Schlagwort: Forschung

  • Dresden: Tuuwi Garten ist umgezogen

    Der Garten an der TU Dresden war bisher hinter einer Baracke in der der STuRa untergebracht war. Diese Baracke ist abgerissen worden. Der Garten zog hinter eine Villa der Uni ganz in der Nähe.
    Tuuwi = TU Umweltinitiative. In der Villa ist das Dezernat „Universitätskultur“ untergebracht.
    „Wir sind in den letzten Monaten umgezogen. Von der Stura Baracke zur Mommsenstraße 5. Da kann man jederzeit reingehen. Die Gartentore stehen immer offen. Momentan wird sehr wenig gemacht, da Semesterferien sind und die meisten Menschen aus unserer Gartengruppe unterwegs. Auch sind wir ein wenig in einer Umbruchsphase, wo nicht sehr viele Menschen aktiv sind.“

    Über die Tuuwi gab es dieses Jahr auch einen Projekttag „Angewandte Transformation“ in der Alten Gärtnerei: https://tuuwi.de/urv/projekttag-angewandte-transformation-in-der-praxis-die-alte-gaertnerei/

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  • München: Generationengarten feiert 20jähriges Jubiläum

    (Besuch)

    Für den Generationengarten im Petuelpark wurden die Anwohnenden vom Träger (Stadtteilarbeit) in einer Klinkenputzen-Befragungsaktion informiert und einbezogen. Je näher an der Stelle, an der das entstehen sollte, die Menschen wohnten, desto weniger Begeisterung hatten sie. Die Untertunnellung lag noch nicht lange zurück, sie hatten Angst vor erneutem Lärm. Nicht nur durch den Bau, sondern auch durch den Betrieb.

    Für den Bau gab es 2 Entwürfe („Schuhschatel oder halbes Fass“ -> das Fass machte das Rennen). Von Anfang haben sich verschiedene Gruppen hier getroffen, Feste fanden und finden statt. Der Garten und der Pavillon sind ein wichtiger Begegnungsort geworden, die Möglichkeiten, sich im Pavillion mit Gruppen zu treffen, aktiv zu werden, sind sehr beliebt. Schon fast seit Anfang an gibt es auch ein ehrenamtlich organisiertes Kaffee und Kuchen Angebot. 

    Einige der Gärtner*innen sind von Anfang an dabei. Die meisten bauten zunächst Gemüse an, doch gibt es ein gravierenden Schneckenproblem, so dass fast alle hauptsächlich Blumen in ihren Beeten haben. 

    Es gibt eine hphe „Betreuungsdichte“, so hat eine Frau 5h/Woche für den Garten und Lukas 20 für das Gesamtprojekt, zudem ist noch eine weitere Frau (Aufgabengebiet Frauen, Familie, Gesundheit) dort mit angesiedelt.

    Der Garten macht mit bei 1m² Lein und hat ein Sandarium. Die TUM forscht hier und hat 27 Wildbienenarten gezählt. (mehr …)

  • Karlsfeld: Bienenkugel kommt in Mingas Permadies

    Vernetzung Wurzelgarten – Mingas Permadies (ich hatte David geschrieben, dass Inge seinen Garten gerne besuchen möchte und meine News zum Wurzelgarten verlinkt, in der es auch um die Bienenkugel ging: „Zufälligerweise kenne ich die Bienenkugel. Die Tochter des Erfinders der Bienenkugel gärtnert bei mir im Garten mit. Vor ein paar Wochen haben wir eine Exkursion gemacht, bei der sie uns ihre Streuobstwiese gezeigt hat und uns diese Art des naturnahen Imkerns erklärt hat. Demnächst bekommen wir auch eine Bienenkugel bei uns im Garten.

    David ist Ban der TUM im Bereich Biodiversität, „wir forschen in 30 Gemeinschaftsgärten in München und Berlin. Mich interessiert der Zusammenhang zwischen kultureller Vielfalt und Biodiversität. Über dieses Thema würde ich gerne ein Paper schreiben.“ (mehr …)

  • Berlin: KiezGardenWheel vom Hackerthon soll umgesetzt werden

    https://feast2030.eu/research-activities/hackathon/berlin

    NL Toni:

    FEAST-Hackathon in Berlin mit spannenden Ergebnissen

    Wie können wir einen ansprechenden Einarbeitungsplan für neue urbane Gärtner:innen entwickeln? Wie können wir der Gemeinschaft effektiv dabei helfen, gemeinsames internes Wissen aufzubauen? Wie können wir urbane Gärten in inklusivere öffentliche Räume verwandeln? Wie können wir urbanen Gärten helfen, ihre Werte und Aktivitäten bestmöglich zu kommunizieren?

    Das waren die Fragen, die beim Berliner Hackathon des FEAST-Forschungsprojekts im Mittelpunkt standen. Vier wunderbare Ideen wurden von den Teams entwickelt. Als Gewinner prämiert wurde das Team von KiezGarden mit Paige Postma, Dishunee Pandya, Niklas Michels und Minette Mangahas.

    Ihr innovatives Konzept stach als Lösung hervor, um Kommunikationslücken in Gemeinschaftsgärten zu überbrücken. Einerseits ein analoges Tool (das KiezGarden Wheel), das im Garten aufgestellt werden kann und die derzeitigen Ernte-Möglichkeiten kommuniziert. Andererseits ein digitaler Planer, um den Wissensaustausch zu fördern, die Planung zu vereinfachen und ein Gefühl der Verbundenheit innerhalb und zwischen Gemeinschaftsgärten zu stärken. Beide Bausteine werden geraden zusammen mit OpenDot in Mailand weiterentwickelt.

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  • Braunschweig: Gartenvielfalt

    Urbane Botnik:
    Im Unikontext entstanden, Fläche war riesengroßes Spargelfeld, dann Kleingärten, unterschiedliche Eigentümer, Studies wollen den einen brach liegenden Teil nutzen -> Botnik entstand nach und nach. Große, eher wilde Fläche mit großer Biodiversität, ein paar alten Lauben, die zB als Lager genutzt werden. Mehrere Gartenbereiche: für das Kernteam, für die Newbies, die zum Start jedes Gartenjahrs von der Uni kommen (Experimentierfläche) und eine Art Schrebergarten eines älteren Paars, die da schon immer waren.
    Sie vermehren selber viel Saatgut. Wasser: Pumpen. Ab und an gibt es Veranstaltungen
    Francois ist Gatekeeper, an ihm geht nix vorbei, aber – laut Britta und Falko – gibt er auch keine Infos weiter an die Gruppe
    Träger ist ein eigener Verein
    von außen nicht als GG erkennbar
    Probleme: Gemüse wird geklaut, Rehe fressen viel weg

     JugendUmweltPark:
    Jugendliche sucht man hier vergeblich, Träger ist eine Umweltbildungseinrichtung, Wasser: Pumpen und Regenwasser, haben großes Lehmhaus, Lehmofen, Bauwagen mit viel Kochutensilien, Kompostklo, super Erde, machen viel Permakultur
    Gruppe: ca 10 – 12 machen regelmäßig mit, wollen Nachwuchs gewinnen
    machen viele Veranstaltungen (ua Bildung für Nachhaltigkeit)
    Von außen nicht als GG erkennbar
    Probleme: Schnecken

    Ludwigsgarten:
    auf der Fläche von Lebenshilfeeinrichtungen, Mandalabeet, Kraterbeet, Hühner, Kompost (klappt nicht), Hügelbeete für den Strauchschnitt, Vierfelderwirtschaft, alles gemeinschaftlich, aber es gibt ein paar wenige, die ansagen, wo was hinkommt, wie was zu machen ist.
    Nachbarschaft nutzt den Garten als Erholungsort, sind nicht im Garten dabei
    Laut Falko sind alle im Garten schwierige Menschen
    sie haben einen Gardeniser beantragt, brauchen mehr Menschen
    Das Projekt lebt Bürgerwissenschaften, ist die Base von Falko für seine wissenschaftliche Arbeit und seine Vernetzungsarbeit. Bei Stadtgrüntag laufen hier die Experiemente

    Stadtgarten Bebelhof
    mal von Ute Koopmann als VHS Projekt gegründet – dafür hat sie ein Praktikum bei den PG in Berlin gemacht. Auf einem ehemaligen Werkhof stehen sehr viele Hochbeete (Aufsetztrahmen), ein Teil gehört einer ehrenamtlichen Gartengruppe, die sich gemeinschaftlich darum kümmert, ein paar für die Quali-Leute, ein paar für VHS-Kurse
    es gibt Garagen, eine Küche, Aufenthaltsmöglichkeiten, ein derzeit nicht genutzten Caféwagen, Kompost, Gewächshaus, pipapo, sehr viel Infrastruktur. der hintere Teil kam dazu, der wird nun ab nächstes Jahr für die KG umgebaut, die aus der Nachbarschaft weichen müssen
    Gruppe ist keine wirkliche Gruppe, da gibt es Unstimmigkeiten, Saskia ist bei der VHS angestellt, war aber auch mal EA im Garten, die wechselt nun an die Uni – in eins der FoPros von Falko
    Gibt viele Angebote im Garten für unterschiedliches Gruppen

     

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  • Braunschweig: SC Projekt „Open Cultures“

    Klima von unten – ein Angebot zur Beteiligung
    am Projekt „Open Cultures“
    Projekt Open_Cultures
    -> Wie kann Klimawissen in nachhaltiges
    Leben der Bewohner*innen übersetzt
    werden?
    -> Welche Gestaltungsprinzipien müssen für
    die klimaangepasste Stadtentwicklung und
    Raumplanung berücksichtigt werden?
    3 Sub-Labs
    Sub-Lab 1: OPEN_Plannning „Climate from the Roots“
    untersucht die Rolle von Partizipation bei der Schaffung
    von klima-sensiblen Formen der Stadtgestaltung (soziale
    Dimension).
    Fokus auf urbnes Gärtnern und auf
    Energiegemeinschaften
    WP 1: Citizen Science Actions
    Welchen Einfluss haben Gärtnerinnen und Gärtner auf das
    (Stadt-) Klima? Was können wir gemeinsam bewirken?
    WP 2: Mobile Climate Garden
    Wie erreichen wir Menschen außerhalb unserer Gärten?

    (aus Doku Stadtgrüntag 2024 https://stadtgruentag.inbraunschweig.org/fileadmin/user_upload/Documents/2024_SGT/01_Feldmann_3_SGT_2024-08-31__1_.pdf (mehr …)

  • Hamburg: Vortragsreihe Urbaner Gartenbau und Essbare Stadt

    Insta

    Die Vortragsreihe „Urbaner Gartenbau und Essbare Stadt“, die im Wintersemester 2024/25 im Rahmen eines Masterseminars sowie des laufenden Forschungsprojekts “Innovationsareal Urbane Landwirtschaft – Neue Gartenstadt Öjendorf“ an der HafenCity Universität Hamburg stattfindet, wird vom Fachgebiet Landschaftsarchitektur und -planung (Prof. Antje Stokman) in Kooperation mit der BUKEA, Amt für Agrarwirtschaft/ Amt für Naturschutz und Grünplanung organisiert. Die BUKEA verfolgt das Ziel, zu einer Modellregion für die Transformation der Urbanen Agrarwirtschaft zu werden. Das bedeutet, neuartige Anbau- und Kooperationsformen des Urbanen Gartenbaus zu fördern, gärtnerische Innovationen in die Stadt zu bringen, Produktionsflächen im urbanen Raum zu sichern und die Vernetzung der Akteur/innen der Urbanen Agrarwirtschaft untereinander sowie mit anderen Branchen und der Stadtgesellschaft zu fördern.

    Am 10. Dezember sprechen wir um 18:15 Uhr gemeinsam mit Dr. Klaus Meier von der Überseeinsel GmbH über den „Urbanen Gartenbau als grüner Motor in der Quartiersentwicklung“ am Beispiel des im Umbau befindlichen Kelloggs-Areals in Bremen.

    Die Veranstaltung ist hybrid und kann vor Ort besucht als auch aus der Ferne via Zoom verfolgt werden.

    Vor Ort an der HafenCity Universität Hamburg im Holcim Auditorium oder digital per Zoom.

    Meeting-ID: 561 916 1967 // Kenncode: 822433
    Zum FoPro: https://www.hcu-hamburg.de/prof-antje-stokman/innovationsareal-urbane-landwirtschaft
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  • Forschung zu Wildbienen in GGs

    Erfahrungsbericht einer Forscherin:
    Eine der Herausforderungen ist es, die Unterschiede der verschiedenen Gemeinschaftsgärten, in welchen wir unsere Daten aufnehmen, zu standardisieren. Die Gärten können komplett unterschiedlich angelegt und organisiert sein. Hierbei gibt es sehr viele Variablen, die menschlich beeinflusst sind und eine komplett andere Grundvoraussetzung für den Lebensraum der Tiere geben, welche ich beforsche. Das macht die Datenaufnahme manchmal herausfordernd. 

    Des Weiteren ist durch die Neugierde der Menschen in den Gärten oft ein hohes Maß an Multitasking gefragt. Sie sind (glücklicherweise) sehr interessiert und fragen z. B. „Habt ihr schon viel gefunden?; Denkt ihr unser Garten ist sehr divers?“ Und wollen interagieren. Das finde ich wirklich schön, da man die Motivation für das Thema und das Interesse sieht. Daher nehme ich mir auch immer Zeit zu antworten. Nur während der Datenaufnahme ist das manchmal schwierig, weil man zeitlich begrenzt ist und Bienen schnell sein können. Das ist eine Herausforderung (mehr …)

  • Berlin: Leitsysestem für blinde Menschen im Menschenkindergarten

    (Besuch)
    Der Menschenkindergarten in Friedrichshain ist als offener Nachbarschaftsgarten Teil einer inkusiven Kita. Es gibt einige Beete, die an bestimmte Personen vergeben sind – und diese müssen neben einem kleinen Obolus auch eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Jahr für die Gemeinschaftsarbeiten aufwenden – und Gemeinschaftsflächen.
    Der Garten nimmt an Bürgerwissenschaftsprojekten teil, hat sich mit und durch H. Piplow rund um Terra Preta und Pflanzenkohle weiterbilden lassen, es gibt Keyholebeete, es wird bokaschisiert, einen Benjeshecke wächst, der Lehmofen wird viel genutzt etc.
    Außerdem haben Sie ein Leitsystem für blinde Menschen. Es gibt einen Gartenplan mit Brailleschrift und die verschiedenen Bereiche des Gartens sind mit Schildern gekennzeichnet, auf denen auch Brailleschrift Hinwise gibt. Zudem kommt man über einen QR-Code zu professionell gesprochenen Infos über den Garten und die Bereiche.

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  • Berlin: Wasserversorgung im Allmende-Kontor

    wir sind ab sofort mit der Wasserversorgungs-Problematik Teil des Energieseminars der TU Berlin, mal schauen, was da rauskommt: https://www.allmende-kontor.de/2023/09/26/wir-sind-teil-des-energieseminars/ (mehr …)

  • Berlin und Kassel: Waldgärten nehmen Gestalt an

    (NL)

    Die Waldgärten Berlin-Britz und Kassel-Wahlebachpark stehen in den Startlöchern. Auch der dritte Standort wird mehr und mehr konzipiert und geplant, so dass die Umsetzung auch am Helleböhnweg in Kassel später dieses Jahr in Angriff genommen werden kann.

    Berlin:“ Neben dem Grundgerüst der Küche ist nun auch der Innenausbau vorbereitet; die Spüle und die ersten Schubladen wurden platziert. Unterstützt wurden wir dabei von den Mitarbeiter*innen der KUBUS gGmbH, einem Träger von sozialen Beschäftigungs- und Bildungsprojekten für Arbeitslose“
    Gerätehaus ist aufgebaut, es gibt einen Stromanschluss.

    citizen Science Tage in Berlin und Kassel im Juni
    Im Projekt Urbane Waldgärten wollen wir mit Euch Ansätze erarbeiten, wie wir die Wirkungen des Waldgartens hinsichtlich verschiedener ökologischer Funktionen erfassen können. Dazu gehören Themen wie Erntemenge, Biodiversitätserfassung und Bodenqualität. Am ersten Wochenende im Juni in Berlin und am 13. Juni in Kassel werden jeweils interaktive Forschungstage durch das Team der Uni Potsdam auf den Projektflächen stattfinden
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  • Berlin und Kassel: drei Waldgartenprojekte entstehen

    Stand der Dinge des Forschungs/Erprobungsprojekts „Urbane Waldgärten“ und die Planungen für die nächste Zeit: https://urbane-waldgaerten.de/?na=v&nk=105-80f5fa58d8&id=19 (mehr …)

  • München: Graduiertenkolleg „Grüne Urbane Infrastruktur“ an der TUM

    (alerts)
    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Graduiertenkolleg „Urbane Grüne Infrastruktur“

    Von Petra Schnirch, Freising



    es ist eines der großen Zukunftsthemen: Die Städte müssen grüner werden, die Natur mehr Raum bekommen, um die Folgen des Klimawandels abzumildern. Wie wichtig dieses Thema ist, hat auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erkannt, die junge Forscherinnen und Forscher an der TU München (TUM) unterstützt. Sie fördert von April 2022 an für zunächst viereinhalb Jahre das Graduiertenkolleg „Urbane Grüne Infrastruktur – Wissenschaftliche Ausbildung kommender Experten und Expertinnen integrierter Stadtplanung“.

    Der Umbau der Städte mit einer nachhaltigen, naturnahen und an die neuen Klimabedingungen angepassten Infrastruktur steht dabei im Mittelpunkt. Sprecher des Kollegs ist Stephan Pauleit, Professor für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung in Weihenstephan. Für die Forschung zu dem Thema bedeutet die Förderung des Kollegs einen enormen Schub. Die TUM kann nun 13 Promotionsstellen ausschreiben, außerdem eine Postdoc- und eine halbe Koordinationsstelle, eine Verlängerung ist möglich.

    Ein solches Graduiertenkolleg sei schon etwas Besonderes, sagt Pauleit. An der gesamten TU München gibt es derzeit nur vier, außerdem vier weitere mit TUM-Beteiligung. In diesem Fall kommt hinzu, dass es sehr interdisziplinär ist, wie Pauleit erklärt, die Doktoranden stammten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen wie Biologie und Ökologie, Bodenkunde, Mobilitätswissenschaften, Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung bis hin zur Medizin. Sie sollen eng zusammenarbeiten, „um neuartige grüne Infrastrukturen zu entwickeln“. Solche interdisziplinären Arbeitsweisen seien „für die erfolgreiche Lösung der komplexen Herausforderungen moderner Städte, etwa im Klimawandel, auch dringend erforderlich“, sagt Pauleit. Denn dafür sei ein tiefergehendes Wissen über die Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen in ihrer gemeinsamen städtischen Umgebung notwendig.

    Zu Ökosystemen, die sich positiv auf das Stadtklima auswirken, zählen Grünflächen wie Parks, Stadtwälder, Gärten, aber auch Straßenbäume oder begrünte Dächer. Sie bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere und können an heißen Tagen dazu beitragen, dass die Luft durch Verdunstung und Verschattung gekühlt wird oder aber dass Regenwasser versickern kann. Außerdem isolieren grüne Dächer und bepflanzte Fassaden Gebäude auf natürliche Weise. Für Pauleit zählen aber auch andere Aspekte wie die Bedeutung von Grünflächen als Erholungsort oder Treffpunkt.

    Eng zusammenarbeiten wollen die Forschenden mit Partnern aus der Praxis, etwa dem Planungsreferat und dem Klima- und Umweltschutzreferat der Stadt München. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt forschte ein interdisziplinäres Team unter Federführung des Weihenstephaner Lehrstuhls bereits drei Jahre lang in sechs unterschiedlichen Quartieren in München zur Bedeutung des Grüns für das Stadtklima. Das Projekt fand nationale Beachtung, das Wissenschaftler-Team zählte erst kürzlich zu den drei Finalisten für den deutschen Nachhaltigkeitspreis.

    Die Arbeit des Graduiertenkollegs sei damit thematisch „eng verwandt“, sagt Pauleit, ein regelmäßiger Austausch der Erkenntnisse werde angestrebt, ebenso mit anderen Stadtforschungsprojekten an TUM-Lehrstühlen. Am Graduiertenkolleg sind elf Professorinnen und Professoren der TUM School of Life Sciences in Weihenstephan und der School of Engineering and Design beteiligt, außerdem Wissenschaftler der Universität Augsburg und des Helmholtz-Zentrums München.

    Die Transformation der Städte und ihrer Freiräume ist laut Pauleit dringend notwendig, damit an heißen Tagen, die durch den Klimawandel weiter zunehmen werden, „die Menschen nicht gesundheitlich gefährdet werden, das Regenwasser bei Starkregen nicht die Keller und Unterführungen überschwemmt“. Durch den Kontakt mit der Natur könnten die Stadtbewohner zudem gesünder leben und müssten sich nicht ins Auto setzen, um ins Umland zu fahren. Oder die Stadt gleich ganz verlassen und damit die Zersiedelung der Landschaft vorantreiben. Ohne diese Veränderungen, bilanziert Pauleit, „werden wir nicht zu einer nachhaltigeren und an den Klimawandel angepassten Stadtentwicklung kommen“.

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/tu-muenchen-weihenstephan-stadtklima-gruenzuege-1.5495685

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  • Berlin und Kassel: Urbane Waldgärten können umgesetzt werden

    (NL)

    Das Projekt Urbane Waldgärten wurde als neues Förderprojekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt bewilligt und wird ab April 2021 für sechs Jahre durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie mit Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt Verkehr und Klimaschutz gefördert. Mit dieser Finanzierung können drei Modellstandorte des Projektes als Urbane Waldgärten in Berlin und Kassel realisiert und die Entstehung und Entwicklung wissenschaftlich begleitet werden. […]

    Es sind für Kassel zwei Urbane Waldgärten geplant, für die derzeit die Flächen in Waldau (Wahlebachgrünzug) und Bad Wilhelmshöhe (Marbachshöhe, Wilhelm-Rohrbach-Platz) im Fokus stehen. Es besteht großes Interesse seitens der Stadtgesellschaft, an beiden Flächen einen Urbanen Waldgarten zu entwickeln. Nachdem die Stadtverordneten-versammlung Kassel dem Projekt am 28.09.2020 zugestimmt hat, wurden für beide Standorte – Wahlebachgrünzug und Wilhelm-Rohrbach-Platz – Bodenuntersuchungen durchgeführt. Weitere detaillierte Untersuchung, unter anderem auch im Hinblick auf den Denkmalschutz, folgen demnächst. Weiterführende Beteiligungsformate und Abstimmungen mit der Stadtgesellschaft sind geplant.

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  • Stand GGs, die im Rahmen von CoProGrün initiiert wurden

    (Mail)

    Bei den Gartenprojekten im Rahmen des CoProGrün Forschungsvorhabens  sieht die aktuelle Situation folgendermaßen aus:

    • Gemeinschaftsgarten Victoriasiedlung in Lünen:

    Unsere Ansprechpartnerin dort war die Quartiersmanagerin Frau Ute Ellerman, mit der Sie ja auch im Zusammenhang mit dem Dortmunder KoopLab-Projekt im Blücherpark Kontakt haben.

    Sie berichtete, dass es in der Viktoriasiedlung mittlerweile 2 Gartentreffs gibt: einen an der Kirchhofstraße direkt neben einem kleinen, neu entstandenen Bauhof und einen zweiten Gartentreff am südlichen Ende der Augustastraße.uf der Fläche der LEG an der Barbarastraße, die im Zusammenhang mit CoProGrün von den Urbanisten mit bearbeitet wurde, ist bisher kein Gemeinschaftsgarten entstanden. Hier gibt es aber seit Anfang des Jahres eine neue Fußwegeverbindung zum dortigen Spielplatz Knappenweg. In diesem Zusammenhang haben die dort vorhandenen Grabelandstücke auf der LEG-Fläche eine neue Hecke als Abgrenzung erhalten, und die Mieter sind mit der aktuellen Situation sehr zufrieden.
    Frau Ellermann ist an einer weiteren Vernetzung über das bundesweite Netzwerk urbane-gaerten.de sehr interessiert und wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

    • Stadtteilgarten Deininghausen:

    Unser Kontakt hier läuft über den Quartiermanager Manfred Herold, der im Rahmen eines Mini-jobs befristet bis Ende des Jahres dort arbeitet.

    Seiner Auskunft nach wird der Garten seit dem letzten Jahr wieder bewirtschaftet. Leider zunächst nur von einer Familie. Im Laufe des Jahres kamen weitere Personen hinzu – aber die Pandemie hat alle Bemühungen stark beeinflusst.

    In diesem Jahr hat sich nun eine weitere Familie gemeldet und evtl. kann demnächst stückweit die Idee von einem Gemeinschaftsgarten verwirklicht werden.

    Allerdings besteht hier momentan keine Nachfrage, nach der Aufnahme des Projekts in ein bundesweites Gemeinschaftsgartennetzwerk. Dazu ist die Umsetzung noch zu unsicher und laut seiner Auskunft ist der Gedanke „Gemeinschaft“ noch nicht weit genug entwickelt. 

    Es lässt sich auch noch nicht abschätzen, wie es insgesamt mit der Stadtteilarbeit in Deininghausen weiter gehen wird. Nach seiner Ansicht nach müsste und könnte vor Ort noch viel mehr getan werden, jedoch fehlen Ansprechpartner bei der Stadt und Zusagen die Stelle eines Ansprechpartners im Quartier auch langfristig zu etablieren . 

    • Zaubergarten am Sozialen Zentrum in Dortmund

    Die Trägerschaft dieses Gemeinschaftsgartens hat das Soziale Zentrum inne. Der Gemeinschaftsgarten wird maßgeblich von den Senioren und Klienten der Drogenberatungsstelle (DROBS) bewirtschaftet, aber auch von der Nachbarschaft genutzt. Der Garten liegt im Innenhof, ist umzäunt und ist nicht ohne weiteres frei zugänglich. Aus Sicherheitsgründen bestand der Wunsch aller Beteiligter ein gewisses Maß an sozialer Kontrolle zu behalten, so dass die Mitmachenden nach Absprache einen Schlüssel für das Tor erhalten. Momentan finden Baumaßnahmen statt und es soll ein Spielplatz für Kinder auf dem Gelände entstehen. Der Garten wächst also, auch wenn corona-bedingt die Entwicklung zeitverzögert stattfindet. Die Leiterin des Sozialen Zentrums Frau Cramer ist sehr an einer Vernetzung interessiert. Die Kontaktdaten werde ich Ihnen noch in einer separaten E-Mail mitteilen.


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  • Fraunhofer Institut

    (alerts)

     Mit der Einweihung des Altmarktgartens auf dem Dach des neuen Oberhausener Jobcenters fiel gleichzeitig der Startschuss für das Vorzeigeprojekt des „inFARMING-Konzepts“. Wissenschaftler vom Fraunhofer UMSICHT erforschen vor Ort die innerstädtische Lebensmittelproduktion. Produktionssysteme und Gebäudeinfrastrukturen sind hierfür miteinander verknüpft, sodass Stoff- und Energieströme nachhaltig für den Anbau von Obst, Gemüse oder Kräutern genutzt werden können. 

    [text_ohne]Weltweit ist ein stetiges Wachstum der Städte zu verzeichnen. Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 etwa 75 Prozent der Bevölkerung in Städten leben.[/text_ohne] Deren nachhaltige Versorgung mit regionalen Nahrungsmitteln ist eine enorme Herausforderung, denn insbesondere für den Anbau von Lebensmittelpflanzen fehlen vor Ort die Flächen. Gefragt sind neue Konzepte für eine urbane Lebensmittelproduktion. Weltweit werden zurzeit verschiedene Möglichkeiten erforscht, wie diese Produktion unter optimalem Einsatz von Ressourcen wie Energie, Wasser und Nährstoffen realisiert werden kann. Das Fraunhofer UMSICHT hat mit dem „inFARMING-Konzept“ einen Ansatz entwickelt, der Produktionssysteme und Gebäudeinfrastrukturen miteinander verknüpft.

    Anbau in verschiedenen Klimazonen

    Mit dem Altmarktgarten auf dem Dach des neuen Jobcenters ist jetzt ein Zentrum zur nachhaltigen regionalen Lebensmittelversorgung entstanden, das in dieser Form einzigartig in Deutschland ist. In drei verschiedenen Klimazonen werden künftig Obst, Gemüse und Co. angebaut, in einer vierten Klimazone wird geforscht.
    Die einzelnen Zonen des Dachgewächshauses können je nach Bedarf an Temperatur und Feuchtigkeit der Pflanzen unterschiedlich angepasst werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass die produktionsorientierten Bereiche unterschiedliche Kultivierungssysteme nutzen. Neben den Ebbe-Flut-Tischen, die Pflanzen zeitgesteuert durch Flutung mit Wasser und Nährstoffen versorgen, wird in UV-stabilen Growbags, also großen großen Plastiktüten, die mit einem Nährstoff gefüllt sind, angebaut. Düngung und Wasserzugabe erfolgen hier per Tröpfchenbewässerung, das überschüssige Wasser wird durch ein Rinnensystem in den Wasserkreislauf zurückgeführt. Bei einem weiteren Kultivierungssystem befinden sich die Pflanzen auf Kulturplatten in Schwimmteichen. Aussparungen in den Platten sorgen für Halt und ermöglichen ein direktes Wurzeln in das Wasser.
    Alle verwendeten Systeme sind somit hydroponisch, das heißt die Pflanzen werden durch eine wässrige Lösung ernährt. Ein Düngerautomat steuert die Nährstoffversorgung individuell angepasst an Pflanzen und System.

    Mehr als 1.000 Quadratmeter Nutzfläche

    Die Nutzfläche des Dachgewächshauses beträgt mehr als 1.000 Quadratmeter, wovon das Fraunhofer UMSICHT auf 160 Quadratmetern Forschung und Entwicklung (FuE) betreiben wird. „Gemeinsam mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen können wir neueste Entwicklungen und Technologien im Bereich der gebäudeintegrierten Landwirtschaft testen und weiterentwickeln“, erklärt Volkmar Keuter, Leiter der Abteilung Photonik und Umwelt am Fraunhofer UMSICHT. Das Gebäude dient dabei als Ressource. „Wir untersuchen, inwieweit Wasserströme oder Abwärme aus dem Gebäude zur Versorgung der Pflanzen genutzt werden können“, führt Keuter fort.
    Die Abwärme wird aus dem Jobcenter direkt in den FuE-Bereich geführt. Das Grauwasser – Wasser aus Duschen und Handwaschbecken – wird im Keller aufbereitet. Zum einen, damit es innerhalb des Gebäudes genutzt werden kann, zum anderen, um im FuE-Bereich die Verwendung für die Bewässerung zu testen. Auch die Belichtung steht im Fokus der Forschenden, denn mit bestimmten Lichtszenarien lassen sich das Pflanzenwachstum und die Pflanzenqualität positiv beeinflussen.
    Für das Fraunhofer UMSICHT bietet der Altmarktgarten gute Voraussetzungen: Die Ergebnisse aus den Forschungsprojekten können nach der Entwicklungsphase direkt vor Ort in der Praxis erprobt werden.

    Transportwege werden minimiert

    Das Konzept minimiert die Transportwege zwischen Anbau und Verbrauch, indem das auf dem Dach angebaute Gemüse lokal im urbanen Raum vermarktet werden kann. Dadurch, dass Ressourcen optimal zum Einsatz kommen und Stoffkreisläufe geschlossen werden, können Energieverbrauch, Kohlenstoffemissionen und Abfälle reduziert werden. Beim Garten steht aktuell besonders die Optimierung des Wasserverbrauchs im Fokus. Weitere Vorteile: Das städtische Bild wird positiv bereichert, und die Flächenversiegelung wird verringert, indem bereits bebaute Räume – wie das Gebäudedach des neuen Jobcenters – als Anbaufläche dienen.

    Bürger stehen Projekt positiv gegenüber

    Bereits im Vorfeld wurde die Bevölkerung im Rahmen mehrerer Veranstaltungen ausführlich über den Altmarktgarten informiert. Auch gibt es einen zentralen Informationspavillon in der Innenstadt. Eine Befragung der Oberhausener Bürger ergab, dass die Mehrzahl dem Projekt positiv gegenübersteht. 80 Prozent der Befragten planen, das Dachgewächshaus zu besuchen, 70 Prozent sehen es als Bereicherung für die Innenstadt.

    https://www.lokalkompass.de/oberhausen/c-kultur/urban-gardening-ueber-den-daechern-oberhausens_a1218078


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  • Teilnahme an Forschungsprojekt soll Bleibeperspektive stärken – Stadtacker Stuttgart

    (alerts)

    […]

    Neben dem Erhalt der Freiflächen vor der Wagenhalle möchte die Künstlergemeinschaft die entstandene nachhaltige Gärtnerei erhalten. „Der Stadtacker ist das größte Urban-Gardening-Projekt der Landeshauptstadt und das einzige, welches mit Mutterboden arbeitet“, betonte Lonni Görlach, Vorstand des Vereins Stadtacker. „Stadtentwicklung darf nicht mehr auf Kosten von Biotopen und Naturräumen geschehen“, so Görlach weiter und verwies auf ein wissenschaftliches Projekt mit der TU München und den Aktiven des Stadtackers.

    Container City erhalten

    In die lebhafte Diskussion um das zukünftige Rosensteinviertel wollen die Akteure der Wagenhalle ihre jahrelangen Erfahrungen mit Stadtentwicklung auf informeller Ebene einbringen und ihr Areal als Sondernutzungsfläche für Kultur erhalten. Umso erfreuter waren sie, dass der Sieger des Internationalen Städtebau-Wettbewerbs die Container City erhalten und ein Kreativquartier etablieren will. Den Architekten gefiel, wie hier gewohnt, gearbeitet, produziert und getüftelt wird, wie flexibel und leicht die Bebauung ist und damit die Grenze zwischen öffentlich und privat neu definiert wird.

    Nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachgeben

    Ein nächster Schritt bei der Transformation zum urbanen Quartier ist für Bischoff die Internationale Bauausstellung IBA im Jahr 2027 auf diesem Gelände: „Die IBA ist ein geeignetes Instrument und eine große Chance für eine innovative Gestaltung und gesamtgesellschaftliche Nutzbarmachung des Areals.“

    Görlach und Bischoff plädierten nachdrücklich dafür, nicht allein dem wirtschaftlichen Druck nachzugeben, sondern vielmehr das Gebiet für experimentelles Bauen offen zu halten und der Frage nachzugehen, wie ein lebendiges, gemischtes Quartier entsteht. Als nächsten Schritt sehen sie die Gründung eines gemeinnützigen Entwicklungsträgers sowie die Zusammenarbeit mit Partnern aus allen relevanten Bereichen der Gesellschaft.

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neues-konzept-fuer-wagenhallen-experimenteller-raum-inmitten-der-stadt.6ff40685-b91a-45a5-9327-bdc8fad7b06d.html?fbclid=IwAR3ds0_58VCiZ3Ife61S2ijtiznxeYD4JjDnPHwHbHZQ8QkcIZavn-VbgUA

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  • Gemeinschaftsgärten in Bad Düben und Kemberg werden weitergeführt

    (Mail)
     

    Bad Düben/Kemberg – Die zwei Gemeinschaftsgärten im Naturpark Dübener Heide werden im Jahr 2019 weitergeführt. Das haben die Teilnehmer auf der Abschlussveranstaltung des Projektes „Urban Gardening geht aufs Land“ im Naturparkhaus in Bad Düben bekräftigt: Der Gemeinschaftsgarten am Wasserturm in Bad Düben wird von der neu gegründeten Ortsgruppe unter dem Dach des Vereins Dübener Heide e.V. bewirtschaftet, der in der Kolonie Gniest bei Kemberg von Projektteilnehmern.

    Zwei Jahre lang wurde praktisch und theoretisch geprüft, ob die Idee „Urban Gardening geht aufs Land“ auch etwas für ländliche Gefilde ist. Die Berliner Wissenschaftler Dr. Torsten Reinsch und PD Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen sowie mehrere Praktikerinnen aus der Dübener Heide machten es möglich. Sie spielten sich so die Bälle zu, dass es tatsächlich etwas wurde: Am Ende der zweijährigen Projektlaufzeit waren die zwei Gemeinschaftsgärten auf den Weg gebracht worden. Es wurden Beete angelegt, Gewächshäuser gebaut, die Ernte eingefahren.

    Torsten Reinsch, der Projekterfinder: „Wir danken dem Verein Dübener Heide, der als Träger des Projekts das Ganze erst möglich gemacht hat. Außerdem den beiden Umweltengagierten Klement Wefel vom Forst Gniester Schweiz und Michael Kühn von der Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide, die die Flächen zur Verfügung stellten. Ein Dank geht natürlich auch an unsere Gärtnerin Paula Passin vom Verein mischKultur aus Kemberg, ohne deren Einweisung ins praktische Ökogärtnern die Gärten auch nicht denkbar sind und überhaupt an alle aktiven Gärtnerinnen und Gärtner beider Gemeinschaftsgärten.“

    Zur Abschlussveranstaltung diskutierten die etwa 40 Teilnehmer ausführlich über die Möglichkeiten eines neuen, gemeinsamen umwelt- und klimafreundlichen Gärtnerns auch auf dem Land. Dazu kamen als externe Referenten zwei der Initiatorinnen der neuen Initiative „Besser Leben in Delitzsch“. In deren Rahmen bewirtschaften etwa fünf junge Paare mit kleinen Kindern gemeinsam einen Kleingarten, um zu einer gesünderen Ernährungsweise und schöneren landschaftlichen Umgebung zu finden.  Aus Leipzig kamen zwei Vertreterinnen der neu gegründeten „Bunte Gärten Leipzig e.V.“, die ebenfalls in bisher unbewirtschafteten Kleingartenparzellen arbeiten. Sie haben drei Parzellen nebeneinander, um die vorbildliche Arbeit mit Flüchtlingen der ersten „Bunten Gärten“ im Leipzig der Jahrtausendwende wieder aufzunehmen. 

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  • 12 Mio für Projekt zu Essbaren Städten

    Europäische Kommission fördert gemeinsames Projekt der Humboldt-Universität und der Technischen Universität zu „Essbaren Städten“ mit rund 12 Millionen Euro

    News vom 18.09.2018

    Das Konzept der „Essbaren Stadt“ steht im Mittelpunkt eines gemeinsamen Projekts von Humboldt-Universität und Technischer Universität: Die an „EdiCitNet“ (Integrating Edible City Solutions for Social Resilient and Sustainable Productive Cities) beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem öffentlichen Anbau von Gemüse und Obst in den Innenstädten – einem weltweiten Trend. In immer mehr Städten werden statt Blumenbeeten oder Rasenflächen Gemüsebeete und Obstbäume angelegt. Säen, jäten und schließlich auch ernten dürfen die Bürgerinnen und Bürger. Das Projekt wird von der Europäische Kommission im Rahmen von Horizon 2020 gefördert.

    Projektleiterin ist Dr. Ina Säumel, Leiterin der Nachwuchsgruppe Multifunktionale Landschaften am Institut für Ökologie der Technischen Universität Berlin und assoziiert am Integrative Research Institute on Transformations of Human-Environment Systems (IRI THESys) der Humboldt-Universität zu Berlin. Angesiedelt wird das Projekt in dem interdisziplinären Forschungszentrum der IRI THESys.

    Die Europäische Kommission fördert „EdiCitNet“ mit rund 12 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. Rund 3,8 Millionen Euro der gesamten Fördersumme verbleiben bei den Berliner Partnern, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, der Technischen Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin (IRI THESys), Mundraub sowie Nolde & Partner. Der Rest geht an Universitäten und Partner in Städten in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika.

    https://www.berlin-university-alliance.de/news/items/20180918-edible-cities.html (mehr …)

  • KG und GG together – action research in Berlin und Warschau

    (Gu, Mails)

    Ich habe schon vor 2 Jahren mit einer Professorin von Humboldt universität und einem Professor von Universität Łodz in Polen und auch Elisabeth Meyer-Renschhausen geschrieben. Nach lange Monate warten und dann eine weitere Erarbeiten wurde das Projekt endlich akzeptiert. Als ich schon eine schöne Arbeit in Polen habe, werde ich mich nicht so intensiv als geplant in dieses Projekt engagieren können, werde ich aber teilweise dort tätig.

    Es geht im die Integration von Klein- und Gemeinschaftsgärten in Sinne von eine bessere Verständnis zwischen beide Gruppen, Weisen von Zusammenarbeit, lernen von ein ander und einer gegenseitige Hilfe und Unterstützung in der ”Kampf” in der Stadt über die Fläche (gegen Investoren etc). Also wir werden das Projekt in Berlin und Warschau durchführen als action research

    Integration von Kleingärten und Gemeinschaftsgärten in Warschau und Berlin.

    3. Kurzbeschreibung des Vorhabens

    Das Projekt will zur Zusammenarbeit von Gemeinschafts- und Kleingärten für eine nachhaltige urbane Gartenentwicklung in Polen und Deutschland beitragen. Ziel der Antragsteller ist, beide Formen des städtischen Gartenbaus in einem gemeinschaftlichen Prozess in öffentlich zugängliche Frei-, Aufenthalts- und Erholungsräume verwandeln, die den Bedürfnissen ganz verschiedener sozialer Gruppen gerecht werden zu erforschen und in einem CITY-LAB zu begleiten. Durch die Schaffung von Arbeitsräumen, Bildung und sozialer Integration in Gärten einerseits und durch die Produktion von gesunder Nahrung und Erhöhung der Biodiversität andererseits werden sozialer Dialog und Lebensqualität der Stadtbewohner verbessert sowie die Ökosysteme erhalten. Ziel des Projektes ist es im Speziellen, die bisherigen Prozesse und Muster sowie die Akteure der Annäherung von Klein- und Gemeinschaftsgärten zu analysieren, mögliche Wege zur besseren Integration beider Gartentypen am Beispiel von Warschau und Berlin aufzuzeigen. Das stärkt die Position von Klein- und Gemeinschaftsgärtnern in Verhandlungen mit Kommunen und Investoren, die die kommerzielle Nutzung der Gartengrundstücke planen. Die Forschung im Projekt wird nach der Methode der Participatory Action Research durchgeführt, mit einer engen Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern sowie den Gärtnern und der Quartiere. Die Bewerber sind verantwortlich für die Initiierung von Kooperationen zwischen Gartenvertretern, die Moderation von Fokusgruppen und Durchführung von VISIS-Workshops. Ein wichtiger Teil des Projekts wird auch der Erfahrungsaustausch zwischen Gärtnern aus Deutschland und Polen sein. Beide Länder haben eine lange, aber unterschiedliche gärtnerische Tradition. Seit 1990 haben sie Veränderungen der sozialen Werte und damit der wirtschaftlichen, migrations- und bevölkerungspolitischen Folgen beider Hauptstädte erlebt. Das Projekt fällt unter den Förderschwerpunkt „Normen- und Wertewandel“, da es um eine Veränderung der Wahrnehmung von Wesen und Funktion städtischer Gärten in der europäischen Stadt des 21. Jahrhunderts in Europa geht.

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  • Im Ruhrgebiet entwickeln die Forschenden der RWTH ein lebendiges Labor mit Fischzucht und Urban Farming.

    (Gu, alerts) Mit einer Fischzucht mitten in Dortmund Gemüse anbauen? Das mag zunächst nach einem Luftschloss für die Industriebrachen im Stadtteil Huckarde klingen. Wenn Dr. Axel Timpe die Idee erläutert, dann wird sie allerdings schnell konkret und naheliegend. Der Ansatz des Landschaftsarchitekten vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen um Professor Dr. Frank Lohrberg nennt sich Aquaponik. Das nährstoffreiche Wasser aus der Fischzucht wird so gereinigt und der Fischkot direkt als Dünger für die Pflanzen genutzt. Urban Farming lautet das Prinzip, bei dem Felder auch in Städten wachsen – in die Höhe und nicht unbedingt in die Breite. Das Aachener Vorhaben für Dortmund-Huckarde ist eines der drei Hauptteile des Horizon-2020-Projektes „productive Green Infrastructure for post-industrial urban regeneration“ (proGIreg), was so viel heißt wie „produktive grüne Infrastruktur für die Regeneration alter Industriestädte“ und soll naturnahe Stadtentwicklungsmaßnahmen in benachteiligten Stadtteilen auf den Weg bringen. Dortmund ist eine der sogenannten Frontrunner-Städte, die anderen beiden sind Turin (mit den alten Automobilwerken) und Zagreb (mit einem ausgedienten Schlachthof samt Wurstwarenfabrik), in denen ähnliche Projekte gestartet werden. Beteiligt sind sechs Universitäten, neben den drei Frontrunner-Städten sieben weitere Kommunen, die die Projekte nachahmen sollen, acht kleine und mittlere Unternehmen und sieben Nichtregierungsorganisationen (NGO). Der Aachener Lehrstuhl koordiniert das gesamte Vorhaben, die Europäische Union fördert es mit mehr als zehn Millionen Euro. „Es ist ein ungewöhnliches großes Projekt, das dort begonnen wird“, sagt Timpe. Im September ist großer Kick-off im Rahmen einer Konferenz in der Alten Schmiede in Dortmund-Huckarde. Bei Horizon 2020 handelt es sich um das Forschungsrahmenprogramm der EU, zwischen 2014 und 2020 wurden und werden 75 Milliarden Euro in Forschungsprojekte investiert. Unter den bis dato ausgewählten ist das Projekt, das federführend von den Aachener Architekten koordiniert wird. „Das Projekt hat für die Fakultät für Architektur der RWTH Aachen University den allerhöchsten Stellenwert. Dies begründet sich nicht allein aus der enormen Drittmittelsumme, die für die Fakultät tatsächlich herausragend ist, sondern hat auch inhaltliche Gründe: Wichtig ist uns die internationale Zusammenarbeit und der Charakter des Projektes, bei dem durch die Praktiken der angewandten ‚innovation action‘ die Fakultät als Bindeglied zwischen Wissenschaft, den kleinen und mittleren Unternehmen, der Zivilgesellschaft und der Planungspraxis in den Städten fungiert“, erklärt der Dekan der Fakultät, Professor Dr. Alexander Markschies. Zufall ist es gewiss nicht, dass der Aachener Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur ein solches Projekt koordiniert – und selbst in Dortmund im Sinne eines Living Labs (also lebendigen Labors) mit den Menschen vor Ort und der Idee von Fischzucht und Gemüseanbau aktiv wird – und gemeinsame Strategien zur Umsetzung entwickelt. Denn im Rahmen des Projektes „CoProGrün“ (Co-produzierte Grünzüge als nachhaltige kommunale Infrastruktur) haben die Aachener Architektinnen und Architekten sowie ihre Forschungspartner bereits – in diesem Fall gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF – in Dortmund und den Nachbarstädten Waltrop, Castrop-Rauxel und Lünen gewirkt – ebenfalls zum Thema Urban Farming/Urban Gardening. „Wir können also auf unseren Beziehungen vor Ort aufbauen“, sagt Timpe. Der Aquaponik-Ansatz, der nun mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort verfolgt werden soll, kann nicht nur auf den vorhandenen Beziehungen aufbauen. Erste Entwürfe für mögliche Versuchsanlagen für die Fischzucht liegen vor. „Es soll keine klinisch-reine Laborlandschaft werden. Der Ansatz ist bewusst Low-Tec, damit die Anlage von Vereinen beziehungsweise den Menschen vor Ort betrieben werden kann und so auch ein Beschäftigungspotenzial geschaffen wird“, erläutert Timpe. Weitere Bausteine des Dortmunder Projektes sind Maßnahmen zur Förderung der Insektenvielfalt und der Ausbau der ehemaligen Mülldeponie Deusenberg als Sportanlage mit Solarfeldern. Begleitet wird die Arbeit in den Städten, die bis Sommer 2023 angesetzt ist, von Lehr- und Lernmodulen auf edX, einer Plattform für Massive Open Online Courses, also digitale Lehrveranstaltungen. Der freie Zugang zum Wissen, das im Rahmen des Projektes generiert wird, ist elementarer Bestandteil des Horizon-2020-Projektes. Entsprechende Module zum Thema „Nature-based solutions“ sind in der Vorbereitung. Weitere Informationen: http://www.la.rwth-aachen.de/Lehrstuhl/Lehrstuhl_start.htm

    https://idw-online.de/de/news697179 (mehr …)

  • IÖW und Uni Stuttgart suchen Praxispartner

    (Gu, Mail)

    Bei der Uni Stuttgart ging eine Kooperationsanfrage vom IÖW zum Thema „Urbane Gärten“ ein. Sie suchen nun ein Gartenprojekt, mit dem sie im Rahmen eines Reallabors forschend kooperieren können. Entweder ein Projekt in der Aufbauphase oder aber ein Projekt, das unter Verdrängungsdruck steht oder beides. Gut wäre auch, wenn die Garteninitiative gegebenenfalls daran interessiert wäre, als Projektpartner mit beispielsweise einer 30%-Stelle gefördert zu werden.


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  • forschungsgestütztes Projektstudium im Madamengarten Peine

    (Gu, Mail)

    Der Madamengarten wurde vom Verein Familien für Familien e.V. initiiert – gemeinsam mit geflüchteten Familien. Ziel ist es, gemeinsam einen Begegnungsraum zu schaffen, der für alle offen ist und in dem alle im Verein Mitwirkenden gärtnern, miteinander sprechen und feiern können. Das Grundstück ist seit 2016 vom Verein gepachtet; trotz diverser Veranstaltungen in 2016 (Eroberung, Eröffnungsfeier, Hochbeetanlage und Lichterfest im November) wird erst in 2017 eine echte Aufbereitung des Grundstücks als Garten möglich sein.

    Die HAWK hat Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit mit eingebunden – Ziel ist ein forschungsgestütztes Projektstudium, welches Urban Gardening Potenziale untersucht.

    Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
    HAWK – HHG
    Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
    Hildesheim/Holzminden/Göttingen


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  • kommunale Abfallvermeidung

    Hallo Tom,

    vielen Dank für das freundliche und informative Telefonat.
    Wie vereinbart schicke ich dir eine Zusammenfassung unseres Projekts.

    Die Universität Augsburg arbeitet an einem Projekt über kommunale Abfallvermeidung. Das Projekt mit dem Titel „Erarbeitung eines Leitfadens zur Erstellung kommunaler Abfallvermeidungskonzepte“ wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) initiiert und wird durch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) unterstützt.

    In einer interdisziplinären Forschergruppe untersuchen und bewerten wir verschiedene Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung des Abfallaufkommens.

    Eine genaue Beschreibung des Projekts ist hier zu finden:
    http://www.resource-lab.de/documents/Abfallvermeidung_Projektbeschreibung.pdf

    Die offizielle Pressemitteilung der Universität Augsburg:
    http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2013/okt-dez/2013_181/

    Veröffentlichung des Bayerisches Landesamt für Umwelt:
    http://www.lfu.bayern.de/abfall/abfallvermeidung/kkonzepte/index.htm

    Im Zuge der Projektbearbeitung ist unsere Arbeitsgruppe auch auf das Konzept des Repair Café gestoßen, das thematisch sehr gut zur Abfallvermeidung durch Lebenszeitverlängerung passt.

    Im weiteren Schritt wollen wir dieses Konzept genauer betrachten und Daten bezüglich der Menge an reparierten Geräten und somit der direkten Abfallvermeidung auswerten. Somit können wir effiziente Maßnahmen für die Abfallvermeidung identifizieren und ein Konzept für Kommunen erstellen. Da das Projekt noch in der Bearbeitungsphase ist, sollen die Projektziele sowie Fortschritte noch nicht aktiv außerhalb von Bayern kommuniziert werden.  An die Repair Cafés können die Informationen gerne weitergegeben werden, sollten jedoch in diesem Rahmen bleiben.Wir bitten hier um Verständnis.

    Für Rückfragen stehen wir gerne unter der Nummer 0821 598 3951 zur Verfügung.

    Lieben Gruß,

    Florian Strobl


    Florian Strobl
    Universität Augsburg
    Production & Supply Chain Management
    Arbeitsgruppe Umwelt, Resource Lab
    Universitätsstraße 16
    D – 86159 Augsburg

    Tel : +49 (0)821 598-3951
    Fax : +49 (0)821 598-4353
    Email: florian.strobl@student.uni-augsburg.de
    URL : www.resource-lab.de (mehr …)