Schlagwort: Förderung durch uns

  • Hamburg: Parks Gemeinschaftsgarten

    (Antworten)

    • War die partizipative Gestaltung ausgeschrieben und HALLO hat sich beworben?

    Zum Teil: Die temporäre Umgestaltung und Bespielung wurde von der Umweltbehörde ausgeschrieben. Der Hallo: e.V. hat sich gemeinsam mit weiteren Partner*innen als Arge mit einem partizipativen Konzept beworben und die Ausschreibung für sich entschieden. Seit dem wurde der Auftrag mehrmals verlängert und ist mittlerweile in eine Zuwendung übergegangen.

    • Wie lange wird Parks von der Umweltbehörde finanziert werden und was passiert danach?

    Derzeit stehen noch mind. weitere vier Jahre im Raum, es bleibt jedoch bei einer Grundfinanzierung, die hauptsächlich die grundsätzliche Öffnung ermöglicht. Anschließend soll die Gestaltung des weiteren Abschnitts des Alster-Bille-Elbe Grünzugs (der Alte Recyclinghof/PARKS) ausgeschrieben und realisiert werden. PARKS setzt sich dabei für ein kooperatives und offenes Verfahren ein, in das das bestehende Wissen, der bisherige Prozess sowie bestehende Abschnitte (zB auch die Gemeinschaftsgärten) einfließen bzw. In die Langfristigkeit übertragen werden sollen. Dieser Ansatz wird mittlerweile auch von der Umweltbehörde verfolgt.

    • Was genau wird finanziert? (hier interessiert mich vor allen Dingen, welche und wie viele Stellen/Honorare)

    Derzeit werden Honorare für eine Projektleitung innerhalb der Saison (Mai-Oktober) finanziert (sog. Parkmeister*innen). Dabei handelt sich es um Honorarverträge und keine festen Stellen. Da diese Finanzierung nur als eine Grundfinanzierung zu verstehen ist, arbeitet niemand hauptberuflich in diesem Projekt. Zudem umfasst die Gesamtfläche viele weitere „Baustellen“ und Tätigkeitsfelder. Insgesamt stehen dem Projekt jährlich circa 4.000 Euro Sachkosten von der Umweltbehörde zur Verfügung, die jedoch auch für Reparaturen an Gebäuden oder Bautätigkeiten auf der Fläche ausgegeben werden müssen.  

    • Wie groß ist die Gärtner*innengruppe? Wie groß die Kerngruppe?

    Die Gärtner*innengruppe umfasst circa 30-40 Personen und die Kerngruppe, die ganzjährig aktiv und mehrmals die Woche vor Ort ist, beläuft sich circa 10-15 Personen.

    • Ist das Pionierfeld bei der weiteren Entwicklung „gesetzt“, also bleibt das sicher bestehen?

    Laut bisherigem Planungstand bleibt dieses bestehen.

    • Wer hat die Biogasanlage gebaut und gibt es dazu eine Bauanleitung, die im bundesweiten Netzwerk geteilt werden könnte?

    Bei dem Bau hat uns Till Wolfer von N55 unterstützt. Dessen Entwurf sowie weitere Informationen finden sich zB in diesem Artikel: http://www.muellprojekt.de/akteurseiten/till-wolfer-n55/ Ob seine Bauanleitung im bundesweiten Netzwerk geteilt werden kann, müsste er entscheiden – es gibt jedoch bereits zahlreiche öffentlich zugängliche Manuals von N55: http://www.n55.dk/MANUALS/manuals.html

    • Wie viele Menschen können sich am Bau des Gewächshauses beteiligen? Wie groß soll das werden?

    Wenn bei dem Projekt etwas gebaut werden soll, kündigen wir dieses zum einen in den Sozialen Netzwerken (mit derzeit rund 2.400 Abonnent*innen) an sowie über unserem Mailverteiler „Gärtnern und Bauen“ mit circa 180 Abonnent*innen. Alle, die dann Zeit und Lust haben, können sich beteiligen. Je nach Situation, Wetterlage und Bauworkshop beteiligen sich bis zum 110 Menschen an unseren Bautätigkeiten. Den Bau der Abdeckung der Frühbeete von ca. 5qm würden wir parallel zu anderen Tätigkeiten in den Gärten und auf der Fläche verbinden, z.B. dem Einbringen des eigenen Komposts, der Pflege der Terrassenbeete, dem Ausbringen der Holzhackschnitzel. Dabei gehen wir von einer Beteiligung von 30-45 Menschen realistisch.

    • Gäbe es eine Alternative zu Aluminiumprofilen (für die Herstellung von Alu werden ja viele Rohstoffe und viel Energie benötigt)

    Die Aluminiumprofile werden passgenau für die Doppelstegplatten hergestellt und garantieren die Langlebigkeit der Konstruktion im Außenbereich. Eine Alternative aus Klebeband erscheint uns wenig haltbar, eine aus Stahl zu schwer für den Werkstoff und eine aus Polycarbonat ist für geplanten Plattenstärke nicht erhältlich.

    • Könnte die Gruppe sich die Werkzeuge für den Bau des Gewächshauses nicht leihen (z.B. vianebenan.de? Was würde nach dem Bau des Gewächshauses damit passieren? Bitte fächern Sie die Kosten für die Werkzeuge noch auf. (Stahlbohrer und Nietenzange)

    Die PARKS-Gärten sind ein Ort an dem stetig weitergebaut wird und zu dem viele Menschen der Nachbarschaft kommen, um sich Werkzeug zu leihen. Deswegen planen wir die Anschaffung einer Nietzange und eines Sägeblatts für weitere Nutzung und Verleih. Die Spiralbohrer sind Kleinmaterial, dass nach Nutzung nur bedingt oft nachgeschärft werden kann. Die benutzte Handkreissäge ist eine, die wir uns bei Bauworkshops in der Nachbarschaft leihen. Beim Sägeblatt ist ein qualitativ hochwertiges Einkalkuliert, da wir es so mehrfach schärfen lassen können. Ebenso ist die Nietzange hoch angesetzt.


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  • Berlin: Casa Kua Garten wird aufgebaut

    (Antrag, Antworten)

    Wir von Casa Kuà, einem selbst-organisiertem Gesundheitszentrum, geleitet von Trans- und nicht binären Schwarzen und Indigenen Personen und Menschen of Colour, haben dieses Zentrum aufgebaut um Gesundheit zugänglicher zu machen für andere Trans-, nicht-binäre oder Intersexmenschen, vor allem jene, welche von Rassismus betroffen sind.

    Unseres Ziel ist das Zusammenbringen von traditionellen und konventionellen Heilmethoden, sowie der Aufbau und Erhalt einer Gemeinschaft, welche sich gegenseitig stützt, hilft und füreinander Verantwortung übernimmt. Denn wir glauben stark daran, dass das Leben in eben so einer Gemeinschaft einen essenziellen Einfluss auf die Gesundheit hat. Unsere Ansätze für Gesundheit sind holistisch und nicht nur an der Symptombeseitigung orientiert. Wir sind uns bewusst, dass vor allem auch der soziale Status, intersektionale Diskriminierungen, Einsamkeit und Isolation, vor allem von queeren, rassifizierten Trans/Inter/Nicht-binären Menschen, einen sehr starken Einfluss auf die eigene Gesundheit haben. Deshalb haben wir als Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum, ein starkes Bedürfnis, unseren kleinen Garten in der Karpfenteichstraße dieses Jahr gemeinschaftlich aufzubauen, Heilpflanzen und Gemüse anzubauen und gemeinsam die heilsame Wirkung von Gartenarbeit und Beschäftigung mit der uns umgebenden und durchdringenden Natur, anzuregen. Wir möchten unseren Garten aber auch einfach nur als Ort der Stille und Geborgenheit, der Sicherheit und des Rückzugs aus der oft hektischen und belastenden Alltagswelt Berlins, verstehen. Wir möchten Wissen vermitteln in kleinen Workshops, in denen es natürlich einmal um verschiedene Anbauformen (zB das mittelamerikanische MILPA- System, Permakultur); um den Anbau, Nutzung und Heilwirkung von Heilkräutern und den Einfluss von einer gemüsereichen Ernährung auf die Gesundheit gehen soll. Doch auch das Erlernen von Entspannungstechniken im Grünen können wir anbieten. Alle Aktivitäten werden in Gemeinschaft besprochen, geplant und durchgeführt.

    Da hier die Erde auf dem Gelände in der Karpfenteichstraße sehr kontaminiert ist und eine Sanierung kaum möglich, haben wir uns entschieden vier Hochbeete und fünf Hügelbeete zu bauen. Außerdem soll auch ein Gewächshaus- Hochbeet konstruiert werden, um Regen- und Windempfindlichen Pflanzen wie Tomaten und Gurken, Schutz zu bieten. Des weiteren ist eine Kräuterschnecke geplant, um eine Auswahl an Heilkräutern zu pflanzen. Für das gemeinschaftliche Zusammenkommen sind auch ein Tisch und Stühle, welche ganzjährig außen stehen können, unerlässlich und wir haben bereits Ideen zusammengetragen, wie wir diese aufbauen können.

    Wir planen generell mindestens zweimal die Woche zusammenzukommen, aber vor allem am Pflanzanfang Ende April/Mitte Mai werden wir größere Aktionen zum Beispiel am Wochenende anbieten, um den Garten in relativ kurzer Zeit mit vielen Händen aufzubauen.

    Das Gartenkollektiv wollte tatsächlich bereits letztes Jahr mit dem Gartenaufbau anfangen, doch wurden seit Beginn des Angriffkrieges Putins alle menschlichen Ressourcen in die Unterstützung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine gesteckt. Dieses Jahr wollen wir den Garten komplett aufbauen.

    Die Gesamtfläche kann ich nicht einschätzen, da es sich um einen

    Wagenburg- Platz handelt. Unsere Gartenfläche ist geschätzt 100qm.

    Die Fläche gehört dem Projekte- und Wagenplatz KTS13. Es wurde mündlich eine Vereinbarung getroffen, dass wir diesen Teil der großen Gemeinschaftsfläche (mit auch anderen kleinen Gartenprojekten, zB von den Failing Femmes) nutzen dürfen für unseres Gartenprojekt. Wir sind eine Gruppe von 21 Menschen, die sich aus dem Casa Kuà- Kollektiv für das Gartenprojekt interessieren. Für die Beeteplanung sind drei

    Palletten- Hochbeete (ca1mx0,8m), ein Gewächshäusschen- Hochbeet und drei Hügelbeete (3x1m) geplant.


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  • Marbach: Mitmachgarten hat Träger gefunden

    (Antrag, Antworten)

    alsBUNDOrtsgruppe MarbachBottwartal setzen wir uns lokal und regional für Klimaund
    Umweltschutz ein. Dabei pflegen wir selbst zahlreiche Biotope (z.B. Streuobstwiesen) und
    unterstützen gleichgesinnte Nachhaltigkeitsakteure mit Knowhow und Tatkraft. So auch den
    MitmachGarten für Alle, ein offenes Gemeinschaftsgartenprojekt, das die Bürgerinnen und
    Bürger Marbachs dazu einlädt, gemeinsam zu gärtnern und lokalen Obstund Gemüseanbau
    kennenzulernen. Die Gruppe setzt auf Wissensaustausch, Learning by doing und Beisammensein,
    sie hat einen Ort des Experimentierens und der Vielfalt in Marbach geschaffen. Sie gärtnert ohne
    Kunstdünger und Pestizide und legt viel Wert auf Artenreichtum, indem sie gezielt Naturmodule
    errichtet und auch alte Obstund Gemüsesortenausprobiert. Das städtische 1750 m2 große
    Grundstück wird in der unteren Hälfte vom MitmachGarten für alle bewirtschaftet. Die Beete
    werden frei bepflanzt und gepflegt, es gibt keine Pacht oder Reservierungder Gedanke ist, dass
    jeder jedem hilft. Im oberen Teil kümmert sich unsere BUNDOrtsgruppe um eine extensive
    Wiesenpflege, die die Biodiversität stärkt.

    m vergangenen Jahr wurde gemeinsam einekleine Gartenhütte gebaut, um dort Gerätschäften
    und Gartenequipment unterstellen und vor der Witterung schützen zu können. Die Geräte
    (Spaten und Co.) standen seit der Gründung des MitmachGartens 2018 im Freien und waren
    entsprechend schnell verschlissen. Die Gruppe möchte die neue Hütte gerne zum Anlass
    nehmen, um sich um eine solide und langlebige Grundausstattung an Gartengeräten zu
    bemühen. Das Gärtnern mit gutem Werkzeug ist sicherer und macht mehr Freudeinsofern ist
    zu hoffen, dass durch eine gute Ausstattung auch die Gemeinschaft der Gärtnerinnen und
    Gärtnern wächst und sich das Projekt professionalisiert.

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    Wie groß ist denn die Fläche des Mitmachgartens?
    Insgesamt 1750 m², etwa1/2davon ‚bewirtschaftet‘, 1/2davon Mähwiese/Hecken usw.

    Ist die Fläche ganz offen?
    Ja, es gibt keine Zäune, Tore o.ä.An einer Seite ist sie durch eine HeckezumNachbargrundstück
    begrenzt.

    Wie viele Beete gibt es dort und was wird in etwa angebaut?
    Es gibt 12 eingefasste Beete plus etwa7weitere Beetflächen, direkt in der Erde. Zudem gibt es eine
    Sträucherecke mit Beerenobst. Angebaut werden/wurden z.B.: Mangold, Spinat, Bohnen, Erbsen,
    Rosenkohl, Erdbeeren, Kürbis, Zucchini, Tomaten, Kräuter.

    Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig gärtnert, wie groß ist die Steuerungsgruppe und was
    schätzen Sie, wie viele Menschenden Garten nutzen?
    Regelmäßig gärtnern etwa 1015 Leute, ebenso viele kommen mindestens zu offenen
    Gemeinschaftsaktionen. In der Steuerungsgruppe sindmomentanvierLeute. Wie viele Menschen
    den Garten insgesamt nutzen, ist schwer zu sagen, da es ein offener Garten ist.Ab diesem Gartenjahr
    werdenzweiKlassen der Marbacher Grundschule den Garten nutzen und Kartoffeln, Bohnen,
    Radieschen anbauen, um ihre Beobachtungen für den Sachunterricht zu nutzen. Diese
    Zusammenarbeit soll ausgebaut werden. Gemeinsam mit demVereinElternforum wird Ende April ein
    Barfußpfad wieder an/freigelegt, sodass mehr Eltern mit Kindern den Garten nutzen werden.Die
    Mitarbeiter:innendes nahegelegenen Literaturarchivs unddieBewohner:innendes zugehörigen
    Collegienhauses nutzen den Garten in ihrer Mittagspause bzw. am Feierabend zum Erholen.
    Marbacher:innenkommen vorbei und erfreuen sich über die Initiative und kommen mit den
    Gärtner:innen ins Gespräch. Kinder nutzen den Garten zum Naschen, Staunen, Spielen. Daher
    würden wirsagen, dass den Garten überdas Jahr schon um die 50100 Menschen den Garten in
    irgendeiner Form nutzen.

    Wie setzt sich die Gartengruppe zusammen?
    Sie istbuntgemischtvom Kind bis zum Rentner, unterschiedlicher sozialer Schichten und
    verschiedener Nationalitäten

    Wie laufen die Arbeitsund Entscheidungsprozesse, wie können die Gärtner*innen
    mitentscheiden? Wer bestimmt, was wo angebaut wird, wie laufen die Informationen?

    Bei denregelmäßigenoffenen Gartentreffen wird sich über Pläne und Vorhaben ausgetauscht. Es
    gibt einen InfoSchaukasten, der über Aktuelles informiert. Die Beetbepflanzung erfolgt first come
    first serve. Mit Schildern oder Steinen wird markiert, dass die Fläche schon bepflanzt wurde. Ein paar
    Mal im Jahr gibt es auch in der Lokalpresse angekündigte größereAktionen (z.B. Wildkräuterführung,
    Beete winterfit machen, Barfußpfad anlegen usw.), bei denen auchstetsdas Prinzip und die Idee des
    Gartens informiert wird.Da die Fläche derStadt Marbach gehört, werden größere Eingriffe und
    Vorhaben immer auch mit der Stadt abgestimmt.

    Wie bekommen Menschen mit, dass sie bei Garten dabei sein können?
    Es gibt Flyer zum Mitnehmen in einer Infobox, Aushänge im Stadtgebiet, eine FacebookGruppe und
    Seite,Hinweise auf der städtischen Homepage,Lokalpresse, über das Gespräch mit Passant:innen
    und MundzuMundPropaganda.

    Was an Infrastruktur gibt es im Garten?
    Die angelegten Beete und Wege (mit Holzhackschnitzel), eine Sitzbank, Stühle und Tischeund eine
    Gartenhütte. Eine Wasserversorgung findet über ein nebenan gelegenes Gebäude statt(über einen
    Schlauch wird Wasser in die Fässer geleitet).

    Was passiert noch, außer dem Gärtnern?

    Der Garten hat von Anfang an wert auf Beisammensein und Austauschgelegt. Manche bringen
    Kuchen mit und man stößt auf das Wochenende an. Außerdem gibt es Kooperationen mit anderen
    Initiativen und Vereinen, z.B. wurden für eine Aktion des Stadtmarketings verwendete, im
    Stadtgebiet aufgestellte Hochbeete zur Weiternutzungin den Garten gebracht.Ein wichtiger Aspekt
    ist immer auch der Artenschutz. Es gibt eine separat angelegte Blühfläche, mehrere
    Insektennisthilfen,Steinpyramiden und weitere wichtige Strukturen für biologische Vielfalt.

    Wie finanziert sich der Garten?Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag?

    Der Garten finanziert sich durch Spenden und Bewerbungen auf Förderausschreibungen. Es gibt
    keinen Mitgliedsbeitrag o.ä.

    Was passiert mit der Ernte?

    Das Gartenteam hofft, dass es bei der Ernte fair zu geht, dass also vor allem die zugreifen, die auch
    mitgeholfen habenjeder erntet dann von jedem. Da der Garten aber frei zugänglich ist, gibt es
    keine Kontrolle o.ä.

    Wer kümmert sich um die Gartengeräte?

    Bisher wurden die Gartengeräte wenn noch möglichin Eigeninitiativeder Gruppenmitglieder
    repariert. Es waren meist ausrangierte Spenden, die ohnehin ihre beste Zeit schon hinter sich hatten
    und dann der Witterung ausgesetzt waren. Die neu angeschafften Geräte könnten nun in der Hütte
    stehen. Denkbar ist auch, dasMarbacher RepairCafé zu kontaktieren und bspw. eine gemeinsame
    offene Aktion zur Pflege und Reparatur von Gartengeräte zu veran
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  • Tübingen: Wilde Linde startet in neue Saison

    (Antrag, Antworten)

    Der Gemeinschaftsgarten „Wilde Linde“ ist ein soziales und ökologisches Projekt des
    Werkstadthauses, gestartet in 2015.

    Bei uns können Kinder, Jugendliche und Erwachsene,interessierte Laien, passionierte Gärtner und
    Freiluftenthusiastenmit drei Worten: alle, die wollengemeinsam mit uns lernen, wie man lokal
    Lebensmittel anbaut.

    Der Gemeinschaftsgarten Wilde Linde ist ein lebendiger Nutzgarten. Es wird gemeinschaftlich
    gegärtnert und der Boden nachhaltig bewirtschaftet.

    Förderantrag für 2023
    Wir werden in die Gartensaison 2023am7.03. mit einem Team von10Personen starten.

    Wir habenunsim Januar als Plenum zur Jahresplanung 2023 getroffen und es gibt seitdem einTeam
    von 6 Personen, die organisatorische, planerische und kommunikative Aufgaben bis Ende des Jahres
    übernehmen.

    Pflanzenbaulich möchten wir in 2023zusätzlich zu unseren üblichen Tätigkeiten, die im Jahresbericht
    2022beschrieben sind,Folgendes umsetzen:

    Bau eines neuen Tomatenhauses, da das alte zu nicht genug belüftet werden konntemit der
    Folge von Braunfäule

    Anpflanzen eines Blühstrauches und einer Stachelbeere

    Daran arbeiten, dass unsere große Wieseblühender wird

    Weiteren Platz für einjährige blühende Pflanzen, insbesondere für Magerrasenpflanzen
    einrichten (Ausmagerung der Wiese)

    Randsteine für unser Heilpflanzenund Steinbeet anschaffen und verlegen

    Das Heilpflanzenangebot erweitern

    Die Hochbeete reparieren und neue aufstellen

    Sojabohnenpflanzen zu Demonstrationszwecken anbauen

    Weitere Pflanzen wie Löwenzahnsalat und wilde Tomate (siehe Kostenaufstellung) zum
    ersten Mal anbauen

    – die gesamte Fläche wird gemeinschaftlich bewirtschaftet.

    – Ernte wird auf alle aufgeteilt, je nach Bedarf, nicht nach Arbeitsleistung

    – sich um Wiese, Heilkräuter etc kümmern: es gibt eine Person, die versucht, all das zu koordinieren und je nach Anwesenheit und Interesse alle notwendigen Tätigkeiten zu verteilen.

    – Tomatenhaus möchten vor allem 2 Personen bauen. das gesamte Tomatenhaus wird gemeinschaftlich bewirtschaftet

    – Kooperationen: die Kooperation mit einer Grundschule wurde von unserer Seite immer wieder angesprochen.

     der Direktor war sehr offen dafür, aber er fand keine Lehrer, die das mitgetragen hätten.

    es gibt eine Person, die auch in einem anderen Gemeinschaftsgarten mitarbeitet und den Bezug zu weiteren Gemeinschaftsgärten, die es in Tübingen gibt, sucht

    – verläßliche Anwesenheit: seit vielen Jahren gibt es von Mitte März bis November den Dienstag und Freitag als feste Gartentage 15.30-18.00 . Da der Garten an einem stark begangenen Fußweg/ Radweg liegt, kommen immer wieder Neue dazu, weil sie uns gärtnern sehen. Manche suchen im Internet und melden sich beim Werkstadthaus. Wir laden dann immer persönlich und herzlich ein

    – selber Saatgut erzeugen und Pflanzen vorziehen: im Jahresbericht haben wir versucht, unsere vielfältigen Aktivitäten darzustellen. Sehr vieles wurde auch nicht aufgeführt z.B. wieviele Stunden wir außerhalb der festen Gartentage mit Gießen mit der Gießkanne zugebracht haben, wieviele Stunden wir in Orga-Treffen investiert haben, wieviele 1000! Schnecken wir abgesammelt haben u.s.w.. Was ich damit sagen will: wir haben jede und jeder ihr/ sein Bestes eingesetzt (mehr …)

  • Worms: Gemeinschaftsgartenfläche wird von vielen Gruppen genutzt

    (Antrag, Antworten)

    Gemeinschaftsgarten Worms

    Der Gemeinschaftsgarten in Worms, ein Projekt des Caritasverbandes Worms und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), entstand 2015 auf einem Gelände von 3.500 Quadratmetern Fläche in einem Landschaftsschutzgebiet am Stadtrand von Worms.

    Zu Beginn wollten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen ihre eigenen Fähigkeiten einbringen und ihre Ideen gemeinsam umsetzen können und sich darüber hinaus verschiedene Generationen und Kulturen begegnen und miteinander organisieren können.
    Unser Ziel: Menschen sollen miteinander Verantwortung für die Natur, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft übernehmen.
    Nahrungsmittel sollen wieder wertgeschätzt, gemeinsam angebaut, geerntet und auch gemeinsam gegessen werden.

    Heute ist der Gemeinschaftsgarten in Worms ein etablierter Ort für vielfältiges, soziales Engagement und für Teilhabe. Verschiedenste Gruppen und Personen allen Alters, mit den unterschiedlichsten kulturellen und persönlichen Hintergründen, gestalten den Garten durch ihre Projekte, Angebote, Ideen und praktische Arbeit mit. An offenen Begegnungsangeboten (Mitbringpicknicks, Erntefest, Zuckerfest) sowie inhaltlichen Veranstaltungen (Outdoor-Camps, Baumschnitt- und Pflanzseminare, Bienenpflege, Gottesdienste, Schulprojektwochen) nahmen im letzten Jahr knapp 1.100 Menschen teil.

    Rund 40 verschiedene Gruppen, Vereine, Institutionen und Privatpersonen engagieren sich im Garten.

    Darüber hinaus wurde und wird der Garten durch zahlreiche weitere Gruppen und Initiativen genutzt (Pfadfinder, Pfarrgemeinden, Schulen, Kitas, Bewegung und Soziales e. V., Pflanzgruppen, Islamischer Kulturverein, BUND, Foodsharing-Initiative, Repair-Café, Stadtjugendarbeit etc.).

    Zum Bsp. pflanzt, jätet, mäht, erntet, imkert und keltert die sogenannte Nutzgartengruppe im Garten. Erträge werden geteilt, Überschüsse verteilt, wie etwa der leckere Gemeinschaftsgarten-Honig. Der BDKJ und Stadtjugendring organisieren hier Ferienspiele, die Pfadfinder gestalten hier 2 mal wöchentlich ihre Gruppenstunde, die Psychosoziale Beratung der Caritas bringt hier Gruppen zusammen, die Kinder- und Jugendhilfe setzt hier Projekte um, das Dekanat und Gemeinden feiern hier Gottesdienste und gestalten Gemeindearbeit. Auch der Islamische Kulturverein ist hier aktiv und feiert etwa das Zuckerfest.

    Es gibt Baumschnitt- und Pflanzseminare und erlebnispädagogische Angebote für Familien. Und es wird auch immer gemeinsam angepackt: sei es beim Baumschnitt, dem Anlegen einer Blühwiese, der Renovierung des Gartenhauses oder dem Errichten und Eindecken der 22 Quadratmeter- Pergola.

    Alle Gruppen und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, den Gemeinschaftsgarten in Worms kennenzulernen (der Gemeinschaftsgarten ist auch ein Standort des kommunalen, ökologischen Projektes „Stadtwandeln“) und ihre eigenen Ideen, sowie Vorstellungen und Bedürfnisse einzubringen.

    Hier im Gemeinschaftsgarten begegnen sich Menschen verschiedener Generationen und Kulturen beim gemeinsamen Tun oder Nichtstun. Im Garten gibt es kein Hauptamt oder Ehrenamt, keine exklusive Anspruchshaltung. Es gibt gemeinschaftlich getragene Verantwortung für extrem vielfältiges, soziales Engagement an einem wunderbaren Ort.

    Projektbeschreibung:

    Bedingt durch die Corona Pandemie konnten in den letzten 2 Jahren leider kaum gemeinsame Aktivitäten zur Renovierung oder zur Etablierung neuer Projekte des Gemeinschaftsgartens durchgeführt werden. Deshalb würden wir gerne verschiedene Teilprojekte umsetzen, um den Garten wieder attraktiver und vielfältiger zu gestalten und Raum bieten für die Weiterentwicklung des sozialen und ökologischen Engagements in Worms und darüber hinaus.

    Teilprojekt 1: Anlegen eines Gemüsegartens

    Eines unserer Anliegen ist die nachhaltige und gesunde Ernährung durch das gemeinsame Pflanzen, Pflegen und Ernten von selbst angebautem Gemüse. Vielen fehlt der eigene Garten, das Wissen über den Gemüseanbau oder auch die Zeit sich alleine um einen Garten zu kümmern. Unsere „Pflanzgruppe“ bringt die verschiedensten Menschen zusammen, ermöglicht den Austausch von Wissen und den Anbau von Gemüse und Kräutern für den eigenen Bedarf.

    Für die Erweiterung unseres Gemüsegartens würden wir gerne einen Hochbeetgarten anlegen und das anfallende Regenwasser unseres Gartenhauses zur Bewässerung nutzen. Hierfür bräuchten wir Materialien zum Bau der Hochbeete, sowie Container zum Auffangen des Regenwassers.

    Teilprojekt 2: Küche/Feuerstelle

    Regelmäßig finden in unserem Gemeinschaftsgarten Veranstaltungen der verschiedenen Gruppen, Vereinen und Initiativen statt für die eine nutzbare Küche, sowie eine Feuerstelle unerlässlich ist, die aktuell nur rudimentär vorhanden ist. Außerdem soll ein bestehender Lehmofen wieder instandgesetzt werden.

    So wird zum Bsp. das Erntefest veranstaltet, bei dem wir gerne das selbst angebaute Gemüse in der Gemeinschaft vor Ort zubereiten und genießen würden. Auch für die Veranstaltung vom Ferienspielen, Pflanzseminaren oder die vielfältigen, erlebnispädagogischen Angebote ist eine ausgestatte Küche dringend notwendig. Für den Aufbau unserer Küche des Gartenhauses bräuchten wir Materialien in Form von Regalen, einer Arbeitsplatte mit Spültisch, sowie weitere Ausstattungsgegenstände, wie einen Geschirr und einem Ofen.

    Durch die Ausstattung mit einem umweltfreundlichen Pelletofen könnte zudem unser Garten ganzjährig durch die verschiedenen Gruppen genutzt werden und die Reichweite enorm steigern.

    Teilprojekt 3: Tierische Besucher

    Auch tierischen Besuchern soll in Zukunft unser Gemeinschaftsgarten zur Verfügung stehen. Die 5 Alpakas der Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte St. Martha des Caritasverbandes Worms leben zusammen mit den Senioren in Mörstadt. Dort leben sie auf einer großzügig angelegten Weide und werden als therapeutische Unterstützung demenzerkrankter Menschen eingesetzt. Sie besitzen eine sehr ruhige und dennoch neugierige Wesensart, wodurch es spannend ist sie zu beobachten, und mit ihnen in Kontakt zu treten. Mit ihrer offenen Art können sie Menschen Antrieb geben und sie aktivieren.

    Gerne würden wir mit den Alpakas auch den Gemeinschaftsgarten regelmäßig besuchen, um den Nutzern, wie zum Bsp. Schulen und Kindergärten oder den sozialen Diensten des Caritasverbandes, wie zum Bsp. dem psychosozialen Zentrum, der Fachstelle für Migration und nicht zuletzt der Kinder- und Jugendhilfe, ebenfalls die Möglichkeit geben mit unseren Tieren zu interagieren.

    Gleichzeitig eigenen sich Alpakas hervorragend zur Landschaftspflege. Sie verursachen durch ihre weiche Sohle kaum Trittschäden und reißen durch ihre gespaltene Oberlippe das Gras nicht heraus, sondern fressen nur die Spitzen ab.

    Gerne würden wir unsere Grünflächen durch die Beweidung mit unseren Alpakas pflegen. Hierfür benötigen wir jedoch ein adäquates, eingezäuntes Gehege und einen Unterstand.

    1)     Wem gehört die Fläche, müssen Sie eine Pacht zahlen, ist die Nutzung befristet?

    a.      Caritasverband Worms e.V.

    b.      Keine Befristung

    c.      Keine Pacht, aber gemeinsame Verantwortung für Instandhaltung, Nutzung, Gestaltung von Angeboten

    2)     Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert und wie setzt sich diese zusammen?

    a.      Aktuell ein Kern von ca. 10 Personen unterstützt durch weitere aktive Gruppen im Gemeinschaftsgarten

    b.      Zusammensetzung: Flüchtlingsfamilie, Studenten, Senioren, BUND

    3)     Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (Gemüse/Obst und Kräuteranbau)

    a.      Streuobstwiese ca. 1000m²

    b.      Beete ca. 200m²

    4)     Wie viele Beete gibt es und wie groß sind diese?

    a.      Aktuell 8 Beete

    b.      Kräuterecke

    5)     Werden alle Beete gemeinschaftlich bewirtschaftet oder gibt es auch individuelle Beete?

    a.      Gemeinschaftliche Bewirtschaftung

    6)     Wer baut wann die geplanten Hochbeete, wie viele sollen das werden und wie viele Menschen können sich daran beteiligen?

    a.      Koordination des Aufbaus durch CV Worms

    b.      Beteiligung der Interessierten Gruppen und Privatpersonen

    7)     Werden diese Beete an bestimmte Menschen oder Gruppen vergeben?

    a.      Gemeinsame Verantwortlichkeit für die Bewirtschaftung (siehe oben)

    8)     Gärtnern auch Gruppen?

    a.      Einzelne Gruppen (z.B. BUND-Kindergruppe) beteiligen sich. Ansonsten ein Zusammenschluss von „Privatpersonen“

    9)     Wie laufen die Entscheidungen und Informationen rund um den Nutzgartenteil des Projekts?

    a.      Demokratisch!

    b.      Jeder bringt Ideen, Informationen ein: Jahresplanung

    c.      Ansonsten WhatsApp-Gruppe und direkte Kontakte / Absprachen im Garten

    10)  Was gibt es alles an Infrastruktur im Garten?

    a.      Gartenhaus

    b.      Strom

    c.      Brunnen

    11)  Ist der Garten jederzeit für die Nutzer*innen zugänglich?

    a.      Eingang mit Zahlencode (Gruppen und aktive Einzelpersonen haben diese und können diesen verantwortungsbewusst auch weitergeben) zugänglich.
    Somit auch ein spontaner Besuch von neuen Interessenten möglich (Kontaktdaten öffentlich)

    12)  Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?

    a.      Gartengeräte stehen in Anbau

    b.      Zugang über Schlüssel im Schlüsseltresor (passend auch für Haus und Einfahrtstor)

    c.      Handhabung siehe Punkt 11

    13)  Wie haben Sie den Garten bisher finanziert? Wie beteiligen sich die vielen Gruppen und Initiativen und die Gärtner*innen an den Kosten?

    a.      Finanzierung des Gartens und der Infrastruktur aus Eigenmitteln des CV Worms

    b.      Gruppen beteiligen sich vorrangig mit Sachspenden und Arbeitseinsätzen

    14)  Haben Sie bei der Stadt schon bezgl. Finanzierung angefragt?

    a.      Stadt Worms hat keine zusätzlichen Finanzmittel im Haushalt

    b.      Dennoch ist der Gemeinschaftsgarten Teil des Wormser Stadtwandeln (Thematische Touren – in unserem Falle Biodiversität: Gemeinschaftgarten (Urban Gardening, Imkerei, Interkulturelles – intergeneratives Miteinander)

    15)  Zur Küche/Feuerstelle: haben Sie auf nebenan.de, bei Ebay-Kleinanzeigen oder in den Lokalblättern Anzeigen aufgegeben, was Sie für die Ausstattung noch brauchen? Da ja so viele Gruppen beteiligt sind, könnte das ja gut bekannt gemacht werden

    a.      Gartenhaus diesbzgl. bereits auf diesem Wege ausgestattet.

    b.      Hauptkosten entstehen durch die Küchenarbeitsfläche, Wasserinstallation

    c.      Geplant ist das entsprechende Geschirr, damit einmal eine ausreichende Grundausstattung vorhanden ist (insbesondere für Angebote mit größeren Gruppen [Ferienspiele, Schulen, Kitas, etc.]


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  • Rostock: Bunte Flora richtet sich schwerpunktmäßig an Senior*innen

    (Antrag, Antworten)

    2017 inittierten NABU und Nachbarschaftshilfe den Gemeinschaftsgarten als Stadteilgarten, der sich vor allen Dingen an betagte und hochbetagte Menschen richtet. Es sind aber auch Studierende dabei und eine Kita, die eigene Beete hat.

    im Garten sind derzeit 11 Menschen unterschiedlichen Alters (Senioren, Studierende, Berufstätige) aus dem Stadtteil aktiv. Die Zahl der Aktiven fluktuiert stark, da Senioren aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden oder Studierende nach dem Studium Greifswald verlassen. Aufmerksam machen wir auf den Garten über die Internetseite des Nachbarschaftshilfevereins sowie des NABU MV. Kürzlich wurden neue Flyer gedruckt, die bei verschiedenen Veranstaltungen verteilt werden. Außerdem veröffentlichen wir immer wieder kleine Artikel oder Aufrufe in den lokalen Medien. Direkt am Garten befinden sich Hinweisschilder auf das Projekt mit den Kontaktdaten und wichtigen Infos.

    Der Garten ist aus Vandalismusgründen nicht offen. Wer mitmachen möchte, bekommt einen Schlüssel oder kann zu den Öffnungszeiten in den Garten kommen. Jeder ist willkommen.

    Der Garten ist ein offenes Mitmachprojekt. Die Entscheidungen werden gemeinsam in der Gruppe getroffen. Der Informationsfluss läuft per Mail über einen Verteiler. Es finden auch regelmäßige Planungstreffen statt.

    Die Beete werden gemeinschaftlich bewirtschaftet und abgeerntet. In diesem Jahr wurde die Bettaufteilung verändert. Es wird jetzt 19 Beete geben, die nach dem Prinzip Starkzehrer, Schwachzehrer und Mittelzehrer bewirtschaftet werden. Außerhalb dieses Beetbereiches gibt es noch einzelne Beete und Ecken für Blumen, Kartoffeln und Erdbeeren.

    Der Garten verfügt über eine alte Gartenlaube sowie eine etwas neuere, die uns von einem Projekt des Theaters Vorpommern überlassen wurde. In der alten Laube befinden sich Geräte und Gartenmaterial. Die neue Laube beherbergt Stühle und einen Tisch. Sie wird auch ab und an für kleine Projekte mit Schulen durch den NABU genutzt. Im Sommer finden regelmäßig kleine Veranstaltungen im garten statt. Ich gehe mit Senior*innen des Nachbarschaftshilfevereins dort hin und auch der Greifswalder Märchenkreis bietet immer mal wieder Veranstaltungen an. Bereits 3x nahmen wir mit dem Garten an der Greifswalder Kulturnacht teil.

    Der Garten wird auch von der Kita Makarenko (6 eigene kleine Beete) genutzt, welche sich angrenzend an den Garten befindet.

    Die Pacht des Gartens wird vom nachbarschaftshilfeverein getragen. Die Gartenaktiven beteiligen sich jedoch einmal jährlich mit einem frei gewählten Betrag (jeder, wie er es sich leisten kann) an anfallenden Kosten. Beispielsweise wurde im letzten Jahr von den Einnahmen ein Tomatendach gebaut. Diese Arbeiten werden von den Aktiven erledigt.


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  • Dresden: Gärtjen

    (Antrag, Antworten)

    • Wem gehört die Fläche, ist der Nutzungsvertrag befristet und müsst ihr Pacht zahlen?

    Die Fläche gehört der Landeshauptstadt Dresden und wir sind Pächterin über unseren Verein Ostra e.V., wir bezahlen 360€ im Jahr Pacht, also einen symbolischen Euro pro qm – wir haben in etwa 360qm, laut Pachtvertrag. Der Vertrag war bisher immer auf 2 Jahre befristet. Wir wollen für die nächste »Dekade« eine längere Laufzeit anfragen, auch weil es die Überlegung gibt, das Gärtjen barriereärmer zu machen und hierfür gegebenenfalls noch Baumaßnahmen nötig wären, für die wir eine Förderung anstreben würden.

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie ist der Garten organisiert (alles gemeinschaftlich?), wie laufen Entscheidungen und Informationsflüsse?

    Die Gärtjen-Crew lässt sich in zwei Bereiche aufteilen, das ist einerseits die inhaltliche Gruppe, die sorgt sich um das Jahresprogramm, fragt Refs an, betreut die Veranstaltungen und die andere Gruppe sind unsere Gärtner*innen. Dort wird hauptsächlich gegärtnert und rumgewerkelt. Insgesamt sind wir irgendwas zwischen 9 und 12 Leute. Immer von zeitlichen Ressourcen und auch der Lust der einzelnen abhängig, wie das im Ehrenamt halt so ist. Allerdings gibts keine ganz klare Abgrenzung zwischen den Gruppen, es gibt Überschneidungen. Wir haben zwei Leute, die zum Beispiel nur rumgärtnern und Leute, die nur Veranstaltungen Planen und dann gibts noch ein paar  wie mich, die in beiden Gruppen unterwegs sind. Das Gärtjen ist  gemeinschaftlich organisiert. Die Veranstaltungen planen wir in einer dafür eigenen Runde, an der alle teilnehmen können. Das beginnt mit einer ersten Runde im letzten Quartal des Jahres und streckt sich dann bis Anfang März. Dort können alle ihre Ideen einbringen. In der Regel organisieren dann die Leute, die die Dinge mitgebracht haben, auch Referent*innen / die Veranstaltung und werden von anderen unterstütz, wenn sie Hilfe benötigen.  Die Gärtner*innencrew hatte im letzten Monat jeden Mittwoch ein offenes gärtnern angeboten, hinzukommen natürlich noch weitere Termine entsprechend der persönlichen Zeitresourcen. Ich würde schätzen, im letzten Jahr war in der Saison im Schnitt 50% der Woche jemand da.

     Die Aktiven sind ziemlich frei in ihren entscheidungen, was sie tun. Das klappt von Haus aus gut, dass alle jeweils mit denen sprechen, die es betrifft. Also es braucht nicht für jede einzelne Sache einen Plenumsbeschluss oder dergleichen, wir schwimmen alle auf einer guten Wellenlänge. 

    Fürs Gärtjen und unseren Verein gibt es regelmäßig am letzten Sonntag im Monat eine Runde, bei der wir uns treffen, socialisen und einfach besprechen, was eben so anfällt. Weil wir gemerkt haben, dass wir uns im letzten Jahr durch Veränderungen der persönlichen Lebenssituationen nicht mehr alle so häufig im Gärtjen begegnet sind, haben wir Anfang des Jahres mit Hilfe einer DSEE-Förderung eine kleine Klausur gemacht, unter anderem dieses Treffen ist ein Resultat. Das heißt nicht, dass niemand mehr im letzten Jahr da war, sondern dass sich die Anwesenheit eben auf unterschiedliche Tage verteilte.

    Ansonsten haben wir zwei Telegram-Chatgruppen (eine für die Gärtner*innen und eine Gesamtgruppe) in der wir uns gegenseitig informieren. 

    • Wie kann man mitmachen, wo bewerbt ihr den Garten wie?

    Mitmachen kann man so, wie man Lust hat. Wer Veranstaltungen machen will, kann sich da einbringen. Wer gärtnern will, ist herzlich eingeladen. Wer im Gärtjen eine Veranstaltung als Externer anbieten möchte, kann das auch, sofern es zu uns und unserer Grundhaltung passt.

    Wir sind bei der Engagementbörse des Freistaat Sachsen eingetragen und wollen dieses Jahr unsere Vernetzung noch bei den bereits existierenden Gemeinschaftsgartennetzwerken in Dresden verstärken. Ansonsten informieren wir regelmäßig über unsere Social-Media-Kanäle FB, Insta, Telegram, Mastodon und unseren Newsletter. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, wollte ich uns auch noch bei der Ehrenamtsbörse der Landeshauptstadt eintragen.

    Ansonsten versuchen wir durch Kooperationen auf uns aufmerksam zu machen und neues Publikum ins Gärtjen zu holen. In diesem Jahr zum Beispiel mit der ersten Friedrichstädter Saatgutbörse in Kooperation mit der Johannishöhe, dem riesa efau und der Saatgutbörse der Städtischen Bibliothek.

    Wir haben hier aber auch noch Luft nach oben.

    • Wie viele Beete habt ihr? Auf eurem Insta-Account sieht es so aus, als ob es fast nur Beete gibt? Was an Infrastruktur (neben der geben Hütte) habt ihr noch?

    Spannend, wo du es sagst… auf dem Insta-Account sieht es tatsächlich so aus, als würde das Gärtjen fast nur aus Beet bestehen. Wir haben 3,5 Beetflächen. Einmal die vor der Hütte, die auf dem letzten Instapost zu sehen ist (circa 7x6m). Gegenüber davon ist noch ein langezogenes Beet, das könnten so 9 oder 10 x 2 Meter sein. Noch mal ein Beet von 7 x 6 Meter befindet sich am Ende des Grundstücks. Wir haben ansonsten noch ein kleines Kräuterbeet, das sind vielleicht 1,5×1,5 Meter. Im letzten Jahr hat sich jemand ein einem Staudenbeet versucht, aber das ist durch die extreme Trockenheit leider nicht so geglückt, das waren so um die 2,5 x 4 Meter. Theoretisch steht noch mehr Beetfläche zur Verfügung. 

    Neben der gelben Hütte haben wir noch eine Außenküche und einen selbst gebauten Pizzaofen. Wir haben einen kleinen Geräteschuppen und ein Trennkompostklo und einen kleinen Sandkasten, falls Eltern zu den Veranstaltungen kommen. Wir haben auch eine aufblasbare Kinoleinwand von ungefähr 3×4 Metern.

    • Was passiert mit der Ernte, macht ihr Veranstaltungen, nutzen andere Gruppen den Garten?

    Die Ernte wird gegessen 🙂 einen Teil nehmen die Leute mit, die aktiv im Gärtjen sind. Wir bieten bei den Veranstaltungen auch immer an, dass sich Teilnehmenden etwas mitnehmen können, das wird immer dankend angenommen. Dieses Jahr wollen wir vier kleine »Gärtjen-Dinner« veranstalten. Dort wollen sich unsere Kochbegeisterten an Gerichten versuchen, die sie mit Zutaten aus dem Gärtjen kochen. Dabei soll immer ein Gemüse im Mittelpunkt stehen. Die Dinner sind als kleines Dankeschön für die Aktiven gedacht und wir wollen dazu immer noch Leute einladen, mit denen wir uns gerne vernetzen wollen.

    Veranstaltungen machen wir. Wir bewegen uns da in einem breiten Spektrum von Antifaschismus, Ökologie, Queer, Feminismus, Kapitalismuskritik. Wir kommen zum Großteil alle aus der Ecke „politische Bildner*innen“, daher auch die affinität zu vielen Themen. Wir machen auch Workshops mit praktischem nutzen. Beispielsweise eine Kräuterwanderung, die wir auch dieses Jahr wieder machen. Wir haben schon selbst Brot gebacken, selbst Seife gemacht,… dieses Jahr wird zum Beispiel noch fermentiert, um gleich mal zu schauen, wie wir die eigene Ernte länger haltbar machen können. Dieses Jahr sind 14 Veranstaltungen geplant. 

    Andere Gruppen nutzen auch das Gärtjen, so haben wir im letzten Jahr verschiedene Gruppen im Gärtjen gehabt. Eine kleine Auswahl der letzten Jahre: Politische Gruppen, die ihre Plena abgehalten haben und die Filmvorführungen gemacht haben; die mobile Jugendarbeit war da und hat mir ihren Kids einen Tag im Gärtjen gemacht und den Abend bei Knüppelkuchen ausklingen lassen; ein Jugendhilfeverein hat war mit seiner Jugendweihgruppe für einen Tag im Gärtjen; wir hatten schon eine Einschulung und eine kleine Hochzeitsgesellschaft bei uns, die Gewerkschaft ver.di ist mit ihrer Straßenbahner-Gruppe für einen Teamtag vorbeigekommen,…

    • Woher kommt das Wasser?

    Wasser und Strom kommen von der direkt anliegenden Kleingartensparte. Wir selbst sind aber nicht Teil der Sparte und unterliegen auch nicht dem Bundeskleingartengesetz.


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  • Ziegenhagen: Gemeinschaftsgarten auf dem Dorf

    (Antrag)
    der Garten geht in die vierte Saison, es sind kontinuierlich 10 – 15 Menschen (mit ein bisschen Wechsel) dabei, die den Garten gemeinschaftlich bewirtschaften.
    Sie haben eine zweite Hütte geschenkt bekommen oder das Material dafür, in der sie nun auch bei schlechtem Wetter ihre Teamtreffen machen. Sie haben auch ein Gewächshaus aus einer Förderung und Spendengeldern finanziert.
    Es gibt 2 Gartentage pro Woche.
    Sie haben begonnen, mach dem Market Garden Konzept zu gärtnern und ziehen ihre Jungpflanzen selber an. Um den Bereich der Saatgutgewinnung auszubauen, nehmen 3 Gärtner*innen an einer Schulung teil (mehr …)

  • Regensburg: Interkultureller Garten entwickelt sich gut weiter

    (Antrag/Antworten)

    1. CampusAsyl hat eine sehr enge Anbindung an die Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete in Regensburg. Bspw. befindet sich unser Büro direkt im AnkER-Zentrum. Über Plakate und Aushänge direkt in den Einrichtungen wird über alle unsere Angebote informiert, u.a. auch über den Garten. Außerdem erfolgt ein persönlicher Kontakt bspw. bei unserer individuellen Beratung zu Ausbildung und Arbeitsmarktintegration. Seit zwei Jahren gibt es außerdem das Garten-Projekt in der Gemeinschaftsunterkunft Dieselstraße. Dort haben Ehrenamtliche gemeinsam mit den Bewohner*innen vier Hochbeete gebaut, die von den Kindern und Erwachsenen dort betreut werden. Bei den gemeinsamen Treffen laden die Ehrenamtlichen die Teilnehmenden auch in den allgemeinen Gemeinschaftsgarten ein.
      Nicht geflüchtete Gärtner*innen werden hauptsächlich über Werbung auf unseren Social Media Kanälen, bei den zwei Mal jährliche stattfindenden CampusAsyl-Infoabenden an der Hochschule oder durch die Nachbarschaft in direkter Nähe zum Garten erreicht.
    2. Die Gartengruppe teilt sich in verschiedene kleinere „Untergruppen“ mit jeweiligen Zuständigkeiten auf (z.B. Kompost, Kräuterschnecke, Wassertanks Befüllen etc.). Darunter gibt es auch eine Untergruppe „Bauvorhaben“. Diese Gruppe besteht aus Ehrenamtlichen, die Erfahrung in der Arbeit mit Holz mitbringen aber auch anderen Interessierten. Wenn ein Bauvorhaben ansteht, kündigt die Baugruppe diesen Workshop in der WhatsApp Gruppe oder im Plenum an und lädt dazu alle (aktuell ca. 60) Gärtner*innen ein. Diese werden dann von den Ehrenamtlichen angeleitet. Erfahrunggemäß kommen zu einem Bauworkshop ca. 10 bis 15 Personen.
    3. Die Bauvorhaben werden alle direkt im Garten stattfinden.
    4. Das Werkzeug liegt teilweise bereits im Werkzeugschuppen und gehört der gesamten Gruppe, teilweise wird es von den Ehrenamtlichen privat mitgebracht.
    5. Für das Jahr 2023 sind die im Antrag gennanten Kostenpunkte alle geplanten Ausgaben. Die Pacht an das Gartenamt für 2023 wurde von uns bereits beglichen und wird aller Voraussicht nach vom 3. Bürgermeister der Stadt Regensburg rückerstattet (Antrag wurde gestellt). Sonst gibt es keine Förderung durch die Stadt. Im vergangenen Jahr wurde der Garten vom Stadtjugendring Regensburg und im Jahr 2021 über das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ gefördert.

    Seit März 2019 besteht imsüdlichen Stadtgebiet in Regensburg in unmittelbarer Nähe zur Universität und
    Hochschule sowie den Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete ein
    interkulturellerGemeinschaftsgarten.DasProjektisteineKooperationzwischenderTransition

    BürgerbewegungRegensburg(
    https://www.transitionregensburg.de/)unddemVereinCampusAsyl
    (
    https://www.campusasyl.de/)und wurdevon Ehrenamtlichen und Studierendenins Leben gerufen, die
    teilweise noch heute imGarten aktiv sind.Eine Förderung durch die Anstiftung bestand bereitsin 2020.

    Der Interkulturelle Garten Regensburg ist und soll weiterhin ein Raum der Begegnung sein,indem
    Menschen jeder sozialen Schicht und Herkunft Teilhabe am gemeinschaftlichen Gärtnern haben können.
    Im Jahr 2021 wurde der Interkulturelle Garten um eine zusätzliche Fläche erweitert, um noch mehr
    Menschen diese Möglichkeit zu geben.Aktuell besteht die Gruppe aus ca. 60 aktiven Personen.

    Wie der Name bereits sagt, richtet sich der interkulturelle Garten ganz besonders an Geflüchtete und
    Menschen mit Migrationserfahrung. In der Zusammenarbeit mit Anwohner*innen und Interessierten
    könnensoneueVerbindungenundeinesozialeGemeinschaftzwischenNaturerfahrungund
    Kulturaustausch entstehen.

    DerGemeinschaftsgartenbietet Menschen die Möglichkeit, in direktem Austausch gemeinschaftlich in
    Interaktionzustehen. MenschenunterschiedlichsterHerkünftesollensichbegegnenkönnenund
    miteinander eine Gemeinschaft gestalten, in der sich jede Person angenommen fühlt undsich einbringen
    kann. Jedes Jahr zu Saisonbeginn aber auch während der Saison können neue Personen hinzukommen
    und Teil einer der vielen „Beetgruppen“ werden, die aus 5 bis 6 Personen bestehen.Dabei betreut und
    pflegt jede Beetgruppe ein Beet und es wird gemeinsam an der Gesamtgestaltung des Gartens gearbeitet.
    DieallgemeineKoordinierungwird von einem Team ausdrei Ehrenamtlichen übernommen.Es können
    stetseigenenIdeen,FähigkeitenundWünscheeingebrachtwerden,diebeidenmonatlichen
    Versammlungen(Plenum)diskutiert und demokratisch entschieden werden. Die Teilhabenden können
    selbst entscheiden, wie viel Verantwortung sie tragenmöchtenund welche Aspekte ihrerseits Bedeutung
    finden sollen.

    Bislang wurden auf den zwei Flächen des Gemeinschaftsgartens drei Hochbeete, 22 Bodenbeete auf
    gutem Oberboden, eine Wassertankeinhausung, ein Werkzeugschuppen, ein Tomatenunterstand, ein
    Kompost, eine Kräuterschnecke und eine Johannisbeerhecke errichtet/gepflanzt. Die Wasserversorgung
    wird über zwei IBC Kanister gewährleistet, welche über einen naheliegenden Hydranten, ein Standrohr
    und Feuerwehrschläuche befüllt werden können.

    Die Beete wurden in den letzten Jahren vor allem mit Gemüse, Kräutern und teilweise Blumen bepflanzt.
    Die benutze Komposterde ist torffrei. Eine Anwendung von Kunstdünger oder Pestiziden findet
    ausdrücklich nicht statt!

    Geplante Vorhaben

    Themen fürdas Jahr2023 sind, neben dem Bepflanzen und Pflegen der Beete, hauptsächlich die
    Instandhaltung der bestehenden Bauten (Hochbeete, Wassertankeinhausung, Kompost). Zusätzlich soll
    die Regenrinne am Tomatenunterstand erneuert und eine weitere Regenrinne am Werkzeugschuppen
    angebracht werden, ein zweiter Kompost aufgestellt,eine Sitzgelegenheitund eine Kiste zur Holzlagerung
    gebaut werden. Der Werkzeugschuppensoll außerdem mit Schwerlastregalen zur besseren Lagerung von
    Werkzeug und mit einem Fenster ausgestattet werden. Diese Aktivitäten werden in den Monaten
    zwischen April und Oktober 2023 mit den Teilnehmenden des Gemeinschaftsgartens durchgeführt.
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  • Berlin: weniger Vandalismus im Paulusgarten

    (antrag, antworten)

    – Materialien für Hochbeete und den Gartengeräteschrank wurden gekauft und werden in diesem Frühjahr zusammengebaut und aufgestellt. Für den Gartengeräteschrank soll zunächst der Untergrund mit Pflastersteinen (siehe Folgeantrag) vom Hausmeister und der Gartengruppe befestigt werden, um u.a. Rattenbefall vorzubeugen. Dies ist sobald wie möglich (März) vorgesehen.

    – Für die Hochbeete benötigen wir noch Muttererde (siehe Folgeantrag). Die Muttererde und die Bodenprobe konnten wir mit der ersten Förderung nicht finanzieren aufgrund der geringeren Förderung als der beantragten Summe. Wir mussten deshalb Positionen streichen, auf die Bodenprobe wollen wir nach Rücksprache mit den Prinzessinengärten nun komplett verzichten. Darüber hinaus war eine Lieferung und Verteilung der Muttererde Ende des letzten Jahres witterungsbedingt nicht sinnvoll.

    – Die Heckenpflanzen beinhalten ausschließlich essbare Sträucher. Es ist eine Obsthecke, die den Garten umfasst. Nur im Altbestand stehen einzelne nichtessbare Sträucher.

    – Die Beschilderung ist ab Sommer (nach dem Bau von Geräteschrank und Hochbeet) vorgesehen.

    – Die Gartengruppe besteht aktuell aus 9 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Durch öffentliche Aufrufe von Aktionen wie z.B. zum Start der Gartensaison 18.3. auf der Homepage der Kirchengemeinde sowie auf nebenan.de versuchen wir, weitere Nachbarn und Interessierte für den Paulus-Garten zu gewinnen. Bei den samstäglichen Gartenarbeiten kommen auch häufig Nachfragen nach Mitmachmöglichkeiten zustande.

    – Die Gruppe entwickelt sich auch angesichts der Förderungen aktuell deutlich konfliktfreier als vor einem Jahr. Die Ziele scheinen zu motivieren, für den Gartentag am 18.3., wo wir noch Pflanzen von den Prinzessinengärten abholen im März hat sich bereits ein Neuzugang angemeldet. Es scheint wenig, aber zugleich ist es für uns leichter, kontinuierlich wenig neue Personen einzubinden statt plötzlich mehrere.

    – Ernten finden statt, von der Gruppe sowie unkontrolliert durch Externe (Tomaten und Obsthecke, vor allem beim Kinderspielplatz). Durch den besseren Schutz der Pflanzen vor Verunreinigungen wird der Garten allerdings erst für die Nachbarschaft zum systematischen Ernten interessant werden (mehr …)

  • Regensburg: Herzfleckgarten unter Obhut neuer GRuppe

    (Antrag, Antworten)

    eben den drei großen Gemeinschaftsgärten(Garten für Alle, PATGarten, Interkultureller Garten)und
    der GrünenOase,betreibtTransitionRegensburg auch nochzwei kleineGemeinschaftsgärten: den
    EBWGarten und den Herzfleckgarten. Letztererwurdemit der Gründung vonTransition Regensburg
    2012 ins Leben gerufen.Erliegtinmitten der Regensburger Altstadtundumfasst eine Fläche von ca.
    100 qm.Leiderwurde der Garten in den letzten Jahren etwas vernachlässigt. Nunwirder
    wiederbelebt.Dazu hat sich eine GruppevonsechsGärtnerInnen gebildet, die dasVorhabenin Angriff
    nehmen.ImvergangenenHerbst wurde derGartenschongemeinschaftlich voneinigenzu hoch
    gewachsenenGehölzenbefreit.Dieso gewonnenenStämmeund Ästewerdenwiederverwendet,für
    den BaueinerBank, die zum Verweilen im Garten einlädt.Im Zentrum des Gartens stehtin einemvon
    Steinenumrandeten HerzeinFeigenbaum.Der Baum wurde 2012 gepflanzt. Erbleibtdas Herzstück
    des Gartens.Die ihn umgebendenRosenund Hagebuttensträuchersollenden Gartenebensoweiter
    zieren.Zumeiner Freude habe ich heute gesehen, dass ein paarSchneeglöckchen aufgegangen sind.
    Auch Tulpen sprießenaus der Erde.Neben dem Bau der Banksollenin diesem FrühjahrNiedrig
    Beete mitKräutern,Gemüse und(essbaren)Blumen angelegtwerden; ebensoein Weg, der sich durch
    den Garten schlängelt.

    • Wem gehört die Fläche und gibt es einen Vertrag für die Nutzung? Die Fläche gehört der Stadt Regensburg. Ja, es gibt einen Vertrag für die Nutzung. Ist die Nutzung befristet? Nein, die Nutzung ist unbefristet. Müssen Sie eine Pacht bezahlen? Nein, die Nutzung ist unentgeltlich.
    • Gibt es einen Zaun oder eine andere Art der Umfassung der Fläche? Ja. An drei Seiten ist die Fläche durch eine ca. 1 m hohe Hecke begrenzt. An die vierte Seite grenzt mit ca. einem Meter Abstand eine Hauswand. 
    • Wie ist die Wasserversorgung organisiert? Der Garten liegt nur 50 m von unserer Transition Base entfernt. Die Base ist so was wie unser Vereinsheim. Darin befindet sich unsere TeilBar (Laden zum Verschenken und Tauschen), unsere FoodCoop lagert und verteilt dort ihr Gemüse. Auch einen Coworking Space haben wir dort. Dementsprechend gibt es dort auch eine Toilette mit Wasseranschluss.
    • Wo werden die Geräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu? Im Kellerabteil der Transition Base. Dort lagern jetzt schon ein paar Geräte. Jedes Transitionmitglied hat Zugang zur Base. Die Tür entriegelt sich durch einen Telefonanruf automatisch.
    • Ist das ein „essbare Stadt“ Projekt oder ernten nur die, die dort auch gärtnern? Teils teils. Geplant ist, dass das Gemüse nur den GärtnerInnen vorbehalten ist, Kräuter und essbare Blumen dürfen alle ernten. 
    • Gibt es an der Fläche Schilder, die auf den Garten aufmerksam machen? Noch nicht. Da müssen wir nochmal mit der Stadt Rücksprache halten, inwiefern bzw. in welchem Umfang das mit den Welterberichtlinien vereinbar ist. 

    Wie wurden die Menschen, die sich nun um den Garten kümmern, gefunden? Über unsere regelmäßig stattfindenden Kennenlerntreffen für Neumitglieder, den Newsletter und Mundpropaganda. Bei den momentan sechs GärtnerInnen soll es natürlich nicht bleiben. Wir hoffen mit der Wiederbelebung des Gartens weitere Menschen für das Projekt zu gewinnen (mehr …)

  • Nürnberg: Kollekt Jardin verbessert Regenwasserversorgung

    (Antrag, Antworten)

    Unser Solarsystem (12V) besteht bereits im Kollekt Jardin e.V., ist jedoch sehr schwach ausgestattet
    und mit einer kaum leistungsfähigen Batterie versehen. In Kooperation mit dem Projekt „1000 Tanks
    für Nürnberg“ von der Essbaren Stadt und dem Gartennetzwerk Nürnberg, möchten wir ein
    effizientes Bewässerungssystem mit Stromspeicher und Filteranlage bauen, welches es ermöglicht
    das Regenwasser in einem Nutzund Bewässerungskreislauf mehrfach zu verwerten.

    Das Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines Systems, welches die Nutzung und die Verteilung von
    gesammeltem Regenwasser ermöglicht. Außerdem die Wiederverwendung von Regenwasser und
    eine Schaffung von nachhaltigen Kreisläufen miteinem hohen Nachahmungswert. Die
    Verschwendung der wertvollen Ressource Regenwasser soll vermieden werden und dessen Erhalt
    durch eine effiziente Nutzung gefördert werden.

    Das Projekt „1000 Tanks für Nürnberg“ ist eine Kooperation zwischen der Essbaren Stadt, dem
    Gartennetzwerk Nürnberg und damit allen urbanen Gärten der Stadt. Erreicht werden sollen
    Bürger*Innen, die sich für die Wasserthematik interessieren und eine Notwendigkeit für die
    Schaffung solcher Systeme sehen. Somit entsteht ein großangelegter Wissenstransfer über alle
    Kanäle, die uns zur Verfügung stehen.

    Was genau wollt ihrhier bauen aus dem Holz bauen und wo soll dieser Bau dann stehen oder integriert werden? Welches
    Solarsystem wäre das? Wie viel Meter Tropfschläuche plant ihr? Was entsteht noch im Rahmen von „100 Tanks für
    Nürnberg“ und wo wird das dokumentiert?

    Damit wirein Gefälle von den Tanks zu den Beeten erreichen, werden die Tanks übereinanderunderhöhtauf einem
    Holzgerüstaufgestellt,sodassnach unten hinein Druckentsteht und wirmit möglichst wenig Stromverbrauch das Wasserso
    weit wie möglichbefördernkönnen.Diese zwei Haupttanks können das Wasser dann in einen Dritten (direkt bei den Beeten
    gelegenen) IBCTank leiten. Die zwei Haupttanks werden an einer der Ecken der Dachterrasse (vorne links) integriert sein,
    sodass sie einendoppeltenNutzen haben (Wasserspeicher, Dachstütze). Natürlich werden wir auch eine Solarpumpe
    einbauen, welche jedoch nur bei zu niedrigem Wasserstandzur Beförderungeingesetzt werden soll.Zwischen den

    Haupttanks und dem Dritten Tank bei den Beeten wird noch ein Fass integriert, welches einen selbstgebauten Filter aus Kies,
    Sand und Aktivkohle besitzt, um das Brauchwasser aus der Küche wieder in den Kreislauf einzubringen. Der Dritte Tank ist
    dann mit den Tropfrohrenund einer Pumpe verbunden, sodass von dort aus per Knopfdruck die gesamte Fläche(unterirdisch)
    bewässert werden kann.Für ein bestimmtes Solarsystem haben wir uns noch nicht entschieden, da unser Elektriker das alles
    selbst bestellt und dieTeile meistens aus China kommen.Sicher ist jedoch, dass die Batterie etwa 1.500,€ und vier
    Solarmodule rund 500,€ kosten werden. Unsere Beetfläche beträgt ca. 80 m² und pro m² Fläche benötigt man ca. 3 Meter
    Schlauch. Daher kommen wir auf etwa 240 Meter Tropfrohr.
    Im Rahmen von 1000 Tanks für Nürnberg entsteht momentan sehr vielUnterschiedlichesmit unterschiedlichen
    Zielsetzungen. Viele der Gemeinschaftsgärten haben sich bestimmte ZieleimRahmen des Projektsgegeben (Speicherung
    von Wasser, Bewässerung, Forschung,Zugangzu Wasser) undarbeiten Konzepte aus, wie diese Ziele realisiert werden
    können. Es wird im Bereich der Forschungbeispielsweiseauch mitder TH Nürnbergzusammengearbeitet, um
    wissenschaftliche Daten zu sammeln.Die Dokumentation des Projekts läuft über das Management Tool SLACK.
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  • Landshut: DOM Nachbarschaftsgarten vergrößert sich

    (Antrag, Antworten)

    Neue Ideen für 2023

    o   Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen

    o   Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken

    ·        Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können

    ·        Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)

    o   Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)

    o   Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?

    Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.

     

    • Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?

    Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter

     

    • Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.

     

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?

    Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen.  Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.

     

    • Wie kann man mitmachen?

    Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.

     

    • Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?

    Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.

     

    • Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?

    Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.

     

    • Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?

    Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.

     

    • Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?

    Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer. ????

     

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.


    (mehr …)

  • Magdeburg: Vitopia Gemeinschaftsgarten – Kompostplatzbau in Kooperation mit Hochschule

    (Antrag, Antworten)

    Am Stadtrand Magdeburgs, mitten im Herrenkrugpark, liegt die ehemalige Parkgärtnerei.
    Das Grundstück wurde 2012 durch die Vitopia-Genossenschaft gekauft und inzwischen
    sind ein gemütliches, familienfreundliches Café, eine Herberge und selbstverwalteter
    gemeinschaftlicher Wohnraum entstanden. Auf dem Außengelände befindet sich der
    Gemeinschaftsgarten mit Gemüsebeeten, altem Baumbestand, sowie Gartenbereiche
    rund um das Café mit Plätzen, die zum Austauschen und Verweilen einladen, wie ein
    Pavillon und die Lagerfeuerstelle. Das Wohnhaus wurde mit viel ehrenamtlicher Mithilfe
    nach ökologischen Gesichtspunkten saniert und beispielsweise Trocken-Trenn-Toiletten
    eingebaut, um perspektivisch Kreisläufe durch ein Kompostkonzept besser schließen zu
    können. Ökologische und soziale Projekte sind für die über 100 Mitglieder der
    Genossenschaft, des Kultopia-Vereins und der Wohngemeinschaft wichtige
    Anknüpfungspunkte, um sich gemeinsam für eine lebenswertere Zukunft einzusetzen und
    in die Gesellschaft zu wirken.

    GG

    Der Vitopia-Garten ist von Anfang an durch viele Hände mitgestaltet worden. Neben den
    etwa 15 Menschen aus der Wohngemeinschaft bringen sich Mitglieder aus Verein und
    Genossenschaft ein. Es haben schon mehrere BFD-Freiwillige (u.a. aus Syrien) Projekte
    umgesetzt und es finden immer wieder auch Menschen ohne vorherige Berührungspunkte
    zu uns und machen mit. Mit der Zeit hat sich der Garten sehr entwickelt. Es gibt nun eine
    große Fläche für den Anbau von Gemüse und über das Grundstück verteilt zahlreiche
    Obstbäume, Beete, Ecken und Nischen, die gestaltet und gepflegt werden. Auch ein Imker
    hatte hier schon seine Bienen stehen

    Bisher haben wir in mehreren kleinen Behältern kompostiert, um das anfallende Material,
    wie Gemüse- und Pflanzenabfälle und Schnittgut vom ganzen Gelände, wieder zu
    vererden. Diese stoßen inzwischen an ihre Grenzen und wir haben uns entschlossen,
    einen neuen Kompostplatz zu bauen. Dafür hat sich eine Arbeitsgruppe von vier Personen
    ausgiebig informiert und beraten lassen.
    Ein Studierender der Hochschule, der hier fleißig mitgärtnerte, hat seine Masterarbeit über
    für uns geeignete Kompostierungsverfahren geschrieben, sodass perspektivisch – in
    Kooperation mit der Hochschule – sogar unsere Komposttoiletten in den Kreislauf
    eingebunden werden können. Ein Verfahren mit mehreren Kompostierungsstufen und
    möglichst hohen Temperaturen soll am Ende, nach ca. zwei Jahren, die hygienische
    Sicherheit gewährleisten. Diesen Plan möchten wir nun umsetzen.
    Um den Kompostplatz langfristig nutzen zu können und – mit Blick auf die
    denkmalgeschützten Gebäude – schön zu gestalten, möchten wir die Komposter aus
    Ziegelsteinen mauern. Diese können wir von mehreren Abriss-Baustellen recyclen, wofür
    wir schon Zusagen haben. Den Transport und die Aufarbeitung der Steine organisieren wir
    ehrenamtlich. Ebenfalls versuchen wir, Materialien für die Überdachung des Komposts
    wiederzuverwenden, indem wir die Unterkonstruktion aus Holzresten bauen. (mehr …)

  • Moers: generationsübergreifendes Gartenprojekt

    1. Es sind 3 erwachsene Menschen und 5-6 Kinder aus dem Stadtteil, die auch außerhalb der Projektzeit den Garten betreuen.
    2. Die AWO hat ein Schaukasten, direkt vor dem Grundstück, in dem ein Plakat aber auch Presseartikel hängen, die das Projekt beschreiben und Menschen aus dem Stadtteil zum Gärtnern einladen.
    3. Es gibt insgesamt 4 Beete, ca. 2x2m. Das Grundstück des Internationalen Zentrums der AWO beträgt ca. 1000 qm, hiervon dürfen wir 500 qm für unser Projekt nutzen. Im letzten Jahr haben wir die Fläche noch nicht ausgeschöpft.
    4. Die Schulklasse gärtnert in allen Beeten.
    5. Wir haben zwar als pädagogisches Projekt gestartet, wir haben viele andere Effekte auf unterschiedlichen Ebenen erzielt, z.B. Integration, Inklusion (es nimmt auch ein junger Mensch mit Behinderung an dem Projekt teil), generationsübergreifend, Quartiersarbeit, Ehrenamt, Umwelt)
    6. Ich habe das Wort unpassend verwendet; der Garten ist die gesamte Zeit verfügbar; in diesem Jahr nimmt die Schule das zweite Mal an dem Projekt teil.
    7. Wir besprechen mit den Teilnehmenden im Vorfeld, was wir bepflanzen. Wir bestimmen einen Termin, wo alle Menschen aus dem Stadtteil zu einem Picknick eingeladen werden, wo gemeinsam geerntet wird.
    8. Die Schule hat sich finanziell nicht beteiligt.
    9. Die Gartengeräte werden auf dem AWO Grundstück aufbewahrt. Das Grundstück ist offen, jede*r kann das Grundstück betreten. Bisher sind unsere Gartengeräte nicht entwendet worden.
    10. Der AWO OV Rheinkamp hat das Projekt im letzten Jahr gefördert. Es war eine einmalige Förderung.

    Das Gartenprojekt bezieht Senior*innen mit ein und ist offen für die Nachbarschaft

    Die Schule wird demnächst einen Komposter bauen (mehr …)

  • Landshut: viele neue Interessierte an IG DOM

    (Antrag, ANtworten)
    Der interkulturelle Garten in Landshut wird mitbetreut vom Nachbarschaftstreff DOM. Dieser hat vor einigen Jahren eine Freifläche, die zum Treffgebäude angrenzt, vom Müll befreit und zu einem urbanen Garten umgestaltet. Es gibt bereits Gemüsebeete, Hochbeete für Kräuter und ein Gewächshaus. Die Gestaltung und Bewirtschaftung liegen in den Händen von russischen Spätaussiedlern, Flüchtlingen aus der Ukraine und anderen Ländern sowie im angrenzenden Quartier wohnenden Familien. „Neuankömmlinge“ finden im DOM-Garten Kontakt zu Gleichgesinnten, Anschluss zur Heimischen Kultur und einen Platz, um neue Wurzeln zu schlagen. Die Betreuung übernehmen Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche des Nachbarschaftstreff. Die bunte Mischung an Menschen bringt immer neue Einflüsse und Ideen in den Garten. Da die Zahl der neuen Gärtner*Innen im letzten Jahr stark zugenommen hat ist auch der Bedarf im Garten gewachsen.

    Neue Ideen für 2023

    o   Neuanlegen von interkulturellen Gemüsebeeten ( indisches Beet, senegalesisches Beet, ukrainisches Beet uä.) mit typischen Pflanzen, die in unserem Klima gedeihen

    o   Eigene Anzucht von Gemüsen, Kräutern und Färberpflanzen

    o   Frühbeet Deckeln für Hochbeete bauen, um besseren Erfolg bei der Anzucht zu erzielen

    o   Gemeinschaftsaktionen mit Familien, um die Gruppe zu stärken

    ·        Anlegen einer neuen Kräuterschnecke, um den Mehrbedarf zu decken und Vorräte mit getrockneten Kräutern anlegen zu können

    ·        Aufbau einer Totholzhecke oder/ und eines Weidensofas als Windschutz und für den Insektenschutz (mehr Biodiversität im Garten)

    o   Neue Hochbeete und Wand-Konstruktionen für Erdbeeren, um eine unschöne Wand zu verdecken ( 2 Vorteile: optische Aufwertung und mehr Platz für Pflanzen)

    o   Rank Gerüste bauen für bessere Erträge der Flaschenkürbisse (diese werden im Kreativlabor vom DOM gerne weiterverarbeitet)

    • Wie groß ist die Gartengruppe, wie viele Menschen gärtnern regelmäßig, wie viele sind punktuell dabei?

    Über den Winter bietet der Gartentreff vorwiegend ca. 8 bis 15 Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle. Es wird draußen aufgeräumt, gekehrt, Futter für die Vögel verteilt und z.B. drinnen Blumentöpfe gebastelt und Sprossen gezüchtet. Ab März geht die Anzucht des Gemüses los. Dieses Jahr gibt es viele Anfragen von ukrainischen Flüchtlingen. Der Wunsch nach einem „Neuanfang“ ist sehr groß. Jetzt erwarten wir eine neue Gruppe von ca. 10 Frauen. So werden es insgesamt 20 -25 Personen sein, die mit uns in der Gruppe regelmäßig gärtnern. Zu bestimmten Aktionen können es auch mal mehr sein.

     

    • Wie viele Beete (und was für welche) gibt es?

    Es gibt 6 Gemüsebeete (je ca5x1,5m), einen „Bauerngarten“ mit Misch.- und Permakulturen (ges. ca. 5x10m) hier soll ein Teil zum Färberbeet (Schaubeet) werden. Außerdem gibt es eine Spielwiese mit altem Bestand von Apfelbäumen, Ein Gewächshaus, das mal ein Einkaufswagenhäuschen war, mit selbst gebauten Pikiertischen und Kübeln für Tomaten, und 3 kleine Hochbeete für Küchenkräuter

     

    • Wie ist der Garten organisiert? Ist alles gemeinschaftlich oder gibt es auch individuelle Beete? Wie groß sind die Beete? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Die Leitung obliegt dem Team des Nachbarschaftstreffs, mit mir als Koordinatorin. Es gibt Beete, die von Anwohnern in der Nachbarschaft komplett eigenständig betreut werden. (Momentan nur 2 Gemüsebeete von einer syrischen Familie) Anfragen von einem Senegalesen und ukrainischen Frauen stehen noch offen bis zur Neuaufteilung im März. Das kann jährlich oder noch schneller wechseln, da die sich Situation der Menschen auch sprunghaft ändern kann. Dann übernimmt die Gruppe die Arbeit oder teilt sie wieder neu auf. Für uns ist die Partizipation der Menschen sehr wichtig. Deshalb versuchen wir Sie zu unterstützen eigene Ideen im Garten umzusetzen. (zB.: Neue Gestaltung der Beete, Zäune oder neue Sorten anzubauen.) Dieses Jahr wurde auch eine Tauschbörse für Saatgut angeregt. Die Beetgrössen variieren, je nach Bedarf. (Siehe oben) Entscheidungen werden demokratisch getroffen, wobei oft auch die Machbarkeit entscheidet.

     

    • Wie viele Hochbeete gibt es? Wie viele sollen gebaut werden und wer wird diese dann bauen? Wie viele von den Hochbeeten sollen mit Frühbeetdeckeln ausgestattet werden? Wer baut diese Deckel?

    Aktuell sind noch 3 Hochbeete vorhanden. ( ca. 1,60x 1m) 2 weitere mussten abgebaut werden, da sie marode waren. Um den Bereich um das Treffgebäude wieder aufzuwerten (Altes Supermarktgebäude, hoher Vandalismus) sollen insgesamt 5 neue Beete entstehen. Davon 3 flache mit Rankhilfen vor der im Antrag beschriebenen Wand. Zwei schmale Hochbeete für Blumen sollen direkt beim Eingang entstehen.  Zwei der noch vorhandenen kleinen Hochbeete sollen Deckel bekommen. Die Deckel bauen wir in der Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister.

     

    • Wie kann man mitmachen?

    Mitmachen können alle Anwohner der umliegenden Häuser und von uns betreuten Migranten (z.B.: Teilnehmer der Deutschkurse). Meistens laden wir persönlich ein, oder finden Teilnehmer durch Mundpropaganda. Anleitung und Kontakte findet jeder im wöchentlichen Gartentreff. Ein Austausch findet auch über Sozialmedia statt.

     

    • Sollen die interkulturellen Gemüsebeete Schaubeete werden? Oder wer wird dort gärtnern? Wer legt die Beete an?

    Die interkulturellen Gemüsebeete sind eine neue Idee der Frauen des Deutschkurses. Sie wollen Samen ihrer Heimat bei uns kultivieren. Dabei geht es in erster Linie um den Austausch, Integration und Deutsch lernen. Wahrscheinlich werden die Beete zunächst in der Gruppe mit Anleitung bewirtschaftet und auch geerntet. Je nach Ernteerfolg könnte sich Eigeninitiative entwickeln. Das muss man allerdings abwarten.

     

    • Wozu braucht man beim Bau einer Totholzhecke oder eines Weidensofas Farbe? Wer entscheidet, was davon gebaut wird, wer wird das bauen?

    Die Farben sind für die Haltepfosten gedacht. Dafür sollen haltbare Pflanzenfarben von „AURO“ benutzt werden. Es ist ungewöhnlich diese Pfosten zu bemalen. Der Gedanke ist, sichtbar zu machen, dass diese vermeintlichen „Rümpelhaufen“ gewollt sind und nicht dazu einladen Müll abzuladen. Sie werden wahrscheinlich nicht auf einmal fertig gestellt, da auch hier ein Arbeitseinsatz für die Gartengruppe geplant ist. Deswegen ist es in unserm Viertel wichtig Zeichen gegen den Vandalismus uns Zerstörung zu setzen. Die Einbindung der Anwohner, hier einen schönen Ort zu schaffen ist auch ein Teil dieser Arbeit. Die Entscheidung trifft die Gartengruppe.

     

    • Wer wird die Kräuterspirale bauen, wer wird sich dann kümmern?

    Die Kräuterspirale bauen die Kinder und Jugendlichen der DOM- Gruppe mit mir und unserem Hausmeister in der Gartenzeit am Freitagnachmittag. Anleitung und Unterstützung haben wir von einer Landschaftsarchitektin. Bepflanzt wird sie an einem Projektwochenende zum Thema „ein Garten für uns“ von angehenden Naturpädagogen und einer Kindergruppe aus dem Quartier. Nach Möglichkeit soll die Pflege in Eigenregie von den „Erbauern“ und deren Familien geschehen.

     

    • Können Sie sich einen großen Hammer für den Bau nicht auch leihen? Was passiert nach dem Bau mit dem Hammer?

    Bis jetzt haben wir noch keinen in der Gruppe der ein solches Werkzeug besitz. Das Ausleihen wäre dann wohl beim Baumarkt möglich. Da so ein Hammer auch für weitere Arbeiten im Garten (z.B.: Zaunerneuerung) zu Einsatz käme wäre ein Kauf sehr sinnvoll. Der Hammer bleibt im Besitz des Nachbarschaftstreffs. Der Garten lebt und braucht an vielen Ecken mal einen großen Hammer.

     

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen unterstützen den Garten oft durch Samen oder Pflanzenspenden. Meistens aber durch Expertise, Zeit und Arbeitseinsatz. Durch den sozialen Hintergrund der Familien sind finanzielle Spenden leider nicht möglich.


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  • Wuppertal: im Heckinghauser Garten werden Sitzmöglichkeiten und ein Kompost gebaut

    Seit Frühjahr 2022 gibt es ein Gartenprojekt auf einem neu gestalteten Platz. Sowohl Anwohner*innen als auch Institutionen und Einrichtungen können hierbei teilnehmen und Verantwortung über ihr eigenes kleines Beet übernehmen, aber auch gemeinsam ernten, kochen und feiern.. Neben Einzelpersonen und Initiativen haben insbesondere Gruppen von Kita, Schule und Stadtteiltreff großes Interesse an dem Areal.
    2023 soll dieses allseits beliebte Projekt durch neue eigenständige Ideen und Projekte ergänzt werden. Hierfür haben alle Beteiligten in den letzten Wochen Ideen gesammelt: der Bau eines Kompostes, die Errichtung von Sitzmöglichkeiten, die Gestaltungeines Rosenbogens als Eingangstor zum Areal und die Aufstellung eines Sonnensegels sind Ideen der urbanen Gärtner*innen. Neben den genannten Ideen beginnt die reguläre Pflanzsaison im Februar. Die Gärtner*innen bauen wollen dabei Blumen, Kräuter, Obst und Gemüse aus unterschiedlichen Kulturen anbauen.

    Ist die Nutzung des Platzes für den Gemeinschaftsgarten befristet?

    Die Nutzung ist nicht befristet. Das Grundstück steht im Rahmen der Sozialen Stadt unbefristet den Bürger*innen des Quartiers zur Verfügung.

    Gibt es eine vertragliche Grundlage?

    Die Stadt ist für die vertraglichen Grundlagen zuständig und hat die Hochbeete bezahlt. Eine Pacht wird nicht genommen. Auch für Winterdienst und Verkehrssicherheit ist die Stadt verantwortlich.

    Waren Nachbar*innen an dem Bau beteiligt? Sollen noch weitere Beete gebaut werden?

     

    An der Planung waren Bürger*innen beteiligt. Gebaut wurden die Hochbeete im Auftrag der Stadt. Weitere Beete sollen nicht entstehen, aber sonst ist unserer Phantasie keine Grenzen gesetzt! Allerdings müssen wir (in diesem Fall die KOMM-Initiative der Ev. Kirchengemeinde) die Mittel und das ehrenamtliche Engagement zur Verfügung stellen bzw. beschaffen.

    Wie viele Menschen gärtnern? Gibt es ein Kernteam und wenn ja, wie groß ist dieses? Wie viele Menschen haben ein eigenes Beet? Wie viele Organisationen sind dabei?

    Tatsächlich sind wir davon begeistert, wie viele Heckinghauser Bürger*innen sich beteiligen. Insgesamt sind 30 neue Nachbarn (Menschen mit Fluchthintergrund, die in Heckinghausen eine Heimat gefunden haben), 25 Senior*innen, 50 Grundschulkinder, ein Kindergarten und noch eine Reihe von Privatpersonen am Gärtnern. Wir haben vor allem Gemeinschaftsbeete. Allerdings haben der Seniorentreff, die Grundschule und der Kindergarten ein eigenes Beet. Insgesamt sind sechs Organisationen kontinuierlich dabei.

     

    Wer trifft die Entscheidungen rund um den Garten und wie läuft die Kommunikation (wer welches Beet bekommt, was gepflanzt wird, welche Aufgaben anstehen und wie erledigt werden, wann Treffen stattfinden, wie das Ganze finanziert werden kann etc.?)

    Wir haben ein Kernteam – bestehend aus 8 Menschen (6 Neue Nachbarn und 2 Frührentner*innen). Sie koordinieren die Arbeit, stellen Gießpläne auf, organisieren Veranstaltungen usw. Diesem Team und seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass dieses Projekt so toll läuft.

    Gibt es gemeinsame Gartentage oder kommen die Gärtner*innen zu unterschiedlichen Zeiten?

    Es gibt gemeinsame Gartentage (donnerstags) und daneben gesonderte Zeiten für Institutionen wie die Schule, der Senioren Treff und Kindergarten. Allerdings ist es uns wichtig, Angebote wie ein Sommerfest, Kerngedanke usw. für alle gemeinsam anzubieten.

    Wo wird gemeinsam gekocht und gegessen? Wird die gesamte Ernte gemeinsam verzehrt? Auch die aus den individuellen Beeten?

    Wir versuchen die Ernte der Gemeischaftsbeete gemeinsam „zu verkochen“! Einmal lädt die Senior*innen alle zum Gemüseeintopf ein, ein anderes Mal wird arabisch oder tückisch gekocht. Wir feiern Erntedank und Fastenbrechen gemeinsam. Die Grundschule bereitet ihr Essen selbst vor! Das gemeinsame Kochen und Essen ist im Stadtteiltreff – genau gegenüber des Bürger Gartens – möglich!

    Was, neben den Hochbeeten, gibt es noch an Infrastruktur?

    Wir haben eine Wiese und einen Sportplatz am Bürgergarten und das Stadtteilzentrum mit großem Spielplatz gegenüber.

    Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese für die Gärtner*innen zugänglich?

    Wir haben einen Schuppen für die Gartengeräte. die Gärtner*innen erhalten den code für das Schloss.

    Was schafft Gemeinschaft? Verstehen die Gärtner*innen sich als eine Gruppe?

    Tatsächlich sind sie 2022 als Gruppe – unabhängig vom Alter und den kulturellen Wurzeln- zusammengewachsen. Das gemeinsame Essen und das tolle Kernteam ist dabei vor allen für diesen Erfolg verantwortlich.

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen und die Organisationen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen finanzieren Getränke, Nachtisch, Kaffee ect. Die Ev. Kirchengemeinde finanziert die Honorarkosten eines Gartenpädagogen, der für alle Beteiligten Workshops anbietet. 2022 wurden Pflanzen, der Bau der Hochbeete usw. über die Soziale Stadt finanziert. Leider ist diese Förderung 2023 nicht möglich!

     

    Haben Sie Kontakt mit dem Grünflächenamt und gäbe es da die Möglichkeit der Unterstützung (mit Pflanzen, Werkzeugen)?

    Ja, sie haben die Hochbeete gebaut. Laufende Kosten für Pflanzen ect. können von ihnen nicht übernommen werden.

    Wer würde die Sitzmöglichkeiten wo bauen?

    Die Sitzmöbel würden unter Anleitung eines Schreiners von Senior*innen und neuen Nachbarn zusammengebaut und von Kindern der Grundschule gestaltet.

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  • Otterndorf: Garten der Hoffung

    (Projektbericht)

    Im Jahr 2022 begann unsere Saison bereits im Januar mit einer größeren Aktion, noch die letzten Bestandteile des von den Vorbesitzern eingegrabenen Mülls zu beseitigen und im Februar mit Reparaturarbeiten auf Grund von Sturmschäden. Anfang März machten wir uns dann an die Vorbereitung der Beete, Ende April die übliche Einsaat (Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Porree, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis). All diese Aktionen wurden von unserer Kerngruppe (8 Menschen mit deutschem Pass, eine Frau aus Pakistan und 1 Familie aus dem Iran) durchgeführt. Im März und April war z.T. sehr schönes Wetter, so dass zum Kaffeetrinken auch andere dazukamen (zwei afghanische Familien, die länger nicht da gewesen waren; eine syrische Familie, die inzwischen leider wieder weggezogen ist und die irakischen Kinder mit ihrer Patin).

    Natürlich fühlten wir uns von dem russischen Einmarsch in der Ukraine betroffen, und einige von uns haben an der Mahnwache im benachbarten Ort teilgenommen. In der Folgezeit hatten wir auch die mittlerweile angekommenen ukrainischen Geflüchteten in den Garten eingeladen. Diese haben sich jedoch hier in der Region eigenständig organisiert und suchen keine weiteren Verbindungen.

    Das im letzten Jahr angelegte Kräuterbeet hat sich gut etabliert. Am 1. Mai haben wir mit frischem Bärlauch und diversen getrockneten Kräutern einen Stand auf dem Otterndorfer Bauernmarkt gemacht, der allerdings leider nicht so gut frequentiert wurde.

    Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist das Foliengewächshaus, in dem wir mit den zu Hause vorgezogene Gurken- und Tomatenpflanzen in diesem Jahr endlich einmal eine gute Ernte hatten. Die Himbeer-, Joster- und Johannisbeersträucher konnten wir mit dem Stiftungsgeld durch 4 neue Heidelbeersträucher ergänzen, die alle gut angewachsen sind.

    Zu den beiden internationalen Cafés im Mai und Anfang Juli kamen diverse lange bekannte Familien von Geflüchteten, die sich mittlerweile in Deutschland mit fester Beschäftigung und Auto gut etabliert haben: die befreundete kurdische Familie aus Buxtehude, eine syrische Familie und 3 afghanische Familien. Bemerkenswert ist bei allen, dass die Kinder durchweg sehr gute Schulleistungen zeigen – zwei ältere Söhne einer afghanischen Familie haben wegen ihrer sehr guten Abschlusszeugnisse inzwischen besonders begehrte Lehrstellen bei einer Bank und in einer Stadt-Verwaltung bekommen.

    Ab Juli haben wir unseren Plan umgesetzt, regelmäßig im Garten zu kochen. Bis Anfang Oktober kam fast jeden Samstag der neue große Suppentopf oder unsere große Pfanne zum Einsatz. Mit wechselnder Verantwortung wurde gemeinsam geschnippelt und gebrutzelt, bis sich dann um 13 Uhr zwischen 10 und 18 Personen zum Essen einfanden. Auch die Wespen, die sich in der Zwischendecke ein Nest gebaut haben und um den Kochtopf schwirrten, wenn wir wegen Regen im Haus gekocht haben, konnten weder die Erwachsenen noch die Kinder schrecken. Die für den Notfall bereitgelegten Zwiebeln kamen gar nicht zum Einsatz.

    In der Sommerzeit sind auch zwei neue Interessierte hinzugekommen, die kontinuierlich dabei geblieben sind: eine Kolumbianerin mit ihrem (jugendlichen) Sohn, die beide großes Interesse an Gartenarbeit zeigen und eine Kurdin mit ihren zwei kleinen Kindern, die sich gleich mit dem iranischen Mädchen angefreundet haben, so dass wir jetzt auch eine „Stamm-Kindergruppe“ im Garten aufweisen können.

    Neu ist das Interesse an Kinder-/Jugendlichen-Geburtstagsfeiern. Zunächst wünschten sich 2 Jugendliche aus einer der afghanischen Familien „endlich mal eine Geburtstagsfeier“, die wir mit mehrstöckiger Torte, Girlande und Singen im Garten veranstalteten. Das iranische Mädchen ergriff dann eigenständig die Initiative, zu ihren 4. Geburtstag noch weiteren Gäste einzuladen, nämlich Freundinnen aus dem Kindergarten mit ihren Müttern, die vorher noch nie im Garten gewesen waren). Dem iranischen Jungen, der am 24.12. 15 Jahre alt geworden ist, haben wir versprochen, seine Geburtstagsfeier in diesem Sommer nachzuholen.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand wieder das ganze Jahr über statt. Im September konnte der Verein für die sonst mit ihren Sprachkursen immer nur unentgeltlich tätige Mitstreiterin für einen Frauen-Anfängerinnen-Sprachkurs Geld von der Samtgemeinde bekommen.

    Im Herbst kam es an mehreren Samstagen dann wieder zur Apfel- und Birnenernte, die dieses Jahr extrem reichhaltig ausfiel. Da wir im Frühjahr noch einmal einen Fachmenschen für Baumschnitt und Versorgung der Obstbäume hinzugezogen hatten, gab es in diesem Jahr fast keine Schadstellen an den Äpfeln. An der Apfel- und Birnenernte nahmen viele Leute teil, auch eine deutsche Frau kam neu dazu, die sich von nun an sporadisch an Garten-Aktionen beteiligen will. Die großen Mengen an Obst konnten wir nicht alle verarbeiten, deshalb haben wir sie zu einer Apfelsaftpresse gebracht, was uns ca. 350 l Apfelsaft beschert hat, von dem wir noch das ganze nächste Jahr etwas haben werden.

    Auch dieses Jahr war geprägt von der Sorge um die Familien in den Herkunftsländern. Seit dem 19. November stehen die selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien und Nord-Irak (Rojava, Maxmur, Sengal) unter Dauer-Beschuss; die brutale Reaktion des iranischen Regimes auf die Demonstrationen; und die katastrophale Hungersnot in Afghanistan sowie der Ausschluss der Frauen dort aus jeglicher Öffentlichkeit lässt die betroffenen Familien schlecht schlafen und nicht zur Ruhe kommen. Wegen des fehlenden Einspruchs der deutschen Regierung bezüglich des türkischen Angriffs haben wir eine Mahnwache vor dem Kreisbüro der Grünen in Cuxhaven mit organisiert. Ansonsten macht uns der Krieg in der Ukraine und all diese anderen Ereignisse sprachlos und hilflos.

    Das multikulturelle Initiativen-Treff Hadler Forum besteht weiter wie im letzten Jahr. Da die Einschränkungen wegen Corona langsam wegfallen, wollen wir im nächsten Jahr überlegen, neben der Beratung noch mehr Gesprächskreise zu initiieren. Mit den Mitgliedern des Kleingartenvereins haben sich einige zaghafte Berührungspunkte ergeben: bei einer gemeinsamen Aktion zur Befestigung der Wege oder bei der Teilnahme von 2 Mitgliedern unserer Gruppe an einem Skatturnier. Da es inzwischen in der Kleingartenkolonie auch junge Familien gibt, wollen wir versuchen Kontakte zu „unseren“ Geflüchteten-Familien herzu­stellen.

    Nicht alles, was wir uns ausdenken, können wir umsetzen, uns fehlen neue Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Die Gartenarbeit wird für einige aus unserer Gruppe altersbedingt immer beschwerlicher, und es kamen im letzten Jahr im Umfeld Krankheiten und Todesfälle hinzu, die den einen oder die andere zeitweise von Aktivitäten abgehalten haben. Es gab aber auch ein sehr schönes Ereignis: die iranische Familie hat im Oktober gleich doppelten Zuwachs bekommen, und wir freuen uns schon darauf, die Zwillings-Babys im Frühling im Garten zu begrüßen.

    Ausblick

    Für 2023 planen wir zunächst ein größeres Frauenfest zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies soll uns auch dazu dienen, neue Interessierte für den Garten zu gewinnen. Die Broschüre über 6 Jahre Gemeinschaftsgarten soll bis dahin fertig sein.

    Im Garten wollen wir uns schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Bodenqualität beschäftigen. Das Pflanzhaus wird wieder mit Tomaten- und Gurkenpflanzen bestückt, die wir zu Hause vorziehen. Den Gemüsegarten werden wir etwas weniger vielfältig gestalten, um Arbeit zu reduzieren. Die Kräuter werden wir weiter pflegen, trocknen und verarbeiten. Möglichst werden wir noch einmal eine Fachfrau dazu einladen. Ansonsten soll alles so bleiben, wie es ist: 1. Mai, Zuckerfest, Erntefest; Deutschkurse, Kaffeetrinken, Mittagessen kochen, Kinder­spielen … ein schönes, buntes Jahr 2023.


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  • Leipzig: Sensenkurse im Nachbarschaftsgarten

    (Bericht)
    Auf der Biotopfläche in Leipzig-Leutzsch der Nachbarschaftsgärten e.V. konnten am 12. Juni und
    03. September 2022 zwei Sensenkurse angeboten werden. Das Ziel derer war es die Technik des

    Sensens an die Teilnehmenden zu vermitteln und dabei die neuen Sensen dabei einzustellen. Damit

    sollte ein Grundstein für die gemeinschaftliche, zweimalige Mahd gelegt werden, sodass das auf der

    Gartenfläche befindliche Biotop „Streuobstwiese“ langfristig in eine blüten- und artenreiche Wiese

    umgewandelt wird.
    Das dafür benötigte Wissen wurde an den beiden Kurstagen von Sensenlehrer Herr Unger (alias
    Meister Ekkehard) vermittelt. Hierbei lernten die Teilnehmer (10 Personen/ Kurs) wie die Sense auf

    die jeweiligen Körpermaße angepasst, zusammengebaut und für ein optimales Mähergebnis richtig

    „in den Kreis“ gestellt wird. Viele neugierige Fragen zur Historie der Verwendung und der

    Herstellung von Sensen damals und heute wurden gestellt und aus dem breiten Erfahrungs- und

    Wissensschatz von Meister Ekkehard ausführlich beantwortet. Die Teilnehmer lernten des weiteren

    vom richtigen Schärfen des Sensenblattes („Wetzen“), der korrekten Mähtechnik und Körperhaltung

    sowie dem Dengeln. Mit Freude und Ausdauer probierten sich die Teilnehmer mit den, eigens auf

    sie angepassten, Sensen an der Umsetzung der richtigen Technik und konnten mit Hilfe der

    Rückmeldungen durch Herrn Unger schnell Fortschritte machen.

    Zum zweiten Kurs drehte sich alles ums Dengeln. An einem alten Sensenblatt konnte erprobt

    werden, wie viel Ausdauer und Maß es braucht, um eine ordentliches auswalzen des Metalls zu

    schaffen. Es wurden zwei Methoden vorgestellt. Außerdem konnte mit Hilfe von Meister Ekkehard

    noch ein Dengelbock für die Gemeinschaft gebaut werden, sodass wir unsere Sensen auch in der

    Zukunft selbstständig Dengeln können.

    In den folgenden Tagen konnten Besucher und Vereinsmitglieder das viele gesenste Heu bestaunen

    und selbst tätig werden mit den neuen Heurechen. Sie stellten Heuzelte auf, in denen sich nicht nur

    die Kinder gern versteckten. Das Schnittgut wird innerhalb des Gartens verwendet, für die

    Kaninchen, die Beete und Umzäunungen sowie für den Kompost.

    Die Früchte der Kurse zeigen sich im Engagement der Teilnehmer, von denen einzelne sich noch

    immer regelmäßig zum Üben und Vertiefen der Sensentechnik treffen. Des Weiteren konnte dank

    der Kurseund Teilnehmer in diesem Jahr diezweimaligeMahd daserste Mal erfolgreich

    durchgeführt werden. Ein Erfolg ist zudem, dass auch Interessierte aus der Nachbarschaft am Kurs

    teilgenommen haben, ihren eigenen Garten hinter dem Haus nun Sensen wollen. Das führt

    wiederum zur Vernetzung und der Nachbarschaftsgarten wird als Teil der Nachbarschaft weiter

    integriert und als wertvoller Akteur im Viertel gesehen.
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  • Regensburg: Reparaturen und mehr Regenwasser in Gemeinschaftsgärten

    (Antrag, Antworten)
    Der PAT_Garten und der Interkulturelle Garten in Regensburg wollen mehr Regenwasser nutzen und ihre Wasserversorgung entsprechend ausbauen, zudem fallen Reparaturen an den Hochbeeten an.
    Im Garten für Alle werden neue Beete gebaut.

    Alle Gärten haben einen Pachtvertrag mit der Stadt Regensburg, der sich stillschweigend jedes Jahr verlängert. Die Stadt Regensburg hat bisher schon großes Interesse daran, dass die Gärten weiterhin bestehen. Es besteht im Allgemeinen ein sehr gutes Verhältnis zur Stadt bzw. zum Stadtgartenamt.

    Der PAT-Garten besteht seit 2017. Es ist ein reiner Hochbeetgarten mit knapp 30 Gärtner*innen. Inzwischen gibt es 30 Hochbeete. 7-9 davon werden als Gemeinschaftsbeete genutzt, zum Beispiel für Kräuter, Wildblumen, Beeren und als Probierbeete für Besucher. Die übrigen werden von im Schnitt zwei Gärtner*innen pro Beet gepflegt. Die Kerngruppe, die zu monatlichen Treffen und Arbeitseinsätzen kommt, besteht aus 8-10 Personen. Diese kümmern sich auch um die Reparaturen und ggf. Erweiterungen, die bis zum nächsten Frühjahr abgeschlossen sein sollen.

    Der „Garten für Alle“ besteht seit 2014. Im ursprünglichen Teil des Gartens gibt es ca. 20 normale Beete. Seit 2020 wurde der Garten um 10 Hochbeete erweitert. Die Kerngruppe, die regelmäßig zu Treffen erscheint, liegt zwischen 10 und 15 Personen. Die Entwicklung des Gartens ist auf der Homepage sehr ausführlich dargestellt: https://www.transition-regensburg.de/gruppen/gardening/transition-garten-fuer-alle/

    Der Interkulturelle Garten besteht aktuell aus ca. 25 Beeten. Davon sind vier Beete vom gesamten Garten gemeinschaftlich genutzt (Tomatenbeet, Kartoffelbeet und zwei, in dem verschiedene Sachen wachsen). Generell sind aber alle Beete gemeinschaftlich genutzt, in dem Sinne, dass es immer um die 2-5 Personen sind, die sich jeweils, um die Beete kümmern. Die Reparaturen und Erweiterungen werden von den Gärtnerinnen gemeinsam durchgeführt. Die Dacherneuerung und Erneuerung der Regenrinne ist für das kommende Frühjahr geplant.


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  • Bochum: LutherLab nutzt Kirche um und legt Gemeinschaftsgarten an

    (Antrag/Antworten)
    Antrag: für ÖA (Schilder), Untensilien für Lehmofen-Workshops, Materkal füpr Holzlagerbau, Toitholzhecke, Bewässerung, Nistkästenbau, Vogeltränken, Sitzmobilar, Gestaltung es Eingangbereichs der Kirche, Solaranlage für Strom für Fairteiler

    Was passiert nach 2025?

    Der Garten gehört zum Gelände des LutherLAB. Eigentümer der Immobilie, inklusive des Außengeländes ist die Ev. Kirchengemeinde. Bis Ende 2023 soll ein tragfähiges betriebswirtschaftliches Konzept erstellt werden, um die Voraussetzung zu schaffen mit dem gesamten Gelände und dem Gebäude in ein städtebauliches Förderprogramm aufgenommen zu werden. Es ist davon auszugehen und im Interesse der unterschiedlichen Akteure, dass Gebäude und das Gelände auch nach 2025 weiter im Sinne eines „Raum für Geschichte“, „Raum der Zukunft“ und „Raum der Begegnung“ zu bewirtschaften. Dem letztgenannten Bereich ist das Gartengelände zuzuordnen. Dieses Gelände ist ein Gemeinschaftsgarten für den Stadtteil. Dabei wurden und werden von uns (der Gartengruppe) bereits bestehende Netzwerke des Ortsteils (z.B. BUND, Naturfreunde) eingebunden.

    Wie nutzen die Jugendlichen den Garten (wenn sie gärtnern, wäre das erstaunlich)?

    Der Garten wird von Jugendlichen (leider) nicht aktiv gärtnerisch genutzt. Dennoch besteht eine gewisse Neugier und sie halten sich im Garten auf. Wir gehen davon aus, dass über kontinuierliche Aktivitäten und interessante Angebote, Jugendliche auch hin und wieder einbezogen werden können. Zurzeit wird der Garten von den Kindern der „Gartengruppe“ genutzt, gärtnerisch als auch als Aufenthaltsort während der Gartentage.

    Habe ich es richtig verstanden, dass es ein Gemeinschaftsgarten ist und gleichzeitig aber auch essbare Stadt?

    Die „Konzeption“ der Gartengruppe sieht vor, das Gelände als Gemeinschaftsgarten zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Über die Mitgliedschaft im Verein „EssBO! Ernährungsrat Bochum“ einiger Mitglieder ist die Verbindung zur „essbaren Stadt“ geschaffen.

    Wie viele Beete gibt es im Garten und wie ist der Garten organisiert?

    Alles gemeinschaftlich, Beetpatenschaften…?

    Der Garten hat 2 kleine und 2 große Hochbeete und ca. 8 weitere ebenerdige Beetflächen (ca. zwei weitere größere sind aktuell in Planung/ eines soll noch dieses Jahr entstehen; ein weiteres im nächsten

    Jahr) für den Gemüseanbau (siehe Bilder anbei).

    Unser Garten versteht sich aber nicht nur als Obst und Gemüsegarten, sondern wir wollen in Teilen auch Räume für‘s Auge durch blühende Beete, für die Tiere mit Totholzhecken, Vogelschutzhecken oder mit Maat-, Blühwiesen und Insektenhotels schaffen. Jeden Monat entwickelt sich das Gelände ein Stück weiter. Mittlerweile ist seit 2018 aus einer brachliegenden Fläche der Gemeinschaftsgarten entstanden – organisiert durch die Gartengruppe des LutherLAB e.V. Wir treffen uns regelmäßig alle drei Wochen samstags ganztägig und haben einen stadtteiloffenen Gartentag, der auch öffentlich beworben und dazu eingeladen wird. Zu Beginn jeden Jahres stellen wir eine Jahresplanung mit Zielen und Projekten auf, die wir durchführen möchten. U. a. auch die hier beschriebenen Projekte oder das Anlegen neuer Beete. Oftmals sind es zwischen 20 bis 30 kleinere und größere Projekte pro Jahr. Zur Vorbereitung der Jahresplanung wird offen eingeladen und es werden Verantwortliche zu den einzelnen Projekten festgelegt und ein Jahreszeitplan aufgestellt. Dann machen wir uns an das gemeinschaftliche Entwickeln in Teams, und schließlich an‘s umsetzen mit der gesamten Gartengruppe, oftmals entlang der regelmäßigen Gartentage, aber zusätzlich auch noch an Workshop-Wochenenden (z. B. Brotback-Workshop am Lehmofen des Gartens, Kompostworkshop, Gartenfest etc.) oder weiteren spontanen Treffen. Viele der Veranstaltungen, die wir selber anstoßen, sollen die Stadtteilbewohnerschaft zum Mitgestalten und -machen auffordern. Unser letztes großes Gartenfest war ein schöner Erfolg. Alle unsere Veranstaltungen stehen jedem offen und werden auch so angenommen.

    Beetpatenschaften o. ä. haben wir bisher nicht in Betracht gezogen, da wir uns immer als Gruppe um alles kümmern.

    Wie groß ist nochmal die Fläche des Gemeinschaftsgartens?

    Das Gartengrundstück mit allen Hecken und Flächen ist ca. 1.300 qm groß.

    Was passiert mit der Ernte?

    Manchmal wird an den Gartentagen etwas von denen mitgenommen, die dann dabei sind oder auch bei Besuchen im Garten außerhalb der organisierten Tage (z. B. wird dann aus dem Rhabarber, Rhabarberkuchen für den nächsten Gartentag gebacken). Das meiste wird durch die Stadtteilbewohnerschaft geerntet und/oder über die Foodsharing-Schränke, die im Eingangsbereich des LutherLAB stehen, verteilt. Es ist nicht unser Ziel große Mengen selbst zu ernten, sondern den gemeinsamen Anbau und die Gartenentwicklung zu betreiben, zu lernen und viele Menschen kennenzulernen.

    Kann das Lager auch mobil gebaut werden (da ja nicht ganz sicher ist, ob der Garten dann dort bleibt und was mit dem Grundstück insgesamt passieren wird). Könnte das Material nicht auch in dem Kircheninnenraum gelagert werden?

    > Da das Kirchengebäude denkmalgeschützt ist, ist ein Bau eines

    > Holzlagers mit der unteren Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Dafür

    > haben wir einen Entwurf eines Architekten erstellen lassen und mit der

    > Behörde abgestimmt. Eine mobile Lösung nutzen wir aktuell in Form

    > eines Bauwagens. Dieser wird jedoch für die Aktivitäten, die in der

    > Kirche stattfinden nun als erweiterter Lagerraum benötigt. Da die

    > Pläne für das feste Holzlager schon länger bestehen und da es Ziel von

    > vielen Akteuren ist, den Verein und das Gebäude zu erhalten, ist das

    > Holzlager neben dem Lehmofen ein weiterer Schritt zur langfristigen Verstetigung.

    > Wir bauen das Holzlager unter Anleitung eines Zimmerers (den wir aus

    > Eigenmitteln finanzieren). Unter dem Punkt sind weiterhin Werkzeug und

    > zusätzliches Bauholz aufgeführt. der Plan sowie eine exakte

    > Kalkulation ist im PDF anbei.

    2) Bewässerung: Kann auch Wasser vom Kirchendach geerntet werden?

    > Grundsätzlich, ist das ein Ziel. Hier fehlt uns bislang noch ein

    > Anschluss, der vom örtlichen Dachdecker jedoch bislang nicht umgesetzt

    > wurde. Zwei IBCs stehen dafür bereits auf dem Gelände bereit.

    3) Backutensilien: wie oft finden die Workshops statt und was passiert mit den Utensilien in der Zwischenzeit? Wo werden diese gelagert und wer kümmert sich darum? Sind die Workshops ein neues Angebot?

    > Die Workshops sind tatsächlich ein neues Angebot, da wir uns im

    > vergangenen Jahr eher damit befasst haben, das Backen mit dem Lehmofen

    > als Gruppe zu erlernen. Nun fühlen wir uns für Workshops gewappnet.

    > Ein Workshop wurde bereits als Test erfolgreich durchgeführt. Dabei

    > ist jedoch aufgefallen, dass eine Knetmaschine und Gärkörbchen vor Ort

    > hilfreich wären. Die Utensilien würden in der Küche, die im

    > Kirchengebäude bereits besteht, gelagert werden können und auch von

    > anderen Veranstaltungen mitgenutzt werden können.

    4) Totholzhecke, Insektennistkästen, Tiertränken: haben Sie Kontakt mit dem Grünflächenamt? Das sind zudem Projekte, die sich ggf. für ein Crowdfunding eignen würden.

    > Ja haben wir. Bislang wurde ein Hochbeet und zwei Apfelbäume von der

    > Stadt Bochum gesponsert.

    5) Solaranlage: das mit der Vorzeige-Bewässerungsanlage verstehe ich nicht. Was soll damit bewässert werden und Sie haben ja die Verbesserung der Bewässerung schon in einem anderen Projekt mit drin?

    > Die Verbesserung der Bewässerung in dem anderen Punkt betrifft im

    > Wesentlichen die Instandsetzung/Komplettierung der vorhandenen

    > Infrastruktur. Die Solaranlage soll allgemein der unabhängigen

    > Stromversorgung dienen und durch ein Mitmach-Projekt auch die

    > Machbarkeit im privaten Rahmen demonstrieren / Know-How für

    > potenzielle Anwender im Stadtteil verfügbar machen. Der gewonnene

    > Strom soll dann außer für den Betrieb von Werkzeugen und Beleuchtung

    > zur vereinfachten bzw. automatischen Bewässerung der (Hoch-)Beete verwendet werden.


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  • Zwickau: Gemeinschaftsgarten Zum fleißigen Winkel erntet Regenwasser vom Dach eines Penny Supermarkts

    (Antrag, Antworten)

    m Rahmen eines EFRE-Förderprojektes wurde in Zwickau eine städtische Brachfläche
    neugestaltet. Für einen kleineren Teil wurde mittels Bürgerbeteiligung eine Verwendung
    gesucht. Aus einer Nachbarschaftsinitiative heraus entstand die Idee eines
    Gemeinschaftsgartens. Aus der bunten Mischung sich zum Großteil fremder Menschen ist im
    Oktober 2021 ein kleiner Verein bestehend aus elf Mitgliedern entstanden, die diesen Teil als
    Gemeinschaftsgarten betreiben.  Ziel des Gartens ist es, einen Treffpunkt im Stadtteil zu
    schaffen, der für alle Menschen offen ist und an dem alle Interessierten in ihrer Freizeit
    gärtnern, sich austauschen und voneinander lernen können.  
    Gärtnerisches Ziel ist es dabei insbesondere, das ökologische und naturnahe Gärtnern zu
    fördern.

    Inhalt der Förderung
    Damit der Garten funktionieren kann, benötigen wir vor allem eine Wasserversorgung.
    Aktuell wird uns von der Stadtverwaltung Zwickau ein Trinkwasseranschluss in ca. 150 Meter
    Entfernung in Aussicht gestellt. Es widerspricht allerdings dem ökologischen Konzept des
    Gartens, Trinkwasser zur Bewässerung der Pflanzen zu verwenden. Daher soll eine
    Wasserversorgung durch Regenwasser aufgebaut werden.

    Ziele
    Aktuell wird das Regenwasser einer benachbarten versiegelten Fläche in die Kanalisation
    geleitet. Wir möchten dieses Wasser zur Bewässerung des Gemeinschaftsgartens nutzen
    und so den natürlichen Wasserkreislauf unterstützen. Das Regenwasser versorgt nicht nur
    die Pflanzen des Gartens, sondern kann in die Erde versickern und die
    Grundwasserreserven speisen. Darüber hinaus können wir durch die Kalkfreiheit des
    Regenwassers gewährleisten, dass der pH-Wert der Erde nicht durch den Kalk im
    Trinkwasser erhöht wird.
    Wir möchten die Vorteile bei der Verwendung von Regenwasser im Garten selbst nutzen, um
    zu zeigen, dass auch in städtischen Flächen das Gärtnern ökologisch möglich ist.
    Durch die gemeinsame Installation der Regenwasseranlage durch die Vereinsmitglieder wird
    darüber hinaus das Team in der gemeinsamen Arbeit gestärkt. Wir lernen voneinander, wie
    ein Regenwassertanksystem selbst gebaut werden kann und können so als Multiplikatoren
    Interessierte beraten.  
     
    Umsetzung
    Wir haben zwischenzeitlich bereits mit dem benachbarten Penny-Markt eine Vereinbarung
    zur Nutzung des anfallenden Regenwassers geschlossen (siehe Anlage). Der Markt bietet
    die einzige Dachfläche in erreichbarer Nähe, über welche wir ausreichend Regenwasser
    sammeln können. Geplant ist, dass wir über das Fallrohr der Regenrinne einen
    mechanischen Regenwassersammler installieren und das Regenwasser mittels zweier IBC-
    Tanks sammeln. Parallel dazu werden wir im Garten zwei IBC-Tanks aufstellen. Die so bis
    zu 2m³ Wasser möchten wir über eine mobile, akkubetriebene Pumpe (der
    Gemeinschaftsgarten verfügt nicht über einen Stromanschluss) in die zwei im Garten
    befindlichen Tanks befördern. Die Tanks im Garten werden erhöht aufgestellt, um das
    Wasser in Gießkannen abfüllen oder einen Schlauch anschließen zu können. Die
    Beschaffung, der Aufbau und die Installation werden in Eigenleistung über die
    Vereinsmitglieder gewährleistet, wobei uns die Sicherheit unserer Mitglieder sehr wichtig ist.  
    Im Bewusstsein, dass 2000 Liter Wasser in trockenen Sommern knapp bemessen sind,
    werden wir hauptsächlich mit der Mulch-Methode arbeiten. Durch das Mulchen mit
    Rasenschnitt und Holzhäckseln wird der Gartenerde wertvolles Humusmaterial zurückgeführt
    und die Feuchtigkeit im Boden gehalten. Dies ist wichtig, da wir zwar in von Schadstoffen
    freier, aber nicht humusreicher Erde gärtnern. Das Mulchen unterstützt uns auch dabei, das
    Gemüse von Beikräutern frei zu halten, um Wurzelkonkurrenzen zu vermeiden. Zum
    Transport des Mulch-Materials werden wir eine Schubkarre verwenden.

    ANtworten
    Das Pachtgrundstück beträgt insgesamt ca. 755 m², umzäunt sind ca. 725m². Gepachtet wird das Grundstück durch den Verein von der Stadtverwaltung Zwickau. Wir konnten eine pachtfreie Zeit von ca. 2 Jahren aushandeln. Ab dem 01.06.2023 beträgt die Pacht ca. 90 €/Jahr zzgl. Nebenkosten von bis zu 400€/Jahr. Die Pacht ist aufgrund der Förderungen auf mind. 5 Jahre festgesetzt und verlängert sich dann unbefristet mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Fläche war vorher eine städtische Brachfläche bestehend aus alten Betonplatten und Resten einer Halde (in Anhang ein Google-Maps-Bild „Übersicht Wasserversorgung“, was diese noch abbildet). Sie wurde über das EFRE-Projekt aufwändig saniert und einer neuen Nutzung zugeführt (Park/Spielplatz).

    – Wir arbeiten in einem Grundbeet von knapp 120m², 6 Hochbeeten und diversen Töpfen. Außerdem haben wir eine Menge Obstgehölze gepflanzt. Das Grundbeete ist in 4 gleiche Bereiche unterteilt, um das Beet leichter in kleinere Abschnitte aufteilen zu können. Der Hauptteil wird gemeinschaftliche bewirtschaftet und über einen gemeinsam festgelegten Pflanzplan für dieses Jahr organisiert. Ein kleinerer Teil ist für individuelle Beete freigehalten worden, da es vereinzelt den Wunsch nach einem persönlichen Bereich gab (das sind dann jeweils ca. 4m² für insgesamt 4 Personen). Die Bewirtschaftung dieser kleinen individuellen Bereiche obliegt dann den Verantwortlichen selbst. Der Pflanzplan und auch die Zuteilung von individuellen Bereichen wird jedes Jahr neu aufgestellt (in der Mitgliederversammlung vor Saisonstart). Es wird gemeinschaftlich vorgezogen, gepflanzt, gegossen, gepflegt und geerntet. Die Abstimmung erfolgt direkt vor Ort oder per WhatsApp-Gruppe. Es gibt derzeit zwei feste Wochentage: Mittwoch-Nachmittag und Freitag-Vormittag, an denen immer mehrere von unserer Gruppe im Garten sind und sich gemeinsam kümmern oder Dinge klären können. Ansonsten steht es jedem Mitglied zu jeder Zeit frei, in den Garten zu gehen (wird zur Zeit auch rege genutzt, um die Wasserversorgung bei der Hitze zu gewährleisten).

    – Die Nachbarn erfahren wie folgt vom Garten: Bereits zur Initiation haben wir mit Flyern in der gesamten Nachbarschaft gearbeitet. Am Garten steht ein Schaukasten, in dem wir Infos und Kontaktdaten aushängen haben. Wenn jemand vor Ort ist, wird auch das direkte Gespräch gesucht. Der Garten in einsehbar und es wurde auch schon öffentlich berichtet (FreiePresse Zwickau, Radio Zwickau, Stadt Zwickau). Wir haben eine Website mit allen wichtigen Informationen: www.gemeinschaftsgarten-zwickau.de . Die Website funktioniert, ist nur leider aufgrund der wenigen Verlinkungen und Clicks über Google noch nicht immer präsent.

    – Schilder gibt es im Garten derzeit leider nur im Schaukasten. Wir sind im ersten Jahr und vieles ist noch im Aufbau. Unser Vision ist die Ausstattung mit vielen Hinweis- und Erklärschildern (Bienengarten, Totholzhecke, Obsthecke, Kompost, Miniteich, Kräuterbeet usw.).

    – Der Trinkwasseranschluss wurde über das EFRE-Projekt gestellt. Die Mittel der Förderung waren begrenzt, so dass wir unsere Wunschliste auf eine Prioritätsliste reduzieren mussten. Dabei standen die Voraussetzungen für den Gemeinschaftsgarten im Vordergrund: Erdaustausch, Umzäunung, Lagercontainer, Trinkwasseranschluss. Für vieles anderes wie z. B. Stromanschluss, Wassertanks, Ausstattung usw. war das Budget nicht ausreichend. Es waren lange Monate der Verhandlung und des Austüftels gemeinsam mit der Stadtverwaltung, so dass wir sehr dankbar für die über die Förderung umgesetzten Dinge sind! Wir sehen uns als Verein in der Verantwortung, den Rest selbst zu organisieren und uns Unterstützung über verschiedene Wege zu suchen – schließlich soll das kein „Projekt“ der Stadtverwaltung Zwickau sein, sondern das Ergebnis des Engagements unserer Interessengruppe.

    – Zur Infrastruktur: Wir haben einen kleinen Lagercontainer für die künftigen Bienen (Imkerin ist mit im Verein, im ersten Jahr konnten wir die Umsiedlung eines Volkes noch nicht sicherstellen, da uns die Sicherheit der Tiere sehr wichtig ist). Darüber hinaus haben wir einen größeren Lagercontainer für Gartengeräte, Samen, Stühle, Material etc. Der Garten ist unterteilt in einen Bienengarten (Obst-, Beeren- und Nussgehölze auf einer naturnahen Wiese) und den eigentlichen Garten. Im Garten befindet sich ein Kompost, die Beete, die Hochbeete. Der komplette Bereich ist umzäunt. Es gibt ein kleines Tor am Bienengarten und ein großes Tor (befahrbar) am Garten. Die Tore befinden sich direkt an den Parkwegen. Den Garten verschließen wir, wenn niemand von der Gruppe anwesend ist mit einem Zahlenschloss, sobald jemand da ist, ist offen.

    – Der PENNY ist nur ca. 50m Luftlinie entfernt. Es gibt allerdings keine direkte Verbindung zum Garten. Wir würden einen Trampelpfad nutzen, um den Schlauch zu legen, dann kommen wir auf ca. 150m zwischen den Tanks. Deshalb wird die Schlauchlänge benötigt. Die Schlauchwagen sind nötig, um den Schlauch transportieren zu können, weil Gewicht und Länge bei der Größe sonst nicht händelbar sind. Der Trinkwasseranschluss liegt ca. 200m entfernt. Ich habe das ganze mal versucht, in Google-Maps für Sie darzustellen (Anlage Übersicht Wasserversorgung).

    – Die Instandhaltung wird durch den Verein sichergestellt. Das Gießen ist im Garten derzeit nicht schriftlich geregelt. Mittwochs und Freitags wird durch die Anwesenden gegossen (bei Bedarf). Je nach Witterung können wir es derzeit fast täglich absichern, dass wenigstens eine Person zum Gießen vorbeikommt. Wir bringen derzeit das Wasser aus unserem privaten Haushalten oder Regentonnen mit (10l-, 20l, 30l-Kanister, Eimer, Gießkannen – je nachdem, was jeder so tragen kann). Ein Vorstandsmitglied fährt 1-2 pro Woche eine größere Menge (ca. 100-150 Liter) mit dem Transporter in den Garten. Es ist zur Zeit die Hauptaufgabe für alle und belastet die Arbeit im Garten natürlich sehr. Wenn der Transport von Wasser entfällt, würde uns das enorm entlasten und wir könnten natürlich auch mehr Wasser zur Verfügung stellen. Mit Installation der Anlage werden wir organisatorisch einige festhalten, was das Umpumpen, die Verwahrung der Technik, das Akkuladen usw. angeht.

    – Zum Mitmachen: Der Grundsatz lautet, jeder ist bei uns erst einmal ungezwungen willkommen. Zum Hereinschnuppern und Unterstützen muss bei uns niemand gleich Vereinsmitglied werden. Das ist auch nicht an einen festen Zeitraum gebunden. Auch derzeit haben wir regelmäßig Unterstützung beim Gießen von einer Nachbarin. Sie partizipiert an der Gruppe und darf auch ernten. Natürlich versuchen wir die Interessenten auch an den Gedanken der Mitgliedschaft zu gewöhnen, denn damit hängt vieles zusammen (Stimmrecht bei Entscheidungen, Finanzierung des Gartens = derzeit: 11 Mitglieder = 660€ Jahresbudget, Rechte und Pflichten, Recht auf individuelle Flächen, Gleichbehandlung aller Interessenten). Letztendlich entscheiden wir aber auch solche Angelegenheiten immer in der Mitgliederversammlung.


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  • Eichstätt: Bau eines Geodomes im Kapuzinergarten

    (Antrag, Antworten)

    Der Kapuzinergarten Eden in Trägerschaft des Vereins für Nachhaltigkeit e.V. ist in den
    vergangenen Jahren zu einem urbanen Gartenprojekt in Eichstätt geworden, welches durch
    zahlreiche Veranstaltungen für mehr Klimaschutz sensibilisieren möchte. Dazu beigetragen hat
    maßgeblich die Förderung im Programm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ des BMU von 2019-
    2021. Im Fokus unseres Gemeinschaftsgartens stehen Mitmach-Angebote zu ressourcenschonenden
    Alltagspraktiken, wie z.B. Anbau, Pflege und Haltbarmachung von regionalen und saisonalen
    Lebensmitteln. Schüler/innen, Studierende und Eichstätter Bürger/innen partizipieren im Garten
    und lernen von- und miteinander. Drei Seminare der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
    finden regelmäßig im Garten statt und Schulen besuchen den Garten an den Vormittagen. Die
    ehrenamtliche Gartengruppe, die auch als Arbeitskreis der Universität organisiert ist, nutzt und
    pflegt den Ort gemeinsam und entscheidet demokratisch. Gern möchten wir unser Bildungsangebot
    erweitern und neue Zielgruppen aufnehmen. Doch es fehlt dringend an einem überdachten Raum im
    Garten, welcher Planungssicherheit für Aktionen bietet.

    Deswegen haben wir im letzten Jahr eine Förderung über die Deutsche Postcode-Lotterie
    eingeworben. Dieses Jahr entsteht ein innovativer Geo-Dome, der zugleich Gewächshaus und
    witterungsunabhängiger Unterschlupf für uns und andere Gruppen sein wird: ein Ort für Begegnung
    und Austausch zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung. Der Innenraum birgt Platz für eine
    Gruppe von bis zu 25 Erwachsenen oder 30 Kindern. Außerdem ist er zugleich Gewächshaus für
    den Anbau wärmeliebender Pflanzen, welche in der äußeren Randzone gepflanzt werden. Nach
    Erteilung der Baugenehmigung haben in den Monaten April und Juni 2022 die ersten Vorarbeiten
    mit den Schüler/innen der Berufsschule Eichstätt stattgefunden. Der Dome selbst wird im Juli 2022
    unter Anleitung der Firma Vision Domes zusammen mit den Schüler/innen der Montessori-Schule
    Eichstätt sowie der ehrenamtlichen Gartengruppe entstehen. Die Postcode-Lotterie fördert das
    Vorhaben mit Material- und Personalkosten von November 2021 bis Mai 2023, jedoch fehlen uns
    noch Mittel für den Innenausbau.

    Für den Innenbereich des Domes hat die Gartengruppe gemeinsam mit einem ehrenamtlichen
    Architekten die Idee einer Art Trockenmauer entwickelt. Diese fungiert gleichzeitig als kreisrunde
    Beetbegrenzung und Sitzmauer für Gruppen. Im Altmühltal werden seit Jahrhunderten Steine
    abgebaut und verarbeitet (Solnhofener Plattenkalk), wobei die aufgelassenen Steinbrüche zu
    einzigartigen Ökosystemen werden. Die Steine sind vor Ort (Anlieferung 3 km) verfügbar, quasi
    unzerstörbar, vertragen Feuchtigkeit und Hitze im Gewächshaus, sind günstig und einfach zu
    verarbeiten. Aktuell hat uns eine lokale Firma Ausschussware zu einem günstigen Preis angeboten.
    Die Steine haben leichte Fehler und sind nicht perfekt, sind aber für unsere Zwecke geeignet. Für
    die Maurerarbeiten ist bereits erneut die Berufsschule angefragt, die bereits an mehreren
    Vormittagen mit den Bodenarbeiten unterstützt hat. Der Boden wird mit eigenem Häckselgut
    bedeckt und die Beete mit Garten“abfällen

    Wie groß ist die Gartengruppe inzwischen? Wie viele Leute sind in der Kerngruppe aktiv?

    Die Gartengruppe ist in den letzten zwei Jahren stark gewachsen. In unserer Aktiven-Telegram-Gruppe sind 52 Mitglieder, allerdings ist davon nur ein Teil auch regelmäßig im Garten. Der „harte Kern“, der auch Verantwortung übernimmt und regelmäßig kommt, besteht aus etwa 15-20 Personen. Die anderen kommen punktuell bei Aktionen, Festen und Veranstaltungen.

    Wie ist das Gärtnern der Gartengruppe mit den Gruppen, die (teilweise) auch gärtnern, vereinbar? Gibt es z.B. bestimmte Bereiche?

    Der Kapuzinergarten ist ein riesiger alter Klostergarten mit viel Platz für verschiedene Gruppen bietet. Die Gartengruppe kümmert sich vor allem um den Gemüsegarten und den Kräuterbereich und ist das Herz des Gartens. Das Schulgarten-Seminar mit der Ackerdemia hat einen eigenen Bereich und das Gemeinschaftsgarten-Seminar pflegt die Hochbeete. Der Uni-Kindergarten gärtnert auf einem kleinen Hügelbeet. Es ist trotzdem immer noch viel Platz für neue Beete, Imkerei, Streuobstwiese etc.

    Wie beteiligen sich die Gruppen und vor allen Dingen die Schulen an den Kosten?

    Erst in diesem Jahr konnten coronabedingt die ersten Kooperationen mit Schulen anlaufen. Bisher haben sie jeweils einen kleinen monetären Beitrag gezahlt, wenn sie pädagogisch von uns betreut wurden. Gruppen, die ihr eigenes Programm machen, dürfen den Garten kostenlos nutzen. An den Kosten für den Geo-Dome beteiligen sich die Berufsschule und die Montessori-Schule durch ihre Arbeitskraft: Sie bauen und gestalten mit der Gartengruppe und der Baufirma gemeinsam das neue Gewächshaus, das sie hinterher auch als grünes Klassenzimmer nutzen dürfen. Dies wären sehr hohe Kosten, wenn wir sie an eine Firma vergeben würden. Der studentische Konvent unterstützt den Kapuzinergarten großzügig mit den Materialkosten und Honoraren für Dozenten.

    Was wird neben den Angeboten für Schulen noch in dem Geodome stattfinden, welche Gruppen werden den noch nutzen?

    Im Kapuzinergarten finden fast ganzjährig Veranstaltungen statt, die sie auf der beigefügten Liste einsehen können. Bei Regen haben wir bisher ein Problem, weil wir keinen Raum haben. In Zukunft können diese Veranstaltungen in den Dome ausweichen. Der Kapuzinergarten ist sehr gut in der Nachhaltigkeitsszene Eichstätts vernetzt. Vor allem bei FairEint, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Initiativen und Vereine, die sich gemeinsam für eine lokal und global nachhaltige Entwicklung einsetzen, sind wir aktiv und bringen uns ein (https://faireint-eichstaett.de/). Raummangel ist für fast alle der Mitglieder des Netzwerks ein Problem und wir haben bereits den Dome als Treffpunkt angeboten. Es wird nach Fertigstellung des Domes eine Art Buchungsorganisation und eine Einführung in die Benutzung für alle Initiativen geben. Mit folgenden Gruppen kooperieren wir bereits und können den Dome nutzen:

    • FairEInt
    • Weltbrücke
    • Eichstätt summt & Imkerverein Eichstätt
    • Vegandenker
    • Studentischer Konvent der KU Eichstätt
    • Foodsharing
    • Green Office
    • Mensch in Bewegung
    • Haus der Jugend Eichstätt
    • International Office der KU Eichstätt
    • Blaues Kreuz Suchthilfe
    • Infozentrum Naturpark Altmühltal, Umweltbildung
    • Malteser Eichstätt
    • Pfadfinder Eichstätt
    • Permakultur-Akademie

    Außerdem finden regelmäßig folgende universitäre Seminare im Kapuzinergarten statt:

    • Anwendungsbeispiele BNE: Imkerei
    • Anwendungsbeispiele BNE: Gemeinschaftsgarten
    • Schulgarten-Seminar mit Ackerdemia

    Wie viele Hochbeete wird es in dem Geodome geben und wer kümmert sich um diese?

    Im Dome wird es eine Sitzmauer in Höhe von ca. 45 cm geben, die gleichzeitig die Einfriedung des kreisrunden Beetes ist (s. beigefügte Zeichnung). Es gibt also ein großes rundes und leicht erhöhtes Beet mit einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern. Bis zum Winter hatten wir ein etwas kleineres altes Gewächshaus, das seit zehn Jahren immer wieder repariert und ausgebessert wurde bis es im Winter komplett einstürzte. Die Pflege des Gewächshauses obliegt seit zehn Jahren der Gartengruppe.

    Wie wird die Bewässerung der Hochbeete dort organisiert?

    Für die Bewässerung gibt es einen Gießdienst, der bisher gut funktionierte. Dieser wird beim regelmäßigen Plenum festgelegt. Im Rahmen einer Masterarbeit der benachbarten KU entstand bereits eine Planung für eine automatische Bewässerungsanlage, die wir eventuell in der Zukunft gern realisieren würden, um das Gießen weiter zu vereinfachen.

    Wer entscheidet, was dort gepflanzt wird, wer kümmert sich, was passiert mit der Ernte?

    Die Gartengruppe ist das Herzstück des Gemeinschaftsgartens. Am Anfang der Gartensaison trifft sie sich in mehreren Plenen, um die Planung für die Saison zu machen. Dabei wird festgelegt, was in etwa gepflanzt und gesät wird, wer welche Kulturen vorzieht etc. Die hauptamtliche Leitung organisiert daraufhin fehlendes Saatgut und Material und achtet im Sommer darauf, dass genug Saatgut im Garten gesammelt wird. Es werden auch sogenannte „Hutaufhaber/innen“ für bestimmte Bereiche festgelegt: Diese Personen organisieren etwa jeweils den Bereich Stark-, Mittel- und Schwachzehrer, Kompost&Jauchen, Bäume&Sträucher, Gewächshaus, Feste und sind bei den Gartentreffen dabei. Neue Personen dürfen aber jederzeit dazukommen und in allen Bereichen mitgarteln. Es gibt auch ein Whiteboard im Schuppen, auf dem jeder Aufgaben vermerken oder nachsehen kann, was gerade zu tun ist. Unsere Regel zur Ernte lautet: Wer kommt, der darf mitmachen und auch miternten. Was beim Gartentreffen geerntet wird, teilen wir anschließend an alle anwesenden auf. Oft verarbeiten wir die Ernte auch gemeinsam vor Ort bei großen Aktionen wie Einkochen, Destillieren o.ä. oder essen sie direkt im Anschluss zusammen auf.

    Wie viele Gärtner*innen werden an den bei uns beatragten Bauaktivitäten beteiligt sein? Können da auch Nachbar*innen mitmachen?

    Die Einladung für die Bauwoche ging an alle aktiven Gärtnerinnen und Gärtner und auch an den erweiterten Kreis über unseren Verteiler. Auch Nachbarn sind herzlich über die Lokalpresse sowie den Tag der offenen Tür eingeladen worden und konnten sich bereits über unsere Homepage informieren. Schätzungsweise werden neben den Schulen, die beim Bau am engsten eingebunden sind, etwa 15 Gärtner beteiligt sein.

    Wenn das in Kooperation mit einer Schule läuft: ist das dann hauptsächlich für vormittags geplant? Wer hat dann von den Gärtner*innen Zeit?

    Die Bauwoche mit der Schule wird vor allem am Vormittag stattfinden. Ein großer Teil der Gärtnerinnen und Gärtner sind Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und deswegen in ihrer Zeiteinteilung flexibel. Die zweite Bauwoche haben wir als Puffer für alles eingeplant, was wir in der ersten Woche nicht schaffen. Die Schule wird in der zweiten Woche höchstens punktuell dabei sein und wir sind flexibler in der Zeiteinteilung. Je nachdem, was noch zu tun ist, werden wir die Gartengruppe oder auch einzelne Expertinnen und Experten dazu einladen.

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  • Bremen: Bühnenbau bei „Ab geht die Lucie“

    (Antrag, Antworten)

    Der Kulturpflanzen e.V. ist Träger zweier Projekte für Klimaschutz und
    Nachhaltigkeit in der Bremer Neustadt: Der Gemeinschaftsgarten „Ab geht die
    Lucie“ und der Stadtteil-Bildungsraum „KlimaWerkStadt“. Ein hauptamtliches Team
    aus derzeit drei Teilzeit-Angestellten und zwei Bundesfreiwilligendienstleistenden
    koordiniert die wöchentlichen und einmaligen Veranstaltungen beider Projekte. Die
    Betreuung und Durchführung insbesondere der wöchentlich wiederkehrenden
    Veranstaltungen wie Reparatur-Café, Offene Werkstätten oder generelle
    Öffnungszeit übernehmen meist Ehrenamtliche. Das gesamte ehrenamtliche Team
    besteht aus circa 40 Menschen.
    Im Gemeinschaftsgarten „Ab geht die Lucie“ wird nicht nur ganzjährig gegärtnert.
    Auf dem über 10.000 Quadratmeter großen Platz finden auch regelmäßig
    Veranstaltungen statt: Vom monatlichen Flohmarkt über Kleidertauschaktionen bis
    hin zu Gartenfesten, Draußen-Kino und Konzerten. Sie bringen Nachbar*innen aus
    der Neustadt und Bremer*innen aus anderen Stadtteilen zusammen und bieten
    damit einen wichtigen Raum zur Vernetzung und zum gemeinsamen Handeln für
    Klimaschutz.
    Bisher muss für jede Veranstaltung eine Bühne aus einem einfachen Pavillon
    behelfsmäßig errichtet werden. Dies bedeutet einen organisatorischen
    Mehraufwand und verhindert dadurch manche Veranstaltung schon in der
    Ideenfindung. Damit der Lucie-Garten auch langfristig ein offener und leicht
    zugänglicher Veranstaltungsort bleibt, möchten wir daher mit einer Gruppe
    Ehrenamtlicher eine langlebige Holzbühne mit Überdachung auf dem Platz bauen.

    • Die Gehälter der zwei hauptamtlichen Projektleiter*innen werden aus einer Förderung der Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau finanziert, die uns mit Projektbeginn zum 1. März dieses Jahres gewährt wurde. Der Titel der Förderung lautet: „Lucie und KlimaWerkStadt – Gutes Klima für die Nachbarschaft“. Die eine hauptamtliche Stelle für Umweltbildung wird ebenfalls aus Mitteln von der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau finanziert, aber in aus einem anderen Fördertopf. Die derzeit zwei hauptamtlichen Bundesfreiwilligendienst-Stellen werden vom BUND als Träger finanziert.
    • Die Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen ist in den Jahren seit Gründung der KlimaWerkStadt (den Garten gab es ja zuerst) kontinuierlich gewachsen. Für das Gärtnern organisieren sich die Ehrenamtlichen weitgehend selbst, in Plena und zum wöchentlichen Gärtnern (letztere sind immer auch offen für neue Interessierte). Die Hauptamtlichen unterstützen die Ehrenamtlichen durch Plenumsteilnahme und durch Übernahme organisatorischer Aufgaben wie Materialbestellungen, öffentlicher Kommunikation und Veranstaltungsplanung. Seitens der Umweltbildung ist der Garten außerdem der Ort für eine wöchentliche Kindergruppe, verschiedene Workshops und für die Ferienbetreuungswochen in Frühling, Sommer und Herbst. Kurz gesagt: Die ehrenamtlichen Gärtner*innen haben im Garten alle Freiheiten zur Gestaltung, können aber jederzeit Unterstützung in organisatorischen Belangen von den Hauptamtlichen bekommen.
    • Aktive Gärtner*innen gibt es auf der Lucie zur Zeit zehn Menschen, wobei nach einem kürzlich durchgeführten großen Kennenlernplenum beider Projekte auch neue Menschen hinzugekommen sind. Die „Lucies“ organisieren sich selbständig in einem regelmäßigen Plenum und entscheiden eigenständig über die Bepflanzung der Beete und über Gartenfeste o.Ä.. Fast alle Beete sind Gemeinschaftsbeete. Es gibt zudem ein Beet der Kindergruppe und ein Beet einer kurdischen Frauengruppe. Wer mitmachen möchte, kann einfach zum wöchentlichen offenen Gärtnern kommen oder den Garten per Mail oder Social Media kontaktieren. Kommuniziert wird über einen Email-Verteiler und in kurzfristigen Fällen auch über eine Messenger-Gruppe.
    • Eine der fünf Personen aus der Planungsgruppe für die Bühne ist auch Ehrenamtliche im Lucie-Garten. Sie hat den jeweiligen Planungsstand in das Plenum getragen und dort die Zustimmung zu Größe und Platzierung eingeholt.
    • An der Bauaktion können ca. 10 Menschen teilnehmen (bei zu vielen werden Akkuschrauber und Arbeitsaufgaben knapp). Angeleitet wird sie von einer der Ehrenamtlichen, die gelernte Tischlerin ist und auch die Berechnungen für den Bau gemacht hat. Zwei weitere Ehrenamtliche haben langjährige Erfahrung in Holz- und Werkstattarbeiten und können daher ebenfalls bei der Anleitung unterstützen. Zur Aktion einladen werden wir über unsere Verteilerlisten für KlimaWerkStadt und Ab geht die Lucie.
    • Da die Bühne unter die Kategorie „Fliegende Bauten“ fällt, ist dafür keine gesonderte Genehmigung nötig. Durch die Planung durch eine gelernte Tischlerin ist die Sicherheit des Baus gewährleistet.
    • Ja, die Bühne bestand bisher aus einem Stoff-Pavillon, der gegebenenfalls zu den Seiten und nach hinten mit Stoffen behängt wurde.
    • Ja, wir können den Bühnenbau mit einer Bauanleitung dokumentieren und zur Verfügung stellen.
    • Das Sonnensegel hat die Größe der gesamten Bühne ohne Unterbrechungen, damit diese regensicher ist und ist daher für die gesamte Bühne gedacht. Der zweiteilige Aufbau der Bühne erfüllt den Zweck, dass diese eigenhändig abgebaut werden kann und ist nicht dafür gedacht, eine kleinere Bühne aufzubauen.
    • Zum Garten gehören zwei Container (für Stühle, Geschirr etc. und Gartengeräte) und ein Aufgang auf die Container (wo normalerweise Bienenkästen stehen). Unter dem Treppenaufgang ist etwas Raum mit einer Wand abgeteilt. Dort können die Bühnenteile untergestellt werden.

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  • Mainhard: nicht so viel Interesse am entstehenden Permakulturgarten wie gedacht

    (Bericht)

    Wir haben über den Winter 2021/22 eine Organisationsgruppe von vier Naturfreunden und Nesrin
    Caglak gebildet.
    Zusammen mit Nesrin wurde eine Reihe von Permakultur Garten Workshops im Naturfreundehaus
    geplant und beworben. Im Rahmen dieser Workshops sollten auch die für das Gemeinschaftsgarten-
    Projekt vorgesehenen Flächen für die praktische Umsetzung des im Workshop gelernten genutzt
    werden. In Vorbereitung wurden alle dafür vorgesehenen Flächen freigeschnitten. Das erste dieser
    ursprünglich 5 Workshops wurde erfolgreich durchgeführt und ermöglichte, mit vielen Händen den
    Grundstein für den Gemeinschaftsgarten zu legen.

    Leider kam es, trotz großem Werbeaufwand zu keinem weiteren Workshop in dieser Reihe, aufgrund
    mangelnder Anmeldungen. Dafür gab es jedoch schon von uns angeleitete Arbeitseinsätze, wie z.B.
    mit einer Gruppe Interessierter des Arbeiter Samariter Bundes.

    […]Als nächstes einigten wir uns auf eine Liste und Kollektion von 35 Obstbäumen, die während der
    Gartenaktionen auf den Gemeinschaftsgarten Flächen gepflanzt werden sollten. Um diese Pflanzaktion
    auch nachhaltig zu gestalten, war es nötig zusätzlich für jeden Baum auch Wühlmausschutz in Form
    von rostenden speziellen Maschendraht sowie als Schutz gegen Wildverbiss, Wildschutzzaun und
    Zaunpfähle sowie Verbindungsmittel zu kaufen.
    Alle Bäume wurden während des ersten Permakultur Workshops erfolgreich eingepflanzt und mit
    besagten Schutzvorrichtungen versehen. Seither muss hier etwa alle zwei Tage gegossen werden,
    damit die Bäume während der großen Trockenheit und Hitze auch anwachsen. Wir verloren trotzdem
    5 der Bäume, die einfach nicht ausschlugen. Evtl. hatten diese jedoch auch schon einen Schaden, als
    wir sie von der Bio Baumschule Pflanzlust holten. Über einen eventuellen Ersatz von dort, wird noch
    verhandelt.

    Als nächstes war es notwendig eine Lösung für die Bewässerung der Flächen und Bäume zu finden.
    Dazu wurden eine ganze Reihe von gebrauchten 1000 Liter Tanks in Gitterkästen erworben und hin
    transportiert. Inzwischen sind diese an die Regenfallrohre des Naturfreundehaus-Daches
    angeschlossen und füllen sich kaskadenartig nacheinander, bis das Wasser am Randes des Gartens
    ankommt. Hier sind allerdings noch mehr Einsätze nötig, bis alles richtig funktioniert. Unter anderem
    soll hierfür noch ein besonders langer Wasserschlauch angeschafft werden.

    Es war uns möglich Kompostringe aus dem Zaunmaterial des ehemaligen deutsch-deutschen
    Grenzzauns zu erwerben und aufzustellen. In einer mehrphasigen Gemeinschaftsaktion ist es uns
    gelungen eine erste etwa 120 m² große Fläche gegen Wildverbiss einzufrieden und etwa ein Viertel
    der so geschützten Fläche mit Pappe und Eselsmist (den wir aus der Nachbarschaft bekommen)
    abzudecken.

    Mail, 26.6.:Die Holzplattform haben wir etwas hinten an gestellt, weil es ja erst einmal darum ging einen Start hinzulegen. Alles wurde plötzlich teurer, als wir geplant hatten. Auch die Materialkosten für die Plattform wurden kriegsbedingt so hoch, dass wir erst einmal warten wollten. Wir bemühen uns einen Geräteschuppen geschenkt zu bekommen, was kürzlich fast gelungen wäre. Das wäre dann eine Hütte, die wir irgendwo zerlegen, zum Projektort transportieren und dort wieder aufbauen würden. Bis dahin können wir alles noch in die alten Schuppen des Naturfreundehauses stopfen. Wenn es uns gelingt, eine Hütte geschenkt oder sehr günstig gebraucht zu bekommen. Hätten wir noch genug Mittel für die Plattform.

    Kompostring bedeutet in unserem Fall ein etwa 1,30 m hohes Element aus dem ehemaligen DDR Grenzzaun (sehr enges verzinktes Geflecht und unverwüstbar) zu einem Zylinder gebogen und verschraubt. Solche Ringe werden hier in der ganzen Gegend als Kompostbehälter genutzt.

    Naja, was die Gartengruppe angeht, so wissen wir, dass es etwas Geduld braucht. Die meisten Vereins-Mitglieder, die noch nicht so alt und gebrechlich sind, haben irgendwann auch schon mal mit angepackt. Wir sind zuversichtlich, dass wir im nächsten Frühjahr alles soweit vorbereitet haben, dass wir eine neue Reihe von Permakultur Workshops starten können und wir auch darüber neue Mitglieder gewinnen können (mehr …)

  • München: Grünstreifen plant wieder viel für 2022

    (Antrag)

    Veranstaltungskonzept  

     

    Skulpturenpark „perifair“ 2 edition @Waldgarten
    Der Skulpturenpark „perifair“ wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal umgesetzt und präsentierte
    zwei Wochen lang elf Objektkunstwerke von lokalen bzw. regionalen Künstler*innen. Die Arbeiten
    nahmen Bezug auf die aktuelle Situation zum Umweltgeschehen und machten gleichzeitig auf den
    Bürgerpark Oberföhring als kulturelles Randgebiet aufmerksam. Gerne möchten wir thematisch daran
    anknüpfen und in dieser Saison eine zweite Ausgabe realisieren. Begleitend sind wieder eine Führung
    sowie ein Vortrag geplant.  

     

    Rubrik „Lesungen am Samowar“ / Künstlerisches Happening
    Inspiriert vom Buch „Nichts Tun- Die Kunst sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen“, der
    Künstlerin und Autorin Jenny Odell, sollen sich interessierte Personen im Rahmen mehrerer Sessions
    mit verschiedenen Konzepten des Nicht Tuns beschäftigen –  verbunden mit der Beobachtung der Natur
    durch die Brille der Kunst. Die Teilnehmenden werden eingeladen, assoziierte Inhalte in Form von
    eigenen oder fremden ästhetischen Medien einzubringen (Text, Bild, Skulptur, Sprache, Bewegung,
    Sound usw.) und am Ende der Veranstaltungsreihe in Rahmen einer Performance präsentieren.

     

    Mögliche Themenvorschläge:  

     

    • „Das Nützlichsein überleben“ und Zhuang Zhou- „Der nutzlose Baum“ und der Verlust der
    nichtkommerziellen Räume.
    • Die Gartenschule des Epikur
    • Den Schleier der Ablenkung überwinden (3 Bewegungen: Ausstieg, Schritt zur Seite, nach
    unten)
    • Deep Listening nach Pauline Oliveros
    • Mierle Laderman Ukeles „Manifest der Wartungskunst“, Todeskraft (Separation, dynamischer
    Wandel) und Lebenskraft (Zyklizität, Instandhaltung)
    • Betrachten als positiver Akt (David Hockney, John Cage)

    • Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“ Über die Weisheit der Pflanzen
    • Humberto R. Maturana, Francisco J. Varela, Der Baum der Erkenntnis

     

    Zwei bzw. Mehrsprachige Lesung für Kinder und Erwachsene: Natur- und Lebenszyklen
    Für Kinder und Erwachsene ist die Naturbeobachtung sowie das Spielen in einem natürlichen
    Lebensraum sehr wichtig. Über die Flora und Fauna, mit Hilfe der Namen von Bäumen, Sträuchern und
    Tieren, eignen wir uns ein Stück Vertrautheit, ein Stück Heimat an. Es ist die Sehnsucht dazu zu
    gehören, ein ungestörtes und friedliches Zusammenleben zu erfahren. Bleibt dieser Wunsch unerfüllt,
    kann er zu einem großen Motor in unserem Leben werden, uns anregen, häufiger auf Andere
    zuzugehen. Oder aber auch unerfüllt Schmerzen verursachen. Einen liebevollen und mutigen Umgang
    mit uns selbst, mit unseren Nächsten und dem Fremden können wir lernen. In den Geschichten der
    alten Volksmärchen und in den modern illustrierten Kinderbüchern werden Krisen zu Initialzündungen.
    Sie beschreiben den verborgenen Umgang mit schwierigen Gefühlen hin zu einem erfüllten,
    freudvollen „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. Zielgruppe: Kinder ab 6
    Jahre und ihre Familien  

     

    Interkulturelles Sommerfest & Kleines Erntedankfest
    In dieser Saison möchten wir den Fokus auf die Sommermonate legen und zum ersten Mal ein Fest mit
    großem Rahmenprogramm im Juni umsetzen. Das Angebot soll von Live-Musik, über Mitmach- bzw.
    Kunstformate (im Speziellen für Familien und Kinder) bis hin zu Workshops und Kleidertauschaktionen
    reichen und auch lokale Initiativen aus dem Kultur- bzw. Umweltsektor einbinden. Ebenso ist ein
    Angebot von hausgemachten Köstlichkeiten aus der Gartenküche sowie Naturprodukten aus der
    Eigenproduktion (Grünstreifen-Bazaar) geplant. Unser traditionelles Erntedankfest im Herbst soll
    entsprechend kleiner ausfallen und mehr als großes Picknick mit Live-Musik und gemeinsamen
    Ernteaktivitäten gestaltet sein.  

     

    Radltour – grüne Initiativen im Münchner Nordosten
    Wir möchten die Teilnehmer*innen dazu einladen mit dem Fahrrad grüne Initiativen im Münchner
    Nordosten zu entdecken. Die geführte Tour soll in Kooperation mit dem Netzwerk Urbane Gärten
    München sowie der Initiative Klimaherbst umgesetzt werden und zielt darauf ab die Sichtbarkeit sowie
    Vernetzung der Gartenprojekte untereinander zu erhöhen.   

     

     

    Gemeinschaftliche Aktivitäten  
    Wir veranstalten regelmäßige Gartentage sowie Gemeinschaftsaktionen, wie etwa zum Beispiel
    Picknicke, gemeinsame Kochsessions oder Ausflüge. Darüber hinaus besteht für unsere Gemeinschaft
    die Möglichkeit sich entsprechend der jeweiligen Interessenslage in einer AG einzubringen. Auf diese
    Weise können gut größere Vorhaben einfach besser umgesetzt werden. In diesem Jahr stehen folgende
    Maßnahmen auf dem Programm.
    • Bau von weiteren Vogel- und Nistkästen
    • Neubefüllung der Beete mit Erde von der Stadtgärtnerei München
    • Herstellung von selbstgemachten Pflanzenschildern aus Keramik
    • Finaler Neuanstrich Schuppen

    • Gestaltung einer Sitzbankecke
    • Installation von Hängematten
    • Flächengestaltung mittels künstlerischen Elementen/ Objekten
    • Begründung des Waldgartens

     

    Öffentlichkeitsarbeit
    Wir bedienen uns der typischen Online-Kanäle. Neben unserer Website*, pflegen wir auch ein Profil
    auf Facebook Darüber hinaus sind wir auf allen üblichen Portalen vertreten, wie zum Beispiel bei
    „Urbane Gemeinschaftsgärten“ oder „Urbane Gärten München“. Aus Umweltgründen haben wir uns
    dazu entschlossen im „Offline-Bereich“ die Maßnahmen auf das minimale zu reduzieren und unseren
    Programmflyer nur in kleiner Auflage (250 Stück) zu drucken. Des Weiteren bemühen wir uns um
    kostenlose Medienkooperationen, u.a. mit Blogs, anderen Gärten bzw. grünen Initiativen oder lokalen
    Zeitungen bzw. Anzeigern. (mehr …)

  • Hof. Interkultureller Garten braucht eue Erde

    (Antrag, Antworten)
    Wie viele Gärtner*innen machen mit beim Interkulturellen Garten?

    Insgesamt beteiligen sich 37 Personen.

    Um das Kinderbeet kümmern sich 10 – 15 Kinder, die jeden Freitag am Projekt „Hofer Kidspoint“ teilnehmen.

    Im Gemeinschaftsbeet gärtnern 6 Teilnehmerinnen der EJSA, die am „Frauengesprächskreis jeden Montag teilnehmen.

    Andere Beete sind aufgeteilt an Familien bzw. alleinstehende Teilnehmer*innen; das sind 16 Personen, wobei manche Gärtnerinnen oft auch zum Gärtnern Söhne, Töchter oder Enkel mit einbeziehen, so dass die Anzahl der Personen viel höher sein dürfte.

    Auf der rechten Seite befinden sich ein Kräuterbeet, das für alle Gärtnerinnen zugänglich ist. Dieses wird gemeinsam gepflanzt und gepflegt. Auf der linken Seite befinden verschiedene Beerensträucher, die allen zur Verfügung stehen und ebenfalls gemeinschaftlich gepflegt werden.

    Gibt es eine Warteliste oder noch freie Beete?

    Derzeit haben wir keine freien Beete und konkrete Anfragen. Wenn interessierte Personen oder Familien sich melden, werden sie vermerkt. Wenn unsere Gärtner*innen ihr Beet aufgeben möchten, werden die Beete dementsprechend vermittelt.

    Wozu brauchen Sie die Erde? Geht es um die Schaffung neuer Beete oder soll die Erde in den vorhandenen Beeten mit neuer Erde sozusagen aufgestockt werden? 10.000m² sind ja recht viel.

    Der interkulturelle Garten besteht seit 2011. Die Erde ist seitdem eingesunken, muss auch verbessert werden und benötigt daher eine Aufstockung. Die Gartenanlage wurde von einem Landschaftsgärtner begutachtet.

    Bei der Aufstockung handelt es sich um 10 Kubikmeter Oberboden, bestehend aus einem Humus-Kompost-Gemisch. Dieses wird von der Firma Deeg bis an die Beete geliefert. Wir haben leider keine andere Möglichkeit, denn vom Eingang an der Straße bis zum interkulturellen Garten beträgt die Entfernung ca.70 Meter. Andere Anbieter boten lediglich die Lieferung bis vor Haustür an, d.h. Abladen entweder auf die Straße oder auf den öffentlichen Gehweg, die beide sehr stark frequentiert sind. Durch das Abladen wären die Bewohner im Stadtteil stark beeinträchtigt, da wir leider weder ausreichend Schubkarren noch Personen haben, die die Erde zeitnah zu den 70 Meter entfernten Beete bringen.  

    Beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten des Gartens?

    Die Gärtner*innen zahlen aufgrund der Einkommensverhältnisse keine Beiträge wie Nutzungsgebühr oder sonstiges. Bei Beteiligten handelt es sich um geringfügig Beschäftigter, ALG-II-Empfänger oder Personen, die Grundrente beziehen sowie Kinder. Sie engagieren sich aber bei Veranstaltungen.

    Unterstützt die Stadt Hof den Garten?

    Die Stadt Hof beteiligt sich aufgrund der Finanzlage nicht an den Kosten des Interkulturellen Gartens.

    Der Verein EJSA bekommt für Miete und teilweise für sozialpädagogische Angebote einen geringfügigen Zuschuss in Höhe von 12.000 € jährlich, der bei Haushaltberatungen als freiwillige Leistungen revidiert werden kann. Daher ist der Verein finanziell nicht in der Lage die Kosten zu übernehmen.

    Wir benötigen daher Ihre finanzielle Unterstützung für unser Vorhaben.


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  • Landolfshausen: Gemeinschaftsgarten Teil eines Umweltpädagogikprojekts

    (Antrag/Antworten)

    Erdumdrehung e.V. macht umweltpädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche, Schulen. Es gibt einen Schulgemeinschaftsgarteb u.ä. Es gibt aber auch einen Nachbarschaftsgarten

    Wem gehört das Grundstück, was war vorher auf diesem Grundstück, ist die Nutzung
    befristet, müssen Sie Pacht zahlen und wenn ja, wie viel?
    • Das Grundstück gehört Andreas und Franziska Huhn (Aus dem Vereinsvorstand von
    Erdumdrehung e.V.)
    • Das Grundstück wurde bis 2020 von Schafen und Pferden beweidet und war an einen
    biologisch wirtschaftenden Landwirt aus dem Dorf verpachtet. Es ist nicht bekannt,
    dass in den letzten 10 Jahren Kunstdünger oder Pestizide auf der Fläche ausgebracht
    wurden.
    • Das Grundstück ist zunächst für 15 Jahre gepachtet. Es wird eine Pacht in Höhe von
    250 € pro Jahr gezahlt.
     Wie kommunizieren Sie die Möglichkeit des Mitgärtners und wie viele Menschen können
    Parzellen bewirtschaften?
    • Parallel zum Aufbau des Gemeinschaftsgartens von Erdumdrehung e.V. sind wir
    dabei das Gartennetzwerkes Göttinger Land zu entwickeln.
    • Die Planungen und Absprachen dazu erfolgen seit fast einem Jahr. Es sind bereits 20
    Gärten mit dabei und es gibt im Landkreis noch weitere. Die Homepage dazu ist in
    etwa 4 Wochen online.
    • Auf der Homepage gibt es eine Gartenbörse, die Gärtner*innen und Gärten
    vermittelt.
    • Ebenso erfolgt die Bekanntgabe durch die Kontakte des Vereins Erdumdrehung e.V.
    • Für die Erstellung der Homepage und für die Bekanntgabe durch Printmedien stehen
    für das Gartennetzwerk Göttinger Land bereits Gelder zur Verfügung.
    • Es können in dem Garten von Erdumdrehung e.V. etwa 20-25 Erwachsene Personen
    intensiv Gärtnern und Ernten. Dazu sind Kinder in dem Garten sehr willkommen.
     Wie groß ist die Gruppe, die die Parzellen nutzt? Wie viele Parzellen gibt es und wie viele
    davon werden gemeinschaftlich genutzt?
    • Bisher sind neben den Bildungsgruppen 5 feste Familien (10  Erwachsene) die den
    Garten mit bewirtschaften.
    • Es gib bisher 3 Parzellen mit 50 m² / 90 m² und 300 m² Dazu kommt die
    Streuobstwiese, die Schaf und Hühnerweide.
    • Die 90 m² werden von drei Familien unter Eigenregie genutzt.
    • Die Bildungsgruppen arbeiten nur auf dem „großen Acker“ die Pflege übernehmen
    die „privaten Nutzer“, da die Ernte großteils in die Sommerferien fällt, in denen
    keine Kindergruppen kommen, so haben alle etwas von dem großen Gemüseacker.
    • Es gibt noch weitere Fläche von 270 m² die für den Gemüseanbau geeignet ist und
    nutzbar gemacht werden kann. Je nach bedarf auch für individuelle Parzellen. Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag für ihre Parzelle?
    • Nein
     Wie kommunizieren diese Gärtner*innen untereinander und wie sind Sie in die
    Weiterentwicklung des Projekts eingebunden?
    • Das Projekt steht am Anfang seiner Entwicklung, bislang erfolgt die Kommunikation
    und die Weiterentwicklung des Projektes persönlich bei der Arbeit. Die Koordination
    und Absprachen übernimmt Franziska Huhn
     Wie sind die Parzellen organisiert? Können die Gärtner*innen diese dauerhaft nutzen oder
    ist das jeweils für eine Saison?
    • Die Parzellen stehen zur dauerhaften Nutzung zur Verfügung
     Wo sind die Gartengeräte für die Gartengruppe bisher untergebracht?
    • Der Gemeinschaftsgarten grenzt an das Wirtschaftsgebäude der Familie Huhn
    • Dort werden bislang die Gartengeräte gelagert und es ist dort ein Wasseranschluss
    vorhanden
     Woher kommt das Wasser?
    • Neben dem Leitungswasser ist auf dem Grundstück ein Brunnen sowie der Zugang
    zu einem Bach. (Auf die Angaben der Gemeinde zur Oberflächenwasserentnahme
    wird geachtet.)
     Sind die Gruppen, die regelmäßig aktiv sind, die angegebenen Kinder-, Schul- und
    Jugendgruppen?
    • Nein, auch die „freiwilligen“ Gärtner*innen
    • Es gibt noch keinen festen Termin für offene Gartennachmittage zum Gärtnern, sie
    sind aber in Planung
     Wie beteiligen sich die Träger dieser Gruppen an den Kosten des Gartens?
    • Die Schulklassen und Kitas zahlen für die Nutzung des Gartens. Davon wird sowohl
    ein Honorar an den Teamer sowie eine Nutzungspauschale für den Garten gezahlt.
    Die geplanten Einnahmen stehen für die Weiterentwicklung des Gartens zur
    Verfügung.
     Was genau meinen Sie mit Gartenprogramm?
    • Das Gartenprogramm betrifft die Bildungseinrichtungen. Diese kommen mit drei fest
    gelegten Terminen in den Garten und sähen, jäten, ernten und Kochen ihre Ernte am
    Lagerfeuer.
     Wie wird das „Toilettenproblem“ derzeit gelöst? Was passiert mit den Hinterlassenschaften,
    wenn es eine Komposttoilette gibt und wer kümmert sich darum?
    • Die Toilettennutzung erfolgt bislang im privaten Wohnhaus
    • Der Ausbau einer „öffentlichen“ Toilette ist in Vorbereitung• Die Pflege der Kompossttoilette übernimmt Andreas Huhn
    • Die Kompostierung der Hinterlassenschaften erfolgt auf dem Gelände.
    • Die Verteilung des Kompostes erfolgt nicht auf den Anbauflächen.
     Wer und wie viele würden wann die Toiletten, den Werkzeugschuppe, den Unterstand bauen
    und wie beteiligen sich die Gärtner*innen des Parzellenteils daran? Bitte fächern Sie die
    Kosten für die Materialien noch ein wenig auf
    • Der Bau der Kompossttoillette erfolgt als „Workshop mit den Parzellennutzern, dazu
    sind auch Interessierte für das Thema eingeladen. Im Rahmen des Gartenerzwerkes
    Göttinger Land sind mehrere Workshops zum Thema Komposstoillette und deren
    „Hinterlassenschaften“ mit einem Fachreferent geplant, da das Thema viele Gärten
    betrifft und es viele offene Fragen dazu gibt.
    • Der Bau der Hauptkonstruktion des Unterstands und des Geräteschuppens erfolgt
    durch die erwachsenen Gartennutzer*innen. Das Gestalten und und „Bretter
    annageln“ erfolgt durch die Kinder. Sowohl die der Familien als auch der
    Bildungsgruppen.
     Ist der „Große Gemüseacker der Teil, auf dem die Gruppen tätig sind ?
    • Die Gruppen sind nur auf dem großen Gemüseacker tätig. Die Pflege benötigt aber
    auch außerhalb der Gruppen Unterstützung und erfolgt gemeinschaftlich. Die Ernte
    v. a. in den Sommerferien wird aufgeteilt.
     Für wen beantragen Sie das Saatgut und die Jungpflanzen?
    • Da die Bewirtschaftung gemeinschaftlich erfolgt sind das Saatgut und die
    Jungpflanzen auch für die Nutzung der Bildungsgruppen vorgesehen. Ich verstehe,
    wenn das kritisch gesehen wird, eine Trennung ist da nur schwer möglich. Der
    Posten kann sonst gerne aus der Förderung entnommen werden. (mehr …)

  • Leipzig: Nachbarschaftsgarten Leutzsch macht Sensenworkshops

    (Antrag/Antworten)
    Der Start in 2019 auf der neuen Fläche in Leutzsch lief gut an und bekam richtig Schwung als der Brunnen im November installiert werden konnte. Durch die Tiefe des Grundwassers, ließ sich jedoch nur ein mit Strom betriebener Brunnen dafür nehmen. In den sehr trockenen Perioden, und die Jahre waren leider sehr trocken, bekamen wir durch eine hilfsbereite Mitgliedsfamilie Strom für die Füllung der Wassertanks. In 2020 wurde es aufgrund der vielen Einschränkungen schwierig dem Gemeinschaftsgartenkonzept gerecht zu werden. 

    Trotzdem versuchten wir  feste Strukturen durch regelmäßige Gartengespräche und über E-Mail und Telegram-Gruppen zu etablieren und wenn machbar den Zugang zu ermöglichen. Es wurden AGs gegründet, erst die für die Flächenplanung, die Gemeinsam Beeten Gruppe hat sich gegründet mit nun 38 Mitgliedern, die noch kleine Baugruppe und neben weiteren auch eine Baum- und Wiesen Gruppe mit versierten Baumpflegerinnen. So ist neben einem Gemeinschaftsbeet ein Permakulturbeet entstanden, einige Patenbeete für eigene Pflanzprojekte, eine Blühwiese, eine Kräuterspirale, Wein wurde angebaut, Frühbeete etabliert, ein Tauschregal und Spielgeräte sowie Sitzgruppen von einem Verein kamen in den Garten. Seit kurzem leben die Kaninchen in Leutzsch, da direkt neben dem Garten in Lindenau eine Großbaustelle entstanden ist und der ständige Lärm für die Tiere unerträglich war.

    Besonders der Bau der Sommerküche, die im Mai 2021 fertiggestellt wurde hat die Gemeinschaft zusammen gebracht. 500 gemeinsame Arbeitsstunden der Mitglieder haben zum Gelingen dieses großen Projektes beigetragen. Zwei Baumschnittkurse fanden zudem im Winter statt, die Ausgleichsfläche (für die Umwidmung von Streuobst in Gartenland) am Rande der Stadt wurde durch Mitglieder und Engagierte im Grünen Netzwerk mit Obstbäumen bepflanzt. Ein großer Geräteschuppen wurde aus einem alten aus Lindenau geupcyelt und beherbergt wichtige Gartengeräte, Gießkannen und anderes, was nicht verloren gehen darf. 

    In 2021 nahm der Garten am VielFalterGarten-Projekt teil und Mitglieder zählten Schmetterlinge. Ein richtiges Fest, um diese vielen Ereignisse gebührend zu feiern, konnte bisher leider noch nicht stattfinden, dafür viele kleine Einschulungen, Geburtstage im Kleinen Kreise, ein Flimmerabend, ein Urban-Gardening Workshop und ein paar Yogakurse. 

    In 2020 gab es im Sommer außerdem einen Sensen-Workshop, den wir mit Ekkehard Unger, einem ausgezeichneten Fachmann auf dem Gebiet des Sensens und Dengelns, durchführen ließen. Leider war der Zulauf gering mit 6 Teilnehmenden, wobei auch zwei davon gar nicht bis zum Schluss bleiben konnten. Wir bekamen das Feedback, dass 20 € pro Person für die anderen Interessenten nicht aufzubringen waren. Es wurde von Seiten einiger Mitglieder auch mehrfach danach gefragt, das Sensen zu wiederholen und die Wiese so insektenfreundlicher zu bewirtschaften. Im Moment beherrschen aktuell zu wenige dieses alte Handwerk, um der großen Wiese Herr zu werden.

    Insgesamt wollen wir solche Angebote für alle Menschen offen lassen und keinen davon ausschließen, auch nicht des fehlenden Geldes wegen. Deshalb haben wir diesen Workshop nochmals ins Auge gefasst und mit der zweimaligen Mahd an die Bedürfnisse der Streuobstwiese angepasst. Die Workshops wollen wir über einen anderen Fördertopf finanzieren. Sehr gerne wollen wir wieder Meister Ekkehard als Anleiter einladen. Mitmachen können einige beim Sensen und andere beim Zusammenrechen, manche beim Dengeln. Sicher wird es auch interessierte Zuschauer geben, da die Fläche auch für die Nachbarschaft offen ist. Erreichen wollen wir diese potentiellen Mitmachenden und Zuschauenden über Aushänge in der direkten Nachbarschaft und über die Gruppen bei Telegram. Das Ergebnis der Workshops wollen wir fotografisch und in Zahlen festhalten. Auch die Gründe für das Interesse wollen wir im Gespräch vor Ort herausfinden. Natürlich freuen wir uns ganz besonders, wenn wir damit neue Freunde für unsere einzigartige Streuobstwiese in der Stadt finden werden und so die Fläche auch für kommende Generationen erhalten werden kann.


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  • Pinneberg: Kulturgarten geht in die erste Saison

    (Antworten9

    1) Das Grundstück gehört Frank und Ralf Hallerberg. Die Möglichkeit der öffentlichen Nutzung als gemeinnütziger Verein war durch einen Familienkontakt der Gründungsmitglieder gekommen. Wir zahlen eine Jahrespacht von 750€ für den Hektar. Ich habe den Pachtvertrag einmal angehangen.

    2) Wir sind bisher ca. 30 aktive Menschen, vorwiegend aus Hamburg. Wir haben erst seit Januar Zugang zum Gelände, da es vorher verpachet war und konnten bei dem Wetter vor Ort noch nicht richtig starten, außer das Gelände Interessierten zu zeigen. Bei Instagram haben wir bereits 100 Interessierte. Am 26. März gibt es einen ersten Workshop, in dem autarke Arbeitsgruppen gebildet werden. Bevor wir die Nachbarschaft einladen, wollen wir eine Infrastruktur mit Kompost-Toilette, Wasser (Wasserpumpe derzeit kaputt) und einem Geräte-Lager zum Ausleihen aufbauen.

    Koordiniertes Gemeinschaftsgärtnern wird erst dann möglich sein.

    3) Barrierefreie Hochbeete sollen auch mit dem Rollstuhl genutzt werden können, indem es auf beiden Seiten eine Einkerbung gibt, um dann mit den Händen auch im Sitzen das Hochbeet bearbeiten zu können. 2 Vereinsmitglieder arbeiten in der Assistenz von Menschen mit Behinderung und haben dort bereits Interessierte gefunden, die gerne mitwirken wollen. Ein Student im Rollstuhl möchte sein Pflichtpraktikum bei uns absolvieren und ein weiterer Hobbygärtner, der durch einen Unfall nur noch seine Hände bewegen kann, möchte bei der Gestaltung der Hochbeete mitwirken. Josi arbeitet in der Altenpflege und macht eine Weiterbildung als Gartenthearpeutin. Hier möchten wir jedoch erst einladen, wenn Infrastruktur und Betreuung vor Ort gegeben ist. Wirklich bauen werden wir sie dann mit Anleitung von Sebastian Asiedu und bauerfahrenen Vereinsmitgliedern bzw. Interessierten. Die Workshops und Anmeldemöglichkeiten sollen über unsere Website und Instagram angekündigt werden.

    4) Leider hat der Sturm viele Bäume aus dem Boden gerissen, die sich gegenseitig gehalten haben. Andere hängen zum Teil noch schief in der Luft und sind gefährlich für das Gelände. Gesunde Bäume lassen wir natürlich stehen.

    5) Wir planen erstmal Gemüse in Hochbeeten anzubauen für dieses Jahr, dann wollen wir das Gelände langsam erschließen und schauen, was der Boden alles hergibt. Einen richtigen Wald gibt es nicht, nur einige sehr hohe Tannen im hinteren Bereich.

    6) Ein großes (Holz)- Schild und eine Infotafel werden gerade von Tatjana Zchei erstellt, die freie Kunst an der HFBK studiert. Das Schild wird am Eingangstor zum Fußweg sichtbar sein. Lanfristig könnte man mehrere Hinweisschilder auch am Anfang der Straße aufstellen, dazu müssen wir aber erst Rücksprache halten.

    Es gibt einen Mitgliedsantrag mit mindestens 8€ Mitgliedsbeitrag im Monat. Damit tragen wir nur unsere Fixkosten des Gartens. Wer das nicht zahlen kann, darf trotzdem mitgärtnern. Eine Vereinsmitgliedschaft ist keine Pflicht zum Mitmachen, aber ermöglicht es auch eigene Projekte vor Ort umzusetzen und die Vereinsarbeit aktiv mitzugestalten. Wir brauchen

    30 Mitglieder um die Fixkosten tragen zu können.


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  • Göttingen: Waldgarten startet

    (Antrag, Antworten)

    1. Wie viele Menschen sind in der Kerngruppe und in der Gartengruppe?

    Die aktive Gruppe besteht derzeit aus 30 Leuten. Die meisten sind Studierende, es gibt aber auch 3 berufstätige Personen und 1 Schüler, der nun aber für ein Jahr ins Ausland geht. Ca. die Hälfte davon sind sehr eng mit dem Projekt verbandelt und kümmern sich um die interne Organisation und Aufgabenverteilung. Die Kerngruppe besteht aus ca. 15 Personen und wir sind in 6 verschiedenen Arbeitsgruppen organisiert.
    Ein Jugendbildungsreferent von JANUN e.V., Herr Felix Möller, ist auch eine der aktivsten Personen im Projekt, dies vorwiegend als Ehrenamtlicher und nur in sehr geringem Umfang in seiner Rolle als JuBiRef.


    2. Die Mitwirkenden sind hauptsächlich Studierende, wie wollen Sie mit der erwartbaren Fluktuation umgehen? Wie wird gewährleistet, dass Wissen weitergegeben wird und Aufgaben nicht liegen bleiben?

    Um Wissensherrschaft zu vermeiden und allen Beteiligten den Zugriff auf alle nötigen Ressourcen und Informationen zu ermöglichen arbeiten und dokumentieren wir alles online auf Trello (6 verschiedene Boards) mit angeknüpfter Cloud. Dort wird alles dokumentiert, damit wir es auch später noch heranziehen können. 
    Um der Fluktuation entgegenzuwirken bemühen wir uns auch darum eine gute Gruppenatmosphäre zu schaffen und den Zusammenhalt in der Gruppe zu fördern, so dass sich alle wohl fühlen und gerne lange bleiben. Wir haben dazu auch Gruppenausflüge zu spannenden Orten wie andere Waldgärten und auch ein Soziokratieseminar in Planung. Da die Fluktuation in einer Unistadt wie Göttingen aber trotzdem immer ein wichtiger Faktor bleiben wird haben wir uns dafür entschieden, die Finanzierung einer zentralen Projektkoordinations-Stelle in Teilzeit über eine weitere Stiftung zu beantragen.
    Darüber hinaus sind 6 der Kern-Mitglieder Göttinger:innen (oder aus der näheren Umgebung) die auch vorhaben hier langfristig zu bleiben und mitzuwirken.
    Es ist auch mit unser Ziel jederzeit neue Menschen einzubinden und Menschen, die nur 2-3 Jahre in Göttingen sind, die Möglichkeit zu geben an so einem Projekt mitzuwirken. Mitglieder des Kernteams haben jahrelange Erfahrung in fluktuierenden Gruppen, z.B. aus dem Uni-Alltag oder anderen Vereinen.
    Die Gruppe wird über die Zeit aber weiterhin wachsen und es werden mehr Menschen dazukommen, die dauerhaft in Göttingen bleiben.

    3. Wie beteiligt sich die Schule(n) oder die Stadt finanziell an den Aktivitäten für die Schulkinder?

    Die Schulen und die Stadt beteiligen sich nicht finanziell an diesen Aktivitäten. Wir haben für die Lernräume in den Schulferien Honorargelder und in geringem Umfang Materialgelder vom Kultusministerium Niedersachsen beantragt und den anderen Teil bei der Anstiftung. Hier weitere Informationen: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/lernraume_2021/lernraume-2021-202006.html

    4. Beteiligen sich die Menschen, die bei den Workshops mitmachen, finanziell an Workshops/dem Projekt?

    In der Regel tun sie das nicht. Der Gedanke dahinter ist, dass jede:r es sich leisten können soll. Teilnehmende arbeiten bei Workshops geistig und körperlich mit. Diesen Beitrag betrachten wir im Garten als Teilnahmebeitrag. Ausnahmen gibt es bei teuren Honorarkosten (z.B. bei professionellen Permakulturworkshops, Soziokratieworkshops) oder wenn die Teilnehmenden etwas materielles privat mitnehmen (Bsp. Nistkasten).

    5. Wie lange braucht der Haseldom, bis er Dom ist und was passiert dann damit, gibt es eine Nutzungsidee?

    Ein Haseldom braucht ähnlich wie ein Weidendom ein paar Jahre (4-5) bis er tief gewurzelt hat und üppig begrünt ist. Er soll als Aufenthaltsort dienen und im Sommer Schatten spenden. Gleichzeitig soll er natürlich Haselnüsse abwerfen. Die Idee ist, verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zusammen zu denken: Ein essbarer Aufenthaltsort. Schön wäre es auch, wenn anwesende Kinder den Dom als magischen Naturspielplatz wahrnehmen und nutzen würden.

    6. Woher kommen Bäume und Sträucher, die Sie pflanzen wollen?

    Sie kommen aus unterschiedlichen Quellen. Wir haben z.B. Kontakte zu regionalen Baumschulen und Gärtnereien, sowie auch zum botanischen Garten der Universität, wo wir Pflanzgut beziehen wollen. Wenn möglich kaufen wir das Pflanzgut in Bioqualität und regional. Bestimmte Pflanzen, die wir regional nicht bekommen können werden wir in anderen Baumschulen in Deutschland kaufen. Maximale Vielfalt an Arten und Sorten ist unser Ziel um diese in den Folgejahren zu vergleichen, zu vermehren und an andere urbane Gartenprojekte weiterzugeben. Wir vermehren auch selber Beerensträucher. Wir haben aber nur eine sehr begrenzte Vielfalt. Diese Pflanzen sind für Flächen vorgesehen, die später durch Bäume sukzessiert werden. Zudem nehmen wir Pflanzenspenden an.

    7. Was für Werkzeuge und Maschinen werden gebraucht und können diese nicht aus den anderen Gärten auf der Fläche geliehen werden?

    Einen Teil der Werkzeuge werden wir uns leihen, so wie wir es bisher gemacht haben. Aktuell stellt Felix Möller den Großteil des Werkzeugs und der Maschinen privat zur Verfügung (das ist als Dauerzustand aber ungünstig). Insgesamt herrscht im benachbarten Friedensgarten akuter Gartengeräte- und Werkzeugmangel. Der Friedensgarten ist chronisch unterversorgt mit Werkzeug und verfügt derzeit nicht über die entsprechenden Gelder zur Anschaffung. Das Leihen funktioniert deswegen hin und wieder, ist aber keine Dauerlösung. Umgekehrt wollen andere Gärten sich auch Geräte bei uns leihen (erste Anfragen gab es bereits) und wenn die Mitglieder des Friedensgartens ihr Werkzeug benötigen wenn wir unsere Workshops zeitgleich abhalten, kommt das Leihkonzept an seine Grenzen.
    Jedoch ist die Anschaffung nicht sofort in vollem Umfang nötig. Wir können sie zumindest teilweise auch auf später verschieben und erstmal noch mit privatem und geliehenem Werkzeug arbeiten. Auf diese Position im Antrag könnten wir also ggf. verzichten oder die beantragte Summe verringern.
    Lediglich ausreichend Gartengeräte für Kinder und Jugendliche gibt es in der Nähe nicht. Die müssen wir neu anschaffen.


    8. Was meinen Sie mit Wasserleitsystem und was für Kosten fallen dabei an?

    Die Stadt finanziert anteilig den Anschluss des EWG, des Friedensgartens und der neu gegründeten Stadtsolawi an die städtische Wasserversorgung. Das wird ein gemeinsamer Anschluss und dieser wird in der Nähe der Solawi-Fläche angebracht.
    Den Kostenanteil, den die Stadt nicht übernimmt, werden wir 3 Initiativen unter uns aufteilen – das haben wir nicht bei der Anstiftung beantragt. Was in unserem Antrag steht sind die Kosten für alle Komponenten die wir brauchen, um eine Leitung vom zentralen Wasseranschluss zur Grenze zwischen unserem Garten und dem Friedensgarten zu installieren. Von diesem zweitem Anschluss können dann beide Gärten profitieren. Derzeit bewässern wir lediglich über 3 IBC Tanks, die wir hinter unserer Hütte aufgestellt haben.


    9. Wie machen die Gärtner*innen der anderen Gärten auf der Fläche das mit der Toilette? Wer würde die Komposttoilette bauen und was wird da an Material und an extra Werkzeug gebraucht?

    Der Friedensgarten als Teil der internationalen Gärten verfügt über eine Komposttoilette. Diese dürfen wir vom EWG derzeit freundlicherweise mitbenutzen. Aufgrund der Größe der Gruppen ist das aber keine Dauerlösung, da die vorhandene Toilette nicht für eine häufig Nutzung konzipiert wurde.

    Sie ist auch unter einem anderen Aspekt nicht optimal konzipiert, es erfolgt nämlich keine Trennung zwischen nass und trocken Das begünstigt die Geruchsbildung und der Urin als wertvoller Lieferant von Stickstoff und anderen Pflanzennährstoffen geht verloren. Da wir den Urin fermentieren und als Flüssigdünger ausbringen möchten, brauchen wir auf jeden Fall eine Toilette die diesen getrennt auffängt. Die Komposttoilette werden wir in einem Workshop Ende April zusammen bauen und diesen Workshop auch extern bewerben. Einige unserer Aktiven haben bereits Erfahrung mit der Konzeption und dem Bau von Komposttoiletten und übernehmen in einer AG derzeit die Vorbereitungen. Als Material brauchen wir vor allem Holz, Pfostenanker/Einschlaghülsen, Schrauben, Nägel, Winkel, einen mobilen Container und eine umweltfreundliche Versiegelung für die Haltbarkeit. An Werkzeug bräuchten wir hier mindestens eine Handsäge und einen Akkubohrschrauber.


    10. Wo sollen die Werkzeuge untergebracht werden und wie kommen die Gärtner*innen da jederzeit dran?

    Das Werkzeug wird in unserer Hütte am oberen Eingang zur Fläche gelagert. Die Hütte kann man abschließen. Es ist immer eine Person mit Schlüssel auf der Fläche. Auf Dauer werden wir mehr Schlüssel nachmachen, sobald wir das Geld haben um ein besseres Schloss und die entsprechenden Schlüssel zu finanzieren. Die Gartengeräte kommen in einen Anbau an unsere Hütte. Dort gibt es bisher einen vergitterten Dachvorstand, der eine Tür und Verschalung braucht, damit es richtig nutzbar ist. Bis dahin werden unsere Gartengeräte auch im Hauptraum gelagert.


    11. Wer kümmert sich um die Werkzeuge?

    Das machen wir gemeinschaftlich. Nach jedem Gebrauch werden sie gesäubert und verräumt. Die Wartung und besondere Pflege wird unsere Materialgruppe organisieren und die Erstellung eines fact sheets zu allen Werkzeugen ist in Planung. Eine Inventarisierung der mit Fördergeldern erworbenen Werkzeuge ist selbstverständlich.

    12. Was passiert mit der Ernte? Und wann ist mit einer ersten Ernte zu rechnen?

    Geerntet werden kann quasi kontinuierlich aufgrund der gestaffelten Blüh- und Reifezeiten. Damit externe Besucher:innen wissen, welche Teile von welchen Pflanzen wann geerntet und wie verwendet werden können, wollen wir Tafeln mit den wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Pflanzen anbringen. Wir werden aber z.B. ein Erntedankfest und auch andere Feste und Aktivitäten organisieren, wo gemeinsam geerntet und bspw. mit dem Geernteten gekocht wird. Zudem ist ein Ernteverteiler Teil der Planung.
    Die ersten Pflanzen werden voraussichtlich nächstes Jahr im Frühjahr zum Ernten bereit sein, Kräuter und vereinzelte Pflanzen vielleicht auch schon dieses Jahr.

    13. Sollen auch Gemüse angebaut werden?

    Klassische einjährige Gemüsepflanzen haben wir bisher nicht eingeplant, da ein Hauptfokus darauf gesetzt werden soll zu zeigen, welche mehrjährigen Pflanzen in natürlichen Sukzessionen essbar sind.

    14. Haben Sie einen unbefristeten Vertrag für die Fläche?

    Ja, unser Pachtvertrag ist auf Dauer angelegt. Die Fläche ist bei der Stadt Göttingen gepachtet. Die Stadt hat das Projekt 2020 im Klimaschutzplan der Stadt Göttingen ausgezeichnet und unterstützt das Projekt ideell. Die Stadt macht auch bereits Werbung mit unserem Projekt. Es ist also nicht zu erwarten, dass sie den Vertrag kündigt. Unser Projekt ist auf mindestens 50 Jahre ausgelegt.

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  • Kiel: Gemeinschaftsgarten Alte Mu will Bauwagen für Veranstaltungen nutzbar machen

    (Antrag/Antworten)

    – wo genau ist das Grüne Klassenzimmer (= Bauwagen und Platz davor)? In welchem Teil des Gartens steht der Bauwagen? Wo habt ihr den her? Das Grüne Klassenzimmer befindet sich im Vorgarten der Alten Mu in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang. Jeder, der die Alte Mu auf diesem Weg betritt, geht daran vorbei. Dort steht auch der Bauwagen. Der Wagen wurde von einer alten Dame Namens Liselotte privat gekauft. Das war der Namensgeber.

    – Ist mit den Besitzer*innen der Fläche geklärt, dass der Bauwagen da stehen darf? Ja wir haben von der Alten Mu die schriftliche Bestätigung, dass der Wagen bis auf unbestimmte Zeit dort stehen darf.

    – wie groß ist der Innenraum, wie groß der Außenbereich? Wie viele Menschen können sich bei Veranstaltungen gleichzeitig im Bauwagen aufhalten? Innenraum ca. 8 qm. Außenbereich inkl. Sitzwabe in unmittelbarer Umgebung ca. 200qm. Fließender Übergang zum Rest des Vorgartens ca. 1000qm. Im Innenraum könnten sich 8 Menschen aufhalten bzw. sitzen. Größere Veranstaltungen finden im Außenbereich statt. Im Wagen können kleine Gesprächsgruppen stattfinden.

    – wozu werden mobile Pflanztische gebraucht? Wo werden die mobilen und die stationären Pflanztische stehen und wer nutzt die dann und wie oft? Die mobilen Pflanztische werden gebraucht, um auch an einem anderen „günstigeren“ Ort arbeiten zu können. Manchmal bietet es sich aus logistischen Gründen an, im Innenhof zu arbeiten. Oder manchmal kann es auch sinnvoll sein, direkt an der Lagerfläche der Erde am anderen Ende des Vorgartens zu arbeiten. Der stationäre Pflanztisch würde direkt beim Bauwagen stehen. Alle Teilnehmer der offenen Gartentreffen könnten dann dort zweimal die Woche arbeiten. Die Treffen finden immer unter der Anleitung von erfahrenen Mitgliedern des Vereins statt.

    – Wo habt ihr eure Gartengeräte bisher? Im Innenhof gibt es einen ca. 4qm Geräteschuppen.

    – Wo kommt der Strom für die Beleuchtung her? Der kommt per Kabeltrommel aus dem benachbarten Gebäude. Kabellänge ca. 30 Meter.

    – Könnt ihr den Bauwagen auch im Winter nutzen? Ja. Allerdings gibt es keine Heizung. Er dient aber trotzdem auch im Winter als Austauschort.

    – Wer wird die Bauarbeiten anleiten und was schätzt du, wie lange das dauern wird?Die Bauarbeiten werden durch die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder des PKZ angeleitet. Wir haben Expertise im Garten, Holzbau und auch Ingenieure. Wahrscheinlich werden 10 Treffen a 3h nötig sein. Der Zeitraum in dem diese 10 Treffen dafür verwendet werden schätze ich auf 2-3 Monate.

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  • Leipzig: Lenes Garten kämpft mit Vandalismus

    (Antrag/Antworten)

    ist Lenes Schulgarten die eine Parzelle von Lenes Garten für die DPFA zur Verfügung stellen? Ist diese Parzelle Teil von Lenes Garten oder ist die woanders?

    Der Schulgarten befindet sich in der hinteren Parzelle des Gartens, in der auch der Wassertank steht. Wir haben der Schule in der letzten Saison unsere Infrastruktur bzw. ganz konkret ein bestehendes Hochbeet zur Verfügung gestellt und dafür eine Spende von 120 EUR erhalten (was dem empfohlenen Spendenbetrag für die 4 Beeteinheiten eines Hochbeetes entspricht). Zudem haben die Schüler:innen gemeinsam mit den Lehrer:innen der Schule neben dem bestehenden ein eigenes Hochbeet, wofür wir Baupläne und Anleitung zur Verfügung gestellt haben, sowie unter Eigenregie ein grünes Klassenzimmer gebaut.

    – wer, wenn Sie das wissen, vermüllt und vandaliert und was haben Sie bisher ausprobiert? Gibt es hier Unterstützung von Seiten der Stadt? Betrifft das hauptsächlich den Garten oder den ganzen Park?

    Das Problem betrifft den ganzen Park und auch andere Initiativen vor Ort, wie bspw. Lenes Tauscho (= Tauschregal). Vandalismus in Form von Graffitis, Tags, mutwilliger Zerstörung oder in unserem Fall auch Pflanzenklau sind überall zu finden. Bei Lenes Garten kommt die versteckte Lage hinzu, die Personen einen Rückzugsraum bietet. Viele Geschehnisse im Garten sind auch einfach nicht nachvollziehbar, da sie vor allem abends/nachts ablaufen.

    Vor allem Jugendgruppen sitzen häufig im Garten, die für Müll und Vandalismus teilweise verantwortlich sind. Es halten sich auch Menschen im Garten auf, die dort Drogen konsumieren und genutzte Utensilien hinterlassen. Manchmal deuten Spuren auf Übernachtungsgäste, die ggf. obdachlos sind. Matratzen, Pappen und Decken auf den Bänken, aber auch Kleidung aus Kleiderspendekontainern oder Umsonstkisten finden sich an.

    Wir sind vor allem im Sommer sehr bemüht alle 1 bis 2 Tage aufzuräumen und potenziell für Kinder gefährliche Gegenstände zu entfernen und Ordnung zu wahren.

    Insgesamt hat der Vandalismus im Garten etwas nachgelassen, was uns eine gewisse Wertschätzung des Gartens vermittelt. Im Vergleich zu

    2016 ist die Drogenproblematik sichtbarer geworden.

    Die genannten Probleme sind bei der Stadt durchaus bekannt. Es gibt wohl auch verantwortliche Streetworker:innen für den Park. Zudem ist die Polizeipräsenz höher (auch/vor allem in Zeiten der Pandemie).

    – Was für Konzepte gibt es, um Vermüllung und den Vandalismus verhindern?

    Offene Kommunikation ist ein Konzept: Wenn wir Personen/Gruppen vor Ort antreffen, die Kippenstummel, Verpackungen etc. liegen lassen, sprechen wir das an und bitten um Beachtung der Sauberkeit.

    Wir haben einen Mülleimer neben der Sitzecke gut sichtbar aufgestellt (und angeschlossen). Dieser hat jedoch über die Jahre seine Form verloren und soll gegen eine stabilere Version mit fest angebrachten Deckel getauscht werden.

    Ansonsten erneuern wir regelmäßig unsere Aushänge im Garten, die über das Konzept oder auch mit kontextspezifischen Schildern zu Müll, Hundekot oder dem Garten als inadäquater Ersatz für eine öffentliche Toilette aufklären.

    Insgesamt versuchen wir einen „Broken window“-Effekt im Garten zu vermeiden, d. h. Verhaltensspuren zu beseitigen, die noch mehr ungewolltes Verhalten nach sich ziehen.

    – wie viele Beete gibt es derzeit und wie groß war nochmal die Fläche?

    Lenes Garten (ohne den Schulgarten) verfügt über 5 Hochbeete (davon ein flaches Beet, das sog. Kinderbeet), zwei kleine kubische Beete (Minze und Blumen für Insekten), eine Kartoffelpyramide und eine Kräuterspirale.

    Ein Hochbeet (3m x 1m) besteht aus 4 Beeteinheiten und wird von einzelnen Personen oder Gruppen bewirtschaftet.

    Die Fläche beträgt 490 m² (inklusive Hecken und Wege), davon sind 325m² als reine Gartenfläche ausgewiesen.

    – Die Stadt Leipzig fördert und unterstützt ja u.a. Gemeinschaftsgärten, haben Sie dort auch schon mal nach Unterstützung gefragt? Z.B. hinsichtlich des Grünschnittcontainers und des Häckslers und auch der Erde? (Benzin ist übrigens bei der anstiftung nicht förderfähig).

    Ja, das haben wir. Tatsächlich sind wir für den Verschnitt und dessen Entsorgung als Pächter:innen der Fläche selbst verantwortlich.

    Das Amt für Grünflächen und Gewässer ist unser Ansprechpartner bei der Stadt. Hinsichtlich der Verantwortlichkeiten anderer Stellen/Ämter/der im Park tätigen Personen, die für Reinigung, Pflege und Co. zuständig sind (v. a. die Stadtreinigung), gibt es keine transparente Kommunikation bzw. stellt sich diese als schwierig heraus. Es gibt keine verbindlichen Regelungen oder Absprachen.

    Wir sind bemüht, erneut Kontakt zur Stadtreinigung zu suchen, um günstige Möglichkeiten zur Entsorgung von Verschnitt zu finden. Bezüglich des kalkulierten Grünschnittkontainers und dessen hoher Kosten (399 EUR) haben wir lange gehadert und sind nach nochmaliger Beratung zu dem Entschluss gekommen, dass wir diese Position wieder aus dem Antrag streichen wollen. Die aktuellen Alternativen sind:

    – den vorhandenen bzw. neu anfallenden Verschnitt komplett zu häckseln (an ca. 2 Tagen vor Ort) inkl. der Gewinnung von Holzschnetzeln zur Weiterverwendung im Garten oder

    – der selbst organisierte Transport des Verschnitts in mehreren Touren zum Wertstoffhof Der zeitliche und auch ehrenamtliche Arbeitsaufwand ist hier wesentlich höher, aber in gemeinsamen Aktionen machbar.

    Die Stadt bietet auch eine Förderung an. Diese wurde vor einigen Jahren durch die Erweiterung der Fachförderrichtlinien von Kleingärten nun auch Gemeinschaftsgärten ermöglicht.

    Der Aufwand der Beantragung ist sehr hoch und vor allem an den Bedarfen der Kleingärten orientiert. Aus dem Austausch mit anderen urbanen Gärten wissen wir, dass es hier bzgl. der Verteilung der Fördersummen Probleme gab bzw. die beantragten Summen nicht voll gewährt werden konnten.

    – Was für ein Pavillion soll im Garten stehen und woher würden Sie diesen beziehen?

    Es handelt sich um einen robusten, auf- und abbaubaren Pavillon (Faltpavillon für ca. 90 EUR), den wir nur temporär für Veranstaltungen (Flohmarkt, Workshops, Saisonauftakt, etc.) als

    Sonnen- und Regenschutz aufstellen wollen. Wir dürfen leider keine festen Bauten auf der Fläche errichten, wozu auch selbst gebaute Pavillons oder Carportähnliche Überdachungen zu zählen sind. Daher müssen wir uns auf einfache Pavillons zurückgreifen, die leider nicht ewig halten. Hierbei handelt es sich um die zweite Anschaffung dieser Art.

    – Sollen Bänke und Tische für die Sitzecke selber gebaut oder fertig gekauft werden? Wenn Sie gebaut werden, wer würde da mitbauen?

    Die Bänke und der Tisch werden selbst geplant und errichtet. Gleiches gilt für die Unterkonstruktion des Wassertanks und die Igelhecke. Auch die bestehenden Bänke, die wir ebenfalls selbst gebaut hatten, werden repariert und erweitert (Austausch und Hinzufügen von Latten, Rückenlehne erneuern, Streichen). Dafür haben wir entsprechendes Material (vor allem das Holz, aber auch Schrauben, Farbe etc.) einberechnet. Das Ganze setzen wir in Workshops um und laden über unseren Newsletter bzw. Social Media Interessierte und unsere Gärtner:innen ein. Je nach Aufwand findet die Umsetzung des Workshops „Sitzecke“ in 1 bis 2 Tageseinsätzen statt, gegebenenfalls auch an zwei Wochenden.

    – Wo werden die Werkzeuge untergebracht und wie werden die gegen Vandalismus und Diebstahl gesichert werden können?

    Wir können die Werkzeuge und Gartengeräte (Schaufel, Spaten, Sägen, Schlauch, Wasseruhr etc.) nicht vor Ort lagern. Eine schwere und große Metallkiste, Laube bzw. Hütte (die wir nicht errichten dürfen) oder Ähnliches würden aufgebrochen werden und zu Diebstahl führen. Ungefähr in 50m Entfernung haben wir dir Möglichkeit über Gartenfreund:innen erhalten, unsere Geräte in einem eigenem Keller zu lagern, was seit mehreren Jahren gut funktioniert. Bei Bedarf werden die benötigten Dinge in den Garten gebracht und zur Verfügung gestellt.

    Ausgeschlossen davon sind die alltäglichen Gartenwerkzeuge, wie Kombihacke und Blumenkelle sowie Gießkannen, die über Zahlenschlösser gesichert am Wassertank hängen und von den Gärtner:innen, denen der Zahlencode vorliegt, genutzt werden können. Diese Schlösser müssen aufgrund von Verlust oder Vandalismus regelmäßig erneuert werden. Auch hier sind wir bemüht ein haltbares/unknackbares Schloss zu finden.

    – Wie beteiligen sich die Gärtner*innen nochmal an den Kosten und was trägt die Schule für die Finanzierung bei?

    Die Gärtner:innen beteiligen sich in Form einer Spende zur Nutzung der Beeteinheit. Ein Hochbeet besteht aus 4 Beeteinheiten, wobei wir pro Saison 20-40 EUR pro genutzter Beeteinheit veranschlagen.

    Die Schule zahlt für das von uns gestellte Hochbeet 120 EUR pro Saison.


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  • Tübingen: Grüner Tilsiter – Gruppe ist sehr aktiv

    (Antrag/Antworten)

    Rückblick 2021
    Beetumrandungen
    Aus alten Holzlatten und Stäben (lagernde Reste) wurden Beetumrandungen für Erdbeeren und Rhabarber
    gebaut.
     
    Bodenverbesserung
    Etwas über 3 Tonnen Kompost wurden uns angeliefert. Von mittags bis zum Sonnenuntergang waren zahl-
    reiche Helfer (Gartenleute und Ehemalige) damit beschäftigt den Komposthaufen vom öffentlichen Grund
    in den Garten zu verfrachten. Jeder half so gut er konnte. WIr liehen uns Schubkarren und große Ei-
    mer/Wannen vom Nachbarn und sind dankbar über die freundliche Unterstützung aus unserem Umfeld.
    Bisher haben wir aus unseren Komposten (wurden von uns erstmals neu strukturiert) und vom Nachbarn
    Kompost bezogen. Dies reichte bei Weitem nicht aus, um die Anbauflächen zu speisen. Unser Boden ist im-
    mer noch in einem ungenügendem  Zustand und wir arbeiten weiter daran (siehe vorgesehenes Mulchen
    mit Hackschnitzeln und Einbringen von Pflanzboden). Weiter haben wir mit Rasenschnitt, Laub und Stroh
    gemulcht und Blütenmischungen (Gründünger) auf den freien Beetflächen zur Bodenverbesserung ausge-
    sät.
     
    Hochbeet
    Zum rückenschonenden Gärtnern und um das Schneckenproblem für Setzlinge etc. zu lösen, hat sich die
    Gartengemeinschaft darauf geeinigt ein Paletten-Hochbeet zu bauen. In einer gemeinsamen Samstags-Ak-
    tion wurde das Gartenstück begradigt und für das Hochbeet vorbereitet. Das ca. 3m² große Hochbeet
    wurde an dem Tag zusammengeschraubt, am Boden mit einem Drahtgitter als Nagetierschutz und anschlie-
    ßend ringsum mit Noppenfolie ausgekleidet.  
    Im Anschluss erfolgte die Befüllung. Beginnend mit Astwerk und Grünschnitt und anschließend randhoch
    mit der frisch gelieferten Komposterde. Im laufenden Gartenjahr wurden Zucchini, Kräuter, Rote Beete und
    Kohlarten gepflanzt. Im Vergleich zu den Pflanzen in den Bodenbeeten war der Ertrag an Zucchini deutlich
    höher. Über das gesamte Jahr sank das Beet deutlich um fast die Hälfte des Füllvolumens ab und muss für
    die kommende Saison aufgefüllt werden.
     
    Reparatur des Tomatendachs und erweitere Regenwassergewinnung
    Im Gemeinschaftsgarten steht seit einigen Jahren ein Tomatendach, welches über die Zeit unter den Wet-
    terbedingungen gelitten hat. Während der vorherigen Gartensaison ist den GärtnerInnen aufgefallen, dass
    die bisherige Dachkonstruktion ihren Zweck nur bedingt erfüllt, da auf der Wetterseite nicht genügend
    Dachvorsprung vorhanden war, um die Pflanzen vor Wasser, und somit der Kraut- und Braunfäule zu schüt-
    zen. Zudem bestand der Wunsch in der Gruppe, die Regenwassergewinnung zu erhöhen. Aus diesen Grün-
    den wurde in einem ersten Schritt die Balkenkonstruktion repariert, begradigt und um die Dacherweiterung
    ergänzt. Im Anschluss wurde das Dach mit Kunststoff-Wellplatten gedeckt und eine Regenrinnenkonstruk-
    tion ergänzt. Leider musste das Dach nach einem starken Unwetter mit Hagel bereits im Juni repariert wer-
    den. Eine Mitgärtnerin spendete dem Garten ein Regenfass mit deutlich mehr Volumen als unsere Regen-
    tonnen haben. Durch die Aktion musste über das gesamte Gartenjahr deutlich weniger Wasser über einen
    Schlauch in den Garten geschafft werden.
     
    Öffentlichkeitsarbeit
    Auf der Website des Werkstadthauses wird der Grüne Tilsiter kurz vorgestellt und seit der Saison 21 unsere
    offenen Gartentermine angekündigt. Ebenso finden PassantInnen einen Aushang am Gartentor. An Tagen
    des offenen Gartens können Interessierte unverbindlich dazustoßen und uns kennenlernen:
    https://www.werkstadthaus.de/fr/handwerk/gemeinschaftsgaerten
     
    Eine große Hecke schützte den Garten bisher vor neugierigen Blicken, schirmte uns aber natürlich auch vor
    potentiellen Mitgärtner:innen ab. Daher haben wir in einer größeren Aktion, die Hecke gestutzt und im glei-
    chen Zug die Mirabellenbäume von zwei zudringlichen Thujen befreit. Durch die Ausforstung gewannen wir
    neuen Raum, über dessen Nutzung wir derzeit noch debattieren. Die Säge- und Schneideaktion verlief rich-
    tig super. Viele Gartenmitglieder waren zum Helfen dabei und wir hatten richtige Profis am schweren Ge-
    rät. Weiter wollen wir uns bei Baumkundigen informieren, was wir den Mirabellen zukommen lassen dür-
    fen, damit sie bessere Wachstumsbedingungen erfahren. Die Früchte sind sehr schmackhaft.
     
    Pflanzentauschbörse extended: Die diesjährige Pflanzentauschbörse wurde durch das Werkstadthaus auch
    auf sämtlichen digitalen Kanälen angekündigt und erfreute sich eines regen Austauschs. So wurden die da-
    für angesetzten zwei Wochen um viele weitere Wochen überzogen.
     
    Gemeinschaftsaktionen
    Leider hinkt unsere Kommunikation und Organisation immer wieder und wir brauchten und benötigen wei-
    terhin viel Zeit zur Aussprache. Ebenso ist es immer wieder eine Herausforderung alle Ansichten und Ge-
    schmäcker unter einen Hut zu bekommen. Uns liegt aber daran, dass sich jeder gehört fühlt. Als Abstim-
    mungsmethode führten wir im Sommer ‘21 das Systemische Konsensieren ein, damit unsere Diskussionen
    nicht weiterhin ausufern und wir handlungsfähig bleiben. Der Wunsch nach einer Art Leitbild kam auf. Hier-
    für arbeitete eine Mitgärtnerin mit systemischem Hintergrund Fragen zur Gruppenidentität aus, die nun in
    Bearbeitung sind und uns als Wegweiser dienen sollen.
     
    Was haben wir 2021 gelernt?
    ●  Taglilien sind (fast) unsterblich.
    ●  Auf das Wetter haben wir keinen Einfluss: am 23.06.2021 wurde unsere Region von einem
    enormen Unwetter überrascht. Insbesondere der Hagel machte unserem Gemeinschaftsgarten
    schwer zu schaffen. Alles bisher Gewachsene (Stangenbohnen, Gurken, Zucchini,…), die Erdbeeren
    (dieses Jahr von den Schnecken verschont und zahlreich mit geschmackvollen Früchten bestückt),
    Blüten, Johannisbeeren + Stachelbeeren (dieses Jahr dank Mulchen und Düngen (?) auch mit
    zahlreichen Früchten besetzt) wurden komplett zerstört. Das frisch sanierte Tomatendach wurde
    auch komplett zerlöchert und musste somit nach kürzester Zeit erneut provisorisch repariert
    werden.
    ●  Schnecken kommen und gehen, wir haben aber weiter ein Argusauge darauf.
    ●  Vieles kann gebraucht und umsonst erworben werden. Durch unsere Bekanntenkreise, das Suchen
    im Nachbarschaftsportal und in digitalen Kleinanzeigen konnten wir einiges für geschenkt ergattern
    (Gartenmöbel, Pflastersteine, Sonnenschirme, Weinreben, Pflanzen, Regenfass,…). Ebenso gaben wir wieder zurück, was uns mittlerweile nicht mehr dienlich ist.  Diese Haltung wollen wir auch im
    Jahr 2022 weiterverfolgen. Bislang bekommen wir für 2022 Stroh, Brombeeren, Himbeeren und
    Trittplatten geschenkt.
     
    Projekte 2022 (wahrscheinlich Ausweitung auf 2023 nötig, da sehr umfangreich!)
    1.  Einfassung der Beete auf der rechten Seite, zur Absicherung und Kennzeichnung der
    Abbruchkanten und besserer Wegeführung. Aufschütten der Beete mit Erde und Hackschnitzeln
    zwischen dem Hochbeet und der Grillstelle, um über das Niveau des MIttelweges zu kommen und
    ein großes Beet mit Trittsteinen zu schaffen. Hierauf in verschiedenen Zonen unterschiedliche
    Bienenfreunde und Gemüse pflanzen.
    2.  Tomatendach reparieren und zu Gewächshaus-ähnlichem Objekt erweitern
    3.  Spalier und Rankhilfe bauen. Am Zaun zum Nachbarn entlang Spalier zum Naschen von
    Brombeeren und Weintrauben.
    4.  Kartoffelturm bauen
    5.  Holzmöbel witterungsfest machen
    6.  Palettenbank aus Restbestand bauen
    7.  Umsetzen Komposte und Regentonnen
    8.   
    Projekte, die wir noch nicht im Kostenplan kalkuliert haben und uns noch nicht im Klaren darüber sind, ob
    wir Kapazität dafür haben, oder diese 2023 umsetzen:
    9.  Umgestaltung Sitzecke (“Pergola”)
    10. Nistkästen und Insektenhotel bauen (gegebenenfalls Workshop in Kooperation mit Werkstadthaus
    und zur Öffentlichkeitsarbeit machen)
    11. Renovierung Hütte

    Bisher gab es ja keine Umlage zur Finanzierung des Gartens, ist das inzwischen geplant? Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten für die Pflanzen und das Saatgut? Einiges sollte ja auch selber vermehrt werden und es gab die Tauschbörse: wie erfolgreich ist die Eigenvermehrung/anzucht? Was passiert mit der Ernte?

    Bei der diesjährigen Tauschbörse waren so gut wie keine Gemüsepflanzen dabei. Mehr Blumiges. Und wir haben viel Melisse und Erdbeerpflanzen hergegeben. Zum Anbau hat die Tauschbörse also keinen Mehrwert für uns gebracht. Die Eigenvermehrung ist bislang alles andere als erfolgreich. Hauptfaktor ist wohl, dass wir überhaupt mal froh sind, wenn irgendetwas bis zur Ernte gedeiht. 2020 haben die Schnecken das meiste gegessen, 2021 hat der Hagel das meiste zerstört. 2020 haben wir versucht Spinat zu vermehren. Der wuchs 2021 nicht an, sodass wir wieder Samen kauften, die ebenso nicht ausschossen. Wo keine Pflanze, da keine Vermehrung. Das einzige, was rege wuchs, waren die Stangenbohnen. Hier haben wir schlichtweg vergessen von der ersten Ernte Bohnen für Saatgut zu behalten. Ansonsten hat noch genau eine Zucchinipflanze wirklich getragen. Und ein paar Gürkchen kamen. Wahrscheinlich waren wir über diese heilige Ausbeute so froh, dass wir gar nicht an Vermehrung gedacht haben. Ansonsten haben wir Himbeerpflanzen mittels Stecklingen vermehrt. Durch das Nachfragen rückt das Thema nun wieder mehr ins Bewusstsein und wir werden versuchen es besser umzusetzen.


    Es ist eine erwachsene Gärtnerin weniger als beim letzten Antrag, es ist eine eher kleiner Gruppe – doch gibt es einige Ideen und Maßnahmen, um sichtbarer zu werden, toll! Hat es schon zu mehr Interesse geführt, dass ihr nun einen eigenen Bereich für die Gärten bei eurer Werkstatthaus-ÖA/Site habt? Soll es auch Veranstaltungen für die Nachbarschaft geben, werden ggf. Flyer/Zettel in nahe Bioläden o.ä. aufgehängt?
    Unsere Gruppe ist nicht riesig, aber im Verhältnis zur Grundstücksgröße doch relativ passend. Außerdem gärtnert bei uns ja auch das Kinderhaus Janusz Korczak mit. Zudem muss man sagen, dass ein reger Wechsel besteht. Jährlich kommen neue dazu, andere müssen (häufig aufgrund veränderter Lebensumstände) gehen. Derzeit gibt es zwei neue Interessentinnen, die diese Saison einsteigen möchten. Hier müssen wir uns noch absprechen, wie wir das gut begleiten können. Wahrscheinlich ist derzeit aber ein guter Moment, weil wir uns ja auch gruppenintern neu formieren möchten (Leitbild, Gemeinschaftssinn, Mitgliedschaft Werkstadthaus, etc.). Vielleicht trägt das auch zu weniger Fluktuationen und einer verbindlicheren und eindeutigeren Teilnahme bei. Ein erster Schritt war mit dem Werkstadthaus im Februar 2022 in Austausch zu kommen und erst mal eine gemeinsame Basis für die Gartengruppe zu schaffen. Die Idee mit dem verstärkter in der Nachbarschaft publik machen, nehmen wir gerne zum Überdenken an. Es gibt ein Nachbarschaftsportal auf dem das Werkstadthaus unsere Termine zum offenen Treff gepostet hat. 


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  • Freiburg: Essbares Rieselfeld wächst und gedeiht

    (Antrag, Antworten)

    1. wie beteiligen sich die Gärtner*innen und die anderen Nutzer*innen (Schulgruppe, Kindergruppen) an den Kosten des Gartens?

    Wir haben sogut wie keine Kosten. Letztes Jahr haben wir eine Kasse organisiert und jeden gefragt mindestens 2 € reinzugeben. Viele haben auch mehr gegeben ( 5-20€), aber einige der Mitgärtner sind sehr knapp bei Kasse ( z.b. eine deutsche Familie mit 4 Kindern die in einer 3 ZimmerWohnung wohnt oder eine Tunesische Familie mit 4 Kindern die am andere Ende der Stadt wohnt und gerne bei uns mitmacht). Samen bekommen wir teilweise von Jürgen Wehrle ( Dreschflegel, Samenfest usw). Sonst gibt es Samentausch etc.

    Kindergruppen machen eher mit im Rahmen besondere Ferienprogramme, ohne Kostenbeteiligung.

    2. habt ihr eine unbefristete Nutzungsmöglichkeit der Fläche? Zahlt ihr da Pacht? Nein, keine Pacht: Nutzungsvereinbarung wurden durch K.I.O.S.K. ( Verein, der Träger vom Glashaus ist, wo ich vom 2008 bis 2021 im Vorstand war, und dessen Aufgaben u.a. sind, die Bewohnerinitiativen zu unterstützen) unterschrieben. Solange wir uns an die Regeln halten, freut sich das GuT das alles so gut läuft.

    3. die Kosten für Kompostlierferung sind das die Kosten für die Lieferung an sich oder für den Kompost? Wie teuer sind die Lieferkosten?

    Wir haben schon 2 mal Kompostlieferung gehabt. Das erste Mal hat eine Firma, die Gemeinschaftsgarten unterstützen wollte, die Kosten gespendet, das 2te Mal hat es der KIOSK Verein übernommen.

    Die Kosten sind sowohl für den Transport als für den Kompost selbst. Leider habe ich die Zahlen nicht, ( könnte sie bei Bedarf besorgen) aber die Lieferung ist der größte Posten. Da die Firma, die liefert , maximal 3m³ transportiert, ist es nicht möglich mit anderen Gemainschaftsgärten die Lieferungskosten zu  teilen. Das hatten wir schon versucht!

    5.  können die Pfähle für die Beeren nicht auch aus vorhandenen Materiale (Stöcke?) hergestellt werden? Habt ihr schonmal auf Ebay geguckt oder über nebenan.de gesucht?

    Nein, haben wir nicht. Wir dachten , es wäre gut wenn es richtig starke Pfähle sind, die länger halten. Wir können aber gerne anders versuchen, wenn es anders nicht geht!

    6. was genau ist ein Holz-Komposter-Bauset? Woher würdet ihr das bekommen? Wer kümmert sich um den Kompost, wie kompostiert ihr derzeit?

    Das ist eine Umrandung für einen Komposthaufen aus Holz. Einer unserer drei alten ist baufällig und sollte ersetzt werden. Wir würden einen im Baumarkt kaufen und aufbauen. Um den Kompost kümmern wir uns prinzipiell alle, wobei zwei Mitgärtner mehr verantwortlich sind. Jedes Jahr haben wir bis jetzt immer unseren selbstproduzierten Kompost gesiebt und verteilt.

    7. für wen ist das Hochbeet und wer wird das bauen?
     

    Wir ersetzen ein bestehendes Hochbeet, welches wir vor Jahren vom Stadttheater bekommen hatten, als der Garten dort aufgelöst werden musste. Leider haben die improvisierten Materialien nicht so lange gehalten. Wir würden es gerne durch etwas langlebigeres ersetzen. Die zwei anderen beiden Hochbeete ( auch vom Stadttheater)  halten noch bis nächstes Jahr mit etwas Pflege. Dann müssen wir auch hier gucken.
    Unsere Hochbeete sind Gemeinschaftsbeete und stehen direkt am Weg.
    Das neue Hochbeet wird in freiwilliger Arbeit von unserer Gruppe errichtet. 
    Für den Aufbau gibt es im Internet Anleitungen. Steffen stößt die Aktion an und koordiniert. Helfer mit Werkzeugen haben sich bei uns bislang immer gefunden. Die Kinder freuen sich darauf, das Hochbeet dann zu bemalen und später die Radieschen zu ernten.


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  • Halle: „high-tec“ Kompost und Gewächshaus für alle im Gemeinschaftsgarten „alte Gärtnerei“

    (Antrag, Antworten)

    Ausgangspunkt
    Der Gemeinschaftsgarten „alte Gärtnerei“ am Galgenberg 2 in Halle, ist die „Erbin“ der alten
    Stadtgärtnerei von Halle.
    Mit Beginn des Projektes 2018, waren viele Gewächshäuser und ein Teil der Anzuchtsinfrastruktur
    marode aber erhalten. Seit dem konnten wir sie nach und nach wieder zugänglich und nutzbar
    gemacht werden. Deshalb verfügt der Gemeinschaftsgarten über ein unüblich großes Gewächshaus,
    das wir modifizieren wollen, um bunter zu werden.
    Der Garten
    Der Gemeinschaftsgarten hat einen öffentlichen, wöchentlichen Gärtner*innentag.
    Für Interessierte stellen wir einmal im Monat unseren Garten vor und ab Mai können bei uns einmal
    monatlich die Kräuterbeete mitbeerntet werden.
    Im vergangenen Jahr waren wir Mitprotagonist, bei den Nachhaltigkeitswochen der Stadt Halle, der
    Gemeinschaftsgarten Radtour und dem alternative Vorlesungsverzeichnis.
    In diesem Jahr sind wir bereits bei Pflanzeklimakultur engagiert.
    Der Gemeinschaftsgarten ist ein Teilprojekt des multidiversen Raums der am Galgenberg
    entstanden ist und weiter entsteht.
    Das gesamte Projekt
    Derzeit bestehen im Projekt, eine Hühner- und Laufentengruppe, eine Theater AG, offenen
    Werkstätten für Fahrrad, Druck, Metall und Holz, ein Proberaum, eine links ökologische
    Jugendbibliothek und eine Solarstromgruppe.
    Uns eint die Schaffung und der Erhalt eines ökologischen Soziokulturraums am Galgenberg, ein
    Antidiskriminierender, Antirassistischer, weltoffener Umgang miteinander und nachhaltige
    Verwendung unserer Ressourcen.

    Im Gartenprojekt wollen wir als nächsten Schritt diese beiden Maßnahmen verwirklichen:
    Aus-/Aufbau Kompostsystem
    Nach nun fast drei Anbauperioden, wollen wir unseren Stoffkreislaufwirtschaft schließen.
    Da viel Gestrüppschnitt auf dem großen Gelände anfällt, haben wir im letzten Jahr eine Methode
    zur Herstellung von Pflanzenkohle etabliert und wollen damit unsere Bodenqualität mit
    Biokohlekompost verbessern.
    Dazu soll unser Wurmkompost von aus den Bäckerkisten in eine Badewanne ziehen. Und ein
    strukturiertes Anlegen von 1 – 1,5 m³ Komposthaufen mit entsprechendem Monitoring umgesetzt
    werden.   Nach dem Vorbild der Fuldarer Klosterabtei.
    Zu Beginn wollen wir die Ausgangswerte der Bodennährstoffe, auf unseren beiden sehr
    unterschiedliche Flächen, feststellen, um die Wirkung der Kohle auf den Boden zu dokumentieren.
    Um aus dem Kompost eigene Anzuchtserde ökologisch herzustellen, wollen wir anstelle eines
    Kompostdämpfers zum Desinfizieren, einen Pyrokocher nutzen aus dem gleichzeitig Kohle
    gewonnen wird und nicht nur Asche übrig bleibt.
    Und einige Zerkleinerungsmaschinen/-werkzeuge für gute Holzkompostierung anschaffen.
    Gewächshausmodifizierung
    Erste Experimente im vergangenem Jahr mit exotischen aber sehr interessanten Nutzpflanzen wie
    Luffa zur Bioschwammherstellung und Mönchsfrucht als Zuckerersatz, haben uns unsere
    Gewächshausnutzung überdenken lassen.
    Um diese und andere Kulturen mehrjährig anbauen zu können, soll in den alten nicht mehr
    funktionalen Heizungsrohrschächten Gewächshausbeete anlegt werden, in denen außer Luffa und
    Mönchsfrucht, Süßkartoffeln, Curubas, Bergpapayas uvm. kultiviert werden sollen.
    Um die Beete besser winterfest zu machen und das Mauerwerk zu schützen, wollen wir sie mit
    Schaumglas als nachhaltigem Isolatorstoff isolieren und verkleiden.
    Die defekte Zysterne in der Mitte des Gewächshauses soll ebenso mit Schaumglas modifiziert
    werden, um dort zur Grundwärmegewinnung ab Oktober einen Langzeitheißkompost nach dem
    Vorbild von Ida und Jean Pain einzubringen, welcher im Frühjahr die Kompostmasse verstärken
    soll. Einen zweiten Teil des Gewächshausen wollen wir zur Überwinterung vor allem von
    Zitruspflanzen nutzen. Um deren Vitalität zu stärken und sicher vor hartem Frost zu sein, soll eine
    zweite LED-Vollspektrumlampe in den dunklen Monaten den Tageslichtzyklus etwas verlängern
    und eine Heizmatte mit Reglertechnik den ausreichenden Schutz vor Frost bieten.
    Zudem wollen wir mittels eines Mehrfachsonden Digitalthermometer die Wirkung des
    Heißkomposts dokumentieren, um eventuelle Standortoptimierungen im Gewächshaus ausfindig
    machen (Wärme-, Temperaturzonen).
    Für den erhöhten Strombedarf, wird eine Solaranlage aus gebrauchten Modulen mit
    Batteriespeicher dieses Jahr ans Netz gehen.
    Um eine weitere Schnittstelle für den Gemeinschaftsgarten zu schaffen, soll ein Teil des
    Überwinterungsplatzes der Nachbarschaft zur Verfügung stehen. Garten für Alle eben!

    Wie groß ist die Gärtner*innengruppe? Wie setzt sich diese zusammen?
    Aktuelle sind wir zwölf aktive Gärtner*innen, für größere Bauprojekte gibt es mehrere unregelmäßige Gärtner*innen die uns supporten, wie bspw. zwei Werkstättenleiter der Burg Giebichenstein, die wollen lieber bauen als pflanzen.
    Ich meine aktuell haben wir eine Alterspanne von 18-41 Jahren. Studies, junge Eltern, Selbständige, angestellt Berufler*innen, ALG-Empfänger*innen. Zwei unserer regelmäßigen Gärtner*innen sind nicht in Deutschland geboren. Also eher ein bunter Haufen aus vielen Ecken.

    Gärtnern die Gärtner*innen auch jenseits des Gartentages?

    Auf jeden Fall, wer in der Gartengruppe ist, kann jederzeit dort sein.
    Der Gartentag soll zwei Funktionen erfüllen.
    1. Interessierten einen Einstieg geben, uns unverbindlich kennenzulernen und mitzumachen wer
        möchte. Es ist eine öffentliche Veranstaltung, wo jeder kommen kann.
    2. Einen Schnittpunkt für direkte Absprachen untereinander zu schaffen. „Alle unter einem Hut“,
        möglichst offline.


    Wie oft und von wem wird die Gartenfläche und die Gewächshäuser genutzt?
    Die Gartenfläche wird ganzjährig genutzt, hauptsächlich von der Gartengruppe.
    Wir nutzen aktuell ein Gewächshaus ebenfalls ganzjährig.

    Was meinst du damit, dass bald 1x Monat die Kräuterbeete mit beerntet werden können. Von wem? Im Sinne von „Essbare Stadt“?
    Oh das weiß ich gar nicht, ob das unter „Essbare Stadt“ fällt. Die Idee ist eher daraus entstanden, das wir zu viele Kräuter haben, Dost und Muskatellersalbei wachsen bspw. wild und mit den vielen Kräuter wollen wir das Interesse an unserem Gemeinschaftsgarten wecken und da wir ein öffentliches Projekt sind, warum nicht an die Allgemeinheit geben.

    Wie groß ist die Fläche, wie viele Beete gibt es, was gibt es sonst noch an Infrastruktur (instand gesetzt oder noch als „to do“)
    Die Beetfläche sind ca. 300 m^2 – 350 m^2 mit 50-52 Beeten + vertikal Strukturen, je nachdem wie viel Engagement die Gruppe hat, können wir auch noch weitere Teile urbar machen oder Gründüngen säen. Das gesamte Projekt hat ungefähr 1 Hektar und es ist nicht strikt, welche Fläche/Räume zu welchem Teilprojekt gehören. Gartenflächen sind markiert, aber das ist unser Ding aus den Erfahrungen der letzten Jahre. 
    Auf dem Gelände existieren alle Versorgungsanschlüsse, die es für eine Gärtnerei in der Stadt benötigt.
    Es gibt eine Regenwasserzysterne, wir (das gesamte Projekt) haben noch mehrere Regenwassersammeltanks aufgestellt, andere Teilprojekte benötigen auch Wasser.
    Die Sammelsysteme der ehemaligen Stadtgärtnerei waren teilweise noch da und bislang hat der Gemeinschaftsgarten kein Trinkwasser gebraucht, da wir mit einer Solarpumpe die dezentralen Stationen, anpumpen brauchen wir im Garten auch kaum Netzstrom.
    Wir haben ca. 35 m^2 des Frühbeetsystems für den Gemeinschaftsgarten nutzbar gemacht, und  Altmaterial auf dem Gelände gesammelt, um optional die Frühbeete noch erweitern zu können oder/und Reparaturmaterial zu haben. Letztes Jahr ist ein Reh über ein Frühbeet gelaufen, das hat die Scheibe nicht so leicht genommen :-).
    Wir haben dieses Jahr noch einen Unterstand in Planung, Holz+Kohlelager und große Geräte wie Schubkarren und Co. in der ToDo Liste, unser Tischlermeister freut sich schon.

    Habt ihr einen Vertrag und wenn ja, wie lange könnt ihr auf der Fläche bleiben? Zahlt ihr Pacht? Gehört die Fläche der Stadt?
    Ja wir (das gesamt Projekt) pachten von der Stadt, der Vertrag läuft bis 2028 und kann auf Anzeige bis 2033 verlängert werden.

    Ich habe noch nicht ganz verstanden, was für ein Gesamtprojekt das ist, habe ich auch auf eurer Homepage nicht rausgefunden. Habt ihr Räume für all die anderen Angebote und der Garten gehört zu dem Haus?
    Also nutzt ihr Räume und natürlich die Fläche einer alten Gärtnerei für euer Gesamtprojekt?
    Das ist glaube ich auch nicht so einfach, die Homepage ist aktuell wieder etwas baustellig, die Gemeinschaftsgartengruppe ist eigentlich über Florapolis vernetzt und repräsentiert, aber leider ist die Seite seit einer Woche gelöscht, ich versuche gerade rauszubekommen was da los ist.
    Die gesamte Fläche war bis ~2010/12 die Stadtgärtnerrei von Halle. Wurde dann wegen Einsparung abgewickelt. Und dort finden alle Projekte ihren Platz zu denen auch der Gemeinschaftsgarten gehört. Die Projektidee fußt auf dem Freiraumgedanken für kulturellen, kreativen, antidiskriminierenden Raum und solidarisches Miteinander.

    Wie groß ist die Kompostgruppe und wie gebt ihr das Wissen und die Erfahrungen, die dort gewonnen werden, weiter?
    Eine Kompostgruppe gibt es nicht, es betrifft ja alle im Gemeinschaftsgarten, angefangen vom Sammeln und trennen der Abfälle über Kohlefass stopfen, bis zum Würmerfüttern.
    Ziel ist es das das alle aus der Gartengruppe können/verstehen und wird bestimmt auch Thema bei unserer Gartenvorstellung. Bestimmt wirds eine Infotafel geben. Aber darüber hinaus haben wir noch nicht gedacht. Es muss ja erstmal klappen.
    Würdet ihr eure Erfahrungen in den Praxisblättern teilen? https://urbane-gaerten.de/praxisseiten-urbane-gaerten
    Sehr gerne, können wir dort publizieren was rausgekommen ist. Haben bislang viel davon profitiert, herzlich Dank an euch!

    Was ist ein Kompostfdämpfer?
    Das ist im Prinzip ein Holzofen mit einer ungewöhnlichen Kochplatte, ich kenne es als Bauweise in einer Art Fass, bei dem oben Erde eingefüllt wird und erhitzt. Nutzen manche für die Jungpflanzenanzucht um vor allem den Schimmelpilz rauszubekommen und die Gelege von Schadinsekten.

    Wie groß ist das Gewächshaus?
    Das Gartengruppengewächshaus hat ca. 60m^2.

    Was passiert mit all den Jungpflanzen, die auf eurer Facebooksite zu sehen sind?

    Das ist ein anderes Teilprojekt, sowas kann die aktuelle Gartengruppe zusätzlich nicht stämmen. Seit letztem Jahr versuchen wir Menschen mit eigenem Garten oder Garteninteresse an die Anzucht, der verschiedenen Kulturen (Licht- und Dunkelkeimer sind oft schon herausfordernd), heranzuführen.
    Und einen Impuls für ökologische, biologische und vorallem torffreie Pflanzenanzucht an die Nachbarschaft zu senden.
    Wir sind umringt von fünf oder sechs Kleingartensiedlungen. Und wir hoffen das Nachbar*innen uns vielleicht dadurch bei unserem Projekt unterstützen.
    Man erreicht auch eine ganz andere Menschgruppe als bei den Kulturveranstaltungen.

    Was passiert überhaupt mit den Pflanzen, die ihr im Gewächshaus anbaut?

    Wir pflegen, präsentieren nutzen/essen sie.


    Vom wem werden diese dann (weiter) genutzt? Wollt ihr Lufaschwämme z.B. verkaufen?

    Nein, verkaufen entspricht nicht dem unkommerziellen Charakter des Projektes.
    Der Gemeinschaftsgarten Konsens ist:
    können wir es in der Gartengruppe nicht verwerten, geht die Frage an die anderen Teilprojekte, bspw. KüFa, Hühner usw., bei den Luffas wär es auch was für unseren Küchenbereich und in den seltenen Fällen, wo es doch mehr ist als wir im Projekt unterbringen können, stehen wir mit anderen örtliche Protagonisten, wie dem Tierschutz oder der vegan Community in Kontakt. Zudem Luffas ja lange lagerfähig sind und Mönchsfrüchte ja meist getrocknet als Süßungsmittel eingesetzt werden.
    Und was passiert mit der Ernte aus den Beeten (es gibt doch auch Beete im Freiland?)
    Auch die präsentieren nutzen/essen wir, geben sie an die Küfa(s), Hühner, unseren Helfer*innendunstkreis weiter, wenn es zuviel gibt und dann wie oben geht es weiter. Ziel ist es keine Lebensmittel zu verschwenden.

    Warum wollt ihr vermehrt Pflanzen anbauen, die hierzulande nur im Gewächshaus überwintern können?
    Weil wir, so weit ich es aus der Gruppe weiß, keine einheimische alternative für Luffas und Mönchsfrüchte haben, damit bspw. bei der Gartenvorstellung, die beiden Kulturen und die damit verbundenen Themen in den Fokus rücken, um auf ökologischere bzw. gesündere Alternativen zu verweisen, die man mit etwas Mühe auch hier kultivieren kann.
    Wir hoffentlich einige Gärtner*innen aus den umliegenden Kleingartenkolonien dafür begeistern zu können, das gegen die ein oder andere Tomatenpflanze in ihrem Gewächshaus einzutauschen (Know-How Transfer).
    Und nicht zuletzt das Interesse an unserem Gemeinschaftsgarten zu wecken und ein bisschen andere Natur, vielleicht Heimat, erfahrbar zu machen und unser Netzwerk interessanter und vielfältiger zu machen.
    Wie viele Menschen kümmern sich im Winter dann darum?
    Winter ist in unserem Garten meist nur ~6 Wochen außer es liegt außerhalb der Dezember/Januar „Pause“ Schnee. Und in der „Pause“ sind wir alle weiter aktiv beim Reparieren, Planen und Wintergemüse ernten. Und einmal wöchentlich zumindest kurz im Garten, um uns zu kümmern.
    Für wie viele bei euch ist das ein Thema?
    Derzeit finden vier Leute dieses Beet(e) spannend, wir treffen solche entscheiden nach dem Konsensprinzip. Ich würde vermuten, wenn wir sie haben und es funktioniert, kommen noch mehr Interessierte und Ideen dazu.

    Wie viele Leute werden und können sich an den Ausbauarbeiten beteiligen?
    Natürlich möglichst alle aus der Gartengruppe und unserem Unterstützer*innenkreis, denke aber mehr als fünf Leute können durch die baulich gegeben Grenzen nicht nebeneinander in/an den Heizungsschächten arbeiten. Der Rest muss dann eben den Garten bewirtschaften :-). 

    Das mit der Isolierung der Zysterne für eine Heißrotte verstehe ich nicht und wie ist die Methode von Ida und Jaen  P.?
    Bei der Isolierung geht es darum, den Wärmeabfluss in die Richtungen zu minimieren in den keine Pflanzen sind (Außenwand, Mittelgang, Boden). Die Zysterne ist ca. 10 cm über Bodenhöhe und ca. 25 cm in der Mitte tief. Ob die Tatsächlich mal zur Wasserversorgung oder fürs Treibhausklima war, wissen wir nicht. Und damit wir die Kompostgröße von 1m^3 schaffen, muss er hoch werden ohne das uns der Haufen in den Mittelgang vom Gewächshaus rutscht und Schaumglas kann Flächenlasten ganz gut verteilen und isoliert.
    Kann durchaus sein, das wir im nächsten oder übernächsten Jahr einen Wasserschlauch zur Wärmeverteilung vom Insidekompost in das Beet legen, wenn der Wärmefluss vom Komposthaufen nicht reichen sollte. Deshalb u.a. auch das Monitoring. Wenn es ohne geht, wär es einfacher nachzumachen.
    Ida und Jean Pain, waren meines Wissens die ersten, die das Prinzip des Biomeilers eingeführt hatten und das ist es ja im Prinzip mit dem Komposthaufen im Gewächshaus ggf. Wasserschlauch, als Wärmetauscher. Ist ein bisschen andere Kompostzusammensetzung, aber wir wissen noch nicht ob es darauf vielleicht doch nicht ankommt.
    Falls es dich interessiert: https://www.jean-pain.com/en das Standardwerk von den beiden heißt „Another Kind Of Garden“, gibts im Französischen Original und in Englisch, die haben recht verrückte Sachen gemacht, aus Kompost Strom bspw.. Ich fand das ganz interessant, vorallem weil es aus den 70er ist.

    Ist das, was ihr da aufbauen wollt auch für Gärtner*innen bedien- und nutzbar, die nicht so technisch versiert sind? Muss man dann eine Einführung machen?
    Die Endergebnisse sollte mit einer einfachen Anleitung bedienbar sein. Die Lampe hat einen Drehknopf mit Prozentangaben und die Heizmatte hat ein Temperaturdisplay mit zwei Pfeilen. Ist alles keine Weltraumtechnologie.
    Ich glaube das zur Sicherheit eine Einführung gemacht werden wird, dafür sind die Protagonist*innen in und um das Projekt zu heterogen. Und es beugt der Fehlbenutzung vor.
    Wenn jemand der nicht so vom Fach ist, verstehen will, wieso warum, dann wird es um eine Einführung nicht drum rum kommen.

    Zahlen die Nachbar*innen etwas für einen Standplatz im Gewächshaus?
    Das Projekt ist unkommerziell und wir werden allein wegen der Nebenkosten auf Spendenmöglichkeiten hinweisen, aber es gibt jeder was er kann oder beteiligt sich persönlich. Alle Protagonist*innen sind ehrenamtlich tätig.

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  • Heilbronn: neuer GG entsteht

    (Antrag, Antworten)

              was für Vorarbeiten für das Projekt gab es von der Stabstelle Partizipation und Integration (das ist die kommunale Stelle, bei der bisher der geplante Interkulturelle Garten angesiedelt war, oder?), welche Ergebnisse und Erfahrungen aus den Veranstaltungen gab es? Was für Veranstaltungen waren das und wer nahm daran teil?

    1.       Treffen: Oktober 2019 | Bei dem ersten Treffen wird der aktuelle Projektstand bekannt

    gegeben und es sollen erste Absprachen stattfinden, wie das Projekt in der Gruppe umgesetzt werden kann.

    2.       Treffen: Februar 2020 | Ziel: Alle kennen den aktuellen Projektstand zum Urban Gardening. Sie kennen unsere Vorstellungen und Erwartungen des weiteren Projektverlaufs

    Es nahmen neben dem Quartiersmanagement, dem Grünflächenamt sowie die Stabstelle interessierte Hobbygärtner aus dem Quartier.

              Wie groß ist die Gruppe der potentiellen Gärtner*innen? Wie beteiligen sich diese Menschen an der Planung und dem Aufbau? Die Gruppe besteht derzeit aus ca. 15 Personen, die sich über E-Mail austauschen. Es wurden 2 Kümmerer und Ansprechpartner aus dieser Gruppe benannt, die in Kontakt mit den Gärtner*Innen und dem Grünflächenamt und Quartiersmanagement sind.

              Die Gruppe soll sich weitgehend selbst organisieren und die Ausgestaltung des Gartens und die Realisierung selbst planen.

              In wie weit ist das Grünflächenamt an Planung und Umsetzung des Gartenprojekts beteiligt? Das war ja auch Partner bei den Veranstaltungen? Die Fläche für das Urban Gardening befindet sich auf einem öffentlichen Grünzug, der Vegetationsrahmen (Bäume, Sträucher…) und die grundsätzliche Erschließung der Fläche (Wege, Beleuchtung, Bänke, Wasseranschluss,…) wurden seitens der Stadt und den Projektbeteiligten der Quartiersentwicklung Südbahnhof geplant und von 2019 bis 2021 baulich realisiert. Die Idee und die Festlegung der Örtlichkeit für das Urban Gardening erfolgte durch das Grünflächenamt in Zusammenarbeit mit dem planenden Landschaftsarchitekten. Das GFA unterstützt die Gruppe weiterhin in fachlichen Fragen und wird bei den nächsten übergeordneten Treffen dabei sein.

              Wie ist der Zustand der Fläche, kann sofort mit dem Bau von Hochbeeten u.ä. begonnen werden oder sind noch Vorabeiten auf der Fläche notwendig? Die Fläche ist startbereit (siehe Foto in der Anlage), es kann im Frühjahr 2022 (abhängig von der Coronalage) mit dem Bau von Hochbeeten und der Vorbereitung (Umgraben) der Fläche begonnen werden. Die Fläche wurde im Frühjahr 2021 mit einer Wiesenansaat als Bodenschutz versehen.

              Ist die Nutzung der Fläche für den Gemeinschaftsgarten befristet? Muss eine Pacht gezahlt werden? Gibt es eine vertragliche Regelung über Nutzungsdauer und andere Aspekte?

              Die Nutzung des Gemeinschaftsgartens ist nicht befristet und es muss keine Pacht gezahlt werden. Die Fläche soll ausdrücklich als Gemeinschaftsaktion zur Quartiersentwicklung dienen.

              Wie soll die doch recht kleine Fläche (115m²) gestaltet werden? Was wird da außer den Hochbeeten und einem Komposter noch dort zu finden sein? Wird es auch Flachbeete geben z.B.? Außer den Hochbeeten wird es weitere Flachbeete geben, die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Es ist auch angedacht Beerenobst oder ggf. Spalierobst anzupflanzen. Eine Erweiterungsfläche von 130 m² steht zur Verfügung.

              Woher kommt das Wasser? Vor Ort ist ein Wasseranschluss vorhanden, die Stadt stellt das Wasser für die Gartenbewirtschaftung bereit.

              Wo sollen die Gartengeräte untergerbacht werden und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu? Wer hat den Bedarf an den Gartenwerkzeugen geplant? Eine Überlegung ist, vor Ort eine Gerätehütte zu realisieren, bis dahin besteht die Möglichkeit die Geräte in einer nahegelegenen Räumlichkeit des Quartiersmanagements unterzubringen. Den Bedarf an Werkzeugen hat die Gärtner*Innen – Gruppe geplant.

              Sie schreiben, dass ein kleiner Teil des Anbaus für den Eigenbedarf stattfinden soll. Wie wird das organisiert und wer hat dann wo wie viel Platz zum Eigenanbau? Die genauen Abläufe und Verteilungen werden derzeit in der Gärtner*Innen-Gruppe diskutiert und festgelegt.

              Sollen die Hochbeete, die Sie bei uns beantragen, dann gemeinschaftlich begärtnert werden? Ja

              Wie viele Leute können mitgärtnern? Wir gehen insgesamt von ca. 20 bis 30 Gärtner* Innen aus.

              Wie werden Entscheidungen rund um den Garten getroffen und wie läuft die Kommunikation?

              Die Gruppe tauscht sich via E-Mail aus, es gibt eigenständige Treffen und Treffen, die vom Quartiersmanagement und vom Grünflächenamt organisiert werden. Die Gruppe soll möglichst autark und demokratisch agieren. Hilfestellung bei Problemen erfolgt durch Quartiersmanagement und Grünflächenamt.

         Heu
            


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  • Heidelberg: neuer GG entsteht

    (Antrag und Antworten)

    Auf dem ehemaligen Kleingartenareal des Großen Ochsenskopfs, einer Freifläche, zwischen
    Bahngleisen, Bundesstraße und angrenzend an das Stadtviertel Bergheim West in Heidel-
    berg soll ein urbaner Gemeinschaftsgarten entstehen. Im Rahmen eines Bürgerentscheids
    wurde die Bebauung des Großen Ochsenkopfs verhindert. Die Stadt Heidelberg hat dem
    Nachbarschaftsbüro Westliches Bergheim, getragen von Kulturfenster e.V. und Verein zur
    beruflichen Integration und Qualifizierung e.V., die Nutzung der Fläche für einen Gemein-
    schaftsgarten angeboten. Bei einer Flächenbegehung mit den Fachämtern der Verwaltung
    wurden Teilbereiche des Areals (s. Abbildung 1) identifiziert, die sich umweltverträglich für
    den Gemeinschaftsgarten eignen würden, geschützt von Bäumen und Büschen, die zum
    Aufenthalt und Verweilen einladen. 

    1
     
     
    Gemeinschaftsgarten Bergheim West  
    Aufbau eines urbanen Gartens zur generationen- und herkunftsübergreifenden
    Begegnung der Menschen im Quartier
     
    Kontakt und Ansprechpartner*innen:
    Nachbarschaftsbüro Westliches Bergheim, Bergheimer Straße 152. 69115 Heidelberg
    kontakt@hd-bergheim.de / T 06221 7282182
    Antonia Bugla und Franziska Ritter
     
    Die Fläche
    Auf dem ehemaligen Kleingartenareal des Großen Ochsenskopfs, einer Freifläche, zwischen
    Bahngleisen, Bundesstraße und angrenzend an das Stadtviertel Bergheim West in Heidel-
    berg soll ein urbaner Gemeinschaftsgarten entstehen. Im Rahmen eines Bürgerentscheids
    wurde die Bebauung des Großen Ochsenkopfs verhindert. Die Stadt Heidelberg hat dem
    Nachbarschaftsbüro Westliches Bergheim, getragen von Kulturfenster e.V. und Verein zur
    beruflichen Integration und Qualifizierung e.V., die Nutzung der Fläche für einen Gemein-
    schaftsgarten angeboten. Bei einer Flächenbegehung mit den Fachämtern der Verwaltung
    wurden Teilbereiche des Areals (s. Abbildung 1) identifiziert, die sich umweltverträglich für
    den Gemeinschaftsgarten eignen würden, geschützt von Bäumen und Büschen, die zum
    Aufenthalt und Verweilen einladen.  
    Abbildung 1: Übersicht über Areal
     
    Ziel, Inhalt und Maßnahmen
    Mit den Bewohner*innen des westlichen Bergheims soll ein Gemeinschaftsgarten auf einem
    Teilbereich des Areals entstehen. Wir wollen einen Ort der kulturellen, sozialen und genera-
    tionenübergreifenden Vielfalt und des nachbarschaftlichen Miteinanders schaffen, unmittel-
    bar in der Lebensumgebung. Dabei greifen wir auf erste gemeinsame Gartenprojekte in den
    Hinterhöfen der Wohnumgebung zurück, in denen wir mit den Nachbar*innen bereits ge-
    meinschaftlich Gemüse, Kräuter und Blumen pflanzen. Die Erfahrung zeigt: das Gärtnern
    bringt Menschen unterschiedlicher Sprache, verschiedenen Alters und Lebenssituation zu-
    sammen. Am Beet finden Nachbarschaftsgespräche statt, Begegnungsräume entstehen. Aus diesen Begegnungen haben sich Interessierte für eine Mitwirkung an einem größeren
    Gemeinschaftsgarten gefunden. Dieses Engagement gepaart mit der einmaligen Chance
    einer Flächennutzung in unmittelbarer Wohnumgebung wollen wir aufgreifen. Sobald die
    essentiellen Strukturen geschaffen sind (Fläche geebnet, Grundausstattung der Gartengerä-
    te vorhanden, Saat- und Pflanzgut da) können wir mit der Arbeit beginnen. Wir sind bereits
    im engen Austausch mit Gemeinschaftsgartenprojekten in anderen Stadtteilen, die uns eine
    enge Unterstützung im Aufbau zugesichert haben. Über die Plattform nebenan.de haben wir
    ein Netzwerk von Hobby-Gärtner*innen, die uns mit Ablegern ihrer Gärten unterstützen wol-
    len.

    Wer wird wann was bauen? Wann soll es mit den Bauvorhaben durch die Gruppe losgehen? Wir werden im Januar 2022 mit der Gruppe starten,. Die Restmittel für die „Erstaustattung“ versuchen wir über Solidarbeiträge der Gärtner*innen, Spenden der Nachbar*innen und auch über Kleinbeträge aus dem Nachbarschaftsfonds (siehe Website), hier max. 500 Euro zu erwarten, zu stemmen.

    Wie groß ist denn die Gruppe, die im Gemeinschaftsgarten gärtnern möchte? – Aktuell haben wir rund 10 Personen, die am Aufbau des Gartens mitwirken würden. Auch haben wir die Unterstützung von Institutionen im Stadtteil (wie das Seniorenzentrum Bergheim oder der Coworking Space), die über den geplanten Gemeinschaftsgarten informiert sind und bereits Gestaltungsideen eingebracht haben sowie ihre Zielgruppen für eine Mitwirkung am Garten mobilisieren können.

    Wie groß ist die Fläche, die zum Gemeinschaftsgarten werden soll? – Die Fläche, die für die Bewirtschaftung zur Verfügung steht und für uns gefräst wird, umfasst ca. 100 qm. Die Fläche ist von Büschen und Bäumen eingesäumt, dadurch geschützt und bietet natürliche Schattenplätze. Neben der zu bewirtschaftenden Fläche stehen also noch ergänzende Bereiche zum Aufhalten, Spielen, Picknicken etc. bereit.

    Ist die Fläche schon gefräst, sprich der Gemeinschaftsgarten kann  nun da entstehen? Die Fläche wird aufbereitet, sobald wir den Startschuss geben können, sobald also die Förderzusage der Anstiftung vorliegt und wir richtig loslegen können. Wir stecken sozusagen in den Startlöchern (mehr …)

  • Freiburg: Waldgarten Wiehre baut Fläche weiter aus

    (Antrag, Antworten)

    Der Waldgarten Wiehre in Freiburg liegt auf einer städtischen Brachfläche in einem Naturschutzgebiet. Eine 20-köpfige Gruppe gärtnert dort. Sie orientieren sich an den Prinzipien der Permakultur, bauen alte und weniger bekannte Obstsorten an, stärken Nützlinge durch den Anbau von Futterpflanzen und Behauseung und machen auch Workshops zu Themen wie Veredelung, Schnitt, Kompostierung und Gartenerlebnisse für Kids.

    • Habt ihr einen Vertrag für die Fläche, ist die Nutzung befristet und müsst ihre eine Pacht zahlen?

    Es gibt eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt Freiburg, wir müssen keine Pacht zahlen. Eine Befristung für die Nutzung gibt es nicht.

    • Gibt es Zäune um die Fläche herum? Habt ihr Probleme mit Hunden, anderen Tieren oder mit Vandalismus?

    Es gibt keien Zäune, es gibt ein Bißchen Verbiss von Wildtieren an manchen jungen Obstbäumen, dem wir aber entgegenwirken mit Umzäunung oder mit Schafwolle als Abschreckungsgeruch. Wir haben ein Schilf aufgestellt mit der Bitte dass keine Hunde auf die Fläche gelassen werden sollen. Da unser Bewuchs auf der Fläche auch recht hoch ist mit großen Stauden wie Alant und Rainfarn, kommen die Hunde nicht weit in die Fläche rein. Selten gibt es mal ein Hundehäufchen. Vandalismus hatten wir soweit ich weiß bisher keinen.

    • In welcher Form unterstützt euch „Freiburg packt´s an“?

    Bereitstellung der Fläche, Ansprechperson bei der Stadt für Genehmigungen von Bauten wie Kräuterspirale, Hochbeete. Das wäre ausbaufähig (siehe Positionspapier des Projekt Essbare Stadt des Ernährungsrat Freiburg und Region dazu).

    • Wie viel ernten Spaziergänger*innen (ungefähr in Prozent)? Ist das für alle aus der Gruppe ok, dass auch Leute ernten dürfen, die nicht Teil der Gartengruppe sind und sich um den Garten kümmern?

    Sie ernten vor allem Beeren, was für uns in Ordnung ist. Vielleicht sind das so 20-30%, aber wir haben nie Daten erhoben. Es kommt auch darauf an, wann wir uns zum Ernten der Beeren organisieren. Generell besteht der Hauptertrag aus dem gemeinsamen Erlebnis, die Fläche zu pflegen, dem Obst und dem Gemüse aus den Hochbeeten, den Beeren und den Wildkräutern und Stauden.

    • Wie seid ihr organisiert? Wie laufen Kommunikation und Entscheidungswege der Gruppe, wie entsteht bei euch Gemeinschaft?

    Wir sind gerade dabei, uns in verschiedene Teams einzuteilen nach dem soziokratischen Modell mit einem Koordinationskreis aus Vetreter*innen der Teams. Die Kommunikation läuft per Email und einer Messengergruppe sowie bei unseren Gartentagen direkt persönlich, ab und an auch per Telefon. Gemeinschaft entsteht vor allem durch das gemeinsame Gärtnern und picknicken. Leider durch die Coronasituation dieses Jahr etwas schwieriger.

    • Wo wird das Werkzeug untergebracht und wer hat dazu dann Zugang?

    Wir haben eine abschließbare Werkzeugkiste mit Code, den alle die im Garten aktiv sind haben.

    • Wir groß soll die Kräuterspirale denn werden, die Materialkosten erscheinen mir recht hoch? Bitte fächert die Kosten dafür noch auf

    Die Spirale soll 4m Durchmesser haben und 2-2,5 Windungen/Spiralkreise haben. Die durchschnittliche Höhe der Trockenmauereinfassungen aus Granitbruchsteinen der Firma Dörflinger beträgt 0,5m. Angefüllt wird die Spirale mit einem Erd-Sandgemisch. Enthalten in der Kalkulation sind auch ca 4qm Maggiagranitplatten für Trittsteine und Sitzplatten auf der Mauerkrone.

    • Könntet ihr auch andere Steine als Granitsteine nutzen, könnte ihr Erde, Sand, Kies nicht von der Stadt bekommen?

    Nein, das haben wir alles bereits angefragt und abgeklärt. Wir liegen in einem Landschaftsschutzgebiet auf Granit, weshlab nur Granit verwendet werden darf. Dazu haben wir Auflagen von der Stadt erhalten.

    Wir werden die Spirale gemeinsam an einem Gartentag mit allen Aktiven und weiteren Interessierten Helfer*innen bauen. Wir können den Bau gerne dokumentieren und euch die Doku zur Verfügung stellen.


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  • Duisburg: Kants Garten wichtig für viele in der Pandemie

    (Mail)

    Wir waren trotz Corona ziemlich aktiv in 2020, zusätzlich zu unseren Kants Garten Aktivitäten haben wir zwei große und zwei kleine Staudenbeete in anderen Teilen des Kantparks bepflanzt – das ist in 2021 dann um einige Beete erweitert und gerade eben mit 30.000 Blumenzwiebeln ergänzt worden. Hier handelt es sich jedoch offensichtlich nicht um Selbstversorgergärten für uns Zweibeiner, sondern mehr bunte Insektenweiden, wir arbeiten an einem sehr lange blühendem „Duisburger Nektar & Pollen Coop“ 😉 und hoffen so, die Artenvielfalt zu fördern. 

    In Kants Garten sind wir jedoch ebenfalls weiterhin happy GärtnerInnen, lieben unsere Minzebar und frischen Kräuter, das teils selbstgezogene, vielfach aber auch als Setzlinge gepflanzte Gemüse und köstlichen Salat und freuen uns auf eine Beeren-Ernte, die aber in diesem Jahr noch zierlich ausfiel. Die Johannisbeeren bilden aber schon einen sichtbaren Wall um unsere Bank, die Stachelbeeren hatten ein paar köstliche Früchtchen. Unser Gartenprojekt hat uns Halt gegeben und gute Gründe, trotz Lockdown an die frische Luft zu kommen.

    Und er macht nicht nur uns Freude sondern sehr, sehr vielen Menschen, die Ihn ebenfalls regelmässig gerne besuchen kommen. Wir stellen fest: unser Garten stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Nachbarschaft. Durch die Pandemie gibt es unendlich viel mehr Parkbesucherinnen aus allen Generationen. Viele Menschen sprechen uns an und danken für die Blumen, die nun an so vielen Stellen wachsen – freuen sich sehr darüber. Kürzlich kam jemand aus seinem anliegenden Büro zu unserer Pflanzaktion, weil er uns dringend Mitteilen wollte, dass er jeden Tag zu den Blumenbeeten schauen geht, sich über die Insekten freut und ihm das alles sehr viel in diesen pandemischen Zeiten bedeutet … Wir haben direkt gegenüber der Schulhöfe des Gymnasiums ein 400 qm großes Beet von Efeu befreit und kunterbunt mit Stauden und Geophyten bepflanzt – die Freude bei Lehrenden wie den SchülerInnen freut auch uns immer wieder. Die Kids, die tag ein, tag aus während es Log Downs Basketball spielten und spontan mitgemacht haben beim Humus verteilen und beim Pflanzen (wir haben grade unseren zweiten Sattelschlepper Humus geliefert bekommen, lagert bis zur Verwendung auf einem Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe). Unsere 45 Vogelnisthäuser werden gut bewohnt (zusammen mit einer Biologin haben wir grade geeinigt und evaluiert). Unsere 5 Fledermauskolonien sind wieder um weitere Schutzkästen ergänzt. 


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  • Heidelberg: offener Gemeinschaftsgarten an neu entstehendem Wohnprojekt

    (Antrag, Antworten)
    Um Erfahrungen  für  unseren  Gemeinschaftsgarten  zu  sammeln, der  im  Januar  2022 eröffnet
    wird,  möchten  wir  auch  dieses  Jahr  bereits  einige  Workshops  zur  ökologischen
    Freiraumgestaltung  durchführen.  Der  Garten  ist  eingebettet  in  das  selbstverwaltete
    Wohnprojekt Collegium Academicum und soll als Schnittstelle zur breiteren Öffentlichkeit und
    Begegnungsort dienen. Er umfasst sowohl einen Dachgarten (auf der Veranstaltungsfläche) als
    auch den Innenhof und Freiflächen um das Gebäude herum sowie einen Teich. Der größte Teil
    des  Gartens  ist  rollstuhlgerecht  zugänglich,  um  möglichst  vielen  Menschen  eine  Teilhabe  zu
    ermöglichen.
    Der Garten steht sowohl den Bewohner*innen des Wohnheims (Studierenden, Auszubildenden
    und  Promovierenden)  als  auch  der  Nachbarschaft  und  interessierten  Bürger*innen  zur
    Verfügung  (Kontakt  zum  Quartiersmanagement  Hasenleiser  besteht  bereits).  Auch
    interkulturelle Begegnungstreffen werden somit in einem diversen Quartier angestrebt.
    Bei dieser ersten Auftaktveranstaltung wollen wir uns theoretisch und praktisch an zwei Arten
    Hochbeeten  versuchen,  diese  bauen  und  in  Betrieb  nehmen.  Diese  Form  der  Bildungsarbeit
    entspricht  den  Förderzielen  des  Vereins,  da  unabhängig  vom  Bildungstand  und  anhand
    praktischer Projekte gelernt wird.
    Wir wollen anhand der beiden Hochbeete Erfahrungen sammeln, die wir dann im nächsten Jahr
    bei der Gestaltung unseres Gemeinschaftsgartens nutzen können. So wird sichergestellt, dass
    die Beete den Bedürfnissen und Kapazitäten der Nutzer*innen entsprechen.

    – wie viele Leute sind bisher an der Planung des Gartens beteiligt und wie viele kommen aus der Nachbarschaft (also wohnen nicht dort)?

    Derzeit plant die offene Projektgruppe den Garten und bisher wohnt noch niemand dort. Einzug in das Wohnheim wird voraussichtlich im kommenden Januar stattfinden. Teil der Projektgruppe sind auch Menschen, die in der näheren Umgebung wohnen und nicht einziehen werden. An den Planungen beteiligt sind ca. 20 Personen, die nicht einziehen und eine stetig wachsende Gruppe von Einziehenden von derzeit etwa 15 Personen. Andere potenzielle Nutzer*innengruppen werden sicher in Zukunft noch dazustoßen, beispielsweise durch das Quartiersmanagement Hasenleiser, der Montessorischule und der Lebenshilfe in direkter Nachbarschaft.

    – wie groß ist die Fläche, auf der der Gemeinschafts(nutz)garten entstehen soll und wie ist diese beschaffen? Wie hängen die Teilflächen zusammen? Bitte schicken Sie mir davon eine Skizze

    Unser Garten besteht aus drei Teilen: 1. Dachterasse (etwas über 200m²); 2. dem Innenhof (ca. 600m²); 3. dem Gartenbereich um die Gebäude herum.

    Im Anhang schicke ich Ihnen unsere aktuelle Außenraumplanung (von unserem Landschaftarchitekturbüro). Vor allem die rund eingezeichneten Beete werden zu großen Teilen ein Nutzgarten sein.

    – gibt es schon ein Schild, auf dem das Vorhaben bekannt gemacht wird mit Kontaktmöglichkeit für die Nachbarschaft?

    Nein, aktuell noch nicht. Der Grund dafür ist, dass wir das erste Projekt sind, das auf der Konversionsfläche US Hospital fertiggestellt wird. Das bedeutet, es gibt derzeit noch keine Straßen und Gehwege, die Fläche wird derzeit erschlossen und wir rechnen mit einem Abschluss der Bautätigkeiten um unser Grundstück herum und einer Zugänglichkeit des Gartens ab etwa dem Jahreswechsel.

    – wie haben Sie das Vorhaben bisher in der Nachbarschaft bekannt gemacht?

    Das Projekt steht grundsätzlich im Fokus der Öffentlichkeit – diverse Pressevertreter*innen berichten regelmäßig. Auch über unsere social Media Kanäle, unseren Newsletter und Verteiler wie bspw. die Telegramgruppe „Klimagerechtigkeit HD“ oder des „architects for future HD“ und natürliche per persönlicher Einladung haben wir derzeit für unseren Gartenworkshop im Rahmen unserer Summerschools geworben.

    – wie zugänglich ist der Innenhof und können die interessierten, potentiellen Mitmacher*innen aus der Nachbarschaft da jederzeit dann rein?

    Es sind keine Zäune oder sonstige Begrenzungen geplant und die Zugänglichkeit ist für die Gartengruppe jederzeit gegeben, egal ob sie im Gebäude wohnen oder nicht. Die bauliche Gestalt ist jedoch so, dass der breiten Öffentlichkeit vor allem die Flächen um die Gebäude herum offen stehen, da sie ohnehin an die öffentlichen Plätze und den Park angrenzen und unser Ziel auch eine Vernetzung der Nachbarschaft ist (im Zuge der Internationalen Bauausstellung).

    – wie viele Menschen können an dem Beetbauworkshop mitmachen (20?) und wie haben Sie den Workshop bisher beworben? Wann wird der Workshop stattfinden? Wie viele Menschen aus der Nachbarschaft haben Interesse an dem Workshop?

    Es werden maximal 25 Personen teilnehmen können, aktuell liegen uns Anmeldungen von 15 Personen vor. Die Werbung erfolgte bisher wie oben beschrieben. Sie finden die Einladungen und alle Informationen auch online unter www.collegiumacademicum.de/summerschool

    Der Workshop findet am 11. September ganztätig statt. Es soll gegen 9.30Uhr mit dem theoretischen Teil begonnen werden, vor und nach der Mittagspause werden die Teilnehmenden die zwei beschriebenen Beete anlegen.

    Aus der Nachbarschaft sind etwa 7 der 15 Anmeldungen, die anderen stammen aus dem weiteren Stadtgebiet und einige internationale Freiwillige werden ebenfalls teilnehmen.

    – wie viele Beete wird es insgesamt geben können und wie soll der Garten organisiert sein? Alles gemeinschaftlich? Individuelle Beete?

    Mischsystem?

    Die genaue Anzahl steht noch nicht fest, sie hängt auch von den Ergebnissen des Workshops ab, bei dem wir die Praktikabilität von runden vertikalen und rechteckigen horizontalen Beeten testen werden und schauen, welche Arbeiten wir für Zukunftsfähig halten. Eine vorläufige Anzahl und die Verortung können Sie dem angehängten Außenraumplan entnehmen.

    – woher bekommen Sie das Wasser und wo werden die Geräte untergebracht?

    Aktuell beziehen wir unser Wasser über die Baustellenversorgung. Sobald das Gebäude in Betrieb genommen wird, werden sowohl zum Innenhof hin, als auch auf der Dachterasse und nach Osten hin zur großen Außenfläche neben dem Neubau Außenwasserhähne installiert. Diese beziehen ihr Wasser aus der im Innenhof im Erdreich versenkten Zisterne, die 14m³ fasst und das Regenwasser vom Dach sammelt.


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  • Nürnberg: Insekten im Fokus beim GG „Die Wiese“

    (Antrag und Antworten)

    Der GG „Die Wiese“ in Nürnberg ist ein weiteres Gemeinschaftsgartenprojekt von Bluepingu (wie auch der Stadtgarten)

    „Die  Wiese“  von  Bluepingu  e.V.  in  der  Nürnberger  Südstadt  ist  eine  grüne  Aufenthalts-  und
    Aktionsfläche, ein Mutmacher-Ort, ein Obst- und Gemüsegarten und eine inklusive Oase für alle im
    Viertel und darüber hinaus.

    Die Wiese möchte aktiv gegen das
    Wildbienensterben arbeiten und den Insekten eine insektengerechte Umgebung bieten. Dabei ist
    das Ziel vor allem den Wildbienen, aber auch vielen weiteren Insekten, wie Hummeln, Wespen oder
    Florfliegen,  einen  Nist-Ort  und  insektengerechte  Bepflanzung  zu  bieten,  sodass  sie  angezogen
    werden, sich bei uns fortpflanzen und ernähren können.  
    Konkret wollen wir hierfür gemeinsam ein größeres, bepflanztes Insektenhotel bauen, in welchem
    verschiedene  Insektenarten  unterkommen  können.  In  unmittelbarer  Nähe  dieses  Insektenhotels
    wollen wir ein „Bienenbuffet“ errichten, also ein großes Blumenbeet mit insektengerechten Blumen
    und Bienenweide.
    Da es nicht genügt, dass die Wiese innerhalb bepflanzt wird, wollen wir unser neues Parklet in der
    Peter-Henlein-Straße 1 ebenfalls mit insektenfreundlichen und auch schön aussehenden Blumen
    bepflanzen,  so  dass  es  sich  Menschen  aus  der  Nachbarschaft  als  auch  Insekten  auf  unserem
    Parklet gemütlich machen können und sich wohlfühlen.  
     
    Unsere  Radambulanz  kommt  bei  Besucher*innen  der  Wiese  und  bei  unseren  Fahrradwerkstatt-
    Tagen immer wieder gut an. In der Zwischenzeit fehlte unserer Radambulanz jedoch der passende
    Stellplatz. Damit die Ambulanz lange erhalten und in einem guten Zustand bleibt, errichten wir einen
    wetterfesten  Unterstand  für  die  Radambulanz  auf  der  Wiese,  wo  sie  an  regnerischen  Tagen
    geschützt stehen und auch überwintern kann.  
     
    Weiterhin fallen hier und da immer wieder Erledigungen und Reparaturen an. Unser selbstgebautes
    Kompostklo wird beispielsweise häufig genutzt und braucht dementsprechend viel Aufmerksamkeit
    und Erneuerungen.

    Die Gruppengröße genau zu bestimmen, ist aktuell schwierig, da durch die Onlinemeetings (v.a. im Winter / Frühjahr und bis in den Sommer hinein) einige Personen weggeblieben sind, die jedoch trotzdem für sich aktiv auf der Wiese sind. Zudem kann ich nicht genau sagen, wen man alles dazu zählen kann… Der aktive Kern beläuft sich aktuell schätzungsweise auf ca. 20 Personen. Wir gießen, füttern die Fische, pflanzen, putzen, öffnen unsere Tore, unterhalten uns mit Nachbar*innen und alles was so dazu gehört. Des Weiteren wird die Wiese aktuell von unterschiedlichsten Gruppen genutzt, wie den anderen Bluepingu-Initiativen, einem Chor, Familien mit Kindern oder auch Kindergruppen, und weiteren, diese sind jedoch nicht immer bzw. zwingendermaßen bei unseren regelmäßigen Treffen dabei.

    Bei offenen Festen (Sommerfest, Herbstfest, … ) waren auch schon mehr als 50 Personen da, allerdings konnten solche Feste schon seit längerem nicht mehr stattfinden… Auch Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen zählen zu unseren aktiven Mitgliedern und bringen sich ein. Wir nennen uns aber integrativer Garten vor allem, weil wir offen dafür sind, alle Personen, unabhängig von Herkunft, körperlichen, geistigen oder sonstigen Beeinträchtigungen in unserem Garten willkommen zu heißen.

    Zu dem Insektenhotelworkshop (der leider wetterbedingt verschoben werden

    musste):

    Diese Workshops sind unabhängig von dem Insektenhotel für die Wiese. In diesen Workshops erzählt der Gerd (Imker und Insektenexperte) den Teilnehmenden etwas zu den Insekten in unserem Umfeld und im Anschluss werden (in der Regel 5) kleine Insektenhotels zum Aufhängen gemeinsam gebastelt, meist aus Holz, Schilf und einer alten Dose, welche die Teilnehmenden am Ende mitnehmen. Zur (für Teilnehmende kostenfreien) Durchführung dieser Workshops haben wir vom Agenda21-Büro der Stadt Nürnberg etwas Geld erhalten.

    Das Insektenhotel in diesem Antrag soll auf der Wiese bleiben und etwas größer werden. Ich (Karina) habe mal eine Idee aufgemalt und hänge sie einfach der Mail an, dann kann man sich darunter evtl. etwas mehr vorstellen. Im oberen Teil wollen wir die „Wohnfläche“ anlegen und im unteren Teil soll etwas blühen, wir haben an Schubladen gedacht, die man ausziehen und bepflanzen könnte, daher wollen wir einen alten Schrank gebraucht anschaffen und upcyclen. Neben dem Insektenhotel soll dann ein Beet aufblühen, damit ist das „Insektenbuffet“ gemeint.

    Unser Parklet steht in der warmen Saison auf zwei Parkplätzen in unmittelbarer Nähe der Wiese, über den Winter wird es abgebaut und im nächsten Jahr wieder an gleicher Stelle aufgebaut.

    Damit die Wiese aktiv und bestimmte Bereiche betreut bleiben, haben wir für diese Bereiche Rollen verteilt. Zusätzlich gibt es noch Dienste, die wir monatlich aktualisieren. Damit können wir gewährleisten, dass sich immer jemand um die Dinge auf der Wiese kümmert. So trage ich aktuell mit dem Gerd gemeinsam den „Insekten-Hut“, daher werden wir uns um die Instandhaltung, Bepflanzung und Pflege der insektenspezifischen Bereiche kümmern. Wir haben auch Werkzeugwärter, Planungsfans, Pflanzbeauftragte, einen Kompostklo-Dienst, Radl-Fans, eine Gartensprecherin, usw.

    Beteiligen an den Bauaktivitäten kann sich jede Person, die Lust darauf hat. Wenn wir im Planungstreffen einen Termin festlegen, klären wir meist ab, ob das etwas für uns intern ist, oder ob wir daraus eine größere Veranstaltung machen wollen. In jedem Fall aber kommt meist eine Gruppe an Personen zusammen und baut die Dinge als Teamaktivität. Eine oder zwei Personen haben den „Hut“ auf und koordinieren die Bauaktivität, und besorgen auch vorher die Materialien. Die Tore stehen zudem immer offen, sodass interessierte Personen direkt reinkommen können.

    Unsere Gartengeräte sind entweder in unserem Bauwagen oder unserem Schuppen untergebracht. Beide wurde erst vor kurzen wieder entrümpelt und geordnet. Hier sind unsere Gerätschaften und Werkzeuge wettergeschützt untergebracht und können dort auch überwintern.


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  • München: Mucca Community Garten hat nun eine Bühne

    (Sachbericht)

    2020 gab es einen kompletten Neustart, dadurch dass dort wo bislang der Garten war eine
    Heizungsanlage aufgestellt wurde. Dadurch gab es zunächst einen Bruch, in der eine
    Weile nichts passierte bis wir den neuen Platz auf der Rückseite der MUCCA für uns
    entdeckt haben und dort alles neu aufgebauen konnten. Durch Corona war alles etwas
    schwierig, Treffen lange nicht oder nur in sehr kleinen Konstellationen möglich, es war also
    ein doppelter Neustart. 2020 waren ca 10 Leute aktiv, wobei die Organisation über Mirca
    Lotz und Bernie Holzner abgewickelt wurde. Gemeinsam wird Bedarf und Vorgehen
    besprochen wobei es auch immer wieder viel Platz für Freiraum und eigene Initiative gibt.
    So holen einige immer mal wieder (teils kostenloses) Material von Treibgut (eine
    Materialinitiative: Ein Umschlagplatz für Materialien aller Art, die vor der Entsorgung
    abgefangen werden und vor allem für Kunst- und Kulturschaffende in München relevant
    sind.), oder bringen Pflanzen und Samen mit. Die Kommunikation läuft über eineWhatsApp Gruppe, diese hat sich als wirklich praktisch erwiesen, da viele in der Gegend
    wohnen und auch mal auf eine Sprung vorbei kommen. Der Bereich hinter der MUCCA
    hat sich als glückliche Fügung heraus gestellt: man merkt, dass es viel weniger Probleme
    mit Müll und Vandalismus gibt (bevor wir da waren war das ganze Areal dort völlig
    vermüllt). Es ist auch interessant zu sehen, dass sich alles mit dem Garten nach hinten
    verlagert hat und das sich vor der MUCCA kaum noch Leute treffen, daran erkennt man
    den Effekt, den der Garten hat). Wir haben zudem einen neuen Wasseranschluss gelegt
    und den mit einem Zahlenschloß gesichert, das ist auch sehr praktisch, jetzt können alle
    jederzeit gießen und brauchen keinen Schlüssel für das Gebäude. Mit Paletten haben
    gemeinsam wir eine Bühne gebaut die nicht nur für Künstler*innen zur Verfügung gestellt
    werden soll sondern auch den Ort aufwertet und zum verweilen einlädt. Die Bühne ist
    komplett aus Paletten gebaut die wir von dem Verkauf auf dem. Gelände bekommen
    haben, die Bühne ist also auch gut wieder abbaubar und das Material kann.
    weiterverwendet werden, sollten wir noch einmal mit dem Garten umziehen müssen. 2020
    gab es wegen Corona leider keine großen Events, dafür aber haben viele Personen den
    Garten zur Erholung genutzt und als Möglichkeit Corona konform Treffen und
    Besprechungen abzuhalten. Leider müssen nun seit der Übernahme der MGH Miete
    zahlen, bislang hat sich noch keine Finanzierung ergeben, die MUCCA übernimmt dies
    aktuell. (mehr …)

  • Eichstätt: Lehmofenbau im Kapuzinergarten

    (Antrag, Antworten)

    Die Gemeinschaftsgärtner*innen des Kapuziergartens in Eichstätte möchten einen Lehmofen bauen.

    Fragen und Antworten.

    Was für Infrastruktur für Teigvorbereitung, Ablage der noch zu backenden Lebensmittel und der fertigen (heißen) Backware sind vorhanden oder geplant?

    Zur Teigvorbereitung gibt es eine Küche zu der es einen Zugang vom Garten aus gibt.  Zur Ablage der Backwaren sind Ablagebretter, Pizza- und Brotschieber in Planung bzw. evtl. vorhanden.

    Haben Sie eine Küche im Garten, wo Teig etc. zusammen hergestellt werden kann oder wie sehen die Planungen dafür aus?

    Eine Küche ist im angrenzenden Gebäude vorhanden. Nach Planung würde die Herstellung des Teigs an Tischen im freien erfolgen, nach dem Hygienekonzept des Klimagartens, abhängig vom derzeitigen Inzidenzwert. Das gemeinschaftliche Backen kann aber voraussichtlich erst im Herbst stattfinden, auf Grund der Bauzeit und Trocknung des Ofens.

    Wie werden Gruppen und Einzelpersonen, die den Ofen dann nutzen wollen, in die Handhabung eingeführt?

    Bei Kursen oder Workshops wird eine Einführung im Umgang mit dem Pizzaofen, durch den/die Anleiter:in erfolgen. Zudem soll es für Einzelpersonen im Gartenan eine Tafel mit den Nutzungsregeln für den Ofen geben.

    Woher kommt das Holz zur Anfeuerung und wie wollen Sie die Nutzung hinsichtlich Holz regeln? (nur bestimmte Hölzer, selber mitbringen?)

    Das Holz kann von einem benachbartern Biobetrieb mit eigenen Forst bezogen werden. Kooperation ist noch in Planung. Ansonsten biete es sich an, Baumschnitt von den Obstbäumen aus dem Garten zu verwenden oder bei Baummärkten und Tischlerreien und privat Personen nach naturbelassenem Abfallholz zu fragen.

    Was ist Mauererstrich und wozu wird der Anhänger gebraucht?

    Der Mauererstrich ist für das geplante Fundament des Ofens, um den Ofen Stabilität zu geben. Der Anhänger diente zur Materialbeschaffung von Lehm (Wellheim 20 km von Eichstätt), Ziegelsteinen (Landerhofen 3,8 km) und anderen Baumaterialien wie Schamottsteine, Estrich, Balken für das Dach etc..

    Wann entscheidet sich, ob Sie bestimmte Materialien privat bekommen und was bedeutet das dann für den Finanzierungsplan (ab und an steht bei den Kosten „ggf.“)

    Die Strohballen,  den Lehm und die Ziegelsteine haben wir über Privatpersonen aus der Umgebung bezogen.  Das Stroh (á 30 €) kommt von dem Biobauernhof in Preit. Der Lehm kommt aus Wellheim und die Ziegelsteine aus Eichstätt. Für den Lehm und die Ziegelsteine mussten wir nichts bezahlen. Die anderen Materialien haben wir im Baummarkt besorgt

    Wie viel Leute können bei der Bauaktion aktiv dabei sein und wie kann mit 1,5m Abstand gemeinsam gebaut werden?

    Für den Workshop zum Bau des Pizzaofens sind 6-10 Leute ausreichend. Der Workshop könnte, aber unter beachtung des Hygienekonzepts des  „Klimagartens“, auf dem großflächigen Gelände, für 14 Menschen zugänglich gemacht werden. Geplant sind aber nicht mehr als 10 Personen, um die Aufgaben (Fundament gießen, Lehmkugeln rollen, Lehm aufbereiten, Verzieren, Verpflegung etc.) gut verteilen zu können. (Einteilung in verschiedene Arbeitsbereiche, um Abstand gewährleisten zu können). Zulässig sind bei einer Inzidenz von unter 50 Treffen von 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten in öffentlichen und privaten Räumen (Corona-Regelungen im Landkreis Eichstätt). 

    Wie lange braucht der Ofen, um ausreichend heiß zu werden?

    Um Pizza und Brot zu backen  dauert es ca. 2 Stunden bis der Ofen außreichen heiß ist. (mehr …)

  • Berlin Wedding: GG Diesterbeet startet

    (NL)

    Am 28. Mai war der Tag der Nachbarn und Start für den neuen Gemeinschaftsgarten „Diesterbeet“

    Vor dem ehemaligen Diesterweg-Gymnasium in der Swinemünder Straße entsteht ein neuer Nachbarschaftsgarten. Wo vorher wild Autos geparkt haben werden bald 23 Hochbeete stehen und können von Anwohner*innen bepflanzt werden.

    Das „Diesterbeet“ ist eine Initiative von Anwohnenden mit Unterstützung des Brunnenviertel e.V.

    Es werden noch Beetpaten gesucht, die sich um ein Hochbeet kümmern, es bepflanzen und regelmäßig gießen. (mehr …)

  • Berlin Lichtenberg: Kiezgarten startet Bewässerungsexperiment mit Ollas

    (Antrag, Antworten)

    In unserem Kiezgarten gibt es neben der AG Beete eine Reihe aktiver
    Arbeitsgemeinschaften, darunter die AG Biodiversität, AG Obstbaumwiese, AG Bauen und
    die AG Bienen, die vor einigen Jahren bereits eine Förderung der anstiftung erhalten hat.
     
    Auf dem Gelände des Kiezgartens ist in den letzten Jahren ein biodiverser Naturgarten
    entstanden, zu dem Kleingruppenbeete, 15 Gemeinschaftsbeete, 2 Gewächshäuser und 5
    barrierearme Hochbeete gehören.  
     
    Die Gemeinschaftsbeete, die Gewächshäuser und Hochbeete werden von ca. 60
    Hobbygärtner:innen in der AG Beete gemeinschaftlich nach ökologischen Kriterien
    bewirtschaftet. Ein besonders wichtiges Anliegen ist es, so wenig wie möglich in die Natur
    einzugreifen. Dazu gehört der Verzicht auf chemischen Dünger, schweres Gartengerät oder
    invasive Bodenbearbeitung. Hummus wird in eigenen Kompostmieten gewonnen. Es werden vorwiegend alte Gemüsesorten in Mischkultur angebaut.  
    Der Garten verfügt über einen Tiefbrunnen. Brauchwasser wird mittels einer
    solarbetriebenen Pumpe gefördert.
     
    Eine Schwachstelle ist zunehmend die Bewässerung der Beete. Das haben vor allem die
    letzten drei sehr heißen Sommer gezeigt. Es ist leider davon auszugehen, dass dieser Trend
    anhält. Als Folge des Klimawandels nehmen extreme Wetterbedingungen seit Jahren zu.  
     
    Wie können wir Pflanzen im Garten dabei unterstützen, Trockenperioden besser zu
    überstehen? Eine tägliche Bewässerung mittels Gießkannen – wie sie bislang praktiziert wird
    – gerät da an ihre Grenzen.
     
    In den Wintermonaten hat sich die AG Beete deshalb nach alternativen, leicht
    umzusetzenden und effektiven Bewässerungsmöglichkeiten umgesehen und ist dabei auf
    eine Lösung gestoßen, die mit wenig Aufwand große Verbesserung verspricht: Ollas.
     
    Diese Bewässerungsart möchten wir gern auf einigen Gemeinschaftsbeeten und einem
    Gewächshaus testen.

    • Wie wurde bisher bewässert? : Bisher wird mit Gießkannen gewässert, das Wasser dafür kommt aus unserem solar angebtriebenen  Tiefbrunnen
    • Wie war die Bewässerung organisiert (Gießplan? Patenschaften?): In der AG Beete haben wir schon mit verschiedenen Methoden versucht die Bewässerung zu organisieren. Für die Gemeinschafstbeete gibt es verschiedene Patenschaften. Menschen organisieren sich in kleineren Gruppen um zu wässern. Mit einem Gießplan haben wir bisher schlechte Erfahrungen gemacht, weil es dann doch oft an der Verbindlichkeit hapert (besoders in den Sommermonaten). Im Sommer werden neben den Menschen aus der AG,  alle weiteren Mitglieder und Besucher:innen aufgerufen beim gießen zu helfen. Im letzten Sommer sind wir damit aber auch an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen. Deshalb muss eine neue Lösung her.

    Wer und wie viele würden mitbauen, alle aus der AG?: Alle die Lust haben sich am Bau der Ollas zu beteiligen, können mit Rücksicht auf die Hygienemaßnahmen gerne mitmachen. Wir rechnen mit bis zu 15-20 Menschen (mehr …)

  • Greifswald: Kultur- und Hausprojekt legt neben OW auch GG an

    (Antrag und Antworten)

    das  IKuWo  ist  ein  selbstverwalteter  Veranstaltungsort,  Bar  und  Freiraum;  ein  Haus,  das  sich  in
    Greifswald  gegen  kapitalistische,  sexistische,  rassistische,  antisemitische,  homo-  und  transphobe
    Positionen stellt und daran arbeitet einen diskriminierungsfreien Raum zu schaffen. Neben kulturellen
    und politischen Themen, sind uns auch sozial-ökologische Aspekte unserer Gesellschaft wichtig. Wir
    möchten Sensibilität gegenüber Land- und Tierausbeutung schaffen und Konsum-kritisches Denken
    anregen.  Gegründet  von  u.a.  Landschaftsökolog:innen,  setzt  sich  das  IKuWo  immer  noch  für
    ökologische und nachhaltige Projekte ein und legt Wert auf nachhaltiges Bauen und Wirtschaften.
     
    Durch  die  aktuelle  Pandemie  und  fehlende  Einnahmen  stehen  wir  wie  viele  andere  vor  der
    Herausforderung uns an die gegebenen Möglichkeiten anzupassen. Aus der aktuellen Lage hat sich
    die Idee eines Gemeinschaftsgartens auf dem Außengelände des Vereins zu etablieren, entwickelt.
    Der  Hinterhof  unseres  Vereinshauses  ist  tagsüber  öffentlich  zugänglichen,  ca.  300  m²  groß  und
    teilweise betoniert. Er dient als Werkstatt, Aufenthaltsort, Treffpunkt und Parkplatz für Fahrräder und
    Zufahrt für Kund:innen und Zulieferung des kleinen und selbstverwalteten Bio-Lebensmittelladens
    ‚food-coop‘, welcher sich in Teilen unserer Kellerräume befindet. Es gibt bereits einen Bereich mit
    Sträuchern und Obstbäumen (u.a. Holunder, Brombeere, Hasel und Birnen), eine kleine Wiese und
    drei Hochbeete, sowie zwei im Frühjahr an den Verein gespendeten Frühbeeten. Die Sträucher und
    Obstbäume werden regelmäßig gepflegt, bei den Hochbeeten jedoch ist die Holzverkleidung in einem
    so  schlechten  Zustand,  dass  diese  komplett  neu  gemacht  werden  sollten.  Das  Werkzeug  für  den
    Baumschnitt war privat und ist mit der Person Anfang des Jahres ausgezogen, weshalb wir dringend
    neues benötigen um die Obstbäume fachgerecht pflegen zu können.
     
    Der  Gemeinschaftsgarten  soll  als  offener  Treffpunkt  für  gärtnerisch  Interessierte  und
    Cafébesucher:innen, sowie als Raum für Workshops und Veranstaltungen dienen. Hierfür sollen ca.
    250 m² der Außenfläche umgestaltet und weiterentwickelt werden. Dazu sollen Teile der betonierten
    Fläche  u.a.  mit  teilmobilen  Hochbeeten  (auf  Paletten)  und  Sitzgruppen  erschlossen  werden  und
    insgesamt grüner und insektenfreundlicher gestaltet werden.

    – wie groß ist dir Gruppen, die den Garten miteinander plant und auch gärtnern möchte und wie viele Leute, die nicht in dem Haus wohnen, sind Teil dieser Gruppe?

             Bisher hat sich eine Gruppe von ca. sechs bis acht Personen gefunden, diese setzt sich aus Menschen, die an der Planung als auch der Umsetzung des Gartenprojekts beteiligt sind zusammen. Davon gehört der Großteil zum Haus, zwei bis drei Personen sind extern. Generell erhoffen wir uns, dass mit der Öffnung unseres Café-Betriebs mehr externe Menschen dazu kommen werden. Es gibt diverse Gruppen, die bereits Aufgaben im Haus während des geöffneten Betriebs übernehmen und wir erwarten, dass wir durch den Garten auch neue Personen erreichen können, die sich bei der Bewirtschaftung des Gartens miteinbringen.

    – wie haben Sie die Nachbarschaft auf das Vorhaben „Aufbau eines Gemeinschaftsgartens“ aufmerksam gemacht/wo haben Sie das beworben?

             Dadurch das im Haus bei geöffneten Betrieb Veranstaltungen stattfinden, ist die Nachbarschaf bereits sensibilisiert auf regen Betrieb im Haus und auf dem Hof. Wir haben bereits einen kleinen Garten welcher bisher vorwiegend von Bewohner:Innen genutzt wird.

    Unser vorläufiger Plan sieht vor, vor allem Unterstützer:Innen des Vereins in das Projekt mit einzubeziehen. Langfristig für Zeiten ohne Kontaktbeschränkungen möchten, durch gezielte Werbung (bspw. Flyern) andere Zielgruppen wie zB. internationale Bewohner:innen der Stadt und Nachbar:innen zum „mit gärtnern“ einzuladen.

    – ist der Teil des Außengeländes, den Sie für den Garten planen, offen, also jederzeit für die (potentiellen) Gärtner*innen erreichbar?

             Der Teil in welchen wir das Gartenprojekt planen ist tagsüber jederzeit zugänglich, lediglich nachts (zwischen ca. 23:00 – 07:00

    Uhr) wird der Hofzugang durch ein Tor verschlossen.

    – ist der Teil bisher sozusagen der „Privatgarten“ der Bewohner*innen?

             Nein und Ja. Wir sind ein offenes Haus. Der Garten kann von allen Personen, die sich im Verein engagieren bewirtschaftet und als Aufenthaltsort genutzt werden. Aktuell machen das aber lediglich die Bewohner:Innen des Hauses auf Grund der aktuellen Coronalage, da sowohl für die Vereinsarbeit als auch für den „privaten“ Aufenthalt im Garten Kontaktbeschränkungen gelten.

    – ist die Planung für den Garten mit allen Bewohner*innen abgesprochen?

             Ja, alle Bewohner:Innen sind aktiv an der Planung beteiligt

    (gewesen) und einige auch bei Teilen der Umsetzung aktiv.

    – es sind nun drei Hochbeete und drei teilmobile Hochbeete im Antrag

    enthalten: wie viele Leute können denn mitgärtnern, wie viele Beete sind insgesamt geplant, wer soll/wird in den jetzt beantragten gärtnern und wie soll der Garten organisiert werden? Individuelle Beete, Gemeinschaftsbeete, Mischsystem?

            Wir sehen bisher ausschließlich Gemeinschaftsbeete vor in 3 größeren feststehenden Hochbeeten, 3 teilmobilen Beeten und 2 Hochbeeten, die bereits vorhanden sind. Meiner Einschätzung nach, werden sich ca. vier Bewohner:Innen diesen Sommer aktiv um die Bewirtschaftung der Beete kümmern. Extern zeichnet es sich bisher ab, dass zwei Menschen mitgärtnern werden. Wir hoffen, insgesamt ca. zehn Gärter:Innen für die Beete zu finden, was auf die Größe gerechnet hoffentlich realistisch ist.

    – wieso soll ein Teil der Beete teilmobil sein und was genau meinen Sie damit?

             Ein Großteil des Innenhofes ist asphaltiert, weshalb wir zum einen dort keine Hochbeete mit Bodenkontakt installieren können, zum anderen erhoffen wir uns im Sommer unseren Veranstaltungsbetrieb wieder aufnehmen zu können. Da die aktuelle Infektionslage jedoch sehr ungewiss ist, möchten wir auch Außenveranstaltungen (bspw. Vorträge oder Außenkino) durchführen. Dazu wünschen wir uns, dass ein Teil der Hochbeete mobil bleibt. Unsere Vorstellung ist es, dass die Hochbeete zum Teil auf Rollen sind oder mit zwei bis vier Menschen versetzt werden können um den Außenbereich den aktuellen Bedürfnissen anzupassen.

    – Wer wird wann die Hochbeete bauen und wie viele Leute können dabei sein?

             An sich würden wir uns wünschen, dass der Bau der Hochbeete so schnell wie möglich passiert, damit wir so schnell wie möglich mit dem Gärtnern anfangen können. Wir haben einen FÖJler, welcher in den Startlöchern steht und gerne anfangen möchte. Den Bau der Hochbeete hatten wir im Rahmen von Workshops geplant, welche öffentlich beworben werden sollten. Gerne würden wir auch extern Interessierten eine Chance geben am Bau beteiligt zu sein. Das richtet sich jedoch ganz nach den aktuellen Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen, welche sich im Moment zu ändern scheinen. Ich kann diesbezüglich aber aktuell keine genaue Aussage treffen, da ich noch nichts konkret weiß, würde Ihnen das aber auch zurückmelden, falls Interesse besteht.

    – Sie schreiben, dass Sie „anderen Menschen“ beim Bau von Hochbeeten helfen wollen: wer sind diese „anderen Menschen“? Und wann kommen die dazu? Sind die noch nicht Teil der Gruppe? Wie wird die Gemeinschaft des Gemeinschaftsgartens entstehen/die Entstehung begleitet?

             Für den Bau der Hochbeete hofften wir auf Workshops, welche öffentlich beworben werden können, was jedoch sehr abhängig ist, von der aktuellen Infektionslage. So hätten Interessierte lernen können wie sie selber Hochbeete bauen können während sie den Verein unterstützen. Mit „anderen Menschen“ sind Menschen gemeint, die nicht unbedingt Teil der Garten-Crew sind, sondern zB einen eigenen Garten haben. Wir möchten den Bau der Hochbeete dokumentieren, um unsere Erkenntnisse und Tricks mit anderen Hochbeet-Bauer:innen teilen zu können. Auch können wir ihnen mit Werkzeugen aushelfen.

    Für die Entstehung der Gemeinschaft gibt es noch keinen endgültigen Plan, da Treffen und Austausch abhängig sind von den Möglichkeiten, die uns in den kommenden Wochen zugestanden werden.

    – Was passiert mit der Ernte, u.a. auch von den Obstbäumen?

             Wir würden die Ernte gerne einem bei uns im Haus aktiven Küchen-Kollektiv anbieten zum gemeinsamen Kochen, aber auch Workshops zu Milchsauren einlegen oder ähnlichen anbieten. Die Ernte der Obstbäume wurde die letzten Jahre u.a. einem befreundeten Projekt zum Mosten gegeben. Was kommende Saison damit passiert, wird die Gartengemeinschaft dann mitentscheiden.

    – Wer beschneidet die Obstbäume dann und wie wird dieses Wissen in der Gartengruppe weitergegeben?

             Aktuell mache das ich, eine Bewohnerin des Hauses. Ich habe vor ein paar Jahren einen Obstbaumschnittkurs gemacht und gebe gerne auch das Wissen im Winter in Form eines Workshops weiter. Aktuell versuche ich Bewohner:Innen des Hauses beim Schnitt miteinzubeziehen und Ihnen so das Wissen weiter zu geben.

    – Wo werden die Obstbaumwerkzeuge aufbewahrt und wie und für wen sind die dann zugänglich? Wo wird das Gartenwerkzeug aufbewahrt?

    Wir haben einen Schuppen in welchen unser bisheriges Gartenwerkzeug gelagert wird. Dort soll auch Platz für die neuen Werkzeuge gefunden werden. Externe Mitgärtner:Innen werden eine Einweisung bekommen, wo sich das Werkzeug befindet und wie es zu pflegen ist, um dann damit arbeiten zu können.

    – Was für Gartenmöbel sollen gebaut werden und wer baut diese?

             Es hat sich eine Gruppe von zwei schweißbegeisterten Hausbewohnern gefunden, welche Gartenmöbel selbst Bauen möchten. Es geht hauptsächlich um Tische, aber auch Stühle, um mehr Möglichkeiten zu schaffen, sich im Garten aufzuhalten. Es gibt bereits fertige Exemplare, welche gerne auch im Bau dokumentiert werden können um das Wissen zu teilen.


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  • IG Oberhausen hat neue Kooperationspartner

    (Antrag)

    Wir haben Frauenhaus ins Boot geholt, damit wir jüngere Frauen dafür gewinnen können.
    Wir sind im Moment 15 Einzelbeete und vom Frauenhaus sind noch 6 Frauen, die mitmachen in einem Beet. Das wird von einer Mitarbeiterin betreut.

    Nun haben wir in diesem Jahr kein Wasser mehr. Die Wasserpumpe ist kaputt und ob noch reparierbar ist ungewiss. [sie wollen nun große Regentonnen aufstellen und Regenrinnen auf dem Dach des Gartenhauses verlegen]
    .
    Wir kooperieren bei dem Projekt vom Theater Oberhausen und Stadt Archiv über Migrationsgeschichte.


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  • GG in der Dorfmitte: Ziegenhagen

    (Antrag, Antworten)

    Im Herbst 2019 kamen die Organisator*innen eines Mittagstischs für das Dorf Ziegenhagen auf die Idee, das Gemüse dafür selber anzubauen. Sie bekamen für das Gartenprojekt eine private Wiesenfläche in der Dorfmitte kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie sind 10 – 15 Leute, haben Hochbeete gebaut und aus dem alten Hühnerstall eine Hütte gemacht. Schon im ersten Jahr haben sie ihr Saatgut selber vermehrt. Sie sind in Kontakt mit den Biosaatgutbetrieben in der Region.

    – Nach unserem erfolgreichen ersten Jahr sind wir gerade dabei, einen Vertrag mit den Eigentümern zu erarbeiten. Margot und Jochen Hellwig sind Ende 70 und 81 Jahre alt, beide sind sehr fitte, aktive und gewertschätzte Mitglieder des Gärtner*innen-Teams. Sie stammen aus Ziegenhagen bzw. dem Nachbarort. Alle haben ein Interesse, eine langfristige Nutzung vertraglich zu regeln.

    – Alle Beete bewirtschaften wir gemeinsam. Wir haben einen Anbau- und Pflanzplan, der in der Hütte aushängt. Der bewirtschaftete Teil des Gartens ist in vier Felder je 100 m2 aufgeteilt, die aus jeweils 7-8 Beeten bestehen. Zusätzlich gibt es 2 Hochbeete und ein überdachtes Tomatenbeet.

    – Der Mittagstisch kann ja seit einem Jahr wegen Corona nicht stattfinden, wir hoffen, dass wir dieses Jahr wieder loslegen können. Daher ist das Gemüse für alle Gärtner*innen (Selbstversorgergarten) und Überschüsse werden gegen Spende an die Straße gestellt.

    – Die Materialien und Geräte haben in der renovierten Hütte Platz, zu der Alle aus dem Team jederzeit Zugang haben. Anders als in vielen Städten brauchen wir kein Schloß.

      – Am Rande des Gartengeländes fließt einer der drei Bäche, die Ziegenhagen hat. Daraus nehmen wir zur Zeit das Wasser. Wir wollen die Entnahme jedoch mehr und mehr durch Regenwasser ersetzen, da der Bach durch Trockenheitsperioden manchmal wenig Wasser führt.

    – Wir haben im letzten Jahr durch Spenden aus dem Dorf und das abgegebene Gemüse alle Kosten decken können.


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