Schlagwort: Essbares Waldkirchen

  • Waldkirch: Gruppe baut Wasserschuppen

    (Antrag, Antworten)

    Erneuerung und Weiterentwicklung des „Wasserschuppens“ im
    Mitmach-Garten der Essbaren Stadt Waldkirch
    Unser „Wasserschuppen“ kombiniert die Funktion des Regenwassersammelns in 1000 l-
    Containern und kleineren Regentonnen über die Dachfläche mit der Funktion der
    Unterbringung von Gartengeräten wie Schubkarren und Werkzeugen.
    Umsetzung des Projektes: Frühjahr 2026 (ca. März/April)
    Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre mit dem alten Wasserschuppen möchten
    wir nun nach eigenen Plänen und in eigener Umsetzung eine Weiterentwicklung des
    Schuppens realisieren.
    Die Vorteile gegenüber der alten Lösung:
    • Es fließt kein Regen mehr in den Innenraum. Die trockene Unterbringung der Utensilien
    wird gewährleistet.
    • Die Regencontainer stehen außerhalb. Dadurch entsteht mehr Stauraum, was u.a. die
    Unterbringung unseres umweltfreundlichen Strohhäckslers ermöglichen wird.
    • Die Gerätschaften werden durch Doppelstabmatten vor Diebstahl geschützt.

    – wem gehört die Fläche und ist die Nutzung durch den Mitmachgarten begrenzt? Die Fläche des Mitmach-Gartens und des Elzbeetes gehört der Stadt. Wir haben keinen schriftlichen Vertrag. Die Rechtsform ist eine sog. Duldung. Im Rahmen unserer Anliegen sind wir frei.

    – habt ihr einen Zaun? Gibt/gab es Vandalismus o.ä.? Kein Zaun von der Stadt gewünscht. Uns gefällt, dass der Garten jederzeit zugänglich ist – bis auf das Problem des „Gemüseklaus“.

    – wie groß ist die kerngruppe, wie viele Menschen gärtnern wirklich und wie viele nutzen den Garten ansonsten? Ca 1 Dutzend mit unterschiedlichsten Aufgaben wie Rasenmähen, Heckenschneiden, Webseite pflegen, Hauptverantwortung Kräuter und Heilpflanzen, Hauptverantwortung Gemüse,Hauptverantwortung Beeren,Kindergartenbeete … Durch die Aufteilung gelingt die Grundpflege inzwischen recht gut. Problem ist, dass zum wöchentlichen „offenen Gärtnern“ im Frühjahr ca 7, machmal auch 15 Leute kommen, später 1 – 5. Es wäre bes. für mich entlastend, wenn mehr Leute mitmachen würden. Unklar, wie der Bevölkerung kommuniziert werden kann, dass es auch eine Hilfe für uns ist, wenn man nur einmal unverbindlich kommt. ??? Wenn jede Woche 2 – 3 Mithelfer*innen kämen, wäre das schon toll.

    – wie kann man mitmachen, wie führt ihr die Menschen ein, die neu dabei sein wollen? Wo macht ihr Öffentlichkeitsarbeit? Einführung: Beim 1. Mitmachen den Garten erklären, i.a. nach Grundwissen, das auf einer Infoveranstaltung oä. vermittelt worden ist. Ich mache jede Woche eine To Do-Liste, aus der man sich aussuchen kann, was man machen möchte. Das wird als sehr freilassend und informativ empfunden. Darüber hinaus haben einige Mitmacher*innen eine eigene kleine Fläche zur Pflege übernommen. Deutlich steigt die Identifizierung mit der Fläche, wenn man sie selber pflegt. Andere schätzen es, unverbindlich hin und wieder mitzumachen und dann klar kommuniziert zu bekommen, was gerade zu tun ist.

    Öffentlichkeitsarbeit: Im Garten selber durch Gespräche mit den vielen Besuchern. Wobei die meisten innerlich abschalten, wenn wir tiefer gehen ☹️. Vermittlung von enkeltauglichem Gartenwissen in  Infosystem zum eigenständigen Erkunden -> Schilder auf den Beeten zu verschiedensten Themen; Vertiefung durch Infokarten, die man sich mitnehmen kann; Geocaching-Pfad zu Klimaschutz und Biodiversität; Gartenrallye zu Biodiversität im MMG (Mitmach-Garten), s.a. Webseite; Projekttage mit Schulen; Seminare; Besonderes wie Tag der Artenvielfalt, Klimabrunch und Filmabend (Unsere große kleine Farm); Werbung beim Neubürgerempfang, Markt, Klimaschutzgespräch …

    – was passiert mit der Ernte? Was übrig bleibt, teilen wir unter den anwesenden Mitmach*innen auf bzw. kochen nach dem Gärtnern etwas daraus -> Feuerschale, Chantico Terrassenofen, Lehmbackofen. Quelle des Unmutes ist, dass Vieles von Besuchern geerntet wird, leider auch, nachdem wir ihnen die Ernteregeln erklärt haben. Als wir 2013 begannen, haben wir uns gefreut, als zum 1.x etwas geerntet worden ist – nach dem Vorbild der Essbaren Stadt Andernach. Inzwischen hat sich da viel Frust eingenistet, weil der Energieausgleich für den persönlichen Einsatz als nicht gegeben empfunden wird. Dabei spielt es eine Rolle, dass sich die Essbare Stadt Andernach aus Steuergeldern finanziert (Top Down), während wir als Bürgerinitiative alles selber stemmen (Bottom Up). Hinzu kommt, dass durch den MMG so viele Besucher gehen, dass schlichtweg nie etwas da wäre, was man in diesem „Anschauungsgarten“ anschauen könnte, wenn jedeR auch nur ein Exemplar vom Gemüse mitnehmen würde. Ernteregeln: Beeren und Küchenkräuter jederzeit gerne naschen und Samen mitnehmen, Gemüse nur nach Absprache mit jemandem aus dem Team.

    – was für Kooperationen habt ihr? Kneipp-Verein, Stadt Waldkirch, Klimaschutz AK, Kino Klappe 11, Schwarzwaldverein, Schwarzwaldzoo, Waldkircher Beschäftigungsinitiative WABE, Mehrgenerationenhaus, BUND, NaBu, Schulen, Kindergärten …

    – wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens? Gar nicht. Aber wie das bei Hobbys so ist, wird en passant manches aus der eigenen Tasche bezahlt.

    – wie habt ihr euch bisher finanziert? Boden u. diverse Sachleistungen: Stadt Waldkirch. Private Spenden und Spenden von Geschäftsleuten, EDEKA Bonaktion, Preisgeld Bawü blüht, Allianz für Beteiligung: Beteiligungstaler, Bosch-Stiftung: Common Ground-Projekt …

    – habt ihr noch andere Möglichkeiten, Geld für den Bau zu bekommen (auch anteilig)? Darum haben wir uns bislang nicht gekümmert. Wir hoffen halt auf euch ????

    habt/braucht ihr eine Baugenehmigung für den Schuppen? Nein. Das Objekt ist zu klein, um eine Baugenehmigung zu brauchen. Baden-Württemberg bis 40 m3 genehmigungsfrei.

    Was sagt der Eigentümer der Fläche? Die Stadt haben wir nicht gefragt, aber da der neue „Schuppen“, besser gesagt „Unterstand“, nicht größer wird, sondern nur sinnvoller genutzt und an derselben Stelle, wird das schon okay sein.

    – wer und wie viele wollen den Schuppen bauen? Leute aus unserem Team, vor allem Männer, Anzahl offen. Wir rühren die Werbetrommel, wenn es soweit ist. 

    wie groß soll der Schuppen werden? ca. 4x3m, gut 2m hoch 

    Habt ihr jemanden, der euch anleitet? Fachkompetenzen sind im Team vorhanden. 

    Wer kümmert sich um die Statik und nimmt jemand dann das Gebäude ab? Nein -> Fachkompetenzen. Es ist kein „Gebäude“, sondern nach 3 Seiten offen und dort nur mit Doppelstabmatten versehen. Eine Schiebetür aus Doppelrohrmatte wird den Eingang nur Befugten gewähren. Es war unsere Absicht, eine möglichst schlichte, langlebige, kostengünstige, praktische und transparente Lösung zu finden. Gerne schicke ich Fotos nach der Fertigstellung.

    – Könnt ihr Teile des bisherigen Schuppens wiederverwenden? Ja, soviel wie möglich.

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  • Freiburg: essbares Waldkirch macht Klimagespräch zu lokalen Wasserkreisläufen

    Erhaltung lokaler Wasserkreisläufe in der Klimakrise – Film und Diskussion

    Die BI Essbare Stadt Waldkirch lädt zusammen mit dem Klimaschutzarbeitskreis Waldkirch und dem Kino-Verein Klappe 11 zum nächsten öffentlichen ‚Waldkircher Klimagespräch‘ zum Thema „Erhaltung lokaler Wasserkreisläufe in der Klimakrise“ ein. Die Veranstaltung findet am 22. Januar um 19:30 Uhr im Haus der Jugend, Fabrikstr. 16, in Waldkirch-Kollnau statt.

    Zum Einstieg wird der mehrfach ausgezeichnete Film „Water is Love – Ripples of Regeneration“ (mit deutschen Untertiteln) gezeigt. Der Film veranschaulicht die große Bedeutung von Wasser für das Klima und zeigt anhand von erfolgreichen Beispielen in Portugal, Indien und Kenia, wie durch dezentrale Ökosystemgestaltung Wasserreserven aufgebaut werden können.

    Anschließend wird Dr. Heike Puhlmann von der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburgdezentrale Wasserrückhalteprojekte im Wald in unserer Regionvorstellen.
    Als weitere Diskussionspartner sind Stadtförster Dieter Loos, die neue Forstbezirksleiterin in Waldkirch Carla Wiest, der Leiter des Tiefbauamts Tobias Brenzinger und Klimaschutzmanager Markus Dangel anwesend.

    Zum Einstieg empfehlen wir den Animationsfilm auf unserer Webseite www.essbare-stadt-waldkirch.de

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  • Aktives Netzwerk in Waldkirchen zu essbarer Stadt macht richtig was los

    (Gu alerts)
    WALDKIRCH (BZ). Beim jüngsten Informations- und Netzwerktreffen der Bürgerinitiative (BI) „Essbare Stadt“ wurde deutlich, dass es bei der „Essbaren Stadt“ um wesentlich mehr geht als um den gemeinschaftlichen Anbau von Gemüse und Kräutern in Bioqualität, das von allen geerntet werden darf. Die Idee des „Urban Gardening“ (Gärtnern in der Stadt) hat eine Gruppe von Menschen motiviert, sich regelmäßig zum Gärtnern zu treffen. Darüber hinaus sind, im Sinne dieser Idee, ein aktives Netzwerk und eine ganze Reihe von Kooperationen entstanden. Die ganze Vielfalt des Engagements und der Zusammenarbeit zeigte sich beim Treffen in den Berichten aus den einzelnen Gruppen: Im Treibhaus des Tafelgartens Sexau zieht die Bürgerinitiative ihre Setzlinge vor. Langzeitarbeitslose, die im Gärtnern endlich wieder eine sinngebende Arbeit erleben, pflegen die Pflänzchen, bis sie auf die Beete der „Essbaren Stadt“ gesetzt werden können.
    Auch im Kooperationsprojekt „Wertvoll“ mit der Wabe haben Langzeitarbeitslose die Chance, bei gemeinnützigem Tun Kreativität, handwerkliches Geschick und Verantwortlichkeit zu entfalten. So entstehen am Roten Haus ein selbst geschreinertes, behindertengerechtes Hochbeet und eine Kräuterspirale. Betreut werden sie unter anderem von Tine Reiner im Rahmen ihrer Jugendarbeit. Durch die Pflege und Verarbeitung der Gemüse und Kräuter werden die jungen Leute an den Wert gesunder Ernährung herangeführt. Auch der Schulgarten der Kastelbergschule integriert wie nebenbei Naturerleben, gärtnerisches Knowhow und Teamerfahrung von Förder-, Grund- und Gemeinschaftsschülern.

    Als weiteres Projekt ist in der Schlettstadtallee in der Nähe des Jünglingsstegs in Kooperation von Essbarer Stadt, Wabe, Technischen Betrieben und St. Nicolai-Stift eine Hochbeetanlage angedacht.
    Permakultur-Fachmann Thomas Bührer zog den Bogen von dem lokalen gärtnerischen, sozialen und pädagogischen Engagement der „Essbaren Stadt“ zum globalen Ansatz der „Urban Gardening-Bewegung“. Er betonte, dass vor dem Hintergrund von „Slow City“ eine große Chance darin liege, in öffentlichen Grünflächen von Waldkirch Strukturen zu entwickeln, die überregional von Bedeutung sein könnten. Nachdem die Fraktionen des Gemeinderats und die Verwaltung signalisieren, dass im künftigen Stadtrainpark (Stadtrain II) Flächen für einen weiteren Garten der Bürgerinitiative zur Verfügung gestellt werden, könnten hier beispielhaft zukunftsfähige Landschaftselemente entwickelt werden.

    http://www.badische-zeitung.de/waldkirch/mehr-als-gemuese–121903421.html (mehr …)

  • Infos zu einigen GG in Ba-Wü

    (Gu aus dem 2ti Workshop am 10.4.)
    Wildwuchs Heidelberg hat ein neues (zweites) Grundstück gepachtet. Sie hatten zunächst eine Gärtnerei, mußten da weg (?), haben ein neues Grundstück bekommen und nun noch ein weiteres. Sie nennen die beiden Gärten „Gärtnerei Süd“ und „Garten Nord“. Sie haben eine Kooperation mit einer Lebensmittelkooperative, an die sie Erträge verkaufen können und damit können sie die Pacht zahlen. In Hildesheim ist das Gartenprojekt auf einem ex Spielplatz. Die Stadt hat die Flächen ausgekoffert und Mutterboden geliefert und so haben sie nun drei runde Beete. Sie sind gut vernetzt in der Stadt und werden für viele verschiedene Kooperationen angefragt. In Wakirchen bei Freiburg haben sie zwei nebeneinander liegende Flächen von der Stadt. Alles ganz offen und ohne Zaun. Es stehen z.B. Gießkannen offen für alle da und oft gießen PassantInnen. Toll für Kinder ist, dass das Gießwasser aus dem Bach geschöpft wird, an dem das Grundstück liegt. Das Projekt (essbare Stadt) weitet sich aus und das Orgateam versteht sich inzwischen mehr als Netzwerk in der Stadt. Sie haben ein Logo und kennzeichnen neue Projekte damit. Sie kooperieren mit einem Beschäftigungs/Ausbildungsträger, der behindertengerechte Hochbeete am Mehrgenerationenhaus baut und auch eine Kräuterspirale und es gibt Hochbeete auf einem zentralen Platz der Stadt. Sie bekommen nun auch eine Fläche in der Stadt und einen Wasseranschluß durch die Stadt, die auch die Erde finanziert. Flüchtlinge und Gärtnern ist zudem auch ein Thema von ihnen. Der Campusgarten hat einen Preis gewonnen und das Geld wurde für Hochbeete eingesetzt. Sie haben mehr Fläche bekommen, ein Tomatenhäuschen gebaut und wollen einen Kartoffelacker. Es gibt einen gut genutzten Fairteiler (nicht nur Essen. Gute Erfahrungen haben sie mit einem Schild an der Gie-kanne, wann das gegossen wurde. Essbares Heidelberg hat 4 / 5 verschiedene Gaerten, die Organisation ist hauptsaechlich studentisch. Die Faechergaertner in Karlsruhe haben eine Flaeche, die sich aus drei Flaechen mit drei Eigentuemern zusammensetzt. Ueber das Gartenbauamt haben sie Erde bekommen, die Flaeche ist kontaminiert und so muessen sie in Hochbeeten gaertnern, die aber wegen der Auflage der Stadt nicht hoeher als 40/50cm sein duerfen. Das Zauberbeet in Fellbach muss nach nur einem Jahr nach Ende der jetztgen Saison umziehen. Die Buergergaertern Hallschlag haben nach 7 Jahren nun einen Wasseranschluss bekommen, der ihnen von Anfang an versprochen wurde. (mehr …)