Schlagwort: Experiment

  • München: die GGs auf den Freiflächen des ÖBZ

    (Besuch)

    Auf den Freiflächen gibt es neben dem Experiemntier Garten [ExGa] noch die Fläche für nachwachsende Rohstoffe und die ExGa Flächen, die eher individuell von ExGa-Gärtner*innen genutzt werden. Der Frauengarten lief lange gut und was ein Ort des interkulturellen Austauschs, durch Weggang wichtiger Frauen löste die Gruppe sich immer weiter aus. Das Münchner Umwelt Zentrum, Betreiberin der Flächen, möchte hier einen „Garten der Sinne“, einen Ort für Meditation und Erholung aufbauen.
    Es gibt nach wie vor Konflikte mit der Nachbarschaft. Beschiderung mit Logos von UN Dekade oder der TUM, Unterstützung durch andere Stellen und Informationen zu den Flächen, sind sehr wichtig. Die Nutzung der Flächen als Gemeinschaftsgarten oder auch der Aufbau einer Benjes Hecke, haben dadurch nach außen eine größere Legitimation.
    Die Nachbarschaft/Spaziergänger legen oft Wert auf „Ordnung“ und haben Angst, dass sich z.B. durch die Anlage einer Benjes Hecke Ratten ansiedeln könnten.
    Marc, GF vom MUZ, sagte: die Leute, die sich hier eine teuer Wohnung kaufen, denken, dass sie den Grünzug mitgekauft haben und der daher so gestaltet zu sein hat, wie sie das wollen. Ein wichtiger Tipp von Marc: dem Garten Strukturen geben, Wege, Beeteinfassungen u.ä., das hilft Menschen, zu erfassen, um was es sich handelt und „sieht gleich ordentlicher aus“. Totholz haben sie z.B. als eine Art Skulptur aufgebaut.
    Hunde sind nach wie vor ein Problem. Und Gemüse/Kräuter werden oft geklaut. Die Gärtner*innen sind daher auf eher unbekannte Pflanzen und nicht unbedingt essbares umgeschwenkt.
    Bohnen werden nach wie vor erhalten, das Bohnenarchiv umfasst inzwischen 150 Sorten und es werden immer Bohnenpat*innen gesucht, die die Bohnen mit erhalten.
    Auch Kunst gibt es im Garten, so zB eine Mauerbienenlarvenbehausung in groß, die auch als Nistplatz für Mauerbienen dienen soll.

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  • Berlin: Gewächshaus als Experimentierort

    im Berliner Osten hat sich diesen Sommer eine Initiavgruppe gegründet, die ein leerstehendes 1500m2 großes Gewächshaus ab nächsten Jahr anmieten und gemeinschaftlich mit Menschen aus der Nachbarschaft bewirtschaften möchte. Die Gruppe besteht aus Gemüsebäuer*innen (gelernte oder in Ausbildung), einer gelernten Ackerbäuerin, erfahrenen Gemeinschaftsgärtner*innen und Aktiven der örtlichen Kiezarbeit.

    Im Kern unserer Projektidee steht, an dem Standort ein kollektiv getragenes non-profit Gartenprojekt aufzubauen. Wie dies genau in einem so großen Gewächshaus aussehen kann, wollen wir im Rahmen eines ersten Experimentierjahres ausprobieren. Dabei wollen wir eine Kombination verschiedener Modelle einer gemeinschaftlichen und solidarischen Nutzung

    ausprobieren: ein Bildungs- und Schulgarten, (interkultureller) Nachbarschaftsgarten mit Einzelparzellen und Gemeinschaftsflächen.

    Perspektivisch käme für uns für einen Teil der Fläche auch eine Weiterentwicklung in Richtung Selbsterntegarten oder solidarische Landwirtschaft in Frage. Für uns ist wichtig in diesem ersten Jahr ein Projekt aufzubauen, dass langfristig funktioniert, zur Nachbarschaft passt und sich von allein finanziell trägt.

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  • Berlin: DiskoGarten entsteht auf DiskoBabel Fläche

    (Besuch, ANtrag, ANtworten)

    Auf dem Gelände des diskoBABEL e.V. (Lilli-Henoch-Straße 10, 10405 Berlin) soll ein grünes
    Paradies entstehen. Auf dem hinteren Teil der Fläche stehen über 500qm zur Gestaltung eines
    Gemeinschaftsgartens und Treffpunktes zur Verfügung.Wir sehen vor, den Garten in verschiedenen Phasen aufzubauen. In der ersten Phase erzielen wir,
    in einer Beetbau Aktion Ende Mai, 10 Hochbeete zu bauen, zu bepflanzen und einen
    Wurmkompost zu etablieren. Im Herbst/Winter nutzen wir die Zeit, um weitere Strukturen zu bauen
    und weitere Fördermittel zu beantragen.diskoGARTEN
    Projektbeschreibung:
    Disko Garten
    Auf dem Gelände des diskoBABEL e.V. (Lilli-Henoch-Straße 10, 10405 Berlin) soll ein grünes
    Paradies entstehen. Auf dem hinteren Teil der Fläche stehen über 500qm zur Gestaltung eines
    Gemeinschaftsgartens und Treffpunktes zur Verfügung.
    diskoBABEL e.V:
    “Im Verein finden sich Menschen zusammen, die ihre Erfahrung, ihr Können und ihre
    Lebensenergie der Schaffung von Dingen widmen wollen, die im Zusammenhang mit kooperativer
    Kultur stehen“. (Quelle: http://www.diskobabel.de/)
    Das Team zum Aufbau des Gemeinschaftsgartens setzt sich aus Gartenbegeisterten,
    Handwerkenden, studierenden Landschaftsarchitektinnen, wie Kunstschaffenden zusammen.
    Wobei ein Kernteam die planende Grundstruktur bildet und sich für verschiedene Aktionen durch
    freiwillige Beteiligte erweitert.
    Wir sehen vor, den Garten in verschiedenen Phasen aufzubauen. In der ersten Phase erzielen wir,
    in einer Beetbau Aktion Ende Mai, 10 Hochbeete zu bauen, zu bepflanzen und einen
    Wurmkompost zu etablieren. Im Herbst/Winter nutzen wir die Zeit, um weitere Strukturen zu bauen
    und weitere Fördermittel zu beantragen.
    Grundprinzip der sozialen Struktur
    Alle sind willkommen, können den Raum genießen und sich einbringen. Die Vision und
    Umsetzung des Gartendesigns sind partizipative Gestaltungsprozesse. Mitgärtnernde werden
    Mitglied des Vereins und zahlen einen kleinen finanziellen Beitrag, damit sich der Garten dauerhaft
    finanzieren kann. Im Garten können Mitmenschen eine Beetpatenschaft abschließen und sich an
    Gemeinschaftsbeeten beteiligen. Einzelne Projekte und Aufgaben werden in AGs eingeteilt.
    Vernetzung
    Durch regelmäßige Treffen, Veranstaltungen und Netzwerkarbeit wollen wir den Garten in der
    Umgebung bekannt machen. Ideen für Veranstaltungen sind regelmäßige Garten Cafes, sowie
    Workshops zu Umwelt-, Kunst- und Kulturthemen.
    Durch die Aktivierung der Fläche wollen wir den Garten zu einem Lebensraum und Biotoptrittstein
    für Tiere und Pflanzen heranwachsen, wie auch die soziale Begegnungen zwischen
    Anwohnenden, Vereinsmitgliedern, Besuchenden und Friends aufblühen lassen

    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten plant und gärtnern möchte? Wie groß ist die Kerngruppe?
      • Das Kernteam besteht aus Sarah und Verena und geplant sind zwei weitere Leute, die Interesse angemeldet haben. Gegärtnert wird von weiteren Vereinsmitgliedern und Interessierten, die an den im Voraus angekündigten Gartentagen partizipieren möchten oder sich mit der Zeit auch selbstständig organisieren. Genaue Ablaufprozesse und Regelungen sollen gemeinsam entwickelt werden. 
    • Wie macht ihr Öffentlichkeitsarbeit für den Garten? Wo und wie erfährt die Nachbarschaft davon?
      • Wir möchten online auf unterschiedlichen Kanälen präsent sein, beispielsweise: in Gärtner-/Permakultur- Telegram-Gruppen, nebenan.de, und auch vereinsintern.
      • Die Nachbarschaft soll durch Flyer oder Plakate im Stadtteilzentrum Mühlenkiez Prenzlauer Berg, in der Heinrich-Böll-Bibliothek und anderen Nachbarschaftsinitiativen in Pankow eingeladen werden den Garten zu besuchen und/ oder sich zu beteiligen.
      • Des Weiteren möchten wir uns mit anderen Gärten vernetzen.
    • Ihr wollt ja einen interkulturellen Garten aufbauen. Auf welchen Wegen nehmt ihr Kontakt zu Migrant*innen und geflüchteten auf?
      • Um den Garten interkulturell zu gestalten, möchten wir mit dem „Interkulturellen Haus Pankow“ und „Migra Up“ Kontakt aufnehmen. Dadurch hoffen wir, einen Ort für interkulturelle Begegnung, Nutzung und Vernetzung in Zusammenarbeit aufbauen zu können. 
    • Gibt es ein Schild an eurem Gelände zum Garten, wie man mitmachen kann, an wen man sich wenden kann?
      • Eine Beschilderung ist in Planung. Am Eingang zum Gelände sollen Infos, geplante Veranstaltungen und Kontaktdaten zum Garten aushängen und am Eingang zum Garten selbst (der sich weiter hinten auf dem Gelände befindet) ein größeres Schild den Bereich anzeigen. 
    • Wie groß ist die Fläche, auf der ihr gärtnern wollt?
      • Die Fläche, die uns zur Verfügung steht, beträgt etwa 500 qm. Dieses Jahr wollen wir  10 Paletten-Hochbeeten und gegebenenfalls den Bau von einzelnen Sitzgelegenheiten umsetzen.
    • Wie groß sollen die Hochbeete werden? Wer baut diese?
      • Wir möchten mit 10 Wicking-Hochbeeten (auf Paletten 120 x 80 cm)  starten. 
      • Gebaut werden diese in einer Beetbauaktion Ende Mai mit der Kerngruppe, Vereinsmitgliedern und Freiwilligen. Wir planen Gartentreffs um Leute mit einzubeziehen und wollen so die Gartengruppe Schritt für Schritt erweitern. 
    • Wo bringt ihr die Gartenwerkzeuge unter, bis der Geräteschuppen gebaut ist?
      • Es gibt auf dem Gelände Container, die dafür vorübergehend genutzt werden können. 
    • Wie/mit welchem Wasser werden die IBC-Tank gefüllt? (Habt ihr einen Wasseranschluss?)
      • Wir haben einen Wasseranschluss an der Straße, durch welchen die IBC- Tanks befüllt werden können und der Bau eines Brunnens bis August ist vom Verein in Planung.
    • Wozu braucht ihr einen Teppich für die Beete?
      • Wir wollen sogenannte Wicking Beds bauen, die eine verstärkte Wasserspeicherkapazität haben und so besser mit der Trockenheit im Sommer zurechtkommen und weniger gewässert werden müssen. Dies wird unter anderem durch Teppich-Einlage abgedichtet. 
    • Ihr wollt die Materialien ja an unterschiedlichen Stellen besorgen, auf welcher Kalkulationsgrundlage beruhen die Zahlen?
      • Die Zahlen beruhen auf Internetrecherche bei Materialmaffia, Kleinanzeigen, den örtlichen Kompostieranlagen und verschiedenen Baumärkten. 

    Das DiskoBabel Gelände ist ein „wildes“ Gelände mit Bars, Clubs, nicht legaler Sauna, Kinderzirkus, Graffiti-Ort, Skater-Fläche, ein Schweißkollektiv zieht hin. Bekannt ist es für Parties und den Kinderzirkus.
    Es gab inzwischen eine erste Infoveranstaltung, bei der ein paar Interessierte gewonnen werden konnten.

    Gelder für eine Brunnenbohrung haben sie eingeworben, Brunnen muss tief werden, zweite Schicht Grundwasser, wegen Verseuchung weiter oben.

    Der Vorstand arbeitet im Kultursenat, ist bei Urbane Praxis dabei und bestens vernetzt

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  • München: unklar Zukunft für die Beeten in der Kolumbusstraße

    (Tel)
    Ein Teil des „Experiemt Kolumbusstraße“ sind Hochbeete. Diese wurden vom Planungsreferat via Postwurfsendung im Kiez bekannt gemacht, Nachbar*innen konnten sich um ein Beet „bewerben“. Die auftragnehmende begleitende Agentur (STUDIO | STADT | REGION, Architektur & Stadtentwicklung, Förster Kurz Architekten & Stadtplaner, Partnerschaft mbB), ist erst danach dazu gekommen. Meine Gesprächspartnerin wohnt aber im Viertel und hatte mitbekommen, dass einige Nachbar*innen interessiert waren, sich dann aber nicht durchringen konnten, da sie im Sommer schon viel anders geplant hatten und oft weg waren. Die Beete wurden wahrscheinlich in der Reihenfolge der Interessensbekundungen vergeben.
    Die Beeten sind durchnummeriert und die Gärtner*innen haben den Schlüsselcode zu den Kisten mit Material und Werkzeugen bekommen.
    Die Agentur macht die Betreuung, die Gärtner*innen sind aber autark, nur rund um die Orga von Wasser im Wassertank etc. läuft das über die Agentur. Es gibt auch gärtnerische Sprechstunden und Veranstaltungen.
    Die Beete am Entenbachplatz müssen versetzt werden, da dieser entsiegelt wird, die kommen erstmal u.a. an die Kolumbusstraße. Was dann nach Ende der Laufzeit des Reallabors (Ende Oktober) mit den Beeten passiert, ist völlig offen.

    Die Agentur betreut zudem ein Beete-Projekt in Fürstenried West, wo ein „Privater“ Beete im Zuge von Nachverdichtungsmaßnahmen zur Verfügung stellt. das läuft schon im vierten Jahr. Vor Ort wird das von einer Anwohnerin organisiert

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