Schlagwort: essbare Stadt München

  • GG Essbare Stadt München: startet erst im Juni 2021 wieder

    (Mail)

    der Garten lief diesmal bis zum 31.1.21 und es wurden viele Wintersachen angebaut. Die Argumentation war es, dass wegen Corona wir erst im Juni anfangen konnten. Ich werde heuer wieder verhandeln müssen, ob es auch über den Winter laufen kann.
    [beim letzten Besuch dort im Sommer 2020 sagte Irene, dass endlich die Beete nicht mehr abgeräumt werden müssen und so erstmalig auch Winterkulturen angebaut werden können. Nun ist die Fläche aber wieder umgegraben und es gibt noch keine Beete]


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  • Grünspitz und essbare Stadt München

    (Projektbesuche)
    Der Grünspitz hat sich vom Garten, den alle gemeinschaftlich gemacht haben zu einem Garten mit Beetpaten entwicklet. Grund dafür ist die Auflage der Versicherung, dass beim „alles gemeinschaftlich“ Konzept der Garten nur an bestimmten Tagen geöffnet sein durfte (bzw betreut werden musste), jetzt können die Gärtner*innen jederzeit an ihr Beet. Es gibt auch Nachbar*innen, die die Blumenbeete auf dem Platz regelmäßig gießen und dafür eine Art Patenschaft übernommen haben. Wasser wird mit Feuerwehrschläuchen, die in einem selbstgebauten Haus aus Stockbeetteilen lagern (= ihr Schuppen), 1x/Monat in die fünf 1000l IBC-Tanks gefüllt. Das muss dann für den Monat reichen. Das ÖBZ macht inzwischen einige seiner VHS-Kurse auf der Fläche.
    Die Beete/Patenschaften werden jedes Jahr Anfang des Jahres neu verlost in der Gartengruppe, da sie ganz unterschiedlich groß sind.
    Die Fläche hinter dem Gartenprojekt wird mit Wohnungen bebaut. Da die de Gartenprojekt vorgelagerte Fläche (= der Platz) als Grünalage mit Erholungs- und Freizeitangebot von der Stadt geplant ist, ist Green City dabei, ein Konzept zu erarbeiten, was sie für die weitere Nutzung einreichen wollen. Gemüsebeete, Schaubeete für Biodiversität und was wächst wann (Jahreskreislauf) sind mit vorgesehen.
    Im Gemeinschaftsgarten Essbare Stadt gibt es 120 Beete. Diese müssen jeden Herbst abgeräumt werden und werden von der Baumschule untergepfügt und müssen dann wieder von der Gruppe neu gemacht werden. Dieses Jahr dürfen die Beete erstmalig bis März bleiben, so dass die Gruppe/die Gärtner*innen auch mal mit Wintergemüse experimentieren kann. Es gibt hauptsächlich individuelle Beete, doch auch einige Gemeinschaftsbeete (die Hügelbeete) und da kümmert sich eine Gruppe drum, die auch die Kräuter für alle mit beackert. Es sind sehr viele Leute an einem Beet hier interessiert, die Warteschlange ist riesengroß. Da die Beete sehr unterschiedliche Lagen auf der Fläche haben (Schatten, sehr feucht bis trocken, sehr sonnig), werden die auch hier jedes Jahr neu ausgelost. (mehr …)

  • Ansturm auf GG essbare Stadt München

    (Gu, RSS)

    In diesem Frühjahr erlebte die „Essbare Stadt“ in Untergiesing einen Ansturm wie nie zuvor. Der Trend zum Stadtgärtnern wächst immer weiter. Deshalb soll die Stadt München mehr Fläche bereitstellen, außerdem wünschen sich die Organisatoren des Gartenprojekts ein ausgebautes Bildungsangebot.

    Mehr als doppelt so viele Nachfragen wie Parzellen:
    300 Quadratmeter nahe der Isar sind lange nicht genug, um das Gärtner-Bedürfnis der Münchner zu stillen. Das zeigt das Projekt „Essbare Stadt“ von Green City e.V.: Dabei werden kleine Parzellen in der Innenstadt an Hobbygärtnerinnen und –gärtner vergeben, die darauf Nutzpflanzen anbauen können. Die Gartenanlage soll zur Selbstversorgung der Stadt München beitragen und den Bürgern neue Wege der Nahrungsmittelerzeugung in Gegenden mit hoher Bevölkerungsdichte aufzeigen.
    Mit den eigenen Händen Setzlinge zu pflanzen, in der Erde zu graben und Gemüse zu ernten übt auch in der Großstadt einen ungebrochenen Reiz aus. Bereits lange vor Beginn der Gartensaison waren alle 100 Parzellen in der „Essbaren Stadt“ vergeben. Über 200 Interessierte bewarben sich um einen Platz, sodass am Ende das Los über die Vergabe der Mini-Felder entscheiden musste.


    „Die Landeshauptstadt München muss dem enormen Interesse der Bürgerinnen und Bürger Rechnung tragen und das Konzept der ‚Essbaren Stadt‘ auch auf andere Grünanlagen und -flächen in München übertragen“, fordert Silvia Gonzales, Leiterin der Stadtgestaltung bei Green City e.V.. Nur mit mehr Raum für die Hobbygärtner können noch mehr Menschen das biologische Anbauen von Nutzpflanzen mitten in der Stadt lernen und die Selbstversorgung Münchens unterstützen. Die Nachfrage ist da, nun ist es an der Stadt, weitere Grünflächen für das Projekt „Essbare Stadt“ bereitzustellen.
    Green City e.V. hat derweil große Pläne: Neben der erhofften Erweiterung der Gartenfläche wollen die Organisatoren vermehrt Weiterbildungsveranstaltungen anbieten. In verschiedenen Workshops sollen Themen für ökologische Hobbygärtner abgedeckt werden, wie umweltfreundliches Düngen oder die Gewinnung von biologischem Samengut.


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  • Im Gemeinschaftsgarten „essbare Stadt München“ sind über 100 Leute dabei

    (Gu, Projektbesuch, 24.6.)
    Das Gartenprojekt von Green City erlebt seine zweite Saison: Die Fläche neben dem Rosengarten (Eingang: gegenüber der Halle 2) ist in viele ca 2m² große Beete eingeteilt, alle ordentlich neben – und hintereinander, alle gleich groß. Die Beetflächen sind ein wenig erhoben, dazwischen sind enge Pfade zum Gehen und Stehen angelegt. In der Mitte gibt es einen Streifen mit „Bildungsbeeten“, die für die Arbeit mit Kitas und Schulgruppen genutzt werden. Die anderen Beete werden individuell genutzt, deklariert wird das als „Paten“, doch sind das inzwischen Beete, die von a bis z individuell genutzt werden und auch mit Namen gekennzeichnet sind. Green City beobachtet, dass das zu größerer Verbindlichkeit führt. Es gibt zwei Tage, an denen jemand von Green City dabei ist und da kommen auch viele der MitgärtnerInnen. Vorher hatten sie alles gemeinschaftlich mit Gießplänen und Pflanzplänen etc. Mit den kleinen individuellen Beeten können auch mehr Menschen mitmachen, die Kommunikation ist unkomplizierter, den Pflanzen tut die Pflege durch bestimmte Hände wohl auch gut. Als Nachteil bezeichnete die Praktikantin gestern, dass so nicht mehr z.B. ein Streifen Kartoffeln, ein Streifen Salate etc. angebaut werden können. (mehr …)

  • Giesinger Grünspitz hat sich sehr gut entwickelt

    (Gu, Projektbesuch, 11.6.)
    Das Green City Projekt „Giesinger Grünspitz“ startete letztes Jahr als kleines Gemeinschaftsgartenprojekt an der Tegernseer Landstraße in München Giesing. Sie haben den ganzen Platz dazu bekommen und bespielen diesen mit vielen verschiedenen Veranstaltungen (Flohmärkte, Kleider-Tausch-Parties etc.), Workshops, gemeinsamen Frühstücks zu Musik, Aktionen für Kinder uvm. AUf dem Platz sind aus Paletten gebaute (von uns gefördert) Sitzmöglichkeiten verteilt, die Umhegung des Platzes wird derzeit von der Münchner Kulturverstrickung umstrickt, die auch den Bauzaun (um das Gartenprojekt) und Teile im Garten schon umstrickt/verschönert haben.
    Im Garten gibt es inziwschen individuelle Beete. Das tut den Pflanzen gut und ist auch kommunikationsunaufwendiger.
    Das Projekt wirkt sehr lebendig, viele verschiedene Leute finden hier die Möglichkeit, mit zu machen, ein konsumfreier Ort in Giesing ist entstanden.
    In dem Gartenprojekt „essbare Stadt“ machen inzwischen schon 120 Leute mit. Auch hier hat Green City sich inziwischen für individuelle Parzellen entschieden. (mehr …)

  • Essbare Stadt München geht in 2015 weiter

    (Gu, Mail, 15.1.2015)
    Das Projekt von Green City „Essbares München“ (ein Gemeinschaftsgarten“ geht weiter: „wir haben uns mit dem Gartenbauamt getroffen, um das Projekt zu evaluieren.

    Es soll 2015 weiterhin im Bischweiler stattfinden. Allerdings immer noch als Pilotprojekt, da einige Sachen nicht optimal liefen und wir organisatorisch Einiges ändern sollen.

    Unser Problem ist jetzt allerdings die Finanzierung. Für unseren Betreuungsaufwand haben wir noch nichts gefunden(mehr …)

  • essbare Stadt München hört Ende November zunächst auf

    (Gu, Info beim vernetzungstreffen und Mail).

    Das bei uns als Gemeinschaftsgarten aufgeführte Projekt Essbares München (von Green City) war zunächst ein Experiment. Ende November gibt es noch eine Abernteveranstaltung und dann wird das Projekt auch von Seiten der Stadt evaluiert. Eventuell startet es dann nächstes Jahr wieder dort und/oder an anderen Standorten

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  • viel los bei „essbare Stadt München“

    (Gu, Projektbesuch am 8.8.)
    „Die Stadt“ (Grünflächenamt?) ist auf Geren City zugekommen, da sie eine Organisation suchte, die exemplarisch auf einer Fläche „essbare Stadt“ ausprobieren würden. Green City hatte wohl 10 Tage Zeit, „was zu zaubern“. Die Stadt möchte ausprobieren, wie so ein Projekt läuft und je nachdem könnte das wohl auch auf andere Standorte ausgedehnt werden.
    Auf einer öffentlichen Fläche in einem Prak direkt hinter dem Rosengarten an der Isar (auf dem Gelände der städtischen Baumschule Bischweiler), mit Eingang gegenüber der Halle 2 ist seit Mai auf einer kleinen Fläche (geschätzt 300-400m²) ein Green City Team aktiv. Zusammen mit 100 Interessierten (manche kommen sehr regelmäßig, andere punktuell, einige aus ganz anderen Bezirken) haben sie Gemüsebeete angelegt. Sie arbeiten direkt im Boden und es sieht recht ordentlich aus. Die Beete sind auf einer rechteckigen Fläche, sie wirken alle gleich groß. In der Mitte gibt es ein Bohnentipi. Auf den Beeten sind nur Gemüsepflanzen, keine Blumen und auch keine anderen Gegenstände.
    Werkzeuge sind in einer mit Zahlenschloß gesicherten Kiste, Wasseranschluß gibt es, Kompost wird eher „wild“ in einem Gebüsch angelegt – das muss noch mit den Zuständigen für die Anlage geklärt werden.
    Gestern war viel los. Zum einen war jemand von Grren City da und „gemeinsames Gärtnern“ war angesagt und außerdem gab es ein Picknick. Das Green City Team hat sich überlegt, dass sie die Ernte gerne gemeinsam mit den Leuten gleich vor Ort zubereiten und essen wollen. Es ist eine kleine Fläche für die vielen Leute und der Ertrag ist nicht so hoch. Sie wollen mit dem Picknick auch das Gemeinschaftsgefühl stärken und den Austausch der Leute untereinander anregen. Meine Gesprächspartnerin verstand das Projekt jedoch nicht als Gemeinschaftsgarten, sondern sah einen Unterschied zu der „essbaren Stadt“, da ja hier auch Leute ernten können, die gar nicht mit beim Projekt dabei sind.
    Es kommen zu den angekündigten Zeiten – also wenn jemand von Team da ist – immer Neuinteressierte dabei. Es gibt für jeden Tag ein Gießteam (ich glaube ohne Green City Leute), das sich untereinander abspricht, wer gießt.
    Die Leute, die gestern da waren: hauptsächlich Frauen ab Mitte 30 – ca. Mitte 50, 2 Männer. Viele bisschen schicker.

    Fotos beim Projekt (mehr …)

  • essbare Stadt München . Interview mit SIlvia Gonzales

    (Blog München – Querbeet, 31.7.)

    Interview mit Silvia Gonzalez von Green City e.V.
    Seit Anfang Juni dieses Jahres gibt es in München einen neuen Urban Gardening-Standort – die Essbare Stadt München am Rosengarten auf dem Gelände der Baumschule Bischweiler. Wie ist es zu dem Projekt gekommen und was ist sein Ziel? Wie ist das mitgärtnern und Ernten organisiert? Birgit Kuhn und Dr. Sofia Delgado, die Gründerinnen von mMenchen-querbeet.de, haben mit Silvia Gonzalez, die das Projekt bei Green City e.V. leitet, gesprochen.

    M-Q: Anfang dieses Jahres hat die Grünen-Stadträtin Sabine Krieger in einem Antrag vorgeschlagen, in Münchner Parks und Grünflächen auch Nutzpflanzen anzubauen. Wie haben Sie es geschafft, dass die Essbare Stadt München bereits in dieser Gartensaison umgesetzt werden konnte?

    Silvia Gonzalez: Das Konzept Essbare Stadt ist seit Jahren bekannt, sowohl bei den Gemeinnützigen Organisationen als auch bei der Politik und bei der Verwaltung. Ich persönlich war 2013 in Andernach, habe mir die Umsetzung angeschaut und mich mit den Initiatoren ausgetauscht. Seitdem haben wir von Green City aus versucht, auch so ein Projekt für München zu bekommen. Dank des Antrages von Frau Krieger ist es jetzt möglich gewesen.

    M-Q: Wie haben Sie es geschafft, dass die Essbare Stadt München bereits in dieser Gartensaison umgesetzt werden konnte?


    Silvia Gonzalez: Green City ist bei der Stadtverwaltung als ein kompetenter Partner mit langjähriger Erfahrung in Urban Gardening bekannt. Einer unserer Vorteile als Verein ist die Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit: mit unseren Netzwerken können wir sehr schnell Aktive und Mitglieder, aber auch AnwohnerInnen mobilisieren. Aus diesen Gründen konnten wir sehr schnell ein neues Gartenprojekt stemmen.

    M-Q: Die Idee der „Essbaren Stadt“ stammt aus Andernach und wurde von Heike Boomgaarden und Lutz Kosack entwickelt. Arbeiten Sie nach denselben Prinzipien oder gibt es bei der Essbaren Stadt München Unterschiede zum Modell „Essbare Stadt Andernach“?

    Silvia Gonzalez: Andernach versteht das Konzept „Essbare Stadt“ fast flächendeckend. In allen Parkanlagen, Grünstreifen, Seitenstreifen, an der Schlossmauer etc. überall sind Nutzpflanzen angebaut.

    In München ist es erstmals ein Pilotprojekt, das auf einer kleinen Fläche ausprobiert wird. Wenn das Projekt erfolgreich ist, werden wir weitere Flächen in anderen Stadtteilen für eine Erweiterung vorschlagen.

    In Andernach werden die Flächen von einer Beschäftigungsgesellschaft betrieben. So bekommen Arbeitslose nicht nur eine Beschäftigung, sondern eine Ausbildung zum Gärtnern. In München wird die kleine Fläche erstmals von AnwohnerInnen und Aktiven von Green City gepflegt.

    M-Q: Was wollen Sie mit der Essbaren Stadt München erreichen bzw. den Bürgern bieten?

    Silvia Gonzalez: Wir verfolgen mehrere Ziele. Ich habe sie in fünf Punkten zusammengefasst.

    • Bürgerengagement für die eigene Stadt: Bürger garteln für Bürger und stellen die Ernte allen zur Verfügung. Gemeinschaftliche Interessen sind wichtiger als der Eigenprofit.
    • Förderung des urbanen Gärtnerns: Die Stadt als Lebensmittelerzeuger. Lokale Erzeugung: Thematisierung von CO2-Bilanz in der Lebensmittelproduktion (Transportwege, Stromkosten in der Lagerung).
    • Umweltbildungsprojekt: Stadtmenschen können nachverfolgen, wie unterschiedliche Gemüsesorten ausschauen und anwachsen. Wir wollen inspirieren: Es wird angeregt, im eigenen Balkon, im Innenhof etc. das erlernte umzusetzen und München ein Stück weit grüner zu machen.
    • Soziale Kontakte in der Nachbarschaft werden verknüpft.
    • Wir schaffen umweltschonende Freizeitangebote in der Nachbarschaft.

    M-Q: Für die Essbare Stadt München wurde eine Fläche zur Verfügung gestellt, die abseits vom Trubel der Großstadt liegt und von der Straße kaum einsehbar ist. Warum?
      Sililvia Gonzalez: Die Fläche auf der Baumschule Bischweiler hat viele Vorteile: Es ist eine wertvolle Anlage, die von den Besuchern sehr geschätzt ist und die für „ruhige“ Nutzungen in Anspruch genommen wird. Die Anlage ist von 20:00 bis 07:00 Uhr geschlossen. In Bezug auf Vandalismus ist es für ein zaunenloses Gartenprojekt optimal.

    Außerdem dürfen Hunde nur an der Leine und durch die hohen Bäume und Hecken ist das Gemüse vor Abgasen geschützt.

    M-Q: Die Essbare Stadt München ist vor wenigen Wochen gestartet. Wie ist die Resonanz bisher?

    Silvia Gonzalez: Die Resonanz ist enorm gut. Innerhalb von 3 Wochen konnten wir schon ca. 50 Gießpatinnen aus der Nachbarschaft gewinnen, die sich regelmäßig am Projekt beteiligen möchten. Außerdem konnten wir ca. 100 weitere Interessenten gewinnen, die das Projekt unterstützen.

    M-Q: Die Essbare Stadt München ist als öffentlicher Mitmach-Garten konzipiert. Wie und wann kann man mitmachen? Gibt es irgendwelche Voraussetzungen?

    Silvia Gonzalez: Die Patinnen sind in Tagesgruppen von ca. 5 Personen organisiert, so dass auf jedem Fall jeden Wochentag jemand vor Ort ist. Innerhalb der Gruppe tauscht man sich aus, wer an dem Tag den Gießdienst übernimmt oder wenn man verhindert ist.

    Es gibt auch „Sprechstunden“, bei denen jemand von Green City vor Ort ist und das Projekt erklärt, so dass man später selbstständig ist.

    M-Q: Was wird bei der Essbaren Stadt München angebaut?

    Silvia Gonzalez: Wir haben 32 Beete mit unterschiedlichen Gemüsepflanzen, 4 Kräuterbeete und ein Bonnentipi bepflanzt. Unter den Gemüsesorten findet man Mangold, Sellerie, Radi, Plücktsalat, Kürbis, Zucchini, Gurke etc. – alles samenfeste Sorten vom Bioanbau.

    M-Q: Das Motto der Essbaren Stadt München ist „Pflücken erlaubt statt betreten verboten“. Wie ist das Ernten organisiert?

    Silvia Gonzalez: Jeder ist eingeladen, ein wenig von der Ernte dieses neuen Projekts zu kosten. Da auf der kleinen Fläche keine großen Mengen zu erwarten sind, wird es nur eine kleine Kostprobe für jeden geben. Pflücken Sie bitte in Maßen und denken Sie an den Nächsten, der auch was probieren möchte. Pflücken Sie bitte die Früchte bzw. einzelnen Blätter (z.B. bei Salat und Mangold), reißen Sie bitte weder die ganze Pflanze, noch das Herz ab.

    M-Q: Kritiker des Modells „Essbare Stadt“ führen das Argument an, die Anlage könnte durch Vandalismus beschädigt oder zerstört werden. Gab es bereits derartige Übergriffe auf die Essbare Stadt München?
    Stangenbohnen

    Silvia Gonzalez: Nein. Das Projekt wird hochgeschätzt und respektiert.

    M-Q: Wie lange dauert die Gartensaison bei der Essbaren Stadt München?

    Silvia Gonzalez: Die Gartensaison dauert, bis es friert (Ende Oktober, Anfang November). Dann wird alles ausgerissen und die Erde bearbeitet, um sie für den nächsten Frühling vorzubereiten.

    M-Q: Gibt es Pläne, im kommenden Jahr das Modell Essbare Stadt München auf weitere Standorte in München auszuweiten und auch in Grünanlagen in der Innenstadt essbare Pflanzen anzubauen?

    Silvia Gonzalez: Es wird davon abhängig werden, ob das Pilotprojekt gut ankommt (in Bezug auf der Beteiligung der BürgerInnen bei der Pflege und auf Vandalismus). Wir sind zuversichtlich, dass es klappen wird und sammeln auch schon Vorschläge von BürgerInnen für Flächen in anderen Stadtteilen, die wir der Stadtverwaltung präsentieren können.

    M-Q: Wir danken Ihnen für das Gespräch!

    Besucher und Mitgärtner bei der Essbaren Stadt München

    Green City e.V.
    Goethestr. 34
    80336 München

    http://www.greencity.de

    Projektwebsite: www.greencity.de/essbare-stadt


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