(Besuch)
Der Gemeinschaftsgarten ist ein „Hanggarten“ mit großem Gefälle. Er liegt an einem der Eingänge in die Hasenheide. Auf der Treppe vor dem Eingang läuft sehr viel Drogenmissbrauch. Da liegen ganz oft Spritzen etc. und Uta hat beobachtet, dass so gegen 5.oo früh viele Menschen auf der Treppe warten. Sie vermutet, dass dann die „Drogenausgabe“ stattfindet. Ab und an ist auch ein Beet in der Nähe des Eingangs durchwühlt, die vermuten, dass da Drogen versteckt werden. Auch im Garten finden sie immer mal wieder was.
Ab und an übernachten Menschen im Garten, ab und an gibt es unangenehme Hinterlassenschaften, anders als bei der Laskerwiese aber nicht in den Beeten.
Sie haben neue Wege angelegt und eine Benjeshecke errichtet (vor dem Zaun zu einen Weg und Bauhaus). Der Erfolg: es wird weniger Müll in diesem Teil gefunden.
Einmal gab es eine Beschwerde wegen Ratten (im Park gibt es jede Menge), die in Paletten vom benachbarten Bauhaus nisten und im Garten gesehen wurden, Bauhaus hat die Paletten inzwischen verräumt (aber nie auf Mails o.ä. reagiert).
Vandalismus gibt es auch ein wenig, Jugendliche haben den Strandkorb ein bisschen demoliert etc.
Interessant: neulich wurde der gesamte Knoblauch aus allen Beeten geklaut.
Ernten darf in dem Garten jede*r, doch gleich alle Pflanzen auszubuddeln, war dann doch neu.
Der Garten wird zu den Öffnungszeiten viel von der Nachbarschaft genutzt. Mädchen feiern eigenständig Geburststag mit Cola und Keksen, Familien mit Kleinkindern nutzen den kleinen Spielplatz, Menschen aus den nah gelegenen Büros nutzen den Garten für ihre Pause etc. Die Garten-Gruppe sagt allerdings Anfragen nach Kindergeburstagen inzwischen ab, da es zu viele ungesicherte Stellen gibt und die Erfahrung gezeigt hat, dass Kinder den Garten bei solchen Gelegenheiten auch immer ein wenig zerlegt haben (große Steine aus der Kräuterspirale verschleppt etc.)
Sie haben verschiedene Kompoststationen im Garten, für Grünschnitt und einen für Biomüll, den die Gärtner*innen mitbringen. Sie wollen demnächst mit Martina K. eine Heißrotte anlegen und suchen Geld für das Honorar.
Wasser: da haben sie aufgestockt. Neben der Wasserlösung mit einem Standrohr, mit der IBS-Tanks gefüllt werden und Wasser über eine Leitung (?) von einem nahen Biergarten (?) haben sie einen der Kompostplätze überdacht und verschiebbare Regenrinnen gebaut. Wenn Starkregen fällt, füllen sich die darunter stehenden Tanks schnelll.
Sie haben einen Tischler in der Gruppe, der gerne Lösungen baut.
Oft läuft es auch so im Garten, dass jemand eine Idee hat und was macht (zB ein paar Weinreben anpflanzen) und daraus dann viel mehr wird. Sie haben ein Rankgitter geschneckt bekommen und die „Baugruppe“ hat eine Weinlaube gebaut.
Ein Tipp für andere: ein älteres Paar aus der Nachbarschaft hat schon oft im Garten gesessen. Nun haben sie angefangen, in einem kleinen, klar abgegrenzten Beet, Unkraut zu zupfen und können sich vorstellen, auch mehr zu machen. Der Weg ins Mitmachen war hier die Überschaubarkeit der Fläche und der Aufgabe. (mehr …)