Schlagwort: Drohungen

  • Bremen: Crack Szene nun wo anders, Ab geht die Lucie

    Verdrängung der Drogenszene und unsere Herausforderungen

    Parallel zu unseren Angeboten im Garten mussten wir uns vor allem mit der Verdrängung der Drogenszene vom Hauptbahnhof und ihren Auswirkungen auf den Lucie-Flechtmann-Platz auseinandersetzen. Die extreme Präsenz von Suchterkrankten auf unserem Platz stellte das ganze Jahr über eine große Herausforderung dar. Seit Herbst 2022 stieg die Präsenz von Suchterkrankten auf unserem Gelände stark an, mit bis zu 40 Personen gleichzeitig und über 150 pro Tag. Diese Situation verhinderte nicht nur unsere Umweltbildungsaktivitäten, sondern brachte auch Sicherheitsprobleme mit sich. Unser Engagement in sämtlichen Beiratssitzungen und der Einsatz an den Runden Tisch dienten dazu, unsere Anliegen zu platzieren, den Menschen, die als „Junkies“ diskreditiert werden, in Kooperation mit anderen Organisationen eine Stimme zu geben und langfristige, ernstgemeinte Lösungen zu finden. Die Berichterstattung in der Presse (größtenteils im Weser-Kurier bzw. Stadtteilbeilage des WK), die die Auswirkungen der verfehlten Bremer Drogenpolitik aufgriffen, dokumentierten unsere Bemühungen (5.6., 27.8., 28.8., 30.8., 3.9., 19.10., 30.11., …). Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse: Es brannte mehrmals auf dem Turm (18.04.). Einen Monat später, nach wir unser erstes Forderungspapier erstellten (11.5.), wurde das Hilfs-Angebot Friedrich-Rauers-Straße im Bremer Koalitionsvertrag beschlossen, parallel zu verstärkten Repressionsmaßnahmen am Hauptbahnhof (26.06.). Wir veröffentlichten ein Positionspapier zur verfehlten Bremer Drogenpolitik (10.07.), während wir uns auf unserem Platz mit Gewaltvorfällen konfrontiert sahen wie einer Großschlägerei mit Messer und Schlagstöcken (11.07.). Die Unterstützung von politischen Vertretern wie der Bundestagsabgeordneten der Grünen aus Bremen, Kirsten Kappert-Gonther (3.9.), half, unsere Anliegen zu vermitteln. Regelmäßiges Aufbrechen des Klos und eine Petition aus der Nachbarschaft (19.10.) zeigten die Dringlichkeit des Problems. Besorgniserregende Ereignisse waren das Abbrennen von (27.11.) sowie das Auftauchen von Nazi-Parolen am Container (30.11.), dem wir mit einer Stellungnahme auf dem Winterbasar (3.12.) und einer kooperativen Kundgebung mit 250 Menschen (4.12.) entschlossen entgegentraten. Schließlich wurden erfreulicherweise Maßnahmen beschlossen, darunter die Bereitstellung eines neuen Containers im Hohentorspark Höhe Justitiapark inkl. verstärkter Hilfsangebote (7.12.) und die Zusage von 10 Millionen Euro für Drogenhilfe in Bremen für die Jahre 2024/25 (13.12.).  

    Diese Zusammenfassung soll verdeutlichen, dass neben unserem Gartenprogramm vor allem die Bewältigung dieser Drogenproblematik und der politischen Arbeit einen erheblichen Teil unserer Arbeit ausmachten.

    https://lucie-bremen.de/rueckblick-auf-das-jahr-2023-fuer-den-gemeinschaftsgarten-ab-geht-die-lucie/ (mehr …)

  • Buntes Meißen: Vandalismus und Drohungen

    Der Internationale Garten ist am vergangenen Wochenende zum wiederholten Male Opfer einer Sachbeschädigung geworden. Es wurde auch eine klare Drohung gegen Geflüchtete und das Bunte Meißen von den Tätern hinterlassen. Wer einen Galgenstrick auf einem Gelände hinterlässt, an dem Menschen aus verschiedensten Kulturen gemeinsam friedlich miteinander zusammenkommen, hat ein klares rassistisches Motiv. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und wir hoffen sehr, dass sie Erfolg haben werden.

    Zu den gestern hier veröffentlichten Zeiten ist jetzt immer jemand vom Bunten Meißen mit im Garten, ihr seid also dort nicht allein. Für Fragen oder Sorgen haben wir ein offenes Ohr und sind für euch da!
    https://buntes-meissen.de/sachbeschaedigung-und-drohung-gegen-gefluechtete-und-das-bunte-meissen/ (mehr …)