(Antrag/Antworten)
Die Zolli-Initiative e.V. gründete sich als Initiative 2011. Damals ging
es den Mitgliedern um eine bürger- und naturnahe Nutzung des ver-
wahrlosten Zollinlandplatzes. Ein weiteres Einkaufszentrum kam für
die Initiative auf keinen Fall in die Tüte. Auf dem Zollinlandplatz soll
ein Ort entstehen, den es so in Bremerhaven noch nicht gab. Es geht
um die gemeinsame Gestaltung einer gemeinnützigen Fläche, einem
kreativen Freiraum, der von Vielen mit Leben, Ideen und Kultur be-
reichert werden soll. Es geht um das gemeinsame Gärtnern und
das Weiterbilden in Stoffkreisläufen und der Nutzung vorhandener
Ressourcen für den Mensch mit der Umwelt. Einen Ort im Grünen,
der im Sommer dazu einlädt, sich mit Freunden und Nachbarn zu
treffen, mit Getränken, Speisen und Programm.
Planungen: Pilzanbau, weitere Hochbeete, Pergola als Schattenspender mit Sitzmöglichkeiten, Bohnenarchiv uvm
– wie groß ist die Fläche, die ihr gärtnerisch nutzt, wem gehört die, was für eine Nutzungsgenehmigung habt ihr und wie sind da die Konditionen und Kündigungsfristen. Handelt es sich z.B. um eine Zwischennutzung?
1. Die Zolli-Initiative hat auf unbegrenzte Zeit eine Nutzungsgenehmigung vom Gartenbauamt für die gärtnerische Nutzung auf dem Zollinlandsplatz. Unser Gärtnern wird auf Hochbeete (bis jetzt 36) beschränkt, da der Boden vorbelastet ist.
– wie groß ist die Gruppe, die gärtnert und wie setzt sich diese zusammen? Gibt es eine sozusagen eigenständige Gartengruppe, was die Kommunikation und die Entscheidungen rund ums Gärtnern angeht?
2. Die Gruppe besteht aus den Mitgliedern der Zolli-Initiative (aktuell 37). Davon teilen sich einige Mitglieder zusammen ein oder zwei Hochbeete. Ca. 10 Mitglieder setzten sich nur für die Platzpflege ein. Also Streucher, Baum und Blumen-Pflege. Einmal im Monat mindestens haben wir ein Treffen mit allen Mitgliedern (zur Zeit nur digital), wo alle Zolli-Belange kurz besprochen und Arbeiten verteilt werden.
– wie ist der Garten organisiert? Sind das individuellen Beete oder macht ihr alles gemeinschaftlich oder ist das eine Mischform? Können die Gärtner*innen jederzeit auf die Fläche?
4. die Gärtner*innenkönnen jederzeit auf die Fläche. Es gibt auch einen eingezäunten Bereich, in dem eine große Kräuterschnecke, Insektenhotels und ein großer Gemeinschaftskompost sich befindet. Zu diesem Bereich haben alle Mitglieder einen Schlüssel.
– wo sind die Gartengeräte und Werkzeuge untergebracht und wie haben die Gärtner*innen da jederzeit Zugang?
5. Die Gartengeräte und Werkzeuge sind in einem Lager untergebracht. Das Lager ist in den alten Umkleiden auf dem Zollinlandsplatz. Alle Mitglieder haben einen Schlüssel zu diesen Räumlichkeiten.
– können weitere Interessierte noch mitmachen? Wie macht ihr auf das Gartenprojekt aufmerksam?
7. Jeder der möchte beim Gärtnern mitmachen. Zum Schnuppern, darf natürlich jeder einfach mal mithelfen. Für einen kleinen Mitgliedsbeitrag wird man dann auch gerne Mitglied wenn einem das Gärtnern spaß macht. Man kann sich ein neues eigenes Hochbeet bauen oder bei einem Vorhandenen mit einsteigen.Bei Aktionstagen, an denen wir mit möglichst vielen Mitgliedern an einem schönen Wochenendtag viele Gemeinschaftsarbeiten auf dem Zolli erledigen, kommt man mit „normalen“ Parkbesuchern in Kontakt, die so auch über das Projekt informiert werden.
– ihr habt über eure Crowdfunding-Kampagne ja mehr Geld einnehmen können, als für den Kiosk gebraucht. Könnt ihr diesen Überschuss nicht für die (Teil)Finanzierung der bei uns beantragten Aktivitäten einsetzen?
8. Die Crowdfunding Kampagne war im letzten Jahr für das Kiosk Projekt gestartet worden. Das komplette Geld ist bereits in den Ausbau des Kiosk-Containers und umliegenden Bauten, wie eine kleine Bühne für Konzerte, mehrere Hochbeete rund um den Container, Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen, geflossen. Von einem Überschuss kann man hier nicht sprechen xD Viel mehr ist wahnsinnig viel Zeit in Unterstützergegenleistungen, wie z.B. schöne Gutscheine, Organisation von Picknicks auf dem Zolli und Stammgastbändchen, geflossen. Nicht zuletzt haben wir eine Pandemie am laufen und ich weiß nicht wie viel Gastronome gerade jetzt Geld an gemeinnützige Vereine spenden können. Insgesamt liegen der Kiosk bei einem Reinverlust von neun Tausend Euro im letzten Jahr. Trotzdem wollen wir durch diesen Förderantrag die Positive Veränderung auf dem Platz vorran treiben.
– für die bisherigen Arbeiten habt ihr ja sicherlich auch Akkuschrauber u.ä. gebraucht. Habt ihr dieses Werkzeug nicht mehr? Könnt ihr euch das leihen für die Pilzzucht?
9. Bisher haben wir sehr viel Werkzeug ausgeliehen von Freunden des Projekts, jedoch verschleißen Diese sehr und werden auch wieder bei ihren Besitzern gebraucht. Leihen ist organisatorisch zu aufwendig, da man nicht ein einem Tag alle Arbeit erledigt für ein Projekt (z.B. Pilzzucht) sondern an mehreren Tagen immer mal wieder weiter Arbeiten kann.
– wer wäre an der Pilzzucht beteiligt, wie viele könnten sich beteiligen und was passiert mit der Ernte?
10. Zehn Zolli-Mitglieder wollen sich gerne um das Pilzprojekt kümmern. Den Ertrag wird auf alle zehn gleich aufgeteilt. Der Hauptgrund liegt natürlich an der Veranschaulichung für Parkbesucher, die über solche Möglichkeiten der Nahrungsgenerierung informiert werden sollen. (Durch Workshops an Zolliaktionstagen zum Beispiel)
– wer baut das Gewächshaus und wie viele könnten sich daran beteiligen?
11. Das Gewächshaus wird von 4 Zolli-Mitgliedern gebaut. Bei all unseren Bauprojekten nehmen wir immer genre Hilfe von Parkbesuchern an. Viele Kinder aus der Umgebung sind schon oft zu unseren kleinen Helfern geworden.
– wer würde das Gewächshaus wie nutzen? Alle Gärtner*innen gemeinschaftlich oder bekäme jede*r ein Eckchen?
12. gemeinschaftliche Nutzung vom Verein.
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