Schlagwort: Flüchtlinge

  • Hamburg: Was Tun Siftung hat 7 Stadtgemüse Standorte

    (NL)
    Auch unser Projekt STADTGEMÜSE hat weiter Wurzeln geschlagen. Auf der Fläche der Unterkunft Billbrook ist im Sommer gemeinsam mit den Anwohner:innen ein neuer Gemeinschaftsgarten entstanden – mittlerweile unser siebter. Schon nach kurzer Zeit wurde er zu einem lebendigen Treffpunkt für Groß und Klein. Das wöchentliche Gärtnern mit unserem Projektleiter Gerardo ist für viele zu einem festen Termin geworden. (mehr …)

  • Otterndorf: Garten der Hoffnung entwickelt sich weiter gut

    (Bericht, Antrag, Antworten)

    Die Rundbögen sollen vor Kaninchen und Rehen schützen. Mit den Folien können sie im
    Frühjahr gleichzeitig als Frühbeete dienen, später legen wir dann Kaninchendraht darüber.
    Deshalb brauchen wir auch Schneckenkorn, weil wir so in den Beeten die Nacktschnecken
    nicht mehr so gut absammeln können.
    Bislang haben wir die hohe Hecke und die Baumreihen mit Handgeräten beschnitten, aber
    wir werden alle älter, und Akkugeräte sind mittlerweile erschwinglicher geworden, deshalb
    wünschen wir uns Kettensäge und Motorsense.
    2 weitere Hochbeete haben noch Platz. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr gewähren sie
    eine zuverlässige Ernte der Gemüsepflanzen, die besonders gerne von Schnecken gefressen
    werden.

    Zu den Hochbeeten: Wir haben im letzten Jahr 3 Hochbeete aus Metall angeschafft, die haben sich bewährt: keine Schnecken. Aus Metall ist für uns besser, weil Holzbeete ständig gepflegt werden müssen, ausgewechselt, neu gestrichen … Nun würden wir gern noch 2 weitere dazukaufen.

    Für die kleine Akku-Kettensäge brauchen wir keinen Schein, das ist ja da Gute. Im letzten Jahr haben wir mehrmals eine Kettensäge gebraucht, weil Bäume umgestürzt sind und die Hecke zum Friedhof an der Ost-Seite inzwischen eher ein Knick mit dicken Ästen ist, wo ständige Pflege nötig ist. Bislang kam immer mein Mann mit seiner großen Säge, nur er konnte das machen. In diesem Winter werden wir noch ein paar Bäume fällen oder beschneiden müssen, im Laufe des Jahres steht die Heckenpflege an, und es bricht im Sturm auch immer mal ein Ast ab. Mein Mann mit seiner großen Säge hat da die Oberaufsicht, aber mit der Akkusäge könnte dann jemand helfen, um die abgesägten Teile zu zerkleinern – der Kleinkram wird dann von allen per Hand zerschnitten.

    Um die Wartung der Geräte kümmert sich immer mein Mann. Wir lagern die Akku-Geräte bei uns zu Hause, um sie aufzuladen und damit sie nicht geklaut werden.

    BERICHT 2025

    Bereits am 15. März begann die Gartensaison. Auch bedingt durch das gute Wetter im Frühjahr
    und Frühsommer kamen ohne Werbung viele Geflüchtete in den Garten, um die Beete
    vorzubereiten, ein neues Blumenbeet anzulegen, Frühjahrsputz im Gartenhaus zu machen und
    die Hecken zu schneiden. Anziehungskraft hatte auch die gespendete Tischtennisplatte, die bei
    gutem Wetter in diesem Jahr von großen und kleinen Gartenbesucher*innen dauernd genutzt
    wurde.
    Im April wurden die von der Anstiftung finanzierten neu gekauften Hochbeete zusammen-
    geschraubt, was sich mit gefühlt 500 Schrauben in einer mühseligen, aber auch lustigen
    Gemeinschaftsaktion nach mehrfachen Versuchen umsetzen ließ. – Als Grundlage für die
    Beete konnten wir dann die abgeschnittenen Zweige eines umgefallenen Baumes gut nutzen,
    Heckenschnitt sowie die Reste der im letzten Jahr angelieferten Komposterde. (Auch diese
    wurde ja von der Anstiftung finanziert.) Gießwasser mussten wir 2025 nur im Juni vom nahen
    Friedhof holen, ansonsten haben unsere vielen großen Regentonnen ausgereicht, die wir in
    den letzten Jahren angeschafft haben.
    Die Einrichtung der Hochbeete war ein voller Erfolg: Einige Kolumbianer*innen haben sie
    bepflanzt und gleichzeitig die schwierigen Worte geübt: Zucchini und Hokkaido-Kürbis,
    Pflücksalat und Petersilie. Die Pflanzen konnten endlich mal gut wachsen, ohne von Schnecken
    oder Hasen abgefressen zu werden. Wir planen deshalb, im nächsten Jahr, noch weitere
    Hochbeete aufzustellen.
    Auch von der Ernte auf den flachen Beeten (Kartoffeln, Bohnen, Karotten, Porree und Rote
    Bete) konnten wieder alle profitieren, die gerade da waren und etwas brauchten. Die
    Zuordnung der Beete zu bestimmten Personen haben wir wieder aufgegeben, weil alles auch
    so sehr gut geklappt hat. Nur die Tomatenernte war leider spärlich, weil die Pflanzen
    Braunfäule bekommen haben. Unser Plastik-Gewächshaus entwickelt wohl zu viel
    Schwitzwasser, so dass wir es im nächsten Jahr vielleicht besser mit Gurken probieren und den
    Tomatenanbau nach unzähligen nicht so befriedigenden Versuchen an verschiedenen Orten
    nun wohl erstmal aufgeben. Mit Kaninchendraht schützen werden wir im nächsten Jahr auch
    die Bohnen und die Rote Bete, da anscheinend in letzter Zeit vermehrt Hasen und Rehe durch
    unseren Garten laufen.
    Profitieren konnten alle Gartenbesucher*innen auch von dem vielen Obst aus unserem
    Garten: Johannisbeeren, Josterbeeren, Himbeeren, Blaubeeren – im Umland noch
    Brombeeren. Sogar unser neuer Kirschbaum, den wir für unser vor 2 Jahren verstorbenes
    Gartenmitglied Winnie gepflanzt hatten, brachte sehr leckere gelbe Früchte, die wegen ihrer
    Farbe von den Staren nicht erkannt worden waren.
    Im Herbst kam dann die Apfel- und Birnenernte dazu. Zum ersten Mal haben wir im
    Gemeinschaftsgarten Apfelsaft gemacht, obwohl wir dort weder Strom noch einen
    Wasseranschluss haben. Der von der „Anstiftung“ finanzierte Schredder wurde von einem
    Generator angetrieben – auch diesen haben wir vor einigen Jahren mit Hilfe der Anstiftung
    gekauft. Eine Presse mussten wir nun doch dazukaufen, da diejenige, die wir hätten leihen
    können, für unsere langen Wege zu wenig Kapazität gehabt hätte. Diese neue Presse, mit
    Wasserdruck betrieben, haben wir im nahegelegenen Friedhof an einen Wasserhahn
    angeschlossen. So sind alle hin- und hergelaufen oder haben die Äpfel kleingeschnitten –
    später dann auf zwei Gaskochern den Saft auf 70 Grad erhitzt und letztendlich in
    Plastikschläuche (wiederum „Anstiftungs“-finanziert) gefüllt: insgesamt 45 l. Alle Beteiligten –
    Kinder wie Erwachsene – freuten sich über die bunten Aktivitäten an einem grauen Herbsttag.
    Der „Wermutstropfen“ kam dann eine Woche später: der Saft ist in den Schläuchen gegoren
    und musste ganz schnell ausgetrunken werden. Woran genau dies gelegen hat, wissen wir
    leider nicht, wir haben allerdings die Schläuche im Verdacht, da uns das andernorts mit
    Flaschen nicht passiert ist.
    Das Besondere in diesem Jahr war ein Filmprojekt im Gemeinschaftsgarten. Unsere
    gemeinschaftliche Gartenarbeit wurde gefilmt, gleichermaßen einige Interviews zum Thema
    „ledige Mütter auf der Flucht“ und „Integrationsversuche von jungen afrikanischen Männern“.
    Auch das Filmteam ist international besetzt (eine Chinesin, Kolumbianer*innen, Afghanen und
    Deutsche). Nach der Drehbuchvorlage einer jungen Kolumbianerin wurde zudem ein Kurzfilm
    gedreht, für den wir unser Gartenhaus zu einem Wohnzimmer umgestalteten. Angeregt von
    den Filmen kam ein junger Mann mit Gedichten über die Flucht in den Garten, eine Frau aus
    der Elfenbeinküste sang Lieder in ihrer Heimatsprache und die afrikanischen jungen Männer
    begeisterten wie im letzten Jahr mit weiteren Rap-Einlagen. Aus all diesem entwickelten wir
    im Dezember einen „Abend mit Filmen, Musik und Poesie von Migrant*innen aus dem Garten
    der Hoffnung“, der die 60 Zuschauer*innen berührte und beeindruckte und eine sehr gute
    Werbung für unseren Gemeinschaftsgarten war: drei Frauen haben spontan nachgefragt, ob
    sie sich im nächsten Jahr am Gartenprojekt beteiligen könnten.
    Wie bereits in allen vorherigen Jahren hat sich die Zusammensetzung des Garten-Teams auch
    in diesem Jahr verändert. Eine deutsche Frau ist hinzugekommen, die alles „Drumherum“ wie
    Rasenmähen, Ordnung schaffen, Laub fegen, Kanten stechen … voller tatkräftiger Freude
    erledigt. Sie wird das weiter so machen und hat sich dafür ein paar wichtige Akku-Geräte
    gewünscht. 1 Kolumbianer und eine junge Kolumbianerin sowie ein junger Mann aus Burundi
    sind inzwischen feste Mitglieder im Gartenteam, eine syrische Familie mit 2 Kindern ist hinzu-
    gekommen, während eine afghanische Familie, die fast von Anfang an dabei war, nun leider
    weggezogen ist. Die eigentlich fest dazugehörende iranische Familie ist leider wegen privater
    Anforderungen nur noch sporadisch dabei. Aktuell besteht das Gartenteam aus 12
    verbindlichen Mitgliedern. Die regelmäßigen Besucher*innenzahl von meist 20-25 Personen
    zeigt jedoch, dass sich viel mehr Leute zum Garten zugehörig fühlen und dann auch gerne
    mitarbeiten. Zu dem großen Interesse beigetragen hat auch in diesem Jahr die
    Fahrradwerkstatt und die oben beschriebenen Filmaktivitäten. Beides werden wir im nächsten
    Jahr weiterführen.

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  • Dresden: Internationale Gärten

    Die IG Dresden haben nach dem Umzug vor einigen Jahren viel Fläche dazu gewonnen. Es sind 120 Gärtner*innen und in etwa 68 Beete. Sie wollen die Beete zu einem Dritten Geflüchteten, Migrant*innen und Deutschen geben. Derzeit ist die meiste Nachfrage bei Deutschen. Es gibt hauptsächlich individuelle Beete, doch auch einiges Gemeinschaftliches. Ein Imker nutzt den Garten auch. Sie haben eine Außenküche, einen großen Container, einen Brunnen mit Pumpe für die Wasserversorgung, einen großen Kompost, einen Grillbereich, einen Bereich, an dem Workshop stattfinden können.
    Es sind auch chinesische Gärtner*innen dabei, deren Gemüse leider oft schon geklaut wurde. Neulich hat ein Anwohner nachts fünf Taschenlampen gesichtet..Es wird schon eine Menge geklaut. Der Garten ist umzäunt, das Tor aber offen.
    Der Mitgliedsbeitrag ist 25 Euro p.a. , es gibt aber auch einen reduzierten Satz. Dazu kommt ein Betrag fürs Beet, der sich nach dem Einkommen richtet.

    Anke vom Vorstand beklagt, dass sich nur wenige für Gemeinschaftsaktivitäten interessieren oder sich einsetzen. Müll wird auch nicht immer mitgenommen. Es gibt AGS zu Kompost, dem Gartengeräteschuppen, den Blumen und für die Rosen usw.

    Das Kompostklo wird von vielen genutzt, die vollen Eimer leeren sie auf den Sträuchern aus und lassen es da verrotten.
    Jede*r kann Experimente im Garten vorschlagen und machen, so macht ein ghanaischer Wissenschaftler ein Kompost-Experiment, um das optimale Komposterzeugnis zu bekommen. Das Konzentrat will er dann verkaufen.

    Interessant auch ein Konflikt mit der Nachbarschaft/zwischen arabischen Frauen und deutschen Frauen. Die arabischen Frauen haben die Weinblätter geerntet, die deutschen Frauen waren entsetzt, da dann ihrer Kenntnis nach die Trauben nicht mehr richtig wachsen. Es gab eine Vermittlung, beide Seiten lernen viel über Verwendungsmöglichkeiten verschiedener Teile einer Weinpflanze. Inzwischen bauen die Familien Wein auch direkt af ihren Parzellen an.

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  • Berlin: ArtenGarten hat Fläche in blühenden GG verwandelt

    (Besuch)

    Der Träger Kulturschafft hat eine Fläche in Neukölln (Britz), die vorher von einem anderen Verein für Sprachkurse u.ä. genutzt wurde, in einen blühenden Gemeinschaftsgarten verwandelt. Auf der Fläche standen nur alte Bauwagen, ein paar rudimetäre Beetstrukturen waren zu erkennen. Nun ist die Fläche in drei Teile gegliedert: Bauwägen mit Sitzmöglichkeiten (schattig), Beete und kleine Gewächshäuser, Kompostklo und Sauna (anderer Verein, hier treffen sich die Mitglieder jeden Freitag). Die Gruppe, die wirklich gärtnert, ist noch recht klein, so ca. 5 Menschen sind intensiv dabei. Sie haben sich für individuelle Beete entschieden und wollen für die nächste Saison eine Art Musterbeet aufbauen, so dass Interessierte gleich sehen, wie ein Beet aussehen könnte. Es sind wohl viele Interessierte in den Startlöchern. Sie arbeiten eng mit BENN (QM) zusammen und BENN hat gute Kontakte zu Geflüchteten. Für Geflüchtete gab es schon einige Veranstaltungen, die aber nicht so gut besucht waren und geblieben ist bisher auch keine*r.
    Eine Frau aus dem Gartenteam war vorher in einem GG in Dresden dabei (Columbusgarten), da wurde sehr viel geklaut. Sie möchte nie wieder in einem GG ohne Zaun dabei sein.
    Der ArtenGarten ist von einem überwachsenen Zaun umgeben und auf grenzt an eine Kleingartenanlage (ist ggf. Teil davon). Die Wasserversorgung ist recht mühselig: sie müssen mit einem Standrohr und Schläuchen 2 IBC-Container befüllen. Eine Planung ist, die Gewächshäuser und Bauwägen mit Wasserauffangmöglichkeiten auszurüsten. Sie brauchen zudem Gartengeräte.

    Sie wollen auch einen der beiden Eingänge so gestalten, dass Menschen mit Beeinträchtigungen in den Garten kommen können. Das geht derzeit noch nicht, da es nur steile Stufen runter gibt.
    Es finden verschiedene Veranstaltungen im Garten statt und die Gruppe ist bemüht, mehr Leute auf die Fläche und zum konkreten Gärtnern zu bekommen. Es gibt kein Laufpublikum und ein Schild sucht man auch noch vergebens.

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  • Schreberjungend Projekt mit Geflüchteten

    (NL)
    GRÜNE ORTE WERDEN BUNT


    Mit unserem neuen Projekt „Grüne Orte werden bunt“ schaffen wir lebendige Begegnungsräume mitten im Grünen. Garteninteressierte Nachbar*innen, geflüchtete Menschen und engagierte Ehrenamtliche kommen zusammen, um gemeinsam zu pflanzen, zu pflegen und zu ernten – und dabei ein Stück Gemeinschaft zu gestalten.
    Ein besonderes Highlight war unser erstes Gartenfrühstück, zu dem wir interessierte Nachbar*innen und Netzwerkpartner eingeladen haben. In entspannter Atmosphäre kamen wir ins Gespräch, tauschten Ideen aus und sammelten erste Impulse für ehrenamtliches Engagement.
    Ab dem kommenden Schuljahr wird unser Garten noch lebendiger: SchülerInnen aus Willkommensklassen übernehmen gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Nachbarinnen Beetpatenschaften. Beim gemeinsamen Gärtnern lernen sie nicht nur, wie Pflanzen wachsen, sondern auch Sprache, Kultur und Miteinander – ganz praktisch und mit allen Sinnen. 

    Unser Ziel: Begegnung auf Augenhöhe, gemeinsames Lernen und ein Garten, der nicht nur wächst, sondern auch verbindet

    https://deutsche-schreberjugend.de/gruene-orte-werden-bunt/ (mehr …)

  • Frankfurt/Oder: neue Gärtner*innen im inklusiver IG Stadtgarten

    (Antrag, Antworten)

    Der Stadtgarten ist mittlerweile 11 Jahre alt und hat viele Höhen und Tiefen bewältigt. Momentan gibt es einen Generationenwechsel, die Gärtner/-innen, die die 80 überschritten haben, haben uns alle verlassen. Es werden Beete frei und wir haben einen erhöhten Andrang von Garteninteressierten aus anderen Kulturen (Syrien, Afghanistan, Sudan). Das freut uns besonders, weil diese zukünftigen Gärtner/-innen die Vielfalt des Gartens bereichern und auch das Grundbildungszentrum und die Sprachcafés der VHS nutzen können, um Ihre „Inklusion“ selbstbewusster voranzutreiben. Damit ist ein guter Kreislauf von Nutzung der VHS und des Gartens entstanden.

    ZIEL: Wir wollen die neue Energie nutzen und die Gemeinschaft durch gemeinsames Handeln stärken. Die Alt- und Neugärtner/-innen sollen sich besser kennen lernen. Es sollen Vorurteile abgebaut werden.

    INHALT/weitere ZIELE: Es sollen Hochbeete entstehen, die zusammen erbaut werden. Die Hochbeete sind eine Hilfe gegen die Schnecken und eine Fuchsfamilie, die seit einigen Jahren im und am Garten lebt und die Beete beschädigt. Außerdem kann das gemeinsame Tun über Sprachbarrieren hinweg Beziehungen stiften, die ja u.a. eine der Aufgaben des Gartens ist.

    Es gibt mittlerweile eine ganze Gruppe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die gemeinsam Beete betreiben. Das sind ca. 8 Personen, die unter Anleitung der P8 (eine Beratungs- und Begegnungsstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf dem Gelände der VHS eingemietet ist) das Gärtnern erlernen. Anfänglich hatten beeinträchtigte Personen einzelne Beete, die sie aber nicht schafften, selbst zu bewirtschaften. So sind wir dazu übergegangen, Ihre Kraft zu bündeln und in ein Projekt zu verorten. Dort sind viele junge Männer, die praktische Arbeit lieben und besonders Lust auf Bau-Projekte haben. Wir wollen im Garten auch Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen, um Vorurteile abzubauen.

    • Wie groß ist die Gartengruppe derzeit? Wie viele Gärtner*innen sind davon neu?

    27 Gärtner (mit diversen Familien), davon aber die Peitzer Acht als 1 Gärtner gezählt mit ca. 6 Gärtner:innen

    Neue Gärtner:innen 14, davon die Peitzer Acht gezählt als eine „Person“ mit den 6 Gärtner:innen

    • Wie erfahren die potentiell Interessierten vom Garten? Woher wissen die neuen Gärtner*innen aus Syrien, Afghanistan und Sudan vom Garten? Wird im Sprachcafé/Grundbildungszentrum aktiv darauf hingewiesen? Hängen Zettel/Plakate in der VHS?

    Wir mussten nicht werben, weil sich der Brückenplatz auflösen musste (ein interkulturelles Zentrum)und die Gärtner von dort zu uns gewechselt sind

    Die beeinträchtigten Gärtner entspringen einem neuen Ansatz der Behinderteneinrichtung, da kam jetzt gärtnern dazu

    Also gibt es momentan keine Werbung, aber Bewerber:innen (auch schon für die Hochbeete, die entstehen sollen). Die sollen dann übrigens weiter Neugärtner:innen erhalten. Das GBZ will aber grundsätzlich gern mehr in den Garten hinein, zwei Ihrer Schützlinge sind bereits Gärtner:in (sind aber nicht über das GBZ vermittelt worden)

    • Wie läuft die Einführung/ das „Onboarding“ in Garten und Gartengruppe?

    Ich führe ein und zeige alle wichtigen Dinge. Dann gibt es später ein Treffen, in dem die Neuen sich vorstellen

    Da es jetzt ziemliche Probleme gab, habe ich ein Gartenalphabet geschrieben, in dem alle Regeln verankert sind, die gibt es in deutsch, französisch, englisch und dari (hänge ich Dir mal an) Das muss jede/r unterschreiben + Vertrag

    • Habt ihr individuelle Beete oder wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet?

    Jede/r sein Beet und geringfügige Gemeinschaftsflächen (Naschhecke, 3 Apfelbäume, 1 Pfirsichbaum, 2 Birnen, kleine Rabatte, ein Kräuterbeet

    • Wie kommuniziert die Gartengruppe miteinander, wie laufen Informations- und Entscheidungswege? Bist du selbst auch mit im Garten dabei?

    Es gibt eine Lenkungsgruppe – eine Person für die VHS, eine für die Behinderten, eine für die Migranten, eine für den Garten

    Ich bin dabei, mittlerweile beete ich zusammen mit einer anderen Gärtnerin

    Entscheidungen lasse ich abstimmen in der whatsApp Gruppe oder bei Versammlungen

    Wer Gartenanleitung braucht kann unterschiedliche Personen befragen, die wir als Expert:innen benannt haben

    Ansonsten siehe Gartenalphabet

    • Ist die Gruppe mit Anleitung der P8 zu bestimmten Zeiten im Garten?

    Ja, die haben Treffen, an denen sie thematisch arbeiten (z.B. Vogelfuttertassen bauen, pflanzen, ernten usw.). das machen sie offen für alle, es gibt oft essen.

    • Wie viele Gärtner*innen werden am Bau der Beete beteiligt werden können?

    Ich denke, die P8 macht mit und eher die Männer (afghanische) und handwerklich talentierte und interessierte Frauen (mind. 10 Personen). Ich denke, wir essen dann zusammen und da kommen noch andere hinzu.

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  • Otterndorf: IG entwickelt sich sehr gut

    (Bericht und Antrag)

    Gemeinschaftsgarten Otterndorf, der im letzten Jahr wieder viel Schwung bekommen hat. Wenn es sich über den Winter so hält, besteht die Gartengruppe nun aus zwei kolumbianischen Familien, zwei kolumbianischen Einzelpersonen, einer iranischen Familie, einer Person mit pakistanischem Pass  und 7 Aktiven mit deutschem Pass. Hinzu kommen zahlreiche Einzelpersonen aus afrikanischen und arabischen Ländern, die im letzten Jahr immer wieder bei der Gartenarbeit spontan mitgeholfen haben und zu denen wir auch jetzt im Winter auf Grund von Deutsch-Lern-Angeboten und unserem Neujahrsfest Kontakt behalten.

    Nachdem wir im Herbst 2023 wie beschrieben ernsthaft überlegt hatten, den Garten ganz
    aufzugeben, sind im Jahr 2024 durchgängig so viele Geflüchtete in den Garten gekommen wie schon
    lange nicht mehr. Eine kolumbianische Familie sowie ein Mann aus dem Iran und eine weitere junge
    Kolumbianerin haben regelmäßig einzelne Beete versorgt, und spontan gab es an jedem Samstag
    helfende Hände.
    Zunächst fand im Januar im Gemeindehaus der Kirche wieder ein sehr gut besuchtes internationales
    Café statt (ca. 50 Personen) und zum internationalen Frauentag am 8. März in diesem Jahr zum
    zweiten Mal ein erfolgreiches Frauenfest (ca. 80 Teilnehmerinnen). Diese Feste ermöglichten es in
    der doch recht langen Garten-Winterpause, die Verbindung unter den Garten-Aktiven und auch den
    Ehemaligen aufrechtzuerhalten.
    Die eigentliche Garten-Saison begann dann mit drei Aktionstagen im April. Alle haben mitgeholfen,
    die im Vorgarten abgeladene Komposterde, die wir mit Hilfe der Zuwendung durch die Anstiftung
    bestellt hatten, in den Garten zu schaffen. Parallel wurde das Haus ausgeräumt und geputzt. An allen
    3 Samstagen waren ca. 20 Personen aus 5 Nationen dabei, und alle hatten viel Spaß an der
    gemeinsamen Arbeit.
    Auch das Einsäen und Einpflanzen der vorgezogenen Gemüsepflanzen im Mai und Anfang Juni
    wurde kollektiv umgesetzt, obwohl wir ja eigentlich in diesem Jahr die Verantwortung für die
    einzelnen Beete bestimmten Personen zugeordnet hatten. Auf Initiative der Kolumbianer*innen
    wurde in diesem Jahr auch Mais angebaut, der sehr gut gewachsen ist.
    So kam es, dass sich bis Oktober ein fester Kreis von 10-30 Personen regelmäßig jeden Samstag im
    Garten getroffen hat. Als im Sommer nicht mehr so viel Gartenarbeit anlag, setzten wir uns zu einem
    Deutsch-Gesprächskreis zusammen, in den alle einbezogen wurden und sich deshalb die
    verschiedenen Sprachgruppen mischen konnten. Es kamen auch immer wieder neue Interessierte
    dazu, da wir eine Fahrradwerkstatt eröffnet hatten, die sehr viel genutzt wurde: Geflüchtete kamen,
    weil sie ein Fahrrad haben wollten oder Hilfe bei der Reparatur brauchten – und dann blieben sie,
    weil die Atmosphäre so einladend war. Die Fahrradwerkstatt wurde von einem Deutschen aus
    unserer Gartengruppe und einem Mann aus Liberia gemeinsam betrieben
    Höhepunkt war das Sommerfest im Juni, das wir zusammen mit einigen Kolumbianer*innen und
    Liberianern vorbereitet und durchgeführt haben. Bei schönem Sommerwetter kamen fast 100 Gäste
    in den Garten, darunter 40 gebürtige Deutsche, was uns besonders gefreut hat, weil es zeigt, dass
    der Gemeinschaftsgarten mittlerweile bekannter ist. Eine Gruppe von West-Afrikanern sorgte mit
    eigenen Rap-Stücken für Stimmung, 2 junge Kolumbianer*innen zeigten eine Tanzvorführung, arabi-
    sche Frauen steuerten ihre Musik bei, und am Ende wurde bunt durchmischt auf der Terrasse getanzt.
    Aufgrund der guten Komposterde (und auch weil die Bewässerung wegen der von der „Anstiftung“
    finanzierten zusätzlichen Regentonnen gut geklappt hat), ist alles Gemüse gut gewachsen – mit
    Ausnahme einiger Pflanzen, die dem Appetit von Kaninchen und Nacktschnecken zum Opfer gefallen
    sind. So wurde dann auch ab August gemeinsam geerntet. Es gab immer etwas zum Verteilen, denn
    einige Deutsche brachten zusätzlich überschüssiges Gemüse aus dem eigenen Garten mit.
    Insbesondere die Kartoffelernte wurde im Gemeinschaftsgarten zu einem Happening, an dem alle,
    vor allem auch die Kinder, begeistert teilnahmen. Jeder und jede konnte mit einem Sack voll
    Kartoffeln nach Hause gehen. Im Oktober gab es dann zum Abschluss noch ein Erntefest mit der
    üblichen Gemüsepfanne, zu dem trotz Regenwetters alle gekommen sind. In den kurzen
    Regenpausen wurden die restlichen Äpfel gepflückt und zu einem großen Teil zu einer maschinellen
    Entsaftung gebracht. Der Saft wird nun laufend zum Selbstkostenpreis an alle Gartenaktiven
    abgegeben, was allerdings bei einem Einkommen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz kaum
    erschwinglich ist.
    Im Oktober gab es zudem mit einer deutsch-kolumbianischen Gruppe einen Besuch im Museum für
    gegenstandsfreie Kunst in Otterndorf. Der neue Museumsdirektor war an die Gartengruppe
    herangetreten, um uns zu einer Führung einzuladen.
    Die Grußadresse der stellvertretenden Samtgemeinde-Bürgermeisterin für das Frauenfest, das
    Interesse von einigen Mitgärtner*innen aus dem Kleingartenverein, die hohe Beteiligung von
    Deutschen an dem Sommerfest und auch die Einladung des Museumsdirektors zeigen, dass der
    Gemeinschaftsgarten in unserer Region mittlerweile bekannt und anerkannt ist. Wir haben auch
    eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, in der interessierte Deutsche sich über die Aktivitäten des
    Gartens und die Situation der Geflüchteten in der Samtgemeinde informieren können. Die Gruppe
    hat mittlerweile 30 Mitglieder.
    Ausblick 2025
    Insbesondere auf Grund der verbindlichen Beteiligung einiger Kolumbianer*innen im letzten Jahr, zu
    denen wir auch im Winter Kontakt haben, sind wir zuversichtlich, dass wir den Gemüseanbau im
    Gemeinschaftsgarten auch im nächsten Jahr wieder aufnehmen können. Ein Problem ist die
    Nacktschneckenplage. Wir planen deshalb, für besonders anfällige Pflanzen (Kohlrabi, Zucchini …)
    Hochbeete anzulegen, und wir werden wegen der Kaninchen einige Beete mit Maschendraht
    überziehen müssen. Das Gewächshaus aus Plastik werden wir voraussichtlich nicht wieder aufbauen.
    Zum einen ist es wegen Sturmschäden an vielen Stellen geflickt, zum anderen ist das Raumklima darin
    wegen schlechter Belüftung für die meisten Pflanzen, insbesondere Tomaten, zu feucht (Schwitz-
    wasser). Wir wollen stattdessen versuchen, ein kleines Gewächshaus windgeschützt an einen
    Schuppen anzubauen, denn im Freiland wachsen hier in Norddeutschland Tomaten nur sehr bedingt.
    Da es trotz eigener Äpfel recht teuer ist, Apfelsaft pressen zu lassen, wollen wir im nächsten Jahr
    wieder mal versuchen, den Saft selbst herzusstellen.
    Die Fahrradwerkstatt und den Deutsch-Gesprächskreis werden wir in jedem Fall weiterführen.
    Wir haben bei der Bundesstiftung „Demokratie leben“ Geld beantragt, um das Versammlungshaus
    abzureißen und neu aufzubauen, denn es regnet dort rein, und da es aus giftigen Materialien besteht,
    lässt es sich nicht so leicht abreißen bzw. nachhaltig reparieren. Es ist jedoch sehr unklar, ob wir die
    dafür notwendigen Finanzmittel bekommen werden.
    Ein weiteres Vorhaben ist ein Filmprojekt über den Gemeinschaftsgarten und den Austausch
    zwischen den Kulturen aus den verschiedenen Perspektiven. Hierfür hat sich bereits eine Projekt-
    gruppe gebildet mit ca. 12 Teilnehmer*innen aus 4 Nationen. Federführend beim Filmen werden 2
    junge Menschen sein – eine Frau aus Kolumbien und ein Mann aus Burundi.
    Für die Zeit vor der Gartensaison laden wir im Januar wieder zu einem internationales Café im
    Gemeindehaus ein, eingeladen wurden wir zu einem weiteren Besuch wegen einer neuen
    Ausstellung im Museum für gegenstandsfreie Kunst, und voraussichtlich wird es auch wieder eine
    Veranstaltung zum internationalen Frauentag geben, was in diesem Jahr etwas schwieriger ist, da der
    8. März mitten im Ramadan liegt. (mehr …)

  • Berlin-Marzahn: Mehr Gärtner*innen bei Kraut und Rüben

    1.      Bisher waren etwa 25 ehrenamtliche Helfer in unserem Bürgergarten aktiv. In den letzten Wochen haben wir verstärkt auf den Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hingewiesen. Durch mehrere Öffentlichkeitsauftritte ist es uns gelungen, Menschen für unseren Bürgergarten zu begeistern, die aufgrund ihrer Behinderung sonst nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dabei haben wir 2 Rollstuhlfahrer sowie weitere 7 ehrenamtliche Gartenfreunde und weitere Interessierte erreicht.

    2.      Sofort begannen wir, Hochbeete anzulegen und neue Beete aufzuteilen. Die Wunschliste an Gartengeräten kommt daher zustande, dass wir weitere Menschen erreichen konnten und dringend Blumenerde sowie weitere Geräte benötigen. Derzeit bauen die Gärtner auch an drei Holz-Rosen-Bögen und fertigen diese alleine an, auch dafür wird Werkzeug benötigt und somit kam die Schleifmaschine auf die Wunschliste.

    Weiterhin reicht der jetzige Gartenschlauch nicht, um den vorderen Teil des Gartens zu erreichen.

    Es sind nun viel mehr Leute (ich habe gerade nochmal mit Kati telefoniert), die Gruppe besteht aus 50 Menschen. Nicht alle kommen immer, nicht alle regelmäßig.
    Wir haben ehrenamtliche und freiwillige Helfer im Gartenprojekt.  Die ehrenamtlichen Helfer sind über unseren Verein registriert und versichert. Wir unterscheiden zwischen ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern: Ehrenamtliche sind Mitglieder unseres Vereins, während freiwillige Helfer nicht Mitglied sind, aber zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern aus der Nachbarschaft kommen und den Garten nutzen dürfen. Ehrenamtliche Helfer erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung für Ihre Unterstützung und sorgen dafür verlässlich, dass der Garten nicht verwildert.

    Die individuellen Beete haben wir aufgehoben und die Flächen allen zur Verfügung gestellt.

    Es gibt einen Gartenrat, der sich aus ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern zusammensetzt. Dieser Rat entscheidet, welche Projekte als nächstes umgesetzt werden. So entstand auch die Idee für Hochbeete für Menschen mit Behinderungen. Aufgrund unserer Kampagne für Gleichstellung kamen viele Menschen mit Behinderungen zu uns und möchten aktiv im Garten mitarbeiten.

    Alle zusammen nutzen die Gartenflächen sowie die Gartengeräte. Der Verein stellt die Flächen, Gartenhäuser und Mobiliar zur Verfügung. Gartengeräte und Blumenerde werden über Spenden und Förderungen beschafft.

    Das mit den Ehrenamtlichen und Freiwilligen hat sie mir nochmal erläutert: Ehrenamtliche sind Vereinsmitglieder. Die bekommen eine kleine Aufwandsentschädigung, mit der sie sich dann Arbeitshandschuhe etc. kaufen können. Es sind Geflüchtet dabei und Menschen mit sehr wenig Geld. Aufwandsentschädigung ist der Vereinsterminus, da sie es so auch abrechnen müssen. Freiwillige sind Menschen, die nicht Vereinsmitglied werden wollen und eben mit im Garten gärtnern.


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  • Bielefeld: weitere IG geplant

    Dieser Stadtteil Bielefelds, erbaut für die Flüchtlingsströme nach dem Zweiten Weltkrieg und soziale Utopie der Nachkriegszeit und letzte „Stadt vom Reißbrett“ im damaligen Westdeutschland, soll gemeinsam „beackert“ werden. Der Sennestadtverein plant einen „Heimatgarten“ als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Möglichkeit, aus den eigenen vier Wänden herauszukommen und sich gemeinsam neu zu orientieren.

    Nächsten Mittwoch wollen wir uns wieder mit den Akteuren zusammensetzen (mehr …)

  • Hamburg: IG am Willkommenskulturhaus

    (Tel)
    Das Willkommenskultuhaus gibt es seit 2017, es befindet sich in einem alten Gemeindezentrum. Finanziert wird es u.a. über die Nordkirche/den kirchlichen Entwicklungsdienst. Antje K. ist bei der Kirche angestellt.
    Gleich anfangs ist gegärtnert worden und es gab auch Geld dafür.
    Das Haus hat einen Scherpunkt auf den SDGs und der Garten war gerade zu Corona die einzige Möglichkeit, weiter zu machen und so fand viel dort statt. Viele der Nutzer*innen können noch kein oder nur sehr wenig Deutsch.
    Der Garten wurde weiter ausgebaut, ist aber an sch recht klein und verschattet. Es ist ein insektenfreundlicher Garten, sie haben einen Kompost und Wassertonnen mit Regendieben.
    Ein Jahr haben sie eine Förderung über den Bezirk bekommen (Demokratie stärken) und dann Geld über die Norddeutsche Stiftung Umwelt und Entwicklung. Diese Förderung läuft jetzt aus. Ganz wichtig für den Garten war bisher, dass es eine fachliche Anleitung gibt. Das war auch interessant für die Ehrenamtlichen, die im Garten kontinuierlich dabei sind und Gesprächspartner*innen für Geflüchtete.
    Wichtig waren auch inhalrliche Abende, Veranstaltungen rund um das Gärtnern.
    In der Gemeinde ist der Garten nicht ganz doll verankert, obwohl der Pfarrer sagt: Die Gemeide findet hier sttt (im Willkommenskulturhaus), sollte mal mehr gezeigt werden, was schon geschaffen wurde und für was der Garten steht.
    „Gemeinde“ sind alle, die sich da aufhalten.

    Die fachlichen Anleiterinnen machen inzwischen einmal pro Monat einen „Grünen Salon“, der auch im Garten stattfindet (mehr …)

  • Berlin-Wedding: Sprachcafé im Himmelbeet

    (Besuch)
    Jeden Freitag findet im Rahmen des Projekts „FairWurzelt“ ein Sprachcafé im Himmelbeet statt.
    Die Menschen erfahren u.a. über Flyer in Bibliotheken davon und über Hörenssagen.

    Leider war beim meinem Besuch Corona/Zugausfallbedingt niemand da und es gab dazu keine Info vor Ort, nur in der Whatsapp-Gruppe, die aber nur Leute kennen, die schon mal da waren.

    Es waren drei Lern-Interssierte da, zwei zum ersten Mal, eine zum dritten Mal – und einer der Lern-Interessierten war in Begleitung einer Deutschen, die auch sonst mit ihm lernt. Die Frau, die zum dritten Mal da war, erzählte, dass bisher so immer 10 Leute da waren (Kommen und Gehen) und es aus dem Team immer jemanden gibt, der/die den Austausch moderiert.

    Himmelbeet an sonst: Sommerzeit – Urlaubszeit: in vielen Beeten steckten Schilder mit der Bitte, mitzugießen. Das Café ist noch zu, aber sie haben wohl sehr bald endlich das mit dem Wasser- und Stromanschluss gelöst und können dann auch wieder das Café anbieten, ein wichtiger Faktor für Menschen, sich dort aufzuhalten. Und eine wichtige Einnahmenquelle für das Team.

    (mehr …)

  • Berlin Mariemfelde: IG und Radwerkstatt

    (Bericht)
    Hochbeete wurden von Bewohner*innen und Unterstützer*innen in der GU aufgebaut. Das Bepflanzen wurde mit einem kleinen Fest verbunden. Neben den Hochbeeten gibt es eine Sitzgruppe.
    Radwerkstatt wurde wieder eröffnet.
    Ziel: mit Garten und Werkstatt sollen die Bewohner*innen und Nachbarschaft nähe rzusammen gebracht werden. Tore sind für Nachbar*innen geöffnet.
    Einladungen für das Fest wurden in der Nachbarschaft persönlich durch Mitarbeiter*innen und jugendliche Bewohner*innen verteilt. Die Resonanz war nicht sehr hoch. (mehr …)

  • Berlin: Gartenprojekt mit Geflüchteten auf Kleingartenparzelle

    (Mail)
    Lange hat eine Frau versucht, ihre Parzelle in einem Kleingarten zu öffnen und einen Gemeinschaftsgarten daraus zu machen. Das ist aus verschiedenen Gründen wohl immer wieder gescheitert. Nun soll auf der Fläche ein Gartenprojekt mit und für Geflüchtete entstehen. Dafür sucht sie nun Honorargelder.
    Angefragt hat sie:

     ° die Leitungsgruppe der Aufnahmeunterkunft mit Security und Hausmeister, die fragen mal beim Land Berlin
     ° den Bezirk Charlottenburg – KEINE Zuwendung für HONORARE bisher möglich
     ° die Schreberjugend – vielleicht ist Förderung in ein bis drei Jahren möglich
     ° eine Stiftung in Stuttgart, diese kann aber nur gemeinnützige Vereine fördern, ist die Unterkunft vom Land Berlin das?
     ° Euch
     ° Dagmar vom HOS, sie berät uns nächste Woche
    (mehr …)

  • Unkel: Gemeinschaftsgarten Teil der Nachnutzung einer Freibadumgebungsfläche

    (Antrag/Antworten)

    Antworten             

    Wem gehört die Fläche und ist die Fläche des Gemeinschaftsgartens darin für die Nutzung als
    Gemeinschaftsgarten sicher?
    Der Bürgerpark ist ohne das Schwimmbecken des ehemaligen Freibads ca. 2,1 ha (21.000 qm) groß und gehört
    vollständig der Stadt Unkel. Gemeinsam für Vielfalt hat 2021 das Gelände ohne Schwimmbecken und Pumpen-
    haus für 10 Jahre mit Verlängerungsoption
    gepachtet. Die Nutzung der Gartenfläche ist
    somit für die nächsten 8 Jahre gesichert und
    kann bei Bedarf vergrößert werden.
    DerGemeinschaftsgarteninnerhalbdes
    Bürgerparks war 2019-21 ca. 400 qm groß,
    wurdeimFrühjahr2022umgut50qm
    erweitert und im Herbst durch Baggerarbeiten
    für die Regenwassertanks und –leitungen um
    ca. 100 qm dezimiert. 2023 wird zunächst
    diese Fläche wieder dem Garten angegliedert,
    dann der Garten weiter vergrößert und um ca.
    50 qm Kräuterbeet sowie ein Sandarium für
    bodenlebende Insekten ergänzt. Ziel ist 550 –
    600 qm Gartenfläche, nach Möglichkeit mehr.
    Das Ausmaß der Erweiterung hängt davon ab,
    wie viele Teilnehmer im laufenden Jahr hinzu
    kommen.Diesistangesichtsdesspäten
    BeginnsdesGartenjahres(nasskaltes
    Frühjahr,Ramadan)unddesderzeitigen
    EngagementsmehrererMitgliederder
    GartengruppebeiderBetreuungneu
    ankommender Geflüchteter noch nicht genau
    abzuschätzen

    Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig in dem Gemeinschaftsgarten gärtnert?
    2022 waren es 5 migrantische Familien mit je 2 bis 4 Kindern, 2 deutsche Familien mit je 1 Kind, 1 deutsches
    Renter-Ehepaar, 1 deutsche Oma. Anfangs war eine Kindergruppe beteiligt, die aber wegen Personalengpässen
    in der Kita ihre Beete im Lauf der Saison anderen Teilnehmer überlassen hat.
    2023 haben sich bei den vorbereitenden Arbeiten bisher 5 deutsche Rentner und 9 neu angekommene
    Geflüchtete beteiligt. Diese leben in einer Sammelunterkunft für 60 Personen, von denen noch nicht alle den
    Bürgerpark und den Garten kennen. Wir informieren sie im Rahmen unseres ehrenamtlichen Deutschkurses und
    erwarten weitere Teilnehmer. Ab Juni 2023 erwarten wir einen Anstieg, wenn direkt vor dem Bürgerpark eine
    Container-Unterkunft für 70 weitere Geflüchtete errichtet wird, denen wir die Nutzung der Küche im ehemaligen
    Freibadkiosk anbieten. Wir rechnen damit, dass dann auch das Interesse am Anbau von Gemüse und Kräutern
    zunehmen wird.

    Wie oft trifft sich die Gruppe? Gibt es einen Gartentag? Wie ist die Gruppe organisiert?

    Wie oft trifft sich die Gruppe? Gibt es einen Gartentag? Wie ist die Gruppe organisiert?
    2019 -2021 hatten sich die Gärtner coronabedingt nicht als ganze Gruppe getroffen. Die Gartenarbeiten wurden
    von 5 Personen abwechselnd erledigt, meist zu zweit oder dritt. „Eigene“ Beete hatten lediglich eine
    Grundschulklasse und die Kindertagesstätte. Zur Erntezeit konnten sich Besucher des Bürgerparks an der
    Tomaten-Naschallee usw. bedienen. Bei Anlässen wie Kinderfesten und Familientreffs wurde frisch geerntetes
    Gemüse zum Probieren angeboten.
    2022 gab es zum Saisonbeginn ein Planungstreffen der neu zusammen gekommenen Teilnehmer (s.o.). Ein
    Team aus 3 Personen legte im April/Mai mit Holzhackschnitzeln rollitauglich befestigte Wege und Sitzplätze an
    und verteilte den vorjährigen Kompost auf Gemüsebeete. Diese wurden dann von den o.g. Teilnehmern
    übernommen. Im Lauf der Gartensaison gründeten die Teilnehmer eine WhatsApp-Gruppe.
    Anfang März 2023 konstituierte sich eine Gruppe älterer GfV-Mitglieder mit dem Plan, den Gemeinschaftsgarten
    um ein großes Kräuterbeet und Insektenhabitate zu erweitern und im Lauf des Gartenjahres mehrere öffentliche
    Veranstaltungen zu den Themen Klima, Biodiversität und Ernährung anzubieten. Als die Entscheidung zur
    Erstellung der Container-Unterkunft vor dem Bürgerpark bekannt wurde, entwickelte diese Gruppe das Konzept,
    diese Einrichtung soweit möglich zu begrünen und an den Bürgerpark anzubinden. Trotz Ramadan haben im
    April 9 Geflüchtete aus einer bereits bestehenden Sammelunterkunft in zwei gemeinsamen Arbeitseinsätzen die
    Fläche für den Kräutergarten und das Sandarium spatentief ausgehoben und mit Feldsteinen eingegrenzt, damit
    Mutterboden, torffreie Erde und Sand ausgebracht werden kann.
    GleichzeitighabeneinzelneMitgliederderWhatsApp-GruppemitderVorbereitungihrerindividuellen
    Gemüsebeete im intakten Teil des Gemeinschaftsgartens begonnen.
    Die Gartengruppe für 2023 ist somit gerade im Entstehen und wird im Lauf des Jahres wachsen. Wir erwarten
    einen weiter zunehmenden Anteil Geflüchteter. Da die Integrationsberatung von GfV ebenfalls im Bürgerpark
    stattfindet, werden neu Ankommende frühzeitig über die Möglichkeit zur Mitarbeit im Garten informiert. In den
    ersten Monaten nach der Ankunft sind sie jedoch noch nicht so „niedergelassen“, dass wir mit einer
    kontinuierlichen Teilnahme derselben Personen rechnen könnten. Nicht alle werden in Unkel bleiben. Einige
    werden Angebote von Leiharbeitsfirmen oder andere schlecht bezahlte Jobs annehmen. Wir rechnen vor allem
    mit Personen, die monatelang auf den Beginn ihres Integrationskurses warten und froh sind, sich währenddessen
    im Garten betätigen zu können. Wegen der somit zu erwartenden Fluktuation bieten wir diesen Geflüchteten
    keine individuellen Beete an, sondern einen Teil des Gartens zur gemeinschaftlichen Bearbeitung. So können
    neu hinzu kommende Personen die ausscheidenden ersetzen oder die Gruppe vergrößern. Dies geschieht unter
    AnleitungunsererIntegrationsberaterundgärtnerischerfahrenenVereinsmitglieder.ImSinneunseres
    Integrationsansatzes werden wir auch Deutsche und länger ansässige Migrant:Innen zur Mitarbeit in diesem
    „Kollektivgarten“ anregen.
    Über die Aufgabenverteilung und auftretende Probleme in dieser neuen Konstellation werden wir im Lauf der
    Gartensaison mindestens alle sechs Wochen bei gemeinsamen Gartentagen und anderen Anlässen im
    Bürgerpark beraten und verbindliche Absprachen treffen.

    Beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell am Garten?
    Bislang bestand keine Notwendigkeit für finanzielle Beiträge der Teilnehmer zur Anlage des Gartens. Eine
    Grundausstattung an alten Gartenwerkzeugen war noch aus Freibad-Zeiten vorhanden (muss jetzt erneuert und
    ergänzt werden). Saat- und Pflanzgut haben die Teilnehmer selbst finanziert.

    Ist der Gemeinschaftsgarten für die Gärtner*innen auch betretbar, wenn der Park geschlossen ist? Viele
    Menschen haben ja erst nach ihrer Arbeit Zeit, zu gärtnern?
    Während der Gartensaison ist der Bürgerpark täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

    Wie viele Beete gibt ist und was in etwa wird angebaut?
    2022 gab es 17 Beete unterschiedlicher Größe (1,5 bis ca. 8 qm), von denen die 3 größten als einjährige
    Insektenweide angelegt wurden. Auf den übrigen wurden Erdbeeren, Kartoffeln, und in Mischkultur zahlreiche
    Gemüsesorten wie Mangold, Erbsen, Buschbohnen, Kichererbsen, Grünkohl, Rosenkohl, viele unterschiedliche
    Tomatensorten, Physalis, Gurken, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch, Salat, Rucola, Melonen, Wassermelonen,
    Kürbisse, und einige Küchenkräuter angebaut. Dazwischen gab es Beete mit Sonnenblumen und lang blühenden
    Insektenweiden.
    Gegen Ende der Saison wurde auf ca. 12 qm Gründüngung gesät, im Herbst eingearbeitet, 20 cm hoch mit
    Mulch aus dem Garten und dem Parkgelände abgedeckt und schließlich mit Urgesteinsmehl und angereicherter
    Pflanzenkohle aus eigener Herstellung geimpft. Dies ist unser erster Versuch mit Flächenkompost. Wir erwarten,
    dass dies 2023 wegen des so geförderten Bodenlebens und organischen und mineralischen Nährstoffvorrats das
    produktivste Beet sein wird, auf dem ohne Umgraben gepflanzt werden kann. An diesem Beet sollen alle
    interessierten Teilnehmer einen Anteil übernehmen, um die Vorteile einer besseren Bodenstruktur und –
    fruchtbarkeit persönlich zu erleben. Auf die übrigen Beete wird zu Saisonbeginn Kompost von zwei vorhanden
    Mieten verteilt. An einigen Stellen werden lediglich die Pflanzenreste des Vorjahrs eingearbeitet. Mit dem im
    Bürgerpark in großen Mengen anfallenden Laub und Grasschnitt erproben wir in diesem Jahr weitere
    Kompostierungsmethoden.DurchVergleicheundbegleitendeErläuterungenzumKohlenstoff-Stickstoff-
    Verhältnis, Humus und Bodenleben sollen die Teilnehmer neue Erkenntnisse über Boden als als CO2-Senke und
    Grundlage von Biodiversität und gesunder Ernährung gewinnen.
    Die Auswahl der Anbaufrüchte überlassen wir soweit zeitlich möglich wieder den Teilnehmern. Beim Gemüse
    rechnen wir mit einer ähnlichen Vielfalt wie im Vorjahr. Falls im Garten der Platz für blühende Beete und Streifen
    knapp werden sollte, besteht die Möglichkeit, damit auf angrenzende Flächen im Park auszuweichen.

    Werden die Beete gemeinschaftlich bewirtschaftet oder gibt es auch Patenbeete oder individuelle Beete?
    2022 gab es überwiegend individuell angelegte Beete. Im Lauf der Saison haben sich die Teilnehmer bei der
    Bewässerung des gesamten Gartens abgewechselt. Die Ernte erfolgte individuell und wurde gelegentlich unter
    den gerade anwesenden Personen geteilt.
    2023 werden Geflüchtete zahlenmäßig stärker vertreten sein. Die erste Gruppe hat im Aprilmit den
    vorbereitenden Arbeiten begonnen. Mit ihnen wurde abgesprochen, dass die Geflüchteten einen großen Teil des
    Gartens unter Anleitung erfahrener GfV-Mitglieder kollektiv bewirtschaften. Auf diese Weise können im Lauf des eitere Ankommende hinzu stoßen, ohne dass eine andere Aufteilung notwendig wird.

    Was passiert mit der Ernte?
    Die Aufteilung der erwarteten Ernte wird während der ersten Treffen unter den Teilnehmern abgestimmt. Wenn
    im Lauf des Jahres weitere Geflüchtete hinzukommen, müssen die Regelungen ggf. angepasst werden.
    Insgesamt rechnen wir damit, dass ein erheblicher Teil der Ernte von Geflüchteten verwendet werden wird. Unter
    Anleitung einer türkisch-deutschen Köchin, die auch Ernährungs- und Kochkurse in der Unkeler Realschule gibt,
    können sie dafür die Küche im Bürgerpark benutzen.
    Wir werden den Teilnehmern auch zeigen wie unser Kon-Tiki Pyrolysegrill funktioniert, mit dem Baumschnitt und
    Pflanzenreste verkohlt werden während mit der Abwärme gegrillt oder gekocht wird. Die so gewonnene
    Pflanzenkohle (Biochar) wird anschließend dem Kompost beigegeben, dort mit Nährstoffen „aufgeladen“ und im
    Folgejahr mit dem Kompost in den Boden eingebracht. Dort wirkt sie nach dem Terra Preta-Prinzip als
    klimawirksameKohlenstoffsenke,alsLebensraumfürBodenorganismen,alsNährstoffträgerundals
    Wasserspeicher.

    Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese jederzeit zugänglich für die Gärtner*innen?
    Die Geräte sind in einer zum Freibadgelände gehörenden Garage untergebracht, deren Tor zum Garten hin
    öffnet. Daneben befindet sich ein kleiner Tresor mit einem Zahlenschloss, in dem der Schlüssel für das
    Garagentor deponiert ist. Die Gartenteilnehmer kennen die Zahlenkombination für diesen Schlüssel-Tresor.

    Wer wird sich um die Kräuterbeete kümmern, wer darf dann dort ernten?
    Der Kräutergarten wurde von einer Gruppe von 6 älteren GfV-Mitgliedern im Herbst 2022 geplant. Die Fläche
    wurde über den Winter mit Planen abgedeckt und im April 2023 von Geflüchteten und Gruppenmitgliedern
    spatentief ausgehoben. Die Seniorengruppe wird die gesamte Anlage betreuen. Geflüchtete sind zum Mitmachen
    eingeladen und sollen den Hauptteil der Ernte für sich nutzen. Das Sandarium, ein benachbarter Steinhaufen und
    die Insektenbeete sollen mit Infotafeln versehen werden.

    In wieweit werden die erwarteten Bewohner*innen der Unterkunft in den Bau der Hochbeete einbezogen?
    Wie und durch wen soll vermittelt werden, um was für Beete es sich hier handelt?
    UnserausSyrienstammenderIntegrationsberaterwirddenGeflüchtetenimRahmenseinertäglichen
    Sprechstunde frühzeitig die Möglichkeiten zur Beteiligung erläutern und zeigen. Bei der Beratung sind häufig
    auch andere GfV-Mitglieder anwesend, die den Garten und das neue Projekt kennen. Geplant ist, die Hochbeete
    zusammen mit den erwarteten Bewohner:Innen der Container zu bauen, sofern diese rechtzeitig eintreffen und
    schon bereit sind, auf unsere Angebote einzugehen. Erfahrungsgemäß haben viele kurz nach der Zuweisung aus
    denbisherigenAufnahmezentrenanderePrioritäten(BAMF-Bescheid,AufenthaltsstatusSozialleistungen,
    Krankenversicherung, usw.). Nur im Notfall wird die vorschlagende GfV-Gartengruppe die Hochbeete alleine
    bauen – und auch dabei noch die anwesenden Geflüchteten zum Mitmachen einladen.

    Wie haben Sie bisher die Kosten für den Gemeinschaftsgarten finanziert? Was übernimmt die Stadt/das
    Grünflächenamt?
    Die Stadt ist finanziell nicht beteiligt. Der städtische Bauhof (zuständig für Grünflächen) hilft gelegentlich mit
    Geräten bei größeren Erd- und Pflegearbeiten im Bürgerpark (nicht direkt im Garten) und hat mehrfach Saatgut
    zur Verfügung gestellt.


    Jahres weitere Ankommende hinzu stoßen, ohne dass eine andere Aufteilung notwendig wird. (mehr …)

  • Regensburg: Interkultureller Garten entwickelt sich gut weiter

    (Antrag/Antworten)

    1. CampusAsyl hat eine sehr enge Anbindung an die Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in Regensburg. Bspw. befindet sich unser Büro direkt im AnkER-Zentrum. Über Plakate und Aushänge direkt in den Einrichtungen wird über alle unsere Angebote informiert, u.a. auch über den Garten. Außerdem erfolgt ein persönlicher Kontakt bspw. bei unserer individuellen Beratung zu Ausbildung und Arbeitsmarktintegration. Seit zwei Jahren gibt es außerdem das Garten-Projekt in der Gemeinschaftsunterkunft Dieselstraße. Dort haben Ehrenamtliche gemeinsam mit den Bewohner*innen vier Hochbeete gebaut, die von den Kindern und Erwachsenen dort betreut werden. Bei den gemeinsamen Treffen laden die Ehrenamtlichen die Teilnehmenden auch in den allgemeinen Gemeinschaftsgarten ein.
      Nicht geflüchtete Gärtner*innen werden hauptsächlich über Werbung auf unseren Social Media Kanälen, bei den zwei Mal jährliche stattfindenden CampusAsyl-Infoabenden an der Hochschule oder durch die Nachbarschaft in direkter Nähe zum Garten erreicht.
    2. Die Gartengruppe teilt sich in verschiedene kleinere „Untergruppen“ mit jeweiligen Zuständigkeiten auf (z.B. Kompost, Kräuterschnecke, Wassertanks Befüllen etc.). Darunter gibt es auch eine Untergruppe „Bauvorhaben“. Diese Gruppe besteht aus Ehrenamtlichen, die Erfahrung in der Arbeit mit Holz mitbringen aber auch anderen Interessierten. Wenn ein Bauvorhaben ansteht, kündigt die Baugruppe diesen Workshop in der WhatsApp Gruppe oder im Plenum an und lädt dazu alle (aktuell ca. 60) Gärtner*innen ein. Diese werden dann von den Ehrenamtlichen angeleitet. Erfahrunggemäß kommen zu einem Bauworkshop ca. 10 bis 15 Personen.
    3. Die Bauvorhaben werden alle direkt im Garten stattfinden.
    4. Das Werkzeug liegt teilweise bereits im Werkzeugschuppen und gehört der gesamten Gruppe, teilweise wird es von den Ehrenamtlichen privat mitgebracht.
    5. Für das Jahr 2023 sind die im Antrag gennanten Kostenpunkte alle geplanten Ausgaben. Die Pacht an das Gartenamt für 2023 wurde von uns bereits beglichen und wird aller Voraussicht nach vom 3. Bürgermeister der Stadt Regensburg rückerstattet (Antrag wurde gestellt). Sonst gibt es keine Förderung durch die Stadt. Im vergangenen Jahr wurde der Garten vom Stadtjugendring Regensburg und im Jahr 2021 über das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ gefördert.

    Seit März 2019 besteht imsüdlichen Stadtgebiet in Regensburg in unmittelbarer Nähe zur Universität und
    Hochschule sowie den Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete ein
    interkulturellerGemeinschaftsgarten.DasProjektisteineKooperationzwischenderTransition

    BürgerbewegungRegensburg(
    https://www.transitionregensburg.de/)unddemVereinCampusAsyl
    (
    https://www.campusasyl.de/)und wurdevon Ehrenamtlichen und Studierendenins Leben gerufen, die
    teilweise noch heute imGarten aktiv sind.Eine Förderung durch die Anstiftung bestand bereitsin 2020.

    Der Interkulturelle Garten Regensburg ist und soll weiterhin ein Raum der Begegnung sein,indem
    Menschen jeder sozialen Schicht und Herkunft Teilhabe am gemeinschaftlichen Gärtnern haben können.
    Im Jahr 2021 wurde der Interkulturelle Garten um eine zusätzliche Fläche erweitert, um noch mehr
    Menschen diese Möglichkeit zu geben.Aktuell besteht die Gruppe aus ca. 60 aktiven Personen.

    Wie der Name bereits sagt, richtet sich der interkulturelle Garten ganz besonders an Geflüchtete und
    Menschen mit Migrationserfahrung. In der Zusammenarbeit mit Anwohner*innen und Interessierten
    könnensoneueVerbindungenundeinesozialeGemeinschaftzwischenNaturerfahrungund
    Kulturaustausch entstehen.

    DerGemeinschaftsgartenbietet Menschen die Möglichkeit, in direktem Austausch gemeinschaftlich in
    Interaktionzustehen. MenschenunterschiedlichsterHerkünftesollensichbegegnenkönnenund
    miteinander eine Gemeinschaft gestalten, in der sich jede Person angenommen fühlt undsich einbringen
    kann. Jedes Jahr zu Saisonbeginn aber auch während der Saison können neue Personen hinzukommen
    und Teil einer der vielen „Beetgruppen“ werden, die aus 5 bis 6 Personen bestehen.Dabei betreut und
    pflegt jede Beetgruppe ein Beet und es wird gemeinsam an der Gesamtgestaltung des Gartens gearbeitet.
    DieallgemeineKoordinierungwird von einem Team ausdrei Ehrenamtlichen übernommen.Es können
    stetseigenenIdeen,FähigkeitenundWünscheeingebrachtwerden,diebeidenmonatlichen
    Versammlungen(Plenum)diskutiert und demokratisch entschieden werden. Die Teilhabenden können
    selbst entscheiden, wie viel Verantwortung sie tragenmöchtenund welche Aspekte ihrerseits Bedeutung
    finden sollen.

    Bislang wurden auf den zwei Flächen des Gemeinschaftsgartens drei Hochbeete, 22 Bodenbeete auf
    gutem Oberboden, eine Wassertankeinhausung, ein Werkzeugschuppen, ein Tomatenunterstand, ein
    Kompost, eine Kräuterschnecke und eine Johannisbeerhecke errichtet/gepflanzt. Die Wasserversorgung
    wird über zwei IBC Kanister gewährleistet, welche über einen naheliegenden Hydranten, ein Standrohr
    und Feuerwehrschläuche befüllt werden können.

    Die Beete wurden in den letzten Jahren vor allem mit Gemüse, Kräutern und teilweise Blumen bepflanzt.
    Die benutze Komposterde ist torffrei. Eine Anwendung von Kunstdünger oder Pestiziden findet
    ausdrücklich nicht statt!

    Geplante Vorhaben

    Themen fürdas Jahr2023 sind, neben dem Bepflanzen und Pflegen der Beete, hauptsächlich die
    Instandhaltung der bestehenden Bauten (Hochbeete, Wassertankeinhausung, Kompost). Zusätzlich soll
    die Regenrinne am Tomatenunterstand erneuert und eine weitere Regenrinne am Werkzeugschuppen
    angebracht werden, ein zweiter Kompost aufgestellt,eine Sitzgelegenheitund eine Kiste zur Holzlagerung
    gebaut werden. Der Werkzeugschuppensoll außerdem mit Schwerlastregalen zur besseren Lagerung von
    Werkzeug und mit einem Fenster ausgestattet werden. Diese Aktivitäten werden in den Monaten
    zwischen April und Oktober 2023 mit den Teilnehmenden des Gemeinschaftsgartens durchgeführt.
    (mehr …)

  • Landshut: viele neue Interessierte an IG DOM

    (Antrag, ANtworten)
    Der interkulturelle Garten in Landshut wird mitbetreut vom Nachbarschaftstreff DOM. Dieser hat vor einigen Jahren eine Freifläche, die zum Treffgebäude angrenzt, vom Müll befreit und zu einem urbanen Garten umgestaltet. Es gibt bereits Gemüsebeete, Hochbeete für Kräuter und ein Gewächshaus. Die Gestaltung und Bewirtschaftung liegen in den Händen von russischen Spätaussiedlern, Flüchtlingen aus der Ukraine und anderen Ländern sowie im angrenzenden Quartier wohnenden Familien. „Neuankömmlinge“ finden im DOM-Garten Kontakt zu Gleichgesinnten, Anschluss zur Heimischen Kultur und einen Platz, um neue Wurzeln zu schlagen. Die Betreuung übernehmen Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche des Nachbarschaftstreff. Die bunte Mischung an Menschen bringt immer neue Einflüsse und Ideen in den Garten. Da die Zahl der neuen Gärtner*Innen im letzten Jahr stark zugenommen hat ist auch der Bedarf im Garten gewachsen.

    Neue Ideen für 2023

    o   Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen

    o   Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken

    ·        Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können

    ·        Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)

    o   Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)

    o   Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?

    Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.

     

    • Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?

    Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter

     

    • Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.

     

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?

    Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen.  Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.

     

    • Wie kann man mitmachen?

    Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.

     

    • Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?

    Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.

     

    • Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?

    Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.

     

    • Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?

    Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.

     

    • Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?

    Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer.

     

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.


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  • Otterndorf: Garten der Hoffung

    (Projektbericht)

    Im Jahr 2022 begann unsere Saison bereits im Januar mit einer größeren Aktion, noch die letzten Bestandteile des von den Vorbesitzern eingegrabenen Mülls zu beseitigen und im Februar mit Reparaturarbeiten auf Grund von Sturmschäden. Anfang März machten wir uns dann an die Vorbereitung der Beete, Ende April die übliche Einsaat (Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Porree, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis). All diese Aktionen wurden von unserer Kerngruppe (8 Menschen mit deutschem Pass, eine Frau aus Pakistan und 1 Familie aus dem Iran) durchgeführt. Im März und April war z.T. sehr schönes Wetter, so dass zum Kaffeetrinken auch andere dazukamen (zwei afghanische Familien, die länger nicht da gewesen waren; eine syrische Familie, die inzwischen leider wieder weggezogen ist und die irakischen Kinder mit ihrer Patin).

    Natürlich fühlten wir uns von dem russischen Einmarsch in der Ukraine betroffen, und einige von uns haben an der Mahnwache im benachbarten Ort teilgenommen. In der Folgezeit hatten wir auch die mittlerweile angekommenen ukrainischen Geflüchteten in den Garten eingeladen. Diese haben sich jedoch hier in der Region eigenständig organisiert und suchen keine weiteren Verbindungen.

    Das im letzten Jahr angelegte Kräuterbeet hat sich gut etabliert. Am 1. Mai haben wir mit frischem Bärlauch und diversen getrockneten Kräutern einen Stand auf dem Otterndorfer Bauernmarkt gemacht, der allerdings leider nicht so gut frequentiert wurde.

    Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist das Foliengewächshaus, in dem wir mit den zu Hause vorgezogene Gurken- und Tomatenpflanzen in diesem Jahr endlich einmal eine gute Ernte hatten. Die Himbeer-, Joster- und Johannisbeersträucher konnten wir mit dem Stiftungsgeld durch 4 neue Heidelbeersträucher ergänzen, die alle gut angewachsen sind.

    Zu den beiden internationalen Cafés im Mai und Anfang Juli kamen diverse lange bekannte Familien von Geflüchteten, die sich mittlerweile in Deutschland mit fester Beschäftigung und Auto gut etabliert haben: die befreundete kurdische Familie aus Buxtehude, eine syrische Familie und 3 afghanische Familien. Bemerkenswert ist bei allen, dass die Kinder durchweg sehr gute Schulleistungen zeigen – zwei ältere Söhne einer afghanischen Familie haben wegen ihrer sehr guten Abschlusszeugnisse inzwischen besonders begehrte Lehrstellen bei einer Bank und in einer Stadt-Verwaltung bekommen.

    Ab Juli haben wir unseren Plan umgesetzt, regelmäßig im Garten zu kochen. Bis Anfang Oktober kam fast jeden Samstag der neue große Suppentopf oder unsere große Pfanne zum Einsatz. Mit wechselnder Verantwortung wurde gemeinsam geschnippelt und gebrutzelt, bis sich dann um 13 Uhr zwischen 10 und 18 Personen zum Essen einfanden. Auch die Wespen, die sich in der Zwischendecke ein Nest gebaut haben und um den Kochtopf schwirrten, wenn wir wegen Regen im Haus gekocht haben, konnten weder die Erwachsenen noch die Kinder schrecken. Die für den Notfall bereitgelegten Zwiebeln kamen gar nicht zum Einsatz.

    In der Sommerzeit sind auch zwei neue Interessierte hinzugekommen, die kontinuierlich dabei geblieben sind: eine Kolumbianerin mit ihrem (jugendlichen) Sohn, die beide großes Interesse an Gartenarbeit zeigen und eine Kurdin mit ihren zwei kleinen Kindern, die sich gleich mit dem iranischen Mädchen angefreundet haben, so dass wir jetzt auch eine „Stamm-Kindergruppe“ im Garten aufweisen können.

    Neu ist das Interesse an Kinder-/Jugendlichen-Geburtstagsfeiern. Zunächst wünschten sich 2 Jugendliche aus einer der afghanischen Familien „endlich mal eine Geburtstagsfeier“, die wir mit mehrstöckiger Torte, Girlande und Singen im Garten veranstalteten. Das iranische Mädchen ergriff dann eigenständig die Initiative, zu ihren 4. Geburtstag noch weiteren Gäste einzuladen, nämlich Freundinnen aus dem Kindergarten mit ihren Müttern, die vorher noch nie im Garten gewesen waren). Dem iranischen Jungen, der am 24.12. 15 Jahre alt geworden ist, haben wir versprochen, seine Geburtstagsfeier in diesem Sommer nachzuholen.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand wieder das ganze Jahr über statt. Im September konnte der Verein für die sonst mit ihren Sprachkursen immer nur unentgeltlich tätige Mitstreiterin für einen Frauen-Anfängerinnen-Sprachkurs Geld von der Samtgemeinde bekommen.

    Im Herbst kam es an mehreren Samstagen dann wieder zur Apfel- und Birnenernte, die dieses Jahr extrem reichhaltig ausfiel. Da wir im Frühjahr noch einmal einen Fachmenschen für Baumschnitt und Versorgung der Obstbäume hinzugezogen hatten, gab es in diesem Jahr fast keine Schadstellen an den Äpfeln. An der Apfel- und Birnenernte nahmen viele Leute teil, auch eine deutsche Frau kam neu dazu, die sich von nun an sporadisch an Garten-Aktionen beteiligen will. Die großen Mengen an Obst konnten wir nicht alle verarbeiten, deshalb haben wir sie zu einer Apfelsaftpresse gebracht, was uns ca. 350 l Apfelsaft beschert hat, von dem wir noch das ganze nächste Jahr etwas haben werden.

    Auch dieses Jahr war geprägt von der Sorge um die Familien in den Herkunftsländern. Seit dem 19. November stehen die selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien und Nord-Irak (Rojava, Maxmur, Sengal) unter Dauer-Beschuss; die brutale Reaktion des iranischen Regimes auf die Demonstrationen; und die katastrophale Hungersnot in Afghanistan sowie der Ausschluss der Frauen dort aus jeglicher Öffentlichkeit lässt die betroffenen Familien schlecht schlafen und nicht zur Ruhe kommen. Wegen des fehlenden Einspruchs der deutschen Regierung bezüglich des türkischen Angriffs haben wir eine Mahnwache vor dem Kreisbüro der Grünen in Cuxhaven mit organisiert. Ansonsten macht uns der Krieg in der Ukraine und all diese anderen Ereignisse sprachlos und hilflos.

    Das multikulturelle Initiativen-Treff Hadler Forum besteht weiter wie im letzten Jahr. Da die Einschränkungen wegen Corona langsam wegfallen, wollen wir im nächsten Jahr überlegen, neben der Beratung noch mehr Gesprächskreise zu initiieren. Mit den Mitgliedern des Kleingartenvereins haben sich einige zaghafte Berührungspunkte ergeben: bei einer gemeinsamen Aktion zur Befestigung der Wege oder bei der Teilnahme von 2 Mitgliedern unserer Gruppe an einem Skatturnier. Da es inzwischen in der Kleingartenkolonie auch junge Familien gibt, wollen wir versuchen Kontakte zu „unseren“ Geflüchteten-Familien herzu­stellen.

    Nicht alles, was wir uns ausdenken, können wir umsetzen, uns fehlen neue Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Die Gartenarbeit wird für einige aus unserer Gruppe altersbedingt immer beschwerlicher, und es kamen im letzten Jahr im Umfeld Krankheiten und Todesfälle hinzu, die den einen oder die andere zeitweise von Aktivitäten abgehalten haben. Es gab aber auch ein sehr schönes Ereignis: die iranische Familie hat im Oktober gleich doppelten Zuwachs bekommen, und wir freuen uns schon darauf, die Zwillings-Babys im Frühling im Garten zu begrüßen.

    Ausblick

    Für 2023 planen wir zunächst ein größeres Frauenfest zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies soll uns auch dazu dienen, neue Interessierte für den Garten zu gewinnen. Die Broschüre über 6 Jahre Gemeinschaftsgarten soll bis dahin fertig sein.

    Im Garten wollen wir uns schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Bodenqualität beschäftigen. Das Pflanzhaus wird wieder mit Tomaten- und Gurkenpflanzen bestückt, die wir zu Hause vorziehen. Den Gemüsegarten werden wir etwas weniger vielfältig gestalten, um Arbeit zu reduzieren. Die Kräuter werden wir weiter pflegen, trocknen und verarbeiten. Möglichst werden wir noch einmal eine Fachfrau dazu einladen. Ansonsten soll alles so bleiben, wie es ist: 1. Mai, Zuckerfest, Erntefest; Deutschkurse, Kaffeetrinken, Mittagessen kochen, Kinder­spielen … ein schönes, buntes Jahr 2023.


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  • Hamburg Großlohe: neuer Garten entsteht

    (Mail, Tel)

    InGa Großlohe e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit einem halben Jahr zur Realisierung eines Gemeinschaftsgarten-Projekts in Hamburg formiert hat (und von mir als Quartiersentwicklerin unterstützt wird). Wir sind bisher ca. 15 Mitglieder, wollen aber noch mehr werden. Für eine sehr große Fläche (eine sehr große sogar!) haben wir bereits eine Nutzungsvereinbarung mit dem Investor.

    Die Fläche ist 9Tm² groß, ein Acker, der als Ausgleichsfläche für die Ausdehnung eines Gewerbegebiets. In einem Beteiligungsverfahren war ein Ergebnis, dass ein GG gewünscht wird. Dieser soll nun Schritt für Schritt umgesetzt werden, auch Geflüchtete sollen einbezogen werden. (mehr …)

  • Berlin: GG Alle Welt Marienfeld auch Ort für Tanz

    (Mail)

    Im Garten läuft es gut, wir hatten eine schöne Eröffnungsfeier, bei der sich auch noch interessierte Nachbar*innen gemeldet haben.

    Die Pflanzen in den Beeten wachsen auch sehr gut. Das Café wird dann im kommenden Frühjahr hoffentlich richtig anlaufen.

    Schon jetzt ist es ein schöner Ort, um zu verweilen und sich auszutauschen. Es gab sogar schon einen Nachmittag mit Musik und Tanz.


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  • Potsdam: Midjui Wanawake Garden auf dem Gelände des Projekthauses

    (Antrag, Antworten)

    Partner*in „Women in exile“
    Sie haben zudem einen Antrag auf Förderung von Honorarkosten bei
    der Stiftung Umverteilen gestellt, der bewilligt wurde.

    Mit dem Aufbau des interkulturellen Gartens „“Midjui Wanawake Garden“ verfolgen wir diese
    Ziele:
     Geflüchtete Frauen und Mädchen bzw. Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschich-
    te erhalten einen Ort, wo sie sich treffen und vernetzen können, wo sie ihren Alltag
    selbstbestimmt gestalten können.
     Grundidee ist es, an diesem Ort gemeinsam einen Garten anzulegen, nach den eige-
    nen Bedürfnissen und kulturellen Erfahrungen.
     Dieser Gartenort bietet dann unterschiedliche Möglichkeiten. Dazu gehört natürlich
    der Gartenbau mit Konzepten der Selbstversorgung, von selbsterfüllten praktischen
    Tätigkeiten. Die beteiligten Frauen erhalten damit aber auch einen Schutzraum, den
    sie selbst betreiben und einen Ort für den kulturellen Austausch – auch und gerade
    entlang unterschiedlicher Erfahrungen mit dem Anbau und der Pflege von Gärten und
    Pflanzen.
     Da an dem geplanten Projekt unterschiedliche Gruppen beteiligt sind schaffen wir da-
    mit auch einen Ort des Austauschs und Lernens aus verschiedenen Erfahrungen von
    Frauen und Mädchen.
    Nach bisherigem Planungsstand wollen wir mit drei Gruppen zusammenarbeiten.
    Hauptpartner*in ist die Initiative Women in exile, die auf dem Gelände des Projekthauses ihr
    Büro hat und mit der wir schon lange zusammenarbeiten. Die meisten Frauen kommen aus
    verschiedenen afrikanischen Ländern. Zwei Frauen aus dieses Community werden das Auf-
    bauprojekt auch koordinieren.
    Außerdem wollen wir eine Frauengruppe aus dem eigenen Geflüchtetenprojekt einbinden.
    Dies sind vor allem Frauen aus dem arabischen Kultur – und Sprachraum, unter anderem
    aus Syrien und dem Irak. Mit ihnen arbeiten wir schon lange mit verschiedenen Integrations
    – und Bildungsprojekten und haben die Seite http://www.womentowomen.de entwickelt.
    Und zuletzt wollen wir auch versuchen, Frauen und Mädchen aus der Ukraine für den neuen
    Garten zu interessieren, die wir seit einigen Wochen betreuen und die aus Partner*innen-
    gruppen zu uns gekommen sind, mit denen wir seit einigen Jahren zusammen Begegnungs
    – und Bildungsprojekte machen.

    Inhalte
    Diese Ziele wollen wir auf den hier dargestellten Wegen, verbunden mit diesen inhaltlichen
    Schwerpunkten umsetzen.
    Wichtig ist, dass wir zeitnah anfangen, um jetzt im Frühjahr noch die Pflanzen in die Erde zu
    bringen, die dann im Sommer und Herbst eine erste und hoffentlich motivierende Ernte er-
    möglichen. Dazu ist es wichtig, dass sich die interessierten Frauen erstmals treffen und erste
    Formen der Kommunikation und Entscheidung fest zu legen.
    Dazu gehören zum Beispiel die Fragen, wie das Verhältnis zwischen Beeten und Aufent-
    haltsorten sein soll und vor allem, ob die Beete durch alle bewirtschaftet werden sollen oder
    jede interessierte Frau ein Beet für sich bekommt, was sie bewirtschaftet. Dies ist im Grunde
    eine erste wichtige inhaltliche Frage der gemeinsamen Verantwortung für das Projekt inter-
    kultureller Garten.
    Ein zweiter Schwerpunkt ist dann deshalb sicherlich der Bau der gemeinschaftlich genutzten
    Orte. Hierzu können eine Sitzecke, ein Sichtschutz zum Parkplatz, Aufbewahrungsorte für
    Geräte, persönliche Gegenstände, Geschirr und ähnliches gehören. Dabei wird es sicher in-
    teressant, wo stark die Frauen sich auch sichtbar abgrenzen wollen oder wie offen und zu-
    gänglich der Garten auch für andere Menschen werden soll. Das wollen wir tatsächlich nicht
    vorgeben, sondern offen mit den Menschen diskutieren.
    Im Herbst 2022 wollen wir eine Art „Erntedankfest“ durchführen. Das kann gleichzeitig der
    Tag sein, an dem die Frauen und Mädchen nicht nur die erste Ernte, sondern auch ihr ge-
    samtes Projekt einer – selbst gewählten – Öffentlichkeit präsentieren. Damit verbinden wir
    auch hier wieder die Einbeziehung ganz unterschiedlicher kultureller Traditionen. Wie feiert
    mensch solch einen Tag oder die Ernte in den verschiedenen Herkunftsländern und auch
    Religionen?
    Zum Ende des Jahres und auch des Projektes gilt es, den interkulturellen Garten zukunftsfä-
    hig zu machen. Das ist wichtig für uns, um kein einmaliges Projekt aufzubauen. Wir wollen
    deshalb natürlich das Projekt und das Jahr mit den Frauen auswerten, die Kommunikations
    – und Nutzungsstruktur anschauen und vor allem die Verantwortungen für das nächste Jahr
    festlegen und überlegen. Auch deshalb wäre eine überjährige Förderung wichtig.

    – ist die Nutzung der Fläche befristet?

    > Nein, wir haben eine dauerhafte Nutzung der Fläche auf dem Grundstück vereinbart.

    > – was für andere Gärten befinden sich auf der Fläche des Projekthauses und auf dem Grundstück für den Frauengarten? Gemeinschaftsgärten oder Projekt-Gärten?

    > Auf dem Gesamtgelände befinden sich weitere Gartenanlagen, die meist von den Bewohner*innen betrieben werden. In unmittelbarer Nachbarschaft ein Hochbeet der Menschen aus dem Haus, auf dem Grundstück des Projekthauses gibt es weitere, vor allem mobile Beete in Kisten, ein Hochbeet, was mal im Rahmen eines Deutsch – Französischen Jugendprojektes gebaut wurde (hier vor allem mit Kräutern und Erdbeeren) und drei neu bei einem Kinderferienprojekt angelegte Beete in großen Kisten direkt vor dem Werkhaus.

    > – könnt ihr direkt in der Erde gärtnern oder werden Hochbeete gebaut?

    > Besser Hochbeete bzw. Beete in großen Kisten oder Holzrahmen. Der Boden hier ist nicht gut, oft mit Bauschutt versetzt, weil da auch mal eine Baufirma und die örtliche Wohnungsgesellschaft war.

    > – wer baut die Sitzecke und den Sichtschutz?

    > Das wollen wir in Zusammenarbeit mit der Holzwerkstatt machen. Da haben wir die Maschinen und Expert*innen. Am Besten sollen die Frauen aber beteiligt werden.

    > – wo werden die Gartengeräte untergebracht? Im Antrag steht, ihr wollt auch dafür einen Ort bauen? Wo sind die Geräte derzeit und wie sind diese zugänglich für die Gartengruppe?

    > Dazu wollen wir einen kleinen Unterstand unmittelbar an den Beeten des Projektes bauen. Aktuell nutzen die Frauen die frei zugänglichen Gartengeräte des Projekthauses und des Vereins.

    > – für was braucht ihr pädagogisches Material, bzw. habt ihr das nicht schon im Projekthaus?

    > Immer mal wieder benötigt: Planungsmaterial wie Papaier, Stifte, Moderationsmaterial – da kaufen wir quasi monatlich nach. Außerdem Broschüren und Bücher in den Sprachen der Frauen, also auch mal arabisch oder auf Englisch.


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  • Berlin: Gemeinschaftsgarten an der Unterkunft für Ge- flüchtete Marienfelde

    (Antrag, Antworten)

    Gegenwärtig betreut der IB [Internationaler Bund] zirka 700 Menschen aus mehr als 10 Ländern im
    Übergangswohnheim für Geflüchtete in der Marienfelder Allee in Berlin.  
    Etwa die Hälfte davon sind Kinder bis 18 Jahre.
    Ziel unserer Arbeit ist es, die geflüchteten Familien, Jugendlichen und Kinder
    bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Probleme zu unterstützen und ihren Le-
    bensalltag in einer fremden und beengten Umgebung zu erleichtern.
    Die bei uns lebenden Familien bleiben längerfristig in den Wohnungen woh-
    nen, es gibt derzeit kaum Rotationen. Daher ist es uns besonders wichtig,
    Kontakte zu der unmittelbaren einheimischen Nachbarschaft zu fördern. Lei-
    der gab es aufgrund von Festlichkeiten wie dem Zuckerfest Beschwerden
    seitens der Nachbarschaft woraus die Idee entstand das Tor zu den hinteren
    Strassen und ihren Bewohner*innen zu öffnen und auf dem Platz wöchentlich
    ein Café / Tag der offenen Tür stattfinden zu lassen.  

    Da zudem der Wunsch immer wieder seitens der Bewohner*innen geäußert
    wurde, eigenes Gemüse und Kräuter anzubauen, entstand der Wunsch, ne-
    ben der wieder aufgebauten Fahrradwerkstatt gemeinsam einen Gemein-
    schaftsgarten mit Tisch und Stühlen zu errichten. Am Freitag, 03.06.2022 soll
    an einem Aktionstag in der Unterkunft aus den Paletten Hochbeete gebaut
    und mit Erde gefüllt werden. Besonders die Jugendlichen sind dazu eingela-
    den mitzuhelfen und dürfen auch die Container für die Fahrradwerkstatt mit
    Graffiti bemalen. Sobald der Gemeinschaftsgarten als ein solcher zu erken-
    nen ist, wollen wir Einladungen an die Nachbarschaft verteilen. Familien aus
    den Unterkünften wollen backen und Kräuter aus dem Garten dafür verwen-
    den, im Spätsommer könnte auch schon etwas Gemüse geerntet werden.
    Der Garten soll vor allem als Gemeinschaftsort im Freien für die Bewohnen-
    den als auch ein Ort zum Austausch mit der Nachbarschaft dienen. Durch die
    Einladungen zum Café / Tage der offenen Tür soll ein Platz der Begegnung
    erschaffen werden, Gespräche stattfinden und Gemeinsamkeiten herausge-
    funden werden. Das sowohl unter den Bewohner*innen, als auch unter der
    diesen und der Nachbarschaft.

    An den folgenden Tagen wird gemeinsam gesät, Jungpflanzen ausgesucht
    und Inputs über Pflanzenkunde auf mehreren Sprachen finden statt.
    Der Garten wird somit eingeweiht und selbstorganisierte Treffen können an
    diesem Ort stattfinden. Alles Rund zum Thema Garten, Café und Kuchen und
    Fahrradwerkstatt. 

    * Es wird keine individuellen Beete geben. Alles ist gemeinschaftlich organisiert. Wir gehen davon aus, dass sich auf diese Weise viele Bewohner*innen verantwortlich fühlen und es so zu weniger Vandalismus kommt. Regelmäßig zu festen Zeiten werden wir das Tor unseres Außengeländes nach außen hin öffnen, sodass Nachbar*innen mitgärtnern können. Die bei uns zur Verfügung stehenden Gartengeräte können dann von allen mitgenutzt werden.

    * Gemeinsam mit den bereits engagierten Bewohnenden haben wir uns entschieden, aus den vier Hochbeeten ein zusammenhängendes Beet in „L-Form“ zu gestalten. So kann der vorhandene Platz gut genutzt werden und es ist noch ausreichend Spielraum, um das Beet bei Bedarf zu erweitern.

    * In direkter Nähe zu den Hochbeeten befindet sich die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Diese ist zu denselben Zeiten geöffnet wie unser Außentor. Die Werkstatt besteht aus zwei Containern. In einem dieser Container sind die Gartengeräte untergebracht und können von der Nachbarschaft sowie von der Bewohnerschaft genutzt werden.

    * Wir werden Flyer erstellen, um die Nachbarschaft auf unser Projekt aufmerksam zu machen und sie zum Mitmachen einzuladen. Wir wollen auch ein Schild an unserem Außentor befestigen, das auf den Garten hinweist. Außerdem werden wir zu unserem Sommerfest einladen und auch dort den Garten bewerben.

    * Die Bewohner*innen werden zu den Beetbau-Aktionen von ihren Sozialarbeiter*innen eingeladen. Außerdem wird im Bewohner*innenrat, sowie in den Kinder- und Jugendclubs zum Mitmachen animiert. Durch den regen Zulauf zur Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt ist die Grünfläche vielen Bewohner*innen bereits gut bekannt.

    * Neben den Hochbeeten gibt es, wie beschrieben, auf dem Platz eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt. Dort arbeitet ein ehrenamtlicher Bewohner, weitere Ehrenamtliche sind geplant. Die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt richtet sich explizit auch an Nachbar*innen. Die Ehrenamtlichen und die Jugendlichen unterstützen gern bei kleineren Reparaturen. Außerdem planen wir mit dem Verein Kidbike e.V. eine Kooperation für eine Mädchen/Frauen-Fahrradwerkstatt.

    Daneben sollen in Form eines kleinen Freiluft-Cafes Heiß- und Kaltgetränke ausgeschenkt und damit zum Verweilen eingeladen werden. Mit dieser Kombination sind wir optimistisch, eine tragfähige Gemeinschaft entstehen zu lassen.


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  • Karlsbad/Waldbronn: Interkultureller Garten beendet

    (MAil)

    Projektabschluss nach 6 Jahren Interkultureller Garten

    Seit 2016 wurde im Interkulturellen Garten mit Geflüchteten und Interessierten aus Karlsbad und Waldbronn gesät, gepflanzt und geerntet. Das Projekt wurde in einer Kooperation vom BUND Ortsverband Karlsbad/Waldbronn mit dem Runden Tisch Asyl Karlsbad initiiert. Ganz wichtig für die Neuankömmlinge aus acht Ländern 2016, vor allem aus dem Irak, Iran und Syrien und auch aus Afghanistan und Tschetschenien war es, einen Platz zu finden um ihrer engen Gemeinschaftsunterkunft in der Boschstraße in Langensteinbach zu entfliehen. Dort waren Familien oft zu fünft und mehr zusammen in einem nur mit Spanplatten abgegrenzten Raum von vielleicht 25 m² untergebracht. Besonders die trockenen und heißen Sommer 2018 und 2019 waren dort nur schwer auszuhalten und so war es für die Menschen eine Wohltat, gemeinsam zu gärtnern und abends auch mal zum Grillen beisammenzusitzen. Nach den ersten zwei Jahren auf einem Acker im Schießhüttencenter direkt an der Weinbrenner Straße, hat mit Unterstützung durch Klaus Rösch vom Garten- und Umweltamt dankenswerter Weise die Gemeinde Karlsbad ein freies Feld in den Schießhüttenäckern zur Verfügung gestellt. An der verlängerten Hertzstraße wurden 20 Parzellen angelegt und diese seither bewirtschaftet. Die Gartenarbeit war für die Geflüchteten ein wichtiger Schritt zur Integration um hier bei uns „erste Wurzeln“ schlagen zu können. Im Rückblick waren es sechs gute Jahre, allerdings hat sich bereits in den letzten zwei Jahren ein Umbruch ergeben. Coronabedingt wurden viele Kontakte stark eingeschränkt. Die meisten der früher arbeitssuchenden oder in Ausbildung befindlichen Geflüchteten haben inzwischen feste Arbeitsplätze gefunden. Viele Familien haben sich bei uns eingerichtet und sind anderweitig aktiv geworden. Und dies war ja letztlich das primäre Ziel des Projekts! Für den Garten hieß dies allerdings, dass Parzellen nur noch spärlich bewirtschaftet wurden oder ganz aufgelassen werden mussten. Es wurde zunehmend schwieriger, gemeinsame Termine für Aktionen wie das Mähen der angrenzenden Wiesenstücke, Pflege der Wege oder die Wasserbeschaffung zu organisieren. Zudem ergab sich eine Möglichkeit für einige Aktive sich in direkter Nachbarschaft auf einem privaten Grundstück mit einzubringen. Die Entscheidung das Projekt zu beenden ist trotz allem nicht leichtgefallen! In Erinnerung geblieben sind viele schöne Ereignisse: die Gespräche und Kontakte am Abend nach getaner Arbeit, die jährlichen gemeinsamen Erntedankfeste mit Musikkapelle und interkulturellem Essen oder die Pflanzaktion mit den Konfirmanden. Über die Gartenarbeit hinaus wurden zudem auch viele persönliche Beziehungen aufgebaut. Die gemeinsame whatsapp-Gruppe mit ca. 40 Beteiligten hat sich zu einer Austauschbörse für Möbel oder Kleider und Aufrufe z.B. zu Blutspenden, Impfaktionen oder für Anfragen zur Umzugshilfe entwickelt. Fazit: das Projekt hat sich gelohnt! Unser Dank gilt allen, die sich engagiert haben: den Gärtnern aus vielen Ländern, dem Biolandwirt Thomas Knodel für seine Unterstützung und Spende des Gießwassers, Robert Haas für den Wassertransport, Katharina Kronbach für die Mitorganisation in den letzten Jahren und allen die Pflanzen oder Gartengeräte zur Verfügung gestellt haben.


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  • InGa Geretsried gibt es nicht mehr

    (Tel)
    Der interagtive Garten InGa in Geretsried, der an einer Unterkunft entstand, zog zunächst um, doch dann kam Corona und niemand von außen durfte auf das Gelände und das Projekt wurde auch nicht von den Bewohner*innen genutzt. Es wurde eingestellt. Die Initiatorin erzählte, dass sie so ca. alle 5-6 Monate nach dem Konzept, Plänen, ihren Erfahrungen gefragt wurde (Anfragen kamen über Portrait auf unserer Site). Sie stellt ihre Erfahrungen gerne weiter zur Verfügung (habe ich im Praxisblatt vemerkt) (mehr …)

  • Meuchefitz: Gemeinschaftsgarten im Wendland entsteht

    (Antrag, Fragen)

    Antrag

    „Auf     dem   Gelände   des   Kommunikationszentrum Meuchefitz   befindet   sich   auch   ein   verwildertes Gartenareal, dieses soll im kommenden Frühjahr wieder nutzbar gemacht   und   zum Gemeinschaftsgarten gemacht werden Die   Örtlichkeiten   des   KOZ   werden   von   verschiedenen   initiativen   bespielt.   Das Gartenprojekt  wird vor allem vom Netzwerk „ Freier Fluss „ initiiert.

    Der Freie Fluss ist ein ( für alle zugänglicher) Zusammenschluss von  Menschen aus der Region,   die   (ehrenamtlich)   das   Ideal   des   tauschlogikfreien,   bedarfsorientierten Wirtschaftens   verfolgen.  Das   kann   z.B.   den  Anbau   von  Gemüse   bedeuten   das   nicht verkauft und auch nicht gegen andere  Dinge eingetauscht wird sondern je nach Bedarf an all jene die vorher Bedarf angemeldet haben verteilt wird. Das Ideal ist es ein stabiles Netz aufzubauen das die Bedarfe der einzelnen sichert ohne dass dabei aufgerechnet oder verglichen wird. Dabei geht es um mehr als um die Versorgung mit Gemüse oder anderen materiellen Güter( wie Brot Tofu Apfelsaft,die bislang produziert werden) sondern vielmehr um eingesellschaftspolitisches Experiment.

    Die Gartengruppe des FF versteht sich als  Patin des Projekts und somit in Kooperation mit dem KOZ zuständig dafür den Überblick über das Projekt zu behalten. Neben der Nutzung für den Gemüseanbau im FF ist ein wesentlicher Aspekt der der Begegnung.   Der   Gasthof   Meuchefitz   ist   seit   jeher     ein   Begegnungsort   .   Begegnung zwischen Menschen die sonst wenig miteinander zu tun haben. Alteingesessenen Dörflern jungen   Aktivist*innen   ,Menschen   die   im   Landkreis   gelandet   sind   da   sie   aus   ihren Herkunftsland fliehen  mussten, Bewohner*innen des Projekt…
    Durch die Corona Pandemie ist auch hier jedoch eine spürbare Lücke entstanden,alle ziehen sich stärker in ihre Enklaven zurück und es fehlt ein Begegnungsort Mit der Wiederbelebung des Gartens möchten wir einen solchen Corona kompatiblen neuen Begegnungsort schaffen
    Offensiv möchten wir alte Dorfbewohner*innen  einladen ihr Wissen weiterzugeben oder auch nur zum Klönschnack  bei einem einmal alle drei Monate geplanten offenen Garten Tag mit Lagerfeuer und Verkostung vorbei zuschauen, Des weiteren wird eine Kooperation mit der Grundschule im Nachbarort angestrebt. Eine Kooperation findet auch mit der Gruppe solidarische Provinz statt die geflüchtete
    Menschen im Landkreis unterstützt.
     
    Was ist geplant? Wann ist es geplant?
    Den Auftakt für die Wiederbelebung des Gartenareals solle ein Garten Aktionswoche In der ersten März Woche darstellen Diese Aktionswoche wird maßgeblich von der Garten Gruppe   des   FF   initiiert   und     betreut,   ist   aber   für     alle offen. Die Woche soll genutzt werden den Garten gemeinsam zu planen wobei die Wünsche der verschiedenen Gruppen einfliessen sollen. Ein  Teil soll der Anbau des FF Gemüse sein.
    Darüber hinaus ist jedoch noch viel Platz. Eine Gruppe die den Orten für den Anbau von Heilkräutern sucht hat bereits Interesse
    angemeldet und ist in Kontakt mit einer alten Dame aus dem Dorf die mit ihrem Wissen unterstützen möchte.
    Die Grundschule Küsten hat  ebenfalls Interesse bekundet an der Gestaltung teilzuhaben Mittelfristig sind regelmässig stattfindende  workshoptage/Wochenenden geplant Bereits fix ist  der Bau eines Geodomes für den Tomatenabau, das direkt im Anchluss an
    die Auftaktwoche stattfinden soll. Dieses Projekt wurde von einer Initative von FLINTA Personen angeregt die den Bau  und die Planung  des Bauprojektes als Flinta  Baustelle umsetzen wollen.  Das fertige Tomaten Haus  und die hoffentlich üppig darin wachsenden Früchten werden
    für alle nutzbar sein weitere Aktionswochenendsthemen sind angedacht:
    Ein Anwohner aus dem Dorfumfeld hat bereits agekündigt einen Workshop im   Nutzen und   Warten   von   Sensen,   sowie   regelmässig   offene   Dengel  und   Schärf   anleitung anzubieten zu wollen.Angedacht sind desweitern ein Kompostworkshop,
    ein Weidenzaunbau Wochenende sowie ein Heilfplanzen workshop Die Beschaffung der Materialien  soll  möglichst  kostengünstig stattfinden.
    Für den Jungpflanzenberdarf haben bereits verschiedene SoLaWis der Region  zugesagt Pflanzen zu spenden und auch Baumaterialien werden wir möglichst gebraucht besorgen. Dennoch   werden   einige   Kosten   anfallen.   Für   diese   wären   wir   froh   ihre     finanzielle
    Unterstützung zu bekommen.“

    Antworten auf meine Fragen

    Wie groß ist die Fläche und wem gehört diese Die Fläche gehört zum Kommunikationszentrum Meuchefitz,Grösse:ca 500m2
    Was soll neben Beeten und dem Geodome noch an Infrastruktur auf der Fläche entstehen? Es gibt einen kleinen Geräteschuppen der wieder fit gemacht werden soll. es kann eine feuerstelle angelegt werden, oder bänke aufgestellt das liegt in den Wünschen der Gärtner*innen. Auch eine Komposttoilette die reaktiviert werden kann ist vorhanden

    Woher kommt das Wasser? Es kann im Wassserwagen beim Kommunikationszentrum geholt werdenWo werden die Gartengerätentergebracht und wie haben die (potentiellen) Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu? Es solle ein Geräteschuppen entstehen / ausgebaut werden der jederzeit zugänglich ist

    Ist das Gelände jederzeit offen?ja

    Wie viele Menschen wohnen in dem Dorf? 54

    Wo sind die Geflüchteten untergebracht, wie weit ist das von der Gartenfläche weg und wie würden die Menschen zum Garten kommen? Die Geflüchteten Menschen sind hier im Landkreis glücklicherweise nicht mehr alle zentral untergebracht .Die Meisten wohnen jedoch in Lüchow. Von dort ist  Meuchefitz gut mit dem Fahrrad zu erreichen( ca 7km)

    Wie viele Gärtner*innen sind in der Gartengruppe des FF und wo gärtnern diese derzeit? In der letzten Saison gab es ein Privatgrundstück  einige Dörfer weiter das kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. DIeses ist  dieses Saison nur noch bedingt nutzbar. Kern der Gartengruppe sind 5 Menschen.

    Sie schreiben, dass es alle drei Monate einen „offenen Gartentag“ geben soll, wie und wann kann man sonst mit gärtnern? der offenen Gartentag ist offen für Leute die einmal reinschnupeprn möchten Ansonsten sollen Gruppen entstehen die bestimmte Projekte betreuen. zb. die Heilplflanzengruppe die kKräuterspirale, etc. auch diese Gruppen sind offen für alle sie treffen sich aber zu festen Teerminen und besprechen sich zu ihren vorhaben

    Auf der Homepage habe ich noch keine Information zu dem geplanten Gemeinschaftsgarten gefunden, gibt es ein Schild? Wie machen Sie den Gemeinschaftsgarten bekannt?Wie wird die Auftaktwoche beworben? Wir können die Initiative gerne mit auf die homepage setzen.

    Generell läuft die Kommunikation hier auf dem Land meist aber anders. Wir haben das Projekt am Schwarzen Brett des Dorfes, sowie dem des Gasthof Meuchefitz bekannt gemacht und vor allem aber  im  “ Gespräch über den Gartenzaun“ davon erzählt. Daraus ist  bei einigen  Interesse entstanden.

    Im Netzwerk Freier Fluss wurde die Initiative bereits über den mailverteiler kommuniziert. Mit der Grundschule sind wir im direkten Gespräch ebenso mit der Geuppe solidarische Provinz. Auch in einem Jugendtreff der Gegend werden wir einen Aushang  machen.

    Die Gruppe ist aus der Freie Fluss Gartengruppe herraus entstanden. es sind weitere Personen dazu gestossen , teilweise aus dem Netzwerk Emanzipatorische Landwirtschaft


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  • Otterndorf: Garten der Hoffnung ist nun im Kleingartenverein

    (Sachbericht)

    Rückblick auf 2021

    Im Mai, Juni, Juli und August haben wir jeweils kleine Feste für die Garten-Aktiven veranstaltet, an denen ca. 12-20 Personen teilnahmen. Die neu erworbenen Pavillons konnten wir dabei wahlweise gegen Sonne und gegen Regen gut gebrauchen. Besonders schön war das Fest im Juli, weil überraschend eine kurdische Familie dazu kam, die vor 2 Jahren nach Buxtehude umgezogen ist, und eine afghanische Familie, die sich im letzten Jahr nicht mehr an den Gartenaktivitäten beteiligt hatte, weil sie arbeitsmäßig inzwischen voll eingespannt sind: auch wenn die Lebensumstände sich verändern: die Verbindungen bleiben häufig erhalten.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand das ganze Jahr über statt, in den kälteren Monaten nutzten wir hierfür die Räume des Initiativentreffs (Hadler Forum), in den Sommermonaten natürlich den Garten und dann besonders intensiv, da eine Frau aus unserer Gruppe dreimal wöchentlich Übungsstunden angeboten hat.

    Im September haben wir eine uns bekannte Kräuter-Expertin zu einer Veranstaltung eingeladen, die im Garten begann und dann in der Küche von einer Frau aus unserer Gruppe fortgesetzt wurde. Hier konnte unter Anleitung der Fachfrau in einer gemeinsamen Aktion Kräutersalz und Gemüsebrühe hergestellt werden. An diesem Kräuter-Treff nahmen mit großem Interesse sowohl geflüchtete Frauen teil als auch drei Frauen, die den Gemeinschaftsgarten bislang noch gar nicht kannten.

    Im Oktober haben wir mit vielen großen und kleinen Menschen zusammen die Äpfel und Birnen geerntet. Es waren nicht so viele wie letztes Jahr, deshalb haben wir diesmal keinen Apfelsaft gemacht, stattdessen die Früchte untereinander verteilt und große Mengen getrocknete Apfelringe hergestellt. Leider hatten wir auch viele Äpfel mit Schadstellen. So haben wir beschlossen, im nächsten Jahr noch einmal einen Fachmenschen für Obstbäume einzuladen, um den Baumschnitt und die Schädlingsbekämpfung (Leimringe u.ä.) anzuleiten.

    Im Oktober und November etablierte sich eine neue Gewohnheit: an mehreren Samstagen haben wir nach der Gartenarbeit gemeinsam etwas gekocht oder jemand hat vorbereitetes Essen mitgebracht: es begann mit Pfannkuchen und (selbstverständlich aus eigenen Äpfeln hergestelltem) Apfelmus, ging weiter mit einer Gemüsepfanne vornehmlich aus Gartenfrüchten, dann gab es eine Suppe nach iranischem Rezept und ein besonders opulentes afrikanisches Gericht. Das Essen wurde auf einem Gaskocher hergestellt oder warm gemacht, der Tee dazu auf offenem Feuer (Feuerschale) zubereitet. Das schaffte gerade in dieser kälteren Jahreszeit eine besondere Atmosphäre. Alle Beteiligten haben den Wunsch, diese Gewohnheit im nächsten Jahr fortzusetzen.

    Bilanz und Ausblick

    Die Gartengruppe zeigt nach nunmehr 5 Jahren immer noch Kontinuität: außer einer Frau, die 2021 weggezogen ist, sind alle mit deutschem Pass (acht Personen) dabeigeblieben, die iranische Familie, die von Anfang an dabei ist, und die pakistanische Frau sind verbindlicher Bestandteil dieser Gruppe. Einige Geflüchtete haben inzwischen Aushilfsjobs am Wochenende und können deshalb nicht mehr regelmäßig teilnehmen. Andere ziehen sich phasenweise zurück, weil ihre Situation hier und die Situation in den Herkunftsländern sie psychisch allzu schwer belastet. Doch sie alle, selbst diejenigen, die weggezogen sind, fühlen sich dem Gemeinschaftsgarten verbunden und kommen dazu, wenn sie es ermöglichen können.

    Unser Vorhaben, häufiger im Garten gemeinsam zu kochen eröffnet die Möglichkeit, noch weitere Menschen in die Struktur einzubinden, die an der Arbeit im Garten nicht so ein Interesse haben oder körperlich dazu nicht in der Lage sind. So kam z.B. eine Frau, die Patin für eine irakische Familie ist, mit zwei der Kinder regelmäßig zu unseren Mahlzeiten im Oktober und November.

    Ende des Jahres lief der Pachtvertrag mit der Kirche aus und wir sind als Verein in den vor zwei Jahren neu gegründeten Kleingartenverein eingetreten. Die Atmosphäre ist freundlich und offen. Möglicherweise ergeben sich hieraus auch noch neue Kontakte und Verbindungen, sobald die Corona-Beschränkungen aufgehoben sind und wir auch mal wieder ein größeres Fest wagen können.

    Unsere Idee, vermehrt Kräuter anzupflanzen, die geernteten und getrockneten Kräuter in kleine Tüten zu verpacken und gegen Spende abzugeben, haben wir wie geplant umgesetzt: an den beiden Tagen, an denen wir zu Marktzeiten in Otterndorf unseren Stand gemacht haben, sind wir alle Tüten losgeworden, konnten ca. 150 € an Spenden sammeln, haben unsere Gartenaktivitäten dargestellt und einige Gespräche auch über die Themen Krieg und Fluchtursachen bekämpfen geführt. Im kommenden Jahr wollen wir die Verarbeitung der Kräuter intensivieren.


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  • Bingenheim: Bioladen wollte GG nicht

    (Sachbericht)

    Es gibt im Ort einen Bioladen. Die Geschäftsführer dieses Ladens haben
    versucht auf unsere Verpächter Einfluss zu nehmen, um die Gründung des
    Gemeinschaftsgarten zu verhindern mit der Angst, dass dadurch eventuell
    weniger Gemüse im Bioladen gekauft wird. Von dieser, für uns absurden
    Vorstellung, waren wir erstaunt und zunächst auch etwas brüskiert.
    Schlussendlich konnten wir die Bedenken ausräumen und die Fläche steht uns
    nach wie vor zur Verfügung.
    Wir wollten mit der folgenden Zielgruppe (junge Familien mit Kindern,
    Geflüchtete, Menschen mit geistiger Behinderung und Senioren) den
    Gemeinschaftsgarten gründen. Geflüchtete und Menschen mit geistiger
    Behinderung sind bisher nicht teil unseres Gemeinschaftsgarten. Wir haben
    aktiv Kontakt aufgenommen zu verschiedenen Einrichtungen durch Aushänge
    und direkte Ansprache, eine Resonanz gab es daraufhin allerdings nicht. Wobei
    der Umstand das wir uns damals Mitten im ersten Corona-Lockdown befunden
    haben uns hierbei auch die Arbeit sehr erschwert hat. Nächstes Jahr wollen wir
    erneut einen Anlauf unternehmen um Menschen mit geistiger Behinderung
    miteinzubeziehen.
    Eine weitere Schwierigkeit ist, dass viele Aufgaben nur an wenigen aktiven
    Mitgliedern hängen bleiben. Das ist ein Punkt den wir gerade aktiv angehen und
    verbessern wollen, durch ein weiteres geplantes „Rückblick und Vorblick
    Treffen“.

    Tipps, die für andere Gemeinschaftsgärten interessant sein könnten ?
    Wir schlagen vor frühzeitig Kontakt aufzunehmen zu umliegenden Betrieben &
    Akteuren im Nachhaltigkeitsbereich (siehe Bioladen Bingenheim), um sich zu
    vernetzen, aber auch um Bedenken oder Unsicherheiten aus der Nachbarschaft
    ausräumen zu können. (mehr …)

  • Emmendingen: Gemeinschaftsgarten im Park gestartet

    (ANtrag, Antworten)

    In Emmendingen hat sich letzten Herbst eine Gartengruppe gegründet, die im Juni in einer Ecke eines öffentlichen Parks damit angefangen hat, einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen. Initiiert u.a. von Gemeiderätinnen. Die Vision ist „essbares Emmendingen“, der Gemeinschaftsgarten ist der Beginn.

    Die Kerngruppe besteht bisher aus 10 – 12 Aktiven, mit dabei sind zwei Geflüchtete aus der nahen Unterkunft. Die Fläche haben sie kostenfrei und unbefristet von der Stadt bekommen, Vertrag ist bisher mündlich. „Die Stadt“ hat nach Wünschen der Gruppe Platz für Beete gefräst.

         • Haben Sie einen Vertrag mit der Stadt, ist der Vertrag (und die

    Nutzung) unbefristet und zahlen Sie eine Pacht, wenn ja, wie hoch ist diese?

    Ja, wir haben einen Vertrag mit der Stadt (die uns voll unterstützt); die Vereinbarung war erstmal nur mündlich, der Vertrag wird diese Tage unterschrieben nachdem er jetzt endlich mit allen Akteuren abgetimmt ist. Die Vereinbarung ist unentgeltlich und unbefristet. Der Vertrag läuft über den Treffpunkt Freiburg.

         • Ist das Grundstück umzäunt und wenn ja, wie kommen die Gärtner*innen jederzeit auf das Grundstück?

    Das Grundstück ist nicht umzäunt; alle haben jederzeit Zugang, auch Passant*innen. Zur Abgrenzung im Hinblick auf Hunde etc. gibt es eine Blumenrabatte/Insektenweide und ein Obstspalier in Richtung Straße.

         • Was bedeutet, dass die Fläche provisorisch mit Blumen und Gemüse bepflanzt ist? Wer kümmert sich darum und soll die Bepflanzung auf diesen drei Beeten verstetigt werden?

    Mit provisorisch meinten wir, dass noch nicht überall die langfristig vorgesehene Bepflanzung angelegt ist; so ist z.B. das Beet, in welchem wir ein Spalier mit Obstgehölzen und permanenten Pfählen sowie mehrjährigen Insektenfreundlichen Stauden anlegen wollen, bisher nur mit einjährigen Blumen und Gemüse bepflanzt, Haselstecken sollen durch ein permanentes Rankgerüst ersetzt werden und statt Feuerbohnen z.B. Wein und Beerekiwis dort ranken. Corona hatte den Start sehr hinaus gezögert, sodass an vielen Stellen nur „provisorisch“ gepflanzt und gesät wurde was im Juni noch funktioniert hat. Die Bepflanzung soll in allen drei Beeten verstetigt und durch weitere Beete ergänzt werden.

         • Wurde die Erde untersucht?

    Nein, es gibt keine bekannte Vorbelastung, daher haben wir bisher auf eine professionelle Untersuchung verzichtet.

         • Gibt es ein Schild an der Fläche, die auf den (geplanten) Gemeinschaftsgarten hinweist? Wie erfahren potentielle Interessierte von dem Projekt?

    Es gibt mittlerweile ein schönes Schild am Eingang zum Garten mit Name und Kontaktadresse sowie ein Schild mit unseren Gärtnerzeiten und der Einladung mitzumachen. Außerdem sind wir auf Instagram vertreten, und es wurde in der lokalen Presse bereits auf unseren Garten hingewiesen und wir haben uns bereits im Sommer beim regionalen Klimagespräch Emmendingen vorgestellt.

         • Wie kann man bei der Planung, Umsetzung und dann beim Gärtnern mitmachen?

    Siehe oben…

    Leider ist im Frühjahr keine so große Öffentlichkeitsbeteiligung gelungen, wie wir es gerne gemacht hätten (mit Workshops etc.), aufgrund von Corona. Alle, die von unseren Treffen erfahren sind herzlich eingeladen, und werden auch immer in die weitere Planung einbezogen. Wir sind weiterhin mit der Presse im Kontakt und stellen uns z.B. bei einem Stadtteilfest im Bürkle Bleiche nächste Woche vor.

         • Wie viele Beete sind geplant? (Flachbeete und Hochbeete) Derzeit bestehen 3 Flachbeete, je 1,5m-1,70m Breite, mit einer Gesamtlänge von ca. 30m. Ein Mulchbeet wurde über den Sommer angelegt, weitere Beete sind für die nächste Saison geplant (2 Hochbeete sowie eine Kräuterspirale, eventuell kommt ein Lasagnebeet und ein Hügelbeete dazu – die genaue Größen und Anzahl noch nicht festgelegt und auch abhängig von der weiteren Gruppengröße).

         • Wie unterstützen die Geflüchteten das Projekt? Hat jemand aus der Gruppe den Garten in der Unterkunft schon einmal vorgestellt?

    Wir haben zu Beginn auf eine offizielle Vorstellung des Projekts in der Unterkunft bewusst verzichtet, um den Garten sich erstmal entwickeln zu lassen. Die Zusammenarbeit und der Austausch entstehen dadurch aktuell organisch, aus dem natürlichen Interesse der vorbeikommenden. 2 Geflüchtete kommen regelmäßig zu unseren wöchentlichen Treffen und sind damit Teil der Gruppe, andere kommen unregelmäßig spontan dazu. Wir sind also bereits dabei, wie Anfangs auch erträumt, ganz von alleine ein interkultureller Garten zu werden. Ein Aushang in anderen Sprachen ist zusätzlich geplant.

         • Das Wasser bekommen Sie aus dem Bach? Wie weit entfernt ist dieser? Mussten Sie Schöpfrechte dafür beantragen? Gibt es darüber hinaus Wasser auf dem Grundstück oder wie ist die Bewässerung geplant?

    Wir haben eine mündliche Absprache mit der Stadt, dass wir Wasser entnehmen dürfen; Schöpfrechte müssen wir wohl nicht beantragen, solange die Entnahme von Hand erfolgt. Die Entfernung ist ca. 10 Meter und bis auf einen etwas rutschigen Zugang (daher die Steine zur Befestigung im

    Antrag) ist das Bachwasser sehr gut zu erreichen, und soll als Gießwasser dienen. Durch konsequentes Mulchen verringern wir zusätzlich unseren Wasserbedarf, sodass wir mit wenig Gießen auskommen.

         • Das Werkzeug soll in die Aufbewahrungskiste?

    Ja. Bisher haben wir Werkzeug in einer von der Stadt geliehenen Kiste, die wir voraussichtlich im Frühling zurückgeben müssen. Das neu beantragte Werkzeug kann erstmal darin gelagert werden, und falls wir diese zurückgeben müssen, werden wir in ähnlichem Format eine eigene Kiste bauen.

         • Wie sind Ernte und Verarbeitung geplant?

    Die Ernte erfolgt gemeinsam an den offenen Gartentagen. Mitgärtner*innen wie auch Besucher*innen/Passant*innen dürfen dann ernten und auch Kinder aus der Nachbarschaft nehmen das Gemüse gerne mit nach Hause. Bisher ist darüber hinaus keine Verarbeitung nötig oder geplant. Sollte die Ernte zu viel werden für die Mitgärtnernden werden wir über Schilder darauf hinweisen und auch außerhalb der Gartenzeiten vorbeikommende zur Ernte einladen.

         • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Bisher sind kaum Kosten entstanden. Die Gärtner*innen beteiligen sich immer wieder durch Pflanzen und Materialspenden, und es besteht aus der Gruppe auch die Bereitschaft sich an anstehenden, kleinen Ausgaben zu beteiligen (bisher z.B. beim Posteo Konto oder gelegentlich Saatgut etc.

    geschehen).


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  • GG auf 8000m² Kichengrund in Nord-Hessen

    (alerts)
    Nach dem erfolgreichen Projekt in Angersbach gibt es nun auch in Lauterbach einen Gemeinschaftsgarten. Das erste Gartenjahr soll dort nun bald starten. Dafür sucht die Initiativgruppe, bestehend aus zahlreichen mitwirkenden Organisationen, noch Interessierte – für Solobeete sowie Gemeinschaftsbereiche.

    Initiiert und umgesetzt wurde das Gemeinschaftswerk im Asternweg in Lauterbach von Mitarbeitenden des Evangelischen Dekanats Vogelsberg, der Kirchengemeinde Lauterbach, der Evangelischen Integrativen Kindertagesstätte Lauterbach, der Flüchtlingsinitiative Lauterbach, der WIR-Koordinationsstelle des Vogelsbergkreises sowie engagierten Privatpersonen. Weiter heißt es in der Pressemitteilung, die Initiativgruppe hat bereits im Dezember letzten Jahres das Grundstück, das der Evangelischen Kirchengemeinde Lauterbach gehört, mit Hilfe der Baufirma Strabag von Büschen befreit und anschließend gerodet.

    Anschließend hätten die Initiatoren in digitaler Zusammenarbeit mit allen Interessierten die rund 1.200 Quadratmeter große Gesamtfläche in verschiedene Bereiche aufgeteilt: Solo-Beete, die Beete der Kita Lauterbach, ein Treffpunkt für gemeinsame Lagerfeuer zum Beispiel sowie der Gemeinschaftsacker, den alle interessierten Gruppen und Einzelpersonen gemeinsam bepflanzen und pflegen können. „Insgesamt stehen nun 800 Quadratmeter Fläche zum beackern bereit“, erklärt Sophie Schramm vom Evangelischen Dekanat Vogelsberg voller Stolz und mit großer Vorfreude auf das neue Projekt, das gefördert wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ im Vogelsbergkreis.

    Kristina Eifert von der externen Fach- und Koordinierungsstelle „Demokratie leben“ Vogelsbergkreis, die bereits den Gemeinschaftsgarten in Angersbach maßgeblich mitgestaltet hat, sei ebenfalls begeistert von der Entwicklung des neuen Gemeinschaftsprojektes. „Der Garten ist schon ohne Bepflanzung bunt und vielfältig an Ideen, Bedürfnissen und Meinungen und das ist toll so.“

    Besonders geeignet sei die Beteiligung am Gemeinschaftsacker für Menschen, die sich zeitlich oder kräftemäßig nicht vorstellen könnten, ein Beet alleine zu versorgen, denen es mehr um den punktuellen Genuss in der Versorgung des Gemüsebeets ginge oder die erste Erfahrungen mit nachhaltigem Gemüseanbau sammeln möchten. „Die Erträge werden dann geteilt oder gemeinsam verarbeitet und verköstigt“, sagt Sophie Schramm.

    https://www.oberhessen-live.de/2021/04/17/neuer-gemeinschaftsgarten-in-lauterbach-eroeffnet/ (mehr …)

  • Garten der Hoffnung in Otterndorf und Corona

    (aus dem Sachbericht)

    Im Frühjahr haben wir noch gemeinsam mit zwei Flüchtlingsfamilien die Beete vorbereitet und das Gemüse eingesät, und ein Fest zum internationalen Frauentag (von den Frauen aus dem Garten initiiert, in der Otterndorfer „Stadtscheune“ veranstaltet) konnte gerade noch im letzten Moment stattfinden. Doch dann kam der Lockdown, und es ging erstmal gar nichts mehr. Wir haben die Zeit überbrückt, indem wir uns versetzt um den Garten gekümmert haben. Es gab zum Beispiel einen Gießplan, in den auch einige der Geflüchteten regelmäßige Verantwortung übernommen haben. So ist das Gemüse und das Obst gut gewachsen. Zum Ernten kamen die Familien und Einzelpersonen versetzt, das klappte gut, ohne dass wir etwas organisieren mussten. […]
    Als es im Sommer wieder erlaubt war, haben wir mit den Aktiven unseres Gemeinschaft­s­garten-Projekts ein Picknick im Garten veranstaltet, um den Zusammenhalt der Gruppe zu wahren. Wir haben kleine Sitzgruppen mit festen Sitzplätzen vorbereitet, so dass wir uns nicht zu nahe kamen. Alle aus der Kerngruppe sind gekommen und haben sich etwas zu essen mitgebracht, so dass es ein angeregter Nachmittag mit ca. 20 Personen (plus Kinder) wurde. Zu diesem Ereignis hatten wir auch ein Paar aus Zimbabwe und ein Paar aus Kolumbien eingeladen, die gerade aus einem Camp nach Otterndorf gekommen waren.

    Mit den „Neuen“ haben wir in den Sommermonaten abwechselnd wöchentlich samstags im Garten Deutsch-Übungsstunden durchgeführt.

    Es gab noch zwei weitere Veranstaltungen in diesem Jahr:

    Im August haben wir den afghanischen Schriftsteller, der in diesem Jahr Stadtschreiber in Otterndorf war, zu einem Austausch eingeladen, an dem natürlich hauptsächlich afghanische Familien und interessierte Deutsche teilgenommen haben.

    Im Oktober gab es dann ein großes Treffen, um unsere Äpfel (dieses Jahr eine reichhaltige Apfel- und Birnenernte) zu Saft zu verarbeiten. Vorher gab es kleinere gemeinsame Aktionen, um die Früchte zu pflücken und in Kisten zu packen. Wegen besserer Hygiene­bedingungen und mehr Platz bei unsicherem Wetter haben wir die Apfelsaftproduktion in Haus und Garten von mir und meinem Mann verlegt. Alle ca. 25 Erwachsene und Kinder haben beim Waschen, Schneiden, Zermahlen, Pressen und Abfüllen geholfen, und jede Familie konnte einige Flaschen Apfelsaft mit nach Hause nehmen.

    Spontane Nutzung des Gartens als Treffpunkt, zur Ernte und zur Erholung

    Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Corona-Einschränkungen wurde der Garten zu verschiedenen Anlässen und von verschiedenen Gruppen genutzt: die hiesige Bauchtanz­gruppe hat wegen der besseren Abstandsmöglichkeiten einige ihrer Treffen in den Garten verlegt; die Teilnehmer*innen des B2-Kurses haben ihr Abschluss-Essen dort veranstaltet; zwei afghanische Familien haben den Garten für ein privates Fest genutzt; die BUND-Gruppe hat Brunnen-Wasser-Untersuchungen angeboten, die Organisationstreffen für das Hadler Forum fanden meist dort statt, wie auch Treffen von anderen Umweltgruppen. Und im Sommer sind viele unabhängig voneinander einfach mal so im Garten vorbeigekommen.

    Erweiterung der Möglichkeiten
    Es wurde ein neuer Verein gegründet, dieser ist Mieter des „Hadler Forums“, einem Initiativentreffpunkt in Otterndorf, den wir gemeinsam mit hiesigen Umweltgruppen (NABU, BUND) geschaffen haben. Die Räume werden seit Mai 2020 für Beratung, Deutschkurse und als Informations-Raum der beteiligten Gruppen genutzt, es gab hier den Sommer über feste Zeiten, an denen Interessierte im Hadler Forum Ansprech­partner*innen antreffen konnten. Seit dem November-Lockdown lässt sich das nicht mehr oder nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung umsetzen. Die Idee, dass wir uns als Gartengruppe in den kälteren Monaten im Hadler Forum weiter treffen und z.B. gemeinsam mit den Umweltgruppen kleine Diskussionsnachmittage veranstalten, konnte coronabedingt in diesem Winter nicht umgesetzt werden.


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  • IG Berlin-Buch hat neuen Namen und ist umgezogen

    wir sind von unserem Garten-Buch in der Groscurthstraße in den Lindenberger Weg 25, umgezogen, da die Geflüchtetenunterkunft am AWO Refugium zum 31.10.20 leergezogen wurde.
    Neuer Name: Begegnungsgarten Biene und Tomate
    wieder an einer Unterkunft für Geflüchtete (mehr …)

  • Grünstreifen München hat sich gut entwickelt

    (Projektbesuch)
    Der IG Grünstreifen auf dem Gelände des Bürgerparks in München Oberföhring musste 2x umziehen. Jetzt ist er (vom Haupteingang aus gesehen), im hinteren Teil des Geländes, recht versteckt hinter der neu gebauten Kita. Kleine Schilder leiten hin.
    Umgeben von einem hohen Zaun (zur Kita) und Wald (drumherum) hat der Garten ein neues Zuhause gefunden. Sie nutzen Hochbeete, die recht dicht aneinander stehen und einen Erdstreifen, der an den Zaun grenzt. Hier hatten sie viele Bohnen. Sie haben ein Gewächshaus, das noch besser genutzt werden könnte, einen Wagen als Lager- und Aufenthaltsraum, eine überdachten Platz (dieses Jahr gebaut), der für Veranstaltungen genutzt werden soll und ein Kompostklo (auch dieses Jahr gebaut), ein Insektenhotel und noch ein paar Lagerplätzen. Die Gruppe ist recht stabil (Anzahl habe ich vergessen, mehr als 20 Leute), bunt gemischt, doch nur noch 2 Geflüchtete sind dabei. Die anderen wohnen nicht mehr in der Nähe und die jungen geflüchteten Männer, die noch nah wohnen, sind nicht am Gartenprojekt interessiert.
    In 2020 haben sie viel gebaut und so die Infrastruktur verbessert. Die Absprachen mit der Stadt waren dabei nicht immer einfach, so hat das Kulturreferat ein Kompostklo empfohlen, das Baureferat hat nun bemängelt, dass es dieses Bauwerk dort gibt und ungeklärt ist, ob sie die Fäkalien vor Ort verrotten lassen dürfen.
    Es haben trotz Corona einige Veranstaltungen stattgefunden und sie haben sich wöchentlich treffen können.
    Eine tolle Entwicklung ist, dass die Gärtner*innen begonnen haben, den Ort auch dafür zu nutzen, Wissen (in Form von Workshops z.B.) weiterzugeben – und nich nur Katrin immer Angebote macht.
    Vielen geht es um die Gemeinschaft und die gemeinsame Zeit im Garten und nicht ums Gärtnern, um den Ort und diesen mitzugestalten.

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  • Heilkräutergarten

    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Khalaf“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) einen ganzen Gartenzyklus durchleben.

    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt .

    Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur Kräuterkunde und
    Austausch über alternative Heilungsmethoden war der Garten fast
    durchgängig von interessierten Frauen besucht.

    Seit November 2020 bieten wir zudem im selbstgestalteten Design
    Kräutertees zum Erwerb an. Für die beteiligten Frauen und auch geflüchteten
    Frauen in Unterkünften stehen die Kräutertees kostenlos zur Verfügung.
    Innerhalb eines laufenden Beratungsprojektes können sie sich vorab bei
    unserer Heilpraktikerin und Ärztin informieren und beraten lassen.

    Der Erlös der Tees soll in ein Projekt für geflüchtete Frauen* und Kinder
    fliessen, viel mehr geht es aber um das Verbreiten der Geschichten von den
    Frauen mit Fluchterfahrung durch beiliegende Flyer und durch das
    Weitererzählen und den solidarisches Aspekt, gemeinsam für einen guten
    Zweck etwas herzustellen und es öffentlich zu machen.

    Im Garten sollen nach einer kleiner Winterpause ab Februar 2021 wieder
    regelmäßig Workshops stattfinden. Er etabliert sich immer mehr zu einem Ort, an dem die Frauen zur Ruhe kommen, mithelfen und sich untereinander
    austauschen können.

    Unsere direkten Nachbarn auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.

    Der Bedarf an Heilkräutertees (Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel
    und Kamille) ist sehr hoch, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um im kommenden Frühling unsere Kräuter wieder biologisch und
    nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weiteres Material, um in
    gemeinsamen Aktionstagen, weitere Hochbeete aufzubauen.

     
    • Wie viele Frauen gärtnern inzwischen in dem Gartenprojekt?
    ca. 20 Frauen (von der kurdischen Community sind immer ca. 10 Frauen
    da, manchmal auch mehr und viele Kinder, dann noch ca. 10 Frauen aus
    dem Flamingo Kern plus an Projekttagen und Workshops und
    Beratungsangeboten immer so zwischen 2-6 Frauen.
    • Gibt es eine Kerngruppe?
    Ja, die Kerngartengruppe von Flamingo zu denen auch die kurdischen
    Community Frauen zählen, also ca. 15 Kernfrauen
     
    • Wie oft gärtnert ihr zusammen oder kommen Frauen auch „einfach
    so“?
    Die Kerngruppe ist vereinzelt oder in Gruppen mehrmals die Woche im
    Garten. An den Tagen können alle Interessierte auch kommen und
    mitmachen
    • Gärtnern alle Frauen mit oder machen manche auch „nur“ bei
    Workshops oder bei Verarbeitungsaktionen mit?
    Die ca. 20 Frauen Gärtnerei hauptsächlich und darüberhinaus gibt es die
    Frauen und Kinder die explizit bei Workshops mitmachen oder bei
    Aktionstagen kommen Frauen dazu
    • Wie habt ihr das Gärtner, die Beratungen und die Workshops unter
    Einhaltung der Corona-Regularien gestalten können?
    Da hatten wir Glück, weil wir den Frühling und Sommer in kleinen
    Gruppen (je nach Massnahme) mit genug Abstand und in der freien Luft
    arbeiten konnten. Die Workshops konnten auch unter Einhaltung der
    Hygienmassnahmen stattfinden. Und jetzt ist es etwas schwierig weil es
    sehr kalt ist, aber unser Bauwagen hat seit letztem Monat Solarpanele
    und eine Heizung. Donnerstags sind Beratungen dort und auch das geht
    trotz Coronamassnahmen mit Mundschutz und Händewaschen und
    disentfizieren. Im Garten selbst wird gerade nichts grosses gemacht bis
    Januar / Februar.
    • Wie viel Kräuter habt ihr in etwa geerntet und zu Tees und anderen
    Produkten verarbeitet?
    Wir haben nur Tees produziert. Von den Sorten ca. 2kg: Salbei und Minze.
    Von Kamille etwas weniger, da ist was schief gelaufen ;( bei der
    Bewässerung, aber wird im kommenden Jahr dafür richtig laufen. Von
    Thymian und Rosmarin haben wir nur einen Teil bis jetzt geerntet: jeweils
    ca. 1kg.• Wie viel davon verkauft ihr/wollt ihr verkaufen? Wie groß sind die
    bisherigen Einnahmen aus dem Verkauf der Tees?
    Wir haben einen grossen Teil für den Eigenbedarf für die beteiligten
    Frauen und den anderen Teil wollen wir verkaufen, das wird aber eher ein
    kleiner Teil sein. (in diesem Jahr).
    • Wie viele Hochbeete plant ihr (bitte schlüssle die Kosten dafür noch
    auf) und wer wird die wann bauen?
    26 Hochbeete ich schicke dir den Kostenvoranschlag von PG mit. Lisa
    von PG wird sie mit uns zusammen bauen, also als Workshop und
    Aktionstage für alle offen.

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  • Garten Teil eines neu entstehden Nachbarschaftszentrums in Berlin

    (alerts)
    […]
    Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des neuen Stadtteilzentrums soll auf den Angeboten des neuen Nachbarschaftstreffs in der Leonorenstraße Ecke Saarburger Straße liegen. Hierfür haben die Mitarbeiter*innen auch schon sehr viele Ideen. „Neben dem klassischen Nachbarschaftscafé wollen wir hier zum Beispiel auch einige Co-Working-Plätze in einer schönen Atmosphäre und mit freiem WLAN-Zugang anbieten“, erzählt Katja Krause vom Stadtteilzentrum Steglitz e.V., eine der Verantwortlichen für das neue Stadtteilzentrum und Ansprechpartnerin für den Standort Lankwitz. „Dieses Angebot würde nicht nur den Nachbar*innen, sondern auch den Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkunft zugutekommen. In der Unterkunft haben sie nur einen sehr eingeschränkten Internetzugang“.  

    Die Kooperation mit der Gemeinschaftsunterkunft wird als ein wichtiger Teil der Arbeit an diesem Standort gesehen und kommt jetzt schon zur Geltung. Eines der bereits laufenden Projekte basiert ebenfalls darauf. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Nachbarschaftsgarten, der auf dem Gelände der Unterkunft entstehen wird. Dabei werden 20 Hochbeete aufgestellt und bepflanzt. Das Besondere daran ist, dass jedes Hochbeet jeweils von einem Bewohner der Unterkunft und einem Anwohner aus der Nachbarschaft gemeinsam gepflegt wird. Die „Paten“ kümmern sich zusammen um Bepflanzung, Bewirtschaftung und auch um die Ernte. Ein Team aus Ehrenamtlichen koordiniert und berät die engagierten Gärtner*innen bei Bedarf.  […]
    https://www.stadtteilzentrum-steglitz.de/2020/09/neues-stadtteilzentrum-fuer-steglitz-zehlendorf/ (mehr …)

  • In Gelnhausen entsteht ein Interkultureller Garten

    (ANtworten)

    • Wem gehört die Fläche und was für eine vertragliche Regelung gibt es? Zahlen Sie Pacht?

    Das Gelände Altenhaßlauer Straße 13,15 und 17 gehört aktuell einem „Gelnhäuser“, der in Asien für einen großen Konzern tätig ist. Als wir 2016 erstmals in Kontakt kamen, vermietete er im Wohnhaus AH 13 eine Wohnung an eine geflüchtete syrische Familie, die bei uns im Verein aktiv ist.
    Hier schloss er einen auf ein Jahr befristeten Mietvertrag und äußerte, das gesamte Grundstück perspektivisch „zu einem Luxusobjekt“ entwickeln zu wollen.
     (Damals war in Gelnhausen in der Südstadt eine große Liegenschaft, ein ehemaliges Kaufhaus, an einen externen Investor gegangen, der ein Outlet-Center in Innenstadtlage realisieren wollte, was kurzfristig eine Art Goldgräberstimmung auslöste, inzwischen nur eine Episode in der Stadtgeschichte) Im folgenden Jahr erwarb der Besitzer auch das Nachbargrundstück, eine historische Gummifabrik mit einigen alten Produktions- und Bürogebäuden sowie einem Wohnhaus, AH 17. Wir als junger Verein in der Flüchtlingshilfe hatten Fördermittel aus einem Landesprogramm des Landes Hessen zur Verfügung und konnten auf dem Gelände ein kleines Büro mit Lager für Sachspenden und Werkzeug anmieten. 

    Wir bauten gemeinsam mit weiteren geflüchteten Familien Wohnraum aus und entwickelten uns als Verein weiter. Unsere Angebote waren v.a. ein offener Treff am Sonntag, Sozialberatung und Begleitung von Geflüchteten bei Terminen bei Ärzten, Ämtern etc. 

    Alle Vereinsaktivitäten werden von Ehrenamtlichen getragen, die teilweise Deutsche, teilweise Deutsche mit Migrationshintergrund und teilweise Geflüchtete aus Syrien und dem Irak sind. Es gibt  nach wie vor keine Hauptamtlichen im Verein.

    Das Gelände AH 13-17 ist inzwischen in vielfältigen Mietverträgen „ausvermietet“. Es leben hier 21 Personen mit Fluchtgeschichte, es arbeiten ein bosnischer Hausmeisterservice, ein deutscher Autoschrauber, ein Zulassungsservice und ein türkischer Reifenservice.
    Neben unserem Vereinsbüro hat sich der örtliche Dartclub eingemietet.
    Es scheint nicht so, als wolle der Besitzer an diesem Zustand etwas ändern. Er ist nur sporadisch einmal in Europa, kauft Immobilien in der historischen Altstadt und vermietet diese weiter.
    In 2017 ließ er den alten, verwilderten Garten der Hausnummer 13 „abschieben“, wollte hier Parkflächen vermieten. Alle Bäume auf dem Gelände wollte er fällen lassen, u.a. einen riesigen Nußbaum, der an der Altenhaßlauer Straße steht  und den Eindruck des gesamten Geländes prägt. 

    Hier intervenierten die direkten Nachbarn zu beiden Seiten, die Stadtverordnetenversammlung und auch die untere Wasserschutzbehörde.

    Auch ich (Daniela Bauer, 2. Vorsitzende) war ziemlich erschüttert und ergriff bei einem Besuch des Besitzers die Gelegenheit, für den Erhalt der Bäume und gegen die weitere Bodenversiegelung zu plädieren. Ziemlich spontan im Gespräch bot mir der Besitzer an, den Garten als Vereinsgelände anzumieten, was ich noch im Gespräch annahm, ohne genau zu wissen, was wir mit dem Gelände machen würden.
    Es existiert also ein Mietvertrag mit monatlicher Miete von 64,-€.

    • Ich habe noch nicht ganz verstanden, ob es den Garten schon gibt und gegärtnert wurde (wie auf Seite 1 kurz beschrieben) oder der Garten/die Gestaltung des Geländes noch in Planung sind (Seite 2 „naturnaher Raum soll geschaffen werden“. Fanden die gärtnerischen Versuche und Aktivitäten bisher auf einem anderen Gelände statt
      „Gärtnerische Versuche“ trifft es ziemlich genau. Es waren vor allem einige syische Geflüchtete , die 2018 Gurken und Chillies anbauten.
      Deutschen Vereinsmitgliedern ging es vor allem darum, Tomaten zu ernten. Es wurden Pflanztaschen verwendet, halbhohe Beete aus Restmaterialien gebaut und mehr oder weniger konsequent gegärtnert, mit sehr bescheidenem Erfolg. 
      Daneben war das Gärtnern neben den Konflikten, die zu bewältigen waren, fast schon in den Hintergrund geraten. Den deutschen Nachbarn war alles viel zu unordentlich, der Hausmeisterservice brachte zwar netterweise Mutterboden mit, lagerte aber auch alle möglichen alten Steine, Rohre…. auf dem Gartengelände („Holen wir wieder ab, kein Problem“.)Die Kunden der Autowerkstatt fuhren durch das Gartengelände zur Werkstatt, da ihnen die offizielle Zufahrt zu unübersichtlich war. Es wurde massiv gedealt und zu diesem Zweck der Fußweg durch das Gartengelände zum Fluß genommen. Eine kleine, aber sehr hartnäckige Gruppe türkischer Jugendlicher fuhr immer mit SpaßMotorBikes durch den Garten.
      Alle diese Umstände führten zu der Entscheidung, in 2019 Spendenmittel zur Errichtung eines Holzplankenzauns zu verwenden. Dies wurde im Jahr 2019 umgesetzt. 
    •  
    • Wie offen ist die Fläche? Gibt es einen Zaun etc.?
      Dieser Zaun ist zur Autowerkstatt hin geschlossen, was den Durchgangsverkehr durch den Garten beendet hat. Zum Fluß hin ist der Garten durch einen Zaun und ein kleines unscheinbares, nie verschlossenes Gartentürchen im Zaun geöffnet, was den direkten Anliegern gut bekannt ist aber von der Straße her nicht sofort für Fremde als Zugang zum Flußufer zu erkennen ist. Die Dealerei hält sich seitdem in Grenzen.
      Zur vorderen, zur Altenhaßlauer Straße hin gelegenen Seite hin ist der Zaun halb offen, man kann durch einen ca. 2,5 m breiten Durchgang einfach „hineinspazieren“, wenn man möchte.
    • Wie groß ist die Gruppe und wie setzt sie sich zusammen?
    • Im Jahr 2019 wurde der Zaun  vom „Bauteam“ gebaut, das sich häufig am Samstag traf und einige Stunden werkelte und sporadisch mal grillte o.ä. Der „Kern“ hier besteht aus M, 48 m, deutsch, D., 54 w, deutsch, E., 47m, syrisch, B. 48m,,deutsch. Gelegentlich kamen andere Freiwillige dazu, die meist jünger sind und aus vorwiegend aus den Reihen der Geflüchteten in Gelnhausen kommen. Gegärtnert wurde vorwiegend von einigen syrischen Familien und Alleinstehenden und wenigen Deutschen.
      In einer Gruppe von wechselnden 8-10 Personen, die Interesse hatten, im Garten etwas zu machen, waren die Konflikte zahlreich.
      Sehr, sehr zugespitzt: Die Deutschen wollten nach intensiver Recherche  kleinteilig,  ökologisch gärtnern, die syrischen Männer wollten den ganzen Garten mit dem Traktor bearbeiten, alle Insekten mit Insektiziden töten, den Boden dämpfen und dann mit Harnstoff aufdüngen. Kurdische oder afrikanische Freunde, die wir fragten, ob sie mitmachen wollten, gingen auf Abstand, sie hatten das Gefühl, der Verein wolle sie ausbeuten. Und überhaupt: Gemüse ziehen ist was für ganz arme ungebildete Menschen vom Dorf, warum wollt Ihr hier in Europa so ein Elend reproduzieren? Syrische Frauen wollten in einer wahrscheinlich von Zauberhand geschaffenen grünen Oase nur in Ruhe sitzen, plaudern und die kleinen Kinder spielen lassen…
      Von Seiten des Vereinsvorstandes hielt sich die Freude am Gartengelände in engen Grenzen, man hatte das Gefühl „es geht nichts voran“, „keiner hat den Hut auf“, „die Nachbarn beschweren sich schon wieder….“. 
      Alles Restmaterial und alle Sachspenden waren verbaut und die Winterpause kam.
      Entstanden waren der Zaun, ein halbmondförmiges Trockenmäuerchen mit Kräuterbepflanzung und einem Feigensteckling im vorderen Bereich, hier auch ein halbhohes Beet, in dem Salate und Palmkohl den Winter überdauerten. In der Mitte einige Niederbeete aus Restholz. 
      Im Winter wurde die Frage: Garten weiter oder nicht und wenn ja, wie um Gottes Willen, in Vorstand und Bauteam diskutiert. Es wurde deutlich, dass die Kernfrage war, wie lange der Zeithorizont aller Beteiligten war. Welche Wünsche finanziell realisierbar schienen, war wichtig und auch, was jeder und jede vermisste an Natur aus der Heimat. (Fuul, Mlouchia, Spargel, Kirschen…. gestreifte Auberginen, Weinblätter, das Geräusch der Bewässerungsanlagen in der Nacht, Morgentau, trockene Sommerhitze) Als Arbeits-These sozusagen wurde beschlossen, dass ein Garten entstehen soll, in dem man verweilen kann, in dem Menschen zusammen sitzen und sprechen können, der für viele offen ist aber auch geschützt. Die Arbeit sollte bewältigbar sein und in einer vertretbaren Relation zum Ertrag stehen. Sichtbare und eßbare Erfolge sind wichtig. Ein erster schriftlicher /zeichnerischer Gartenplan mit Sitzplatz etc entstand.
      Ab Februar wurde die Coronakrise spürbar und als drängendes Thema diskutiert. Alle Vereinsangebote wurden eingestellt, der Standort in der Flüchtlingsunterkunft war von März an geschlossen und darf voraussichtlich erst ab 15.10. wieder genutzt werden. 
    • Wir beschlossen, im Sinne von „Virengemeinschaften“ zu denken und hielten einen Notbetrieb im Verein aufrecht, zwei Personen, die auch am Bauteam beteiligt sind, aber ansonsten vorwiegend als Tandem aus Sozialberaterin und Dolmetscher Arzttermine begleiten. Hier gab es telefonische Unterstützung für Geflüchtete und ihre Familien in medizinischen Notfällen und beim Homescooling, was stark genutzt wurde. (Andere Ehrenamtliche im Verein bildeten mobil später für andere Aktivitäten wie Familienbegleitung eigene Notfall- „Virengemeinschaften“, es gab keinen Austausch zwischen diesen verschiedenen Gruppen)
      „Nebenbei“ wurden das Lager/die Werkstatt aufgeräumt und über einer alten Tischtennisplatte Beleuchtungs Module aus noch vorhandenen Neonröhren zusammengebaut. Ab Mitte März wurden hier viele Jungpflanzen angezogen, die bei allen – wenigen- Besuchern, die es während der Corona-Krise noch gab, für Fragen, Anregung und  – dem Wunsch nach Beteiligung sorgten. Auch sah der Garten schon eher nach Garten aus mit den Strukturen, die im Vorjahr geschaffen wurden, es gab mit dem erarbeiteten Gartenplan eine Richtschnur, an der wir uns entlanghangeln konnten, so dass wir mit der Aussaat von dicken Bohnen ziemlich früh in die Gartensaison 2020 starteten. Die  Kerngruppe „Bauteam“ traf sich sehr regelmäßig jeden Samstag, um mit viel Abstand zu werkeln und zu gärtnern. Es kamen immer wieder Personen, die fragten, ob sie mitmachen könnten, was aber aufgrund der Corona-Restriktionen nicht realisierbar war.
      Die Angehörigen aus den Haushalten der
      Virengemeinschaft“ Bauteam halfen immer wieder im Garten mit und es entstand ein vielfältig bepflanzter Sommergarten. Es wurde ein Sitzplatz aus Sperrmüll und L-Steinen provisorisch geschaffen, der mit einem Sonnensegel beschattet ist. Für die Kleinkinder wurde eine Sandmuschel aufgestellt. Weiterhin wurde aus Restmaterialien unserer Hausmeister-Nachbarn und aus zwei alten Betten zwei Gurkenbeete mit Ranknetz gebaut, aus alten Rasengittersteinen ein Niederbeet, aus billigem Fichtenholz Kartoffelpyramiden.  Gespendete Baumarkthochbeete wurden als Abgrenzung des Sitzplatzes aufgebaut und mit einem Rankgitter aus gefundenem Platanenschnittgut „gepimpt“. Zur Konfliktbegrenzung hat sich die Gruppe darauf geeinigt, dass jeder für einige Kulturen den „Hut aufhat“ und bestimmt, was wann gemacht wird und was nicht.  Die Durchführung ist aber in allen möglichen Zusammensetzungen gelaufen, häufig mit allen gemeinsam. (z.B. bestimmt E., was im Bereich Zucchini, Kürbis, Melonen, Gurken, Okra, Tabak läuft, M. ist „Chef“ der „Abteilung“ Physalis, Wein und Rosmarin. ) Auf diese Weise konnten recht gute Anbauerfolge erzielt werden. 

      Ab Ende der Sommerferien konnte der allgemeine Vereinsbetrieb wieder aufgenommen werden und der Sitzplatz im Garten war ein wichtiger Treffpunkt für Teamsitzungen, Hausaufgabenhilfe, Familiengespräche und vieles mehr. Wir erlebten, wie positiv sich viele Gespräche hier entwickelten und wie viele Familien den Wunsch äußerten, „nächstes Jahr“ auch mitzumachen.
      Auf diesem Hintergrund ist der vorliegende Antrag auf Fördermittel entstanden, aus dem Wunsch heraus, ein „offizieller“ interkultureller Garten zu werden.

    • , Wer würde die Gärtner*innen zu Artenschutzthemen anleiten und ist das ein Wunsch der Gruppe?
      Vermutlich würden wir hier Kontakt zum NABU aufnehmen, damit es je nach Corona- Lage ein angemessenes Angebot gibt. Es gibt hier Ansprechpartner, die uns bekannt sind. Außerdem möchten wir andere Gärten/Projekte besuchen, um zu schauen, wie dort gegärtnert wird.
      Wie ist die Organisation und die Kommunikation des Gartens? Wer entscheidet wie? Das Kernteam oder das Gärtnerteam? Ist das Konzept, dass die geplanten Hochbeete individuell/von Gruppen gegärtnert werden, ein Wunsch der Gruppe? 
      Das scheint die interessanteste Frage überhaupt zu sein.Sie wissen sicher aus ihrer Projektberatung, welche Stolpersteine und Sollbruchstellen hier auf uns warten und wir sind dankbar für Tipps, wie man sich hier sinnvoll strukturell aufstellen kann…

      Wie beschrieben, denken wir, dass das etablierte Bauteam sich weiter so „durchwerkeln“ wird und sozusagen den Rahmen bildet, in dem sich die Familien bzw Gruppen, die neu dazukommen werden, einfinden können, jeweils mit einem Hochbeet zur eigenen Gestaltung. Es soll Mittwochs „Gartentag“ sein, bei dem immer Ansprechpartner aus dem Bauteam vor Ort sind und die „Neuen“ begleiten können. Vermutlich wird es auch hier viel Gesprächsbedarf geben, aber wir hoffen, dass nicht grundsätzlich die gesamte Gartenorganisation/alles immer wieder von Neuem diskutiert werden muss. .

    •  
    • Sie schreiben, dass es um das Aufstellen und Herrichten der Hochbeete gehen soll. Wer wird diese denn bauen? Wie groß sollen die Hochbeete werden? Bitte schlüsseln Sie die Kosten dafür noch ein wenig auf.
      Wie beschrieben, werkelt das Bauteam kontinuierlich mit dem jeweils vorhandenen Material. Ich hänge eine Kalkulation für die Hochbeete an, die von B. aus dem Bauteam erstellt wurde. Die Größe beträgt 2mx1mx60-80cm, „muss man sich dann beim ersten Beet mal anschauen, was am sinnvollsten ist, gewünschte Arbeitshöhe vs. Materialverbrauch“.
      Ich favorisiere die Idee, dass das Bauteam Beet Nr. 1 zusammen baut und dann einen „Aktionstag“ organisiert, bei dem alle Interessenten für die nächste Gartensaison unter Anleitung gemeinsam „ihre“ Beete zu erstellen. 
       
    • Wozu werden die 30m³ Kompost gebraucht und sind die Kosten in dem Finanzierungsplan inklusive Transport? Wie hoch sind die Transportkosten? Sind Sie hierzu in Kontakt mit der Stadt (könnte diese Ihnen Kompost zur Verfügung stellen?)
      Die Stadt Gelnhausen gibt die eingesammelten Grünabfälle zur Firma Veolia in Gründau, die dort ein Kompostwerk betreibt. Es ist nicht möglich, dass die Kommune uns Kompost zur Verfügung stellt. Allerdings liegt in nur ca. 1 km Entfernung von unserem Garten die private große Kompostierungsanlage „Bayha“ auf dem Boden der Nachbargemeinde Altenhaßlau, die sehr gute Erden herstellt. Das preiswerteste Produkt ist der Kompost mit 20-€/m³ bei Selbstabholung. Wir haben in 2020 Tonnen und „Speiskübel“ benutzt, um in PKW-Kombis den Kompost zum Garten zu bringen. Das ist zwar viel händische Arbeit, war aber die Mühe wert, da die mit Kompostauflagen versehenen Flächen gute Erträge brachten. (probeweise auf ca. 20 qm aufgebracht, mit Mlouchia =Gemüsepappel eingesät in 7/20).
      Es fallen also keine Transportkosten an, der Kompost wird nach Bedarf geholt. Wir planen, den Kompost bei der Befüllung der Hochbeete, in den Pflanzgruben für die Bäume, Sträucher und Beeren und auf der Beetfläche für Dauerkulturen im vorderen Bereich zu verwenden. Auch die Pflanztaschen etc. werden sicher wieder Verwendung finden, diesmal mit geeeigneterem Substrat. In 2020 ist auch erstmals soviel organische Masse angefallen, dass der Kompost, der im Garten kontinuierlich entstehen wird, dann dauerhaft genutzt werden kann.
    • Wie tief ist denn die aufgebrachte Oberfläche auf dem ehemaligen Parkplatz? Reicht das, damit die Bäume dort tief wurzeln können? Wer erntet die Früchte? Nach unserer Erfahrung mit dem Boden, den wir haben, müssen wir mit der Spitzhacke arbeiten, großzügige Pflanzlöcher ausheben und mit Kompost angereichertem Substrat verfüllen, damit die Bäume eine Chance haben. Wobei der Boden zwar verdichtet ist, aber nicht grundsätzlich schlecht in der Tiefe oder von der Zusammensetzung hier. Schließlich bestand hier jahrzehntelang ein Garten, bevor die „Minibagger“-Aktion des Besitzers hier stattfand.
      Die Früchte werden wahrscheinlich von den Kindern, die jetzt hier ihre ersten Erdbeerpflanzen angebaut und Brombeeren und Tomaten geerntet haben, in einigen Jahren geerntet werden, wenn sie ältere Jugendliche sind ;-)), und „Inschaallah“ auch von den Erwachsenen, die den Garten zum Laufen brachten und weiterhin bringen.
    • Wer würde Pergola, Outdoorküche, Sitzecke, Bänke bauen (und wann würde das stattfinden?)
      Das Bauteam ist stabil und immer, wenn gebaut wird, bieten sich auch jüngere Menschen zum Helfen an. Die Projekte werden gestartet, wenn die Witterung passt und Material/Geld da ist, da bin ich ganz zuversichtlich, dass das so weiterhin klappt.
      Je nach dem, wie sehr uns die Corona-Pandemie erwischt, mit häuslicher Quarantäne, Erkrankungen oder Tätigkeitsverboten für den Verein, werden sich diese Aktivitäten kürzer oder länger hinziehen. Sicher mindestens die kommende Saison 21 hindurch, wenn es blöd läuft, auch länger.

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  • Gemeinschaftsgarten in Tübingen: Kooperation von Obst- und Gartenbauverein und Stadtteiltreff

    (ANtworten/Antrag)

    • Wie groß ist die Fläche des Gemeinschaftsgartens und wem gehört sie?

    Die Gartenfläche beträgt 1195qm, wie in der Garteninformation bereits angegeben. Der Garten gehört dem Obst- und Gartenbauverein Tübingen e.V., der im vergangenen Jahr auf den Stadtteiltreff Wanne e.V. zugekommen ist mit der Frage, ob der Stadtteiltreff Wanne an der Bewirtschaftung und Pflege des „Lehrgartens des OGVs“ interessiert sei. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Gartens habenTeilnehmerInnen des Stadtteiltreffs zugestimmt, den Garten zur Bewirtschaftung und Pflege zu nutzen. Mit eine Rolle hat die Tatsache gespielt, dass in unserem Stadtviertel mehrere Unterkünfte für Geflüchtete errichtet worden sind und wir hier die Möglichkeit sahen,  über das Gärtnern Kontakt zu Geflüchteten zu bekommen und deren Inklusion im Stadtteil zu fördern. Ein Geflüchteter aus Afrika ist seither aktiver Teilnehmer. Weitere Geflüchtete aus Syrien haben Kontakt mit uns aufgenommen und sind an einer Zusammenarbeit im Gemeinschaftsgarten interessiert.

    Wie ist die vertragliche Regelung für die Fläche? Muss Pacht gezahlt werden? Gibt es eine Nutzungsbefristung?

    Es gibt von der Mitgliederversammlung des OGV Tübingen den Beschluss, den Lehrgarten dem Stadtteiltreff Wanne zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen.  Auflagen,bis auf die Ausgabe von Schlüsseln zum Zuganng des Gartens (Mitgliedschaft im OGV) wurden nicht erteilt. Es fällt keine Pacht an und die Nutzung wurde nicht befristet.

    Ich erlaube mir anzumerken, dass der OGV dankbar dafür war, dass er einen Partner gefunden hat, der die Arbeit, die dieser Garten verursacht, von GartenfreundInnnen übernommen wurde, da die Mitglieder des OGV angesichts der demographischen Entwicklung mit der Bewältigung der Pflege der eigenen Grundstücke voll ausgelastet sind. 

    • Wie ist die Fläche beschaffen und was war vorher auf der Fläche?

    Es handelt sich um ein Hanggrundstück. Darauf befinden sich ca. 12 Obstbäume (vorwiegend Apfel-, aber auch Mirabellen- und Zwetschgenbäume, Kirschbäume) und einige Beerensträucher, die gepflegt und/oder ersetzt werden müssen. Desweiteren etwas Spalierobst. Die Magerwiese ist überdüngt, da die Mahd nicht abgeräumt wurde. Wir haben vergangenes Jahr begonnen, die Wiese mit der Sense zu mähen und haben Heu produziert und die Mahd zum Mulchen eingesetzt.

    • Wie groß ist die Gruppe der Gärtner*innen und wie setzt sich diese Gruppe zusammen?

    Die Gruppe der GärtnerInnen umfasst 10 Aktive. Bis auf Australien sind alle Kontinente vertreten. Es sind 2 Familien mit kleinen Kindern, 2 Alleinerziehende mit einem Kind, ein Inder mir Kind, ein Mexikaner mit Partnerin, ein geflüchteter aus Afrika und 3 RenterInnen aus der Tübinger Nordstadt, darunter ich selbst.

    • Woher haben die Gärtner*innen von dem Gemeinschaftsgarten erfahren und wie können weitere Interessierte mitmachen?

    Über den Stadtteiltreff Wanne erfahren die AnwohnerInnen über das Gemeinschaftsgartenprojekt. Ebenso werden Geflüchtete in unserem Stadtteil über die für diese Aufgabe verantwortliche städtische Beauftragte über die Möglichkeit des Engagements in unserem Garten informiert.

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele weitere Beete gibt es ggf?

    Letztes Jahr haben wir zwei Hochbeete von „Geflüchteten am Werk“ gekauft. Ein Mauerhochbeet  haben wir im Frühjahr selbst errichtet. Ein erneuerungsbedürftiges Hochbeet haben wir vorgefunden. Momentan errichten wir ein Palettenhochbeet. Insgesamt wollen wir sechs Hochbeete bauen, um die Bepflanzungen von Jahr zu Jahr von einem zum anderen Hochbeet entsprechend der Fruchtfolge bewirtschaften zu können.

    • Gärtnert die Gruppe gemeinschaftlich oder gibt es (auch) individuelle Beete/Flächen?

    Dieses Jahr war es uns Corona-bedingt verwehrt, gemeinschaftliche Aktionen durchzuführen. Alle TeilnehmerInnen haben mal das eine oder andere in den Hochbeeten gepflanzt oder gesät. Dies soll im nächsten Jahr wieder anders werden, wie wir am vergangenen Samstag bei einem gemeinschaftlichen Gang durch den Garten besprochen und protokolliert haben. Individuelle Beete/Flächen sind nicht vorgesehen. Entsprechende Anfragen  von InteressentInnen hinsichtlich einer individuellen Bewirtschaftung haben wir negativ bescheidet. Das gemeinschaftliche Bepflanzen und ebenso das Ernten sind das gemeinsame Ziel. Das hat dieses Jahr auch ohne Ernteregelung unstrittig funktioniert.

    • Gibt es auch Sitzmöglichkeiten/einen Aufenthaltsplatz/einen Grillplatz oder ähnliches?

    Es gibt eine Hütte mit Stromanschluss, Gartentisch und – bänke. Wir haben eine Grillschale, die wir nach getaner Arbeit letztes wie auch dieses Jahr zweimal in Gebrauch genommen habe. In der Hütte gibt es Geschirr und Besteck.

    Woher kommt das Wasser?

    Wir sammeln Wasser von der Dachfläche der Hütte. Bisher nur eine Dachhälftel effektiv in eine 1000 liter Wassertonne. Das Regenwasser der anderen Dachfläche leiten wir bisher provisorich in 2 größere Bottiche ab. Aufgrund der Regenknappheit war das Regenwassersammeln für die Bewässerung der Hochbeete nicht ausreichend. Deshalb soll die zweite Dachhälfte noch an die Wassertonne angeschlossen werden.

    Über das Nachbargrundstück haben wir aber einen Wasseranschluss, der mit einem Wasserzähler versehen ist, so dass wir ggf. darauf zurückgreifen können. Dieser Jahr mussten wir bereits ca. 7 Kubikmeter Wasser abzapfen. Der Anschluss der zweiten Dachhäfte könnte bei ausreichender???? Regenmenge, die Bewässerung weitestgehend sicherstellen.

    • Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie kommen die Gärtner*innen dort dann jederzeit ran?

    Es gibt einen kleinen Geschirrschuppen, indem sich die Gartengeräte befinden. In der Gartenhütte sind zwei abschließbare Abstellkammern, in der sich weitere Gartengeräte befinden. Wir haben die Regelung aus versicherungstechnischen Gründen und entsprechend der Satzung des OGV getroffen, dass alle GemeinschaftsgärtnerInnen, die dem OGV beitreten, einen Schlüssel für den Garten und die Hütte bekommen. Von den  aktiven GemeinschaftsgärtnerInnen haben bisher 8 Schlüsselgewalt, um Zugang zum Gartengrundstück und damit auch zu den Gerätschaften zu bekommen.


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  • IG Stralsund nutzen Kinder und syrische Frauen

    (Mail)
    er wird vor allem vom Kinder- und Jugendtreff für ein Kinderprojekt genutzt, sowie von unserem

    Projekt „Mütter Hand in Hand“ (im Moment nur syrische Frauen, angedacht war/ist ein interkultureller

    Müttertreff). Bei den Arbeitseinsätzen hatten wir Hilfe auch von AnwohnerInnen, sowohl deutschen als auch

    welche mit Migrationshintergrund (mehr …)

  • IG Schleswig gibt es nicht mehr

    (Mail)

    den Garten gibt nicht mehr. Damals haben wir den Garten als ein Projekt für Flüchtlinge gemietet, die selten etwas dort gemacht haben, deshalb haben wir das Projekt beendet und unsere Mitgliedschaft an der Garten Verein mit dem  Gartensmietvertrag gekündigt.


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  • neuer IG entsteht in HH

    (Mail)
    Unser Büro hat in Hamburg im Auftrag des Bezirksamts Hamburg-Nord das Quartiersmanagement am Ohkamp (Fuhlsbüttel Nord) übernommen. Dieses wurde im Zusammenhang mit der Entstehung einer Unterkunft für Geflüchtete eingerichtet. Ziel ist die Unterstützung der Integration der Geflüchteten in die Nachbarschaft.

    Ein Projektwunsch der aus der Bewohnerschaft der Unterkunft und aus der Nachbarschaft an uns herangetragen wurde ist die Umsetzung eines „Gartens für Alle“. Hierfür haben wir nun zwei Parzellen in einem Kleingartenverein gepachtet.

    Es hat sich bereits eine Gruppe von Interessierten aus Bewohner*innen der Unterkunft, aus der Nachbarschaft und dem NABU (Kindergruppe mit Kinder aus der Unterkunft) gebildet, die sich dort einbringen möchten. Unterstützen bei der Umsetzung wird uns Rico Horn, ein Permakultur-Experte. 


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  • IG Potsdam bedroht

    (telefon)
    der Integrations- und Schulgarten Potsdam/Schlaatz ist bedroht. Auf der Fläche soll eine zweigeschossige Sporthalle gebaut werden. Sie waren beim Planungsverfahren zwar auch mal eingeladen, doch nun soll der Garten wohl doch „verrutscht“ werden. Doch dann würden andere Projekte vom Garten verdrängt werden. Sie überlegen, wie sie sich nun wehren werden.

    Zudem ist inziwschen eine ganz andere „Klientel“ im Garten. Eher Menschen aus Afgahnistan, Syrien und Menschen, die über eine Kooperation mit „Hand in Hand“ (Flüchtlingshilfe) kommen. Viele der bisherigen Gärtner*innen sind inzwischen zu alt. Die russisch-stämmigen Gärtner*innen hatten sehr viel Zeug in den Garten geschleppt, sie haben mit 3 Containern noch nicht alles weg schaffen können. Sie wollen den Garten neu strukturieren, plastikfrei bekommen und haben auch die Küche neu eingerichtet. Carla (seit 2 Jahren in Rente) meint, der Garten ist auf einem guten Weg. (mehr …)

  • Brandanschlag auf IG Prohlis, Dresden

    (alerts)

    Brandanschläge, Nazi-CD, Patrone: Widerliche Angriffe auf Gemeinschaftsgarten Prohlis

    Von Eric Hofmann

    Dresden – Seit drei Jahren engagiert sich der Gemeinschaftsgarten Prohlis dafür, dass sich die Anwohner des Stadtteils näher kommen: Rund 80 Prohliser vom Kind bis zum Rentner (84), egal welcher Herkunft, gärtnern hier zusammen.

    Der rechten Szene ist das ein Dorn im Auge, immer wieder kommt es zu Bedrohungen. Diese erreichten jetzt eine neue Stufe Ausgerechnet ein Kind musste es finden: „Es lag eine Patrone im Garten“, sagt Heike Löffler (62), Projektleiterin des interkulturellen Gartens. 

    „Es brachte sie zu den Eltern. Das Projektil war schwarz-weiß-rot ummantelt und hatte eine Beschriftung.“ 

    Nun liegt das Geschoss bei der Polizei, diese hat die Ermittlungen aufgenommen. „Es kommt immer wieder zu Angriffen auf den Garten“, sagt Löffler mitgenommen. 

    „Zweimal dieses Jahr wurde unser Aushang schon angezündet, einmal fanden wir eine Stahlgewitter-CD im Garten, Aufkleber, Schmierereien sind auch nichts Neues für uns. Einmal steckte ein antisemitisches Pamphlet im Briefkasten. Dass mit der Patrone ist aber eine neue Qualität!“ 

    Um was für ein Geschoss es sich dabei handelt, wird nun im Labor der Polizei geprüft. 

    Unterkriegen lassen, wollen sich die Gartenfreunde aber nicht, starten am Samstag um 19 Uhr im Rahmen des Prohliser Theatersommers ein Gartenkonzert, Sonntag gibt es 15.30 Uhr dann Figurentheater. 

    https://www.tag24.de/dresden/crime/widerliche-angriffe-auf-gemeinschaftsgarten-prohlis-1575369

    (Mail)
    wir veröffentlichen, es handelt sich ja genau genommen um eine Vielzahl von Vorfällen mit rassistischem, kriminellen Hintergrund, Bedrohungen usw.

    Natürlich hatten wir auch schon mal Anzeige erstattet. Aber jetzt werden diese Sachen hoffentlich im Zusammenhang gesehen als eine Vielzahl von immer wieder kehrenden verschiedenen, auch subtilen, feigen Bedrohungen gegen unser Projekt.

    Wir machen weiter. Es lohnt sich doch, alle bei uns Engagierten lieben den Garten sehr, schätzen ihn. Er ist ein wichtiger Ort geworden, gerade am Wochenende hatten wir den Theatersommer im Garten mit 2 Veranstaltungen (Konzert Weltmusik und Figurentheater) mit ca. 90 BesucherInnen – es war wunderschön für alle – und störungsfrei.

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  • IG in Amberg wird gefördert

    (alerts)
    Die Integration von Flüchtlingen kann ohne ehrenamtliches Engagement kaum gelingen. Mit seinem seit 2017 bestehenden Angebot will der Malteser-Hilfsdienst seinen Beitrag dazu leisten, dass das auch in Amberg funktioniert. Vor einem Jahr startete Ehrenamtskoordinatorin Astrid Knab hinter dem Fitness-Center des TV 1861 Amberg am Schanzl mit dem interkulturellen Garten, in dem zum Auftakt Perser den Beginn des Jahres 2631 ihrer Zeitrechnung feierten. Im Sommer 2019 folgte das erste Amberger Zuckerfest. Dabei ging es im Ramadan um das gemeinsame Fastenbrechen. Knab erinnert sich: „Bis in den Abend hinein saßen alle noch gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot und bei Lagerfeuermusik zusammen.“

    Knapp 30 000 Euro
    Damit es Begegnungen wie diese auch weiterhin geben kann, sind die Malteser, die für die Kosten aufkommen, die trotz des ehrenamtlichen Engagements entstehen, auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Für das Projekt, das in die bundesweite Initiative „Hand in Hand“ des Hilfsdienstes eingebettet ist, hatte die Organisation einen Förderantrag gestellt. Nun hat die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU), dem CSU-Bundestagsabgeordneten Alois Karl mitgeteilt, dass das Projekt in Amberg mit knapp 30 000 Euro für die Jahre 2020 und 2021 unterstützt wird.
    Rund 50 FlüchtlingeSehr zur Freude von Gregor Schaaf-Schuchardt, dem Diözesangeschäftsführer des Malteser-Hilfsdiensts in Regensburg. Das Geld, so teilt er in einer Presse-Info mit, erleichtere die Finanzierung einer Halbtagsstelle, um die Freiwilligenarbeit in Amberg zu koordinieren. Damit ist die Zukunft des interkulturellen Gartens laut Astrid Knab vorerst gesichert. Seit 2017 versucht sie mit etwa 30 Freiwilligen, rund 50 Flüchtlingen das Ankommen und Einleben in der deutschen Gesellschaft zu erleichtern. Zwar hat die Corona-Pandemie auch den interkultureller Garten ausgebremst (Knab: „Heuer ist noch nichts geschehen“), aber sobald sich die Lage bessert, sollen begonnene und angedachte Vorhaben wieder aufgenommen werden. Für Knab ist das ein Muss, denn oft säßen Flüchtlinge in ihren Unterkünften aufeinander und hätten kaum eine Möglichkeit, sich sinnvoll in freier Natur zu betätigen. In dem Garten sind auch ein Kunst- und Kochtreff sowie ein Begegnungs-Café untergebracht.

    Derzeit Zwangspause
    Ins Wasser fallen müssen laut Knab vorläufig Aktivitäten der Tanzgruppe und große Teile des Sommerprogramms, wie eine Kleidertauschbörse und ein interreligiöses Fest. Aber aufgeschoben sei nicht aufgehoben. Zumal nun die Finanzierung zumindest für zwei Jahre gesichert ist.

    https://www.onetz.de/oberpfalz/amberg/interkultureller-garten-amberg-zukunft-gesichert-id3030171.html


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  • In Bingenheim entsteht ein Gemeinschaftsgarten

    (Antrag/Antworten)

    Unser Ziel ist es einen Gemeinschaftsgarten zu gründen. In welchem unsere Zielgruppe (junge
    Familien mit Kindern, Geflüchtete, Menschen mit geistiger Behinderung und Senioren)
    zusammenkommen um gemeinsam ökologisch zu gärtnern, voneinander zu lernen und um einen
    Ort des Gemeinschaffens zu etablieren.
    Inhalt
    Für das Jahr 2020 und auch in den folgenden Jahren haben wir eine zentral im Dorf gelegene
    Ackerfläche von 550 m2 Größe zur Pacht überlassen bekommen. Hier wollen wir gemeinsam
    aussäen, pflegen, ernten und eine schöne Ecke zum gemeinsamen Verweilen und Begegnen
    schaffen.
    Maßnahmen
    Die zu schaffende Wiese mit Feuer und Kompostplatz sowie die Kräuter und Blumenbeete wollen
    wir gemeinsam anlegen, nutzen und pflegen. Jede/r Interessierte/r soll darüber hinaus eine kleine
    Parzelle (15-30m2) mit Gemüse bestellen und pflegen können.
    Wir wollen als weitere Maßnahme verschiedene interaktiv gestaltete Workshops im Garten
    anbieten z.B zu dem Thema Mulchen im Gemüsebeet, Gärtnern mit Kindern.
    Eine uns sehr wichtige Maßnahme ist außerdem das gemeinsame Feiern von Festen mit einem
    vielfältigem kulinarischen Austausch.
    Außerdem wollen wir uns gemeinsamen Aktionen an denen wir uns z.B der „Beetbereitung im
    Frühling“ und den „Garten winterfest“ machen widmen.Von der benachbarten Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim können wir uns
    verschiedene Maschinen leihen; einen Traktor, einen Grubber, eine Spatenmaschine und einen
    Rasenmäher.

    – Die Gartengruppe besteht bisher aus 6 interessierten Parteien (9 Erwachsene und 7 Kinder). Davon erfahren haben diese Menschen während unserer offenen gemeinsamen Treffen in unserem Begegnungscafe Kaffekanne und Umsonstladen.

    – Angefangen das Gartenprojekt zu planen haben wir erst Ende Februar/Anfang März, bisher haben wir daher noch keinen Artikel auf unserer Internetseite veröffentlicht. Neu Interessierte werden (sobald es die Situation wieder zulässt) weiterhin im Begegnungscafe davon erfahren können, weiterhin über unseren E-Mail-Verteiler, bald auch über die Webseite und hier auf dem Land vor allem von Mund zu Mund.

    – Die Fläche nutzen wir dieses Jahr als „Unterpächter“ von der Bingenheimer Saatgut AG, nächstes Jahr geht die Fläche zurück an die Lebensgemeinschaft Bingenheim e.V (eine Behinderteneinrichtung) die uns die Fläche weiterhin, wie dieses Jahr auch kostenlos zur Verfügung stellen wird. Eine zeitliche Befristung gibt es bisher nicht. Allerdings haben wir bisher aber auch noch keinen schriftlichen Vertrag von der Lebensgemeinschaft erhalten, sondern nur eine mündliche Zusage.

    – Es sollen je nach Gruppengröße/Interesse 12-20 individuelle Parzellen zur Verfügung stehen. Diese Idee (die der individuellen Parzellen) entstand im gemeinsamen Gespräch, wobei z.B zwei Parteien gesagt haben dass sie dann eine Gemüseparzelle zusammen pflegen wollen.

    – Für die Maschinennutzung der Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim, voraussichtlich auch für die Wartung und Instandhaltung z.B von Gartenwerkzeug, für das Leitungswasser, für das Saatgut und Jungpflanzen entstehen weitere Kosten (die in unserem Projektantrag an Sie nicht auftauchen) und die wir dann auf die jeweilige Person/Partei umlegen wollen. Wir haben noch nicht berechnet wie hoch dieser Beitrag sein wird, gehen aber davon aus das dieser eher gering sein wird und alle Interessierten diesen übernehmen können. Falls eine Person/Partei diesen nicht leisten kann, wird der Beitrag durch den Rest der Gruppe getragen.

    – Die Gartengeräte sind für 12 – 20 Parteien geplant (also für etwa 30 –

    40 Menschen). Wir gehen davon aus das nicht Alle auf einmal im Garten sein werden und wir uns auch in der Benutzung abwechseln können.

    – Die Kiste für die Werkzeuge würden wir gerne bei der Firma Alutec kaufen (https://www.alutec.net). Wäre das möglich ? Oder zählt das auch zu „einer Fertiglösung aus dem Baumarkt“ ?

    – Größere Entscheidungen trifft die Gruppe im Konsent. In der Saison soll es außerdem einmal im Monat ein Garten-Orga-Treffen geben. (Sobald es die Situation wieder zulässt) Die Information-und Kommunikationswege bestehen bisher in „Mund zu Mund“

    (wir wohnen alle

    maximal 3 km voneinander entfernt) beziehungsweise übers Telefon und über den Messenger Signal.

    Erste Vorkehrungen/ Aufbauarbeiten leisten wir jeweils maximal zu zweit, abwechselnd je nach dem wer sich welcher Aufgabe annimmt (wir haben jetzt z.B in zwei unterschiedlichen „Schichten“ schon geschenkten Kompost händisch auf der Fläche ausgebracht).

    Wir sind außerdem voller Hoffnung ab Mai zumindest in Kleingruppen bald wieder zusammenkommen zu können.


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  • Garten der Hoffnung Otterndorf

    (Antrag, Antworten)

    Der Gemeinschaftsgarten hat eine Funktion als Begegnungs- und Bildungsstätte, als Ort des kulturellen Austausches und des gemeinsamen Schaffens. Auch in Zeiten der Corona-bedingten Kontaktsperre können wir dieses wichtige Projekt aufrechterhalten, indem wir zeitversetzt oder mit hinreichendem räumlichen Abstand Rasen mähen, Büsche beschneiden, die Gemüsebeete vorbereiten und die Saat ausbringen können. Was getan wurde und getan werden muss wird über eine Whats-App-Gruppe kommuniziert. Dennoch können z.Zt. nicht alle Geflüchteten in die Arbeit eingebunden werden; so freuen wir uns darauf, das gemeinschaftliche Tun mit allen in einem gut vorbereiteten Garten so bald wie möglich wieder aufnehmen zu können.
    1)   Zum festen Kern der Gartengruppe gehören zwei Familien aus Afghanistan, eine aus dem Iran und eine aus Syrien sowie 7 Menschen, die in Deutschland geboren sind. Wegen des Corona-Kontaktverbotes waren allerdings zwei der geflüchteten Familien in diesem Jahr noch nicht im Garten. Mit allen 4 Frauen aus den oben genannten Familien und vielen anderen Frauen haben wir am 8. März aber noch ein Frauenfest mit Musik und Bauchtanz veranstalten können. Dort hatte sich eine weitere afghanische Frau sehr interessiert gezeigt, in die Gruppe einzusteigen.

    Zur Zeit wird die meiste Arbeit von den 7 Deutschen gemacht, mit zwei Ausnahmen. Alle werden über Whats App informiert.

    2)    Wir hatten zuerst auch die Idee, ein Gewächshaus aus alten Fenstern selber zu bauen und haben uns umgehört. Angebote gab es aber nur von einzelnen Fenstern, so dass wir mindestens 4 Adressen im Umkreis von 30 km hätten anfahren müssen. Die Mietkosten für den Hänger, das Benzin, das Material für Fundament, Pfosten und Dach, die Tür …

    deshalb haben wir im Internet nach gebrauchten Gewächshäusern geschaut und ein Angebot für 520 € (4 m x 2,50 m) gefunden. Wegen der Corona-Krise wird es leider z.Zt. nicht ausgeliefert, aber wir bleiben dran.

    Wir haben insbesondere einen Mann in der Gruppe, der Allround-Handwerker ist und alles (auf)bauen und reparieren kann. Wenn irgendwie möglich werden wir mit dem Aufbau solange warten, bis wir alle (männlichen) Geflüchteten daran beteiligen können, denn gerade bei solchen Arbeiten sind erfahrungsgemäß alle motiviert, es wäre eine schöne Gemeinschaftsaktion. Die Pflanzen, die wir gerade vorziehen, können ja noch bis Mitte/Ende Mai in Töpfen bleiben. Und dann wäre die zweite Gemeinschaftsaktion (mit allen Frauen und Kindern, so ist das nun mal), die vorgezogenen Pflanzen in die Erde zu bringen. So stellen wir uns das vor.
     Wenn die Kontaktsperre länger anhält, werden wir den Aufbau versetzt organisieren: unser „Handwerker“/“Bauleiter“ immer mit ein oder zwei  anderen, unbedingt unter Einbeziehung der Geflüchteten – dafür machen wir ja den ganzen Aufwand. Irgendetwas in die Richtung wollen wir in jedem Fall machen, denn wir glauben, es ist wichtig, jedes Jahr etwas Neues hinzuzufügen, an dem alle beteiligt sind, um die Identifikation mit dem Garten zu festigen. (Letztes Jahr war es der Generator und die Werkzeugmaschinen, vorletztes Jahr war es der Bau eines neuen Schuppens und der Brunnen, den wir wieder funktionsfähig gemacht haben, davor der Aufbau des Trampolins, das Urbachmachen des Landes


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  • IG Pflanzenflüsterer in Haltern gibt es nicht mehr

    (Mail)

    Der interkulturelle Garten wird, sobald es möglich ist, in eine Blumenwiese umgewandelt.
    Es werden dann nur noch gelegentliche Treffen zur Pflege und Begegnung stattfinden.
    Es haben sich kaum noch Interessierte für die Gartenarbeit gefunden. Viele unserer Flüchtlinge sind in Wohnungen umgezogen, machen eine Ausbildung oder Arbeiten, da war leider keine Zeit mehr für den Garten.
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  • WisaWi e.V. macht Gartenprojekt mit Werkstatt mit Geflüchteten

    (Antrag/Antworten)

    In Wiesbaden:
    Seit 2017 gestalten wir gemeinsam mit Geflüchteten einen Gemeinschaftsgarten in Wiesbaden Biebrich.
    Das Gartengrundstück ist ca. 2500 qm groß. Wir haben es von der Stadt gepachtet. Direkt neben dem Grundstück befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft mit Geflüchteten.
    Vorrangig sollten die Geflüchteten der Gemeinschaftsunterkunft, sowie die Menschen aus der Nachbarschaft in das Gartenprojekt integriert werden.
    Auch andere Menschen beteiligen sich, die nicht aus der direkten Nachbarschaft kommen.
    Außer den Geflüchteten der Unterkunft (ca. 250 Personen, meistens machen 40-60 Personen im Garten mit) kommen auch Geflüchtete aus anderen Stadtteilen in den Garten, u.a. auch Geflüchtete, die von unserem Verein betreut werden oder sich bei uns engagieren.
    Außerdem engagieren sich auch Menschen des „Welcome Cafe“ im Garten, sie haben auch ein Gemeinschaftsbeet dort.
    Die Menschen können im Garten ihre eigenen Beete anlegen, ebenso können sie sich zusammenschließen und Gemeinschaftsbeete anlegen. Auch von uns werden Gemeinschaftsbeete angelegt.
    Es gibt bereits 3 Hochbeete, die aus Paletten mit den Geflüchteten selbst gebaut wurden und auch selbst gebaute Gartenmöbel. Ein Brunnen wurde gebohrt und liefert Wasser, wenn das Wasser aus dem Brunnen nicht reicht (was im Sommer oft der Fall ist), können wir das Wasser der Gemeinschaftsunterkunft benutzen und mit einem Schlauch wässern.
    Im Jahr 2017 und 2018 wurde unser Projekt gefördert (die Förderung war aber auf zwei Jahre begrenzt), sodass wir einen Grundstein anlegen konnten. Abgesehen davon, dass dort nicht alles, was benötigt wird, inbegriffen war, brauchen wir jetzt, um weiterzukommen, auch einige unabdingbare Materialien etc..
    Im Gemeinschaftsgarten kann man nicht nur Gärtnern, er dient auch als Rückzugsort, Begegnungsstätte und für diverse Aktivitäten.
    Wir bieten diverse Aktivitäten an (in der Vergangenheit, wie auch dieses Jahr wieder), kreatives Gestalten unterschiedlichster Art mit Erwachsenen und Kindern, Spielangebote, Bewegungsangebote, Upcycling, Holzarbeiten, Palettenbau, Möbelbau für den Garten, aber auch Workshops für Menschen, die etwas für ihr Zuhause bauen möchten und andere handwerkliche Projekte. Dies ist teilweise auch offen für alle Menschen, die einfach so vorbei schauen möchten. Außerhalb der Gartensaison bieten wir einige solcher Aktivitäten z.B. Workshops/offene Werkstatt auch in anderen Räumen an, in der Gartensaison hingegen gibt es dann diese Angebote im Garten selbst, offen für alle, zusätzlich zu den Angeboten für die Geflüchteten und andere, die im Garten tätig sind.
    Dieses Jahr möchten wir mit den Menschen auch eine Kräuterspirale anlegen, sowie weitere Hochbeete, da die 3 Hochbeete gar nicht reichen. Auch andere Arten von Beeten sind geplant, wie zum Beispiel Frühbeete und Strohbeete.

    1. Habt ihr das Grundstück auf eine unbefristete Zeit gepachtet? Wie hoch ist die Pacht?

    Das Grundstück wurde zunächst für sieben Jahre gepachtet, kann jedoch u.U. verlängert werden. Wir müssen keine Pacht zahlen.

    2. Wie viele Beete gibt es bereits? „Nur“ die drei Hochbeete? Oder gibt es auch „Erd“Beete?

    Das war ganz unterschiedlich, je nach Jahr, da sich unterschiedlich viele und unterschiedlich engagierte Menschen beteiligt haben. Wir hatten teilweise 60 Beete, im anderen Jahr ca. 40, in einem 20. Das waren aber Einzelbeete für die Menschen.
    Diese sind auch noch hauptsächlich vorhanden, müssen nur noch bearbeitet und bepflanzt werden.

    Außerdem haben wir verschiedene Gemeinschaftsbeete, zum einen das vom Come together Café, zum anderen eines mit größeren Kräuterbüschen, Beerensträuchern und anderem.
    Jedes Jahr haben wir auch Gemeinschaftsbeete für Tomaten, Kürbisse und Chillis angelegt. Wir haben ein Gewächshaus, das fungiert auch als Gemeinschaftsbeet für Tomaten, Chillis und andere Pflanzen, die besser geschützt werden müssen.

    3. Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird/gegärtnert werden soll?

    Das kommt darauf , wie viele Menschen gärtnern wollen. Bis auf die Stellen, auf denen die Häuschen/Pavillons/Kompost etc. stehen, die Kräuterspirale angelegt werden soll und der Mittelteil des Gartens, der wegen Kieseluntergrund nicht dafür genutzt werden kann (dafür machen wir dort die handwerklichen Dinge, Treffen usw.),  kann theoretisch der Rest dafür genutzt werden. Praktisch ist es aber so, dass wir auch Bienenblumenwiesen anlegen am Rand, Wege, Plätze zum "Chillen", Plätze für die Kinder zum Spielen oder auch Beete anlegen/Tipi aus Bohnenranken für Kids usw. . Es ist ja auch wirklich genug Platz vorhanden. Wir haben natürlich auch weitere Pläne, wie und wann diese umgesetzt werden können, müssen wir mal schauen. Man kann ja nicht alles auf einmal machen ;).

    4. Wie viele der 40 – 60 Leute gärtnern tatsächlich? Ihr macht ja noch so viele andere tolle Aktivitäten

    Im ersten Jahr waren es 60 gärtnernde Leute, im zweiten 40 - dann kamen noch andere Menschen hinzu, die an Aktivitäten teilnahmen, nur gechillt haben, im Garten gespielt haben, sich beraten haben lassen, Hausaufgaben gemacht haben etc.. Wie es dieses Jahr sein wird, wissen wir nicht, da sich die Zusammensetzung der Menschen in der Unterkunft immer ändert. Wir wollen auf jeden Fall die Gruppe alleinerziehender Mütter stark einbeziehen, als auch andere Zielgruppen und natürlich kann ja auch jeder mitmachen, der möchte.

    5. Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte der Einzelbeete kann jeder selbst für sich verwenden (was gerade für die Geflüchteten der Unterkunft sehr gut ist), die Gemeinschaftsbeete sind für alle, also auch die Ernte. Bei den gemeinschaftlichen Kräuter- und Salatbeeten (schnell wachsende) kann sich immer jeder nehmen, was sie/er braucht. Das hat immer gut geklappt.

    Manches haben wir auch für Feste verwendet, also es wurde aus der Ernte gekocht für ein Fest, sowohl von den Geflüchteten, als auch von uns.

    6. Wie werden die Werkzeuge untergebracht, wie zugänglich sind diese dann für wen? Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Werkzeuge im Winter in einer Offenen Werkstatt an einem anderen Ort untergebracht? Wo und wie und von wem werden die dann genutzt?

    Unsere bereits vorhanden, notwendigen Gartengeräte sind in einem kleinen Gartenschuppen, zu welchem jeder, der mitmacht, also auch die Geflüchteten, Zugang hat (Zahlenschloß).

    Dann haben wir noch ein Gartenhäuschen, in welchem Geräte und Materialien untergebracht sind, die von uns (Verein) bei Bedarf herausgegeben werden oder für Aktivitäten benutzt werden. Das ist auch so notwendig. Die jetzt beantragten Werkzeuge würden auch dazu gehören, bis auf manche, die man immer braucht, wie z.B. eine Säge und einen Hammer zum ziehen von Nägeln u.ä. (aber davon nicht alle, nur eines). Im Winter könnten wir bestimmte Werkzeuge auch für die offene Werkstatt verwenden (im Garten braucht sie dann ja keiner), so bräuchten wir das nicht zweimal beantragen. Diese werden dann von den Leuten genutzt, die an der offenen Werkstatt teilnehmen. (Unter Anleitung - auch im Garten gibt es natürlich Anleitungen etc.)

    7. Das mit den Tomatendächern habe ich noch nicht ganz verstanden. Es können entweder 10 für Einzelbeet und eins für ein Gemeinschaftsbeet oder 20 für Einzelbeete gebaut werden? Wer entscheidet das und wären die für die Einzelbeete dann alle auch an einer Stelle oder wird ein großes gebaut, was dann unterteilt werden soll?

    Wir bauen ein langes/großes Tomatenbeet (überdacht), welches dann in Teile aufgeteilt wird. Je nachdem, wieviele Menschen im Mai Einzelbeete anlegen möchten, werden Einzelbeete angelegt, den Rest würden wir dann als Gemeinschaftstomatenbeet nutzen. Das, was ich geschrieben habe, war nur eine Schätzung (20 Einzelbeete, 10 für ein Gemeinschaftsbeet), es kann natürlich auch anders werden, je nachdem, wie interessiert die Menschen an Tomatenbeeten sind.
    Wir haben auch ein paar Tomatenpflanzen, die wir gerade ziehen, die ohne Dächer in den Garten gepflanzt werden können, dies wird dann ein Test-Gemeinschaftsbeet.

    8. Habt ihr eine Finanzierung für die Zeiten, zu denen jemand von euch vor Ort ist? Wenn ja, woher?

    Das macht u.a. ein Bufdi, wir wurden als Einsatzstelle anerkannt und das wird dann auch ab April losgehen. Die anderen unseres Vereins machen es komplett ehrenamtlich, ohne Gelder.

    Und noch eine wichtige Sache: wir machen auch Workshops und erklären den Menschen, dass sie die Samen aus der Ernte aufheben sollen (und wie), da sie ja im nächsten Jahr wieder benutzt werden können. Bei den Gemeinschaftsbeeten kümmern auch wir uns darum.

    Es werden auch Gemeinschaftsbeete von bestimmten Gruppen angelegt, also es schließen sich manchmal mehrere Frauen oder andere Gruppen zusammen, die dann gemeinschaftlich verschiedene Gemüsebeete bearbeiten und sich dann innerhalb der Gruppe die Ernte teilen.


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  • Querbeet Leipzig öffnete sich für Geflüchtete

    rss

    Im Juni dieses Jahres haben wir begonnen, unseren Gemeinschaftsgarten
    gezielt für Menschen mit Migrationshintergrund zu öffnen. Ziel des
    Projekts ist es, Menschen aus verschiedenen Ländern in Kontakt zueinander
    zu bringen. Dies geschieht über das gemeinsame Gärtnern als auch über
    verschiedenen Workshops zu Themen der Nachhaltigkeit. Das gemeinsame
    Gärtnern findet an zwei Nachmittagen zu den regulären
    Gartenöffnungszeiten sowie im Rahmen einer bedarfsangepassten Öffnungszeit am Donnerstag (11-13 Uhr) statt. Mittwoch- und Samstagnachmittag bieten wir ein Bau- und Bastelangebot für Kinder und Jugendliche. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Wir danken unseren Kooperationspartner*innen: Mühlstraße 14 e.V., Gemeinschaftsunterkunft Neustädter Straße, Frauenkultur e.V., Internationale Frauen e.V. (mehr …)

  • In tegel entsteht ein GG, PCL fördert mit 17.000 Euro

    (alerts)

    Der Internationale Bund als Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete an der Bernauer Straße 138a lädt zur Gestaltung eines Interkulturellen Nachbarschaftsgartens ein.

    Die Idee überzeugte auch die Deutsche Postcode-Lotterie. Sie spendierte 17.000 Euro für das neue Projekt in Tegel-Süd. Die Idee dahinter ist, so Lisa Miethlau vom Internationalen Bund Berlin-Brandenburg, „Menschen gärtnern zusammen, und sie lernen sich dabei auch gut kennen“.

    Dabei sind die individuelle Gärtnererfahrungen genauso gefragt wie professionelles Zupacken. Ausbilder für Garten- und Landschaftsbau des Internationalen Bundes schauen regelmäßig vorbei und achten darauf, dass Gartengerät und Pflanzen richtig behandelt werden.

    Zum Nachbarschaftsgarten gehört zudem ein internes Projekt für die Kinder in der Unterkunft. Sie setzen sich mit Themen wie Garten, Natur und Umweltschutz auseinander und lesen Bücher zu dem Thema. Ganz praktisch werden dann die Hochbeete bemalt und Vogelhäuschen gestaltet. (mehr …)

  • Weltgarten Tunsel bei Freiburg wird gut genutzt

    (ANtrag/Antworten)

    2018   haben   die   Agronauten   e.V.   zusammen   mit   Michels-Kleinsthof   den
    interkulturellen Bildungs- und Begegnungsort „Weltgarten Tunsel“ in der Nähe von
    Freiburg ins Leben gerufen. Webseite: http://www.agronauten.net/weltgarten-tunsel/
    Dies ist eine 2 Hektar große Ackerfl äche mit Infrastruktur und Bauernhof Flair. Es
    gibt Schafe, Hühner, Bienen, Kräuter- und Gemüsebeete sowie Getreideanbau. Es
    gibt   Wege,   einen   Sandkasten,   eine   überdachte   Küche   mit   Sitzgelegenheiten,
    Bauwägen, eine Öko-Toilette und eine Feuerstelle. Bereits 2018 wurde neben dem
    regelmäßigen   gemeinschaftlichen  gärtnern  und  dem  Durchführen  von   speziellen
    Workshops und Festen auch Netzwerke zu öff entlichen und privaten Institutionen
    und Initiativen in Tunsel, Bad Krozingen und Umland sowie Freiburg i.B. aufgebaut.
    Die   Erfahrung   zeigt,   dass   im   Weltgarten   unterschiedliche   Menschen
    zusammengekommen sind (Stadt-Land, Jung-Alt, Alteingesessen-Neugekommene).
    Neben   Gefl üchteten   sind   auch   viele   internationale   Studierende   gekommen,
    weswegen der Titel „Weltgarten“ passend ist.
    Jetzt soll das Konzept von Begegnung und agrarökologischer Bildung konsequent
    ausgebaut werden. Das Ziel ist, ökologische Landwirtschaft und Gärtnern sowie das
    Herstellen und Verarbeiten von Nahrungsmitteln kennenzulernen und dadurch den
    Wert von bäuerlicher Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, einem sparsamen Umgang
    mit Ressourcen und nachhaltiges Konsumverhalten konkret zu erfahren. Wenn wir
    nach   dem   gärtnern   oder   den   Workshops   zusammen   kochen,   wird   dadurch   die
    Gemeinschaftsbildung   und   Begegnung   gefördert.   Genutzt   werden   natürlich   vor
    allem   die   Zutaten   direkt   aus   dem   Weltgarten.   Wir   möchten   mit   den
    Teilnehmer*innen   diesbezüglich   noch   mehr   experimentieren,   um   internationale
    Rezepte mit saisonalem und lokalem Gemüse und Getreidesorten zu kochen und zu
    backen.
    Das   Programm   des   Weltgartens   wird   von   den   Agronauten   und   einer   Gruppe
    Ehrenamtlicher in enger Abstimmung mit dem Landwirt Michael Selinger entwickelt
    und durchgeführt.
    Beantragte Maßnahmen      
    Da im Weltgarten traditionelle Getreidesorten angebaut werden, möchten wir mit
    Ihrer Unterstützung gemeinschaftlich einen Lehmbackofen zur Ergänzung unserer
    bereits   bestehenden   Gartenküche   im   Weltgartens   errichten   so   dass   regelmäßig
    landestypische Gerichte und Brote der Teilnehmer*innen gebacken werden können.
    Vom Korn zum interkulturellen Brot lautet hier das Motto und so sollen rund um das
    Gartenjahr   immer   wieder   Themenabende   stattfi nden.   Beim   anschließenden
    gemeinsamen   Essen   soll   über   die   jeweilige   (Back-)Kultur   berichtet   werden.
    Menschen   unterschiedlicher   Herkünfte   führen   so   in   ihre   Kultur   ein   –   sind
    Expert*innen ihrer Lebenswelt. Sie erfahren hierdurch Selbstwirksamkeit.
    Neben den Materialien für den Bau des Lehmofens beantragen wir Unterstützung
    für   Jungpfl anzen/Hecken   sowie   Gartenwerkzeuge   und   Utensilien   für   Toilette   und
    Küche. Außerdem ist ein Sonnensegel (5×5 m) geplant. (mehr …)

  • Garten der Hoffung in Otterndorf setzt weiter auf Begegnung

    (ANtrag, ANtworten)

    nach wie vor trif sich unter dem Dach der Ev. – luth. St. Severi-Kirchengemeinde
    Ott erndorf die Flochtlingseegeleitung Land uadeln, ein susammenschluss von
    Flochtlingen und Unterstotzenden verschiedener Organisatonen (Flochtlingsrat
    Niedersachsen, Kirchengemeinden …)
    Ein wichtges  rojekt ist der Gemeinschafsgarten als jegegnungs- und jildungsstätt e,
    als Ort des kulturellen Austausches und des gemeinsamen Schafens.

    Wie viele Leute sind denn gerade im Garten dabei?
    Alt-Otterndorfer sind zur Zeit acht bis neun Personen dabei,
    Zugewanderte: regelmäßig drei Familien und eine Einzelperson, ab und zu weitere.
    Durch das internationale Cafe am 1. Mai erhoffen wir uns weiter Mit-Aktivisten.
    Zusätzlich ist eine Gruppe aus dem hiesigen Hort (sieben Kinder, darunter drei
    Geflüchtete) mit einer Erzieherin dabei, ein eigenes Beet einzurichten.
    Wie viele Leute könnten noch mitgärtnern & wie wird das Projekt bekannt
    gemacht?
    Wir könnten wohl noch bis zu einem Dutzend „fester“ Hobbygärtner eingliedern.
    Die Zusammenarbeit mit der hiesigen Lokalpresse funktioniert gut bis sehr gut. Fast
    alle unsere Nachrichten (Ankündigungen, Berichte) bekommen wir zur rechten Zeit
    abgedruckt; wir nutzen auch E-mail-Rundbriefe und einen whatsApp-Verteiler.
    Würde auch eine nicht motorbetriebene Sense ausreichen?
    Das Grundstück hat sehr viele Ecken und Kanten, Zäune, Gräben usw., wo eine
    Hand-Sense nicht einsetzbar ist. Deshalb haben wir bislang eine Motorsense
    benutzt. Durch das Sensen macht das Gelände einen sehr gepflegten Eindruck, was
    einigen Beteiligten und der Kirche wichtig ist – auch um etwaigen Vorbehalten
    gegenüber diesem Projekt vonseiten der Anwohner entgegenwirken zu können.
    Eventuell können wir über einen hiesigen Händler eine gebrauchte Sense beziehen,
    um Kosten zu sparen, bislang gibt es aber noch keine.
    Wie hängen das Gartenprojekt und das Internationale Cafe zusammen?
    Die Flüchtlingskoordinatorin des DRK, deren Stelle im letzten Herbst nach drei
    Jahren nicht verlängert wurde, hatte einmal im Monat ein „Internationales Cafe“
    durchgeführt, das im Sommer mehrmals bei uns im Garten stattfand. Auch ohne
    Flüchtlingskoordinatorin möchten wir dies ab und zu im Sommerhalbjahr bei uns  
    veranstalten. Über diese Sonntagnachmittag-Treffen können wir das Projekt
    neugierigen zwanzig bis dreißig Menschen vorstellen.
    Für wie viele Teilnehmer*innen sind die Kosten für die Ausflüge berechnet?
    (Und zu Ihrer Information: bei den Reisekosten, die wir übernehmen, geht es in
    erster Linie um Besuche von anderen Gartenprojekten u.ä.)
    Gäbe es für diese Kosten auch andere Finanzierungsmöglichkeiten? (Die
    Ausflüge sind sicherlich wichtig und wertvoll für die Gartengemeinschaft.)
    Die Ausflüge sind für ca. 20-25 Personen berechnet, darunter 5-6 Alt-Otterndorfer,
    die aber ihre Kosten selber tragen. Wir werden, wie im letzten Jahr, 2 oder 3
    Fllüchtlingsfamilien einbeziehen, die inzwischen etwas weiter weg gezogen, aber
    immer noch mit dem Garten verbunden sind. So benötigen wir für jeden Ausflug 3-4
    Niedersachsen-Tickets, ggf. noch Eintritt oder einen Getränke-Gutschein; letzteres
    könnten wir eventuell durch Eigenbeteiligung finanzieren oder auf Ausflüge mit
    Eintritt verzichten.
    Mit der konkreten Planung der Ausflüge sind wir noch nicht  fertig. Inzwischen sind
    wir auch zu einer Fahrt zum BUND-Garten in Hechthausen eingeladen worden. (mehr …)