Schlagwort: Düsselgrün

  • Düsseldorf: schwere Zeiten für Düsselgrün

    Du hattest uns letztes Jahr angeschrieben und gefragt, wie es uns geht. Ich habe nicht geantwortet, denn wir hatten eine schlimme Zeit im Garten.

    2024 sind schon vermehrt Menschenin den Garten gekommen, die da nicht wirklich was zu suchen hatten. Einige Jugendliche

    “ Kifferbanden“ haben sich regelmässig dort getroffen und Berge von Müll hinterlassen. Mobiliar würde zerstört und der Ernteklau war erheblich.Es fand Prostitution im Garten statt und  vorzugsweise in den Sommermonaten war der Garten, wenn wir nicht anwesend waren, Treffpunkt für Wohnungslose und Suchtkranke Personen.

    Die Düsselgrün Gärtner waren damit beschäftigt regelmässig den Müll, und angeschleppten Sperrmüll aus dem Garten zu entfernen und die Leute zum Verlassen des Gartens zu bewegen. Das Bienenhaus wurde zerstört und die Bienen wurden vertrieben.

    Einige Gärtner verließen den in 2024 gegründeten Verein und es gab wenig neue Interessenten für die Mitarbeit und die Gestaltung.

    2025 erlebten wir nochmal eine Steigerung der Umstände. 

    Zwar konnten wir die Ordnungsbehörden und die Polizei dazu bewegen den Garten zu schützen und öfter „Streife“zugehen,dennoch nahm die Anzahl der unerwünschten Besucher zu und der Vandalismus auch.

    Die Menschen haben regelrechte Lager gebaut , wo sie sich aufgehalten haben. Überall lagen Fäkalien.

    Wir müssen unser Wasser abstellen, weil die Suchtkranken davon getrunken haben und sich wuschen.

    2025 haben wir dann nochmal 3 aktive Mitglieder verloren.

    Wir sind auf das Gartenamt und diverse Politiker und Vereine zugegangen und haben versucht unsere Situation in die Öffentlichkeit zu bringen.

    Das Gartenamt finanziert uns einen Zaun, der jetzt im Frühjahr gebaut wird.

    Wir sind nun kein offener Gemeinschaftsgarten mehr und müssen gemeinsam mit der neuen Situation umgehen.

    In der Nacht vom 1-2.1.26 wurde im Düsselgrün Garten ein Brandanschlag verübt. Jemand hat unsere Theke und unseren Werkzeug Schrank angezündet.

    Nachbarn haben die Feuerwehr gerufen. Anbei ein paar Bilder von 2.1.26. Eine Nachbarin hat uns mittags informiert.

    Am letzten Wochenende hatten wir ein Jahresplanungstreffen. Wir werden auf jeden Fall versuchen weiter zu machen .

    Da wir nur noch circa 15 Aktive sind, können wir den Garten nicht mehr gewohnter Weise bespielen und müssen uns auf die Basisaufgaben konzentrieren. 

    Der Garten wird dieses Jahr 15 Jahre alt

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  • Postcodelotterie fördert Düsselgrün

    (alerts)
    Vor fast fünf Jahren ist der Gemeinschaftsgarten „düsselgrün“ in Oberbilk von der Haifastraße auf die Fläche am WGZ-Park an der Stahlwerkstraße umgezogen. Seitdem kann dort jeder gärtnern, denn der Garten ist für die Nachbarschaft. Mit der Unterstützung von 20.000 Euro geht nun ein großer Wunsch der Aktiven in Erfüllung: Der Umbau zum klimagerechten Gemeinschaftsgarten kann erfolgen.

    Wer die vertrocknete Wiese rund um den Gemeinschaftsgarten hinter dem Hauptbahnhof sieht, kann ermessen welchen Aufwand die Nachbarschaft betreiben muss, um den Gemeinschaftsgarten „düsselgrün“ gedeihen zu lassen. Denn das Pflanzen in den Beeten funktioniert nicht ohne ausreichende Bewässerung und Schatten gibt es kaum auf der Fläche. Nach fast fünf Jahren haben die Hobby-Gärtner ihre Erfahrungen gemacht und wissen auch, was sie noch alles verbessern wollen. Doch die Pläne müssen finanziert werden.

    Dies ist nun durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie möglich. Mit über 20.000 Euro fördern sie den Gemeinschaftsgarten düsselgrün in Oberbilk. Damit kann die Gartenfläche hinter dem Hauptbahnhof runderneuert und zum „klimagerechten Gemeinschaftsgarten“ umgebaut werden. „ Durch die Mittel haben wir und mit uns alle NachbarInnen die Chance, das Projekt auf ganz neue Füße zu stellen,“ freut sich Anika Füger vom Gemeinschaftsgarten.

    Mit dem Förderungsbeitrag soll die bauliche Substanz des Gartens umgestaltet und an die geänderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. Zahlreiche Hochbeete sollen erneuert und mit Bewässerungssystemen und Schattenspendern ausgestattet werden. Dass der Stadtgarten aus Hochbeeten besteht, liegt nicht nur an der Qualität der Erde, die darin besser angereichert werden kann. Die ursprünglich Idee war auch die Wildkaninchen vom Räubern abzuhalten. Allerdings haben sich die städtischen Kaninchen an die Umwelt angepasst und klettern auch in Hochbeete.
    https://www.report-d.de/Duesseldorf/Aktuelles/Duesseldorf-Jubel-im-Gemeinschaftsgarten-duesselgruen-Postcodelotterie-gibt-20.000-Euro-fuer-Neugestaltung-131321

     

    Die Mümmelmänner denken, der Garten sei extra für sie anglegt

    Die Neugestaltung umfasst außerdem die Gemeinschaftsflächen, so dass für Gärtner*innen und Nachbarschaft noch mehr Aufenthaltsqualität geschaffen wird. In der Vergangenheit wurden schon häufig Veranstaltungen im Gemeinschaftsgarten abgehalten, die in den nächsten Wochen gemäß der aktuellen Hygieneregeln so zügig wie möglich wieder anlaufen sollen. Geplant sind Vorträge und Workshops sowie wöchentliche offene Treffen, an denen unter Anleitung und öffentlich am Umbau der Fläche gearbeitet wird. Interessenten sind herzlich eingeladen sich zu engagieren. (mehr …)

  • Düsselgrün und Initiative Mehrwert richten erstes lokales NWT für Gärten in Düsseldorf aus

    (Gu, RSS)
    18.09.17
    In vielen anderen Städten gibt es bereits Garten-Netzwerke – in Düsseldorf noch nicht. Darum wollen wir zu einem ersten Treffen einladen, uns austauschen und herausfinden, wo es Bedarf an weiterer Vernetzung und Unterstützung gibt. Durch eine Vernetzung verschiedener Initiativen, die es in Düsseldorf gibt, könnten Erfahrungen und Ressourchen gebündelt werden.
    Beispiele für Vernetzung aus anderen Städten sind z.B. das gemeinsame Bildungsprogramm Seitentriebe aus Dresden oder in unserer Nachbarschaft Wuppertals Urbane Gärten sowie die Gemeinschaftsgärten Köln.
    Solche bereits bestehenden Garten-Netzwerke führen beispielsweise gemeinsam Workshops durch, sind Mitglied in einer Gärtnereigenossenschaft und erhalten so günstigere Einkaufsbedingungen, betreiben zusammen Öffentlichkeitsarbeit, bewerben sich um Fördertöpfe, betreiben gemeinsam politische Lobbyarbeit – oder feiern auch einfach mal zusammen ein Fest.
    Das erste Vernetzungstreffen „Gemeinsam Gärtnern in Düsseldorf“ soll dazu dienen, interessierte Akteure aus dem Düsseldorfer Urban-Gardening-Bereich „an einen Tisch“ zu holen, um sich darüber auszutauschen, welche Erwartungen und Vorstellungen es in Bezug auf ein Düsseldorfer Garten-Netzwerk gibt.

    und außerdem kooperiert Düsselgrün mit der Zentralbibliothek Düsseldorf, die im August erstmals mit ihrem Willkommen-Café düsselgrün besucht hat.
    Bei einem gemeinsamen Mitbring-Picknick trafen sich über dreißig Menschen unterschiedlichster Herkunft zum gegenseitigen Austausch, Kennenlernen und Geschichten Erzählen in unserem Gemeinschaftsgarten und bekamen eine kurze Gartenführung mit Blick in die Bienenbox (mehr …)

  • Workshop zum kollektiven Kartieren bei Düsselgrün

    (Gu, RSS)

    Workshop „Kollektives Kartieren“

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    am Samstag, 22. Juli 2017, 11 – 19 Uhr

    GEMEINSAM BEGEGNUNGSRÄUME IN OBERBILK ERFASSEN & GESTALTEN –

    Ein Worskhop zur partizipativen Stadtaneignung

    Eine Stadtgesellschaft, die Demokratie leben möchte, benötigt gestaltbare Räume für Austausch und Begegnung. Wir wollen uns gemeinsam über das kollektive Kartieren mit Oberbilk und seinen bestehenden und möglichen Begegnunsorten auseinandersetzen. Im Austausch über unser gemeinsames Umfeld und dessen unterschiedliche Wahrnehmung nutzen wir das Kartieren, um Orte, Lebenswelten und Initiativen sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu bringen.
    Im Workshop lernen wir, unseren Stadtraum kritisch zu betrachten, ihn eigenständig zu erfassen und ihn gemeinsam zu kartieren. Die kollektive Karte kann bestehende Raumanordnungn hinterfragen und verschiedene Möglichkeiten zur Begegnung aufzeigen.

    PROGRAMM

    11:00 Beginn im Niemandsland e.V., Heerstraße 19 in Düsseldorf-Oberbilk
    (an dem Bioladen Ökoma rechts vorbei geht es in den Hinterhof)

    Theoretische Einführung in Kartenkritik und das Kollektive Kartieren.

    12:30 Gemeinsame Mittagspause – es wird vegetarisch für alle gekocht.

    13:30 Wir erkunden Oberbilks Begegnungsorte

    16:00 Austausch bei Kaffee und Kuchen im Gemeinschaftsgarten düsselgrün

    16:30 Zusammentragen der Ergebnisse und Gestaltung einer möglichen kollektiven Karte

    19:00 Ende mit gemütlichem Ausklang

    Ein Kooperationsprojekt, organisiert von düsselgrün in enger Zusammenarbeit mit dem sozial-ökologischen Nachbarschaftsverein Niemandsland e.V.
    Für die Leitung des Workshops holen wir das kollektiv orangotango nach Düsseldorf.

    gefördert von: Bundesprogramm Demokratie leben (mehr …)

  • Die neue Fläche von Düsselgrün

    (Gu, Mail, 6.4.)

    Düsselgrün ist letzten November umgezogen.

    wie sieht die vertragliche Regelung mit der Stadt aus? Wie lange könnt ihr bleiben? Wie sehen die Kündigungsfristen aus?

    Vertraglich erfolgt unser Nutzungsverhgältnis auf unbestimmte Dauer. Zur Kündigung ist leider folgendes vermerkt: „Stadt und Nutzer sind berechtigt, die Nutzungsvereinbarung jederzeit bis zum 3. Werktag eines Monats für den Ablauf des übernächsten Monats zu kündigen. Eine Kündigung ist jederzeit ohne Nennung von Gründen, aber insbesondere dann seitens der Stadt möglich, wenn sie die konkrete Absicht hat, die Fläche wieder ausschließlich als öffentliche Grünfläche zu nutzen“.
    Das hat vor allem damit zu tun, weil wir in einem öffentlichen Park sind und die Stadt mit der Überlassung der Fläche an uns „Neuland“ betritt. Im Gespräch wurde uns die Fläche eigentlich auf sehr lange Sicht in Aussicht gestellt (in etwa 25 Jahren sollen sogar die Häuser weichen), da sie im B-Plan wohl als Grünzug fest verankert ist. Probleme können entstehen, wenn sich Anwohner beschweren, dass da nun ein Garten anstelle eines öffentlichen Parks ist. Oder wenn unser „Projekt“ an dieser Stelle „nicht funktioniert“ (die Stadt hat Sorgen zwecks Vermüllung, Vandalismus,…). Das erste Jahr liegt daher besonders Im Fokus hinsichtlich unserer öffentlichen Wahrnehmung.

          Wie groß ist die Fläche?
    676 m²
    Wenn alles gut läuft und irgendwann mehr Bedarf wäre, wäre bei dem jetztigen Rückhalt im Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen eine Vergrößerung wohl auch machbar. Allerdings reicht uns diese Flächer erst einmal vollkommen aus.

    Die Fläche hat sich mit dem neuen Standort verdoppelt und ist in einem öffentlichen Park (ex Industriefläche). Sie dürfen nur in Hochbeeten gärtnern, die sie im Niemandsland bauen (schon 30 sind fertig). Neben den Palettenbeeten sollen auch spezielle Beete für Bäume, Sträucher, Kartoffelacker entstehen. Sie wollen alles mögliche andere auch noch bauen, neben Sachen für die Pflanzen auch ein Sonnensegel und eine Komposttoilette und auch selbsterklärende Beschilderungen und Infotafeln.

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