Schlagwort: Essen Altendorf

  • Gemeinschaftsgärten in Essen

    (Gu aus alerts)

    Im Zuge der Klimawochen Ruhr werden in verschiedenen Stadtteilen Essens neue Gemeinschaftsgärten integriert. Hier soll zusammenwachsen, was zusammen gehört: Die Bewohner des Stadtteils können gemeinsam Nutzpflanzen züchten, in den Gärten entspannen oder sie dekorieren. Der Weuengarten in Altendorf ist ein sehr junges Produkt dieser sozialen Idee. Hier entsteht seit März ein Fleckchen Grün für alle.

    Die Gruppe der Gemeinschaftsgärten Essen hat sich im Rahmen des Transition Town Movement gegründet, einer Bewegung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte in Städten. Einige Gärten wie der im Siepental existieren bereits seit 2012. Dementsprechend blühen dort bereits die Beete, aber auch im jungen Weuengarten ist die erste Saat gesetzt: Erdbeeren, Möhren, Kopfsalat. Dazu ist neben dem kleinen Schuppen ein Kompostlager bereit, Abfälle zur Zersetzung aufzunehmen. Die gesponserten Hochbeete und eine geplante Kräuterecke runden die Planung ab. Gartenleiterin Sabine Mehske und Kollegin Birgitta Jakubeit  sind bereits fleißig am Umgraben, irgendetwas ist immer zu tun.

    Die beiden Gartenfans betreuen das junge Projekt von Beginn an und hoffen, wie bei den Gärten in anderen Stadtteilen auf großen Zuspruch aus der Nachbarschaft. Die Stadt verwendet alte Spielplätze oder leere Grünflächen, um daraus die Gemeinschaftsgärten zu machen, erklärt Sabine. Allerdings nur, wenn die Orte ansonsten nicht genutzt werden oder es Alternativen gibt. So ist in Altendorf ein weiterer Spielplatz gleich um die Ecke. Probleme entstehen nur bei der fehlenden Kommunikation mit den Anwohnern, wenn die Gartenprojekte im Vorhinein nicht angekündigt werden. Dann kann es vorkommen, dass die Nachbarn sich übergangen fühlen oder denken, sie können die Fläche nicht mehr nutzen. Meistens kann man den Leuten die Bedenken aber schnell nehmen, wenn man ihnen klar macht, dass der neue Ort für alle da ist. […]

    Wenn das Projekt in diese Richtung weitergeht, wird auch im Stadtteil Altendorf direkt am Niederfeldsee nächstes Jahr ein wunderschöner Garten für die Bewohner zur Verfügung stehen. Um aber noch einmal zu verdeutlichen, wie das Ganze in der Zukunft aussehen kann, präsentieren Sabine Mehske und Birgitta Jakubeit  einen kleinen Garten, der schon länger besteht. Auch in der Diergarth-Straße wurde ein Spielplatz umfunktioniert.
    […]

    http://www.coolibri.de/redaktion/unterwegs/gemeinschaftsgarten-essen-altendorf-weuengarten.html (mehr …)

  • weiterer Gemeinschaftsgarten in Essen

    (Gu aus alerts, 15.7.)

    […] Seit März versuchten wir, den Antrag durchzubekommen.“ Endlich! Genehmigt am 18. Juni in der BV III. Alles hat seine Gründe. Schwerwiegende. Dagegen ist die Gemeinschaftsfläche in Frohnhausen schon ein prächtiges Pflanz-Paradies.

    Die Luft flirrt. Doch munter stehen auf der tristen, über 1000 qm Fläche in Altendorf Wiebke Jünger, Petra Huber und Oliver Deppe. Treffen mit Bezirksbürgermeister Klaus Persch und Ratsfrau Jutta Pentoch. Wo sind Schattenspender? Kaum. Ringherum wirres Strauchwerk. Ackern hier? Ja! Nachdem in Zusammenarbeit Grün und Gruga, BV III u. a. Bodenproben ausgelotet wurden.
    […] Jedenfalls ist der Name für den Gemeinschaftsgarten, bisher fünf Mitglieder, geboren: „Loren-Garten“.

    Nach ökologischen Richtlinien soll auf der noch tristen Kante ein urbaner Garten entstehen.
    „Gruppen wie Kindergärten, Schulen, Vereine, Flüchtlinge, die sich beteiligen möchten, bieten wir die Möglichkeit, mitzumachen, dass hier etwas Fruchtbares passiert. Wir sehen das als gesellschaftsbildend an, indem man Kontakte knüpft, sich mehr mit dem Stadtteil verwurzelt. Unterstützer mit Sachspenden sind herzlich willkommen“ Hauptproblem ist fehlendes Wasser. […]

    Moment! Neugierig auf den Gemeinschaftsgarten Diergardtstraße?

    Hereinspaziert! Der Garten ist umsäumt von Bäumen. Eine Wohltat bei der Glut von Klärchen. Das Schild „Nachbarschaftsgarten“ lockt. Udo Seibert strahlt. „Die Nachbarschaft bis hin zur Kerckhoffstraße, zum Frohnhauser Markt, kommt öfter. Jeder, der Lust hat, darf mitmachen beim Gärtnern und Ernten. Leider ernten aber zu wenig. Man muss sie animieren.“

    Voll Leidenschaft sprudelt er los, zeigt herrlichen Pflücksalat, duftende Kräuter, Pfefferminze, Fenchel, Blumen. Alles, was das Herz begehrt. „Zuckererbsen! „Die wurden bereits geerntet – beginnen gar wieder zu blühen…“ Massig Mangold, Rote Beete, Stangen-, Buschbohnen, Spitzkohl, blühende Erdbeeren. Seibert pflückt Himbeeren „Die werden unter guten Bedingungen zwei Meter hoch, absolut madenfrei!“

    Woher das Geld? „Null-Unterstützung!“ betont Gartentalent Seibert. „Lediglich das Treibhaus kam vom Kreisverband der Linken. Das gesamte Werkzeug bettelten wir uns zusammen. Himbeeren durften wir bei Freunden in Hamminkeln ausbuddeln; Johannisbeeren wurden uns von Nachbarn geschenkt. Einiges erhielten wir von den „Ackerhelden“, Essen-Rüttenscheid.“

    […]
    Was ist mit Wasser? „Das kommt vom Markushaus gegenüber“. Dabei strahlt Udo Seibert glücklich, trotz 38 Grad. „Im Garten gibt’s keine Hierarchie. Aber genug Kümmerer.“

    http://www.lokalkompass.de/essen-west/leute/gemeinschaftsgaerten-ansteckender-bio-boom-d564887.html (mehr …)