Schlagwort: Familien

  • Tübingen: im GG Wanne sind Familien dabei

    Wir betreiben bereits im sechsten Jahr den Gemeinschaftsgarten mit viel Freude und Engagement. Ein fester Stamm, bestehend aus fünf Familien und mir, leistet regelmäßig Gartenarbeit. Sporadisch betreue ich eine Gruppe von 4 bis 6 Grundschülern, die im Rahmen der Sozialen Gruppenarbeit gärtnerisch aktiv werden können. Zwei Mitgärtner_innen sind aus gesundheitlichen Gründen und wegen Wegzugs aus Tübingen aus der Gartengruppe ausgeschieden. Kontakte mit Geflüchteten aus der Ukraine und Syrien führten nicht zur Teilnahme, da die Interessent_innen eigene Parzellen zur Bewirtschaftung wünschten.

    Wir bepflanzen in der Zwischenzeit 5 Hochbeete und haben für die Kinder noch 3 kleine und niedere Hochbeete aufgestellt. Zudem haben wir der Wiese einen kleinen Acker (ca. 4 auf 6 m) abgerungen und wir haben vor 3 Jahren ein Gewächshaus geschenkt bekommen. Das hat einen leichten Hagelschaden und die Vorbesitzer wollten sich ein neues zulegen. Im Rahmen des Klimawandels ist man aber für jedes Lüftungsloch dankbar.

    Um Gartengeräte besser unterstellen zu können, haben wir die Geschirrhütte durch einen Schreiner erweitern lassen. Wir nutzen die zusätzliche Dachfläche zum Regenwassersammeln. Ursprünglich war ein 1000 l Fass vorhanden, wir haben durch Neuanschaffung von 3 weiteren Fässern die mögliche Sammelmenge mehr als verdoppelt. Als weitere Baumaßnahme haben wir ein Tippi aus Stangen errichtet, an dem die Stangenbohnen hochwachsen und sich die Kinder darin verstecken können.

    Jedes Jahr erstellen wir zusammen einen Pflanzplan, damit auf den Beeten Wechselwirtschaft betrieben wird. Es gibt für alles was wächst und gedeiht eine ungeschriebene aber allgemein geachtete Ernteregel: Jeder kann sich für den eigenen Bedarf Früchte mitnehmen. Wenn gleichzeitig mehrere Früchte geerntet werden müssen, macht man von der Ernte ein Foto und legt sie zur Abholung durch andere in der Hütte bereit. So verfahren wir auch mit dem Obst, das zu Gelee, Marmelade oder Mus verarbeitet wird. Die Gläser stellt man in die Hütte und alle dürfen sich bedienen. Was nicht abgeholt wird, wandert in den Weihnachtsbazar des Stadtteiltreffs Wanne.

    Zwischenzeitlich haben alle Teilnehmer_innen einen Baumschnitt- und Sensenkurs absolviert. Den Baumschnitt haben wir dieses Jahr deshalb selbstständig durchgeführt. 

    Positiv möchte ich noch erwähnen, dass die Teilnehmer_innen auch ohne meine Anleitung und Anweisung selbstständig im Garten arbeiten. Im allgemeinen werden dabei gute Erfolge erzielt. Wenn mal etwas schief geht, wird aus Fehlern gelernt.

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  • München-Giesing: Familienbaum will Nachbarschaftsgarten aufbauen

    (Projektberatung)
    Das „alternative Familienzentrum“ Familienbaum in Untergiesing ist eine Freifläche, auf der zwei Jurten, ein Carport, zwei Bauwägen und eine Komosttoilette stehen. Es gibt einen kleinen Spielplatz, viel Wiese und viel Überwucherung. Auf der Fläche waren vorher Schrebergärten, die Fläche hat ein Investor gekauft, der dort eigentlich Studiappartements bauen möchte. Eine Bürgerini darf das Gelände zwischennutzen, Nutzer*innen sind aber die Familien, die die Angebote des Vereins Familienbaum wahrnehmen. Familienbaum hat keinen Kontakt mit dem Besitzer. Sie nehmen aber an, dass sie das Gelände noch länger werden nutzen können, da wegen der geplanten Südtrasse der/für die Bahn dort nicht gebaut werden darf. Die Südtrasse ist aber derzeit wohl nicht aktuell in Planung. Die Kneipe „Gans woanders“, die in unmittelbarer Nähe ist, hat einen Zwischennutzungsvertrag für fünf Jahre bekommen.
    Es gab schon Hochbeete auf der Fläche, die aber nicht mehr genutzt wurden und verfielen, so dass sie abgebaut wurden. Jetzt möchte die Kerngruppe des Familienbaums (ca. 10 – 15 Leute) gerne einen Nachbarschaftsgarten aufbauen.
    Sie wollen als erstes eine Infoveranstaltung für die Nachbarschaft organisieren und Interessierte finden. (mehr …)

  • Gemeinschaftsgarten Brückenbauer legt los

    (alerts)

    In dem Freigelände des ehemaligen evangelisch-methodistischen Kindergartens enteht das erste öffentliche „Urban-Gardening“-Projekt des neu gegründeten Vereins „Brückengärten“. Menschen ohne eigenen Garten können hier gemeinsam Gemüse und Beerensträucher anbauen.

    „Jetzt kommen wir zum schönen Teil“, lachen Yanna Lorang und Ina Stenger und beginnen, Osterglockenzwiebeln in die Erde zu stecken. Den ganzen Samstagmittag haben die beiden Vorsitzenden des in Gründung befindlichen Vereins „Brückengärten“ in ihrem ersten Gartengrundstück geschuftet. Berge abgeschnittener Brombeerhecken zeugen von der mühevollen Arbeit.

    Zum Glück hatte Gartenmeisterin Marlen Friedo von DRK-Biotopia die beiden Herzfreundinnen mit fachlichem Rat und sichtlich geübter Tat dabei unterstützt, die Hecken und Gehölze in dem Freigelände des ehemaligen evangelisch-methodistischen Kindergartens gegenüber dem Landgestüt zurückzuschneiden. „Wir haben heute viel gelernt“, freuen sich die Nachwuchs-Gärtnerinnen. Dies ist eines der Ziele, das sie mit den Brückengärten verfolgen. Zurück zur Natur finden und sich wieder Wissen um den Anbau und die Pflege eines naturnahen Gemüse- und Kräutergartens aneignen, das unsere Großeltern noch ganz selbstverständlich besaßen.
    Aus einem Zeitungsartikel erfuhr Yanna Lorang, dass Deutschland als Importland für Obst und Gemüse völlig abhängig ist vom Ausland. Die 31-jährige Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter war geschockt. Ihre Begeisterung für das Tempelhofer Feld, das Landleben inmitten von Berlin ermöglicht, der Wunsch nach Unabhängigkeit und danach, auch in Lockdownzeiten sinnvolle Zeit draußen zu verbringen, brachten sie auf das Konzept des „Urban Gardenings“. Menschen, die selbst keine Gärten haben, wie Yanna Lorang in ihrer Innenstadtwohnung, bewirtschaften zusammen ein öffentliches Gartengrundstück. Nach einem gemeinsamen Konzept werden Beete mit Gemüse und Kräutern angelegt, Nasch-Beerensträucher und Blumen gepflanzt. „Ein Bienen- und Insektenparadies mit Permakultur, die Boden und Pflanzen stärkt, sodass wir rein biologisch agieren können“, beschreibt Ina Stenger.
    Der mit Unterstützung der beiden Familien gegründete Verein wartet auf seine allgemeinnützige Zulassung beim Finanzamt und soll jetzt wachsen. Da beide Frauen sowohl im Food-Sharing als auch bei der Bürgerinitiative „Zweibrücken vernetzt“ hoch aktiv sind, ergeben sich manche Synergien.

    „Wir lernen gerade, was man geschickt zusammen pflanzt, weil sich die Pflanzen in einer Symbiose dann gegenseitig die Schädlinge abhalten“, beschreibt Ina Stenger. Bekannt sind Kombinationen wie Tomaten/Basilikum, Möhren/Zwiebeln oder Erdbeeren/Knoblauch, doch es gibt viel mehr. Entsprechend sollen die Beete ab April bestückt werden, die die beiden und Hilfswillige bis dahin angelegt haben. „Wir erfahren so viel Unterstützung von so vielen Seiten“, strahlen die beiden engagierten jungen Frauen. Von Freunden, von „ZW vernetzt“, Kompost vom UBZ, der Gärtnermeister Fabian Lenz hat ihnen großzügig Profiwerkzeug und Schubkarre geschenkt.

    Ideal ist das Gelände für junge Familien, denn es hat Sonnenlage und ist durch einen hohen Zaun geschützt. Ein Krabbel-Tunnel und Schaukeln sind noch ebenso vorhanden, wie Dreirädchen und Sandspielzeug. Nur der Sandkasten muss neu angelegt werden. Doch dafür haben die beiden beim Aufräumen und Freischneiden Frühjahrsblüher entdeckt und umgepflanzt.
    Der mit Unterstützung der beiden Familien gegründete Verein wartet auf seine allgemeinnützige Zulassung beim Finanzamt und soll jetzt wachsen. Da beide Frauen sowohl im Food-Sharing als auch bei der Bürgerinitiative „Zweibrücken vernetzt“ hoch aktiv sind, ergeben sich manche Synergien.

    „Wir lernen gerade, was man geschickt zusammen pflanzt, weil sich die Pflanzen in einer Symbiose dann gegenseitig die Schädlinge abhalten“, beschreibt Ina Stenger. Bekannt sind Kombinationen wie Tomaten/Basilikum, Möhren/Zwiebeln oder Erdbeeren/Knoblauch, doch es gibt viel mehr. Entsprechend sollen die Beete ab April bestückt werden, die die beiden und Hilfswillige bis dahin angelegt haben. „Wir erfahren so viel Unterstützung von so vielen Seiten“, strahlen die beiden engagierten jungen Frauen. Von Freunden, von „ZW vernetzt“, Kompost vom UBZ, der Gärtnermeister Fabian Lenz hat ihnen großzügig Profiwerkzeug und Schubkarre geschenkt.

    Ideal ist das Gelände für junge Familien, denn es hat Sonnenlage und ist durch einen hohen Zaun geschützt. Ein Krabbel-Tunnel und Schaukeln sind noch ebenso vorhanden, wie Dreirädchen und Sandspielzeug. Nur der Sandkasten muss neu angelegt werden. Doch dafür haben die beiden beim Aufräumen und Freischneiden Frühjahrsblüher entdeckt und umgepflanzt.

    „Dann können die Kinder gleich erfahren, woher unser Gemüse kommt und was nötig ist, damit es wächst und wir zu essen haben“, planen die beiden jungen Mütter, um die Achtung und den Respekt für die Natur gleich beim Nachwuchs zu säen. Eine Nachbarstochter habe sich bereits dafür interessiert und auch die Kinder von Anika Weber, die zu Besuch kommt, sind mit Schaufeln und der aufgehäuften Erde sofort glücklich beschäftigt. Trotz aller Großzügigkeit hat das Duo noch Wünsche. Gartenmöbel zum Beispiel für eine gemütliche Sitzecke, um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden und Feste wie Erntedank zu feiern.

    Auch Dorothee Beisiegel, Vorsitzende der evangelisch-methodistischen Gemeinde und ehemals zuständig für den Kindergarten, ist bei einer kurzen Stipp-Visite mit ihren Hunden ganz begeistert davon, was das Team bereits geleistet hat. Michael Wack stellt in seiner Musikschule, die im ehemaligen Kindergarten untergebracht ist, zunächst einmal die Toiletten, Strom und bei Bedarf auch Wasser zur Verfügung. „Wenn es wieder so trocken wird, brauchen wir unbedingt eine Anlage, die Regenwasser sammelt“, skizziert Ina Stenger. Yanna Lorang ergänzt: „Und eine Bio-Toilette.“ Es gibt viel zu tun, doch „Brückengärten“ packt es an.


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  • In Neukirch/Lausitz entsteht ein Gemeinschaftsgarten

    In Neukirch/Lausitz entsteht ein Gemeinschaftsgarten. Dieser soll von Familien und für Schulen genutzt werden und es sollen auch Veranstaltungen, Workshops, Kino stattfinden.

    • Wie groß ist die Fläche und für wie lange können Sie diese nutzen? Gibt es eine Befristung?

    Die Gartengröße beträgt ca. 1000m², der Garten befindet sich im Eigentum der Gemeinde Neukirch und wurde unbefristet an den Mehrgenerationenhof e.V. verpachtet.

    • Müssen Sie eine Pacht zahlen und wenn ja, wie hoch ist diese?

    Es wird keine Pacht erhoben.

    • Wie groß ist die Gruppe und wie haben Sie bisher auf das Projekt aufmerksam gemacht?

    Derzeit engagieren sich 7 Erwachsene sowie 3 Kinder in diesem Projekt, es sollen noch weitere Interessenten geworben werden. In der öffentlichen Presse wurde mit einem Artikel aufmerksam gemacht, des Weiteren gab es eine Plakataktion, bei der in öffentlichen Einrichtungen sowie Wohnblöcken Plakate verteilt wurden. Es fand am 16.10.2020 ein Tag des offenen Gartentors statt, auf Grund des Regens waren nur 7 Personen gekommen.

    • Wer bohrt den Brunnen, baut die Komposttoilette, legt die Beete an etc.?

    Die baulichen Arbeiten werden von den ehrenamtlichen Helfern sowie den zukünftigen Gartennutzern durchgeführt. Punktuell erhalten sie Unterstützung vom Bauhof der Gemeinde Neukirch sowie den Mitarbeitern des Naturschutzzentrums Neukirch.

    • Wie viele Beete soll es geben und sind das dann gemeinschaftliche Beete oder wie ist das Konzept?

    Es sollen 10  Beete für Familien entstehen sowie 14 Beete, die im Rahmen eines Schulprojektes (GTA) genutzt werden. Die Familien können ihr Beet individuell bestellen, erhalten dabei fachliche Anleitung und dürfen die Ernte selbst verzehren. Für die Zukunft sind evtl. auch Beete geplant, um alte Gemüsesorten anzubauen, Pflanzen zur Samengewinnung zu züchten oder ein gemeinschaftlich nutzbares Kräuterbeet.

    • Was verstehen Sie unter Kreislaufgarten?

    Im Garten soll durch Nachhaltigkeit eine Kreislaufwirtschaft entstehen. In Ruheflächen und Pufferzonen leben Vögel und Insekten. Diese Flächen dienen zur Abgrenzung oder zum Schutz nach außen, zum Beispiel gegen Wind. In die Pufferzone wird so wenig wie möglich eingegriffen, Sträucher werden z.B. nur selten geschnitten, um einen natürlichen Habitus zu erhalten. Dann gibt es eine sogenannte Hotspot-Zone, hier werden die Nährstoffe abgenommen und in die Ertragszone eingebracht, zum Beispiel Rasenmahd. Diese bezieht sich auf die Wiese, auf der man sich ausruhen kann oder die Kinder spielen. Die Ertragszone soll dem Gemüseanbau dienen. Hier sollen möglichst nur samenechtes Saatgut und alte Sorten zum Einsatz kommen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Es wird keine Chemie benutzt . Alte Abfälle und Pflanzenschnitt werden im nächsten Jahr als Kompost wieder eingebracht.  Sind Pflanzenschutzmaßnahmen von Nöten wird mit biologischen Maßnahmen agiert.  So entsteht ein in sich geschlossenes System, das mit den Jahren autark werden kann.

    • Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen dann Zugang dazu?

    Voraussichtlich stellt das Naturschutzzentrum Neukirch einen nicht mehr genutzten Holzschuppen zur Verfügung. Die Eingangstür wird mit einem Zahlenschloss gesichert, der Code ist nur den Gartennutzern bekannt.

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  • GG Bad Sooden Allendorf gewinnt hessischen Familienpreis

    (alerts)

    Gemeinsames Tun verbindet und schafft Nähe. Dies stellen die 18 am „Gemeinschaftsgarten Bad Sooden-Allendorf“ beteiligten Familien eindrücklich unter Beweis. Seit Frühjahr 2018 bauen sie auf einem einen halben Hektar großen, zentral in der Stadt gelegenen Gelände Obst und Gemüse an – auf ihrer jeweils eigenen Gartenparzelle und auf Gemeinschaftsflächen. Was wie ein klassischer Schrebergarten anmutet ist tatsächlich ein Ort des Miteinanders. Dort treffen sich Frauen, Männer und Familien unterschiedlichster Herkunftsländer, Lebenswelten und Religionen sowie Menschen mit körperlichen und seelischen Einschränkungen.

    Ein nicht immer konfliktfreies Miteinander, dem das FamilienZentrum BSA e.V. als Initiator und Leiter des Projekts mit einem paritätisch besetzten Gartenrat (vier Frauen, vier Männer und die pädagogische Leitung des Familienzentrums) entgegenwirkt. Dort kommen Unmut und Ärger auf den Tisch und werden durch den zum Teil von Übersetzern unterstützten Dialog und die Auseinandersetzung mit demokratischen und traditionellen Werten bereinigt.

    Der Garten steht auch den Teilnehmern des breit aufgestellten Kursangebotes der sozialen Einrichtung zur Verfügung. So wird beispielsweise an sonnigen Tagen auch mal der Mutter-Kind-Kurs in den Gemeinschaftsgarten verlegt. Geplant ist zudem, Kindern und Jugendlichen aus den umliegenden Schulen und Kindertagesstätten einen Zugang zum Garten und Gärtnern zu ermöglichen. Dieses Projekt hat die Jury des Hessischen Familienpreises durch und durch überzeugt. Sie prämiert es mit dem ersten Platz und 6.000 Euro Preisgeld.

    https://www.lifepr.de/inaktiv/sparda-bank-hessen-eg/Hessischer-Familienpreis-2020-FamilienZentrum-Bad-Sooden-Allendorf-siegt-mit-Gemeinschaftsgarten/boxid/816440 (mehr …)

  • IG Osnabrück: Langzeitarbeitslose bauten den Garten. Naturnahes Lernen im Mittelpunkt

    (Gu, alerts)

    „Bei uns im Mütterzentrum treffen sich viel Kulturen und Nationen“, sagt die Vorsitzende des „Vereins Mütterzentrum Osnabrück e.V.“, Malu Piepenbrink, die selbst aus Brasilien kommt. Gemeinsam ist ihnen, „dass die meisten nur kleine Wohnungen haben und kein Grün drumherum“, so Piepenbrink. „Dafür haben wir jetzt diesen großen gemeinsamen Garten.“ Und in dem duftet es an diesem Sonntag nach Würstchen und Kaffee, nach frisch gemähtem Gras und frischen Kräutern. Der „interkulturelle Garten Sonneneck“ ist ein echtes Paradies: die Wiese zum Herumtollen, der große Sandkasten mit Matschanlage, der Rutschhügel, die Sonnensegel. Und dazu Hochbeete für Kräuter und Gemüse, Obstbäume, Blumen, ein Grillplatz, Bänke und Sitzsäcke, Holzhütten für Werkzeug, Spielzeug und Toiletten. „Wir haben hier zwei Kleingärten zusammenlegt“, sagt Malu Piepenbrink. 

    Von der ersten Idee bis zur Garteneröffnung am Sonntag hat es Jahre gedauert. „Das erste Problem war, überhaupt einen Garten zu finden“, sagt Anna-Maria Schmitz-Hülsmann vom Mütterzentrum. „Die meisten Kleingartenvereine haben gleich abgewunken; die wollten uns und unsere Kinder nicht.“ Fündig geworden ist das Mütterzentrum dann im Kleingartenverein Süd in Nahne. „Die Vorsitzende, Anna Böer, hat uns in allem unterstützt“, sagt Malu Piepenbrink.

    Doch wie macht man aus einer heruntergekommenen Grünfläche oben auf dem Berg und ganz am Ende des Weges einen Garten? Unter anderem mit Hilfe der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung. „Das Mütterzentrum ist mit der Frage auf uns zugekommen, ob wir das Projekt finanziell unterstützen können“, sagt Michael Prior, Geschäftsführer der Bohnenkamp-Stiftung. „Was uns daran gefiel ist, dass es um naturnahes Lernen geht, das liegt uns besonders am Herzen.“ Und, dass die Stiftung das Projekt nicht nur bezahlen sollte, sondern auch begleiten konnte. „Wir haben das Mütterzentrum mit der Möwe zusammengebracht, weil wir es gut fanden, dass ein soziales Unternehmen diesen Garten baut.“

    „Für uns war das auch ein Glücksfall“, sagt Thomas Schulke, Betriebsleiter der Möwe, einer gemeinnützigen GmbH. „Wir beschäftigen viele Langzeitarbeitslose, Migranten und Flüchtlinge. An einem sozialen Projekt zu arbeiten, war für unsere Leute etwas besonders Schönes.“ Das aber mit viel Arbeit verbunden war. „Jeder Stein und jeder Sandsack musste mit der Schubkarre hier rauf befördert werden“, sagt Schulke. Und neben Kraft war auch Geduld erforderlich. „Es gab immer wieder neue Ideen, die umgesetzt werden sollten. So manches Mal haben wir etwas, das schon halb fertig war, wieder umgeplant.“

    Auch sonst war manchmal der Wurm drin. „Zweimal wurde eingebrochen, und Werkzeug wurde gestohlen“ (mehr …)

  • Offener Bürgergarten entsteht an Famileinzentrum

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    In Berlin Weißensee entsteht an einem Famileinzentrum ein Gemeinschaftsgarten.
    Wie groß ist die Fläche, auf der das Gartenprojekt entstehen soll und ist sie an eine Einrichtung angeschlossen?

    > rund 250 m2 / Die Fläche liegt unmittelbar vor dem Familienzentrum.

    Wem gehört die Fläche, was waren die Vornutzungen, wie offen ist die Fläche? Gibt es einen Zaun, wie bekommt man Zugang?

    Die Fläche ist umzäunt. / Die Fläche ist von 6 bis 18 Uhr zugängig. / Darüber hinaus wird an die Mitwirkenden ein Schlüssel für´s Tor ausgegeben.

    Wie lange kann/soll die Fläche für das Gartenprojekt genutzt werden?

    Eine zeitliche Befristung besteht nicht.

    Wie viele Leute, die auch gärtnern wollen, sind jetzt schon an der Planung beteiligt? Wer plant das Projekt?

    Aktuell beteiligen sich 5 Familien an der Vorbereitung.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte?

    > Wir erwarten eine Beteiligung von 10 Familien und mehr.

    Wie viele Beete soll es geben? Fünf Hochbeete sind im Finanzplan enthalten, sollen es mehr werden? Kann auch in der Erde gegärtnert werden? Wie groß werden diese Beete? Sollen das gemeinschaftlich genutzte Beete werden und sollen es individuelle Beete werden? Wenn ich richtig verstanden habe individuell?

    > Aktuell stehen zwei Beete zur Verfügung (200 x 80 cm / 80 x 80 cm). Die fünf weiteren Beete werden in unterschiedlichen Höhen angelegt (120 x 80 cm). Weiterhin wird auch an ausgewählten Plätzen am Boden gegärtnert werden können. Die meisten Beete werden von jeweils einer Familie verantwortet.

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese dann zugänglich für die GärtnerInnen?

    > Es steht ein Schuppen für die Geräte zur Verfügung. Mit dem Torschlüssel wird auch dieser an die beteiligten Familien zur Verfügung gestellt.

    Können auch NachbarInnen, Interessierte mit gärtnern, die nicht zu den beschriebenen Zielgruppen gehören? Wie bekommen diese Zugang und Mitwirkungsmöglichkeiten?

    > Selbstverständlich, sehr gern sogar. Über die Öffentlichkeitsarbeit des Familienzentrums sowie über die Mundpropaganda erreichen wir diese hoffentlich.

    Wer wird den Ofen bauen? Wie werden die GärtnerInnen daran beteiligt?

    > Der Ofen wird von David Winger gebaut, einem erfahrenem Lehmofenbauer. Die Familien werden sich bei den einzelnen Arbeitsschritten mit einbringen und aktiv mitwirken.

    Außerdem: Mit einer Eröffnungsaktion am 30.06.2017 würden wir gern die bereits bestehenden Kellerräume zu einer offenen Werkstatt einrichten. Im Anschluss soll diese dann frei zugänglich für Interessierte aus dem Kiez gemacht und im Rahmen wiederkehrender Aktionen (Repair Cafés, Subbotniks, Gemeinschaftsabende…) bekannt gemacht werden.
    Weiterhin wird über die lokalen Medien sowie über die Netzwerke der Kooperationspartner informiert. Ab Frühjahr 2017 wird es weiterhin eigenes Öffentlichkeitsmaterial geben.
    Der Zugang zur Werkstatt kann jederzeit erfolgen. Es ist nur eine Anmeldung und Schlüsselübergabe während der täglichen Öffnungszeiten der Küsterei nötig.


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  • IG Meißen eröffnet

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Momentan haben wir ca. 17 Mitglieder, von denen jeder individuell eine Fläche von bis zu 44qm bewirtschaften kann (eine Familie gilt als 1 Mitglied), manche wollten auch kleinere Flächen oder können das Gelände ohne direkten Anbau einfach zum Familientreff und Austausch nutzen, bis jetzt gärtnern aber alle Mitglieder auch. Von diesen 17 sind 6 Deutsche aus Meißen und Umgebung, der Rest Familien aus Afghanistan und Syrien, die jetzt in Meißen wohnen. Daneben gibt es   die große Streuobstwiese der Stiftung Allianz mit 60 Obstbäumen (Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen), die für alle Mitglieder zur gemeinsamen Pflege und Beerntung zur Verfügung stehen sollen. Es gibt Spielflächen und einen Grillplatz und wir planen für die Zukunft auch noch gemeinschaftliche Beete, z.B. eine Kräuterspirale oder evtl. einen Folientunnel, Kartoffelbeet usw. Im Moment haben wir noch Platz für 12-15 weitere Parzellen, mit Bodenverbesserung evtl. auch mehr.

    Das Projekt wurde erst am 1.4.2016 „gegründet“, neben Gärtnern kann man auch gemeinsam Sport machen oder sich treffen, Feste feiern, mit der Familie aufhalten.
    Der Träger hat  Kooperationen mit Diakonie und DRK -> darüber laufen Deutschkurse und viele andere Angebote.

    Najeha war schon vor Ort und hat beraten.


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  • offener Familiengemeinschaftsgarten in Potsdam

    (Gu, Mail,

    Seegarten“ am Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64, 14469 Potsdam
    Anfang 2014 kamen, initiiert unter anderem von der BUNDjugend Brandenburg, einige Personen zusammen, um am Treffpunkt Freizeit einen kleinen, selbstorganisierten Gemeinschaftsgarten zu gründen. So fand im Frühling 2014 der erste Spatenstich statt, es wurden Beete geschaffen und außerdem mobile Pflanzmöglichkeiten. Nun (Anfang 2016) sind wir 8 Familien, die zusammen gärtnern und ihre Freizeit verbringen. Jede Familien hat ein eigenes kleines Beet und dazu gibt es einige Gemeinschaftsbereiche: gemeinschaftlicher Heckenstreifen nach Permakultur-Konzept mit Beerensträuchern und Birnenspalier, gemeinsames Hügelbeet, gemeinsamer Kompost, Werkzeugschuppen mit Dachbegrünung, bepflanzte „mobile“ Elemente wie Reissäcke, alte Badewanne, Bäckerkisten, dazu zwei Hochbeete und ein Frühbeet. Die Wasserversorgung ist über einen Regenwassertank gewährleistet. Nach und nach möchten wir immer mehr Elemente der Permakultur im Garten umsetzen und so einen Kreislauf schaffen und nachhaltig gärtnern. In den letzten zwei Jahren fanden außerdem Umweltbildungsveranstaltungen mit Kindern statt („Gartenpiraten“) und seit 2015 imkern wir auf dem Gelände. Perspektivisch möchten wir zum Thema Bienen ebenfalls Umweltbildungsveranstaltungen durchführen und das Imkern ausweiten. 2014 haben wir den Klimapreis der Stadt Potsdam gewonnen.


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  • o pflanzt is macht Herbstprogramm für Kinder und Familien

    (Gu aus Newsletter)
    Tag der offenen Gartentür“ für Kinder und Familien

    Mit unserem Projekt in Kooperation mit SPIELkultur e.V. wollen wir Kindern und Familien die Gelegenheit geben, die Natur und ihre Abläufe im Lauf der Jahreszeiten wieder mit allen Sinnen zu erleben.
    Diesmal gibt es Erntespaß und Herbstbasteleien: wir begrüßen den Herbst und seine bunten Farben! Die Kinderbeete sind übervoll mit den Früchten unserer Arbeit, sie dürfen abgeräumt und anschließend mit Gründüngung eingesät werden. Viel zu tun für viele Kinderhände!

    Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Ohne Anmeldung und kostenlos!

    Aktuelle Infos auf www.spielkultur.de/projekt/naturprojekte/garten


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  • Pfingstferienprogramm bei o pflanzt is

    (Gu, Mailing, 9.4.)

    Tage der offenen Gartentür für Kinder und Familien

    10. Mai bis 25. Oktober 2015 (mit Ausnahme der Ferien)

    Natur ist heute für viele Großstadtkinder schon fast ein Fremdwort. Mit unserem Programm in Kooperation mit SPIELkultur e.V. wollen wir Kindern und Familien die Gelegenheit geben, die Natur und ihre Abläufe im Lauf der Jahreszeiten wieder mit allen Sinnen zu erleben.

    An den Tagen der offenen Gartentür laden wir sonntagnachmittags während des Gartenjahres Kinder und ihre Familien in den Garten ein. Die schöne Atmosphäre lädt zum Genießen und Erkunden ein. Wer will, kann im Garten mitarbeiten und unsere Kinderbeete gestalten, ernten und schnabulieren, Hollerkücherl backen, Nisthilfen für Vögel und Insekten gestalten, Bienenwachskerzen ziehen, saure Kornelkirschdrops trocknen, Fackeln machen, einen Kartoffel- oder Kürbistag erleben, selbst Vogelfutter herstellen und vieles andere mehr!

    Familienprogramm immer sonntags 14:00-18:00 Uhr

    o pflanzt interactive: Diese können dabei eine interaktive, multimediale Rallye durch unser „o’pflanzt is!“-Gelände entwickeln.
    Zuerst entdecken sie den Garten mit all seinen Geheimnissen und grünen Ecken, der bunten Gemüse- und Blumenvielfalt und als Experiment der Stadtgemeinschaft. Sie dürfen im Garten mithelfen und ernten und die frischen Lebensmittel gleich an Ort und Stelle zu einem leckeren Mittagessen verarbeiten.

    Mit Aufnahmegerät und Kamera fangen sie dann den Garten ein und überlegen sich spannende Stationen für die Rallye. Die Aufnahmen werden ins Internet gestellt, wo sie dann per QR-Code interaktiv aus dem Garten abrufbar sind. Am darauf folgenden Garten-Sonntag wird das Werk dann feierlich eingeweiht!

    Finanzierung: Gefördert durch die Mediengelder der Landeshauptstadt München und der AG Interaktiv.


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