Schlagwort: Erde

  • Augsburg: GG der CityFarm

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    • Wie hat sich das Gärtnern und die Gartengruppe denn weiterentwickelt? Du hattest beim letzten Antrag geschrieben, dass sich im 2. Lockdown mehr Leute angemeldet haben und diese auch „so richtig“ eingestiegen sind. Ging das so weiter? Wie viele Leute sind jetzt in der Gartengruppe? Wie viele in der Kerngruppe, die die Orgaarbeiten macht?

    • –> Die Orgaarbeiten hängen im Augenblick überwiegend an mir, da ich (genau aus diesem Grund) nur halbtags arbeiten gehe, um das alles zu schaffen. Orgaarbeiten heißt für mich der Bürokram. Benni übernimmt auch viel aber der Vereinskram bleibt doch an mir hängen. Alle anderen arbeiten Vollzeit, sodass ich freiwillig lieber weniger Geld verdienen gehe aber die Orga immer sicher gestellt ist. Hin und wieder kann ich natürlich Aufgaben abgeben aber den Überblick habe ich trotzdem.
      Ansonsten die praktische Orga auf der Farm ist in Bereiche geteilt: Garten, Schafe/Beweidung, Hühner, Bienen, Gelände/Hütten mit jeweils 2-3 Leuten.

      Die Gartengruppe hat sich prächtig entwickelt. Es sind eine handvoll Leute neu dazu gekommen oder haben von Gartopia zur Farm gewechselt. Gerade sind wir 10 Leute (ohne die 4 Kinder), die die Umgestaltung zu Waldgarten vorantreiben (jeder hat aber auch sein eigenes Beet, außer Tobias der einen riesigen uralten Waldgarten zu Hause hat). Es haben über den Winter aber auch ein paar Leute aufgehört wegen Umzug oder Trennung. 
      Dazu kommen noch jene, die bei den 10 Leuten nicht mit eingerechnet sind, die erst zur wärmeren Jahreszeit aus ihren „Löchern“ kommen und regelmäßig mitarbeiten. Diese haben kein eigenes Beet, beteiligen sich aber an den anstehenden Arbeiten und kommen mehr oder weniger regelmäßig (von 1x die Woche bis 1x im Monat). Wie viele das genau sind, kann ich aktuell noch nicht sagen, da das jedes Jahr variiert. 
       

    • Wie hat sich die Nutzung des Gewächshauses entwickelt? Wie viele Leute von euch sind da nun dabei, konntet ihr erreichen, dass es nicht diesen beschränkten Zugang gibt, wie im letzten Jahr?
      –> der beschränkte Zugang bleibt leider bestehen. Es ist halt doch ein Betriebsgelände, auf dem nicht jeder herumlaufen soll. Da kann ich die Chefin aber auch verstehen, denn seit Corona ist das Eck zum Spazierengehen höchst frequentiert und es gibt immer wieder Probleme mit Leuten die überall reinlaufen, Zeug mitgehen lassen (ja auch Früchte!) und auch hin und wieder Vandalismus, von wild herumlaufenden, unkontrollierbaren Hunden und ihren Hinterlassenschaften mal ganz abgesehen….
      Voraussichtlich werden dieses Jahr 5-6 Leute an der Tomatenpflege beteiligt sein. Die Verarbeitung der Früchte wird wieder auf der Farm erfolgen und alle die wollen, können mitmachen. Wir hoffen auf lustige und ergiebige Einmachtage! Dazu wird es (je nach Wetter) einen festen Tag in der Woche geben. Dann treffen sich alle Einkochbegeisterten und es wird geschnippelt, gekocht, aber auch Kräutersalze gemacht, eingelegt, fermentiert, …. Wie viele dann immer dabei sind, lässt sich schwer vorher sagen, es kann von 4 bis 10 variieren (immer etwas wetterabhängig).
       
    • Kann die Erde, die wir letztes Jahr gefördert haben, weitergenutzt werden?
      –> die Erde hatten wir kompostiert und schon auf die Beete ausgebracht. Davon ist nichts mehr übrig. Im Gewächshaus wiederverwenden können wir sie nicht, denn dafür müssten wir sie professionell dämpfen (Schutz vor übertragbaren Krankheiten und Schädlingen). Das ist leider weder logistisch noch von den Stromkosten her machbar. Dazu kommt dass die Erde extrem ausgelaugt war und im Kompost auch nur die Funktion der Auflockerung übernahm, als dass sie noch Nährstoffe liefert. 
       
    • Was passiert mit dem Saatgut, das ihr aus den Pflanzen gewinnt? Nutzt ihr das im Garten weiter oder wird das hauptsächlich verkauft?
      –> in erster Linie bekommen das natürlich die CityFarmer für ihre Beete und die Gemeinschaftsbeete aber auch zum Verschenken, Weitergeben, Tauschen. Nur ein Teil wird gegen Spende abgegeben (seit Corona halt nur sehr, sehr wenig). Initiativen bekommen bei uns das Saatgut und auch Pflanzen kostenfrei.
       
    • Die Stadt Augsburg fördert ja auch Gemeinschaftsgärten, habt ihr dort nachgefragt, ob sie euch mit finanzieren können?
      –> Da unser Verein nicht nur Garteninitiativen beinhaltet, lassen wir uns Kosten für den Verein wie z.B. Versicherungen und Internethosting finanzieren. Es gibt jedes Jahr einen festen Betrag, der über alle Agenda-Initiativen (über 30 Foren mit zahlreichen Initiativen) ausgeschüttet wird. Da ist kaum Spielraum etwas zusätzliches zu beantragen. Es ist jedes jahr ein hauen und Stechen, dass man den eingereichten Betrag überhaupt ausgeschüttet bekommt. Augsburg fördert Garteninitiativen klingt also netter, als es in Wirklichkeit ist.
      Bei der Sparkasse haben wir gerade eine Spendenaktion laufen aber da geht es um die Investitionen in den Waldgarten, große Bäume sind ja echt teuer! Leider können wir auch da nichts für die Erde abzwacken, da es zweckgebunden ist.

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