Schlagwort: Förderung durch uns

  • Berlin: DiskoGarten legt los

    Der aktuelle Stand im Garten ist: Nächste Woche und auch womöglich in den folgenden Wochen werden die bereits gebauten Hochbeete mit Substraten befüllt. Die größte Hürde ist tatsächlich eine verlässliche Beteiligung von den Leuten zustande zu bekommen. (mehr …)

  • Heidelberg: weitere Hochbeete für den GG des Collegium Academicum

    (Antrag, Antworten)

    Um unseren Gemeinschaftsgarten zu erweitern, planen wir im Frühjahr 2025 Hochbeete zu
    bauen und zu bepflanzen. Hierbei möchten wir gern an die bereits erfolgte Förderung der
    anstiftung zum Bau von Hochbeeten aus dem Jahr 2021 anknüpfen.
    Der Garten ist eingebettet in das selbstverwaltete Wohnprojekt Collegium Academicum und
    soll als Schnittstelle zur breiteren Öffentlichkeit und als Begegnungsort dienen. Er umfasst
    sowohl einen Dachgarten (auf der Veranstaltungsfläche) als auch den Innenhof, Freiflächen um
    das Gebäude herum sowie einen Teich. Große Teile des Gartens werden rollstuhlgerecht
    zugänglich sein, um für möglichst viele Menschen eine Teilhabe zu schaffen.
    Bei der geplanten Veranstaltung wollen wir das Wissen, das wir in dem von Ihnen geförderten
    Workshop erworben haben, weitertragen, sowie das Angebot im Gemeinschaftsgarten
    erweitern. Diese Form der Bildungsarbeit entspricht den Förderzielen des Vereins, unabhängig
    vom Bildungsstand, in Selbstverwaltung und anhand praktischer Projekte das Lernen zu
    ermöglichen.
    Unser Ziel ist es, den Permakulturgedanken in unserem Projekt weiter zu stärken und die
    Möglichkeit des gemeinschaftlichen Gärtnerns zu erweitern.
    2. Inhalt
    Im Rahmen des ersten Workshops hatten wir die Möglichkeit, den Bau von Hochbeeten im
    Sinne der Permakultur zu erlernen. Darüber hinaus konnten wir Erfahrungen in der Nutzung
    und Pflege von Hochbeeten sammeln. Dieses Wissen möchten wir nun in der Projektgruppe
    weitergeben. Angelehnt an den Input der Expertin Christin Zeitz werden wir zunächst die
    grundsätzlichen Konzepte der Permakultur vorstellen und im Anschluss praktische
    Wissensweitergabe in der Konstruktion vermitteln. Hierbei möchten wir vier Hochbeete aus
    Europaletten (1200 x 800 x 144 mm), welche bei der Sanierung unseres Altbaus übrig geblieben
    sind, bauen. In allen Beeten ist ein integriertes Bewässerungssystem in Form von Tonkrügen
    angedacht, um Wasserverluste bei der Bewässerung zu vermeiden.
    3. Maßnahmen
    Im Sinne unseres Wohnheimskonzepts werden wir die Beete in Eigenleistung erstellen. Die
    notwendigen Materialien beziehen wir aus der Region. Die Pflanzenerde bekommen wir von
    dem Kompostwerk Heidelberg-Wieblingen; die Setzlinge und das Saatgut wollen wir von der
    Gärtnerei Huben Ladenburg, der Gärtnerei Elfner Heidelberg und der Gärtnerei Lenz
    Heidelberg-Handschuhsheim beziehen.
    Die Pflanzungen sollen dem regionalen Klima entsprechend ausgesucht werden und es soll
    samenfestes Saatgut in Bioqualität verwendet werden.

    Wie hat der Garten sich denn weiterentwickelt?
    In den vergangenen Jahren und mit Abschluss der Bauphase haben wir begonnen unseren Garten zu
    begrünen. Wir haben Fett- und Magerwiesen gesät sowie Gemüsebeete, Gartenwegen und einen
    Kompost angelegt. Außerdem haben wir in einem Workshop mit Christin Zeitz grüne Sitzkreise als
    Aufhalts- und Sitzgelegenheiten, Staudenbeete und Totholzhecken nach den Prinzipien der
    Permakultur erstellt.
    Auch ein Teich ist Teil unseres Gartens und wird 2025 bepflanzt und besiedelt. Da sich viele der
    Elemente vor allem um unseren Neubau befinden, möchten wir den Garten um unserem 2024 fertig
    saniertem Altbau aufwerten. Dazu wollen wir zusätzlich zu den 2021 angelegten (Hoch-)beeten im
    Norden des Gebäudes weitere Hochbeete im Osten bauen.
    Wie groß ist die Gruppe und wie beständig ist diese?
    Unser selbstverwaltetes Projekt ist in AGs und Initiativen strukturiert. Die Projektgruppe umfasst ca.
    350 Personen, wovon ca. 250 in Alt- und Neubau direkt vorort wohnen. Die Garten-Initiative
    kümmert sich, wie der Name sagt um Anlagen, Pflege und Instandhaltung des Gartens und umfasst
    20 Mitglieder, wovon die meisten seit ein bis zwei Jahren aktiv sind.
    Der geplante Workshop soll im Rahmen eines mehrtätigen Arbeitseinsatzes (Camp) stattfinden, bei
    welchem wir unser Wohnheim verschönern wollen. Dazu gehört unter anderem der Bau der
    Hochbeete, der Bau einer Pergola sowie Gemeinschaftsaktionen. Die Gruppe für den Bau der
    Hochbeete wird auf ca. 15 Personen geschätzt.
    Wie viele Menschen aus der Nachbarschaft sind mit im Garten dabei? Da wir ein Wohnprojekt in
    einem neu entstehendem Quartiersteil (Konversionsfläche ehem. US-Hospital) sind, wird der Garten
    bisher vorwiegend von den Projektmitgliedern genutzt. Wir stehen der Nachbarschaft offen und
    wollen in Zukunft an Strukturen arbeiten um weitere Menschen einzubeziehen.
    Wie gemischt ist die Gruppe u.a. hinsichtlich Alter? Wie entsteht Gemeinschaft?
    Die Projektgruppe besteht vorwiegend aus Bewohnern des Studierenden- und Auszubildenden
    Wohnheims, sowie Bewohnern des Altbaus (Orientierungsjahr, Familien, WGs).
    Immer mittwochs treffen wir uns zum Plenum um Diskussionsthemen und Anliegen zu besprechen,
    welche wir oft mit gemeinsamen Essen oder Barabenden abschließen. Durch die AG-Struktur
    sprechen wir viel miteinander über unsere Zukunftsvisionen für das Projekt. Zusätzlich finden
    regelmäßig Gemeinschaftstage, Küfas und Partys statt.
    Wie machen Sie auf den Garten aufmerksam, wo erfahren potentielle (nicht in dem Wohnheim
    wohnende Menschen) Gärtner*innen von dem Projekt?
    Die Bewerbung des Projektes findet hauptsächlich über unsere Social Media Kanäle (Instagramm,
    facebook) und unseren regelmäßigen Newsletter statt. Wir bieten monatlich Führungen an, für alle
    die das Wohnprojekt interessiert und gerne mehr über das Collegium Academicum wissen
    möchten. Es haben außerdem bereits zwei Eröffnungsfeiern für den Alt- und Neubau stattgefunden,
    wo die ganze Nachbarschaft eingeladen war. Für den Workshop werden wir darüber hinaus durch
    Plakate Werbung in der Nachbarschaft machen.
    Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich?
    Der Garten wird von der Garten Initiative organisiert. Jede*r kann am Projekt mitmachen und/oder
    den Gatren genießen.
    Wie und von wem werden Entscheidungen getroffen?
    Das Projekt ist basisdemokratisch, große Entscheidungen werden vom ganzen Projekt in einem
    Konsensverfahren getroffen. Alltäglichere/operative Entscheidungen werden in den regelmäßigen
    Treffen der Garteninitiative getroffen.
    Wo sollen die vier weiteren Hochbeete dann stehen? Auf welcher der aufgeführten Flächen?
    Die vier weiteren Hochbeete werden im Osten unseres Altbaus stehen und damit vom
    Mendelejewplatz aus zugänglich sein. Neben den Hochbeeten ist ein Pollinator Pathway geplant und
    man kommt auf dem Weg in unsere gemeinschaftlichen Fahrrad- und Metallwerkstätten daran
    vorbei.
    Da können Sie nicht in der Erde gärtnern?
    Wir haben bereits auch Bodenbeete angelegt, in die wir Kartoffeln, Sellerie, Lauch, Bohnen, Erbsen,
    Tomaten, Paprika, Auberginen, Knoblauch und Kräuter gepflanzt haben. Außerdem Beerenhecken mit
    Himbeeren, Johannisbeeren (schwarz und rot), Stachelbeere und Jostabeere.
    Leider sind vor allem in den Bodenbeeten manche Keimlinge den Schnecken zum Opfer gefallen,
    Hochbeete würden uns die Möglichkeit geben diese Pflanzensorten zu „beschützen“ und vielfältig
    anzubauen. Durch den Rohkompost in unseren Hochbeeten entsteht ein wärmeres Mikroklima, was
    uns ermöglicht bereits früher im Jahr Salate anzubauen. Außerdem können wir ein
    Bewässerungssystem (z. B. Tontöpfe) integrieren, wodurch wir in den trockenen Sommermonaten
    mehr Wasser sparen.
    Was passiert mit der Ernte?
    Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, abhängig von der Menge der Ernte. Wir haben einen
    Fairteiler am Wohnheim an dem sich jede*r der/die vorbei kommt Lebensmittel mitnehmen darf.
    Außerdem finden bei uns regelmäßig KüfAs (Küche für Alle) auf Spendenbasis statt, bei der die Ernte
    verarbeitet werden kann. Auch bei Gemeinschaftsaktionen wird häufig für alle gekocht. Natürlich ist
    es auch immer erlaubt ein bisschen zu snacken.
    Wer wird die Hochbeete bauen?
    Wir werden die Hochbeete mit allen Interessierten bauen, vermutlich mehrheitlich mit Mitgliedern
    der Projektgruppe des Collegium Academicums. Die Garten-Initiative wird den Bau anleiten und die
    einzelnen Schritte erklären. Außerdem werden wir die Hochbeete gemeinsam bepflanzen und die
    Garten-Initiative wird erklären welche Pflanzen in Hochbeeten gut zusammenpassen und wie man ein
    Beet im Sinne der Permakultur gestaltet.

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  • Berlin: Bodenverbesserung im Lichtenberger Stadtgarten

    (Antrag, Antworten)

    Also:

    * Die gesamte Gruppe besteht aus etwa 10 bis 15 Personen. Die Kerngruppe, die regelmäßig gärtnerisch aktiv ist, umfasst 7-8 Personen.

    * Die Gruppe besteht hauptsächlich aus FLINTAs aus Europa, insbesondere aus Deutschland und Italien, sowie einer Person aus Indien. Aktuell sind keine Personen mit Fluchtgeschichte aktiv dabei.

    * Der Garten ist teilweise inklusiv, jedoch nicht vollständig barrierefrei. Die vorhandene Ökotoilette ist beispielsweise nicht barrierearm. Ein Gesamtkonzept für Inklusion existiert derzeit nicht, könnte aber ein spannendes Entwicklungsthema für die Zukunft sein.

    * Seit 2021, wenn ich mich nicht irre, pflegt die Stiftung SPI (ehemalige Suchtkranke) eine Beete bei uns, die sind normalerweise montags da.

    * Unser Nachbar:innen von Leben Lernen haben bis 2023 circa unser Garten genossen und leider seitdem wegen Personalmangel nicht mehr.

    * Die Bekanntmachung erfolgt überwiegend über persönliche Netzwerke, Mundpropaganda sowie vereinzelt über online Plattformen, unter anderem Langer tag der Stadtnatur, Urbane Garten, Kulturkarte Lichtenberg, Berlin Spart Energie, Mit Vergnügen, Gratis in Berlin, Garten Flora usw.

    * Neuinteressierte werden herzlich empfangen und erhalten eine Einführung im Garten. Sie werden in bestehende Gartenarbeiten eingebunden und können sich je nach Interesse an verschiedenen Aufgaben beteiligen.

    * Die Wasserversorgung erfolgt aus einer eigene Wasseranschluss, der über das Krankenhaus KEH normal abgerechnet wird. Außerdem versuchen wir weniger Wasser wie möglich zu nutzen (tropf-Bewässerungssystem, Molch, Ollas..)

    * Die Gartengeräte sind in einer gemeinschaftlich genutzten Holzhütte untergebracht. Unser Würmkiste wird Winterfest gemacht damit es in Garten auch unter minus grad in SIcherheit bleiben kann.

    * Bislang gibt es keine größeren Probleme mit Vandalismus oder Diebstahl, jedoch kommt es gelegentlich zu kleineren Vorfällen. Zum Beispiel nascht der Waschbeere unsere ganze Trauben, die Spechte die ganze Kirschen und ab und zu mal kommt eine Katze und „spielt“ mit die Frösche. Aber es sind hauptsächlich die Nachtschnecken, die uns ausrauben.

    Seit 2011 ist der Lichtenberger Stadtgarten ein gemeinschaftlich bewirtschafteter Nutzgarten mit Obst und Gemüse. Ein Jahr später wurde der Lichtenberger Stadtgarten e.V. gegründet. Der Lichtenberger Stadtgarten ist ein gemeinschaftlich bewirtschafteter Nutzgarten.
    Die Bewirtschaftung des Gartens erfolgt nach ökologischen Prinzipien sowie unter Einbezug von Techniken der Permakultur. Unser Garten ist ca. 450 qm groß. Neben einer mit Obstbäumen bestandenen Wiese, mehr als 100 Quadratmeter Gemüsebeete, einem duftenden Kräuterbeet gibt es auch eine Picknickstelle mit Sitzbänken und einen Teich für Molche und andere wasserliebende Tiere.
    Wir bewirtschaften die Anbaufläche gemeinschaftlich, ohne Beete oder Parzellen an einzelne Personen zu vergeben. Alle haben immer im Blick, dass der Garten ein schöner Ort ist und das Gemüse auf allen Beeten gut wächst.
    Die Mitgärtner:innen teilen die Gartenarbeit, finanzielle Beiträge und die Ernte fair untereinander. Entscheidungen werden von den aktiven Stadtgärtner:innen im Team getroffen, entweder beim gemeinsamen Gärtnern oder auf regelmäßig stattfindenden Gartentreffen. Wenn Stadtgärtner:innen vor Ort im Garten sind, steht der Garten interessierten Gästen offen, und es besteht die Möglichkeit, bei den Gartenaktivitäten mitzuwirken.
    Als grüner Lernort sind Begegnung und Inklusion ein weiteres zentrales Anliegen des Stadtgartens. Der Lichtenberger Stadtgarten Berlin ist ein Gemeinschaftsgarten, der als Ort der Begegnung, des nachhaltigen Anbaus und der ökologischen Bildung dient.
    Unsere gemeinsamen Gartentage finden immer sonntags statt und bieten eine offene, einladende Atmosphäre für alle, die sich beteiligen möchten. Interessierte finden auf unserer Website umfassende Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten, um mehr über den Garten und unsere Aktivitäten zu erfahren. Beim „Langen Tag der StadtNatur“ laden wir Besucher:innen zu spannenden Workshops ein, in denen wir praktische Einblicke in nachhaltiges Gärtnern, ökologische Vielfalt und gemeinschaftliches Gärtnern geben.
    Unser Ziel ist es, eine grüne Oase für alle Interessierten zu schaffen und nachhaltige Gartenprojekte zu fördern. Um die Qualität unserer Arbeit und die Vielfalt der Bepflanzung zu erhalten und zu verbessern, benötigen wir finanzielle Unterstützung für die Anschaffung wichtiger Materialien.
    Der Stadtgarten finanziert sich größtenteils durch Spenden und Mitgliederbeiträge. Diese Mittel decken jedoch nicht alle anfallenden Kosten für die Instandhaltung und Erweiterung des Gartens. Daher sind wir auf zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen, um unser Angebot weiter auszubauen und nachhaltig zu sichern.

    2. Förderzweck und beantragte Mittel

    Der Stadtgarten dient als Ort des Austauschs, der Bildung und der aktiven Mitgestaltung für Bürger:innen. Die geförderten Materialien tragen dazu bei, die Gartenprojekte zu optimieren und langfristig zu erhalten. Zudem fördern sie nachhaltige Anbaumethoden und stärken das Umweltbewusstsein der Gemeinschaft.

    Der Lichtenberger Stadtgarten engagiert sich für nachhaltige Bodenverbesserung und Kreislaufwirtschaft. Um die Bodenqualität langfristig zu verbessern, die Wasserspeicherfähigkeit unserer Beete zu erhöhen und das Bodenleben zu fördern, möchten wir Terra Preta einsetzen. Obwohl wir bereits unseren eigenen Kompost produzieren, jedoch fehlt uns die notwendige Pflanzenkohle und die spezielle Fermentationstechnik, um daraus Terra Preta zu machen. Dazu, um eine spürbare Bodenverbesserung zu erzielen, bräuchten wir große Mengen, die wir mit Eigenproduktion nicht erreichen können. Daher beantragen wir eine Förderung zur Anschaffung hochwertiger Terra Preta von Wandlitzerde.

    Wir beantragen eine finanzielle Förderung für folgende Anschaffungen:

                     Terra Preta: Verbesserung der Bodenqualität zur Förderung eines nachhaltigen Pflanzenwachstums.

                     Apfelbaum: Erweiterung der Obstvielfalt und langfristige Nutzung durch die Gemeinschaft.

                      Heidelbeere: Erweiterung der Beerenvielfalt und langfristige Nutzung durch die Gemeinschaft.

                     Äste- und Rosenscheren: Fachgerechte Pflege der Bäume, Sträucher und Rosen im Garten.

    Diese Materialien sind essenziell für die langfristige Entwicklung des Gartens und die aktive Beteiligung der Gemeinschaft. Die Nutzung von Terra Preta trägt maßgeblich zur Bodenverbesserung und Nachhaltigkeit bei, während der Apfelbaum ein Symbol für Wachstum und gemeinschaftliche Ernte darstellt. Die benötigten Scheren helfen uns, die Pflanzen gesund und gepflegt zu halten.

    3. Ziele

    Unser Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Bodenqualität, die Erweiterung der Obstvielfalt und die Pflege der bestehenden Pflanzen und Bäume. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die ökologische Vielfalt zu erhalten und das Gemeinschaftsgefühl im Stadtgarten zu stärken.

            Terra Preta: Diese nährstoffreiche Erde verbessert die Bodenqualität erheblich, indem sie Wasser speichert, die Bodenfruchtbarkeit erhöht und die Humusbildung fördert. Sie trägt maßgeblich zu nachhaltigem Pflanzenwachstum bei und unterstützt den ökologischen Anbau.

            Alte Apfelsorte: Die Pflanzung eines Apfelbaums mit einer traditionellen, alten Sorte ist wichtig, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Alte Sorten sind oft robuster, widerstandsfähiger gegen Krankheiten und tragen zum Erhalt genetischer Vielfalt bei. Zudem bieten sie wertvollen Lebensraum für Insekten.

            Gartenscheren und Astscheren: Die fachgerechte Pflege von Bäumen und Pflanzen ist essenziell für ihr gesundes Wachstum. Mit den richtigen Scheren können Äste und Triebe gezielt geschnitten werden, was die Blüten- und Fruchtbildung fördert und Krankheiten vorbeugt.

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  • Kaiserslauter: Stadtteilgarten seit 2014

    in Kaiserslautern gibt es ein schon seit 2014 ein Gartenprojekt, das von einem Stadtteiltreff koordiniert wird.

    Der Garten ist recht klein (60m2) und das Herzstück sind 2 große Hochbeete. Eins davon ist marode und muss neu aufgebaut werden.

    Die Kerngruppe besteht aus 4 Gärtner*innen, die auch bei den Arbeiten rund um die Erneuerung des Beetes dabei sind. Dazu kommen dann mal mehr, mal weniger weitere Mitgärtner*innen, die mal mehr, mal weniger einsteigen.

    Antworten auf Fragen:

    Wir als Koordinierende Stelle bewerben den Garten im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit der Stadtteilarbeit (Presse und Homepage). Die Hobby-Gärtner*innen nehmen zudem an Netzwerktreffen und dem Stadtteilfest teil und werben dabei auch um neue Mitwirkende.

    Der Antrag ist für ein Hochbeet gestellt (Maße 250x100x50). Das zweite bestehende Hochbeet ist noch ok, beziehungsweise bedarf noch keiner Erneuerung.

    Die Gruppe hat bereits einen Teil des Beets ausgehoben und die Erde beiseite geschaufelt. Das Holz würde von uns beim ASZ eingekauft und in unserer Werkstatt zugeschnitten. Das macht ein Schreiner bei uns. Den Aufbau des Hochbeets würde dann in Zusammenarbeit von Schreiner und den 3-4 Ehrenamtlichen durchgeführt werden. Die Anbringung der Folie, die Wiederbefüllung und Bepflanzung von den Ehrenamtlichen bewerkstelligt.

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  • Landshut: DOM Garten will mehr in den Stadtteil wirken

    (Antrag, Antworten)
     Die Gartengruppe an sich ist allerdings von großer Fluktuation und Wandel der Aktiven geprägt. Um die Pflege und Nutzung zu weiter zu verstetigen, sollen die Anwohner des angrenzenden Quartiers mehr Bezug zum DOM-Garten bekommen und mehr Möglichkeiten zur persönlichen Mitgestaltung geschaffen werden.

    Neue Ideen für 2025

    o   Gesprächsrunden mit der Nachbarschaft anbieten (z.B. Philosophieren über Kulturelle Themen oder Nachhaltigkeit) um eine Plattform der Gemeinschaft zu schaffen, Gemeinsame Planung des Gartenjahres mit Rücksicht auf Wünsche, Vorstellungen und persönliche Ressourcen

    o   Wöchentliche Treffen während der Saison

    o   Aufgabenverteilung ( Gießen, Jäten, Rasenmähen, Hecke schneiden usw.) auf Ehrenamtliche Helfer aus der Nachbarschaft

    o   Baumschnitt unter Anleitung (z.B. Gartenbauverein oder Landschaftspflegeverband) Kooperationen aufbauen

    o   Reaktivierung von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Schneckenzäune bauen, um Erfolg beim Gemüseanbau zu verbessern

    o   Zäune um den Gemüsegarten erneuern, (inzwischen sehr marode)

    o   Alte Hochbeete abbauen (Holz verfault und Ameisenbesiedelung) und neue aufbauen, evtl. neuen Standort dafür finden

    o   Rank Gerüste für Bohnen, Wein, Gurken etc.

    o   Gemeinsame Ernte, Verarbeitung und haltbar machen

    o   Erntedankfest

    Die Gartengruppe ist nur ein Teil der Arbeit im Nachbarschaftstreff DOM. Es gibt viele außerschulische Angebote für unterschiedliche Zielgruppen. Schwerpunkte sind zB.: Deutschkurse für Frauen, das Kreativ Labor für Kinder und Jugendliche und MINT-Angebote die allen zugänglich sind. Das erklärt vielleicht schon die vielen verschiedenen Kulturen und auch die Mehrgenerationen-Situation. Für all diese Angebote wird der Garten mitgenutzt.

    Für diese ganze Arbeit sind wir auf Spenden und Förderungen angewiesen. Die zu akquirieren erfordert auch wieder viel ehrenamtliches Engagement. Der Garten selbst besteht nicht nur aus den Gemüsebeeten, sondern umfasst auch eine Spielfläche, BMX-Bahn, Rasenplatz mit Picknickecke und alten Obstbäumen. Es ist ein offenes, für jeden zugängliches Gelände. Das ist gewollt und gut so, bedeutet aber auch oft Müll und Vandalismus. Um etwas Druck von den Schultern der Leitung und des ganzen Teams zu nehmen diese Fläche zu pflegen, haben wir einen Plan erarbeitet. Es soll mehr aktives Publikum kommen, die im Garten selbst mitgestalten und nicht „nur konsumieren“ wollen. Darin sind unter anderem auch die Erstellung eines Action Bounds durch die Jugendgruppe (kein direkter Teil der Gartengruppe) um das Erkunden des Gartens zu erleichtern und Kunstaktionen zum Thema „Gartenkünste“ zB.: mit einem Holzkünstler. (Bau eines neuen Baumhauses) Das wird wahrscheinlich Teil eines Ferienangebotes.

    Das alles ergibt ein Konglomerat aus vielen kleinen Teilen, und einer davon ist die Gartengruppe. Wir sind in unserer Arbeit eher tätigkeitsorientiert, die Menschen suchen Anschluss, wollen Deutsch lernen, soziale Kontakte knüpfen und Neuverwurzelung. Das funktioniert prima und auf niedrigschwelliger Ebene bei der Gartenarbeit. So kommen und gehen viele, je nach „Migrationsstatus“, Kinder je nach Alter und Interessen. Manche der Anwohnerfamilien nutzen die Angebote und auch den Garten. Was vielen fehlt ist der Blick für den Mehrwehrt des Gartens und die Arbeit dahinter.

    Das soll sich ändern in dem wir gezielter auf die Familien in der Wohngegend zugehen, Gesprächsrunden, Wochentreffen, nicht nur zum Garteln auch zum Teetrinken usw. anbieten. Derzeit besteht der Kern aus etwa 4 Aktiven ehrenamtlichen Erwachsenen, 38 Mitglieder in der WhatsApp Gruppe, die auf Zuruf helfen und einer Gruppe von 5 bis 10 Kindern, die beschäftigt werden wollen. Ein Helfer ist der Hausmeister vom Treff, der für die Arbeit Geld bekommt. Außerdem unterstützen uns einzelne Jugendliche mit einer Jugendleiterausbildung, die auch mit einer kleinen Pauschale entlohnt werden.

    Es gab im letzten Jahr schon wöchentliche Treffen, durch die auch die aktuellen Aktiven kommen. Bisher kamen wenig eigene Ideen zur aktiven Gartengestaltung, bzw. waren nur sehr kurzfristig und wurden oft nicht bis zum Ende gebracht. Eine Dame aus Afghanistan hatte ein Beet mit afghanischem Lauch angebaut und sogar geerntet. Nun ist Sie in München und kann dieses Beet nicht mehr bewirtschaften. Das passiert oft. Dann ist es Zeit wieder neue Pläne zu machen, mit neuen Menschen. So läuft es, seit (5 Jahren) ich den Garten betreue. Ab diesem Jahr soll ein Gartentagebuch geführt werden, um eine bessere Übersicht zu behalten und auch Fruchtfolgen zu beachten. Viele Teilnehmer*innen der Gruppe wollen keine Verantwortung für ein eigenes Beet übernehmen, sondern einfach mithelfen und flexibel bleiben.

    So bewirtschaften wir als Verein die meisten Beete als „Lehrgarten“. Dadurch kann ich als Leitung Wissen über nachhaltige Lebensweise, Regionalität und etwas know how für eine gelingende Ernte und eigenes Saatgut in die Gruppenstunden einfließen lassen. Was guten Zuspruch erhält. Das Beste daran ist die gemeinsame Ernte und das Miteinander beim Verarbeiten und Kochen.

    Der Wunsch Gemüse aus der alten Heimat bei uns anzubauen, kommt natürlich von den Menschen aus den verschiedenen Kulturen, die oft in ihrer alten Heimat große Gärten hatten. Da hier andere Bedingungen herrschen heißt es Mut zum Experimentieren.

    Eine syrische Familie betreut seit vielen Jahren ihre zwei eigenen Beete für Kräuter und Zwiebeln und Weinpflanzen für „Dolma“, die gefüllten Weinblätter. Das Rank Gerüst dafür müsste dieses Jahr erneuert werden. Allerdings ist die Qualität der Blätter wohl nicht so gut, nun überlegen wir gemeinsam, wie es weiter geht.

    Was den Zaun angeht, der marode geworden ist, der grenzt die Gemüsebeete vom Rest des Gartens ab. Den Schutz braucht er vor Hunden und spielenden Kindern. Da der Verfall immer wieder dazu einlädt im Garten Müll abzuladen sollte dieser dringend erneuert werden. Damit alle teilhaben können sollen Holzbretter gemeinsam gesägt und bemalt werden, was das Gelände wiederum aufwerten wird. Die Kosten dafür schätze ich auf ca. 350 bis 400 €. Es sind hier 6 Beete mit ca. 1,5m x 10m plus Wege zwischen den Beeten und einer Himbeerhecke am Rand. Rundherum befinden sich ein paar Johannis- und Stachelbeerenbäumchen. Auch zwei Kompostkästen konnte in den letzten Jahren aufgebaut werden.

    Im unteren Bereich gibt es einen weiteren Gemüsegarten (ges. ca. 7m x 10m), der aber schlechte Boden- und Lichtverhältnisse hat. Hier wird experimentiert was gut wächst. Hierfür wäre auch neues Substrat in Form von Kompost geplant. Vom Milpa- Beet ist im letzten Jahr nur der Popcornmais was geworden, der Rest ist Schnecken zum Opfer gefallen. Da Zucchini und Bohnen eigentlich recht gut gedeihen, wollen wir zwei der oberen Beete mit den Schneckenzäunen umranden.

    Außerdem gedeihen die Kräuter in der Spirale, die 2023 angelegt wurde super. Deshalb können die alten kaputten Hochbeete für Kräuter abgebaut werden, da diese mittlerweile durch eine Hecke zu sehr im Schatten stehen. Es sollen aber neue Hochbeete an einem anderen Platz entstehen, da manche unserer Besucher Rückenprobleme haben uns so auch diese am Garten teilhaben können.

    Das Häuschen für die Gartengeräte ist mit einem Zahlenschloss versehen und für alle der Gruppe zugänglich.

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  • Köln: GG entsteht auf Platz vor Kirche

    (Antrag, Antworten)

    TOM: Ein Garten für die Nachbarschaft“

    Im Kölner Stadtteil Meschenich, wo Menschen mit vielfältigen Hintergründen, Geschichten und Lebensweisen zusammenkommen, entsteht mit dem „Garten der Nachbarschaft“ ein lebendiger Ort der Begegnung. Hier wird Gemeinschaft gefördert, Natur erlebbar gemacht und Wissen generationsübergreifend weitergegeben. Der Garten hat für den sozial stark benachteiligten Stadtteil Meschenich einen unschätzbaren Mehrwert für das Zusammenleben der Menschen, die sich in Lebensstilen, Kulturen, Herkunft, Nationalität, etc. stark voneinander unterscheiden.

    Der Garten bietet bereits Sitzgelegenheiten, eine (im Frühjahr) blühende Insektenwiese und einen Bienenstock – ein Paradies für Mensch und Natur. In Zukunft werden hier naturverbundene Workshops für Groß und Klein, gemeinsame Pflanzaktionen sowie eine direkte Verarbeitung der Ernte durch Kinder stattfinden. Vom Beet direkt auf den Teller – oder direkt in den Mund!

    Besonderen Wert legen wir auf den Schaffensprozess: Der Garten soll nicht nur Erholungsraum sein, sondern auch zum Mitmachen und Lernen einladen. Deshalb kooperieren wir mit der örtlichen Grundschule und den Kindergärten, um Kindern praxisnahes Wissen über nachhaltiges Gärtnern, Artenvielfalt und Ernährung zu vermitteln.

    Der „Garten für die Nachbarschaft“ ist mehr als nur ein grüner Fleck in Meschenich – er ist ein Ort des Miteinanders, des Lernens und der Inspiration. Gemeinsam lassen wir hier etwas wachsen!

    Die Fläche gehört der evangelischen Kirche, mit der der Förderverein Soziales Meschenich einen Mietvertrag geschlossen hat. Als Untermieter des Fördervereins hat das Kinder und Jugendzentrum die Nutzungsüberlassung über die Innenräume und dem Außengelände, also dem „Garten der Nachbarschaft“. Die Miete in Höhe von 500,– Euro wird vom Kinder- und Jugendzentrum getragen.

    Die Gartengruppe umfasst ca. 40 bis 50 Personen, darin enthalten sind alle Generationen. Die Kerngruppe – also diejenigen, die regelmäßig „mitarbeiten“, an Veranstaltungen teilnehmen und an Entscheidungsprozessen beteiligt sind, sind etwa 15 bis 20 Personen.

    Der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird der Garten über Facebook, Instagram, Printmedien, Mund zu Mund Propaganda und Informationen, die Projektmitarbeiter:innen in ihren Angeboten geben. Mitmachen kann jeder / jede der / die Interesse hat.

    Aktuell gibt es drei kleine Gemüse- und Kräuterbeete. Weitere sind in Planung und sollen umgesetzt werden, sobald dafür die finanziellen Mittel vorhanden sind. Ebenso in Planung ist ein Kompost sowie ein Gewächshaus. Ein Außenwasserhahn ist vorhanden. Individuelle Parzellen gibt es nicht. Die gesamte Fläche wird gemeinschaftliche bewirtschaftet.

    Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (die kleinen Hochbeete) und wie denken Sie, wird diese, wenn weitere Hochbeete gebaut sind?

    Die Fläche, auf der gegärtnert wird, beträgt ca. 450qm. Darin enthalten ist sind auch die Flächen der Hochbeete.

    Kann/könnte auch im Boden angebaut werden? Wie ist die Fläche beschaffen ((teil)versiegelt?)

    Größtenteils. Vorhanden sind aber auch gepflasterte Gehwege  und Beete.

    Wie groß ist die Gruppe, die tatsächlich gärtnert? Sind das auch Menschen aus der Nachbarschaft wird mit (Kinder)Gruppen gegärtnert?

    Die Gruppe umfasst ca. 20 Personen. Es sind sowohl Kinder, Jugendliche als auch deren Familien. Grundsätzlich aber sind alle Bürger*innen aus Meschenich herzlich willkommen.

    Machen Sie die Möglichkeit, mit Gemüse und Kräuter anzubauen, extra publik? Gibt es regelmäßige Gartentage oder wie kommt die Gartengruppe zusammen?

    Nein, die Begegnungsstätte und der dazugehörige Garten ist den Bürger*innen bereits vielfach bekannt. Ebenso die Angebotsstruktur des Kinder- und Jugendzentrums, so dass auf Werbekampagnen verzichtet werden kann. Der Garten spricht sich durch Mund zu Mund Propaganda rum, zumal das Kinder- und Jugendzentrum ohnehin stark frequentiert ist.

    Es wird Gemüse angebaut, welches selbstverständlich auch geerntet wird. Mit der Ernte wird gemeinsam und an mehreren Tagen gekocht. „Überschüssige Ernte“ von den Teilnehmenden zum Verbrauch mit nach Hause genommen werden.

    Wer koordiniert die Gartengruppe, wer ist Ansprechpartner*in?

    Ansprechpartnerin ist die Sozialraumkoordinatorin und Projektleiterin Nadine Henke. Sie ist es auch, die die Gruppe koordiniert.

    Was wird schon angebaut, was soll angebaut werden und wer entscheidet das?

    Paprika, Kräuter, Salat, Bohnen, essbare Blumen, Beeren, etc. Es wird gemeinsam mit allen Teilnehmer*innen und den gegebenen Umständen  entschieden. 

    Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte wird in Kochaktionen verarbeitet und oder für Workshops aus dem Bereich Gesundheit / Ernährung genutzt. Darüber hinaus wird in der Einrichtung täglich für mehr als 60 Kinder und Jugendliche gekocht.


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  • Otterndorf: IG entwickelt sich sehr gut

    (Bericht und Antrag)

    Gemeinschaftsgarten Otterndorf, der im letzten Jahr wieder viel Schwung bekommen hat. Wenn es sich über den Winter so hält, besteht die Gartengruppe nun aus zwei kolumbianischen Familien, zwei kolumbianischen Einzelpersonen, einer iranischen Familie, einer Person mit pakistanischem Pass  und 7 Aktiven mit deutschem Pass. Hinzu kommen zahlreiche Einzelpersonen aus afrikanischen und arabischen Ländern, die im letzten Jahr immer wieder bei der Gartenarbeit spontan mitgeholfen haben und zu denen wir auch jetzt im Winter auf Grund von Deutsch-Lern-Angeboten und unserem Neujahrsfest Kontakt behalten.

    Nachdem wir im Herbst 2023 wie beschrieben ernsthaft überlegt hatten, den Garten ganz
    aufzugeben, sind im Jahr 2024 durchgängig so viele Geflüchtete in den Garten gekommen wie schon
    lange nicht mehr. Eine kolumbianische Familie sowie ein Mann aus dem Iran und eine weitere junge
    Kolumbianerin haben regelmäßig einzelne Beete versorgt, und spontan gab es an jedem Samstag
    helfende Hände.
    Zunächst fand im Januar im Gemeindehaus der Kirche wieder ein sehr gut besuchtes internationales
    Café statt (ca. 50 Personen) und zum internationalen Frauentag am 8. März in diesem Jahr zum
    zweiten Mal ein erfolgreiches Frauenfest (ca. 80 Teilnehmerinnen). Diese Feste ermöglichten es in
    der doch recht langen Garten-Winterpause, die Verbindung unter den Garten-Aktiven und auch den
    Ehemaligen aufrechtzuerhalten.
    Die eigentliche Garten-Saison begann dann mit drei Aktionstagen im April. Alle haben mitgeholfen,
    die im Vorgarten abgeladene Komposterde, die wir mit Hilfe der Zuwendung durch die Anstiftung
    bestellt hatten, in den Garten zu schaffen. Parallel wurde das Haus ausgeräumt und geputzt. An allen
    3 Samstagen waren ca. 20 Personen aus 5 Nationen dabei, und alle hatten viel Spaß an der
    gemeinsamen Arbeit.
    Auch das Einsäen und Einpflanzen der vorgezogenen Gemüsepflanzen im Mai und Anfang Juni
    wurde kollektiv umgesetzt, obwohl wir ja eigentlich in diesem Jahr die Verantwortung für die
    einzelnen Beete bestimmten Personen zugeordnet hatten. Auf Initiative der Kolumbianer*innen
    wurde in diesem Jahr auch Mais angebaut, der sehr gut gewachsen ist.
    So kam es, dass sich bis Oktober ein fester Kreis von 10-30 Personen regelmäßig jeden Samstag im
    Garten getroffen hat. Als im Sommer nicht mehr so viel Gartenarbeit anlag, setzten wir uns zu einem
    Deutsch-Gesprächskreis zusammen, in den alle einbezogen wurden und sich deshalb die
    verschiedenen Sprachgruppen mischen konnten. Es kamen auch immer wieder neue Interessierte
    dazu, da wir eine Fahrradwerkstatt eröffnet hatten, die sehr viel genutzt wurde: Geflüchtete kamen,
    weil sie ein Fahrrad haben wollten oder Hilfe bei der Reparatur brauchten – und dann blieben sie,
    weil die Atmosphäre so einladend war. Die Fahrradwerkstatt wurde von einem Deutschen aus
    unserer Gartengruppe und einem Mann aus Liberia gemeinsam betrieben
    Höhepunkt war das Sommerfest im Juni, das wir zusammen mit einigen Kolumbianer*innen und
    Liberianern vorbereitet und durchgeführt haben. Bei schönem Sommerwetter kamen fast 100 Gäste
    in den Garten, darunter 40 gebürtige Deutsche, was uns besonders gefreut hat, weil es zeigt, dass
    der Gemeinschaftsgarten mittlerweile bekannter ist. Eine Gruppe von West-Afrikanern sorgte mit
    eigenen Rap-Stücken für Stimmung, 2 junge Kolumbianer*innen zeigten eine Tanzvorführung, arabi-
    sche Frauen steuerten ihre Musik bei, und am Ende wurde bunt durchmischt auf der Terrasse getanzt.
    Aufgrund der guten Komposterde (und auch weil die Bewässerung wegen der von der „Anstiftung“
    finanzierten zusätzlichen Regentonnen gut geklappt hat), ist alles Gemüse gut gewachsen – mit
    Ausnahme einiger Pflanzen, die dem Appetit von Kaninchen und Nacktschnecken zum Opfer gefallen
    sind. So wurde dann auch ab August gemeinsam geerntet. Es gab immer etwas zum Verteilen, denn
    einige Deutsche brachten zusätzlich überschüssiges Gemüse aus dem eigenen Garten mit.
    Insbesondere die Kartoffelernte wurde im Gemeinschaftsgarten zu einem Happening, an dem alle,
    vor allem auch die Kinder, begeistert teilnahmen. Jeder und jede konnte mit einem Sack voll
    Kartoffeln nach Hause gehen. Im Oktober gab es dann zum Abschluss noch ein Erntefest mit der
    üblichen Gemüsepfanne, zu dem trotz Regenwetters alle gekommen sind. In den kurzen
    Regenpausen wurden die restlichen Äpfel gepflückt und zu einem großen Teil zu einer maschinellen
    Entsaftung gebracht. Der Saft wird nun laufend zum Selbstkostenpreis an alle Gartenaktiven
    abgegeben, was allerdings bei einem Einkommen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz kaum
    erschwinglich ist.
    Im Oktober gab es zudem mit einer deutsch-kolumbianischen Gruppe einen Besuch im Museum für
    gegenstandsfreie Kunst in Otterndorf. Der neue Museumsdirektor war an die Gartengruppe
    herangetreten, um uns zu einer Führung einzuladen.
    Die Grußadresse der stellvertretenden Samtgemeinde-Bürgermeisterin für das Frauenfest, das
    Interesse von einigen Mitgärtner*innen aus dem Kleingartenverein, die hohe Beteiligung von
    Deutschen an dem Sommerfest und auch die Einladung des Museumsdirektors zeigen, dass der
    Gemeinschaftsgarten in unserer Region mittlerweile bekannt und anerkannt ist. Wir haben auch
    eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet, in der interessierte Deutsche sich über die Aktivitäten des
    Gartens und die Situation der Geflüchteten in der Samtgemeinde informieren können. Die Gruppe
    hat mittlerweile 30 Mitglieder.
    Ausblick 2025
    Insbesondere auf Grund der verbindlichen Beteiligung einiger Kolumbianer*innen im letzten Jahr, zu
    denen wir auch im Winter Kontakt haben, sind wir zuversichtlich, dass wir den Gemüseanbau im
    Gemeinschaftsgarten auch im nächsten Jahr wieder aufnehmen können. Ein Problem ist die
    Nacktschneckenplage. Wir planen deshalb, für besonders anfällige Pflanzen (Kohlrabi, Zucchini …)
    Hochbeete anzulegen, und wir werden wegen der Kaninchen einige Beete mit Maschendraht
    überziehen müssen. Das Gewächshaus aus Plastik werden wir voraussichtlich nicht wieder aufbauen.
    Zum einen ist es wegen Sturmschäden an vielen Stellen geflickt, zum anderen ist das Raumklima darin
    wegen schlechter Belüftung für die meisten Pflanzen, insbesondere Tomaten, zu feucht (Schwitz-
    wasser). Wir wollen stattdessen versuchen, ein kleines Gewächshaus windgeschützt an einen
    Schuppen anzubauen, denn im Freiland wachsen hier in Norddeutschland Tomaten nur sehr bedingt.
    Da es trotz eigener Äpfel recht teuer ist, Apfelsaft pressen zu lassen, wollen wir im nächsten Jahr
    wieder mal versuchen, den Saft selbst herzusstellen.
    Die Fahrradwerkstatt und den Deutsch-Gesprächskreis werden wir in jedem Fall weiterführen.
    Wir haben bei der Bundesstiftung „Demokratie leben“ Geld beantragt, um das Versammlungshaus
    abzureißen und neu aufzubauen, denn es regnet dort rein, und da es aus giftigen Materialien besteht,
    lässt es sich nicht so leicht abreißen bzw. nachhaltig reparieren. Es ist jedoch sehr unklar, ob wir die
    dafür notwendigen Finanzmittel bekommen werden.
    Ein weiteres Vorhaben ist ein Filmprojekt über den Gemeinschaftsgarten und den Austausch
    zwischen den Kulturen aus den verschiedenen Perspektiven. Hierfür hat sich bereits eine Projekt-
    gruppe gebildet mit ca. 12 Teilnehmer*innen aus 4 Nationen. Federführend beim Filmen werden 2
    junge Menschen sein – eine Frau aus Kolumbien und ein Mann aus Burundi.
    Für die Zeit vor der Gartensaison laden wir im Januar wieder zu einem internationales Café im
    Gemeindehaus ein, eingeladen wurden wir zu einem weiteren Besuch wegen einer neuen
    Ausstellung im Museum für gegenstandsfreie Kunst, und voraussichtlich wird es auch wieder eine
    Veranstaltung zum internationalen Frauentag geben, was in diesem Jahr etwas schwieriger ist, da der
    8. März mitten im Ramadan liegt. (mehr …)

  • Berlin: Westfeld Garten wird weiter aufgebaut

    Das Jahr 2024 war ein erfolgreiches und produktives Jahr für den Westfeld Garten. Die
    ehemalige Wiese hat sich zu einer biodiversen Landschaft entwickelt, und die Gemeinschaft
    ist aufgeblüht. Gemeinsam haben wir viele Pflanzengilden angelegt, 40 Sträucher und 5
    Bäume gepflanzt, einen Lagerbereich geschaffen, Teil unserer Agora errichtet, einen
    Wurmkompost eingerichtet und unsere lange Tafel gebaut.
    Es gab zahlreiche Aktionen, öffentliche Workshops und Bildungsformate.
    Dies alles war durch die finanzielle Förderung der Anstiftung im letzten Jahr möglich.
    Auch 2025 verspricht ein spannendes Jahr zu werden. Unser Ziel ist es, den Waldgarten
    weiter auszubauen und die Gemeinschaft noch stärker zu engagieren. Dabei stehen drei
    größere Projekte im Fokus, für die wir finanzielle Unterstützung benötigen:
    1. Marktgarten mit Bewässerungssystem
    Wir planen einen 10 m x 10 m Marktgarten nach Prinzipien von Jean-Martin Fortier. Um den
    intensiven Marktgarten nachhaltig zu bewirtschaften, planen wir die Installation eines
    effizienten Bewässerungssystems.
    2. Bau einer Außenküche
    In Kooperation mit den Vereinen Fliegerwerkstatt und Torhaus Kochkollektiv möchten wir
    eine Außenküche realisieren. Diese Küche soll ein zentraler Ort für gemeinsames Kochen
    und Genießen werden, um die im Garten angebauten Früchte, Kräuter und Gemüse direkt
    vor Ort zu verarbeiten. Auch wird die Küche mit der dort stehenden Tafel ein Ort geschützt
    vor Regen und Sonne und somit der zentrale Ort für Workshops zur gesunden Ernährung
    und zum Austausch in der Gemeinschaft werden.
    3. Fertigstellung der Agora
    Die Agora soll gemeinsam mit Kernzone e. V. durch öffentliche Workshops weiter ausgebaut
    werden. Dies schafft einen Raum für Workshops, kleine Veranstaltungen und die Förderung
    des gemeinschaftlichen Zusammenhalts

    Wie viele Menschen sind inzwischen mit im Kernteam, wie viele kommen öfters vorbei, wie
    viele punktuell?
    Die Kerngruppe umfasst etwa 20 Personen. Zusätzlich gibt es eine wechselnde
    Anzahl von Unterstützer:innen und Helfer:innen, die an unseren Mitmachaktionen
    teilnehmen. Viele von ihnen kommen regelmäßig und haben die Möglichkeit (ca.
    20P), nach einem kurzen Onboarding Teil des Kernteams zu werden. Unsere
    Aktionen werden auf unserem Instagram-Kanal mit ca. 1640 Follower:innen
    veröffentlicht, was stetig neue Interessierte anzieht.
    An jeder Aktion nehmen 10-40 Personen teil, an die offenen Garten-Tagen
    durchschnittlich 5-10 Personen.
    Wie viele von euch leben in der Nachbarschaft?
    Aus dem Kernteam wohnen ca. 10 1 – 3km von THF entfernt. 3 aus dem Kernteam wohnen
    in der unmittelbaren Nachbarschaft. Immer wieder nehmen Interessierte aus der direkten
    Nachbarschaft an unseren Angeboten teil und nehmen immer häufiger auch wiederholt teil.
    Wie oft ist jemand im Garten? Trefft ihr euch hauptsächlich zusammen oder kommen
    Gärtner*innen auch individuell?
    Je nach Saison haben wir unterschiedliche Modelle getestet:
    ● Frühling: In dieser Zeit fanden viele öffentliche Aktionen und Workshops
    statt. Ergänzend trafen sich kleine Gruppen von Gärtner:innen etwa einmal
    pro Woche, um anstehende Arbeiten zu erledigen. Die Absprachen erfolgten
    über unsere Telegram-Kanäle.
    ● Sommer: Wir haben einen festen Gartentag etabliert, an dem regelmäßig
    gearbeitet wurde. Zusätzlich kamen einzelne Gärtner:innen, um in den
    heißesten Wochen bis zu dreimal pro Woche zu gießen.
    ● Herbst/Winter: Der Fokus lag vor allem auf gemeinsamen öffentlichen
    Aktionen wie der Anlage neuer Beete, Bodenaufbau Aktionen, und anderen
    vorbereitenden Arbeiten für die kommende Saison. Diese fanden im Herbst in
    einem Rhythmus von etwa zwei Mal pro Monat statt.
    Wir erhoffen uns durch den Marktgarten und die offene Küche, dass in 2025 an deutlich
    mehr Tagen jemand im Garten ist. Zum einen, weil mehr Pflege und Ernte anfällt, zum
    anderen weil wir durch die Küche auch einen Schutzraum vor Regen und Sonne bieten
    wollen. Einen Ort an dem man sich gerne länger aufhält, auch ohne zu “arbeiten”.
    – Wie viele Menschen sind im Laufe des Jahres dazu gekommen, wie ist die
    Fluktuation?
    Mit jeder Aktion kommen neue Menschen dazu. Sowohl zu unseren Planungstreffen, als
    auch zu wiederkehrenden Aktionen, als auch zu den regelmäßigen Gartenterminen.
    In 2024 sind 5 neue Mitglieder in unser Kernteam dazugekommen. Diese übernehmen
    wichtige Aufgaben wie den Newsletter, Moderation und planen eigenständig öffentliche
    Aktionen, wie z.B. “Lasagnekompost”, “Hügelbeet” oder “Marktgarten Kickoff”. In unseren
    NEWS Telegram Chat sind über 20 neue “follower”, in unserem internen Telegram Chat, wo
    wir alles besprechen haben wir 8 neue Menschen aufgenommen, im Newsletter 40 neue
    “Abonnenten” und bei Instagram über 200 neue.
    Das scheint auf den ersten Blick gar nicht so viel. Das hat auch damit zu tun, dass wir intern
    erst unsere Struktur klären mussten, bevor wir die “Tore öffnen” wollten. Das haben wir nun
    gemacht. Und damit hat sich auch unsere Öffentlichkeitstrategie geändert. Seit letztem
    Quartal planen wir 3 Monate voraus und veröffentlichen alle Themen und Daten alle
    gemeinsam.
    Wir gehen fest davon aus, dass wir in 2025 deutlich mehr Zulauf generieren werden.
    – Ist das, was ihr aktuell beantragt, noch der Kern des Projekts?
    Marktgarten, Küche und Agora befinden sich alle in Teilbereich 1 des Westfeld
    Gartens, das sogenannte “Herzstück”, der gesamten Fläche. Bereits in den
    Planungstreffen für die Gestaltung der Fläche in 2021 war angedacht worden,
    Workshop-Bereiche mit Tafel und Lagerflächen, eine Agora für größere
    Veranstaltungen und Gemüsebeete für eine intensivere Nutzung anzulegen.
    Um den Westfeld Garten zu einem Aufenthaltsort zu gestalten, an dem man sich
    auch gerne länger aufhält, brauchen wir die offene Küche und den damit
    verbundenen langen Workshop Tisch und die Überdachung als Schutz vor Regen
    und Sonne.
    – Bitte erläutert das Konzept „Market Gardening“ kurz, warum ich euch dafür
    entschieden habt, wie ihr es als Gruppe umsetzen wollt und was für Werkzeuge ihr
    dafür beantragt. Wo werden diese Werkzeuge dann untergebracht? Auch in der
    Kiste? Wer kümmert sich um die Instandhaltung der Werkzeuge?
    Aufgrund des experimentellen Ansatzes des Westfeld Gartens möchten wir
    mit verschiedenen Arten von landwirtschaftlichen Kulturen und
    Anbaumethoden experimentieren.
    Market Gardening oder Mikrofarming ist ein landwirtschaftliches Konzept, das auf
    intensiven, kleinflächigen Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst spezialisiert ist. Es
    konzentriert sich darauf, hochwertige, frische und saisonale Produkte lokal zu
    vermarkten, häufig direkt an Verbraucher, Restaurants oder über Wochenmärkte.
    Auch wenn wir selber keine Produkte verkaufen wollen, wollen wir doch die Ernte in
    der offenen Gemeinschaftsküche nutzen, die keine 5 Meter entfernt liegt. Kürzere
    Farm-2-Fork, also “Vom Bauernhof auf den Tisch”, gibt es nicht.
    Zwei Personen aus unserer Kerngruppe haben vor 2 Jahren die Tiny-Farm
    Akademie, wo Mikro Farming gelehrt wird, abgeschlossen und daraufhin im letzten
    Jahr in Brandenburg eine kleine Ackerfläche gepflegt. Weil das Interesse einiger
    Besucherinnen des Westfeld Gartens und auch von allen aus dem Kernteam so groß
    war, ist die Idee entstanden, dieses Konzept auch bei uns auszuprobieren und
    Interessierte Hands-On Erfahrungen zu ermöglichen. Angeleitet bzw. den Hut haben
    Janna und Johann, die beiden, die den Abschluss bei Tiny Farms gemacht haben.
    Es hat bereits ein erstes Kick-Off Event stattgefunden. Dabei wurde neben einer
    ersten Einführung der Ort gemeinsam definiert und eine 10 m × 10 m Folie
    ausgelegt, um das Gras zurückzudrängen. Gemeinsam wurde überlegt, welche
    Pflanzen für eine Bepflanzung bevorzugt werden.
    Werkzeuge und Materialien, die wir dafür brauchen sind unter andere: eine
    Schubkarre, Fahrradschloss für Schubkarre, Breitgabel, Rechen (ca. 70 cm),
    Plastikplane, Kompost, Hackschnitzel für Wege, Samen/Jungpflanzen, Pendelhacke.
    Die Werkzeuge werden in Kisten untergebracht. Dafür werden wir eine zusätzliche
    Lagerksite erstellen. Im Frühjahr werden weitere Planungstreffen stattfinden. Dabei
    können alle Anwesenden mehr über das Marktgärtnern erfahren. Für das Gärtnern
    im Sommer wird es regelmäßige feste Termine geben. Verantwortlich für die Nutzung
    ist die Marktgartengruppe, allen voran Janna und Johann.
    – Was für ein Bewässerungssystem wollt ihr aufbauen, wer wird das bauen und was
    für Materialen beantragt ihr dafür bei uns?
    Wir wollen ein automatisches Bewässerungssystem installieren, das über
    Tropfschläuche Wasser direkt an die intensiven Gemüsebeete abgibt. Aber auch für
    andere Flächen möchten wir das System nutzen. Wir haben letztes Jahr im August
    bemerkt, wie viel Zeit und Aufwand es ist, die große Fläche zu wässern, dabei geht
    auch viel Wasser verloren und es wurden auch nicht alle Pflanzen genügend und
    regelmäßig gegossen. Um Wasser und Energie zu sparen, und um den Pflanzen die
    richtigen Mengen Wasser an den kritischen Tagen zur Verfügung zu stellen, wollen
    wir ein automatisches Bewässerungssystem installieren. Dafür benötigen wir
    zunächst einen Verteiler, von dem Verteiler führen Schläuche dann zu den relevanten
    Beeten. Dort kann man sich dann entweder mit einem mobilen Schlauch anstecken
    und direkt vor Ort gießen (was den Aufwand um einiges erleichtert), oder wir stecken
    dauerhaft Tropfschläuche an. Über den Verteiler lässt sich dann einteilen, welche
    Beete wie regelmäßig und mit wie viel Wasser versorgt werden sollen. Dafür
    benötigen wir neben den Schläuchen auch die Verbindungsstücke, die T-Stücke und
    einen kleinen Bewässerungscomputer. Noch gibt es keine explizite Gruppe dafür,
    aber auch dieses kleine Teilprojekt wird in einem öffentlichen und kostenfreien
    Workshop geplant und umgesetzt.
    Außenküche
    – Bitte beschreibt kurz die Vereine, mit denen ihr beim Bau der Außenküche
    kooperieren wollt und was sie dazu beitragen.
    Das Torhaus Kochkollektiv, ein Teilprojekt von Torhaus e.V. kocht für und mit Community
    Veranstaltungen in Berlin und hat ihren Sitz am Flughafengebäude des THF. Sie betreiben
    eine eigene Küfa und möchten, wenn es die Saison erlaubt, diese Aktivitäten auf das
    Gelände der WFG ausweiten, um sie mit unseren Gartenaktionen zu verbinden. Die
    Zusammenarbeit zwischen uns und dem Torhaus Kochkollektiv lebt von
    gegenseitiger Unterstützung und Synergien: Sie haben bereits bei unseren Events
    gekocht, wir stellen ihnen Kräuter aus unserem Garten zur Verfügung und sie füttern
    unseren Wurmkompost mit Ihre Essensreste.
    Die Fliegerwerkstatt gehört zur social return Stiftung gGmbH und ist eine gemeinnützige
    Organisation, die mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund kleinere Holz- und andere
    Projekte umsetzt. Die Fliegerwerkstatt ist im Gebäude des ehem. Flughafens und unser
    direkter Nachbar. Wir freuen uns, die Fliegerwerkstatt zu unseren Projektpartnern zählen zu
    können.
    – Was genau plant ihr? Aus welchen Komponenten soll die Küche bestehen? Was
    davon baut ihr selber? Wer baut wann und wie viele können dabei sein?
    Gemeinsam möchten wir die Küche planen – der erste Workshop dazu hat bereits
    im November stattgefunden. Teil der Küche sollte in der Fliegerwerkstatt gefertigt
    werden, und ein Teil wird gemeinsam mit uns direkt auf der Fläche umgesetzt
    werden. Teilnehmen können bei unseren Veranstlatungen generell jeder und jede,
    die möchte. Eingeladen wird über den Newsletter und Instagram. Und demnächst
    auch auf einer Tafel vor Ort.
    Dies wird im Frühjahr stattfinden.
    Die Außenküche wird aus 3 Tisch Elementen bestehen ca. (2m*1m) mit
    abschließbarem Lagerbereich für Küchengeräte, eines davon mit integriertem
    Waschbecken.
    -Woher bekommt ihr die Ausstattung der Küche (Töpfe und Co)?
    Die Ausstattung möchten wir durch Spenden innerhalb unseres Netzwerks
    beschaffen, Open calls oder über Plattformen wie Kleinanzeigen.de für kleine
    Beiträge erwerben.
    Welche Gruppen können die Küche dann nutzen und wie plant ihr diese
    Nutzungs-Kooperation?
    Andere Initiativen sind herzlich eingeladen, die Küche zu nutzen, insbesondere für
    gemeinnützige, kulturelle oder soziale Projekte. Regelmäßige Kooperationspartner
    sind zu bevorzugen und können feste Zeiten oder vereinbarte Slots erhalten,
    während für einmalige Nutzungen eine flexible Abstimmung vorgesehen ist. Wir
    würden gern das es ein Ort werden kann für Workshops rum Lebensmittel (zB
    Fermentierung, Kombucha, Kochworkshops, Haltbarmachung, gesunde Ernährung
    etc) Gerne würden wir zusammen mit dem Ernährungsrat Berlin den Westfeld
    Garten zu einem LebensMittelPunkt gestalten.
    Agora
    – Wie sieht die Agora bisher aus und was wollt ihr noch dafür bauen?
    Unsere Agora besteht aus modularen Sitzelementen, die gemeinsam einen
    kreisförmigen Platz schaffen. Dieser Ort soll der Begegnung und dem Austausch
    dienen und Raum für Workshops und kleine Veranstaltungen bieten.
    Die ersten 3 Elemente wurden in öffentlichen Workshops auf dem Gelände in
    Kooperation mit der Holzwerkstatt Kernzone e.V. erstellt. In 2025 würden wir gerne 5
    weitere Elemente bauen.
    – Bitte fächert die Kosten für den Bau der Außenküche und die Agora weiter auf. Was
    für Materialien beantragt ihr bei uns und wie teuer sind diese?
    Küche: Gesamt 1500 €
    1200 Materialkosten, je Element 400 € (Stahl, Holz, Schrauben, Bootslack, Schlösser)
    300€ Herdplatte
    Agora: Gesamt 1000 €
    1000€ Materialkosten, je Element 200 € (Holz, Schrauben, Schleifpapier)
    Wir haben bereits ein einfaches Element der Küchenarbeitsfläche in 2024 zusammen
    mit der Fliegerwerkstatt geplant und umgesetzt. Dieses Element ist 1,20 m tief, 90
    cm hoch und 2 m lang. Es besteht aus einem Metallkonstrukt, einem Metallrahmen,
    auf dem oben drauf eine Arbeitsplatte und kurz über den Füßen eine zweite
    Abdeckplatte verschraubt wurde. Die reinen Materialkosten waren 300 €,
    Die drei weitere Küchenmodule müssen allerdings abschließbar sein und einige
    weitere Funktionen und Kriterien erfüllen, die wir bereits in offenen Workshops
    konkretisiert haben und noch weiter konkretisieren werden. Deswegen sind die
    geschätzten Kosten etwas höher gesetzt. Manche Einzelteile kriegen wir durch
    Spenden geschenkt, wie z.B. das doppelte Waschbecken mit Wasserhähnen. (mehr …)

  • Leipzig: Moorbeet im H17 fertiggestellt

    Abschließen konnten wir im Frühjahr aber endlich den Neubau des

    Moorbeetes im Eingangsbereich des Gartens! Im Anhang findest du Fotos.

    Letztlich hat Neudorff endlich torffreie Rhododendron- u. Hortensienerde

    im Angebot, mit annehmbaren Versandkosten – das als Tipp für andere

    Interessenten an Moorbeeterde. So konnten wir das Beet endlich befüllen

    und bepflanzen.

    Zusätzlich habe ich als Bildungsmaterial zum Mitnehmen von der

    Heinrich-Böll-Stiftungn Boden- und Mooratlanten bestellt, um über das

    Beet hinaus für die Thematik zu sensibilisieren und Besucher*innen die

    Möglichkeit zu geben sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

    (mehr …)

  • Kiel: Life Garten wird Waldgarten

    (Antrag, Antworten)
    Ja wir sind eine Gruppe, also ein Verein, der sich in AG’s organisiert. Im Lifegarten ist die AG Waldgarten tätig. Lifegarten und der Garten an der Alten Mu sind die beiden Gärten, richtig.

     Ich habe noch ein paar Nachfragen zum Lifegarten und zum Antrag: – Wie ist das in Kiel mit dem Pachten von Flächen in Kleingärten? Hat das jemand von euch privat gemacht oder können auch Vereine Flächen pachten? Wer zahlt die Pacht? Die Pacht wurde ursprünglich von Tanja, der Gartengründerin geleistet.
    Seit der Kooperation mit dem Permakulturzentrum (PKZ) wurde die Pacht geteilt.
    Seit Anfang 2024 besteht ein gemeinsamer Pachtvertrag mit Tanja und PKZ als Pächter:innen. Die Verpächterin ist die Stadt Kiel.
    Also ja, Vereine können das hier wohl auch.

     – Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig gärtnert, wie viele Menschen sagen „das ist mein Gemeinschaftsgarten?“, wie viele machen punktuell mit? „Mein Gemeinschaftsgarten“ würde ich sagen ca. 8 Menschen, wobei wir bei den wöchentlichen Treffen meist weniger sind, weil nicht alle jede Woche kommen. Punktuell, also mit den Wochenendevents steigt der Unterstützerkreis auf ca. 30 Menschen.  

     – was macht ihr im Winter? Im Winter kümmern wir uns um Infrastruktur. Also dieser Antrag fällt auch hauptsächlich in die Kategorie Winterarbeit. Z.B. Wird aktuell ein kleiner Fahrrad Unterstand errichtet. Oder eine Kleine Holzwerkstadt an dem Vereinsheim aufgebaut.

     – Infos zum Vereinsheim und Gewächshaus habe ich auf eurer Site nicht gefunden. Waren die schon da? Wie groß sind diese Gebäude jeweils? Was kommt bei euch ins Gewächshaus? Auf Instagram findest du Beiträge, die beides gut zeigen.
    Vereinsheim, Steinhaus, ca. 4x5m, war schon da, renovierungsbedürftig
    Gewächshaus, Neubau, bzw. Bau aus hauptsächlich recycelten Materialien, Grundfläche ca. 4×6,5m Höhe 4m, Baubeginn 2022, Erste Nutzung 2024, Aktuell in Finalisierung
    Aktuell wird es als Orangerie und Apfellager genutzt.
    Langfristig sollen auch im Sinne des Waldgartens größere Pflanzen (Bäume) permanent dort stehen, die wärmeres Klima brauchen.

     – Wie wird derzeit im Gewächshaus gelüftet? Es sind bereits 3 automatische (hydraulische) Fensterheber verbaut.
    Dadurch dass der Bau insbesondere bei den Fenstern aber noch nicht abgeschlossen ist, sind noch so große Lücken in den Wänden, das automatisch „gut“ gelüftet ist.
    Im Winter wird es jetzt dementsprechend kalt dort.

     – Was passiert auf der Waldbühne? Während der Treffen ist dort eine Sitzmöglichkeit.
    Bei Events wird die Bühne z.B. mit Musik oder Redner:innen bespielt.

     – Wie ist die Gruppe organisiert? Machen alle alles oder gibt es z.B. eine Gewächshaus-AG? Innerhalb der AG Waldgarten machen alle alles.

     – Hat jemand von euch einen Kettensägenschein? Wie viele Menschen aus eurer Gruppe können die Kettensäge nutzen? Wofür und wie oft wird die gebraucht? Tanja ist die einzige mit einem Schein. Es gibt Sägen verschiedener Größe, die nach Einweisung von Tanja auch ohne Schein bedient werden dürfen.
    Die Sägen helfen uns sowohl bei der Errichtung der Infrastruktur, als auch bei der Pflege der Bestandsbäume, oder beim Feuerholz machen. Sie werden sehr häufig genutzt. Auf dem Gelände gibt es viele Bäume und Sträucher.

     – Wie habt ihr bisher den Rasen gemäht? Der Rasen wurde bisher mit einem Verbrenner-Rasenmäher gemäht. Der fällt jedoch altersbedingt auseinander und ist nun nicht mehr nutzbar. Reparatur ist leider unwirtschaftlich und ein Verbrenner auch nicht mehr gewünscht. Aufgrund der Hanglage und der verwinkelten Bepflanzung haben wir uns für einen Akku-Rasenmäher als Nachfolgegerät entschieden.

     – Was für Farbe wollt ihr nutzen? Es handelt sich dabei hauptsächlich um Holzschutzfarbe und Farbe für Rauputz. Teilweise weiß, vor allem beim Gewächshaus jedoch in verschiedenen Pastellfarben. Wir achten auf natürliche Inhaltsstoffe. Was im herkömmlichen Baumarkt nicht zu finden ist, besorgen wir im Naturbauhaus. Das ist in Kiel wirklich gut sortiert und man wird gut beraten.

     – Welche Finanzierungsquellen hattet ihr bisher Im Lifegarten wurde zunächst alles privat finanziert.
    Seit der Kooperation mit dem PKZ wird auch das Vereinsbudget genutzt. Das wiederum finanziert sich durch Beiträge, Workshops und Events.  
    Es wurde auch ein Teil einer Förderung der BINGO Umweltlotterie für den Bau des Gewächshauses verwendet.

    Der Lifegarten ist ein offener Austauschort für alle interessierten Menschen aus Kiel und
    Umgebung. Es ist ein Gemeinschaftsgarten mit Beteiligung des Permakulturzentrums Kiel.
    Ein Schwerpunkt des Lifegartens ist das Thema „Waldgarten“, denn er ist selbst als ein
    solcher konzipiert. Offene Gartentreffen finden immer dienstags und donnerstags, sowie
    jeden ersten Samstag im Monat statt. Die bestehende Infrastruktur umfasst u.a. ein Mini-
    Vereinsheim, eine Komposttoilette, eine Waldbühne und ein großes Gewächshaus. Mehr auf
    der Website lifegarten-kiel.de.
    Ziele
    Mit diesem Förderantrag sollen an der genannten Infrastruktur
    Instandhaltungsmaßnahmen zur Erhaltung, sowie bauliche Maßnahmen zur Finalisierung
    des Gewächshauses realisiert werden. Ein weiteres Ziel ist die Pflege des Waldgartens bzw.
    der Grünfläche, die die heranwachsenden Bäume verbindet.
    Inhalt und Maßnahmen
    • Streicharbeiten an Vereinsheim, Komposttoilette, Gewächshaus und Waldbühne
    • Statische Aussteifung Gewächshaus
    • Fertigstellung der Fenster des Gewächshauses
    • Beschaffung eines elektrischen Akku-Rasenmähers
    Die Arbeiten sollen gemeinschaftlich von den ehrenamtlichen Mitgliedern des
    Permakulturzentrums Kiel durchgeführt werden.


    (mehr …)

  • Niederurff: GG_Gruppe will Graswucherungen begegnen

    (ANtrag, Antworten)

    der GG Niederurff (dörflich) beantragt 2200 Euro für die Ausrüstung der Beete mit Stahlkanten. Grund: sie gärtnern naturnah und die Wiese/das Gras (auf den Wegen und andern Flächen) wuchter immer wieder stark in die Gemüsebeete, die Gärtner*innen müssen mit viel Zeit die Beete von Gras und unerwünschten Beikräutern säubern. Sie hatten mal Holzkanten, die sind schnell verrottet.

    Sie würden gebrauchte Kanten zusammensuchen (aus verschiedenen Quellen).

    Fragen und Antworten

    GemeinschaftsGarten Niederurff

    • Wie viele Beete gibt es bei euch? Und sind diese Gemeinschaftsbeete? Wie groß sind die Beete? Was wird darauf angebaut und wie geht ihr mit der Ernte um?

    Der gesamte Garten inklusive aller Gemüsebeete, Obstbäume und –büsche, Hecken sowie Wild-Stauden/blumenbeete werden gemeinschaftlich gepflegt, bewirtschaftet und auch beerntet. Jede/r kann so viel nehmen wie er/sie braucht; wir versuchen reichlich anzubauen und verschenken an Nachbarn/Freunde falls wirklich mal was zu viel ist. Alle Gemüsebeete werden gemeinschaftlich bestellt und beerntet; es gibt keine individuell zugeordnete Beete. Für einzelne Kinder des Gemeinschaftsgartens hatten wir vor ca. 10 Jahren versuchsweise individuelle Beete angelegt, doch die Kinder konnten das Interesse daran nicht langfristig aufbringen. 

    Es gibt insgesamt 6 ebenerdige Gemüsebeete mit einer Länge von 10 m und einer Breite von ca 1 -1,5 m. Auf einem der 6 großen Gemüsebeeten steht unser Hochbeetkubus und eine Ecke davon ist Kräuterbeet für mehrjährige mediterrane Kräuter. Daneben gibt es 2 weitere ebenerdige Beete von ca. 5 m Länge und 0,8 bzw 1m Breite. Außerdem gibt es zwei Hügelbeete am Zaun von ca. 4 m Länge und 60 cm Breite (unser „Schlamperkompost“, auf den wir Kürbisse setzen). Daneben gibt es drei Hochbeete (4×2 m, 5mx1,8m, 1,5mx1,5m). Des weiteren haben wir ein Gewächshaus mit 3 Beeten 5mx0,8m.

    Es gibt 1 kreisrundes Wildblumen-/staudenbeet ca. 5m Durchmesser und ein Staudenbeet ca 10m Länge x 0,8-2,5m Breite, daneben dürfen Wildblumen in der Wiese wachsen und als Beikräuter in den Gemüsebeeten; bzw. werden die (Wild)blumen, wenn sie stören, aus den Gemüsebeeten in unser Wildblumenbeet gesetzt.

    Wir bewirtschaften 5 der 10 Meter langen  und eines der 5 Meter langen Gemüsebeete (2×3) in einer 3 Felderwirtschaft. Wobei auf dem breiten 10 Meter langen Gemüsebeet ein Bereich für die Tomaten reserviert ist. Die drei Felder sind rotierend möglichst mit Mischkulturen bepflanzt: Feld A: Zuckererbsen/Spinat, Feld B: Bohnen/Mangold, Feld C: Zucchini bzw. Möhren/Zwiebeln/Rote Beete (leider funktionieren die am Wenigsten…bzw. werden von unseren Wühlmäusen gefressen). Wir pflanzen Mischkulturen und möglichst nach der Ernte im Juni/Juli/August eine 2. Tracht aus Feld- Asiasalat und Winterportulak (letzen beide säen sich selbst immer wieder aus, bzw. werden die Samenstände von uns auf die Gemüsebeete berteilt). Bei der Bepflanzung gibt es immer wieder spontane Ergänzungen, wenn wir z.B. von Freunden, wie dieses Jahr Kohlpflanzen geschenkt bekommen, oder Knoblauch so reichlich kommt, dass sind wir sie in größeren Abschnitte vereinzeln können. Oft werden Salatsetzlinge aus den Hochbeeten auf freie Flächen der Gemüsebeete gesetzt. 

    Auf den Hochbeeten wachsen vor allem unsere Salatschulen und Pflücksalate in Mischkultur mit Knoblauch. Dieses Jahr wächst als 2. Tracht Mairübchen und blauer Rettich. 

    • Können noch weitere Beete entstehen?

    Die Anzahl der Beete sind momentan für uns ausreichend. Bei Schöpfverbot in trockenen Jahren verzichteten wir auf das Einsäen einer 2. Tracht oder wenn zu viele aus der Gruppe gleichzeitig abwesend sind.

    • Wie macht ihr Öffentlichkeitsarbeit?

    Führungen, Vorträge und Berichte über besonderer Aktionen wie Igelauswilderung/ Natur im Garten Zertifizierung/ naturnahes Gärtnern/ Ehrenamtspreis werden in der ortsansässigen Presse HNA angekündigt und veröffentlicht; ebenso auf der ortsbezogenen App (meinOrt Bad Zwesten), sowie auf unseren Webseiten: www.alte-pfarrei-niederurff.de; www.art-garten.de; Seit diesem Jahr haben wir auch einen Instagramkanal: gemeinschaftsgartenniederurff, den ich wöchentlich bestücke. Daneben plakatiere wir Ankündigungen für Vorträge und die Führungen in Bad Zwesten und Umgebung und versenden die Ankündigungen auf unsere Verteilungslisten per mail oder Messenger.

    • Wie kann man mitmachen, wie sind Informations- und Entscheidungswege?

    Alle Gemeinschaftsgartenmitglieder sind in einer Messenger-Gruppe und darüber werden die wöchentlichen Treffen angekündigt und viele weitere Informationen, wie gelungene Fotos, neue Igel etc. geteilt. Einmal jährlich findet ein Jahresrück- und Vorblick mit gemeinsamen Essen und Feier statt. Freunde der Gemeinschaftsgartenmitglieder können ungefragt bei den wöchentlichen Treffen mitgebracht werden. Über den Gartenzaun finden viele informelle Gespräche statt. Die viermal im Jahr stattfindenden Führungen sind kostenfrei und können ohne Voranmeldung besucht werden.

    Wenn Mitglieder aus der Gruppe wegziehen, sprechen wir Dorfmitglieder an, ob sie mitmachen wollen. Wenn jemand anfrägt, ob er mitmachen kann, wird in der Gemeinschaftsgartengruppe besprochen, ob alle es sich vorstellen können. Den Anfragenden werden unsere Minimalanforderungen mitgeteilt (Kommen und gemeinschaftliche Treffen, Low-Budget und Teilen der Kosten). Im ländlichen Bereich haben oft einzelne Familien ihren eigenen Garten, so dass das gemeinschaftliche Denken ziemlich neu ist. Viele unserer Mitglieder sind zugezogene mit WG-Erfahrung. Wir begreifen uns als Siedlungsgemeinschaft, wo einzelne Paare/Familien/Einzelpersonen eine Haus/Wohnung haben und der gemeinschaftliche Treffpunkt der Gemeinschaftsgarten ist. Niederurff hat 400 Einwohner, von daher ist unser Garten mit bis zu 14 Personen ein schöner Zusammenschluss. 

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell? Wie finanziert ihr bisher eure Ausgaben?

    Wir versuchen Low-Budget mit z.B. Heckenstecklingen von Freunden, im Tausch oder Upcycling, Pflanzentausch. Sperrmüllmöbel oder gebrauchte Geräte (z.B. Häcksler): Das Gewächshaus brachte unser Mitglied Stefi mit und ist aus Paletten, Alten Fenstern; das einzig gekaufte war die Dachfolie usw. Wir versuchen auch Samengewinnung aus unseren Gemüsepflanzen.

    Unsere Ausgaben werden am Jahresende zusammengezählt und durch die Anzahl der Untergruppen geteilt; bei sozialer Härte werden Lösungen gesucht. Kosten entstehen für Samen, Rasenmäherreperaturen, Benzin; sehr selten größere Anschaffungen wie eine Wasserpumpe usw….früher noch jährliche Pacht. Heute Eigentum, ohne Erhebung einer Beteiligung. 

    • Wie wird die Gemeinschaft durch die Beeteinfassungen gestärkt?

    Die Gemeinschaft wird vor allem durch die Aktivität die Beeteinfassung in mehreren Aktionen einzubauen gestärkt. Außerdem verringert es die Frustration des jährlichen Grasentfernens, und erhöht die Motivation der Beetpflege in der Gruppe. Durch die nachhaltige sehr langfristige Gestaltung wird der Gruppenzusammenhalt über Jahre gestärkt und der Pflegeaufwand der Beetbestellung reduziert, da mehr Zeit für Einsäen und anderes bleibt.   

    • Wie viele Meter wollt ihr mit Stahlkanten ausrüsten? Bzw um wie viele Stahlkanten handelt es sich?

    Insgesamt sollen 5 der großen ebenerdigen Beete mit Stahlkanten ausgerüstet werden. Also 5 mal 10 m Länge mit 1 m Breite ergeben pro Beet 22 Meter Stahlkante, entsprechen 110 Meter Stahlkante insgesamt.

    • Gibt es keine Alternativen, das ist sehr viel Geld für Beeteinfassungen? (Ich kann dir auch noch nicht sagen, ob wir das überhaupt fördern)

    Alternative wären ggf. Holzeinfassungen mit wenig verrottbaren Hölzern. Robinie 200cm x 26-30 cm kommt dabei auch auf einen Preis von 53 € (kurze Recherche Netzt); sprich 23 € der Meter. (Robinie wäre für eines unser Hochbeete, das sich langsam auflöst sicherlich ein lohnendes Projekt….)

    • Ich verstehe die beiden Beispiele nicht, das sind ja ganz unterschiedliche Summen?

     Die beiden Beispiele sind gebrauchte Stahlkanten, die es natürlich nur in geringen Meter als Einzelkauf gibt. Für die 110 Meter müssten wir dann bei verschiedenen Anbietern alles zusammenpuzzeln über die Zeit, was es an Stahlkanten gibt.


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  • Gadebusch: Gemeinschaftsgarten auf Kleingartenparzelle entsteht

    Die Gelder sollen genutzt werden, um das Gartenhaus zu renovieren und die Wege zu sanieren, zusätzlich sollen davon Blumen und Sträucher angeschafft werden und fehlende Gartengeräte.  Die Förderung unterstützt uns die Menschen an der Gartenarbeit zu motivieren und mit Spaß und Freude zu Gärtnern und das Projekt Garten der Begegnung anzunehmen. 

    Klimastiftung MV hat sie auch schon gefördert: https://klimastiftung-mv.de/projekte/garten-der-begegnung/

    • Wie offen zugänglich ist die Kleingartenanlage, in der der Garten entstehen soll?
      • Der Garten in frei zugänglich in der KGA von mehreren Seiten 
    • Gibt es ein Schild am Eingang der Anlage oder an der Parzelle, die auf den Gemeinschaftsgarten hinweist?
      • Nein noch nicht soll aber noch kommen am Eingang der Anlage 
      • Am Garten hängt schon ein Banner, dieses wird noch ergänzt mit der Aufschrift Garten der Begegnung 
    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten mit plant, wie groß die Gruppe, die gärtnern möchte? Wie haben die Gärtner*innen von dem Projekt erfahren? Wie kann man mitmachen?
      • Die derzeitige Planungsgruppe besteht aus 5 Personen 
      • Derzeit vorwiegend über Mundpropaganda und zum Teil auf unserer Webseite, diese wird aber auch noch überarbeitet 
      • Mitmachen kann man in dem man kommt und mitmacht.  
    • Wie soll die Fläche genutzt werden? Wie viele Beete soll es geben, was soll noch an Infrastruktur geschaffen werden, was gibt es schon? Soll es individuelle Beete geben oder soll alles gemeinschaftlich bewirtschaftet werden?
      • ca 50-75 m2 sollen als Beete genutzt werden, der Rest Gartenhaus und  Sitzbereiche und Grill
      • es soll alles gemeinschaftlich bewirtet werden
    • Was passiert mit der Ernte?
      • die Ernte wird entweder zusammen gekocht oder jeder der kommt nimmt sich das was er benötigt mit, 
      • Sollte was übrig bleiben oder nicht zu verwertet werden so soll dies in eine Tauschbörse kommen die noch auf dem Gelände gebaut wird am Gartenzaun 
    • Wie laufen die Informations- und Entscheidungswege? Wer entscheidet, was wo angebaut wird etc.?
      • dies wird Saisonbedingt entschieden, in einem Partizipativenprozess
    • Beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?
      • Mit individuellen Spenden, es soll ein Angebot sein wo jeder sich ohne Kosten beteiligen kann. 
    • Was wird in dem Gartenhaus passieren?
      • – in dem Gartenhaus ist auf der einen Seite das Lager und auf der anderen Seite ist ein Raum in dem bei Schlechtem Wetter sich getroffen werden kann und Kaffee und Kuchen gegessen werden kann bzw. die gekochten Sachen aus dem Garten. 
    • B
    • In wieweit sind die Gärtner*innen an den Arbeiten beteiligt? (Wir fördern ja Vorhaben, die dann von der Gartengruppe im Garten (mit) umgesetzt werden).
      • Die gartengruppe führt dieses Projekt mit durch. 
    • Wann in 2025 wollen sie loslegen?
      • voraussichtlich ab März 2025

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  • Hamburg: Obstbaumschnitt und Zusammenkunft im Winter

    (Sachbericht)

    Wir haben in einen tollen Baum- und Gehölzschnittworkshop abhalten können, der mit 22
    Teilnehmer*innen sehr gut besucht war. Wir haben die Werbung für den Workshop lediglich
    intern über unseren Newsletter geschickt und haben eigentlich mit weniger Leuten
    gerechnet. Aber das Thema hat wohl einen Nerv getroffen und so kamen trotz Kälte am
    03.Februar so viele Menschen zusammen. Unsere Workshopleitung hatte sich noch
    Unterstützung mitgebracht und so konnten auch wirklich alle einmal selbst Hand anlegen.
    Ohne die Sägen, Astscheren und die Axt wäre das nicht möglich gewesen. Es ist durchweg
    gut gelaufen, ein Glück hatte die Kochgruppe genügend Essen gekocht, so konnten wir alle
    Teilnehmenden auch noch mit Suppe versorgen. Die Werkzeuge sind nun in unserer
    Werkstatt untergebracht. Nach einer kleinen Einweisungen können sich alle Gärtner*innen
    die Werkzeuge ausleihen. Im Anhang findet ihr Fotos des Workshops.

    Die zweite Förderung von der anstiftung haben wir für unsere Winter- und
    Frühlingskochreihe „Kochen am offenen Feuer“ erhalten. Mit unserem neuen Dreibein und
    den passenden Töpfen haben wir die Samstage am Feuer verbracht. Die Idee eines
    Angebotes, dass auch im eher leeren Gartenwinter einen Ort zum Zusammenkommen
    bietet, ist gut angekommen. Da wir eine gelernte Köchin als Anleitung hatten, haben einige
    das Angebot auch genutzt um sich den einen oder andren Kochtrick abzuschauen. Das
    Angebot war gut besucht, je nach Wetter hätten es aber auch noch mehr Teilnehmende sein
    dürfen. (mehr …)

  • Freiburg: Klimagarten baut Wasserspeichermögliuchkeiten aus

    (Antrag/Antworten)

    Anfang des Jahres hatten wir 200 Euro bewilligt.
    Sie haben nun eine nachhaltigere Lösung gefunden (gar keine Plastikplane mehr, nur noch eine Holzkonstruktion, konkret Bau eines Tomatendachs, das mit einer Regenrinne versehen wurde, sodass das Wasser kontrolliert ablaufen und im Container zur Wasserspeicherung landen kann) und diese auch schon zusammen mit einer Schulklasse gebaut.

    Wir sind ein fester Kern von
    etwa 12 Personen und in der Großgruppe etwa 30 Personen. Neuinteressierte kommen je
    nach Saison dazu. Wir haben feste Gemeinschaftstage an Samstagen und regelmäßige
    Gartenbesprechungen, gemeinsame Feste und machen zusammen Ausflüge. Dadurch
    wird die Gruppengemeinschaft gepflegt und es ist gewährleistet, dass es Möglichkeiten
    der Begegnung gibt und nicht einfach jeder für sich alleine gärtnert. Zudem gibt es
    Gemeinschaftsbeete, welche von der Gesamtgruppe organisiert und bewirtschaftet
    werden. Neuinteressierte sind eingeladen an den Aktionstagen dazuzukommen und so die
    Gruppe kennenzulernen. Dann wird gemeinsam besprochen, ob die Person bestimmte
    Aufgaben übernehmen kann und nach einiger Zeit zum Beispiel ein eigenes Beet pflegen
    möchte und kann.
    Bisher bewässern wir unseren Garten mit dem Wasser aus dem angrenzenden Bach. Das
    wird bisher stillschweigend geduldet. Jedoch war der letzte Sommer sehr trocken und
    daher suchen wir eine langfristige und schonende Möglichkeit der Bewässerung. Hierfür
    haben wir bereits einen Antrag auf Finanzierung einer Wasserspeichermöglichkeit bei
    Anstiftung gestellt und bewilligt bekommen. Ein Dach aus Plexiglas auf Holzpfosten mit
    Regenrinne aus Metall zur Ableitung des Regenwassers konnte bereits realisiert werden.
    Hierfür wurden die von der Anstiftung bereits bewilligten 200 Euro verwendet. Nun
    möchten wir einen IBC Container anschaffen, in dem das vom Dach abgeleitete
    Regenwasser aufgefangen werden kann. Anschließend soll der Container an Rankhilfen
    mit Mini-Kiwis und Mirabellensträuchern bepflanzt werden. (mehr …)

  • Berlin: viele Gärtner*innen im GG Fischerinsel

    die meisten Menschen haben wir einerseits durch Werbung über das Kreativhaus erreicht. Es gab 1-2 Monate vorher Aushänge und es wurde ins Programmheft aufgenommen, auch viele Menschen direkt angesprochen.

    Andererseits hat der entstehende Garten Interesse geweckt, sodass Menschen, die vorbeikamen, direkt gefragt haben, ob sie mitmachen können.

    Von dem restlichen Geld wollen wir in jedem Fall noch wie beantragt eine Naschhecke anlegen mit Beerensträuchern. Zudem besteht der Wunsch in der Gartengruppe einen Wurmkompost zu bauen. Hierfür gibt es eine Gruppe, die sich mit dem Bau und der späteren Anwendung auseinandersetzt, Anleitungen recherchiert sowie eine Auflistung von Materialien und Kosten erstellt. Beides wollen wir im Herbst angehen.

    Im Sommer haben wir noch ein etwas größeres Projekt vor der Brust. Und zwar gibt es auf dem Gelände den kleinen Lehmofen, der aber leider nicht funktioniert, da weder Lehm noch Schamotte oder sonstiges hitzespeicherndes Material verbaut wurde. Wir wollen diesen Lehmofen aus größtenteils upcycling Materialien neu konstruieren. Auch hier ist eine Sichtung der bereits zur Verfügung stehenden Materialien sowie Auflistung von Material, welches noch angeschafft werden muss, in Arbeit.

    Sollte noch Geld übrig sein, würden wir gerne noch Pilzbeete anlegen (mehr …)

  • Freiburg: kleiner GG entsteht im ländlichen Gebiet

    (Antrag, ANtworten)

    auf einer Grünfläche des Junghof Kappeln (bei Freiburg), entsteht ein kleiner Gemeinschaftsgarten auf 50m². Auf dem Hof/in der Umgebung leben viele Familien

    Es gibt eine 15-köpfige Gruppe (Wir sind aus der Nachbarschaft ca. 10 Erwachsene und 7 Kinder und 5 Jugendliche,
    welche die Fläche nutzen
    ) die zusammen gärtnern möchte und weitere Menschen sind interessiert.
    Es sollen ab und an Workshop stattfinden, Wissen und Kräuter geteilt werden.
    Die Kräuter sollen allen Beteiligten zur Nutztung zur Verfügung stehen und werden gemeinsam gepflegt. Ab und zu sollen
    kleine Workshops zu Pflanzenwissen und -verarbeitung im Garten tattfinden, zu denen auch Menschen aus der Umgebung eingeladen sind
    welche sich neu für den Garten interessieren.

    Die Gruppe möchte eine Kräuterspirale und ein Hochbeet bauen. Sobald das dann gebaut ist, wollen sie auch noch sichtbarer werden.

    Größe der Kräuterspirale: Durchmesser 3 Meter, Höhe 1,70 Meter.

    Größe Hochbeet: Höhe 60 cm, Länge 2m, Breite 1m

    Die Fläche ist momentan bewachsen mit Zierpflanzen und Gras. Die Altlasten gibt es im gesamten Tal aufgrund des mittelalterlichen Bergbaus. Es gibt aber auch schon Blumen, Beeren, Kräuter und Obst wachsen, die aber aufgrund des belasteten Bodens nur wenig beerntet werden.

    Es gibt eine Nutzungsvereinbarung ohne konkrete Frist.

    Sobald der Garten angelegt ist, wird im Gemeindebürgberblatt, auf der Webseite des Junghof, auf der Infotafel des Junghof, Mündlich, auf der Seite urbanes-gaertnern-freiburg.de, im Newsletter der urbanen Gärten Freiburg und weiteren Social Media Kanälen über den Garten und die Möglichkeit mitzumachen informiert. Zum Bau der Kräuterspirale und des Hochbeets wird über einige dieser Kanäle dann vorher schon eingeladen.

    Der Hof wird täglich von vielen Menschen besucht, auch aus der Gemeinde Kappel und aus der Region sowie von weiter weg. Es gibt hier viele kulturelle Veranstaltungen und wir möchten vor allem Menschen aus der Nachbarschaft, d.h. Kappel und der Molzhofsiedlung zum Mitgärtnern einladen. Einige haben bereits zugesagt. Die Fuß- und Radwege von dort zu uns sind nur ein paar Minuten.

    Wir wollen uns dann über eine Chatgruppe und viermal im Jahr ein Orgatreffen organisieren, alle Aktiven entscheiden im Konsent mit Vetorecht des Vereinsvorstands des Junghof, von dem wir die Fläche zur Verfügung gestellt bekommen. Es wird Aktionstage und Workshops geben sowie Gartentage, wahrscheinlich einmal pro Monat oder öfters, dazu individuelle und spontane Pflegeaktionen.

    Das Werkzeug wird in einem Schuppen neben der Fläche untergebracht, so dass alle Zugang haben, das Wasser falls nötig kommt aus einem Anschluss in der Nähe, ein Wasserhahn der an eine Quelle angeschlossen ist.

    Spirale und Hochbeet bauen alle die bereits Teil der Gartengruppe sind zusammen mit weiteren Helfer*innen aus der Nachbarschaft.

    Wenn weitere Kosten anfallen, werden wir kleine Beträge von allen Aktiven einsammeln, um sie zu finanzieren. Z.B. für weitere Pflanzen und Werkzeug.

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  • Halle: GutAlaune baut Planetengarten auf

    (Antrag, Antworten)

    Seit Anfang 2023 baut das Jugendarbeitskollektiv JutAlaune in Kooperation mit der Stadt Halle einen
    Gemeinschaftsgarten in Trotha auf. Das Gelände hat eine Fläche von ca. 3000 m 2
    , mit vielen
    Laubbäumen und Sträuchern. Historisch gehörte das Gelände ehemals zur Schule und zur
    angrenzenden Feuerwehr. Auch ein Fußballplatz soll hier mal gewesen sein. Das städtische
    Grundstück liegt mitten im Wohnviertel und ist durch einen Zaun und ein großes Tor umrundet. Auf
    dem Grundstück steht ein ausgebauter Bauwaagen, in dem auch gekocht werden kann. Der
    Bauwagen verfügt über Solarmodule auf dem Dach, sodass ökologischer Strom genutzt werden kann.
    Die Zugänglichkeit des Grundstücks außerhalb des regelmäßigen offenen Gartens für GärtnerInnen
    ist durch eine Schlüsselbox und einen zweiten Eingang mit Zahlenschloss gegeben. Der Ost bietet viel
    Raum für Gestaltung und Ideen aus der Nachbarschaft. Das Ziel dieses Projektes ist es, gemeinsam
    mit den AnwohnerInnen einen Begegnungsort zu schaffen, in dem gegärtnert, gebaut, ausprobiert
    und sich ausgetauscht werden kann.
    III. Die Visionen & Umsetzung
    Bei einem Workshop mit Menschen aus der Nachbarschaft haben wir Ideen und Wünsche für die
    Gestaltung des Gartens gesammelt. Die Wünsche an den Ort sind vielfältig und reichen von
    gemeinsamen gärtnern bis hin zu einem Nachbarschaftscafé und Veranstaltungen, wie gemeinsame
    Feste. Etabliert haben wir bisher einen festen Gartentag am Donnerstagnachmittag. Hier sind alle
    Menschen eingeladen, die den Garten kennenlernen möchten, gärtnern möchten oder auch einfach
    nur den Schatten der Bäume genießen wollen. Momentan kommen zum offenen Gartentag immer 2-
    3 Menschen, wobei manche Menschen regelmäßig kommen und auch immer neue Gesichter dabei
    sind. Zusätzlich zu den regelmäßigen Gartentagen gibt es regelmäßige Mitmach- Tage, an denen wir
    bestimmte Projekte im Garten angehen. So ist im letzten Jahr zum Beispiel mit Kindern ein Lehmofen
    entstanden, in dem Pizza und Brot gebacken werden kann oder es wurden mit Nachbarinnen und
    Nachbarn neue Beete und ein Naschgarten mit Beerensträuchern angelegt. Die Informationen zu den
    Aktionen streuen wir über Aushänge im Schaukasten vor dem Grundstück und angrenzenden Läden,
    über einen Telegram Kanal und unseren E-Mail Newsletter. Bei größeren Aktionen kooperieren wir
    mit der Bürgerstiftung und der Freiwilligenagentur Halle. Im vergangenen Schuljahr haben wir
    außerdem die Garten AG des Horts betreut und hier vielfältige Angebote für die Kinder geschaffen.
    Das Gelände ist nicht versiegelt und es gibt keine festen Wege. Der humose Boden eignet sich dafür
    Beete zum Teil direkt in der Erde anzulegen. An anderen Stellen wiederum ist das Anlegen von
    Hochbeeten geplant, um das Gärtnern auch für eingeschränkte Menschen attraktiv zu gestalten. Eine
    Vision ist es außerdem den Garten möglichst barrierefrei zu gestallten. In einem Bau-Workshop soll
    eine rollstuhlgerechte Terrasse entstehen, wir wollen gemeinsam mit Jugendlichen ein
    rollstuhlgerechtes Hochbeet bauen und die Hauptwege im Garten für die Nutzung mit Rollstuhl und
    Rollator ebnen. Eine weitere Vision ist es, dass der Garten und damit der Raum auch zukünftig von
    anderen Vereinen und Initiativen genutzt wird.
    IV. Das Team
    Das Team besteht momentan aus 4 Personen, die sowohl die Organisation des Gartens als auch die
    Umsetzung der offenen Gartentage und Aktionstage als Aufgabe hat. Wir organisieren uns kollektiv
    und übernehmen je nach Kapazitäten verschiedene Aufgaben. Zu dem festen Team kommen die
    Nutzerinnen und Nutzer des Gartes. Momentan haben wir zwei private Beete vergeben. Zu den
    offenen Gartentagen (Do Nachmittag) kommen im Schnitt 3 -4 Personen, wobei es sich hier nicht
    immer um dieselben Personen handelt. Unsere Mitmach-Tage sind mit 5-10 Personen auch immer
    gut Besucht. Wir sind bemüht den Garten in der Nachbarschaft noch mehr zu bewerben. Bis Ende Juli
    läuft noch eine Förderung der PostCode Lotterie. Um die Arbeit in dem Umfang fortsetzten zu
    können suchen wir momentan noch nach passenden Fördermöglichkeiten und schreiben Anträge.
    V. Kooperationen & Vernetzung
    Wir sind in der Stadt gut vernetzt mit der Freiwilligenagentur, der Bürgerstiftung und dem
    Freiraumbüro Halle und stehen im Austausch mit dem Quartiersmanager von Trotha. Außerdem ist
    die evangelische Gemeinde sehr wichtig für den Zusammenhalt im Viertel. In den Sommermonaten
    finden die regelmäßigen Quartiersrunden hier im Garten statt. Außerdem gab es im Schuljahr
    2023/2024 eine Kooperation mit dem Hort Delta. Eine Vernetzung der Gemeinschaftsgärten in Halle
    ist in Planung und soll noch dieses Jahr angestoßen werden. Ab Juni wird der Verein KrimZkrams e.V.
    auf der Fläche einen Bauspielplatz etablieren, sodass die Fläche dann gemeinsam genutzt wird. Mit
    der Etablierung des Bauspielplatzes ändert sich die rechtliche Grundlage der Flächenpatenschaft hin
    zur offiziellen Miete der Fläche beim Grünflächenamt der Stadt (Halle), was für uns eine
    Langfristigkeit des Projektes garantiert. Ein großer Vorteil der Kooperationen, vor allem durch den
    Bauspielplatz, ist die erhöhte Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Fläche für die Nachbarschaft.
    VI. Material & Zweck
    Wir möchten mit den Materialien zum einen Möglichkeiten für die Nachbarschaft bieten, sich
    einzubringen und selbst tätig zu werden und zum anderen zum Verweilen einladen. Wir möchten so
    einen Raum schaffen, der von der Nachbarschaft als Begegnungsort angenommen und genutzt wird.
    Trotha ist ein Stadtteil in Halle, mit einem Defizit an Infrastruktur für soziale Projekte und sozio-
    kulturelle Räume. Gleichzeitig ist dieses Stadtgebiet geprägt von sozial schwachen Strukturen und
    benachteiligten Anwohnenden. Wir möchten durch Workshops und gemeinsame Bauaktionen
    Wissen vermitteln und die Teilnehmenden so befähigen auch selbst Ideen zu entwickeln und
    umzusetzen. Dabei legen wir Wert auf eine Kreislaufwirtschaft und möchten den Menschen über
    Upcycling sowie Reparatur und Wiederverwendung von Materialien nachhaltige
    Gestaltungsmöglichkeiten näherbringen. Die finanziellen Mittel über die Förderung der anstiftung
    sollen in den gemeinsamen Bau von Infrastruktur fließen (barrierefreie Terrasse für
    Nachbarschaftskaffee, Hochbeete & Bänke). Außerdem möchten wir mit Hängematten und einer
    Tischtennisplatte das Gelände beleben und Anreize zum Aufenthalt auf der Fläche schaffen. Für den
    Gemüse- und Obstgarten möchten wir Pflanzen kaufen und diese auf gut vorbereitete Beeten mit
    Kompost versorgen. Zur Grundstückspflege benötigt es noch weitere Gartenwerkzeuge und da wir
    momentan noch nicht über einen Wasseranschluss verfügen brauchen wir weitere Infrastruktur zur
    Bewässerung der Beete

    1. Was sind die Rahmenbedingungen für eine Grünflächenpatenschaft?
      Die Grünflächenpatenschaft läuft direkt über einen Vertrag mit der Stadt Halle, vertreten durch den Oberbürgermeister. Patenschaften können von Einzelpersonen, Nachbarn, Gruppen, Vereinen oder Schulklassen übernommen werden. Die Gestaltung der Flächen ist dabei sehr individuell. Die Fläche gehört weiterhin der Stadt, gestaltet und gepflegt wird sie aber von der oder dem Paten. Vertraglich wurde die Entstehung eines Stadtteilgartens festgeschrieben.Die Patenschaft wird noch in diesem Jahr in ein Mietverhältnis umgewandelt. Die Fläche wird dann von dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V.  gemietet und wir werden einen Kooperationsvertrag mit zugehörigem Untermietvertrag erhalten. Die Kosten für die Miete trägt die Stadt Halle selbst. Hier steht der Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. im Kontakt mit der Stadt Halle (Saale). Das Projekt Bauspielplatz wird in einem bestimmten Bereich des Geländes stattfinden (ca. 600 qm).
    1. Ist die Nutzung der Fläche befristet?
      Die Nutzung der Fläche (momentan über die Patenschaft, später über einen Mietvertrag) ist nicht befristet und das Projekt ist auf lange Sicht angelegt.
      Durch das kommende Mietverhältnis haben wir außerdem mehr Rechte und eine langfristige Perspektive. Auch die Stadt ist sehr an einer nachhaltigen Nutzung der Fläche interessiert. Der Bauspielplatz auf der Fläche ist Teil der städtischen Kinder- und Jugendarbeit im Trotha.
    1. Gibt es eine Ansprechperson in der Stadtverwaltung für Gemeinschaftsgärten?
      Es gibt keine Ansprechperson explizit für Gemeinschaftsgärten in der Stadtverwaltung. Unsere Ansprechpersonen setzten sich zusammen aus dem Quartiersmanagement ( Gregory Ward, quartiermanagement@halle.de, dem Dienstleistungszentrum Bürgerbeteiligung, der Bürgerstiftung und dem Grünflächenamt)
    1. Geht die Kooperation mit der Stadt über die Grünpatenschaft hinaus? Beteiligt sich die Stadt finanziell oder mit Materialien oder Dienstleistungen am Aufbau des Gartens?
      Die Stadt beteiligt sich bisher nicht finanziell am Aufbau des Gartens. Wir stehen mit dem Grünflächenamt im Kontakt, um Holzhackschnitzel zu beziehen. Bereits letztes Jahr erfolgte eine Lieferung mit Holzhackschnitzeln. Im letzten Jahr hat die Stadt vor dem Beginn der Patenschaft noch einmal Geländepflege, in Form von Mäharbeiten durchgeführt. Zum Thema Baumpflege werden wir zeitnah mit dem Grünflächenamt Kontakt aufnehmen, damit im Herbst nötige Arbeiten durchgeführt werden können. Hier sehen wir die Stadt als Eigentümer in der Pflicht.
    2. Auf was bezieht sich die Förderung der PostCode Lotterie? (Sind das Honorar, die ihr braucht, um die Gartentage zu machen) Und was passiert, wenn ihr keine Anschlussgelder bekommt?
      Die Förderung wurde im Bereich sozialer Zusammenhalt gestellt und bezieht sich auf die initiale Gestaltung des Geländes und die Etablierung des Gartenprojektes als gemeinschaftsgetragener lebendiger Austausch- und Bildungsort. Es werden sowohl Sachkosten als auch Honorarkosten bis Ende Juli gefördert. Zu den Sachkosten zählen unter anderem die Beerensträucher für den Naschgarten aber auch Schilder, sowie Gartengeräte und eine künstlerisch-pädagogische Leitung des Gartens. Honorarkosten wurden für Workshops, Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten Ehrenamtlicher veranschlagt.
      Durch den Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. und dem Projekt Bauspielplatz ist die Fläche auch nach Auslaufen der Förderung gesichert. Auch nach dem Auslaufen der Förderung der PostCode Lotterie wollen wir den offenen Gartentag ehrenamtlich weiterführen und schreiben gleichzeitig weitere Förderanträge, um den Fortbestand des Gartenprojektes auf der Fläche zu sichern.
    3. Wie viele Beete sind geplant? Was für einen (auch räumlichen) Stellenwert hat da Gärtnern?
      Momentan gibt es 9 Beete in unserer Gartenecke auf der Fläche und ein weiteres großes Kürbis-Beet. Diese Anzahl der Beete kann je nach Interesse der Anwohnenden nochmal um ca. 10 Beete vergrößert werden. Zusätzlich können Hochbeete gebaut werden. Das Gelände bietet hier noch viel Platz und Möglichkeiten. Außerdem haben wir bei unserem letzten Mitmach-Tag eine Fläche von Brombeeren befreit, auf der zwei Hügelbeete entstehen werden.
    4. Sind die Wege denn barrierefrei?
      Die Wege sind alle mit Holzhackschnitzel ausgelegt und zum Teil auch schon rollstuhlgerecht. Ziel ist es einen durchgängigen breiten barrierefreien Weg über das Gelände anzulegen. Dazu müssen die Wege noch besser geebnet und verbreitet werden. Hier gibt es schon gemeinsame Pläne mit dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V..
    5. Wo soll die Terrasse entstehen (am Bauwagen?) und ist diese für das Gärtnern wichtig? Habt ihr für die Finanzierung schon an die Aktion Mensch gedacht?
      Die Terrasse soll am Bauwagen als Eingangsbereich entstehen. Momentan liegen hier Paletten und ein barrierefreier Zugang zum Bauwagen ist nicht gewährleistet. Unebenheiten im Gelände könnten hierdurch ausgeglichen werden. In dem Wagen befindet sich neben Getränken für die GärtnerInnen auch Werkzeug und Handschuhe, daher ist der barrierefreie Zugang sehr wichtig. Wir haben durch Gespräche mit den Anwohnenden außerdem gemerkt, dass so ein Aufenthaltsort (welcher vom Eingang einsehbar ist) dazu einladen würde, in den Garten zu kommen. Der Großteil des Gemüsegartens befindet sich weiter hinten im Gelände und ist daher vom Eingang nicht gut einsehbar. Bei der Aktion Mensch haben wir bereits einen Förderantrag für eine barrierefreie Toilette gestellt. Hier warten wir noch auf eine Rückmeldung.
    6. Wer würde die Terrasse bauen und wie viele Menschen könnten am Bau teilnehmen?
      Der Bau der Terrasse wird durch uns geplant und und im Rahmen eines Workshop durchgeführt. Zielgruppe dieses Workshops sind Jugendliche aus Trotha. Eine Person aus unserem Team ist ausgebildeter Tischler und hat bereits Erfahrung in der Jugendarbeit. Die Teilnahme ist kostenfrei und die Honorarkosten können entweder noch über die PostCode Förderung abgerechnet werden oder es wird eine Förderung für Bildungsprojekte bei der Stadt Halle (Hallianz für Vielfalt) beantragt. Hier ist es sehr unbürokratisch möglich einzelne Aktionen fördern zu lassen. Die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt sich auf 6 Personen, damit eine gute Betreuung und Ausstattung mit Werkzeugen gewährleistet werden kann.
    7. Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen und wer baut diese dann?
      Die Anzahl der Hochbeete orientiert sich stak an dem Interesse und der Nachfrage der Anwohnenden. Da sich der Garten momentan noch im Aufbau befindet rechnen wir mit einem steigenden Interesse.
      Die Fläche bietet Platz für bis zu 8 Hochbeete. Gebaut werden können die Hochbeete im Rahmen von Mitmach-Tagen aber auch nach Absprache von den GärtnerInnen in Eigenregie. Die Werkzeuge und Materialien stellen wir zur Verfügung.
    8. Könnten sich die Kooperationspartner an der Finanzierung des Gartens beteiligen?
      Die Kooperationspartner können sich nur indirekt an der Finanzierung des Projektes beteiligen. So unterstützt uns die Gemeinde bei Festen z.B. mit Sitzgelegenheiten und Kuchen, deren Spendenerlös dann an den Garten geht. Außerdem profitieren wir vom kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. (z.B. gemeinsamer Ausbau der Wege, Nutzung von Holzspenden). Das städtisch finanzierte Projekt Bauspielplatz sieht allerdings keine finanzielle Unterstützung des Gemeinschaftsgartens vor. Bei der gemeinsamen Planung von Veranstaltungen und Workshops profitieren wir aber sicher von den finanziellen Mitteln des Vereins.
    9. Sind Migrant*innen eine eurer Zielgruppen?
      Ja, MigrantInnen sind auch eine unserer Zielgruppen. Laut der aktuellen Sozialraumanalyse ist der Anteil der ausländischen AnwohnerInnen in den letzten Jahren in Trotha auf 7,8% gestiegen (18% 0-18 mit MGH) (Stand 2023). 2020 lag der Anteil noch bei 4,4%. Ein weiter Anstieg ist zu erwarten. Der Gemeinschaftsgarten wird in der aktuellen Sozialraumanalyse unter anderem als Angebot für Demokratieförderung und Partizipation von Jugendlichen genannt. Zeil ist es, dass auf dem Gelände ein Ort der Begegnung entsteht und sich alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Sexualität oder Herkunft wohlfühlen. So haben wir es auch in unserem Schaukasten kommuniziert.
    10. Wie sind die Kommunikations- und Entscheidungswege?
      Das Organisationsteam kommuniziert für kurze Abstimmungen über eine Telagram Gruppe und wir haben uns bisher je nach Bedarf aller 14 Tage zum Plenum getroffen um uns auf den neusten Stand zu bringen, Ideen auszutauschen und Aufgaben zu verteilen. Entscheidungen werden im Kollektiv besprochen. Da wir uns bei den offenen Gartentagen auch regelmäßig sehen sind wir immer ganz gut informiert.
      Zusätzlich haben wir für uns ein Pad zur Koordination der Termine und offenen Gartentage und eine Nextcloud zur gemeinsamen Arbeit an Förderanträgen.
      Zur Kommunikation nach Außen nutzen wir einen Telagram-Kanal, einen E-Mail Newsletter und die Plattform nebenan.de um über Aktionen und Termine zu informieren. Außerdem gibt es noch eine weitere Telegram-Gruppe für Absprachen unter den GärtnerInnen. Beim offenen Gartentag gibt es immer die Möglichkeit mit uns ins Gespräch zu kommen, um Ideen und Wünsche auszutauschen.
      Mit dem kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. planen wir ein monatliches festes Treffen.
      Für die Zukunft wünschen wir uns selbstorganisierte AG´s, die sich auf der Fläche in unterschiedlichen Projekten einbringen und ihre Visionen und Ideen verwirklichen.

    (mehr …)

  • Leipzig: Pizzaofenneubau im Hildegarten

    (Antrag, Antworten)

    Die Nutzung der Fläche ist nicht befristet. Sie wird uns von der Stadt Leipzig an die DENKMALSOZIAL gemeinnützige GmbH verpachtet, welche uns die Fläche vermietet. Das ist mit der Auflage verbunden, den Garten auch für Besucher:innen zu öffnen. Der Verein Gleisgrün koordiniert alle Projekte, die sich auf dem Bürgerbahnhof Plagwitz befinden, wie der Bauspielplatz „Wilder Westen“ und das Café „Heiter bis Wolkig“. Der Garten befindet sich stetig im Wandel. Zurzeit sind ca. 40 Gärtner:innen aktiv an der Gestaltung des Gartens, bei der Veranstaltung von Festen und Ausrichtung von Workshops beteiligt. Wir kommunizieren auf unterschiedlichen Wegen, je nachdem, was besprochen werden soll. Alle Gärtner:innen treffen sich am letzten Sonntag im Monat zu einem gemeinsamen Frühstück und anschließenden Arbeitseinsatz. Dabei tauschen wir uns über allgemeine Dinge aus, wie anstehende Feste, Probleme und Wünsche einzelner Personen aus. Außerdem gibt es Gruppen, z. B. die Wagongruppe, die Finanzgruppe, die Bienengruppe, die sich mit einzelnen Themen beschäftigen und dann zum gemeinsamen Frühstück oder auch über ein Protokoll per Mail alle über neue Beschlüsse und Ereignisse informieren. Über den Messenger Signal kommunizieren wir, um kurzfristige Belange zu klären. Einen Großteil der Organisation, z. B. auch mit externen Gruppen wie unser Kooperationspartner die Grundschule am Grünen Gleis läuft über unsere Koordinatorin. Sie ist das Bindeglied zwischen Hildegärtner:innen, der DENKMALSOZIAL gemeinnützige GmbH und Gleisgrün e. V. sowie den Bundesfreiwilligen und Externen (z. B. Workshopleiter:innen). Alle wichtigen Themen und Beschlüsse werden demokratische bearbeitet. Außerdem gibt einen den „Hilderat“, dem sich alle Gärtner:innen anschließen können und der manche wichtigen Anliegen im Interesse aller schnell bearbeitet. Momentan befinden sich ca. 30 individuelle Beete unterschiedlicher Größe im Garten und 12 gemeinschaftlich genutzte Flächen. Dazu gehören unter anderem ein Heil- und Nutzkräuterbeet, ein Beet mit essbaren Blüten, ein kleiner Kartoffelacker, drei Beerenbeete, ein Gewächshaus und ein Permabeet. Diese werden regelmäßig von einer kleinen Gruppe der Ehrenamtlichen gemeinsam mit BesucherInnen beim „gemeinsamen Gärtnern“ betreut und beackert. Die unterschiedlichsten Gruppen sind aktiv als ehrenamtliche Helfer:innen im Hildegarten beteiligt, sowohl Familien, als auch Paare und Alleinstehende unterschiedlichen Alters und Berufsgruppen. Da der Hildegarten zu den Öffnungszeiten allen Bürger:innen zugänglich ist, sind auch die Besucher sehr gemischt.

    Zum Antrag:

    Am Ofenbau sind voraussichtlich 5-6 Personen beteiligt. Den Wiederaufbau übernehmen die zwei Ehrenamtlichen, die ihn schon im letzten Jahr gebaut haben. Es gibt eine Anleitung für den Bau, da wir einen Bausatz mit zurechtgeschnittenen Schamottsteinen gekauft hatten. Für die Lehmaußenwand nutzen wir verschiedene Anleitungen (z. B. https://www.schamotte-shop.de/lehmverarbeitung-bei-pizzaofen.html) und passen diese an unseren Ofen an. Für die Dachkonstruktion aus Holz gibt es keine Anleitung. Dabei vertrauen wir auf die Erfahrung und Fähigkeiten unserer Ehrenamtlichen. An diesen zwei Schritten sind auch andere Ehrenamtliche beteiligt. Sobald ein zeitlicher Rahmen feststeht, wird sich dazu eine feste Gruppe zusammenschließen und miteinander absprechen. Der Bau wird auf jeden Fall mit Bildern dokumentiert und diese könne wir auch gern online stellen. Als Armierungsgewebe nehmen wir Jute

    n mühevoller Arbeit haben im letzten Jahr zwei Ehrenamtliche des Hildegartens unseren
    Pizzaofen vom Fundament bis zum Bogenziegel erbaut. Zum Sommerfest 2024 wurde der
    Pizzaofen das erste Mal mit viel Andrang von Gärtner*innen und Besucher*innen gleichsam
    benutzt und eingeweiht. Ein Fest für Augen und Sinne – mit frischen Zutaten aus dem Garten.
    Vom Beet direkt in den Mund.
    Trotz hoher Sorgfalt beim Aufbau und der Befeuerung hielt der im Bausatz enthaltene
    Feuerzement, die hohen Temperaturen nicht aus und ist bereits nach der zweiten Benutzung
    zum Herbstfest gerissen. Auch den Winter konnte der Pizzaofen, trotz Abdeckung und
    Wetterschutz, nicht unbeschadet überstehen und bracht im Frühjahr 2024 förmlich
    auseinander. Der Zement wurde so spröde, dass wir uns als Hildegarten dazu entschlossen,
    den Ofen abzutragen und mit neuem, besserem Feuerzement wieder aufzubauen.
    Mit dem Anliegen, den Ofen wieder Herzurichten und zukünftig für Feste, Veranstaltungen
    und Bildungs- & Vermittlungsarbeit zu verwenden, richten wir uns nur mit einem
    Förderantrag an Sie.
    Ziel des Projektes „Pizzaofen 2.0“ ist es, Gärtner*innen, interessierten Besucher*innen,
    Kinder und Jugendlichen, die Möglichkeit zu bieten, den Kreislauf von Aussaat/Anbau bis zur
    Verarbeitung eigener gesäter/gepflanzter Gemüse und Früchte zu begleiten; zu lernen, wie die
    Ernte nähstoff- und ressourcenschonend verarbeitet wird und dazu einzuladen,
    gemeinschaftlich ein Essen mit Zutaten zuzubereiten und zu genießen, das direkt vor Ort
    gewachsen und geerntet wurde. Damit wird die „essbare Stadt Leipzig“ für alle Teilhabenden
    zu einem genussvollen Erlebnis- und Erfahrungsraum.
    Zudem möchten wir mit dem Angebot „Pizza – bunt und gesund“ Kindern und Jugendlichen
    die Gelegenheit geben, neue Erfahrungen mit saisonalen, regionalen und gesunden
    Lebensmittel zu machen. Gemeinsam wird geerntet, bestimmt, berochen, befühlt und dann zu
    leckerem Pizzabelag aus vielen verschiedenen Gemüsesorten verarbeitet. Der Höhepunkt
    stellt dann natürlich das selbstständige Belegen und backen – unter Anleitung – der Pizza dar.
    Wir möchten so ein Bewusstsein für Herkunft und Geschmack von Lebensmittel schaffen und
    einen Raum ermöglichen, in dem sich Kinder und Jugendliche auf gesunde Speisen einlassen
    und ausprobieren können.
    Leider sind aufgrund des baulichen Zustandes des Pizzaofens viele geplante Aktionen für
    dieses Jahr in der Schwebe.
    Mit einer Materialförderung ist es uns möglich, den Pizzaofen mit hochwertigem Feuermörtel
    neu aufzubauen und anschließend mit einer festen Dachkonstruktion aus Holz vor
    Wettereinflüssen schützten. Außerdem möchten wir nicht nur dafür sorgen, dass unser
    Pizzaofen ein langer, stabiler Begleiter unserer gemeinsamen Koch- bzw. Backerlebnisse ist,
    sondern den Ofen auch mit Blick auf den Energieverbrauch deutlich verbessern. Eine
    Lehmverkleidung wird verhindern, dass übermäßige Wärme an die Umgebung abgegeben
    wird und sich somit auch der Holzverbrauch zur Befeuerung um ein Vielfaches senken lässt.
    Denn auch hier ist dem Hildegarten ein ressourcenschonender Umgang wichtig.
    Für den Wiederaufbau benötigen wir feuerfesten Mörtel und für die wärmeisolierende
    Lehmschicht benötigen wir Armierungsgewebe und Lehm-Unterputz mit Stroh. Für diese
    zwei Arbeitsschritte planen die Projektverantwortlichen des Gartens einen Zeitraum von
    maximal einem Monat und möchten den wiederaufgebauten Ofen bereits Ende Juli/Anfang
    August wieder für Angebote nutzen.
    Die wetterfeste Erweiterung mit einer Dachkonstruktion ist dann für den Herbst geplant und
    es werden Einschlaghülsen, Holzpfosten und Siebdruckplatten benötigt (mehr …)

  • Neuwied. ReThink legt Klimagarten an

    (Antrag und Antworten)

    So wurde bereits
    eine Online-Leihplattform für Alltagsgegenstände ins Leben gerufen, sowie Upcycling- und
    Nachhaltigkeits-Workshops durchgeführt. Weiterhin organisieren wir regelmäßige Repair Cafés und
    dorfweite Hof- und Gartenflohmärkte, und konnten dank einer früheren Förderung der anstiftung
    einen florierenden Gemeinschaftsgarten im Ortsteil Heimbach-Weis aufbauen.
    Nun wollen wir auf einem neu gepachteten Grundstück im Ortsteil Oberbieber einen Klimagarten
    anlegen, mit dem wir die Prinzipien der ökologischen Gartenarbeit vermitteln, auf die
    Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur aufmerksam machen, und Wege für den
    Umgang mit selbigen aufzeigen wollen. Der Ort soll auch ein Treff-, Informations- und
    Erholungspunkt für die Menschen der Region sein.
    Die Arbeit am Klimagarten wurde bereits begonnen, doch ist noch viel Arbeit erforderlich, um aus
    dem neuen Grundstück einen naturnahen Arbeits- und Begegnungsort zu machen.
    Auf dem 2600m² umfassenden Grundstück (Hochstraße 68, 56566 Neuwied / Oberbieber) wurden
    bereits 1000m² zu einer insektenfreundlichen Blühwiese umgewandelt. Auf weiteren 1000m² wird
    der Neuwieder Klimagarten entstehen.
    Dieser Teil des Grundstücks wurde ordnungsgemäß von ReThink e.V. für eine Mindestlaufzeit von
    10 Jahren gepachtet, der Eigentümer erhebt jedoch als Unterstützung für das Projekt keinen
    Pachtzins. Die Kellerräume eines angrenzenden Wohnhauses können als Lagerfläche genutzt
    werden, ebenso kann von dort Strom und im Bedarfsfall Wasser bezogen werden. Das Regenwasser
    vom Hausdach kann für den Garten genutzt werden.
    Es hat sich bereits eine Gruppe von über 20 aktiven Helfer*innen gefunden, die mit Fortschreiten
    des Projekts sicher noch anwachsen wird.
    Anschließen kann sich jede*r Interessierte, um Versicherungsschutz und Haftung zu gewährleisten
    wird ein Beitritt zu ReThink e.V. empfohlen.
    Es gibt eine vereinsunabhängige Chatgruppe aller Helfer*innen für Planung und Koordination, in der
    auch gemeinsam Entscheidungen getroffen werden.
    Wir werden in unregelmäßigen Abständen Pressemitteilungen veröffentlichen, um über den
    Fortschritt des Projekts zu informieren und die Thematik der Klimawandelanpassung ins öffentliche
    Bewusstsein zu rücken. Bereits jetzt wird das Projekt von Stadtverwaltung und Politik mit großem
    Interesse wahrgenommen und verfolgt.
    Als primäre Maßnahmen müssen als Infrastruktur Wege angelegt und Wasserversorgung
    sichergestellt werden. Weiterhin entsteht ein kleiner Platz als Treff- und Diskussionsort.
    Parallel werden klima- und insektenfreundliche mehrjährige Stauden und Sträucher, sowie Bäume
    als Schattenspender und zur Stabilisierung des Erdbodens gesetzt. Ebenso werden mehrere
    (Hoch)beete für den Anbau von Obst und Gemüse angelegt, an deren Pflege sich Anwohner*innen,
    örtliche Vereine und die benachbarte Kindertagesstätte beteiligen wollen.
    Zur zusätzlichen Förderung der Biodiversität werden mehrere Benjeshecken angelegt.
    Während und nach der Anlage des Gartens werden wiederkehrende Workshops abgehalten, in
    denen die angewendeten Techniken und Prinzipien erklärt und praktisch demonstriert werden.
    Die Erträge des Gartens werden nach der Ernte unter allen Teilnehmer*innen kostenlos aufgeteilt.
    Eine Gewinnung von Saatgut für die kommende Saison ist geplant.
    Die laufenden Kosten des Projekts werden teils durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden an
    ReThink e.V. finanziert. Gegebenenfalls werden weitere Fördergeber für zukünftige Teilprojekte
    hinzugezogen.

    • Was war vorher auf dem Grundstück?
      • Früher eine Gärtnerei, anschließend lag da Gelände über 20 Jahre brach. Der kleine Wald, der sich derweil gebildet hatte, musste vergangenes Jahr gerodet werden.
    • da Politik und Verwaltung das Projekt mit großem Interesse wahrnehmen, haben Sie dort schon nach Fördermöglichkeiten nachgefragt?
      Das haben wir. Fördermittel seitens der Stadt bestehen nicht, uns wurden jedoch ein paar öffentliche Förderprogramme empfohlen.
      Die meisten davon haben jedoch andere Schwerpunkte, eines würde jedoch konkrete ökologische Einzelprojekte, wie das Anlegen der Benjeshecke, fördern. Sollten wir ein passendes Teilprojekt haben, bei dem Geldmittel erforderlich sind, werden wir darauf zurückkommen.
    • Handelt es sich bei den beantragten Pflanzen und dem Saatgut um Gemüse, Obst und/oder Kräuter?
      Hauptsächlich mehrjährige, klimaresistente Pflanzen: Stauden, (Obst)sträucher, Obstbäume. Für die Beete werden wir auch „normales“ Obst und Gemüse setzen, auch eine Kräuterspirale ist vorgesehen. Im Vordergrund steht anfangs aber eine Auswahl resilienter, mehrjähriger Pflanzen, die einen echten Beitrag zur Biodiversität leisten.
    • Sollen Schilder und Infotafeln selber gebaut werden? Sind die 100 Euro Materialkosten?
      Die Informationen der Schilder, beispielsweise Erklärung des Begriffs „Klimagarten“, zur Wasserspeicherung etc., würden wir gerne wetterfest drucken lassen. Die werden dann auf selbstgebauten Holzschildern montiert. Diese Schilder werden in erster Linie aus Holzresten gebaut, so dass die 100€ für den professionellen Druck vorgesehen sind. 
    • 50 Euro für den Bau von Hochbeeten: haben Sie die anderen Materialien auf anderen Wegen bekommen? Wie viele Hochbeete sollen gebaut werden und wofür wollen sie die 50 Euro einsetzen?
      Wir haben bereits viel Material wie Paletten, Folie und mehr aus verschiedensten Quellen bekommen.
      Die 50€ sind für Schrauben, Winkel und Verstrebungen angesetzt. 
      Zu Beginn werden lediglich 3 Hochbeete gebaut, die übrigen Starter-Beete werden ebenerdig angelegt.  
    • Wie viele Beete für den Anbau essbarer Pflanzen wird es geben?
      Wir starten mit den erwähnten 3 Hochbeeten, hinzu kommen 5-6 ebenerdige Beete.
      Wenn sich mehr Interessierte für die Gartenarbeit und die Pflege der Beete finden, haben wir ausreichend Flächen eingeplant um diese zu erweitern.

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  • Frankfurt: an der ada_Kantine gibt es einen Gemeinschaftsgarten

    (Antrag, Antworten)

    Die ada_kantine ist ein solidarisches Restaurant für Alle in Frankfurt Bockenheim. Seit Juli 2020
    bieten wir jeden Freitag bis Montag ein Mittagsmenü auf Spendenbasis an. Von der Nachbar-
    schaft über Studierende oder Menschen ohne eigene Küche sind alle bei uns willkommen. Wir
    schaffen eine Atmosphäre, in der sich unterschiedliche Menschen wohlfühlen und allen Men-
    schen mit Wertschätzung begegnet wird.
    Wir kochen aus politischer Überzeugung vegan/vegetarisches Essen aus geretteten Lebensmit-
    teln. Die Kantine wird durch einen offenen Zusammenschluss von etwa 80 Freiwilligen betrie-
    ben. Wir sind basisdemokratisch selbstorganisiert. Mit Kochen positionieren wir uns gegen aus-
    schließende, ausbeuterische und diskriminierende gesellschaftliche Dynamiken. Wir nehmen
    uns den Raum für eine solidarische, fürsorgliche Praxis.
    Uns geht es über das Essen hinaus um mehr: Wir sind ein soziales Zentrum, ein Austausch- und
    Begegnungsort, ein gemütlicher Treffpunkt, ein Auffangbecken und ein wichtiger Baustein im
    Versorgungsnetz vieler Menschen. Dabei spielt auch unser öffentlich zugänglicher Gemein-
    schaftsgarten eine wichtige Rolle. Wir haben dort gemütliche Sitzgelegenheiten geschaffen.
    Menschen können von ihrem stressigen Alltag zur Ruhe kommen und sich begegnen. In den
    selbst angelegten Hochbeeten bauen wir Gemüse und Kräuter an, um unser gerettetes Lebens-
    mittelsortiment zu ergänzen. Das gemeinsame Gärtnern stärkt das Gemeinschaftsgefühl und
    gibt unseren Gästen die Möglichkeit, sich einzubringen.
    Ein paar Eindrücke aus dem Garten gibt es hier: https://ada-kantine.org/urban-farming/
    Den bestehenden und viel genutzten Garten möchten wir im laufenden Jahr ausbauen und für
    die langfristige Nutzung fit machen. Die zwei größten anstehenden Projekte sind dabei:
    – Bau eines stabilen Schattenspenders aus Holz
    Seit es den Garten gibt, spendet dort ein Pavillon Schatten. Dieser musste in den letzten
    Jahren bereits mehrfach ausgetauscht werden, weil er durch Regen und Wind zerstört
    wurde. Ein Schattenspender ist für die Sitzgruppen unbedingt notwendig, weil sich regel-
    mäßig Menschen länger in dem Garten aufhalten. Um langfristig Ressourcen zu sparen,
    möchten wir ein mobiles Holzdach errichten. Das Dach soll langlebig gebaut, aber flexi-
    bel je nach Bedarf an verschiedenen Stellen im Garten eingesetzt werden können.
    – Bau eines wassersparenden Bewässerungssystems
    Um das Gießen zu erleichtern, möchten wir durch die Beete ein Wasserschlauch-System
    verlegen. Die Pflanzen werden damit wassersparend und direkt in der Erde bewässert.
    Die Gartenarbeit wird so auch für körperlich eingeschränkte Personen zugänglich.
    Darüber hinaus gibt es einige Ideen für kleinere Projekte bzw. Materialbedarfe:
    – Solar-Lichter
    Auch abends wird der Garten gern von der Nachbarschaft oder unseren Gästen genutzt.
    Um gemütlich beisammen sitzen zu können, ohne Strom zu verbrauchen, möchten wir
    am Holzdach einige Solar-Lichter anbringen.
    – Regentonne
    Um weiteres Wasser zu sparen, möchten wir an dem Holzdach eine kleine Regenrinne,
    verbunden mit einer Regentonne anbringen. Diese soll auch mit dem Bewässerungssys-
    tem verbunden bzw. für Pflanzen in den Innenräumen der Kantine genutzt werden.
    – Gartenmaterial
    Um uns die Gartenarbeit zu erleichtern bzw. mehr Gerätschaften für gemeinsames Gärt-
    nern bereitstellen zu können, möchten wir unseren Bestand an Material aufstocken.
    Dazu gehören z.B. Heckenscheren und kleinere Gartenscheren, Hacken, Grubber, Spa-
    ten und kleinere Schaufeln.
    Die gemeinsame Gartenarbeit wird von unserer AG Garten in Form von regelmäßig stattfinden-
    den Gartentagen organisiert. Alle Engagierten der ada_kantine können Teil der AG Garten werden
    oder auch einfach bei einzelnen Gartentagen mithelfen. Es wird basisdemokratisch entschie-
    den, wie wir unseren Garten gestalten. Auch unsere Gäste und die Nachbarschaft sind dazu ein-
    geladen, sich zu beteiligen oder den Garten zu nutzen

    1. Wem gehört die Fläche und ist die Nutzung befristet? Müssen Sie Pacht zahlen?

    Die Fläche gehört der Stadt Frankfurt, verwaltet durch die KEG. Wir zahlen der KEG eine monatliche Miete für die gesamte Kantine inkl. Garten, die jedoch wiederum von der Stadt Frankfurt übernommen wird. Das heißt, wir nutzen die Fläche im Grunde mietfrei, gehen nur in Vorauszahlung. Die Nutzung ist vorerst bis Ende März 2025 befristet. Wir sind aber bereits in Gesprächen über eine Verlängerung, die sehr wahrscheinlich ist.

    1. Wie ist die Fläche beschaffen? Können Sie auch in der Erde gärtnern oder nur in Hochbeeten? Wie viele (Gemüse)Beete gibt es und wie groß sind diese? Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird?

    Die Fläche ist so beschaffen, dass nur im Hochbeet gegärtnert werden kann. Es gibt 7 Hochbeete für Gemüse und Kräuter + 3 Blumenbeete. Die Hochbeete haben ca. 1,5qm Fläche. Die Fläche auf der gegärtnert wird ist ca. 90qm groß. 

    1. Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert? Wie groß die Kerngruppe?

    Es gibt eine Kerngruppe für Organisationsarbeit von etwa 5 Personen. Bei z.B. Gartentagen sind meist so um die 15 Personen dabei, was für die Größe des Gartens auch gut passt.

    1. Wie ist der Garten organisiert? Wie laufen die Informations- und Entscheidungsflüsse? Wie kann man mitmachen und wie werden neue Interessierte eingebunden? Woher erfahren potentiell Interessierte vom Gemeinschaftsgarten?

    Der Garten ist als Ag in unseren Kantinenbetrieb eingegliedert. Wir sind basisdemokratisch organisiert, d.h. alle größeren Entscheidungen werden gemeinsam konsensorientert im Plenum getroffen. Kleinere Entscheidungen können die Ags selbst treffen. Es können alle mitmachen, die Interesse haben. Wir sind sehr offen und niedrigschwellig organisiert. Einzige Voraussetzung ist der Besuch des Onboardings, in dem wir unser Leitbild und unsere Struktur erklären. Dies ist auch der erste Anschlusspunkt für Interessierte. Danach können sie am Plenum teilnehmen, sich im Schichtplan für den Kantinenbetrieb eintragen und/oder in Ags wie der Garten Ag aktiv werden. Die Ags berichten regelmäßig im Plenum und laden Interessierte zum Mitmachen ein. Größere Aktionen wie Gartentage werden in der Gruppe angekündigt. So können auch Interessierte mitmachen, die nicht aktiv Teil der Ag sind. Interessierte erfahren also von dem Gemeinschaftsgarten über das Plenum oder unsere internen Kommunikationskanäle, wenn sie schon Teil unserer Gruppe sind. Ansonsten teilen wir Infos zum Gemeinschaftsgarten auf unserer Webseite, über Social Media und unseren Verteiler.

    1. So weit ich weiß, fördert die Stadt Frankfurt Gemeinschaftsgärten. Haben Sie dort schon mal nachgefragt? Ansprechpartnerin: Elke Heidelbach: mitmachen.amt67@stadt-frankfurt.de

    Tatsächlich wussten wir von dieser Möglichkeit bisher nicht, es wurde noch nicht angefragt.

    • Wer wird den Schattenspender und das Bewässerungssystem bauen und wie viele Personen können da mit machen?

    Den Aufbau des Schattenspenders wird ein erfahrener Zimmermann planen und anleiten. Dafür organisieren wir einen Workshop, an dem Interessierte mithelfen können. Wir planen, dass etwa 4-5 Interessierte pro Tag mithelfen können. Der Workshop ist für zwei Tage angesetzt. Das Bewässerungssystem haben Mitglieder der Ag Garten geplant und werden das mit anderen Mitgliedern der Ag bauen. Dort können bis ebenfalls bis zu 5 Personen mithelfen.

    1. Wie soll der Schattenspender von einem Ort zum anderen bewegt werden?

    Der Schattenspender soll nicht fest im Boden oder an der Hauswand verankert werden, sondern so an bestehenden Strukturen befestigt werden, dass er jederzeit abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden kann. Wir stellen uns das ähnlich wie einen Pavillon vor, nur aus Holz und beständiger. Der Auf- und Abbau wird natürlich nicht so flexibel sein, wie bei einem Pavillon. Allerdings ist es uns wichtig, den Schattenspender flexibel zu gestalten, z.B. wenn im nächsten Jahr Beete anders geplant werden oder eine besondere Veranstaltung im Garten ansteht oder eine Bauaktion etc.

    1. Wofür würde einen Akku Kreissäge und ein Winkelsschleifer noch gebraucht, wer kann diese Werkzeuge bedienen und wo würden die dann gelagert werden? Können Sie sich diese Werkzeuge für die Bauvorhaben (hierbei geht es ja nur um den Bau des Schattenspendern) nicht auch leihen?

    Da wir unser Projekt auf Spendenbasis organisieren, bauen wir viel selbst. Vor allem im Garten müssen wir immer mal wieder Hochbeete ausbessern neue Gartenmöbel bauen oder den Zaun ausbessern. Die Akku Kreissäge und Winkelschleifer wären uns daher nicht nur für das geplante Projekt von Nutzen, sondern auch für zukünftige Bauvorhaben. Die Workshopleitung für den Schattenspender würde uns eine Einführung für die Nutzung des Werkzeugs geben, sodass mehrere Mitglieder der Ag Garten es bedienen können. Außerdem gibt es in unserer Gruppe bereits einige Handwerker*innen, die das Werkzeug bedienen können. In unserem Keller gibt es einen Raum, in dem wir unser Gartenmaterial und Werkzeug lagern. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir das Werkzeug anschaffen könnten, weil wir mittlerweile auch für andere Gruppen eine wichtige Anlaufstelle geworden sind. In unserem solidarischen Netzwerk, das wir über die letzten Jahre aufgebaut haben, sind wir bekannt als Infrastrukturgeber, der an andere Gruppen Materialien für Projekte und Aktionen verleiht. Auch das Werkzeug würden wir so noch mehr Menschen zugänglich machen. Nur wenige Gruppen haben Lagerräume wie wir im Keller und Platz, um kleinere Bauprojekte umzusetzen. Wir möchten unsere Infrastruktur deshalb gern auch anderen zur Verfügung stellen.

    1. Bitte beachten Sie, dass das Honorar für den Workshop bei uns nicht förderfähig ist
    2. Wie ist das Bewässerungssystem bisher? Woher kommt das Wasser?

    Wir hatten bereits ein Schlauch-Bewässerungssystem, welches letztes Jahr leider beschädigt wurde. Im Moment gießen wir mit Gießkannen, die mit einer Schubkarre bewegt werden. Das ist sehr mühsam. Aus unseren Erfahrungen möchten wird das Bewässerungssystem wieder einbauen, diesmal mit besserem Schutz, sodass es nicht wieder beschädigt werden kann. Das Wasser kommt aus einem Wasserhahn in unserem Innenhof.

    1. Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wer hat wie Zugang dazu?

    Die Gartengeräte werden in einem Lagerraum in unserem Keller gelagert. Während unserer Betriebszeiten (Fr-Mo, 9-17 Uhr) haben alle Gruppenmitglieder Zugang dazu. Die Nutzung erfolgt nach Absprache mit der Ag Garten. Außerhalb der Betriebszeiten hat nur ein Teil der Gruppe einen Schlüssel und somit Zugang. Auch die Ag Garten hat einen Schlüssel. Die Geräte werden von der Ag Garten verwaltet und gewartet.

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  • Berlin-Marzahn: Mehr Gärtner*innen bei Kraut und Rüben

    1.      Bisher waren etwa 25 ehrenamtliche Helfer in unserem Bürgergarten aktiv. In den letzten Wochen haben wir verstärkt auf den Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hingewiesen. Durch mehrere Öffentlichkeitsauftritte ist es uns gelungen, Menschen für unseren Bürgergarten zu begeistern, die aufgrund ihrer Behinderung sonst nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Dabei haben wir 2 Rollstuhlfahrer sowie weitere 7 ehrenamtliche Gartenfreunde und weitere Interessierte erreicht.

    2.      Sofort begannen wir, Hochbeete anzulegen und neue Beete aufzuteilen. Die Wunschliste an Gartengeräten kommt daher zustande, dass wir weitere Menschen erreichen konnten und dringend Blumenerde sowie weitere Geräte benötigen. Derzeit bauen die Gärtner auch an drei Holz-Rosen-Bögen und fertigen diese alleine an, auch dafür wird Werkzeug benötigt und somit kam die Schleifmaschine auf die Wunschliste.

    Weiterhin reicht der jetzige Gartenschlauch nicht, um den vorderen Teil des Gartens zu erreichen.

    Es sind nun viel mehr Leute (ich habe gerade nochmal mit Kati telefoniert), die Gruppe besteht aus 50 Menschen. Nicht alle kommen immer, nicht alle regelmäßig.
    Wir haben ehrenamtliche und freiwillige Helfer im Gartenprojekt.  Die ehrenamtlichen Helfer sind über unseren Verein registriert und versichert. Wir unterscheiden zwischen ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern: Ehrenamtliche sind Mitglieder unseres Vereins, während freiwillige Helfer nicht Mitglied sind, aber zusammen mit den ehrenamtlichen Helfern aus der Nachbarschaft kommen und den Garten nutzen dürfen. Ehrenamtliche Helfer erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung für Ihre Unterstützung und sorgen dafür verlässlich, dass der Garten nicht verwildert.

    Die individuellen Beete haben wir aufgehoben und die Flächen allen zur Verfügung gestellt.

    Es gibt einen Gartenrat, der sich aus ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern zusammensetzt. Dieser Rat entscheidet, welche Projekte als nächstes umgesetzt werden. So entstand auch die Idee für Hochbeete für Menschen mit Behinderungen. Aufgrund unserer Kampagne für Gleichstellung kamen viele Menschen mit Behinderungen zu uns und möchten aktiv im Garten mitarbeiten.

    Alle zusammen nutzen die Gartenflächen sowie die Gartengeräte. Der Verein stellt die Flächen, Gartenhäuser und Mobiliar zur Verfügung. Gartengeräte und Blumenerde werden über Spenden und Förderungen beschafft.

    Das mit den Ehrenamtlichen und Freiwilligen hat sie mir nochmal erläutert: Ehrenamtliche sind Vereinsmitglieder. Die bekommen eine kleine Aufwandsentschädigung, mit der sie sich dann Arbeitshandschuhe etc. kaufen können. Es sind Geflüchtet dabei und Menschen mit sehr wenig Geld. Aufwandsentschädigung ist der Vereinsterminus, da sie es so auch abrechnen müssen. Freiwillige sind Menschen, die nicht Vereinsmitglied werden wollen und eben mit im Garten gärtnern.


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  • Neuruppin: offener Gemeinschaftsgarten an Jugendwohnprojekt

    (Antrag, Antworten)
    as JWP (JugendWohnProjekt) „MittenDrin“ e.V sind ein langlebiges, selbstorganisiertes und
    solidarisches Jugendprojekt in der Stadt Neuruppin. Das Projekt engagiert sich nun seit mehr als 30
    Jahren in der Jugendarbeit mit einem Schwerpunkt auf queeren, subkulturellen, antifaschistischen
    und gesellschaftspolitischen Themen. In den letzten Jahren haben wir vermehrt ein Augenmerk auf
    Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit gelegt. Aus dem daraus hervorgehenden Engagement
    entstand im letzten Jahr ein Gemeinschaftsgarten bei uns welcher gemeinsam mit der
    Nachbar*innenschaft gepflegt wird. Gemeinsam wurden Hochbeete gebaut, bepflanzt, geerntet und
    sich mit Nachhaltigkeit und gemeinschaftlichen Gärtnern auseinander gesetzt. In diesem Jahr
    möchten wir den Gemeinschaftsgarten erweitern, Obstbäume pflanzen, eine Kräuterschnecke und
    ein Gewächshaus bauen. Hierfür möchten wir gerne einen Antrag bei ihnen stellen.
    Das Gewächshaus soll in den späten Sommermonaten in einer gemeinsamen Aktion gebaut werden
    und spätestens im Oktober stehen. So können wir dann die ersten Pflanzen überwintern und auch
    über die Wintermonate hinweg anbauen und ernten. Vor allem wetterfestes Gemüse wie Spinat. Wir
    erhoffen uns durch den Bau dieser Infrastruktur einen größeren Umfang an Möglichkeiten
    gemeinsam nachhaltig zu gärtnern und der Nachbar*innenschaft einen weiteren gemeinsamen Ort
    der Begegnung zu schaffen. Mit der Kräuterschnecke und den Obstbäumen möchten wir außerdem
    einen weiteren Zugang zu nachhaltiger Ernte schaffen und eine Brücke zur der Erzeugung unserer
    Lebensmittel schlagen, die so, vor allem im städtischen Raum, eher ungesehen ist. Außerdem
    unterstützen die Bäume mit ihrer Blüte Insekten wie z.B Honig und Holzbienen.

    Antworten
    Zurzeit haben wir 4 große Hochbeete die ungefähr 1x2m groß sind und zwei kleine Hochbeete mit den Maßen 1x1m. Außerdem gibt es noch zwei kleine Hochbeete in denen Himbeeren gepflanzt sind. Es gibt noch weitere kleine Beete mit Beerensträuchern, Erdbeeren, Schnittlauch und Melisse. In diesem Jahr soll der Garten noch mehr erweitert werden.

    Die genaue Größe der Fläche des Gartens kann ich leider nicht sagen. Ich schätze das es ungefähr 30m² – 40m² sind. Die Fläche ist direkt von der Straße aus zugänlich und nicht eingezäunt. Er ist von dort auch direkt sichtbar und befindet sich auf dem Rondell vor dem Jugendwohnprojekt. Die Fläche gehört den Vermietern der Vereinsräume und ist langfristig nutzbar. Für die Bewässerung des Gartens wird der Außenwasserhahn des Gebäudes genutzt. Gartenschlauch und Gießkannen stehen dauerhaft zur Verfügung.

    Die Gartengeräte sind in einem Container untergebracht der von Montag bis Freitag zwischen 13-19 uhr zugänglich ist. Um zu verhindern das Gartengeräte verloren gehen (was durchaus vorkommen kann, es wurde einmal ein Hochbeet geklaut) ist der Container allerdings abgeschlossen. Der Schlüssel ist im Jugendclub hinterlegt. Menschen die außerhalb der Öffnungszeiten den Garten nutzen, können aber auch außerhalb der Öffnungszeiten an uns herantreten und die Geräte nutzen.

    In den Garten können die Gärtner*innen und alle Anderen jederzeit.

    Die Gruppe die Gärtner*innen varriert je nach Jahreszeit. Menschen die rund ums Jahr gerne Gärtnern sind ungefähr 10. Diese setzten sich zusammen aus Familien der Nachbar*innenschaft und Besucher*innen des Jugendclubs.

    Mitmachen kann mensch einfach so. Es reicht vorbei zukommen und zu sagen das mensch Bock auf Gärtnern hat. Oder uns über Socialmedia oder per Mail anzuschreiben. Es gibt die Möglichkeit einfach mitzugärnern oder autonom ein oder mehrere Hochbeete/Beete zu bewirtschaften.

    Was Öffentlichkeitsarbeit angeht posten wir Gartenupdates auf den Socialmedia Kanälen des Jugenwohnprojekts. Außerdem gibt es einen Flyer der auf den Garten aufmerksam macht und in der Nachbar*innenschaft verteilt wurde. Der Garten ist durch seine Neuentstehung in Neuruppin noch nicht sehr bekannt, aber in der Nachbar*iinenschaft sichtbar. Es gibt bisher kein Schild das auf die Mitmachmöglichkeit aufmerksam macht, nur den Flyer der zum mitmachen einläd.

    Es gibt eine Garten AG die sich um die Organisation des Gartens kümmert, z.B. Wie finazieren wir den Garten, was braucht es, Wie können wir gewährleisten das im Sommer trotz der Hitze ausreichend und regelmäßig gegossen wird obwohl nicht alle jeden Tag am Garten sind, etc. Der Garten AG können Interessiete immer gerne beitreten, das Ziel ist es den Garten so niedershwellig wie möglich zu gestalten und den Gärtner*innen so viel lästige Arbeit abzunehemn wie machbar. Neue Informationen zum Garten werden auf Socialmedia geteilt und sonst in Gesprächen weitergegeben. Es ist zur Zeit ein Info Board in Planung wo alle Kommunizieren können, neue Infos „gepostetd“ werden, Ideen und Wünsche geteilt werden können, etc..

    Nicht alle Beete werden gemeinschaftlich bewirtschaftet, einige Beete werden auch autonom von Einzelpersonen, Gruppen oder Familien bewirtschaftet. Die Ernete wird am Ende geteilt.

    Gemeinschft ensteht im Garten durch das gemeinsame Gärtnern, den Wissensaustausch zwischen den Gärtner*innen und durch ein Solidarisches Miteinader was durch teilen und einander ünterstützen geprägt ist.

    Der Garten wurde im letzten Jahr durch einen Antrag bei der Aktion gesunde Umwelt finaziert, da es um größere Anschaffungen ging. Außerhalb von großen Anschaffungen wird der Garten über Spenden finazeirt, es muss sich aber keine/r der Gärtner*innen an den Kosten des Gartens beteiligen. Dadurch wollen wir verhindern das Menschen die im Gemeinschaftsgarten mitmachen wollen aufgrund ihrer finaziellen Situation ausgeschlossen werden und ihre Partzipation durch einen Mangel an finziellen Mitteln verhindert wird.

    Wir brauchen keine Genehmigung für das Gewächshaus, welches 2x3m groß und 2,10m hoch werden soll.

    Das Gewächshaus wird vorrangig von Aktiven des Jugenwohnprojekts und den bereits am Gemeinschaftsgarten beteiligten Menschen gebaut werden. Da es für den Bau des Gewächshuas mehere Schritte braucht werden auch mehrer Menschen daran beteiligt sein können. An den einzelnen Schritten des Baus werden sich aber nicht mehr als 4-6 personen auf einmal beteiligen können, da sonst die Gefahr das sich Menschen in die Quere kommen und es dann zu Verletzungen kommt sonst zu hoch wird. Die Planung des Gewächshauses wird von der Garten AG getragen, wenn diese Abgeschlossen ist wird sich dann gemeinsam mit allen Anderen Beteiligten des Gartens abgesprochen ob alle mit dem Plan einverstanden sind und dann auf einen Termin (1-3 Tage) geeeinigt an denen der Bau dann umgesetzt wird. Der Termin wird dann auch geteilt werden und Interessierte können dazukommen.

    Das Holz des Gewächshuases soll mit Leinöl versieglt werden. Das Fundamet soll aus Lehm und Steinen bestehen und gegeben falls von Pfälen unztersützt werden um einige gute Stabilität zu gewährleisten und Beton zu vermeiden.

    Um die Obstbäume wird sich die Gemeinschaft an Gärner*innen kümmern.

    Die Ernte wird am Ende des Tages geteilt.


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  • Chemnitz: Stadtteilgarten Kompost

    Antrag/Antworten

    Förderantrag Stadtteilgarten „Kompost“
    Der Trägerverein und seine Projekte

    Der Stadtteilgarten „Kompost“ befindet sich direkt gegenüber des alternativen Wohnund Kulturprojekts
    „Kompott“ in Chemnitz und wurde Ende 2012 ins Leben gerufen. Träger desGartens ist der
    gemeinnützige Verein Urbane Polemik e.V.. Dieser betreibt im Kompott außerdem den Umsonstladen
    „Tante ULA“.

    Ziele des Urbane Polemik e.V. sind unter anderem Erhalt und Nutzung der denkmalgeschützten
    Gebäude, Bereicherung des Kulturellen Lebens der Stadt sowie Beiträge zur Volksbildung, wobei hier
    insbesondere auch der Gedanke der Nachhaltigkeit weitergetragen werden soll.

    Dieser wird im Umsonstladen verwirklicht, indem gebrauchte Kleidung und Haushaltsgegenstände hier
    neue Besitzer finden können, anstatt im Müll zu landen. Der Laden wird von Ehrenamtlichen regelmäßig
    einmal wöchentlich geöffnet und wird sowohl zum Abgeben als auch kostenlosen Mitnehmen der
    Sachen rege genutzt, nicht zuletzt auch von Geflüchteten.

    Ziele und Entwicklung des Gartenprojekts

    Der Garten entstand aus dem Grundgedanken der alternativen (Zwischen)nutzung von brachliegendem
    Bauland in einer Stadt mit (damals noch) stetigem Bevölkerungsrückgang. Inzwischen sieht der
    geänderte Flächennutzungsplan vor, dass das Grundstückvon ca. 450qm, wie auch umliegende Bereiche,
    weiterhin als Grünfläche erhalten bleiben soll, was den dauerhaften Fortbestand des Gartens
    ermoglicht. Nach baulichen Vorbereitungen und langjährigen Verhandlungen mit der Stadt konnte dieses
    Jahr sogar eine weitere Fläche von ca. 1.300qm zur Nutzung als teilöffentliche Grünfläche vom Verein
    übernommen werden.

    Der Gemeinschaftsgarten hat zum Ziel, Stadtbewohner/innen zusammenzuführen, zum Nachdenken
    über die Bedingungen gegenwärtiger industrieller Lebensmittelproduktion sowie Umweltund
    Naturschutz anzuregen, er bietet eine Möglichkeit wieder mehr Bezug zur Natur und zur Herkunft
    unserer Nahrung und Lebensgrundlage aufzubauen und erlaubt es auch GartenNeulingen, sich
    auszuprobieren. Hierbei stellt er außerdemeine Alternative zu z.T. überreglementierten
    Kleingartenvereinen dar und vertritt auch den ökologischen Anspruch, auf Kunstdünger sowie giftige
    Pflanzenschutzmittel zu verzichten und bei Pflanzen möglichst auf alte, bewährte, robuste Sorten
    zurückzugreifen.

    So ist unser Garten organisiert

    Um den Einstieg zu erleichtern ist für das Mitmachen bei uns keine Vereinsmitgliedschaft oder ein fester
    Vereinsbeitrag nötig. Momentan sind im Garten ca. 1012 Leute aktiv, die sich auf unterschiedliche Weise

    und unterschiedlich stark einbringen. Hierzu zählen Bewohner/innen des Kompotts und deren Freunde
    sowie Menschen aus dem Stadtteil und andere Interessierte aus der Stadt. Die Meisten gehören der
    Altersgruppe von ca. 2545 Jahre an. Im Frühjahr ergibt sich meinstens ein kleiner Wechsel in der
    Gruppenzusammensetzung und neue Mitstreiter*innen stoßen hinzu.

    Einmal im Monat gibt es ein Treffen bzw. Plenum, um Neueinsteiger*innen kennen zu lernen und
    aktuelle Sachen zu besprechen, z.B. größere Umgestaltungen, Finanzierung,Materialbeschaffung,
    Anfragen von außen etc.. Außerdem verabreden wir uns ab und an zu gemeinsamen
    Gartenarbeitseinsätzen oder zum Grillen. Die Kommunikation findet inzwischen hauptsächlich über eine
    Chatgruppe statt. Donnerstag Nachmittag und Samstag Vormittag/Mittag sind allgemein vorgemerkte
    Zeiten, an denen einige Mitglieder öfters Zeit haben, sodass man sich an diesen Tagen auch gut in einer
    Kleingruppe zum Gärtnern verabreden kann. Ansonsten kann jede/r seine eigenen Beete bepflanzen und
    pflegen und bekommt durch das Zahlenschloss zeitlich flexibel Zugang zum Garten. Die Ernte wird
    insofern geteilt, dass, wenn von einer Sorte genügend da ist, alle sich etwas nehmen können. Ist ehr
    wenig da, erntet die Person, die es angepflanzt hat. Baut jemand z.B.nur Tomaten an, kann er/sie auch
    Salat mit ernten, und dafür später ein paar Tomaten abgeben.

    Arbeiten wie Rasenmähen und die Pflege der Terrassen u.a. Gemeinschaftsflächen werden beim Treffen
    untereinander aufgeteilt. Im Sommer erstellen wir außerdem einen Gießplan nach Wochentagen, sodass
    sich möglichst 12 Verantwortliche pro Wochentag finden, die bei Trockenheit das Gießen für alle
    übernehmen. So muss nicht jede/r jeden Tag kommen, um ein einzelnes Beet zu gießen.

    Vorhaben zur Umsetzung mit Ihrer Förderung

    Die Gartengruppe möchte eine Reihe verschiedener Projekte und Maßnahmen umsetzen. Vor einigen
    Jahren haben wir mit dem Bau von Hochbeeten begonnen, da 2018 durch eine Bodenuntersuchung eine
    Kontamination festgestellt worden war. Die begonnene Umgestaltung hin zu Hochbeeten und der
    Austausch von Erde sollen jetzt weiter fortgesetzt werden. Insbesondere möchten wir 2023 auch unsere
    große Kräuterspirale stabiler aufbauen, die Erde austauschen und nachfüllen. Dabei möchten wir sichere
    Abtrennungen zu potenziell belasteten Materialien schaffen und einige neue Kräuterarten ergänzen. Wie
    bei einer Kräuterspirale üblich, werden dafür unterschiedliche, auch steinige/sandige Substrate
    eingesetzt, um mediterranen Kräutern einen geeigneten Boden bieten zu können.

    Wir möchten durch den Förderantrag außerdem unseren Bestand an Gartengeräten verbessern, der
    aufgrund von Verschleiß nach vielen Jahren verringert ist. Somit soll es ermöglicht werden, dass auch 34
    Leute gemeinsam eine Aufgabe anpacken können, indem häufig genutzte, kleine Geräte wie
    Gartenschere oder Handschaufel nicht nur einmal vorhanden sind. Zudem sollen die Auffangund
    Speichermöglichkeiten für Regenwasser ausgeweitet werden; dies ist besonders wichtig, da es im Garten
    keinen Wasseranschluss gibt.Da das Dach unseres Geräteschuppens undicht geworden ist, benötigt
    dieses eine Überarbeitung. Hier möchten wir als neuen Belag eine EPDMBahn anschaffen; diese hat
    laut Herstellerangaben eine Haltbarkeit von mehreren Jahrzehnten und erscheint uns dadurch

    wesentlich nachhaltiger und weniger umweltschädlich als die bisher verbaute Dachpappe.
    Auch das Dach unseres Tomatenunterstandes muss erneuert werden; hier möchten wir ebenso eine
    haltbarere Lösung finden, als die bisher verbauten Kunststoffarten, welche nun mehrmals nach 12
    Jahren kaputt waren.

    Wichtig ist auch ein Vorrat von guter, schadstoffreier , torffreier Erde, die für den Anbau von
    Lebensmitteln geeignet ist. Hierzu möchten wir eigene Mischungen mit Sand, Erde und Kompost
    herstellen, welche an dieindividuellen Berdürfnisse der Pflanzen angepasst werden können. Da wir
    Grünschnittkompost kostenfrei über das Grünflächenamt beziehen konnten, müssen nun nur noch die
    anderen Bestandteile für die Mischung gekauft werden.

    Fragen/Antworten:

    – wie groß ist die Fläche auf der gegärtnert wird, wie viele Beete gibt es? Wie viele Hochbeete gibt es schon und wie viele sollen vom wem noch gebaut werden?

    Der alte Stadtteilgarten ist ca. 450 qm groß. Es gibt auf dieser Fläche keine große zusammenhängende Wiese oder Brachfläche mehr, deswegen würde ich sagen, dass auf der ganzen Fläche gegärtnert wird.. außer im Geräteschuppen ; ) Die Hochbeete haben verschiedene Form und Größe, ca. 9 Stück sind bereits befüllt/bewirtschaftet. Weitere 4 Stück sind bereits vorhanden, jedoch noch nicht mit Erde befüllt. Dann gibt es noch 4 größere ebenerdige bzw. halbhohe Beete ohne saubere Abtrennung zur belasteten Erde, welche nach und nach umgebaut bzw. durch richtige Hochbeete ersetzt werden sollen.

    – sind alle Beete individuelle Beete?

    Es gibt auch gemischte bzw. gemeinschaftlich bepflanzte Beete. Das ergibt sich aus Absprachen z.T. immer wieder neu. Außerdem ist die Kräuterspirale für alle nutzbar. Auch bei den individuellen Beeten teilen wir uns mit Gießarbeit und z.T. Ernte rein.

    – ist die Fläche offen/gibt es einen Zaun?

    Es gibt einen Zaun, dieser kann jedoch von der Seite umgangen werden.

    – gibt es ein Schild, das auf die Mitmachmöglichkeit hinweist?

    Die Kontakt-Mailadresse steht groß am Zaun. Weitere Infos müssen wir mal ergänzen, das Schild ist kaputt und muss erneuert werden.

    – wie ist die Wasserversorgung derzeit organisiert?

    Wir fangen Regenwasser auf in zwei Regentonnen, vom Dach des Schuppens und inzwischen auch von einer aufgespannten Plane. Dieses ist jedoch sehr schnell verbraucht (z.B. nach 2 Tagen). Man kann außerdem zum Bach hinunter gehen und mit Gießkannen daraus schöpfen, bei längerer Trockenheit untersagt es jedoch die Stadt. Außerdem sehr mühsam/zeitaufwändig.

    – wo steht der Geräteschuppen und gehört der zum Kompott? Sind da nur die Gartengeräte untergebracht? Wie haben die Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu?

    Der Geräteschuppen steht direkt im Garten, er gehört nicht in dem Sinne zum Wohnprojekt Kompott. Den Zugang hat die Gartengruppe jederzeit durch ein Zahlenschloss. Ja, dort sind nur die Gartengeräte untergebracht (und sonstige kleine Sachen, die im Garten benutzt werden, wie Grill und Sitzpolster)

    – wie und wo machen Sie Öffentlichkeitsarbeit für den Garten?

    Aktuelles gibt es jetzt auf Instagram.

    Wir haben einen Flyer und ein ausführlicheres Infoblatt, diese wurden z.B. in Geschäften und auf einem Festival mit einem eigenen Stand verteilt. Flyer müssen wir erneuern bzw. nachdrucken.

    – wenn jemand neu mitmachen möchte, wird dann ein neues Beet gebaut?

    Kommt darauf an, ob die Person das möchte.

    – wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten des Gartens?

    Regelmäßig anfallende Kosten wie Miete fällt zum Glück sehr gering aus und wurde bisher vom Verein getragen.

    Die Gärtner*innen besorgen Pflanzen und gelegentlich Baumaterial oder Weiteres für den Garten, manchmal wurde Geld zusammengelegt für eine Anschaffung.

    – was ist mit „Pflege der Terrassen“ gemeint? Vom Hausprojekt? Was für weitere Gemeinschaftsflächen gibt es?

    Direkt im Garten gibt es zwei selbstgebaute Terrassen, als Sitzplätze. Diese gehören also nicht in dem Sinne zum Hausprojekt (dieses befindet sich auf der anderen Straßenseite und hat einen eigenen Innenhof mit Pflaster und Grün…) Die „Pflege der Terrassen“ heißt, das Zuwuchern aus den Ritzen bzw. im Kies verhindern, und Steine ersetzen /gerade rücken, Laub entsorgen und kehren. Als weitere „Gemeinschaftsflächen“ kann man noch die kleinen Grasflächen und Grasstreifen zwischen den Beeten bezeichnen, sowie den Teich und zwei Sitzplattformen aus Holz, auch die Flächen mit Bäumen und Sträuchern, den Kompost, die Lagerplätze für Schüttgut und anderes.

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  • GAP: Beete in den Gemeinschaftsgärten werden saniert

    (Antrag, Antworten)

    1. Acker am Hammersbacher Fussweg: hier haben wir ca. 100 qm Fläche mit Streuobstwiese (das war ein Patenapfelbaumprojekt) und mit Biodiversitätswiese und Stadl (ich glaub Du hast uns dort mal besucht?).

    Hier sind insgesamt 6 Personen am Bepflanzen. Weil das Grundstück privat ist, wollten wir es glaube ich nicht so veröffentlichen. Ich kann aber die Eigentümerin nochmal fragen.

    2. die Beete Lavendelgärtchen, Dicke Bohne und Stern liegen alle an dem Partnachfussweg und werden von einer Gruppe von ca. 10-12 Personen gepflegt und gehegt. Hier finden auch öfters Picknicks statt, wo wir mit unserer Ernte neue Rezepte ausprobieren und sie uns dann gemeinsam schmecken lassen. Am Lavendelgärtchen habe wir eine neue Mit-Kümmererin, die gerne viel Kräuter und essbares für Bienen anbauen möchte. Zudem starten wir einen Versuch mit Schneckenfernhaltekräutern am Rand. Wir treffen uns immer Freitags um 15 Uhr zum gemeinsamen Garteln. Dann schauen wir immer was ist wo zu tun und je nachdem teilen wir uns auf die 3 Beete auf. Es ist ein sehr schönes Miteinander muss ich sagen

    :-)))

    Was wir vorhaben ist, dass wir erstens den Stern sanieren, weil er bald auseinanderfällt. Weiterhin soll dort Gemüse und Erdbeeren angebaut werden. An der Bohne haben wir schon mit dem Bepflanzen begonnen mit Knoblauch, Karotten und ein Bohnenrankgerüst aus Zweigen wurde gebaut.

    Außerdem habe ich neue Baumscheiben besorgt, weil die Wiese in der Bohne teils sehr feucht ist. Ein Picknick gab es letzen Freitag auch schon.

    Am Acker sind Teile etwas zugewuchert. Nachdem wir 2 neue Mitgärtndernde gewonnen haben, müssen hier Teile umgegraben werden. Der alte Spaten ist etwas marode. Wir kaufen gern lokal ein in einem kleinen Laden (Leitenbauer in Farchant), der gute Qualität hat, dafür wahrscheinlich etwas teuerer als im Baumarkt (mehr …)

  • Tübingen: Wilde Linde will wachsen

    (Antrag, ANtworten)

    Wir werden in die Gartensaison 2024 je nach WeNer zwischen 1.3. und 19.3. mit einem Team von
    sechs Personen starten.
    Wir haben uns im Januar als Plenum zur Jahresplanung 2024 getroffen und es gibt seitdem ein
    OrganisaPonsteam von drei Personen, die organisatorische, planerische und kommunikaPve
    Aufgaben bis auf Weiteres übernehmen.
    Pflanzenbaulich möchten wir in 2024 zusätzlich zu unseren üblichen TäPgkeiten, die im Jahresbericht
    2022 beschrieben sind, Folgendes umsetzen:
    • BeerenstrauchsschniN zur Verjüngung
    • Stecklingsvermehrung der Beerensträucher
    • Pflanzen von Brombeeren
    • Maßnahmen ergreifen, um unsere große Wiesenflächen zwischen Kräuterbeet und Kompost
    blühender zu machen
    • Ergänzende Randsteine für unser Kräuter-, Wucher- und Heilpflanzenbeet anschaffen und
    verlegen
    • Weitere Pflanzen wie Winterkopfsalat und gelbe Beete (siehe Kostenaufstellung) zum ersten
    Mal anbauen
    • Einen weiteren Komposthaufen errichten (aus eigenen ökologischen Materialien, ohne
    Kosten)

    1. Was für Ideen habt ihr, dass sich die Gartengruppe vergrößert? Was habt ihr da im letzten Jahr für gemacht? Drei bis zehn Menschen ist ja im Durchschnitt ja doch recht wenig.

    Wir haben ein neues Plakat gut sichtbar angebracht, um ‚Laufkundschaft‘ zu akquirieren;  eine eingeschlafene umfangreiche externe Mailingliste reaktiviert, um frühere Interessenten erneut anzusprechen; Lehrer des nahegelegenen Kepler-Gymnasiums angesprochen, um eine Kooperation zu initiieren, nachdem unsere Kooperation mit der benachbarten Grundschule eingeschlafen ist; die Vernetzung mit dem Gemeinschaftsgarten Grünen Tilsiter bei einem Treffen im Werkstadthaus und einem Grillfest verstärkt, um uns spezifisch über unser geteiltes Problem der Akquise auszutauschen; wir haben uns bei der Initiative torffreie Gärten des Nabu angemeldet und werden deren Schild gut sichtbar anbringen, um Interessierte damit anzusprechen; wir sind dabei über die lokale Zeitungen (Tübingen im Fokus und Schwäbisches Tagblatt) für unseren Gemeinschaftsgarten zu weben.    

    1. Wie wollt ihr unabhängiger von unserer Förderung werden?

    Wir wollen mehr Spenden und Eigenbeiträge einsammeln und prüfen zudem, ob wir über den Verleih unserer Geräte etwas einnehmen können (und dabei auch vllt. Mitwirkende finden)

    1. Was für andere Finanzierungsmöglichkeiten seht ihr? Worum habt ihr euch gekümmert?

    Wir haben uns über Hanna beim Werkstadthaus erneut nach der Möglichkeit eines Paypal-Spendenkontos erkundigt und sie hat die Frage an die Kassenwärtin des Werkstadthauses weitergeleitet. Damit könnten wir flexibel und einfach Spenden von Mitwirkenden oder sonstigen Interessierten einsammeln.

    1. Habt ihr mal kürzlich bei der Stadt nachgefragt? In immer mehr Städten und Kommunen gibt es ja Fördermöglichkeiten für Gemeinschaftsgärten u.a. bzgl. Klimaschutz und Biodiversität.

    Das haben wir nicht, ist aber ein sehr guter Hinweis.  Vielen Dank! Wir erkundigen uns zunächst einmal beim Tübinger Förderprogramm für Artenvielfalt (was sich allerdings an Mieter und Eigentümer richtet).

    1. Es laufen derzeit ja viele Tauschbörsen für Saatgut und Jungpflanzen: seid ihr da mal hin gegangen? Andere Gemeinschaftsgärten bekommen dort einen großen Anteil der Samen oder auch Jungpflanzen, die sie brauchen.

    Danke auch für diesen Hinweis! Wir werden zu einer Tauschbörse in Tübingen gehen und schauen, ob wir dort Saatgut bekommen.  Zudem versuchen wir, über einen Bekannten für diese Saison Saatgut aus der Saatgut-Bibliothek Konstanz zu bekommen. Das Problem hierbei ist, dass wir seblst derzeit nichts anzubieten und kaum die Kapazitäten haben, Saatgut zu produzieren.

    1. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen inzwischen an den Kosten?

    Sie beteiligen sich vermehrt mit einzelnen Spenden und Geschenke, die in den Berichten zusammfassend aufgelistet sind.

    1. Und wie ist der Stand mit den Beeten und der Ernte? Ist das alles gemeinschaftlich?

    Ja, es wird alles gemeinschaftlich geerntet.


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  • Lauterbach: Stadtgarten entsteht

    (ANtrag, ANtworten)

    • Wie können weitere interessierte Nachbar*innen mitmachen? Werben Sie dafür? Ja, wir hatten kürzlich einen schönen Zeitungsartikel in der lokalen Presse und daraufhin hat sich gerade heute eine Nachbarin gemeldet. Außerdem planen wir zusammen mit anderen Gemeinschaftsgärten die Gründung eines Netzwerkes am 19.4. in Lauterbach und hoffen so, Kräfte zu bündeln und mehr Menschen für einen/unseren Gemeinschaftsgarten zu begeistern. Im Anschluss an das Netzwerktreffen, wo wir uns erstmal kennen lernen wollen, veranstalten wir eine Pflanzen- und Gerätetauschbörse, zu der alle Interessierte eingeladen sind und sich über die Gemeinschaftsgärten informieren können – praktischerweise liegt unserer gleich in der Nähe der Veranstaltung.
    • Wer wird die Beete bauen, wie sind diejenigen, die dann gärtnern, daran beteiligt? Ich glaube, die Frage verstehe ich nicht ganz und hoffe, Sie sind mit meiner Antwort zufrieden. Die Beete sind aufgeteilt wie im aktualisierten Antrag geschrieben. Wir haben gemeinsam die Vorbereitungsarbeiten gemacht – es fehlt noch die Erde, die wir geschenkt bekommen und für die wir nur die Transportkosten übernehmen werden. Wahrscheinlich werden wir nächste Woche einen gemeinsamen Arbeitseinsatz diesbezüglich haben. Wir die Bepflanzung der Gemeinschaftsbeete (Kartoffelbeet, Erdbeer-/Zwiebelbeet, Färberpflanzen, Kräuter- und Duftpflanzenbeet) und die Bepflanzung der Randbereiche mit Beerenobst u.a. sind wir gemeinsam verantwortlich, die anderen Beete werden von den jeweiligen Leuten alleine bewirtschaftet. Wir haben einen gemeinsamen Pflanztermin im Mai vereinbart, bei dem uns jemand mit Gartenexpertise zur Seite steht. Wer baut Bank und Kompost? Für den Bau des Komposts, den wir gemeinsam anlegen wollen, planen wir einen Termin im Mai/Juni. Für den Bau der Bank und der Hochbeete, die wahrscheinlich nur von einem Teil der Gemeinschaft gebaut werden soll, haben wir noch keinen Termin.
    • Gibt es eine „Gartengruppe“ an der Fachhochschule? Was passiert, wenn die aktuell Auszubildenen fertig sind? Die „Gartengruppe“ der Fachhochschule bildet sich gerade um drei Lehrkräfte und deren Schüler*innen und soll sich als fester Bestandteil der Ausbildung der Erzieher*innen verstetigen. Auf Initiative des klimafairein sind in Lauterbach und anderen Gemeinden in Kitas Gemeinschaftsgärten entstanden. Wenn Auszubildende schon Erfahrung in diesem Bereich mitbringen, dann kann die Idee einer nachhaltigen Bewirtschaftung eines Gemeinschaftsgarten und all der positiven Effekte, die das hat, weiter zu den Kindern und in die Familien getragen werden.
    • Auf welche Beete beziehen sich die beantragten Samen/Pflanzen? Die beantragten Samen/Pflanzen beziehen sich auf die die Bepflanzung der Gemeinschaftsbeete (Kartoffelbeet, Erdbeer-/Zwiebelbeet, Färberpflanzen, Kräuter- und Duftpflanzenbeet) und die Bepflanzung der Randbereiche mit Beerenobst.

    vielen Dank für Ihre Mail. Wie schön, dass es einen zweiten Gemeinschaftsgarten in Lauterbach geben wird. Haben Sie mit dem Gemeinschaftsgarten der Kirche Kontakt? https://urbane-gaerten.de/urbane-gaerten/gaerten-im-ueberblick/gemeinschaftsgarten-lauterbach Ja, wir stehen mit dem Gemeinschaftsgarten der Kirche in Kontakt und planen zusammen mit den Verantwortlichen ein Netzwerktreffen für alle Gemeinschaftsgärten in der Region Vogelsberg und im Anschluss daran eine Pflanz- und Gartengerätetauschbörse in Lauterbach.

    • Was bedeutet die Flächenangabe von 2 x 400m²? Handelt es sich um zwei Flächen, die nicht zusammenhängen? Ja, es handelt sich um zwei Flächen. Auf der einen sollen Beete entstehen und  die andere (ist im Moment Rasenfläche) wollen wir zunächst erst einmal für Veranstaltungen und Aktionen nutzen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten hier auch noch Beete entstehen.
    • Wie ist die Kooperation mit der Zweikopf Agentur zu verstehen, die ja das Grundstück pachtet – das ist ja eine Werbeagentur. Und welche Rolle wird das Gartenprojekt in der Arbeit der Agentur spielen? Was für Veranstaltungen und Aktionstage werden von der Werbeagentur ausgerichtet werden? Die Zweikopf Agentur hat das Grundstück gepachtet – darauf stehen Lagerhallen der ehemaligen Gärtnerei, die die Agentur nutzt, um Equipment etc. zu lagern. Die Grünflächen des Grundstückes wurden bisher nicht genutzt und lagen brach. Wir vom klimafairein und das Team der Agentur kennen uns gut und haben die Idee gemeinsam entwickelt. Die Angestellten und die jungen Chefs der Agentur haben sich bisher an Arbeitseinsätzen beteiligt und wollen bei der Gartenbewirtschaftung unterstützend mitwirken.

    Als gemeinsame Veranstaltungen des Gartenteams, bei der sich das Team der Agentur im Ehrenamt einbringen wird, sind die Eröffnung des Gartens, ein Erntedankfest und ein Jahresabschlussfest geplant. Über weitere Veranstaltungen, die die Agentur alleine auf dem Grundstück durchführen möchte, haben wir bisher nicht gesprochen.

    • Ist der Vertrag für die Nutzung der Fläche als Gemeinschaftsgarten befristet? Muss eine Pacht gezahlt werden? Nein, der Vertrag ist nicht befristet und wir bezahlen keine Pacht.
    • Wer hat das Grundstück Ende letzten Jahres bearbeitet und wie wurde das finanziert? Das Kernteam aus den drei Initiatoren (Mitglieder des klimafaireins, Team der Zweikopf Agentur und Pflege- und Verwaltungspersonal von Hephata) und deren Freunde/Familienangehörige haben das Grundstück für die Einrichtung als Gemeinschaftsgarten im Ehrenamt bearbeitet – diese Arbeiten waren reine Vorbereitungsarbeiten, weil das Grundstück überwuchert und unzugänglich war.
    • Wie groß ist denn die Gruppe, die mitplant und wie groß die Gruppe, die gärtnern möchte? Das Kernteam besteht aus 7 Leuten. Außerdem haben wir noch 2 Personen, die uns bezüglich Gärtnerexpertise fachlich zur Seite stehen. Die Gruppen, die gärtnern möchten, bestehen zum einen aus Schüler*innen der Vogelsbergschule Lauterbach (Färbergarten) und zum anderen aus den Bewohner*innen des Seniorenheimes (Rollibeete). Weiterhin werden die Bewohner*innen des Hauses am Kirschberg um die Gemüsebeete kümmern und wir planen, die Bürger*innen der Stadt Lauterbach mit einzubeziehen.
    • Sind im Kernteam Menschen aus der Nachbarschaft dabei? Ja – sowohl Hephata als auch die zweikopf Agentur befinden sich in der Nachbarschaft.
    • Gibt es ein Schild an der Fläche, die auf das Vorhaben hinweist mit Kontaktmöglichkeit? Ja, es hängt ein Banner, auf dem das url der Webseite angegeben ist und dort gibt es die Möglichkeit über einen Button, an uns schreiben kann.

    Wenn ich es richtig verstehe, sind derzeit hauptsächlich andere Einrichtungen an der Planung und dem Aufbau des Gartens beteiligt? Wie werden die Nachbar*innen denn in den Aufbau des Gartens einbezogen? Es gab bereits einen Artikel in der lokalen Presse. Das große Interesse hatte uns ein bisschen überfordert, da wir noch in der Planungsphase steckten und viele Dinge klären mussten, um eine vernünftige Basis für den Gemeinschaftsgarten aufzubauen. Große Teile des Kernteams sind unmittelbare Nachbarn zum Gemeinschaftsgarten. Nichts desto trotz ist es für uns  wichtig, im nächsten Schritt weitere Nachbar*innen bzw. Bürger*innen aus der näheren Umgebung einzubinden.  Daher planen wir im Rahmen der oben genannten Pflanzentauschbörse (am 19.4.24) einen Infostand zum neu entstehenden Gemeinschaftsgarten und wollen die Menschen zu einem Eröffnungsfest im Mai einladen.

    • Wie und wie viele Gärtner*innen werden beim Bau der Beete, des Komposts und der Sitzbank beteiligt? Wie viele Hochbeete sind geplant? Sollen alle Hochbeete Rollibeete werden? Wie viele Erdbeete soll es geben?

    Hier eine Skizze des Anbauplans: Wir planen zwei Rolli-Hochbeete, 1 Färberpflanzen Beet, 1 Kräuterbeet, 1 Experimentierbeet, 1 Beerenobst-Beet, 3 Gemüsebeete (alle 8 m lang)

    Die Workshops für das Erstellen der Beete, des Komposts und der Sitzbank sollen öffentlich sein – wir wollen die Werbetrommel rühren – nicht mehr als 10 Personen sollen diese Aktionen umfassen. Wir wollen insbesondere hierüber Menschen für den Garten begeistern und Interesse wecken in der Gemeinschaft aktiv zu werden.

    • Bitte beachten Sie, dass unsere Förderung auf den Eigenbau durch die Gartengruppe abzielt. Dies passt zu unserem Konzept: Wir wollen alle Baumaßnahmen in Eigeninitiative mit dem Input bzw. unter Anleitung von Fachexpert*innen durchführen.
    • Bitte fächern Sie die Kosten für die Gartengeräte weiter auf. Wo werden die Geräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen jederzeit Zugang? Die Geräte werden in einem kleinen Geräte- Schuppen (der uns gespendet wurde und den wir noch aufbauen müssen) untergebracht  – wir wollen einen Schlüsseltresor aufstellen, der Code  wird an die Mitwirkenden weitergegeben.
    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen und die Kooperationspartner an den Kosten für den Garten und die Planungen? Für das erste Jahr wollen wir den Gemeinschaftsgarten über Förderung, Spenden und  Eigenmittel des Kernteams finanzieren. Für die folgenden Jahre wollen wir uns noch mit allen Mitwirkenden absprechen, da gibt es noch keine finale Entscheidung.
    • Was ist mit „Sicherung der Wege“ gemeint? Aktuell sind die Steinplatten der Wege durch die Witterung und die Nichtnutzung der letzten Jahre etwas schief geworden. Diese wollen wir begradigen und ggf. an manchen Stellen für Ältere bzw. körperlich Eingeschränkte einen Handlauf montieren.
    • Bitte beachten Sie, dass Stromversorgung bei uns nicht förderfähig ist – verstehe ich das richtig, dass dann auch die Materialien zur Stromversorgung nicht förderfähig sind?
    • Woher kommt das Wasser für den Wassertank? Wir planen über die Dachrinne der Lagerhalle, Regenwasser aufzufangen.
    • Wie wird der Garten denn organisiert? Wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet? Wie laufen Informations- und Entscheidungsflüsse? Was passiert mit der Ernte? Geplant ist, das sich ein Team findet, dass Arbeitseinsätze, Veranstaltungen und Feste im Garten koordiniert – das darf sich entwickeln und muss nicht zwingend das jetzige Kernteam sein. Im Moment arbeiten wir noch an der Kommunikation und Organisation des Gemeinschaftsgartens, nächster Termin dafür ist übernächste Woche – vielleicht hätten Sie da für uns ein paar Tipps. Grundlegende Strukturen, die eine möglichst breite Partizipation der Mitwirkenden bei wichtigen Entscheidungen gewährleistet, müssen also noch erarbeitet werden. Für den Informationsfluss werden wir einmal die üblichen internen Kommunikationswege über E-Mail und Apps nutzen und zum anderen die Öffentlichkeit über Social Media, Presse und unsere Webseite auf dem Laufenden halten.

    Das Färberpflanzen- und Experimentierbeet wird von den Schüler*innen der Vogelsbergschule bewirtschaftet, die Rolli-Beete werden vornehmlich von den Senioren und dem Pflegeteam des Altenheims bewirtschaftet und der Rest wird vom allen anderen inklusive den jungen Leuten vom Haus am Kirschberg bewirtschaftet.

    Als erste Regel gilt: Wer gärtnert, erntet! Zweite Regel: Für die Veranstaltungen und Workshops wird die Ernte verarbeiten! Dritte Regel: da wir noch keine Erfahrung über das Ausmaß der Ernte haben, tendieren wir dazu alles, was übrig ist, zu verschenken (z.B. an die Lauterbacher Tafel e.V.)

    • Haben Sie beim Grünflächenamt der Stadt nach Erde etc. gefragt? Nein, das haben wir nicht gemacht. Fördert die Stadt das Projekt? Die Stadt wird an einem Förderwettbewerb teilnehmen und unsere Veranstaltungen hierüber unterstützen, sollte der Wettbewerb positiv verlaufen. Eine weitere Förderung ist seitens der Stadt Lauterbach nicht vorgesehen.


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  • Potsdam: Klimagarten Wendeschleife wächst

    (Antrag, ANtworten)

    Die Pflege und Bepflanzung der Beete des Gemeinschaftsgartens wird von Beetpat*innen (27 Personen inklusive Angehörige), dem Team Wendeschleife und weiteren Interessierten übernommen. Die Beetpat*innen stimmen sich regelmäßig mit dem Projektteam ab und übernehmen teilweise auch die Betreuung des wöchentlichen offenen Gärtnerns sowie die Gestaltung von Workshops.Das Team Wendeschleife besteht aus Norbert Fadtke (Bundesfreiwilligendienst), Henrike Wieck (Bundesfreiwilligendienst), 2 Ehrenamtlerinnen und mir (Francie Großhennig, Umweltlotsin des oskar.Begegnungszentrum). Im Projekt Wendeschleife legen wir besonderen Wert auf die soziale Integration und lokale Vernetzung, auf Umweltbildung und Qualität des Lebensumfelds sowie Nachbarschaftliches Engagement und Beteiligung. Um die Projektziele zu erreichen, stellen wir in unserer Arbeit folgende Bereiche in den Mittelpunkt:

    èÖkologisches Gärtnern (z.B. offenes Gärtnern am Mittwoch)

    èStadtgrün und Stadtnatur, Multifunktionale Grünflächen (z.B. Garten offen für alle, kein Zaun)

    èGemeinschaft, Wertschätzung und Gestaltung des Wohnumfeldes, Freizeit im Freien, Identifikation mit dem Lebensumfeld, Zeit im Freien (z.B. Pflanzaktionen, offener Kaffeeklatsch)

    èFörderung von umweltbewusster Ernährung (z.B. Klimakochen)

    èSelbermachen, Unverpackt, Reparieren statt Wegwerfen, Mülltrennung/-vermeidung, Teilen oder Leihen statt neu kaufen(z.B. Handarbeitscafé, Saatgut- und Pflanzentausch)

    èNachhaltige Mobilität, Leitungs-/Trinkwasser und Grauwasser (z.B. Verleih von Lastenrad)

    èNaturpädagogische Umweltbildungsangebote (z.B. Schul-AG „Die Welt ist mein Garten“)

    Eine unschätzbare Unterstützung für die Mitarbeiter*innen und Beetpat*innen stellt gerade bei der Umsetzung von Festen das Netzwerk engagierter ehrenamtlicher Helfer*innen dar.

    Das Begegnungszentrum oskar. wird durch die Landeshauptstadt Potsdam gefördert. Im Rahmen dieser Förderung sind Kosten für die hier beschriebenen Vorhaben nicht vorgesehen.

    2      Vorhaben

    Wir würden gern die folgenden beiden Vorhaben für unser Projekt Wendeschleife fördern lassen:

    1. Naturpädagogik: Der verbindende Grundgedanke der geplanten Aktivitäten dieses Vorhabens ist der Aufbau eines für die Zielgruppe interessanten naturpädagogischen Angebotes in Form von Exkursionen, Experimenten und Workshops. Durch diese thematische Erweiterung der Wendeschleife soll die Reichweite im Stadtquartier gesteigert und die Gesamtthematik Naturschutz/Umweltschutz/Nachhaltigkeit besser vermittelt werden.

    2. Schutz: Als weiteres wesentliches Vorhaben planen wir den Schutz der Beetpatenpflanzungen durch dafür sinnvolle Maßnahmen, um zum einen hier mehr Nachhaltigkeit für das Geschaffene als auch Würdigung der Mitarbeit durch Schutz vor Verunreinigungen zu gewährleisten.

    Der Projektzeitraum ist für Mai bis Ende des Jahres 2024 vorgesehen. Die Einweihung der einzelnen Projektsegmente erfolgt fortlaufend. Im Einzelnen würden wir gern die folgenden Maßnahmen fördern lassen:

    ·        Naturpädagogisches Material: Für die Einrichtung eines mobilen grünen Klassenzimmers möchten wir die notwendigen Materialien (z.B. Exkursionsbox Natur/ Wildbienenzucht) anschaffen.

    ·        Walderdbeeren Schau- und Nutzgarten: Wir möchten einen bisher unbepflanzten eher schattigen Standort auf dem Essbaren Innenhof erobern. Walderdbeeren und Waldmeister würden wunderbar zu dem dort bereits befindlichen Minzgarten passen.

    ·        Färberpflanzen + Equipment: Um ein weiteres spannendes Feld der historischen Pflanzenverwendung in unseren Gemeinschaftsgarten zu holen, würden wir gern ein Beet mit Färberpflanzen anlegen und diese für Workshops nutzen.

    • Wie viele Menschen sind denn inzwischen im Garten aktiv und hat sich an der Anzahl der Beete was geändert?
      • Wir haben 17 Hochbeete plus 12 Flachbeete. Mit den Hochbeeten erreichen wir etwa 30 Personen (eingetragene/r Beetpat*in plus Familie/Partner*in). Außerdem gibt es Spontangärtner*innen und Terrassenaufräumer*innen die häufig ungesehen aktiv sind bzw. beim offenen Gärtnern in den Gemeinschaftsbeeten mitarbeiten.
    • Erreicht ihr mit dem Garten auch Migrant*innen/Geflüchtete?
      • Circa ein Drittel der Beetpat*innen haben einen Migrations- bzw. Fluchthintergrund.
    • Wo soll das Färberbeet hin? Ihr hattet ja nicht mehr viel Platz auf der Fläche? Wer würde sich darum kümmern? Was und wie viele Workshops plant ihr? Wo würden diese stattfinden?
      • Für das Färberbeet soll eins der 3 großen Blumenbeete aufgelöst und auf die anderen beiden umverteilt werden. Darum kümmern würde sich unsere Bundesfreiwillige, ein Mitarbeiter aus der Fahrradwerkstatt der USE, eine an dem Thema interessierte Beetpatin und ich. Die Workshops würden je nachdem was gemacht wird im Garten oder in der Stadtteilküche im oskar.Begegnungszentrum etwa einmal im Monat stattfinden.
    • Was ist mit „Aufbau für die Beete zum Schutz“ gemeint? Welche Materialien sind gemeint? Wer würde hier bauen?
      • Auf eurer Internetseite gibt es bei „Umgang mit Vanadalismus“ ein Bild von einem Hochbeet welches einen abschließbaren Kasten aufgesetzt hat. Für den Bau von 5 Aufbauten bräuchten wir: Holzlatten, Sechseckdrahtgeflecht, Holzschrauben, Überfälle mit Öse, Winkelverbinder und Schlösser.Gebaut würden diese von den Beetpat*innen an den betreffenden Beeten mit der Unterstützung des Team Wendeschleife, evt. kann ich noch jemanden aus der Fahrradwerkstatt begeistern. 
    • Wie hat sich der essbare Innenhof weiterentwickelt? Gibt es da auch eine Gruppe, die sich kümmert?
      • Die Gruppe im essbaren Innenhof besteht aktuell leider nur aus 3 interessieren Anwohner*innen. Aber dafür wächst und gedeiht alles vorhandene prächtig. Und in der Erntesaison/ wärmere Jahreszeit konnten wir beobachten, dass die Beeren und die Minze von Anwohner*innen geerntet werden und auch die Kinder zum Naschen verleiten.
    • Könnt ihr die Infotafeln nicht mit vorhandenen/gebrauchten/Restmaterialien bauen, die bei euren anderen Aktivitäten im Oskar anfallen/eh da sind?
      • Ja, das können wir versuchen.

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  • Karlsruhe: Mitmach Garten Rüppurr baute zwei Brunnen

    (Antrag, Antworten)

    Was war vorher auf der Fläche, ist diese umzäunt und woher kam bisher das Wasser?
    Das Grundstück wurde seit ca. 70 Jahren als Pferdewiese benutzt und lag die letzten 10 Jahre
    brach, wurde lediglich einmal im Jahr gemäht/gemulcht, das Schnittgut auf der Fläche
    belassen.
    Die Fläche grenzt von drei Seiten an umzäunte Gärten, eine Seite, über die die Erschließung
    erfolgt, wurde mit einer Benjes-Hecke von uns begrenzt.
    Das Wasser wurde uns letztes Jahr (das war das erste unseres Projekts) von benachbarten
    Gärtner*innen nach Bedarf in zwei 1000l-Tanks gepumpt, dies war auf ein Jahr befristet.
    2. Wie groß ist der Teil mit den Beeten (individuelle und gemeinschaftliche Beete)?
    Die Gesamtfläche von 1,4 ha ist in drei Bereiche geteilt, die alle auch Beete besitzen, d.h.
    Bewässerungsbedarf haben.
    – Wiese mit Benjes-Hecke, Kräuterspirale und frisch gepflanzter Streuobstwiese, 6000qm
    – Aktionsfläche, (siehe unten) ca. 3000 qm und
    – Gartenbereich mit ca. 35-40 Parzellen in diesem Jahr, für Einzelne, Paare, Familien,
    Gruppen, dazu Kompostpost- und mistplatz, Gerätehaus, Gemeinschaftsfläche, ca. 5000 qm
    Was für Bildungsangebote und Veranstaltungen sollen auf der Aktionsfläche stattfinden und
    wer ist dafür die Zielgruppe? Was für Schaugärten sind geplant?
    bisherige Veranstaltungen waren z.B.:
    Bestimmung vorhandener Wiesenblumen,
    Bodenuntersuchung und Bestimmung,
    Feuermachen mit Bogen und Spindel
    Veredeln von Obstbäumen
    Singen am Feuer
    Flachsernte und -verarbeitung
    Spinnen und Weben von Wolle und Flachs
    Masterstudiengang „Biodiversität“ der PH-Karlsruhe mit Arbeiten und Aktionstagen.
    Kleine Ziegenherde zur Landschaftspflege mit vielen Mitmach-Möglichkeiten.
    3. Was für Bildungsangebote und Veranstaltungen sollen auf der Aktionsfläche stattfinden und
    wer ist dafür die Zielgruppe? Was für Schaugärten sind geplant?
    bisherige Veranstaltungen waren z.B.:
    Bestimmung vorhandener Wiesenblumen,
    Bodenuntersuchung und Bestimmung,
    Feuermachen mit Bogen und Spindel
    Veredeln von Obstbäumen
    Singen am Feuer
    Flachsernte und -verarbeitung
    Spinnen und Weben von Wolle und Flachs
    Masterstudiengang „Biodiversität“ der PH-Karlsruhe mit Arbeiten und Aktionstagen.
    Kleine Ziegenherde zur Landschaftspflege mit vielen Mitmach-Möglichkeiten.
    Geplant sind neu für dieses Jahr:
    Ferienbetreuung für Schulkinder,
    Weiterbildung „kreative Seniorenarbeit“ der Ev. Erwachsenenbildung Baden
    Zielgruppen sind von Kleinkindern bis Senioren alle Altersgruppen,
    inklusive Projekte mit Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich Förderpädagogik und
    Integration in den Arbeitsmarkt für Bürgergeld-Bezieher*innen
    Schaugärten gibt es für Flachsanbau, ein Heilkräuterbereich ist am Entstehen und eine
    Wildfruchthecke, darüber hinaus gibt es eine funktionstüchtige Flachsdarre, eine
    Feuerschale, ein Zirkuszelt, einen Materialcontainer, eine Matschgrube für Kinder und ein
    Kinderhaus, eine Sitzecke im Schatten, zusammen auf ca. 3000qm
    4. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?
    Der Jahresbeitrag beträgt für Einzelmitglieder 30 €, für Familien 50 €. Für den Brunnenbau
    wurde vom Verpächter eine Rückbaubürgschaft von 2500 € gefordert, dazu haben sich die
    Gärtern*innen verpflichtet je Person 50 € zu spenden. Diese Summe ist vollständig auf diese
    Weise zuammengekommen.
    5. Haben Sie bei der Stadt nach Fördermöglichkeiten für das Brunnenbauprojekt nachgefragt?
    Ja, aber da wir nicht auf städtischem Boden gärtnern, sondern auf einem Grundstück des
    Landes, fühlt sich die Stadt Karlsruhe dafür nicht zuständig.
    6. Wie ist der Garten organisiert, wie laufen die Entscheidungs- und Informationswege? Gibt es
    Arbeitsgruppen?
    Der Garten ist formal ein e.V. mit anerkannter Gemeinnützigkeit. Wir sind dabei ihn nach den
    Ideen der Soziokratie 3.0 zu organisieren und haben dazu in Kürze (04.05.2024) einen
    Workshop in der Kulturküche Karlsruhe. Außerdem fühlen wir uns der Gewaltfreien
    Kommunikation und kooperativer Planung verpflichtet. Perspektivisch möchten wir auch
    DragonDreaming als Methode benutzen.
    Es gibt fortlaufende Arbeitsgruppen zum Gärtnern, Streuobstwiese, Ziegen (letztes Jahr),
    Kräutersammeln und Kräuterbeete, 14-tägliche Orga-Treffen, Verwaltung,
    Öffentlichkeitsarbeit, Willkommensgruppe,
    Projektteams z.B. zum Bau einer Trockentoilette, Brunnenbau, Zeltaufbau,
    Containerbeschaffung
    7. Wie entsteht Gemeinschaft?
    Für Neumitglieder Aufnahmeverfahren (Fragebogen) mit Treffen auf der Wiese und
    Kennenlernen. Seit neuestem auch mit Pat*innenprogramm.
    Gärtner*innen-Gruppe trifft sich jeden 2. Samstagnachmittag im Monat, jede Arbeitsgruppe
    organisiert Treffen selbst,
    14-tägiges Orga-Treffen, offen für alle Mitglieder aus allen Bereichen.
    Mitgliederversammlung einmal im Jahr,
    Mitgliederbrief, ca. alle 2 Wochen,
    Wiesenbrief für alle Interessierten auch ca. alle 2 Wochen, nach Bedarf,
    Internetseite mit internem Bereich, auf dem Material und Texte gepostet werden können.
    www.mitmach-garten.de
    8. Wie viel Gärtner*innen können bei dem Brunnenbauprojekt mitmachen?
    Alle werden eingeladen und können mitmachen, da wir von Hand bohren, gibt es genügend
    Arbeit für alle, die da sind. Wir gehen pro Brunnen von je 10-15 Personen aus.

    Einbezug von Migrant*innen:
    wir haben bis jetzt kein Extra-Programm für Migrant*innen, das Internationale Begegnungszentrum (IBZ), zu dem wir bei der Gründung Kontakt aufgenommen hatten, war zwar interessiert mitzuarbeiten, sah sich aber aufgrund von Personalmangel nicht dazu in der Lage. Allerdings haben wir für den Fall einer Vereinsauflösung in unsere Satzung aufgenommen, dass dann das Vereinsvermögen ans IBZ geht.

    Wir fragen bei der Aufnahme von Mitgliedern nicht nach Staatsangehörigkeit und Migrationshintergrund, so dass ich Ihnen dazu nur sagen kann, dass wir zumindest eine Frau mit indischen Wurzeln aus britisch Guayana haben, einen Iren, zwei Französ*innen und sicher auch Menschen mit osteuropäischem Migrationshintergrund.

    Ich denke, dass unser Mitmach-Garten in der Zukunft sicher gerade für diese Zielgruppe interessant sein wird (mehr …)

  • Deidinghausen: Dorfgarten baut Pferdeanhänger zu mobilem Gerätehaus um

    (Antrag, ANtworten)

    Wir sind eine Dorfgartengruppe von derzeit 12 Personen im ländlichen Raum des Kreises Soest. Unser gemeinsames Tun beinhaltet das bio-dynamische und nachhaltige Anbauen von Gemüse auch nach dem Prinzip der Permakultur. Der Garten ist für alle Dorfbewohner zugänglich und jeder darf auch mitmachen. Die Gartengruppe ist ein Aktionskreis des Vereins „Dorf mit Zukunft e.V.“ in Lippstadt Dedinghausen.

    Wir brauchen dringend einen mobilen Geräteschuppen zum Unterstellen der Gartengeräte. Da überlegen wir einen alten Pferdeanhänger in Eigenleistung umzubauen.
    Ich denke, dass alle Gärtner*innen am Umbau beteiligt sind. Das meiste wird aber wohl unser Handwerkerteam (3 Mitglieder) machen.

    Öffentlichkeitsarbeit machen wir dann über unsere Dorfzeitung. Wenn der Anhänger fertig ist, dann werden wir darüber berichten. (ich hatte einen Bericht aus der Zeitung als Beispiel mitgeschickt)

    Jeder kann mitmachen, ob aus dem Dorf oder auch aus Lippstadt oder den angrenzenden Ortschaften. Man kann mitmachen, indem man sich einfach in die zu tuende Arbeit „einklingt“ oder wer neue Ideen und Wünsche hat, kann die auch nach seinen Vorstellungen umsezten; einzige Vorraussetzung: die Ernte wird geteilt. Eingeführt werden Neue indem ihnen ein Pate zur Verfügung gestellt wird.

    Die Fläche, die tatsächlich begärtnert wird incl. Kompost (ohne Wege und Freiflächen und Flächen für Unterstände) schätze ich auf 500 qm.

    Kooperation mit der Kirche gibt es, wenn wir Strom brauchen, dann können wir aus der Sakristei das Stromnetz anzapfen. 🙂

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  • Hamburg: Gartendeck repariert Dach und Beete

    (ANtrag, Antworten)

    – Die Fläche gehört der Stadt Hamburg und ist 420 qm groß. Wir müssen keine Pacht zahlen. Die Nutzung ist vorerst befristet bis 30.04.2025 (Verlängerungsantrag erfolgt dann).
    – Es ist eine richtige Rasenfläche. Der Boden eignet sich nur begrenzt für das Gemüse (viele Steine, Scherben etc im Boden), sodass wir hauptsächlich an Hochbeeten gärtnern.
    – Es gibt eine Kerngruppe aus 10-15 Menschen, sie sich unterschiedlich aktiv und auch mit unterschiedlichen Aktivitäten einbringen. Ich mache zB die Förderanträge dieses Jahr, Carsten ist zuständig für die Planung der Dachreparatur, es gibt eine Gruppe zur Beeteplanung, eine zuständige Person für Finanzen, für das Dixie-Klo etc. Des weiteren gibt es in der laufenden Saison verbindliche Gießdienste. Und natürlich das gärtnern, das alle machen.
    -Wir gärtnern ausschließlich gemeinschaftlich, es gibt keine individuellen Beete oder Patenschaftsbeete. Der Ertrag wird genutzt zur gemeinsamen Verwertung, zB bei den gemeinsamen Kochabenden.
    -erfahrungsgemäß kommen 2-3 feste Mitglieder jährlich hinzu. Leider verlassen auch MitgliederInnen den Garten, zB durch Umzug, sodass die Gruppe recht konstant in einer Größe von ca 10-15 Menschen existiert. Viele von uns sind schon mehrere Jahre dabei.
    -Wir haben ein Gewächshaus, mehrere Bäckerkisten, ca 12 Hochbeete, und einen Kräuterturm in denen gegärtnert wird.
    – Es gibt draußen einen mit Gasflaschen betriebenen Herd. Die Utensilien bewahren wir in unserem kleinen Häuschen auf, in dem auch ein Kühlschrank steht. An der Außenwand des Gartenhäuschens gibt es auch noch einen abschließbaren Schrank, in dem Geschirr lagert.
    -die genaue Größe vom Gartenhäuschen kann ich leider nur schätzen, vllt 8-10 qm? Es wurde neu gebaut auf der neuen Fläche und dient der Aufbewahrung von Materialien. Das Dach geht darüber hinaus, sodass man darunter sitzen kann und sich vor Regen schützt. Auf der alten Fläche hatten wir einen Container, den wir nicht transportieren konnten und der zudem zu groß war für unsere neue Fläche.
    – Wir stehen quasi in den Startlöchern und wollen Beete bauen und das Dach reparieren, sobald Geld verfügbar ist. Sobald Geld da ist würden wir zeitnah (also April, spätestens Mai) jeweils einen Aktionstag machen (1x Beete, 1x Dach) mit MitgliederInnen des Gartendecks. Die Beete müssen sehr zeitnah gebaut werden um in die Saison starten zu können. Die Reparatur des Dachs erfolgt unter der Anleitung von unserem Mitglied Carsten Stöppler. Anzahl der Teilnehmenden wird zwischen 8-10 Leuten liegen, weitere freiwillige helfende Hände sind gern gesehen, aber noch nicht verbindlich eingeplant.

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  • München: Obstbaumschnitt im Generationengarten

    (Antrag/Antworten)

    Auf dem Gelände des Generationengartens befinden sich mehrere Obstbäume, die gepflegt werden müssen, Diese Aufgabe übernehmen teilweise die Stadt München und teilweise die Gäretner*innen, die dafür aber nicht das geeignete Werkzeug haben.

    • Wir haben für unsere Geräte Schränke aus Metall im Garten. Die sind verschlossen, sodass die Geräte sicher verstaut sind aber vor Regen usw. geschützt.
    • Ein Ausleisystem haben wir nicht. Wenn wir aber eine Anfrage bekommen würden, wäre das kein Problem.
    • Es handelt sich um 3 Apfelbäume und einen Pflaumenbaum. So viel Obst ist da nicht. Meistens ernten die Gärtner*innen die Früchte und teilen sie untereinander auf oder backen hier dann Apfelkuchen für unser monatliches offenes Gartencafé.

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  • Leipzig: Stadtgarten H17

    Vor allem die Befüllung des Moorbeetes hat uns viel Kopfzerbrechen bereitet. Torffreie Moorbeeterde war für uns nirgends zu bekommen außer bei einem Betrieb in Bayern, wo dann aber die Anlieferung viel mehr als die Erde selbst kosten würde. Wir haben schließlich nach Möglichkeiten gesucht selber Moorbeeterde herzustellen, also z.B. den sauren PH-Wert zu erreichen. Auch im großen Biogarten-Buch von Andrea Heistinger/Arche Noah haben wir eine Anleitung gefunden. Die Bestellung der benötigten Substrate hat dann aber im Herbst für den Garten keinen Sinn mehr gemacht und wir wollen diese im Frühjahr 2024 anliefern lassen. Um eine Lieferung von Erde effizient zu halten, können wir dann gleich mehr Erde auch Kompost für die anderen Beete bestellen.

    Da das Beet noch nicht befüllt werden konnte, wurden auch die Karnivoren noch nicht gekauft und noch keine Beschilderung am Moorbeet angebracht. Material für die Schautafel (vom NABU und der Wildtierstiftung) wurde aber bereits beschafft und liegt zum Anbringen bereit.

    Gleichzeitig wurde im Frühjahr 2023 aber unser „altes“ Moorbeet neu befestigt und wieder mit der bereits vorhandenen Erde, sowie Nadelbaumverschnitt befüllt. Die Heidelbeeren und Walderdbeeren in dem Beet gedeihen seitdem prächtig. Auch wenn das Beet als Moor-Schaubeet falsch steht, im Schatten, erfüllt es so noch einen Zweck, indem es einen eher sauren, schattigen Waldboden nachahmt.  

    Auch die Bepflanzung der Pflanzen für den Grauwasserturm haben ich leider nicht vollständig geschafft, da ich einen neuen Job angenommen habe und die Umsetzung eines städtischen Förderprojektes viele Ressourcen gebunden hat. Die benötigten Pflanzen und die Bezugsquelle sind aber recherchiert und ich werde den Grauwasserturm bepflanzen, sobald die Witterung den Jungpflanzen nicht mehr zusetzen kann.

    Einzelne Teilprojekte konnten wir dagegen erfolgreich abschließen:

    Im Rahmen eines städtischen Förderprojektes konnten wir den für die Herstellung von Pflanzenkohle benötigten Pyrolyseofen anschaffen und in 2023 endlich selbst Pflanzenkohle im Stadtgarten H17 herstellen. Um diese letztlich zu Terra Preta wiederzuverwerten kooperieren wir seit letztem Jahr mit einer SoLaWi. Denn letztlich kommt bei uns noch zu wenig Material zum Verkohlen und auch aus dem Bokashi zusammen. Die Praxis der Kompostfermentierung muss sich unter den Gartenmitgliedern erst noch weiteretablieren. Die bisher erzeugte Pflanzenkohle haben wir aber in den Kompost eingearbeitet. Wenn wir den im Frühjahr auf die Beete bringen, werden wir sehen, ob es sichtbare Unterschiede gibt.

    Das Wassermanagement im Garten konnten wir durch den Einsatz der mit Förderung der anstiftung gebauten Ollas durchaus spürbar verbessern. Das gesammelte Wissen zum Ollabau kam im Anschluss noch Teilnehmenden eines Workshops zum wassersparenden Gärtnern zu Gute. Vor allem für neue Gärtnern war die Anleitung zum Befüllen der vergrabenen Ollas leicht zu befolgen und konnte so ohne viel Erfahrungswissen ausreichend, aber verdunstungsarm gewässert werden, z.B. auf dem Tomatenbeet und in den Ausstellungsbeeten. Die den beiden Ausstellungen „Fruchtbare Erde“ und „Zukunf(s)Essen“ haben wir erfolgreich aufgebaut.

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  • Landshut: mehr Gärtner*innen im IG DOM

    Inhaltliches aus 2023

    Die Gemeinschaft der Gartenfreunde und Gärtnerinnen und Gärtner ist im letzten Jahr stetig gewachsen. Vor allem aus den Deutschkursen und von der Freiwilligen Agentur Landshut kamen Menschen mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen zum DOM-Garten.

    Die Anzucht der verschiedensten Gemüse und Kräutersorten begann schon früh im Jahr und fand sehr großen Anklang. Am beliebtesten waren die unterschiedlichen Tomatensorten. Einige Teilnehmerinnen kümmerten sich zu Hause um den „Pflanzenkindergarten“ andere kamen fast täglich, um die Pflänzchen zu gießen.

    Das Auspflanzen fand als große Gemeinschafts- Aktion Mitte Mai statt. Im weiteren Verlauf des Jahres übernahmen einige Frauen die Bewirtschaftung eigener Parzellen und kümmerten sich in Eigenregie darum. In den wöchentlichen Treffen wurden Erfahrungen ausgetauscht, Anleitung für die Weiterarbeit gegeben und gemeinsam geerntet und gegessen. Auch Misserfolge wurden diskutiert.

    Ein großes Problem waren Schnecken, die uns keine Kürbis und fast keine Zucchini Pflanzen übrig gelassen haben. Allerlei verschiedenste Methoden zur Vertreibung der ungebetenen Gäste wurden ausprobiert. Am Ende kamen wir leiden nicht am Bio-Schneckenkorn vorbei.

    Ein großer Erfolg war der Bau und die Bepflanzung der „Kräuterschnecke“ Diese Aktion hat „nur“ Zeit und Mühe gekostet. Alte Ziegelsteine und Substrate bekamen wir vom Kieswerk gespendet. Die Kräuter wuchsen gut an und konnten mehrfach geerntet werden.

    Auch der Bau eines großen Hochbeetes gelang in Eigenregie unseres Hausmeisters mit ein paar Männern aus Senegal und Syrien. Das Holz war um einiges teurer als geplant. Die Zeit zum Bauen war knapp, da sich der Winter und die kalten Tage noch bis Mitte April zogen.

    Dennoch haben wir es geschafft und eine tolle optische Aufwertung vor unserem Treff geschaffen.

    Die Bewirtschaftungen der interkulturellen Beete traf auf großen Anklang. Es entstand unter anderem ein Beet mit afghanischem Lauch, der oft geerntet werden kann. Der senegalesische Pfeffer könnte vielleicht den Winter im Innenraum überleben, ist aber eher als Zierpflanze in Deutschland kultivierbar. Die russischen Frauen legten ein großes Kartoffelfeld an. Leider waren sie zur Erntezeit nicht mehr in der Gruppe. So gab es ein kleines Kartoffelfest, bei der die ganze Gruppe gemeinsam Gerichte wie Reiberdatschi und Pommes zubereitete.

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  • Nürnberg: Bewässerung im Kollekt Jardin

    Bewässerungssystem
    Das neue Bewässerungssystem ist angeschafft und wurde im Rahmen des „PopUpEvents“ von 1000
    Tanks für Nürnberg bereits im GoGarten einem Funktionstest unterzogen. Hierfür haben wir mit der
    Firma eine Kooperation angestoßen, sodass die Schläuche für das PopUpEvent gesponsert wurden.
    Das System wurde mit einem IBC-Tank gekoppelt und durch das natürliche Gefälle ist für die
    permeable Unterflurbewässerung keine Pumpe notwendig, was für die Urbanen Gärten eine große
    Arbeitserleichterung ist. Sobald die Grüne Bühne fertiggestellt ist, werden wir die IBC-Tanks
    installieren und die Schläuche anschließen. Dafür ist bereits wieder eine Aktion mit den Projekttagen
    des ISKA Nürnberg geplant, wo uns Firmen aus der Region tatkräftig unterstützen.
    Leider hat sich durch die Nacharbeiten aus dem letzten Jahr die Installation des
    Bewässerungssystems noch verzögert und konnte nicht fertiggestellt werden. Jedoch sind wir sicher,
    dass wir das System mit einer Aktion im Frühling im Zuge der Solarinstallation fertigstellen können.
    Da wir eine größere Förderung von der Sparkasse Nürnberg (Zukunftsstiftung) erhalten haben,
    werden wir uns ein besseres Solarsystem zulegen, welches auch Energie in das Netz einspeisen kann.
    Da eine Installation im Winter relativ ineffizient ist, haben wir uns entschieden damit auch noch bis
    zum Mai zu warten. (mehr …)

  • Berlin: „Kraut & Rüben“ vorm Begegnungszentrum der DRK

    (Antrag und Besuch)
    Umgeben von Plattenbauten gibt es auf der insg 2000m² großen Außenfläche des DRK Begegnungszentrums ein Gartenprojekt. Auch vorher wurde da schon gegärtnert, doch bei Übernahme war alles zugewachsen. Mit auf der Fläche ist eine Jugendradwerkstatt.
    Im Garten gab es anfangs eine „Kleingartenmentalität“ und die einzelnen Gruppen blieben unter sich, inzwischen gibt es viel Austausch und es werden gemeinsam Werkzeuge genutzt. Es gibt individuelle Parzellen und gemeinschaftliche Flächen, auf denen aber kein Gemüse angebaut wird. 20 Gärtner*innen bewirtschaften 20 Beete, es könnten aber noch mehr Leute mitmachen.
    Zu Corona war die Fläche sehr wichtig, da die Menschen in den Hochhäusern keinen Garten haben und ja nirgendwo hin konnten. Da gab es viel Zulauf.
    es finden viele Veranstaltungen statt, die Bewirtung macht eine ehrenamtliche Catering-Gruppe.
    Interessant: sie haben einen großen Kompostplatz, leider schmeißen Leute da irgendwas rauf. Speziell ist der Laubkompost. Viele Bäume stehen auf der Fläche.
    Vernetzt in Berlin sind sie bisher nicht (mehr …)

  • Otterndorf: Brunnenwasser im GG belastet

    die Gartengruppe besteht wie auch im letzten Jahr aus 8 Menschen, die einen deutschen Pass haben, der iranischen Familie und der afghanischen Familie, die in den letzten Jahren auch immer dabei waren. Wie aus dem Bericht hervorgeht, gibt es als Interessentinnen eine kurdisch/syrische Frau mit kleinen Kindern und eine kolumbianische Frau mit ihren halbwüchsigen Kindern. Vor allem die Kurdin hat schon oft im Garten mitgeholfen, war dann aber im letzten Jahr „ausgefallen“, weil sie ein Baby bekommen hat. Die Kolumbianerinnen sind erst im letzten Jahr nach Deutschland gekommen.

    Der Boden im Garten ist nicht belastet, sondern ihm fehlen Nährstoffe. Das hat die Bodenprobe ergeben. Die Kirche als Landbesitzerin und der Kleingartenverein als Pächter sind informiert. Wir haben die Ergebnisse der Wasserproben auch einem Chemiker vorgelegt und mit einem Agraringenieur besprochen. Gemeinsam sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Metalle und Mineralien aus dem Brunnenwasser die Ursache für die akute Nährstoffarmut sein müssen. In den unmittelbar angrenzenden Gärten sind die Pflanzen, die dort ausschließlich mit Regenwasser gegossen wurden, auch in diesem Jahr gut gewachsen. Das besondere in diesem Jahr war, dass es eine trockene Phase im Frühsommer gab, als unsere Pflanzen noch ganz klein waren, da hat ihnen das Brunnenwasser vermutlich nicht gut getan.

    Mit der Gemeinde arbeiten wir von Anfang an eng zusammen. Die Integrationsbeauftragte macht regelmäßig für uns Werbung und kommt auch selber in den Garten. Sie war eine von denjenigen, die vehement darauf gedrungen haben, dass wir den Garten unbedingt weiterführen sollen, als wir selber Zweifel hatten. Mit der Gleichstellungsbeauftragten haben wir schon einige Projekte auf die Beine gestellt, sie unterstützt uns mit Gutscheinen und kommt mitunter auch selber in den Garten; und auch die beiden Samtgemeindebürgermeister kennen uns gut, Anfang des letzten Jahres habe ich ihnen unsere Jubiläumsbroschüre vorbeigebracht. Sie haben sich entschuldigt, dass sie aus Zeitgründen dem Garten noch keinen Besuch abgestattet haben (der letzte Bürgermeister hatte dies getan). Die stellvertretende Bürgermeisterin hat letztes Jahr eine Grußadresse für das Frauenfest am 8. März geschrieben, und wird dieses Jahr voraussichtlich persönlich kommen.

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  • Regensburg: im Herzfleckgarten ist wieder eine Gruppe aktiv

    (Sachbericht)

    Sechs Gärtner*innen haben im März in einer gemeinschaftlichen Aktion zusammen mit einer Gruppe
    von circa zwanzig Mitgliedern der Jungen Ökologen zunächst sechs “Niedrig”-Beete und einen Weg
    durch den Garten angelegt. Die Gruppe der Jungen Ökologen weilte an dem Wochenende für ihre
    Bundesversammlung in Regensburg. Sie hatte Transition Regensburg ihre Hilfe bei der Umsetzung
    eines anstehenden Projekts angeboten. So legten wir die Arbeiten zur Wiederbelebung des
    Herzfleckgartens auf dieses Wochenende und luden die Jungen Ökologen dazu ein. Die Koordinierung
    einer so großen Gruppe gestaltete sich am Ende leichter als gedacht. Es wurden Arbeitsgruppen
    gebildet. Die anfängliche Aufteilung der helfenden Hände auf diese Arbeitsgruppen ging zügig
    vonstatten und änderte sich im Laufe der Arbeiten je nach Bedarf selbstständig. Eine Arbeitsgruppe
    war damit betraut die für den Bau der Beetumrandungen beschafften Paletten zu zerlegen. Die
    Verwendung der Bretter aus gebrauchten Paletten anstatt der dafür ursprünglich vorgesehenen neu
    gekauften Holzbretter aus dem Baumarkt ist ressourcenschonender. Zwar war das Zerlegen der
    Paletten teilweise schweißtreibend, dennoch haben Paletten zwei Vorteile: Man spart sich zum einen
    das Zersägen der Bretter, zum anderen enthalten Paletten bereits Holzklötze, die man wunderbar als
    Eckverbindungen für die das Beet umrahmenden Bretter verwerten kann. Durch die Anschaffung
    gebrauchter Paletten anstelle neuer Holzbretter konnte ein Teil der dafür veranschlagten Kosten
    eingespart werden. Dieser aufgesparte Betrag wird im kommenden Frühjahr allerdings zur Erneuerung
    einiger Umrandung benötigt. Witterung und Feuchtigkeit aus dem Boden haben dem Holz teilweise
    stark zugesetzt. Je eine Arbeitsgruppe pro Beet schraubte die aus den Paletten herausgelösten Bretter
    und Klötze zu den besagten Beetrahmen zusammen und befüllte diese anschließend mit der torffreien
    BIO Hochbeet-Erde. Ein kleiner Teil der Erde wurde zurückbehalten, um im kommenden Frühjahr evtl.
    ein zusätzliches Beet anzulegen oder abgesenkte Stellen in den bereits vorhandenen Beeten wieder
    aufzufüllen. Eine weitere Arbeitsgruppe legte den Weg durch den Garten mit Holzhackschnitzeln aus.
    Die dafür ursprünglich veranschlagte Menge von 250 Liter stellte sich im Laufe des Gartenjahres als
    etwas zu wenig heraus, da die Hackschnitzel relativ schnell verwitterten und überwuchert wurden.
    Nun ist die Überlegung, entweder mehr Hackschnitzel oder zusätzlich Stroh aufzubringen. Die dafür
    benötigte Summe speist sich ebenfalls aus einer teilweisen Kosteneinsparung bei diesem Posten. Als
    Abschluss der gemeinschaftlichen Aktion wurde in einem der Beete eine Blühmischung für Bienen,
    Schmetterlinge und andere Insekten angesät.
    In einer separaten Aktion im Mai wurde von fünf Gärtner*innen in den übrigen fünf Beeten gesät.
    Dabei wurden die Beete thematisch aufgeteilt: Wildblumen, Kräuter, Blattgemüse, Färberpflanzen,
    Gemischtes inkl. Walderdbeeren. Dabei wurde beschlossen, dass alle Beete gemeinschaftlich gepflegt
    werden. So einigte man sich darauf, dass grundsätzlich montags, mittwochs und samstags gegossen
    wird oder nach Bedarf. (mehr …)

  • Worms: Feuerstelle im Gemeinschaftsgarten bringt Menschen zusammen

    (Sachbericht)
    die Feuerstelle mit einem großen Dreibeingrill zu ergänzen. Auch größere Gruppen haben nun kontinuierlich die Möglichkeit, an der Feuerstelle zu grillen. Seien es die Würste des lokalen Metzgers oder das selbstangebaute Gemüse und zum Zuckerfest selbstverständlich Lamm. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dadurch die sozialen Aktivitäten im Freien gefördert werden. Es bietet den Menschen die Möglichkeit, sich um das Feuer zu versammeln, Geschichten zu teilen
    (mehr …)

  • Freiburg: Gemüsediebstahl im Genussgarten

    Schwierigkeiten

           Schwierigkeiten mit unsachgemäßer Ernte durch Passant*innen (unreife Tomaten, Grün- und Palmkohl zu Tode geerntet, frisch gepflanzter Lauch abgeschnitten). Das knabbert an der Motivation der etablierten und potentiellen Neumitgliedern.

           Wegfall eines wichtigen Gründungsmitglieds

    Mitglieder:

           krankheitsbedingte und persönliche Herausforderungen bei einigen der Mitglieder, Motivationsloch wenn viel unsachgemäß geerntet wurde

           Große Resonanz und positives Feedback von Passant*innen und gute Ernte z.B. der Süßkartoffeln, Yacon, Kräuter motivieren

    Erfahrung und Tipps:

           Bei viel „Fremdernte“ bewähren sich bei uns unbekannte Gemüse/untypische Farben sodass auch für die Mitglieder eine Ernte bleibt – z.B. Süßkartoffel und Yacon, Speisekarde, Blutampfer, grüne Tomatensorten, rosa Heidelbeeren. Mehrjährige Pflanzen die bekannten einjährigen ähneln sind (bei uns) laufen Gefahr durch zu starke Ernte nicht zu überleben (z.B. mehrjährige Kohl- und Zwiebelsorten).

           Tolle Erfolge hatten wir auf unseren Lasagnebeeten (ca. 20-30cm Aufbau aus Karton, Brennnesseln und Grasschnitt, Heu, Erde, Mulch ohne Umgraben auf die Grasnarbe)

           Tolle Ernte bei Süßkartoffeln und Yacon

           Mitgestaltung der erstmals organisierten Pflanzentauschbörse im April – Himbeeren und andere Pflanzenableger getauscht oder gegen Spende abgegeben, super zum Netzwerken und für Austausch!

           Halbschatten tut vielen der Gemüsepflanzen mittlerweile bei den heißen Sommern gut – wir entwickeln daher unseren Garten weiterhin Stück für Stück zum Waldgarten, mit diversen Obstbäumen zwischendrin (Kirsche, Feige, Mirabelle, Aprikose, Pfirsich, Pflaumeneibe, Quitte, Felsenbirne, Zwetschge, Kaki, Apfel).

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  • Freiburg: Klimagarten baut Wasserversorgung aus

    (Antrag, Antworten)

    Der Klimagarten arbeitet bereits mit
    Mulchanbau, um die Menge des benötigten Gießwassers zu reduzieren. Jedoch reicht dies als
    Maßnahme noch nicht aus um den Klimagarten langfristig und nachhaltig zu bewirtschaften und
    lange Trockenperioden zu überstehen. Die langfristige und nachhaltige Nutzung des Klimagartens und
    das Ermöglichen von genügend Gießwasser ist das Ziel des Antrages. -> Wasserspeicherung in IBCs

    • Wie groß ist der Garten und wie groß die Fläche, auf der gegärtnert wird?

    Der Garten ist etwa 600qm groß und etwa die Hälfte wird bewirtschaftet.

    • Wem gehört die Fläche und habt ihr da einen langfristigen Nutzungsvertrag?

    Die Fläche gehört der Stadt und wir haben einen unbefristeten Nutzungsvertrag der über den Verein Treffpunkt e.V. läuft

    • Wie groß ist die Gruppe, wie entwickelt sich die Gruppe? Kommen auch Neuinteressierte dazu?

    Wir sind ein fester Kern von etwa 12Personen und in der Großgruppe etwa 30Personen. Neuinteressierte kommen je nach Saison dazu.

    • Gibt es eine wirkliche Gemeinschaft bei euch im Garten? Wie integriert ihr Neuinteressierte?

    Wir haben feste Gemeinschaftstage (Freitagnachmittag), Aktionstage, regelmäßige Gartenbesprechungen, gemeinsame Feste und machen zusammen Ausflüge. Dadurch ist wird die Gruppengemeinschaft gepflegt und ist gewährleistet, dass es Möglichkeiten der Begegnung gibt und nicht einfach jeder für sich alleine gärtnert. Zudem gibt es Gemeinschaftsbeete, welche von der Gesamtgruppe organisiert und bewirtschaftet werden. Neuinteressierte sind eingeladen an den Gemeinschaftsnachmittagen oder Aktionstagen dazuzukommen und so die Gruppe kennenzulernen. Dann wird gemeinsam besprochen ob die Person bestimmte Aufgaben übernehmen kann und zum Beispiel ein eigenes Beet pflegen möchte und kann.

    • Wie läuft die Bewässerung bislang?

    Eine Wasserentnahme aus dem angrenzenden Bach wird stillschweigend geduldet bisher. Jedoch hat dieser im Sommer sehr wenig Wasser und daher suchen wir eine langfristige und schonende Möglichkeit der Bewässerung.

    • Mit welchem Wasser soll der IBC-Container befüllt werden und wer kümmert sich darum?

    Der Container soll mit Regenwasser befüllt werden, welches wir durch eine Plane auffangen wollen.Wir werden eine feste Orgagruppe für die Bewässerung organisieren. Diese wird bei der im Frühjahr stattfindenden Teameinteilung besprochen.

    • Mit welchen Pflanzen soll er bepflanzt werden?

    wir wollen den Container mit verschiedenen Pflanzen wie Mini-Kiwis und Mirabellensträuchern bepflanzen.

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  • Hamburg: Luthergarten macht Winteraktivitäten

    (Antrag, Antworten)

    Wir haben einen großen Baumbestand im Luthergarten, insbesondere unsere Obstbäume
    benötigen natürlich regelmäßige Pflege und Beschnitt. Leider haben die meisten
    Gärtner*innen bei uns noch keine Weiterbildung in der Obstbaumpflege. Dies wollen wir mit
    einem kleinen Workshop im Februar ändern. Hier sollen dann die Grundlagen erworben
    werden, so dass jede Gruppe im Garten ihre Bäume selbst pflegen kann.

    Wir möchten auch über den Winter den Menschen einen Ort zum Zusammenkommen und
    Lernen und gegen die verbreitete Einsamkeit bieten. Daher beginnen wir im Januar mit einer
    Reihe „Kochen am offenen Feuer“. Dafür konnten wir eine gelernte Köchin gewinnen, die
    das Projekt alle zwei Wochen bis in den Sommer mit uns macht, uns beim Kochen begleitet
    und uns in die Kunst des Feuerkochens einführt

    1. Die Größe der Gartengruppe ist schwer zu beziffern, es haben über 400 Leute den Code zum Garten. Zu den größeren Veranstaltungen (z.B. Erntedank oder Sommerfest) kommen zwischen 30 und 60 Leute, je nach Wetter auch einmal mehr. Der feste Kern sind gerade ca 40 Leute, also die, die wirklich mit arbeiten und nicht „nur so“ in den Garten kommen um ihn zum Picknicken oder Kinder lüften nutzen. Zu den Aktionstagen sind wir meist etwas mehr als 20 Leute, da kommen dann ja auch immer die neuen Interessierten dazu, das sind pro Aktionstag (1mal im Monat) ca 3-5 Leute. Diese bekommen dann auch eine Gartenführung und werden, je nach Wunsch, auch aktiv bei den Arbeiten eingesetzt. Wenn die Neuen gleich einen Bereich haben, für den sie sich interessieren, übernehmen die Leute, die in diesem Bereich arbeiten die Neuen. Wenn nicht, bleiben sie erst einmal bei mir angedockt und wir schauen gemeinsam wo ihr Interesse liegt.
    2. Die Gartengruppen (Hühnergruppe, Backhausgruppe, Garten-der-Stille-Gruppe, Permakulturgruppe, Walacheigruppe, Bibelgarten, Werkstatt, Wellbe und Aktionstaggruppe) organisieren sich zum größten Teil selber mit regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Arbeiten. Bei einigen bin ich in der Organisation eingebunden und moderiere die Treffen und insbesondere die aufkommenden Konflikte. Die finanzielle Organisation des Gartens habe ich in den Händen und Gruppenübergeordnete Themen auch.
    3. Die Verbindlichkeit ist je nach Gruppe unterschiedlich, generell ist aber zu sagen, dass die Menschen, die in den Gruppen organisiert sind zum größten Teil sehr verbindlich dabei sind, zum Teil auch schon seit Jahren.
    4. Unser Gemeinschaftsgefühl wird durch Aktionstage gestärkt, bei denen wir gruppenübergreifende Aktionen angehen (den Dorfplatz aufräumen, Holz machen, etc) und zusammen Essen. Oft fühlen sich die Leute aber vor allem ihren Gruppen verbunden und definieren sich auch darüber. Auch die Feste im Jahresverlauf (Sommerfest, Erntedank, Advent, etc) stärken das Gemeinschaftsgefühl. Generell bin ich aber dabei über weitere Gartenaktionen da noch ein wenig mehr zu pushen (wie zum Beispiel das Kochangebot). Eine schöne Idee einer Gärtnerin für das Adventsfest war, dass alle einen von ihr selbstgemachten Stern im Garten an ihrem jeweiligen Lieblingsplatz aufhängen, das war auch ein schönes, weil auch gruppenübergreifendes Erlebnis.
    5. Ja, es gibt noch geflüchtete Menschen im Garten, bis auf zwei sind diese aber nicht in den Gruppen organisiert sondern nutzen den Garten für ihre Kinder oder um Beeren zu ernten, spazieren zu gehen, Leute zu treffen.
    6. Es gibt das freiwillige Gartengeld, damit decken wir aber gerade so die Pacht- und Wasserkosten. Alles andere muss so finanziert werden. Die Gruppe machen das oft intern, gerade bei Saatgut, kleinen Geräten, etc., dass sie das zusammen anschaffen und die Sachen dann innerhalb der Gruppe bleiben. Es gibt bestimmt auch einige, die für das gemeinsame Kochen etwas spenden würden, ich gehe aber nicht davon aus, dass wir damit die Kosten decken können.
    7. Die Geräte des Gartens sind je nach Wiederverkaufswert untergebracht. Spaten, Schaufeln, Harken, Handschuhe, etc. sind für alle zugänglich im Schuppen. Teurere Geräte die auch eine Einweisung brauchen sind in der Werkstatt, hier können die Leute den Code haben wenn sie eine Einführung bekommen haben. Noch teurere Geräte sind in der Werkstatt in einem extra Schrank und nur durch die Werkstattgruppe auszugeben. Und die Gruppen haben ihre individuellen Geräten in ihren eigenen Spinden. Die Geräte, die wir für den Baumschnitt anschaffen wollen, würden dann in die Werkstatt kommen und dort nach Einweisung zugänglich sein.

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  • Berlin: Kienberggarten entwicklet sich weiter Richtung Permakultur

    (Antrag, Antworten)

    – wie groß ist denn die Gartengruppe insgesamt und wie groß ist deren Kern?

    Aktuell gehören folgende Gärtner*innen zur Gartengemeinschaft: Isa, Antje, Ingrid, Kay, Laura, Sabine, Marianne, Sebastian, Wolfram, Christin, Frau Müller, Yara, Julia.  Also insg.13 Leute. Diese sind regelmässig aktiv. Ansonsten kommen immer mal wieder Leute von Aussen hinzu, vorallem zu Workshops und die Gemeinschaft wächst langsam aber stetig.


    – wie hoch ist die Fluktuation?

    in den letzten zwei Jahren sind 2 Personen gegangen und Neue sind hinzugekommen.  Manche der Gärtner*innen sind mal eine zeitlang weniger aktiv, wenn gerade andere Themen im Leben anstehen, dann wieder mehr.


    – wie kann man mitmachen/wo erfahren neu Interessierte vom Garten? Wie werden neue Gärtner*innen in den Garten und die Art eurer Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung eingeführt?

    Die Gartenstunden und Workshops sind öffentlich, werden über Schilder am Eingang / am UBZ, über die Webseite und den Umweltkalender und über die grüne Liga beworben.  Gärtner*innen können sich nachdem sie 2-3x eine Gartenstunde miterlebt haben entscheiden der Gemeinschaft beizutreten. Dann gibt es ein längeres Onboardinggespräch und sie unterschreiben die TN- Bedingungen, wie sie auf unserer Webseite ganz unten herunterzuladen sind. 

    https://www.campus-stadt-natur.de/parks-erfahrungsraeume/kienbergpark/kienberggarten/


    – wie seid ihr organisiert? Gibt es ein Gartentreffen pro Woche z.B.? Gärtnern die Menschen auch, wenn Anne nicht da ist? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch Patenbeete o.ä.?

    – Wir sind teils soziokratisch, teils hierarchisch organisiert. Siehe Organigramm im Anhang. 

    Es gibt hauptsächlich gemeinschaftliche Flächen. Die Gartengemeinschaft setzt hier die Ideen um, die in dem Neudesign entwickelt wurden.  Dazu gibt es 4 Experimentierbeete. Hier können Gärtner*innen ihre Ideen der Gemeinschaft vorstellen und diese werden dann konsensiert. Für 2024 gibt es folgende Experimentierbeete: Gärtnern für Blinde ( Sebastian und Wolfram), essbares gebietsheimsches Wildgemüse/ Wildkräuter ( Christin), alte Bauerngartenmethoden ( Frau Müller), Bewässerungsgräbensysteme ( Kay). Yara will noch eine Pilzzucht starten, diese wird in unseren Wildheckenbereich integriert.

    Ich koordiniere alle  2 Wochen eine offizielle Gartenstunde,sowie 3 Workshops pro Jahr zu aktuell relevanten Themen ( Fachinputs) . Die Waldgarten AG  trifft sich 10 x pro Jahr.  

    Ich bin auch in der anderen Woche an einem Tag vor Ort um AGs und die Bewirtschaftung zu koordinieren.Alle bringen  sich bei der Bewirtschaftung regelmässig mit ein, dann wenn sie gerade Zeit haben.   Infos (to dos und was im Garten gemacht wurde) wird über unsere Signalgruppen geteilt.


    – wie laufen die Informationsflüsse? Haben einzelne Leute Verantwortung für bestimmte Bereiche übernommen und wenn ja, wie ist das gelungen und wie läuft das?

    1 x pro Monat gibt es eine Versammlung, in der wir uns vor Ort abstimmen, alle TN können Anliegen / Themen auf die Agenda setzen.  Die Versammlung wird immer von jemand anders moderiert. Die Gartengemeinschaft kommunziert über Signalgruppen, hier werden auch Protokolle der Versammlungen weitergeleitetet.  

    1 x pro Jahr evaluieren wir das Projekt gemeinsam und finden Lösungen für die Bereiche, in denen es noch Verbesserungsbedarf gibt.  Dies funktioniert gut und hat dazu geführt, dass alle an einem Strang ziehen.  Auch der Gartenentwurf wurde gemeinsam entwickelt und konsensiert. Dies hilft uns eine gemeinsame Ausrichtung / Zielsetzung zu haben.

    Gärtner*innen nehmen mind. an einer AG teil, z.B. Giess AG, water harvesting AG, PR AG, Bauten AG, Onboarding AG etc. Manche AGs funktionieren sehr selbstinitiativ, andere brauchen Unterstützung um mehr in die  Eigenverantwortung zu kommen.   Hier sind wir stark im Prozess und ich begleite hier noch viel. Aber es hat sich viel getan in den letzten zwei Jahren.  Ziel ist es, dass die AGs eigentverantwortlich organisiert sind.


    – beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    manche Gärtner*innen bringen mal ein Werkzeug oder Pflanzen etc mit. Alle bringen immer selbstgekochtes / gebackenes Essen mit zu unseren Versammlungen.


    – ist die Stelle von Dir, Anne, befristet?

    Ich bin freiberuflich für das Projekt Kienberggarten tätig. Es ist auf Dauer angelegt,  ist aber abhängig von der Förderung vom Senat und muss jedes Jahr neu beantragt werden.


    – ist der Garten an der Stelle „gesetzt“ und unbefristet?

     nach der IGA hat GrünBerlin hier die  Zusage vom Senat bekommen diesen Bereich als Gemeinschaftsgarten und zum Gemüseanbau nutzen zu dürfen.  Dies ist solange möglich, bis hier auf Senatsebene andere Entscheidungen getroffen werden. Dafür gibt es aber keine Anhaltspunkte.


    – was passiert mit der Ernte?

    die Ernte wird unter Gärtner*innen aufgeteilt


    – bitte beschreibt genauer, wie der Wegebau aussehen soll, wozu werden dabei Betonplatten gebraucht? Könnt ihr die gebraucht bekommen?

    Die Wege sollen barrierefrei und versiegelt sein, so  dass auf der Wegfläche Wasser aufgefangen und  in die Beete geleitet wird ( sie sind auf einem leichten Gefälle).  Beton ist  in dem Fall ok, da es witterungsfest ist und auch langlebig und leicht zu verlegen und billiger als andere Optionen. Gärtner*innen aus der Gemeinschaft ist es möglich damit Wege selber anzulegen. Andere Methoden, z.B. verdichteter Kies bräuchte Spezialmaschinen, was mit der aktuellen Haftplficht nicht möglich ist. Dann müssten wir eine Firma beauftragen.

    Die Wege haben bestimmte Masse und von daher ist es schwierig hier genügend passende Platten gebraucht zu finden. Auch haben wir keine Möglichkeit der Abholung, es steht kein Auto zur Verfügung und kein Budget für Transporter. Der Plan ist, dass die Platten, für die wir die Fördergelder bei der Anstiftung nun beantragt haben, dazu dienen, kleine Wegbereiche im Garten anzulegen , hierzu bekommen wir Anleitung von Phillip Gerhardt ( der Spezialist für keyline design:https://baumfeldwirtschaft.de) in einem Workshop Anfang Dezember. Damit experimentieren wir, bis das System gut funktioniert.. Sobald wir mit dem System zufrieden sind, würden wir gerne versuchen über Aktion Mensch die Wege komplett finanziert zu bekommen, so dass wir den ganzen Garten so  anlegen können.  Hierzu bräuchten wir noch sehr viel mehr Platten.

    Die Gartengemeinschaft des Kienberggartens befindet sich seit Herbst 2020 in einem partizipativen
    Gestaltungsprozess und nutzt hierzu Permakulturgestaltungswerkzeuge. Im Anhang ist der Entwurf,
    wie er von der Gartengemeinschaft konsentiert wurde.
    Es soll ein Garten entstehen, in dem in und mit der Wildnis gegärtnert wird und lebendige
    Landschaften gestaltet werden, in denen folgende Ziele im Vordergrund stehen:
     massiver Bodenaufbau mit dem Ziel mehr Wasser, Nährstoffe und CO2 im Boden zu
    speichern
     Ressourcen vor Ort nutzen und sinnvoll einsetzen: water harvesting, Kompost- und
    Mulchsysteme, Kompetenzen in der Gartengemeinschaft
     die Natur für uns arbeiten lassen: Nützlinge anlocken, stickstofffixierende Pflanzen
    einsetzen, Pflanzengemeinschaften bilden, Bodenleben fördern, Sukzession nutzen
     Fokus auf Artenerhalt und Artenvielfalt: Es werden bewusst mehrjährige gebietsheimische
    Wildpflanzen genutzt, um den Ertrag an Wildgemüse, Wildobst und Wildkräutern zu
    steigern und hier Forschung zu betreiben, wie diese Pflanzen für den Menschen besser
    genutzt werden können und wie eine ressourcenschonendere Ernährung aussehen könnte. Im
    Kulturgemüsebereich werden bewusst alte Sorten und sortenreines Saatgut eingesetzt um die
    Vielfalt zu schützen.
     Natur als Erfahrungsraum: Kinderlernort und Kinderentdeckerwald, eine Oase in der Stadt
    soll entstehen, in der wilde Natur erfahrbar gemacht wird. Lebensraum für Tiere wird
    bewusst mitgedacht.
    Der Entwurf wird nach und nach von der Gemeinschaft umgesetzt. Im Herbst/Winter 2023 soll
    noch folgendes ausgeführt werden:
    1. Vorabexperimente zu water harvesting Methoden: Schwammbeet, begehbare Swales,
    Wegebau: Barrierefreie Wege, um Regenwasser in Beete zu leiten
    2. Intensiver Bodenaufbau Waldgartenbereiche
    3. Mandalabeet, inklusive Schwammbeet anlegen und durch überrankten Wildschutzzaun vor
    Verbiss schützen (die Waldgartenbereiche sind weiterhin für Wild frei zugänglich, nur der
    Kulturgemüsebereich wird geschützt)
    4. Rhizomsperren zum Schutz vor Wurzelunkräutern wie Quecke und Schilf: im
    Gemüsebereich durch Beinwellstreifen und im Magerwiesenbereich durch Rhizomsperre (mehr …)

  • Berlin: Westfeld Garten kann richtig loslegen

    (Antrag/Antworten)

    ld Food Forest ist eine offene Gruppe von zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich zum
    ersten Mal am 22. September 2019 traf. Zu der Facebook Veranstaltung mit dem Titel
    “Establishing a Food Forest on THF” kamen 15 Personen im Kulturlabor Trial&Error in der
    Braunschweiger Straße in Berlin Neukölln zusammen. Gemeinsam überlegten wir, wie ein
    essbarer Wald auf dem Tempelhofer Feld aussehen würde, und welche positiven
    Auswirkungen er auf das Stadtklima und die Gemeinschaft vor Ort haben kann.
    Ziel war, einen (mindestens) 5000m² großen essbaren Wald in Berlin (auf dem Tempelhofer
    Feld) zu pflanzen, als Ort für Gemeinschaft, Experimente und Bildung. Seitdem ist die
    Gruppe stetig gewachsen und das Netzwerk hat sich erweitert. Feld Food Forest ist eine
    Plattform geworden für Menschen, die ihr Wissen in Workshops und
    Netzwerkveranstaltungen teilen und vermehren wollen, sich in Arbeitsgruppen organisieren,
    und Tochterprojekte ins Leben rufen.
    Vier Jahre später, nach zähen Verhandlungen mit allen Entscheidungsträgern
    (Feldkoordination, Sen UMVK, Natur- und Denkmalschutz, Bezirksamt
    Tempelhof-Schöneberg, u.a.) haben wir nun endlich einen unterschriebenen Vertrag für eine
    mehr als 5000m2 Fläche, um ein essbares, bio-diverses Biotop entstehen zu lassen.
    Mittlerweile sind wir ein eingetragener gemeinnütziger Verein, unsere Kerngruppe besteht
    aus ca. 10-15 Mitgliedern, und wir kooperieren für den “Westfeld Garten” mit vielen anderen
    Initiativen und Organisationen. Der Westfeld Garten ist als Gemeinschaftsgarten und
    Experimentierfeld geplant, an dem der Wissensaustausch über Permakultur, Umwelt und
    Ernährung gefördert werden soll.
    Maßnahmen und Zeitplan
    Seit dem Frühjahr 2023 haben wir am Boden des zukünftigen Waldgartens gearbeitet. Durch
    offene und kostenlose Workshop-Formate rund um Bodenproben (sowohl für DIY
    Bodentests, als auch Bodenproben für die professionelle Laboruntersuchung) konnten wir
    herausfinden, daß der Boden arm an Nährstoffen ist, aber die Altlast-Anteile gering sind, und
    keine Gefahr für Menschen besteht.
    Um den Boden zu verbessern, sammeln wir organisches Material von Kleingärten, anderen
    Gemeinschaftsgärten, Grünflächenamt und Tierpark Hasenheide: Mit Mist, Baumstämmen,
    Ästen, Holzspänen, Grünschnitt und Stroh legen wir Beete nach der “Lasagna Methode” an.
    Diese Aktionen finden als offene Veranstaltungen statt und werden auf unseren digitalen
    Kanälen angekündigt und dokumentiert (Instagram, Newsletter und Website). In Zusammenarbeit mit der “Fliegerwerkstatt” und “Kernzone” (Werkstätten für Jugendliche
    und Auszubildende) konnten wir außerdem erste Holzschilder, Sitzgelegenheiten und
    Hochbeete aufstellen.
    Im Herbst möchten wir die ersten Sträucher und Bäume pflanzen. Im Rahmen weiterer
    Mitmachaktionen zwischen Oktober 2023 und April 2024 möchten wir über hundert Pflanzen
    (11 Bäume, 64 Sträucher, und viele Kräuter und Stauden) platzieren. Der Spatenstich findet
    am 29.10.23 statt. Begleitend zur Pflanzaktion werden wir eine Einführung in Waldgärten
    und das Projekt geben, und zum Abschluss eine Feier organisieren

    Fragen

    – habt ihr einen Vertrag für die Nutzung der Fläche und wenn ja, ist dieser befristet? Müsst ihr Pacht zahlen, wenn ja, wie viel?

    Ja, wir haben einen Nutzungsvertrag, der aktuell bis zum 31.12.2026 befristet ist. Das ist dieselbe Frist, die momentan jedes Projekt auf dem Tempelhofer Feld hat. Uns wurde gesagt, dass das eine reine Formalie sei. Wir dürfen bleiben, solange wir wollen.

    Wir müssen keine Pacht bezahlen. Wasser- und Stromkosten müssen wir selber decken. Wir haben einen Medienanschluss gestellt bekommen, mit Zählern. Es wird genau abgerechnet.

    – wie groß ist die Gesamtgruppe?

    Die Kerngruppe besteht aus ca. 15 Personen. Der größte Teil davon sind auch Vereinsmitglieder. Dazu kommt ein wechselnder Anteil an Unterstützer:innen und Helfern, die uns über Partnerschaften, Netzwerke rund um das Tempelhofer Feld, oder unsere digitalen Kanäle kennen und an Workshops und Mitmachaktionen teilnehmen. Wir waren im Laufe der Jahre teilweise 80 Aktive, die zu unseren Treffen gekommen sind. Wir haben ein paar Hundert Menschen in unserem Email Verteiler und etwa 1500 auf unserem Instagram Kanal. Über die Jahre hatten wir viele Onboarding Veranstaltungen.

    – 5000m2 sind ja recht groß: wie wollt ihr noch mehr Menschen für euer Projekt gewinnen? Wie kann man mitmachen?

    Der Projektplan ist in drei Phasen eingeteilt. Zuallererst erschaffen wir das Herzstück auf Teilbereich 1 (ca. 1800 m²). Hier etablieren wir die wichtigsten Grundstrukturen und schaffen Sichtbarkeit. Wir probieren Formate zur Beteiligung aus und wollen uns in Kreisen mit unterschiedlichen thematischen Interessen formieren. Da sind zum Beispiel der Kompost-Kreis, der Umweltbildung-Kreis, der Gemeinschafts- oder der Gartenarbeits-Kreis. Kreise können bei Bedarf neu entstehen, pausieren oder ad acta gelegt werden. Wir sind generell ein sehr offenes Projekt und wünschen uns Beteiligung jeglicher Art.

    In der zweiten Phase wächst die Gemeinschaft um das WFG und das Biotop wächst mit. Der Teilbereich 2 ist etwa 2800 m² groß. Es werden weitere Polykulturen, ein Kräutergarten und ein Bereich für jährliches Gemüse vorgesehen. Dazu kommen fliegende Bauten wie ein Gewächshaus, ein Meetingraum, ein offenes Klassenzimmer und ein weiterer Kompostbereich.

    In der dritten Phase ist das Projekt WFG gereift. Die WFG Gemeinschaft, so wie alle Teilnehmer:innen, haben einiges an Erkenntnis und Wissen zusammengetragen. Nun ist es an der Zeit, das Experimentieren und Monitoring mit ins Bildungssystem zu integrieren. Dazu erweitert sich der Westfeld Garten um das Experimentierfeld, den “Wildnis” Bereich und den Bildungsbereich im Nordosten der Fläche. Der Bereich 3 ist etwa 1600 m² groß.

    Die Gartenaktionen sind generell öffentlich und werden in verschiedenen Kanälen (Webseite, Instagram, THF Netzwerke und Veranstaltungshinweise) veröffentlicht. Interessierte können uns dort kontaktieren, oder auch direkt vorbeikommen und sofort mitmachen. Dabei erfahren sie auch mehr über das Projekt und ob sie sich weiter engagieren wollen. Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich, um mitzumachen.

    Wir wollen wieder regelmäßige Onboarding-Termine online und offline anbieten, bei denen Interessierte mehr über uns und unsere Struktur erfahren können. Wer Interesse hat, ein aktives Mitglied zu werden, kann dann an unserem Plenum teilnehmen, unseren Slack-Kanälen beitreten und an den digitalen Dokumenten auf Google Drive mitarbeiten.

    – wie organisiert ihr derzeit die Arbeiten, wie kommuniziert ihr, wer trifft die Entscheidungen?

    Wir sind in einer lockeren soziokratischen Struktur aufgebaut. Unser Ziel ist, Entscheidungen durch Konsens zu treffen. Entscheidungen werden im Plenum getroffen oder in den AGs, die für verschiedene Aspekte zuständig sind (Verein, Community, Kommunikation, Aktionen…). Engagierte können in Eigeninitiative neue Projekte oder AGs vorantreiben, solange es keine gegenteilige Meinung vom Rest der Gruppe gibt.

    Kleinere Entscheidungen werden direkt in den AG-Slack-Kanälen getroffen und dokumentiert. Größere Entscheidungen und Diskussionen werden im allgemeinen Slack-Kanal und in Plenums-Protokollen kommuniziert und festgehalten.

    – wer kümmert sich um die Bäume, Sträucher, Kräuter und Stauden, nachdem diese gepflanzt wurden?

    Der Verein ist vertraglich dazu verpflichtet, die Pflege des Geländes zu übernehmen. Aktuell sind alle Teilnehmer für das gesamte Gelände zuständig, z.B. während der Treffen und Mitmachaktionen. In Zukunft könnten aber auch Verantwortliche und Patenschaften für einzelne Gilden, Beete etc. designiert werden. Wir werden außerdem eine gemischte Gartenarbeitsgruppe bilden, die sich ausschließlich um das Gärtnern kümmert.

    – wie wollt ihr die Pflanzen und später die Früchte gegen Diebstahl (oder dürfen alle ernten?) und Vandalismus schützen?

    Das Feld ist tagsüber öffentlich zugänglich, wird aber durchgängig von Sicherheitspersonal kontrolliert und abends abgesperrt. Wir gehen davon aus, dass sich die meisten Leute respektvoll verhalten werden, dennoch können wir Vandalismus nicht ausschließen. Die Früchte dürfen geerntet werden, die gesamten Ränder werden mit essbaren Hecken (Beeren etc.) bepflanzt, von denen das Laufpublikum naschen kann und soll: ein Naschgarten.

    Die teils stacheligen Heckenpflanzen und robusteren Sträucher in den Gilden sollen auf lange Sicht andere Pflanzen physisch schützen. Beetumrandungen, dichte Bepflanzung und Beschilderungen sollen einen zusätzlichen “weichen” Schutz bieten. Da wir hauptsächliche mehrjährige Pflanzen und Gehölze pflanzen, hoffen wir, dass es weniger Vandalismuspotenzial als bei einjährigen Gemüsebeeten gibt.

    Wir wollen eine klar erkennbare Wegeführung für die Öffentlichkeit gestalten. Und die kleinen Wege, die durch die Beete führen, nur für Eingeweihte erkennbar machen. So hoffen wir, die Öffentlichkeit durch unseren Garten lenken zu können. Außerdem wollen wir viel mit Beschriftungen und weiterführenden Informationen durch QR-Codes arbeiten.

    Außerdem sollte mit wachsendem Garten die Fläche zunehmend genutzt werden. Zum Beispiel während der Umweltbildung, Workshops oder Gemeinschaftsveranstaltungen wie Kochevents in der Außenküche. So wollen wir zunehmend Anwesenheit gewährleisten, von Menschen, denen der Garten wichtig ist und die bei Vandalismus schnell aktiv werden können.

    – wie entsteht bei euch die Gemeinschaft? Was macht ihr z.B. im Winter?

    Das Projekt ist aus einem mehrjährigen Prozess von Online-Meetings, Design-Workshops und anderen Treffen hervorgegangen, bevor es überhaupt eine Fläche gab. Diese werden wir natürlich online und offline fortführen. Da wir uns auch als Wissens-und Kommunikationsprojekt sehen, gibt es neben der Gartenplanung und Administration auch im Winter genug zu tun.

    – mit welchen anderen Organisationen kooperiert ihr?

    Wir kooperieren u.A. mit:

           Mehrwertvoll e.V.: Förderung, Kommunikation, lokales Netzwerk

           Kernzone Holzwerkstatt, Infrastruktur

           Fliegerwerkstatt e.V: Holzwerkstatt, Infrastruktur

           Torhaus KochKollektiv: Ernährungsbildung, Verpflegung, Food Sharing

           Thf.Vision: Netzwerk zur nachhaltigen Nutzung des Tempelhofer Felds

           Dycycle, City Lab Berlin, BodenschätzeN: Workshops, Kompost, Boden

           Trial & Error e.V., Baumhaus Berlin, u.A.: Projekte, Veranstaltungen

           Urbane Waldgärten und Universität Potsdam: Wissen, Forschung und Vernetzung

           Tierpark Hasenheide: Mist und Mulchmaterial

           Grünflächenamt Tempelhof-Schöneberg: Baumstämme und Mulchmaterial.

    Außerdem teilen wir uns Ressourcen, Menschen und Wissen mit anderen Gartenprojekten wie Allmende Kontor, Waldgarten Berlin-Britz e.V., Prinzessinnengärten, Peace of Land, Waldgarten Rehfelde, …

    – wie hat sich das mit dem Wasser geklärt? Bei meinem Besuch war das noch nicht klar.

    Der Wasser- und Stromanschluss ist nun fertig, die Übergabe wird am 17.10.2023 erfolgen.

    – wo werden die Werkzeuge untergebracht, wer hat dann da Zugang und wer kümmert sich um die Werkzeuge?

    Wir haben 2 Lagerboxen mit Schloss (2m*1m*0,5 m). Wir werden eine Kiste mit einem Code auf dem Gelände haben, in dem sich die Schlüssel befinden. Jeder, der Aktionen im Garten plant, wird den Code bekommen können. Mehr Lagerraum soll durch weitere Lagerboxen entstehen. Weitere Möglichkeiten wir nahegelegene Räume, Transporter am Straßenrand oder einen nahegelegenen Container müssen noch geklärt werden. Auf der Fläche selbst darf weder ein Container hingestellt noch Schuppen gebaut werden.

    – wer ist die Zielgruppe der Mitmachaktionen?

    Gerade erreichen wir hauptsächlich Menschen aus einer ähnlichen Zielgruppe, einer internationalen Gruppe von jungen Erwachsenen, die an Permakultur und Klimaschutz interessiert sind. Wir wünschen, die Zielgruppe zu erweitern, wir sind in Kontakt mit Lehren:innen von Nachbarschulen, KiTas und Organisationen, die in der Nachbarschaft aktiv sind.

    Wir hoffen, dass wir durch eine feste Präsenz und Beschilderung vor Ort, sowie mit Flyern und Aushängen in der Nachbarschaft auch Menschen erreichen, die unsere digitalen Kanäle nicht kennen oder nutzen.

    – woher kommen die Pflanzen?

    Von den oben genannten befreundeten Gartenprojekten werden wir Pflanzen, Stecklinge und anderes Material bekommen. Zu den Pflanzaktionen bringen Teilnehmende außerdem Pflanzenspenden von anderen Projekten oder dem eigenen Garten mit.

    Für größere Gehölze und Pflanzaktionen werden wir Pflanzen von örtlichen Baumschule (Spät´sche Baumschule, Baumschule Fischer, …) kaufen, sowie um Spenden bitten.

    Diesen Grundstock möchten wir in Zukunft durch eigene Vermehrung weiter ausbauen.


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  • Berlin: Umzug vom Sonnenbeet

    (Antrag/ANtworten)

    Wie groß ist denn die Gruppe, die auf der neuen Fläche gärtnern möchte und wie viele aus dieser Gruppe haben den neuen Garten mit geplant und sind an der Umsetzung dieser Planungen beteiligt?

    Die diesjährige Gartengruppe des Sonnenbeetes besteht aus 13 Menschen, von denen 7 eine Beetpatenschaft übernommen haben. Alle anderen kommen regelmäßig zum Gärtnern in den Gemeinschaftsbeeten, zu Workshops oder zum Austausch und zur Erholung in den Garten. Alle haben Interesse an der neuen Fläche zu gärtnern. Ebenfalls Teil des Gartens ist ein Imkermeister, welcher mit einem Teil seiner Bienenvölker Interesse hat, auf die Fischerinsel umzuziehen.

    Wir treffen uns wöchentlich und alle Informationen und Schritte der Planungen werden mit allen Anwesenden besprochen. An der aktiven Auseinandersetzung beteiligt sich bisher etwa die Hälfte, der Rest zieht eher mit. Zusätzlich gibt es einen Telegram Chat, um alle Informationen denen zukommen zu lassen, die zu einem Treffen nicht kommen konnten.


    Wie viele Menschen aus der alten Gruppe werden mitziehen? Das ist ja schon ein Stückchen weg vom alten Standort und ein anderer Kiez. Sie schreiben, dass die bisherigen Gartengruppe eingebunden werden soll?

    Die Beetpat*innen haben signalisiert, dass sie Interesse am neuen Standort haben. Da es in der Gegend um den Alexanderplatz keine weiteren Gemeinschaftsgärten mit freien Beetpatenschaften gibt, ist der Bedarf da. Die „losen“ Gärtner*innen bekundeten ebenfalls Interesse, hin und wieder mitzugärtnern.


    Wie viele Menschen aus der direkten Nachbarschaft des neuen Standorts sind an den Planungen beteiligt? Wie haben Sie diese erreicht? Sind tatsächlich schon Nachbar*innen dabei? Sie schreiben ja, dass die Nachbarschaft erreicht werden kann?

    Am neuen Standort gibt es bereits eine Gartengruppe, die aus etwa fünf Personen besteht und sich lose organisiert. Hier fand bereits Kontakt zur Koordinatorin und einzelnen Gärtner*innen statt, um Fragen zu klären, wo weitere Beete aufgestellt werden könnten, wo eine Obstbaumwiese und Naschbeete entstehen sollen und wer für was zuständig sein wird. Im September ist ein Arbeitseinsatz geplant, zu dem beide Gruppen sich kennenlernen und gemeinsam an der Planung gearbeitet werden kann.

    Wir gehen davon aus, dass sich weitere Nachbar*innen anschließen werden, sobald wir regelmäßig vor Ort sind und diese uns kennenlernen können. Weitere Aktive sind im Garten sehr gewünscht. Jede*r kann mitmachen und eigene Ideen mitbringen.

    Habe ich es richtig verstanden, dass der Garten dann auf der Fischerinsel dauerhaft bleiben kann? Soll dann nach den Baumaßnahmen rund um das Haus der Statistik dort ein neuer Gemeinschaftsgarten aufgebaut werden? Wann in etwa ist mit dem Ende der Baumaßnahmen zu rechnen?

    Der Garten kann und soll dauerhaft auf der Fischerinsel bleiben. Für den Standort Fischerinsel, das Kreativhaus und für die Nachbarschaft ist ein Gemeinschaftsgarten und eine Begrünung des Standortes ein Mehrwert, den wir nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft dort erhalten möchten.

    Nach den Baumaßnahmen am Haus der Statistik soll dort ein neuer Gemeinschaftsgarten entstehen. Sollten es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, wollen wir bereits vorher freiwerdende geeignete Flächen wieder begrünen, ob temporär oder dauerhaft. Das Sonnenbeet stellte in den vergangenen vier Jahren einen deutlichen Mehrwert für das Gesamtprojekt dar. Für Pioniernutzer*innen diente der Garten als Pausenort, er zog Besucher*innen zum Verweilen an und war Plattform für Veranstaltungen, Workshops, Feste und Teambesprechungen. Es ist gewünscht, einen solchen Ort wieder zu schaffen.

    Im Moment gibt es nur die Möglichkeit, im kleinen Rahmen in der Ersatzstätte Karla ein wenig zu gärtnern. Diese soll Ende 2024 zurückgebaut werden. In der kommenden Saison wollen wir hier ein paar Kräuterbeete anlegen und Experimentieren. Eine Gärtnerin möchte beispielsweise Vertikalbepflanzungen testen. Hierfür gibt es eine sonnige Wand, die genutzt werden kann. Da der Standort sonst sehr schattig ist, wollen wir Pilzprojekte ins Leben rufen und testen, welche Pilze sich hier gut züchten lassen. Für die Kräuterbeete wird im September in Kooperation mit Bauchfachfrau e.V. ein Bewässerungssystem gebaut. Wenn weitere Ideen eingebracht werden und wir den Platz dafür schaffen können, sollen diese in jedem Fall umgesetzt werden. Der Ort soll außerdem für die Nachbarschaft und Pioniernutzer*innen zur Nutzung zur Verfügung stehen.
    Die Ergebnisse der Experimentierphase können später wieder in den Gemeinschaftsgarten am Haus der Statistik integriert werden.

    Wir hoffen auf den Erhalt der Ersatzstätte Karla auch über 2024 hinaus, entsprechende Anträge werden durch die Zusammenkunft Berlin gestellt. Sollte sich eine längerfristige Nutzung an diesem Standort ergeben, sind wir selbstverständlich daran interessiert, diesen auch weiter zu bespielen.

    Die Bauphase wird voraussichtlich 2030 komplett beendet sein. Der erste Gebäudeteil – der Kopfteil an der Karl-Marx-Allee – soll bereits Anfang 2025 bezugsfertig sein. Nach aktuellem Planungsstand sind im Experimentierhaus X3 mit dem Thema „alternative Wohnprojekte und gesunde Zukunft“ eine für die Hausgemeinschaft begrünbare Dachterrasse und eine öffentliche Grünanlage im Innenhof vorgesehen. Wir beteiligen uns hierbei an Plantischen und haben bereits unser Interesse bekundet. Das Experimentierhaus X3 soll bis 2028 fertig gebaut sein.

    Warum gab es einen Trägerwechsel?

    Der Sun Seeker e.V. wurde 2019 gegründet, um den Gemeinschaftsgarten Sonnenbeet am Haus der Statistik zu betreiben. Die damalige Gruppe hat Ende letzten Jahres den Garten abgegeben, da der Lebensmittelpunkt der Akteur*innen sich verlagert hat, einige nicht mehr in Berlin wohnen oder anderweitig stark eingebunden sind.
    Der Essbar e.V. wurde 2021 am Haus der Statistik gegründet, um verschiedene Aktivitäten rund ums Thema Lebensmittelverschwendung und -wertschätzung zu initiieren. Wir haben seither Beetpatenschaften übernommen, um mit Kräutern und Gemüse aus dem Garten zu kochen und diese für Workshops zu nutzen. Das Gemeinschaftsprojekt „Vom Beet auf den Teller“ ist entstanden. Ihren Verein wollten die Sun Seeker für sich erhalten, um ihn evtl. später wieder aktiv zu nutzen. Herr Dietrich ist seit Gründung im Sonnenbeet aktiv, hat den Garten mit aufgebaut und begleitet. 3 weitere Personen aus der alten Gruppe sind weiterhin dabei, davon 2 vom Essbar e.V. In den letzten beiden Jahren ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden, wir konnten viel voneinander lernen und haben uns deshalb entschlossen, die Betreuung des Gartens mit dem Essbar e.V. zu übernehmen. 

    Wie groß ist die neue Fläche, wie viele Beete wird es dort geben können? Wie groß ist die Fläche, die gärtnerisch genutzt werden wird?

    Wir haben derzeit ca. 30 aufgebaute Beete, die umgezogen werden müssen sowie 7 Obstbäume, 2 Beerensträucher und 10-20 weitere kleinere Pflanztöpfe sowie 3 Wassertanks, zahlreiche Sitzmöbel, 2 Komposte und Gartengeräte. Alles findet am neuen Standort Platz. Es gibt eine Terrasse, auf der Hochbbeete gestellt werden können. Außerdem eine freie Fläche im Innenhof und einen Außengarten mit Lehmofen. Die Fläche ist größer als die bisherige, sodass nach und nach mehr entstehen kann. Schätzungsweise können etwa 800m² von uns genutzt werden, die Gesamtfläche ist um ein Vielfaches größer.

    Wie ist die Fläche bisher beschaffen?

    Das Gelände an sich ist von Bäumen und einem neu angelegten Park umgeben. Die Terrasse ist bisher wenig begrünt, die beiden anderen Flächen wurden in den letzten Jahren nicht bewirtschaftet, es wächst teilweise Wiese, sonst recht nährstoffarme Erde. 

    Wenn es einen Garten und eine Gartenkoordinatorin gibt: wie wurde bisher dort bewässert?

    Für die Bewässerung gibt es bisher drei Außenwasseranschlüsse und Gießkannen/Gartenschlauch. Wir haben bereits mehrere Möglichkeiten erspäht, Regenwasser aufzufangen. Hierfür ist allerdings noch eine bauliche Klärung notwendig. Wir möchten größtenteils mit automatischen Bewässerungssystemen arbeiten, um möglichst wassersparsam zu wässern und um mehr Kapazitäten für die Beetpflege frei zu haben.

    Beteiligt sich das Kreativhaus an den Kosten für den Gemeinschaftsgarten?

    Ja. Das Kreativhaus hat finanzielle Mittel für die Gestaltung des Außenbereiches. Die Wasserkosten werden übernommen sowie einige Materialkosten wie Erde und Sand. Für die Infrastruktur, die das Haus betrifft, also Wege, Sitzgelegenheiten, Sonnensegel, Beleuchtung, Bewässerung, Bereitstellung der Räumlichkeiten etc., übernimmt so weit als möglich das Haus die Kosten. Wir kümmern uns um Finanzierung der Beete, Begrünung und Bepflanzung sowie die Organisation von Projekten und Workshops. 

    Wer finanziert den eigentlichen Umzug und wie wird dieser von statten gehen? Oder sind das die im Finanzplan angegebenen 800 Euro?

    Das sind die im Finanzplan angegebenen 800€. Wir wollen hiervon einen LKW inklusive Fahrer mieten, um die Beete zu transportieren. Wir rechnen hierbei mit etwa jeweils drei Fahrten an zwei bis drei Tagen.


    Können Sie sich die für die Bauaktionen benötigten Werkzeuge nicht ausleihen? Wozu wird denn eine Handkreissäge gebraucht? Was passiert nach den Reparaturen an den Beeten mit den Werkzeugen?

    Einige Werkzeuge können wir im Haus der Materialisierung oder aus privatem Bestand leihen. Eine Handkreissäge benötigen wir zum Reparieren und Bauen der Hochbeete. Eine Handkreissäge steht uns derzeit nicht zum Verleih zur Verfügung, wurde aber bisher bereits immer wieder mal benötigt. Wir rechnen damit, dass wir auf der Fischerinsel diesen Herbst und nächstes Frühjahr regelmäßig Bauaktionen durchführen werden. Die Miete einer Handkreissäge im Baumarkt kostet 100€ pro Woche. Daher erscheint uns die Anschaffung einer Säge für sinnvoll und preiswerter. Die Säge verbleibt im Bestand des Gartens und steht uns sowie dem Team des Kreativhauses dauerhaft zur Nutzung zur Verfügung.

    Handelt es sich um essbare Pflanzen und Sträucher, die Sie bei uns beantragen?

    Es handelt sich um essbare Pflanzen und Sträucher. Wir möchten z.B. die jetzige Einfriedung des Objektes, an geeigneten Standorten mit Beerensträuchern aufwerten, wir planen ein großes Naschbeet im Bereich des Kinderspielplatztes im Objekt, zu dem wollen wir Fassaden mit Wein beranken.

    Gibt es eine Pilz-AG?

    In diesem Jahr ist das Pilz Kunst Labor, bestehend aus der im Haus der Materialisierung ansässigen Mitkunstzentrale und der TU Berlin, erstmalig bei uns im Garten aktiv. In vier Beeten wurde die Anzucht verschiedener Gemüsepflanzen in Töpfen aus Pilzmycel erprobt. Das Pilz Lab erforscht außerdem, wie Pilze zur Bauwende beitragen können, indem diese mit Materialresten verbunden werden, damit neue Materialien entstehen.

    Außerdem sind wir im Austausch mit Menschen, die bereits Erfahrung in der Aufzucht von Speisepilzen haben, um uns wertvolles Wissen anzueignen. Die Sun Seeker haben sich bereits mit dem Thema Pilzzucht befasst und auch erfolgreich Pilze gezüchtet, sodass wir auch hier auf Erfahrungen der hier beteiligten Personen zurückgreifen können. Basierend auf diesem Wissensschatz wollen wir Speisepilze züchten und haben bereits entsprechende Ecken in der Ersatzstätte Karla dafür vorgesehen.


    Haben Sie im Bezirk schon nach Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau gehalten?

    Wir sind mit dem für Gemeinschaftsgärten zuständigen Senatsmitarbeiter in Kontakt, ob ein Zuschuss in Form einer Zuwendung möglich ist und warten hier noch auf Rückmeldung.

    Zudem möchten wir die Möglichkeit nutzen, für das Jahr 2024 FEIN-Mittel beim Bezirk Mitte zu beantragen, insofern diese wieder von der Senatsverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Die Antragsfrist war hierbei im vergangenen Jahr Mitte Dezember.

    Über die Postcode Lotterie haben wir außerdem Personalmittel beantragt, um eine Stelle für die Koordination der Gartenthemen des Essbar e.V. zu schaffen.


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  • Leipzig: im Wirrwuchs wird ein Gewächshaus gebaut

    (ANtrag/ANtworten)

    • Wie hat sich der Garten denn entwickelt? Wie viele Gärtner*innen sind nun in der Gartengruppe? Wie viele Beete gibt es? Von der Entstehung Ende 2019 des Mitmachgartens Wirrwuchs bis ca. diesem Spätfrühling lag der Fokus auf die Instandsetzung den 1.340 m² der Fläche, die ca. 7 Jahre lange brach lag. 2020 hatten wir 5 Beete, mittlerweile sind das insgesamt 16, die überwiegend ebenerdig angelegt sind. 2021 wurde beispielsweise Trinkwasserleitung verlegt, und 2022 intensive Baumpflege Maßnahmen professionell ergriffen. Ich schicke Ihnen noch separat zwei Fotoberichte : ein Bild sagt ja mehr als tausend Worte! Wir verfügen über eine Werkstatt, eine Gartenküche mit Lehmofen, Spülstrecke und eine barrierearme Komposttoilette. Da der Mitmachgarten neben dem gärtnerischen Angebot auch Soziokultur, Bau-Workshops, Kochprojekte und kreative Angebote umsetzt, wird er von vielen Menschen auch als Treff- und Freizeitort genutzt. Seit dem Sommer 2022 und vor allem diesem Frühling kann der Nachbarschaft mit richtigem und vielfältigem Ertrag rechnen, sodass wir letztes Jahr und dieses Jahr ein Kochprojekt für und mit Kindern des Stadtteils (10 bis 25 TN) 2x der Woche versorgen können. Insgesamt besuchen ca. 25. Menschen täglich den Garten, und ca. 10 davon widmen sich komplett den gärtnerischen Aktivitäten.  
    • Wie ist der Garten organisiert? Gibt es individuelle Beete oder wird alles gemeinschaftlich bewirtschaftet oder ist es ein Mischsystem?

    Die Öffnungszeiten werden immer von mindestens zwei Menschen aus dem Team abgedeckt. Der Mitmachgarten ist mittlerweile an offiziell 4 Tage für die Anwohner:innen zugänglich. Jedoch ist das Tor immer offen für Jede:r, wenn das Team vor Ort ist. Im Wirrwuchs ist ein individuelle Beete-System oder sogar ein Mischsystem nicht wirklich erwünscht. Alles was wächst wird vor Ort verarbeitet oder an die Nachbarschaft abgegeben. Auch an den Menschen, die nicht mitgegärtnert haben, sondern auch an denen, die das Projekt vertrauen und denen, die sich im Garten anders engagieren (durch Spende oder handwerklich beispielsweise). Aufgrund von vielen Vandalismusvorfällen, Einbrüchen, „Erntediebstahl“ und auch aber wegen der vielen Kinder, die sich im Garten täglich aufhalten, könnten wir die „erfolgreiche“ Ernte in privaten Beete nicht garantieren. Deshalb gibt es keine privatgenutzten Beete. Zudem möchten wir aufgrund der schwierigen Lebensverhältnissen im Stadtgebiet allen interessierten Menschen die gleichen Chancen geben sich einzubringen.

    • Gibt es Menschen, die – neben dem Team, das auf der Website aufgeführt wird – regelmäßig gärtnern?

    Wir haben eine Gartengruppe von rund 10 Menschen, die regelmäßig gärtnern.

    • Wie lange läuft das Projekt „Gärtnern im Plattenbau“ noch? Gibt es im Rahmen dieses Projekts auch Gelder für die Koordination des Projekts? Was passiert, wenn diese Finanzierung zu Ende geht? 

    Das von Amt für Stadtgrün und Gewässer Projekt, inkl. Projektleitung, läuft vom 01.01.2023–31.12.2023. Ein Antrag für 2024 zur Weiterführung für 2024 wird derzeit erarbeitet und Ende Septebmer eingereicht. Wir gehen von einer Weiterfinanzierung des Projektes durch das Amt für Stadtgrün uns Gewässer aus. Paunsdorf ist Schwerpunktgebiet und eine ehrenamtliche Betreuung und Gestaltung des Mitmachgarten durch die Anwohner:innen ist derzeit (noch) nicht möglich. Das ist dem Amt für Stadtgrün und Gewässer bewusst und wird diesem von uns auch regelmäßig kommuniziert mit den Problemlagen vor Ort. Wir wünschen uns sehr den Garten irgendwann in die Eigenverantwortung der Anwohner:innen zu geben und arbeiten derzeit auch daran im Rahmen einer Dreijahresförderung der Sächsischen Aufbaubank. Das ist aber auch bis Ende 2025 eine eher utopische Vorstellung. Der Mitmachgarten hat sich als wichtiger Ort für die Menschen im Stadtgebiet etabliert und wird von der Stadtverwaltung auch gesehen. Die Kontinuität des gesamten „Wirrwuchs“ Projekts mit Projektkoordination im Bereich der Integration ist bis mind. Ende 2025 gewährleistet. 

    • Wie wollen Sie explizit Frauen erreichen, neben Flyern im Mütterzentrum? Was bedeutet das für die Bauworkshops? Das Ziel des Wirrwuchs Teams ist es nicht nur, umweltpädagogische Angebote auf die Beine zu stellen, sondern auch die Partizipation, Chancengerechtigkeit und den solidarischen Zusammenhalt zu stärken, in einem städtischen Umfeld, wo niedrigschwelligen Bildungszugang dringend erforderlich ist. Diese Zielgruppeansprache erfolgt über direkte Ansprache in Kooperation mit dem Quartiersmanagment, der Koordinierungsstelle Migration/Integration und der kommunalen Integrationskoordinatorin sowie über Werbung in der lokale Stadtteilzeitung, dem Ortsblatt und die Frauen, die derzeit im Mitmachgarten aktiv sind. Weiterhin erfolgt die Bewerbung über die Integr. Kindertagestätte in der Gundermannstraße sowie über unsere Kontakte zu den Sozialarbeiterinnen der Schulen, die auch Mädchen für den Workshop ansprechen. Für die Workshops bedeutet das die Workshops durch Frauen angeleitet werden und wir niedrigschwellige Zugänge schaffen müssen. Es wird eine Werkzeugeinführung geben. Wir haben das in einen ersten Anfänger:innen Kurs zum Handwerken schon geprobt. Es gibt bereits eine Übersicht über die entsprechenden Werkzeuge und deren Anwendung. Für die Workshops bedeutet, dass das die Frauen und auch wir als Anleiterinnen ein Raum haben, der offen ist für alle Fragen und einen enormen Lernerfolg verspicht und empowernd ist. Zugleich müssen wir mit etwas mehr Zeit für die Aktion rechnen.
    • Die Genehmigung für den Bau auf der Fläche haben Sie? Laut der Sächsischen Bauordnung (SächsBO) ist keine Genehmigung für unser Vorhaben (8m², auf eine schon versiegelte Fläche) nötig:„§ 63a Genehmigungsfreie Vorhaben“ (…) d) Gewächshäuser bis 15 m³ umbauten Raumes; im Außenbereich nur als Nebenanlage eines höchstens 50 m entfernten Gebäudes mit Aufenthaltsräumen“ (…) zudem sind wir in Kontakt mit dem Leipziger Amt für Schule, dem die Fläche gehört und dem Verein Querbeet Leipzig e.V. die Fläche verpachtet. Von unserem Vorhaben haben wir das Amt schon informiert.
    • Wer leitet den Workshop an? Ich (Clémence Paille) und Caroline Jonigkeit sollen den Worshop vorbereiten, leiten und bewerten, von der Bestellung des Materials und Werbung bis hin zum Bau des Gewächshaus über Sicherheitshinweise für die Teilnehmer:innen 
    • Wie viele Menschen können an den Workshops dann teilnehmen/parallel bauen? Und wird es eine feste Baukerngruppe geben?Der Workshop soll offen für alle interessierte Menschen sein, allerdings wird eine Anmeldung erwünscht, damit wir gegebenenfalls eine dritte oder vierte ehrenamtliche Person einplanen können, wenn zu viele Teilnehmer:innen mitmachen möchten. Wir rechnen zwischen 10 und 15 Teilnehmer:innen.
    • Woher bekommen Sie die Werkzeuge?Der Verein verfügt über das nötige Werkzeug (Stich- umd Kreissäge, Schleifmachine, und Akkuschrauber). Dies möchten wir für die Workshop benutzen bzw. unseren TN zur Verfügung stellen

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  • Bielefeld: Paviilion fertig gebaut in den Südstadtgärten

    (Mail)
    Unser Pavillon ist inzwischen erstellt und sieht sehr gut aus. Momentan beschäftigen wir uns mit der Dacheindeckung und haben uns für eine leider teurere Variante entschieden als die, die ich im Kostenvoranschlag an euch vorgesehen hatte. Grund: Wir wollen natürlich auch Regenwasser sammeln über die Regenrinne in angeschlossene Tonnen. Die einfacheren Bedeckungen können aber das Wasser mit Schadstoffen belasten, was wir unbebedingt verhindern wollen, da das gesammelte Wasser ja in erster Linie den Gemüsepflanzen dienen soll und erst in zweiter Linie den Blumen. Es galt also, jegliches Risiko zu vermeiden – und das haben wir getan.


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  • Görlitz: Gartengruppe will überdachte Sitzgruppe bauen

    (Antrag/ANtworten)

    – Die Gartengruppe besteht aus 10-15 Menschen, die regelmäßig da sind.

    Dazu kommen noch Menschen, die sporadisch vorbei kommen oder auch einmalige Besuche machen.

    – Die Gruppe agiert größtenteils eigenständig. Die Planung ist durchmischt. Die meisten Aktionen sind eigenständig geplant. Es gibt engagierte junge Familien, die das Angebt intesiv und eigenständig nutzen, die Ernte teilen oder sogar bei der Küfa verkochen. Vor allem die ältere Generation, die bei uns einen sehr großen Teil ausmacht, nutzt den Garten vor allem als Treffpunkt zum Pflegen der nachbarschaftlichen Verhältnisse. Einige Teilnehmende nehmen aufgrund ihres Alters und der körperlichen Einschränkungen unsere Hilfe sowohl mit Planung, als auch Durchführung in Anspruch. Es gibt monatliche Plena, bei denen wir die Bepflanzung im Frühjahr besprechen und Aufgaben formulieren und verteilen. Das Plenum als feste Instanz wird eher sporadisch angenommen, da die Menschen im höheren Alter tendenziell wenig mit diesem Format anfangen können.

    – Der Gemeinschaftsgarten entwickelt sich ständig weiter. Die Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden werden dabei in den Plena formuliert und gemeinsam besprochen. Wir sehen uns dabei als Unterstützung der Gruppe, vor allem um Konflikte zu lösen, die in der generationsübergreifenden Arbeit auftreten können.

    – Die Teilnehmenden nutzen den Garten intensiv als „unseren Garten“. Die Freude über die Gemeinschaft und die gemeinsame Ernte ist groß, da viele in unserem Viertel nicht die Möglichkeit haben, einen eigenen Garten zu bewirtschaften. Daraus folgt auch ein Verantwortungsgefühl bei den Teilnehmenden und somit die erforderliche Verbindlichkeit. Unsere Mischform bei der Beetverantwortung (Gemeinschaftsflächen und

    Individualbeete) führen zu einer größeren Identifikation mit dem Garten.

    – Der Wunsch einer Sitzecke kam bei dem gemeinsamen Besuchdes Gemeinschaftsgartens „Wurzelwerk“ in Dresden auf. Der Besuch war schon vor etwa 2 Jahren, aber da er immernoch in der Guppe besteht, wurde er am Anfang des Jahres in die Meilensteinplanung beim Plenum aufenommen.

    – Welche Kriterien die Sitzecke erfüllen soll (größerer Unterstand, überdachtes Informationsboard für bessere analoge Informationswetergabe), haben wir in einem gemeinsamen Treffen erörtert und ich bin als Praktikantin dazu delegiert, den Antrag bei der Anstiftung einzureichen. Die Menschen, die an der Planung der Sitzecke einbezogen wurden kommen regelmäßig, bis täglich in den Garten (4 von 8 Teilnehmenden des Besuchs in Dresden sind noch in der Gartengruppe). Das Bauen der Sitzecke soll nach den den Möglichkeiten der Teilnehmenden größtenteils in den Gartentreffs stattfinden. Wenn zuätzliche Bauaktionen erfordelich sein sollten, werden diese in den Plena, bzw. im Gartengruppenchat kommuniziert.

    – Wie viele Menschen am Bau teilnehmen werden ist schwer einzuschätzen, da viele ältere, gesundheitlch angeschlagene Menschen dabei sein werden.

    Wirklich aktiv, werden den Bau etwa 3 Personen unterstützen.

    – Die Anleitung übernimmt die Projektleitung/ -assistenz, also Sandra Pleger, Werner Neumann und vielleicht noch eine Person aus dem Rabrykateam mit handwerklichen Skills (Werkstattleitung)

    – Die Bänke in der Kostentabelle haben wir gewählt, weil es die kostengünstigste Variante ist. Außerdem übersteigert Neubau die Kapazitäten, bzw. handwerklichen Fährigkeiten der Teilnehmenden

    – Workshops und andere Formate finden am Gartenhügel oder in der Nähe (das Gelände der Rabryka ist ja sehr groß und Vielfältig) statt:

    Naturkosmetik, Naturnahes Gärtner, Schulklassen die im Rahmen ihres Unterrichts mit Umweltthemen in Berührung kommen, Saatguttauschbörsen, Familienfeste, Bienenhaltung (es gibt Bienenvölker am Garten); außerdem nutzen auch Gartenunabhängige Gruppen den Ort zum verweilen oder arbeiten

    – In den letzten 2 Jahren gab es kaum Veränderungen. Wir haben das Bewässerungssystem verbessert, Gartengeräte werden nach wie vor im nahegelegenen Silo verwart, teurere Maschinen (Häcksler, Akkusense, etc.

    ) in besser gesicherten Räumlichkeiten des Werk I ( auch Rabryka). Der Garten ist sowohl zu Fuß, als auch mit dem Auto erreichbar. Gute Einbindung und Synergieeffekte im Alltag des Zentrums für Jugend- und Soziokultur (Rabryka) mit Küche, Bar, Werkstatt, Veranstaltungssaal, etc


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  • Heinersdorf: Garten zieht zum Haus des Wandels

    (Antrag/Antworten)

    Was passiert mit dem Garten und der Gruppe, wenn das Projekt DoK Ende 2023 zu Ende ist? 

    Das Haus des Wandels wird den Garten weiter tragen. Als sozio-kulturelles Zentrum besteht es seit 5 Jahren. Die Gartengruppe gab es bereits vor und unabhängig vom DoK, sie soll im Rahmen des Projekts in ihrem Tun ausgeweitet und unterstützt werden. 

    Soll es zwei Gemeinschaftsgärten geben, einen in Buchholz und einen in Heinersdorf? Sind das beides Gemeinschaftsgärten, die von (potentiellen) Gärtner*innen mit geplant und nun umgesetzt werden und bei denen es um den Anbau von Gemüse geht?

    Ob Teile des LandKunstLeben Gartens zum Vereinssitz in Buchholz umziehen müssen, ist noch offen. Mit diesem Förderantrag beschränken wir uns auf die Kosten des Umzugs und Aufbaus im Haus des Wandels Gemeinschaftsgarten.

    Muss nur der Garten umziehen? Was von dem bisherigen Garten soll dorthin umgezogen werden?

    Nur der Garten muss umziehen. Der Kunstverein LandKunstLeben hat seinen Büro- und Vereinssitz in Buchholz und den dazugehörigen Garten, in dem die Veranstaltungen stattfinden, im Nachbardorf Steinhöfel. Dem Garten wurde die Pacht gekündigt – der Vereinssitz bleibt vorhanden.

    Was umziehen soll: Vornehmlich Gartengeräte, Regentonnen, Pflanzen, Sträucher. Ganz konkret wird sich das vermutlich erst im Tun ergeben.

    Wie offen ist die Fläche? Kommen auch die mitgärtnerndern Nachbar*innen da jederzeit rauf?

    Das Haus des Wandels ist ein sozio-kulturelles Zentrum und steht als solches tagsüber den Nachbar*innen offen, auch am Wochenende. Gleiches gilt für den Garten, man kann einfach reinspazieren. 

    Was gibt es noch an Infrastruktur auf dieser Fläche?

    Auf dem Gelände des Gartens befinden sich, wie oben genannt, das Haus des Wandels sowie Garagen, Schuppen, Kompost und eine Außenküche. Mehr zum Ort finden Sie hier: https://hausdeswandels.org/ort

    Wie groß ist die Gruppe, die im Garten beim Haus des Wandels aktiv ist?

    Circa 10 Personen 

    Wie oft trifft sich die Gruppe?

    Unterschiedlich, es gibt Menschen, die jeden Tag im Garten sind, andere nur einmal die Woche. 

    Wie erfahren Menschen von dem Garten und dass sie mitmachen können? Wie machen Sie darauf aufmerksam?

    Bisher ist das über Mundpropaganda passiert. Da das Haus des Wandels früher allerdings eine landwirtschaftliche Schule war, ist es im ganzen Dorf bekannt. Menschen kennen den Ort als Ort zum Gärtnern und seit 5 Jahren auch als Ort zum Mitmachen. Tatsächlich kommen zahlreiche Nachbar*innen auch einfach so aufs Gelände, ohne dass man darauf aufmerksam machen muss. Für die Pat*innenbeete und den Pflanztag werden wir einen Aushang am schwarzen Brett des Dorfes machen, gezielt Nachbar*innen ansprechen und einen Aufruf an die Lokalzeitung schicken. 

    Wie viele Beete gibt es bisher? Wer entscheidet, was dort gepflanzt wird? Wie ist der Garten organisiert? Was bedeutet Pat*innenbeete?

    Bisher gibt es zahlreiche Kleinstbeete, drei Hochbeete mit Gemüse und ein Erdbeerfeld, welches Hausbewohner*innen und Nachbar*innen angelegt haben. Gepflanzt wird, was der jeweiligen Person gefällt und vorhanden ist; bisher verpflanzen wir vor allem zahlreiche geschenkte Pflanzen oder Menschen bringen Saatgut mit. Pat*innenbeete sind ein recht neues Format, dass wir in diesem Jahr ausbauen wollen. Bisher gibt es zwei Nachbar*innen, die sich konkret um ein Erdbeerfeld kümmern, sowie eine Nachbarin die Tomaten, Gurken und Kürbisse im großen Hochbeet vor dem Haus kultiviert. Wir möchten einen Aufruf im Dorf starten, dass man sich für (mind. die nächste Saison) allein oder gemeinsam um ein Beet im Garten kümmern kann. 

    Wie viele Nachbar*innen wollen noch mitmachen, wenn sich der Garten nun vergrößert?

    Wir hoffen, dass sich auf den Aufruf zum Pflanztag 20 und den Pat*innenbeeten mind. 10 Personen melden. 

    Wer wird die Hochbeete bauen, wie machen Sie darauf aufmerksam und wie viele Menschen können mitmachen?

    Die Hochbeete werden von Menschen aus dem Haus des Wandels und von LandKunstLeben gebaut. Auch hierzu werden wir einen Aufruf ans Schwarze Brett des Dorfes hängen. Es können alle mitmachen, die möchten. 

    Wer und wie viele Menschen werden sich an der geplanten Pflanzung für den Waldgarten beteiligen? Wer wird sich dann darum kümmern?

    Auch hierzu werden wir einen Aufruf ans Schwarze Brett hängen. Neben der Gartengruppe von 10 Personen, hoffen wir, dass nochmal so viele zusammenkommen. Die Gartengruppe wird sich weiterhin gemeinschaftlich um das Gelände kümmern. 

    Woher kommt das Wasser? Gibt es neben Regenwasser (was ja wie Sie selber schreiben, eher spärlich ist, noch andere Quellen?) Wie soll die Wasserversorgung organisiert werden? Wer wird wie die Container (meinen Sie IBC Container?) füllen?

    Wir möchten IBC Container kaufen. Die Container werden rund um das Haus des Wandels an den Regenrinnen aufgestellt und füllen sich durch Regenfälle. Es gibt bereits einige IBC Container, jedoch reichen diese nicht aus, um das Wasser eines Regenschauers aufzufangen. Wir haben bereits 5 Jahre Erfahrung mit dem örtlichen Niederschlag, dem Garten und den Containern. Wir gehen davon aus, dass die zusätzlichen Container ausreichen, um das Gelände auch im Sommer mit Wasser zu versorgen, da die Dachfläche enorm ist. Zusätzlich gibt es einen Gartenwasseranschluss, der vom Haus des Wandels e.V. getragen wird.

    Es gibt ja schon ein Set an Gartengeräten, wo ist dieses untergebracht und wie kommen die Gärtner*innen da jederzeit ran?

    Das Haus des Wandels hat mehrere Garagen, die jederzeit offen stehen. Hier lagern die vorhandenen Gartengeräte. Das Haus des Wandels ist ein sozio-kulturelles Zentrum und beheimatet mehrere öffentliche Initiativen des Dorfes, als solches steht es tagsüber immer offen. 

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen und die Gruppen an den Kosten des Gartens?

    Die Gärtner*innen und Gruppen beteiligen sich mit ihrer Arbeit und ihrer Zeit. Die Angebote im Haus des Wandels sind grundsätzlich nicht daran geknüpft, dass Menschen finanzielle Ressourcen beisteuern müssen. 


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  • Berlin Mariemfelde: IG und Radwerkstatt

    (Bericht)
    Hochbeete wurden von Bewohner*innen und Unterstützer*innen in der GU aufgebaut. Das Bepflanzen wurde mit einem kleinen Fest verbunden. Neben den Hochbeeten gibt es eine Sitzgruppe.
    Radwerkstatt wurde wieder eröffnet.
    Ziel: mit Garten und Werkstatt sollen die Bewohner*innen und Nachbarschaft nähe rzusammen gebracht werden. Tore sind für Nachbar*innen geöffnet.
    Einladungen für das Fest wurden in der Nachbarschaft persönlich durch Mitarbeiter*innen und jugendliche Bewohner*innen verteilt. Die Resonanz war nicht sehr hoch. (mehr …)

  • Siegen: Gemeinschaftsgarten ensteht auf Kleingartenparzelle

    (Antrag, Antworten)

    Auf unserer Parzelle 75 entsteht gerade ein Gemeinschaftsgarten, in dem viele
    Pächter eines Beetes gemeinsam Gärtnern können. Jede/r hat seinen eigenen
    Bereich und eben viele Dinge gemeinsam: Schuppen,Werkzeuge, Kompost,
    Regenwasser und Frischwasser, Ideen und gegenseitige Unterstützung.

    Als klassische Kleingartenverein möchten wir neue Wege gehen. Wir merken bei den
    Bewerbungen zu einer großen Parzelle, dass 300qm mit Laube zuviel des Guten sind
    und man sich da erstmal rantasten möchte. 15qm Beet sind da schon viel
    übersichtlicher und man ist auch nicht alleine. Urlaubsvertretung, gemeinsame
    Beschaffung und Planung schaffen Selbstvertrauen und Machbarkeit. Auf der
    Parzelle wird es viele Beerensträucherund einen Apfelbaum geben. Die Erträge teilen
    sich die Gemeinschaftsgärtner.

    Uns liegt dieIntegration benachteiligter Bevölkerungsteile am Herzen. Wir verbinden
    das mit dem gemeinsam Nenner aller,dem Gärtnern, so naturverbunden wie möglich
    und sinnvoll:

    MobileHochbeete für die GartenAG der benachbarten Offenen
    Ganztagsschule der Grundschulehttps://www.giersberggrundschule.de/

    Therapiegarten fürdie ErgotherapiePsychiatriedesKlinikumsSiegen

    https://klinikumsiegen.de/therapie/ergotherapiepsychiatrie/

    Studentengarten: Wir unterstützen eine Gruppe vonStudentender Pluralen
    Ökonomik
    https://www.wiwi.unisiegen.de/wiwi/pluraleoekonomik/
    Gemeinschaftsgarten für alle, die sich andere Wegevorstellen können als den
    klassischen Kleingarten in Eigenregie

    Prominent am Haupteingang unserer Anlage gelegen entsteht der
    Gemeinschaftsgarten auf400qm einer ehemaligen Kleingartenparzelle. Die Laube
    musste samt Bodenplatte entfernt werden.Zunächstals Obstgarten konzipiert,
    wurdedaraus derGemeinschaftsgartenmit für uns völligneuer Konzeption.

    Alle Gemeinschaftsgärtnerinnen sollen auch Vereinsmitglieder sein undihr Beet auch
    pachten und jeweils eigenverantwortlich hegen und pflegen.Die gesamte Fläche wird
    aber in gemeinschaftlicherRegie betrieben.

    Am 18. April trafen sich Interessierte undhabenzusammen dieersten Schritte
    konzipiert (Anwesenheitsliste undProtokoll anbei).Wir starten mit vier Pächterinnen
    umzu Beginndie Komplexitätnicht zu hoch werdenzulassen und erhöhen die Anzahl
    mit der Zeit.

    Antworten

    • Wie teuer ist denn der Mitgliedsbeitrag für eine Parzelle im Gemeinschaftsgarten?
      Für ein Beet nehmen wir jährlich €30 als Kostenbeitrag (Wasser, Versicherung Schuppen/Werkzeuge, …) und €45,- als Mitgliedsbeitrag (u.a. Vereinshaftpflicht, Zugang zur Toilettenanlage)
    • Habt ihr da eine soziale Staffelung oder wie geht ihr damit um, wenn Menschen mit gärtnern wollen, sich aber den Mitgliedsbeitrag nicht leisten können?
      Die Kosten haben wir mit den ersten Pächterinnen abgestimmt und erhielten die Rückmeldung, dass das so passt. Wenn sich jmd aus Kostengründen nicht beteiligen könnte, reduzieren wir den Beitrag noch mal um 50%. Wir sind aber der Meinung, dass ein gewisses Engagement auch finanziell da sein muss
    • Gibt es die Möglichkeit, auch erst mal „zu schnuppern“, bevor man in den Verein eintritt, um das gemeinschaftliche Gärtnern auszuprobieren?
      Haben wir noch nicht besprochen – Bisher war es für uns ein integrativer bestandteil auch Mitglied zu sein und sich im Verein wohl zu fühlen.
    • Wie wollt ihr das Projekt bekannt machen, wie können Neuinteressierte dazu kommen? Und wann wollt ihr es öffnen?
      Das Projekt ist ab sofort offen. Man sich über die Website bewerben. Wir bewerben den Verein mit all seinen Angeboten Möglichkeiten über unsere Website, (ebay-)Kleinanzegen und den Bezirksverband und über das Urban gardening projekt in Siegen (Lea Burwitz)
    • Habt ihr eine Skizze von der Gemeinschaftsgartenparzelle? Mich interessiert, wie die Beete zueinanderstehend geplant sind
      Skizze anbei
    • Wie viele Menschen könnten im Gemeinschaftsgarten dabei sein?
      Wir starten mit vier und wollen auf max 10 ausbauen

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