Schlagwort: Förderung durch uns

  • Landshut: DOM (interkultureller) Nachbarschaftsgarten will in Richtung Permakultur gehen

    (Bericht zu unsere Förderung)

    Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten am Nachbarschaftstreff DOM war auch 2025 wieder ein beliebter Treffpunkt für Meschen mit verschiedenster Herkunft.

    Was wir gemeinsam umsetzen konnten:

    o   Gemeinsame Planung des Gartenjahres

    o   Wöchentliche Treffen während der Saison jeden Freitag, Treff, gemeinsames Arbeiten, Sprechen (Deutsch lernen) und Austausch, Ernten und Essen

    o   Baumschnitt unter Anleitung, neue Unterstützung gefunden durch einen Studenten der Landschaftsarchitektur und Mitglied im Landschaftspflegeverband

    o   Kräuter- und Gemüsebeete – von der Anzucht über Pflege, Ernte und Saatgutgewinnung aus eigener Hand

    o   Bau neuer Kompostkästen

    o   Abbau alter Hochbeete

    o   Kleine saisonale Feste an Ostern, Sommer, Erntedank, Abschluss und Saisonende am Lagerfeuer

    o   Gesprächsrunden in gemischten Gruppen aus Einheimischer Bevölkerung und Migrant*innen – Philosophieren über Dankbarkeit, Vielfalt und Heimat

    Der Garten freut sich über wachsende Beliebtheit. Vor allem zum Saisonstart waren viele neue Menschen, vorwiegend Frauen beim wöchentlichen Gartentreff um gemeinsam zu Säen und zu Pflanzen. So konnten vor allem Salate, Kräuter, Zucchini, Gurken, Tomaten und Chillis unterschiedlichster Arten angebaut werden. Auch der Baumschnitt und die Bautätigkeiten nahmen zum Jahresanfang einen starken Verlauf. Zum Sommer hin entstand eine gewisse Trägheit innerhalb der Gruppe, was mit beruflichen Veränderungen, Umzug und persönlichen Herausforderung mancher Gartenfreunde zu begründen ist. Im Herbst konnte eine Reihe von Gesprächsangeboten zum Thema Werte und Nachhaltigkeit durchgeführt werden, die sehr gerne genutzt wurden. Dies ermöglichte eine neue Kooperation mit der Hans Lindner Stiftung sowie der Akademie für philosophische Bildung und Wertedialog und dem Nachbarschaftstreff DOM. Mit dem Projekt „ChancenGleich 2.0“ fördern sie den Austausch zwischen den Kulturen. Da der Garten des Nachbarschaftstreffs DOM mitten im Brennpunktviertel der Wolfgangsiedlung liegt, ist diese Form des Austauschs ein Schlüssel für die zukünftige Gestaltung des Gartens als Gemeinschaftsort.

    Woran wir noch arbeiten:

    o   Beet Einfassungen und Neubau von Hochbeeten

    o   Rank Gerüste bauen

    o   Zuständigkeiten für den, von allen genutzten Bereichen im Garten

    o   Verständnis für Permakulturen

    Durch die Fluktuation und den permanenten Wechsel der interkulturellen Treffbesucher ist die feste Aufteilung der Gemüsebeete nur sehr begrenzt möglich.

    Die Beete zu pflegen, zu bewirtschaften und zu ernten gelang in Eigenverantwortung der Gartenfreunde. Vorbereitende (Kompost einbringen, Gemüse-Sortenwahl) und abschließende Tätigkeiten (aufräumen) wurden gemeinschaftlich, unter Anleitung von Mitarbeitenden des Vereins durchgeführt.

    Unter anderem wurde gemeinsam eine nahgelegene Gärtnerei besucht um hiesige Gemüsesorten kennen zu lernen.

    Im Jahr 2026 wird noch einiges fertiggestellt, wie zB.: Die Beet Einfassungen im unteren „Bauerngarten“, sowie die Rank Gerüste für Bohnen etc. Die Werkzeuge und Materialien dafür konnten durch die Mittel der Anstiftung bereits gekauft werden.

    Außerdem wird in diesem Gartenteil in Zukunft mehr der Focus auf Permakultur gelegt. Dafür muss erst einmal informiert werden so, dass ein Verständnis für die Arbeitserleichterung entstehen kann, die so ein Garten mit sich bringt.

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  • Bremen: Rote Beete ist inklusiv

    Von dem Geld wurden wie geplant Pflanzen, Samen, Pflanzenerde und kleinere Gartengeräte
    gekauft. Mit diesen Anschaffungen wurde der Start der Gartensaison 2025 ermöglicht.
    In einem Gartenaktionstag im April und in unseren regelmäßigen wöchentlichen Treffen, haben die
    Teilnehmenden die Beete mit neuer Erde versorgt und nach und nach Samen und Pflanzen gesetzt.
    Dabei steht in unserem inklusiven Gartenprojekt vor allem die Geselligkeit im Vordergrund –
    gemeinsames Schnacken und Kaffee trinken und stolz die wiederbegrünten Beete anschauen.
    Zusätzlich haben wir dieses Jahr Schritt für Schritt allen Beeten einen frischen Anstrich gegeben, so
    dass der Garten nun in bunten Farben leuchtet. Das hat noch einmal Menschen in das Projekt
    integriert, die sich mehr für Kunst als fürs Gärtnern interessieren. Ein schöner Synergieeffekt.
    Durch die Verlegung des wöchentlichen Treffens auf den Samstagvormittag (vorher
    Donnerstagnachmittag) konnten mehr Menschen aus der direkten Nachbarschaft als Teilnehmende
    gewonnen werden. Gleichzeitig sind einige Nutzende des Martinsclubs durch die Veränderung nicht
    mehr in der Lage teilzunehmen, da sie andere Termine haben.
    Für die Saison 2026 suchen wir also nach Lösungen, die sowohl der Nachbar:innenschaft als auch
    den Nutzenden des Martinsclubs einen niedrigschwelligen Zugang ermöglichen.

    Der Garten ist jederzeit zugänglich, aber die Gartengeräte des Projekts sind in einem abgeschlossenen Keller. Es steht aber jeder Person frei, eigene Gartengeräte mitzubringen und nach Herzenslust zu gärtnern. Die Nutzer:innen des MCs haben häufig einen Hilfebedarf, sodass für sie eine Begleitung meist essenziell ist.

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  • Gladbeck: Interkultureller Hochbeetgarten füllt Hochbeete auf

    (Antrag, Antworten)
    Antrag auf Erde zum Nachfüllen der Hochbeete (ist abgesackt), Bau von niedrigen Hochbeeten für Beerensträucher, die sie geschenkt bekommen haben.

    1. Wie viele Beete sind es bei Ihnen nochmal und wie viele Menschen machen mit?

    Der interkulturelle Hochbeetgarten in Gladbeck besteht aus 11 Hochbeeten, eins davon ist ein behindertengerechtes Beet, mit dem Rollstuhl unterfahrbar. Es machen mit, eine Kindergartengruppe (ca. 15 Kinder), eine Schulklasse (ca. 20 Kinder und Lehrkräfte), eine Kinder- und Jugendeinrichtung mit ca. 10 Kindern und Jugendlichen, eine Bildungseinrichtung mit Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse usw. mit ca. 20 Kindern und Erwachsenen, die interkulturelle Frauengruppe mit ca. 15 Frauen und zwei alleinstehende ältere Damen.

     

    1. Um was für Erde handelt es sich/woher bekommen Sie diese?

    Die Erde beziehen wir über den einzigen Gartencenter in unserer Stadt (Schellewald). Es ist Bio Hochbeeterde.

     

    1. Wieso sollen die Beeren in Hochbeete? Könnten diese nicht direkt in die Erde gepflanzt werden (was ja für die Pflanzen besser wäre?) Wer baut die Hochbeete und wie teuer sind die Materialien? Wer wird sich dann um die Sträucher kümmern?

    Die kleinen Hochbeete für die Beerensträucher sollen nicht höher als 50-80 cm sein. Die Beerensträucher werden Erdkontakt haben. Auch die anderen 11 Hochbeete stehen nicht auf Steinen/Pflaster. Sie haben alle Erdkontakt. Da unser Hochbeetgarten in einer öffentlichen Parkanlage ist, drumherum denkmalgeschützte schöne Häuser, haben wir von der Stadt die mündliche Vorgabe, dass wir zwar auf der Fläche, die uns zur Verfügung steht, Hochbeete und Niedrigbeete aufstellen dürfen, aber nicht die Fläche umgraben dürfen. Die Materialien sind Bausätze aus dem Baumarkt, die wir selbst zusammenbauen können.

    seit Anfang 2025 ist er als offizielles Projekt in die
    IGA aufgenommen. Über die Plattform „Mein Garten“ werden bürgerschaftliche
    Nachhaltigkeitsprojekte sichtbar gemacht, miteinander vernetzt und zum Austausch angeregt. Ziel
    ist es, Inspiration zu geben, Beteiligung zu fördern und den Besucherinnen und Besuchern der IGA
    2027 die Vielfalt bestehender Initiativen in der Region aufzuzeigen. Die Einbindung in diese Netzwerke stärkt die Außenwirkung des Gartens, eröffnet neue
    Kooperationsmöglichkeiten und verankert das Projekt dauerhaft im regionalen
    Nachhaltigkeitsdiskurs.

    Der Garten ist offen für alle Interessierten und organisiert sich unter anderem
    über Hochbeet-Patenschaften, die eigenständigen Anbau mit
    gemeinschaftlichem Austausch verbinden. Während der Gartensaison finden
    wöchentliche Treffen statt, ergänzt durch thematische Veranstaltungen und
    kontinuierliche Gespräche. Der Hochbeetgarten hat sich zu einem lebendigen
    Ort der Begegnung entwickelt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene
    unterschiedlicher Herkunft arbeiten hier gemeinsam und bringen ihre
    Erfahrungen, Perspektiven und kulturellen Hintergründe ein. Diese Vielfalt prägt
    die Zusammenarbeit und stärkt gegenseitigen Respekt, Toleranz und
    Verständigung.
    Neben ökologischem Lernen entstehen soziale Lernprozesse: Gespräche über
    Werte, Lebensgeschichten und Zukunftsvorstellungen sind fester Bestandteil der
    gemeinsamen Arbeit. Der Garten fördert damit ein friedliches, faires Miteinander
    und leistet einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Stadt
    Gladbeck.
    Der aktuelle Entwicklungsstand zeigt eine stabile Verankerung im Quartier und
    eine hohe Akzeptanz in der Stadtgesellschaft. Der Garten wird nicht nur als
    Anbaufläche, sondern als sozialer Treffpunkt wahrgenommen. Durch
    Patenschaftsmodelle, regelmäßige Treffen und die Vernetzung mit regionalen
    Akteurinnen und Akteuren bleibt das Engagement dauerhaft lebendig und
    entwicklungsfähig.

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  • Otterndorf: Garten der Hoffnung entwickelt sich weiter gut

    (Bericht, Antrag, Antworten)

    Die Rundbögen sollen vor Kaninchen und Rehen schützen. Mit den Folien können sie im
    Frühjahr gleichzeitig als Frühbeete dienen, später legen wir dann Kaninchendraht darüber.
    Deshalb brauchen wir auch Schneckenkorn, weil wir so in den Beeten die Nacktschnecken
    nicht mehr so gut absammeln können.
    Bislang haben wir die hohe Hecke und die Baumreihen mit Handgeräten beschnitten, aber
    wir werden alle älter, und Akkugeräte sind mittlerweile erschwinglicher geworden, deshalb
    wünschen wir uns Kettensäge und Motorsense.
    2 weitere Hochbeete haben noch Platz. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr gewähren sie
    eine zuverlässige Ernte der Gemüsepflanzen, die besonders gerne von Schnecken gefressen
    werden.

    Zu den Hochbeeten: Wir haben im letzten Jahr 3 Hochbeete aus Metall angeschafft, die haben sich bewährt: keine Schnecken. Aus Metall ist für uns besser, weil Holzbeete ständig gepflegt werden müssen, ausgewechselt, neu gestrichen … Nun würden wir gern noch 2 weitere dazukaufen.

    Für die kleine Akku-Kettensäge brauchen wir keinen Schein, das ist ja da Gute. Im letzten Jahr haben wir mehrmals eine Kettensäge gebraucht, weil Bäume umgestürzt sind und die Hecke zum Friedhof an der Ost-Seite inzwischen eher ein Knick mit dicken Ästen ist, wo ständige Pflege nötig ist. Bislang kam immer mein Mann mit seiner großen Säge, nur er konnte das machen. In diesem Winter werden wir noch ein paar Bäume fällen oder beschneiden müssen, im Laufe des Jahres steht die Heckenpflege an, und es bricht im Sturm auch immer mal ein Ast ab. Mein Mann mit seiner großen Säge hat da die Oberaufsicht, aber mit der Akkusäge könnte dann jemand helfen, um die abgesägten Teile zu zerkleinern – der Kleinkram wird dann von allen per Hand zerschnitten.

    Um die Wartung der Geräte kümmert sich immer mein Mann. Wir lagern die Akku-Geräte bei uns zu Hause, um sie aufzuladen und damit sie nicht geklaut werden.

    BERICHT 2025

    Bereits am 15. März begann die Gartensaison. Auch bedingt durch das gute Wetter im Frühjahr
    und Frühsommer kamen ohne Werbung viele Geflüchtete in den Garten, um die Beete
    vorzubereiten, ein neues Blumenbeet anzulegen, Frühjahrsputz im Gartenhaus zu machen und
    die Hecken zu schneiden. Anziehungskraft hatte auch die gespendete Tischtennisplatte, die bei
    gutem Wetter in diesem Jahr von großen und kleinen Gartenbesucher*innen dauernd genutzt
    wurde.
    Im April wurden die von der Anstiftung finanzierten neu gekauften Hochbeete zusammen-
    geschraubt, was sich mit gefühlt 500 Schrauben in einer mühseligen, aber auch lustigen
    Gemeinschaftsaktion nach mehrfachen Versuchen umsetzen ließ. – Als Grundlage für die
    Beete konnten wir dann die abgeschnittenen Zweige eines umgefallenen Baumes gut nutzen,
    Heckenschnitt sowie die Reste der im letzten Jahr angelieferten Komposterde. (Auch diese
    wurde ja von der Anstiftung finanziert.) Gießwasser mussten wir 2025 nur im Juni vom nahen
    Friedhof holen, ansonsten haben unsere vielen großen Regentonnen ausgereicht, die wir in
    den letzten Jahren angeschafft haben.
    Die Einrichtung der Hochbeete war ein voller Erfolg: Einige Kolumbianer*innen haben sie
    bepflanzt und gleichzeitig die schwierigen Worte geübt: Zucchini und Hokkaido-Kürbis,
    Pflücksalat und Petersilie. Die Pflanzen konnten endlich mal gut wachsen, ohne von Schnecken
    oder Hasen abgefressen zu werden. Wir planen deshalb, im nächsten Jahr, noch weitere
    Hochbeete aufzustellen.
    Auch von der Ernte auf den flachen Beeten (Kartoffeln, Bohnen, Karotten, Porree und Rote
    Bete) konnten wieder alle profitieren, die gerade da waren und etwas brauchten. Die
    Zuordnung der Beete zu bestimmten Personen haben wir wieder aufgegeben, weil alles auch
    so sehr gut geklappt hat. Nur die Tomatenernte war leider spärlich, weil die Pflanzen
    Braunfäule bekommen haben. Unser Plastik-Gewächshaus entwickelt wohl zu viel
    Schwitzwasser, so dass wir es im nächsten Jahr vielleicht besser mit Gurken probieren und den
    Tomatenanbau nach unzähligen nicht so befriedigenden Versuchen an verschiedenen Orten
    nun wohl erstmal aufgeben. Mit Kaninchendraht schützen werden wir im nächsten Jahr auch
    die Bohnen und die Rote Bete, da anscheinend in letzter Zeit vermehrt Hasen und Rehe durch
    unseren Garten laufen.
    Profitieren konnten alle Gartenbesucher*innen auch von dem vielen Obst aus unserem
    Garten: Johannisbeeren, Josterbeeren, Himbeeren, Blaubeeren – im Umland noch
    Brombeeren. Sogar unser neuer Kirschbaum, den wir für unser vor 2 Jahren verstorbenes
    Gartenmitglied Winnie gepflanzt hatten, brachte sehr leckere gelbe Früchte, die wegen ihrer
    Farbe von den Staren nicht erkannt worden waren.
    Im Herbst kam dann die Apfel- und Birnenernte dazu. Zum ersten Mal haben wir im
    Gemeinschaftsgarten Apfelsaft gemacht, obwohl wir dort weder Strom noch einen
    Wasseranschluss haben. Der von der „Anstiftung“ finanzierte Schredder wurde von einem
    Generator angetrieben – auch diesen haben wir vor einigen Jahren mit Hilfe der Anstiftung
    gekauft. Eine Presse mussten wir nun doch dazukaufen, da diejenige, die wir hätten leihen
    können, für unsere langen Wege zu wenig Kapazität gehabt hätte. Diese neue Presse, mit
    Wasserdruck betrieben, haben wir im nahegelegenen Friedhof an einen Wasserhahn
    angeschlossen. So sind alle hin- und hergelaufen oder haben die Äpfel kleingeschnitten –
    später dann auf zwei Gaskochern den Saft auf 70 Grad erhitzt und letztendlich in
    Plastikschläuche (wiederum „Anstiftungs“-finanziert) gefüllt: insgesamt 45 l. Alle Beteiligten –
    Kinder wie Erwachsene – freuten sich über die bunten Aktivitäten an einem grauen Herbsttag.
    Der „Wermutstropfen“ kam dann eine Woche später: der Saft ist in den Schläuchen gegoren
    und musste ganz schnell ausgetrunken werden. Woran genau dies gelegen hat, wissen wir
    leider nicht, wir haben allerdings die Schläuche im Verdacht, da uns das andernorts mit
    Flaschen nicht passiert ist.
    Das Besondere in diesem Jahr war ein Filmprojekt im Gemeinschaftsgarten. Unsere
    gemeinschaftliche Gartenarbeit wurde gefilmt, gleichermaßen einige Interviews zum Thema
    „ledige Mütter auf der Flucht“ und „Integrationsversuche von jungen afrikanischen Männern“.
    Auch das Filmteam ist international besetzt (eine Chinesin, Kolumbianer*innen, Afghanen und
    Deutsche). Nach der Drehbuchvorlage einer jungen Kolumbianerin wurde zudem ein Kurzfilm
    gedreht, für den wir unser Gartenhaus zu einem Wohnzimmer umgestalteten. Angeregt von
    den Filmen kam ein junger Mann mit Gedichten über die Flucht in den Garten, eine Frau aus
    der Elfenbeinküste sang Lieder in ihrer Heimatsprache und die afrikanischen jungen Männer
    begeisterten wie im letzten Jahr mit weiteren Rap-Einlagen. Aus all diesem entwickelten wir
    im Dezember einen „Abend mit Filmen, Musik und Poesie von Migrant*innen aus dem Garten
    der Hoffnung“, der die 60 Zuschauer*innen berührte und beeindruckte und eine sehr gute
    Werbung für unseren Gemeinschaftsgarten war: drei Frauen haben spontan nachgefragt, ob
    sie sich im nächsten Jahr am Gartenprojekt beteiligen könnten.
    Wie bereits in allen vorherigen Jahren hat sich die Zusammensetzung des Garten-Teams auch
    in diesem Jahr verändert. Eine deutsche Frau ist hinzugekommen, die alles „Drumherum“ wie
    Rasenmähen, Ordnung schaffen, Laub fegen, Kanten stechen … voller tatkräftiger Freude
    erledigt. Sie wird das weiter so machen und hat sich dafür ein paar wichtige Akku-Geräte
    gewünscht. 1 Kolumbianer und eine junge Kolumbianerin sowie ein junger Mann aus Burundi
    sind inzwischen feste Mitglieder im Gartenteam, eine syrische Familie mit 2 Kindern ist hinzu-
    gekommen, während eine afghanische Familie, die fast von Anfang an dabei war, nun leider
    weggezogen ist. Die eigentlich fest dazugehörende iranische Familie ist leider wegen privater
    Anforderungen nur noch sporadisch dabei. Aktuell besteht das Gartenteam aus 12
    verbindlichen Mitgliedern. Die regelmäßigen Besucher*innenzahl von meist 20-25 Personen
    zeigt jedoch, dass sich viel mehr Leute zum Garten zugehörig fühlen und dann auch gerne
    mitarbeiten. Zu dem großen Interesse beigetragen hat auch in diesem Jahr die
    Fahrradwerkstatt und die oben beschriebenen Filmaktivitäten. Beides werden wir im nächsten
    Jahr weiterführen.

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  • Leipzig: alte Zugbänke werden zu Gartenbänken

    (Antrag)

    Infrastruktur Hildegarten
    Unser Gemeinschaftsgarten trägt zahlreiche Handschriften all jener Menschen, die hier seit
    dessen Gründung 2015 gewirkt haben und den Hildegarten weiterhin aktiv gestalten – für
    die Gartengemeinschaft und alle Menschen, die den Garten besuchen und nutzen.
    Mit dem Eisenbahnwaggon und der Idee eines grünen Klassenzimmers im Garten, sind auch
    zahlreiche alte Bahnsitze im Garten gelandet, die wir gerne zu funktionalen Gartenbänken
    umbauen wollen. Die ca. 30 Bahnsitze müssen mit entsprechendem Werkzeug zuerst
    entpolstert werden. Im Anschluss werden diese mittels Holzstücken und Holzplatten zu
    soliden und wetterbeständigen Sitz- und Pflanzbänken umgebaut. Die neuen
    Sitzgelegenheiten erfahren also einen Upcyclingprozess und sollen den
    Gemeinschaftsgärtner:innen und Gartenbesuchenden sowohl als Verweilmöglichkeiten an
    verschiedenen Orten im Garten dienen als auch für Veranstaltungen, beispielsweise zum
    Urban-Gardening-Sommercamp im kommenden Juni 2026, genutzt werden.
    Einige der Sitzmöbel sollen zusätzlich bepflanzt werden können, bspw. mit mehrjährigen
    Rankpflanzen, die zu einem schattenspendenden Dach zusammen wachsen.
    Alle Arbeiten finden in mehreren kleinen Aktionen statt zu denen alle
    Gemeinschaftsgärtner:innen und weitere Interessiere eingeladen sind. Die Aktionen werden
    von einem kleinen Garten-Team angeleitet wobei auch der achtsame Umgang und Einsatz
    von Baumaterialien und Werkzeugen vermittelt wird. Durch den vor Ort stattfindenden
    Umbau und eine mögliche Adaption an gartenspezifische Begebenheiten, generiert sich ein
    persönlicher Bezug zu den wieder neuen Gartenmöbeln. Bei einigen Nutzer:innen wird sich
    daraus ein achtsamer Umgang mit den Gartenmöbeln entwickeln, der auch an neue
    Besucher:innen weitervermittelt wird. (mehr …)

  • Hamburg: Ackerperlen planen Perlenacker

    (Antrag, Antworten)

    Wie viele Menschen sind denn jetzt schon an der Planung beteiligt und wollen dann gärtnern? 

    Beteiligt an einem ersten Schnupper-WorkshopEnde Oktober waren 6 Personen. 3 davon haben schon ernsthaftes Interesse bekundet dabei zu sein. Keiner davon gehört zu den sozial benachteiligten Menschen, die sind eher aus der Selbstzahler*innen-Fraktion.

    Sind die sozial benachteiligten Menschen an der Planung beteiligt und kommen sie aus der Nachbarschaft? 

    Habt ihr schon eine Liste mit Interessent*innen?

    Da bislang noch keine Gelder für das Projekt zur Verfügung stehen , gehen wir erst in die Akquise, wenn die Finanzierung gesichert ist. Da wir aber Kooperationen u.a. mit den Geflüchteten-Unterkünften haben, werden wir zum Beispiel dort aktiv werben. Auch ist die Ansprache in Einwohnermeldeämtern, Gemeindezentren und Wohnprojekten in der Nähe in Planung.

    Der Garten soll/wird dann mit den Menschen, die gärtnern wollen, zusammen aufgebaut und weiterentwickelt? Also nicht nur vom Verein? 

    Ja, richtig, der Garten wird dann mit den Menschen zusammen aufgebaut, aber der Verein bietet eben zusätzlich dazu noch die 6 Workshops auf dem Acker.

    Und können die Gärtner*innen das ganze Jahr über auf die Fläche? Oder denkt ihr an eine Saison von April bis Oktober (das hattest du gestern im Gespräch gesagt)

    Die Saison des Offenen Gartens geht von April bis Oktober. Die Workshop-Saison könnte im Feb. und März mit Planungen und vorbereitenden Arbeiten auf dem Acker starten, die eigentliche Garten-Saison startet ja gewöhnlich im April und geht so bis Ende Oktober/ November, aber natürlich stehen die Flächen den Nutzer*innen auch danach offen. Sie können in jedem Fall das ganzen Jahr auf die Fläche.

    1. Wie groß ist die Gruppe? Und wo kommen die Leute her?

    Wir rechnen im ersten Jahr mit einer aktiven Gruppe von 25–35 Personen (ca. 15–20 Haushalte), die gemeinsam planen, bauen und gärtnern.

    Spadenland ist – wie du sagst – dünn besiedelt, deshalb setzen wir bewusst auf ein sozialräumlich erweitertes Einzugsgebiet:

    ·      Familien und Einzelpersonen aus Rothenburgsort, Neuallermöhe und Billstedt,

    ·      Menschen aus den Wohnprojekten in Ochsenwerder,

    ·      sowie Menschen, die uns bereits über den „Offenen Garten“ am Samstag kennen.

    Diese Mischung ist für uns wichtig: lokal verankert, aber sozial geöffnet.

    Gerade für die sozial geförderten Parzellen sind Billstedt und Rothenburgsort zentrale Zielquartiere – dort haben Familien häufig gar keinen Zugang zu Natur- und Gartenflächen. Unser Hof ist gut angebunden (Bus 124, Bus 120 und 222 fußläufig).Fahrzeiten aus Rothenburgsort und Billstedt liegen bei 20–30 Minuten, was für ein Bildungsprojekt gut machbar ist.

    2. Wie binden wir die Menschen ein, die sozial gefördert werden?

    Die sozial geförderten Lernparzellen sind für Menschen gedacht, die sonst kaum Zugang zu solchen Projekten hätten – z. B. kleine Einkommen, Alleinerziehende, Senior*innen oder Menschen aus Geflüchteten-Unterkünften.

    Die Auswahl erfolgt transparent und sozial begründet, aber ohne hohe Barrieren über:

    • offene Ausschreibung über lokale Einrichtungen sowie direkte Ansprache über Schulen, Elternlots*innen, Ehrenamtliche
    • Kennenlerngespräche vor Ort und auf Augenhöhe
    • gemeinsame Planungstage und Bauaktionen – kein „Zuteilen“, sondern Mitgestalten
    • Gemeinsamer Lern- und Gartenalltag, keine Trennung zwischen „gefördert“ und „normal“ – alle sind vollwertige Teil des Gartens. Wir wollen echte, vielfältige Community – keine Parallelgruppen.

    Alle Teilnehmenden werden ab Februar/ März in einem gemeinsamen Planungsprozess beteiligt – mit Karten, Geländeplan, Bedarfsrunde und gemeinsamer Priorisierung.

    3. Warum nicht über gestaffelte Vereinsbeiträge lösen?

    Gestaffelte Beiträge haben wir – sie reichen aber nicht aus. Für viele Familien aus Rothenburgsort/ Billstedt sind selbst 100–150 € pro Jahr nicht leistbar.
    Damit Teilhabe wirklich möglich ist, braucht es:

    • 0 € für alle sozial geförderten Parzellen,
    • kostenfreies Material (über euch),
    • pädagogische Begleitung  (über andere Förderer)

    =   Zugang ohne Hürden.

    Gerade für Menschen aus engen Stadtquartieren sind diese Gemeinschaftsflächen sehr wertvoll. Und das ist genau der Grund, warum wir euch als Förderpartner anfragen – um echte soziale Teilhabe zu ermöglichen.

    4. Welche Beiträge zahlen die Selbstzahler – und warum?

    Da wir ein saisonbegleitendes Bildungs- und Gemeinschaftsprogramm anbieten (Workshops, Permakultur-Coaching, soziale Permakultur, Lernmaterialien), liegen unsere regulären Beiträge bei:

    • 950 € pro Saison (regulär)
    • ca. 450–550 € (solidarisch reduziert)
    • 0 € (12 sozial gefördert)

    Die Selbstzahlenden tragen bewusst solidarisch dazu bei, dass wir 12 kostenfreie Lernparzellen ermöglichen können. Dieses Modell ist Teil unseres Community-Gedankens.

    5. Wie groß sind die Parzellen? Und wie viel Gemeinschaftsfläche gibt es?

    • 30 Lernparzellen à 25–35 m², ca. 1.000 m²
    • ca. 1000 m² Gemeinschaftsfläche für Kompost, Wege, Wassermanagement und Workshopfläche

    Die Parzellen sind nicht „Mietflächen“, sondern Lern- und Übungsräume in einem gemeinschaftlichen Gartenkonzept. Die Fläche ist bewusst so gestaltet, dass die Gemeinschaftsorte und Lernräume ausreichend Platz haben.

    ERSTE FRAGE/ANTWORTRUNDE

    Wir bauen nicht nur Beete, sondern ein gemeinschaftliches Lernprojekt für 60–100 Menschen – mit sozialen Zugängen, Workshops und gemeinschaftlichen Bauaktionen. 
    Wir wollen ein gemeinschaftliches Gartenprojekt aufbauen, das individuelle Lernparzellen und gemeinsame Gartenstrukturen miteinander verbindet. Die Förderung der anstiftung würde es uns ermöglichen, dieses Gemeinschaftsprojekt sinnvoll und zugänglich zu gestalten.

    Der Förderantrag an die anstiftung bezieht sich ausschließlich auf den Gemeinschaftsgarten: auf die gemeinsame Planung der Fläche, den Aufbau von Wegeführung, Kompost, Wassermanagement, auf gemeinsame Pflanzaktionen und Workshops und die Entwicklung einer selbstorganisierten Gartengemeinschaft.

    Innerhalb dieser gemeinschaftlich organisierten Fläche soll es Lernparzellen geben, die von Teilnehmenden individuell bepflanzt werden. Diese Parzellen sind nicht als klassische Mietäcker gedacht, sondern als Lernräume innerhalb des gemeinschaftlichen Gartens, damit die Teilnehmenden direkt erleben können, wie Boden, Pflanzen, Wasser und Klima zusammenwirken.

    Aus diesen Lernparzellen soll ganz gezielt eine gemeinschaftliche Permakultur-Gartenstruktur entstehen: gemeinschaftliche Infrastruktur, gemeinsame Bauaktionen, kollektive Entscheidungsprozesse und gemeinsame Pflegephasen.Eine solche Kombination —  gemeinschaftlicher Garten + individuelle Beete — findet sich in vielen klassischen Gemeinschaftsgärten.

    Für Menschen, die sich sonst nicht beteiligen könnten (z. B. Alleinerziehende, kleine Einkommen, Senior*innen, Menschen mit wenig Zugang zu Natur-Projekten), wollen wir 12 sozial geförderte Lernparzellen einrichten. Diese Teilnehmenden zahlen keine Gebühr und erhalten Materialien und Unterstützung kostenfrei, also genau im Sinne der anstiftung, die soziale Zugänge fördert.

    Wenn wir von einem „Gartennetzwerk“ sprechen, meinen wir die soziale Gemeinschaft, die durch gemeinsames Arbeiten entsteht: gemeinsame Planungstage, Bauaktionen, Workshops, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Die Gruppe organisiert sich nach und nach zunehmend selbst. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Permakultur und ein Kernelement des Projekts – nicht ein externer Zusammenschluss oder eine zusätzliche Organisationsebene.

    Zur Kostenfrage: Das gesamte Gartenprojekt befindet sich im Aufbau. Für die sozial geförderten Parzellen fallen keine Gebühren an. Die Förderung dient dazu, diese Teilhabe zu ermöglichen. Menschen, die später eine selbstzahlende Lernparzelle übernehmen möchten, können dies tun – sie sind aber nicht Bestandteil des aktuellen Förderantrags.

    Das Projekt ist somit kein Mietackerbetrieb, sondern ein gemeinschaftliches Bildungs- und Beteiligungsprojekt, das soziale Teilhabe, ökologische Praxis und gemeinschaftliches Lernen verbindet.

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  • Potsdam: Gemeinschaftsgarten an Studi-Wohnheim

    (Antrag, Antworten)

    FRAGEN und ANTWORTEN

    Wir haben eine dauerhafte Genehmigung vom Studierendenwerk West:Brandenburg für die Anlage des Gartens, da die Fläche auch zum Grundstück des Wohnheimes gehört und wir das Projekt ja zusammen mit dem Studierendenwerk umsetzen.

    Wie viele Beete es geben wird und in welcher Form diese bewirtschaftet werden, hängt von den Teilnehmenden und deren Wünschen ab. Wir wollen sie dazu anregen die Beete gemeinschaftlich zu nutzen und haben auch Vorschläge, wie ein Kräuterbeet und Insektenbeet für das gesamte Wohnheim, letztendlich wollen wir die Mitwirkenden aber selbst entscheiden lassen, welche Form für sie am besten passt. 

    Damit die Beete trotz hoher Fluktation im Wohnheim nicht vergessen werden, werden der Residenceworker und die Tutor*innen regelmäßig Veranstaltungen, wie beispielsweise Anpflanzaktionen im Frühjahr, stattfinden lassen und das Studierendenwerk in E-Mails immer zum Semesterstart informieren, sodass auch neu eingezogene Bewohner*innen darüber Bescheid wissen. Außerdem hängen wir noch ein Plakat im Schaukasten des Wohnheims auf und wollen auch im Garten ein Schild mit Infos und QR Code zur Gruppe aufstellen. 

    Wie offen ist der Garten? Kann die Nachbarschaft auch mitmachen?
    Zu deiner Frage können wir sagen, dass der Garten jetzt während der Erstellung erstmal nur für die Studierenden des Wohnheims Forststraße geplant ist, da wir einige Förderungen haben die sich besonders auf Projekte für Studierende fokussieren. 

    Eine Ausweitung der Nutzung ist, von unserer Seite aus, langfristig gesehen erwünscht. Da der Garten allerdings auf dem Gelände des Studierendenwerks West:Brandenburgs ist, müssen wir das noch abklären

    Wir möchten gemeinsam mit den Studierenden des Wohnheims in der Forststraße in
    Potsdam einen Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände anlegen. Der Garten soll von den
    Bewohner*innen gemeinschaftlich genutzt und gepflegt werden sowie allen als
    Aufenthaltsort offen stehen. Fachlich unterstützt uns dabei Alexa Junge, die umfassende
    Erfahrung in Gemeinschaftsgärten und Permakultur einbringt und bereits bei einer ersten
    Besichtigung verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten mit uns erarbeitet hat.
    Über die Tutorinnen des Wohnheims wurde bereits das Interesse der Bewohnerinnen
    abgefragt – mit sehr positiver Resonanz. Als nächstes laden wir über die WhatsApp-Gruppe
    des Wohnheims sowie den E-Mail-Verteiler des Studierendenwerks zu einem
    Planungstreffen ein. Dort stellt Alexa Junge verschiedene Gartengestaltungen vor und gibt
    Input zu Permakultur und nachhaltigem Gartenbau. Auf dieser Basis entsteht ein
    gemeinsamer Plan für Beete, Bepflanzung und weitere Gestaltungselemente.
    Anschließend beschaffen wir die benötigten Materialien wie Erde, Saatgut, Holz und
    vorzugsweise recycelte Baustoffe.
    Die praktische Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Arbeitseinsatzes zwischen Februar und
    April 2026. Die genauen Termine werden bei den Planungstreffen gemeinsam festgelegt,
    damit möglichst viele Bewohner*innen teilnehmen können. Ziel ist es, den Garten so
    vorzubereiten, dass direkt im Anschluss die Bepflanzung starten kann.
    Nach Fertigstellung wird der Garten an den Residenceworker des Studierendenwerks sowie
    die beteiligten Tutorinnen übergeben, damit langfristig eine gute Betreuung gesichert ist.
    Zusätzlich informieren Plakate, regelmäßige E-Mails und ein Beitrag auf der Website der
    Bürgerstiftung Potsdam über das Projekt und Möglichkeiten zum Mitmachen. Für die
    zukünftige Vernetzung der Gärtnerinnen wird eine Messenger-Gruppe eingerichtet, die über
    QR-Codes im Garten und online erreichbar ist.

    Kooperationspartner*innen
    Studierendenwerk West:Brandenburg
    Facetten der Kulturarbeit e. V. (Träger)
    Alexa Junge
    > Expertise beim Anlegen von (Gemeinschafts-)gärten
    Potsdamer Bürgerstiftung & freiGarten im freiLand (CULTUS UG)
    Art Department Studio Babelsberg GmbH

    Förder*innen
    Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Fachhochschule Potsdam
    Studierendenrat des Fachbereichs Stadt Bau Kultur (Stura) der Fachhochschule Potsdam
    Stiftung Anstiftung (Materialförderung)
    ProPotsdam GmbH (Sponsoring)

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  • Elmshorn: Gartenprojekt an der GU für junge Männer

    (Sachbericht)

    Die Gemeinschaftsunterkunft an der Agnes-Karll-Allee wurde im November
    2024 neu errichtet und verfügt über insgesamt 128 Plätze. Die Unterkunft ist ausschließlich für
    alleinstehende Männer vorgesehen. Bei der Planung des Gemeinschaftsgartenprojekts wurde
    davon ausgegangen, dass bis zu 100 Bewohner aktiv beteiligen könnten. Das Gartenprojekt
    wurde als Beschäftigungsmöglichkeit und als Angebot für eine aktive, gemeinschaftsorientierte
    Freizeitgestaltung konzipiert. Unser Ziel war es, den Bewohnern eine strukturierte Tätigkeit,
    einen Ort der Begegnung sowie eine Möglichkeit zur persönlichen Beteiligung und
    Verantwortung zu bieten.
    Der Antrag auf Förderung wurde im März 2025 gestellt und in Höhe von 2100€ genehmigt. Ab
    Mitte Mai konnten wir mit den Gartenarbeiten aktiv beginnen.
    Beschaffung des Materials. Mit den zur Verfügung gestellten Fördermitteln wurden
    Gartenwerkzeuge, Regentonnen, Schubkarren, Gießkannen, Gartenschläuche, torffreie
    Blumenerde, Samen sowie verschiedene Jungpflanzen angeschafft. Gartenhandschuhe konnten
    wir aus eigenen Mitteln finanzieren.

    Beschreibung des Gemeinschaftsgartens. Die Gemeinschaftsunterkunft verfügt über eine
    weitläufige Außenfläche, die sich gut für einen Gemeinschaftsgarten eignet. In unmittelbarer
    Nähe des Containerdorfs befindet sich die Grüne Villa, eine ehemalige Baumschule, auf deren
    Gelände regelmäßig Projekte stattfinden – organisiert sowohl durch unsere
    Kooperationspartner als auch durch das Unterkunftsmanagement. Nach Absprache mit der
    Stadt Elmshorn darf die bebaubare Fläche rund um die Grüne Villa für das
    Gemeinschaftsgartenprojekt genutzt werden.
    Es stehen sowohl Grünflächen direkt neben den Containern als auch Flächen auf dem Gelände
    der ehemaligen Baumschule zur Verfügung. Zunächst wurde ein kleiner Bereich hinter den
    Containern bepflanzt, auf dem ein Gemüsegarten entstand. Unsere Bewohner zogen im April
    und Mai Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika, Auberginen und Erdbeeren vor. Dies erfolgte
    teils gemeinsam im Gemeinschaftsraum, wo mehrere Bewohner zusammen die Samen in
    Anzuchttöpfe setzten. Nach 3-4 Wochen konnten die Jungpflanzen ins Freiland umgepflanzt
    werden. Einige Bewohner bevorzugten es, die Anzucht eigenständig in ihren Zimmern
    durchzuführen. Auch diesen Wunsch haben wir berücksichtigt.
    In der Grünen Villa wurde ein kleiner „Naschgarten“ angelegt, in dem Himbeeren, Brombeeren
    und Johannisbeeren gepflanzt wurden. Unsere Bewohner sowie Besucher der Grünen Villa
    konnten sich bereits im Juli und August über die erste Ernte freuen.
    Rechts von der Grünen Villa wurde zunächst nur einen kleinen Teil der verfügbaren Fläche
    genutzt, da unsere Kapazitäten begrenzt waren. Dort wurden Kartoffeln angebaut, deren ersten
    Knollen im Oktober geerntet werden konnten.
    Darüber hinaus wurden auf dem Gelände der Unterkunft Blumen gepflanzt – unter anderem vor
    dem Verwaltungscontainer, neben den Briefkästen sowie am Gemeinschaftscontainer.
    Zusätzlich erhielten einige Bewohner Samen und Zwiebeln, die sie eigenständig an den
    Wohncontainern pflanzen konnten. Dies führte zu einer sichtbaren Aufwertung der
    Außenanlage.

    Zum Abschluss der Saison wurde im November die Verkehrsinsel neben dem Parkplatz mit
    den Krokussenzwiebeln bepflanzt, welche voraussichtlich im kommenden Frühjahr erblühen
    werden.

    Beteiligte des Gartenprojektes. Die Gartenarbeiten erfolgten unter Anleitung und Aufsicht
    des Unterkunftsmanagements. Hauptsächlich wurden sie von Bewohnern durchgeführt, die an
    den Arbeitsgelegenheiten gemäß §5 des Asylbewerberleistungsgesetzes teilnehmen. Insgesamt
    waren 12 Bewohner beteiligt. Für ihre Arbeit erhielten sie eine zusätzliche Vergütung von 0,80€
    pro Stunde. Darüber hinaus unterstützten uns auch Bewohner, die nicht unter das
    Asylbewerberleistungsgesetz fallen oder nicht zu den Arbeitsgelegenheiten verpflichtet sind.
    Tatsächlich fiel die Zahl der aktiven Teilnehmer jedoch geringer aus als ursprünglich erwartet.
    Der Großteil der Bewohner sind junge Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die
    überwiegend durch Sprachkurse oder Arbeitstätigkeiten eingebunden sind. Dadurch stand
    vielen nur begrenzt Zeit zur Verfügung, um regelmäßig am Gartenprojekt teilzunehmen.
    Dennoch fanden sich engagierte Gruppen, die die Gartenarbeiten zuverlässig unterstützten.
    Die Aufgaben der Teilnehmer des Gartenprojekts umfassten unter anderem die Anzucht der
    Pflanzen, die Pflege der Beeten, das Gießen sowie das Pflanzen und Beschneiden der Blumen.
    Einige Bewohner brachten wertvolle Vorerfahrungen aus ihren Herkunftsändern im Bereich
    Landwirtschaft und Gartenarbeit mit. Für viele andere – ebenso wie für Teile des
    Unterkunftsmanagements – war das Projekt eine neue und bereichernde Erfahrung sowie eine
    Gelegenheit, gemeinsam Neues zu lernen. Auch unsere Kollegen vom Quartiersmanagement
    der Unterkunft beteiligten sich aktiv am Projekt.

    Weitere Planung und Verbesserungspotenzial.
    Insgesamt war das Projekt sehr erfolgreich. Allerdings war der Startzeitpunkt teilweise etwas
    spät, da viele Gemüsesorten üblicherweise 1-2 Monate früher gepflanzt werden sollten.
    Außerdem fiel die Ernte im Bereich hinter den Wohncontainern geringer aus als erwartet, da
    ein Teil der Jungpflanzen aufgrund niedriger Temperaturen Frostschaden erlitt. Dennoch
    konnten wir eine gute Menge Zucchini, Tomaten und zwei Kürbisse ernten. Das Meiste wurde
    unter den Bewohnern verteilt. Die Kürbisse nutzten wir im Oktober zur Halloween-Dekoration
    unseres Büros.

    Diese Erfahrungen werden wir im kommenden Jahr berücksichtigen. Ein großer Vorteil besteht
    darin, dass wir vom Vorbesitzer der Grünen Villa (der damaligen Baumschule) ein großes
    Gewächshaus – abgesehen von der Deckfolie – übernehmen konnten. Im Frühjahr 2026 ist
    geplant, dort Gemüse und Erdbeeren vorzuziehen. Die Installation des großen Gewächshauses
    hat bereits begonnen.

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  • Bremen: mehr Mitgärtner*innen im Garten im Irgendwo

    (Sachbericht)

    Zu Saisonbeginn haben wir als offene Gartengruppe die
    Hochbeete repariert, Erde aufgefüllt und die
    Kräuterspirale erneuert. Einige Beete waren abgesackt
    oder hatten lockere Stellen, das konnten wir alles
    ausbessern. Auch das Gewächshaus wurde weiter
    genutzt, um Jungpflanzen vorzuziehen.
    Wie immer haben wir komplett ökologisch gearbeitet –
    also ohne Chemie, dafür mit Kompost, organischem
    Dünger und natürlichen Methoden gegen Schnecken und Blattläuse. Die Anschaffung von Schneckenkragen und
    Marienkäferlarven hat uns sehr geholfen. Ein neues,
    dauerhaftes Kompostsystem haben wir ebenfalls
    angelegt.
    Da wir nicht genug Platz haben, um alles selbst
    vorzuziehen, haben wir zusätzlich Jungpflanzen bei
    einem lokalen, inklusiven Bio-Betrieb gekauft. Das hat
    gut funktioniert und uns viel Arbeit abgenommen.
    Gemeinschaft und Miteinander
    Der Garten war auch dieses Jahr ein Ort, an dem viele
    Menschen zusammenkamen: zum Arbeiten, Reden, Lernen
    oder einfach Dasein. Die wöchentlichen Treffen waren wieder
    gut besucht. Insgesamt wuchs die Gruppe auf 15 Mitglieder
    an, da wir den Garten als öffentlichen Garten eingetragen
    haben. Entscheidungen haben wir gemeinsam getroffen, und
    jede*r konnte sich so einbringen, wie es passte. Dieser offene
    und solidarische Umgang miteinander ist uns wichtig – und er
    funktioniert im Garten jedes Jahr ein Stück besser.
    Gemeinsames Kochen mit der Ernte war erneut ein Highlight.
    Es ist schön zu sehen, wie aus kleinsten Setzlingen später eine ahlzeit wird, die wir miteinander teilen können.
    Was der Garten bewirkt
    Der Garten ist zu einem festen, grünen Punkt in der Airportcity in Bremen geworden – mitten im
    Beton bietet einen kleinen Ort zum Durchatmen, für Begegnung und für kleine Erfolgserlebnisse
    im Alltag.

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  • Berlin: Bei „Kraut und Rüben“ sind auch Jugendliche dabei

    (Antrag, Antworten)

    Unser Gemeinschaftsgarten „Kraut und Rüben“ hat sich im Jahr 2025 dynamisch weiterentwickelt
    und ist inzwischen ein fest etablierter Lern- und Begegnungsort im Sozialraum Marzahn-Süd.
    Mehr als 30 aktive ehrenamtliche Gärtner*innen engagieren sich inzwischen regelmäßig im
    Garten, pflegen ihre Beete und gestalten gemeinsame Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche
    und Familien. Ein wöchentlich tagender Gartenrat koordiniert dabei Aufgaben, Nutzungsregeln
    und Anschaffungen – ein Modell, das sich als besonders erfolgreich und strukturstärkend erwiesen
    hat .
    Parallel dazu wächst die Teilnahme junger Menschen: Regelmäßig beteiligen sich etwa 15 Kinder
    mit ihren Familien am Gärtnern, und 2025 wurde deutlich, dass wir auch immer mehr Jugendliche
    im Alter von 14 – 16 Jahren erreichen. Insbesondere Schulen aus dem Umkreis nutzen unseren
    Garten für Projektwochen der 9. und 10. Klassen, die sich thematisch mit Umwelt, Nachhaltigkeit
    und Gärtnern beschäftigen. Im Jahr 2025 hatten wir insgesamt 125 Jugendliche in unserem
    Garten, die sich aktiv beteiligten. Damit ist unser Garten zu einem zentralen Lernort für
    naturpädagogische Angebote geworden.
    2. Das „Grüne Klassenzimmer“ – ein naturnaher Bildungsort
    Das von uns aufgebaute „Grüne Klassenzimmer“ wird von Kitas, Grundschulen und nun
    zunehmend auch von weiterführenden Schulen genutzt. Insgesamt waren 350 Kinder und
    Jugendliche bei uns, die unser Grünes Klassenzimmer begeistert annehmen. Es umfasst:
     kindgerechte Hochbeete (4–6 Stück)
     mobile Pflanzkästen
     Gewächshaus zum Ausprobieren
     altersgerechte Gartenwerkzeuge
     eine kleine überdachte Sitz- und Lerninsel
     Lernmaterialien für unterschiedliche Altersstufen
    Der Lernort ist kein schulischer Unterrichtsraum, sondern ein sinnlich erfahrbarer
    Naturlernbereich: Kräuter riechen, Pflanzen pflegen, Wachstumsprozesse beobachten, Ernte
    besprechen – all dies geschieht spielerisch, inklusiv und praxisorientiert .
    Kinder und Jugendliche gärtnern dort angeleitet, unterstützt durch unser ehrenamtliches Team.
    Was angebaut wird, entscheiden die Gruppen gemeinsam – die Ernte fließt in Projekte zur
    gesunden Ernährung und Naturbildung ein.
    3. Warum wir 2026 eine weitere Förderung benötigen
    Die stark steigende Nachfrage seitens Schulen, Kitas, Familien und Ehrenamtlichen erfordert eine
    solide Grundausstattung des Gartens. Die Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen ist sehr eng,
    allerdings kann keine dieser Einrichtungen das Projekt finanziell unterstützen, da die kommunalen
    Budgets – insbesondere für präventive Bildungsangebote – deutlich reduziert wurden.

    1. Werkzeuge und Gartengeräte

    Für das Jahr 2026 benötigen wir ein flexibel einsetzbares Budget zur Anschaffung und Ergänzung von Gartengeräten, die universell und altersübergreifend von Kindern sowie Jugendlichen genutzt werden können.

    Da inzwischen jedes Jahr mehrere Hundert Kinder und Jugendliche bei uns im Garten aktiv sind, müssen Werkzeuge regelmäßig ersetzt werden oder ergänzt werden, um den pädagogischen Gartenbetrieb sicherstellen zu können.

    Das Budget ermöglicht uns, im Laufe des Jahres diejenigen Geräte anzuschaffen, die tatsächlich benötigt werden – zum Beispiel Schaufeln, Hacken, Spaten, Rechen, Gießkannen oder Gartenscheren.

    Zum Rasenmäher im letzten Jahr:
    Der Rasenmäher war eine dringend notwendige und einmalige Anschaffung, da der alte aufgrund der starken Nutzung durch Kinder- und Jugendgruppen nicht mehr funktionsfähig war. Wir entschuldigen uns ausdrücklich dafür, dass wir hierbei die Förderbedingungen nicht beachtet hatten, und danken sehr für eure Kulanz. Selbstverständlich wird ein solches Versehen künftig nicht mehr vorkommen.

    2. Zusätzliche Beete und deren Bau

    Wir planen, zwei weitere Beete für die Jugendlichen anzulegen, da die Nachfrage im vergangenen Jahr deutlich gestiegen ist.

    Die Beete werden nicht als Fertigbeete gekauft, sondern weiterhin gemeinsam selbst gebaut – durch unser ehrenamtliches Team, unterstützt von Jugendlichen im Rahmen eines gemeinschaftlichen Bautages. Damit bleibt das Projekt handwerklich-pädagogisch eingebettet und entspricht den Förderbestimmungen.

    3. Erde, Pflanzen und Saatgut

    Für die Kinder- und Jugendbeete benötigen wir über das Jahr hinweg Erde sowie Pflanzen und Saatgut.

    Da verschiedene Gruppen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eigene Gartenprojekte umsetzen, brauchen wir die Möglichkeit, saisonal und bedarfsorientiert zu kaufen. Die Entscheidung darüber, was angebaut wird, erfolgt gemeinsam mit den jeweiligen Gruppen im Rahmen der pädagogischen Arbeit.

    4. Jugendliche, die regelmäßig gärtnern

    Unsere feste Kerngruppe umfasst etwa 25 Jugendliche, die unabhängig von Schule, Ferienangeboten oder Projekttagen regelmäßig im Garten aktiv sind.

    Zusätzlich nutzen Schulen das „Grüne Klassenzimmer“ für Projektwochen und thematische Unterrichtseinheiten, wodurch im vergangenen Jahr insgesamt 125 Jugendliche im Garten waren.


    5. Aufteilung der Beete zwischen Schulen/Kitas und Jugendlichen

    Die Bereiche im Garten sind klar strukturiert:

    • Schulen und Kitas nutzen überwiegend das „Grüne Klassenzimmer“ mit kindgerechten Beeten und mobilen Pflanzkästen.
    • Die Jugendlichen verfügen über eigene Gemeinschaftsbeete und ein Gewächshaus.

    So bleiben Verantwortung und Zuständigkeiten klar abgegrenzt. Schulen und Kitas arbeiten projektbezogen, während die Jugendlichen langfristig und kontinuierlich gärtnern.

    6. Mitfinanzierung durch Fördervereine oder weitere Quellen

    Wir haben bei Schulen und Fördervereinen angefragt; aufgrund der angespannten Haushaltslage im Bildungsbereich stehen dort aktuell keine Mittel für naturpädagogische Projekte zur Verfügung (dies deckt sich auch mit unseren Erfahrungen aus 2025).

    Weitere Finanzierungsideen bestehen jedoch weiterhin, beispielsweise:

    • kleinere lokale Mikroförderungen
    • Sachspenden aus der Nachbarschaft
    • Unterstützung durch Ehrenamtliche
    • Einnahmen aus Gartenfesten oder Mitmachaktionen

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  • Hoyerswerda: Garten der Generationen entsteht

    (Antrag, Antworten)
    Unser Verein betreibt in der Stadt Hoyerswerda seit 25 Jahren das „Haus der Begegnungen“. Wir führen hier eine Vielzahl von sozialen Projekten wie die Tafel, die Suppenküche, eine Möbelwerkstatt, einen Kräutergarten und den Tafelgarten durch.

    In unserem geplanten Garten der Generationen sollen sich Kinder, Eltern und Großeltern miteinander beschäftigen. Das muss nicht heißen, dass nur Familien zum Projekt zugelassen sind, nein, die verschiedenen Generationen sollen auch aus verschiedenen Familien kommen. Das schafft Vielfalt in den Gedanken und Ideen für die Durchführung. Wir möchten auf ca. 800m² einen kleinen Garten mit Hoch- und Flachbeeten aufbauen, die Wege so gestaltet, dass sie barrierefrei sind und auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Möglichkeit geben, sich zu engagieren. Auf den Beeten werden Obst und Gemüse angebaut, aber auch Blumen, damit eine Vielfalt von Insekten sich tummeln können. In diesem Rahmen sehen wir das Wildbienenprojekt. Dabei soll ein Insektenhotel gebaut und Wildbienen beobachtet werden. Der Anbau von Bienenweiden oder insektenfreundlichen Pflanzen wird verbunden mit dem Anbau von Gemüse und Kräutern, die in Tafel und Suppenküche sowie gemeinsamen Kochveranstaltungen verwendet werden.

    Wir verfügen an unserem Standort über die Möglichkeiten, die uns der Tafelgarten und das Grüne Klassenzimmer bieten. Das Thema gesunde Ernährung spielt dort schon eine große Rolle. Jetzt wollen wir dieses Projekt noch mehr in den Focus der Öffentlichkeit rücken. Wir wollen noch viel mehr Menschen, nicht nur den Tafelkunden, die Möglichkeit geben, von unserer Arbeit und unseren Projekten zu partizipieren.
    […]

    Wir würden uns gern um eine Förderung für ein Erdgewächshaus bewerben. Ein Erdgewächshaus ist eine kluge und umweltfreundliche Lösung für alle, die ihren Garten nachhaltig und unabhängig gestalten möchten. Es kombiniert traditionelle Bauweise mit moderner Nachhaltigkeit und sorgt für frisches Gemüse zu jeder Jahreszeit. Ein Erdgewächshaus wird teilweise oder vollständig in die Erde gebaut. Die Seitenwände bestehen aus Erde, die als natürliche Isolierung dient. Die Dachkonstruktion ist meist mit einer transparenten Abdeckung versehen, die Sonnenlicht einlässt und gleichzeitig Wärme speichert. So entsteht ein Raum, der unabhängig von den Außentemperaturen genutzt werden kann

    • Die Basis der Gruppe bilden ca. 15-20 Personen, die sich zusammengefunden haben, um miteinander den Garten der Generationen weiter auszubauen. Die Gruppe ist nicht immer vollständig und die Teilnahme fluktuiert. Aber Nachbarn aus dem Wohngebiet sind in jedem Fall dabei.
    • Ja, an der Planung war der Seniorenbeirat der Stadt Hoyerswerda beteiligt. Verschiedene Bereiche sind barrierefrei geplant.
    • Die Fläche gehört der Stadt Hoyerswerda, unser Verein hat einen unbefristeten Nutzungsvertrag. Die Gebäude werden i9m nächsten Jahr komplett saniert, ein Weiterbestehen ist damit gewährleistet
    • Es gibt bereits Beete, auf denen Obst und Gemüse angebaut wird, deren Anteil sind ca. 400m², In den geplanten Hochbeeten entstehen Kräuterbeete und Salatbeete.
    • Den Tafelgarten gibt es seit ca. 10 Jahren. Der Garten der Generationen ist erst im Aufbau, aber die TeilnehmerInnen haben entschieden, dass dieser Garten zu großen Teilen den sozialen Projekten des Vereins zugutekommen soll. Über die Bepflanzung sollen die TeilnehmerInnen gemeinsam mit unserer Gärtnerin entscheiden.
    • Entscheidungen werden demokratisch gefällt, jeder kann kommen und mitmachen
    • Die Werbung erfolgt über Flyer und Aushänge im Verein sowie dien Newsletter, den der Projektträger herausgibt.
    • Gehwegplatten und Stufen sind Spenden bzw. werden „alte Bestände“ verarbeitet, die Folie ist normale Folie für Gewächshäuser.
    • Die Erdaushubarbeiten für das Erdgewächshaus wird eine befreundete Firma übernehmen, alles andere machen die Teilnehmer des Projektes. Interessenten sind uns jederzeit willkommen. Der Bau soll im Frühjahr beginnen.

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  • Waldkirch: Gruppe baut Wasserschuppen

    (Antrag, Antworten)

    Erneuerung und Weiterentwicklung des „Wasserschuppens“ im
    Mitmach-Garten der Essbaren Stadt Waldkirch
    Unser „Wasserschuppen“ kombiniert die Funktion des Regenwassersammelns in 1000 l-
    Containern und kleineren Regentonnen über die Dachfläche mit der Funktion der
    Unterbringung von Gartengeräten wie Schubkarren und Werkzeugen.
    Umsetzung des Projektes: Frühjahr 2026 (ca. März/April)
    Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre mit dem alten Wasserschuppen möchten
    wir nun nach eigenen Plänen und in eigener Umsetzung eine Weiterentwicklung des
    Schuppens realisieren.
    Die Vorteile gegenüber der alten Lösung:
    • Es fließt kein Regen mehr in den Innenraum. Die trockene Unterbringung der Utensilien
    wird gewährleistet.
    • Die Regencontainer stehen außerhalb. Dadurch entsteht mehr Stauraum, was u.a. die
    Unterbringung unseres umweltfreundlichen Strohhäckslers ermöglichen wird.
    • Die Gerätschaften werden durch Doppelstabmatten vor Diebstahl geschützt.

    – wem gehört die Fläche und ist die Nutzung durch den Mitmachgarten begrenzt? Die Fläche des Mitmach-Gartens und des Elzbeetes gehört der Stadt. Wir haben keinen schriftlichen Vertrag. Die Rechtsform ist eine sog. Duldung. Im Rahmen unserer Anliegen sind wir frei.

    – habt ihr einen Zaun? Gibt/gab es Vandalismus o.ä.? Kein Zaun von der Stadt gewünscht. Uns gefällt, dass der Garten jederzeit zugänglich ist – bis auf das Problem des „Gemüseklaus“.

    – wie groß ist die kerngruppe, wie viele Menschen gärtnern wirklich und wie viele nutzen den Garten ansonsten? Ca 1 Dutzend mit unterschiedlichsten Aufgaben wie Rasenmähen, Heckenschneiden, Webseite pflegen, Hauptverantwortung Kräuter und Heilpflanzen, Hauptverantwortung Gemüse,Hauptverantwortung Beeren,Kindergartenbeete … Durch die Aufteilung gelingt die Grundpflege inzwischen recht gut. Problem ist, dass zum wöchentlichen „offenen Gärtnern“ im Frühjahr ca 7, machmal auch 15 Leute kommen, später 1 – 5. Es wäre bes. für mich entlastend, wenn mehr Leute mitmachen würden. Unklar, wie der Bevölkerung kommuniziert werden kann, dass es auch eine Hilfe für uns ist, wenn man nur einmal unverbindlich kommt. ??? Wenn jede Woche 2 – 3 Mithelfer*innen kämen, wäre das schon toll.

    – wie kann man mitmachen, wie führt ihr die Menschen ein, die neu dabei sein wollen? Wo macht ihr Öffentlichkeitsarbeit? Einführung: Beim 1. Mitmachen den Garten erklären, i.a. nach Grundwissen, das auf einer Infoveranstaltung oä. vermittelt worden ist. Ich mache jede Woche eine To Do-Liste, aus der man sich aussuchen kann, was man machen möchte. Das wird als sehr freilassend und informativ empfunden. Darüber hinaus haben einige Mitmacher*innen eine eigene kleine Fläche zur Pflege übernommen. Deutlich steigt die Identifizierung mit der Fläche, wenn man sie selber pflegt. Andere schätzen es, unverbindlich hin und wieder mitzumachen und dann klar kommuniziert zu bekommen, was gerade zu tun ist.

    Öffentlichkeitsarbeit: Im Garten selber durch Gespräche mit den vielen Besuchern. Wobei die meisten innerlich abschalten, wenn wir tiefer gehen ☹️. Vermittlung von enkeltauglichem Gartenwissen in  Infosystem zum eigenständigen Erkunden -> Schilder auf den Beeten zu verschiedensten Themen; Vertiefung durch Infokarten, die man sich mitnehmen kann; Geocaching-Pfad zu Klimaschutz und Biodiversität; Gartenrallye zu Biodiversität im MMG (Mitmach-Garten), s.a. Webseite; Projekttage mit Schulen; Seminare; Besonderes wie Tag der Artenvielfalt, Klimabrunch und Filmabend (Unsere große kleine Farm); Werbung beim Neubürgerempfang, Markt, Klimaschutzgespräch …

    – was passiert mit der Ernte? Was übrig bleibt, teilen wir unter den anwesenden Mitmach*innen auf bzw. kochen nach dem Gärtnern etwas daraus -> Feuerschale, Chantico Terrassenofen, Lehmbackofen. Quelle des Unmutes ist, dass Vieles von Besuchern geerntet wird, leider auch, nachdem wir ihnen die Ernteregeln erklärt haben. Als wir 2013 begannen, haben wir uns gefreut, als zum 1.x etwas geerntet worden ist – nach dem Vorbild der Essbaren Stadt Andernach. Inzwischen hat sich da viel Frust eingenistet, weil der Energieausgleich für den persönlichen Einsatz als nicht gegeben empfunden wird. Dabei spielt es eine Rolle, dass sich die Essbare Stadt Andernach aus Steuergeldern finanziert (Top Down), während wir als Bürgerinitiative alles selber stemmen (Bottom Up). Hinzu kommt, dass durch den MMG so viele Besucher gehen, dass schlichtweg nie etwas da wäre, was man in diesem „Anschauungsgarten“ anschauen könnte, wenn jedeR auch nur ein Exemplar vom Gemüse mitnehmen würde. Ernteregeln: Beeren und Küchenkräuter jederzeit gerne naschen und Samen mitnehmen, Gemüse nur nach Absprache mit jemandem aus dem Team.

    – was für Kooperationen habt ihr? Kneipp-Verein, Stadt Waldkirch, Klimaschutz AK, Kino Klappe 11, Schwarzwaldverein, Schwarzwaldzoo, Waldkircher Beschäftigungsinitiative WABE, Mehrgenerationenhaus, BUND, NaBu, Schulen, Kindergärten …

    – wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens? Gar nicht. Aber wie das bei Hobbys so ist, wird en passant manches aus der eigenen Tasche bezahlt.

    – wie habt ihr euch bisher finanziert? Boden u. diverse Sachleistungen: Stadt Waldkirch. Private Spenden und Spenden von Geschäftsleuten, EDEKA Bonaktion, Preisgeld Bawü blüht, Allianz für Beteiligung: Beteiligungstaler, Bosch-Stiftung: Common Ground-Projekt …

    – habt ihr noch andere Möglichkeiten, Geld für den Bau zu bekommen (auch anteilig)? Darum haben wir uns bislang nicht gekümmert. Wir hoffen halt auf euch ????

    habt/braucht ihr eine Baugenehmigung für den Schuppen? Nein. Das Objekt ist zu klein, um eine Baugenehmigung zu brauchen. Baden-Württemberg bis 40 m3 genehmigungsfrei.

    Was sagt der Eigentümer der Fläche? Die Stadt haben wir nicht gefragt, aber da der neue „Schuppen“, besser gesagt „Unterstand“, nicht größer wird, sondern nur sinnvoller genutzt und an derselben Stelle, wird das schon okay sein.

    – wer und wie viele wollen den Schuppen bauen? Leute aus unserem Team, vor allem Männer, Anzahl offen. Wir rühren die Werbetrommel, wenn es soweit ist. 

    wie groß soll der Schuppen werden? ca. 4x3m, gut 2m hoch 

    Habt ihr jemanden, der euch anleitet? Fachkompetenzen sind im Team vorhanden. 

    Wer kümmert sich um die Statik und nimmt jemand dann das Gebäude ab? Nein -> Fachkompetenzen. Es ist kein „Gebäude“, sondern nach 3 Seiten offen und dort nur mit Doppelstabmatten versehen. Eine Schiebetür aus Doppelrohrmatte wird den Eingang nur Befugten gewähren. Es war unsere Absicht, eine möglichst schlichte, langlebige, kostengünstige, praktische und transparente Lösung zu finden. Gerne schicke ich Fotos nach der Fertigstellung.

    – Könnt ihr Teile des bisherigen Schuppens wiederverwenden? Ja, soviel wie möglich.

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  • Schwerin: Schuppenselbstbau im GG Grünes Klassenzimmer

    der Gemeinschaftsgarten „Grünes Klassenzimmer“ ist auf einer Insel vor Schwerin. Wir haben letztes Jahr den Bau eines Lehmofens gefördert.

    Der Garten hat sich trotz der Insellage gut entwickelt, die Gruppe, die sich regelmäßig kümmert ist sogar etwas größer geworden (6 sind im „harten Kern“, dazu noch andere Vereinsmitglieder, mehr Gruppen und Interessierte kommen (Antworten auf meine Fragen sind im PDF unter dem Finanzplan ausführlich beantwortet). Auch Schulklassen nutzen den Garten/die Möglichkeiten, die es durch den Garten gibt.

    Sie wollen nun einen stabilen Geräteschuppen selber bauen, um Gartengeräte gut unterbringen zu können. Sie haben es „durchgekämpft“, das auf der Naturschutzinsel bauen zu dürfen, sie nutzen soweit irgend möglich Naturbaustoffe und wollen durch die Nutzung des Regenwassers weitere Garten-Kreisläufe schließen.
    Es werden hauptsächlich Tomaten, viel Minze, Kräuter und Obst angebaut. Zudem ist es ein Ort für Umwelt- und Naturbildung.

    Der Bau wird jahrelang dauern, doch Mario ist ganz sicher, dass sie das schaffen und die Mitmachenden nicht abspringen

    Die Fertigstellung dieses mehrjährigen Baus ermöglicht eine
    sichere, planbare und ökonomische Bereitstellung verschiedener,
    bereits vorhandener und hochwertiger Arbeitsgeräte zur Pflege
    und Entwicklung des „Grünen Klassenzimmer“ als
    Gemeinschaftsgarten sowie als modellhafter Natur- und
    Schaugarten. Vereinsmitglieder sowie neue Teilnehmer in den
    verschiedenen Workshops (bspw. Sensen, Holzbau, Obstbaum-
    und Gartenpflege) werden durch den dann entstandenen
    Sicherheits- und Ordnungsrahmen befähigt sein, zukünftig
    selbstständig die Auswahl passender Arbeitsgeräte vorzunehmen.
    Damit vereinfachen sich die vielseitigen Arbeits- und
    Gestaltungsprozesse im „Grünen Klassenzimmer“ um ein
    Vielfaches und auch größere (Schul-) Gruppen können praktische
    Erfahrungen innerhalb ihres sozial-ökologischen Engagements
    sammeln oder vertiefen. Ihr Aufenthalt auf der Naturschutzinsel
    erhält damit eine ganzheitliche Qualität ganz im Sinne unseres
    Kooperationspartners „Lernen durch Engagement“ sowie „Natur
    im Garten – gesund halten, was gesund hält“.
    Unser gemeinnütziger Naturschutzverein „Freunde der Insel
    Kaninchenwerder e.V.“ stellt innerhalb dieses Projektes bereits die
    zukünftig zum Einsatz kommenden Arbeitsgeräte in hoher
    Stückzahl zur Verfügung und übernimmt außerdem sowohl die
    Planung als auch die gemeinschaftlich technisch-logistische
    Umsetzung des Bauvorhabens in mehreren Bauphasen bis hin zur
    endgültigen Fertigstellung zum Jahresende 2027.
    Bei der Wahl der Baumaterialien verwenden wir aus eigenem
    Interesse heraus möglichst umfassend Naturbaustoffe und wollen
    die Dachfläche zur zusätzlichen Ableitung, Rückhaltung und
    Nutzung von Regenwasser im Sinne einer ökologischen
    Kreislaufwirtschaft sowie als eines der Prinzipien eines
    Naturgartens veranschaulichen.
    Die außerdem neu entstandenen vertikalen Wandflächen an
    einem idealen Standort werden zusätzlich zur Integration von
    Vogel- und Insektennisthilfen berücksichtigt. Auch eine solare
    Energienutzung soll eine Rolle spielen sofern es eine energetisch-
    positive Bilanz hergibt bzw. erlaubt.

    Hochwertige Werkzeuge und Arbeitsgeräte in entsprechender Anzahl und Funktion
    (manuell, akku- als auch strombetrieben) für unsere aktuellen wie auch zukünftigen
    Vorhaben haben wir in den letzten Jahren durch Eigenfinanzierung kontinuierlich
    aufbauen und vorbereiten können. Einweisung, Beaufsichtigung und Anleitung obliegt
    dabei im Bedarfsfall unserem dreiköpfigen Vereinsvorstand. Für unser aktuelles
    Bauvorhaben (Geräteschuppen) bieten sich teilweise Kleingruppen in einem 4-6-köpfigen
    Teilnehmerkreis an. Da wir immer in geschlossenen Arbeitsschritten zu Werke gehen,
    lässt sich der erforderliche Arbeitsaufwand gut über eine längere Zeit hinweg planen und
    verteilen. Die erste Bauphase zur Anlage des Fundaments werden wir deshalb sicherlich
    zum Jahresende 2026 abgeschlossen haben. Geplant sind parallel jedoch ebenso auch
    „Gartenworkshops“ (z.B. Wiesenmahd/Heuernte o.a. Apfelernte o.ä.) mit größeren
    Schulgruppen oder -klassen, deren Vor-Ort-Einsatz durch die Nutzung eines
    entsprechend angelegten Geräteschuppens dann besser organisier- und durchführbar ist.
    Unsere aktuell 14-köpfige Vereinsgruppe ist durch einen Signal-Messenger verbunden,
    durch den alle Mitglieder zeitnah und auch bebildert über die aktuellen Entwicklungen
    und Fortschritte praktischer Natur informiert und interessiert werden. Einige Teilnehmer
    pflegen auch am Festland gemeinsame Aktivitäten in Vorbereitung auf anstehende
    Arbeitsschritte auf der Naturschutzinsel. Wir können dadurch unsere (Teil-)Projekte
    immer verlässlich und gut starten sowie erfolgreich zu einem positiven Ergebnis zu Ende
    bringen. Da einige Vereinsmitglieder im Schuldienst tätig sind, können diese auch gut
    planbare Ferienzeiten in ein gemeinsames Engagement vor Ort einbringen. (mehr …)

  • Tübingen: wieder mehr Gärtner*innen bei der Wilden Linde

    (Sachbericht)

    Der Gemeinschaftsgarten ist seit 2024 bei NABU eingetragen als torffreier Garten und partzipiert
    ebenso in der Initatve Blühende Wiese, die von der Abteilung Evolutonsbiologie an der Universität Tübingen organisiert wird. Aus beiden Beteiligungen leiten sich Prinzipien der Bewirtschaung des Gartens ab, die folgende Charta noch ausspezifizieren.
    Erarbeitung einer Gartencharta
    Wir haben folgende Punkte als Grundlage zur Zusammenarbeit im Garten erarbeitet:
    1. Menschen, Tiere und Pflanzen werden respektvoll behandelt, in Wort und Tat
    2. Pflanzenvielfalt, Tiervielfalt und Ertrag für den Menschen sind gleichermaßen wichZg
    3. Beikrautpflanzen, die Insekten dienen, sind ein wertvoller Bestandteil des Gartens und gehören
    dazu
    4. Chemisch-synthetsche Hilfsmittel (z.B. Schneckenkorn, synthethscher Dünger) werden maßvoll und
    tendenziell wenig verwendet

    Mitmachende
    Im Laufe des Jahres 2024 haben zwischen sieben und 12 Leute im Garten mitgearbeitet. Wir sind froh
    wieder mehr Leute gewonnen zu haben, die regelmäßig dabei sind. Ein Artkel in der Lokalzeitung
    „Schwäbisches Tagblatt“ hat uns viel positve Resonanz gebracht.
    Vernetzung
    Wir haben den Garten auf dem „Markt der Vereine“ vorgestellt, wo lokale Initativen um Mitglieder
    unter Neubürgern Tübingens werben können, und stehen zusätzlich im Austausch mit der „Umwelt-
    AG“ des Wildermuth-Gymnasiums, um über eine mögliche Beteiligung der Schüler*innen im
    nächsten Jahr zu verhandeln. Für Schüler der benachbarten Grundschule Lindenbrunnen wird im
    April eine sogenannte Elter-AG angeboten, wo Schüler und Schülerinnen Schwebfliegelagunen bauen
    werden. Außerdem hat sich der Garten als „troffreier Garten“ (bei Nabu) und „Bunte Wiese“ (bei
    einem EU-geförderten Projekt der Universität Tübingen) registrieren lassen.

    Dauer der Gartensaison
    Das Gartenjahr hat dieses Jahr (2024) Anfang März begonnen und Ende November geendet. In dieser
    Zeit haben wir uns wöchentlich dienstags und freitags von 15.30 bis 18.00 Uhr getroffen, insgesamt
    also ca. 70 mal. In der heißen Jahreszeit gab es zusätzliche Gießtermine.

    Wetter und Ertrag
    Das Jahr 2024 war insgesamt regenreich. Trotzdem hat sich der Schneckenfraß dieses Jahr in Grenzen
    gehalten, allerdings wurden erstmalig die an sich resistenten Wildtomaten von Braunfäule befallen.
    Wir haNen einen unterdurchschniNlichen Ertrag, obwohl wir deutlich mehr gedüngt haben al in
    vergangenen Jahren

    Standardprogramm
    Wie in jedem Jahr wurden im Frühjahr acht Gemüsebeete bearbeitet. Insektenfreundliche
    Wildpflanzen wie NachtschaNen, Königskerze, Wiesenkerbel, Schafgarbe und Karde wurden als
    Bienenweide stehen gelassen.
    Am Samstag, dem 11. Mai war der Pflanztag für alle wärmeempfindlichen Setzlinge. Im Juli wurde
    Zuckerhut und Endiviensalat gepflanzt. Im September und Oktober wurde Ackersalat gesetzt.
    Der Kompost wurde im April und im Oktober umgesetzt. Die Wiese und Wege wurden gesenst und
    der GrasschniN wurde zum Mulchen der Beerensträucher verwendet.

    Zusätzliche Maßnahmen
    Neben dem Standardprogramm gab es in diesem Jahr einige kreative gärtnerische Initativen:
    • Anlage eines kleinen Kartoffelbeets
    • Pflanzung einer Feige, mehrerer Kirschbäume, eines Winterjasmin sowie mehrerer
    Beerensträucher, gezogen aus Stecklingen
    • Umpflanzung zweier Himbeeren aus SchaNen- in Sonnenbereich
    • Kompostkasten aus Weidenruten gebaut
    • Neuanlage einer Benjes-Hecke
    • Brombeeren-RückschniN
    • Pflanzung von im Jahr zuvor gesammelten Brutzwiebeln von Knoblauch
    Eigenbeitrag (finanziell und materiell)
    • Geschenk einer Feige, einiger junger Kirschbäume, einer Haselnuss, eines Winterjasmin, sowie
    selbstangezogener Tomatenpflanzen, insbesondere Wildtomaten
    • Sammeln, Trocknen, Beschri-en und Auoewahren von Wildblumensamen (z.B. Rotklee,
    Ödermännig und Gundermann)
    • Geschenk einer relaZv großen Menge Holz eines in der unmiNelbaren Nähe gefällten Baumes (ca. 4
    Kubikmeter) und Verarbeitung durch, Philip, ein Mitglied des Gartens
    • Geschenk zweier Hochbeete vom scheidenden Pop-Up Gemeinscha-sgarten „Gleisgarten“
    Themen mit denen wir uns auseinandersetzen

    Ein wichtiges Thema ist der Wunsch nach dauerha-en verlässlichen Mitgärtnern und verlässlicher
    Wasserversorgung.

    Wintertreffen
    Es fanden drei Wintertreffen zwischen November und Ende Jan

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  • Langen: Beetschwestern kümmern sich um Dorfgemeinschaftsgarten

    (Antrag, Antworten)

    Im Dorf Langen mit knapp 1500 Einwohnenden gibt es als Begegnungsort seit kurzem die Kreativwerkstatt, die letzte Kneipe jatte schon geschlossen. Dort kann Kneipenbetrieb stattfinden, es gibt eine Küche, in der man zusammen kochen kann und ein kulturelles Programm. Im Außenbereich ist ein Gemeinschaftsgarten abgelegt worden und eine Gruppe von bisher 18 Frauen, die sich Beetschwestern nennt, pflegt den Garten, gärtnert, trifft sich dort und teilt Wissen. Zu Hause ziehen sie die Pflanzen vor. Bishee haben sie Gartengeräte selber mitgebracht, nun gibt es einen Schuppen und die Möglichkeit, Geräte für alle anzuschaffen und zu lagern.

    – auf wie vielen Beeten werden Gemüse, Kräuter, Obst angebaut? Wie groß ist dieser Anteil im Garten? (Auf dem Foto, dass Sie für das kleine Portrait des Gartens eingestellt haben, ist hauptsächlich Rasenfläche zu

    sehen)

    Wir haben zur Zeit drei große Hochbeete und eine Kräuterschnecke, in denen Gemüse, Kräuter und Schnittblumen angebaut werden. Die Obstbäume und -sträucher stehen an der Seite zum Nachbargrundstück.

    Die Proportionen auf dem Foto sind wohl etwas verzerrt und die Jahreszeit war für ein Foto wahrscheinlich nicht die optimalste. Die reine Rasenfläche (rechter Gartenbereich) ist tatsächlich nur ein kleiner Teil des Gartens. Darunter liegt die Zisterne für die Bewässerung des Gartens. An der linken Seite unter den Obstbäumen ist keine reine Rasenfläche, sondern da ist im größeren Bereich eine Wildblumenmischung in die Rasensaat eingearbeitet. Zur passenden Jahreszeit blüht es dort. Nur im Umfeld der Bank ist reine Rasensaat eingebracht worden.

    -wird gemeinschaftlich gegärtnert oder gibt es (auch) individuelle Parzellen oder Patenschaften für bestimmte Bereiche?

    Der komplette Kreativgarten wird gemeinschaftlich bearbeitet. Es gibt keine ‚eignen‘ Beete. Jede Beetschwester arbeitet an der Stelle, die es gerade am dringendsten benötigt.

    -wie ist die Gartengruppe organisiert, wie wird kommuniziert und wie werden Entscheidungen getroffen?

    Wir organisieren uns über eine WhatsApp-Gruppe. In der Regel schreibt eine von uns in die Gruppe, dass mal wieder ein Einsatz fällig ist und teilweise auch, was zu tun ist. Dann wird ein Termin vorgeschlagen und es kommt wer Zeit hat dazu. Ein oder zwei Frauen bringen Kaffee, Kekse oder kalte Getränke für die Pause mit. Das funktioniert erfreulicherweise meistens sogar ohne vorherige Planung.

    Es gibt auch Frauen in unserer Gruppe, die eher für sich alleine dort hingehen und ein Stündchen vor sich hinwerkeln. Das kann ja durchaus meditativ sein.

    Die Planung der Gemüsebeete erfolgt bei unserer „Generalversammlung“ im Winter. In diesem Jahr haben wir uns im Februar in der Kreativwerkstatt getroffen und an einem gemütlichen Abend festgelegt, wer welches Gemüse vorzieht, was wir überhaupt anpflanzen wollen, wer die Komposterde besorgen kann usw. Blumensaat für die Schnittblumen ernten wir von der Vorjahresbepflanzung. Außerdem bringen Mitglieder unserer Gruppe gerne zusätzlich neues Saatgut aus dem eigenen Garten mit.

    -wie offen ist die Beetschwestern-Gruppe? Wie kann man mitmachen und wo erfahren potentiell Interessierte von dem Garten und Mitmachmöglichkeiten? Auf der Website der Kreativwerkstatt habe ich den Garten nicht gefunden.

    Unsere Gruppe ist allen Interessierten gegenüber aufgeschlossen. Jede*r kann mitmachen. Wir sind ein kleines Dorf von knapp 1.500 Einwohnern, in dem in der Regel jede*r weiß, was passiert und wer Ansprechpartner*in ist. Wir verteilen in der Gemeinde alle zwei Wochen ein sog.

    „Gemeindeblatt“ und haben eine DorfApp. Darüber wurde im letzten Jahr für Interessierte ein Beitrag mit Ansprechpartnern veröffentlicht.

    Außerdem gab es beim Jahresrückblick der Gemeinde jedes Mal einen Beitrag über die Arbeit und ein Bild von der Gruppe mit dem Hinweis, dass Interessenten sich gerne melden mögen.

    Vor der Versammlung im Winter werden wir wieder alle Interessierten aufrufen, zu der Versammlung oder später im Laufe des Gartenjahres dazuzukommen.

    -wird die ganze Ernte in der Kreativwerkstatt-Küche weiterverarbeitet oder nehmen die Gärtner*innen auch was mit nach Hause?

    Bislang wurden eher einzelne Komponenten in der Küche verwendet – z. B.

    Kräuter oder Tomaten, Gurken, Zucchinis, Kohlrabi oder Chilis. Die Fläche der Gemüsebeete reicht nicht aus, um alle benötigten Zutaten (z.

    B. Kartoffeln) in ausreichender Fläche anzubauen. Die fehlenden Lebensmittel werden gerne z. B. von heimischen landwirtschaftlichen Betrieben aus den Verkaufshäuschen geholt. Zu anderen Zeiten hat man zu viel von einer Sorte fertig – z. B. Salat, Tomaten, Gurken – da nehmen die Gärtnerinnen etwas mit oder es wird von Besuchern des Gartens gesnackt.

    -würden die Beetschwestern einen Komposter auch selber bauen? (Das ist ja der Fokus der anstiftung) Aus welchem Material ist der bei uns beantragte Komposter?

    Wenn der Aufbau kein besonderes handwerkliches Geschick erfordert und es für uns leistbar ist, würden wir sicherlich auch einen Komposter selber bauen. 

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  • Leipzig: Stadtgarten Connewitz repariert Dach der Laube

    (Antrag, Antworten)
    Der Stadtgarten Connewitz ist ein gemeinschaftlich gestalteter und gepflegter Lern- und
    Begegnungsort im Leipziger Süden. Hier kommen Nachbar:innen, Familien, Schulklassen,
    Garteninteressierte und unsere rund 30 Gemeinschaftsgärtner:innen zusammen, um naturnahes
    Gärtnern zu erleben, Stadtnatur zu schützen und gemeinsames Engagement zu leben. Das
    Herzstück des Gartens ist unsere mehrere Jahrzente alte Laube – sie bietet auf rund 56
    Quadratmetern (9,4m x 5,9m) Schatten, Regenschutz, Lagerfläche für unsere selbst geernteten
    Saaten, Geräte und dient als Treffpunkt für Veranstaltungen, Workshops und für unsere
    Gartenplena.
    Nach vielen Jahren unter freiem Himmel ist das Laubendach jedoch stark beschädigt. Die rund
    30 Jahre alte Dachpappe wird durchlässig. Das Tragwerk ist laut Begutachtung eines
    Dachdeckers nicht betroffen. Lediglich die Stirnbretter und Teile der Dachschalung müssten
    ausgetauscht werden, da sie verrottet sind. Als Erste Hilfe-Maßnahme haben wir als
    Gartengemeinschaft das Dach durch eine regenfeste Plane ergänzt, die verhindert, dass Regen
    ins Laubeninnere eindringt. Um die Laube langfristig zu erhalten, möchten wir die Dachpappe
    und die verwitterten Dachelemente ersetzen und eine Regenwasserableitung ergänzen – in
    Eigenleistung unserer Gartengruppe und mit möglichst nachhaltigen Materialien.
    Die Laube steht auf einem 4.300 Quadratmeter großen Gartengrundstück, dass unserem Verein
    gehört. Damit ist die langfristige Weiternutzung als Gemeinschaftgsgarten gesichert.
    2. Projektziele
    • Erhalt der zentralen Gartenstruktur als Treffpunkt und Lernort und als Aufbewahrungsort
    unserer Saat-Ernte und -vorräte sowie unserer Geräte
    • Verbesserung der Sicherheit
    • Förderung von Gemeinschaft und Mitmachkompetenz
    • Nutzung langlebiger, ökologisch vertretbarer Materialien
    3. Beteiligung der Bundesfreiwilligendienstleistenden und der Gartengruppe
    Die Planung wurde gemeinschaftlich in mehreren Gartenplena abgestimmt. Drei erfahrene
    Gemeinschaftsgärtner übernehmen die Anleitung, acht weitere Gärtner:innen unterstützen
    beim Abriss des vorhandenen Dachbelages, beim Holzschutz, bei der Montage und Abdichtung.
    Die Umsetzung erfolgt zu einhundert Prozent in Eigenleistung. Zu unseren Vorabüberlegungen
    gehörte das Recherchieren nach langlebigen wie umweltfreundlichen Materialien. Zum Beispiel
    möchten wir weichmacherfreie EPDM-Folie nutzen, die eine Lebenserwartung von mehreren
    Jahrzehnten hat und die ein schadstoffarmes Regenwassersammeln und –nutzen ermöglicht.

    • Wie viele Gruppen nutzen den Garten neben den Gemeinschaftsgärtner*innen? Wie war das nochmal, beteiligen die sich an den Kosten des Gartens?

    Der Stadtgarten Connewitz ist von Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr für jede:n geöffnet – zum Verweilen und Runterkühlen, zum Mitgärtnern, zum Inspirieren fürs naturnahe Gärtnern. An den Vormittagen kommen im Frühjahr, Sommer und Herbst jede Woche ein bis zwei Kindergruppen, denen wir den Garten zeigen, die rumräubern und mit denen wir die Gartentiere beobachten. Vom März bis Oktober finden monatlich Veranstaltungen und Workshops zum naturnahen Gärtnern statt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Samengärtnerei. Wir sammeln selbst viele Gemüse-, Kräuter- und Wildblumensaaten, lagern sie fachgerecht ein und geben sie bei unserem Saatguttausch im Frühjahr und über unsere Tauschkiste ganzjährig kostenfrei weiter. Zudem gibt’s zu diesem Thema auch Workshops – seit diesem Jahr in Kooperation mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken, aber bei uns im Garten. Auf Anfrage mache ich auch Führungen für Gruppen zum Thema Artenvielfalt in der Stadt. Dieses Jahr zum Beispiel mit einer Gruppe der Uni Leipzig und mit den Fachberater:innen des Leipziger Kleingartenstadtverbandes. Insgesamt besuchen den Stadtgarten jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Menschen. Darunter ca. 40 Gruppen. Für den Besuch – egal, ob als Gruppe oder allein sowie für die Teilnahme an unseren Veranstaltungen nehmen wir keinen Eintritt/Beitrag. Es sind Angebote für alle. Das ist uns sehr wichtig.

    • Um was für Kosten handelt es sich bei der Entsorgung es Altmaterials?

    Die Jahrzehnte alte Dachpappe muss als Sondermüll entsorgt werden. Die Kosten haben wir anhand der Preise des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Westsachsen und der groben Schätzung des Gewichts der kaputten Dachpappe kalkuliert.

    • Wie finanziert ihr die anderen Kosten des Gartens nochmal?

    Das Garten-Projekt finanziert sich aus Mitteln des Amt für Stadtgrün und Gewässer Leipzig und Eigenmitteln des Vereins. Darüber sind Personalkosten (ich mit 5h/Woche und einer Öffentlichkeitsarbeitsteilzeitstelle mit 1/2h/Woche), ÖBfD-Kosten, Gemein- und anteilige Bürokosten, Sachkosten für Pflanzen und Gartenmaterial, Baumpflege (professionell ausgeführt, weil wir mehr als 100 Großgehölze haben – dadurch jedes Jahr vierstellig), Strom, Wasser, Stadtreinigung, Fäkalienentsorgung abgedeckt. Die Dachreparatur hat eine finanzielle Dimension die wir auch mit Blick auf die Dringlichkeit des Vorhabens nicht stemmen können. 

    • Die Werkzeuge für den Bau habt ihr vor Ort?

    Wir benötigen eine große Lackrolle, Schrauben, Nägel, Halterungen und eine Blechschere. Dafür haben wir 100€ kalkuliert. Den Rest haben wir vor Ort oder können es für das Projekt privat leihen.

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  • Trier: solidarischer GG will zu Waldgarten werden

    (Antrag, Antworten)
    Im Gemeinschaftsgarten gibt es bereits einen diversen Bestand an Bäumen und
    Sträuchern. Der Fläche des heutigen Gemeinschaftsgartens gehörte früher zu einer
    Baumschule. Dort wurden in den 1990ern Obstbäume gepflanzt. Später übernahm
    „Transition Trier e.V.“ die Fläche und pflanzte dort 2013 weitere Obstbäume, essbare
    Sträucher und erste Stauden. 2017 wurde der Gemeinschaftsgarten „SoLaWi
    Trier“ gegründet, der zunächst als Untergruppe des Transition Trier e.V. agierte und
    seit 2025 von einem eigenen gemeinnützigen Verein getragen wird. In den letzten
    Jahren ist ein strukturreicher, vielfältiger Gemeinschaftsgarten entstanden, der im
    Nahbereich der Stadt Trier nicht nur Möglichkeit zur Erholung bietet, sondern
    inzwischen auch Weiterbildungsaufgaben übernimmt. Der Garten soll eine
    klimaorientierte Weiterentwicklung erfahren, indem die bereits bestehenden sowie
    neu angelegte Teilbereiche mit Baumbestand zu einem Waldgarten erweitert werden
    sollen. Zu diesem Zweck ist eine für den Garten erhebliche Investition von 1000 Euro
    notwendig, um Bäume, Sträuc

    Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig im Gemeinschaftsgarten gärtnert? Wie groß ist die Kerngruppe, die den Garten organisiert?

    Das Garten- und Handwerksteam (Kerngruppe) besteht aus vier Personen. Diese werden von Praktikant*innen und freiwilligen Helfer*innen unterstützt. Der Gemeinschaftsgarten steht allen Interessierten offen, egal ob Vereinsmitglied oder nicht. Es ist schwierig zu sagen wie viele Menschen genau mitgärtnern, weil einige Personen regelmäßig und andere sporadisch vorbeikommen. Wir schätzen, dass 10-20 Menschen regelmäßig aktiv sind und ca. 30-40 unregelmäßig. Neben dem Gärtnern gibt es auch noch viele weitere Aufgaben, wie zum Beispiel die Arbeit im Vorstand, das in Stand halten von Strukturen, Sauber machen, Veranstaltungen organisieren, etc. Diese werden auch von Mitgliedern übernommen.

    Gibt es Fluktuation und wie erfahren Menschen von den Mitmachmöglichkeiten?

    Auf unserer Homepage steht, dass man gerne bei uns mitmachen kann. Neue Menschen rufen oft vorher an oder schreiben eine E-Mail. Dann verabreden wir uns mit Ihnen persönlich, zeigen Ihnen den Garten und laden die Person ein auf unseren E-Mailverteiler aufgenommen zu werden.

    Offene Mitmachtage werden per E-Mail kommuniziert und finden meist 1–2-mal die Woche statt, oft auch öfters.

    Es wurde an die Mitglieder kommuniziert, dass man telefonisch auch außerhalb der offenen Mitmachtage Aufgaben erfragen kann. Einige Mitglieder haben auch feste Aufgaben oder kennen sich selbst gut genug im Garten aus, sodass diese eigenständig arbeiten können.

    Über den Mailverteiler erreichen wir etwa 300 Personen, wobei es auch sein kann, dass nur eine Person aus einer Familie oder WG die E-Mail erhält, aber dann die Info weitergeben kann.

    Es gibt Fluktuation und es kommen auch regelmäßig neue Menschen dazu. Das Garten- und Handwerksteam fluktuiert im Kern nicht, aber es kann sein, dass Menschen temporär oder länger dazu stoßen und intensiv im Garten mitarbeiten und organisieren.

    Die Mitglieder-Fluktuation ist im Vergleich zu anderen Projekten (Erkenntniss über persönlichen Austausch mit anderen Projekten) jedoch relativ gering. Menschen steigen meist aus dem Projekt aus, wenn sie wegziehen (besonders Studierende) und kommen oft dazu, weil sie neu in der Stadt sind und gezielt nach einem solchen Projekt suchen.

    Wem gehört die Fläche, habt ihr einen Vertrag für die Nutzung(en) und wie war das mit der Pacht?

    Die Fläche gehört der Stadt Trier. Ursprünglich wurde die Fläche von unserem Trägerverein Transition Trier e.V. gepachtet, welcher sich aktuell auflöst. Seit diesem Jahr haben wir einen eigenen Verein. Wir stehen im Austausch mit der Stadt Trier und haben bereits die Zusage für die Übernahme der Pacht erhalten. Aktuell ist der neue Pachtvertrag bei der Sachbearbeiterin in Arbeit. Wir erwarten, dass wir ihn spätestens Anfang November unterschreiben können.

    Was passiert mit der Ernte?

    Bei uns im Verein unterscheiden wir zwischen ordentlichen und Fördermitgliedern. Alle ordentlichen Mitglieder bekommen wöchentlich eine Liste mit Infos darüber was aktuell geerntet werden kann. Es werden regelmäßig Führungen angeboten, in denen die Standorte der Pflanzen und Erntetechniken gezeigt werden. Einige Pflanzen werden auch von dem Gartenteam geerntet und dann den Mitgliedern zur Abholung hingestellt. Alle Menschen sind eingeladen im Garten zu naschen ????. Wenn wir Umweltbildungsprojekte anbieten, dann ernten wir auch immer etwas und bieten dies zur Verkostung an.

    Es gibt ca. 150 ordentliche Vereinsmitglieder. Diese ernten primär im Garten oder nutzen den Garten auch einfach als Erholungs- und Freizeitfläche, häufig mit ihren Kindern.

    Wer entscheidet wann, welche Pflanzen gekauft werden? Habt ihr da einen Übersicht über die Kosten der Wunschpflanzen oder wie geht da die Planung dann weiter?

    Eine erfahrene Gärtnerin aus dem Gartenteam hat bereits einen Vorschlag inklusive Kostenübersicht formuliert. Sobald die Finanzierung geklärt ist, wird die Wunschliste als TOP in der monatlichen Vorstandssitzung aufgenommen und abgestimmt. Wir werden auch eine Rundmail versenden, in denen Mitglieder noch Wünsche äußern können. Über die gärtnerische Umsetzbarkeit entscheidet dann das Gartenteam.

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  • Potsdam: Nachbarschaftsgarten Lottenhof ist auch Waldgarten

    (Antrag, Antworten)

    Nachbarschaftsgarten Lottenhof ist auf dem Außengelände des Stadtteilzentrums Lottenhof. Inzwischen ist es ein Waldgarten mit 1170m² und auch das restliche Außengelände hat viele „ökologische Flächen“, mache sind schwer zugänglich für normale Mäher u.ä. Sie brauchen einen Balkenmäher, um diese Flächen ökologisch verträglich zu pflegen.

    Gruppengröße
    Rund 35 Menschen sind regelmäßig im Garten aktiv und in der festen Gartengruppe. Ein Teil der
    Gärtner:innen kümmert sich, neben eigenen Beete, auch um den Waldgarten. Darüber hinaus tragen
    alle Gärtner:innen gemeinsam Verantwortung für die Pflege kleiner Bereiche der gesamten
    Außenfläche des Lottenhofs.

    Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbewegung
    Die Öffentlichkeitsarbeit für die Mitmachmöglichkeiten erfolgt über verschiedene Kanäle. Neben der
    Website werden regelmäßig Beiträge auf Social-Media-Kanälen wie Instagram, Nebenan.de und
    Facebook veröffentlicht. Zusätzlich informieren Plakate und Aushänge über aktuelle Aktionen und
    Mitmachgelegenheiten. Viermal im Jahr finden große Arbeitseinsätze statt. Über diese wird zusätzlich
    mit Plakaten weitere interessierte angesprochen.
    Die Gruppe wird individuell größer oder kleiner. Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Seit zwei
    Jahren gibt es eine relativ festbestehende Gruppe.

    Eigentumsverhältnisse und Nutzungsdauer
    Die Gartenfläche gehört der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Sie wird auf Grundlage eines
    Erbbaurechtsvertrags mit der Landeshauptstadt Potsdam genutzt. Der Garten besteht bereits seit
    über zehn Jahren, und die Nutzungsvereinbarung wurde kürzlich erneuert. Eine zeitliche Befristung
    der Nutzung besteht nicht.

    Vandalismus
    In der Vergangenheit kam es vereinzelt zu Fällen von Vandalismus. In den letzten Jahren ist dieses
    Problem jedoch nicht mehr aufgetreten und spielt aktuell keine Rolle mehr im Alltag des Lottenhofs.

    Ernte und Verwendung der Gartenprodukte
    Die Ernte im Garten erfolgt regelmäßig und wird individuell von den Gärtner:innen genutzt. Während
    jede Person die Erträge ihrer eigenen Beete selbst verwendet, werden die Früchte von
    gemeinschaftlich gepflegten Obstbäumen und Sträuchern zusammen geerntet. Gelegentlich finden
    Treffen statt, bei denen gemeinsam gekocht und gegessen wird, um die Ernte miteinander zu
    genießen.

    Aufbewahrung und Zugang zu Gartengeräten
    Die Gartengeräte werden in einem kleinen Häuschen auf dem Gelände des Lottenhofs aufbewahrt.
    Zugang zu diesem Gerätehäuschen haben ausschließlich befugte und aktiv beteiligte Personen des
    Gartens. Also Mitgärtner:innen in der festen Gartengruppe. Der Zugang ist durch ein Zahlenschloss
    gesichert.

    Finanzierung des Gartens
    Der Garten finanziert sich über verschiedene Quellen. Das Stadtteilnetzwerk e.V. nutzt und bespielt
    das Gelände, zu dem auch der Garten gehört, und erhält dafür institutionelle Förderung. Zudem
    wurde einmalig ein Betrag von 5.000 € aus dem Bürgerbudget als Starthilfe bereitgestellt. Die
    laufende Pflege, Gestaltung und Betreuung des Gartens erfolgen jedoch vollständig ehrenamtlich
    durch die engagierten Gärtner:innen

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  • Berlin: Gärtnern mit und für Kinder in Marzahn

    tbericht: Kraut und Rüben – Kinder entdecken Kräuter und Pflanzen
    Kurzbeschreibung: Mit dem Projekt „Kraut und Rüben – Kinder entdecken Kräuter und
    Pflanzen“ haben wir einen neuen Schwerpunkt in unserem Gemeinschaftsgarten gesetzt. Ziel
    war es, Kindern und Jugendlichen die Natur auf spielerische Weise näherzubringen, Kräuter
    und Pflanzen kennenzulernen und den Garten als LernOrtNatur zu etablieren.
    Dank der Förderung konnten wir notwendige Anschaffungen tätigen und damit die Grundlage
    für ein dauerhaftes Bildungsangebot im Bezirk schaffen.
    Helfende aus dem Ehrenamt: Im Rahmen des Projekts waren insgesamt 18 ehrenamtliche
    Helfende aktiv beteiligt. Diese engagierten Unterstützer trugen wesentlich zur Umsetzung der
    geplanten Maßnahmen bei und halfen beim Aufbau LernOrtNatur für Kinder und Jugendliche
    in unserem Gemeinschaftsgarten.
    Anschaffungen und Umsetzung:
    Von den Fördermitteln wurden folgende Materialien und Geräte beschafft:
    • ein Rasenmäher zur nachhaltigen Pflege der Grünflächen [war anders im Antrag drin]
    • zahlreiche Pflanzen und Setzlinge für die neuen Beete
    • große Mengen Erde für die Anlage der Hoch- und Flachbeete
    • Werkzeuge und Gartengeräte für Kinder und Jugendliche
    Mit diesen Anschaffungen haben wir:
    • gemeinsam mit Jugendlichen ein Gewächshaus eingerichtet,
    • neue Beete angelegt und bepflanzt,
    • den LernOrtNatur als festen Bestandteil im Garten aufgebaut.
    DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V.
    Murtzaner Ring 15
    12681 Berlin
    Seite 2 von 8
    Beteiligung und Aktivitäten
    • Fünf Grundschulklassen konnten wir bisher im Garten begrüßen.
    • Darüber hinaus haben wir Jugendliche aus dem Puls-Feriencamp (junges
    Engagement, die ihre Potentiale und Stärken entdecken) für eine Woche gewinnen
    können, die tatkräftig beim Aufbau des Gewächshauses und der Fertigstellung der
    Beete halfen.
    • Unser Gartenrat und die ehrenamtliche Gartengruppe haben die Umsetzung eng
    begleitet und unterstützt.
    Die Rückmeldungen der teilnehmenden Kinder, Lehrkräfte und Ehrenamtlichen sind
    durchweg positiv. Viele berichten von neu gewecktem Interesse an Pflanzen und gesunder
    Ernährung.
    Wirkung im Bezirk
    Das Projekt wird im Bezirk sehr gut angenommen. Schon jetzt haben wir zahlreiche
    Anfragen von Kinder- und Jugendgruppen, die den LernOrtNatur besuchen oder sich aktiv
    einbringen möchten. Damit wird das Projekt weit über unseren Standort hinaus
    wahrgenommen und stärkt den sozialen Zusammenhalt im Kiez.
    Herausforderungen und Erfolge:
    Herausforderungen:
    • Aufbau des Gewächshauses mit Jugendlichen und Ehrenamtlichen
    • Logistik beim Transport von Erde und Pflanzen
    • Koordination der vielen Helfenden
    Erfolge:
    • nachhaltige Verbesserung der Garteninfrastruktur
    • Schaffung eines attraktiven Lern- und Erlebnisortes für Kinder
    • hohe Resonanz von Schulen, Kitas und Jugendgruppen
    • langfristige Stärkung der Naturbildung im Bezirk
    Fazit: Das Projekt Kraut und Rüben – Kinder entdecken Kräuter und Pflanzen war ein voller
    Erfolg. Es ist gelungen, Naturbildung und Gemeinschaftsarbeit zu verbinden und ein
    niedrigschwelliges, inklusives Bildungsangebot zu schaffen.
    Für die Zukunft möchten wir das Projekt weiter ausbauen – insbesondere durch die geplante
    Einrichtung eines Grünen Klassenzimmers mit Hochbeeten, Lerninseln und einem
    überdachten Sitzplatz, wie bereits im Förderantrag beschrieben. (mehr …)

  • Reinstorf: GG im Dorf nimmt Fahrt auf

    Antrag, Antworten

    der Träger will mit dem Garten als „alltagspraktisches Projekt“ zu „einem gemeinschaftsgetragenen Dorfleben, in dem Subsistenz und Commoning praktisch erprobt werden“ beitragen.
    Fläche war bis vor kurzem noch überwuchert, haben sie von der Kirchengemeide kostenlos bekommen.
    Ideen: Brot backen, Kräuterspirale und viels mehr.
    Gruppe besteht aus jungen und alten Dorfbewohner*innen, sie treffen sich 2x/Monat, es gab schon einige Aktionstage. Hochbeete und Bänke wurden gebaut, sie machen das Projekt auch in etablierten Vereinen bekannt wie Feuerwehr und Landfrauen

    Sie wollen mit dem Garten einen zentral gelegenen, alten Pfarrgarten weder beleben und auch Geflüchtete einbeziehen. Ein Lern- und Begegnungsort mitten in der Gemeinde.

    • Die Nutzung der Fläche ist grundsätzlich nicht befristet und verlängert sich nach dem 28.2.26 jeweils um ein Jahr bei einer jährlichen Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Kirche nutzt (abgesehen von der gemeinsamen Nutzung) den vorderen Teil des Gartens (freie Fläche) für gelegentliche Kirchen-Veranstaltungen (Seniorencafé, Konfirmand*innen-Tage). 
    • In der Kerngruppe sind 6 Erwachsene und ca. 7 Kinder. Erreicht wurden bisher durch Veranstaltungen ca. 200 Menschen und Öffentlichkeitsarbeit ca. 2000 Menschen. 
    • In der Offenen Werkstatt der angrenzenden Projektscheune, die über einen Zahlencode auch der Gemeinschaftsgartengruppe zugänglich ist. (Zugang zu den Gartengeräten)
    • Bisher kommt das Wasser aus dem Außenwasserhahn des Pfarrhauses (Trinkwasser, daher nicht im größeren Rahmen zum Gießen vorgesehen). 
    • Bisher gibt es fünf Hochbeete, wovon eines bepflanzt ist. Sie sollten im Frühsommer mit mehrjährigem Gemüse bepflanzt werden, jedoch ist die Person, die den Hut dafür trägt, im Mai schwer erkrankt, sodass sie Hände und Füße derzeit nicht bewegen kann und noch in der Reha ist. Wir überlegen, ob wir die Hochbeete nun interessierten Gruppen zur Verfügung stellen, sodass sie gemeinschaftlich und gleichzeitig mit klarer Zuständigkeit bewirtschaftet werden. Der Ertrag des Gartens wird sich in Zukunft auch aus den gepflanzten Beerensträuchern (Felsenbirne, Berberitze, schwarze und rote Johannisbeere, Blaubeere, Himbeeren, Honigbeere, rote Stachelbeere) speisen, zusätzlich zu den alten und neuen Obstbäumen (Pflaume, Kirsche, Apfel, Birne) und Kornelkirschen. 
    • Wir haben eine Förderung durch die Landwirtschaftskammer („Transparenz schaffen“), die sich auf Honorare bezieht, so konnten wir einige Ehrenamtspauschalen auszahlen und Workshopleitende honorieren. Ein finanzieller Überschuss wurde bislang nur während der Saatgutbörse erziehlt, wovon wir die Kosten für Kaffee und Tee sowie einige neue Beerensträucher bezahlen konnten. Der realtiv große Betrag von ca. 6000 Euro in der Jahresbilanz bezieht sicht auf ein Privatdarlehen von 3000 Euro, das schon zurückbezahlt ist, aber eben bei Einnahmen und Ausgaben auftaucht. Es wurde benötigt, um die Honorare auszahlen zu können, da die Förderung erst rückwirkend gezahlt wurde und der Verein nicht über auszeichend Mittel zum Vorstrecken verfügt. Lassen Sie uns gerne wissen, wenn Sie mit „Überschuss“ die eigentliche Gartenernte meinten! Die wurde bisher z.B. in Form von Brombeermarmelade einvernehmlich aufgeteilt.
    • Wir beteiligen die Gartennutzenden zunächst einmal durch die Offenlegung unserer Finanzen, erklären den Eigenanteil unserer bisherigen Förderung und dass dieser derzeit nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge gedeckt wird. Nach dem Solidaritätsprinzip können alle selbst entscheiden, Geld zu spenden oder Mitglied bei Gut leben Ostheide zu werden. Vor allem bringen die Gartenleute und Gruppen sich über das Mitbringen eigener Geräte und Werkzeuge für die Einsätze ein, sie haben Hochbeete und Jungpflanzen gespendet, und arbeiten natürlich ehrenamtlich an der Erhaltung, Gestaltung und Pflege des Gartens. Wir machen eine Mitgliedschaft im Trägerverein Gut leben Ostheide bewusst nicht zur Voraussetzung, um den Zugang möglichst niedrigschwellig zu halten. Die Kirche als Mitnutzende des Gemeinschaftsgartens wird ebenfalls nicht finanziell an den Eigenmitteln beteiligt, weil sie ja schon den Garten unentgeltlich zur Nutzung zur Verfügung stellt.

    (mehr …)

  • BUND legt GG in Untermaßfeld (Thüringen) an

    (Antrag, Antworten)

    Der 3300 qm große Garten am Dorfrand von Untermaßfeld war verwildert. Seit vielen Jahren war er in Vergessenheit geraten und ohne Nutzung. Engagierte Bürger des Dorfes und BUND-Mitglieder haben die Initiative ergriffen und das gemeindeeigene Grundstück in den letzten zwei Jahren aus dem „Dornröschenschlaf“ geholt. Von Altlasten befreit, beräumt, entbuscht und begonnen zu einem Gemeinschaftsgarten zu gestalten.

    Sechs Gärtnerinnen und Gärtner legten in diesem Frühjahr erste Beete an. Zum Tag der offenen Gärten im Juni hatte der BUND, ebenfalls erstmalig, zu einem Gartenfest eingeladen, welches viel Zuspruch fand und im nächsten Jahr wiederholt werden soll. In dem naturnahen Garten finden bereits erste Umweltbildungsangebote für Kinder und Erwachsene statt.
    Viele Reparaturarbeiten am Bestand wurden bereits gemeinsam ausgeführt. Möglichkeiten zur Regenwassergewinnung geschaffen, alte Dachziegel und Rinnen gereinigt …, viele Arbeitseinsätze mit vielen fleißigen Helfern haben stattgefunden.

    Dringend benötigt werden noch einige Gartengeräte (Schubkarre, Sense, …) sowie ein Rasenmäher. Wir verfügen nur über eine private Motorsense, mit der solch ein großes Grundstück sich nur schlecht bearbeiten lässt. Da wir eine blühende Wiese haben möchten, steht das Gras, abgesehen von Laufwegen, sehr hoch. Ein leistungsstarker Rasenmäher ist daher dringend notwendig.
    Das defekte Gartentor (Eingangsbereich) will die Gemeinschaftsgruppe bis zum Frühjahr reparieren, schleifen, streichen und mit einer Holzlattung versehen.
    Für die Durchführung von Umweltbildungsveranstaltungen im Garten, wie Naturerlebnistage für Kinder oder Kräuterseminare ist die Anschaffung von 3 Biertischgarnituren geplant.

    – wie groß ist die Kerngruppe, die den Garten plant und entwickelt? Sind das die sechs Personen? Kommen diese aus dem Dorf/der Nachbarschaft? Wie groß ist die Gesamtgruppe, wie viele Menschen gärtnern bzw. bauen Gemüse/Kräuter an? Sollen auch Gruppen den Garten nutzen können?

    Die Gruppe, welche vor Ort bereits gärtnert seit diesem Frühjahr, besteht aus 6 Personen: Sabrina Marr u. Marcel Knapp/ Untermaßfeld, unsere Iraner, Mona Mehrnia u. Amin Nikbin sowie Lars u. Agnes Kretzer/ Meiningen. Zu unserem öffentlichen Gartenfest im Juni gelang es uns, 2 weitere Gärtnerinnen zu gewinnen. Rosa Kenner/ Untermaßfeld u. Conny Korup/ Obermaßfeld wollen im Herbst Gemüsebeete und ein Staudenbeet für Insekten für das nächste Jahr vorbereiten. Die aktive „Gärtnergruppe“ besteht somit aus 8 Personen.
    Bei Arbeitseinsätzen, mehrere fanden in der Vergangenheit bereits statt, haben stets weitere aktive BUND-Mitglieder mitgeholfen (10 bis 20 Personen). Die Gemeindearbeiter unterstützten uns z.B. bei der Entsorgung von Abfällen und Müll. Die Gemeinde hat im Frühjahr auch die Elektrik des alten „DDR-Bungalows“ und der Werkstatt erneuern lassen. Bei Bedarf stellen uns die Gemeindearbeiter eine ausgediente Gulaschkanone mit Brunnenwasser zur Verfügung, da das Grundstück über keinen Wasseranschluss verfügt. Mehrere Regentonnen haben wir für die Bewässerung der Beete selbst aufgestellt. Bei Problemen vor Ort sind die Gemeindearbeiter sowie der Gemeinderat ein guter Ansprechpartner.


    Der Garten wird auch von Gruppen genutzt. Die BUNDjugend hat hier zu Naturerlebnistagen eingeladen. Nächste Woche führen wir dort ein dreitägiges Sommercamp für 20 Jungen und Mädchen durch. Die Kinder übernachten in Zelten und genießen den naturnahen Garten und die schöne Landschaft beim gemeinsamen Spielen und Entdecken. (Das Camp organisiere ich und bin daher nächste Woche auch schlecht erreichbar.)
    Mit Schülern haben wir schon Beerensträucher gepflanzt und im Herbst findet noch ein Wilder Samstag für Kinder statt. Erwachsene haben die Möglichkeit, an einem Baumschnittseminar im November teilzunehmen.

    -Wie groß ist der Anteil der Gemüse- und Kräuterbeete, Beerensträuchern und Obstgehölzen und was plant die Gruppe noch in diese Richtung? Wer entscheidet, ob und wo noch weitere Gemüse/Kräuterbeete angelegt werden?

    Die Gesamtfläche des Grundstücks beträgt 3300 qm. Ca. die Hälfte der Fläche ist ein bewaldeter Hang und schafft für die „grüne Oase“ ein gutes Kleinklima. Z.Z. sind etwa 100 qm mit Gemüsebeeten genutzt. Ein Großteil der Wiese wird nur 2x im Jahr gemäht, artenreich und blüht.

    -Werden die Gemüsebeete gemeinschaftlich bewirtschaftet oder gibt es individuelle Beete/Patenschaften? -Wie werden Entscheidungen getroffen, wie laufen die Kommunikations- und Informationswege?

    Die Gärtnergruppe entscheidet gemeinsam und hilft sich gegenseitig.


    Wie wollen und können Sie weitere Gärtner*innen gewinnen? Was ist hier geplant, was läuft dazu bereits? Gibt es z.B. ein Schild an der Fläche, die den Gemeinschaftsgarten und die Mitmachmöglichkeiten vorstellt?

    Im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen wie z.B. dem Baumschnittseminar oder dem Gartenfest wollen wir für die Gewinnung weiterer Mitstreiter nutzen. Im monatlich erscheinenden „Dorfboten“ von Untermaßfeld berichteten wir schon mehrfach über das Gartenprojekt.
    Ein Schild haben wir noch nicht, zuerst müssen wir einmal den Eingangsbereich reparieren.

    -Wo sind die Geräte untergebracht, wie schützen Sie diese vor Diebstahl und wie haben die Gärtner*innen da Zugang zu? In einem abgeschlossenen Nebengebäude/ Schuppen lagern die Werkzeuge. Die Gruppenmitglieder haben einen Schlüssel.

    -Auf den Fotos auf der Website habe ich Bierbankgarnituren im Garten gesehen. Geht es darum, diese aufzustocken? Haben Sie geguckt, ob Sie diese Garnituren auch gebraucht bekommen oder über nebenan.de oder Ebay-Kleinanzeigen, Annoncen in der lokalen Zeitung ggf. sogar geschenkt bekommen?  Wir haben zu Veranstaltungen die Bierbänke geliehen, von der Ffw des Dorfes. Wir verfügen nur über 3 Garnituren, die oft nicht ausreichen bei Gruppenveranstaltungen

    -welche Unterstützung aus der Kommune haben Sie? Siehe oben.

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  • Haar: Gartengruppe baut Geräteschuppen

    (Antrag)

    Der GG Eglfing gehört zu „Haar zum Anbeißen“ und ihn gibt es seit 11 Jahren. Die Gruppe umfasst 25 Gärtner*innen, mitmachen kann jede*r. Die Stadt informiert und es gibt kostenlose Workshops und den Tag der offenen Tür. Die Gruppe hat eine Benjeshecke angelegt. Bisher sind alle Gartengeräte in 2 Truhen, was sich als unpraktisch erwiesen hat. Eine ist zudem kaputt. Die Gruppe will ein Häuschen bauen, von dessen Dach dann auch Regenwasser gesammelt werden kann und was Platz auch für einen Arbeitsplatz und Lager bietet.

    Die Stadt hat 500 Euro bewilligt, die Bürgerstiftung auch und der Bauhof übernimt die Pflasterarbeiten für den Untergrund.

    Am Bau beteiligen sich 9 Gärtnerinnen und 1 Gärtner.

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  • Meißen: Nutzung IG wird erweitert

    (Antrag, Antworten)

    Erweiterung Internationaler Garten Meißen
    Ziele des Vorhabens
    Ziel des beantragten Projekts ist die Gestaltung und Erweiterung des Internationalen Gartens Meißen,
    um ihn besser für Veranstaltungen und die Nutzung durch ein außenstehendes Publikum zugänglich
    und attraktiv zu machen. Der Garten soll ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des
    gemeinsamen Handelns für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen bleiben und
    gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten erhalten.
    Inhalt des Projekts
    Der Internationale Garten Meißen existiert seit 2016 als gemeinschaftlich genutzter Garten, initiiert
    von Buntes Meißen e.V. Er wurde gegründet, um Menschen mit und ohne Fluchterfahrung einen Ort
    der Begegnung, Teilhabe und Selbstversorgung zu bieten. Über die Jahre ist der Garten ein fester
    Bestandteil der Stadtgesellschaft geworden und dient als Ort interkultureller Veranstaltungen,
    Bildungsangebote und nachbarschaftlicher Begegnung.
    In den letzten Jahren hat die Nutzung zugenommen, insbesondere durch öffentliche Veranstaltungen
    und eine stärkere Wahrnehmung von außen. Das Gelände soll deshalb durch einfache bauliche
    Maßnahmen aufgewertet werden, um mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und neue
    Nutzungsmöglichkeiten zu eröffnen.
    Geplante Maßnahmen
    Die Umsetzung erfolgt durch Mitglieder des Vereins Buntes Meißen e.V. gemeinsam mit engagierten
    Gärtner:innen vor Ort. Geplant sind folgende Maßnahmen:
    • Bau von Sitzgelegenheiten aus Holz, ergänzt durch wetterfeste Sitzkissen, zur Nutzung bei
    Veranstaltungen
    • Installation eines „Samenspenders“ – ein einfach konstruierter Automat, über den
    Gartenbesucher Saatgut gegen eine kleine Spende erwerben können; dies fördert das
    Bewusstsein für Biodiversität und ermöglicht eine niedrigschwellige Beteiligung
    • Instandsetzung vorhandener Steintischplatten zur Nutzbarkeit was aktuell nicht möglich ist
    • Neuanschaffung von Tischtennis-Utensilien zur aktiven Freizeitgestaltung vor Ort
    • Installation wetterfester Sonnensegel, die Schutz bei Sonne wie Regen bieten und so den
    Garten auch bei wechselhafter Witterung nutzbar machen

    –    Wie groß ist die Gruppe der Gärtner*innen? 
    Aktuell gibt es im Garten rund 75 Mitglieder + Familien
    –    Auf wie viel m² werden Obst/Gemüse/Kräuter angebaut? Wie viele Beete gibt es?
    Auf ca. 5000m² wird angebaut. Beete gibt es 15 Stück die einzelnen Familien gehören.
    –    Wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet oder gibt es (auch) individuelle Beete?
    Siehe Frage darüber. Zusätzlich gibt es den „Garten der Sinne“ der wird gemeinschaftlich genutzt (Kräuter, Gemüse) und die Streuobstwiese mit über 30 Bäumen dieser wird ebenfalls gemeinschaftlich genutzt.“
    –    Was ist sonst noch auf der Fläche?
    Minigolf, Volleyballplatz, Sandfußballplatz, Spielplatz, Outdoor Kegelbahn, Sommerküche, Bühne für Veranstaltungen
    –    Was für Veranstaltungen finden statt?
    Regelmäßige Backtage mit Nutzung des Lehmbackofens, Frühjahrs-,Sommer- und Herbst/Erntedankfest, Intercultural Festival, Unter Leuten Festival, Workshop mit externen Partnern, generelle Nutzung des Geländes von vielen Menschen vor allem in den wärmeren Monaten (Minigolfanlage, Volleyball, Grillen,….) (mehr …)

  • Görlitz: Zusammen.Wachsen Teil des Fokus Festivals

    (Antrag, Antworten)

    […]
    Mit der Betreibung des Zentrums für Jugend- und Soziokultur RABRYKA sichert der Verein
    einen Erprobungs- und Begegnungsort zum Experimentieren und zur aktiven Gestaltung des
    gesellschaftlichen Wandels.
    Eines von zahlreichen Projekten der Rabryka ist der ESF geförderte Stadtteilgarten
    “Zusammen.WACHSEN“. Der urbane Garten stellt einen Ort dar, an dem milieuübergreifender
    Austausch möglich und die Begegnung, sowie der Dialog alltäglich sind. Der Stadtteilgarten ist seit
    2018 mit auf der bundesweiten Karte der urbanen Gärten der anstiftung verzeichnet. Jeden
    Mittwoch nachmittag wird gemeinsam gegärtnert, geplant oder einfach nur geplaudert.
    Aber warum stellen wir einen Antrag und was haben wir vor?
    Im Jahr 2018 wurde in einem Workshop eine geodätische, hölzerne Kuppel gebaut und auf eine
    Ständerkonstruktion gestellt. Der entstandene Pavillon diente einer alten, bayrischen Hopfensorte
    (Tettnanger Bierhopfen) als Rankhilfe, spendete für eine Sitzgruppe Schatten und diente zeitweise
    als Bar. Leider ist dieser Hopfendom, wie wir ihn nennen, aufgrund von Witterungseinflüssen
    eingestürzt.
    Des Weiteren mangelt es vor dem Haus und direkt angrenzend an unsere Kräuterhochbeete an
    Sitzgelegenheiten. Ein begeisterter Gärtner des Gemeinschaftsgartens hat bereits im Jahr 2019
    eine wundervolle Kombination aus Holzbank und Pflanzkübel entworfen, die wir in dreifacher
    Ausführung gemeinschaftlich in die Tat umgesetzt haben. Davon haben wir aber viel zu wenig,
    weshalb nun noch mehr entstehen sollen.
    Beide Projekte, der „Hopfendom“ und die „Sitz-Pflanz-Kombi“, sollen im Rahmen des
    PreparingCamps vom Fokus Festivals im August 2025 umgesetzt werden. Ein Teil des Festivals
    ist die „WIR Zusammen im Garten“- Area, in der sich der Gemeinschaftsgarten und viele andere
    Akteure aus den Bereichen der Umweltbildung und der solidarischen Landwirtschaft beteiligen. Die
    Teilnahme am Camp sowie am Festival selbst ist kostenlos und niedrigschwellig. Umgesetzt
    würden die Projekte also von Teilnehmenden des Camps allgemein und natürlich von den
    Gärtnerinnen und Gärtnern von „Zusammen.Wachsen“ selbst.

    • Wie hat der Garten sich denn entwickelt? Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert? Gibt es eine Kerngruppe oder kommen zum wöchentlichen Gärtnern eher immer wieder andere Menschen? Aktuell gärtner bei uns mehr Menschen als in den vergangenen Jahren. Zu den Gartentreffs sind wir zwischen 6 und 16 Menschen. Das schwankt natürlich immer etwas, aber diese 16 Menschen würde ich auch als Kerngruppe bezeichnen, die regelmäßig kommt und für die der Gartentreff ein stetiger Termin ist. Darüber hinaus haben wir aber auch immer wieder Besucher:innen die nur mal zum schauen und plaudern vorbei kommen.
    • Nutzen auch Gruppen den Garten? Was passiert im Garten außer dem Gärtnern? Ja, auch andere Gruppen nutzen den Garten und vor Allem die Gartensitzecke (Foto). Dazu zählen zum Beispiel der BUND der bei schönem Wetter das monatliche Plenum bei uns abhält, das Senckenberg Museum für Naturkunde nutzt den Garten ab und zu mit den „NatureScouts“ für Artenbestimmung und Monitoring (Kinder und Jugendliche) und auch andere Projektgruppen der Rabryka sitzen gerne mal im Garten für Orgatreffen (z.B. Integrationsbereich oder Jugendbeteiligung).
    • Wie ist der Garten nochmal organisiert? Wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet? Wie kann man mitmachen und wie laufen die Info- und Entscheidungswege? Jeden Mittwoch nachmittag ist offener Gartentreff zu dem alle Menschen gerne kommen können und wo auf jeden Fall irgendjemand vor Ort ist für „Neuankömmlinge“. Außerdem gibt es immer am 3. Mittwoch des Monats das Gartenplenum, in dem wir (manchmal mehr, manchmal weniger umfänglich) gemeinsam planen, organisieren, informieren und Probleme ansprechen. Auch das Plenum ist öffentlich. Die Koordination/ Orga des Treffs sowie von Veranstaltungen die darüber hinaus gehen (Workshops, Feste, Filme, Konzerte etc.) liegt bei mir und ist Teil meiner Stellenbeschreibung im Rahmen der ESF Förderung. Dabei gehe ich auf Wünsche und Anregungen aus der Gartencrew ein oder eben nicht, wenn es keine gibt (passiert auch manchmal, dann schau ich was aktuelle, spannende Themen sein könnten). Es gibt sowohl Gemeinschaftsbeete als auch Privatbeete. Alle sind Nummeriert und man kann in einer Liste schauen welche Nummer von wem bewirtschaftet wird. Das System funktioniert gut und wird jedes Jahr neu abgefragt.
    • Wie viele Beete habt ihr und was passiert mit der Ernte? Da sich die Beetaufteilung auch jedes Jahr ein Bisschen ändert kann ich dir keine genaue Beetanzahl nennen, aber ich denke wir haben insgesamt ca. 250m² Anbaufläche. Es gibt den sogenannten „Hügel“, der Kern des Gemeinschaftsgartens an dem auch die Sitzecke steht und es gibt Beete außerhalb des Geländes (vor der Rabryka/ öffentlich und nicht abschliesbar). Die Beete außerhalb sind deshalb vor Allem Wildblumen für unsere Bienen und nochmal 8 Hochbeete mit Kräutern und Färberpflanzen. Sie haben eher den Lehrcharakter mit nützlichen Nebeneffekten. Der Grund hierfür bezieht sich schon auf die nächste Frage: Wir haben da oft Hundekot in den Beeten gehabt, Zigarettenkippen uder mit Vandalismus zu kämpfen gehabt. Daher sind wir weg gegangen vom Gemüse und bauen da nur noch genannte Pflanzen an. Die Pflege dieser Beete liegt aber auch bei ZusammenWachsen. Die Ernte teilen sich die Gärtner:innen in der Regel untereinander auf, manchmal verarbeiten wir direkt im Garten weiter (dieses Jahr haben wir zum Beispiel super viele Beeren gehabt und Marmelade gemacht). Was zu viel ist wandert manchmal auch mit zum verkochen an die KüfA, welche auch jeden Mittwoch 19 Uhr in der Rabryka stattfindet.
    • Wird Gemüse geklaut, gibt es Vandalismus? Was habt ihr da für Erfahrungen? Siehe Antwort vorher.
    • Woher kommt das Wasser? Wasser sammeln wir von den Fabrikdächern (ehemalige Hefefabrik aus DDR Zeiten). Aktuell haben wir die Möglichkeit bis zu 6000L Wasser in IBC´s zu speichern und mussten bisher noch nicht das Wasser aus dem Hahn anzapfen.
    • Zahlen die Gärtner*innen etwas für ihren Garten? Nein
    • Was wird über die ESF-Förderung finanziert und wie lange läuft die noch? Was passiert danach? Aktuell läuft die ESF Förderung noch bis 2028, was danach passiert wird gerade auf politischer Ebene geklärt. Da kann ich also leider keine adequate Antwort darauf geben. Die Förderung beinhaltet meine Personalkosten und die meiner Projektassistenz. Außerdem verfügen wir eine Restkostenpauschale für zum Beispiel Honorare von Workshopleitenden, für Workshopmaterialien und ja, auch für Baumaterialien und Gartengerät etc. Allerdings reißen größere Bauprojekte in diesen Topf ziemliche Lücken und das Geld fehlt dann im Ernstfall an anderer Stelle des Projektes.
    • Ist die geodätische Kuppel direkt im Garten? Wofür wollt ihr den Pavillon dann nutzen, wenn der „Hopfendom“ wieder hergestellt ist? Und was macht ihr mit dem Hopfen? Der Hopfendom soll an der alten Stelle bleiben und befindet sich direkt neben dem Garten (Foto). Er dient als Schattenspender und Sitzecke für Besucher:innen des Gartens oder generell der Rabryka. Bisher haben wir den Hopfen wirklich nur als reine, optische Begrünung genutzt und sind nicht in Verarbeitungsprozesse gegangen. Es gibt in Görlitz einige Privatbrauereien mit denen eine Zusammenarbeit im Rahmen eines Brauworkshops aber denkbar wäre. Zur Zeit gibt es dafür aber keine konkreten Pläne. Der Hopfen wird auch nicht neu angeschafft, er ist noch da und hat den Zusammenfall der Kuppel überlebt =)
    • Sind die geplanten Sitzgelegenheiten im Garten? Wer würde die nutzen? Ist das Kräuterhochbeet auch örtlich Teil des Gemeinschaftsgartens oder ist das eher separat (am Haus?) Die Kräuterhochbeete sind wie gesagt ca. 50m um die Ecke vom Gemeinschaftsgarten direkt vor dem Haupteingang der Rabryka (Foto), liegen aber im Verantwortungsbereich des Gartens und der Gärtner:innen (Gemeinschaftsbeete).
    • Was haben die geplanten Bau-Workshops mit dem Ziel von „Fokus Preparing“ mit Barrierfreiheit/Zugänglichkeit für alle zu tun? Da sich der GG auf einem alten Fabrikgelände befindet und sich die Bodenbeschaffenheit mit den Stichworten „Pflasterstein“, „Gleise“ und „uneben“ am besten beschreiben lässt, muss ich leider zugeben, dass der Garten an sich nur bedingt barrierefrei ist (zumindest für bewegungseingeschränkte Menschen). Die Bauworkshops finden allerdings in unserer hauseigenen Holzwerkstatt statt oder bei schönem Wetter vor dem Haus. Der Zugang dort ist barrierefrei, unser Haus verfügt über ein barrierefreies Klo, ein taktiles Leitsystem und die Öffentlichkeitsarbeit versucht auf einfache Sprache zu achten. Wir haben am Hügel dieses Jahr gemeinsam mit den Gärtner:innen noch eine Natursteintreppe gebaut. Da sind wir gerade dabei noch das Geländer zu organisieren. Der Weg zum Hügel hoch war vorher sehr rutschig und gefährlich, jetzt können auch ältere Menschen sicherer nach oben gelangen.
    • Wie viele Gärtner*innen werden bei den Workshops dabei sein? Da es sich beim Preparing Camp um ein offenes Angebot handelt kann ich die genaue Zahl nicht nennen, gehe aber aktuell von cirka 4-6 Personen aus. Die Koordination und Planung der Bauprojekte übernimmt einer unserer Gärtner. Wir werden die Aktionen auch nochmal explizit während der kommenden Gartentreffs bewerben und alle einladen.
    • Woher kommt das Holz, sind die Farben und die Lasur umweltfreundlich? Das Holz werden wir bei Wöhlk bestellen, einem regionalen Baustoffhandel. Ich gehe davon aus das es sich dabei um Fichte handelt deren Ursprung ich ehrlich gesagt nicht kenne. Das müsste ich erfragen. Was die Lasuren angeht verwenden wir ökologische Holzlasuren bestehend aus Ölen und Harzen (wahrscheinlich auch ohne Pigmente).

    Vielleicht nochmal zur Einordnung des Fokus Festivals: Das Festival ist ebenfalls kostenlos und hat keinen kommerziellen Charakter (es gibt am Einlass aber eine Möglichkeit zu spenden). Es basiert auf Ehrenamt und Engagement. Zwar werden die Areas des Festivals von Hauptamtlichen organisiert, aber das passiert quasi auch immer auf der Basis aus Plenas der offenen Angebote bei uns im Haus. Über 100 Festivalschichten werden von freiwilligen Helfer:innen übernommen, ohne die wir das nicht stemmen könnten. Motto dieses Jahr ist der Strukturwandel in unserer Region in all seinen guten und schwierigen Facetten!

    Ich schätze mal 50-60% der Flächen sind Gemüse, 20-30% Zierpflanzen/Blumen und der Rest ist Natur =)

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  • Lengenfeld: Mitmachgarten wird von vielen Gruppen genutzt

    (Antrag, Antworten)
    […]

    Vergangenes Jahr haben wir den Mitmachgarten im Hinterhof aufgebaut, mit einem großen
    Gewächshaus, Hochbeeten, Pavillon, Bar, Teich und einem Hühnergehege um Alt und Jung
    durch Gartenarbeit und Tierpflege zu verbinden und Teilhabe zu gewährleisten.
    Um auch dieses Jahr unsere Flächen versorgen zu können, möchten wir biologisches
    Saatgut, Jungpflanzen sowie Zubehör wie Urgesteinsmehl & Dünger auf EM-Basis,
    Rankhilfen und Vlies (zur Verlängerung der Anbauzeiträume) besorgen. Ebenfalls benötigen
    wir für die Hochbeete frische Erde, da sie sich über den Winter gesetzt hat. Für eine
    Erweiterung, die wir gern mit Vorschülern bzw. Hortkindern umsetzen wollen, möchten wir
    Beerensträucher und kleine Gartengeräte organisieren.

    • Wer hatte die Idee zum Garten und mit wem wurde die Idee umgesetzt? Wann wurde die Nachbarschaft einbezogen? Was ist Ihre Rolle? Sind Sie auch Gärtnerin im Mitmachgarten? Idee kam vom HERZkraftwerk e.V. von damaliger Vorständin und Vereinsmitglied Frederike Eisenkolb, Umsetzung vom Verein mit Hilfe der SAB-„Förderung von Sozialen Orten“, beauftragten Firmen und Ehrenamtlern. Ich bin Ehrenamtlerin und gärtnere mit.
    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten nun zusammen weiter plant und die neuen Ideen umsetzt? Etwa 8 Menschen.
      Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert? Gibt es eine Gartengruppe aus der Nachbarschaft oder sind es eher Gruppen (Schulen, Kita, Senioreneinrichtungen, Firmen etc.), die zu bestimmten Zeiten oder auch nur zu einer Veranstaltung/einem Workshop kommen? Hauptsächlich Gruppen: es kommt wöchentlich eine Seniorengruppe in den Garten, 1x im Monat verbringt die Gruppe vom Trauercafé Zeit im Garten. Kindergeburtstage und Firmen-Team Buildings können unter einem Gartenthema stattfinden.
    • Wie offen ist die Fläche? Sieht man den Garten von der Straße aus? Wier kommt man rein? Gibt es ein Schild, das auf den Garten hinweist und auf die Mitmachmöglichkeiten? Wie viele Beete gibt es? Es gibt eine große Anschlag- und Infotafel an der Straße aus, Hühnerhaus und -auslauf sind direkt sichtbar. Es gibt ein großes Gewächshaus, 6 Hochbeete und einige Kräuter- und Erdbeerflächen.
    • Wie ist der Garten organisiert? Gibt es individuelle Beete oder wird alles gemeinschaftlich begärtnert? Wer entscheidet, wo was angebaut wird? Wie ist es organisiert, dass Gruppen den Garten (auch?) nutzen? Wie laufen Kommunikations- und Entscheidungswege? Wege laufen über HERZkraftwerk e.V. 
    • Was passiert mit der Ernte? Verarbeitet in Veranstaltungen vom Verein, wie Heldenküche, Kochtreff, wöchentliche Senorengruppe. Oder verkauft an’s Café Mehrwert bzw. an Nachbarn & Bürger – Infos am Aushang bzw. über Instagram.
    • Wie beteiligen sich die Gruppen an den Kosten des Gartens? Spenden.
    • Sind Sie in Kontakt mit dem Grünflächenamt der Stadt und könnten Sie ggf. Erde bekommen? Müssten wir noch ansprechen.
    • Wie wurde der Garten bisher finanziert? 2024 SAB-Förderung, ab 2025 aus eigenen Mitteln (Geld- und Sachspenden, selbst gezogenes Saatgut, Kaffee- und Kuchenverkauf bei Veranstaltungen wie dem Frühlingsmarkt)

    SAB = Sächsische Aufbaubank
    Die Gruppen gärtnern teilweise (Trauergruppe, Seniorengruppe), teilweise nutzen sie den Garten eher als Erholungs- und Feierraum

    Die acht Kerngärtner*innen entscheiden miteinander, wo was gepflanzt wird und kümmern sich hauptsächlich um den Garten

    Kindergeburtstage laufen auf Spendenbasis, die Firmen spenden auch was. Die Einnahmen aus dem Verkauf eines Teils des Gemüses fließen wieder in den Garten zurück – doch reicht das Geld/die Einnahmen nicht, um alle Kosten zu decken.
    Sie wollen gerne regelmäßige Angebote für Kindergruppen im Garten machen.

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  • Bayreuth: Spielen und Gärtnern

    (Antrag, Antworten)

    Mit diesem Vorhaben möchten wir vor unserem Vereinslokal, dem „Haus des Spiels“ in Bayreuth-St. Georgen, auf rund 110 m² versiegelter Parkfläche einen offenen, einladenden und gemeinschaftlich gestalteten „Garten des Spiels“ entstehen lassen. Die Idee dafür stammt aus unserem Verein (ca. 20 Personen) und aus der unmittelbaren Nachbarschaft (weitere ca. 20-30 Personen): Der Wunsch, das bislang graue Vorfeld des Hauses in einen freundlichen, grünen Begegnungs- und Spielort zu verwandeln, wurde wiederholt an uns herangetragen – von Anwohnenden, Kooperationspartnern, Familien und nicht zuletzt von unseren eigenen Mitgliedern. Nun möchten wir ihn gemeinsam umsetzen.

    Das Quartier St. Georgen, insbesondere das angrenzende Wohnviertel Burg, ist ein von Diversität, aber auch von strukturellen Herausforderungen geprägter Stadtteil. Die soziale Struktur ist von prekären Lebenslagen, begrenzten privaten Rückzugsräumen und einem Mangel an niedrigschwelligen, nicht kommerziellen Treffpunkten geprägt. Gleichzeitig erleben wir dort seit vielen Jahren in unserer mobilen spielkulturellen Arbeit großes Potenzial: Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen sind offen für Begegnung, sobald passende Räume dafür geschaffen werden. Das „Haus des Spiels“ hat sich in den letzten Monaten zu einem wichtigen Anlaufpunkt entwickelt – was fehlt, ist ein gestalteter Außenbereich, der den Austausch auch unter freiem Himmel ermöglicht und niederschwellige Nachbarschaftspflege fördert.

    Mit dem „Garten des Spiels“ soll genau das entstehen: ein grüner Vorplatz, der Aufenthaltsqualität mit spielerischem Charakter verbindet. Hochbeete werden gemeinsam mit Nachbar:innen und Vereinsmitgliedern gebaut und bepflanzt – manche als reine Pflanzflächen, andere als Kombination mit Sitzgelegenheiten. An ausgewählten Beeten werden kleine Spielmodule angebracht: Elemente, die zum Tüfteln, Fühlen oder Rätseln einladen. Im Zentrum soll ein groß dimensionierter Pflanzkübel mit einem Baum stehen – als symbolischer und realer Mittelpunkt des Platzes. Mittelfristig ist geplant, den Baum direkt mit dem Erdreich zu verbinden, indem wir die Fläche teilweise entsiegeln.

    Das Projekt startet in zwei Wochen und soll gemeinsam mit Anwohner:innen und Engagierten bis Mitte August umgesetzt werden. Damit schaffen wir rechtzeitig zum Spätsommer einen Ort, der Begegnung, Gemeinschaft und Gestaltungskraft erfahrbar macht – auch über die Projektdauer hinaus.

    Wirkungslogik:

    Unsere Inputs bestehen aus dem Wissen und den Werkzeugen unserer spielkulturellen Arbeit, der Bereitschaft unserer Vereinsgemeinschaft, aktiver Mitwirkung aus der Nachbarschaft sowie der vorhandenen Infrastruktur vor Ort. Durch gemeinsames Bauen, Gärtnern, Spielen und Gestalten entsteht nicht nur ein neuer Raum – sondern auch ein neuer Bezug der Menschen zu diesem Raum und zueinander.

    Kurzfristig führt dies zu einer sichtbaren und nutzbaren Veränderung der Fläche: Der Platz wird grüner, belebter und lädt ein, sich dort aufzuhalten. Gleichzeitig schafft das gemeinsame Machen eine neue Form der Beteiligungskultur im Quartier. Nachbar:innen, die sich vorher kaum kannten, lernen sich kennen. Gespräche entstehen. Der Ort beginnt zu „gehören“.

    Mittelfristig stärkt der „Garten des Spiels“ die Nachbarschaftsbindung, regt zu Verantwortung und Pflege des Raumes an und ergänzt das „Haus des Spiels“ um eine offene, niedrigschwellige Erweiterung seiner Wirkung. Er wird zum Kristallisationspunkt für informelle Treffen, spontane Spielaktionen und nachbarschaftlichen Austausch. So trägt der „Garten des Spiels“ zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier bei – und stärkt den sozialen Zusammenhalt durch Spiel, Begegnung und gemeinschaftliche Verantwortung.

    • Gibt es einen Vertrag für die Nutzung der Fläche als Gemeinschaftsgarten? Wenn ja, ist dieser befristet? Müssen Sie Pacht zahlen?

    Die geplante Fläche wird von uns momentan als Parkplatz genutzt und wird nun umgewidmet. Einen separaten Pachtvertrag haben wir nicht, das läuft im Kontext der Anmietung der anderen Räume. Die Parkplatzfläche ist insgesamt ca. 120 qm groß.

    Wie viele Menschen aus Verein und Nachbarschaft wollen denn tatsächlich gärtnern (im Sinne von Gemüse/Kräuter/Obstanbau)? Das ist ja unser Fokus, wie gestern telefonisch erläutert. Alle? Dann wären das sehr wenig Beete für viele Menschen?

    Wie bei allen Projekten wird es auch bei diesem irgendwann ein Kernteam geben, das verantwortlich zeichnet für die regelmäßige Pflege. Dieses Kernteam schätze ich auf 15 Personen ein, das erweiterte locker 30-40 Personen.

    Wie groß sollen die Hochbeete denn werden? Gibt es auf der Fläche schon Beete? Ist es dieses Projekt, was ausgeweitet werden soll? https://wundersam-anders.de/ein-hochbeet-fuer-die-burg-ein-meilenstein-zum-mitbauen/ Wie haben Sie diese Beete finanziert?

    Auf der geplanten Fläche gibt´s aktuell nur Steine. Den Beitrag, den Sie gesehen haben, ist bei uns im Quartier – ca. 800 Meter von uns entfernt. Diese Beete wurden im Rahmen unserer „Quartiersarbeit“ mit den Jugendlichen vor Ort gebaut und soll nun auch von denen weiter betreut werden. Ob das klappt, zeigt sich jetzt in den nächsten Wochen. Diese Beete wurden über das Förderprogramm „Kultur macht stark“ teilweise finanziert. Hier wurden vor allem Personalkosten übernommen. Die Liegenschaftsverwaltung WSB (Wohnungs- und Siedlungsbau GmbH) hat ca. 2.000 Euro Materialkosten übernommen. Dort wurden zwei Hochbeete mit insgesamt 6 Metern länge und einem Meter Breite errichtet. Je nachdem, wie die Pflege funktioniert und die Hochbeete keinem Vandalismus zum Opfer fallen, bestehen Überlegungen, hier noch weitere zu bauen.

    Sollen dann noch weitere Beete folgen?

    Für den Parkbereich sollen insgesamt Hochbeete – so der aktuelle Planungsstand – mit einer eine Länge von ca. 15 Metern gebaut werden. Neben Sitzmöglichkeiten und dem zentralen Baum in der Mitte, ist der Platz von seinen Möglichkeiten her ausgeschöpft. Hinter dem Haus gäbe es noch weitere Flächen, die begrünt werden könnten. Aber da wagen wir uns erst ran, wenn dieses Vorhaben umgesetzt wurde und es sich zeigt, dass es angenommen wird und sich bewährt.

    Wie haben die Nachbar*innen von der Idee erfahren?

    Wir haben einen öffentlichen Bücherschrank und seit einem halben Jahr laufendes Programm bei uns im Haus des Spiels. Die heißen Temperaturen ließen die fehlende Lebensqualität auf diesem Parkplatz sehr eindringlich zum Vorschein kommen. Nun ist der Impuls gerade sehr stark, das zu ändern.

    Gibt es schon ein Schild an der Fläche, das auf den Garten und die Mitmachmöglichkeiten hinweist oder wie erreichen Sie potentiell weitere Mitmacher*innen?

    Die Idee ist ja noch super frisch. Wir halten gerade nach Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau. Am und um unser Haus des Spiels weisen wir gerade auf das Vorhaben hin. Am 24.07. gibt es eine Art Kick-Off-Veranstaltung, bei dem wir über den aktuellen Planungsstand informieren und weitere Ideen von den Interessierten einholen und im besten falle dann auch beschließen, damit in der Woche drauf mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Über unseren Instakanal haben wir schon einen ersten Post rausgehaun. Am Wochenende geht wieder unser Newsletter raus, in dem werden wir ebenfalls auf dieses Vorhaben verweisen.

    Wie ist das Gärtnern organisiert? Gärtnern alle gemeinschaftlich oder gibt es Patenschaften? Gibt es regelmäßige Treffen? Wie sind/sollen Informationsflüsse und Entscheidungen organisiert? Was passiert mit der Ernte? Wie entsteht Gemeinschaft?

    Keine dieser Fragen kann ich zum Stand heute konkret beantworten. Bei den Hochbeeten im Quartier Burg sind genau das die Fragen, die wir mit den Kindern und Jugendlichen und den anderen Anwohnern besprechen. Dieser Prozess ist in vollem Gange und wird von uns so partizipativ wie möglich durchgeführt und begleitet. Ein ähnliches Prozedere werden wir dann auch mit dem Garten des Spiels durchführen wollen.

    Wo sind Gartengeräte untergebracht, an die die Gärtner*innen jederzeit ran kommen?

    An unserem Hauseingang befindet sich ein Schlüsseltresor, zu dem die Gärtnerinnen Zugang haben. Alle Werkzeuge zum Gärtnern befinden sich in unserer Werkstatt.

    Wo kommt das Wasser her und wie ist die Bewässerung geplant?

    Aktuell bewässern wir noch von Hand mit Gartenschlauch. Für den Herbst ist geplant, an die Hausfassade Solarpanels anzubringen und Regenfässer aufzustellen. Ein paar Jungs aus dem Hackerspace haben schon ziemlich coole Ideen, wie wir eine halbautomatisierte Tröpfchenbewässerungsanlage bauen und installieren können. Hier muss ich allerdings aussteigen, da ich mich mit sowas null auskenne. Solange dieses Szenario nicht da ist, greifen wir auf altbewährte analoge Systeme wie Gießkanne und Gartenschlauch zurück.

    Die Kosten für die Hochbeete sind recht hoch, könnten Sie diese bitte noch aufschlüsseln? Und was bedeutet Bausatz oder Holz?

    Für die beiden Hochbeete in der Burg (6*1*1 Meter) haben wir Vollholz-Eiche verwendet. Die Kosten nur für das Holz direkt vom Sägewerk ungehobelt betrugen 920 Euro. Das habe ich als grobe Orientierung herangezogen und dann auf ca. 15 Meter hochgerechnet. Eine Alternative wären so fertige Bausätze aus Duglasie oder Fichte, direkt zugeschnitten, da lägen wir bei der Hälfte ungefähr. Aber das finden wir nicht so prickelnd. Noch sind wir ja in der Phase des Träumens bzw. nähern uns so langsam der Realität…

    Sind mit Helfer*innen die Gärtner*innen gemeint?
    ja

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Bisher haben wir noch keinen Kostenaufruf gestartet. Wir finden es schon hervorragend, dass sich die Menschen mit ihrer Zeit beteiligen. Am Vermieter sind wir noch dran, aber das ist auch a längere Gschicht. Der Herr Wild ist CSU-Stadtrat. Der Stadtteil St. Georgen ist seit letztem Jahr im Fokus der Stadtverwaltung, weil sich dieser Stadtteil am schnellsten von allen anderen aufheizt, aufgrund der vielen versiegelten Fläche. Es wurde sogar ein Klimarat gegründet. Nur: die CSU bzw. Herr Wild ist an diesen Themen so gar nicht interessiert. Dennoch haben wir jetzt eine Konstellation, dass wir durch diese Baumaßnahme eine Art Vorbildfunktion einnehmen können und das könnte weitere Maßnahmen dieser Art begünstigen. Ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert.

    Haben Sie Kontakt mit dem Grünflächenamt und da nach Finanzierungsmöglichkeiten oder Materialien gefragt? (ggf. könnten ja die Bäume übernommen werden?)

    In der Tat haben wir das bereits und die Sache schaut aktuell ganz gut aus, dass wir einen Kastanie bekommen könnten. Alles noch Konjunktiv. Ich glaubs erst, wenn sie da steht. Hier ist der Knackpunkt: diesen Baum müssten wir direkt ins Erdreich einbringen. Und da macht der Vermieter – noch – nicht mit. Also, der Prozess läuft. Viele Kontakte wurden angestoßen. Wir sind auch noch an die Serviceclubs herangetreten: Lions, Rotarier und Roundtable.

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  • Köln: Neuland baut DIY Regenwasserauffang- und verteilanlage

    (Antrag/Antworten)

    Im NeuLand-Garten haben wir inzwischen fünf Zapfsäulen für die Bewässerung mit Frischwasser eingerichtet.

    Parallel zur Versorgung mit Frischwasser soll an diesen Säulen an einem zweiten Zapfhahn die Entnahme von gesammeltem Regenwasser möglich sein.

    Dafür wollen wir an den vorhandenen vier Containern (Dachfläche 69m2) eine zentrale Sammelstelle für Regenwasser einrichten.
    Auf dieser Dachfläche können in Köln im Jahr 2025 voraussichtlich 55.000 bis 62.000 Liter Regenwasser gesammelt werden, je nach tatsächlicher Niederschlagsmenge (bei 800–900 mm Jahresniederschlag). Der tatsächliche Wert wird wegen Verdunstung und anderen Verlusten etwas geringer ausfallen.

    Zur Speicherung der erwarteten Wassermenge sollen an der Grundstücksgrenze zehn 1000l-IBC-Tanks nebeneinander aufgestellt und verbunden werden.

    Daran angeschlossen wird ein sog. „Hauswasserwerk“. Eine automatische Pumpen- und Filteranlage, die das Regenwasser aus den verbundenen Tanks entnimmt und mit konstantem Druck an die Entnahmestellen verteilt.

    Geplante Arbeiten

    • Einrichtung einer höhergelegten ebenen Standfläche für die IBC-Tanks.
    • Darauf werden zehn 1000l-IBC-Tanks nebeneinander aufgestellt und verbunden.
      • Vorhandene alten IBC-Tanks werden dafür instand gesetztund mit geeigneten Hähnen, Kupplungsstücken und Halterungen versehen
      • Möglicherweise müssen einzelne Tanks ersetzt werden
    • Installation von Regenrinnen und Zuleitungsrohren von den Container-Dächern zu den Tanks
    • Aufstellung und Elektroanschluss des Hauswasserwerks mit entsprechendem Schutzgehäuse
    • Anschluss und Verlegung der Regenwasserleitung vom Hauswasserwerk zu den Entnahmestellen.
    • Verkleidung und Berankung der IBC-Tanks mit Kletterpflanzen zur Vermeidung von zu starker Algenbildung durch Sonneneinstrahlung.
    • Die Umsetzung erfolgt wie üblich als gemeinschaftliche Arbeit unter Anleitung eines Vereinsmitglieds mit entsprechendem Expertenwissen

    – habt ihr inzwischen einen Vertrag und müsst ihr Pacht zahlen?
    > Es gibt noch keinen Vertrag. Wir zahlen auch noch keine Pacht.

       Als Voraussetzung für den Vertrag hat das Grünflächenamt einen nachträglichen Bauantrag für den Workshop-Container gefordert.
       Die Sache ist in Bearbeitung bei einem NL-Vereinsmitglied, der Architekt ist.

    -> es gibt aber viele Belege dafür, dass Neuland dort langfristig sein wird.

    – wie viele Gärtner*innen sind inzwischen (wieder) dabei? > Wir haben inzwischen 52 Vereinsmitglieder. 
    Wie groß ist dabei die Kerngruppe? > ca. 22 Personen
    Habt ihr auch geflüchtete Gärtner*innen dabei (gärtnern Geflüchtete mit?)? > Aktuell nicht. Kids aus dem benachbarten Migranten-Wohnheim mischen zeitweise im Garten mit.
    – wie viel von der Fläche nutzt ihr inzwischen für den Anbau von Gemüse/Kräutern/Obst? > ich schätze 400-500 m2
    – habt ihr Probleme mit Diebstahl, Vandalismus, Müll? > Vandalismus und Diebstahl so gut wie nicht. In der Stichstraße zum Garten       sammelt sich allerdings viel Verpackungsmüll von futternden Nachbarn (McDonalds, anderer Imbiss) 

    – ist die Arbeit noch in AGs organisiert und wenn ja, welche habt ihr? > An AGs, Kreisen, temporären Projektgruppen gibt es im Moment: Kommunikations AG, Bau-Team, Team Fachhochschule KISD, Kompost AG, Waldgartenkreis, Projekt Kräuterspirale, Imker AG, Hühner AG und die Café AG, 

    – wie viele Menschen werden in dem Bau involviert sein? > je nach Art der Tätigkeit über den Verlauf des Bau gesehen  10-12 Menschen

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  • Frankfurt/Oder: neue Gärtner*innen im inklusiver IG Stadtgarten

    (Antrag, Antworten)

    Der Stadtgarten ist mittlerweile 11 Jahre alt und hat viele Höhen und Tiefen bewältigt. Momentan gibt es einen Generationenwechsel, die Gärtner/-innen, die die 80 überschritten haben, haben uns alle verlassen. Es werden Beete frei und wir haben einen erhöhten Andrang von Garteninteressierten aus anderen Kulturen (Syrien, Afghanistan, Sudan). Das freut uns besonders, weil diese zukünftigen Gärtner/-innen die Vielfalt des Gartens bereichern und auch das Grundbildungszentrum und die Sprachcafés der VHS nutzen können, um Ihre „Inklusion“ selbstbewusster voranzutreiben. Damit ist ein guter Kreislauf von Nutzung der VHS und des Gartens entstanden.

    ZIEL: Wir wollen die neue Energie nutzen und die Gemeinschaft durch gemeinsames Handeln stärken. Die Alt- und Neugärtner/-innen sollen sich besser kennen lernen. Es sollen Vorurteile abgebaut werden.

    INHALT/weitere ZIELE: Es sollen Hochbeete entstehen, die zusammen erbaut werden. Die Hochbeete sind eine Hilfe gegen die Schnecken und eine Fuchsfamilie, die seit einigen Jahren im und am Garten lebt und die Beete beschädigt. Außerdem kann das gemeinsame Tun über Sprachbarrieren hinweg Beziehungen stiften, die ja u.a. eine der Aufgaben des Gartens ist.

    Es gibt mittlerweile eine ganze Gruppe von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die gemeinsam Beete betreiben. Das sind ca. 8 Personen, die unter Anleitung der P8 (eine Beratungs- und Begegnungsstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen, die auf dem Gelände der VHS eingemietet ist) das Gärtnern erlernen. Anfänglich hatten beeinträchtigte Personen einzelne Beete, die sie aber nicht schafften, selbst zu bewirtschaften. So sind wir dazu übergegangen, Ihre Kraft zu bündeln und in ein Projekt zu verorten. Dort sind viele junge Männer, die praktische Arbeit lieben und besonders Lust auf Bau-Projekte haben. Wir wollen im Garten auch Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen, um Vorurteile abzubauen.

    • Wie groß ist die Gartengruppe derzeit? Wie viele Gärtner*innen sind davon neu?

    27 Gärtner (mit diversen Familien), davon aber die Peitzer Acht als 1 Gärtner gezählt mit ca. 6 Gärtner:innen

    Neue Gärtner:innen 14, davon die Peitzer Acht gezählt als eine „Person“ mit den 6 Gärtner:innen

    • Wie erfahren die potentiell Interessierten vom Garten? Woher wissen die neuen Gärtner*innen aus Syrien, Afghanistan und Sudan vom Garten? Wird im Sprachcafé/Grundbildungszentrum aktiv darauf hingewiesen? Hängen Zettel/Plakate in der VHS?

    Wir mussten nicht werben, weil sich der Brückenplatz auflösen musste (ein interkulturelles Zentrum)und die Gärtner von dort zu uns gewechselt sind

    Die beeinträchtigten Gärtner entspringen einem neuen Ansatz der Behinderteneinrichtung, da kam jetzt gärtnern dazu

    Also gibt es momentan keine Werbung, aber Bewerber:innen (auch schon für die Hochbeete, die entstehen sollen). Die sollen dann übrigens weiter Neugärtner:innen erhalten. Das GBZ will aber grundsätzlich gern mehr in den Garten hinein, zwei Ihrer Schützlinge sind bereits Gärtner:in (sind aber nicht über das GBZ vermittelt worden)

    • Wie läuft die Einführung/ das „Onboarding“ in Garten und Gartengruppe?

    Ich führe ein und zeige alle wichtigen Dinge. Dann gibt es später ein Treffen, in dem die Neuen sich vorstellen

    Da es jetzt ziemliche Probleme gab, habe ich ein Gartenalphabet geschrieben, in dem alle Regeln verankert sind, die gibt es in deutsch, französisch, englisch und dari (hänge ich Dir mal an) Das muss jede/r unterschreiben + Vertrag

    • Habt ihr individuelle Beete oder wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet?

    Jede/r sein Beet und geringfügige Gemeinschaftsflächen (Naschhecke, 3 Apfelbäume, 1 Pfirsichbaum, 2 Birnen, kleine Rabatte, ein Kräuterbeet

    • Wie kommuniziert die Gartengruppe miteinander, wie laufen Informations- und Entscheidungswege? Bist du selbst auch mit im Garten dabei?

    Es gibt eine Lenkungsgruppe – eine Person für die VHS, eine für die Behinderten, eine für die Migranten, eine für den Garten

    Ich bin dabei, mittlerweile beete ich zusammen mit einer anderen Gärtnerin

    Entscheidungen lasse ich abstimmen in der whatsApp Gruppe oder bei Versammlungen

    Wer Gartenanleitung braucht kann unterschiedliche Personen befragen, die wir als Expert:innen benannt haben

    Ansonsten siehe Gartenalphabet

    • Ist die Gruppe mit Anleitung der P8 zu bestimmten Zeiten im Garten?

    Ja, die haben Treffen, an denen sie thematisch arbeiten (z.B. Vogelfuttertassen bauen, pflanzen, ernten usw.). das machen sie offen für alle, es gibt oft essen.

    • Wie viele Gärtner*innen werden am Bau der Beete beteiligt werden können?

    Ich denke, die P8 macht mit und eher die Männer (afghanische) und handwerklich talentierte und interessierte Frauen (mind. 10 Personen). Ich denke, wir essen dann zusammen und da kommen noch andere hinzu.

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  • Niddatal: gemeinschaftliches Gärtnern im Klostergarten

    (Antrag, Antworten)

    intergrund:
    Der seit Jahrzehnten brachliegende Klostergarten wird seit 2022 vom gemeinnützigen Verein
    Kultur im Klostergarten Ilbenstadt e.V. wiederbelebt. Ziel ist die Entwicklung eines
    solidarischen Stadtteil-Gartens auf einer Fläche von ca. 6.000qm, der durch ökologische
    Bewirtschaftung einen Raum für gemeinsames Gärtnern, Lernen und Erleben schafft. Hier
    wachsen Obst und Gemüse, Kräuter und Heilpflanzen – als sichtbarer Ausdruck gelebter
    Gemeinwohlorientierung.
    Im Klostergarten Ilbenstadt, der zum Denkmalschutz-Ensemble Kloster Ilbenstadt gehört,
    entsteht ein gemeinschaftlicher Begegnungs- und Gemüsegarten – offen für die künftigen
    Bewohner:innen des angrenzenden genossenschaftlichen Wohnprojekts der Oekogeno SWH
    eG sowie für alle Bürger:innen der Gemeinde. Die Fertigstellung der gesamten Gartenanlage
    ist für 2027 geplant.
    Wichtige Meilensteine bisher: 2023 Nutzbarmachung der ersten Teilfläche von ca. 2.000qm
    und Bohrung eines Tiefbrunnens, 2024 Erstellung eines Gartenhauses in Eigenleistung und
    Start einer SOLAWI auf ca. 1.500qm mit über 70 Solawistas. Das Gartenhaus dient dem
    Verein als zentraler Werkzeugraum und als Aufenthaltsort.
    Ausgangslage / Problemstellung:
    Ein zentrales Problem: Der Garten verfügt bislang über keinen Stromanschluss. Für den
    Betrieb wichtiger Geräte und Infrastruktur ist jedoch eine zuverlässige Energieversorgung
    unerlässlich.
    Zielsetzung:
    Zur Sicherstellung der Stromversorgung soll auf dem Gartenhaus in Eigenleistung durch
    ehrenamtliches Engagement eine autarke Photovoltaik-Inselanlage (Insel-PV-Anlage)
    installiert werden. Der aus Sonnenenergie gewonnene Strom wird vor Ort direkt genutzt bzw.
    in einer Batterie gespeichert. Damit entsteht eine nachhaltige, emissionsfreie und
    unabhängige Energiequelle für den Betrieb des Gartens.
    Inhalte und Planung:
    Die geplante Insel-PV-Anlage ermöglicht die Inbetriebnahme einer Wasserpumpe für den
    vorhandenen Tiefbrunnen sowie das Laden von Akkus für elektrische Gartenkleingeräte und
    LED Innenbeleuchtung für das Gartenhaus. Ohne eine funktionierende Stromversorgung
    kann die Bewässerung und der Betrieb des Stadtteilgartens auf Dauer nicht sichergestellt
    werden. Die autarke Insel-PV- Anlage schafft die energetische Grundlage für die Umsetzung
    des gesamten Gartenprojektes.

    Der Klostergarten hat eine Gesamtfläche von 6.000qm. Diese Fläche, die seit den 90er Jahren brach lag und sich inmitten des Ortes Niddatal Ilbenstadt befindet, renaturieren wir seit 2021.

    1. Wie groß ist denn die Gruppe, die im Gemeinschaftsgarten gärtnert?

    Unser Verein, der sich der Wiederbelebung des Klostergartens als Stadtteilgarten angenommen hat, hat aktuell 97 Mitglieder. Aktiv mitarbeitende „Gartenaktivistas“ sind ca. 40 Personen.

    1. Wie erfahren Interessierte vom Gemeinschaftsgarten und den Mitmachmöglichkeiten?

    Wir informieren unsere Mitglieder und alle Interessierten durch unseren Newsletter (Anmeldung via Website) und über die Website, wo wir unsere monatlichen Gartenaktionstage zum gemeinschaftlichen Gärtnern bei Termine bekannt machen. Zusätzlich haben wir eine Signalgruppe „KiKI Gartenaktivistas“ zum täglichen Austausch.

    1. Wie ist die Gruppe (des Gemeinschaftsgartens) organisiert? Wie laufen Informations- und Entscheidungswege?

    Die Gruppe ist in mehreren Untergruppen organisiert. Diese sind: „AK Gartengestaltung“, „AK Finanzierung“, „AK Kräutergarten“, „AK Kultur“

    In 2024 fand ein großer Workshop zur Gartengestaltung mit ca. 30 Teilnehmenden statt, nachdem der Garten aktuell entwickelt wird.

    1. Wie viele Beete gibt es im Gemeinschaftsgarten? Und wird alles gemeinschaftlich begärtnert? Oder gibt es individuelle Parzellen?

    Der Gemeinschaftsgarten umfasst alle Flächen außerhalb der Gemüsebeete der SOLAWI. Dies sind aktuell: Beeren- und Obstgarten, Rabarber-Feld, Trüffelfeld, Kürbisfeld, Blumenfeld für Bienen und Insekten sowie alle andern Flächen/Erholungsflächen.

    1. Was passiert im Gemeinschaftsgarten neben dem Gärtnern?

    Der Garten wird kontinulierlich weiter ausgebaut/renaturiert. Hierzu werden Kräuterbeete, barrierefreie Wege und eine Kulturbühne unterm Nussbaum mit einem Atrium angelegt. Weiter bauen wir gemeinsam mit den Kindern eine Baumhausanlage auf. Die gesamte Fertigstellung ist für 2027 geplant (sofern wir die finanziellen Mittel über Förderungen und Spenden zusammen bekommen).

    Der Garten dient bereits jetzt als regelmäßiger Begegnungsort für jung und alt, Garteninteressierte und Erholungssuchende. Wir bauen unterschiedliche Vogelhäuser mit Kindern und Erwachsenen für den Garten, veranstalten regelmäßige Workshops (zB Fermentierung, Bienenzucht). Auch erhalten wir regelmäßig Besuche aus Kita und Grundschule („Wieviele Regenwürmer leben auf einem Quadratmeter“).

    1. Wie kann ich mir die Zusammenarbeit und aber auch die „Abgrenzung“ von SoLaWi und Gemeinschaftsgarten vorstellen? Gibt es ein Set an Werkzeugen für die Gemeinschaftsgärtner*innen und eins für die SoLaWi? Wie wird die Nutzung des Gartenhauses organisiert?

    Die SOLAWI wird getragen vom Verein und baut auf einer Teilfläche von 1.500 qm über 30 verschiedene Gemüsesorten ökologisch an. An der SOLAWI sind derzeit 70 Erwachsene beteiligt. Die Werkzeuge und die Gartengeräte sowie die Gartenhütte werden von allen Gruppen gemeinsam genutzt und sind Eigentum des Vereins.

    1. Wie beteiligen sich SoLAWi und Oekogeno SWH und die Gemeinde an den Kosten für die Garteninfrastruktur? Ich nehme an, Brunnen und PV-Anlage werden von allen Gartenprojekten im Klostergarten gemeinsam genutzt? Wie habt ihr den Brunnenbau finanziert und wie geplant, das Wasser aus dem Brunnen zu bekommen?

    Die Oekogeno SWH eG stellt den Klostergarten zu einer verringerten Pacht von jährlich 2.850 Euro für 15 Jahre zur Verfügung. Die SOLAWI zahlt dem Verein für die Nutzung eine anteilige Pacht von 1.500 Euro/Jahr. 

    Die Gemeinde Niddatal unterstützt uns durch ihren Bauhof bei größeren Aufgaben zB. an der historischen Klostermauer oder am Umfeld des Gartens. Zudem können wir Gemeinderäume (Stadtverwaltung gegenüber) kostenfrei für Sitzungen und Veranstaltungen nutzen. Der Bürgermeister von Niddatal unterstützt unser Gesamtprojekt von Beginn an intensiv.

    Die Nutzbarmachung der ersten Teilfläche des Gartens für die bisherigen Anpflanzungen sowie der Brunnenbau konnte mit Fördermitteln der Deutschen Postcode Lotterie sowie Förderungen der Volksbank und Sparkasse sichergestellt werden. Der Bau des Gartenhauses, das durch uns selbst geplant und in kompletter Eigenleistung errichtet wurde, konnte mit Hilfe von Förderungen realisiert werden. 

    Der derzeitige Strombedarf für die Brunnenpumpe und Bewässerung wird durch Nutzung von Baustrom von der Oekogeno SWH eG genutzt.

    1. Um welche Gartengeräte geht es, die geladen werden müssen und wie lief das bisher?

    Folgende Akkugeräte haben wir derzeit im Einsatz, die über einen Akku verfügen: Freischneider, Antrieb für Minifräse, Heckenschere. Auch hier haben wir bisher auf den Baustrom zurückgreifen können. Der Bau der Oekogeno wird bis Mitte 2026 abgeschlossen sein.

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  • Leipzig: Gartengruppe in den Nachbarschaftsgärten Josephstraße formiert sich neu

    Antrag, Antworten

    Wir vom Nachbarscha%sgärten e.V. in Leipzig Lindenau haQen durch die anhaltende Gentrifizierung der
    Stadt und insbesondere der Quar$ere Plagwitz & Lindenau, in den letzten Jahren immer wieder mit
    Flächenverlust auf Grund von Teilverkäufen und damit einhergehender Nachverdichtung des Wohngebietes
    zu kämpfen. Dadurch ist unsere einstmals 7000m2 große Gemeinscha%sgartenfläche auf nun ~550m2
    geschrump%. Diese verbleibende Fläche ist zwar sehr zukun%ssicher für den Verein, jedoch weitestgehend
    durch Pflastersteine versiegelt und dies darf auch nicht geändert werden.
    In den letzen Jahren haben wir den Fokus daher auf die sozialen Aspekte der Fläche gelegt und die offene
    FahrradwerkstaQ sowie die offene HolzwerkstaQ auf dem Gelände sehr weit entwickelt, wodurch wieder
    eine stabile Gemeinscha% gewachsen ist und die Angebote quar$erübergreifend bekannt und geschätzt
    sind. Zudem beherbergen wir auf dem Gelände eine Verteilersta$on der lokalen SoLaWi „Ackerilla“, welche
    mit regelmäßigen Küfas ebenfalls zur Gemeinscha%sbildung und gelebten Nachhal$gkeit im Quar$er
    beiträgt. Zudem konnten wir erfolgreich das größte Parklet Leipzigs vor dem Garten in der Josephstraße
    bauen und damit nicht nur ins Quar$er wirken, sondern auch die Sichtbarkeit und Niederschwelligkeit des
    Gartens stärken. All das führte dazu, dass die Mitgliederzahl in den letzen Jahren wieder s$eg und
    momentan bei 165 Menschen ist, welche sich auf beide Gartenflächen (Lindenau & Leutzsch) verteilen.

    Wir als Gartengemeinscha% möchten uns nun auf die Herausforderung bzw. Frage fokussieren, wie man
    neben den grünen Randstreifen des Grundstücks in Lindenau, auch auf der versiegelten Fläche das
    maximale Gartenerlebnis für Mensch und Tier erzeugen kann. Wir haben dafür gemeinsam einen neuen
    Flächenplan erstellt, um den Platz op$mal zu nutzen. Wir wollen auf der Fläche einen größeren Unterstand
    bauen, um Feuerholz, Gartenwerkzeuge, Kinderfahrräder und ggf. sogar Leihräder der FahrradwerkstaQ
    trocken und sicher abstellen zu können. Die dabei entstehende Dachfläche möchten wir gern bepflanzen,
    um wieder an Grünfläche zu gewinnen und die Biodiversität in dem hochverdichteten Wohngebiet zu
    fördern. Zudem wollen wir ein großes gemauertes Hochbeet errichten um Nutzpflanzen anzubauen sowie
    ein vorhandenes Teichbecken naturieren.
    Unser Anspruch ist auch hier so nachhal$g wie möglich zu arbeiten, weshalb wir wo immer es geht, mit
    second-hand Materialien aus der Region bauen werden. Die Steine für das Hochbeet würden wir für einen
    sehr guten Preis aus einem Gebäuderückbau beziehen können und das Konstruk$onsmaterial für den
    Unterstand aus dem in Leipzig Lindenau ansässigen 2nd-Hand-Baumarkt „Materialbuffet“. Die Pflanzen
    würden wir ebenfalls aus der lokalen Auenwald-Gärtnerei beziehen, da diese vor Ort gezüchtet und somit
    auch bestens an die hiesigen Verhältnisse angepasst sind.

    Gleichzeitig möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um als Gartengemeinscha% durch solche für uns
    größeren Bau- und Pflanzprojekte in den ak$ven (Wissens-)Austausch zu kommen. Glücklicherweise haben
    wir im Verein Zimmerleute und einzelne Mitglieder, die bereits Schulungen zu Dachbegrünungen besucht
    haben, so dass wir die Planung sachgerecht intern leisten können. Die Umsetzung möchten wir dann als
    Workshop gestalten, um dieses Wissen prak$sch angewandt auch weiter zu streuen.

    Gärtnert ihr denn noch dem Sinne, dass auf der Fläche Gemüse angebaut wird? Wie viele Hochbeete gibt es, wer gärtnert dort und wie kann man beim Gärtnern mitmachen?
      
      • Es wird grundlegend gegärtnert. Die Fläche ist diese Saison allerdings noch stark im Wandel, da vor ein paar Monaten erst die benachbarte Baustelle fertiggestellt wurde und ein langer Streifen (ca. 4x15m) unseres Grundstücks für die Durchfahrt der Baufahrzeuge genutzt wurde. Dieser Streifen ist nun in ein Beetplateau verwandelt wurden mit allerhand Nutzpflanzen und sogar 3 Obstbäumen.
    Die 6 Hochbeete auf der Fläche haben wir in den letzten Garteneinsätzen abgebaut, mit dem Plan diese vereinzelten (teilweise maroden) Hochbeete aus Holz zu einem großen gemauerten zusammenzufassen.

    Oder ist das beantragte Hochbeet der Wiedereinstieg in den Gemüseanbau? Wie viel Platz der Gesamtfläche nutzt ihr für das Gärtnern (Essbares anbauen und ernten und insgesamt)?
        • In dem Sinne ja, das beantragte Hochbeet ist ein wichtiger Meilenstein beim Wiedereinstieg in den Gemüseanbau. von den insgesamt 550qm können wir derzeit ca. 20-25% begrünen/begärtnern. Davon ist in etwa 60-70% mit Insektenfreundlichen Blühpflanzen und essbaren Kräutern bepflanzt, der Rest mit Obst(sträuchern) und Gemüse.

    – Wenn ihr im Antrag von gärtnern schreibt und es sich nicht um Gemüse/Kräuter/Obst handelt, was macht die Gartengruppe?
        • Die Gartengruppe in der Josephstraße ist gerade erst wieder im Aufbau und momentan geht es um die Planung, Organisation und Anlage neuer bepflanzbarer Flächen sowie die Pflege der vorhandenen Grünstreifen, Kräuterbeete und des oben erwähnten Plateaus; sowie die Pflege der t.w. essbaren Pflanzen auf dem Parklet vor dem Garten.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert? Wie kann man da mitmachen? Was passiert mit der Ernte?
        • Meines Wissens nach besteht die Gruppe derzeit aus 5 aktiven Personen, wobei wir in letzter Zeit wieder mehr Neuzugänge im Verein haben, die explizites Interesse am Gärtnern bekundeten. Da es aber wie erwähnt noch viel um Planung und Anlage zu bepflanzender Flächen geht, würde ich diese Personen noch nicht dazuzählen, da sie wahrscheinlich noch etwas Zeit brauchen sich in die Strukturen einzufinden um proaktiv Aufgaben zu übernehmen.

    Generell ist die Gartengruppe wie auch andere Gruppen im Verein als AG organisiert mit eigenem Chat-Kanal, selbstverwaltetem Budget und eben Eigenverantwortung und Entscheidungshoheit „ihres“ Bereiches.

    Es gibt eine weitere temporäre Gruppe, die sich gerade mit der Flächengestaltung generell beschäftigt und hier ist natürlich eine Schnittmenge.

    Auf der Fläche in Leutzsch sind derzeit 40 Menschen in der Chatgruppe bezüglich der Beete, realistisch aber 15 aktive Menschen. Diese treffen sich zwei mal die woche (do+so), teilen sich Gießdienste und die Erträge.
    So ähnlich möchten wir das in Lindenau auch wieder etablieren und nachdem die Werkstätten jetzt wieder auf einem stabilen Fundament engagierter Mitglieder stehen, braucht es nur einen kleinen Anstoß, dies auch für die Beetegruppe zu schaffen. Im Idealfall reichen die Erträge auch aus, um bei Garteneinsätzen oder offenen Gartennachmittagen daraus gemeinsam Mahlzeiten zu kochen oder Kuchen zu backen.

    – Wo sind die Gartengeräte bisher untergebracht?
        • Bisher sind sie in einer aus Palettenresten provisorisch gebauten Halterung auf der Rückseite des ehemaligen Hühnerstalls untergebracht. Dort sind sie allerdings nicht gut sortiert, nicht gut erreichbar, zu sehr der Witterung ausgesetzt und es ist zwar noch nichts passiert, aber es besteht die Sorge, dass sich die Kinder daran verletzen könnten, sollten sie unachtsam in der Ecke toben.

    – Wo kommt das Wasser her?
        • Das Gießwasser gewinnen wir vollständig durch Regenwassersammlung. Hierfür haben wir letztes Jahr mehrere gebrauchte IBC-Container und Regenfässer organisiert und an die Regenrinnen der Dachflächen angeschlossen bzw. an den kleineren Dächern (Sommerküche; ehemaliger Hühnerstall) selbst Regenrinnen installiert.

    – Wie groß soll das Hochbeet werden? Wie plant ihr das: Bau aus Ziegelsteinen, Holzverkleidung dann außen?
        • Das Hochbeet soll einen runden-organischen Umriss haben, aus gebrauchten Ziegel- bzw. Pflastersteinen gebaut werden und an der Sichtseite mit Holz verkleidet werden. Teilweise soll der obere Rand auch als Sitzfläche dienen und an diesen Stellen auch mit Holz beplankt werden. Insgesamt wird es eine Größe von ca. 3x4m haben

    – Was ist in dem Fertigpaket Dachbegrünung enthalten und woher kommen die Pflanzen?
       
    • In dem Fertigpaket sind enthalten: Schutzvlies, Dränage, Sedumcassetten, Kiesel, Sedummatten (vorkultiviert). Alles inklusive der Pflanzmatten kommen vom Anbieter „dachbegruenungselbermachen.de“ mit Hauptsitz in den Niederlanden.

    – Wie groß wird der Unterstand und wie werden da die Gartengeräte „sicher“ drunter untergebracht?
        • Der neue Unterstand soll ca. 3x6m groß werden. Die Gartengeräte sollen dort an einer innenseitigen Wand übersichtlich sortiert aufgehangen werden.

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  • Köln: Pflanzstelle kämpft gegen Trockenheit

    (Antrag, ANtworten)

    Die Trockenheit der letzten Monate hat unserem Gemeinschaftsgarten Pflanzstelle
    (https://pflanzstelle.de/) in Köln-Kalk stark zugesetzt. Der Wassermangel wirkt sich aktuell besonders
    stark aus, weil die in den letzten Jahren mögliche Mitnutzung des Wasseranschlusses einer
    benachbarten Schule nicht mehr vorhanden ist, und weil wir aufgrund ausbleibender Regenfälle auch
    kein Regenwasser sammeln konnten. Zum Problem mit der Wasserversorgung der Gemüsebeete
    kommt hinzu, dass die offenen, nicht bewachsenen Flächen und Wege des Gartens stark austrocknen
    und große Mengen Staub freisetzen, insbesondere wenn sich Menschen darauf bewegen, wie z.B.
    spielende Kinder.
    Wir gärtnern grundsätzlich in Hochbeeten, da seit der Gründung des Gemeinschaftsgartens bekannt
    war, dass im Boden des auf einem ehemaligen Industriegelände befindlichen Gartens erhöhte
    Schwermetall-Werte nachgewiesen wurden. Zwei Proben, die letztes Jahr entnommen wurden, haben
    ebenfalls erhöhte Schwermetall-Werte festgestellt, die aber noch unterhalb der laut
    Bodenschutzverordnung erlaubten Prüfwerte lagen und nur die sog. Vorsorgewerte überschritten. Bei
    großer Trockenheit und hoher Staubfreisetzung besteht generell die Gefahr, Schwermetalle über die
    Atemwege aufzunehmen, dieses Risiko wollen wir minimieren.
    Wir sind noch dabei, das Ausmaß der Schwermetallbelastung festzustellen, da die Lage nicht ganz
    eindeutig ist. Um Klarheit zu schaffen, sind weitere Bodenproben notwendig. Deshalb wollen wir zwei
    Bodenanalyse-Sets bestellen, um den Boden an den besonders von Staubbelastung betroffenen
    Stellen speziell auf Schwermetalle zu kontrollieren.
    Bis wir sichergehen können, dass die Schwermetallbelastung im Boden unterhalb der für Menschen
    schädlichen Grenzwerte liegt, aber auch generell zum Schutz gegen das Einatmen des sehr feinen
    Staubes, der auch unahängig von der Schwermetallbelastung Beschwerden wie Husten und
    Augenreizungen verursachen kann, müssen wir die von der starken Staubentwicklung betroffenen
    Flächen vorsorglich abdecken, mit Mulchmaterial wie z.B. Holzhackschnitzeln.
    Wir würden daher gerne von einem lokalen Baumpfleger 12 qm von den als Abfall anfallenden
    Holzhackschnitzeln als Mulchmaterial für Beete und zum Abdecken von Wegen und offenen Flächen
    bestellen. Der Mulch wird benötigt, um die Beete vor dem Austrocknen zu schützen und die Wege und
    offenen Flächen abzudecken um die Staubfreisetzung zu unterbinden. Langfristig kann aus dem sich
    zersetzenden Mulchmaterial eine Humusschicht entstehen, die dann einen Bewuchs mit z.B. Gräsern
    ermöglicht, was auch der Staubbelastung entgegenwirkt.

    • die Gruppe ist seit letztem Jahr deutlich gewachsen, es sind einige Menschen aus der Nachbarschaft hinzugekommen. Aktuell sind wir 22 Aktive, zusätzlich kommt eine Eltern-Kind-Gruppe mit ca. 20 Mitgliedern hinzu, die jeden Donnerstag Nachmittag auf der Pflanzstelle ist. Ausserdem nutzen verschiedene politische und interkulturelle Gruppen die Pflanzstelle für Treffen und Veranstaltungen.
    • Es gibt Fluktuation, aber diese hält sich in Grenzen, schon seit Längerem gibt es einen aktiven Kern, der sehr beständig auf der Pflanzstelle präsent ist.
    • Wir machen regelmäßig auf den Garten aufmerksam, z.B. über Instagram und auf unserer Website und sind auch im Stadtteil Kalk immer wieder mit Infoständen auf z.B. Strassenfesten vertreten. Es finden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen auf der Pflanzstelle statt (wie z.B. das kommende Sommerfest am 14.6.), auf die wir zusätzlich zu Social Media und Website auch auf Plakaten im Stadtteil aufmerksam machen. Wir sind im Netzwerk der Kölner Gemeinschaftsgärten (https://gemeinschaftsgaerten-koeln.de/) sowie im Netzwerk Essbare Stadt Köln (https://essbare-stadt.koeln/) aktiv.
    • Im Winter gab es noch Probleme mit Vandalismus, aber nach mehreren Aufräumaktionen und mit einer verstärkten Präsenz auf der Pflanzstelle seit dem Frühjahr kommt Vandalismus nicht mehr vor und wir hoffen dass es so bleibt.

    (mehr …)

  • Butzbach: Saugarten ist gut vernetzt

    (Antrag und Antworten)
    Der Saugarten ist ein naturnaher Gemeinschaftsgarten. Dieser befindet sich an der Ecke
    Saugasse/Spülgasse in Butzbach.
    Er dient als nachbarschaftlicher Begegnungs- und Erfahrungsort.
    Bisher gibt es auf dem 2000 qm großem Gelände einen Unterstand, eine Komposttoilette,
    mehrere Hochbeete, ein Hügelbeet, zwei große Ackerflächen, eine Totholzhecke, zwei
    Wildgehölzhecken und ein Gewächshaus, eine Sitzecke sowie einen Bauwagen.
    Der Zweck des Ortes besteht darin gemeinsam Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu leben
    und zu erlernen. Durch die Angebote wie „die Ackerzeit“ werden gemeinsamen Erlebnisse
    im Garten geschaffen. Alle Mitgestalter*innen haben so die Möglichkeit eine persönliche
    Beziehung zur Natur aufzubauen. Denn wir sind überzeugt, etwas, was man wertschätzt,
    ist man auch bereit zu schützen! Es benötigt eine Beziehung und Aufklärung, um
    Schutzgedanken zu säen und diese auch in der Nachbarschaft zu manifestieren. Deshalb
    beschäftigen wir uns in der Gestaltung des Gemeinschaftsgarten mit Themen wie
    insektenfreundlichem Gärtnern und bionischem, klimafreundlichem Bauen. Außerdem ist
    eine Klimawerkstatt geplant, die Impulse zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Upcycling und
    Biodiversität geben soll.
    So können andere mitmachen:
    • Den Treffpunkt nutzen und miteinander ins Gespräch kommen
    • Zum Ackern im Garten vorbeikommen
    • Eigene Ideen einbringen und den Garten mitgestalten
    • Gemeinsam ernten und feiern
    • An den Baukursen zum nachhaltigen Bauen in Kooperation mit dasgute.haus
    teilnehmen

    Die Nachbar*innen des Saugartens sind die Zielgruppe unserer Idee. Gemeint sind dabei
    ausdrücklich alle – von Kindern bis hin zu Senior*innen. Die Nachbarschaft ist sehr
    heterogen: Kleingartenverein, Seniorenheime, Neubaugebiet, eine große Siedlung – jung
    & alt. Der Saugarten soll all diese Menschen an einem Ort zusammenbringen. Er ist daher
    als inklusiver, generationsübergreifender und diskriminierungssensibler Raum konzipiert.
    Momentan sind wir nach der Gründung noch im Onboarding der Mitglieder. Neben den 9
    Gründungsmitgliedern rechnen wir mit weiteren ca. 15 Personen. Somit planen wir bis zu
    den Sommerferien ein Verein mit ca. 25 Mitgliedern zu sein, mit dem Wunsch weiter zu
    wachsen.
    Die Idee des Saugartens ist durch Anne Heyd geboren. Der Saugarten war bis vor drei
    Jahren ein zugemüllter Brombeerhain, ein ungenutztes Stück Land. Als passionierte
    Gärtnerin, Naturliebhaberin, Kunstpädagogin, Fachwirtin und Ackercoach, hat Anne Heyd
    es sich zur Aufgabe gemacht aus diesem verwaisten Ort ein neues Zuhause für eine
    Vielzahl an Lebewesen zu machen.
    Seit 2024 kooperiert der Saugarten mit dem dasgute.haus in Butzbach und bietet jeden
    Montag einen Gartentreff zum gemeinschaftlichen Gärtnern und vielfältige Kurse zum
    nachhaltigen Bauen an. Für die Sommerferien ist der Bau eines Geodomes, unterstützt
    durch die Nebenan Stiftung, geplant, der ganzjährig als Klimawerkstatt genutzt werden
    kann. Diese Initiative ist in der Zusammenarbeit mit Julia Kline entstanden. Julia ist
    Beraterin für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, Organisationsentwicklerin und
    Naturliebhaberin.
    Den Bau des Geodomes, die Anschaffung eines Sonnensegeln, sowie die Anschaffung
    von Jungpflanzen für die Pflanzsaison 2025 finanzieren wir über einen bereits bewilligten
    Förderzuschuss der Nebenan Stiftung mit einer Fördersumme von 1000€. Wir dürfen uns
    außerdem glücklich schätzen, den Jury Preis der nebenan Stiftung gewonnen zu haben
    und damit Heckenpflanzen für eine Wildstrauchhecke, sowie einen neuen Rasenmäher
    anschaffen konnten. Ebenso haben wir bereits eine Starthilfeförderung der Stiftung
    Mitarbeit erhalten, mit der wir Werbemittel wie Flyer, Plakate, Sticker und Banner drucken
    lassen konnten. Mit diesen Werbematerialien haben wir letztes Jahr ein Erntedankfest
    beworben, bei dem schätzungsweise 70-80 Personen teilgenommen haben.
    Unsere Vision den Saugarten als möglichst biodiversen Ort mit vielen verschiedenen
    Lebensräumen zu etablieren beinhaltet noch mehr Insektenfreundliche Wildblumenwiesen
    und Staudenbeete. Momentan gibt es zwar Totholzhecken, Wildstrauchhecken und viele
    Wilde Ecken aber wenig Nahrung für Insekten, neben den Wilden Pflanzen, die überall im
    Garten wachsen.

    • Wem gehört die Fläche?

    Die Fläche ist von Privat gepachtet. Der Pachtvertrag wird gerade von Anne Heyd auf den Verein umgeschrieben. 

    • Hat der Verein einen Vertrag zur Nutzung der Fläche? Ist dieser befristet? Müssen Sie Pacht zahlen und wenn ja, wie viel?

    Wir erstellen gerade einen Pachtvertrag, wie oben bereits erwähnt. Der Vertrag ist nich befristet und wir zahlen keine Pacht, da wir die Person kennen und sie unser Projekt unterstützt. 

    • Wer hat den zugemüllten Brombeerhain urbar gemacht, so dass nun der Gemeinschaftsgarten dort entstehen kann? 

    Das war Anne Heyd mit Hilfe von Freund:innen und Familie vor der Vereinsgründung. 

    • Wie kooperiert ihr mit der Genossenschaft?

    Wir stellen den Kursort für Baukurse (Fokus Nachhaltigkeit, Bionik & Bauen für die Biodiversität) und erhalten dafür die Bauwerke: Geodome, Nützlingshotels, einen Erdkeller etc. 

    • Wie viele Beete gibt es, in denen Gemüse/Kräuter angebaut werden? 

    Momentan sind es 24 Beete, 6 Hochbeete, 1 Tomatenhaus, und 1 Gewächshaus

    • Sind jetzt schon Menschen dabei, die nicht zu dem Gründungskreis gehören?

    Ja, neben den 9 Gründungsmitgliedern sind wir ca. 14 weitere Personen (inkl. Kinder). Wir arbeiten gerade an der Aufnahme der Mitglieder (Dokumente & Prozess) und hoffen bis Ende Juni 25 Mitglieder zu haben. 

    • Wie ist der Garten organisiert? Wird alles gemeinschaftlich begärtnert? Gibt es (auch) individuelle Beete? Ackerflächen sind große Beete? Ist hier Acker e.V. mit dabei? 

    Der Gemüsearten wird bisher komplett gemeinschaftlich begärtnert. Wir planen aber, dass einzelne Personen eigene Naturgartenprojekte umsetzen können. Individuelle Beete sind bisher nicht geplant, können bei Bedarf aber entstehen. Acker ist nicht beteiligt. Allerdings hat Anne dort ihre Weiterbildung als Ackercoahin gemacht, neben dem Fachwart. 

    • Wie erfahren Interessierte vom Garten und den Mitmachmöglichkeiten?

    Der Garten ist nach außen mit einem großen Banner und mehreren Schildern gekennzeichnet. Die Baukurse werden über die Website & Instagram der Genossenschaft (dasgute.haus) beworben. Wir haben Flyer und Plakate an relevanten Stellen in der Stadt (Lokaler Einzelhandel, Kindergärten, Schulen, Betreuungen) und Flyer in der Nachbarschaft verteilt und aufgehängt. Wir planen weitere ähnliche Aktionen. Wir betreiben viel Netzwerkarbeit und gehen auf Veranstaltungen, so z.b. am kommenden Samstag, 24.5. Zum Tag des Grundgesetztes, sowie am 6.7. zum Stadtfest. Darüber hinaus wollen wir in der Zukunft noch gezielter auf verschiedene Akteur:innen und Zielgruppen sehr spezifisch zugehen. Darüber hinaus planen wir ein Sommerfest im September. Unser Instagramkanal wird wöchentlich mit 3 Posts bespielt, und hat innerhalb der letzten 3 Monate 50% mehr Reichweite erreicht. Eine Website ist ebenfalls in Planung. 

    • Woher werden eurer Planung nach die weiteren Vereinsmitglieder kommen? Muss man Vereinsmitglied werden, um mitmachen zu können?

    Siehe oben. Nein, man kann auch so mitmachen. 

    • Woher bekommt ihr Wasser?

    Wir erhalten Wasser von angrenzenden Kleingartenverein, sowie das Regenwasser das wir über unsere Dachflächen sammeln. 

    • Wurde der Zaun wegen der Wildtiere gebaut?

    Nein, der Zaun wurde gebaut um Vandalismus vorzubeugen. 

    • Könnt ihr bitte die Kosten für die Gartengeräte ein wenig auffächern? Für wie viele Menschen sind die jeweils gedacht und wo werden die untergebracht? Bitte beachtet, dass wir Handschuhe nicht fördern.

    Siehe Kostenkalkulation. Die Geräte sind für die genannten 25 Personen gedacht. Sie werden in einem abschließbaren Gartenhaus mit Zylinderschloss gelagert. 

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Durch die Vereinsmitgliedschaft, Geld- und Sachspenden, Arbeitszeit

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  • Berlin: Hevrin Xelef Garten weitet Heilkräuter aus

    Die Heilpflanzen haben wir von der Hirschgärtnerei  bekommen.
    Weitere Pflanzen, wie türkischer Drachenkopf, Agastache, Tegetes und
    Sonnenblumen konnten wir von dem Gewächshaus der Prinzessinnen Gärten
    abkaufen.
    Denn für unsere offenen Gartentage (immer mittwochs von 15-18 Uhr) benötigen
    wir für unsere Hochbeete neue und frische Jungpflanzen. Unser Schwerpunkt sind
    Heilkräuter und auch die Zubereitung von Heilkräuterprodukten.
    Hierzu kommen immer Interessierte aus der Nachbarschaft, Menschen aus
    Unterkünften, andere Vereine (wie Zentrum Überleben oder Xenion e.V.).
    Wir sind gerade dabei, den Bauwagen und den Container als Heilkräuterlager
    auszubauen und haben durch die Pergola gleich am Eingang des Gartens und eine
    Sitzecke weiter hinten im Garten Möglichkeiten geschaffen, um Workshops im
    Garten zu geben.
    Für die im letzten Jahr aufgebaute Pergola haben wir zudem im Mai 2025
    6 Weinreben gekauft, die an der Pergola hoch wachsen sollen. Sie sollen in Zukunft
    sowohl Schatten bieten, als auch durch die Verarbeitung der Blätter zu gefüllten
    Weinblättern (Sarma) für gemeinsames Essen und Workshops dienen.
    Um den Gemeinschaftsgarten nachhaltig aufzubauen, benutzen wir Neemöl als
    Spritzmittel, Rindenmulch zum Schutz der Pflanzen und ein Öko-Kräuter-
    Langzeitdünger. Diese Mittel haben wir von Prinzessinnengärten bekommen für
    Zudem haben wir einen neuen Gedenkbaum von der Baumschule Fischer gekauft:
    Eine schon hoch gewachsene Zwetschge. Sie steht jetzt unweit der schwarzen
    Maulbeere und soll an den Genozid 2014 an den Ezid*innen erinnern. Der
    befreundete Verein „women for justice“ hat diesen mit uns zusammen eingepflanzt, (mehr …)

  • Berlin: Schleifengarten baut Unterstand mit Regenwasserernte

    n unserem Garten besteht neben unserem Container für Geräte eine mit Beton versiegelte Fläche in den Ausmaßen von etwa 2,80m x 5,50m. Unterhalb dieser Betonfläche befindet sich ein kleiner Keller mit den Maßen von etwa 1,70m x 2,20m, in dem sich die Wasserverteilung für den Schleifengarten und der Laubenkolonie Bornholm 1 befindet. Diese versiegelte Fläche soll mit Hilfe eines leichten Holzgerüstes und einem Dach aus Kunststoff-Wellplatte als Regenschutz für unsere Treffen im Garten überdacht werden. Da wir aus ökologischen Gründen zum bewässern unserer Beete Regenwasser sammeln wollen, beabsichtigen wir mit Hilfe einer Regenrinne Wasser in einer verschließbaren Regentonne zu sammeln. Auch am Dach (2,30m x 2,00m) unserer bereits bestehenden Trenn-Toilette wollen wir eine kleinere Regentonne installieren

    Fragen und Antworten.

    Wie groß ist die Gartengruppe inzwischen, wie groß ist die Kerngruppe?

    Wir sind 26 Vereinsmitglieder und derzeit zwei Interessentinnen in Kennlernphase. Regelmäßig aktiv sind 16 Personen.

    Wie ist der Garten organisiert? Wie laufen die Informations- und Entscheidungswege?

    Organisation: Verein; ca. alle drei Wochen Gartenplenum als oberstes Entscheidungsgremium; alle Infos/Entscheidungen sind in nextcloud einzusehen.

    Wird gemeinschaftlich gegärtnert oder gibt es (auch) individuelle Parzellen?

    Ein Hochbeet wird von 1 – 3 Vereinmitgliedern betreut. Es gibt individuelle Bepflanzung der Beete und Gemeinschaftsbeete (Tomaten im Gewächshaus/Salatbeete/Kräuterspirale)

    Wie viele Beete habt ihr und auf wie vielen wird Gemüse angebaut?

    In allen Beeten wird Gemüse/Kräuter/Obst angebaut. Wir haben derzeit 20 Beete (incl. Kiez- u. Kinderbeet, Kräuterspirale) und ein Gewächshaus.

    Wie macht ihr auf den Garten und Mitmachmöglichkeiten aufmerksam? Wie ist die Resonanz?

    Newsletter, Instagram und lokale Ankündigungen (Plakate). Wir schließen uns den größeren Festen der Kleingartenanlagen Bornholm 1 + 2 an und öffnen den Garten gemeinsam mit ihnen zur Saisioneröffnung und -ende und zur Fete de la Musique. Die Resonanz ist .. wetterbedingt .. sehr gut. Wir organisieren ein großes Büfett, Führung durch den Garten und kleinere gärtnerische Aktivitäten.

    Im Kiezbeet kann jederzeit während der Öffnungszeiten gegärtnert werden. Hier nur mäßige Resonanz.

    Gibt es (viel) Fluktuation?

    Bisher waren wir eine stabile Gruppe. Leider verlassen uns gerade 3 aktive Mitglieder, weil sie aus Berlin wegziehen. Deutlich auch die Auswirkungen von Corona: 2022/23 waren die meisten Mitglieder in der Stadt. Seit letztem Jahr wird es deutlich schwieriger gemeinsame Termine zu finden.

    Was sind eure Herausforderungen?

    Die größte Herausforderung ist die Findung neuer Mitglieder. Viele Interessierte möchten gern gärtnern, haben aber wenig Interesse an der Gesamtorganisation (Vereinsarbeit) des Gartens.

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten des Gartens?

    Mitgliedsbeitrag : erm. 3,50 € | normal 7 € pro Monat oder höherer Solibeitrag

    Wann wollt ihr die beantragten Vorhaben umsetzen und wie viele Gärtner*innen werden mitbauen?

    Wir wollen im Juni beginnen und es werden wechselnd 5 – 8 GärtnerInnen daran bauen.

    Warum soll die Regentonnen verschließbar sein?

    Wegen der möglichen Ausbreitung der Tigermücke. (mehr …)

  • Freising: Spargelanbau im Augarten

    (ANtrag)

    n den drei Gemeinschaftsgärten des Vereins bauen rund 50 aktiven Mitglieder gemeinschaftlich
    Gemüse an. Einer dieser Gärten ist der „Auengarten“, der vor vier Jahren gegründet wurde und
    komplett gemeinschaftlich in Form einer Vierfelderwirtschaft gepflegt wird. Hier sind derzeit etwa
    10-20 Gärtner:innen aktiv.
    Auf einem Teil unserer Beetfläche möchten wir dieses Jahr einen Folientunnel zum besseren Anbau
    von Tomaten sowie im Freiland daneben Grünspargel als Dauerkultur anlegen. Das Gerüst für den
    Folientunnel haben wir defekt gespendet bekommen und in Eigenleistung bereits repariert. Nun
    möchten wir es mit hochwertiger Gewächshausfolie bespannen und darin zukünftig Tomaten
    anbauen.

    (mehr …)

  • Dresden: Neubelebung und Erweiterung des Palais Garten (im Museum)

    (ANtrag, ANtworten)

    Das Japanische Palais ist ein historisches Gebäude im Zentrum Dresdens, direkt an der
    Elbe. Ein Großteil des Gebäudes wird von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
    genutzt: Hier befinden sich das Museum für Völkerkunde der SKD und das SENCKENBERG
    Naturmuseum Dresden. Zudem werden wechselnde Ausstellungen der 15 Museen der SKD
    präsentiert. Aktuell ist noch die Kinderbiennale zu sehen, anschließend folgen die
    Ausstellung „Mythos Handwerk“ des Kunstgewerbemuseums sowie „Die blauen Schwerter.
    Meissen in der DDR“ der Porzellansammlung der SKD.
    Um unsere Nachbarschaften einzubinden und das Gebäude mit dem Umfeld zu verknüpfen,
    gibt es auch sogenannte „Frei-Räume“: Werkstätten, ein Projektcafé und einen urbanen
    Garten im Innenhof des Japanischen Palais, der zur gemeinsamen Nutzung und kreativen
    Arbeit einlädt. Bisher wurde der Garten eher passiv genutzt – vor allem zum Bestaunen und
    Verweilen. Nun möchten wir ihn für die Gemeinschaft aktivieren, sodass er bewusst genutzt
    und (mit-)gestaltet wird.
    Projektbeschreibung:
    Der Garten, der 2019 im Rahmen der Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft“ durch eine
    enge Zusammenarbeit mit der UFER e.V. entstand, soll durch die Einbindung einer
    Gartengruppe und einer Partnerschule oder Kita noch stärker in die Stadtgesellschaft
    eingebunden werden. Geplant ist, die bestehenden Hochbeete gemeinsam zu pflegen, neue
    Hochbeete aufzubauen, die von der Gartengruppe bepflanzt und gepflegt werden und den
    Garten zu einem Ort des Austauschs und der praktischen Bildung zu machen.
    Besonderes Augenmerk liegt auf der Installation „Vietnamese Immigrating Garden“ des
    Künstlers Tuan Mami, die im Jahr 2022 in den Garten integriert wurde. Hierbei wird die
    Migration von Pflanzen als Metapher für die Migration von Menschen betrachtet. Im Zentrum
    steht die Pflanze Rau Cần Ta (Wasserfenchel), die durch vietnamesische Migrant*innen nach
    Deutschland kam und eine Verbindung zwischen der vietnamesischen Kultur und den
    Erfahrungen von Migration herstellt. Es hat sich etabliert, dass die vietnamesische
    Gemeinschaft aus der Nachbarschaft des Japanischen Palais gern kommt, um die
    Wasserfenchelpflanzen zu ernten. Auch sie sind eingeladen, die neue Hochbeete
    mitzugestalten.
    Projektziele:
    Das Projekt zielt darauf ab, den Palais Garten als offenen und lebendigen
    Gemeinschaftsgarten für die Stadtgesellschaft zu etablieren. Durch die Bildung einer
    Gartengruppe und Partnerschaften mit Schulen oder Kitas soll der Garten als interaktiver
    Lern- und Begegnungsort genutzt werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die
    Förderung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gelegt, indem durch die
    Wiederverwendung von Materialien und nachhaltigen Anbaumethoden ein
    ressourcenschonender Umgang mit der Natur praktiziert wird. Beispielsweise werden
    Holzbalken nach Abbau der aktuellen Sonderausstellung „Kinderbiennale. Planet Utopia“
    aufbewahrt, um einen Sonnensegel im Palais Garten bauen zu können. Der Stoff für das
    Sonnensegel wird in der die „Fair Fashion Factory“, der Textil- und Nähwerkstatt des
    Japanischen Palais, genäht. Darüber hinaus werden die Pflanzenschilder in der hauseigenen
    Medienwerkstatt, dem Media Lab, produziert.
    Weiterhin wird das Kunstwerk „Vietnamese Immigrating Garden“ von Tuan Mami integriert,
    um die Migration von Pflanzen und Menschen sowie deren kulturellen und sozialen
    Auswirkungen zu thematisieren. Das Projekt fördert den interkulturellen Austausch und das
    Verständnis für die Themen Migration und Heimat. Der Garten wird so zu einem Ort des
    Austauschs, des Lernens und der sozialen Integration.

    Maßnahmen:
    Zur Umsetzung des Projekts werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Zunächst wird eine
    Gartengruppe gebildet, die gemeinsam mit einer Schule oder Kita an der Pflege der
    Hochbeete und der Gartengestaltung beteiligt ist. Es sollen drei neue Hochbeete
    gemeinsam aufgebaut und bepflanzt werden, die gezielt von der neuen Gartengruppe
    gepflegt werden. Zu der Gartengruppe gehören auch die Mitarbeiter*innen des Museums,
    das Team des Projektcafés, das die Kräuter und das Obst aus dem Garten für die
    Zubereitung von Speisen und Getränke nutzt, und die ehrenamtlichen Expert*innen von
    Gartenvereinen. Das gemeinsame Gärtnern soll dabei auch den Austausch zwischen
    Museum und Publikum stärken.
    In Workshops und Führungen werden die Themen Nachhaltigkeit, Pflanzenpflege und
    Kreisläufe vermittelt. Dabei sollen die Teilnehmer*innen nicht nur praktisch im Garten tätig
    werden, sondern auch ein tieferes Verständnis für ökologische Zusammenhänge entwickeln.
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Einbindung des Kunstwerks von Tuan Mami,
    das die Migration von Pflanzen als Metapher für die Migration von Menschen nutzt.
    Mögliche Workshops sind: Balkonkästen aus Restmaterialien bauen und mit Saatgut aus
    dem Palais Garten bestücken; ein Herbarium herstellen; Kräutervielfalt kennen lernen;
    Nachhaltig und saisonal kochen; die Pflanzenwelt über einen künstlerischen Zugang
    entdecken, Samenkugeln für zu Hause bauen u.v.m. Die Themen der Workshops werden in
    Zusammenarbeit mit der Gartengruppe entwickelt.

    1. Wie groß ist denn die Gruppe schon? Wie viele ehrenamtliche Expert*innen aus Gartenvereinen (meinen Sie damit Gemeinschaftsgarten Trägervereine?) sind schon dabei?

    Aktuell besteht die Gartengruppe aus einer kleinen, engagierten Runde: 4 Mitarbeitenden aus dem Museumsteam, 1 Aufsichtsperson sowie 3 Expert*innen aus dem Gartenbereich, die teilweise ehrenamtlich, teilweise (bis 2024) freiberuflich projektfinanziert mitwirkten. Hinzu kommen 5 Mitglieder einer vietnamesischen Gemeinschaft, die gezielt den „Vietnamese Immigrating Garden“ (V.I.G.) pflegt und erntet. Die bisherigen Café-Partner*innen waren ebenfalls Teil der Gartengruppe. Wir sind derzeit auf der Suche nach neuen Partner*innen.

    1. Wie viele Besucher*innen der Sonderausstellung haben Interesse, mit zu gärtnern/beim Gartenprojekt dabei zu sein?

    Während der Finissage der Sonderausstellung haben wir gezielt auf das Gartenprojekt aufmerksam gemacht – durch Workshops und Gartenführungen. Verbindliche Anmeldungen wurden bisher allerdings nicht erfasst. Sobald klar ist, wie und wann es weitergeht, möchten wir auf unseren Kanälen – insbesondere über Instagram und vor Ort im Japanischen Palais – aktiver zur Beteiligung einladen. Am 11. April wird der Garten neu bepflanzt, und wir laden interessierte Besucher*innen spontan herzlich ein, mitzugärtnern oder den Garten zu entdecken

    1. Wie kommen die Gärtner*innen in den Garten? Ist das jederzeit möglich?

    Der Garten ist während der regulären Öffnungszeiten des Japanischen Palais zugänglich – derzeit Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Perspektivisch streben wir eine Verschiebung von 11 bis 18 Uhr an; eine Entscheidung dazu steht in Kürze an. Die einzige Einschränkung erfolgt im Winter: Bei Schneefall und Glätte bleibt den Innenhof geschlossen (Rutschgefahr). Es ist allerdings möglich, als Gartengruppe darum zu bitten, in den Innenhof zu gelangen.

    1. Wie genau wird Kunstwerk „Vietnamese Immigrating Garden“ integriert (das habe ich schon auf der letzten Documenta bewundert)?

    Das Werk von Tuan Mami war ursprünglich an einer anderen Stelle im Hof verortet. In Zusammenarbeit mit dem Künstler und der Gartengestalterin Gerda Berger wurde es 2024 in den Garten integriert. Seitdem rahmt es den linken Gartenbereich und bildet eine neue Einheit – zugleich eigenständiges Kunstwerk und Teil des gestalteten Gartens. Zusätzlich ist geplant, zwei Pflanzkästen mit Wasserfenchel vor dem Gebäude zu platzieren, um die Installation stärker nach außen sichtbar zu machen. Hierfür warten wir auf Rückmeldungen der Stadt und der Denkmalpflege. Der Wasserfenchel wird regelmäßig geerntet und kulinarisch genutzt. Perspektivisch möchten wir den V.I.G. auch inhaltlich weiter im Garten verankern – z.B. durch ein neues Beet mit Kräutern aus der vietnamesischen Küche. Ich hänge gern ein Bild vom Garten anbei. Darüber hinaus streben wir an, mit der vietnamesischen Gemeinschaft größere Formate und Veranstaltungen zu organisieren. Hierfür bin ich parallel auf der Suche nach Fördermöglichkeiten. Wir hatten bereits zwei sehr erfolgsreiche Großformate: einmal 2023 die Einweihung des Gartens mit dem Künstler Tuan Mami, mit gemeinsamen Kochen und Essen (Hotpot) sowie Karaoke-Singen und einmal das Nachbarschaftfestival 2024: drei Tage mit vielfältigen Musikbeiträgen, Streetfood, Workshops etc.

    1. Sind die Workshops für die (potentiellen) Gärtner*innen des Palais Gartens oder für alle Besucher*innen?

    Die Workshops sind grundsätzlich offen für alle – sowohl für Mitglieder der Gartengruppe als auch für interessierte Besucher*innen. Die Themen können von der Gartengruppe vorgeschlagen werden, zugleich bieten die Workshops eine gute Möglichkeit, neue Mitwirkende für das Gartenprojekt zu gewinnen.

    1. Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie werden die Beete bewässert?

    Die Gartengeräte sind im Garten in einer abschließbaren Holztruhe untergebracht (Zahlenschloss). Für die Beete wurde ein Bewässerungssystem mit Computersteuerung und kleinen Schleusen installiert. In den Sommermonaten wird zusätzlich per Hand mit Gießkanne bewässert, wenn das System allein nicht ausreicht.

    1. Könnten Sie bitte die geplanten Kosten für die Workshops und für die Beetreparaturen noch ein wenig auffächern?

    Da die Themen der Workshops gemeinsam mit der Gartengruppe entwickelt werden könnten, ist eine genaue inhaltliche Aufschlüsselung vorab schwierig. Dennoch habe ich beispielhafte Materialkosten und Bedarfe kalkuliert. Womöglich können einige Material von den Teilnehmer*innen mitgebracht werden, aus dem Garten gezogen (Pflanzen) oder von weiteren Projekten im Jap. Palais nachgenutzt werden, sodass wir mit dem gesamten Budget mehr Workshops organisieren bzw. mehr Personen erreichen würden.

    (mehr …)

  • Ziegenhagen: Dorfgemeinschaftsgarten hat neue Koordinatorinnen

    (Antrag, Antworten)

    2024 hatte der Garten/die Gruppe es nicht geschafft, die abgelaufene Gemeinnützigkeit zu verlängern, dann ging die Hauptkkordinatorin woanders hin. Nun haben sich zwei Frauen aus der Gartengruppe gefunden, die den Garten koordinieren und Anträge stellen.

    Der Garten ist naturnah mit Blühflächen, Insektenhotels und Schutzecken für Kleintiere und Insekten angelegt.

    Wir organisieren die Anzucht der Jungpflanzen selbst. Hierfür kooperieren wir soweit möglich mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Von einigen Pflanzen haben wir selbst Saatgut gewonnen und möchten das noch ausbauen.

    Das Jahr 2024 war für den Gemeinschaftsgarten ein Jahr mit Veränderungen.

    Jutta und Karin, zwei engagierte Gründungsmitgliederinnen, haben sich aus privaten Gründen zurückgezogen. Sie sind in Ihrem beruflichen Umfeld zu sehr beschäftigt bzw. mit ihrem Privatgarten komplett ausgelastet.

    Das geplante Kochen mit den Kindern und das Kohlessen mit den Landfrauen hat aus Mangel an Interesse seitens der Kinder und Landfrauen in 2024 leider nicht stattgefunden. Aber die Kürbisse zum Schnitzen zu Halloween haben die Kinder gerne und mit Freude genommen.

    Es fand ein Flohmarkt beim Dorfgemeinschaftshaus unter Beteiligung einiger Gärtnerinnen statt. Wir konnten zwei neue Mitgärtner*innen gewinnen und arbeiten daran, weitere Dorfbewohner*Innen zu begeistern.

    Wir sind derzeit 11 Menschen, von denen drei aber aus Altersgründen nicht mehr bei allem mitmachen können. Trotzdem übernehmen sie noch Aufgaben wie das Führen der Barkasse, das tägliche Gießen der Anzucht im Gewächshaus oder Arbeiten im Sitzen. Dafür sind wir sehr dankbar.   

    Es gab einige Anfragen nach „privaten“ Beeten, die wir jedoch abgelehnt haben, da wir uns explizit als Gemeinschaftsgarten verstehen.

    Wir treffen uns weiterhin am Mittwoch (wer kann) und am Samstag (alle) im Garten und besprechen die anfallenden Arbeiten. Samstags gibt es ab und zu Kaffee und Kuchen nach der Gartenarbeit, und es kommen manchmal interessierte Gäste aus dem Dorf einfach so vorbei. 

    Ab und zu kommt jemand von der Kerngruppe unter der Woche dazu, ein paar Stunden spontan im Garten zu arbeiten.

    Wir haben uns Gärtner*innen verschiedene Themen zugewiesen, auf die jede*r besonders achten wird, damit die anderen eine Ansprechperson haben:

    ·        Saatgutbeschaffung

    ·        Anzucht

    ·        Kompost

    ·        Gewächshaus gießen

    ·        Hütte ordnen

    ·        Rasen mähen

    ·        Gründüngungsbeete


    Wenn jemand in Urlaub geht oder krank ist, vereinbaren wir Vertretungen.

    Saatgut für 2025 haben wir aus privaten Mitteln vorfinanziert. Demnächst müssen wir eventuell noch Gartengeräte nachkaufen, da mit den zwei Gärtnerinnen demnächst auch Geräte den Garten verlassen werden.

      

    Auch diesen Sommer soll weiterhin die Ernte über unserem Eigenbedarf den Dorfbewohner*innen gegen eine Spende an der Straße angeboten werden.

    Auch die Ernte des außerhalb des Dorfes liegenden Bio-Kartoffelackers (Projekt der AG Nachhaltiges Ziegenhagen) wird vor dem Tor des Gemeinschaftsgartens an die Dorfbewohner verkauft. Dadurch bekommt der Gemeinschaftsgarten noch mehr Aufmerksamkeit im Dorf.

    Wie viele (Gemüse)Beete gibt es und wie groß sind diese?
    Es gibt 4 Quadranten A, B, C, D mit jeweils 10 bzw. 11 Gemüsebeeten, also insgesamt 42 Beete und eine Kräuterspirale in der Mitte. Die Beete sind alle ca. 75 cm breit und die unteren Beete sind ca. 8-10 m lang, die oberen (B und C) etwas kürzer. Unsere Wege sind ca. 40cm breit. Auf dem Quadranten C bauen wir in diesem Jahr vor allem Gründüngung und Wildblumen an.

    Wie macht ihr auf den Garten und die Mitmachmöglichkeiten aufmerksam, wie bekannt ist der Garten in Ziegenhagen?
    Ein Wort zum Dorf selbst. Ziegenhagen hat ca. 600 Einwohner und ist ein „Sackgassendorf“, kein Durchgangsverkehr. Es gibt keine Geschäfte zum Einkaufen und nur wenige selbständige  Betriebe.

    Diese außergewöhnliche Lage macht es interessant für engagierte Menschen, die einen besonderen Ort zum Leben suchen. Daher gibt es auch Interesse an einem Gemeinschaftsgarten, was eher ungewöhnlich ist für einen Ort mit überwiegend Einfamilienhäusern, welche fast alle über einen privaten Garten verfügen.

    In Ziegenhagen kennt praktisch jede und jeder den Gemeinschaftsgarten, denn er liegt sehr präsent mitten im Ort an der Straße, und ist direkt auf dem Holzschild über dem Eingang erkennbar.

    Es gibt ein Kästchen mit einer Info-Postkarte am Eingangstor, die zum Mitmachen einlädt. Viele Menschen im Ort äußern immer wieder, sie würden ja gerne kommen, wenn sie nur Zeit hätten.  

    –       Mit welchen Gruppen kooperiert ihr/können auch Gruppen den Garten nutzen?
    Über die AG nachhaltiges Ziegenhagen sind wir immer im Gespräch mit Anderen, werben Menschen zum Mitmachen. Weiter gibt es auch Signal Dorfgruppen, in denen wir im Kontakt mit anderen Dorfbewohnen suchen.
    Der Kontakt mit den Landfrauen wurde wiederholt angeknüpft, war jedoch bislang nicht so fruchtbar. Wir haben Kontakte zum Landwirt, der die Kartoffeln für das Dorf anbaut.
    Wir kooperieren mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Wir wollen Kontakt aufnehmen zu der Saatgut-SoLawi für SoLawis, von denen eine direkt in Witzenhausen entstehen soll.
    Es gab schon Geburtstagsfeiern im Garten und wir sind offen für Gruppen, die den Raum nutzen möchten. Den Kontakt zum Kindertreff und zu den Landfrauen werden wir halten und einen neuen Versuch starten.  

    –       Wie groß ist die Kerngruppe, sind das die 11 Menschen? Sind auch Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte im Garten dabei?

    Die Kerngruppe sind momentan 11 Menschen, ja. Wir haben in Ziegenhagen nur eine sehr begrenzte Anzahl von Menschen mit Migrationsgeschichte. „Unser Syrer“ hat selbst einen großen Permakulturgarten vor dem Haus seiner WG. Von der ukrainischen Familie kam noch kein Interesse, möglicherweise lieg das am Alter (Jugendliche) und an der Gesundheit (Senioren) oder der Sprache. Die meisten von uns sind jedoch innerdeutsche bzw. europäische Migranten, ein sehr aktives Paar aus den Niederlanden, zwei aus Berlin, eine aus dem Rhein-Main-Gebiet, zwei  vom Niederrhein, etc.   

    –       Wie hoch sind die Spendeneinnahmen im Schnitt? Welche anderen Finanzierungsquellen habt ihr? Macht ihr z.B. Veranstaltungen mit Spendenbox für den Garten? Habt ihr lokale Unternehmen nach Unterstützungsmöglichkeiten gefragt? Könnte eure Mitgliedsbeitrag für den Trägerverein nicht doch auch für die Ausgaben des Gartens genutzt werden? Oder wäre es möglich, dass die Gärtner*innen sich doch auch an den Kosten beteiligen?

    Wir haben uns bisher v.a. auf die Anstiftung und auf die Einnahmen aus dem an der Straße angebotenen Gemüse verlassen. An Spenden kamen in den letzten beiden Jahren im Schnitt ca. 220€ zusammen. Wir haben bisher keine Veranstaltungen gemacht. Im Moment sieht sich die Gartengruppe dazu nicht in der Lage. Das kann sich aber wieder ändern.

    In Ziegenhagen gibt es einen Verlag und mehrere Landwirte sowie Ferienunterkünfte. Den Verlag haben wir angefragt, aber bislang nichts bekommen. Jede/jeder Gärtner*in hat schon immer einen persönlichen Beitrag eingebracht im Form von Pflanzenspenden, Geräten, Geschirr, Besteck, Handtüchern und allem, was im Garten gebraucht wird.
    Den Verein Nachhaltiges Ziegenhagen können wir mal fragen, ob wir unsere Beiträge auch für den Garten ausgeben dürfen. In diesem Jahr sammeln wir tatsächlich schon 30€ pro Gärtner*in ein, um unsere Kosten zu decken.

    –       Seid ihr auf nebenan.de aktiv, darüber bekommen manche Gärten auch einiges an Materialien

    nebenan.de ist eine gute Idee. Für unser Dorf und ein paar umliegenden Dörfer gibt es das erst seit knapp zwei Jahren und die Seite ist noch nicht sehr belebt.
    Wir haben in den letzten Jahren Materialien und Dienstleistung „auf Zuruf“ oder vom Verpächter bekommen, z.B. die Reparatur der Dachrinne, Schilderstöcke oder Holzhackschnitzel für die Wege. Wir werden uns abstimmen, ob wir auf nebenan.de aktiver werden können.

    –       Was passiert mit der Ernte (die ihr nicht spendet)?

    Die Ernte ist primär für den Eigenverbrauch. Verstärken wollen wir die Vorratshaltung für den Winter. Dazu sind wir auf der Suche nach besseren Lagermöglichkeiten.

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  • Berlin: Grünes Klassenzimmer in Kraut und Rüben in Marzahn

    (Antworten, ANtrag)

    Menschlichkeit Unparteilichkeit Neutralität Unabhängigkeit Freiwilligkeit Einheit Universalität
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Projektbeschreibung und Anlass:
    Im Rahmen unseres bestehenden Gartenprojekts „Kraut und Rüben“ möchten wir 2025 einen
    neuen, zukunftsweisenden Schwerpunkt setzen: Ein grünes Klassenzimmer für Kinder soll
    entstehen, in dem sie den bewussten Umgang mit Pflanzen, Kräutern und der Natur
    altersgerecht erleben und erlernen können.
    Ziel ist es, Kinder aus dem Sozialraum spielerisch und praxisnah mit der Welt der Kräuter und
    Nutzpflanzen vertraut zu machen. Durch kindgerechte Hochbeete, Lerninseln und begleitete
    Entdeckertage im Garten möchten wir Neugier wecken und Naturwissen erlebbar machen. Der
    Garten wird somit nicht nur Ort des ehrenamtlichen Engagements, sondern auch ein inklusiver,
    intergenerativer Lernort für Naturbildung und gesunde Ernährung.
    Konkret geplant ist:
    • Bau von 4 bis 6 kindgerechten Hochbeeten (rücken- und kindergerecht, mit farbiger
    Beschriftung und Kräuterschildern)
    • Ausstattung mit Gartengeräten für Kinder (kleine Schaufeln, Gießkannen etc.)
    • Einrichtung eines kleinen überdachten Lernplatzes mit Sitzgelegenheiten (z. B.
    Baumstümpfe oder wetterfeste Bänke)
    • Entwicklung einfacher Lernmaterialien zum Kennenlernen von Pflanzen, Kräutern und
    Gemüse
    Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unseren Ehrenamtlichen und Familien aus
    dem Kiez. Die Kinder werden aktiv in den Bau und die Bepflanzung einbezogen – so entsteht
    Identifikation und ein achtsamer Umgang mit Natur und Nahrung. Alle Familien können sich
    daran beteiligen.
    Ausblick:
    Das grüne Klassenzimmer ist als dauerhafte Ergänzung des Gartens geplant. Es bietet die
    Möglichkeit, regelmäßig Workshops und Pflanzaktionen mit Kitas, Grundschulen und Familien zu
    gestalten – und wird Teil eines wachsenden, naturnahen Bildungsangebots im DRK-
    Begegnungszentrum Marzahn-Süd.

    1. Wie hat sich die Gartengemeinschaft denn weiterentwickelt? Wie viele Menschen gärtnern
    inzwischen und wie macht sich der Gartenrat?
    Die Gartengemeinschaft hat sich kontinuierlich weiterentwickelt.
    Aktuell gärtnern über 20 engagierte Personen im Gemeinschaftsgarten. Sie pflegen sowohl
    individuelle Anbauflächen als auch gemeinschaftlich genutzte Beete.
    Der Gartenrat (auch Gartenbeirat genannt) wurde ins Leben gerufen, um Herausforderungen in der
    Organisation (z. B. Nutzung von Geräten) zu begegnen. Der Rat trifft sich wöchentlich, plant
    Aufgaben, legt Nutzungsregeln fest und entscheidet über Anschaffungen. Die Einführung dieses
    Gremiums hat sich als sehr erfolgreich erwiesen und fördert ein harmonisches und faires
    Miteinander.
    2. Wie viele Kinder sind jetzt schon im Garten (mit ihren Eltern/Verwandten/Bekannten) beim
    Gärtnern dabei?
    Derzeit sind regelmäßig 12 Kinder vor Ort, die mit ihren Familien mitgärtnern. Es ist jedoch gewollt,
    dass die Gartenfläche bewusst für Familien geöffnet wurde und die geplante Erweiterung (Grünes
    Klassenzimmer) die Einbindung von Kindern weiter intensivieren soll.
    3. Was genau meinst du mit „Grünes Klassenzimmer“? Wann können die Kinder dort gärtnern?
    Wäre das immer angeleitet? Wer entscheidet, was in den Kinderbeeten angebaut wird und was
    passiert mit dieser Ernte?
    Das „Grüne Klassenzimmer“ ist als dauerhafte Bildungsfläche im Garten gedacht. Es soll:
    • kindgerechte Hochbeete (4–6 Stück),
    • Gartengeräte für Kinder,
    • eine überdachte Sitzecke (z. B. Baumstümpfe, wetterfeste Bänke)
    • sowie Lernmaterialien beinhalten.
    Kinder können dort angeleitet im Rahmen von Entdeckertagen, Pflanzaktionen oder Workshops
    mitmachen. Die Aktivitäten sollen in Zusammenarbeit mit Kitas, Grundschulen und Familien
    stattfinden.
    Was in den Kinderbeeten angebaut wird und wie die Ernte genutzt wird, ist nicht konkret
    beschrieben, aber es ist naheliegend, dass die Entscheidung gemeinsam mit den Kindern/Familien
    sowie den betreuenden Ehrenamtlichen getroffen wird. Die Ernte wird Teil der Naturbildung und
    gesunden Ernährung sein.

    4. An welche Form von Lernen denkt ihr? Lernplatz mit Sitzgelegenheiten klingt nach Unterricht wie
    in der Schule?
    Das „Grüne Klassenzimmer“ ist nicht als klassischer Unterrichtsraum gedacht, sondern als
    spielerischer, praxisnaher Lernort in der Natur. Die Idee ist es, Naturbildung mit allen Sinnen zu
    ermöglichen, z. B. durch:
    • Kräuter riechen, schmecken, benennen
    • Pflanzen pflegen und beobachten
    • spielerisch Zusammenhänge verstehen
    Die Sitzgelegenheiten dienen dazu, Gruppen (z. B. Kita-Kinder) einen Rahmen für kleine
    Einführungen, Beobachtungen oder Reflexionen zu bieten – ohne Schulatmosphäre, sondern im
    naturnahen Setting.
    5. Wo wären die Werkzeuge untergebracht und wie zugänglich sind diese dann?
    Aus den bisherigen Projektberichten geht hervor, dass jede/r neue Gärtner*in eine eigene kleine
    Kiste für Werkzeug erhält. Es gibt zudem einen gemeinsamen Gerätepool, der durch Fördergelder
    ausgebaut wurde. Es ist geplant, dass auch die Kindergeräte in einem ähnlichen System aufbewahrt
    und gemeinsam, unter Aufsicht nutzbar sein werden.
    6. Was ist mit „Kästen“ im Kostenplan gemeint?
    Im Förderantrag ist bei den Ausgaben ein Posten mit „Erde und Kästen“ in Höhe von 200,00 Euro
    genannt. Gemeint sind hier Pflanzkästen und mobile Pflanzgefäße, die speziell für die Kinderbeete
    oder das grüne Klassenzimmer verwendet werden sollen.
    7. Habt ihr die Kitas und Schulen und den Bezirk gefragt, ob sie das Projekt finanziell unterstützen?
    Ja, wir arbeiten bereits eng mit mehreren Kitas und Grundschulen aus dem Sozialraum zusammen
    und binden diese aktiv in das Projekt ein – insbesondere im Rahmen von Entdeckertagen und
    geplanten Pflanzaktionen. Eine finanzielle Unterstützung durch die Einrichtungen oder den Bezirk ist
    jedoch leider nicht möglich.
    Als Geschäftsführerin bin ich Mitglied im Jugendhilfeausschuss Marzahn-Hellersdorf und damit
    direkt in die kommunalen Haushaltsberatungen involviert. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das
    Budget für Schule und Jugend im Bezirk kürzlich erheblich reduziert wurde. Das betrifft insbesondere
    die Mittel für präventive, außerschulische Bildungsangebote – wodurch eine finanzielle Förderung
    für unser Projekt derzeit nicht realisierbar ist.
    8. Habt ihr Kontakt mit dem Gutsgarten? Da läuft ja das Projekt „Hellersdorfer Gemüse“ und ggf.
    bekommt ihr dort auch einige der benötigten Gegenstände und Materialien:
    https://prinzessinnengarten-kollektiv.net/project/hellersdorfer-gemuese/

    Wir stehen derzeit im Kontaktaufbau mit dem Gutsgarten und beobachten das Projekt
    „Hellersdorfer Gemüse“ mit großem Interesse. Ein Austausch ist für uns sehr wertvoll, insbesondere
    im Hinblick auf Ideen zur naturnahen Bildung und zur Gestaltung von Lernorten im Grünen.
    Allerdings haben wir bereits geprüft, ob dort eine materielle Unterstützung möglich wäre – also die
    Bereitstellung von Gartengeräten, Pflanzgefäßen oder Baumaterialien. Nach aktuellem Stand ist dies
    nicht umsetzbar, da die Mittel und Ressourcen im Projekt zielgerichtet für eigene Zwecke gebunden
    sind. Wir freuen uns dennoch auf einen weiteren inhaltlichen Austausch und mögliche Kooperationen
    in der Zukunft.

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  • Freiburg: Urbaner Garten Sulzburgerstr. wird reaktiviert

    (Antrag, Antworten)

    Der Urbane Garten befindet sich auf Höhe der Sulzburgerstr.38 in Freiburg- Weingarten und verfügt über drei Hochbeete sowie einige weitere kleinere, ebenerdige Beete. Während dieser sich in vergangenen Zeiten bereits großer Beliebtheit erfreute, lag er in den vergangenen Jahren durch die Corona-Pandemie sowie dem Älterwerden der früheren Aktiven eher brach und soll nun auf Wunsch der Anwohnenden wiederbelebt werden. Hierfür haben sich bereits einige Hobbygärtner:innen der Sulzburgerstraße gefunden, die Beetpatenschaften übernehmen wollen und darüber hinaus an der Gestaltung der Projekts partizipieren wollen. Auch die 4. Klasse des naheliegenden Adolf-Reichwein-Bildungshauses möchte zwei Hochbeete bewirtschaften. Weitere Patenschaften und eine Gemeinschaftsgärtner-Gruppe sind in Organisation.

    Um die Wiederbelebung in vollen Gang zu bringen, werden noch einige Anschaffungen benötigt. Gemeinsam mit den Gärnter:innen wurde eine Liste erstellt, die Geräte zur Bewässerung sowie Werkzeug und eine kleine Hütte für deren Aufbewahrungen vorsieht. Dafür würden wir uns sehr über eine Förderung freuen.

    Ziele

    Mit der Wiederbelebung des Urbanen Gartens an der Sulzburgerstraße möchten wir verschiedene Ziele auf ökologischer wie auch auf sozialer Ebene verknüpfen:

    Einerseits ermöglicht das Projekt die Schaffung einer „grünen Oase“ zur Erholung mitten in einem dicht besiedelten Stadtteil, der durch hohe Versiegelung und eher beengte Wohnverhältnisse geprägt ist. Auf diese Weise können auch insbesondere die vielen Kinder und Senior:innen im Stadtteil, die keine privaten Grünflächen verfügen, die Vorzüge des Pflegen und Verweilens im Garten genießen. Der Anbau von eigenem Gemüse und Kräutern eröffnet die Chance, die Bewohnenden für eine saisonal-regionale Ernährungsweise sowie für einen nachhaltigen Lebensstil im Allgemeinen zu sensibilisieren. Während Freiburg-Weingarten als „Hitzehotsport“ gilt, wird der Urbane Garten zudem zum lokalen Klimaschutz beitragen.

    Gleichzeitig stellt der Urbane Garten einen wichtigen Begegnungsort dar, der verschiedene Menschen und Gruppen zusammenbringt und Raum für Kontakte und gemeinsame Projekte schafft. Dies wird einerseits dadurch gewährleistet, dass aktuell u.a. die Grundschulklasse der naheliegenden Schule sowie zwei alleinerziehende Frauen mit deren Kindern eine Beet-Patenschaft übernommen haben. Weitere Beet-Patenschaften werden an anwohnende Senior:innen und andere Interessierte vergeben. Zudem sollen zwei Hochbeete an eine Gruppe, die sich zum Gemeinschaftsgärtnern trifft, vergeben werden. Davon werden v.a. die Menschen profitieren können, die kürzlich in einer der neugebauten Sozialwohnungen in der Sulzburgerstr. 15-19 gezogen sind, da das Projekt die Chance zur Vernetzung und Verwurzlung im neuen Stadtteil bietet.Durch das gemeinsame Schaffen kommen also kommen Menschen in Kontakt, die sich sonst wohl nicht begegnen würden. Auf diese Weise wird der soziale Zusammenhalt im Stadtteil gestärkt, was sich positiv auf das Wohlbefinden und den sonst oft diffamierenden Ruf des Stadtteils auswirkt.

    Schließlich soll der Garten einen Rahmen bieten, um eigene Ideen verwirklichen zu können und so an der Mitgestaltung des Stadtteils teilzuhaben.

    Wie groß ist denn die Fläche, auf der gegärtnert wird und wie viele Beete gibt es schon, wie viele können/sollen es noch werden?

    • Die Fläche ist laut den Angaben der Stadt Freibur 300 qm groß
    • Aktuell gibt es 3 Hochbeete sowie 3 ebenerdige Beete. Sicherlich könnten noch 3-4 weitere, kleinere Beete geschaffen werden.
    • Wie groß ist die Gruppe, die dort gärtnert? Wie kann man noch mitmachen und wie erfährt man davon?
    • Aktuell mit im Boot sind circa 31 Leute. Das Setzt sich so zusammen:

    Grundschulklasse 20 Kinder mit 2 Lehrkräften (22); 2 Mütter mit Töchtern (4); 5 der früheren aktiven Personen aus dem Stadtteil. Einige der Kinder aus der Schulklasse haben schon bereit erklärt, auch in ihrer Freizeit und mit ihren Familien die Pflege mitzuwirken. Zudem hat das Seniorenheim der AWO, das gleich neben dem Garten liegt, Interesse am mitgärtnern angemeldet.

    • Wir freuen uns immer über neue Menchen! Mitmachen kann man entweder über eine Beet-Patenschaft oder an den Aktionstagen im Bereich des Gemeinschaftsgartens. Auch suchen wir noch Menschen, die in der Organisation des Gartens (Flyern, Besorgungen, Arbeit am Konzept) aktiv werden wollen. 
    • Erfahren kann man von unserem Garten durch die Flyer, die wir im ganzen Stadtteil verteilen; durch Social Media; durch unsere Aktionstage 
    • Was bedeutet Beetpatenschaft in Ihrem Falle? Sind das dann eher individuelle Beete dieser Personen und Gruppen?

    ·                  Eine Seite des Gartens ist reserviert für Beetpatenschaften, die von Kleingruppen (bisher Schulklasse, zwei Müttern und deren Kindern und evtl. einer Gruppe aus dem Seniorenheim begärtnert wird

    ·                  Die andere Seite ist für die Aktionsstage gedacht, in denen alle Interessierten flexibel mitanpacken können.

    Wenn schon eine Klasse und zwei Frauen mit Kindern Beetpatenschaften übernommen haben und noch einige noch vergeben werden, gibt es dann noch die Möglichkeit für weitere Interessierte, aktiv dabei zu sein?

    • Interessierte können entweder an den Aktionenstagen mitwirken, oder eine der noch freien Beetpatenschaften übernehmen – aktuell gibt es noch 2 freie Beete, die nochmals unterteilt werden könnten und zudem könnten neue Beete geschaffen werden. 

    • Wer entscheidet, was angebaut wird und was passiert mit der Ernte?

    Die Schulklasse hat bereits viele Ideen gesammelt, die dann besprochen wird. Ende April wollen wir uns zur Einweihung des Urbanen Gartens zum Grillen treffen und dort über Anbau-Ideen sprechen und einen Konsens finden.

    Die Beetpat:innen können Stand jetzt selbst über die Ernte verfügen. Die Ernte aus dem Gemeinschaftsgarten wird an die Teilnehmer:innen verteilt oder gemeinsam z.B. zum Grillen nach den Aktionstagen genutzt. 

    • Wie entsteht Gemeinschaft in dem Garten?

    Das geplante Austausch- und Einweihungstreffen, die Aktionstage sowie Feste sollen den Gemeinschaftssinn fördern. 

    • Wir fördern ja „Fertigprodukte aus dem Baumarkt“ eher nicht (siehe unsere Förderrichtlinien), gibt es auch die Möglichkeit, dass die Gruppe das Gerätehaus/einen Schuppen selber baut?

    Ja, wir haben angefragt, ob der Bauspielplatz des Spielturms uns dabei unterstützen kann.

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Die Beetpat:innen werden Samen/Setzlinge selbst kaufen. Und ist jedoch wichtig, für finanziell benachteiligte Menschen Möglichkeiten zu finden, auch daran teilhaben zu können. Auch werden wir an den Aktionstagen ein Spendenkässchen aufstellen, damit sich die Gärtner:innen an den entstehenden Kosten beteiligen können.

    • Wie wird derzeit bewässert? Mit welchen Geräten wurde bisher gegärtnert?

    Bisher wurden die Regentonnen und Gartenschläuche zweier Nachbarn genutzt, die dies so nicht mehr ermöglichen können. Einer der beiden bot jedoch an, dass wir das Wasser seines Garagendachs auffangen und nutzen können. 

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  • Bremen: Garten im Irgendwo

    (ANtrag, Antworten)

    • Wem gehört die Fläche und wie sieht die vertragliche Regelung dafür aus? Gibt es eine Nutzungsbegrenzung oder haben Sie eine langfristige Nutzungsdauer?

    Die Fläche gehört der Wirtschaftsförderung Bremen (Stadt). Wir haben als Verein Kulturbeutel e.V. einen auf 10 Jahre unkündbaren Mietvertrag mit Aussicht auf weitere 10 Jahre.

    • Muss der Verein Pacht zahlen und wenn ja, wie viel? 

    Wir zahlen einen Betrag von 600 Euro pro Jahr an die Stadt.

    • Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird?

    Die Hochbeetfläche beträgt ca. 23m2, dazu kommt ein Beerenbeet (4m2), eine Kräuterspirale, ein Quittenbaum, 5 Kübel mit Kartoffeln je ca 60l und ein Gewächshaus mit ca. 13 großen Wannen je ca. 90l.

    • Sind die Hochbeete, das Gewächshaus, die Bäume etc. an einem Ort auf der Fläche oder ist der Garten sozusagen verteilt im „Irgendwo“

    Der Garten ist eine abgegrenzte Fläche, die nicht bei allen Veranstaltungen zum Veranstaltungsgelände gehört. Es wird hier meist an seperaten Terminen gegärtnert, außer zu Familientagen, wo auch mal ein Workshop im Garten stattfinden kann. 

    • Wie lange gibt es den Garten schon?

    Seit 2017.

    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten plant, weiterentwickelt und die gärtnert? Wie groß ist die Kerngruppe? Wie setzt sich die Gruppe zusammen, sind z.B. auch Menschen mit Fluchtgeschichte oder Migrationshintergrund dabei?

    Die Gruppe ist besteht aus aktuell 5-8 Menschen, die sich über eine Telegramgruppe organisieren. Je nach Zeit und Kapazität wird sich an der Planung der kommenden Gartensaison beteiligt. Die Hauptorganisation liegt momentan bei einer Person, welche als Überblicksperson zu größeren Aktionen aufruft und darüber Bescheid weiß, welche Aufgaben momentan anliegen könnten. Die Gruppenmitglieder sind hauptsächlich studentisch. Wir haben aber auch schon Schulklassen und geflüchtete Kinder aus der naheliegenden Unterkunft an besonderen Tagen miteingebunden und einen schönen Tag im Garten angeleitet.

    • Gab es Fluktuation und wenn ja, woran lag das?

    Es gibt durchaus Fluktuation – weshalb auch Überblickspersonen für eine erfolgreiche Gartensaison wichtig sind. Das liegt dann meist daran, dass die Personen nach dem Studium wegziehen oder auch einfach den Stadtteil wechseln. Andere Gründe sind uns nicht bekannt. Es finden sich aber immer wieder neue Personen.

    • Wie machen Sie auf den Mitmachgarten aufmerksam, wie erfahren Menschen aus der Nachbarschaft davon?

    Es gibt ein Holzschild am Zaun mit Kontaktdaten. Außerdem ist auch in unsere Onlinepräsenz einsehbar, dass der Gemeinschaftsgarten auf der Fläche existiert.

    • Wird alles gemeinschaftlich begärtnert oder gibt es auch Patenbeete oder individuelle Beete?

    Bisher wurde alles gemeinschaftlich angepflanzt und es wurde sich um alles von allen gekümmert, da Mischkultur und Fruchtfolge beachtet wurde und der Garten als mehrjähriges System. Patenbeete sind in nächster Zeit allerdings auch angedacht. 

    • Wie entsteht Gemeinschaft?

    Durch gemeinsame Aktionen, Gärtnern und Kochen der geernteten Lebensmittel. 

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Es wird eigenes Saatgut gekauft/mitgebracht/vermehrt/getauscht und auch Werkzeuge und teilweise Jungpflanzen Zugesteuert. Auch wird gemeinsam zu Kleinanzeigen “Zu Verschenken” Aktionen gefahren, wo Dinge aus Gärten abgeholt werden können – dabei wird beispielsweise neben Zeit auch das Fahrzeug und Benzin gestellt.

    • Haben Sie Kontakt zum Grünflächenamt und dort nach Möglichkeiten der Unterstützung (z.B. Kompost) gefragt?

    Bisher nicht, das ist eine gute Idee!

    • Wo würden die Pflanzlichter hängen? Wer kümmert sich im Garten um die Anzucht?

    Das Anzuchtregal ist in einem Teil des Hauses aufgebaut, in dem auch das Büro des Vereins ist. Dort haben alle Ehrenamtlichen Zugang. 

    • Aus welchem Material bestehen die Schneckenkragen?

    Aus recyceltes Polypropylen – es gibt auch welche aus rostfreiem Stahlblech, diese sind allerdings viel teurer.

    • Sind Sie mit anderen Gärten in Bremen vernetzt? Da gibt es ja recht viele.

                     Wir tauschen mit dem Stadtgarten Lucie öfter Saatgut aus und es gab auch die Idee,                dass Workshops in Zukunft auch mal bei uns stattfinden,

    Ein Gemeinschaftsgarten in der Airportcity Bremen!
    Ein Gemüsegarten, der frei zugänglich ist mitten in der Stadt ist gelebte Subkultur im
    urbanen Gebiet, in dem sonst alle im Supermarkt einkaufen und Selbstversorgung auf dem
    Balkon nur sehr begrenzt möglich ist. Nicht zuletzt bietet der Garten einen Aufenthaltsort, an
    dem wir uns von der Stadt erholen und gleichzeitig dem grauen Beton immer mehr Grün
    abringen!
    Die Fläche an der Amelie-Beese-Straße, auf der seit 2017 das IRGENDWO seinen Platz
    findet, ist das beste Beispiel einer Vision der grünen Oase mitten in der Stadt mitten in der
    Airportcity.
    Ab dem Frühjahr erblüht im IRGENDWO ein Stadtgarten, an dem jede*r teilhaben kann! In
    Hochbeeten, Kräuterspirale und Gewächshaus können Gemüse- und Obstpflanzen gepflanzt
    und gepflegt werden. Dabei nutzen wir die Saat der Pflanzen aus dem Vorjahr, organisieren
    Saatgutbörsen und sammeln kostenlose Pflänzchen ein, wo immer wir sie finden. Wir
    reproduzieren hier Saatgut selbst, tauschen es untereinander, statt Hybridsorten im
    Baumarkt zu kaufen, kultivieren alte Sorten, ziehen lokales Gemüse, bereiten es im Idealfall
    gleich vor Ort zu und kochen damit.
    Die Ernte können die Gärtner*innen selbst genießen und das Gemüse wird auch genutzt, um
    gemeinsam zu kochen und so ein schönes Miteinander zu schaffen. Zu den Projekten
    gehören je nach Interesse der am Garten beteiligten weitere DIY-Projekte: wir möchten einen
    Wasserturm bauen, permakulturelle Ansätze erproben und unsere Pflanz- und Erntestrategie
    weiterentwickeln und erproben. Welche dieser Projekte wir umsetzen, wird kollektiv und
    basisdemokratisch entschieden. Wir laden zu wöchentlichen Treffen im Garten ein (dort
    warten gepflegte Hochbeete, Gewächshaus und eine Werkstatt) auf Mitnutzung.
    Was ist aktuell geplant? ca. 15 m2 Hochbeete, die Erneuerung der Kräuterspirale, zwei
    kleine Obstbäume, ein Beerenbeet, sechs Kartoffelkübel und ein 8m2 Gewächshaus. Die vor
    ungefähr vier Jahren gebauten Hochbeete aus Paletten und anderem Holz, müssen dieses
    Jahr teilweise repariert werden. Manche sind abgesackt, manche lösen sich an einigen
    Stellen. Die Beete sollen mit Kompost aufgefüllt werden, sowie mit organischem Bio-Dünger
    unterstützt werden (Bodenaktivator und Dünger) Es sollen weitere Rankgitter gebaut werden
    (für Stangenbohnen, Gurken und Kürbisse). Ein langfristiger Kompost soll angelegt werden.
    Da letztes Jahr ein hoher Verlust durch Schnecken verursacht wurde, soll eine nachhaltige
    Schneckenabwehr durch Schneckenkragen etc. angeschafft werden Außerdem möchten wir
    chemiefrei gegen Blattläuse vorgehen mit Marienkäferlarven. Für die Jungpflanzenanzucht
    braucht es Pflanzenlicht und wiederverwendbares Zubehör (Anzuchtschalen, Ballbrause etc).
    Da wir nicht genug Platz haben für die Jungpflanzenanzucht, soll ein Teil der Jungpflanzen
    bei einem lokalen, biologischen und inklusiv arbeitendem Bertieb gekauft werden. Die
    geplanten Anschaffungen und Kosten haben wir im Kostenplan zusammengestellt.

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  • Milmersdorf: GG als Begegnungsort im Dorf

    (ANtrag, Antworten)
    Im GG Hildegard von Bingen gibt es schon 8 Hochbeete und ein Schuppen wird gebaut. Schulkinder, Kitakinder, Senior*innen und andere Dorfbewohner*innen sollen und wollen hier zusammen gärtnern.

    Die Gruppe der Planung varriert, da sowohl Kinder der Schule und auch Erwachsene mit beteiligt sind. Der feste Kern der Planung sind so 5 -10 Personen. Im Garten werden unterschiedlich viele Personen gärtnern. Es werden die Schulklassen und auch die Kitagruppen beteiligt sein. In der Schule sind derezeit 66 Kinder und in der Kita ca 100 Kinder. Die Interessengemeinschaft Dorfleben besteht aus 3-5 Frauen. Diese werden sich konstant um den Garten kümmern. Das Seniorenheim und die Bewohnern des Dorfes sind ebenfalls eingeladen zu gärtnern. Wie viele am Ende mitmachen, kann derzeit nicht gesagt werden. 
    Die Hochbeete wurden von unseren Gemeindemitarbeitern aufgebaut. Der Schuppen wird ebenfalls von der Gemeinde aufgebaut. Das befüllen der Beete wird mit den Kindern der Schule und der IG Dorfleben stattfinden. 
    Eigene Beete gibt es nicht. Es stehen derzeit acht Beete im Garten die von allen zusammen bewirtschaftet werden. Je nach Bedarf und Interesse. Die Schule und die Kita werden sind im Rahmen einzelner Projekte einbringen und diese in Absprache mit der IG Dorfleben durchführen. Die IG Dorfleben wird dann den Garten für interessierte DorfbewohnerInnen öffnen. Wie es im einzelnen aussieht, kann ich Ihnen noch nicht sagen. Das wird sich im Laufe der Zeit finden. Wenn der Bedarf so groß ist, dann wollen wir den Garten noch erweitern. Erst mal fangen wir mit acht Beeten an. 
    Die Geräte werden alle im Schuppen untergebracht. Dieser wird abgeschlossen und die Schlüssel an Schule, Kita, Gemeinde und IG Dorfleben verteilt. Nachts wird der Garten und der Schuppen abgeschlossen. 
    Bisher versuchen wir den Anfang mittels Förderungen zu erzielen. Die Zeit wird langsam knapp und ich denke einige Pflanzen müssen wir dieses Jahr schon vorgezogen kaufen. Saatgut kann dann aus den bestehenden Pflanzen entnommen werden und für das nächste Jahr verwendet werden. Weiteres Saatgut oder Pflanzen muss dann durch Spenden von den Beitligten eingeholt werden. 

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  • Bremen: inklusives Gartenprojekt in Huckelriede

    (Antrag, Antworten)

    Der Garten Rote Beete in Huckelriede ist ein offener Gemeinschaftsgarten, in dem die Nachbarschaft Gemüse usw. anbaut. Hier sind Menschen mit und ohne Beeinträchtigung aktiv, wir haben hohe und niedrige Hochbeete gebaut und auch die Kinder aus einer angrenzenden Kita sind hier regelmäßig aktiv. Es findet also ein buntes Treiben vor Ort statt. Den Garten habe ich in das Formular einpflegt und auch Fotos hochgeladen.
    Der Garten in Kattenturm sind eher ein paar wenige Pflanztöpfe, in die Menschen mit Beeinträchtigung, die wir begleiten und einige Senior:innen vor Ort an einem Tag die Nachbarschaft begrünen – hier geht es eher um Blumen, Sträucher usw. als um Gemüse.

    ROTE BEETE:
    Also insgesamt sind ca. 15 Personen recht fest bei „Rote Beete“ dabei – zu einzelnen Aktionen sind es immer auch mal wieder mehr und neue Leute. Die Fläche ist insgesamt ca. 80-120 qm groß und wir haben etwa 5 Hochbeete, diverse Sträucher und Bäume sowie ein paar Beete am Boden. Es wird alles gemeinschaftlich begärtnert und die Ernte wird von der Gemeinschaft gegessen. Es gibt zusätzlich immer mal wieder Projekte vom Kindergarten, Kunst-Workshops, die im Garten stattfinden oder auch ein Bienenhotel. Die Gemeinschaft entsteht natürlich vorrangig durch gemeinsames Gärtnern und Werkeln oder Kaffee trinken in der Sonne. Durch gemeinsame Aktionen befeuern wir das aber immer mal wieder, z.B. gab es am letzten Wochenende einen gemeinsamen Anpack-Tag. Hier wurden gemeinsam mit ca. 20 Personen Sitzmöbel gebaut damit die Fläche noch mehr zum Verweilen einlädt. Die Hochbeete wurden angemalt, eine Schubkarre repariert und die Beete von Unkraut befreit, Erde nachgefüllt usw.

    Es gibt eine Koordinationsstelle, die für die Quartiersarbeit im Stadtteil zuständig ist und damit unter anderem auch den Garten koordiniert. Gleichzeitig sind zwei Honorarkräfte ab und an im Einsatz. Mit Fremdernten und Vandalismus gab es teilweise schon Probleme, aber nur sehr wenig.

    Antrag:

    Gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung möchten wir in zwei Bremer Stadttei-
    len unsere Gemeinschaftsgärten im Rahmen einer Nachbarschaftsaktionen begrünen.
    Bereits im vergangenen Jahr haben wir diese Aktion zusammen mit vielen Menschen
    mit und ohne Beeinträchtigung aus dem Quartier durchgeführt – und der Tag war ein
    voller Erfolg. Die inklusive Nachbarschaftsaktion stärkt den Zusammenhalt im Quartier
    Ort und schafft Vorurteile ab. Darüber hinaus wird ein Bewusstsein für die Natur ge-
    schaffen und der Stadtteil begrünt. Insbesondere in Kattenturm und Huckelriede, eher
    finanzschwächere Stadtteile Bremen, verfügen nur wenige Menschen über Gärten oder
    große Balkone. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, gemein-
    sam im Stadtteil mit anderen Menschen zu gärtnern.
    Wir benötigen vorrangig Pflanzen und Blumenerde.

    (mehr …)

  • Elmshorn: Garten entsteht an GU für jungen Männer

    (Antrag, Antworten)

    hiermit beantragen wir eine Förderung für unser Gemeinschaftsgartenprojekt in der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete an der Agnes-Karll-Allee in Elmshorn. Die Unterkunft wurde im November 2024 eröffnet und bietet insgesamt 128 Plätze in Containern an. In der Unterkunft wohnen ausschließlich allein reisende, geflüchtete erwachsene Männer ab 18 Jahren. Die Gemeinschaftsunterkunft liegt relativ abgelegen und dennoch gut angebunden neben dem Krankenhaus und im Industriegebiet. Eine direkte (Wohn)Nachbarschaft ist nicht gegeben, nichtsdestotrotz stehen viele Einwohner:innen der Unterkunft ängstlich und sorgenvoll gegenüber. Hier gilt es frühzeitig zu intervenieren und einen Rahmen zu schaffen, um Vorurteile abzubauen und ein „unbeschwertes“ gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen.

    Unser primäres Ziel ist es, geflüchteten Menschen eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen, den gemeinschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und einen interkulturellen Austausch zu fördern. Die Schaffung von Gemeinschaftsgartenflächen fördert die Selbstständigkeit, stärkt die Eigenverantwortung und bietet die Möglichkeit der zur Integration wichtigen gesellschaftlichen Teilhabe. Die räumliche, naturnah-gewachsene Lage und unmittelbare Nähe der angedachten Fläche(n) ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang, so dass Geflüchtete ganz unkompliziert (kurze Wege) mit anderen Geflüchteten und anderen Elmshorner:innen in Kontakt treten können. Die Hemmschwelle, sich an einem geschützten, „neutralen“ und attraktiven Gartenort zu begegnen ist wesentlich niedriger, sowohl für die Geflüchteten als auch für die lokale Bevölkerung. Einen Ort gemeinsam wachsen zu lassen, kann die ideale Basis sein, um teilzuhaben am gesellschaftlichen Leben. Ganz „nebenbei“ können dabei Barrieren abgebaut, soziale Werte niedrigschwellig vermittelt werden und alle voneinander lernen.

    Projektbeschreibung

    Unsere Gemeinschaftsunterkunft verfügt über mehrere geeignete Flächen für den Anbau von Gemüse, Kräutern und Blumen (ca. 1.000qm). Durch unser Gartenprojekt möchten wir geflüchteten Menschen die Möglichkeit geben, gemeinsam aktiv zu sein, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen und soziale Kontakte zu knüpfen. Zudem planen wir, Anwohner*innen aus Elmshorn einzuladen und zu gewinnen, um selbst in der Gartenarbeit tätig zu werden und mitzuhelfen und wollen gemeinsame Veranstaltungen wie Grillabende organisieren.

    Unsere Ziele

    • Schaffung eines gemeinschaftlichen, nachbarschaftlichen, integrativen und niedrigschwelligen Begegnungsortes für Geflüchtete und Anwohner*innen

    • Förderung der Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Integration

    • Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit sowie Stärkung des Ehrenamtes (durch z.B. Beetpatenschaften oder Anleitung/Unterstützung beim Aufbau des Gemeinschaftsgartens)

    • Förderung von Nachhaltigkeit durch den ökologischen Anbau von Pflanzen ohne Kunstdünger oder Pestizide

    • Verbesserung der Lebensqualität und Gesundheitsförderung durch eine eigene, sinnvolle und kreative Tätigkeit

    • Förderung von Begegnungen und Austausch zwischen Menschen und Kulturen

    Geplante Maßnahmen

    Als Erstes ist die Beschaffung von Gartengeräten, Werkzeugen, Bewässerungssystemen, torffreier Pflanzerde und samenfestem Saatgut notwendig. Die nächsten Schritte beinhalten das Vorbereiten der Beete und Hochbeete, das Setzen von Jungpflanzen, regelmäßiges Gießen und Unkrautjäten sowie Ernten. Es wird geplant, dass sich Bewohner gemeinsam mit dem Unterkunfts- und dem Quartiersmanagement und unter ihrer Aufsicht regelmäßig mehrere Stunden wöchentlich am Projekt beteiligen und dann auch autark tätig sein können. Es wird erwartet, dass sich ungefähr die Hälfte der Bewohner beteiligen wird, was eine erste Abfrage ergeben hat. Im Sommer sollen Anwohner*innen zu Gartenaktionen und gemeinschaftlichen Veranstaltungen eingeladen werden.

    Verstehe ich es richtig und die Flächen für das Gartenprojekt sind auf „neutralem Grund“? Wo sind die Flächen, wie kommen die interessierten Menschen aus der Unterkunft und aus der weiteren Nachbarschaft dort hin/wie ist der Zugang dazu? Wie können die Menschen aus der weiteren Nachbarschaft an die Gartengeräte kommen?

                  Sowohl auf dem „neutralen Grund“ als auch auf dem Gelände der Gemeinschaftsunterkunft. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen paar Bilder oder den Lageplan zuschicken. Neben der Unterkunft befindet sich die „grüne Villa“, die auch von der Stadt angemietet wird, und wo es genügend Fläche zum Anbauen von Gemüse und Pflanzen gibt. Es ist auch ein Teil unseres Konzeptes, dass diese Villa als Begegnungsort für unsere Bewohner und Elmshorner*innen genutzt wird. Die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr gut. Alle 30 Minuten fährt ein Bus in und von der Stadt, die Bushaltestelle ist 2-3 Minuten Fußweg von der Villa entfernt. Die Stadt ist auch nicht so groß und der Ort ist für viele gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

    –             Wie bewerben Sie das Gartenprojekt, so dass es auch für die anderen Elmshorner*innen interessant wird, dabei zu sein? Haben Sie das Projekt in der weiteren Nachbarschaft schon bekannt gemacht? Was neben Grillabenden ist an Veranstaltungen geplant?

                  Das Projekt haben wir noch nicht in der Nachbarschaft bekannt gemacht. Wir werden die Elmshorner*innen auf das Projekt über Social Media (von der Living Quarter (dem Betreiber der UK) und der Stadt Elmshorn) aufmerksam machen, auch durch Aushänge und Flyer. Es besteht auch Möglichkeit, die Presse einzubeziehen, die Stadt Elmshorn kann uns dabei unterstützen. Neben den Grillabenden werden wir auch internationale Kochveranstaltungen anbieten, auch ein Erntedankfest sowohl für unsere Bewohner als auch für die Nachbarschaft.

    –             Wie haben Sie die Projektidee in der Unterkunft vorgestellt, bzw wie sind die Wünsche und Ideen der Geflüchteten mit in die Planung eingeflossen?

                  Wir haben wöchentliche Bewohnerversammlung wo die Projektidee vorgestellt wurde. Das Interesse der Bewohner war groß. Viele bringen auch Erfahrungen in dem Bereich mit.

    –             Wie viele Beete sollen gebaut werden? Sind dazu auch die Menschen aus der weiteren Nachbarschaft eingeladen?

                  Schwierig zu sagen, und es wird sich auch spontan entscheiden. Je nachdem, was die Bewohner möchten, und ob und welche Gruppen sich entwickeln, die gemeinsam an einem Beet arbeiten.. Es ist, unserer Meinung nach, erst später sinnvoll und produktiv, die Nachbarschaft dazu einzuladen. Erstmal möchten wir dass unsere Bewohner sich mit dem Projekt beschäftigen und Routine daraus entwickeln.

    –             Wie viele Menschen werden Ihren Schätzungen nach gleichzeitig gärtnern?

                  Das wird sich auch immer variieren, ich würde sagen beim angenehmen Wetter bis zu 50 Personen.

    –             Könnten die Kompostbehälter auch selber gebaut werden? Was passiert mit dem Kompost?

    Möglich, besser sind jedoch verzinkte Kompostelemente. Holz verrottet zu schnell.

    –             Soll alles gemeinschaftlich begärtnert werden oder soll es auch individuelle Beete geben? Wer entscheidet, was wo angebaut wird? Was passiert mit der Ernte?

                  Sowohl gemeinschaftlich als auch individuell. Das wird sich spontan entwickeln, wie bereits erwähnt. Das Quartiers- und das Unterkunftsmanagement wird entscheiden, wo und was  angepflanzt werden kann. Das betrifft das Gelände von und neben der Villa. Was neben den Wohncontainern gepflanzt wird, können die Bewohner selbst entscheiden. Die Ernte wird für den Eigenbedarf und für Veranstaltungen genutzt.

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  • München: Generationengarten baut großes Hochbeet

    (Antworten)
    Von wie vielen Menschen wird das Hochbeet dann genutzt? Wie viele „Beete im Beet“ wird es geben? Oder ist das Beet für die BNE-Veranstaltungen eingeplant?

    Das Hochbeet würde vorwiegend von einer jungen Familie mit einem Kind genutzt. Die würden 2 qm davon bepflanzen. Unser Garten ist ja in 28 ca. 2qm Parzellen aufgeteilt, das Hochbeet wäre dann eine davon.

    1 qm würden wir als Gemeinschaftsfläche nutzen um Kräuter für die Kräuterworkshops oder Färbepflanzen für die Färberworkshops anzubauen.

    –       Wie beteiligen sich diese Gärtner*innen an den Kosten für das neue Hochbeet?

    Die Gärtner*innen beteiligen sich insofern, dass sie sich um das Anliefern, zuschneiden und den Aufbau kümmern und die Kosten dafür übernehmen.

    –       Wie viele Gärtner*innen beteiligen sich voraussichtlich an den Aufbauarbeiten und was genau ist dann zu tun?

    Das Hochbeet wird so als Bausatz produziert. Zwei Gärtner werden es abholen, dann müssen noch ein paar Kleinigkeiten geändert werden, was in der Schreinerei des einen Gärtners passiert. Beim Aufbau sind dann mind. 4 Gärtner*innen involviert. Zuerst muss das alte Hochbeet abgebaut und entsorgt werden. Das neue Beet muss dann zusammengebaut, geschraubt werden, der Boden mit dem Drahtgitter bedeckt werden und von Innen mit der Folie ausgekleidet werden. Dann wird es wie in der Permakultur unten mit Schnittgut usw. befüllt bevor oben die Erde drauf kommt.

    –       Gibt es Alternativen zu der vorliegenden Planung was die Materialien (das Holz) angeht?

    Für dieses Hochbeet nicht, da Lerchenholz für den Außenbereich die beste und beständigste Alternative ist.

    Alternativ müssten wir halt wieder ein günstigeres Hochbeet kaufen, das dann aber wieder nicht lange halten wird.

    –       Bitte fächert die Kosten ein wenig auf.

    Das Hochbeet wird so als Bausatz verkauft, wie im Angebot von Nick Kreisler beschrieben.

    –       Welche anderen (Teil)Finanzierungsmöglichkeiten gäbe es?

    Im Moment leider keine. Eine Möglichkeit wäre, einen Antrag beim Bezirksausschuss zu stellen. Das wird dann aber wieder lange dauern und wir kommen in den Sommer rein.

    Ich weiß, dass die Kosten für das Hochbeet hoch sind. Aber durch das Material und die Bauweise würden wir längere Zeit davon profitieren und es ist mit 3×1 m ein sehr großes Beet.

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  • Berlin: Laskerwiese betroffen von Brandanschlag

    (ANtrag, ANtworten)
    Der Bürgergarten Laskerwiese e.V. hat 2006 eine einstige Stadtbrache im Bezirk Berlin-
    Friedrichshain in eine artenreiche öffentliche Parkanlage umgestaltet. Seit fast 20 Jahren wird die
    Laskerwiese durch die ehrenamtliche Arbeit von derzeit etwa 60 aktiven Mitgliedern hauptsächlich
    einmal monatlich beim Gemeinsamen Gärtnern gepflegt und weiterentwickelt. Insgesamt hat der
    Verein 85 Mitglieder.
    Einige Aufgaben die permanent anfallen: Müll sammeln, Staudenpflege, Zaunausbesserung,
    Teichpflege, Pflanzenschnitt, Kompost machen.
    Wir haben mehrere Staudenbeete, die von einzelnen Mitgliedern betreut und gepflegt werden. Im
    Sommer gibt es Verantwortliche, die sich um das Befüllen der Baumbewässerungssäcke
    kümmern oder dafür sorgen, dass der Brunnen zur Gießwasserentnahme stets mit Wasser aus
    einer Zisterne befüllt ist. Auch zwischen den monatlichen Terminen werden zahlreiche
    Pflegearbeiten von unseren Mitgliedern geleistet oder an der Vorbereitung von speziellen
    Vorhaben (z.B. Teichsanierung, Baumschnitt, Organisation von Veranstaltungen) gearbeitet.
    Ca. 58 Mitglieder gärtnern auf 38 Beeten verschiedener Größe. Jede*r entscheidet selbst, was auf
    den Beeten angebaut wird. Das Beet sollte jedoch natur- und umweltschonend, mit möglichst
    geringer Bodenneuversiegelung bewirtschaftet und mit heimischen Pflanzen-/Gemüsearten
    bepflanzt werden. Dies erhöht das Nahrungsangebot für einheimische Insekten, Vögel und
    Kleintiere und bietet einen strukturreichen Biotopverbund über den Beetbereich hinaus (Bäume,
    Sträucher, Teich, Benjeshecke, Wildblumenwiesen). Die Ernte behält jede*r selbst ein.
    Der Bürgergarten Laskerwiese ist in der Nachbarschaft ein wichtiger Ort, um
    zusammenzukommen und sich zu erholen. Auf jährlichen Veranstaltungen wie dem Langen Tag
    der Stadtnatur, der Fête de la Musique oder unserem Herbstfest laden wir die Nachbarschaft ein
    und fördern damit den Austausch über soziale und kulturelle Grenzen hinweg.
    Wir machen über unsere Internetseite www.laskerwiese.de oder unserem Intagram-Kanal
    @laskerwiese auf uns aufmerksam, durch direkte Ansprache der Nachbarschaft oder politisches
    Engagement, z. B. zur Erweiterung der Laskerwiese.

    Ziel der Förderung:
    In der Nacht vom 16. Januar 2025 wurde unser Materialcontainer von
    Unbekannten in Brand gesteckt. Der Container brannte komplett aus.
    Dadurch verloren wir sämtliche Gartenarbeitsgeräte, Werkzeuge,
    Rasenmäher, Kompostsieb, Leitern, Stühle und andere Arbeitsmittel für
    unser ehrenamtliches Tun. Die Fördergelder der anstiftung würden für die
    Wiederbeschaffung unserer Ausstattung eingesetzt.

    Eure Versicherung greift nicht? Leider nein. Wir haben nur eine Haftpflichtversicherung.

    Was sagt der Bezirk? Gibt es von deren Seite eine Stellungnahme?

    Wir sind mit dem Bezirk, vor allem mit dem für unseren Bereich zuständigen Grünflächenmanagement im Austausch. Wir haben einen Sondermüllcontainer gestellt bekommen, damit wir alles Verbrannte entsorgen konnten. Wir haben auch Absprachen getroffen, wie uns die Kiezhausmeister in der generellen Unterhaltung der Fläche (unabhängig vom Brand) unterstützen können. Die Hilfsmöglichkeiten des Bezirks sind sehr begrenzt, finanzielle Hilfe nicht vorhanden.

    Wir werden aber bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wieder FEIN-Mittel beantragen.

    • Gibt es neue Erkenntnisse zur Täterschaft? – Nein.
    • Wie schützt ihr euch/die Gerätschaften und Utensilien in Zukunft vor Vandalismus? Nach wie vor in unseren zwei Überseecontainern/ Materiallagern mit Vorhängeschlössern, deren Zahlenkombination nur die Vereinsmitglieder wissen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, da wir kein Gebäude mit abschließbaren Türen haben und das Gelände ein jederzeit öffentlich zugänglicher Klein-Park ist. Zwar umzäunt, aber nicht abschließbar. Wir wollen an den Containern, vor allem über den Türen, noch solarbetriebene Bewegungsmelder anbringen. Einerseits für mehr Licht für uns, aber auch um potentielle Vandalen abzuschrecken. Falls Du einen Tipp hast, wie wir die Container sicherer verschließen können, freue ich mich.
    • Habt ihr eine andere Versicherung abgeschlossen oder erwägt ihr das? – Haben wir bisher nicht und haben das im Vorstand auch noch nicht besprochen.
    • Was von den bei uns beantragten Gegenständen hat Priorität für die Gartengruppe? Prioritär sind einerseits Gegenstände, die den Container wieder einrichten, um Geräte lagern zu können, andererseits Gartengeräte selbst, um die Fläche pflegen zu können. Ich habe dir den Antrag noch einmal angehängt und die prioritären Dinge farbig markiert.
    • Habt ihr schon auf Ebay Kleinanzeigen oder bei nebenan.de geguckt/gepostet, was ihr braucht? – Wir haben dieses Formular aufgesetzt und verbreitet, um an gebrauchte Spenden zu kommen. Die Rückmeldungen dazu waren leider nicht erwähnenswert. Die Leute spenden eher Geld.

    Habt ihr Anzeige erstattet? Gibt es neue Erkenntnisse wer das gewesen sein kann? 

    Wir mussten keine Anzeige erstatten, da sofort das LKA Ermittlungen aufnahm. Wir haben bisher keine Rückmeldung zu den Ermittlungsergebnissen bekommen.

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  • Hamburg: PARKs Garten nur kleiner Anteil auf der Fläche

    (Besuch)

    mitten in einem Industriegebiet nutz der Verein HalloHalloHallo einen alten Recyclinghof für das Projekt PARKS. Ein Wohnhaus wurde abgerissen, die Kellerfundamente blieben stehen und wurden mit Erde aufegschüttet. Hier ist ein Gemeinschaftsgarten entstanden, in dem in der Erde gegärtner werden kann. Der Rest der Fläche ist asphaltiert.

    Sie haben es geschafft, dass der Garten Teil des hier geplanten Parks werden wird, verankert im FNP für den neuen Park, aber an anderen Fläche.

    Zusammen mit der Gartengruppe und anderen soll eine Küche gebaut werden. Das haben wir gefördert (über OW)

    Aus den Antworten.

    1. Wie hat der Garten sich entwickelt, wie viele sind da inzwischen aktiv, wie viele Beete gibt es inzwischen, wie wird das Gewächshaus genutzt, wie können neu Interessierte da mitmachen, wie läuft das „Onboarding“?

    Der Garten war eins der ersten Nutzungen auf dem Gelände. Dort hat sich über die vergangenen 5 Jahre eine feste Gruppe etabliert, die stetig wächst. Es gibt zwei feste Gartentage pro Woche innerhalb der Saison (Mai-Okt), die öffentlich kommuniziert sind (Website, Instagram, „Schwarzes Brett“) zu denen Interessierte hinzukommen können (ohne Anmeldung). Die Gartengruppe selbst organisiert sich über eine Chatgruppe zu der Interessierte auf Wunsch hinzugefügt werden. Das große Gewächshaus ist derzeit noch in Planung. Die Umsetzung hat sich, weil ein Bauantrag gestellt werden muss, zeitlich verzögert. Was mit dem Geld der Anstiftung bereits realisiert wurde, ist unter anderem ein Aufsatz für eines der Anzuchtbeete um dort, ähnlich wie in einem Gewächshaus, Pflanzen unabhängiger vom Wetter vorziehen oder überwintern zu können (dies war ein ausdrücklicher Wunsch der Gartengruppe). Das größere Gewächshaus (circa 25qm Grundfläche) wird in diesem Sommer gemeinschaftlich gebaut und umgesetzt werden.

    1. Wie ist der Garten in das Gesamtprojekt eingebettet?

    Die Projektleitung stellt sicher, dass die Gartengruppe alles hat, was sie zum Arbeiten braucht. Bedarfe (wie z.B. Gartenwerkzeuge, ein Gewächshaus etc.) werden an die Projektleitung herangetragen, die diese erfüllt (entweder durch bereits zur Verfügung stehende Mittel oder Förderanträge). Die Gärtner*innen haben einen Schlüssel zum Bürohaus auf der Fläche, um dort gemeinsam kochen zu können oder sich zu Planungstreffen zu verabreden. Sie sind fester Bestandteil aller Nutzer*innentreffen. Im Rahmen der nachbarschaftlichen Anlaufstelle Kiosk wurde gemeinsam mit der Gärtner*innengruppe der Raum genutzt, Abendessen veranstaltet sowie an Workshops beispielweise zum Thema Biodiversität teilgenommen.

    1. Ist der Kiosk im/am Garten? Wie hängt das alles örtlich zusammen? Der Kiosk soll in eine „neue Struktur wandern“ , wodurch die Küche über die Saison hinaus nutzbar sein soll. Was heißt das konkret?
      Wie offen ist der Garten/der Ort, an dem die Küche dann stehen wird? Wie wird der Aspekt „inklusive Nutzung“ realisiert?

    Aktuell befindet sich der Kiosk direkt neben den Frühbeeten. Und ist Mitten im Gartengeschehen. Im Laufe der Saison ist geplant, die bisher verschlossene zweite Fläche des alten Recyclinghofs zu öffnen und dort weitere Hochbeete gemeinsam mit der Gärtner*innengruppe zu realisieren. Die neue Struktur für den Kiosk wird dort in der laufenden Saison gebaut und ist dementsprechen in die Gartenerweiterung eingebettet. Dort soll auch die Außenküche ihren Raum finden. Auch im Winter können im neuen Kiosk Veranstaltungen, Workshops und Gruppentreffen stattfinden. Dementsprechen kann die Außenküchen dann auch genutzt werden. Ziel ist die ganzjährige Öffnung des gesamten Geländes. Dieser werden wir uns Stück für Stück in der laufenden Saison annähern. Ziel ist die Küche gemeinsam mit den Nutzer*innen des PARKS Geländes und damit auch der Gärtner*innengruppe nach deren Bedürfnissen zu planen und umzusetzen. Dabei liegt ein Fokus auf eine rollstuhlgerechte Nutzung. Diese wird über die Kooperation mit Sit’n’Skate sichergestellt.
    Was genau soll gebaut werden, wie soll die Küche aussehen – bitte schlüsselt die Kosten für die Baumaterialien auf (was/wie teuer)

    Der Gestaltungsprozess erfolgt in kollaborativer Weise, bei dem die Nutzer*innen zu jeder Zeit eingebunden werden. Als Kooperationspartner:innen sind die Akteur:innen und Nutzer:innen von PARKS, KIOSK, Hallo: Radio und Zollo im Bullerdeich 6, im Stadtteil Hammerbrook beteiligt. Nachhaltigkeit spielt im Bauprozess eine zentrale Rolle: Materialien aus dem Stadtteil, insbesondere aus leerstehenden oder abrissgeplanten Gebäuden, werden als wesentliche Material-Quelle für das Projekt betrachtet. Dies fördert nicht nur die gemeinschaftliche Ressourcennutzung, sondern stellt auch die Verantwortung gegenüber der Umwelt in den Vordergrund. Eine eigene Formsprache wird entwickelt.

    Das Projekt entsteht in Phasen: Entwurfs- und Bauworkshop. Der Entwurfworkshop wird in zwei Tagen von 2 Person aus dem Kollektiv FemArc und 2 Personen aus Sit’N’Skate begleitet. Dabei wird der Ort und Bedarfe analysiert, sowie Nutzungsszenarien und Fragestellungen.

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  • München: Neustart des Freihamer Freiluftgartens

    (Antrag, Antworten)

    Unsere Ziele für 2025:
    • BNE-Lernort: Wir möchten den Freiluftgarten zu einem inspirierenden Lernort für Nachhaltigkeit entwickeln.
    In Kooperation mit dem Netzwerk Urbane Gärten München wird der Garten zum offiziellen BNE-Lernort im
    Rahmen der Urbanen Gartenakademien München. Durch offene Aktionen und Workshops vermitteln wir
    Wissen über ökologische Zusammenhänge, nachhaltigen Konsum und ressourcenschonendes Gärtnern.
    Kinderschutz e.v.
    Franziskanerstraße 14
    81669 München
    Te1.089231716-0
    Fax 089 231716 – 9969
    info@kinderschutz.de
    kinderschutz.de
    Vorstand
    Dr. Anna Laux, Thomas Melles
    Vorsitzender des Aufsichtsrates
    Kart Haeusgen
    Amtsgericht München VR 7605
    Steuernummer 143/218/00514
    Bankverbindung
    Bank für Sozialwirtschaft
    IBAN DE88 3702 0500 0007 8183 00
    BIC BFSWDE33XXX
    Spenden konto
    Bank für Sozialwirtschaft
    IBAN DE93 3702 0500 0007 8183 07
    BIC BFSWDE33XXX
    Mitglied im Paritätischen Wohlfahrts verband
    Landesverband Bayern e.V.
    KINDER
    SCHUTZ
    MÜNCHEN
    • Offener Begegnungsort: Wir möchten den Garten zu einem inklusiven Treffpunkt machen, der alle
    Menschen willkommen heißt. Das regelmäßig stattfindende Ganencsfe soll Raum für Austausch,
    Begegnung und gemeinsame Aktivitäten bieten.
    • Bodenverbesserung und Kompostierung: Wir möchten das Jahr 2025 nutzen, um die Bodenqualität zu
    verbessern und optimale Bedingungen für das Gärtnern zu schaffen.
    • Biodiversität: Gleichzeitig fördern wir in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München die
    Biodiversität durch insektenfreundliche Bepflanzung und die Schaffung von Lebensräumen für Wildbienen
    und andere Insekten.
    • Gewinnung neuer Mitglieder: Wir wollen mehr Menschen für den Garten begeistern und sie zur aktiven
    Teilnahme ermutigen.
    3. Geplante Maßnahmen und Zeitplanung:
    • Offene Mitmachaktionen:
    1. Anlage eines Hügelbeets (29.03.)
    2. Weiterentwicklung des Kräutergartens (26.04.)
    3. Instandsetzung und Bepflanzung des Tomatenhauses (17.05.)
    4. Bau von Bohnentipis (29.05.)
    • BNE-Workshops:
    1. Boden begreifen mit dem Bodenkoffer (04.04.)
    2. Kräuter-Workshop (im Rahmen der Stadtteilwoche, 19.07.)
    3. BNE-Basics oder Gartenpädagogik (tba)
    • Offenes Gartencate: Ab Mai soll monatlich ein offenes Gartereale stattfinden. (ab 18.05.)
    • Saatgut-Aktion „Schenk uns eine Blume“:
    Um den Freiluftgarten im Stadtviertel bekannter zu machen und die Stadtteilbewohner*innen zum
    Mitmachen zu aktivieren, planen wir eine Saatgut-Aktion. Wir verteilen kostenfreie selbstgebastelte
    Saatguttütchen mit Blumensamen und bitten darum, eine zu Hause selbst aufgezogene Blume zurück in
    den Freiluftgarten zu bringen. (April/Mai)
    • Pflanzaktion im Rahmen des Frühlingsfests des Nachbarschaftstreffs: Im Rahmen des Frühlingsfests
    im Nachbarschaftstreff veranstalten wir zusätzlich eine Pflanzaktion für Kinder. Gemeinsam säen wir
    Gemüse und Blumen in Tetrapaks aus. Kinder, die zu Hause keinen Balkon zum Einpflanzen haben,
    können ihre selbstgezogenen Pflanzen anschließend ebenfalls in den Freiluftgarten bringen und dort beim
    Wachsen begleiten. (11.04.)
    • Bodenverbesserung: Bepflanzung eines Großteils der bodennahen Flächen mit Gründüngung,
    Insektenweiden und anderen bodenverbessernden Pflanzen (ganzjährig)
    • Kompostgruppe: Eine besondere Rolle soll dieses Jahr das Thema Kompost spielen. Die Gärtner*innen
    sollen die Möglichkeit bekommen, unterschiedliche Methoden der Kompostierung (Bokashi,
    Wurmkomposter) kennenzulernen und auszuprobieren. Zudem starten wir den Pilotversuch, im kleinen
    Rahmen eine Community-Composting-Gruppe im Stadtteil zu initiieren. Auch die Lebensmittelrettung, die
    im Rahmen des Nachbarschaftstreffs stattfindet, soll dabei miteinbezogen werden. (ganzjährig)
    213
    Alle Maßnahmen wurden gemeinsam mit der Kerngruppe der Gärtner*innen (derzeit 7 Personen) entwickelt und
    werden zusammen mit den neuen Gärtner*innen umgesetzt.

          Wie groß ist die Gruppe im Moment? Wie hoch war die Fluktuation und woran, meinen Sie, lag das?

    Im Moment besteht die Gruppe der aktiven GärtnerInnen aus 15-20 Personen, davon 7 ehemalige GärtnerInnenn und ca. 13 Personen, die neu dabei sind bzw. Interesse bekundet haben, sich zukünftig beteiligen zu wollen. Wie aktiv sich die einzelnen Neuen einbringen werden, wird sich im weiteren Jahresverlauf zeigen.
    resultierte daraus, dass die Treffleitung ihren Fokus auf die Entwicklung der Angebote in dem gerade übernommenen Nachbarschaftreff Freiham legen musste und weniger Zeit für die Begleitung der FreiluftgärtnerInnen zur Verfügung hatte. Vor allem zwischenmenschliche interne Konflikte mit einzelnen Teilnehmenden, die einer stärkeren Begleitung durch eine hauptamtliche Koordination bedurft hätten, führten zu einer belastenden Stimmung, die zahlreiche Austritte aus der Gruppe der Engagierten zur Folge hatte.
    Workshops u.a. zur Wertebildung, die von der Treffleitung Anfang 2024 zusammen mit den GärtnerInnen durchgeführt wurden, führten zwar zur Bildung dreier Arbeitsgruppen: „Projekte“, „Vielfalt“, „Ökologisches Gärtnern“. Entgegen der wiederholt artikulierten Selbsteinschätzung der Teilnehmenden im Rahmen der Treffen, zeigte sich jedoch, dass die Gruppe ihre selbst gesteckten Vorhaben nicht realisieren konnte – es gab zu wenig aktive und belastungsfähige Schultern, auf die sich die Arbeitslast verteilte.

          Wie entsteht Gemeinschaft im Garten?

    Gemeinschaftliches Gärtnern am Freitagnachmittag, Auflösung der Privatbeete, gemeinschaftliche Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen, Patenschaften (bisherige GärtnerInnen begleiten die Neuankömmlinge bei ihrem Start im Garten), Kommunikation via Signal-Gruppe.

          Wessen Ideen sind die Aktionen? War die Gartengruppe daran beteiligt?

    Das Konzept fußt auf den Gedanken und Vorschlägen der GärtnerInnen-Gruppe, die in Workshops im Jahr 2024 gemeinschaftlich erarbeitet wurden. Die hauptamtliche Koordinatorin hat die Ideen für den Neustart zusammengetragen, auf Realisierbarkeit geprüft und ein entsprechendes Konzept entwickelt.

          Wie ist der Garten inzwischen organisiert? Wird alles gemeinschaftlich begärtnert oder gibt es (auch) individuelle Beete?

    Seit Anfang 2025 werden alle Flächen gemeinschaftlich bewirtschaftet. Die Einzelbeete/Privatbeete wurden aufgelöst, da sie z.T. sehr nachlässig oder gar nicht bewirtschaftet wurden.
    Die GärtnerInnen übernehmen nun für bestimmte Bereiche Patenschaften bzw. bilden Themengruppen (z.B. Kompost, Tomatenhaus, Kräutergarten, Hochbeet etc.). So muss nicht mehr jeder Einzelne Verantwortung für alles übernehmen. Laut der Aussagen der GärtnerInnen wird das als Erleichterung empfunden.

          Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Bisher lag die Teilnahmegebühr zwischen 25 und 45 Euro pro Saison. Im Jahr des Neustarts und der Umstrukturierung wollen wir keine Gebühr erheben. Allerdings beteiligen sich die GärtnerInnen bei der Beschaffung von Saatgut und Pflanzen.

    Die beiden folgenden Statistiken zeigen die Entwicklung der Teilnehmerzahlen und die geleisteten Stunden von 2020-2024. Dabei wird deutlich, dass trotz hoher Anmeldezahlen vor allem im Jahr 2023 die Aktivität im Garten stark gesunken ist. Die Teilnehmerzahlen haben sich schließlich von 2023 auf 2024 mehr als halbiert. Dies

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  • Berlin: bei Max Pflanzen gärtnert die Schule und die Nachbarschaft

    (Besuch)
    Den Garten gibt es seit 2015. Der Initiator Gregor und ein paar Leute (bunt gemischte Gruppe, mehrere Nationalitäten) war auf der Suche nach einer Fläche und hat auch seine alte Klassenlehrerin gefragt, die inzwischen das Max Planck Gym leitet, das mit seiner Schule fusioniert war. Die war gleich begeistert, da sie eh gerade überlegten, was sie mit der Biodv Fläche machen sollen, die auf dem ehemaligen Appelplatz der Schule angelgt wurde.

    Der Gemeinschaftsgarten entstand, der gleichzeitig Schulgarten ist. Es gibt ein paar Beete, die als Beete erkennbar sind – die Wurzeln der Bäume sind hier ein Problem, es wächst nicht viel – und dann gibt es Kanninchen usw. Sie haben ein paar Hochbeete gebaut. Es gibt Gemeinschaftsbeete, ein paar individuelle Beete und ein paar Schulbeete.
    Sie müssen nix zahlen als Gruppe, sich aber um die Fläche kümmern – ein Teil bleibt wild, ein große Artenvielfalt ist zu finden. Ab und an übernachten Obdachtlose, die aber weg müssen (Schule!), oft finden sie auch Spritzen usw – das wird dann angezeigt. Vandalismus gibt es nicht, ab und an wird vorne bei den Beeren was geerntet.
    Von Seiten der Schule finden einige Angebote im und mit dem Garten statt. Eine AG Stadtgarten gibt es, bald eine AG Honigbienen (gibt einen Imker), der Oberstufenkurs hat Hochbeete gebaut, sie malen gerade den Geräteschuppen an, ein FoPro kartiert rund um den Boden, die Bäume etc.
    direkt nebenan ist „Mosaik“, da bekommen sie Holz und Zuschnitte her
    Nachhaltikeit wird in der Schule groß geschrieben, es ist eine UNESCO-Schule, sie haben auch Schwammbeete (Gartenleistungen!), sind noch in Kontakt mit den Forschenden, haben einen Hydrotower in der Küche, in dem Salat wächst, wollen noch mehr Regenrinnen anzapfen und in Profiauffangsysteme leiten, um Wasser zu haben, Apfelbäume wurden gepflanzt.
    Mitmachen kann jede*r, ab und an kommen Menschen aus der Nachbarschaft dazu – ein Schild wollen sie nun wieder aufstellen (gerade sind sie ohne), Werbung machen sie auf Insta – Vernetzungsarbeit können sie nicht leisten.

    Die Schulleitung hat kein offiziellen OK vom Grünflächen- oder Schulamt und will auch keine schlafenden Hunde wecken.

    Aus dem Antrag/Antworten:

    1. Entwicklung/Anzahl Teilnehmende: Die Gruppe MaxPflanzen besteht mittlerweile im zehnten Jahr; die Anzahl der Gärtner*innen beträgt 17.

    2. PR für den Garten: Die Gruppe MaxPflanzen hat einen Instagram-Auftritt, dieser brachte/bringt sowohl Besucher*innen als auch vereinzelt neue Teilnehmende. Ansonsten: Mundpropaganda (funktioniert!).

    3. Anzahl Beete/Anzahl: Hochbeete: aktuell 12, davon 1 ausschließlich zur Nutzung durch AG Stadtgarten (7./8. Klasse) und 1 für den Zusatzkurs Stadtgarten (Oberstufe) und dem Wahlpflichtunterricht Biologie Klasse 10. 4 Nutzung durch Einzelpersonen (MaxPflanzen)

    Beete/Pflanzareale im Gelände: Keine genaue Angabe möglich, das variiert. Beerensträucher an verschiedenen Orten, werden durch AG Stadtgarten gepflegt, ernten dürfen alle, wobei die Schüler*innen unbedingt Vorrang haben sollten; danach die Kinder von MaxPflanzen. Naschgarten!

    4. Kooperation mit MPG (wie):
    a) Auf kürzestem Weg Absprache zw. mir und Christiane Thomas.
    b) Funktioniert sehr gut.

    5. Eigener Bereich MPG
    Ja, das sog. Biotop. und zwei Hochbeete.

    6. Absprachen MaxPflanzen/MPG
    s. Pkt. 4

    7. Nutzung Gartengeräte/Reparaturen:
    Die großen Gartengeräte (Spaten, Grabgabeln, Rechen etc.) werden im Schuppen gelagert und sowohl von MaxPflanzen als auch MPG genutzt. Kleinere Geräte wie z.B. Gartenschere halten wir getrennt vor. Reparaturen werden idR durch MaxPflanzen durchgeführt.

    8. AG Stadtgarten und Zusatzkurs Stadtgarten
    Die AG Stadtgarten führt die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7 und 8 im Rahmen des schulischen Ganztags (1 Termin/Wo) an die Themen Naturbeobachtung, Pflege, Aussaat und Ernte heran. Großen Wert lege ich persönlich darauf, dass die Schüler*innen zusammen, d.h. arbeitsteilig  arbeiten.

    Der Zusatzkurs Stadtgarten findet in der Oberstufe (1./2.Semester) statt. Dort lernen die Schüler*innen nachhaltiges ökologisches urbanes Gärtnern. Ebenfalls sind Pflege, Aussaat und Ernte ein Thema.

    9. Bausatz eines Gewächshauses:

    Da wir nicht die Materialien oder geschweige eine Werkstatt haben, wo wir die Materialien bearbeiten könnten, würden wir uns einen Bausatz für ein Gewächshaus anschaffen wollen.

    Materialien des Gewächshauses wären:

    • robuste Aluminiumkonstruktion mit Stahlsockel 
    • evtl. Plexi- bzw. Acrylglas, (aber vielleicht gibt es noch ein nachhaltigeres Material)
    • Regenrinnen-System

    Dieser Bausatz soll dann zusammen mit allen Mitglieder aufgestellt werden. Jeder hat dann, die Möglichkeit diese Gewächshaus zu nutzen. Aufteilung erfolgt nach Absprache im Gemeinschaftsgartenteam.

    Die Ernte erfolgt durch alle Mitglieder, so dürfen auch die Gemeinschaftgartenmitglieder in den Sommerferien an den Beeten der Schule sich gern bedienen. Ansonsten hat jeder seinen Bereich und kann seine eigne Ernte genießen.

    Wir haben auch schon unsere Ernte beim Sommerfest des Max-Planck-Gymnasiums präsentieren und anbieten können.

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  • Berlin: Gewächshaus bei Max Pflanzen

    1. Entwicklung/Anzahl Teilnehmende: Die Gruppe MaxPflanzen besteht mittlerweile im zehnten Jahr; die Anzahl der Gärtner*innen beträgt 17.

    2. PR für den Garten: Die Gruppe MaxPflanzen hat einen Instagram-Auftritt, dieser brachte/bringt sowohl Besucher*innen als auch vereinzelt neue Teilnehmende. Ansonsten: Mundpropaganda (funktioniert!).

    3. Anzahl Beete/Anzahl: Hochbeete: aktuell 12, davon 1 ausschließlich zur Nutzung durch AG Stadtgarten (7./8. Klasse) und 1 für den Zusatzkurs Stadtgarten (Oberstufe) und dem Wahlpflichtunterricht Biologie Klasse 10. 4 Nutzung durch Einzelpersonen (MaxPflanzen)

    Beete/Pflanzareale im Gelände: Keine genaue Angabe möglich, das variiert. Beerensträucher an verschiedenen Orten, werden durch AG Stadtgarten gepflegt, ernten dürfen alle, wobei die Schüler*innen unbedingt Vorrang haben sollten; danach die Kinder von MaxPflanzen. Naschgarten!

    4. Kooperation mit MPG (wie):
    a) Auf kürzestem Weg Absprache zw. mir und Christiane Thomas.
    b) Funktioniert sehr gut.

    5. Eigener Bereich MPG
    Ja, das sog. Biotop. und zwei Hochbeete.

    6. Absprachen MaxPflanzen/MPG
    s. Pkt. 4

    7. Nutzung Gartengeräte/Reparaturen:
    Die großen Gartengeräte (Spaten, Grabgabeln, Rechen etc.) werden im Schuppen gelagert und sowohl von MaxPflanzen als auch MPG genutzt. Kleinere Geräte wie z.B. Gartenschere halten wir getrennt vor. Reparaturen werden idR durch MaxPflanzen durchgeführt.

    8. AG Stadtgarten und Zusatzkurs Stadtgarten
    Die AG Stadtgarten führt die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7 und 8 im Rahmen des schulischen Ganztags (1 Termin/Wo) an die Themen Naturbeobachtung, Pflege, Aussaat und Ernte heran. Großen Wert lege ich persönlich darauf, dass die Schüler*innen zusammen, d.h. arbeitsteilig  arbeiten.

    Der Zusatzkurs Stadtgarten findet in der Oberstufe (1./2.Semester) statt. Dort lernen die Schüler*innen nachhaltiges ökologisches urbanes Gärtnern. Ebenfalls sind Pflege, Aussaat und Ernte ein Thema.

    9. Bausatz eines Gewächshauses:

    Da wir nicht die Materialien oder geschweige eine Werkstatt haben, wo wir die Materialien bearbeiten könnten, würden wir uns einen Bausatz für ein Gewächshaus anschaffen wollen.

    Materialien des Gewächshauses wären:

    • robuste Aluminiumkonstruktion mit Stahlsockel 
    • evtl. Plexi- bzw. Acrylglas, (aber vielleicht gibt es noch ein nachhaltigeres Material)
    • Regenrinnen-System

    Dieser Bausatz soll dann zusammen mit allen Mitglieder aufgestellt werden. Jeder hat dann, die Möglichkeit diese Gewächshaus zu nutzen. Aufteilung erfolgt nach Absprache im Gemeinschaftsgartenteam.

    Die Ernte erfolgt durch alle Mitglieder, so dürfen auch die Gemeinschaftgartenmitglieder in den Sommerferien an den Beeten der Schule sich gern bedienen. Ansonsten hat jeder seinen Bereich und kann seine eigne Ernte genießen.

    Wir haben auch schon unsere Ernte beim Sommerfest des Max-Planck-Gymnasiums präsentieren und anbieten können.

    aus dem Antrag:

    Wir als Gartengemeinschaft wünschen uns ein kleines Gewächshaus (ca. 2 x 3 Meter groß). Damit könnten wir unsere Pflanzen für die Gartengemeinschaft, aber auch für die verschiedenen Angebote des Max-Planck-Gymnasiums, z.B. den Zusatzkurs Stadtgarten und die AG Schulgarten, besser vorziehen und somit unsere Ernteerträge steigern. Das Gewächshaus soll zusammen mit Schülern des Max-Planck-Gymnasiums und den weiteren Mitgliedern der Gartengemeinschaft aufgestellt werden und genutzt werden.

    Wir möchten dadurch einen stetigen Austausch und eine gegenseitige Unterstützung für einen urbanen ökologischen Anbau in unserem Gemeinschaftsgarten fördern.

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