Schlagwort: Förderung durch uns

  • IG Coswig: finanzielle Unterstützung anderer weggebrochen

    Der IG Coswig hat sich an uns gewendet mit einem Antrag rund um Kosten, die sie in anderen Jahren durch andere Quellen finanzieren konnten. Diese Quellen sind (derzeit?) versiegt.

    wie immer interessiert mich, wie viele Gärtner*innen ihr nun seid?

    Wir sind derzeit 25 Gärtnerinnen und Gärtner, etwa 10 sind jede Woche dabei, einige können sich nur selten, d.h. ca. 3 oder 4 , 10 ? mal im Jahr an unseren Gartenaktionen beteiligen weil sie Auswärts wohnen oder in ihrer Arbeit eingespannt sind.

    die Kosten für den Pferdemist: sind das Kosten für den Transport? Und kann euch der Reitstall oder woher ihr den Mist bekommt, nicht zumindest einen Teil spenden?

    Es sind die Kosten für den Pferdemist, den Transport macht der Pferdehalter so für uns. Wir haben (nicht nur zu ihm) eine gute Beziehung aufgebaut, es gibt immer ein nettes Gespräch bei der Anlieferung über Lagerung des Stallmist, Kompostierung, Pferde.. Die Transportkosten sind allgemein angestiegen, da spielen ja Reparaturen, Abschreibung des Fuhrparks, Sprit natürlich mit rein. Wir bringen ihm dafür dann in der Erntezeit mal etwas Gemüse. Da freut er sich und wir sehen seine Pferde. Aber er hat ja einen Wirtschaftsbetrieb und muss seine Kosten decken. Gerne würde er uns einen Teil des Stallmistes spendieren, aber er kann es sich nicht leisten. Er macht uns einen sehr guten Preis, 25 euro für eine Fuhre aus Hänger und Zugmaschine. Wir haben die Preise der Anbieter unserer Gegend verglichen, er ist wirklich der günstigste.

    Kompostiert ihr selber und reicht dieser Kompost nicht aus? Wie ist eure mittelfristige Strategie, um die Böden fruchtbar zu halten ohne z.B. Pferdemist zukaufen zu müssen?

    Wir kompostieren von Anfang an selber. Dazu nehmen wir nicht nur die Grün-„abfälle“ aus unserem Garten sondern die Gärtner der Umgebung bringen uns Grünschnitt. Bei Sluka haben wir Federn geholt, in der Erntezeit ließen wir uns Trester von der Kelterei Sell bringen. Aber seit einigen Jahren kostet der Transport hierfür. Wir haben uns Rasenschnitt bringen lassen, auch unsere Nachbarn der kath. Kirche schaffen ihr Laub zu uns. Wir nehmen an organischen Material, was wir kriegen können und setzen es in langen Mieten auf. Dann wird es umgesetzt, dabei gesiebt und so gewinnen wir Kompost. Ein guter Dünger, für Möhren, Zwiebeln, Kohl, Salat aber es reicht als Dünger für Starkzehrer immer noch nicht aus. Daher arbeiten wir Pferdemist mit ein. Äußerst erschwerend für unseren Humuskreislauf wirkte sich die extreme Trockenheit der Jahre 2018, 2019 und 2020 aus. Von dieser Trockenheit war Sachsen neben Brandenburg stärker betroffen als andere Bundesländer. Somit kamen die Umsetzungsprozesse in unseren Kompostschichtungen nahezu zum Erliegen, weil es einfach fast nie regnete. Es war uns nicht möglich, den Kompost zu bewässern, wir waren froh, dass wir Wasser für unsere Pflanzen hatten. Wir haben die Strategie, so eine große Menge wie möglich an organischem Material günstig zu bekommen und zu kompostieren. So wird der Boden mit Humus angereichert, Wasserhaltevermögen und Nährstoffgehalt verbessert. Wir haben in den letzten 13 Jahren aus hellem Sandboden schon eine humusreiche Erde gemacht. Außerdem mulchen wir den Boden, um den Humusabtrag durch Wind zu verhindern. Unser eigener Kompost reicht nicht aus, um den Nährstoffbedarf der Gemüsepflanzen zu decken. Auch Kartoffeln brauchen Stallmist, wir haben es mal ohne probiert auf einem Versuchsbeet. Sie wurden nur so groß wie Nüsse. Der Stallmist führt dem Boden auch eine erheblicheMenge an organischem Material zu und verbessert sehr effektiv den Humusgehalt. Somitist es auch eine weitsichtige Bodenverbesserung.

    Wie viele Pflanzen braucht ihr? Auf welche Größenordnung beziehen sich die angegebenen Kosten?

    Wir brauchen 100 Gurkenpflanzen, veredelte wegen der Gurkenwelke, 200 Tomatenpflanzen, 150 kg Pflanzkartoffeln.

    Wie sieht es bei euch mit der Eigenanzucht der Pflanzen aus? Gewinnt ihr selber Saatgut oder habt ihr das vor?

    Wir ziehen Gurkenpflanzen nicht selbst an, weil es ohne heizbares Gewächshaus nicht möglich ist, so kräftige und veredelte Jungpflanzen zur Pflanzung Mitte Mai herzustellen. Dies geschieht in der benachbarten Jungpflanzenanzucht Frühgemüsezentrum Dresden. Mitte/Ende Mai sollte auch gepflanzt werden, sonst ist die Ernte-Saison nur kurz mit viel weniger Ernte. Ein benachbarter Gärtner zieht für uns die Tomatenpflanzen vor, im heizbaren Haus, so dass wir Mitte Mai sehr kräftige und robuste Pflanzen haben. Das ist der beste Start! Wir haben gesehen, wie am Fenster Tomatenpflanzen zu Hause vorgezogen werden, es sind durch den Lichtmangel und die nicht optimale Temperatur nur sehr kleine schwache und anfällige Pflanzen, die dann sehr lange brauchen um zu wachsen.Im Preis der Gurken- und auch Tomatenpflanzen schlagen sich die gestiegenen Heizkosten der Gärtnereien nieder. Aber wir ziehen selbstverständlich Salat, verschiedenste Kohlarten und Kräuter selbst an.Hier verwenden wir Saatgut von Dreschflegel, dieses haben wir schon selbst vermehrt. Wir tauschen auch Saatgut mit Gärtnerinnen und Gärtnern aus Coswig und Radebeul. Das ist sehr spannend. Möhren und Mangold haben wir noch nicht eigens vermehrt, bei Pastinaken machen das hingegen schon lange so. Wir wollen dieses Jahr ausprobieren, von Möhren und Mangold Saatgut zu gewinnen.

    Was soll mit der Folie ausgebessert werden und gäbe es dafür auch plastikfreie Alternativen?

    Mit der Folie wollen die Zelte neu beziehen, weil die Gewächshausfolie einige Jahre hält, aber dann altert und reist. Es gibt als plastikfreie Alternative nur Glashäuser. Diese sind inder Anschaffung vergleichsweise ganz erheblich teurer als Foliezelte. Wir würden zudem ein Gewächshaus aus Glas nicht genehmigt bekommen, weil es ein festes Bauwerk ist. Die Gewächshausfolie hat gegenüber Glas folgende Vorteile: geringes Gewicht, dadurch leicht zu verwenden als Bespannung, kein gefährlicher Glasbruch, kann bei Beschädigungproblemlos geklebt werden, dünner als Glas, dadurch wird weniger Material eingesetzt. Elastisch, geht bei Schneelast oder Hagel nicht kaputt. Wir verwenden unsere Folie so lange wie es geht und kleben Beschädigungen. Aber nach Jahren altert die Folie auch undwird brüchig. Folie verwenden wir auch als Abdeckung für Beete, Salat im Frühjahr oder für Erdbeeren als Frostschutz in der Blüte. Sie ist sehr vielseitig einsetzbar und wir können effektiv ein vorteilhaftes Pflanzenklima damit erzeugen.

    Wie war das nochmal mit der Beteiligung der Gärtner*innen an den Kosten?

    Unsere Gärtnerinnen und Gärtner arbeiten im Garten so oft sie es ermöglichen können, manche auch 2 mal die Woche. Sie bezahlen einen Mitgliedsbeitrag von 36 Euro im Jahr. Das Gemüse, dass sie mitnehmen, wird meist bezahlt. Manchmal verteilen wir eine gleiche Menge der Ernte an Alle, auch als Motivation. Das ist ein finanzieller Anteil, der vielleicht nicht so hoch erscheint, aber es wird auch körperlich viel geleistet von jedem Einzelnen. Wir haben auch Mitglieder weit über 70 und diese arbeiten immer noch mit ihren Händen und legen die Flächen mit an. Die finanziellen Situationen jedes Einzelnen sind am Minimum, oft ist gerade der Beitrag leistbar und ein Zuschuß zum Wasser.


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  • Rote Beete Berlin: Gartenwerkstatt soll in Seecontainer entstehen

    (Antrag/Antworten)

    Die  Community  des  Gemeinschaftsgartens  Rote  Beete  (60-70  Engagierten)  überlegt  sich
    schon  seit  einiger  Zeit  einen  Ort  zu  haben,  wo  es  in  guten  Bedingungen  gewerkelt  und
    gebastelt  werden  kann.  Diese  Gedanken  kamen  in  unseren  Plenumssitzungen  (einmal  im
    Monat) in der letzten Zeit vermehrt zum Ausdruck. Seit 4 Jahren Grass Roots Arbeit, wilden
    Bauaktionen und Ausbreitung des Gartens, Organisation in AGs und Autonomisierung und
    Spezialisierung der Kompetenzen und Wünschen, haben wir immer mehr Leute dabei, die
    Lust  haben  zu  werkeln,  dies  aber  nicht  auf  dem  Boden  oder  total  verkrummt  machen
    wollen/möchten, wo der Rücken dabei leidet… Diese Leute aus der direkten Nachbarschaft
    möchten  eine  kleine  Werkstatt  haben,  wo  es  eine  Werkbank  gibt,  alles  Werkzeug  und
    Elektrogeräte da parat ist und ordentlich aufgeräumt ist, leicht zu finden ist und nicht mit
    den Gartenwerkzeugen gemischt werden und meist verloren gehen.
    Seit Jahren steht einen Seecontainer (6m lang) auf unserem Gelände, den wir jetzt erwerben
    könnten. Dieser war nämlich bisher im Besitz des Inhabers des Hotel de France (direkt neben
    dem Garten) und war als Nebenlager genutzt und für uns als Garten somit unzugänglich und
    sogar störend (weil er Platz genommen hat). Der Hotelinhaber und seine Firma als solche
    sind jetzt in Rente gegangen. Jetzt haben wir die Möglichkeit diesen Container abzukaufen
    und da er bereits am richtigen Platz steht können wir den Transport uns sparen. Strom ist
    auch vorhanden.  
    Mit diesem Erwerb möchten wir gerne eine ausgestattete Gartenwerkstatt ins Leben rufen
    und ein Nutzungskonzept mit der Gartengemeinschaft erarbeiten, den Container ausbauen,
    anpassen.  
    Die  Werkstatt  wird  im Kern für und  mit  der  Gartengemeinschaft  konzipiert. Dass  wir  hier
    nach einer Förderung für diese Werkstatt fragen, kommt aus der Gemeinschaft selbst, weil
    immer mehr bau- und bastelfreudige Menschen dabei sind, die Lust auf ein „Upgrade“ im
    Garten  haben.  Es  ist  sehr  denkbar,  dass  aus  dieser  schönen  Gelegenheit  sehr  viele  kleine
    Workshops und Wissensvermittlung in Richtung Kinder (benachbarte Kitas), Nachbarn und
    andere  Zielgruppen  stattfinden  werden,  da  wir  generell  im  Garten  Rote  Beete  dafür  viel
    unternehmen.
    Im Garten wird eine AG Werkstatt dafür gegründet, die sich ein Konzept zusammen mit dem
    CFB  ausdenken  wird,  um  sowohl  die  Nutzung  wie  auch  die  Verantwortung,  die
    Partnerschaften und Schlüsseldiensten zu planen und im Gang zu setzen.

    • Wo genau soll der Container stehen? Der Container steht bereits auf dem Gartengelände seit 3 Jahren war aber bisher im Besitz des Inhabers des Hotel de France (direkt neben dem Garten) und für uns unzugänglich und sogar störend (weil er Platz genommen hat), der jetzt in Rente gegangen ist. Wir würden ihm den Container also abkaufen und somit uns auch Transportkosten sparen. Tom hat mir erzählt, dass ihr eventuell einen weiteren Teil eines Parkplatztes dazu bekommt. Soll der da stehen oder ist das dann Ort für die „richtige“ Offene Werkstatt? Ja das stimmt das wollen wir und wir hatten uns darüber mit Tom auseinandergesetzt. Das ist aber ein Projekt was noch sehr viel Klärungsbedarf (Bebauungsmöglichkeiten, Konzeptualisierung, Auseinandersetzung mit der örtlichen Politik) hat und wo wir nicht in absehbarer Zeit uns hinprojezieren können. Diese offene Werkstatt würde aber auf dem CFB Gelände kommen, das heißt in unmittelbarer Nähe des Containers.
    • Wie soll der Container ausgestattet werden, was soll darin gemacht werden können? Und wie würdet ihr diese Ausstattung finanzieren? Der Container sollte auf jeden Fall eine Werkbank bekommen, wo leute bequem und ohne sich den Rücken kaputt zumachen (ich denke hier an ältere Gartenaktivisten) arbeiten können aber auch draußen arbeiten können mit einem ordentlichen Lagerraum. Dazu käme eine Werkzeugtafel mit allem nötigen Werkzeug, um zu basteln und Kleinkramm zu reparieren und Eisenwaren aller Arten. Es würden Garteninterne „Baustellen“ damit ermöglicht aber auch die Durchführung von individuellen Kleinprojekten, Bastel- oder Reparaturaktionen von Gartenengagierten mit ihren Freunden, Nachbarn etc.. Momentan ist dieses Werkzeug in unserer  Gartenlaube mit den Gartenwerkzeugen gemischt, was zu Verwirrungen führt und der Platz einfach zu eng macht). Wir würden auch einen geschlossenen Schrank dadrin haben wo die elektrogeräte (Bohrmaschine/schleifmaschine etc) risikogering zur Verfügung gestellt werden könnten (ohne Abhängigkeit vom CFB). Vieles von diesen Werkzeugen und Geräten sind bereits vorhanden. Wir denken auch an Fahrradwerkzeug und Reparaturfahrradstände, die wir drin lagern könnten und beliebig im Rahmen Pop up Fahrradselbstreparaturwerkstatt nutzen könnten. Weiteres und mehrfaches Werkzeuges würden wir gerne auf Spendenbasis/Spendengabe der GartennutzerInnen oder Nachbarn bekommen, bei Wohnungsauflösungen recherchieren und ggf. mit Crowdfunding und/oder weitere örtliche Subventionen finanzieren.
    • Soll es Strom geben? Ja auf jden Fall wird es gewährleistet
    • Wäre die Gartenwerkstatt offen für die Nachbarschaft oder für wer könnte sie wann und unter welchen Bedingungen nutzen? Die Werkstatt wäre im Kern für und mit der Gartengemeinschaft konzipiert. Dass wir hier nach einer Förderung für diese Werkstatt fragen kommt aus der Gemeinschaft selbst, weil immer mehr bau- und bastelfreudige Menschen dabei sind, die Lust auf ein „Upgrade“ im Garten haben. Es ist sehr denkbar, dass aus dieser schönen Gelegenheit sehr viele kleiner Workshop und Wissensvermittlung in Richtung Kinder (benachbarte Kitas), Nachbarn und andere Zielgruppen stattfinden werden, da wir generell im Garten Rote Beete daafür viel unternehmen
    • Wer wäre zuständig für die Werkstatt oder gibt es ein Team? Im Garten wird eine AG Werkstatt dafür gegründet, die sich ein Konzept zusammen mit dem CFB ausdenken wird, um sowohl die Nutzung wie auch die Verantwortung, die Partnerschaften und Schlüsseldiensten zu planen und im Gang zu setzen.


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  • In Verden gibt es seit 22 Jahren einen Gemeinschaftswaldgarten

    (Antrag, Antworten)

    Wir sind ein seit 22 Jahren bestehender Waldgarten, der sich mit der ökologischen und nach
    permakulturellen Grundsätzen funktionierenden Bewirtschaftung von Boden beschäftigt. Auf einer
    ehemals   konventionell   beackerten   Fläche   von   7h   werden   hier   Experimente   zu   nachhaltiger
    Landwirtschaft, Biodiversität und Saatgut durchgeführt und dokumentiert. Durch Bildungsarbeit,
    BFD,   FÖJ   und   Praktikumsstellen   wird   Wissen   weitergegeben   und   ausgetauscht.   Interessierte
    Städter*innen erhalten außerdem die Möglichkeit, im ländlichen Raum aktiv zu werden.
    Die hier wachsenden Nahrungsmittel werden zur freien Verfügung/Ernte gestellt, da wir den Boden
    als Gemeingut betrachten.
    Durch die unkommerzielle Weitergabe von Kulturpflanzen und Erzeugnissen setzen wir uns für den
    Erhalt von Diversität und Gemeingütern ein.
    Da unsere alte Gartenhütte nun endgültig nicht mehr reparabel ist, muss dieses Jahr
    eine neue her, um unsere Gerätschaften für den Waldgarten sicher vor Wettereinflüssen zu halten
    und damit Schäden zu vermeiden. Da wir ökologisch und nachhaltig arbeiten und wirtschaften
    wollen,  möchten wir ökologische und zertifizierte Materialien verwenden. 

    Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig gärtnert, wie viele Leute kommen aus der
    Nachbarschaft?
    – Gerade gibt es drei feste Personen aus der Umgebung (Nachbarsdörfer bzw Bremen) in der
    Gruppe, plus Menschen – aus der Umgebung, aber auch von weiter weg – die regelmäßig bis
    unregelmäßig (auch je nach momentan anstehenden Aufgaben) vorbei kommen und mithelfen bzw
    eigene Projekte im Garten verfolgen.
    Wie macht ihr das Projekt bekannt, wie erfährt man davon und wie kann man
    mitmachen?
    – Das Projekt ist in diversen Netzwerken und auf Verteilerlisten (z.B. Permakultur-Liste, reclaim the
    fields, Selbstversorger, abelana (eine lokale Verschenke-Liste), Facebook) über die
    Campeinladungen gehen bzw andere Veranstaltungen und wenn etwas geerntet werden kann.
    Ist die Fläche mit ÖPNV erreichbar?
    – Es gibt eine Trennung zwischen Büro und Gartenfläche. Das Büro in Verden ist sehr gut mit dem
    ÖPNV erreichbar – die Gartenfläche ist leider, aufgrund des sehr eingeschränkten ÖPNV im
    Umland – schlecht mit den Öffentlichen zu erreichen (es gibt ein Bus der 4mal am Tag zwischen
    Montag und Freitag fährt und außerhalb dessen ist es möglich ein Sammeltaxi zu rufen). Wir
    umgehen das jedoch indem wir Fahrrad fahren und auch Gästefahrräder haben. Bei Menschen mit
    Beeinträchtigungen steht uns auch ein privates Fahrzeug zur Verfügung, mit dem wir einen Transfer
    machen können.
    .
    Wie ist das gärtnern organisiert: wer entscheidet, wie kommuniziert ihr, was passiert
    mit der Ernte?
    – Entscheidungen werden in Plenas im Konsensprinzip mit allen Beteiligten getroffen,
    Kommunikation findet je nach Bedarf und Reichweite auf unterschiedlichen Wegen statt
    (persönlich oder per Mail bzw Telefon) und mit kritischem Blick auf Hierarchiebildung.
    – Die Ernte wird, wenn nicht direkt vor Ort schon gegessen, zur allgemeinen Verfügung gestellt
    (zumeist über die lokale Verschenke-Liste ‚abelana‘).
    Welche Aufgaben haben BFD und FÖJ-ler*innen?
    – Alles was ansteht und worauf die jeweiligen Menschen Lust haben (Beetplanung, Anpflanzen,
    Gehölzpflege, Experimente erstellen und auswerten, Veredeln,…).
    Beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Projekts?
    – Es gibt keine finanzielle Verpflichtung der Gärtner*innen gegenüber dem Projekt, was uns auch
    wichtig ist, damit es kein Auschluss über finanzielle Ressourcen gibt.
    – Laufende Kosten (abgesehen von Praktikant*innen-Aufwandentschädigung) werden zum Großteil
    von JANUN (https://www.janun.de/) finanziert.
    – Alle anderen Kosten werden durch Spenden gedeckt.Wo ist die Bibliothek, wie zugänglich ist diese, wer kümmert sich darum, wer nutzt die
    wie und ist die off en für andere Interessierte? Auf eurer Site habe ich dazu nix
    gefunden
    – Der Präsenzbestand der Bibliothek befindet sich in unserem Büro und ist für alle zugänglich die
    interessiert daran sind. Es ist auch kein großer Bestand und die Büchersammlung entwickelt sich
    mit dem benötigten Wissen – bspw. sind momentan Pilze in den Fokus gerückt und dazu fehlt uns
    Literatur.
    – Es werden gerade auch Altbestände aus dem Projekt (Dokumentation von Experimenten,
    Recherche zu Gehölz und krautigen Pflanzen, …) digitalisiert.
    – Aktuellere digitale Informationen sind für interssierten Menschen (zumeist Menschen die hier
    mitarbeiten) über eine Cloud zugänglich (allerdings etwas eingeschränkter, da dort auch sensible
    Daten gespeichert sind).
    Wer macht die Experimente und wie werden diese kommuniziert und dokumentiert?
    – Experimente führen alle beteiligten Menschen hier durch – je nach Interessenlage. Je nach dem
    was für ein Experimet es ist, wird es vorher mehr oder weniger in der Gruppe besprochen und evtl
    von erfahreneren Menschen angeleitet.
    – Dokumentiert werden die Experimente und Ergebnisse in der Cloud und somit erstmal zugänglich
    für alle aktiv Beteiligten
    – Da wir auch gerne den Bedürfnisse der Menschen die hier arbeiten Raum geben möchten, ist die
    Publizierung von Ergebnissen die letzte Zeit etwas hinten runtergefallen, dies ist uns aber bewußt
    und es gibt gerade auch intensive Bestrebungen das zu ändern und interessierte Menschen, die das
    Vorhaben verfolgen. In Zukunft sollen die Ergebnisse dann ersteinmal auf die Webseite gestellt
    werden.
    – Es gibt auch immer die Möglichkeit Ergebnissen, Erfahrungen usw per Mail an zu fragen.
    Wer wird wann die Hütte bauen, wie viele Leute können da mitmachen und was sind
    hier eure Pläne bzgl. Corona?
    – Die ursprüngliche Idee war eine offene Bauwoche für den Hüttenbau zu organisieren, in der
    erfahrene Menschen Unerfahrenere anleiten, Wissen geteilt werden kann und eine schöne Zeit im
    Garten damit verbunden werden kann, dies ist jedoch angesichts der Corona-Situation fraglich ob
    das so funktioniert.
    – Der Ausweichsplan ist der Bau der Gartenhütte mit der Kerngruppe des Projektes, als zeitlicher
    Rahmen dafür ist Frühsommer angedacht.
    Wie groß soll die Hütte werden, was passiert mit der alten und woher bekommt ihr das
    Werkzeug für den Bau?
    – Je nach finanzieller Unterstützung soll die Hütte bis zu 20 qm³ werden, evtl mit Vordach.
    – Die alte Hütte wird abgerissen, je nach Zustand werden Teile als Mulchmaterial verwendet oder
    als Heckenmaterial – nicht wiederverwendbare Teile werden fachgerecht entsorgt.
    – Das Werkzeug gibt es im privaten Besitz (Akkuschrauber, Akkustichsäge, kleine Tischkreissäge,
    Transportmittel) oder vom Verein (Akkuschrauber, Aggregat, Handsäge, Schaufel, Hacke, Leiter).

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  • CityFarm Augsburg bekommt weitere Fläche

    (Antrag/Antworten)

    Bisher habt die Crew der CityFarm Augsburg durch eine Jungpflanzenbörse und Saatgutfest Geld für Erde etc. einnehmen können, beides konnte 2020 nicht stattfinden und wird auch 2021 nicht stattfinden, so dass sie nun vermehrt Anträge stellen.

    Aus den Antworten zu meinen Fragen zum Antrag:
    Aktuell ist es so, dass wir einige neue CityFarmer einarbeiten. Interessanterweise haben sich im 2. Lockdown mehr Leute gemeldet, die es wirklich ernst meinen mit dem Engagement und sich voll einbringen. Im ersten Lockdown kamen zwar auch immer wieder Anfragen aber aus keiner ist etwas geworden. (sprich sie sind nicht mehr Leute geworden).

    Um eine Überbesetzung der Farm zu verhindern, werden mehr oder weniger feste Zeiten vergeben. Manche Famileien haben ihren festen Vormittag schon seit dem ersten Lockdown und andere, die sich nicht festlegen können, vereinbaren die Zeiten in unserer WA-Gruppe. Die Farm darf nur nach Anmeldung zu der entsprechenden Zeit besucht werden. Überschneiden sich mal Termine, weil jemand etwas abholen und bringen will, müssen sich die Leute verteilen und zwei verschiedene Eingänge benutzt werden. Ich muss sagen, es klappt besser als erwartet.

    –> Wie viele Leute ziehen die Pflanzen vor?

    Bisher haben wir die Pflanzen im Berufsbildungswerk St. Elisabeth vorgezogen, sowohl unsere, als auch die für den Jungpflanzenverkauf. Leider hat das BBW aus verschiedenen Gründen die Kooperation mit externen Einrichtungen abgebrochen (davon sind nicht nur wir betroffen, auch andere Projekte).
    Aus diesem Grund wird es keinen Jungpflanzenverkauf mehr geben und wir gehen dahin zurück, auf der Fensterbank für den Eigengebrauch vorzuziehen. 
    Die kleine Gärtnerei in der Nähe ist eine andere und hat nichts mit dem BBW zu tun. Dort gibt es leider keine Vorzuchtmöglichkeit.
    Wir planen aktuell noch, wer wieviele und welche Pflanzen vorzieht
    .

    Die Pflanzen werden in einem Gewächshaus einer befreundeten Gärtnerei aufgezogen und zwar für den Eigengebrauch der Gärtner*innen auf den Gemeinschaftsgartenflächen

    Wir als CityFarm Augsburg haben von der LEW für 4 Jahre kostenlos ein Grundstück mit 500m² zur Verfügung gestellt bekommen. Dort wollen wir einen neuen CityFarm-Gemeinschaftsgarten gründen. Vorerst ist dort nichts, nur eine jungfräuliche Wiese, kein Wasser, kein Strom und eine große Straße in der Nähe. In den nächsten Wochen suchen wir dafür interessierte Gartenfreunde, die motiviert sind, dort etwas Neues aufzubauen. Im Gegensatz zu unserem Garten direkt auf der Farm, wo ja alles gemeinschaftlich bewirtschaftet wird, soll es dort auch die Möglichkeit geben eigene Beete anzulegen. Also sollen dort sowohl Gemeinschaftsbeete, als auch Individualbeete entstehen. (mehr …)

  • Wolfsgarten: Umnutzung einer ehemaligen Hochseilgartenflächen

    (Antrag, Antworten)

    Das Projekt „Wolfsgarten“ wird auf einem 4000 qm großen Gelände im Stadtteil Gostenhof umgesetzt, auf dem ursprünglich ein Hochseilgarten betrieben wurde. Nun entsteht ein naturnahes, kulturelles Stadtteil- u. Begegnungszentrum.

    Viele Pläne wurden innerhalb des letzten Jahres schon umgesetzt – so wurde das ganze Gelände z.B. wie geplant rein mit nachhaltigen, ökologischen Materialien umgestaltet und ein wahres Upcycling-Paradies geschaffen. Darüber hinaus entstanden ein großer Nachbarschaftsgarten mit Gewächshaus, eine Kinderspielecke, ein Cafebereich mit kleiner Bühne und zugehörigem ausgebauten Bauwagen, die Basis für ein Kunstatelier und Komposttoiletten.

    Der Nachbarschaftsgarten soll vergrößert werden

    Das Kernteam besteht aktuell aus 5 Menschen, die regelmäßig aktive
    Gartengruppe besteht aus ca 20 weiteren Menschen. Hinzu kommen weitere
    Ehrenamtliche die sporadisch dabei sind. Wir hoffen und gehen davon aus,
    diese Zahlen in der kommenden Saison zu erhöhen.

    Bei den Ehrenamtstagen, bei denen dann weitere Nachbar*innen dazu
    kommen: bleiben dann manche auch dabei?

    Ja, genau so ist es im vergangenen Jahr abgelaufen- die Menschen lernen
    uns und das Projekt an den Ehrenamtstagen kennen und wer will wird nach
    und nach mehr eingebunden bzw. Kommt regelmäßiger.

    Ist der Nachbarschaftsgarten jederzeit für die Gartengruppe
    geöffnet/zugänglich oder gelten auch hier Öffnungszeiten?

    Für die gartengruppe/ehrenamtliche ist immer geöffnet, sie kennen alle
    die Schlosskombination am Tor und können somit jederzeit aufs Gelände.

    Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie zugänglich sind diese für
    die Gartengruppe?

    Die Gartengeräte sind teilweise in einem kleinen Schuppen untergebracht,
    der ohne Schloss jederzeit zugänglich ist – weitere Geräte und Werkzeug
    befinden sich in einem Bauwagen zu dessen Schlüssel die aktive
    Gartengruppe jederzeit Zugang hat.

    Wie viele Beete sollen noch geschaffen werden und wie viele (Gemüse- und
    Kräuter)Beete gibt es schon?

    Es gibt aktuell 7 große Hügelbeete, 2 Flachbeete, 1 Kartoffelacker, 2
    Tomatenbeete, 1 Schlüssellochbeet, 6 Hochbeete und 1 Kräuterbeet. In der
    kommenden Saison entstehen weitere 4 Hochbeete, 1 Staudenbeet, 2
    Obstbaumlebensgemeinschaften, 1 Flachbeet und 2 Tomatenhäuser.

    Was soll gepflanzt werden und wer entscheidet darüber?

    Wir pflanzen verschiedene Kräuter, unterschiedlichste Tomatensorten,
    Paprika, versch. Kohlarten, Gurken, Zucchini, Kürbis, versch. Salate,
    Chilis, Melonen, Mangold, Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Auberginen usw.
    usw.. Vor Beginn der Anzucht gibt es ein offenes Ehrenamtstreffen, bei
    dem jeder Wünsche äußern kann. Diese werden dann vom Kernteam in die
    Pflanzplanung nach Permakulturmaßstäben überführt. Die Anzucht selbst
    wird, dann wieder auf alle Ehrenamtlichen verteilt.

    Wie ist der Garten organisiert? Wie laufen Entscheidungs- und
    Kommunikations/Informationswege?

    Wolfsherz ist eine gemeinnützige UG, hat das Gelände des Wolfsgartens gepachtet und ist verantwortlich für das gesamte Projekt. Der Teil des Nachbarschaftsgartens wird gemeinsam im Rahmen der kleinen Kerngruppe organisiert – wir überlegen gemeinsam in regelmäßigen Treffen was geplant ist (Pflanzungen, Bauvorhaben, Events, Workshops,…) und geben die Punkte per Whatsappgruppe oder direkt vor Ort auf Tafeln an den Kreis der Ehrenamtlichen weiter, die auch weitere Ideen beisteuern können. Zum Saisonstart gibt es ein Treffen mit allen Interessierten mit großem Brainstorming und Ideensammlung. Größere Aufrufe o.Ä. laufen viel über Facebook, ein Emailnewsletter ist in Planung. Ansonsten sind wir im GNN ( Gartennetzwerk Nürnberg) organisiert um mit den anderen Gärten in Kontakt zu bleiben, uns gegenseitig zu unterstützen und gemeinsame Kooperationen eingehen zu können.

    Wer erntet und was passiert mit der Ernte?

    Alle Ehrenamtlichen können natürlich jederzeit kostenlos ernten was sie wollen. Ansonsten können alle anderen Geländebesucher gegen Spende ebenfalls ernten. In Zukunft sind auch gemeinsame Kochevents und Workshops in Planung. (mehr …)

  • Agroforst: Kombi aus SoLAWi und Gemeinschaftsgarten entsteht

    (Antrag/Antworten)

    hiermit  bewerben  uns  um  eine  Förderung  für  ein  innovatives,  gemeinschaftliches  Agroforst-
    Projekt. Auf einem Acker in Alfter bei Bonn schaffen wir – das Klima*Kollektiv – gemeinsam mit
    der  Solawi  Alfter  einen  Ort  für  die  Teilhabe  an  solidarischer,  regenerativer  und
    klimaresilienter  Landwirtschaft  und  gehen  damit  einen  Schritt  in  Richtung  lokaler
    Ernährungssouveränität. Unser Projekt trägt den Namen Plan B³, als Kürzel für Baum, Beet,
    Blume. In einem dynamischen Baum-Feld-System kombinieren wir den Anbau von Nuss- und
    Obstbäumen  mit  dem  Anbau  von  Gemüse  und  Blumen.  So  vielgestaltig  wie  der  geplante
    Gartenbau, sind auch unsere Motivationen und Ideen, die wir auf der Fläche verwirklichen wollen.
    Der Projektkreis Plan B³ setzt sich bisher aus insgesamt 14 Personen zusammen, darunter
    Landwirt*innen,  Klimaaktivist*innen,  Hobby-Gärtner*innen,  Pädagog*innen,  angehende
    Obstbäuer*innen,  Solawi-Mitglieder,  Studierende  und  Auszubildende  aus  Alfter  und  Bonn.
    Gemeinsam  wollen  wir  auf  dem  1  ha  großen  Projekt-Acker  einen  vielfältigen
    Gemeinschaftsgarten  schaffen.  Der  erwartungsgemäß  wachsende  Projektkreis  von  Plan  B³
    wird im kommenden Jahr Umweltbildungsangebote, wie Mitmachaktionen aufbauen. Angeleitet
    durch  die  Solawi  Alfter  werden  permanente  Gemüsebeete  angelegt,  bestellt,  gepflegt  und
    beerntet werden. Damit werden zum einen die Solawi-Mitglieder versorgt. Daneben werden die
    Obst-  und  Nussbäume  sowie  weitere  Gemüse-Gemeinschaftsbeete  gemeinschaftlich  genutzt
    und  die  Ernte  unter  allen  Beteiligten  geteilt  werden.  Wir  wollen  einen  interkulturellen
    Begegnungsort  stadtnaher  Landwirtschaft  schaffen,  an  dem  sich  auch  unterschiedliche
    Generationen begegnen können. Ziel ist es die Teilhabe an Landwirtschaft, Gärtnern und Natur
    zu ermöglichen. Alle sind eingeladen, Praxiserfahrungen zu sammeln – vom Pflanzen übers Säen
    und  Gemüseernten  über  die  Pflege  von  Obst-  und  Nussbäumen  bis  hin  zum  Mosten  und
    Genießen  von  frischem  Obst  und  Gemüse!  Wir  möchten  voneinander  lernen  und  unsere
    Begeisterung  für  die  Erzeugung  landwirtschaftlicher  Produkte,  für  das  Gärtnern  und  für  die
    Bedeutung landwirtschaftlicher Nutzflächen als Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere
    weitergeben. Groß und Klein können  
    Neben  Blühstreifen  aus  regionalem  Saatgut  soll  auch  der  Anbau  von  Schnittblumen  auf  der
    Fläche Platz finden. Hierbei wählen wir insektenfreundliche Arten und Sorten und orientieren uns
    an Leitmotiven des “Slow Flower Movement”. Ziel ist es, von weit her importierte und unter
    hohem  Einsatz  von  Pestiziden  und  Düngemitteln  produzierte  Blumen  durch  ein  lokales
    biologisches Angebot zu ersetzen. 

    Der Projekt-Acker liegt am Ortsrand von Alfter Oedekoven und damit 5 km vom Bonner HBF /
    Uni Bonn und 3 km von Alfter Zentrum / Alanus Hochschule Alfter entfernt. Erreichbar ist die
    Fläche in 10 / 20 min mit dem Fahrrad sowie mit dem ÖPNV innerhalb von rund 50 / 10 min
    (Bonn / Alfter Zentrum). Der Projekt-Acker wird von der Solawi Alfter durch einen 40-jährigen
    Pachtvertrag von einem Landwirt aus Alfter gepachtet.

    November  2020:  Der  zuvor  beschriebene  Plan  B³-Projektkreis  ist  im  November  für  einen  2-
    tägigen  Planungsworkshop  erstmalig  auf  dem  Projekt-Acker  zusammengekommen.  Hierbei
    haben  wir  gemeinsam  einen  Entwurf  für  die  Gestaltung  des  Projekt-Ackers  entworfen  (s.
    Anhang). In Kleingruppen wurden Wissen, Wünsche und Vorstellungen geteilt, sodass wir uns
    Schritt für Schritt dem finalen Entwurf annäherten. Für das Design-Wochenende hatten wir zwei
    Agroforst-Experten des Defafs e.V. (Deutscher Fachverand für Agroforstwirtschaft) eingeladen.
    Die  gemeinsame  Arbeitsatmosphäre  und  der  Wissensaustausch  zwischen  Expert*innen
    verschiedener  Bereiche,  Praktiker*innen  und  Akademiker*innen  war  sehr  inspirierend.  Eine
    solche  Zusammenarbeit  von  Personen  aus  verschiedenen  Lern-  und  Arbeitsumfeldern  findet
    unserer Meinung nach zu selten statt, obwohl hierin enorme Potenziale liegen. Wir freuen uns
    auf zukünftig zum Projekt stoßende Menschen und eine zunehmend diverse Gruppenstruktur
    des Projektkreises Plan B³.
    14.-20.  Dezember  2020:  Gemeinschaftliche  Mitmachaktionen  unter  dem  Titel:  „Dieses  Jahr
    Weihnachten Bäume pflanzen, anstatt zu fällen!“ (Pflanzung von 300 Haselnusssträuchern, 9
    Pfirsichbäumen,  60  Walnussbäumen,  250  Blumenzwiebeln).  Corona-angepasst  finden  die
    Pflanzungen  in  festen  Kleingruppen  über  eine  Woche  hinweg  verteilt  statt.  Um  viele  neue
    Menschen zu erreichen und eine Gruppe an Helfer*innen aufzubauen, haben wir hierfür aktiv
    lokale Werbung gemacht, z.B. über die Bonner Projekte “Bonn im Wandel”, das Netzwerk der
    “Neuen Stadtgärtnerei” sowie über die Universität Bonn und die Solawi Alfter. Wir möchten die
    Teilnehmenden für das Projekt begeistern und ermuntern, ihre Ideen einzubringen.  
    Januar:  Im  Januar  möchten  wir  im  Rahmen  von  weiteren  Mitmachaktionen  permanente
    Gemüsebeete anlegen und eine Infotafel (inkl. Kontaktdaten) am Projekt-Acker aufstellen. Über
    die Einrichtung einer Plan B³-Projekt-Website möchten wir eine breitere Öffentlichkeit erreichen,
    beispielsweise für die Ankündigung von Mitmachaktionen und Umweltbildungs-Terminen für die
    kommende Saison.
    Februar: Pflanzung von 60 Esskastanienbäumen im Rahmen von Mitmachaktionen. 

    • Wie machen Sie Plan B³ bekannt (auf der Seite vom Klima Kollektiv habe ich es z.B. noch nicht entdeckt), wie können dann weitere Interessierte mitmachen?

    Für die die kommende Woche anstehende Pflanzaktion haben wir über unser persönliches Umfeld geworben (Bekannten- und Freundeskreis, Gruppen in denen wir aktiv sind). Dadurch, dass die Mitglieder von Plan B³ alle in Bonn und Alfter wohnen und zum Teil seit vielen Jahren in der Klima- und Umweltschutzbewegung aktiv sind, konnten wir hierfür auf zahlreiche Kanäle zurückgreifen. Um zukünftig eine breitere und noch diversere Öffentlichkeit zu erreichen, richten wir im Januar eine eigene Plan B³ Website ein und möchten die Gruppe und das Projekt aktiv bewerben. Auf dem Projekt-Acker wollen wir am Wegrand eine Infotafel mit Projektbeschreibung und Einladung, uns zu kontaktieren und uns und das Projekt bei einer der Mitmach-Aktionen oder der monatlich geplanten Gruppen-Treffen kennenzulernen. Geplant ist für kommendes Frühjahr auch die Gründung eines eigenen vom Klima*Kollektiv losgelösten gemeinnützigen Vereins. Timo, der Ihnen genannte Ansprechpartner vom Klima*Kollektiv ist zwar einer der Mitinitiatoren der Gruppe Plan B³, eine eigenständige Rechtsform und ein eigenständiger Internetauftritt scheint aber langfristig sinnvoll. Gerne hätten wir den Antrag schon ausgehend von einer eigenen Rechtsform gestellt, da Plan B³ sich aber erst Anfang November aus verschiedenen bereits aktiven Gruppen frisch gegründet hat, war uns das in der Kürze der Zeit leider nicht möglich. Wir hoffen, dass Sie hierfür Verständnis haben. Über die Rückläufe für unserer „Mobilisierung“ für die Pflanzaktionen und auch in Gesprächen mit Dozent*innen, haben wir bereits gemerkt, dass das Projekt auf verschiedenen Ebenen auf großes Interesse stößt. Das stimmt uns mit großer Zuversicht, mit guten Kapazitäten ins kommende Jahr zu starten. Gleichzeitig wäre ein Start-Förderung für uns zum aktuellen Zeitpunkt enorm wertvoll, da gerade jetzt zu Anfang viele Investitionen getätigt werden müssen.

    • Wie grenzen sich SoLaWi-Gemüsebeete und Gemeinschaftsgarten(beete) voneinander ab? Wie viele SolaWi-Beete und wie viele Gemeinschaftsgartenbeete soll es geben?

    Auf der Fläche sind insgesamt 16 Gemüsebeet-Blöcke geplant (s. Karte). Davon sollen 3 volle Gemüsebeete, nach Bedarf auch mehr, der gemeinschaftlichen, freien Nutzung zur Verfügung stehen.

    • Sind die Obst- und Nussbäume auch für die SoLaWi oder gehören die „nur“ zum Gemeinschaftsgarten?

    Die Obst- und Nussbäume gehören dem Gemeinschaftsgarten und sollen gemeinschaftlich von Plan B³ gepflegt und beerntet werden. Die Ernte soll zwischen allen Beteiligten geteilt werden. Auch eine gemeinsame Weiterverarbeitung (z.B. Nussmus) im Rahmen von Workshops und Aufteilung der Nussprodukte wäre denkbar. Da auch Menschen aus der Solawi Alfter in Plan B³ aktiv sind, muss noch abschließend geklärt werden, welche Anteile letzendlich auch der Solawi für die Weitergabe an die Mitglieder zur Verfügung gestellt werden.

    • Wie wird der Gemeinschaftsgartenteil organisiert? Wer entscheidet, was dort angebaut wird, sollen diese Beete gemeinschaftlich gepflegt werden, wie werden Aufgaben verteilt und wie soll die Ernte verteilt werden? Wie laufen Kommunikation und Entscheidungen?

    Das ist z.T. noch nicht abschließend geklärt und wird von der Gemeinschaft an zukünftigen Mitgärtner*innen entschieden werden. Gemeinsam mit der Solidarischen Landwirtschaft Alfter könnte vorgezogenes Gemüse und Saatgut bezogen werden, Anbau und Ernte in den Gemeinschaftsbeeten können kooperativ mit der Solawi Alfter, sollen aber ohne großen Extra-Aufwand für die Solawi erfolgen. Angedacht sind zum jetzigen Zeitpunkt regelmäßige gemeinschaftliche Plan B³-Gartentage. Daneben erfolgt die Kommunikation des Plan B³ – Projektkreises derzeit über Telegram für eine direkte Kommunikation, Trello für Organisation und Strukturierung. Wichtige Entscheidungen werden möglichst per Konsens und vor allem während gemeinsamer Treffen getroffen – online oder Vorort auf dem Projekt-Acker.

    • Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie haben alle, die gärtnern wolle, Zugang dazu?

    Bisher werden Gerätschaften der Solawi Alfter, die in Alfter Oedekoven lagern, oder eigens mitgebrachtes Werkzeug (z.B. auch Handschuhe) verwendet. Plan B³- Projekteigene Werkzeuge sollen noch angeschafft werden. Es gibt nun einen neuen Bauwagen, der im kommenden Jahr auf dem Feld als Werkzeugschuppen dienen soll. Dieser muss den Winter über dafür noch hergerichtet werden.

    • Wie ist die Wasserversorgung organisiert und wie werden die Kosten dafür auf SoLaWi und Gemeinschaftsgarten verteilt?

    Der Projekt-Acker verfügt über einen Wasserhydranten. Das Bewässerungssystem soll für alle Beetblöcke in einem installiert werden (Wassersprenkler & Tröpfchenbewässerung) und während der Saison mit der Solawi abgestimmt organisiert werden – sodass mal Menschen von Plan B³ den Wasserhahn öffnen/schließen mal die Solawi-Gärtner*Innen. Die Kosten für das Bewässerungssystem und die Wasserkosten werden entsprechend der von der Solawi/ Plan B³ begärtnerten Flächen anteilig berechnet (bei 3 von 16 Blöcken Gemeinschaftsbeetfläche –> rund 17 % von Plan B³ getragen, der Rest von der Solawi Alfter).

    • Wer würde die Schnittblumen ernten und werden diese dann verkauft?

    Die Blumen sollen zunächst versuchsweise auf kleiner Fläche angebaut werden – in der kommenden Saison auf der Fläche eines halben Beetblocks. Die Blumen sollen in erster Linie dem Projektkreis dienen und je nachdem als Deko für Feste gespendet werden. Daneben ist angedacht, Pflücktagen und Bumenbinde-Workshops gegen Spende anzubieten. Die Idee auf dem Feld auch Schnittblumen anzubauen, stammt von einer in Plan B³ aktiven ehemaligen Klimaaktivistin und Mutter, die gebürtig aus den Niederlanden stammt, wo das Slow FLower Movement schon verbreiteter ist. Wir wollen durch den lokalen nachhaltigen Anbau im kleinen Stil Alternativen zu konventionellen Schnittblumen aufzeigen, die meist unter ökolgisch und sozial unzureichenden Standards angebaut und z.T. von weit her importiert werden (chemi. synthetische Pestitzide uund Düngemittel, schlechte Entlohnung). Daneben möchten wir die Insektenvielfalt auf unserem Feld erhöhen und das Projekt durch eine ästhetische Komponente bereichern.

    • Habt ihr auch Flächen für Feste, zum Verweilen, zum Verarbeiten, für Workshops etc. geplant?

    Hierfür ist insbesondere das Innere des „Walnussbaum-Kreises“ im Zentrum der Fläche vorgesehen (auf Zeichnung besser zu erkennen). Hier sollen zukünftig jahreszeitliche Feste, Workshops und Treffen stattfinden.

    Zu Anbau und Ernte mit der Solawi: Gemeinschaftliche Arbeiten von Plan B³ könnten also gleichzeitig mit Pflanz-/ Erntetagen der Solawi stattfinden, aber auch völlig unabhängig (vermutl. teils teils) je nachdem wie die Plan B³-Gartengruppe sich organisieren möchte zukünftig. 

    Wer alleine, spontan gärtnern möchte kann dies natürlich auch unabhängig von solchen Tagen tun. 


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  • Heilkräutergarten

    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Khalaf“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) einen ganzen Gartenzyklus durchleben.

    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt .

    Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur Kräuterkunde und
    Austausch über alternative Heilungsmethoden war der Garten fast
    durchgängig von interessierten Frauen besucht.

    Seit November 2020 bieten wir zudem im selbstgestalteten Design
    Kräutertees zum Erwerb an. Für die beteiligten Frauen und auch geflüchteten
    Frauen in Unterkünften stehen die Kräutertees kostenlos zur Verfügung.
    Innerhalb eines laufenden Beratungsprojektes können sie sich vorab bei
    unserer Heilpraktikerin und Ärztin informieren und beraten lassen.

    Der Erlös der Tees soll in ein Projekt für geflüchtete Frauen* und Kinder
    fliessen, viel mehr geht es aber um das Verbreiten der Geschichten von den
    Frauen mit Fluchterfahrung durch beiliegende Flyer und durch das
    Weitererzählen und den solidarisches Aspekt, gemeinsam für einen guten
    Zweck etwas herzustellen und es öffentlich zu machen.

    Im Garten sollen nach einer kleiner Winterpause ab Februar 2021 wieder
    regelmäßig Workshops stattfinden. Er etabliert sich immer mehr zu einem Ort, an dem die Frauen zur Ruhe kommen, mithelfen und sich untereinander
    austauschen können.

    Unsere direkten Nachbarn auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.

    Der Bedarf an Heilkräutertees (Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel
    und Kamille) ist sehr hoch, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um im kommenden Frühling unsere Kräuter wieder biologisch und
    nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weiteres Material, um in
    gemeinsamen Aktionstagen, weitere Hochbeete aufzubauen.

     
    • Wie viele Frauen gärtnern inzwischen in dem Gartenprojekt?
    ca. 20 Frauen (von der kurdischen Community sind immer ca. 10 Frauen
    da, manchmal auch mehr und viele Kinder, dann noch ca. 10 Frauen aus
    dem Flamingo Kern plus an Projekttagen und Workshops und
    Beratungsangeboten immer so zwischen 2-6 Frauen.
    • Gibt es eine Kerngruppe?
    Ja, die Kerngartengruppe von Flamingo zu denen auch die kurdischen
    Community Frauen zählen, also ca. 15 Kernfrauen
     
    • Wie oft gärtnert ihr zusammen oder kommen Frauen auch „einfach
    so“?
    Die Kerngruppe ist vereinzelt oder in Gruppen mehrmals die Woche im
    Garten. An den Tagen können alle Interessierte auch kommen und
    mitmachen
    • Gärtnern alle Frauen mit oder machen manche auch „nur“ bei
    Workshops oder bei Verarbeitungsaktionen mit?
    Die ca. 20 Frauen Gärtnerei hauptsächlich und darüberhinaus gibt es die
    Frauen und Kinder die explizit bei Workshops mitmachen oder bei
    Aktionstagen kommen Frauen dazu
    • Wie habt ihr das Gärtner, die Beratungen und die Workshops unter
    Einhaltung der Corona-Regularien gestalten können?
    Da hatten wir Glück, weil wir den Frühling und Sommer in kleinen
    Gruppen (je nach Massnahme) mit genug Abstand und in der freien Luft
    arbeiten konnten. Die Workshops konnten auch unter Einhaltung der
    Hygienmassnahmen stattfinden. Und jetzt ist es etwas schwierig weil es
    sehr kalt ist, aber unser Bauwagen hat seit letztem Monat Solarpanele
    und eine Heizung. Donnerstags sind Beratungen dort und auch das geht
    trotz Coronamassnahmen mit Mundschutz und Händewaschen und
    disentfizieren. Im Garten selbst wird gerade nichts grosses gemacht bis
    Januar / Februar.
    • Wie viel Kräuter habt ihr in etwa geerntet und zu Tees und anderen
    Produkten verarbeitet?
    Wir haben nur Tees produziert. Von den Sorten ca. 2kg: Salbei und Minze.
    Von Kamille etwas weniger, da ist was schief gelaufen ;( bei der
    Bewässerung, aber wird im kommenden Jahr dafür richtig laufen. Von
    Thymian und Rosmarin haben wir nur einen Teil bis jetzt geerntet: jeweils
    ca. 1kg.• Wie viel davon verkauft ihr/wollt ihr verkaufen? Wie groß sind die
    bisherigen Einnahmen aus dem Verkauf der Tees?
    Wir haben einen grossen Teil für den Eigenbedarf für die beteiligten
    Frauen und den anderen Teil wollen wir verkaufen, das wird aber eher ein
    kleiner Teil sein. (in diesem Jahr).
    • Wie viele Hochbeete plant ihr (bitte schlüssle die Kosten dafür noch
    auf) und wer wird die wann bauen?
    26 Hochbeete ich schicke dir den Kostenvoranschlag von PG mit. Lisa
    von PG wird sie mit uns zusammen bauen, also als Workshop und
    Aktionstage für alle offen.

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  • Offener Garten für ALLE in Schleswig ist sozialer Treffpunkt

    (Antrag, Antworten)

    seit 1.2.2020 gibt es in Schleswig, direkt an der Schlei gelegen, einen Gemeinschaftsgarten (Fläche war mal Spielplatz). Im Garten sind Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Manche gärtnern, andere sind an handwerklichen Arbeiten interessiert, dritte kommen, da es ein niedrigschwelliger Treffpunkt ist.

    Ist die Nutzung der Fläche befristet oder können Sie diese dauerhaft nutzen?

    Antwort: Unbefristeter Nutzungsvertrag.

    Zahlen Sie Pacht o.ä. für die Fläche und wenn ja, wie hoch ist diese?

    Antwort: Wir haben eine Kaution von 1.000 EUR geleistet. Pachtkosten entstehen nicht. 

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert?

    Antwort: Geschätzt bislang 5 Leute regelmäßig, 10 Leute temporär, diverse selten. Vor allem durch das Projekt: „Der Friedrichsberg blüht auf!“ werden wir sicherlich noch etliche Menschen einbeziehen können. Bei uns kann ja jeder zwanglos nach persönlichen Bedürfnissen mitmachen. Wir sind ein stets offener, für jeden zugänglichen Garten mit vielen Zufallsbesuchern. 

    Wie viele Gemüsebeete gibt es bisher im Garten und wie ist das gärtnern organisiert? Gibt es individuelle Beete oder läuft alles gemeinschaftlich?

    Antwort: Bislang gibt es 5 Kräuter- und Gemüsehochbeete und ein Gewächshaus für Tomaten. Es gibt gar keine individuellen Beete. Alles läuft gemeinschaftlich oder für die Gemeinschaft. Bei uns kann jeder ernten, auch die, die gar nicht mitgegärtnert haben. 

    Wie viele Hochbeete sollen gebaut werden? Wie werden diese dann verteilt?

    Antwort: Mindestens drei weitere Hochbeete und etliche Kübel. Dazu sollen Erden bei vorhandenen Kübeln und Beeten ausgetauscht werden. Auch diese werden gemeinschaftlich bzw. für die Allgemeinheit bewirtschaftet. 

    Wann soll wer wo die Beete bauen, wie sind die Gärtner*innen daran beteiligt und wie läuft das unter den Coronaabstands- und Hygienemaßnahmen?

    Antwort: Vorausschicken möchte ich, dass wir deutschlandweit den niedrigsten Wert haben. Die Arbeiten sind je nach Wetter zum Ende des Winters im Garten geplant. (Wir verfügen über Strom.) In aller Regel arbeiten bei uns nur 2er-Teams aus gemeinsamen Haushalten enger zusammen. Ansonsten gelten Abstand, Handschuhe, und zu unterschiedlichen Zeiten versetzt arbeiten. Unser Garten ist immer geöffnet. Die meisten Geräte sind frei verfügbar. Oft wird mit eigenem Gerät (Bohrmaschinen z.B.) gearbeitet. 

    Haben Sie die Stadt nach Förderung z.B. für die Erde gefragt? (Manche Grünflächenämter liefern Erde kostenfrei an Gemeinschaftsgärten).

    Antwort: Wir haben im letzten Jahr von der Stadt für unsere Blühbeete bereits Erden erhalten. Außerdem haben wir gerade für die soziale Verstetigung einen kleinen Betrag für das nächste Jahr erhalten. Dazu die Genehmigung für ein größeres Gerätehaus. Deshalb fragen wir derzeit nicht noch einmal bei der Stadt an. 

    Was soll mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden und können Sie dieses Gerät ausleihen oder von der Stadt gestellt bekommen?

    Antwort: Unsere Möbel, eventuell Zuwegungen, eventuell das spätere Gerätehaus. Die Möbel stehen ja überwiegend das ganze Jahr draußen und müssen eigentlich mehrmals im Jahr gereinigt werden. Ein Ausleihen erscheint uns unwirtschaftlich. Ein stets präsentes Gerät spart einfach viel Zeit und kann auch eingesetzt werden, wenn man etwas Schmutziges gespendet wird. 

    Sind die geplanten Gabionen-Elemente so geplant, dass diese gekauft und dann im Garten aufgestellt und verankert werden? Hat die Gartengruppe sind für diese Form des Windschutzes entschieden? 

    Antwort: Kauf! Wir haben das Thema Windschutz mit diversen Interessierten das ganze Jahr wiederholt besprochen. Insgesamt hielten sich die gärtnerisch Tätigen bei der Diskussion allerdings sehr zurück. Die Idee für Gabionen kommt von einem alternativen Outdoorkenner und Handwerker. Einwände gegen diesen Vorschlag kamen von keiner Seite. Man muss dazu wissen, dass bei uns nicht wie in Großstädten in erster Linie grün und fortschrittlich denkende, jüngere Leute federführend sind, sondern eher übrig gebliebene ältere Frauen, die von Ausnahmen abgesehen, eher über weniger Bildung und Bewusstsein im Vergleich zu Aktiven der Großstädte verfügen und eher sehr zurückhaltend agieren. Dazu gibt ein paar handwerklich orientierte Prakmatiker, auf die der Einsatz von Gabionen zurückzuführen ist. 

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?

    Antwort: Die meisten Gartengeräte werden bisher in unserem Gewächshaus untergebracht. Im Sommer befanden sie sich hinter einem Sichtschutz. Manche Geräte sind angekettet. Hierfür kennen diverse Personen die Codes. Dazu verfügen wir über einen Schlüsselsafe. Einige Geräte, die sehr hohes Diebstahlrisiko haben oder im Winter wirklich trocken gelagert werden müssen, werden privat gelagert. Im Frühjahr erhalten wir ein Gerätehaus. Dann wird alles dort untergebracht. 


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  • Wandelgarten Freiburg stellt wieder auf gemeinschaftliches Gärtnern um

    (Antrag/Antworten)

    Wandelgarten hat derzeit 25 – 30 Aktive, 5 sind in der Orga/Kerngruppe aktiv.
    Sie sind aktiv mit Herstellung von Terra Preta, haben einen großen Wurmkompost, machen viel Bildungsarbeit u.a. für Schulen.
    Sie haben den Träger gewechselt (der alte hat sich aufgelöst) und eine neuen, nun schriftlichen, Vertrag ausgehandelt.

    1. Unsere Homepage ist noch im Wachsen. Dort sollen die Ausleihmöglichkeiten veröffentlicht werden. Es gibt noch keinen Link. Wir könnten die anderen urbanen Gärten aber auch per Email informieren. Bisher haben wir Werkzeugausleihen (die wir immer wieder gemacht haben) ganz einfach organisiert: Es wurde ein Termin zur Abholung vereinbart und ein Termin für die Rückgabe. Reparaturen sind bisher nie nötig gewesen. Wir haben für Ausleihen auch nie etwas verlangt. Bei den Waffeleisen würde ich eine Kaution verlangen, da sie gute Pflege bedürfen und ohne sie leicht rosten.

    2. Gründe für die Umstellung auf Gemeinschaftsbeete waren:

    a) Fruchtfolge ermöglichen: auf kleinen Flächen (1-4 qm) lässt sich kaum eine Fruchtfolge einhalten.

    b) Viele der Beetpaten hatten kein Interesse an der Gemeinschaft. Es war schwierig mit ihnen Absprachen zu treffen. Einige hatten wenig Erfahrung im Gärtnern. In der Bildungsarbeit war es widersprüchlich z.B. für Mulchen zu werben und vor allem ungemulchte Beete im Garten zur Ansicht zu haben. Der WandelGarten drohte ein kleiner Kleingarten zu werden. Gerade durch ein Gespräch mit Steffi Koch von zusammen gärtnern, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir einen Rückschritt gemacht hatten: bei zusammen gärtnern werden Beetpatenschaften angeboten, um Mitgärtner*innen anzulocken, mit der Absicht sie zum gemeinschaftlichen Gärtnern zu gewinnen. Wir hatten gemeinschaftlich gegärtnert und waren durch die Beetpatenschaften davon abgekommen. Das entsprach auch nicht unseren Gründungswerten.

    Durch das gemeinschaftliche Gärtnern sind viele neue Mitgärtnerinnen dazugekommen. Es waren viele Frauen (vor allem Studentinnen) und nur ein Mann (der sich für die Herstellung von Pflanzenkohle sehr interessiert und uns beim Zersägen großer Baumstämme mit seiner Motorsäge sehr geholfen hat – er hatte mich über einen Bokashi Workshop kennengelernt)! Es gab noch zwei Männer, die aus privaten Gründen nur vorübergehend im WandelGarten sein konnten. Wir würden gerne noch ein paar Männer im Garten haben. Bei den Beetpaten waren zwei Männer dabei gewesen, die den Garten aber verlassen haben, als es darum ging, gemeinschaftlich zu gärtnern. Besonders gefreut hat mich, dass eine Mitgärtnerin, die im Rollstuhl fährt, wieder zum WandelGarten zurückgekommen ist. Für sie war eine Beetpatenschaft nicht in Frage gekommen – aber ab und zu etwas mitzuhelfen tat sie mit großer Freude.

    Wir sind aber auch mit der jetzigen Variante noch nicht wirklich zufrieden. Im kommenden Jahr werden wir möglicherweise eine Kombination aus gemeinschaftlichem Gärtnern und „Projektpatenschaften“ ausprobieren. Wir wollen Mitgärtner*innen anregen auch eigene Ideen und Projekte im Garten zu realisieren, bei denen die Verantwortung bei den Projektpat*innen liegt, sie sich Unterstützung der Mitgärtner*innen einholen können, die Fruchtfolge und Bodenpflege beachtet wird und die Ernte mit allen geteilt wird.


    (mehr …)

  • Perivoli baut Gewächshaus

    – Wir wollen im Gewächshaus eine gemeinsamen Bereich haben, wo Pflanzen die besser geschützt wachsen, zur gemeinsamen Nutzung vorhanden sind.

    Und einen Bereich, wo jede*r in ihre*seine eigenen Jungpflanzen anziehen kann.

    – die Lüftung erfolgt mit Thermogelenken an den Dachfenstern. Wenn es zu warm wird, geht die Hydraulik auf, wenn es wieder kühler ist, geht sie zu. Das ist ein robustes System, dass ich kenne und das wir bei Gewitter/Sturmgefahr auch mechanisch ausstellen können.

    – wir haben zwei VW-Buse und einen Transporter mit Pritsche im Verein (also privat von Mitgliedern). Da können wir das meiste transportieren.

    Bei Steinen und Schotter ist die Anlieferung im Preis mit drin.

    – Werkzeuge haben wir eine Menge im Verein. Hauptsächlich werden wir mit Handkreissäge/Akkubohrern arbeiten. 

    – Wir haben ein Bauteam fürs Gewächshaus. Dieses besteht aus 4 Leuten (zwei Frauen / zwei Männer)

    es wird eine Grundfläche von 16m² haben, auch Regenrinnen, um mehr Regenwasser ernten zu können.
    Sie werden im Winter loslegen und in wechselnden 2er-3er Teams arbeiten (mehr …)

  • Bau von Tomantenhäusern bei den Stadtoasen in Bad Säckingen

    (Antrag/Antworten)

    Die Medienberichte über den begangenen Vandalismus in unserem Gemeinschaftsgarten haben große Bestürzung in ganz Bad Säckingen hervorgerufen. Herr Meier erzählte mir, daß diese Berichte auch bei Ihnen angekommen sind.

    Wir, der Vorstand, haben uns darauf geeinigt, 3 kleine Tomatenhäuser stabiler zu bauen (bevor das große Tomatenhaus als Grillholz endete, wurde durch einen Sturm das Dach verweht). Die Tomatenhäuser werden von uns Mitgliedern von Stadtoasen Bad Säckingen e.V. in unserer Freizeit gebaut und auch gemeinsam genutzt
    Um über die ganze Anbaufläche an mehreren Standorten Tomaten anzubauen haben wir uns entschieden aus einem grossen 3 kleine Tomatenhäuschen zu konzipieren, die auch versetzbar sind und so der Fruchtfolge angepasst werden können. (Permakultur).

    Der Garten hat sich sehr gut entwickelt. Wir haben bereits 2019 zu „Beetpatenschaften“ aufgerufen. Diese wurden von unseren Mitgliedern sehr gut aufgegriffen, so daß die Mehrzahl der eingeteilten Beete von den Paten bewirtschaftet wurde. Ernten können jedoch nach wie vor alle Mitglieder in allen Beeten. Wir haben gegenwärtig 82 Mitglieder. Es gab einige Austritte wegen Umzug aber auch Neueintritte. Aktuell arbeiten jedoch nur etwa 20 Mitglieder zu unterschiedlichen Zeiten im Garten.  Ein Umstand der eben den Corona-Bedingungen geschuldet ist. Da der Garten 3000 m2 umfasst, ist die Abstandsregelung sehr gut einzuhalten.

    Wir haben ein „Bauteam“ gegründet, das derzeit aus 7 Mitgliedern besteht. Es sind jene StadtoaslerInnen, die besondere Kenntnis im Umgang mit Holz und der Bautätigkeit an sich haben. Diese Truppe wird die Errichtung der Tomatenhäuser – geteilt in jeweils 2 Leute – übernehmen.


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  • Platzgarten möchte sich nachhaltiger gestalten

    (Antrag/Antworten)

    Wir sind ein eingetragener,
    gemeinnütziger Verein mit z. Zt. ca. 25 Mitgliedern und bringen uns solidarisch mit ins benachbarte
    PLATZprojekt ein. Der Garten lebt von unseren Treffen und Gemeinschaftsaktionen, z. B. Beete und
    Kompost anlegen, Grill und Gartenmöbel bauen oder ein Tomaten- und Gewächshaus zimmern. Wir
    säen, pflegen, ernten und teilen unsere Ernte. Es gibt sowohl Experimentierfelder, Tee- und
    Kräuterbeete in denen wir alle aktiv sind, als auch Pat*innen für Beetgruppen in denen
    Pflanzennachbarschaften in „Wuchsgmeinschaften“, unseren „WGs“, wohnen.
    In den vergangenen Jahren konnten wir ca. kleinere und größere 30 Beete anlegen, zwei
    Gewächshäuser und einen Kompost bauen, eine Wasserleitung legen und viele Menschen fürs
    Gärtnern begeistern. Unser Ziel für das kommende Gartenjahr ist es unsere Gartenanlage
    nachhaltiger zu machen und den Garten als Ort der Begegnung und des Lernens zu stärken.

    Ein Teil der Hochbeete ist aktuell noch im Holz umfasst, welches durch die Witterung jedoch morsch
    und brüchig wird. Diese Beete möchten wir mit einer Natursteinumfassung aufwerten und langlebig
    nutzbar machen. Als Material sehen wir regionale Produkte vor, wie z. B. Sandsteinbruch.

    Aktuell wird das Regenwasser des Gartenhauses zwar in mehreren Tonnen gesammelt, an den
    weiteren Bauten fehlen jedoch Regenrinnen und Fallrohre. Diese sollen nun installiert werden und
    das Regenwasser gesammelt werden. Mit Hilfe von Tropfrohrern und mechanischen Pumpen soll das
    Regenwasser zukünftig zur einfachen Bewässerung des Gartens genutzt werden können. Das
    Hauptsammelbecken soll dabei aus durchsichtigem Material sein, sodass bei der Bewässerung des
    Gartens der Wasserverbrauch transparent ist. Bei den übrigen Materialien legen wir Wert darauf,
    möglichst auf Kunststoffe zu verzichten.

    Neben denen in den Wuchsgemeinschaften bewirtschaften Beeten möchten wir neue Probiergärten
    in ca. 3 Hochbeeten schaffen, in denen neue Mitglieder ohne jegliche Hürden das Gärtnern beginnen
    können. Die Beete werden von Mitgliedern des Platzgartens mitbetreut und bewässert sodass sich
    auch für die Neuen hoffentlich schnell Erfolgserlebnisse beim Gärtnern zeigen.

    Das Gartenhaus, eine selbstgebaute Holzhütte, ist 2014 erbaut worden und dient aktuell vorwiegend
    der Lagerung von Materialien. Während diesem Sommers würden wir gerne das Dach abdichten und
    als Terrasse als Treffpunkt für Gärtner*innen nutzbar machen sowie einen abschließbaren Schrank
    für unsere Werkzeuge bauen.

    Tatsächlich ist rund um die Fössestraße 103, also das Platzprojekt, den 2er Skatepark und den Platzgarten einiges im Hintergrund los. Ich versuche, nach bestem Wissen und Gewissen zusammenfassend zu schildern und hoffe, dass ich auf dem aktuellsten Stand bin.

    Das Grundstück Fössestraße 103 gehörte zu den Flächen des angrenzenden REAL-Markts, die Nutzung wurde über einen Pachtvertrag geregelt (Laufzeit 6 Monate mit kontinuierlicher Verlängerung).

    Wir wurden glücklicherweise bereits früh informiert, dass die METRO AG den Verkauf der REAL-Kette plante, das ganze Procedere zog sich ja über eine längere Zeit. In diesem Zug begannen ganz unterschiedliche Überlegungen ob ein Kauf der Fläche für das Platzprojekt in Frage kommt (z. B. Crowd-Funding, Stiftung, Stadt Hannover etc. etc.). Wir sind immer noch mit Hochdruck dabei, bemühen uns u. a. um Strukturförderungen der Stadt, denn weiterhin ist das absolute Hauptziel, die Fläche langfristig für die 3 großen Teile Platzprojekt, 2er und Garten zu sichern. Mit dem Verkauf konnten wir aber schonmal den Pachtvertrag auf ein 2 Jahresintervall verlängern, worüber wir uns wirklich sehr gefreut haben!

    Dieses Jahr war natürlich auch für den Garten anders als geplant.

    Nach der Saatgutbörse Anfang März, die traditionell unser Erscheinen nach außen startet und auch dieses Jahr ein toller Kick-off war, mussten wir alle weiteren, vom Verein offiziell angeleierten Gemeinschaftsaktionen verschieben. Das hat natürlich auch einen gehörigen Motivationsdämpfer gegeben, trotzdem haben sich die Beet-Teams selbstorganisiert in Kleingruppen getroffen und es lief im Hintergrund weiter. Glücklicherweise ist der Garten groß genug, um auch mit 10 Leuten Abstand halten zu können.

    Tatsächlich hatten wir auch in dieser Zeit neue Anfragen und haben (in der Regelungs-Phase 10 Leute egal wie viele Haushalte) eine Kompost-Aktion mit besonderer Einladung an Interessierte gemacht. Der Garten taucht bei facebook und istagram auf, wo wir u. a. Auch offizielle Termine bewerben, aber viele Menschen werden wohl auch durch das Platzprojekt auf den Garten aufmerksam.

    Wir kommunizieren, dass es toll wäre, wenn sich alle auch als Mitglied bzw. mit den Mitgliedbeitrag an den laufenden Kosten (Wasser etc.) beteiligen, grundsätzlich möchten wir aber allen eine Chance zur Mitarbeit geben, daher ist eine Mitgliedschaft bei uns kein absloutes „muss“. Bisher klappt das wirklich gut, bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alles auch Mitglied im Verein.

    Als digitale Kommunikationsplattform nutzen wir wie das Platzprojekt „basecamp“ und haben dort als Garten einen internen Bereich über den wir uns austauschen, verabreden und auch viel diskutieren, besonders jetzt in der Zeit, in der wir keine größeren Gartentreffen machen können.

    Natürlich haben wir auf dem Papier auch einen Vereinsvorstand, Entscheidungen werden aber von allen in die Gruppe getragen und gemeinsam entschieden. Auch da sind wir vermutlich kein ganz normaler Verein sondern sehr vom „doocracy“- Selbstverständnis des Platzprojekts gefärbt. (:

    Generell ist die enge Verzahnung mit dem Platzprojekt überall zu spüren, nicht nur durch „personelle Überschneidungen“ oder die Nutzung der Infrastruktur (Räume bei schlechtem Wetter, Sanitäranlagen etc.). Wir revanchieren und verleihen in guter Regelmäßigkeit, Schaufeln, Schubkarren, Gießkannen und allem anderem Gartengerät, was z. B. zur Begrünung des Platzes benötigt wird. Wir haben z. B. einen Kontakt, über den wir Holzhäcksel für die Wege im Garten aber auch auf dem Platz beziehen, dabei fällt auch immer wieder Brennholz für den Ofen in der Platz-Bar ab usw. usw.

    Die Werkzeuge (die wir gerne in Akku-Versionen anschaffen würden, da es keinen Strom im Garten gibt) würden auf die selbe Weise der Platz-Community zur Verfügung stehen. Unser Gartenmitglied Alisdair McGlasson, der auf dem Platz eine Tischlerei betreut/betreibt, würde sich um die Aufbewahrung, Pflege und Verleihung der Elektro-Geräte kümmern. Eine andere Idee ist, es über die „Bibliothek der Dinge“

    (https://platzprojekt.de/projekte/bibliothek-der-dinge) zu verwalten.

    Die Aluboxen sind eher dazu gedacht, Saatgut und andere für Ratten und Mäuse interessante Dinge wie Kekse verpacken zu können. Wir würden im Gartenhaus gern ein paar Teller und Tassen, Kaffee, Milch etc. lagern können, um bei Gemeinschaftsaktionen einen Grundstock vor Ort zu haben.

    Zu den Steinumrandungen: Der Garten besteht im Hauptteil aus einem großen Erdhaufen, auf dem wir „Terrassen“ angelegt haben, um mit der für Hannover sehr ungewöhnlichen Hangneigung arbeiten zu können. (:

    2017 hatten wir dazu Schwartenholz verwendet, das ist inzwischen natürlich ziemlich verwittert.

    Über eine kleine, frühere Förderung von der Stadt konnten wir vor 2 Jahren einen kleinen Teil der Holzumrandungen durch Sandsteine ersetzen.

    Hier hatten wir auch tatkräftige Hilfe von Simon Kux, der im Rahmen eines Steinmetz-Workshops mit jugendlichen auf dem Platz auch einen Teil unserer Mäuerchen angelegt hat. Das würden wir gern langfristig für alle Beete so machen können, im Fokus stehen aber erstmal die Beete am unteren Hang bzw. die zu den Wegen, damit das Material nicht komplett abrutscht. Wir haben den Bedarf erstmal auf eine Länge von insgesamt ca.

    100-150 m geschätzt.


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  • Ofenbau im SoLaWi Gemeinschaftsgarten Trier

    (Mails, Tele, Antrag)

    Mit Hilfe dieses Workshops soll auf der Fläche des an den Verein Transition Trier e.V. angebundenen Solawi-Gemeinschaftsgartens Trier ein Lehmofen mit begrünter Dachfläche entstehen. Auf praktischer Ebene soll der Ofen ermöglichen, direkt im Garten unter freiem Himmel Brote und Ernteerzeugnisse zu verarbeiten und zu backen. Darüber hinaus soll der Workshop des Ofenbaus wichtige handwerkliche Fähigkeiten vermitteln und zeigen, dass es möglich ist, als Gemeinschaft in Handarbeit mit natürlichen und regionalen Rohstoffen einen Gebrauchsgegenstand zu bauen, der nicht nur nachhaltig, sondern auch funktional und schlicht schön ist. Damit wollen wir dazu inspirieren, Alternativen zu einem Konsumverhalten zu schaffen, das oft weder ökologisch noch sozial ist.
    Die Leitung des Workshops übernimmt der Recycling-Künstler Aaron Scheuer, der mit den Mitgliedern des Gemeinschaftsgartens den Ofen planen und den gemeinschaftlichen Bau anschließend über eine Projektwoche hinweg anleiten und betreuen wird. Auch die für den Ofenbetrieb notwendige Sauerteigwanne wird gemeinsam aus einem Halbstamm geschnitzt. Den Bau des Daches wird nach der Trocknung des Ofens der Schreiner Matthias Kronenberg anleiten, während die Begrünung im Anschluss des Baus durch die Gemeinschaftsgärtner*innen selbst übernommen wird. Im Laufe der Woche werden mit Hilfe von Modellierton Brotbackgefäße getöpfert, die dann nach der Trocknung im Erdbrandverfahren gebrannt werden sollen.
    Recyclete Naturstoffe aus der Region
    Die Materialien werden zu großen Teilen von Aaron Scheuer gestellt und aus Naturwerkstoffen wie Sand, Stroh, Ton und Holz bestehen, die alle aus Rheinland-Pfalz stammen und/oder zu großen Teilen recycelt sind, wie u.a. Schamott-Steine für die Innenverkleidung des Ofens, das Ofenrohr und Steine zum Mauern des Ofenpodests. Auch das Dach wird aus Naturstämmen sowie aus gesammeltem Schiefer bestehen. Befeuert wird der Ofen hauptsächlich durch Vollholzabschnitte aus Schreinerei und Zimmerei von Mitgliedern der Gemeinschaft. Die Dachbegrünung wird durch Gemeinschaftsgarten-eigene Erde und Pflanzen mit Wärme- und Trockenheitsertragenden Kräutern und Wildpflanzen durchgeführt.

    Zum Garten:

    und ich wollte Ihnen noch kurz beschreiben, inwieweit wir als Gemeinschaftsgarten auch Solawi-Prinzipien integrieren. Wir sind kein landwirtschaftlicher Betrieb, sondern eine Gruppe von inzwischen über 120 Erwachsenen und 25 Kindern und gehören zum Verein “Transition Trier e.V.”. Wir haben uns zum Ziel gesetzt hat, im urbanen Raum auf kleinster Fläche solidarische und ökologische Gemeinschaftsgärten mit hoher Biodiversität, großer Erholungsfunktion und gleichzeitig hohem Ertrag zu schaffen. In den letzten drei Jahren seit der Gründung kamen wir diesem Ziel sehr nah: Was als Brachfläche begann, ist nun ein vielfältiger und strukturreicher Gemeinschaftsgarten mit hohem Ertrag und diverser Erholungsinfrastruktur.Um den großen organisatorischen Aufwand des Gemeinschaftsgartens auch mit wechselnden Mitgliedern zu stemmen und gleichzeitig vertieftes ökologisches und gärtnerisches Wissen vermittelt zu bekommen, hat sich die Gruppe nach ihrer Gründung dafür entschieden, eine freie Umweltbildungsfachkraft auf Rechnungsbasis zu integrieren. 2020 ist aufgrund der gewachsenen Mitgliederzahl noch eine weitere Fachkraft hinzugekommen. Ihr Lohn und die weiteren anfallenden Kosten werden durch die Gemeinschaftsgärtner*innen getragen, die jeweils ihren monatlichen Anteil zahlen, der in einer jährlichen anonymen Bieterrunde festgelegt wird. Durch die Bieterrunde und die dabei  entstehenden, einkommensabhängigen Beiträge entsteht innerhalb der Gruppe, aber auch in Bezug auf die Fachkräfte ein hoher Grad an  Solidarität. Auch wenn wir uns damit in diesem Punkt an Konzepten der solidarischen Landwirtschaft orientieren und wir zu dieser ideellen Selbstverortung den Namen Solawi integrieren, sind wir dennoch zu 100% ein Gemeinschaftsgarten eines gemeinnützigen Vereins. Bei uns stehen die Gemeinschaft, die gemeinschaftlichen Aktivitäten, das Voneinander- und Miteinander-Lernen und die gemeinsame Erholung in unserem Garten deutlich im Vordergrund, was uns auch von landwirtschaftlichen Betrieben unterscheidet. Uns ist eine erfolgreiche Gemüseproduktion wichtig – diese darf aber auf keinen Fall zu Lasten der anderen Garten-Vorzüge (v.a. Erholung und Ökologie) gehen. Unser Ziel ist es, nicht nur produktiv zu sein, sondern auch eine gemeinschaftliche Gartenkultur aufzubauen und zu pflegen.


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  • Südstadtgärten Oerlinghausen legen los

    (Antrag, Antworten)

    • Wie groß ist denn die Gruppe inzwischen und wie setzt sie sich zusammen?

    Vorstand und Beirat: 10 Personen und wir arbeiten als Team, jede/r übernimmt verschiedene Aufgaben, je nach Lust und Begabung (mehr …)

  • neues Gartenprojekt in Augsburg auch für blinde und sehbehinderte Menschen

    (ANtrag und Antworten)

    Der Vorgarten am alten Gaswerk in Oberhausen wird zu einem biologisch geführten Klein-Biotop
    umgestaltet und mit medialen Elementen versehen. Es wird ein Garten entstehen, der mit allen Sinnen
    erlebbar ist, damit Menschen mit und ohne Behinderung teilhaben können. So findet Inklusion
    lebendig und unbeschwert in Verbindung mit Umwelt- und Naturthemen statt. Das gemeinsame
    Gärtnern wird zum Ausgangspunkt für den Austausch von Menschen aus unterschiedlichen
    Herkunftskulturen und mit verschiedenen Lebensformen.
    Die Stadtwerke Augsburg haben uns ein ca. 250 qm großes Grundstück kostenlos überlassen. Es besteht
    aus einer öden Grasfläche mit Hecke darum. Das Grundstück grenzt direkt an die Straße und ist von
    außen durch eine Gartentür begehbar. Wir haben die Herausforderung angenommen, daraus ein
    Biotop und eine Erlebnisfläche zu machen, inmitten eines Industriegebietes am Eingang zum Alten
    Gaswerk, das von den Stadtwerken derzeit zum Kreativquartier umgestaltet wird.
    Wir kultivieren essbare Pflanzen, zum Riechen, Schmecken und Ertasten. Die Nachbarschaft ist
    aufgerufen, sich an der Ausgestaltung des Gärtleins zu beteiligen. Zu allen Pflanzen erstellen wir einen
    Steckbrief in Form eines Audiobeitrages, abrufbar über QR-Codes. Wir bringen außerdem Tafeln in
    Brailleschrift an. In Workshops werden Pflanzbehälter wie Hochbeete und Sitzmöbel gebaut. Dabei
    greifen wir vorrangig auf vorhandenes Material wie Paletten zurück. Erstes Pflanzgut und Komposterde
    haben wir bereits aus privaten Spenden und vom Botanischen Garten erhalten. Die Stadtwerke werden
    uns hierbei ebenso unterstützen.

    Wie viele Leute sind denn an Planung und Umsetzung beteiligt und wie viele davon wollen/können mit gärtnern?

    Wie setzt sich diese Gruppe zusammen?

    Zur Zeit sind wir sechs Leute, die die Initiative gestartet haben. Es sind Künstler*innen, die im Kreativquartier Gaswerk ein Atelier haben und Leute vom Gaswerksmuseum. Außerdem eine alte Dame vom Oberhauser Museumsstüble aus der Nachbarschaft. Wir haben Kontakt zum Blindenverband und es ist das Ziel, dass sich Sehbehinderte und Blinde am Geschehen beteiligen können. 

    Das Ganze ist als Akt zivilen Ungehorsams entstanden. Wir haben einfach auf der Fläche gemacht, das als Kunst bezeichnet und die Stadtwerke hatten nichts dagegen. Inzwischen finden sie es gut.

    Wie viele Beete wird es geben und wird denn auch Gemüse angebaut? Wer kann das dann ernten?

    Wir planen keine einzelnen individuellen Beete. Alle dürfen alles bepflanzen und beernten. Auch die Passant*innen, die gegenüber zum Arbeitsamt oder zum Bundesamt für Migration gehen. Das Gärtchen soll zum sozialen Ort und Begegnungsstätte werden.

    Wir haben zunächst 250 qm. Potenziell können weitere 500 qm dazu kommen. Davon müssen wir die Stadtwerke aber vorsichtig überzeugen. 

    Auf den Flächen wird im nächsten Jahr noch ein Bodenaustausch wegen Contanimation (Gasproduktion) statt finden. Daher ist ein Gärtner zunächst nur in Pflanztrögen und Hochbeeten möglich.

     Wie kann man mitmachen und vor allen Dingen mit gärtnern?

    Das Vielfaltsgärtlein gehört zum Stadt Labor, einem Ort für Kultur, Wissenschaft und bürgerschaftliches Engagement direkt ab Garten. Wir haben dort Räume, die derzeit immer freitags geöffnet sind, an anderen Tagen sporadisch auch. Wer kommt, kann mitmachen.

    Wer entscheidet, was angebaut wird?

    Das wird sich zeigen. Die Strukturen müssen sich festigen. Wir starten bald einen Aufruf an die Nachbarschaft, Pflanzen zu bringen und mitzumachen. Sicher wird es künftig ein Gartenplenum geben.

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie zugänglich sind die dann?

    Wir haben einen Keller und dort auch Wasseranschluss (Schlauch). 

    Der Garten ist noch in Planung, gell?

    Eigentlich nicht, es ist losgegangen und der Prozess ist im Gange. Von Planung kann man eigentlich nicht mehr sprechen.

     Nach der Beschreibung würde ich denken, dass es sich vor allen Dingen um einen Lehr- und Schaugarten handeln soll, in dem auch Workshops stattfinden?

    Ja, auch. Aber auch die niedrigschwellige Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ist uns wichtig.


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  • Nachbarschaftsgarten Wollepark: Komposter wird gebaut

    (Antrag/Antworten)

    Aufgrund der großen Anzahl von 22 Beeten benötigen die Gärtner*Innen im Nachbarschaftsgarten Wollepark einen weiteren Kompost. Dieser soll an einem gemeinschaftlichen Arbeitstag im Garten aus Materialien die zuvor gemeinsam eingekauft wurden gebaut werden. Weiterhin soll auf der Gemeinschaftsfläche ein Sonnensegel errichtet werden, damit an heißen Tagen auch mal eine Pause im Schatten gemacht und auch gemeinsam zusammengesessen werden kann. Diese Baumaßnahmen sind dringend notwendig um einen funktionierenden Nachbarschaftsgarten zu gewährleisten und den Gärtner*Innen die Möglichkeit zu geben sich um ihr Beet zu kümmern. Die Errichtung des Sonnensegels soll dazu beitragen, dass sich die Gärtner*Innen auch an sehr heißen Tagen nach getaner Arbeit oder zu einer Pause gemeinsam auf der Gemeinschaftsfläche aufhalten können und somit die soziale Interaktion gefördert wird und daraus ein Gemeinschafts- und Gruppengefühl entstehen kann.

    Der Garten wurde ursprünglich auf der Fläche hinter unserem Nachbarschaftszentrum gegründet und ist aufgrund von Abrissarbeiten vorübergehend auf eine Brachfläche im Süden des Stadtteils umgezogen. Wenn die vorherige Fläche wieder neu geordnet wurde, wird der Garten (mit Kompost und Sonnensegel) wieder dorthin umziehen.

    4. Die Beete sind immer einer spezifischen Person für ein Jahr vergeben.

    5. Mitmachen kann man indem man sich bei uns meldet. Derzeit existiert eine Warteliste für nächstes Jahr. Im Herbst/Winter werden die Beete dann neu vergeben.

    6. Nein, da der Wollepark ein Stadtteil ist, in welchem sehr einkommenschwache Menschen wohnen, können sich diese nicht am Projekt beteiligen.

    7. Neben dem Kompost- und Sonnensegelbau werden weitere Gartentage geplant, bei denen der leider immer wieder davor weggeworfene Müll aufgesammelt wird, der Gemeinschaftsbereich aufgeräumt und weiter mit Steinen und Baumstämmen strukturiert wird. Der Gartenzaun und die Wege sollen durch Blumen verschönert werden. Weiterhin haben wir einen Künstler des Stadtteils gewinnen können, der zusammen mit den Gärtner*Innen den Garten künstlerisch gestalten möchte. Wir haben auch eine Gemüseschule in Planung, bei der eine fachkundige Honorarkraft eingeladen wird, und die heimischen Gemüsesorten vorgestellt werden sowie die Pflanztechniken erläutert werden sollen.

    Die Teilnahme hieran ist verpflichtend im Rahmen der festgehaltenen gemeinschaftlichen Gartenarbeit von 10 Stunden im Beetvertrag.

    8. Beim Kompostbau sind 2-3 Gärtner*innen vorgesehen. Da beim Bau des Komposts nicht immer die Abstandsregeln eingehalten werden können, werden die Kompostbauenden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. (mehr …)

  • neuer GG in Aachen entsteht

    (Antrag, Antworten)

    Wir, ein Netzwerk unterschiedlicher Träger im Westen Aachens, unter anderem organisiert in einer Stadtteilkonferenz und demgemeinnützigen Verein Westparkviertel e.V., planen ein „community-gardening“ Projekt. Der Garten soll auf einer, der katholischen Pfarrgemeinde St.Jakob gehörenden Wiese hinter dem Pfarrheim Jakobushaus realisiert werden.
    Das Projekt wird von der Stadtteilkonferenz befürwortet und umfassend unterstützt.

    Eine erste Befragung und ein erstes Treffen zu diesem Thema haben ergeben, dass es ein hohes Interesse besonders bei den studentischen Bewohnern und den Familien im Viertel für dieses Projekt gibt. Auch einzelne andere Gruppen wie die Pfadfinder haben ihr Interesse an der Teilnahme an diesem Projekt bekundet. Die Vielfalt der Kooperationspartner und das hohe spontane Interesse unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen haben in uns die Überzeugung vom Gelingen des Projektes wachsen lassen.

    1.      Zurzeit engagieren sich ca. 10 Personen bei der Planung des Gemeinschaftsgartens. Alle möchten später auch gärtnern. Wir bewerben das Projekt zeitnah auf verschiedenen Kanälen. Instgram/Facebook/Webseite/Stele der Pfarre, Webseiten von: Stadtteilkonferenz, Westparkviertel e.V, Quartier 55+, und nebenan.de. Es werden Postkarten, Flyer und Plakate gedruckt.

    2.      Oben genannte Gruppe. Diese Gruppe erarbeitet prozessorientiert Entscheidungs-und Informationswege.

    3.      Der Garten ist ca. 460 qm groß über Tag frei zugänglich und wird über Nacht verschlossen. Es ist geplant aktiven Mitgliedern der Gruppe Schlüssel für das Tor auszuhändigen.

    Der Boden ist nicht kontaminiert. Die Hochbeete dienen der besseren Bearbeitung besonders auch für ältere Menschen.

    4.      Oben genannte Gruppe, Mitglieder der Reparaturtreffgruppe und der Pfadfinder bauen mit Unterstützung und unter Anleitung der Schreiner des Sozialwerkes Aachener Christen

    die Hochbeete. Bei der Bepflanzung unterstützen und beraten uns deren Gärtner. Einige Werkzeuge stehen aus der, durch den Stadtteil Fond unterstützten Bibliothek der Dinge zur Verfügung. Bei Bedarf werden von allen Mitarbeitenden auch private Werkzeuge mitgebracht. Auch die Werkzeuge der Gärtner und Schreiner stehen für den Aufbau zur Verfügung. Werkzeuge stehen vor Ort zur Verfügung Da die meisten anfallenden Arbeiten erst im Herbst anstehen und draußen stattfinden werden diese wohl nicht mehr all zu sehr von der Corona-Krise beeinträchtigt werden. Unsere Planungstreffen werden zurzeit draußen auf der überdachten Terrasse abgehalten.

    5.      Eine detaillierte Kostenaufstellung für das Gartengerätehaus ist mir zurzeit nicht möglich, da die Schreiner zum einen Restholz und Material verwenden wollen und das Haus auch noch nicht im Detail geplant ist. Es soll der Aufbewahrung der Gartengeräte, des Saatgutes etc. dienen.

    6.      Für ca. 10 Personen: 2 Spaten, 10 kleine Schaufeln, 5 kleine Harken, 2 Schuffeln für Bodenbeete, 1 Schubkarre, 10 Eimer, 2 Gartenscheren mittelgroß, 1 Gartenschere groß, 1 Mistgabel, Pflanzstöcke, Schnur

    7.      Das Regenfass wird an die Fallrohre des Pfarrheimes angeschlossen.

    8.      Die Beteiligung der Teilnehmer an den Kosten ist noch zu klären. Wir werden um freiwillige Spenden für das Ernten von Gemüse bitten. Die Mitglieder sind bereit auch auf eigene Kosten Samen und Pflanzen beizutragen.

    9.      Hauptamtliche: Gemeindereferentin – Planung, Lenkung, gärtnern; Quartiersmanagerin55+ – Planung, Lenkung, Öffentlichkeitsarbeit; wechselnde Mitarbeiter des Sozialwerkes – Planung, gärtnern

    10.   Wenn klar ist, dass das Projekt stattfinden kann, werden wir die örtlichen Garten Center, Holzhandel etc. für Spenden anfragen. Auch Gelder aus dem Stadtteil Fond und Spenden der Sparkasse werden wir versuchen zu bekommen.

    Da es sich um das private Geländer der Pfarre handelt weiß ich nicht, ob das Grünflächenamt uns unterstützen wird. Wir werden nachfragen. Es steht aber ein Hausmeistergehilfe der Pfarrei zur Mithilfe zur Verfügung.

    11.   Die Vernetzung mit anderen Projekten und der Besuch ähnlicher Unternehmungen wie z.B. Hirschgrün werden wir im Rahmen unser konkreten Planungen angehen. Gerne würden wir vorher eine einigermaßen gesicherte perspektive haben, dass wir das Projekt auch realisieren können bevor wir uns auf den Weg zu anderen tollen Gärten machen.


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  • Neues Gartenprojekt an Kirche in Berlin

    (ANtrag/ANtworten)

    An der Kirchengemeinde Auferstehung in Berlin Friedrichshain entsteht der Solidarischen Bürgergarten Auferstehung.
    Der öffentliche Raum ist das Symbol für (städtische) Freiheit und Ort der Integration, an dem
    verschiedene Gruppen zusammen kommen und in Austausch treten. Niemand entscheidet darüber,
    ob wir anwesend sein dürfen oder nicht. Hier ist der Aufenthaltsort, der allen offen steht, an dem
    die gleichen Rechte und Pflichten gelten und an dem öffentliche Meinungsbildung stattfindet. So
    idealistisch diese Vorstellung ist, so wenig ist sie für alle gleichermaßen Wirklichkeit, denn wir leben
    in einer vielfach geteilten Welt. Dieser Wirklichkeit möchte die Gemeinde mit dem „Solidarischen
    Bürgergarten Auferstehung“ an einem zentralen Platz einen Gegenpol gesetzt. Eine repräsentative
    Fläche von rund 400 m2 direkt vor der Auferstehungskirche wird der freien Gestaltung zum Zwecke
    des Gärtnerns überlassen. Die Teilnehmenden finden im einen nicht vorkonzipierten Ort den sie
    nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. Mit ihrem Wirken und Schaffen werden sie
    dauerhaft sichtbar. Menschen mit Beeinträchtigung werden dazu jedoch gezielt eingeladen, um
    angenommene Zugangshürden abzumildern und ihnen zu vermittelt, dass ihre Beteiligung
    erwünscht ist. So erwächst ein Platz der von allen mitgestaltet wird. Insbesondere Familien mit
    Kindern im grundschulalter und Seniorinnen haben bereits großes Interesse bekundet

    Als christliche Gemeinde sehen wir uns aufgefordert, in unserem praktischen Handeln, Antworten
    auf die konkreten Fragen von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu finden.
    Besonders letztere ist angesichts der globalen Entwicklung von Armut und Ungerechtigkeit, des
    Klimawandels und der Ausbeutung von Ressourcen sowie der Gefährdung der Lebensgrundlage auf
    dem Planeten für die Gemeinde eine dringliche Aufgabe. Als Institution der Öffentlichkeit stellt sie
    sich dieser.Auf Initiative der Pfarrerin Herrmann entstand daher 2013 die „Ideenwerkstatt
    Ökologisches Zentrum“ in enger Kooperation mit dem Umweltforum Berlin GmbH, der Evangelische
    Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie der SinnWerkstatt GbR. Seit 2008 betreibt
    die Gemeinde das natur- und erlebnispädagogische Projekt „Kinder brauchen Matsch“, bei dem
    Kinder zu integrativen Ferienfahrten eingeladen werden. Bisher gründeten sich eine Gruppe der
    Solidarischen Landwirtschaft und ein Eine-Welt-Verkaufsstand

    Mit Start des „Solidarischen Bürgergartens“ wird über eine Plakat- und Flyeraktion, begleitet durch
    Einstellungen auf den Sozialen Medien, zum Mitwirken eingeladen. In gemeinschaftlicher Aktion
    werden die bereits Aktiven erste Hochbeete sowie Sitzgelegenheiten errichten. Für die
    eigenständige Nutzung und Gestaltung des Gartens stehen durchgängig die benötigten Arbeitsmittel
    sowie ein Wasserzugang zur Verfügung.
    Neben der unmittelbaren Nutzung des Gartens von Interessierten aus der Nachbarschaft sowie der
    Gemeinde, sind als besondere Ereignisse gemeinsame Feste wie ein Sommerfest sowie Erntedank in
    Vorbereitung sowie s.g. Repair Cafés und die altbekannten „Subbotnik`s“ geplant. Wöchentlich
    findet die Ausgabe einer Gruppe der Solidarischen Landwirtschaft statt und stellt damit einen
    zentralen Anlaufpunkt für alle Interessierten dar. Ergänzt wird es ein offenes naturpädagogisches
    Kinderprogramm durch die Aktion „Kinder brauchen Matsch“ geben. Die Wasser- und Energiekosten
    werden dauerhaft durch die Ev. Kirchengemeinde Auferstehung getragen. (mehr …)

  • Stadtgarten H17 hat wieder tolle Vorhaben in 2020

    (Antrag, ANtworten)

    Wie viele Leute sind im Garten (normalerweise) aktiv?
    Neben den Vereinsmitgliedern sind auch deren PartnerInnen, Familienangehörige und Kinder aber auch WG- oder Haus-MitbewohnerInnen im Garten aktiv, die Zahl schwankt und ist von den konkreten Aktionen (Bau, Fest, Café etc.) abhängig. Auch einzelne Fördermitglieder (über die vergangen Jahre kontinuierlich: 2) unterstützen uns durch ihre Mitarbeit, z.B. in der VeKü (Vereins-Küche). Zu den offenen Familientreffs, die normalerweise wöchentlich stattfinden, kommen weitere Kinder in den Garten, um gemeinsam unter Anleitung ein Kinderbeet zu begärtnern. Die ebenfalls wöchentlich stattfindende Ausgabe von Gemüse der SolaWi VeGu zieht weitere Leute in den Garten, die den Raum in ihrem Sinne für die Zeit der Ausgabe gestalten. Für das Sonntagscafé werden manchmal auch Stammgäste aktiv und backen Kuchen etc. Vorträge und Workshops sollten dieses Jahr auch durch Mitglieder der NFJ Leipzig geplant und durchgeführt werden. Insgesamt sind es aber vor allem die verbindlich beigetretenen, die Veranstaltungen planen und umsetzen, die gärtnerische Infrastruktur erhalten und für den Eigenbedarf oder die VeKü gärtnern. Sobald es die Corona-Einschränkungen zulassen, möchte sich außerdem das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen zu einem monatlichen „Stammtisch“ mit rund 15 Teilnehmerinnen im Garten treffen und inhaltlichen Input zu entsprechenden Themen liefern.
    Einnahmenquellen
    Wir finanzieren die hohen Mietkosten für die private Fläche grundsätzlich zur Hälfte über Mitgliedsbeiträge und Pachtgebühren für private Beetflächen, sowie über Beiträge von Fördermitgliedern. Seit Sommer 2017 läuft zudem unsere Kampagne für „Quadratmeter-Pat*innen“, die für monatlich 4 Euro je 12 Qm Gemeinschaftsgarten symbolisch bepaten, uns also als DauerspenderInnen unterstützen. Einige PatInnnen haben gleich mehrere Qm-Pakete, einige sind uns persönlich bekannt und regelmäßige Besucherinnen, andere kennen wir gar nicht, freuen uns aber sehr über die Unterstützung. Seit Kampagnen-Start wurden rund ¾ aller symbolisch vorhandenen Qm verteilt.
    Für die Jahren 2019 und 2020 konnten wir außerdem auf einen städtischen Fördertopf für Gemeinschaftsgärten zugreifen, der einen Großteil unserer Fixkosten (Miete, Wasser, Versicherung) deckt. Für einzelne Projekte wie z.B. die Kooperation und Workshop-/Vortragsreihe mit der NJF Leipzig (Natur-Freunde-Jugend) konnten wir Projektförderung der Postcodelotterie erhalten, wovon z.B. das Lastenrad gekauft wurde.
    „Ausstellungsbeete“ Bei der Ausstellung handelt es sich um die gepflanzte Ausstellung „fruchtbare Erde?!“ nach dem Konzept der Gartenwerkstadt Marburg.
    Die Kosten für die Lizenz, sowie für einen Teil des Beschilderungs- und Informationsmaterials, und die Aufwandsentschädigung für die umsetzende Person, sind durch Fördermittel der Stadt Leipzig gedeckt. Die Ausstellung wird von Franziska Frentzel geplant, umgesetzt und betreut und derzeit so aufgebaut, dass sie nächstes Jahr einfach wiederholt werden kann. Denn leider ist für dieses Jahr nicht abschätzbar, wie viele Leute sie tatsächlich besuchen und ob Workshops stattfinden können, die auf sie Bezug nehmen sollten. Außerdem wurden die Kosten für die Workshops (ebenso wie für Saatgut/Jungpflanzen) aus dem Förderantrag bei der Stadt Leipzig gekürzt, weil sich
    (erfreulicherweise) sehr viele Gartenprojekte auf die dieses Jahr auslaufenden städtischen Mittel beworben haben.
    Die Ausstellungsbeete werden Gemeinschaftsbeete sein, die vom Gießdienst mit gegossen und von allen Vereinsmitgliedern, vorrangig den KöchInnen der VereinsKüche für eine entsprechende Verwendung, beerntet werden können.
    Die Workshops waren im Bereich Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung zu den Themen globale Landnutzung und Eigentumsverhältnisse (z.B. Stichwort Landgrabbing), zu Ernährungssouveränität und Lebensmittelverschwendung, sowie zu Klimawandel und industrieller Landnutzung, Insektenvielfalt etc. geplant und sollten sich an Jugendliche und Erwachsene richten. Die Teilnahme sollte kostenlos sein, ggf. mit einer Bitte um Spenden. Für die Verpflegung vor Ort (in unserer Außenküche) waren entsprechende Mittel beantragt, um ein in finanzieller Hinsicht barrierearmes Angebot machen zu können.
    Moorbeet
    Den Wasserverbrauch nicht unnötig zu steigern, etwa durch bewässerunsintensive Pflanzen, ist sinnvoll und wird in der Planung berücksichtigt. Die bereits vorhandenen Heidelbeerpflanzen haben im letzten Jahr trotz eher wenigem gießen (dadurch, dass sie an einem für den Schlauch unerreichbaren Ort standen wurden sie meistens vergessen zu gießen) wunderbar getragen. Dies lag wahrscheinlich an dem recht schattigen Standort und der konsequenten Mulchdecke aus Rindenmulch. Das Beet in dem das Moorbeet angelegt werden soll, liegt auch bis auf eine kleine Ecke im Halbschatten (wenn der Kirschbaum demnächst noch mehr Blätter hat, sogar ziemlich im Schatten). Die Verwendung von Platanenlaub ist hierbei ideal zum Mulchen, da es sauer verrottet. Die riesige Platane auf unserem Gartengelände hat nun eine Aufgabe bzw. wir eine super Möglichkeit deren Laub im Garten zu verwenden. Auch Rindenmulch könnte dafür ergänzend wieder in den Einsatz kommen. Alles in allem muss das Beet nach unserer Einschätzung nicht permanent feucht gehalten werden im Sinne von gießen, sondern lediglich ab und an gegossen (nicht mehr als andere mittelstark wasserbedürftige Pflanzen) und konsequent gemulcht werden um die Verdunstung zu verhindern. Insofern kann man es schon als selbstregulativ betrachten. Wenn der Ertrag oder die Pflanzengesundheit auf Grund von Trockenheit leiden sollte, würden wir auch eher andere Möglichkeiten versuchen (beispielsweise das Versickern nach unten versuchen zu verhindern, durch das Pflanzen in große nach unten weitgehend geschlossene Töpfe oder das Verlegen von Teichfolie (was eh manchmal empfohlen wird). Aktuell schätzen wir dies jedoch nicht als notwendig ein. Der Wasserverbrauch ist trotz des trockenen Sommers im letzten Jahr durch die Beschattung der Bäume und das Mulchen nicht angestiegen. (mehr …)

  • GG verbunden mit SoLaWi

    (ANtworten/ANtrag)

    • Wie groß ist die Fläche des Gemeinschaftsgartens und wie groß ist der essbare Garten?

    Der Essbare Garten hat eine Fläche von ca. 2000-2500 m² und der Gemeinschaftsgarten von ca. 188 m²

    • Der Gemeinschaftsgarten ist Teil des essbaren Gartens? Ja
    • ·Zahlen Sie Pacht für die Fläche? Ist die Nutzung befristet?

    Die Nutzung ist unbefristet. Eine Kooperationsvereinbarung bzw. Nutzungsvertrag des Miteinander e.V. mit dem Sonnenhof ist gerade noch in Arbeit. Wir planen zumindest eine Aufwandsentschädigung für Wasserkosten etc. zu bezahlen, eine Pacht ist noch nicht besprochen worden.

    • Wer kümmert sich um den essbaren Garten und was genau passiert dort? Ist das ein Projekt, bei dem alle einfach ernten können, auch wenn sie nicht mitgärtnern oder ist es eher ein Schaugartenprojekt?

    Um den Essbaren Garten kümmert sich vor allem Theresa Biermann gemeinsam mit Emely Stolle vom Sonnenhof, der es aber wichtig ist, andere Menschen darin einzubeziehen. Sie organisiert z.B. immer Arbeitseinsätze und bezieht andere Menschen aus ehrenamtlichen Gruppen und AGs der SoLaWi mit ein. Der Essbare Garten ist eine Aufwertung des Sonnenhofes, er macht das Gelände attraktiver und dient als Anschauungsobjekt für verschiedene Naturschutzthemen. Hier werden verschiedene Strukturen wie eine Totholzhecke, Blühstreifen oder eben der Gemeinschaftsgarten entwickelt, sowie das Gelände unter Permakulturaspekten gestaltet (z.B. Pflanzen von Bäumen u.a. Gehölzen, Anlegen von Teichen). Dies kann durch Besuchergruppen somit vermittelt werden. Z.B. kommen immer wieder Schulklassen, für welche auch ein naturnaher Spielbereich im Essbaren Garten angelegt wird. Außerdemdem kommen normalerweise regelmäßig jeden Monat die MItglieder der SoLaWi und Interessierte zum Hoftag. Der Garten dient also über Führungen oder auch die Seminare von Frau Biermann zur praktischen Umweltbildung. Wie schon erwähnt, können Beete des Gemeinschaftsgartens unter Absprache auch hierfür mit genutzt werden. Der Essbare Garten ist also beides: Ein Schaugarten, um wie gesagt, die ökologischen Prinzipien sichtbar und damit vermittelbar zu machen. Zum anderen auch ein Gartenprojekt, in dem die Beteiligten im Gemeinschaftsgarten den eigenen Ertrag auch ernten dürfen. Wir haben besprochen, dass nicht jeder im Gemeinschaftsgarten einfach ernten darf, aber jeder für ein Beet Verantwortliche kann an unserer Mitteilungstafel anschreiben, was wo genau auch für andere geerntet werden darf. Im Miteinander e.V. gibt es auch das Bestreben einen gemeinsamen Mittagstisch zu haben. Um dafür zu kochen, darf auf bestimmten Beeten auch mitgeerntet werden. Im restlichen Essbaren Garten dürfen Besucher kosten und naschen, z.B. Beeren, Kräuter etc., aber nicht für den eigenen Bedarf zum Mitnehmen ernten, weil die Erträge allen Besuchern zur Verfügung stehen sollen.

    • Wie ist der Gemeinschaftsgarten in diesen essbaren Garten eingebettet? Wie sind die verschiedenen Nutzungen für Interessierte erkennbar?

    Ja, der Gemeinschaftsgarten ist ein Projekt, eine Struktur im Essbaren Garten. Es sind noch Tafeln geplant, die genau erklären, was der Gemeinschaftsgarten ist, und die direkt am Eingang stehen sollen. Er dient als Anschauungsobjekt und zur Weitergabe von ökologischer Gartenkultur. Wir wollen im Garten gemeinsam lernen, nicht nur die Permakulturprinzipien sondern auch alte Gartentechniken und die Verarbeitung des Gemüses.

    • Wie groß ist die Gruppe der Gärtner*innen und wie viele Menschen sind dabei, die nicht aus der sozial-ökologischen Lebensgemeinschaft kommen? Zur Zeit sind wir fünf Erwachsene und drei Kinder. Momentan sind alle Gärtnerinnen in der Lebensgemeinschaft oder damit verbunden. Die Lebensgemeinschaft ist aber auch noch keine geschlossene, festgefügte Gruppe, sondern im Aufbau und offen für neue Menschen und Ideen.
    • Wie wird der Gemeinschaftsgarten beworben? Wo erfahre ich, dass und wie ich mitmachen/mitgärtnern kann?

    Unsere Werbung ist noch im Aufbau. Durch persönliche Ansprache aber auch durch die Solidarische Landwirtschaft erfährt man vom Garten. Diese wirbt auch in den Hoftagen oder in den Rundmails für den Essbaren Garten, informiert dadurch über entstandene Strukturen, wie auch den Gemeinschaftsgarten. In der Coronazeit hatte die Solawi eine Hofführung gefilmt und bei Youtube veröffentlicht, in dem auch der Gemeinschaftsgarten gezeigt wird. Sie können sich den Link gerne ansehen.  https://www.youtube.com/watch?v=LqsT9-CDppM&feature=youtu  Auch über den Miteinander e.V. können Sie von uns erfahren.

    • Wie viele Menschen könnten mitgärtnern? Bis zu 20 Menschen; dazu kann der Gemeinschaftsgarten um weitere Flächen im Essbaren Garten erweitert werden. Es ist von Seiten des Sonnenhofes angedacht, eine weitere angrenzende Fläche mit ca. 300 qm aus der Nutzung zu nehmen und dem Essbaren Garten anzugliedern.
    • Und wie dann mitentscheiden?

    Wir treffen uns bei einem 14-tägigen Gartenplenum, in dem per Konsens entschieden wird.

    • ·Wie offen ist die Gruppe für Impulse von außen?

    Unsere Gruppe ist sehr offen und tolerant, solange die ökologischen, sozialen und Permakultur- Werte auch berücksichtigt werden. Es liegt uns ja genau dies am Herzen, andere mit einzubeziehen und die ökologischen Werte weiterzugeben.

    • Sind die sechs Beete, die es derzeit gibt, individuelle Beete? Gibt es auch gemeinschaftliche Beete/Bereiche?

    Der Gemeinschaftsgarten ist ein Mandalagarten mit 17 individuellen Beeten, die aber gemeinschaftlich genutzt und nach einem gemeinsamen Anbauplan bewirtschaftet werden können. Es gibt Einzelne, aber auch Gartentandems und ein gemeinsames Kräuterbeet, was von allen bewirtschaftet wird, sowie ein gemeinsames „Zentrum“. Um die Wege und die Beetvorbereitung im Frühling bzw. für den Winter kümmern wir uns gemeinsam.

    • Was genau bedeutet, dass der Garten Hingucker ist und so der Sonnenhof näher kennengelernt werden kann?

    Durch die Mandalaform, und dass er direkt am Weg und Eingang der Hauptanbaufläche des Sonnenhofes liegt. Er ist sehr gut begehbar und liegt direkt an der Verkaufshütte und am Friedhofsparkplatz des Dorfes, wodurch auch ein Publikumsverkehr da ist. Hier können die Besucher die Werte des Sonnenhofes/ der Solawi auf kleinerer Fläche direkt sehen, wie das Mulchen und Bodenaufbau. Diese Prinzipien stimmen im Garten und auf dem Feld überein, wobei sie im kleineren Maßstab für Laien oft anschaulicher darstellbar sind.

    • Wozu wird eine Sense gebraucht?

    Zum Ernten der Gründüngung, die wir vom Feld der Solawi als Mulchmaterial für unsere Beete nutzen dürfen, sowie zum Mähen für die umgebenden Grasflächen.

    · Wie werden die geplanten Kurse ablaufen, für wen sind diese und gibt es dafür dann extra Flächen/Beete etc. im Gemeinschaftsgarten?

        Kurse werden einerseits über die Naturschutzakademie angeboten, andererseits perspektivisch auch über die Permakultur-Akademie. Diese Kurse sind für alle Interessierten offen. Dabei gibt es immer einen Theorieteil (zu         Prinzipien der Permakultur, Klimaschutz im Garten etc.) und einen Praxisteil mit einer Mitmachaktion. Außerdem gibt es immer wieder Anfragen von Gruppen (sowohl Kinder als auch Erwachsene, z.B. Schulklassen, Gartenbauvereine etc.) für Hofbesuche. Diese Gruppen könnten auch durch den Essbaren Garten geführt werden, um ihnen eine praktische Permakultur-Gestaltung und Gärtnern unter Klimaschutz-Aspekten zu zeigen. Der Essbare Garten wird somit auch zu einem Bestandteil des Bildungsprogramms des Sonnenhofes, das in Aufbau ist. Der Gemeinschaftsgarten als Teil vom Essbaren Garten wäre dann natürlich auch für viele interessant, aber ist nicht der Kursort und hat eine untergeordnete Rolle, denn er ist ja in erster Linie für die MitgärntnerInnen des Gartens gedacht. Für die Kurse gibt es extra Flächen im Bereich des Essbaren Gartens. Der Gemeinschaftsgarten dient eher als Anschauungsobjekt für biologisches Gärtnern und unter Umständen (nach Absprache mit den GärtnerInnen) können einzelne Beete auch mal mit TeilnehmerInnen von Kursen bepflanzt werden. Neben dem Gemeinschaftsgarten soll in einem Kurs eine Kräuterspirale entstehen.

    • Wie beteiligt sich die Hessische Naturschutzakademie an den Kosten?Die Naturschutzakademie beteiligt sich nicht an Sach- und Materialkosten. Sie zahlt ein Honorar für die ReferentInnen und übernimmt die Bewerbung der Kurse. Der Essbare Garten wird somit quasi ein externer Seminarort für die Naturschutzakademie.
    • Wie kann ein Schuppen derzeit unter den geltenden Coronaeinschränkungen gemeinschaftlich gebaut werden und wer würde den Schuppen bauen?

    Wir alle möchten in einer gemeinschaftlichen Aktion mit Mundschutz und genügend Abstand und unseren eigenen Werkzeugen, wie Akkubohrer, den Schuppen bauen. Damit es nicht zu viele Menschen werden, werden wir in kleinen Gruppen, z.B. nur zu zweit, arbeiten.

    • Wie weit ist die Verkaufshütte vom Garten entfernt?

    Die Verkaufshütte befindet sich direkt neben dem Gemeinschaftsgarten und wird nur durch einen breiten Weg von ihm getrennt. Direkt an der Verkaufshütte soll der Geräteschuppen angebracht werden. Es soll ein Dach mit abschließbaren Gitter entstehen, um die Gartengeräte vor dem Wetter und Diebstahl zu schützen. In der Verkaushütte werden in den Sommermonaten Überschüsse der SoLaWi als Ab-Feld-Verkauf verkauft.


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  • Gemeinschaftsgarten Alt Ungnade

    (Mail)
    Der Verein hatte schon einmal an eine externe Initiative aus aus der nächstgelegenen Stadt Greifswald das Gartengelände als Gemeinschaftsgarten zur Verfügung gestellt. Leider ist diese Initiative nicht mehr aktiv, weshalb wir beschlossen haben das ganze noch einmal, diesmal aufbauend aus den eigenen Vereinsstruckturen heraus wieder auf zu bauen. Und hoffen darüber unsere gute Dorfstruktur noch zu verfestigen und wollen Sukzessive wieder mehr Personen aus der Stadt Interessiern und einbinden. Es wird schon fleißig gegärtnert und es entwickelt sich ein sozialer Treffpunkt.

    (ANtrag/ANtworten)

    Das Gelände des Gemeinschaftsgartens ist ca. 750m² groß. Dazu kommen die auf den weitläufigen Geländen des Freiraum e.V. befindlichen Obstbäume/Streuobstwiesen.

    Die Fläche wurde einige Zeit eher privat genutzt und es gibt noch einen kleinen Bereich (ca. 40m²), auf dem sich noch ein privates Beet befindet, das aber in Absprache und Kooperation mit den Gartengruppen bewirtschaftet wird.

    Das Gelände gehört Til Dieterich, der das Gelände an den Freiraum e.V. verpachtet hat und selbst Gründungsmitglied des Vereins ist.

    Die Gartenfläche befindet sich direkt am Eingang des Geländes zwischen Parkplatz und dem öffentlichen Spielplatz und Veranstaltungsbereich. Die Fläche ist daher ganzjährig und ganztägig frei betretbar.

    Die Gruppe, die den Gemeinschaftsgarten nutzen will, hat sich durch die Kooperation mit lokalen Initiativen aus Greifswald (u.a. Jugendzentrum Klex, Ikuwo)  gegründet. Bisher zeigten etwa 15 Personen aus Greifswald Interesse am Gemeinschaftsgarten. Dazu kommen weitere Menschen aus dem Dorf, von denen manche aber nicht alle im Wohnprojekt des Freiraum e.V. leben.

    Dabei zeigt sich, dass es unterschiedliche Schwerpunkte gibt. Einige wollen die ca. 60 Obstbäume pflegen, erhalten und deren Nutzung verbessern. Andere legen mehr Wert auf die weitere ökologische Gestaltung des Grundstücks. Andere wollen sich mit Geflügelhaltung beschäftigen. Und die meisten haben Interesse am Anbau von Gemüse auf dem Gelände. In den letzten Tagen hat diese Gruppe auf Samentauschbörsen ausreichend Samen erhalten, so dass dieser Posten aus der Finanzaufstellung genommen werden konnte.

    Die einzelnen Teilgruppen werden sich miteinander abstimmen und Informationen auch an den Freiraum e.V. weitergeben. So wird es einen Vertreter der Gartengruppe geben, der im Plenum des Freiraum e.V. den Kontakt zwischen Verein und Gartengruppe koordiniert.

    Angesichts der derzeitigen Situation werden diese Aktionen in nächster Zeit lediglich in digitaler Form erfolgen. Wichtige Vorarbeiten für den Garten werden im Moment in koordinierter Einzelarbeit geleistet. Zum Zeitpunkt der größeren Bauaktionen kann im Moment daher noch keine Auskunft gegeben werden.

    Aus den Kleingruppen gab es nun genauere Kostenaufstellungen, die sich auf Grund der unterschiedlichen Arbeit der Gruppen und der Schwierigkeit der Koordiantion zum Teil in der Art der Aufstellung unterscheiden (siehe Anhang). Durch die genauere Planungen ergaben sich auch teilweise Veränderungen an den Kostenberechnungen.

    Bisher erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit über den Verteiler der Kooperationspartner. Ergänzend werden die etablierten Wege zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden: Aushänge in den lokalen Schaukästen, Facebook, Homepage, Mailverteiler Interessierte, Mailverteiler Studierende Landschaftsökologie Universität Greifswald, Kontakte zur Kirchengemeinde, Präsentation bei öffentlichen Kunstaktionen u.ä.

    Die Sanierung des Hühnerwagens soll mit einer EPDM-Folie erfolgen. Im Gegensatz zu den üblichen Bitumenbahnen ist diese umweltfreundlicher und einfacher zu entsorgen. Da die Handhabung dieser Folie innerhalb der Hühnergruppe nicht bekannt ist, erfolgt die Abdichtung des Daches unter Anleitung eines erfahrenen Handwerkers.

    Die Hühner werden sowohl morgens als auch abends von Bewohnern vor Ort betreut (rauslassen + reinholen). Die weiteren Aufgaben wie Misten, Futter besorgen, das Gelände gestalten u.ä.  wird aus der Hühnergruppe übernommen.

    Die Eier werden dann auch in den kooperierenden Wohnprojekten in Greifswald genutzt werden.

     

    In den letzten Jahren wurde regelmäßig eine Moste aus dem Landkombinat Gatschow ausgeliehen. An einem Wochenende wurden dann sowohl eigene Äpfel als aus auch Äpfel von „Gästen“ vermostet. Da das Landkombinat selbst über mehrere Wochen mostet, steht uns die Moste lediglich vor bzw. nach der eigentlichen Apfelzeit für wenige Tage zur Verfügung. Dies hatte zur Folge, dass Äpfel entweder nicht reif sind und daher noch nicht genutzt werden (und dann gar nicht genutzt werden) – oder der Zeitpunkt so spät ist, dass die Äpfel in großem Maßstab nicht mehr genutzt werde können.  Mit einer eigenen Moste sollen daher mehrere Termine stattfinden, an denen alle auf dem Gelände verfügbaren Äpfel sowie Äpfel aus Greifswald und dem Umland gemostet werden.

    Der Bau der Moste/Apfelstraße erfolgt in Kooperation mit dem Landkombinat Gatschow, das entsprechende Selbstbauworkshops anbietet.

    Eine Apfelstraße besteht aus einer Kartoffelwäsche (Reinigung der Äpfel), einem Rübenhäcksler (Zerkleinerung), einer Presse mit Hydraulikdruck und einer Station zum Erhitzen/Haltbarmachen des Saftes.

    Im Gegensatz zu den bekannten Lohnmostereien bietet diese Form vielfältige Gelegenheiten zum Mitmachen und für Bildungserfahrungen, wodurch der Saft einen besonderen Wert erhält.

    Der Bau der Apfelstraße wird von einem lokalen Handwerker koordiniert, der den Bau einzelner Komponenten zum Teil in öffentlicher Workshop-Form durchführen wird. Da es sich um teilweise sehr komplexe Arbeiten handelt, muss ein Teil der Arbeiten professionell durchgeführt bzw. begleitet werden.

    Für die Geräte wird ein handelsüblicher Geräteschuppen angeschafft, der mit einem Zahlenschloss gesichert ist. Die Mitglieder der Gartengruppe kennen diesen Code und haben damit jederzeit Zugang zu den Geräten und Werkzeugen.

    In Alt Ungnade, einem Dorf zwischen der Hansestadt Greifswald und dem Fluss Peene, ist seit einigen Jahren der „Freiraum e.V.“ aktiver Motor einer Dorferneuerung und -belebung. Dabei handelt der Verein nach dem Motto „Angebote von und für die Bevölkerung“. Der Verein pachtete ein Gelände mit sanierungsbedürftigen Landwirtschaftsgebäuden und baute eine große Holzscheune zur Kulturscheune mit zahlreichen Veranstaltungen um. Darüber hinaus wurde das Vereinsgelände zum Dorfmittelpunkt mit Spielplatz, Dorfbackofen und Sitzgelegenheiten umgebaut. Der Verein veranstaltet Ausstellungen, Konzerte, Dorffeste, Flohmärkte, Bildungsveranstaltungen, u.ä.

    Zusammenfassung

    Um das Dorfleben und den Zusammenhalt weiter zu stärken und die Stadt-Land-Beziehung auszubauen, soll auf dem Gelände des Freiraum e.V. ein Gemeinschaftsgarten eingerichtet werden.

    Dazu soll auch der vorhandene Obstbaumbestand eingebunden, gepflegt und genutzt werden.

    Dorfleben

    Der Gemeinschaftsgarten wird das enge Dorfleben weiter bereichern. Z.B. durch gemeinsame Arbeitseinsätze und Erntefeste. Dazu bietet das Gelände des Freiraum e.V. durch sein großzügiges Grundstück und die Kulturscheune mit Caféhaus und Pizza-Lehmofen vielfältige Möglichkeiten.

    So kann das selbst angebaute und geerntete Gemüse gleich im Lehmofen zu Gemüsepizza weiter verarbeitet werden…

    Stadt-Land-Beziehung

    Der Gemeinschaftsgarten soll sowohl von den Dorfbewohnern als auch von Menschen aus der Stadt genutzt werden. Ab dem Jahr 2020 steht ein Radweg zur Verfügung, mit dem Alt Ungnade auch sicher per Rad erreichbar sein wird. In Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Vereinen und Institutionen aus der Hansestadt Greifswald (z.B. Ikowo e.V. u.a) bietet der Gemeinschaftsgarten die Gelegenheit und den Raum, naturnahes Gärtnern umzusetzen. Damit bietet der Gemeinschaftsgarten einen großen Vorteil gegenüber den in der Stadt vorhandenen Gartensparten, in denen enge Vorgaben oft experimentelles Gärtnern ausschließen.

    Weitere Außenwirkung

    Der Freiraum e.V. führt regelmäßig kulturelle Veranstaltungen durch. Z.B. Kunst:offen, Konzerte, Workshops u.ä.

    Der Gemeinschaftsgarten soll daher auch als Schaugarten dienen und der Öffentlichkeit jederzeit zur Verfügung stehen. Bildungsangebote z.B. zu Wildkräutern oder Naturnahes Gärtnern runden die Möglichkeiten des Gemeinschaftsgartens ab.


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  • Bau einer Garten-Küchen-Werkstatt im GemeinschaftsGarten in Bielefeld

    (ANtrag/ANtworten)

    ·        Im Gemeinschaftgarten Hellingstraße sind 5 Süd/Mittelamerikaner*Innen, ein NoBrexit-Engländer und 4 Deutsche MitGärtner*Innen unterwegs. Ein Syrisches Paar hat mit unserer Hilfe inzwischen einen eigenen NachbarGarten gepachtet. Es herrscht zusätzlich ein reger Austausch mit den NachbarGärtner*Innen aus Russland, Polen, Türkei, Ex-Jugoslawien, Albanien.

    ·        Parzellen und Gewächshäuser werden gemeinschaftlich bewirtschaftet – dieses Jahr gibt es auch die erste Eigenparzelle, was voraussetzt, dass man die ganze Saison entsprechend präsent ist. Regulär haben wir einen wöchentlichen Gemeinschaftstermin am Wochenende, an dem Aufgaben übernommen und abgesprochen werden, was zzt. telefonisch und per Email umgesetzt wird. Die Absprachen und ToDo-Listen per Email sind aber immer schon Bestandteil der Gemeinschaftsarbeit, da es für die MitGärtner*Innen die nicht Muttersprachler sind, nachlesbar und oft einfacher ist, die Informationen auch schriftlich zu haben.

    ·        Unter den MitGärtner*Innen sind zwei Handwerker, und 3 Mithelfer*Innen haben bereits für einfachen Streich- und Schleifarbeiten zugesagt und alle wollen natürlich die Kücheninsel nutzen, wenn sie dann fertig ist. Zusätzlich haben wir im Verein zahlreiche Mithelfer aus den Repair Cafés, die bestimmt vorbeischauen und mithelfen werden. Es gibt auch schon erste Verbesserungs-, Ergänzungs-, Änderungsvorschläge zur Konstruktion.

    ·        Die beiden Garten-Koch-Werkstatt-Module werden im Gartenhaus stehen. Das Gartenhaus haben wir in den letzten beiden Jahren komplett saniert, so dass es die nächsten 20 Jahre als Gartenhaus, Vereinsheim und Gartenküche dienen kann. Jeder der die Module nutzt, wird sie auch entsprechend pflegen.

    ·        Auch GartenNachbar*Innen können die Infrastruktur nutzen oder sogar ausleihen. Durch die Modul-Bauweise können Koch- und Werkbank-Modul einzeln oder zusammen ausgeliehen werden – durch die Lenkrollen sind die Module (bedingt) mobil und die Breite von 60 cm passt durch jedes Gartentor.  Durch die Trennung/Verbindung der Module lassen sich größere und kleinere Abstände beim Kochen/Werken einrichten.

    ·        Unter den Corona-Kontakteinschränkungen dürfen jeweils maximal zwei Personen unter Wahrung des Schutzabstandes gleichzeitig mit eigener Atem-Maske (selbstgenäht) und Gesichts-Schutzvisier (Prusa RC3 aus dem 3D-Drucker) im Gartenhaus an dem Projekt arbeiten. Fortschritt und Hilfebedarf wird per Email an die Mit-Gärtner*Innen und MitHelfer*Innen geschickt. Weitere Absprachen dann telefonisch.

    ·        Zurzeit hält sich die Gartengemeinschaft strikt an die Empfehlungen und Verfügungen zur Einschränkung der COVID-19 Pandemie, so dass meistens abwechselnd, jeweils nur eine Person im Garten ist und sich das gemeinschaftliche Tun derzeit auf telefonische und Email-Kontakte beschränkt. In diesem Jahr wird viel zuhause auf der Fensterbank vorgezogen, da nicht gewährleistet war, dass jeden Tag jemand zum Gießen ins Gewächshaus kommt. Manches Gemüse wird dann auch mal doppelt angebaut oder es muss umgeplant werden, weil der letztmögliche Aussaattermin verstrichen ist. Für Viele ist es hilfreich, dass jede neu angesäte Reihe im Garten markiert wird (mit Sand, mit Schild, mit Stöckchen) so dass nicht mehrfach über die selbe Fläche gesät wird – Mischkultur ist aber auch in unserm Sinne. Es ist immer spannend in den Garten zu kommen und zu entdecken, wie die MitGärtner*Innen den Garten wieder ein Stück weiter gebracht haben. Wenn jetzt die Kontaktbeschränkungen gelockert werden, wird es die gemeinsame Arbeit wieder Schritt für Schritt im kleinen Rahmen ermöglichen. Bei mehr als einer Person im Garten können unsere 3D-Druck Gesichts-Visiere verwendet werden- man hat freie Sicht und das Visier wird nicht feucht und beschlägt nicht. An der frischen Luft lässt sich eine schrittweise Annäherung an die gemeinschaftliche Arbeit evtl. einfacher organisieren als beim Repair Café.

    seit Mitte Juli 2018 einen Garten auf
    einer 340 m² großen Grabeland-Parzelle, der als Permakultur GemeinschaftsGarten betrieben wird.
    Beantragt werden Mittel für den Selbstbau einer mobilen Garten-Küchen-Werkstatt. Die Nutzung
    zum Kochen und Konservieren im Garten und als Werkbank für Holzarbeiten im Garten soll somit
    ermöglicht werden. Dafür bitten wir die anstiftung um finanzielle Unterstützung.
    Ziel der Gartenwerkstatt ist es, Gemüse und Obst biologisch bzw. permakulturell anzubauen und zu
    verarbeiten. Die Verarbeitung von selbsterzeugten Lebensmitteln vor Ort im Garten liegt allen
    MitGärtnerInnen am Herzen, deshalb möchten wir im Garten eine autarke Kochgelegenheit schaffen.
    Vom permakulturellen Ansatz her, möchten wir eine solche Kochstelle im Garten für möglichst viele
    Arbeiten und Gelegenheiten nutzen. Die geplante Kücheninsel sollte für die vorgesehenen Zwecke
    mobil, modular und möglichst vielseitig verwendbar sein. Durch die Garten-Küchen-Werkstatt kann
    das Gartenprogramm für künftige Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit erheblich ausgeweitet
    werden.
    Inhalte
    Als Vorlage für den Selbstbau der Kücheninsel dient der Bauplan der Modularen, Mobilen Werkbank
    des Spanischen Tischlers Suso Caamanho, www.paoson.com. Die Tisch-Module sind konstruiert wie
    stabile, rollbare Küchen-Unterschränke 100 x60 cm. Es sollen zwei Module gebaut werden. Für ein
    Modul wurde der Bauplan von uns so abgeändert, dass Propangasflasche und Gaskochfeld
    eingebaut werden können. Die Propangas-Utensilien sind durch Sach-Spenden bereits vorhanden.
    Die Vorteile der Garten-Kochinsel: Tisch und Kochstelle sind beweglich und können je nach
    Einsatzzweck verschieden miteinander kombiniert/angedockt werden. Die zahlreichen Schubladen
    bieten viel Stauraum für sämtliches Küchengerät, sie können zu beiden Seiten ausgezogen werden.
    Die Kochstelle kann drinnen und bei schönem Wetter draußen genutzt werden. Wenn die Module
    nicht genutzt werden, können sie platzsparend an die Wand gerollt werden. Durch die robuste
    Bauweise können die Tische auch als Werkbank für Holzarbeiten genutzt werden. Mit Spannzange,
    Schienen und Lochreihen an den Tischen gibt es viele Möglichkeiten etwas festzuspannen und die
    Tischmodule somit für die unterschiedlichsten Arbeiten zu nutzen.


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  • Stand der Dinge IG Laatzen

    (Antrag/ANtworten)

    jukus e.V ist eine Kinder und Jugendkunstschule die sich in der südlichen Region Hannover einen „guten“ Namen gemacht hat. jukus ist vor 6 Jahren von den Sprechern des Interkulturellen Gartens gefragt wurden, ob wir die Trägerschaft, statt TransitionTown Hannover übernehmen könnten.

    Seit dem gibt es dieser Garten als ein Teil/Sparte von jukus.

    – wie ist das Zusammenspiel der Kinder- und Jugendkreativschule und dem Garten?

    jukus hat seit 2014 immer Aktionen mit Kindern im Garten durchgeführt

    unter Akzeptanz und Anteilnahme des GartenTeams.

    – z.B. hat jukus ein Färbergartenbeet angelegt, das erste in der Region Hannover, um ca 180 Kindergarten und Grundschulkinder pro Jahr zu zeigen, wie man Farben selber herstellt.

    vom Ernten bis zur Strassenmalkreide.(finanziert durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“

    – 3Jahrelang hatten wir das Projekt „Regionales Saisionales Essen“ mit ca. 200 Kindern aus Kindergarten und Grundschulen, um ihnen den zusammenhang zwischen was wächst in unserem Beeten wann und was können wir daraus zubereiten.

    Letztes Jahr hatten wir zum zweitenmal das Thema FairTrade im Garten

    Dann einen Schaugarten mit Alten Gemüsesorten vom Großen Freien ,den wir den Kindern und anderen Interessierten zeigen.

    Immer wieder nutzen wir auch den Garten für die Grundschüler der Klasse 3, um mit Ihnen das Thema Getreide vom Korn zum (Fladen)Brot zu erarbeiten.

    Auch in das Ferienprogramm der Stadt Laatzen ist der Garten mit Aktionen für Kinder eingebunden.

    Dies sind nur einige Beispiele.

    Da wir die Angebote nur im Vormittagsbereich haben ist dies kein Problem für unser Garten Team. Ganz im Gegenteil, gerne kommen die Frauen aus dem Gartenteam und backen dann für die Kinder süße Brote oder Fladenbrot.

    – wie alt sind die Gärtner*innen?

       Unsere Gärtner*innen , die ein eigenes Beet haben sind zwischen 24 und 75 Jahren,

       zur Zeit sind Menschen aus Syrien, Kurdistan,Iran Afganistan Irak,Kasastan und Deutschland bei uns.

    – haben auch Kinder- und Jugendliche aus der Kreativschule ein Beet im Garten?

    Seit einigen Jahren haben wir einen „KidsKitchenbeet“ im Garten. Hier wird siehe oben den Kindern das Säen,die Pflege das Ernten und die Verarbeitung des Gemüse beigebracht.

    Bei „schlechten Wetter nutzen wir eine nahe gelegene Schule um im Werkraum Themen bezogen zu Malen oder Vogelscheuchen für den Garten zu bauen, oder wir Kochen und Backen in der Schulküche von Selbstgemachter Tomatensoße (zum mitnehmen) bis zum Apfelkuchen. (siehe Anhang)

    Wird der Garten auch für die pädagogische Arbeit genutzt?

    Ja siehe oben und unser ansinnen ist es diesen auch im Vormittagsbereich und in den Ferien

    das Angebot auszubauen Immer nach Absprache mit dem GartenTeam.

    – was für Workshops sind in etwa geplant und planen Sie diese auch schon in der Zeit der Coronabeschränkungen?

    Die Workshops sind immer für das GartenTeam ,Anwohner/Nachbarn und andere Interessierte geplant. Termine werden vorab veröffentlicht und Ausgehängt.

    geplant ist ein   – Kompost Workshop       Anlegen Hege und Pflege

                                 – Wurmkistenbauen

                                 – Alte Gemüse Sorten

                              

    -Wie können die durchgeführt werden?

    Wir sind am Überlegen und planen das wir Tutorial für unsere Gärtner und

    auch für unsere KursKinder herstellen.

    Diese werden dann auf den Kanälen der Sozialen Medien veröffentlicht.

    – wo werden die Vorträge stattfinden und wie ist der Garten da dann mit eingebunden?

    Die Vorträge sollten im Garten stattfinden (wir haben nur noch keine gute Sitzecke Sitzplatz dafür),es sind Vorträge zu Gartenbezogenen Themen:

    – UrbenGArdening und andere Stadtteilgärten in der Region Hannover

    (besuche und Ausstausch sind geplant, wenn wir wieder dürfen)

    – Solidarische LandWirtschaft (wir richten eine SOLAWI Abholstellle vor unserem Garten ein)

    – Naturnah Gärtnern für die Stadtökologie

    – Wasser, im Garten richtig eingesetzt

    – Erhaltenswerte GemüseSorten

    usw… sollten wir auf Grund der Pandemie und den rechtlichen Beschränkungen (wir beziehen uns hier auf das Vereinsrecht ähnlich der Sport und Kleingartenvereine)

    diese Vorträge nicht im Garten durchführen können,werden wir sie auch als tutorials (im Garten) aufnehmen und veröffentlichen.

    Falls das Wetter einen Termin im Garten nicht zulässt könnten wir mit den Interessierten in das nahe gelegene Stadthaus wechseln.

    Für wen sind die Vorträge?

    Die Vorträge sind genauso wie die Workshops immer für das GartenTeam ,Anwohner/Nachbarn und andere Interessierte geplant. Termine werden vorab veröffentlicht und Ausgehängt

    – wer würde die Möbel bauen?

    Wir haben drei sehr handwerklich geschickte Menschen im GartenTeam,diese würden mit mir zusammen die Anleitung übernehmen.

    Dies vier haben Erfahrung durch ihren Beruf und ihre Qualifikationen

    die dazu nötigen Maschinen zu bedienen. Maschinen sind vorhanden.

    – Wie viele Gärtner*innen/Interessierte können daran teilnehmen?

    Wir sind z.Z. 21 Menschen im GartenTeam wir können alle interessierten mit einbinden, zugesagt hätten für so eine Bauaktion bislang 14 Menschen.

    Und wie kann das gemeinschaftliche Bauen „coronagerecht“ laufen?

    Wir erstellen Baupläne,für jede Bank so dass viele Teile einzeln hergestellt werden können

    ( Seitenteile Sitzfläche Rückenlehne zurecht sägen,schleifen vorbohren etc.) und nur zur Endmontage Zweimenschen zusammen arbeiten müssten (Maske Latexhanschue Handschuhe sind Vorraussetzung)

    Eine Gruppe baut immer an einer Bank, dann die nächste Gruppe und zum Schluss,kann immer eine Person vorstreichen,die nächste noch mal anschleifen und die nächste den Schlussanstrich vornehmen… so binden wir so viele TN wie möglich ein.

    diese können in Sichtweise arbeiten und dabei das gemeinschaftsgefühl, was trotz Pandemie vorhanden ist stabilisieren. Ungewöhnliche Zeiten andere Lösungsansetze.

    – wer nutzt den Backofen derzeit schon?

    – Wer kümmert sich um den Ofen und die Nutzungen?

    Der Brotbackofen ist sehr wichtig für die Gartengemeinschaft. Ähnlich einer Funktion einer Quelle oder eines Brunnens im Mittelalter ist der Backofen der Dreh und Angelpunkt für die Frauen im Garten.

    Informationen und Gespräche werden dort geführt.

    Mit Familieangehörigen Oma, Tante, Cousine und auch Freundinnen wird sich am Backofen (ganzjährig) Morgens verabredet, um Brot zu backen.

    – Wie sind die Nutzungsregeln?

    Die verschiedenen Kulturen haben sich auf einheitliche Nutzungsregeln geeinigt. Die Kommunikation läuft über eine WhatsApp Gruppe

    Wer macht den Ofen wann an? Wer besorgt Holz, Wer bring wen mit? und wass essen und trinken wir beim Backen.

    Wie lange braucht wer den Ofen zum backen?   Wer reinigt den Ofen ?

    dies alles läuft bestens und informell. Der Ofen als Kulturgut im Garten wird geschätzt gepflegt und gehegt.

    – wie gärtnern die Gärtner*innen derzeit „coronagerecht“ und wie halten Sie die Gemeinschaft aufrecht?

    Wir haben Gartenregeln erstellt (siehe Anlage). an die sich jeder hält.

    Zur Zeit haben wir einen eigenen Arbeitsplan wer, wann den Garten betritt und nutzt.

    Es gibt eine WhatsAppgruppe in der abgesprochen wird wer wann im Garten ist.

    ich organisiere KleinGruppen zu Absprachetreffen und austausch 4 Menschen mit Abstand von 17-17.30 dann 17.45-18.15. usw das klappt sehr gut.

    Genauso ist auch die Gemeinschaftsarbeit organisiert.

    Wir haben einen Wettbewerb mit einer BioGärtnerei gestartet,wer den schönsten Garten dieses Jahr hat und auch wer die größte Sonnenblume zieht.

    Die Gemeinschaft,so ist mein empfinden rückt näher zusammen…es wird z,B. automatisch mehr mitgegossen und dies dann auch kommuniziert über WhatsApp. Aufgaben werden mit übernommen…

    – Wie ist das Verständnis des Gemeinschaftsgartens in diesen Zeiten?

    Wir sind ein GartenTeam und wir haben Spaß am Gärtnern und lassen uns nicht unterkriegen…Einige geniessen auch die Ruhe und Stille die manchmal im Garten ist

    Ich zu Beispiel gerne morgens zwischen 7 und 9h


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  • Neues Gartenprojekt in Göttingen

    (Telefon/Antrag/Antworten)

    Der „Begegnungsgarten Holtenser Berg “ ist ein Projekt des Nachbarschaftszentrums Holtenser Berg, Göttingen. Dieser Gemeinschaftsgarten wird von und für Nachbarinnen gebaut und wird sich als offener Raum gestalten, in dem Menschen gemeinsam Gemüse anbauen und Kontakt zur Natur und zu anderen Mitmenschen erleben. Außerdem ist Ziel des Projektes gemeinsam ein Bewusstsein für relevante Umweltthemen und Wissen über Klimaschutz zu schaffen. Deshalb werden im Rahmen des Projektes verschiedene Workshops zum Thema Kompost, biologischer Anbau, Mischkulturen oder Solar-Dörr-Anlag angeboten. Darüber hinaus werden eine Seminarrreihe zum Thema Permakultur gegeben.

    Das Projekt hat im Januar 2020 gestartet und wurde zur erst mit einer großen Veranstaltung auf dem Holtenser Berg vorgestellt. In den nächsten Wochen folgten Planungstreffen und ein Filmabend. Anfang März waren ca. 10 Menschen daran interessiert, mitzumachen. Auf Grund vom Corona haben wir geplante Treffen abgesagt und in den letzten Wochen haben wir unsere Arbeit auf Organisation von zukünftigen Veranstaltungen konzentriert. Eine Webseite für das Projekt wurde bereits eingerichtet und ist unter https://garten-hoberg.de/ zu besuchen. Für die nächste Zeit werden noch keine Treffen oder Arbeitszeiten stattfinden. Die Mitglieder der Gartengruppe (zurzeit besteht die Gartengruppe aus 5 Menschen) werden allerdings aus eigener Verantwortung einzeln arbeiten und den Garten weiter gestalten. Es werden das Abstandgebot- und weitere hygienische Maßnahmen (u.a. mit der Nutzung von Handschuhen und Mund-Nase-Bedeckung) eingehalten.

    Träger des Projektes ist der Nachbarschaftsverein Holtenser Berg. Das Projekt wird für die Laufzeit vom 01.01.2020 bis 31.12.2021 im Rahmen des Klimaschutzprojektes „Kurze Wege für den Klimaschutz“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit gefördert. Die Projektförderung beträgt 67.410,00 € und es werden Sachkosten und eine 22 Wochenstundenstelle gefördert.

    Die Fläche gehört der Stadt. Wir haben einen Pachtvertrag abgeschlossen und er ist bis zum 30.09.22 befristet. Ende nächstes Jahres werden wir eine Verlängerung des Vertrages beantragen. Die Pacht wird bis Ende 2021 mit Projektgeld bezahlt. Ab 2022 werden die Gärtnerinnen eine Mitgliedschaft beim Nachbarschaftsverein abschließen und mit den Mitgliedsbeiträgen wird die Pacht bezahlt.
    – Bevor das Projekt zu Ende ist, wird sich eine Arbeitsgruppe gebildet haben, die sich ab Frühjahr 2022 um den Garten kümmert.
    – Im Laufe der Projektzeit werden die Gärtnerinnen gegebenenfalls für die Ausstattung deren eigenen Parzellen (spezielles Saatgut oder Einrichtungen) sorgen. Das Projekt sorgt für die Grundausstattung des Gartens (Bauwagen für das Lagern von Gartengeräten, Wassertanks, Toilette, Zaun u.a.), Geräte und Saatgut.
    – Die Wassertanks werden von der Gartengruppe ausgefüllt. Die Termine zum Ausfüllen werden in der Gruppe ausgemacht und es wird für jeden Termine eine zuständige Person geben, die sich darum kümmert (Wasserschlaufe auflegen und aufpassen). Für nächstes Jahr werden genug Regenwassersammelpunkte geben. Das Thema Wasser(-Managment) und Gießen wird im Garten ein wichtiges Thema, der dauernd angesprochen wird. Es wird ein Bewusstsein über diese Ressource geschafft werden.
    – Die Fräse wird von den Gärterinnen der Gartengruppe einzeln bedient. Die Termine werden in der Gruppe ausgemacht und es wird abwechselt gearbeitet. Alle müssen lernen, mit der Maschine umzugehen
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  • In Bingenheim entsteht ein Gemeinschaftsgarten

    (Antrag/Antworten)

    Unser Ziel ist es einen Gemeinschaftsgarten zu gründen. In welchem unsere Zielgruppe (junge
    Familien mit Kindern, Geflüchtete, Menschen mit geistiger Behinderung und Senioren)
    zusammenkommen um gemeinsam ökologisch zu gärtnern, voneinander zu lernen und um einen
    Ort des Gemeinschaffens zu etablieren.
    Inhalt
    Für das Jahr 2020 und auch in den folgenden Jahren haben wir eine zentral im Dorf gelegene
    Ackerfläche von 550 m2 Größe zur Pacht überlassen bekommen. Hier wollen wir gemeinsam
    aussäen, pflegen, ernten und eine schöne Ecke zum gemeinsamen Verweilen und Begegnen
    schaffen.
    Maßnahmen
    Die zu schaffende Wiese mit Feuer und Kompostplatz sowie die Kräuter und Blumenbeete wollen
    wir gemeinsam anlegen, nutzen und pflegen. Jede/r Interessierte/r soll darüber hinaus eine kleine
    Parzelle (15-30m2) mit Gemüse bestellen und pflegen können.
    Wir wollen als weitere Maßnahme verschiedene interaktiv gestaltete Workshops im Garten
    anbieten z.B zu dem Thema Mulchen im Gemüsebeet, Gärtnern mit Kindern.
    Eine uns sehr wichtige Maßnahme ist außerdem das gemeinsame Feiern von Festen mit einem
    vielfältigem kulinarischen Austausch.
    Außerdem wollen wir uns gemeinsamen Aktionen an denen wir uns z.B der „Beetbereitung im
    Frühling“ und den „Garten winterfest“ machen widmen.Von der benachbarten Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim können wir uns
    verschiedene Maschinen leihen; einen Traktor, einen Grubber, eine Spatenmaschine und einen
    Rasenmäher.

    – Die Gartengruppe besteht bisher aus 6 interessierten Parteien (9 Erwachsene und 7 Kinder). Davon erfahren haben diese Menschen während unserer offenen gemeinsamen Treffen in unserem Begegnungscafe Kaffekanne und Umsonstladen.

    – Angefangen das Gartenprojekt zu planen haben wir erst Ende Februar/Anfang März, bisher haben wir daher noch keinen Artikel auf unserer Internetseite veröffentlicht. Neu Interessierte werden (sobald es die Situation wieder zulässt) weiterhin im Begegnungscafe davon erfahren können, weiterhin über unseren E-Mail-Verteiler, bald auch über die Webseite und hier auf dem Land vor allem von Mund zu Mund.

    – Die Fläche nutzen wir dieses Jahr als „Unterpächter“ von der Bingenheimer Saatgut AG, nächstes Jahr geht die Fläche zurück an die Lebensgemeinschaft Bingenheim e.V (eine Behinderteneinrichtung) die uns die Fläche weiterhin, wie dieses Jahr auch kostenlos zur Verfügung stellen wird. Eine zeitliche Befristung gibt es bisher nicht. Allerdings haben wir bisher aber auch noch keinen schriftlichen Vertrag von der Lebensgemeinschaft erhalten, sondern nur eine mündliche Zusage.

    – Es sollen je nach Gruppengröße/Interesse 12-20 individuelle Parzellen zur Verfügung stehen. Diese Idee (die der individuellen Parzellen) entstand im gemeinsamen Gespräch, wobei z.B zwei Parteien gesagt haben dass sie dann eine Gemüseparzelle zusammen pflegen wollen.

    – Für die Maschinennutzung der Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim, voraussichtlich auch für die Wartung und Instandhaltung z.B von Gartenwerkzeug, für das Leitungswasser, für das Saatgut und Jungpflanzen entstehen weitere Kosten (die in unserem Projektantrag an Sie nicht auftauchen) und die wir dann auf die jeweilige Person/Partei umlegen wollen. Wir haben noch nicht berechnet wie hoch dieser Beitrag sein wird, gehen aber davon aus das dieser eher gering sein wird und alle Interessierten diesen übernehmen können. Falls eine Person/Partei diesen nicht leisten kann, wird der Beitrag durch den Rest der Gruppe getragen.

    – Die Gartengeräte sind für 12 – 20 Parteien geplant (also für etwa 30 –

    40 Menschen). Wir gehen davon aus das nicht Alle auf einmal im Garten sein werden und wir uns auch in der Benutzung abwechseln können.

    – Die Kiste für die Werkzeuge würden wir gerne bei der Firma Alutec kaufen (https://www.alutec.net). Wäre das möglich ? Oder zählt das auch zu „einer Fertiglösung aus dem Baumarkt“ ?

    – Größere Entscheidungen trifft die Gruppe im Konsent. In der Saison soll es außerdem einmal im Monat ein Garten-Orga-Treffen geben. (Sobald es die Situation wieder zulässt) Die Information-und Kommunikationswege bestehen bisher in „Mund zu Mund“

    (wir wohnen alle

    maximal 3 km voneinander entfernt) beziehungsweise übers Telefon und über den Messenger Signal.

    Erste Vorkehrungen/ Aufbauarbeiten leisten wir jeweils maximal zu zweit, abwechselnd je nach dem wer sich welcher Aufgabe annimmt (wir haben jetzt z.B in zwei unterschiedlichen „Schichten“ schon geschenkten Kompost händisch auf der Fläche ausgebracht).

    Wir sind außerdem voller Hoffnung ab Mai zumindest in Kleingruppen bald wieder zusammenkommen zu können.


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  • GG Grünau: Laube für Werkzeuge soll Vandlismus eindämmen

    (Antrag/Antworten9

    Im Jahr 2019 wurde bei der Anstiftung ein Antrag gestellt für Baumaterialien für Kompost und Sitzmöglichkeiten, sowie einer kleinen Laube. Dafür haben wir einen positiven Förderbescheid erhalten und das Geld (810 Euro) ist auf unserem Konto eingegangen.
    Die Sitzmöglichkeiten und der Kompost wurden 2019 realisiert und durch Spenden sind uns dafür so gut wie keine Kosten entstanden (Materialspenden von Privatpersonen). Im Zuge der Umsetzung hat sich gezeigt, dass der Ort eine wesentlich stabilere und einbruchsicherere Variante für den Werkzeugschuppen benötigt, als dies am Anfang beantragt wurde. Der Werkzeugschuppen ist Dreh- und Angelpunkt für die Belebung des
    Gartens. Nur durch die Möglichkeit vor Ort Werkzeuge aufbewahren zu können ist unkompliziertes Gärtnern möglich.

    Nur eine Laube mit ausreichend Grundfläche ist in der Lage Regenwasser in marginal ausreichender Menge zur Sammlung bereit zu stellen; zur Schaffung eines Regenwassersammelbehälters ist zuvor eine ausreichend große zu beregnende Fläche notwendig, also keine „Kiste“. Die Laube muss darüber hinaus auch aus wesentlich stabilerem Holz gebaut und im Boden verankert werden.
    Nach längerer Auseinandersetzung vor Ort möchten wir einen Eigenbau mit standardisiertem Material realisieren. Dazu wurden bereits Pläne erarbeitet. Die einzelnen Bauteile sollen in einer verfügbaren Werkstatt in Gemeinschaftsarbeit gefertigt werden. Das stärkt den Gruppenprozess und entspricht dem Gemeinschaftsgedanken unserer Gemeinschaftsgärten. Wir wollen aus stabilem Holz eine Werkzeuglaube fertigen und diese
    gemeinsam auf der Fläche installieren. Da auf dem garten noch keine Möglichkeit besteht einzelne Bauteile einzuschließen muss der Gemeinschaftsbau in einer ausgelagerten Werkstatt erfolgen. Dazu halten wir uns selbstverständlich an die Vorgaben während der Covid-19 Zeit und beginnen unser Vorhaben erst, nachdem wir die offizielle Erlaubnis dafür haben.
    Es hat sich gezeigt, dass alle soliden Bauten dort auf der Fläche unberührt von Vandalismus geblieben sind. Je mehr der Garten belebt wird und die Nachbarschaft einbezogen ist, umso weniger gehen wir von Vandalismus auf der Fläche aus. Es erfordert eine kontinuierlich arbeitende Gruppe mit Zugang zu Material und Werkzeug. Mit Hilfe der Anstiftung möchten wir nun die anstehenden Voraussetzungen schaffen um den Garten Grünau weiter beleben und bepflanzen zu können.
    Die Gruppe des Gartens in Grünau besteht im Kernteam aus 6 Ehrenamtlichen, die von dem Bundesfreiwilligen, der April – Oktober die Außenflächen des BUND Leipzig betreut, unterstütz wird. Die Aktiven kommen größtenteils aus dem Stadtteil oder dem angrenzenden Stadtgebiet.

    die Teile in der Werkstatt werden von den Aktiven des Garten Grünau gefertigt. Sie erhalten dabei Anleitung und Unterstützung von einem Aktiven des BUND, der seine Werkstatt dafür zur Verfügung stellt.

    Dabei müssen wir uns natürlich nach den dann aktuell gültigen Vorschriften halten, aber ich hoffe, dass mit Mundschutz und Abstand zwar nicht so eng, aber doch gemeinschaftlich gefertigt werden kann. Ich schätze da können sich 2-3 Personen abwechseln. Einer kann schleifen, einer kann das Holz behandeln und einer sägen. Dabei kann man sich abwechseln. Da es einige Tage dauern wird bis die Bauteile gefertigt sind werden insgesamt 6-8 Gärtner der bisher Aktiven in Grünau an der Aktion teilgenommen haben. So wie gerade in dem Garten gearbeitet wird. Abwechseln und mit entsprechendem großen Abstand.

    In der Werkstatt werden die Bauteile gefertigt, die dann im Garten als große Gemeinschaftsaktion zusammen gebaut werden soll. Da sollen alle Aktiven einbezogen werden und wir suchen weitere Freiwillige für diesen Aktionstag. Das werden wir nach den aktuell möglichen Gegebenheiten entsprechend anpassen. Geplant war eine große gemeinschaftliche Aktion hierfür. Diese soll über unsere Kanäle geworben werden. Wir wünschen uns dadurch neue Interessierte und aktive anzusprechen und für das Projekt zu begeistern.

    In der jetzigen Corona-Zeit können in der Werkstatt mit mindestens 3m Abstand 2-3 Personen gleichzeitig verantwortungsvoll tätig werden. Hygienevorschriften werden dabei eingehalten.

    Der Aufbau (das wird ja noch einige Zeit dauern und wir hoffen, dass dann im Sommer erste Veranstaltungen wieder möglich sind) im Garten bedingt einen Gemeinschaftsprozess. Das bedeutet, dass die Laube erst zusammen draußen aufgebaut werden kann, wenn es offiziell möglich ist. Der Aufbau impliziert eine Zusammenarbeit. Diese muss eventuell so lange verschoben werden bis diese wieder möglich ist. Wir gehen davon aus, dass dies an der freien Luft in unserem großen Gemeinschaftsgarten ab Sommer umgesetzt werden kann.

    Die bisher angeschafften Utensilien werden weiterhin benutzt. Die bisher umgesetzten Bauprojekte für die keine Kosten angefallen sind, werden weiter genutzt.


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  • Nordstadtgarten: ein Interkultureller Garten in Kassel

    (Antrag, Antworten)
    2019 ist im strukturschwachen Bezirk Nordstadt in Kassel ein Garten entstanden. Ziel: Begegnung, klimafreundliche Ernährung, kultureller Austausch. Anfangs gab es Geld für professionelle Gärtner*innen Unterstützung und Unterstützung durch „Essbare Stadt“. Als das Programm auslief, wollte ein Großteil der Gruppe weiter machen.

    • Was ist denn das Projekt „Kultur macht stark“?

    Kultur macht stark ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im Rahmen dieses Programmes wurde der Gemeinschaftsgarten für ein Jahr gefördert. Nun hat sich die dabei entstandene Gruppe dazu entschieden den Garten weiter zu führen. Projektbezogene Seite: https://www.buendnisse-fuer-bildung.de/de/alles-banane-von-wegen-1884.html

    • Auf was für einer Fläche ist der Garten entstanden, wem gehört diese, wie groß ist diese und was für eine Art von Vertrag gibt es (Befristung?)

    Die Fläche gehört der Stadt Kassel und wurde dem Projekt vom Umwelt- und Gartenamt zu Verfügung gestellt. Es besteht bisher kein Vertrag, aber die die Erlaubnis die Fläche weiter zu nutzen. Wahrscheinlich könnte auch ein Pachtvertrag geschlossen werden, welcher jedoch regelmäßig Kosten mit sich bringen würde. 

    . Die Gesamtfälche ist 3,000 quadratmeter, wovon die Hälfte bewaldet ist. Auf der Wiese wurden Walnussbäume gepflanzt. Dazwischen haben wir zwei Beete mit einer Gesamtfälche von 230 Quadratmeter angelegt. Es besteht noch Raum für ca. weitere 150 Quadratmeter Beetffäche

    • Wie groß ist die Gruppe?

    Die große ist dynamisch, aber so ca 10.

    • Wie ist der Garten organisiert? Wie viele Beete gibt es? Sind das individuelle oder gemeinschaftliche Beete?

    Der Garten ist gemeinschaftlich organisiert.

    • Wie werden von wem Entscheidungen getroffen?

    In gemeinsamer Absprache

    • Wie erfahren Interessierte vom Garten, wie kann man mitmachen?

    Durch Mundpropaganda und Internet

    • Wo sind (und sollen) die Gartenwerkzeuge untergebracht? Wie kommen die Gärtner*innen daran?

    Wir haben letztes Jahr eine Hütte für die Werkzeuge gebaut

    • Woher kommt das Wasser?

    Der Nachbar Michael Schmidt hat eine Pumpe mit der er Grundwasser bekommt. 

    • Was gibt es sonst noch auf dem Gelände neben Beeten?

    Einen soliden Tisch und Bänke die in den Boden verankert wurden. 


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  • Kants Garten: mehr Gemüse und Obst im Park

    (Antrag9
    Im Kantpark, im Herzen Duisburgs ist die 2200 qm große, jederzeit zugängliche Fläche, auf der
    gemeinschaftlich gegärtnert wird, als Kants Garten ausgewiesen. Dafür besteht eine Patenschaft bei der Stadt
    Duisburg. Das Amt für Umwelt und die Wirtschaftsbetriebe unterstützen die Aktivitäten.
    Die Bürgerinititative Kants Garten besteht aus etwa 10 Erwachsenen, die regelmäßig gemeinsam gärtnern
    und etwa 20 Leuten, die immer wieder mitmachen. Spontan kommen zudem Eltern mit ihren Kindern aus
    dem Park, vom Spielplatz zu den Gartenaktionen hinzu. Für größere Aktionen laden wir über die Presse zum
    Mitmachen ein.
    Unsere Gärten bestehen aus Blumenbeeten mit Bienenweiden-Qualität, Totholz- und Sumpfbiotop,
    Wildbienenhotel, Frühlingswiese, Gemüsehochbeeten und Apfelbäumen. In 2020 möchten wir den
    Gemüsebereich stärken und Obststräucher pflanzen:
    Für das Jahr 2020 haben wir den Bepflanzungsplan für unsere Gemüse- und Kräuterhochbeete angelegt,
    sind jedoch durch die aktuelle Situation etwas verspätet. Wir möchten gerne unseren Gemüsesamenbestand
    ergänzen und für das, was wir nicht selbst anziehen können über die Pflanzsaison immer wieder
    in Form von Setzlinge nachkaufen. (mehr …)

  • WisaWi e.V. macht Gartenprojekt mit Werkstatt mit Geflüchteten

    (Antrag/Antworten)

    In Wiesbaden:
    Seit 2017 gestalten wir gemeinsam mit Geflüchteten einen Gemeinschaftsgarten in Wiesbaden Biebrich.
    Das Gartengrundstück ist ca. 2500 qm groß. Wir haben es von der Stadt gepachtet. Direkt neben dem Grundstück befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft mit Geflüchteten.
    Vorrangig sollten die Geflüchteten der Gemeinschaftsunterkunft, sowie die Menschen aus der Nachbarschaft in das Gartenprojekt integriert werden.
    Auch andere Menschen beteiligen sich, die nicht aus der direkten Nachbarschaft kommen.
    Außer den Geflüchteten der Unterkunft (ca. 250 Personen, meistens machen 40-60 Personen im Garten mit) kommen auch Geflüchtete aus anderen Stadtteilen in den Garten, u.a. auch Geflüchtete, die von unserem Verein betreut werden oder sich bei uns engagieren.
    Außerdem engagieren sich auch Menschen des „Welcome Cafe“ im Garten, sie haben auch ein Gemeinschaftsbeet dort.
    Die Menschen können im Garten ihre eigenen Beete anlegen, ebenso können sie sich zusammenschließen und Gemeinschaftsbeete anlegen. Auch von uns werden Gemeinschaftsbeete angelegt.
    Es gibt bereits 3 Hochbeete, die aus Paletten mit den Geflüchteten selbst gebaut wurden und auch selbst gebaute Gartenmöbel. Ein Brunnen wurde gebohrt und liefert Wasser, wenn das Wasser aus dem Brunnen nicht reicht (was im Sommer oft der Fall ist), können wir das Wasser der Gemeinschaftsunterkunft benutzen und mit einem Schlauch wässern.
    Im Jahr 2017 und 2018 wurde unser Projekt gefördert (die Förderung war aber auf zwei Jahre begrenzt), sodass wir einen Grundstein anlegen konnten. Abgesehen davon, dass dort nicht alles, was benötigt wird, inbegriffen war, brauchen wir jetzt, um weiterzukommen, auch einige unabdingbare Materialien etc..
    Im Gemeinschaftsgarten kann man nicht nur Gärtnern, er dient auch als Rückzugsort, Begegnungsstätte und für diverse Aktivitäten.
    Wir bieten diverse Aktivitäten an (in der Vergangenheit, wie auch dieses Jahr wieder), kreatives Gestalten unterschiedlichster Art mit Erwachsenen und Kindern, Spielangebote, Bewegungsangebote, Upcycling, Holzarbeiten, Palettenbau, Möbelbau für den Garten, aber auch Workshops für Menschen, die etwas für ihr Zuhause bauen möchten und andere handwerkliche Projekte. Dies ist teilweise auch offen für alle Menschen, die einfach so vorbei schauen möchten. Außerhalb der Gartensaison bieten wir einige solcher Aktivitäten z.B. Workshops/offene Werkstatt auch in anderen Räumen an, in der Gartensaison hingegen gibt es dann diese Angebote im Garten selbst, offen für alle, zusätzlich zu den Angeboten für die Geflüchteten und andere, die im Garten tätig sind.
    Dieses Jahr möchten wir mit den Menschen auch eine Kräuterspirale anlegen, sowie weitere Hochbeete, da die 3 Hochbeete gar nicht reichen. Auch andere Arten von Beeten sind geplant, wie zum Beispiel Frühbeete und Strohbeete.

    1. Habt ihr das Grundstück auf eine unbefristete Zeit gepachtet? Wie hoch ist die Pacht?

    Das Grundstück wurde zunächst für sieben Jahre gepachtet, kann jedoch u.U. verlängert werden. Wir müssen keine Pacht zahlen.

    2. Wie viele Beete gibt es bereits? „Nur“ die drei Hochbeete? Oder gibt es auch „Erd“Beete?

    Das war ganz unterschiedlich, je nach Jahr, da sich unterschiedlich viele und unterschiedlich engagierte Menschen beteiligt haben. Wir hatten teilweise 60 Beete, im anderen Jahr ca. 40, in einem 20. Das waren aber Einzelbeete für die Menschen.
    Diese sind auch noch hauptsächlich vorhanden, müssen nur noch bearbeitet und bepflanzt werden.

    Außerdem haben wir verschiedene Gemeinschaftsbeete, zum einen das vom Come together Café, zum anderen eines mit größeren Kräuterbüschen, Beerensträuchern und anderem.
    Jedes Jahr haben wir auch Gemeinschaftsbeete für Tomaten, Kürbisse und Chillis angelegt. Wir haben ein Gewächshaus, das fungiert auch als Gemeinschaftsbeet für Tomaten, Chillis und andere Pflanzen, die besser geschützt werden müssen.

    3. Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird/gegärtnert werden soll?

    Das kommt darauf , wie viele Menschen gärtnern wollen. Bis auf die Stellen, auf denen die Häuschen/Pavillons/Kompost etc. stehen, die Kräuterspirale angelegt werden soll und der Mittelteil des Gartens, der wegen Kieseluntergrund nicht dafür genutzt werden kann (dafür machen wir dort die handwerklichen Dinge, Treffen usw.),  kann theoretisch der Rest dafür genutzt werden. Praktisch ist es aber so, dass wir auch Bienenblumenwiesen anlegen am Rand, Wege, Plätze zum "Chillen", Plätze für die Kinder zum Spielen oder auch Beete anlegen/Tipi aus Bohnenranken für Kids usw. . Es ist ja auch wirklich genug Platz vorhanden. Wir haben natürlich auch weitere Pläne, wie und wann diese umgesetzt werden können, müssen wir mal schauen. Man kann ja nicht alles auf einmal machen ;).

    4. Wie viele der 40 – 60 Leute gärtnern tatsächlich? Ihr macht ja noch so viele andere tolle Aktivitäten

    Im ersten Jahr waren es 60 gärtnernde Leute, im zweiten 40 - dann kamen noch andere Menschen hinzu, die an Aktivitäten teilnahmen, nur gechillt haben, im Garten gespielt haben, sich beraten haben lassen, Hausaufgaben gemacht haben etc.. Wie es dieses Jahr sein wird, wissen wir nicht, da sich die Zusammensetzung der Menschen in der Unterkunft immer ändert. Wir wollen auf jeden Fall die Gruppe alleinerziehender Mütter stark einbeziehen, als auch andere Zielgruppen und natürlich kann ja auch jeder mitmachen, der möchte.

    5. Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte der Einzelbeete kann jeder selbst für sich verwenden (was gerade für die Geflüchteten der Unterkunft sehr gut ist), die Gemeinschaftsbeete sind für alle, also auch die Ernte. Bei den gemeinschaftlichen Kräuter- und Salatbeeten (schnell wachsende) kann sich immer jeder nehmen, was sie/er braucht. Das hat immer gut geklappt.

    Manches haben wir auch für Feste verwendet, also es wurde aus der Ernte gekocht für ein Fest, sowohl von den Geflüchteten, als auch von uns.

    6. Wie werden die Werkzeuge untergebracht, wie zugänglich sind diese dann für wen? Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Werkzeuge im Winter in einer Offenen Werkstatt an einem anderen Ort untergebracht? Wo und wie und von wem werden die dann genutzt?

    Unsere bereits vorhanden, notwendigen Gartengeräte sind in einem kleinen Gartenschuppen, zu welchem jeder, der mitmacht, also auch die Geflüchteten, Zugang hat (Zahlenschloß).

    Dann haben wir noch ein Gartenhäuschen, in welchem Geräte und Materialien untergebracht sind, die von uns (Verein) bei Bedarf herausgegeben werden oder für Aktivitäten benutzt werden. Das ist auch so notwendig. Die jetzt beantragten Werkzeuge würden auch dazu gehören, bis auf manche, die man immer braucht, wie z.B. eine Säge und einen Hammer zum ziehen von Nägeln u.ä. (aber davon nicht alle, nur eines). Im Winter könnten wir bestimmte Werkzeuge auch für die offene Werkstatt verwenden (im Garten braucht sie dann ja keiner), so bräuchten wir das nicht zweimal beantragen. Diese werden dann von den Leuten genutzt, die an der offenen Werkstatt teilnehmen. (Unter Anleitung - auch im Garten gibt es natürlich Anleitungen etc.)

    7. Das mit den Tomatendächern habe ich noch nicht ganz verstanden. Es können entweder 10 für Einzelbeet und eins für ein Gemeinschaftsbeet oder 20 für Einzelbeete gebaut werden? Wer entscheidet das und wären die für die Einzelbeete dann alle auch an einer Stelle oder wird ein großes gebaut, was dann unterteilt werden soll?

    Wir bauen ein langes/großes Tomatenbeet (überdacht), welches dann in Teile aufgeteilt wird. Je nachdem, wieviele Menschen im Mai Einzelbeete anlegen möchten, werden Einzelbeete angelegt, den Rest würden wir dann als Gemeinschaftstomatenbeet nutzen. Das, was ich geschrieben habe, war nur eine Schätzung (20 Einzelbeete, 10 für ein Gemeinschaftsbeet), es kann natürlich auch anders werden, je nachdem, wie interessiert die Menschen an Tomatenbeeten sind.
    Wir haben auch ein paar Tomatenpflanzen, die wir gerade ziehen, die ohne Dächer in den Garten gepflanzt werden können, dies wird dann ein Test-Gemeinschaftsbeet.

    8. Habt ihr eine Finanzierung für die Zeiten, zu denen jemand von euch vor Ort ist? Wenn ja, woher?

    Das macht u.a. ein Bufdi, wir wurden als Einsatzstelle anerkannt und das wird dann auch ab April losgehen. Die anderen unseres Vereins machen es komplett ehrenamtlich, ohne Gelder.

    Und noch eine wichtige Sache: wir machen auch Workshops und erklären den Menschen, dass sie die Samen aus der Ernte aufheben sollen (und wie), da sie ja im nächsten Jahr wieder benutzt werden können. Bei den Gemeinschaftsbeeten kümmern auch wir uns darum.

    Es werden auch Gemeinschaftsbeete von bestimmten Gruppen angelegt, also es schließen sich manchmal mehrere Frauen oder andere Gruppen zusammen, die dann gemeinschaftlich verschiedene Gemüsebeete bearbeiten und sich dann innerhalb der Gruppe die Ernte teilen.


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  • Gemeinschaftsgärtnerei Wildwuchs

    (aus Antrag)
    Die Mitmachgärtnerei Wildwuchs bietet nun schon im 16. Jahr interessierten HeidelbergerInnen die Möglichkeit, gärtnerisch tätig zu werden. Wir verstehen uns als unkommerziellen Treffpunkt zum gemeinschaftlichen Gärtnern. Auf einer Fläche von knapp einem Hektar bewirtschaften wir ca. 40 Ar gemüsebaulich genutzte Ackerfläche, etwa 10 Ar unter Glas sowie unzählige Obstbäume und Beerenbüsche auf der restlichen Fläche, welche sich auf zwei Standorte verteilt. Auf unseren Flächen leben eine Hühnerschar – etwa 10 Tiere – und Bienenvölker sowie jede Menge wilder Tiere. Jener Standort mit den Gewächshausflächen [Gewann Schläuchen] ist erst 2016 als verwaiste, in die Jahre gekommene Gärtnerei hinzugekommen und verlangt von uns noch viel Sanierungsarbeiten.

    Unsere Flächen bewirtschaften wir gemeinsam, es findet keine Parzellierung statt. Patenschaften für Kulturen und technische Bereiche erleichtern die Zuständigkeit. Wir sind basisdemokratisch organisiert und beschäftigen keine bezahlten Kräfte. Es gibt einen harten Kern von etwa 9 Leuten, darüber hinaus einen Kreis an mehr oder weniger regelmäßig kommenden Leuten, die jedoch weniger bis keine Verantwortung übernehmen (etwa 20) und ein Dunstkreis solcher Leute, die sehr unregelmäßig kommen (etwa 30). Niemand wird hier verpflichtet, so soll die Motivation zur Teilnahme aus intrinsischer Motivation kommen. Auch gibt es keinen Schlüssel, wieviel Engagement mit wieviel Gemüse aufgerechnet wird – JedeR darf Gemüse nach Bedarf und Ermessen mitnehmen und es gibt nur wenige Zeitpunkte, an denen die Nachfrage die Erzeugung übersteigt. In diesen Strukturen stehen wir stets im Spagat zwischen hohem Lernpotential für jedeN Einzelnen zu bieten und dennoch die Gärtnerei lebendig zu erhalten.

    Wir treffen uns vorwiegend sonntags, sommers auch am Mittwoch Abend. Für alle unter der Woche anfallenden Tätigkeiten wie lüften und gießen gibt es dann Verantwortlichkeiten. (mehr …)

  • Wilde 17 in Berlin

    (Antrag/Antworten)
    Die Geschichte der Wilde 17 begann Ende 2016 als sich eine Handvoll Nachbar*innen das erste Mal über nebenan.de traf, um das Projekt eines Gemeinschaftsgartens in direkter Nachbarschaft des Bahnhofs Gesundbrunnen zu starten. Mit Unterstützung des Quartiermanagements Badstraße und des Vereins Agrarbörse e.V. konnte der Bezirk überzeugt werden, uns eine Brachfläche in der Böttgerstraße zur temporären Nutzung bereitzustellen: Die Wilde 17 konnte entstehen.

    Die komplett vermüllte Fläche wurde von uns bei winterlichen Temperaturen entrümpelt. Als ehemalige Abstellfläche für alte Autos war klar, dass wir nichts Essbares würden in den Boden pflanzen können. Also wurden Paletten und alte Fenster in der Nachbarschaft gesammelt, die uns als Baumaterial für die Hochbeete dienten. Die Kiez-Tauschbörse versorgte uns mit den ersten Gemüsesamen. Durch viele Hände und Köpfe entstand bis Sommer 2017 ein ganz besonderer Ort, an dem die Nachbarschaft zusammenkommen kann und man mit dem Kopf zwischen Pflanzen, Erde an die Finger bekommt.

    Mit der Wilden 17 möchten wir in einem dichtbesiedelten Stadtteil einen Ort schaffen, wo wir als Menschen aus der Nachbarschaft zusammenkommen und gemeinsam gärtnern können. Viele von uns haben wenig Wissen darüber, wie Gemüse eigentlich wächst und wie Pflanzen und Insekten in Wechselwirkungen zueinander stehen. Gemeinsames Gärtnern ist praktischer Pflanzenkundeunterricht, der Respekt vor unserem Essen fördert und vor allem Spaß macht. Aber, was mindestens genauso wichtig ist, in einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm & Reich immer weiter auseinanderklafft und Parallelgesellschaften vielfach Normalität sind, wollen wir einen Gegenpol bieten, einen Ort, an dem wir einen gesellschaftlichen Querschnitt um die Beete, am Tisch und vor der Bühne versammeln, und so einen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen.

    Niedrigschwellige Eintrittsbedingungen sowie der Anspruch, dass jede Stimme gehört wird, sind uns dabei besonders wichtig. Unser Garten mitten im Kiez schafft nicht nur Biodiversität, sondern vor allem Berührungspunkte zwischen Menschen, die im Alltag so nicht zustande kämen. Die „Wilde 17“ versteht sich dabei als basisdemokratisches Experimentallabor. Die Individualität eines/r jeden Einzelnen findet Berücksichtigung in Diskussions- und Entscheidungsprozessen. Gesellschaftliche Diversität steht dabei als wertvolles Gut im Fokus, das im heterogenen Wedding erhalten und gegen Gentrifizierung und Ausgrenzung verteidigt werden muss. Deshalb gärtnern wir für die Gemeinschaft und vergeben Beete nicht zur privaten Nutzung. Mit unserem Erzeugten kochen wir gemeinsam; es gibt regelmäßig einen öffentlichen Brunch, auf dem selbst Geerntetes und gerettetes Essen vom Food Sharing geteilt wird. In dieser Gartensaison wollen wir mit Unterstützung von Quartiermeister Bier einen Pizzaofen bauen, der auch für die Nachbar*innen öffentlich sein wird.

    Unser Projekt ist im Kiez vielfältig vernetzt und interagiert mit Theaterprojekten (AUCH), Schulen (Diesterweg Gymnasium), interkulturellen Vereinen (Salam) und anderen Treffpunkten (Lobe-Haus), weiteren Akteuren im Bildungssektor (Mädchenprojekt Mädea, Sprint) und Mediengestaltenden (Wiki-Wedding). Im letzten Jahr haben wir uns dem Nachbarschaftsverein Soldiner Kiez e.V. als Projekt angeschlossen, über den wir auch einen Vertrag zur jährlichen Nutzung mit dem Bezirk geschlossen haben.

    Eine Förderung durch die Anstiftung unterstützt unsere Gartenaktivitäten in den nächsten Jahren durch die Renovierung unserer Beete und hilft uns konkret, das Gartenjahr 2020 zu realisieren, um die „Wilde 17“ als Nachbarschaftstreffpunkt und Ort für Urban Gardening zu erhalten.

    Unsere laufenden Kosten (Steuern, Straßenreinigung, Müllabfuhr Wasser, Strom etc.) decken wir unserer Inklusionslogik folgend ohne regelmäßige Gebühren für die Gärtnernden, um wirklich allen Menschen eine Teilhabe zu ermöglichen. Dies erreichen wir über Spenden, Feste und punktuelle Unterstützung durch Fördermittelgeber. In der Vergangenheit haben wir Förderungen durch das Quartiersmanagement Badstraße, das Quartiermeister Bier und die Agrarbörse erhalten.

    Das Geld für Garteninvestitionen ist somit notorisch knapp und wir versuchen, so viele Materialien wie möglich aus dem Kiez zu nutzen, sei es geschenktes Baumaterial über nebenan.de oder gefundenes Holz, was wir recyclen. Auf diese Weise können wir viele, aber leider auch nicht alle unserer Bedarfe decken.

    Nach drei Jahren Nutzung sind unsere selbstgebauten 41 Hochbeete, unsere Kräuterpyramide mit zwei weiteren Beeten für Obststräucher und vielen Kräuterkästen sowie unser Gewächshaus mit vier weiteren Beeten sanierungsbedürftig. Wir müssen Erde nachfüllen und wollen auch gern noch zwei bis drei weitere Hochbeete neu bauen. Die genutzten Schrauben sind witterungsbedingt austauschbedürftig, genauso wie die Folien an vielen Beeten. Leider können wir Erde nicht über das Grünflächenamt bekommen; Versuche sind in der Vergangenheit gescheitert. Im letzten Jahr haben wir durch eine großzügige Spende Erde von unserem Nachbar*innen vom Lobe-Block erhalten, aber in diesem Jahr benötigen wir insbesondere in diesem Bereich Unterstützung. Da wir selbst keine Transporter haben, ist es für uns wichtig, dass wir einen Anbieter finden, der die Erde anliefert. So kann auch auf schädliche Plastiksäcke verzichtet werden.

    Zudem würden wir gern samenfestes Saatgut kaufen, um zukünftig unser Saatgut sicher selbst nachziehen zu können. In den Anfangsjahren der Wilde 17 hat es uns zum Teil an Erfahrung gefehlt; zum Teil haben wir Spenden erhalten und wissen nicht in jedem Fall, ob das in den letzten Jahren verwendete Saatgut auch samenfest war. Um Probleme bei der Nachzucht zu vermeiden, wollen wir noch einmal neues Saatgut von einem professionellen Anbieter erwerben.

    Darüber hinaus würden wir uns über Unterstützung im Bereich von Arbeitsgeräten freuen. Wir nutzen gemeinsam mit unseren Nachbar*innen vom Lobe-Block eine Schubkarre. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass dies nicht immer ausreichend ist. Wir würden daher gern eine eigene Schubkarre anschaffen, die wir natürlich auch unseren Nachbar*innen zur Verfügung stellen würden. Für Bauaktivitäten hat uns zudem in der Vergangenheit eine gute Säge gefehlt. Wir haben, wenn möglich, Werkzeug privat ausgeliehen, aber die regelmäßigen Bautätigkeiten auf der Wilde 17 würde durch eine professionelle Kreissäge zusätzlich unterstützt. Die Säge würde auch unseren Nachbar*innen vom Lobeblock, unserem Trägerverein Soldiner Kiez, der ein Repair Cafe betreibt, und den Gärtnernden der Wilde 17 für andere Projekte zur Verfügung stehen. Um Diebstahl zu vermeiden, würden wir die Säge bei einem Mitglied oder im Lobe-Block lagern. Da die Kontakte zu unseren Partner*innen eng sind, wäre der Austausch problemlos möglich.

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    • Sie schreiben, dass es sich um eine temporäre Nutzung handelt: was genau bedeutet das? Wie lange läuft die Nutzungsvereinbarung, wie sind die Fristen?

    Wir erhalten vom Bezirksamt nach Bezahlung der anfallenden Nutzungsgebühren (Steuern, Straßenreinigung) eine jährlichen Nutzungsvertrag. Im letzten Jahr haben wir vom Bezirksamt eine Perspektive für die Flächennutzung für die nächsten 5 Jahre zugesichert bekommen. 

    • Wie groß ist die Fläche?

    Die Fläche ist 560 m2 groß.

    • Wie ist der Garten organisiert? Gärtnern alle gemeinsam oder gibt es (auch) individuelle Beete? Was passiert mit der Ernte?  

    Wir sind in Beetgruppen organisiert. Dabei teile sich zwei bis vier Personen meist vier Hochbeete zur gemeinschaftlichen Bewirtschaftung. Darüber hinaus gibt es auch Leute in unserer Gruppe, die nicht gärtnern möchten und sich beispielsweise bei den Veranstaltungen einbringen. 

    Die Ernte ist gemeinschaftlich. Das heißt, wir ernten und kochen regelmäßig gemeinsam und nutzen unsere Ernte auch für die öffentlichen Brunch-Sonntage zweimal monatlich oder Feste bzw. Veranstaltungen, die wir organisieren. 

    • Wie groß ist die Gruppe die gärtnert? Wie groß ist die Kerngruppe?

    Wir sind in der Kerngruppe etwa 30 Leute, zudem gibt es viele weitere Unterstützer*innen, die regelmäßig zu unseren Veranstaltungen kommen. Im letzten Jahr hatten wir 28 Mitgärtnernde. Die Beetgruppen für dieses Jahr stehen noch nicht fest und sollen auch neu zusammenkommen, damit immer andere Leute zusammenarbeiten und sich so als Nachbar*innen kennenlernen. Zudem wollen wir auch diese Saison wieder aktiv in der Nachbarschaft werben, um weitere Mitgärtnernde zu finden.

    • Wie werden Entscheidungen getroffen und wie läuft die Kommunikation?

    Wir haben in der Saison alle zwei Wochen einstündige Organisationstreffen, auf denen wir Entscheidungen mehrheitlich treffen. In der weniger aktiven Zeit organisieren wir so genannten Zukunftswerkstätten, bei denen wir uns länger treffen, um Planungen für das kommende Gartenjahr anzustellen. Vorbereitet werden Entscheidungen zudem in thematischen Arbeitsgruppen (Baugruppe, Gartengruppe, Kommunikationsgruppe etc.), die sich zu Einzelfragen treffen oder sich virtuell über den Chatdienst Telegramm abstimmen und aufbereitete Ideen dann der größeren Gruppe beim Organisationstreffen vorstellen. Zudem nutzen wir Telegramm und Mail, um uns zu kleineren Fragen ad hoc abzustimmen. (mehr …)

  • Lehmbauprojekte im Garten der Begegnung Berlin-Marzahn

    (Antrag/Antworten)

    Garten der Begegnung, Antrag auf Materialien für Lehmbauprojekte:

    ja, alle können mitmachen, das wollen wir auch noch verstärken, ich habe mich bereits mit einigen Akteuren getroffen – Tagore–Gymnasium, DRK, Wohnbaugesellschaften, Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf, Kita, Geflüchtetenunterkünfte, Frauentreff…

    Es ist weder ein Schulgarten noch ein Schrebergarten…

    • Wie groß ist der Garten, wie viel davon wird für „Anbau“ genutzt, wie viele Beete gibt es und was ist sonst noch auf dem Grundstück los?

    3500 qm, ein Drittel Anbaufläche für Beetnutzer*innen, ein Drittel Freifläche mit Gemeinschaftsbeeten (Kräuter, Stauden), Teich, Obstbäumen, ein Drittel Veranstaltungsfläche, Lehmhaus mit Terrasse, Geräteschuppen, Grünes Klassenzimmer, Labor, so ungefähr

    • Wem gehört das Grundstück und müsst ihr eine Pacht zahlen? Wenn ja, wie hoch ist diese?

    Das Grundstück gehört dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wir zahlen keine Pacht

    • Wie lange läuft der Nutzungsvertrag? Was war vor dem Garten auf der Fläche?

    Unser Nutzungsvertrag läuft erstmal für zwei Jahre, aber das Bezirksamt  und das QM haben ein sehr aufwendiges Ausschreibungsverfahren gestartet, um einen geeigneten Träger zu finden, der ein Betreiber- und Nutzungskonzept für die Zeit nach Verstetigung des QM entwickelt. Dafür haben wir den Zuschlag bekommen, nicht für die inhaltliche Durchführung von Projekten. Ich beantrage z. B. auch Mittel für ein Projekt zur gesunden Ernährung. Nach den zwei Jahren machen wir entweder weiter oder eine neue Struktur (Verein) übernimmt das Ganze, das wird sich finden. Auf jeden Fall hat der Bezirk ein außerordentliches Interesse an dem Garten. 

    • Wie viele Leute sind in dem Garten aktiv?

    50 Beetnutzer*innen, Schulklassen (Schulprojekt mit 170 Kindern im Juni 2020 geplant), Besucher an Festen: 150-200, ca. 5-8 Feste pro Jahr durch geführt vom Träger des Gartens, vom DRK oder BENN/QM

    • Wenn es bisher ein QM-Projekt war: wie ist der Garten organisiert? Was an Verantwortung/Aufgaben liegen bei den Gärtner*innen?

    Bisher war der Garten eine Art Service-Gesellschaft, das war sicher auch ein Grund für den Trägerwechsel. Wir möchten gerne die Gärtner*innen viel stärker einbinden und aktivieren, dass sie sich mit eigenen Ideen einbringen. Daher wird es ab 16.4. einen wöchentlichen Gartennachmittag zum gemeinschaftlichen Gärtnern geben, im Laufe der nächsten Monate wird ein Gartenrat einberufen, mit dem wir in einem anderen Garten gute Erfahrungen gemacht haben. Der Gartenrat setzt sich aus Beetnutzerinnen, im Garten tätigen Teammitgliedern, Ehrenamtlichen ohne Beet zusammen und sammelt die Anliegen, die dann an uns weitergetragen werden. 

    • Über welchen „Topf“ wirst du bezahlt? Und wie lange und wie intensiv kannst du den Garten begleiten?

    Für das Projekt stehen Restmittel aus dem Programm Soziale Stadt zur Verfügung, aus denen ich und in geringem Umfang Honorarkräfte (Evaluierung, spezielle Thematische Workshops) bezahlt werden, weiterhin Betriebskosten, Veranstaltungskosten, Öffentlichkeitsarbeit.

    Ich werde versuchen, den Gartentag selbst durchzuführen und moderiere die Sitzungen des Gartenrates. Außerdem bin ich für das Gesamtkonzept verantwortlich (Themensetzung, neue Nutzergruppen erschließen, Netzwerkarbeit, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Teamaufbau, Admin, Steuerungsrunde, Betreuung der Nutzer*innen bist der Gartenrat seine Rolle gefunden hat). Die Bewirtschaftung und Pflege des Gartens werden zukünftig die Gärtnerinnen mit übernehmen. Weiterhin habe ich gerade einen Bufdi eingestellt. 

    • Was passiert in dem Lehmhaus und wie ist es ausgestattet? Trefft ihr euch da bei Regen z.B.

    Das Lehmhaus ist voll ausgestattet und eignet sich als Seminarraum für kleine Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Kreativwerkstätten, Workshops), bis 20 Personen, eine Küche ist angeschlossen (keine Gastroküche), es gibt dort auch eine kleine Bibliothek. Und ja, wir treffen uns dort auch bei Regen oder nächste Woche zur Begrüßung der Beetnutzer*innen am Suppentopf. Sie sind schon sehr gespannt wer der neue Träger ist 😉

    • Wenn ich es richtig verstanden habe, dann beantragst du Geld für den Tagesworkshop Anfang April. Warum können da nur 4-5 Personen dran teilnehmen? Das erscheint mir sehr wenig. Wie können denn andere auch dabei sein/teilnehmen?

    Die 4-5 Leute sind gewissermaßen Multiplikatoren, die Zahl hat LehmWerk vorgeschlagen, da direkt am Bau gearbeitet wird, und nicht alle gleichzeitig Hand anlegen können. Der Workshop ist eingebettet in eine kleine Reihe, zum Ausflug kommen mehr Leute mit, und die Teilnehmer*innen bei den anderen Veranstaltungen sind nicht notwendigerweise die des Workshops. Insgesamt sollen möglichst viele Leute teilnehmen.

    • Könntet ihr Mauerwerkzeug und Malerwerkzeug ausleihen? Oder was würde nach dem Workshop damit passieren? Wofür wäre es noch und oft nutzbar?

    Die vertraglich festgelegte Aufgabe ist es, das Lehmhaus instand zu halten und regelmäßig zu warten. Da dort auch Wespen und Vögel ein- und ausziehen, ist regelmäßig etwas zu tun. Das Material lebt. Ausserdem wurden schon Stimmen nach einem Lehmofen laut. Ich würde auch Lehmkunst sehr attraktiv finden, es muss aber gewollt sein. D.h. wir werden regelmäßig Werkzug brauchen (mehr …)

  • Klimaschutzgarten Leinenlos

    (Antrag/Antworten)

    Wir, eine Gruppe von aktuell 8 Menschen, möchten 2020 einen offenen Gemeinschaftsgarten
    gründen. (Wir sind offen für weitere Mitgärtner*innen und werden dazu mit Aushängen und einer
    Website öffentlich einladen)
    Wir träumen von einem Garten, der die Natur erleben lässt und uns zeigt, wie wir unseren Einfluss
    auf die Welt positiv gestalten können.
    Wir wollen Klimaschutz erlebbar machen und Kollektive Selbstversorgung erforschen, das heißt
    herausfinden, wie eine Versorgung mit Lebensmitteln ohne Megakonzeren, Supermärkte und
    Ausbeutung lokal und gemeinsam funktionieren kann, indem wir Umwelt und Natur schützen. […]
    Wir haben ein bisher ungenutztes Grundstück zur Verfügung gestellt bekommen, einen Garten mit
    einem großen Kirschbaum, 7 alten Apfelbäumen und einer alten Hütte darauf. In diesem ca.
    2200qm großen Garten wollen wir den Gemeinschaftsgarten „Leinenlos“ initieren.
    Im angrenzenden Haus gibt es im Heizungsraum ebenerdig eine Toilette, die von uns
    unproblematisch benutzt werden kann und Strom und Wasseranschluss gibt es auch. Über einen
    Zufahrtsweg ist es möglich Material einfach zum Garten zu bringen.

    – „wem gehört das Grundstück, wie haben Sie/die Gruppe es gefunden?“

    Antwort: Das Grundstück gehört einer Nachbarin des Funkenhauses (www.gelebteutopie.de/funkenhausprojekt). Nicole Herford hat das Haus und Garten 2018 gekauft, nachdem es 20 Jahre leer stand und stellt es dem „Kollektiv für gelebte Utopie“ zur Verfügung. Im Haus bestehen inzwischen zwei WG´s.

    Rechtlich war es bisher so, dass es nur mündliche Absprachen gab, da sich beide Parteien sehr gut verstehen und auch gemeinsam über Foodsharing und andere Projekte verbunden sind. Jetzt wird das Ganze aber mit einem Mietvertrag zwischen dem Verein des „Kollektiv für gelebte Utopie“ und Frau Herford auch formal geregelt. Das „Kollektiv für gelebte Utopie“ stellt nun uns als Gartengruppe das Grundstück zur Verfügung.

    – „wie lange können Sie es für den Gemeinschaftsgarten nutzen?“

    Antwort: Wir gehen von einer permanenten Nutzung aus, die uns Frau Herford und das „Kollektiv für gelebte Utopie“ zugesagt haben. Rechtlich wird ein langjähriger Mietvertrag für das Haus und Grundstück angestrebt

    (15 oder 20 Jahre) mit anschließender Übernahme durch Kauf.

    – „wird eine Pacht fällig und wenn ja, wie hoch ist diese?“

    Antwort: Nein. Das Grundstück wird uns unentgeldlich zur Verfügung gestellt.

    – „wo liegt das Grundstück/wie ist es in andere Bebauung eingebettet?“

    Antwort: Die Adresse ist Leinestrasse 20. Der Zugang ist über den Wanneweg/Feldweg. Es liegt zwischen weiteren brachliegenden Gärten, Schrebergärten, Hinterhöfen und einer Pferdekoppel.

    – „Wohnen da gleich in der Nähe Leute?“

    Antwort:

    Ja, es ist mitten im Dorf.

    – „Wie gut erreichbar ist es mit ÖPNV? „

    Antwort:

    Gut erreichbar. Bushaltestelle ist „Greene Kirche“, der Bahnhof ist „Kreiensen“. Vom Bahnhof dort ist es ein entspannter Spaziergang 1,5km zwischen den Feldern im Leinetal und über die Leine (Fluss) durchs Dorf zum Garten. Die Bahn fährt von Göttingen 27 Minuten und von Hannover 46 Minuten.

    – „wie setzt sich die Gruppe zusammen, die den Garten gründen möchte?“

    Antwort:

    Ich bin mir nicht sicher, wie sie die Frage meinen. Die Gruppe besteht bisher aus: Zwei ausgebildete Gemüsegärtner*innen, einem Wildnispädagogen und Obstbaumpfleger, einem Rettungssanitäter, einem Rentner, einer FSJ´lerin, eine Vendo-Trainerin, und einer Hausfrau.

    Alter zwischen 19 und 74 Jahren.

    – „Sind Sie alle schon vorher aus anderen Zusammenhängen miteinander bekannt?“

    Antwort:

    Nein, wir haben uns hier in Greene kennengelernt und sind durch die Möglichkeit den Garten zu starten zusammengekommen.

    – „wie werden jetzt schon, im Planungsstadium, noch weitere Menschen einbezogen?“

    Antwort:

    Die Gruppe wächst stätig an. Da die Treffen bisher im Funkenhaus Seminarhaus stattfinden sind bei den Treffen regelmässig mehr Menschen dabei, die dort zu Besuch sind. Am „Tag des Bodens“ am 5. Dezember wurde im Funkenhaus öffentlich zum Funkenabend eingeladeun und ein Film gezeigt und wir dort haben auch Werbung für den Garten gemacht. Mit unseren Nachbarn sind wir immer wieder in Gesprächen und haben schon Jungpflanzen angeboten bekommen, wie sie beim vom vorziehen übrig haben werden.

    – „Oder andere Organisationen?“

    Antwort:

    Wir haben das Bausyndikat angefragt, ob sie uns unterstützen würden und sie haben zugesagt. Wir haben den Permakulturgarten der Uni Göttingen für Ideen besucht und Menschen, die dort aktiv sind waren auch bei uns.

    Von der Firma VerguTech, die auch in der Leinestrasse sitzt, können wir uns einen Pritschenwagen ausleihen falls wir mal größere Sachen transportieren müssen. Von einer Nachbarin können wir, wenn sie ihr Pferd nächstes Jahr in ihren Garten stellt, Pferdemist für den Kompost bekommen.

    – „Wie wollen Sie die laufenden Kosten (Wasser etc.) finanzieren?“

    Antwort:

    Oh stimmt, die laufenden Kosten habe ich garnicht im Antrag aufgeführt.

    Bisher können wir nur grob abschätzen, Wasser zum Giesen und Benzin für den Rasenmäher, wir rechnen mit maximal 400-600€, falls wir es dieses Jahr nicht schaffen genug Regenwasser aufzufangen. Die Kosten des Gartens, die wir nicht durch Förderung decken können, wollen wir durch den Solibeitrag decken, wie ich ihn in der nächsten Frage beschreibe.

    – „Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag für den Garten?“

    Antwort:

    Nein, keinen festgelegten Beitrag .Wir wollen den Garten tauschlogikfrei gestallten. Das heißt, allen Menschen die Teilnahme ermöglichen, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten.

    Wir wollen einen Solibeitrag mit einer Bieter*innen-Runde nutzen, ähnlich wie es Solidarische Landwirtschaften machen.

    Dazu werden wir bei einem Treffen im Frühjahr alle (zu erwartenden) Ausgaben für das Jahr auflisten und die Summe Betrag als errechnen. Im zweiten Schritt schreiben dann alle auf einen Zettel wie viel sie geben können und wollen. Wenn die Zettel addiert werden sehen wir also ob wir genug Geld haben. Wenn ja, werden alle Gebeten in den nächsten Wochen das Geld in die Gartenkasse zu geben und alles ist gut. Wenn nicht müssen wir als Gruppe entscheiden, wo wir sparen können und wollen.

    (Der mit den Solibeiträgen zu erreichende Betrag häng natürlich stark davon ab, ob wir eine Förderung von Ihnen bekommen können =D )

    – „Wie viele Beete wollen Sie zu Beginn „errichten“?“

    Antwort:

    Ca. 240qm Beetfläche incl. Gründüngung, Bienenweide, Kompost- und Hügelbeeten und wir wollen Knoblauch auf die Baumscheiben pflanzen und Bohnen an den Zaun.

    -Was passiert mir der Ernte?

    Die Menschen, die im Garten gärtnern und zu besuch sind können sie essen. Wir wollen einen Solartrockner bauen und teile der Ernte trocknen sowie Milchsauer einmachen. Wir wollen im Sommer bei unseren Gruppenabenden gemeinsam Kochen und wenn wir Vorzeigbares ernten auch gerne den Menschen, die uns unterstützen, schenken.

    – wie groß ist die Hütte und was genau wollen Sie da ausbauen? Auf was bezieht sich die Kalkulation?

    Die Hütte ist ca. 4 mal 8 Meter. Wir wollen sie als Aufenthaltsraum im Garten und Unterstand nutzen. Bevor wir sie gemütlich machen können, muss jedoch das verfaulte Holz ausgetauscht werden und das Dach repariert werden. Wir haben nur Materialkosten kalkuliert, da wir professionelle Unterstützung vom Bausyndikat bekommen und die das benötigte Werkzeug mitbringen können.

    – wer wird die Bauaktionen/projekte machen und wie erfahren Interessierte davon und wie kann man dann mitmachen?

    Antwort:

    Wir werden Bauwochen organisieren bei denen auch Menschen da sind die Anleiten können und Einführungen in Werkzeug, Arbeitssicherheit etc.

    geben. Zu diesen Bauwochen laden wir über die Garten-Website, versch.

    Newslettern und mit Aushängen am Garten und im Dorf ein. Wir können die Seminarküche im Funkenhaus, sowie die Seminarschlafräume nutzen, wenn Menschen von weiter weg herkommen oder im Garten zelten. Teilnahme ist dann vorheriger Anmeldung, damit wir Essen planen können und kostenlos, da wir uns mit Essen über Foodsharing versorgen.

    – wie wollen Sie Pflanzenkohle herstellen (die Edelstahlgefäße), das ist dann kein KonTiKi? (haben Sie unser Praxisblatt [1] zum Thema schon entdeckt und auch beim Selbstbautenpraxisblatt [2] gibt es da einiges

    zu?)

    Antwort:

    Wir wollen die Pflanzenkohle in den drei Kaminöfen des Seminarhauses herstellen, wenn diese ohnehin zum Heizen befeuert werden.

    Hier ist das Video, in dem der Prozess gezeigt wird, dass uns inspieriert hat. Der große Vorteil hierbei scheint die effiziente Nutzung der frei werdenden Energie im Vergleich zu anderen Verfahren, die wir recherchiert haben: https://www.youtube.com/watch?v=jxBUqk2M3Y8

    *Danke für den Tip zum Praxisblatt, da schaue ich gleich mal rein.

    – wo würden die Bücher, die Sie beantragt haben, lagern, wie kommen Interessierte da ran?

    Antwort:

    Die Bücher würden wir gerne direkt im Garten in der Hütte lagern, Interessierte können während der Öffnungszeiten, der Plena und während den Seminaren und Bauwoche darin schmöckern, verleihen würden wir die Bücher wahrscheinlich nur an feste Gartengruppen-Mitglieder oder in Ausnahmefällen.

    – „was für ein Gartenhäcksler schwebt Ihnen vor? Und wäre so ein Gerät nicht aus ausleihbar?“

    Antwort:

    Wir hätten gerne einen Walzen-Häcksler, wegen der reduzierten Lautstärke und vor allem, weil er das Hächselgut verdrückt und dadurch schneller kompostierbar macht. Bisher haben wir keinen Kontakt um einen auszuleihen. Da wir gerne viel Mulchen wollen, auch mit Kompost-Holzhäckseln, würden wir gerne viel häckseln, auch Strauchschnitt aus der Nachbarschaft, sodass wir bei einem ausgeliehen Gerät wahrscheinlich den Verschleiß durch die Arbeitsstunden auch bezahlen müssten.


    (mehr …)

  • Riesenhochbeet bei der Lucie ist fertig

    (mail)
    Die Lucie wird langsam für den Winter fest gemacht, aber das große Sichelbeet mit der Trockenmauer ist zur Zeit unser Juwel. Nach der Bepflanzung ist es über den Sommer richtig schön üppig geworden! Und ed war noch Material über, sodass wir auch eine wunderschöne Kräuterschnecke mit Trockenmauer gebaut haben. (mehr …)

  • Weltgarten Tunsel bei Freiburg wird gut genutzt

    (ANtrag/Antworten)

    2018   haben   die   Agronauten   e.V.   zusammen   mit   Michels-Kleinsthof   den
    interkulturellen Bildungs- und Begegnungsort „Weltgarten Tunsel“ in der Nähe von
    Freiburg ins Leben gerufen. Webseite: http://www.agronauten.net/weltgarten-tunsel/
    Dies ist eine 2 Hektar große Ackerfl äche mit Infrastruktur und Bauernhof Flair. Es
    gibt Schafe, Hühner, Bienen, Kräuter- und Gemüsebeete sowie Getreideanbau. Es
    gibt   Wege,   einen   Sandkasten,   eine   überdachte   Küche   mit   Sitzgelegenheiten,
    Bauwägen, eine Öko-Toilette und eine Feuerstelle. Bereits 2018 wurde neben dem
    regelmäßigen   gemeinschaftlichen  gärtnern  und  dem  Durchführen  von   speziellen
    Workshops und Festen auch Netzwerke zu öff entlichen und privaten Institutionen
    und Initiativen in Tunsel, Bad Krozingen und Umland sowie Freiburg i.B. aufgebaut.
    Die   Erfahrung   zeigt,   dass   im   Weltgarten   unterschiedliche   Menschen
    zusammengekommen sind (Stadt-Land, Jung-Alt, Alteingesessen-Neugekommene).
    Neben   Gefl üchteten   sind   auch   viele   internationale   Studierende   gekommen,
    weswegen der Titel „Weltgarten“ passend ist.
    Jetzt soll das Konzept von Begegnung und agrarökologischer Bildung konsequent
    ausgebaut werden. Das Ziel ist, ökologische Landwirtschaft und Gärtnern sowie das
    Herstellen und Verarbeiten von Nahrungsmitteln kennenzulernen und dadurch den
    Wert von bäuerlicher Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, einem sparsamen Umgang
    mit Ressourcen und nachhaltiges Konsumverhalten konkret zu erfahren. Wenn wir
    nach   dem   gärtnern   oder   den   Workshops   zusammen   kochen,   wird   dadurch   die
    Gemeinschaftsbildung   und   Begegnung   gefördert.   Genutzt   werden   natürlich   vor
    allem   die   Zutaten   direkt   aus   dem   Weltgarten.   Wir   möchten   mit   den
    Teilnehmer*innen   diesbezüglich   noch   mehr   experimentieren,   um   internationale
    Rezepte mit saisonalem und lokalem Gemüse und Getreidesorten zu kochen und zu
    backen.
    Das   Programm   des   Weltgartens   wird   von   den   Agronauten   und   einer   Gruppe
    Ehrenamtlicher in enger Abstimmung mit dem Landwirt Michael Selinger entwickelt
    und durchgeführt.
    Beantragte Maßnahmen      
    Da im Weltgarten traditionelle Getreidesorten angebaut werden, möchten wir mit
    Ihrer Unterstützung gemeinschaftlich einen Lehmbackofen zur Ergänzung unserer
    bereits   bestehenden   Gartenküche   im   Weltgartens   errichten   so   dass   regelmäßig
    landestypische Gerichte und Brote der Teilnehmer*innen gebacken werden können.
    Vom Korn zum interkulturellen Brot lautet hier das Motto und so sollen rund um das
    Gartenjahr   immer   wieder   Themenabende   stattfi nden.   Beim   anschließenden
    gemeinsamen   Essen   soll   über   die   jeweilige   (Back-)Kultur   berichtet   werden.
    Menschen   unterschiedlicher   Herkünfte   führen   so   in   ihre   Kultur   ein   –   sind
    Expert*innen ihrer Lebenswelt. Sie erfahren hierdurch Selbstwirksamkeit.
    Neben den Materialien für den Bau des Lehmofens beantragen wir Unterstützung
    für   Jungpfl anzen/Hecken   sowie   Gartenwerkzeuge   und   Utensilien   für   Toilette   und
    Küche. Außerdem ist ein Sonnensegel (5×5 m) geplant. (mehr …)

  • Buntes Land Nieheim: ein neues Gartenprojekt entsteht

    (ANtrag/Antworten)

    Das Projekt Gemeinschaftsgarten „Buntes Land“ ist eine Initiative verschiedener Bürger, die es sich zur
    Aufgabe machen, ökologisches naturnahes Lernen für verschiedene Beteiligungsgruppen in einer offenen
    Gemeinschaft zu ermöglichen. Der Ort soll ein Treffpunkt für Alteingesessene und NeubürgerInnen
    werden und gemeinsames Engagement ermöglichen. Siehe Projektskizze im Anhang.
     
    Auf dem gepachteten Grundstück in der Lehmkuhle mit einer Gesamtfläche von 1800 qm sollen sowohl
    der gemeinschaftliche ökologische Obst- und Gemüseanbau (im ersten Jahr auf ca. 200 qm) möglich sein,
    wie Aktionen rund um das Thema Naturschutz und Nachhaltigkeit und regelmäßige Angebote an
    verschiedene Interessensgruppen.  
     
    Nach den ersten Informationsveranstaltungen im Februar konnte im März ein Workshop zur
    gemeinsamen Planung des Gartens mit 15 Personen im Familienzentrum Nieheim durchgeführt werden.
    An einzelnen Werkeltagen wurden bereits einige vorbereitende Arbeiten durch eine wechselnde
    Teilnehmerschaft durchgeführt. (wir berichten darüber im Moment hauptsächlich auf Facebook)

     
    Wir fördern offene Gemeinschaftsgärten, die sich nicht nur an bestimmte Zielgruppen richten.
    Buntes Land ist so angelegt, oder? In der Antragskizze geht es ja hauptsächlich um Kinder
    und Jugendliche, aber auch andere Altersgruppen werden erwähnt. Pädagogische Arbeit und
    auch Umweltpädagogik ist bei uns nicht förderfähig, bei uns geht es ja ums Selbermachen.  
    Unser Buntes Land ist ein offenes Projekt. Die Intention der Gründung kam aus dem
    Gedanken einiger junger Eltern, durch das eigene gemeinschaftliche Anbauen ökologischen
    Obst und Gemüses, den (eigenen) Kindern wieder einen Zugang dazu zu ermöglichen.  
     
    Wie setzt sich die Gruppe zusammen? Sind das hauptsächlich Verwandte der Kinder und
    Jugendlichen?
    Bei den Kindern handelt es sich vorrangig um die Kinder der aktiven Nutzer. Es gibt aber auch
    kinderlose Erwachsene, die Großelterngeneration und Jugendliche, die ohne Ihre Eltern zur
    Gruppe gefunden haben. Dennoch wollen wir das 1800 qm große Gelände auch jenen
    Personen nutzbar machen, die sich nicht am Gemüsebau beteiligen wollen/können. Daher
    wird es insgesamt im Projekt auch andere Angebote geben.
     
    Die aktuelle Gruppe ist komplett alters- und herkunftsgemischt. Von alteingesessenen,
    zugezogenen Mitbürger*innen mit oder ohne Migrationshintergrund. Ein Querschnitt der
    Bevölkerung und eine Mischung, die wir mit dem Bunten Land erreichen wollten. Jeder ist uns
    herzlich willkommen und mit zunehmender Aktivität auf dem Gelände erreichen wir die/den
    ein*e oder andere*n Interessierte*n mehr.
     
     
    Wem gehört die Fläche, für wie lange haben Sie diese und wie hoch ist die Pacht?
    Das Grundstück ist im Eigentum eines durch seinen Beruf ins Ruhrgebiet gezogenen
    gebürtigen Nieheimers, der sich in den letzten Jahren nicht mehr um das Grundstück
    kümmern konnte. Ein Pachtvertrag ist in Vorbereitung, die mündlichen Absprachen belaufen
    sich auf mindestens 10 Jahre. Die Höhe der Pacht sollen wir selbst bestimmen. Ähnlich große
    Gartengrundstücke sind für 100-200 EUR jährlich zu erhalten.
     200m² von 1800m² fürs Gärtnern: wie kam es zu dieser Entscheidung zunächst einen recht
    kleinen Teil der Fläche für das gemeinsame Gärtnern zu nutzen?  
    Die Angabe der 200 qm beruhte auf eine Schätzung meinerseits. Bei der konkreteren
    Vermessung über das Geodatenportal komme ich bereits auf eine Fläche von ca. 300 qm ohne
    die Fläche für die Hochbeete.
    Da wir noch keinerlei Erfahrungen mit der Führung eines Gemeinschaftsgartens haben und die
    Resonanz für das erste Jahr mit ca. 20 Personen überschaubar ist, würden wir zunächst mit
    dieser Fläche Erfahrungen sammeln wollen, um im nächsten Jahr die Fläche ggf. anzupassen.
    Ein Teil der Fläche steht durch Baum- und Strauchbewuchs nicht als Nutzfläche zur
    Verfügung, es sind aber noch Kapazitäten vorhanden.
     
     
     
    Wie viele Beete sollen entstehen und sollen das nur Hochbeete werden?  
    Im ersten Jahr werden wir ein großes Gemeinschaftsbeet anlegen und uns gemeinsam um die
    Pflanzung und Pflege kümmern. Eine Parzellierung wurde auf dem Planungstag im März
    angesprochen, der Gruppe geht es aber vorrangig um das Gemeinschaftsgefühl und nicht
    darum, dass jeder seine eigene Parzelle bewirtschaftet.
     
    Was passiert mit der Ernte?  
    Die Ernte soll ebenso wie es gemeinschaftlich gepflanzt und gepflegt wurde, fair und für alle
    Nutzer*innen annehmbar verteilt werden, bzw. für gemeinschaftliche Kochaktionen im Garten
    verbraucht werden. Eine Feuerstelle mit Kochmöglichkeit ist über die Bürgerstiftung Nieheim
    beantragt worden.
     
    Beteiligen sich die Nutzer*innen an den Kosten für das Gartenprojekt?
    Bisher ist noch keine Kostenbeteiligung verbindlich besprochen. Es gibt die Möglichkeit, in den
    Trägerverein als Mitglied mit einem in der Höhe selbstgewählten Mitgliedsbeitrag einzutreten.
    Die Mitgliedbeiträge stehen dann als Finanzvolumen dem Gartenprojekt zu 100 % zur
    Verfügung. Wobei eine Vereinsmitgliedschaft auch keine Voraussetzung zur Beteiligung sein
    soll, um keine unnötigen Hürden des Zugangs aufzubauen. (mehr …)

  • Stadtoase Bad Säckingen: Lehmstrohhaus wird gebaut

    (ANtrag/ANtworten)

    Unser Projekt, ein 3000 m2 grosses Grundstück für einen öffentlichen Gemeinschaftsgarten anzulegen, der auch als Bildungsgarten für und mit Schulen und Kindergärten dient, geht ins 3. Bestehungsjahr. Die Anstiftung hat dazu bereits einmal Fördermittel bereitgestellt. Wir haben mittlerweile ein Bildungsprogramm entwickelt „gesunde Lebensmittel in der Stadt“, welches von unseren kleinen GärtnerInnen  begeistert aufgenommen wurde.

    Unser Verein leistet einen wertvollen Beitrag zu den Themen Bürgerbeteiligung, gemeinsames Gestalten der Stadt durch die Einwohner und das Fördern eines Generationen- und kulturübergreifenden Miteinander. Das Projekt fördert die Stadtökologie und schafft Orte der Nachhaltigkeitsbildung. Durch Infostände am Wochenmarkt binden wir die lokale Bevölkerung in den Gestaltungsprozess mit ein.

    Nun möchten wir unser nächstes Projekt angehen:

    Bau einer Stroh-Lehm Hütte auf dem Areal des Gemeinschaftsgartens Stadtoasen Bad Säckingen e.V.

    Die Hütte wird aus organischen Materialien gebaut (Stroh, Lehm, Holz). Wir benötigen die Hütte für Gemeinschaftsanlässe und zur Abhaltung von öffentlichen Kursen und Workshops für Kinder/Jugendliche und Erwachsene (Permakulturkurse z.B.) Weiters planen wir den Aufbau und das Aufbewahren einer eigenen Samenbank mit alten Sorten.

    Die Workshops und Veranstaltungen werden auf unserer Homepage und mittels Flyer und Plakaten in der Stadt angekündigt. In den vergangenen zwei Jahren haben wir diverse Workshops bereits im Freien durchgeführt (Die Reise in die Vesperbox. Ökologische Bewirtschaftung eines Hochbeetes).

    Zum Teil wird uns das Holz vom Stadtforst gespendet. Auf dem Dach der Hütte soll dann eine PV-Anlage errichtet werden, wofür wir bereits einen Spender gewinnen konnten.

    Für die professionelle Durchführung konnten wir einen erfahrenen Architekten und einen Schreinermeister gewinnen, deren Beratung durch einen Beratungsgutschein der Allianz für Beteiligungen honoriert werden sollen. Die Bauarbeiten sollen von unseren Mitgliedern unter der Anleitung der beiden Profis durchgeführt werden. Dazu wurde ein Bauteam gegründet.

    Im September 2017 bestand die Gartengruppe ja aus 35 Leuten und 60 Menschen waren Vereinsmitglieder. Wie ist denn Stand der Dinge derzeit? Wir haben bis jetzt 79 Mitglieder.

    Wie viele Leute sind aktiv mit im Garten dabei und wie setzt sich diese Gruppe zusammen? Die aktive Gruppe, welche gärtnert, ist ein bisschen geschrumpft. Einerseits, da einige weggezogen sind, andererseits da die meisten Flüchtlinge nun vom Flüchtlingsheim in Bad Säckingen in Wohnungen in der ganzen Region verteilt wurden. Zusätzlich zur aktiven Gruppe haben wir nun eine Baugruppe gebildet, welche aus 6 Mitgliedern besteht. Die Baugruppe hat die Errichtung des Lehmofens, der ökologischen Toilette, des Bienenhotels übernommen und wird auch beim Bau der Strohlehmhütte tätig sein.

    Hat sich bei der Kernorga-Gruppe etwas verändert? Sind Leute aus der Gartengruppe mit eingestiegen? Ja, seit der letzten Hauptversammlung am 1.3.2019 hat der Vorstand Zuwachs durch 3 Beisitzer bekommen. Der Vorstand ist gleichgeblieben. Durch die 3 Beisitzer können wir die Aufgaben und Verantwortungen ein bisschen besser verteilen.

    Sind noch Geflüchtete mit im Projekt dabei und ggf. noch mehr geflüchtete Menschen dazu gekommen? Wir haben derzeit nur mehr 2 Flüchtlinge dabei, eben aus dem Grund, da alle anderen bereits auf Wohnungen im Grossraum Hochrhein verteilt wurden.

    Wie viele Beete gibt es inzwischen und wie groß ist der Anteil der Beete/gärtnerischen Nutzung an der Gesamtfläche? Es gibt einerseits die Hochbeete (5) und dann die Erdbeete (ich würde Ihnen das gerne auf einem Foto zeigen, den zählen lässt sich das schlecht) Der Anteil der Beete/gärtnerische Nutzung beträgt 50 % der Gesamtfläche.

    Hat es sich für die Gruppe bewährt, alles gemeinschaftlich zu machen oder gibt es inzwischen auch individuelle Beete oder Mischformen? Nein, es wird weiterhin alles gemeinschaftlich bepflanzt, außer 2 niedrige Hochbeete, welche von dem Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt betreut werden.

    Wie beteiligen sich Schulen und Kindergärten an den Kosten des Gartenprojekts? Die Kindergartenkinder bepflanzen und betreuen ihre beiden Hochbeete. Die Anton-Graber Schule wird in nächster Zeit ihr eigenes Hochbeet bauen und bewirtschaften. Weiters finden Veranstaltungen im Garten statt, wie z.B. „Die Reise in die Vesperbox“. Kosten entstehen dabei keine, ausser eventuelle Setzlinge oder Samenkäufe durch die Schulen und Kindergärten.

    Handelt es sich bei der Strohlehmhütte um das Vorhaben, das Sie im Antrag von 2017 mit erwähnt haben? Das wollte der Verein ja ursprünglich 2018 realisieren, was hat denn zur Änderung der Planungen geführt? Ja, es handelt sich um das selbe Vorhaben. Wir konnten es aus Geldmangel 2018 nicht realisieren. Ausserdem hatten wir andere Projekte vorgezogen, wie den Lehmofen, die Toilette, Bienenhotel, Bienenstock.

    Bitte skizieren Sie mir in etwa wie viele Kurse es geben soll, ob diese kostenfrei für die Zielgruppen sind und wie der Anteil an speziellen Angeboten für Kinder und Jugendlichen dabei liegt. Es gab und wird geben bis zu 10 Kurse im Jahr, woran etwa 50 Kinder teilgenommen hatten und teilnehmen werden. Diese Kurse sind kostenfrei für die Zielgruppen. Brauchen Sie eine genaue Aufstellung der Kurse? Es sind aber auch Workshops für Erwachsene angeboten worden und werden auch in Zukunft angeboten. Diese Workshops sind für Mitglieder gratis und für Nichtmitglieder stellen wir eine Spendenbox auf.

    Soll die Samendatenbank in das Strohballenhaus einziehen? Ja, wir brauchen die Hütte auch zur Aufbewahrung der Samen.  

    Dann interessiert mich noch, woher die Strohballen und der Lehm kommen werden und wie viele Strohballen und auch wie viel Lehm gebraucht werden. Den Landwirt hatten Sie wahrscheinlich schon gefragt, ob er die Ballen spenden würde? Die Strohballen kommen von Markus Fliegauf Strohballen in Bad Krotzingen (100 Stk. Kleinballen). Der Lehm wird voraussichtlich einem regionalen Lehmhersteller in der Nähe von Schopfheim geliefert (3 ½ m3). Wir werden sicher fragen, ob beide einen Teil für eine gemeinnützige Sache spenden wollen. Wir können ja auch Spendenbestätigungen ausstellen. Dann brauchen wir noch 15 m3 Kies in unterschiedlicher Grösse für Fundament und Boden und Sand. Letzteres werden wir voraussichtlich gratis vom Stadtforst bekommen, wie schon die Holzbalken.

    Wäre es denkbar, dass vom Bau des Hauses eine Bauanleitung erstellt wird, die wir dann hier hochladen können? https://anstiftung.de/urbane-gaerten/praxisseiten-urbane-gaerten/107-praxisblaetter/urbane-gaerten/102481:infrastrukturen-selberbauen. Ja, sehr gerne, wenn wir dann fertig sind und alles gelungen ist, machen wir das. Es wird auch ein Video gedreht.

    Wie viele Menschen sind in der Baugruppe und wie lange würde der Bau dauern? Wir sind 6 Leute in der Baugruppe und es wird ca. 3 Monate dauern (witterungsabhängig). Jedoch wird die Zeit um die Lehmtrocknung um 2-3 Wochen verlängert.

    Und was sind Beratungsgutscheine der Allianz für Beteiligungen?Für den Bau der Hütte brauchen wir einen Architekten und einen Schreiner vom Fach, die uns beraten. Für solche Experten fördert die Allianz für Beteiligungen Vereine oder Initiativen mit einem Beratungsgutschein für die eventuellen Honorare dieser Experten für ihre Beratungstätigkeit.


    (mehr …)

  • neuer IG richtet sich hauptsächlich an Frauen

    (ANtrag, ANtworten)

    Der geplante Gemeinschaftsgarten im Kontext:

    Im Dichterviertel in Rastede existiert seit 2015 der Ortsteiltreff MitEinAnder. Der Ortsteil ist in seiner Sozialstruktur benachteiligt; ca. 80 % der Haushalte sind Transfergeldempfänger. Insbesondere die Frauen sind mit Ausnahme des Ortsteiltreffs wenig in soziale Aktivitäten eingebunden und im öffentlichen Raum des Quartiers kaum einmal zu sehen. Dies liegt auch an der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes. Der Ortsteiltreff wird gegenwärtig finanziert über einen Fördertopf der gesetzlichen Krankenkassen mit dem Themenfeld Gesundheitsprävention. Diese Prävention ist dabei sowohl auf physische als auch psychische Erkrankungen hin ausgerichtet. Über die Förderung ist die Finanzierung von Personal gewährleistet. Die Finanzierung von Investivgütern (z. B. Spaten, etc.) ist hingegen nicht über diese Förderrichtlinie abgedeckt.

    Der Gemeinschaftsgarten soll so schnell wie möglich im Dichterviertel umgesetzt werden. Es wird uns eine Fläche in ca. 100 qm Größe durch die örtliche Wohnungsbaugesellschaft ohne zeitliche Beschränkung zur Verfügung gestellt. Personal, das die BewohnerInnen begleitet und in ihren Kompetenzen fördert und stärkt steht ebenfalls bereit.

    Der Garten soll in do-it-yourself-Bauweise erstellt werden. Geplant sind der Bau und die Bepflanzung der Anlage mit Hochbeeten – ggf. soll auch ein Zaun eingerichtet werden, sofern sich dies als erforderlich herausstellen sollte. Die Hochbeete werden aus gebrauchten EU-Paletten in Eigenbau von einigen Männern und (so interessiert) Frauen aus dem Ortsteil ehrenamtlich errichtet und aufgebaut. Diese Personen und weitere interessierte aus dem Viertel können und sollen sich dann auch dauerhaft an der Gartenpflege beteiligen. Nach und nach ist geplant den Gemeinschaftsgarten auch für andere Personen zur Nutzung freizugeben. Da der Garten frei zugänglich sein wird, ist eine Kontrolle nicht sinnvoll – aber auch ohnehin nicht gewünscht, da dieser Ort auch ein Ort des Sozialkapitals und der sozialen Kohäsion werden soll. (mehr …)

  • Gartendeck ist umgezogen und baut Gewächshaus

    (ANtrag)

    Ziel  des  Vorhabens  ist  der  Bau  eines  zweitürigen  Gewächshauses  mit  einer  Gruppe  aus
    Fachkundigen und Interessierten.
     
    Gewächshäuser waren und sind wichtiger Bestandteil unseres Gartenlebens, weshalb nach dem
    Umzug des Gartendecks auf eine neue Fläche der Bau eines Gewächshauses einen wichtigen
    Schritt zur Verstetigung des Gartens darstellt. Gleichzeitig soll während des Gewächshausbaus
    ein  Wissenstransfer  stattfinden,  und  so  die  Kompetenz  der  Vereinsmitglieder  sowie  von
    Interessierten in Bezug auf Selbstverwaltung und –ermächtigung erhöhen.  
     
    Der Bauworkshop stellt dabei einen niedrigschwelligen Anknüpfungspunkt für Interessierte
    dar, was auch die soziale Implementierung des Nachbarschaftsgartens auf seiner neuen Fläche
    vorantreibt.
     
    Maßnahme
    Die  Maßnahme  wird  mit  Hilfe  einer  genauen  Bauskizze  sowie  der  entsprechenden  der
    Materialbeschaffung vorbereitet.  
     
    Mit Fachkundigen, Vereinsmitgliedern und Interessierten soll an einem Termin im Mai ein
    eintägiger  Bauworkshop  stattfinden.  Die  Veranstaltung  wird  hierfür  öffentlich  über  den
    Newsletter  &  den  Facebook-Account  des  Gartendecks  bekannt  gegeben.  Der  Garten  ist
    während dieser Zeit auch für Besucher*innen geöffnet, sodass auch Kurzentschlossene und
    Nachbar*innen lokal erreicht werden. (mehr …)

  • Glogauer13 baut neue Beete auf und repariert die anderen

    (ANtrag/Projektbesuch)

    Der Garten umfasst 90 Hochbeete, davon bestehen 50 selbstgebaute Beete seit Gartengründung,40 Beete wurden inklusive Kleinstrauchbepflanzung 2014 von
    einem Gartenkollek(v am Tempelhofer Feld gespendet. Trotz vieler Reparaturen und Ausbesserungen
    müssen wir nun nahezu alle Hochbeete aufgrund ihres schlechten Zustandes aufgeben. Insbesondere in den
    heißen, trockenen Sommermonaten des letzten Jahres sind uns viele Pflanzen vertrocknet, da das Holz
    morsch ist und die Beetkonstruk(onen das Wasser nicht mehr halten können.
    Nun wollen wir unseren Gemeinschasgarten wiederinstandsetzen und neu strukturieren.
    Unser Ziel ist, den Garten in dieser Gartensaison pflegeleichter und kompakter zu gestalten und ihn auf
    vorerst 20 neugebaute Hochbeete zu reduzieren, zudem möchten wir unseren Baucontainer, der uns als
    Geräteschuppen dient, reparieren und neue, stabile Sitzgelegenheiten bauen. Mit diesen Maßnahmen
    möchten wir das Fortbestehen der Glogauer13 für die nächsten Jahre sichern, wie auch neue Mitglieder
    anwerben, sich unserer Gemeinscha anzuschließen. […]Die nötigen Werkzeuge sind bereits vorhanden,
    teilweise als gemeinschaliches Garteninventar, teilweise aus Privatbesitz. Den Transport können wir mit
    privaten Lieferwagen vornehmen.
    Beetbau soll Anfang Mai laufen – in zwei Etappen vornehmen, wobei 10 Beete dem gemeinschalichen Anbau von Gemüse und Kräutern dienen und weitere 10 Beete die 20
    verbliebenen Kleinsträucher zusammen mit insektenfreundlicher Unterbepflanzung beherbergen sollen.
    Unsere Gartengemeinscha umfasst zurzeit 10 Mitglieder. Wir möchten sowohl bei den AuKauak(onen wie
    auch bei einem Einweihungsfest mit unseren neugebauten Beeten Anwohner und Interessierte für die
    Glogauer13 begeistern. Die Ak(onen werden wir hierfür auf unserer Homepage und unserer neuen Facebook-Seite bewerben.

    Sie haben viel mit Vandalismus zu tun und es gab bei meinem Besuch eine Diskussion über einen Zaun, den einer aus der Gruppe gerne selbst finanzieren und vor das Gartenprojekt setzten würde. Das befindet sich ja auf einem ehemaligen Sportplatz, der noch viel von Jugendlichen genutzt wird. (mehr …)

  • Wittstock: Schulgarten im neu entstehenden GG

    alerts)

    Wittstock
    Schon im vergangenen Herbst hatten sie beim „Entrümpeln“ des Geländes geholfen. Damals war auch der erste Spatenstich für die Hochbeete im sogenannten „Dossegarten“ erfolgt, die die Kinder der „Schulgarten-AG“ aus der Waldring-Grundschule nun regelmäßig pflegen. „Wir kommen jeden Donnerstag hier her“, berichtet Lehrerin Eva Zirke. […]

    Einst waren auf dem Grundstück an der Dosse in diesem Teil des Wohngebiets zwei Kleingärten untergebracht. Nachdem ihre Besitzer sie abgegeben hatten, haben das Quartiersmanagement von der Volkssolidarität und die Gebäude- und Wohnungsverwaltung GWV die beiden Parzellen zusammengelegt. 4500 Quadratmeter misst das Areal, das als Gemeinschafts- und Schulgarten dienen soll, nun.

    […]
    Bis dahin müssen Lehrer und Kinder den Garten aber noch weiter fleißig hegen und pflegen. Und nicht nur sie sind auf dem Gelände aktiv. „Es ist ein ganzes Netzwerk aus Schulen, Kitas und dem Quartier“, erklärt Lissy Boost. So plane beispielsweise eine Kita die Errichtung von Insektenhotels. Auch die Wittstocker Mosaikschule will sich im Garten mit einbringen. Jugendliche der Wittstocker Förderschule mit Schwerpunkt „Lernen“ wollen demnächst den Geräteschuppen auf dem Areal sanieren. „Das Projekt muss eben langsam wachsen“, sagt die Quartiersmanagerin.

    Jede Nutzergruppe erhalte dann einen eigenen Schlüssel. Auch eine Gruppe aus der Tagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) gehöre dazu. Sie wolle ebenfalls Beete bepflanzen und pflegen. Während aus einer Laube ein Schuppen wird, in dem die Kinder der Schulgarten-AG jetzt schon ihre Gartengeräte abstellen, soll eine zweite Laube als Aufenthaltshäuschen dienen, mit Gruppenraum und Sanitäranlagen. „Wir planen hier Expertenworkshops und Gartenfeste“, kündigt Lissy Bost an.

      Wo jetzt noch karger Boden ist, soll demnächst Wiese wachsen und ein Pavillon errichtet werden. „Außerdem ist eine Streuobstwiese geplant“, sagt die Quartiersmanagerin. Natürlich könnten auch die Anwohner den Garten als Naherholungsbereich mitnutzen, in Absprache mit dem Quartiersmanagement. Zudem soll der Garten von einer Person regelmäßig betreut und so Öffnungszeiten ermöglicht werden. Dafür hat das Quartier eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) zugesichert bekommen. „Wir suchen nur noch jemanden, der die Stelle besetzen möchte“, so Lissy Boost.

    In den kommenden Wochen und Monaten wird sich auf dem Gelände noch viel tun. „Der Garten soll dieses Jahr arbeitsfähig werden“, erklärt die Quartiersmanagerin. Offiziell eröffnet werden soll der Garten am 5. Juni – „Zum Tag des Schulgartens“. Bald sollen das Eingangstor dann auch hölzerne Lettern schmücken, auf denen „Dossegarten“ zu lesen sein wird. Bis dahin hat Lissy Boost erstmal ein Schild am Tor befestigt, das auf den Namen hinweist.

    Finanziert wird das Projekt nicht nur durch die GWV, sondern auch aus Förderprogrammen. So gab es von der Postcode-Lotterie 10 000 Euro und von „Anstiftung.de“, einer Stiftung die urbane Gärten unterstützt, 3500 Euro. (mehr …)

  • In Neuschönau entsteht ein DorfWaldgarten

    (Antrag, Antworten)

    weltverträgliche Lebens- und Wirtschaftweise stehen und ein natürliches
    Ökosystem erlebbar und nutzbar machen.  
    Das Wissen über ökologische Bewirtschaftung von Gärten, Klein- und Restflächen als Beitrag zur
    biologischen Selbstversorgung und Biodiversität ist auch im ländlichen Raum unterrepräsentiert.
    Der Zeitwende e.V. hat sich 2016 gegründet um Mitmach- und Umweltbildungsprojekte, die
    ökologische Zusammenhänge real erlebbar machen zu realisieren, denn unsere Erfahrung zeigt,
    dass großes Interesse von Seiten der Bevölkerung gibt. Neue Wege, neues Miteinander und
    ökologisches Gärntnern sind auch auf dem Land sehr gefragt. Die Gemeinde Neuschönau hat für
    das Projekt eine Brachfläche mitten im Ort zur Verfügung gestellt.  
     
    Ziele: Wir möchten dörfliche Strukturen in Gemeinschaft und Solidarität fördern.  
    Ein Waldgartenmodell nach Permakulturprinzip (ökologische Kreislaufwirtschaft) und
    Bildungsmodule für ökologische Zusammenhänge sollen in der Gemeinschaft von Bürgerinnen
    und Bürgern aus der dörflichen Umgebung gemeinsam gestaltet, erarbeitet und auch für die
    Öffentlichkeit erlebbar und zugänglich werden.  
    Nachgeordnete Ziele: Solidarische Gemeinschaft im Dorf und in der Gesellschaft fördern
    (Inklusionsansatz), naturverträgliches, nachhaltiges Gärntnern und Permakulturprinzipien kennen
    lernen, fördern und verbreiten. Hier können nachhaltige Strukturen für Selbstversorgung mit
    mehrjährigen Gemüsen, Wildkräutern und Obst und Beispiele für ökologisches Gärtnern in
    Einklang mit der Natur geschaffen werden. Aspekte von aktivem Naturerleben,
    Gemeinschaftserleben, Gesundheit, Entschleunigung und von Umweltbildung werden dabei
    einbezogen.(Kooperation mit Nationalpark, Projekt „Holzweg“ Neuschönau, Ökomodellregion,
    Kreisgartenbau, örtlicher Schule) 

    Das DorfWaldgarten-Projekt ist kein Gemeinschaftsgarten im üblichen Sinn, sondern ein dynamisches gemeinsames Gartenprojekt, das auf allen Ebenen den Prinzipien der Permakultur folgt. (Entschleunigung, Inklusion, demokratische Entscheidungswege, sparsamer Umgang mit Ressourcen, offenes lernendes System usw.)

    Aus wie vielen Menschen besteht die Gartengruppe und wie setzt diese sich zusammen? Wie haben die Leute von dem geplanten Projekt erfahren?

    Eine „Gartengruppe“ in diesem engen Sinn gibt es nicht. Das Netzwerk, der an der Projektmitarbeit Interessierten (teilweise Vereinsmitglieder) umfasst im Kern derzeit ca. 40 Personen, dazu 9 Leute aus dem Vorstand und viele weitere Freiwillige, die je nach Themenfeld dazu stoßen werden.

    Das Projekt wurde nicht im stillen Kämmerlein erfunden und dann veröffentlicht, sondern ist aus den Ideen der Mitgliederversammlung, Vorstand und unserer Netzwerktreffen entstanden. Dadurch sind alle Beteiligten von Anfang an bereits im Boot. Zusätzlich hatten wir mehrere Informationesveranstaltungen und Vorträge zum Thema Permakultur, wo wir laufend über den Fortgang des Projektes informieren. Dazu kommt die örtliche Presse, welche wir nutzen und die uns gerne unterstützt. Außerdem erhalten wir im Punkt Öffentlichkeitsarbeit Unterstützung durch das örtliche Tourismus büro, vom Nationalpark Bayerischer Wald und von den Gartenbauvereinen im Landkreis.

          Wie groß ist das Dorf und aus welchem Umkreis kommen die Menschen aus der Gartengruppe?

          Die Gemeinde Neuschönau hat 2200 Einwohner. Die Gemeinde um den Hauptort Neuschönau hat insgesamt 7 Ortsteile (Dörfer). Der Einzugsbereich des Projektes ist örtlich im Bezug auf die Ortsteile von Neuschönau, also als Dorf-Treffpunkt, jedoch hat das Projekt auch Aufmerksamkeit und Teilnehmende über die Orts- und Landkreisgrenze hinaus. Unsere Mitglieder kommen auch aus anderen Orten im Landkreis und aus den angrenzenden Landkreisen Passau und Regen.

          Wie wird das Projekt organisiert? Wer entscheidet was? Wie sind die Kommunikationswege?

          Derzeit gibt es eine Aktionsgruppe für die Bearbeitung des LEADER Förderantrages mit Leuten aus dem Vorstand, dazu eine Arbeitsgruppe allgemeine Finanzen und vorbereitende Organisation, sowie eine Gelände- Permakultur-Planungsgruppe;Arbeitsgruppen Marketing, Crowdfunding und Öffentlichkeitsarbeit werden sich anschließen. Die Koordination hat derzeit der Vorstand. (4 von 9 Leuten) Später soll jemand aus dem Netzwerk die Projektkoordination übernehmen. (Hauptsächlich Organisation und Moderation der Arbeitsgruppen und Aktionen auf dem Gelände)

          Wie kann man mitmachen und wo wird dafür geworben?

    Jede*r kann mitmachen. Man kann mitmachen, indem man sich bei uns meldet, oder zu einem unserer Treffen (ab April auch wieder auf dem Gelände) kommt. Später wird es verschiedenen Planungs- und Bau/Pflanzaktionen geben, die jeweils für alle Interessierten offen sind. Wir haben einmal monatl. einen Stammtisch und arbeiten derzeit an der Aktualisierung der Homepage für Informationen. Außerdem gibt es einen E-Mail Newsletter, ca. alle 14 Tage,der bisher ca. 160 Adressen umfasst. Weiteres geht über die Presse und Lokalzeitungen. Social Media ist geplant, aber derzeit noch nicht realisiert.

          Wie lange haben Sie das Grundstück  (ist die Nutzung befristet?) und muss dafür eine Pacht gezahlt werden? Was war vorher auf dem Grundstück? Wird es einen Zaun geben?

          Wir haben mit der Gemeinde einen pachtfreien Nutzungsvertrag über 15 Jahre. Das Grundstück ist eine Restfläche, die beim Neubau/Ausbau des neuen Friedhofes und beim Umbau der Schule als Natur-Aktionsfläche beibehalten wurde. Die Fläche wurde bisher extensiv begrünt (Wiesen-Blühfläche) gehalten und ist ansonsten brach.

          Es wird keinen Zaun geben, die Fläche wird größtenteils öffentlich zugänglich sein und lediglich einen räumlich (durch Bepflanzung) abgetrennten Bereich haben für individuelles Gärtnern und die Durchfürhung von Workshops.

          Wie soll das Gartenprojekt konkret aufgebaut werden? Wird eine gemeinsame Planung gemacht, was wohin kommt? Wird es auch individuelle Beete geben, soll alles gemeinschaftlich bewirtschaftet werden?

          Beides ist geplant: Unsere Permaplaner setzen Permakultur auch gesellschaftlich um, das heißt, alle Planungsschritte werden mit Aktionsgruppen und soweit möglich und sinnvoll, direkt auf und am Gelände umgesetzt. Es geht dabei darum, dass die Menschen von Anfang an erleben, wie man eine Permakultursystem aufbaut.

          Über das hinaus werden wir das Gelände so gestalten, dass es individuelle Beete geben wird, da dies auch der Wunsch aus dem Netzwerk war. Wir möchten also eine Gemeinschaftsfläche für permakulturellen Diskurs, sowie Einzelbeete (je nach Geländegestaltung noch offen, welche Form) für Individualisten*innen. (Geplant mit wöchentlicher Permaanleitung vor Ort auf Wunsch)

          Was meinen Sie mit Lehr- und Modellgarten? Inwieweit können die Gärtner*innen entscheiden, was im Garten wo passiert?

          Modellgarten meint: Umsetzung von Permakultur mit und für Menschen, also gemeinsam, solidarisch und demokratisch. Alle, die jeweils mitmachen, entscheiden gemeinsam, was auf dem Gelände wie umgesetzt wird.

          Lehrgarten: Es wird im öffentlichen Teil Workshops geben zum Mitmachen. Wir bauen dort verschiedene Permakulturelemente gemeinsam mit Interessierten und vermehren so das Wissen über diese Techniken. (zum Beispiel Komposttoilette, Hügelbeete, Kräutergesellschaften, Regenwassernutzung usw. )

          Was meinen Sie mit „Freiwilligen“? Sind das die Gärtner*innen? Oder gibt es eine Gruppe, die beim Anlegen hilft, dann aber andere Leute gärtnern?

          Da es im Sinne der Permakultur mehrere Ebenen der Verwirklichung gibt, bezeichnen wir alle, die mitmachen als „Freiwillige“, gärtnern gehört auch dazu.

          Was passiert mir der Ernte?

          Die Ernte im öffentlich zugänglichen Bereich ist Allmende für alle, die den Garten besuchen, nutzen, genießen. (Voraussichtlich hauptsächlich Wildkräuter, Beeren, Wildobst und mehrjährige Wildgemüse.)

          Die Ernte der Indie-Beete ist natürlich den Indie-Gärnter*innen vorbehalten, außer die möchten etwas tauschen oder teilen mit anderenJ

          Bitte fächern Sie die beantragten Materialkosten für ein Gerätehaus noch auf. Was für Materialien/wie teuer. Wer wird das Gerätehaus bauen und wie viele Menschen werden mitbauen?

          Das Gerätehäuschen wird von Freiwilligen aus unserem Netzwerk in Eigenleistung gebaut. 1 Person aus dem Vorstand ist dabei federführend. Helfer*innen kommen je nach Motivation und Interesse dazu. Aus unserer bisherigen Erfahrung sind das pro Bauaktion 3 bis 5 Leute!Zur Fertigstellung werden ca. 3 bis 4 Bauaktionen notwendig sein.

          Es handelt sich bei dem Häuschen um ein besonderes Objekt (nachhaltig und schön) Ich sende anbei ein Foto eines ähnlichen Objektes, das wir gebaut haben, damit Sie sich vorstellen können, wie es ungefähr konstrukiert sein wird.

          Mit welchem Materialien soll beschildert werden? 1500 Euro sind dafür recht viel, haben Sie auch daran gedacht, hierfür vorhandenes Material zu nutzen, die Schilder selber zu machen?

          Hier handelt es sich um (Namens-)Schilder für die Pflanzen am öffentlichen Gelände, damit die Besucher*innen/ Nutzer*innen jederzeit wissen, welche Pflanzen in den Pflanzgesellschaften wachsen. Da sich das Gelände in sehr rauer Lage befindet und zudem steil ist, müssen die Schilder starken Witterungseinflüssen Stand halten. (Wind, Schneehöhen bis über 1 Meter über mehrere Monate) Daher kommt Holz und anderes Selbstgemachtes eher nicht in Frage, weil es zu schnell verwittert. Wir würden hier Material wie Eisen, Edelstahl, Emaille oder ähnliches mit dauerhafter, witterungsbeständiger Beschriftung brauchen.


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  • Ab geht die Lucie: riesengroßes Hochbeet und Patchworkmauer entstehen

    (ANtrag/Antworten)

    Nach 5 Jahren Gärtnern auf Beton wurde der Lucie-Flechtmann-Platz im Frühling 2018 entsiegelt.
    Der Platz ist nun  ein „echter“ Stadtgarten, der uns Stadtgärtner*innen langfristg erlaubt im
    öff entlichen Raum öko ologisch nachhaltg zu gärtnern und unsere Stadt selbst und zuko untsfähig mit
    zu   gestalten.   Der   neu   hergestellte   Platz   bietet   bisher   (noch)   wenig   Abwechslung   in   seiner
    Beschaff enheit.   Neben   großen   Gemüsebeeten,   den   wiederaufgebauten   Hochbeeten   aus   dem
    Projeko t „Lerngarten Lucie“, frisch angepfanzten Sträuchern und einigen den Platz umgebenden
    Bäumen, mangelt es noch an vielfältgen Struko turen und Lebensräumen. Diese müssen von uns
    ehrenamtlichen   Gärtner*innen   selbst   aufgebaut   werden.   Dies   umfasst   neben   sämtlichen
    Gartenelementen wie Beeten, Kompost und Bewässerungsmöglichko eiten auch Sitzgelegenheiten
    und Weterschutz.
    Es soll daher auf einer sichelförmig angelegten, 30m² Beetläche in der Platzmite ein erhöhtes
    Beet   entstehen,   das   durch   eine   Patchworko mauer   eingefasst   ist.   Die   Patchworko mauer   aus
    verschiedenen recycelten Materialien soll zu großen Teilen als Trocko enmauer angelegt werden und
    bietet zahlreichen Lebewesen ein zu Hause. Durch ein solides Fundament und eine Verko lebung der
    oberen Mauerschichten  ist sie stabil genug, um langfristg im öff entlichen Raum zu bestehen und
    eine   Sitzgelegenheit   für   Platzbesucher-   und   Gärtner*innen   zu   bilden.   Das   auf   diese   Weise
    entstandene Hochbeet soll als Magerbeet mit sandigem, nährstoff armen Boden angelegt werden.
    Es bildet so einen trocko enen, sonnigen Standort, der sich besonders für Kräuter und andere
    spezifsch angepasste Pfanzen eignet. Das Magerbeet als besonderes Miko rohabitat ergänzt den
    Gemüsegarten und bereichert das Gärtnern im typischerweise feuchten, norddeutschen Klima.
    Projeko tergebnis ist ein langlebiges, multfunko tonales Hochbeet, das zeitgleich als Sitzgelegenheit
    und Lebensraum dient. Durch die Errichtung der Trocko enmauer und eine vielseitge Bepfanzung
    des Magerbeetes wird Artenvielfalt in der Stadt unmitelbar gefördert und Lebensräume auch in
    der Vertko alen eröff net. Der Bau der Trocko enmauer aus recyceltem Material spart Ressourcen und
    vermeidet   insbesondere   bei   dem   verwendetem   Naturstein   einen   unnötgen   Abbau   von
    Landschaten in anderen Teilen der Welt. Vorgesehen ist die Verwendung von 18m³ Naturstein, die
    derzeit noch als Grundstücko seinfassung im Bremer Umland (Weyhe) aufgebaut sind und von uns
    umfunko toniert werden ko önnen. Als weiteres Material ko önnen wir Ziegel aus einer stll gelegten
    Ziegelei   ebenfalls   aus   Weyhe   beziehen,   sowie   verschiedene   Materialreste   von   Galabau-
    unternehmen. Bei der Auswahl der Bepfanzung wird auf öko ologischen Anbau geachtet.
    Der Bau des Beetes durch 10-15 Ehrenamtliche ist für Mite Mai geplant. Die Größe des Beetes und
    die Anforderung an  die Anlage langfristg im öff entlichen Raum  zu bestehen, erfordern  eine
    fachko undige   Anleitung   des   Eigenbaus.   Entsprechende   Honorare   sind   bei   der   senatorischen
    Behörde für Bau, Umwelt und Verko ehr (SUBV) Bremen beantragt. Das notwendige Bodenmaterial
    (30 ko ubiko meter) ist bei den städtschen Entsorgungsbetrieben KNO als Sachspende angefragt. Bei
    der  ansti ft ung   werden   die   Finanzierung   des   Materials   für   die   40   m   lange,   45   cm   hohe
    Patchworko mauer, sowie Mitel für die Anschaff ung von Jungpfanzen in Höhe von insgesamt 5000
    Euro beantragt.

    > – wie wird die Struktur des Beetes angelegt? Wie kann man dann „dort oben“ gärtnern? Plant ihr da Wege etc.? Wie kommt man „da hoch?“ mit Schubkarre z.B. und auch mit ggf. körperlichen Einschränkungen?

    Das erhöhte Beet kann nicht barrierefrei betreten werden. Mit körperlichen Einschränkungen kann also nur am Beetrand, nicht in der Beetmitte gegärtnert werden. Mit der Schubkarre kommt man allerdings hoch, indem einfach ein Brett als Rampe schräg an die Mauer gestellt wird. Ohne körperliche Einschränkungen kann in dem Beet herumgelaufen und gegärtnert werden – was jetzt nicht täglich und für die breite Öffentlichkeit angedacht ist, sondern nur für das offene Sonntagsgärtnern. Dafür werden Backsteine und Platten im Beet verlegt, auf die getreten werden kann.

    > – wie wird dieses Beet dann bearbeitet, bzw. wer macht das? Macht ihr alles gemeinschaftlich oder gibt es bei euch Patenschaften oder auch direkte Zuordnungen von Beeten (habe ich leider schon wieder vergessen)

    Wir haben uns dafür entschieden, Beetpatenschaften nur noch auf direkte Anfrage zu vergeben, da die Verlässlichkeit der Beetpat*innen in den letzten Jahren gegen Ende des Sommers immer stark abgenommen hat. Wir planen daher, alles gemeinschaftlich zu begärtnern. Das hat 2018 gut geklappt und ein ganz anderes Gruppengefühl erzeugt. Alle, die an Sonntagen dazukommen, werden eingebunden. Wir haben für 2019 fünf Palettenhochbeete (je 1qm) für Anfragen nach Beetpatenschaften „reserviert“.

    > – Wie wird die Ernte geteilt und was passiert dann damit?

    Seit der Entsiegelung haben wir immer während des Sonntaggärtnerns gemeinsam geerntet und die Ernte dann unter allen Anwesenden, die mitgegärtnert haben, aufgeteilt. Odt haben wir noch vor Ort zusammen gegessen. Da wir ja im öffentlichen Raum gärtnern ist aber immer ungewiss, wie die Ernte aussieht. Letztes Jahr gab es ein Kürbisgate und alle unsere 30 prächtigen Kürbisse wurden innerhalb einer Nacht weggeerntet… Dienstags und Donnerstags abends sind Gießtermine, nach denen gelegentlich auch geerntet wurde (zB Salate, die bei der Hitze ja sehr geschossen sind und nicht lange stehen gelassen werden konnten).

    > Wie viele Gemüsebeete gibt es dann noch?

    Es gibt dann noch 23 Gemüsebeete von ca 1mx8m in unserem „Hauptgemüsebeet“ an der Grünenstraße. Außerdem gibt es links und rechts des Hauptgemüsebeetes noch Flächen von ca 25qm (an der Häschenstraße) und ca 50qm (an der Heinrich Bierbaumstraße) die je nach Fruchtfolge auch mit Gründünung oder Gemüse bepflanzt werden. Hier sollen in Zukunft aber auch Getreide und evtl Färberpflanzen wachsen. Dazu kommen noch ca 20 Palettenhochbeete.

    > . wie lange wird der Bau dauern und wer wird die Anleitung machen?

    Der Bau soll maximal 3 Tage dauern. Angedacht ist das Wochenende vom 10.-12.Mai. Die Anleitung würde voraussichtlich das befreundetes Galabauunternehmen „baumrausch“ übernehmen.

    > -kannst du die Materialkosten ein bisschen auffächern? (Wenn das nicht

    > zu mühsam ist)

    Die Materialkosten setzen sich aus dem recycelten Naturstein, Klinker und Backstein und Betonplatten zusammen (ca 2500 Euro), sowie der Anlieferung (500 Euro). Der exakte Preis der Recyclematerialien kann noch leicht variieren, da wir ja keinen Neukauf tätigen und die Preise telefonisch eingeholt haben. Dazu kommen dann noch Zementmörtel (ca 85

    Euro) und Mineralgemisch (300 Euro) für das Fundament und die Verklebung.


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  • Wilde Linde versucht trotz Einschränkungen weiter zu machen und mehr Leute zu gewinnen

    (ANtrag/Sachbericht)
    Stadt hat wegen der nicht mehr ganz sicheren Linden die öffentliche Nutzung untersagt. Sie machen aber – eingeschränkt – weiter.

    ja, das ist vertrackt: wir können es nicht öffentlich bewerben in dem Sinne, dass es keinen Aushang beim Garten geben kann. Es gibt aber regelmäßige Treffen, die über unsere Homepage angekündigt werden. Dort ist auch der Garten beschrieben: https://www.werkstadthaus.de/hauptmenu/gaerten/gemeinschaftsgarten-wilde-linde/ und eine Kontakt-Emailadresse hinterlegt: gemeinschaftsgarten(at)werkstadthaus.de

    Am 5. Mai findet im Werkstadthaushaus die jährliche Samentausch und Setzlingstausch Börse statt. Auch dort können die Aktiven der Wilden Linde Menschen ansprechen / gewinnen. Außerdem natürlich Mund zu Mund und: einige in Tübingen wissen inzwischen, dass das Werkstadthaus sich mit Gärten beschäftigt. Da gibt es hin und wieder Anfragen.

    Es gibt kein Schild “privater Garten” – es gibt ein kleines Schild, das darauf hinweist, dass es ein Gemeinschaftsgarten vom Werkstadthaus ist.

    Gärtnernde müssen keine Mitglieder im Werkstadthaus sein (sollten wir vielleicht mal einführen – für die, die es sich leisten können?)


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  • tierfreundliches Gärtnern im freiGarten Potsdam

    (Antrag)

    Neben der Individualbeete und Allmende („Staudenbeete von und für alle“) haben wir im sanierten
    Eingangsbereich des freiLands nun Grün- bzw. Beetfläche dazugewonnen, wofür wir mit der Stadt
    Potsdam  eine Pflegevereinbarung  abgeschlossen  haben.  Diesen  Eingangsbereich  möchten  die
    Gärtner*innen des „freiGartens“ nun als Insekten- und Vogel-freundliches Beet gestalten – und die
    Gartenfläche  somit erweitern.  Geplant  sind  einheimische  Gehölze,  Stauden,  Wiesenblumen  und
    Frühblüher, die fast ganzjährig den Insekten und anderen Tieren Nahrung bieten sollen. Da es der
    Eingangsbereich eines großen Kulturzentrums mit viel Publikumsverkehr ist, setzen wir damit auch
    ein  Statement  und  Signal  an  unsere  Gäste  –  denn  auch  im  urbanen  Raum  können  wir  uns  für
    Artenschutz und Biodiversität engagieren!
    Maßnahmen
    Der  Eingangsbereich  soll  mit  einer  großen  Vielfalt  an  Gehölzen  und  Stauden  bzw.  einjährigen
    Pflanzen (wie Kapuzinerkresse, Ringelblume, Jungfer im Grünen, Mais) gestaltet werden.
    Dabei  soll  die  Gestaltung  möglichst  vielfältig,  attraktiv  und  „Aufmerksamkeit-erregend“  sein  (wie
    z.B. durch Artischocken-Pflanzen als Trachtpflanze für Hummeln).
    Mit Informationsschildern möchten wir die Besucher*innen auch „im Vorbeigehen“ informieren, um
    welche Pflanzen es sich handelt und welchen Nährwert sie für welche Insekten oder andere Tiere
    haben.
    Kosten- und Zeitplanung
    Die Pflanzen sollen im zeitigen Frühjahr gepflanzt bzw. zum Saisonstart ausgesät werden, damit
    wir schon dieses Jahr eine große Pflanzenpracht und ein „Insektenbuffet“ haben.
    D.h., unser Wunschtermin zum Pflanzen ist Anfang April, Aussaat Anfang Mai. Die ehrenamtlichen
    Gärtner*innen des freiGartens und unsere FÖJler*innen übernehmen die Pflege der Anlage. (mehr …)

  • Strieskanne legt los

    (Antrag)

    Dresden/Strieskanne, Träger: Ufer-Projekte Dresden e.V.

    Bald ist es soweit und der Gemeinschaftsgarten „Strieskanne“ geht in die
    erste Saison. Das gepachtete Grundstück wartet auf viele fleißige Hände und
    kreative Köpfe, die die bisherige Brache hoffentlich bald aufblühen und
    Früchte tragen lassen! Wir beginnen mit einer Planungswerkstatt im April
    und wollen daran anschließend in einem von UFER-Projekte e.V.
    angeleiteten Workshop die ersten Hochbeete bauen.
    Im Moment bilden wir eine Kerngruppe aus drei Nachbar*innen, die bisher
    Planung und Organisation übernommen haben. Seit Januar 2019 sind wir Teil
    von UFER-Projekte e.V. und erfreuen uns der geballten Erfahrung und
    Kompetenz und der vielen tollen Menschen, die uns immer mit Rat und Tat
    zur Verfügung stehen. Im Hintergrund wartet eine Interessengemeinschaft
    aus ca. 20 Menschen aus der Nachbarschaft darauf, losgärtnern zu können.
    Leider fehlen uns noch die finanziellen Mittel für sämtliche Materialien, die
    es braucht, um einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen. Auf der Fläche fehlt
    ein Wasseranschluss. Die Stadt hat zwar zugesagt, uns beim Sicherstellen der
    Infrastruktur zu unterstützen. Bis dafür jedoch eine dauerhafte Lösung
    gefunden ist, wollen wir zumindest vorübergehend IBC-Container aufstellen.
    Außerdem benötigen wir gebrauchte Europaletten, Schrauben,
    Akkuschrauber, Schubkarre, Teichfolie, Gießkannen, Schaufeln, Rechen,
    Sandkastenbaumaterial & Sand.
    Dafür würden wir uns über eine finanzielle Unterstützung sehr freuen.
    Grundsätzlich versuchen wir, möglichst viele Materialien – u.A. aus der
    Nachbarschaft – wiederzuverwenden.

    alerts:
    Unter dem Namen „Strieskanne“ soll an der Spenerstraße 36 in Dresden-Striesen ein neuer Gemeinschaftsgarten entstehen. Das Grundstück – gegenwärtig ungenutzt – gehört der Stadt. Begärtnert werden soll davon eine Fläche von 600 Quadratmetern.

    Die Initiative, auch in Striesen einen Gemeinschaftsgarten zu gründen, ging von Striesener Einwohnern aus. Sie vernetzten sich über das Online-Portal nebenan.de. Schließlich ergriffen die 32-jährige Jana Himstedt, ihr Mann und Gerda Berger die Initiative, knüpften Kontakte zur Stadt und zum Ufer-Projekte Dresden e.V., der die Trägerschaft übernommen hat.

    Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Am Sonnabend, 6. April, ist 14 bis 18 Uhr im Sommerkiosk Vegibunt, Wormser Str. 69, Eingang Kleingärten „Flora I“, eine Planungswerkstatt anberaumt. Am Sonnabend, 13. April, ist 10 bis 18 Uhr vor Ort auf der Spenerstraße „Bau-Workshop & Ufer-Allmende-Tag“. 10 Uhr werden Hochbeete und Gartenmöbel gebaut, 15 Uhr können Leihgeräte vom Ufer-Projekte e.V. ausprobiert werden. (mehr …)

  • Hechtgrün baut

    (ANtrag/ANtworten)

    Dresden/Hechtgrün (Träger: Ufer-Projekte)

    Wir benötigen einen wetterfesten Unterstand in unserem Gemeinschaftsgarten.
    2018 konnten wir uns flächenmäßig vergrößern und so ist auch die Mitgliederzahl
    organisch   gewachsen.   Eine   Überdachung   ist   wichtig,   um   unsere   Werkzeuge
    wetterfest zu lagern, und Workshops und Treffen unabhängig vom Wetter im
    Garten   zu   ermöglichen.   Wir   können   dann   die   offene   Gartenzeit   auch   bei
    schlechtem   abhalten,   sodass   der   Garten   sowohl   in,   als   auch   nach   der
    Vegetationsperiode   zugänglich   gemacht   wird.   Insgesamt   wird   mit   der
    Überdachung   eine   der   wichtigsten   Aufgaben   im   Gemeinschaftsgartens,   die
    Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, gestärkt.
    Leider fehlen uns noch die finanziellen Mittel für sämtliche Materialien, die es
    braucht, um einen wetterfesten Unterstand zu errichten. Wir würden uns deshalb
    sehr über eine Unterstützung freuen.Inhalt und Maßnahmen
    Die Grundfläche der Errichtung soll  8×5 Meter betragen. Die Überdachung soll  als
    Pultdach   mit   einem   leichten   Gefälle   weg   von   der   angrenzenden   Hauswand
    errichtet werden und aus Wellblech bestehen. Über eine Regenrinne kann das
    über   die   Dachfläche   anfallende   Regenwasser   zum   Bewässern   des   Gartens
    gesammelt   werden.   Perspektivisch   sollen   auf   dem   Dach   eine   Solarpanele
    angebracht werden. Die tragenden Holzkonstruktion dient der Aufnahme der
    Dachlasten.
    Zusätzlich   wird   in   den   Holzrahmen   eine   abnehmbare   Aufhängekonstruktion
    gebaut,   diese   können   wir   als   Eigenanteil   selbst   finanzieren.   Die
    Aufhängekonstruktion soll flexibel einsetzbar sein und kann dann bei  feuchter
    und/oder kalter Witterung eingehängt und bei Sonnenschein und Wärme wieder
    abgenommen werden.

    – Der Pachtvertrag ist unbefristet mit der Stadt Dresden. Die Stadt hat uns das Grundstück vermittelt und unterstützt das Projekt HG. Auf dem Grundstück ist keine Bebauung möglich aufgrund der Nähe zum Bahndamm. Unsere Perspektive ist also langfristig

    – Matthias Paul leitet den Bau an [Fachmann, kann auch Statik]

    – Mindestens 20 Leute werden beim Bauen dabei sein

    – Der Transport kann soweit es möglich ist mit dem Lastenrad gemacht werden. Einige Holzelemte sind jedoch schlicht zu lang für einen Transport mit LARA und müssen deshalb mit dem Auto transportiert werden

    – Die Werkzeuge wollen wir in einer abschließbaren Truhe unter dem Dach lagern


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  • Bunte Beete Celle entstehen auf Ex-Spielplatz

    (aus Antrag/Antworten)

    beantragt die vhs
    Celle/Bunte Beete Celle als Anschubfinanzierung für das ökosoziale
    Gemeinschaftsgartenprojekt „Bunte Beete Celle“ in Celle, auf der Fläche des ehemaligen
    Spielplatzes an der Hostmannstraße/Ecke Schornsteinfegergasse in 29221 Celle, die
    Förderung der im der Kostenübersicht aufgeführten Maßnahmen.  
    Wir wollen auf dem Gelände exemplarisch die Möglichkeiten urbanen Gärtnerns darstellen
    und zur Interaktion, bestenfalls zur privaten Nachahmung einladen.  
    Dafür hat unser Träger, der Volkshochschule Celle e.V. (Freistellungsbescheid anbei),
    einen unbefristeten Überlassungsvertrag mit der Stadt Celle für diese Fläche geschlossen
    und übernimmt auch die erforderlichen bürokratischen Angelegenheiten. Die Stadt Celle
    ihrerseits stellt uns einige ausrangierte Pflanzkübel zur Verfügung, die nach den
    erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen als Gemeinschaftsbeete dienen sollen. Im
    privaten Bereich werden wir in alten Bäckerkisten auf Paletten gärtnern. Des Weiteren
    werden selbst gebaute Hochbeete, sowie vertikale Beete die Strukturen auflockern.
    Grundsätzlich gärtnern wir biologisch, mit samenfestem Saatgut (Tauschbörse dazu am 3.
    März) ohne den Einsatz von Kunstdüngern, Herbiziden, etc.  
    Gemeinsam mit dem ortsansässigen Bieneninstitut des LAVES und im Rahmen der Aktion
    „Celle blüht auf“ der Celleschen Zeitung sind Projekte, wie der Bau künstlicher Nisthilfen
    und die Schaffung der notwendigen Habitate für Wildbienen, geplant.
    Unsere mittlerweile neun Personen umfassende Gruppe hat sich für das erste Gartenjahr die
    Realisierung der notwendigen Infrastruktur, sowie das Anlegen der ersten Mischkulturen zum
    Ziel gesetzt. Dieses wird der Öffentlichkeit im Rahmen des Projektes „Offene Gartenpforte“
    der VHS Celle e.V. an bestimmten Tagen im Jahr zugänglich sein.
    Der feierlichen Übergabe der Fläche durch den Oberbürgermeister Dr. Nigge an uns vom
    26. Februar soll dann am 01. Mai, am Tag der Gartenarbeit, das offizielle Angärtnern
    erfolgen

    1.) Wie groß ist die Fläche?

    Das Gelände ist ca. 800 m^2 groß.

    2.) Wie viele Pflanzkübel haben Sie bekommen und wie groß sind diese?

    Die Stadt liefert uns insgesamt 9 Kübel mit einer Größe von 1mx1mx0,7m

    3.) Wie viele Beete sollen von wem gebaut werden?

    Unsere Gruppe wird zusätzlich zu den unter 2.) aufgeführten, Instand zu setzenden Kübeln noch 4 Hochbeete aus Paletten und 4 weitere (Tischbeet, etc) aus Holz bauen. Dazu 80 Bäckerkisten auf Paletten gestellt.

    4.) Wie viele Menschen könnten mitgärtnern und wie soll die Gruppe wachsen (wo wird wie Werbung gemacht)?

    Insgesamt bietet die Fläche Platz für 20 Gärtnernde, die sich über Facebook, nebenan.de, unseren Blog und aus der Presse informieren können. Werbemaßnahmen werden nmit der vhs abgestimmt und über diese gesteuert: Website/Projektdarstellung (in Arbeit); Öffentliche Veranstaltungen/Presse. Zusätzlich wird in einer Broschüre der “ Offenen Pforte“ der VHS auflagenstark der Besuch unseres Gartens beworben.

    Das Projekt steht grundsätzlich allen Interessenten offen – i.d.R. soll eine Verbindlichkeit von mindestens einem Jahr eingegangen werden.

    5.) Wir kann man mitmachen?

    Vorbeikommen, bestenfalls sich vorher telefonisch oder per Mail anmelden, sich kurz vorstellen und mitmachen. Die Gruppe entscheidet dann über eine eventuelle Aufnahme in einer Mitgärtner*-Versammlung. Jährlich zweimal lädt die vhs Celle alle Gärten, die unter der vhs-Trägerschaft lebendiges Lernen ermöglichen zu einem Treffen ein. Dieser Initiativkreis trägt alle Informationen an potentiell neue Interessenten weiter. 

    6.) Gibt es ein Schild an der Fläche?

    Ja, wenn es der Wind nicht weggeweht hat (schon passiert). 
    Angestrebt ist ein festes Dibond-schild soll dieser Förderantrag abgewartet werden, dann könnte das Logo der Anstiftung bei Wunsch integriert werden.

    7.) Diesen Satz habe ich nicht verstanden: „Dieses wird der Öffentlichkeit im Rahmen des Projektes „Offene Pforte“ der VHS Celle e.V. an bestimmten Tagen im Jahr zugänglich sein.“ Heißt das, dass das Gartenprojekt ansonsten nicht öffentlich zugänglich ist?

    Korrekt. Die Fläche ist eingezäunt und mit einem selbstgebauten Tor versehen. Die abgeschlossene Vereins-Haftpflichtversicherung (VGH) deckt die Gärtner* sowie deren Besuch und bei öffentlichen Veranstaltungen auch Besucher* ab. Interessierte jederzeit Gärtner* besuchen/vorbeikommen (auch 5.)), wenn ein Bunte Beete-Mitglied vor Ort ist. Zusätzlich gibt es Veranstaltungen im Rahmen der „Offenen Pforte“(korrekte Benennung!) Geplant sind Samentauschbörsen, Eintausch von Glyphosat und Co. gegen Saatgut und einer Sonnenblume, veganes Sommergrillfest und ein Kürbisfest im Herbst. Projekte zum Artenschutz und zu den Vor-Ort-Projekten „Celle blüht auf“ sind in Vorbereitung – Jetzt steht zunächst an die Grundstruktur des Gartens aufzubauen. Am 1.Mai ist die erste Veranstaltung, die nach der aktuellen Spatensticheröffnung mit den organisatorisch Verantwortlichen – eine werbende Aktion mit beispielhaftem Mitgärtnern für weitere neue Mitaktive werden soll.
    Grundsätzlich gibt es also keinen allgemeinöffentlichen Teil, der immer zugänglich wäre/ist.

    8.) Haben Sie schon versucht, einen Teil der beantragten Gegenstände über Spenden zu bekommen (die Wassertanks, ein Teil des Materials z.B.)

    Bin im Kontakt mit einer größeren Firma, um günstig, bestenfalls als Spende, an Paletten für die Unterlage der Bäckerkisten zu kommen. Holz können wir wohl zu einem sehr günstigen Preis bei einem Holzgroßhandel vor Ort bekommen. Mutterboden wird gespendet und angeliefert, ebenso Kompost. Gebrauchte Bäckerkisten sind bei den örtlichen Betrieben angefragt, allerdings noch ohne Ergebnis.

    9.) Was passiert mit den Wassertanks, wenn es den auf der Website erwähnten Brunnen geben wird?

    Die Wasserversorgung ist noch nicht abschließend geklärt. Die Feuerwehr darf nicht mehr, wie angedacht, im Rahmen einer Übung uns die Tanks einfach voll machen. Die Wassermenge müsste mit einer Wasseruhr gemessen und mit den Stadtwerken abgerechnet werden (1m^3 kostet wohl 2.-€). Daher die Idee eines Brunnens. Da es sich allerdings um eine öffentliche Fläche handelt, muss eine Genehmigung der unteren Wasserschutzbehörde eingeholt und der Brunnen „professionell“ gebohrt werden. Die Kosten wären unverhältnismäßig hoch. Daher werden wir die Lösung mit den Wassertanks und der ordentlich, abgerechneten Befüllung durch die Feuerwehr anvisieren. Ein entsprechender Beschluss der Gruppe erfolgt am 10.03.

    10.) Gibt es, da es sich ja um einen ehemaligen Spielplatz handelt, einen Hydranten, der mittels Standrohr angezapft werden könnte?

    Nein. Die Fläche ist gänzlich unerschlossen. Ein Unterflurhydrant ist in der nahegelegenen Seitenstraße „Schornsteinfegergasse“ (15m) vorhanden.

    11.) Ich nehme an, es gibt keinen Zaun? Wie kommen Interessierte an die Geräte und wo werden diese untergebracht, bis der Schuppen wieder funktionstüchtig ist?

    Es besteht die Möglichkeit einem kleinen Raum (4. m^2) im angrenzenden Garagenhof zu bekommen. Dieser könnte sogar vom Garten aus zugänglich gemacht werden. Interessierte werden stets von Mitgliedern begleitet, die Kenntnis über dessen Zugänglichkeit haben.


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  • Stadtgarten H17 baut gärtnerische Infrastruktur aus

    (Antrag)

    Auch in diesem Jahr planen wir die Bepflanzung der Beete. Wir verzichten dabei auf torfhaltige Erde,
    chemische Dünger etc. und nutzen stattdessen z.B. das Prinzip der Hügel- und Hochbeete sowie
    Kompostproduktion. So gedeiht ein ökologischer Schaugarten, der im Kleinen damit experimentiert,
    wie   Nahrungsmittelproduktion   ohne   Nutzung   umweltschädlicher   und   nicht   lokal   verfügbarer
    Ressourcen und somit ohne Naturzerstörung und Ausbeutung möglich sein kann. Dafür soll in in
    diesem Jahr die Erhaltung der vorhandenen Struktur im Vordergrund stehen. Ausbesserungsarbeiten an
    den Hochbeeten, den Beetbegrenzungen und dem Tomatenhaus sind nötig. Auch die Reorganisation der
    Kräuterspirale wollen wir realisieren.
    Auch   sollen   nachhaltige,   viele   Jahre   benutzbare   Rankhilfen   gebaut   werden,   welche   aus   mobilen
    Einzelteilen bestehen und somit jedem Beet und den Bedürfnissen der rankenden Pflanzen (Erbsen,
    Bohnen,   Gurken,   Tomaten   etc.)   entsprechend   zusammengesetzt   werden   können.   Ebenso   soll   im
    Rahmen eines Workshops aus glasiertem Ton wiederbeschreibbare Pflanzenbeschilderung entstehen um
    allen (Gärtner*innen, Kindern, Nachbar*innen) die Möglichkeit zu geben zu erkennen, welche Pflanze
    sie vor sich haben.
    Für   die   praktische   Umsetzung   dieser   Vorhaben   benötigen   wir  torffreie   Komposterde.   Die
    Kompostproduktion auf dem recht kleinen Gelände reicht fürs Anreichern von Anzuchterde (so das
    keine gekauft werden muss). Die zusätzlich zu kaufende Erde brauchen wir um die Beete und die
    Kräuterspirale mit Kompostgaben zu versorgen, da das Grundstück ab einer Tiefe von 30cm mit Schutt
    verfüllt wurde. Nährstoffe sind dadurch für die Pflanzen nur unzereichend aus dem (tieferen) Boden zu
    beziehen.
    Zudem   brauchen   wir  samenfestes   Saatgut   &   Jungpflanzen.   Letztes   Jahr   ist   es   gelungen
    Tomatensaatgut zu gewinnen, welches wir nun dieses Jahr verwenden können. Zudem sollen 5-6
    „Bienenfreudeplätze“ entstehen. Neben einer bienenfreundlichen Mischkultur soll es zusätzlich kleine
    Orte geben, die nachhaltig mit Bienenpflanzen bepflanzt werden. Dabei soll berücksichtigt werden,
    dass diese das ganze Jahr über  Blüten  für Bienen und Schmetterlinge bieten und möglichst aus
    mehrjährigen Stauden bestehen um diese Plätze langfristig anzulegen.
    Außerdem benötigen wir  Materialien für Ausbesserungen  an den Beeten und der Kräuterspirale
    sowie zum Bau der Rankhilfen und Beschilderung. (mehr …)

  • neues Gartenprojekt in Leipzig

    (Antrag, Antworten)

    SALVIA – der barrierefreie Bildungsgarten
    Wo befindet sich die Fläche?
    Die Fläche des zukünftigen barrierefreien Bildungsgarten SALVIA befindet in der Nähe der S-Bahn-Station
    „Leipzig-Engelsdorf“. SALVIA verortet sich im Osten von Leipzig unweit der B87 und B6. Angrenzend
    treffen hier die drei Stadtteile Paunsdorf, Sommerfeld und Engelsdorf aufeinander. Engelsdorf ist erst vor 20
    Jahren an die Stadt Leipzig angeschlossen worden. Vorher war Engelsdorf ein typisches Straßenangerdorf.
    SALVIA   erstreckt   sich   zukünftig   auf   3.700   qm   eines   5670   qm   großen   Gelände   einer   ehemaligen
    Kleingartenkolonie. Angrenzend an diese Kleingartenkolonie befindet sich ein weiteres aufgegebenes, nicht
    bewirtschaftetes Gelände. Um den Erwerb dieser Fläche bemühen sich unsere Verpächter, so dass sich
    SALVIA eventuell in weiterer Zukunft noch erweitern könnte.
    Das zukünftige SALVIA-Gelände ist zum größten Teil seit einigen Jahren verlassen. Große Bereiche des
    Geländes sind verwildert, vernachlässigt und noch parzelliert. Hier befinden sich alte Bungalows, die nur
    noch abgerissen werden können. Außerdem hat sich über die Jahre eine größere Menge an Sperrmüll auf der
    Fläche gesammelt. Einzelne Parzellen werden noch von Pächtern bewirtschaftet.

    Wer sind die Aktiven?
    Der gemeinnützige Verein gemeinsam grün schiebt das Projekt SALVIA in Leipzig-Engelsdorf an. Seit Ende
    letzten Jahres bauen wir einen ehrenamtlichen Unterstützerkreis auf, der SALVIA mitentwickelt und mit
    aufbaut. Wichtig ist es uns hierbei, dass der Unterstützerkreis aus Menschen mit und ohne Behinderungen
    besteht. Wir sind derzeit dabei, uns mit Akteuren der Behinderten- und  der Umweltbewegung in Leipzig zu
    vernetzen.
    Bei der Ökofete 2018 wurden wir auf die Fläche in Engelsdorf aufmerksam gemacht. Die Stiftung Bürger für
    Leipzig stellte uns einen der Verpächter vor. Dieselben suchten schon längere Zeit eine Initiative, die diese
    Fläche erschließt und bewirtschaftet.
    Was beinhaltet SALVIA?
    Bis zum Jahr 2021 entsteht in drei Projektetappen ein gemeinsamer Lernort für Menschen mit und ohne
    Behinderungen. Hier schaffen wir Begegnungs- und Bildungsräume, die durch ihre barrierefreie Gestaltung
    für alle Interessierten offen stehen werden. Das ist ein großes Ziel, welches wir von Anfang an bei der
    Entwicklung der Fläche in besonderen Fokus nehmen. Über den Verlauf der drei Projektetappen wird die
    Fläche komplett erschlossen und barrierefrei gestaltet sein.
    Auf der SALVIA-Fläche entwickeln wir verschiedene Experimentierareale für Kinder und Erwachsene. Auf
    diesen findet Bildung in vielfältigen Formen statt. Interessierte finden hier Anbauflächen für Kräuter und
    Duftpflanzen durchwachsen mit Blühstreifen, Gemüse sowie Streuobst. In Verbindung mit diesen Flächen
    werden Seminare und Workshop-Formate zu Kräutern und Duftpflanzen stattfinden. Ebenso widmen wir uns
    1dem Thema Inklusion. Wir versuchen mit unserem Projekt SALVIA dieses Thema stärker in der Stadt
    Leipzig zu verankern.
    Ein Waldgarten entsteht auf einer Teilfläche. Dieser nach und nach wachsende Waldgarten mit seinen
    verschiedenen   Biotopen   kann   als   grünes   Klassenzimmer   ergründet   werden.   Des   Weiteren   können   auf
    anderen Projektflächen Permakulturtechniken ausprobiert werden. Barrierefreie Hoch- und Hügelbeete laden
    zum gärtnern ein.

    Ist das ein offener Gemeinschaftsgarten, bei dem die Gärtner*innen das anpflanzen können
    was und wo sie/die Gemeinschaft das will?
    Der SALVIA-Bildungsgarten als Gesamtprojekt teilt sich in mehrere Teilflächen. Eine Teilfläche
    wird vom Verein als Anbau- sowie Lagerfläche für den Bereich Gartengestaltung genutzt. Hier
    arbeiten hauptamtliche Mitarbeiter mit und ohne Behinderungen im Team.
    Auf einer anderen Teilfläche entstehen Experimentier- und Permakulturflächen. Diese Fläche wird
    als offener Gemeinschaftsgarten von einer ehrenamtlichen Gruppe bewirtschaftet. Hier bestimmt
    die entstehende Gemeinschaft, was dort angebaut und gepflanzt wird. Diese Gartenfläche wird  in
    der Projektphase 1 mitberäumt und für die kommende Nutzung als Gemeinschaftsgarten
    vorbereitet.
    Wie groß ist denn die Gruppe, die dort gärtnern möchte jetzt schon? Sind die Freiwilligen
    und Ehrenamtlichen, die du im Antrag drin hast, Leute, die dort gärtnern wollen? Woher
    kommen diese (Nachbarschaft?) und wie haben sie von dem Projekt erfahren?
    Die Gruppe, die dort gärtnern möchte, besteht momentan aus 5-6 Leuten. Es sind tatsächlich die
    Freiwilligen bzw. Ehrenamtlichen, die ich im Antrag im Bezug auf die Projektphase 1 (das
    Beräumen der Fläche) erwähnt habe. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Leipzig, auch aus der
    Nachbarschaft. Sie erfuhren über sozialen Medien, über verschiedene Verteiler bzw. unseren
    Newsletter von SALVIA.
    Im Zuge unserer Planungen erweitern wir sukzessive unsere Netzwerke. Für das Frühjahr planen
    wir, das Gesamtprojekt SALVIA wie auch den gemeinschaftlichen Garten Stück für Stück in der
    näheren Nachbarschaft (Paunsdorf &Engelsdorf) bekannter zu machen.
    Was versteht ihr unter Bildungsgarten? Bildung von wem für wen und mit welchen
    Methoden?
    Mit unserem Bildungsgarten entsteht ein Garten, wo formelle und informelle Bildung
    nebeneinander stattfindet. Die Mitgestalter im Bildungsgarten können ihre Fähigkeiten und
    Fertigkeiten einbringen, um Bildungsangebote auszugestalten. Das passiert z.B. im Rahmen des
    grünen Klassenzimmers, wo fächerübergreifender Projektunterricht stattfinden kann. Als Methode
    kommen aber auch projektbezogene Tage in Kooperationen mit Schulen aus dem Umfeld bzw. der
    Stadt Leipzig in Frage. Das Thema Inklusion bildet sich im barrierefreien Bildungsgarten besonders
    ab. Als Vermittler von Bildungsinhalten setzen wir auf die Kompetenzen von Menschen mit und
    ohne Behinderungen. Unsere Vision lautet: Gärtnern kann jeder Mensch. Es müssen nur
    entsprechende Barrieren abgebaut werden!
    Im Spätsommer 2019 kooperieren wir mit einer Förderschule und dem Soziokulturellen Zentrum
    Villa aus Leipzig. Im Rahmen eines Sommercamps führen wir an drei aufeinander folgenden Tagen
    Projekttage im Gemeinschaftsgarten durch. Hier werden Hochbeete gebaut / bepflanzt und eine
    Kräuterschnecke neu angelegt. Außerdem ernten wir gemeinsam Kräuter, verarbeiten dieselben und
    lernen mehr über die Ernte und Lagerung von Saatgut.
    Ihr werdet dort ein Büro haben: gibt es auch eine Stelle/Honorare für dieses Projekt? Wer
    fördert die ganzen anderen Vorhaben/Arbeiten?
    Für das Büro gibt es eine Teilzeitstelle über gemeinsam grün e.V. Wir planen im nächsten Jahr die
    Neuanstellung eines Mitarbeiters mit Behinderungen, der Verwaltungsaufgaben bearbeitet. Dazu
    zählt auch als Ansprechpartner für alle ehrenamtlichen Mitarbeiter von SALVIA zu fungieren. Hierbei stützen wir uns auf eine Förderung durch Aktion Mensch. Mit Aktion Mensch realisierten
    wir schon kleinere Vorhaben wie die barrierearme Webseite von gemeinsam grün e.V. und die
    MitMachzeit im Essbaren Palmengarten.
    Bei der trias Stiftung beantragten wir weitere Gelder für die Projektphase 1, welche die Beräumung
    und Urbarmachung umfasst. Es geht hierbei vor allem um die Finanzierung von zwei
    Bauschuttcontainern und Werkzeug für die Abrissarbeiten auf dem SALVIA-Gelände.
    Außerdem sind wir in der Vorplanungsphase von Förderungen über die Bildungschancen Lotterie
    sowie anderen Stiftungen, um SALVIA auf ein sicheres Fundament zu heben.
    Für welche Phase beantragt ihr die Gelder bei uns?
    Wir beantragen für die Projektphase 1 Gelder bei anstiftung. In dieser Phase beginnen wir die
    Fläche zu beräumen, Gebäude zu sichern, Flächen neu aufzuteilen und Beetflächen zu gestalten.
    Wer wird die Spaliere und Rankhilfen wann bauen? Und wie werden diese dann eingesetzt?
    Die Spaliere / Rankgitter werden von der Gruppe von Freiwilligen gebaut, die sich rund um die
    Gemeinschaftsgartenfläche gefunden hat. Die Spaliere nutzt die Gruppe dazu, um stehenbleibende
    Mauerflächen alter Bungalows überranken zu lassen. Sie dienen u.a. als Rankhilfe für Spalierobst
    sowie für Gemüse und Blumen. Zwei alte Bungalows befinden sich direkt auf der
    Gemeinschaftsgartenfläche.
    Was für ein Getränkefass ist das? Wo wird das stehen und wie befüllt werden?
    Das Getränkefass ist ein lebensmittelechtes Kunststofffass von 60 l. Wir benötigen es, da wir derzeit
    keine Trinkwasserleitung auf dem Gelände haben. Das Getränkefass wird im Bungalow aufgestellt.
    Es wird Trinkwasser enthalten.
    Für die Bewässerung im Garten greifen wir auf alte Brunnen zurück. Diese prüfen wir zu Beginn
    der Saison und spülen sie ggf. nochmals durch. Des Weiteren stellen wir mehrere Regenwassertanks
    an verschiedenen Stellen des Gartens (wie am Büro-Bungalow) auf. (mehr …)