Schlagwort: Fläche verkleinert

  • Leipzig: Gartengruppe in den Nachbarschaftsgärten Josephstraße formiert sich neu

    Antrag, Antworten

    Wir vom Nachbarscha%sgärten e.V. in Leipzig Lindenau haQen durch die anhaltende Gentrifizierung der
    Stadt und insbesondere der Quar$ere Plagwitz & Lindenau, in den letzten Jahren immer wieder mit
    Flächenverlust auf Grund von Teilverkäufen und damit einhergehender Nachverdichtung des Wohngebietes
    zu kämpfen. Dadurch ist unsere einstmals 7000m2 große Gemeinscha%sgartenfläche auf nun ~550m2
    geschrump%. Diese verbleibende Fläche ist zwar sehr zukun%ssicher für den Verein, jedoch weitestgehend
    durch Pflastersteine versiegelt und dies darf auch nicht geändert werden.
    In den letzen Jahren haben wir den Fokus daher auf die sozialen Aspekte der Fläche gelegt und die offene
    FahrradwerkstaQ sowie die offene HolzwerkstaQ auf dem Gelände sehr weit entwickelt, wodurch wieder
    eine stabile Gemeinscha% gewachsen ist und die Angebote quar$erübergreifend bekannt und geschätzt
    sind. Zudem beherbergen wir auf dem Gelände eine Verteilersta$on der lokalen SoLaWi „Ackerilla“, welche
    mit regelmäßigen Küfas ebenfalls zur Gemeinscha%sbildung und gelebten Nachhal$gkeit im Quar$er
    beiträgt. Zudem konnten wir erfolgreich das größte Parklet Leipzigs vor dem Garten in der Josephstraße
    bauen und damit nicht nur ins Quar$er wirken, sondern auch die Sichtbarkeit und Niederschwelligkeit des
    Gartens stärken. All das führte dazu, dass die Mitgliederzahl in den letzen Jahren wieder s$eg und
    momentan bei 165 Menschen ist, welche sich auf beide Gartenflächen (Lindenau & Leutzsch) verteilen.

    Wir als Gartengemeinscha% möchten uns nun auf die Herausforderung bzw. Frage fokussieren, wie man
    neben den grünen Randstreifen des Grundstücks in Lindenau, auch auf der versiegelten Fläche das
    maximale Gartenerlebnis für Mensch und Tier erzeugen kann. Wir haben dafür gemeinsam einen neuen
    Flächenplan erstellt, um den Platz op$mal zu nutzen. Wir wollen auf der Fläche einen größeren Unterstand
    bauen, um Feuerholz, Gartenwerkzeuge, Kinderfahrräder und ggf. sogar Leihräder der FahrradwerkstaQ
    trocken und sicher abstellen zu können. Die dabei entstehende Dachfläche möchten wir gern bepflanzen,
    um wieder an Grünfläche zu gewinnen und die Biodiversität in dem hochverdichteten Wohngebiet zu
    fördern. Zudem wollen wir ein großes gemauertes Hochbeet errichten um Nutzpflanzen anzubauen sowie
    ein vorhandenes Teichbecken naturieren.
    Unser Anspruch ist auch hier so nachhal$g wie möglich zu arbeiten, weshalb wir wo immer es geht, mit
    second-hand Materialien aus der Region bauen werden. Die Steine für das Hochbeet würden wir für einen
    sehr guten Preis aus einem Gebäuderückbau beziehen können und das Konstruk$onsmaterial für den
    Unterstand aus dem in Leipzig Lindenau ansässigen 2nd-Hand-Baumarkt „Materialbuffet“. Die Pflanzen
    würden wir ebenfalls aus der lokalen Auenwald-Gärtnerei beziehen, da diese vor Ort gezüchtet und somit
    auch bestens an die hiesigen Verhältnisse angepasst sind.

    Gleichzeitig möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um als Gartengemeinscha% durch solche für uns
    größeren Bau- und Pflanzprojekte in den ak$ven (Wissens-)Austausch zu kommen. Glücklicherweise haben
    wir im Verein Zimmerleute und einzelne Mitglieder, die bereits Schulungen zu Dachbegrünungen besucht
    haben, so dass wir die Planung sachgerecht intern leisten können. Die Umsetzung möchten wir dann als
    Workshop gestalten, um dieses Wissen prak$sch angewandt auch weiter zu streuen.

    Gärtnert ihr denn noch dem Sinne, dass auf der Fläche Gemüse angebaut wird? Wie viele Hochbeete gibt es, wer gärtnert dort und wie kann man beim Gärtnern mitmachen?
      
      • Es wird grundlegend gegärtnert. Die Fläche ist diese Saison allerdings noch stark im Wandel, da vor ein paar Monaten erst die benachbarte Baustelle fertiggestellt wurde und ein langer Streifen (ca. 4x15m) unseres Grundstücks für die Durchfahrt der Baufahrzeuge genutzt wurde. Dieser Streifen ist nun in ein Beetplateau verwandelt wurden mit allerhand Nutzpflanzen und sogar 3 Obstbäumen.
    Die 6 Hochbeete auf der Fläche haben wir in den letzten Garteneinsätzen abgebaut, mit dem Plan diese vereinzelten (teilweise maroden) Hochbeete aus Holz zu einem großen gemauerten zusammenzufassen.

    Oder ist das beantragte Hochbeet der Wiedereinstieg in den Gemüseanbau? Wie viel Platz der Gesamtfläche nutzt ihr für das Gärtnern (Essbares anbauen und ernten und insgesamt)?
        • In dem Sinne ja, das beantragte Hochbeet ist ein wichtiger Meilenstein beim Wiedereinstieg in den Gemüseanbau. von den insgesamt 550qm können wir derzeit ca. 20-25% begrünen/begärtnern. Davon ist in etwa 60-70% mit Insektenfreundlichen Blühpflanzen und essbaren Kräutern bepflanzt, der Rest mit Obst(sträuchern) und Gemüse.

    – Wenn ihr im Antrag von gärtnern schreibt und es sich nicht um Gemüse/Kräuter/Obst handelt, was macht die Gartengruppe?
        • Die Gartengruppe in der Josephstraße ist gerade erst wieder im Aufbau und momentan geht es um die Planung, Organisation und Anlage neuer bepflanzbarer Flächen sowie die Pflege der vorhandenen Grünstreifen, Kräuterbeete und des oben erwähnten Plateaus; sowie die Pflege der t.w. essbaren Pflanzen auf dem Parklet vor dem Garten.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert? Wie kann man da mitmachen? Was passiert mit der Ernte?
        • Meines Wissens nach besteht die Gruppe derzeit aus 5 aktiven Personen, wobei wir in letzter Zeit wieder mehr Neuzugänge im Verein haben, die explizites Interesse am Gärtnern bekundeten. Da es aber wie erwähnt noch viel um Planung und Anlage zu bepflanzender Flächen geht, würde ich diese Personen noch nicht dazuzählen, da sie wahrscheinlich noch etwas Zeit brauchen sich in die Strukturen einzufinden um proaktiv Aufgaben zu übernehmen.

    Generell ist die Gartengruppe wie auch andere Gruppen im Verein als AG organisiert mit eigenem Chat-Kanal, selbstverwaltetem Budget und eben Eigenverantwortung und Entscheidungshoheit „ihres“ Bereiches.

    Es gibt eine weitere temporäre Gruppe, die sich gerade mit der Flächengestaltung generell beschäftigt und hier ist natürlich eine Schnittmenge.

    Auf der Fläche in Leutzsch sind derzeit 40 Menschen in der Chatgruppe bezüglich der Beete, realistisch aber 15 aktive Menschen. Diese treffen sich zwei mal die woche (do+so), teilen sich Gießdienste und die Erträge.
    So ähnlich möchten wir das in Lindenau auch wieder etablieren und nachdem die Werkstätten jetzt wieder auf einem stabilen Fundament engagierter Mitglieder stehen, braucht es nur einen kleinen Anstoß, dies auch für die Beetegruppe zu schaffen. Im Idealfall reichen die Erträge auch aus, um bei Garteneinsätzen oder offenen Gartennachmittagen daraus gemeinsam Mahlzeiten zu kochen oder Kuchen zu backen.

    – Wo sind die Gartengeräte bisher untergebracht?
        • Bisher sind sie in einer aus Palettenresten provisorisch gebauten Halterung auf der Rückseite des ehemaligen Hühnerstalls untergebracht. Dort sind sie allerdings nicht gut sortiert, nicht gut erreichbar, zu sehr der Witterung ausgesetzt und es ist zwar noch nichts passiert, aber es besteht die Sorge, dass sich die Kinder daran verletzen könnten, sollten sie unachtsam in der Ecke toben.

    – Wo kommt das Wasser her?
        • Das Gießwasser gewinnen wir vollständig durch Regenwassersammlung. Hierfür haben wir letztes Jahr mehrere gebrauchte IBC-Container und Regenfässer organisiert und an die Regenrinnen der Dachflächen angeschlossen bzw. an den kleineren Dächern (Sommerküche; ehemaliger Hühnerstall) selbst Regenrinnen installiert.

    – Wie groß soll das Hochbeet werden? Wie plant ihr das: Bau aus Ziegelsteinen, Holzverkleidung dann außen?
        • Das Hochbeet soll einen runden-organischen Umriss haben, aus gebrauchten Ziegel- bzw. Pflastersteinen gebaut werden und an der Sichtseite mit Holz verkleidet werden. Teilweise soll der obere Rand auch als Sitzfläche dienen und an diesen Stellen auch mit Holz beplankt werden. Insgesamt wird es eine Größe von ca. 3x4m haben

    – Was ist in dem Fertigpaket Dachbegrünung enthalten und woher kommen die Pflanzen?
       
    • In dem Fertigpaket sind enthalten: Schutzvlies, Dränage, Sedumcassetten, Kiesel, Sedummatten (vorkultiviert). Alles inklusive der Pflanzmatten kommen vom Anbieter „dachbegruenungselbermachen.de“ mit Hauptsitz in den Niederlanden.

    – Wie groß wird der Unterstand und wie werden da die Gartengeräte „sicher“ drunter untergebracht?
        • Der neue Unterstand soll ca. 3x6m groß werden. Die Gartengeräte sollen dort an einer innenseitigen Wand übersichtlich sortiert aufgehangen werden.

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  • Pfaffenhofen: IG will eigenen Verein gründen

    (Tel)
    Der Initiator steigt aus, bisher war der Garten unter dessen Träger angesiedelt, das soll nun aber enden. Die Gruppe erwägt, einen eigenen Verein zu gründen.

    Eine neue Entwicklung im/für den Garten: die Stadt will einen“ Acherkindergarten“ (Acker) mit Bauwagen auf einem Teil des Geländes errichten. Der IG wird einen neuen Pachtvertrag mit der Stadt aushandeln.

    Mail vom 23.05.2025:

    Die Entwicklung des Gartens in den letzten Jahren war eigentlich stabil mit ca 30 Gärtnern und entsprechendem Familienanhang. Das gesamte Gelände ist ca 1 ha mit 40 alten Apfelbäumen und etwa 30 Parzellen für die gärtnerische Nutzung. Unter dem Gelände in zentraler Lage befindet sich ein ehemaliger Fermeldebunker, das Gelände gehört der Stadt. Die Stadt hat nun beschlossen auf ca. der Hälfte des Geländes einen Kindergarten zu installieren mit Bauwagen , die Kinder wollen da auch gärtnern durchaus ökologisch, die Details wissen wir noch nicht, aber es gibt durchaus Ansatzpunkte für eine Kooperation.

     Herr Maier wollte nicht auf Teile des  Biotops ( Streuobstwiese ) verzichten und wird sich mit seinem Trägerverein  zum Ende des Jahres zurückziehen Wir die verbliebenen  Koordinatoren haben beschlossen den Interkulturgarten weiterzuiführen und müssen nun bis zum Ende des Jahres eine geeignete Lösung finden um den Pachtvertrag  mir der Stadt bis zum 31.12.25 zu erneuern.

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  • Beetinchen: Umzug steht bevor

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Der Garten in Berlin/Märkisches Viertel wurde mit Mittel aus Stadtumbau West finaniert und hat 7000m². Neben (großen) individuellen Beeten gibt es viel Naturraum. Sie müssen nun nach der Saison umziehen, da die Fläche bebaut wird.
    Sie beantragen Gartengeräte, die dann auch mit genommen werden.

    Zur Zeit haben wir noch 17 vermietete Parzellen. In den meisten Fällen werden diese von Familien bewirtschaftet, so dass ich keine genaue Angabe über die Personenzahl machen kann. Ein Teil der Unterpächter*innen hat bereits gemeldet, mit umziehen zu wollen. Zudem habe ich bereits eine Liste mit fünf Interessent*innen für das nächste Jahr. In den Sommerferien gibt es einen Tag der offenen Tür, an dem jeder im Garten willkommen ist. Dieser wird dieses Jahr von einer durch die GESOBAU finanzierte Kraft auf Minijobbasis betreut. Der Garten ist barrierearm und kann auch im Rollstuhl besucht werden.

    Bereits dieses Jahr werden einige Veranstaltungen im Beettinchen stattfinden, die es so vorher nicht gab. Im Juli werden wir gemeinsam mit der GESOBAU eine Lesung der Novelle „Der gefundene Garten“ mit musikalischer Untermalung und einem kleinen Buffet organiseren. Dazu werden die Pächter*innen eingeladen und Werbung in den umliegenden Häusern sowie öffentlichen online-Portalen gemacht.

    Zudem ist angedacht, in den Sommerferien einen Flohmarkt im Garten zu organisieren, bei dem Bewohner*innen des Viertels kostenfreu Tische zur Verfügung gestellt bekommen.

    Wie bisher bereits wird zudem das jährliche Viertelkino im Garten stattfinden.

    neues Konzept:

    Der neue Garten wird gegenüber der Treuenbrietzener Str. 35 im Märkischen Viertel liegen. Das sind ca. 1,1 km Fußweg vom jetzigen Garten. Der neue Garten ist mit 3.000qm wesentlich kleiner und wird 35 der 39qm-großen Parzellen haben. Der Vertrag läuft zunächst bis

    01.07.2022 und kann ggf. verlängert werden.

    Ich konnte mit dem Bezirksamt klären, dass Parzellen nicht in vollem Umfang an einzelne Pächter*innen vermietet werden müssen, wie es mir bisher als Auflage mitgeteilt wurde. D.h. es gibt die Möglichkeit, z.B.

    eine halbe Parzelle zu mieten. Einen Teil der Parzellen möchte ich als Gemeinschaftsfläche bewirtschaften. Mindestens eine Parzelle wird mit kleinen Hochbeeten ausgestattet, um barrierearmes Gärtnern zu ermöglichen. Mein Wunsch wäre es, dies auf zwei oder drei gemeinschaftliche Parzellen auszuweiten. Zudem habe ich vor, im gesamten Garten „Wegfläche“ mit kleinen Kräuterkübeln o.ä. auszustatten, um die gemeinschaftlich bewirtschaftete Fläche zu erhöhen und einen freundlichen Charakter zu schaffen. Wie wir wissen, ist dies ohne große Kosten machbar.

    Das Gerätehaus mit Aufenthaltsbereich wird in seinem jetztigen Zustand mit umziehen.

    Ich arbeite gerade an einem Konzept, wie man den Garten künftig mehr beleben kann. Dazu gehört zum einen, die vertraglichen Regelungen gegenüber den Unterpächter*innen zu ändern, um mehr gemeinschaftliches Handeln als Voraussetzung für die Anmietung einer Parzelle (s.

    Himmelbeet) zu haben. Dafür möchte ich bereits dieses Jahr einen groben Veranstaltungskalender planen, damit die Unterpächter*innen sich frühzeitig für gemeinschaftliche Aktivitäten eintragen können.

    Zudem warte ich auf die Veranschlagung der künftigen laufenden Kosten.

    Auf dieser Basis entscheiden sich Parzellenpreise.

    Die bisher genannten Punkte sind alle mit den jetztigen Ressourcen umsetzbar. Ich bin derzeit auf der Suche nach möglichen Förderungen, um Personal für die Bewirtschaftung und Öffnung des Gartens finanzieren zu können. Meine ideale Vorstellung wäre es eine Person für sozialpädagogische Betreuung sowie eine Gartenfachkraft vor Ort zu haben. Diese könnten Veranstaltungen organisieren und mit den Pächter*innen sowie Interessierten gärtnern, thematische Workshops durchführen u.a. Durch eine fachliche Vor-Ort-Betreuung soll auch die Motivation an ehrenamtlicher Betätigung gesteigert sowie die Öffnung des Gartens als Erholungsraum für die Öffentlichkeit ermöglicht werden. Ein kleiner einfacher Cafébetrieb ließe sich rein infrastrukturell gut organisieren und kann in der Zeit zwischen den Saisons vorbereitet werden (Thekenbau etc.). Auch hier könnten Pächter*innen ihre gemeinnützigen Tätigkeiten ausüben. Ein endgültiges Konzept mit genauem Finanzierungsplan möchte ich schnellstmöglich erstellen. Bisher bin ich noch in der Ideensammlungsphase bzw. schaue mir weitere Gärten an, um Inputs zu erhalten. Parallel dazu erarbeite ich ein Konzept, wie sich der Garten ohne zusätzliche Finanzierung anders bewirtschaften ließe und wie man ehrenamtliches Engagement im Garten steigern könnte (s.o.).

    Pläne für die Zusammenarbeit mit der künftigen Gemeinschaftsunterkunft mache ich erst, wenn der Betreiber feststehen wird und direkte Absprachen getroffen werden können. Durch eine enge Kooperation mit anderen in der Flüchtlingsarbeit tätigen Akteuren im Viertel lassen sich auch niedrigschwellige kurzfristige Projekte umsetzen. Zudem möchte ich die nahe gelegene Waldorfschule kontaktieren und Projektmöglichkeiten ausloten.


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  • Neuigkeiten vom IG Rüdersdorf

    (Gu, alerts)Gärtner wollen zurück auf ihre ScholleRüdersdorf (MOZ) Es blüht etwas im Wohngebiet, lautet die Überschrift für eine kleine, aber feine Fotoausstellung, die am Dienstag im Bürgerzentrum Brücke eröffnet wurde. Es sind Bilder von Renate Radoy, Gerlinde Burkard, Marlis Lehmann und Torsten Nowy. Die vier eint der interkulturelle Garten, in dem sie mitarbeiten, den sie hegen und pflegen, lieben und nun auch verteidigen.
    „Seit Herbst kommen wir eigentlich nicht mehr in den Garten hinein, beziehungsweise wird er ziemlich rigoros verändert“, sagt Torsten Nowy. Ursache sind die Bauarbeiten auf dem Gelände des Heinitz-Gymnasiums. Nachdem zunächst Leitungen gesucht wurden, die sich auch über das ursprünglich 2400 Quadratmeter große Areal des Gartens zogen, wurden für die Baustraße und den Neubau ganze 800 Quadratmeter des Gartens weggeknabbert. Renate Radoy und Torsten Nowy mussten ihre mühsam seit 2009 urbar gemachten „Schollen“ hergeben.

    Zum Jahreswechsel kam dann der nächste Hieb für die Gartenfreunde. Unbekannte zerstörten mutwillig das Gewächshaus. Das hatten die Enthusiasten zur Eröffnung des Gartens von der Stiftung interkulturelle Gärten München 2010 gesponsert bekommen. „Mittlerweile hat die Polizei die Ermittlungen gegen unbekannt eingestellt“, bedauert Torsten Nowy. Er steht im Kontakt mit der Bauverwaltung und hofft, dass er bis nächste Woche ein verbindliches Angebot bekommt, wie die Hobbygärtner wieder in die Anlage kommen. Die Männer und Frauen mit dem Hang zum Miteinander und grünen Daumen brennen darauf, die Frühjahrsbestellung einzubringen.

    „Als wir vor acht Jahren angefangen haben, war es tatsächlich ein interkultureller Garten. Die Hälfte der Mitmacher waren Russlanddeutsche“, erinnert sich Gerlinde Burkard. Mittlerweile hat ein Großteil derer so viel Gefallen am Gärtnern gefunden, dass er dieses Projekt verlassen und woanders einen Schrebergarten gepachtet hat. „Das kann man auch so sehen, dass diejenigen bei uns die Lust aufs Grün bekommen haben, nun aber mehr wollen“, sagt Gerlinde Burkard. Denn A und O im interkulturellen Garten, der sich künftig Nachbarschaftsgarten nennen wird, und zu dem nun auch eine Gruppe der behinderten Mitmenschen der Lobetaler Anstalten gehört ist, dass es keine Zäune gibt, sondern einen großen gemeinschaftlichen Platz des Miteinanders.

    http://www.moz.de/landkreise/maerkisch-oderland/strausberg/artikel8/dg/0/1/1559403/


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  • Nachbarschaftsgärten Leipzig: Grundstücke an der Siemeringstraße sind nun weg

    (Gu aus alerts)

    […]
    Wer heute durch die Josephstraße kommt, die auch mit Fördermitteln zu einer verkehrsberuhigten Spielstraße gemacht wurde, erkennt sie nicht wieder. Die Buchkinder haben hier einen Kindergarten bekommen. Von Tristesse keine Spur mehr.

    Etwas anders sieht es in der parallelen Siemeringstraße aus. Hier erinnert auch das desolate Pflaster noch an die alten Zeiten. Aber lange wird das so nicht mehr bleiben. Das ist seit dem Frühjahr 2014 eigentlich klar, als der Verkauf der hier liegenden Grundstücke der Nachbarschaftsgärten bekannt wurde. Die Nachbarschaftsgärtner kämpften zwar mit all ihren Möglichkeiten, versuchten die Stadt und insbesondere das ASW als Partner zu gewinnen, doch noch möglichst viel von den rustikalen Gartenflächen zu erhalten.

    Am Ende stand ein Kompromiss, der freilich trotzdem nicht viel von diesem kurzen grünen Abenteuer übrig ließ. Im Grunde schrumpfen die Nachbarschaftsgärten jetzt auf die wenigen Grundstücke an der Josephstraße.

    Aber dass auf einmal völlig andere Gesetze zu herrschen scheinen, wenn solche Grundstücksfragen geklärt sind und der Bauherr ans Bauen denken kann, das erlebten die Anwohner in dieser Woche. Mitten in der gerade begonnenen Vegetationsperiode rückten die Baumfäller an.

    „Als ich heute auf meinen Balkon trat, traf mich beinahe der Schlag“, berichtet eine Anwohnerin. „Auf dem an die Siemeringstraße angrenzenden Grundstück – einer großen Freifläche, die bis hinüber an die parallel verlaufende Josefstrasse grenzt – waren sämtliche Bäume gefällt worden. Das komplette Grundstück kahlrasiert. […]

    https://www.l-iz.de/politik/brennpunkt/2016/04/mitten-in-der-beginnenden-vegetationszeit-wurden-die-nachbarschaftsgaerten-an-der-siemeringstrasse-kahlrasiert-135471 (mehr …)

  • Hafengarten: trotz kleinerer Fläche sind alle 150 Leute weiter dabei

    (Gu aus alerts)

    Viele Hafengärtner waren etwas wehmütig vergangenes Jahr zu dieser Zeit. Es war nämlich beschlossene Sache, dass es die letzte Saison sein sollte, in der auf dem Areal gesät, gepflanzt und geerntet werden darf. Der alte Hafengarten musste weichen, um Platz zu machen für das Bauprojekt „Marina Gardens“. Nun gibt es Ersatz: rund 150 Meter weiter westlich, beim künftigen Gutsche-Park am Radweg entlang des Hafenbeckens. Dort müssen die Gärtner enger zusammenrücken. Die neue, frisch geschotterte Fläche misst nur noch ein Drittel der alten, die 10.000 Quadratmeter groß war. Weil aber auf Leerflächen zwischen den Pflanzinseln weitgehend verzichtet wurde, ist es bei rund 40 Parzellen mit etwa 150 Gärtnern geblieben. Mit dem Umzug war das Hafengarten-Team der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft seit Ende letzten Jahres beschäftigt. Der Neustart wird am kommenden Sonntag, 24. April, mit einem Frühlingsfest gefeiert.

    https://www.op-online.de/offenbach/neustart-hafengarten-offenbach-buerger-sorgen-mehr-staedtisches-gruen-6333352.html (mehr …)

  • Stadtgarten Nürnberg gut am neuen Standort angekommen

    (Gu aus Newsletter, 3.10.)
    Nach dem Umzug des Gartens Ende des letzten Jahres begannen wir im Frühjahr unsere Wurzeln auf dem Quelleparkplatz neben dem Quellegebäude zu schlagen. Wie ihr wisst, hatten wir uns für eine kleinere Fläche entschieden, um den Aufwand beim Gießen und Pflegen des Gartens zu verringern. Das war eine gute Entscheidung! Zwar blieb die Anzahl der Beete gleich, aber die Laufwege zu allen wichtigen Orten sind nun viel kürzer und damit angenehmer. Es blieb mehr Zeit für ein Schwätzchen nach getaner Arbeit 🙂

    Ankommen
    Mit Unterstützung unserer Landschaftsarchitektin Andrea-Maria entwickelten wir ein neues Raumkonzept und setzten dieses im Frühjahr um. Daraus entstanden ist ein stadtgarten, der uns schnell auf der neuen Fläche ankommen und wohlfühlen lassen hat: kompakter, mit einer wunderschönen Baumallee, vielen kleinen Winkeln zum Verweilen, einem ruhigen Ort für unsere drei Bienenvölker und offenen Außenflächen mit Beeten und Bänken für die Anwohner. Wir konnten selbst nicht glauben, wie schnell wir uns in unserer neuen Heimat wohlfühlten. Der Blick auf Quelleturm und -gebäude bei Sonnenuntergang entschädigte uns mehr als einmal für den anstrengenden Umzug.

    stadtgarten und seine Nachbarn
    Ein weiterer Grund, warum wir uns sehr schnell in der Wandererstr. 44 wohlgefühlt haben ist, dass wir noch nie so viele Gäste bei uns hatten – das Grundstück liegt wunderbar zentral und es ist ein Leichtes bei uns vorbeizuschauen und sich den Garten anzusehen, Gespräche zu führen. Wir haben den Eindruck, dass eine große Wertschätzung für unsere Arbeit im Stadtteil da ist und sind darüber sehr dankbar. Dass die Künstler des Quellkollektiv’s Ende des Jahres ausziehen werden, finden wir mehr als schade. Es geht ein kreativer Ort mit vielen engagierten Menschen. Wir drücken die Daumen, dass die neue Heimat Stabilität und Freiraum bringt.

    Biodiversität
    Wie ihr wisst, ist uns Biodiversität mit dem Thema alte, samenfeste Kultursorten ein großes Herzanliegen. Das im Februar von Bluepingu/ stadtgarten organisierte Saatgutfestival und unsere Jungpflanzenaktion haben gezeigt, dass die Anzahl der Menschen wächst, denen es wichtig ist, eine bunte Viefalt an Obst und Gemüse zu erhalten. Im stadtgarten selbst haben wir über 250 verschiedene Sorten angebaut. Ihr könnt euch vorstellen, wie bunt es in den Beeten aussah 🙂 Von einem Großteil haben wir Saatgut gewonnen. Freut euch also auch im nächsten Jahr auf die Saatguttauschbörse und unseren Jungpflanzenverkauf.

    Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen
    Unser Umweltpädagoge Oliver hat nachgezählt und ich konnte es zunächst nicht glauben: über 450 Kinder und Jugendliche waren bei uns im Garten und haben während eines Projekttages das Projekt näher kennengelernt. Mit unserem Projektpartner „Stadt auf Rädern“ konnten wir verschiedene Bauprojekte verwirklichen: Der Bau eines Pavilion, einer Give-Box und die Renovierung eines Bauwagens, den wir zukünftig als Aufenthaltsraum nutzen und an Projekte im Stadtteil verleihen, sind daraus entstanden.

    Jeden Monat einen Kochworkshop
    Xenia hat in den vergangenen Monaten unermüdlich den Kochlöffel schwingen lassen: saisonale, vegane, fantasievolle Gerichte sind das Thema ihrer sonntäglichen Kochkurse, die auch in diesem Jahr mehr als großen Anklang fanden.

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  • MuseumsGemüse in Freiburg hat sich etabliert

    (Gu, Mail, 12.8.)
    Den Garten gibt es noch, allerdings in etwas geschrumpfter Form. Er wird nun von unseren direkten Nachbarn gepflegt (mehr …)