nach Demeter-Richtlinien und dem Arche-Prinzip, also: keine Chemie, keine Hybride, nur Natur. Neben unserer Landwirtschaft stellen wir auch Brot und Käse her, haben schöne Gartenanlagen geschaffen und betreiben ein Kinder- und Jugendheim (Peronnik).

    Seit 2022 haben wir ein neues Stück Acker zur Verfügung gestellt, auf dem wir gemeinsam Gemüse und Heilpflanzen anbauen. Es ist ein 2,2 ha großes Landstück, das vorher eine Grünfläche war, die wir selbst umgebrochen haben. Einen Teil der Fläche haben wir bereits mit unseren Heilpflanzen bepflanzt, mehrjährige Stauden wie Lavendel, Salbei, Zitronenmelisse und vieles mehr. Auf dem restlichen Teil werden wir Gemüse anpflanzen. Wir, das sind im Durchschnitt 30 Leute, die den neuen Acker bearbeiten, ein bunt zusammengewürfeltes Team das sich zusammensetzt aus Dorfbewohnern, internationalen Volunteers, Praktikant*innen, Schulklassen auf Exkursion (neuerdings auch in Kooperation mit der Leuphana Universität), Peronnik-Kinder aus dem Kinder- und Jugendheim und alle, die sich für das Säen und Pflegen von Gemüse und Heilpflanzen und für die frische Luft interessieren – bei der Ernte darf gerne genascht werden! Diese bunte Nachbarschaft möchte auf diesem umgebrochenen Acker einen vielfältigen Garten anlegen, gemeinsam bearbeiten und auch die Früchte der Ernte zu leckeren gemeinsamen Mahlzeiten zubereiten. Besonders beliebt bei allen sind unsere Beet-Patenschaften: der eine fühlt sich ganz der roten Beete zugeneigt und schaut, dass sie nicht im Unkraut versinkt, die nächste nimmt die Kürbisse unter ihre Fittiche. Dies Prinzip hat sich auch in unseren Ziergärten bewährt, so zieht dann eine Familie zum abendlichen Picknick an „ihrem“ Blumenbeet aus und jätet dort gemeinsam im Abendlicht.

    Fragen/Antworten

    • Die Gartengruppe setzt sich ja aus ganz unterschiedlichen Menschen zusammen, wie groß ist denn der Kern der Gruppe?

    Der Kern besteht aus etwa 10 Leuten, die Gärtnern seit Jahren schon aus Leidenschaft betreiben.

    • Wie ist der Gemeinschaftsacker entstanden und wie haben die jetzigen Gärtner*innen sich an Planung und Umsetzung beteiligt?

    Der Acker ist als kleiner hauseigener Gemüseacker entstanden und im Laufe der Jahre ist der Bedarf immer größer geworden, da die Gruppe immer weiterwächst. Das neue Stück Land ist nun größer und kann als offener Gemeinschaftsgarten bearbeitet werden

    • Wer entscheidet, was im Gewächshaus und auch im Freiland angebaut wird und wie auf dem Acker was wo gepflanzt wird?

    Es gibt einen kleinen Kern, der sich für Gemüse und Heilpflanzen verantwortlich fühlt und diese treffen gemeinsam die Entscheidungen über den Anbau, unter Berücksichtigung der Fruchtfolge

    • Wie ist die Gruppe organisiert, wie laufen Informationen und Entscheidungen?

    Der Kern der 10 Leute trifft sich täglich und Entscheidungen werden dort gemeinsam getroffen. Informationen laufen über eine gemeinsame whatsapp Gruppe, so dass immer alle auf dem gleichen Stand sind

    • Ist das eine Gruppe, die sagt „unser Garten“ oder machen die Menschen eher punktuell mit?

    Ein großer Teil der Gruppe sagt auf jeden Fall „unser Garten“, durch die gemeinsamen Aktionen ist auch das Gemeinschaftsgefühl stark. Es gibt aber auch viele Schüler und Praktikanten, die nicht über längere Zeit dabei sind und eher punktuell mitmachen.

    • Wie entsteht Gemeinschaft in der Gruppe?

    Durch die gemeinsame Arbeit, in der whatsapp Gruppe werden gemeinsame Aktionen angekündigt, z.B. abendliches Pikieren im Gewächshaus, große Möhrenjäte Aktion, gemeinsames Bohnen Ernten oder ähnliches.

    • Wie kann man mitmachen, wie erfährt man von dem Gemeinschaftsgarten? Gibt es z.B. Schilder? Auf der Homepage habe ich den Gemeinschaftsgarten (noch?) nicht entdeckt.

    da wir ländlich leben, reicht uns die direkte Kommunikation, es gibt ein gutes Nachbarschaftsnetz und es kommen immer wieder neue Leute an, die Teil des Teams werden wollen

    • Wie viele Menschen können mitmachen?

    die Zahl ist nicht begrenzt, im Schnitt sind es so 30 Menschen, aber wenn viele Volunteers, Schüler und Praktikanten dabei sind, sind auch 40 oder 50 Menschen gleichzeitig auf dem Acker.

    • Gärtnern die Gärtner*innen da immer zusammen (wegen der Anzahl der Werkzeuge)?

    es gibt oft große gemeinsame Aktionen, zusammen macht es einfach Spaß und wir schaffen was weg! Das gemeinsame Arbeiten ist immer ein großer Motivator.

    • Es gibt ja viele Garten“anteile“ auf dem Gelände, dafür gibt es bestimmt auch Werkzeug, kann das die Gruppe nicht mitbenutzen?

    Da sich mit dem neuen Acker das Projekt stark vergrößert hat, reicht das vorhandene Werkzeug nicht aus, um den Bedarf zu decken, da wir eine viel größere Gruppe geworden sind.

    • Wo sollen die Geräte für die Gruppe untergebracht werden und wie haben die Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu, wie weit weg von der Fläche ist das?

    Das Werkzeug befindet sich auf dem Gelände des Michaelshof, geschützt in einem Werkzeug Schuppen, der aber frei zugängig ist.

    • Was gibt es noch an Infrastruktur für diese Gruppe/dieses Projekt?

    Es gibt nahe gelegene Toiletten, die genutzt werden können.

    • Wie weit weg ist der Wasseranschluss und wird mit Trinkwasser gegossen? Gibt es die Möglichkeit, Regenwasser zu ernten?

    Die Bewässerung läuft über den Beregnungsverband, es gibt zwei Hyydranten direkt am Ackerrand. Es gibt auch einen Brunnen in Sammatz, aus dem Wasser genutzt wird.

    • Sie haben bei einer ganz bestimmten Firma nach den Kosten für die Geräte gefragt, wieso diese Firma? Haben Sie erwogen, auf Ebay-Kleinanzeigen oder dem Nachbarschaftsportral nebenan.de nach einigen der gebrauchten Gegenstände zu suchen? Würde die Forma ggf. einen Teil spenden?

    Wir haben mit dieser Firma gute Erfahrungen, allerdings ist eine Spende bei Ihnen nicht möglich. Da wir für unser Team nachhaltig gutes Werkzeug zur Verfügung stellen wollen, ziehen wir eher neues Werkzeug vor, da es strapazierfähiger ist.

    • Was passiert mit der Ernte? Wird alles zusammen verkocht? Soll ein Teil im Laden verkauft werden?

    Der größte Teil der Ernte wird in der Gemeinschaftsküche verkocht. Es gibt auch eine ausgefeilte Einmachküche, in der auch viele der Gemüse eingekocht werden. Ein Teil der Ernte wird in Hofladen verkauft.  


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  • GG in der Dorfmitte: Ziegenhagen

    (Antrag, Antworten)

    Im Herbst 2019 kamen die Organisator*innen eines Mittagstischs für das Dorf Ziegenhagen auf die Idee, das Gemüse dafür selber anzubauen. Sie bekamen für das Gartenprojekt eine private Wiesenfläche in der Dorfmitte kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie sind 10 – 15 Leute, haben Hochbeete gebaut und aus dem alten Hühnerstall eine Hütte gemacht. Schon im ersten Jahr haben sie ihr Saatgut selber vermehrt. Sie sind in Kontakt mit den Biosaatgutbetrieben in der Region.

    – Nach unserem erfolgreichen ersten Jahr sind wir gerade dabei, einen Vertrag mit den Eigentümern zu erarbeiten. Margot und Jochen Hellwig sind Ende 70 und 81 Jahre alt, beide sind sehr fitte, aktive und gewertschätzte Mitglieder des Gärtner*innen-Teams. Sie stammen aus Ziegenhagen bzw. dem Nachbarort. Alle haben ein Interesse, eine langfristige Nutzung vertraglich zu regeln.

    – Alle Beete bewirtschaften wir gemeinsam. Wir haben einen Anbau- und Pflanzplan, der in der Hütte aushängt. Der bewirtschaftete Teil des Gartens ist in vier Felder je 100 m2 aufgeteilt, die aus jeweils 7-8 Beeten bestehen. Zusätzlich gibt es 2 Hochbeete und ein überdachtes Tomatenbeet.

    – Der Mittagstisch kann ja seit einem Jahr wegen Corona nicht stattfinden, wir hoffen, dass wir dieses Jahr wieder loslegen können. Daher ist das Gemüse für alle Gärtner*innen (Selbstversorgergarten) und Überschüsse werden gegen Spende an die Straße gestellt.

    – Die Materialien und Geräte haben in der renovierten Hütte Platz, zu der Alle aus dem Team jederzeit Zugang haben. Anders als in vielen Städten brauchen wir kein Schloß.

      – Am Rande des Gartengeländes fließt einer der drei Bäche, die Ziegenhagen hat. Daraus nehmen wir zur Zeit das Wasser. Wir wollen die Entnahme jedoch mehr und mehr durch Regenwasser ersetzen, da der Bach durch Trockenheitsperioden manchmal wenig Wasser führt.

    – Wir haben im letzten Jahr durch Spenden aus dem Dorf und das abgegebene Gemüse alle Kosten decken können.


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  • Gemeinschaftsgarten Alt Ungnade

    (Mail)
    Der Verein hatte schon einmal an eine externe Initiative aus aus der nächstgelegenen Stadt Greifswald das Gartengelände als Gemeinschaftsgarten zur Verfügung gestellt. Leider ist diese Initiative nicht mehr aktiv, weshalb wir beschlossen haben das ganze noch einmal, diesmal aufbauend aus den eigenen Vereinsstruckturen heraus wieder auf zu bauen. Und hoffen darüber unsere gute Dorfstruktur noch zu verfestigen und wollen Sukzessive wieder mehr Personen aus der Stadt Interessiern und einbinden. Es wird schon fleißig gegärtnert und es entwickelt sich ein sozialer Treffpunkt.

    (ANtrag/ANtworten)

    Das Gelände des Gemeinschaftsgartens ist ca. 750m² groß. Dazu kommen die auf den weitläufigen Geländen des Freiraum e.V. befindlichen Obstbäume/Streuobstwiesen.

    Die Fläche wurde einige Zeit eher privat genutzt und es gibt noch einen kleinen Bereich (ca. 40m²), auf dem sich noch ein privates Beet befindet, das aber in Absprache und Kooperation mit den Gartengruppen bewirtschaftet wird.

    Das Gelände gehört Til Dieterich, der das Gelände an den Freiraum e.V. verpachtet hat und selbst Gründungsmitglied des Vereins ist.

    Die Gartenfläche befindet sich direkt am Eingang des Geländes zwischen Parkplatz und dem öffentlichen Spielplatz und Veranstaltungsbereich. Die Fläche ist daher ganzjährig und ganztägig frei betretbar.

    Die Gruppe, die den Gemeinschaftsgarten nutzen will, hat sich durch die Kooperation mit lokalen Initiativen aus Greifswald (u.a. Jugendzentrum Klex, Ikuwo)  gegründet. Bisher zeigten etwa 15 Personen aus Greifswald Interesse am Gemeinschaftsgarten. Dazu kommen weitere Menschen aus dem Dorf, von denen manche aber nicht alle im Wohnprojekt des Freiraum e.V. leben.

    Dabei zeigt sich, dass es unterschiedliche Schwerpunkte gibt. Einige wollen die ca. 60 Obstbäume pflegen, erhalten und deren Nutzung verbessern. Andere legen mehr Wert auf die weitere ökologische Gestaltung des Grundstücks. Andere wollen sich mit Geflügelhaltung beschäftigen. Und die meisten haben Interesse am Anbau von Gemüse auf dem Gelände. In den letzten Tagen hat diese Gruppe auf Samentauschbörsen ausreichend Samen erhalten, so dass dieser Posten aus der Finanzaufstellung genommen werden konnte.

    Die einzelnen Teilgruppen werden sich miteinander abstimmen und Informationen auch an den Freiraum e.V. weitergeben. So wird es einen Vertreter der Gartengruppe geben, der im Plenum des Freiraum e.V. den Kontakt zwischen Verein und Gartengruppe koordiniert.

    Angesichts der derzeitigen Situation werden diese Aktionen in nächster Zeit lediglich in digitaler Form erfolgen. Wichtige Vorarbeiten für den Garten werden im Moment in koordinierter Einzelarbeit geleistet. Zum Zeitpunkt der größeren Bauaktionen kann im Moment daher noch keine Auskunft gegeben werden.

    Aus den Kleingruppen gab es nun genauere Kostenaufstellungen, die sich auf Grund der unterschiedlichen Arbeit der Gruppen und der Schwierigkeit der Koordiantion zum Teil in der Art der Aufstellung unterscheiden (siehe Anhang). Durch die genauere Planungen ergaben sich auch teilweise Veränderungen an den Kostenberechnungen.

    Bisher erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit über den Verteiler der Kooperationspartner. Ergänzend werden die etablierten Wege zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden: Aushänge in den lokalen Schaukästen, Facebook, Homepage, Mailverteiler Interessierte, Mailverteiler Studierende Landschaftsökologie Universität Greifswald, Kontakte zur Kirchengemeinde, Präsentation bei öffentlichen Kunstaktionen u.ä.

    Die Sanierung des Hühnerwagens soll mit einer EPDM-Folie erfolgen. Im Gegensatz zu den üblichen Bitumenbahnen ist diese umweltfreundlicher und einfacher zu entsorgen. Da die Handhabung dieser Folie innerhalb der Hühnergruppe nicht bekannt ist, erfolgt die Abdichtung des Daches unter Anleitung eines erfahrenen Handwerkers.

    Die Hühner werden sowohl morgens als auch abends von Bewohnern vor Ort betreut (rauslassen + reinholen). Die weiteren Aufgaben wie Misten, Futter besorgen, das Gelände gestalten u.ä.  wird aus der Hühnergruppe übernommen.

    Die Eier werden dann auch in den kooperierenden Wohnprojekten in Greifswald genutzt werden.

     

    In den letzten Jahren wurde regelmäßig eine Moste aus dem Landkombinat Gatschow ausgeliehen. An einem Wochenende wurden dann sowohl eigene Äpfel als aus auch Äpfel von „Gästen“ vermostet. Da das Landkombinat selbst über mehrere Wochen mostet, steht uns die Moste lediglich vor bzw. nach der eigentlichen Apfelzeit für wenige Tage zur Verfügung. Dies hatte zur Folge, dass Äpfel entweder nicht reif sind und daher noch nicht genutzt werden (und dann gar nicht genutzt werden) – oder der Zeitpunkt so spät ist, dass die Äpfel in großem Maßstab nicht mehr genutzt werde können.  Mit einer eigenen Moste sollen daher mehrere Termine stattfinden, an denen alle auf dem Gelände verfügbaren Äpfel sowie Äpfel aus Greifswald und dem Umland gemostet werden.

    Der Bau der Moste/Apfelstraße erfolgt in Kooperation mit dem Landkombinat Gatschow, das entsprechende Selbstbauworkshops anbietet.

    Eine Apfelstraße besteht aus einer Kartoffelwäsche (Reinigung der Äpfel), einem Rübenhäcksler (Zerkleinerung), einer Presse mit Hydraulikdruck und einer Station zum Erhitzen/Haltbarmachen des Saftes.

    Im Gegensatz zu den bekannten Lohnmostereien bietet diese Form vielfältige Gelegenheiten zum Mitmachen und für Bildungserfahrungen, wodurch der Saft einen besonderen Wert erhält.

    Der Bau der Apfelstraße wird von einem lokalen Handwerker koordiniert, der den Bau einzelner Komponenten zum Teil in öffentlicher Workshop-Form durchführen wird. Da es sich um teilweise sehr komplexe Arbeiten handelt, muss ein Teil der Arbeiten professionell durchgeführt bzw. begleitet werden.

    Für die Geräte wird ein handelsüblicher Geräteschuppen angeschafft, der mit einem Zahlenschloss gesichert ist. Die Mitglieder der Gartengruppe kennen diesen Code und haben damit jederzeit Zugang zu den Geräten und Werkzeugen.

    In Alt Ungnade, einem Dorf zwischen der Hansestadt Greifswald und dem Fluss Peene, ist seit einigen Jahren der „Freiraum e.V.“ aktiver Motor einer Dorferneuerung und -belebung. Dabei handelt der Verein nach dem Motto „Angebote von und für die Bevölkerung“. Der Verein pachtete ein Gelände mit sanierungsbedürftigen Landwirtschaftsgebäuden und baute eine große Holzscheune zur Kulturscheune mit zahlreichen Veranstaltungen um. Darüber hinaus wurde das Vereinsgelände zum Dorfmittelpunkt mit Spielplatz, Dorfbackofen und Sitzgelegenheiten umgebaut. Der Verein veranstaltet Ausstellungen, Konzerte, Dorffeste, Flohmärkte, Bildungsveranstaltungen, u.ä.

    Zusammenfassung

    Um das Dorfleben und den Zusammenhalt weiter zu stärken und die Stadt-Land-Beziehung auszubauen, soll auf dem Gelände des Freiraum e.V. ein Gemeinschaftsgarten eingerichtet werden.

    Dazu soll auch der vorhandene Obstbaumbestand eingebunden, gepflegt und genutzt werden.

    Dorfleben

    Der Gemeinschaftsgarten wird das enge Dorfleben weiter bereichern. Z.B. durch gemeinsame Arbeitseinsätze und Erntefeste. Dazu bietet das Gelände des Freiraum e.V. durch sein großzügiges Grundstück und die Kulturscheune mit Caféhaus und Pizza-Lehmofen vielfältige Möglichkeiten.

    So kann das selbst angebaute und geerntete Gemüse gleich im Lehmofen zu Gemüsepizza weiter verarbeitet werden…

    Stadt-Land-Beziehung

    Der Gemeinschaftsgarten soll sowohl von den Dorfbewohnern als auch von Menschen aus der Stadt genutzt werden. Ab dem Jahr 2020 steht ein Radweg zur Verfügung, mit dem Alt Ungnade auch sicher per Rad erreichbar sein wird. In Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Vereinen und Institutionen aus der Hansestadt Greifswald (z.B. Ikowo e.V. u.a) bietet der Gemeinschaftsgarten die Gelegenheit und den Raum, naturnahes Gärtnern umzusetzen. Damit bietet der Gemeinschaftsgarten einen großen Vorteil gegenüber den in der Stadt vorhandenen Gartensparten, in denen enge Vorgaben oft experimentelles Gärtnern ausschließen.

    Weitere Außenwirkung

    Der Freiraum e.V. führt regelmäßig kulturelle Veranstaltungen durch. Z.B. Kunst:offen, Konzerte, Workshops u.ä.

    Der Gemeinschaftsgarten soll daher auch als Schaugarten dienen und der Öffentlichkeit jederzeit zur Verfügung stehen. Bildungsangebote z.B. zu Wildkräutern oder Naturnahes Gärtnern runden die Möglichkeiten des Gemeinschaftsgartens ab.


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  • In Heidenheim ist ein Flüchtlingsgarten geplant

    (Gu, Tel, 11.12.)

    Im mittelfränkischen Dorf Heidenheim (1000 EW) sind 150 Flüchtlinge (junge Familien, die alle russisch sprechen können) untergebracht. Eine engagierte Sozialarbeiterin hat u.a. Nähcafés mit ihnen gemacht und will jetzt auch einen Garten aufbauen. Viele der Flüchtlinge kommen aus ländischen Regionen und hatten dort Gärten. Die Sozialarbeiterin ist dabei, die Besitzverhältnisse von sehr nah an der Unterkunft (Ex-Kaserne, aber die Flüchtlinge wohnen dort in Wohnungen) brachliegenden Schrebergartens zu eruieren. Sie hat bisher nur poitive Reaktionen bekommen. Sie verständigt sich mit den Flüchtlingen über Flüchtlinge/Ehrenamtliche, die auch deutsch und russisch können – und über google Übersetzungen (Smartphones, Tablets). Es gibt auch Dolmetscher, doch sind die nicht immer da.

    Sie will außerdem ein Fahrradselbsthilfeprojekt aufbauen.

    Sie wird bei uns einen Antrag auf Anschub für den Garten stellen

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