Schlagwort: Farm

  • Ffm: Flächenplanung bei der Stadtfarm

    wie ihr mitbekommen habt, gibt es zurzeit einiges an Änderungen auf der Stadtfarm. Wir freuen uns, euch für Sonntag, den 20. Oktober zu einem gemeinsamen Flächenplanungstreffen einzuladen. An diesem Tag wollen wir uns gerne etwas mehr Zeit nehmen, um uns gemeinsam und in Ruhe mit der Flächengestaltung auf der Stadtfarm auseinander zu setzen. Wir werden um 13 Uhr auf der Stadtfarm starten. Später gibt es die Möglichkeit, das gesammelte Wissen in einem Raum in der Nähe zu besprechen. An Kaffee und Kuchen wollen wir natürlich auch denken – kein Treffen ohne Leckereien! Wir planen um 18 Uhr, das Treffen ausklingen zu lassen.

     

    Dabei geht es an diesem Nachmittag darum, zunächst viele Informationen und Ideen zusammenzutragen, Potentiale und Begrenzungen zu sehen, zu träumen, zu spinnen und die Vielschichtigkeit einer Planung zu betrachten. Denn schließlich gibt es ganz unterschiedliche Aspekte, die Berücksichtigung finden möchten: Intensivgemüse und Mehrjährige, Gemeinschaftserleben und Bildungsaspekte, Biodiversität und Infrastruktur (mehr …)

  • frankfurt: GemüseheldInnen wollen Stadtfarm neu etablieren

    (ANtrag/ANtworten)

    die GemüseheldInnen Frankfurt wollen die Stadtfarm auf neue Füße stellen. Seit Ende 2023 ist die Farm ausschließlich ein Projekt des GemüseheldInnen e.V. mit dem Schwerpunkt auf Bildung und Gemeinschaft. Die Kooperation mit der Gärtnerei Anja Rappelt wurde aus verschiedenen Gründen aufgelöst.

    Während der eineinhalbjährigen Kooperation haben sich aus Sicht des GemüseheldInnen e.V. folgende Erkenntnisse ergeben: Das Konzept von gemeinschaftlichem Urban Farming mit ökologischen Anbaumethoden funktioniert – und zwar nicht nur in kleineren Gemeinschaftsgärten, sondern auch in großem Stil auf einer Stadtfarm. Die Nachfrage von Schulen, Unternehmen und Organisationen nach Bildungsangeboten und der Bedarf der Stadtbevölkerung, regelmäßig ehrenamtlich mitzugärtnern und praktischen Bio-Gemüseanbau zu erlernen, ist riesig – wir konnten ihn aus Kapazitätsgründen bisher nur in Ansätzen bedienen. Aber: Die großen Potentiale der Stadtfarm in den Bereichen Klimaschutz, Bildung und sozialer Zusammenhalt konnten nur ansatzweise ausgeschöpft werden, solange sie in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Dynamik des Gärtnereibetriebs stattfanden. Denn weil der Gemüseverkauf alle Betriebskosten der Gärtnerei inklusive der Gehälter decken musste, dominierte hoher wirtschaftlicher Druck die Abläufe auf der Stadtfarm. Der Druck, hohe Erträge zu erzielen, ging zulasten der Bildungsarbeit, die aus Kapazitätsgründen im letzten Jahr deutlich reduziert werden musste. Die bisher bewirtschafteten 2 Hektar waren angesichts der arbeitsintensiven ökologischen Anbaumethoden zu groß für nur zwei Gärtnerinnen, was die Bildungsarbeit zusätzlich erschwert hat. Um zukünftig die Bildungsarbeit – statt hauptsächlich den Gemüseertrag – in den Mittelpunkt zu stellen, möchten wir die Frankfurter Stadtfarm neu aufstellen. Auf durch den GemüseheldInnen e.V. gepachteten Flächen wollen wir die Stadtfarm als Bildungsort und als Reallabor für Urban Farming neu etablieren und durch zielgruppenorientierte Bildungs- und Gemeinschaftsangebote mehr Menschen erreichen als bisher. So soll die Stadtfarm in Frankfurt zu einem Modellprojekt für nachhaltige Lebensmittelproduktion und Umweltbildung in der Stadt werden, das im Bereich Klimaschutz, Ernährungswende und nachhaltige Stadtentwicklung überregionale Strahlkraft entwickeln kann Da auf der neuen Stadtfarm auch ein großer Teil der Jungpflanzen für alle anderen Gemeinschaftsgärten der GemüseheldInnen (aktuell 18 Gärten) angezogen werden soll, planen wir in einem unserer 4 großen Folientunnel „Pippilotta“, eine Anzuchtstation einzurichten.

    Hierfür benötigen wir natürlich Pflanz- und Anzuchttische und Equipment, das wir aktuell noch nicht besitzen. Da die übernommenen 4 großen Folientunnel schon sehr alt sind und die ehemaligen Türen aktuell für die Community eine Gefahr darstellen, möchten wir hier gerne die Türen reparieren und die Folientunnel flicken.

    • Wo wollt ihr die Stadtfarm neu etablieren? Auf welcher/welchen von euch gepachteten Flächen? Oder sind das Flächen, die ihr neu angepachtet habt? Wie groß sind die Flächen für die Stadtfarm, wem gehören diese und ist der Vertrag unbefristet?

    Für die neu konzipierte Stadtfarm bleiben wir tatsächlich auf 3 Flächen, die auch schon vorher zur Stadtfarm gehört haben.

    Die Flächen „Market Garden“ und „Villa Kunterbunt“ wurden bisher von Anja Rappelt gepachtet. Sie gehören der Stadt.

    Anja hat letztes Jahr diese beiden Flächen an uns abgegeben, und so pachten wir diese offiziell seit November 2023 von der Stadt Frankfurt – unbefristet.

    Auf dem Gelände befindet sich – sehr spannend – auch noch ein heruntergekommenes zweistöckiges Gärtnerhaus. Wir sind gerade in der Stadt und der Firma Blasius Schuster KG in Gesprächen. Denn diese Firma möchte uns das Haus nach einem Besuch bei uns renovieren :-))) . Die Stadt hat hierzu auch schon „grünes Licht“ gegeben.

    Zum ersten Mal in der Geschichte der GH hätten wir dann ein Haus, in dem man auch mal Seminare halten kann, mit kleiner Küche etc.

    Aktuell müssen wir immer Räume in der Stadt anmieten, auch für unsere „StadtfarmerInnen-Ausbildung“ sind wir beständig auf der Suche nach neuen Räumen.

    Die dritte Fläche, auf der unser Mandalabeet steht, pachtet Anja von einer Privatperson. Wir dürfen hier erstmal für die nächste Zeit die Fläche bewirtschaften.

    Ob wir die Fläche auch noch die nächsten Jahre bewirtschaften können wissen wir nicht. Unser Hauptfokus sind aber die beiden anderen Flächen, da diese auch prominenter liegen.

    Fläche Market Garden 1728 m2

    Fläche Villa Kunterbunt 2870 m2

    Mandalabeet 243 m2 

    • Sind die Folientunnel schon alle auf dieser Fläche? Was war vorher dort drin? Wer hat sich darum gekümmert?

    Die 4 Folientunnel befinden sich auf der „Villa Kunterbunt. Anja Rappelt hat uns diese überlassen, und möchte dafür nichts, da die Folientunnel damals von ihr schon gebraucht gekauft wurden.

    Wir haben die Tunnel die letzten zwei Jahre (während Juli und ich bei Anja angestellt waren) mit der Community bewirtschaftet, allerdings eher mit mehr Sorge als Freude wegen des Zustandes der Tunnel.

    • Ist die Stadtfarm auch ein Gemeinschaftsgarten?

    Zu 100%, denn durch eine Förderung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft haben wir die Möglichkeit die Stadtfarm 3 Monate lang von Februar – Ende April 2024 neu zu planen.

    Hier der Text aus einem aktuellen Post dazu:

    Wir danken der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, mit deren Förderung wir als GemüseheldInnen e.V. die Frankfurter Stadtfarm auf neue Füße stellen können. Im 3-monatigen Förderprogramm – von Februar bis Ende April 2024 – entwickeln wir ein neues Konzept für die Stadtfarm als Bildungs- und Gemeinschaftsort. Zur Auftaktveranstaltung im Juni, bei der wir die neue Stadtfarm vorstellen, möchten wir alle Stadtbürger*innen, Politiker*innen und Unterstützer*innen herzlich einladen! Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

    Das Förderprogramm hat mir, Laura, ermöglicht zum ersten Mal in der Geschichte der GemüseheldInnen beim Verein (GemüseheldInnen e.V.) fest angestellt zu sein mit einer 85%-Stelle für diese 3 Monate der Projektphase. Danach, und das war die Förderungsbedingung der SPTG, wird mich der Verein weiter beschäftigt. Aktuell bin ich sozusagen die Projektkoorinatorin der Stadtfarm.

    Die Stadtfarm wird also mehr als davor ein Gemeinschaftsgarten, wie auch alle anderen GemüseheldInnen Gärten es sind. Nur eben viel viel größer und auch mit mehr politischem Fokus und Bildungsangebot.

    Für uns geht hiermit ein großer Traum war!

    Juli ist aktuell noch im Burnout, aber sie wird nach ihrer Rückkehr – so unser Plan – auch beim Verein angestellt sein.

    • Wie viele Menschen sind im Kernteam der Stadtfarm dabei, wie viele machen mit? Was kann man mitmachen? Wie kann man mitmachen?

    Aktuell sind wir in der Kernteamgruppe der Stadtfarm 35 Menschen, die unter der Woche regelmäßig kommen um zu gärtnern und für sich zu ernten.

    Für Anja Rappelt wird nicht mehr geerntet. 

    • Was an Bildungs- und Gemeinschaftsangeboten plant ihr?

    Regelmäßige Führungen für Stadtbürger*innen, Schulklassen, Unternehmen, 

    Workshops

    Stadtfarmer*innen-Ausbildung

    Mitmachaktionen an Sonntagen

    Stadtfarm-Kernteam-Gärtnern unter der Woche

    Praktika

    • Wollt ihr auch Gemüse verkaufen?

    Erstmal nicht. Was wir uns vorstellen können ist irgendwann überschüssiges Gemüse an soziale Einrichtungen zu geben.

    • Wer zieht die Pflanzen an? Wie werden die dann in die Gärten verteilt?

    Unser guter Jens-Holger, der seit dem ersten Tag der Stadtfarm dabei ist, und mich und Juli im Burnout vertreten hat.

    Um ihn herum gibt es ein Pflanzen- und Anzucht-Team. Geplant ist, dass er sein Wissen weitergibt und  im Jahresverlauf auch andere dazulernen.

    Jens-Holger ist auch bei der Stadtfarmer*innen-Ausbildung (12 Monate) dabei.

    Die Pflanzen werden dann von der Stadtfarm aus Mithilfe von Fahrgemeinschaften in die anderen Gärten gebracht.

    Natürlich bestellen wir auch weitere Pflanzen von Natterer (BIO). 


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