Schlagwort: Frankfurt/Main

  • Frankfurt/Main: neue Ansprechpartnerin bei der Stadt

    (Besuch)

    Frau Vignoli war vorher in der Stadt Marburg und hatte dort auch Kontakt zu den Gemeinschaftsgärten. Sie kennt auch noch Helga Pukall. Es gab für die Stelle in Frankfurt keine Überlappung mit der Vorgängerin (die in Rente gegangen ist). Als Einarbeitung wurde für sie aber ein Podcast aufgenommen. Sie ist nun noch dabei, sich eine Struktur zu schaffen, mit der sie klarkommt (Auffinden und Ablage von Mails eingeschlossen).

    Laut Frau V. gibt es 45 GGs in Frankfurt (anderer Zuschnitt als bei uns), die GemüseheldInnen werden dabei als 1 Projekt gezählt. Sie versucht, sich die Gärten nach und nach vor Ort anzugucken und hat als Einarbeitung auch unseren Onlinekurs absolviert. Diesen gibt sie auch an alle, die neu loslegen wollen, weiter. Sie ist dabei, ein Infoblatt zu entwicklen, das sie neuen Initiativen/Einzelmenschen in die Hand geben möchte mit aus ihrer Sicht wichtigen to dos. Darin ist auch der Kurs als Link enthalten und das Buch „Unterwegs in die Stadt der Zukunft“.
    Das Grünflächenamt hat 70.000 Euro Fördersumme für GGs. Sie wusst nicht, dass das Sozialdezernat das Pflegegärtchen fördert. Aber sie ist einbezogen in die Förderung des Stadtplanungsamtes, das für ein Jahr eine Prozessbegelietung zum Aufbau eines Gartens in Frankfurt/Nied (soziale Stadt) finanziert. 
    Frau V. möchte gut beraten können und den Menschen, die einen Garten aufbauen, gute Infos geben.
    Sie hat zusammen mit anderen das Frankfurter Gartennetzwerk wieder belebt oder weiter geführt und hat vor, dass es 2x p.a. ein Treffen geben soll. Von mir hat sie sich beraten lassen, wie sie den AKtiven gut weiterhelfen kann. (mehr …)

  • Frankfurt/Main: Pflegegärtchen wird vom Sozialdezernat finanziert

    (besuch)
    Das Pflegegärtchen in Frankfurt Fechenheim ist um ein Pflegeheim herum entstanden. Das Sozialdezernat ist auf die GemüseheldInnen zugegangen, mit der Bitte und Idee, dort ein Gartenprojekt aufzubauen. Der Ansatz/die Förderung heißt „Würde im Alter“.Der Bezirk ist einer der ärmeren Bezirke Frankfurts, das Pflegeheim hat sowohl amulante als auch stationäre Pflege, Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen leben hier. Demenzkranke, Menschen mit körperlichen Einschränkungen und mit kognitiven Schwierigkeiten etc.

    Die 3 jährige Förderung beeinhaltet auch 1 Stelle, die sich 2 Frauen teilen. Die Förderung läuft Ende des Jahres aus, doch sind die Mitarbeiterinnen optimistisch, dass es eine Anschlussförderung gibt.
    Im Gesamtprojekt GemüseheldInnen gibt es 5 Vollzeitstellen, die sich 9 Menschen teilen. Über eine Förderung haben sie aktuell auch eine OE gehabt.

    Vorher war die Fläche um das Haus Abstandsgrün. Sie haben 20cm Mutterboden aufgeschüttet, nachdem sie mit Pappe etc. dem Boden frei hattten. Drunter ist Bauschutt, aber zum Glück waren die Bodenproben sauber. Sie haben ihre bewährten Kompostbeete angelegt, gärtnern im Boden, haben 2 Hochbeete, die mit Rollis unterfahrbar sind.
    Montags machen sie eine Gartengruppe für die Bewohner*innen, die aber nicht so viel im Garten sind. Nur wenige haben noch die Möglichkeit, auch wirklich zu gärtnern oder mit zu helfen bei körperliche anstrengenden Arbeiten.

    Do und Fr von 10.00 – 15.00h sind offene Mitmachtage und da kommen da Menschen aus der nahen und fernen Nachbarschaft. Manche immer, manche punktuell, ab und an viele. Sie arbeiten mit und dürfen dann auch ein bisschen was ernten. Auch am trüben nebligen Novembervormittag meines Besuchs waren bestimmt 8 Leute aktiv im Garten. Das meiste der Ernte geht ins Haus und wird dort verteilt. 
    Keinen guten Konkakt haben die GemüseheldInnen zum Küchenchef. 

    Mit dabei ist auch eine Kita und eine Schule und sie überlegen, ob die nicht eigene Beete bekommen können. Sie sind in Kontakt mit vielen anderen Trägern im Stadtteil.

    Gemüse wird auch hier geklaut. Sie haben Fake-Kameras angebracht und glauben, dass es ein bisschen besser wurde dadurch.

    Interessant: sie dürfen kein Regenwasser zum Gießen nehmen, da die Bewohner*innen nicht mit Regenwasser in Berührung kommen dürfen.

    Sie haben auch ein Auto zur Verfügung.

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  • Frankfurt/Main: Garten wird top down geplant (Auftragsarbeit)

    Gemeinschaftsgärtnern Nied-Süd –
    Kurzbeschreibung Aufgaben und Leistungsbausteine
    Projektidee
    Das geplante gemeinschaftliche Gartenprojekt in der Siedlung Nied-Süd liegt in einem
    multikulturell geprägten Stadtteil, in dem es an nachbarschaftlichen Begegnungsorten
    mangelt. Das für das Projekt infrage kommende Areal erstreckt sich auf einer
    ungenutzten Fläche von ca. 100 m2. Ein Wasseranschluss ist vorhanden und für das
    Projekt voraussichtlich nutzbar. Das Projekt soll 2026 als temporäre Zwischennutzung
    für eine Gartensaison dienen. Ziel ist mit einer Testphase das Interesse und
    Engagement der Nachbarschaft und des Stadtviertels anzuregen. Bei positivem
    Verlauf und ausreichendem Zuspruch soll das Projekt im Anschluss an die
    Umgestaltung der Grünanlage fortgeführt und schrittweise verstetigt werden.

    Mail an uns:
    im Rahmen des Städtebauprogramms Sozialer Zusammenhalt Frankfurt-Nied plant das Stadtplanungsamt Frankfurt am Main zeitnah die Durchführung einer Vergabe und Beauftragung der Dienstleistung zur Anleitung eines gemeinschaftlichen Gartenprojekts im Frankfurter Stadtteil Nied-Süd. Die eigentliche Leistungserbringung würde im Jahr 2026 erfolgen. Als Projektsteuerer führen wir für das Stadtplanungsamt im Vorfeld eine Markterkundung und Auftragswertschätzung durch.

    von: Projektleiter Integrierte Stadtentwicklung | Stadtplaner (AKH)

    Unternehmensbereich Stadtentwicklung

    ProjektStadt

    Eine Marke der Unternehmensgruppe
    Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

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  • Frankfurt/Main: GGs Teil der Spätsommerschau im Palmengarten

    (alerts)

    Spätsommerschau im Palmengarten mit Spätsommerfest am 13. und 14. September

    Gemeinschaftliches Gärtnern in der Stadt wird immer beliebter. In seiner Spätsommerschau von Donnerstag, 11. September, bis Sonntag, 5. Oktober, widmet sich der Palmengarten dem Urban Gardening und stellt drei Gemeinschaftsgärten aus Frankfurt und Umgebung vor.
     
    „Die Spätsommerschau zeigt, mit welchem Reichtum uns diese Jahreszeit beschenkt. Urban Gardening und Gemeinschaftsgärten sind dabei weit mehr als Orte der Ernte. Sie sind Orte des Lernens, der Begegnung und der Solidarität. So wächst ein Frankfurt, das grüner, vielfältiger und klimaresilienter wird“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen. „Unsere Stadtgesellschaft profitiert enorm von solchen Orten der Begegnung – umso schöner, dass Besucher:innen des Palmengartens sie in der Spätsommerschau und beim Spätsommerfest erleben können.“
     
    Auf Schautafeln in der Galerie am Palmenhaus präsentieren sich die GemüseheldInnen Frankfurt, die Interkontinentalen Gärten aus Offenbach und der Neue Frankfurter Garten. Die Garten-Gemeinschaften berichten unter anderem davon, wie sie Städte essbar machen, im Garten die Vielfalt der eigenen Stadt abbilden und allen Altersgruppen die Natur näherbringen.
     
    „Mit ihrem ökologischen und sozialen Engagement sind urbane Gemeinschaftsgärten echte Gärten der Zukunft“, sagt Palmengarten-Direktorin Katja Heubach. „Wir sind gespannt auf den Austausch zwischen unseren Gärten und mit dem Gartenpublikum, das beim Spätsommerfest Gelegenheit hat, Vertreter:innen der Gemeinschaftsgärten persönlich kennenzulernen.“
     
    Auch gestalterisch knüpft die Spätsommerschau an einen üppigen Zier- und Gemüsegarten an. Zwischen allerlei Blattschmuck-Pflanzen gibt es viel Essbares zu entdecken – von verschiedenen Paprikaarten über Mangold und roten Grünkohl bis zu Feigen. „Wir wollen diese Jahreszeit in ihrer ganzen Farbenpracht zeigen“, sagt Dominik Heukemes, der die Spätsommerschau gemeinsam mit seinem Team gestaltet hat und dazu ermuntert, immer wieder mal in der Galerie vorbeizuschauen: „Wegen der langen Dauer der Schau werden wir zwischendurch einige Pflanzen austauschen, sodass sich die Gestaltung mit der Zeit verändert und fließend vom Spätsommer in den Herbst übergeht.“ […]

    https://frankfurt.de/de-de/aktuelle-meldung/Meldungen/Urbanes-Gaertnern—modische-Pop-Ups-und-schmuckes-Gemuese/

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  • Frankfurt/Main: Ortsbeirat unterstützt Plan für GG nicht

    GG Appelgasse (in Planung) konnte nicht realisiert werden 
    „Es gab tatasächlich unterschiedliche Meinungen zu der Nutzung des Platzes im Ortsbeirat. Im Herbst letzten Jahres hat sich dieser dann für den Bau eines Spielplatzes an der Stelle als Ergänzung zu dem bereits bestehenden Karrussel und der Tischtennisplatte ausgesprochen. Ohne die Unterstützung des Ortsbeirates lässt sich ein Urban Gardening Projekt dort nicht umsetzten.“ (mehr …)

  • Frankfurt: Social Day bei den GemüseheldInnen

    ????Mittlerweile bewirtschaften wir mit über 350 aktiven Stadtbürger*innen 18 Gärten, und eine große Stadtfarm in Frankfurt. Das sind insgesamt 15.000 m2 Anbaufläche.

    Der Team-Day mit der LBS startete mit einem Impulsvortrag. Danach gab es eine Führung durch die Grüne Lunge und unsere GemüseheldInnen-Gärten, entlang des Permakulturpfades. Anschließend ging es dann in die Aktion. Neben dem Wiederaufbau einer Benjeshecke wurde unter anderem im Schattenbereich des Mirabellengartens gepflanzt.

    Der grönende Abschluss ist bei uns natürlich immer ein gemeinsames Picknick.
    (Insta)
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  • FRankfurt: Kirchplatzgärtechen feriert 10-jähriges Jubiläum

    (NL)

    Jeder Mensch ist ein Gärtner oder der erweiterte Gartenbegriff. Das Ginnheimer Kirchplatzgärtchen startete im März 2013 als soziales Gartenexperiment im Rahmen des Stadtlabor unterwegs-Projekts „G- Town Wohnzimmer Ginnheim“ des historischen museums frankfurt, initiert von Sybille Fuchs und Jan Jacob Hofmann

    unser  Kirchplatzgärtchen ist 10 Jahre alt geworden und das wollen wir gemeinsam feiern. Dazu laden wir herzlich alle Menschen, die uns begleitet haben ein:
    13. Mai zur 11. Pflanzentauschbörse & Urban Gardening Aktionstag mit Soiree
    * 14 Uhr startet die Pflanzentauschbörse mit vielen Überraschungen. Ein Fahrradeismann kommt vorbei, die Frankfort Igels stimmen uns mit Musik ein und es gibt Aktionsstände für Kinder und alle andere KleingärtnerInnen. Der Solarverein und das Quartiersmanagement sind dabei. 
    * 18 Uhr Soiree mit unsere Lieblingsband „Die Tongärtner“ &  gemütlichen Austausch: wir kommen ins Gespräch mit Beteiligten und blicken zurück auf 10 Jahre Urban Gardening in Frankfurt.
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  • Frankfurt: Gemüseheld*innen kooperieren mit Uni

    (alerts)

    Die ersten Radieschen sind in den Hügelbeeten schon geerntet. Der Eichblattsalat sprießt, auch der Spinat entwickelt sich gut. Heute warten Tomaten-, Gurken- und Auberginen-Setzlingen darauf, in den Boden zu kommen. Der noch junge Garten auf dem Campus Westend der Goethe-Universität hat in diesem ungewöhnlich kühlen Frühjahr die Eisheiligen heil überstanden. Die Sommerkulturen dürften jetzt keine Nachtfröste mehr erleben, glaubt Juliane Ranck, Mitbegründerin der GemüseheldInnen.

    Die Initiative bewirtschaftet in der „Grünen Lunge“ nördlich des Günthersburgparks mehr als ein Dutzend Gärten gemeinschaftlich. Jetzt wurde die Uni erfolgreich für das „Urban Farming“ angeworben. Den GemüseheldInnen haben dabei engagierte Studenten und der AStA geholfen, die ähnliche Ideen hatten. „Wir haben uns eineinhalb Jahre mit der Bürokratie herumgeschlagen“, sagt der Geographie-Student Emil Unkrig.

    Denn das eigentliche Ziel, den Garten auf dem Hauptcampus anzulegen, scheiterte an den Bebauungsplänen. Der neue Uni-Präsident Enrico Schleiff, seit Jahresbeginn im Amt und selbst Biologe, machte dann jedoch ein anderes Areal ausfindig. Das liegt nun zwar etwas abseits, versteckt hinter Pappeln und Hecken an der lärmumtosten Kreuzung Miquelallee/Hansaallee. Dafür ist es aber eine Fläche mit 2000 Quadratmetern. Anfang März ließ die Uni die Wildnis zuerst einmal urbar machen. Den Studenten ist es in nur wenigen Wochen gelungen, mithilfe der vier „Animateurinnen“ von den GemüseheldInnen das Areal in eine ansehnliche „Permakultur-Insel“ umzuwandeln.

    Unterstützung durch den AStA

    Mehrmals in der Woche helfen nun 40 Studenten regelmäßig beim Gärtnern, das nach den Regeln der sogenannten Permakultur funktioniert. Diese setzt auf humusreiche Hügelbeete, die Komposterde kommt aufgearbeitet und kostenlos aus den Bio-Tonnen des Frankfurter Entsorgungsunternehmens FES. Der AStA will mit der Unterstützung des Projekts zeigen, dass Landwirtschaft angesichts von Klimakrise und Artenschwund auch anders funktionieren kann – und dass der Anbau von unbehandeltem Gemüse und Kräutern mitten in einer Stadt möglich ist. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagt Moritz Schmitthenner vom Ökologie-Referat des Studierendenausschusses.

    Für die Bepflanzung setzt man auf einen ausgeklügelten Mix, was eine große Logistik verlangt. Dafür ist bei den GemüseheldInnen Ilka Wittig zuständig, die im ausgebauten Keller ihres Eigenheims in den vergangenen Monaten in einem ersten Schritt Tausende Setzlinge großgezogen hat. Die „Jungpflanzenmutti“, wie sie in der Initiative genannt wird, liefert dann fürs Einsetzen einen mithilfe von Excel-Tabellen ausgetüftelten Plan. Eine Zeichnung gibt für die Beete die Anweisungen bis ins kleinste Detail, jeder Zentimeter ist berechnet. Mit Spinat als Vorkultur wird dann in der Mitte 14 mal die Aubergine Zora als Hauptkultur eingepflanzt. Außerdem darf sich 48 mal Batavia-Salat breitmachen. Dazwischen werden Ringelblumen eingesät.

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/urban-farming-an-der-frankfurter-goethe-universitaet-17375855.html (mehr …)

  • GG Gallus 2 in Ffm nun dauerhaft genehmigt

    (alerts)
    In Sperrmüllkisten fing das gemeinsame Gärtnern auf der Frankenallee an. Jetzt stehen dort 20 Hochbeete. Die Stadt hat das Projekt jetzt dauerhaft genehmigt.

    Frisches Obst und Gemüse direkt aus der Nachbarschaft, ein Ort zum Treffen und Kennenlernen – Gemeinschaftsgärten liegen im Trend. Das unterstützt auch die Stadt: Das Nachbarschaftsprojekt „Gallus Garten II“ direkt an der S-Bahn-Station Galluswarte erhält eine dauerhafte Genehmigung. Projektinitiator Ralf Harth ist stolz auf das, was er geschaffen hat: „Wir haben aus einem Unort einen Gemeinschaftsgarten gemacht“, sagt er und freut sich.
    Den Gallus Garten II hat Harth im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Am Anfang waren es nur einige Sperrmüllkisten auf einem Grünstreifen, aus denen Pflanze wuchsen. Seitdem ist das Gartenprojekt deutlich gewachsen. „Mittlerweile haben wir 20 Hochbeete und 24 Patinnen und Paten“, berichtet Harth.

    Auch die anfänglich etwa 40 zur Verfügung stehenden Quadratmeter seien ausgeweitet worden: Der Gemeinschaftsgarten reicht nun entlang der Frankenallee von der Günderrodestraße bis zur Hellerhofstraße. Etwa 2000 Arbeitsstunden stecken in dem Projekt, schätzt der Gallus-Bewohner.

    Laut Harth hat das Grünflächenamt die Nachbarschaftsinitiative von Anfang an positiv aufgenommen und unterstützt. So wurden aus einem Fördertopf für Gemeinschaftsgärten anfänglich die Komposterde und Hummus finanziert.

    Bisher nur geduldet

    Bisher erhielt der Garten jedoch nur eine Duldung. Seit Mitte des Jahres steht fest: Der Gallus Garten II bleibt. Durch die dauerhafte Genehmigung der Stadt erhält das Nachbarschaftsprojekt eine langfristige Perspektive.

    In den kommenden zwei Jahren soll zunächst interimsmäßig das im Gallus ansässige Mehrgenerationenhaus die Trägerschaft übernehmen. „Danach werden wir einen eigenen Verein haben“, sagt Ralf Harth.

    Dem Projektinitiator geht es aber nicht nur um das Gemüse. Hinter der Idee stehe ein Konzept, das in die Nachbarschaft hineinwirke, so Harth. Er bezeichnet das als „soziale Choreografie“. Der Gemeinschaftsgarten biete Raum zum Kennenlernen, aber auch zur Weiterbildung. Besonders Kinder könnten durch das Helfen bei der Gemüseaufzucht wichtige Grundlagen der Ökologie und Nachhaltigkeit lernen. „Und das Tolle ist, dass das Ganze immer weiterwächst. Auf eine sehr organische Art und Weise“, sagt Harth.

    Für die Zukunft wünscht er sich, dass es sich weitere Projekte und Initiativen ergeben, etwa zur Bekämpfung der Vermüllung im Stadtteil oder gegen das Baumsterben. Daher hat der Frankfurter das Projekt in der jüngsten Sitzung des Ortbeirates 1 vorgestellt. Damit habe er zeigen wollen: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“.

    Mit dem Stadtteilparlament will Harth im Gespräch bleiben. „Wir fragen uns: Was können wir vor Ort tun, damit es den Menschen und der Umwelt besser geht.“ Dabei könne der Ortsbeirat helfen, etwa durch einen kleinen Beitrag aus seinem Budget.

    Bei dem Gremium kam das Gartenprojekt gut an. Ortsvorsteher Oliver Strank (SDP) dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Einzelne Politiker, wie Ralf Schmidt-Berberich des Unabhängigen Bündnisses (U.B.) im Ortsbeirat, zeigten sich sehr interessiert an Ideen und Möglichkeiten, wie man das gemeinsame Gärtnern unterstützen kann – auch seitens der Stadt.

    https://www.fr.de/frankfurt/gallus-ort904318/hochbeete-an-der-galluswarte-genehmigt-90120734.html (mehr …)

  • Top Down Garten entsteht in Ffm

    (GU, RSS)

    Der Stadtteil Frankfurter Berg bekommt seinen ersten Gemeinschaftsgarten. Am Ginsterweg 1 bewirtschaftet die gemeinnützige Bildungseinrichtung GFFB ein rund 1.500 Quadratmeter großes Gartengrundstück, das der Stadt Frankfurt gehört. Es will im kommenden Frühjahr seine Tore für Frankfurter Bürgerinnen und Bürger öffnen. Wir haben uns dort einmal umgeschaut.

    „Mitmachgarten der GFFB – Herzlich willkommen!“ steht einladend auf dem Holzschild, das am Eingang des Gemeinschaftsgartens prangt. Der Garten selbst liegt etwas versteckt neben einem Geflügelzuchtverein und dem Sportverein TSG 1957 Frankfurter Berg. Beim Betreten des Grundstücks fallen mir sofort die  imposante Größe des Gartens und die vielen Bäume auf, die mit ihren bunten Blättern ein herbstliches Flair verbreiten. Ich bin mit Peter Frankenstein verabredet, der bei der GFFB die Holz- und Fahrradwerkstatt leitet und in dem Mitmachgarten unter anderem für den Bau der Hochbeete und das Anlegen der Beete zuständig ist. Er steht an einem Kreis mit rund zehn Meter Durchmesser, der aussieht, als wäre er in die Wiese gestanzt worden (siehe Titelbild). „Hier stellen wir derzeit Hochbeete auf, die in Form eines großen ‚G‘ stellvertretend für GFFB angeordnet werden“, erläutert Frankenstein. „Das verwendete Altholz stammt durchweg von Einwegpalletten aus unserer Holzwerkstatt, wo wir übrigens auch Nistkästen für die Wildvögel gebaut haben.“ Bei der Befüllung der Hochbeete würden ebenso nur recycelbare Materialen verwendet, betont der Arbeitspädagoge. Wie ich erfahre, arbeiten derzeit etwa acht ehrenamtliche Gärtnerinnen und Gärtner bei dem Projekt mit. Dabei handelt es sich vorwiegend um Langzeitarbeitslose, die im Rahmen des GFFB-Kurses „Querbeet“ dafür sorgen, dass der Gemeinschaftsgarten wächst und gedeiht.

    Sukzessive urbar gemacht

    Bei einem Rundgang durch den Garten erzählt mir Frankenstein, dass die Stadt Frankfurt der GFFB das Gartengelände zur Verfügung gestellt hat. „Hier war alles verwildert und mit Brombeersträuchern überwuchert. Wir haben den Garten erst nach und nach urbar gemacht“, sagt er nicht ohne Stolz. „Das Grünflächenamt ist von unserer Arbeit begeistert und unterstützt uns wo immer es möglich ist, so zum Beispiel bei der Entsorgung des Grünschnitts.“ Bereits seit 2014 lernten die Teilnehmer von GFFB-Kursen vor Ort, Nutzgärten zu planen und zu gestalten sowie Gemüse und Kräutern zu ziehen. Ab dem Frühjahr kommenden Jahres soll der GFFB-Mitmachgarten auch für alle Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern geöffnet werden. „Man kann sich aber bereits jetzt bei uns engagieren“, so Frankenstein. „Wir treffen uns jeden Freitag um 10 Uhr morgens – auch bei schlechtem Wetter – zur gemeinsamen Gartenarbeit. Einfach vorbeikommen und mitmachen!“

    Vielfältiges Freizeitangebot

    Auf dem 1.500 Quadratmeter großen Gelände wurde auch ein schöner Fühlpfad angelegt.

    Neben der Beteiligung an der Gartenarbeit, kann man ab kommendem Frühjahr auch den schön angelegten Fühlpfad begehen oder das Outdoor-Schachfeld, welches derzeit in der Holzwerkstatt entsteht, für ein Match nutzen. Neben den vielen Freizeitmöglichkeiten ist es vor allem die gute Zusammenarbeit der Hobbygärtner, die Frankenstein so begeistert. „Jeder hilft mit, dass hier etwas Schönes entsteht“, schwärmt er. Auch ich kann mir einen Eindruck von der Gastfreundschaft der Gärtner machen. So bekomme ich ein Stück Kuchen und Kaffee an dem gedeckten Tisch im Freien angeboten und darf einen großen Beutel Walnüsse, die im GFFB-Mitmachgarten geerntet wurden, mit nach Hause mitnehmen. So sieht wahre Gastfreundschaft aus!


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  • VHS Ffm veranstaltete Netzwerktreffen der Gartenprojekte

    (Gu, alerts)

    Von Urban Gardening über Artenvielfalt bis zu nachhaltigem Lebensstil

    „Grüne Kunst für Alle“ – unter diesem Motto treffen sich am Freitag, 24. November, von 18 bis 21 Uhr, insgesamt acht Garteninitiativen aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region – von Büdingen bis Eltville – zum gegenseitigen Kennenlernen, fachlichem Austausch und regen Diskussionen über Urban Gardening, Artenvielfalt und nachhaltigen Lebensstil.

    Gärtner stellen sich und ihre vielseitigen Projekte mit Infoständen und Kurzvorträgen vor, beantworten Fragen und geben Tipps und Anregungen für alle, die gerne aktiv mitgärtnern möchten oder Ideen für einen weiteren Gemeinschaftsgarten haben.

    Alle interessierten Bürger sind zu diesem Abend herzlich eingeladen, in die gerade neu eröffneten Räume der Volkshochschule Frankfurt im Nordwestzentrum, Tituscorso 7, zu kommen. Einlass ist ab 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

    Veranstalter des Netzwerkstreffens sind die Volkshochschule Frankfurt, die KulturRegion FrankfurtRheinMain im Rahmen des Projektes GartenRheinMain und das Grünflächenamt.

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  • neues Gartenprojekt in Frankfurt/Main

    (Gu, RSS)

    Mitte März fiel der Startschuss für ein neues Urban Gardening-Projekt im Nordend.
    Entstanden war das Gartenprojekt aus einem eher ungewöhnlichen Grund: Mehrere zum Teil über einhundert Jahre alte Bäume mussten in der Lortzingstraße dem Bau einer Quartiersgarage unterhalb der ehemaligen Glauburgschule weichen. Vergeblich hatte sich eine aus Bewohnern des Karrees zusammensetzte Bürgerinitiative gegen diese Aktion gestemmt. Als Ausgleich stellten der zuständige Ortsbeirat und das Verkehrsdezernat nach langen und zähen Verhandlungen schließlich einen fünfstelligen Beitrag für ein Urban Gardening-Projekt zur Verfügung. Mit den Geldern wurden dann im Herbst letzten Jahres zwei 35 und 88 Quadratmeter Straßenbereiche entsiegelt und mit Erde aufgeschüttet, die bis dahin als Stellplätze für Pkw gedient hatten. Auf dem größeren Beet begannen die Nachbarschaftsgärtner am vergangenen Samstag damit, Obst und Gemüse anzupflanzen. Bereits eine Woche zuvor waren im oberen Beet Sträucher gesetzt worden, deren Blüten und Früchte künftig Insekten und Vögeln als Nahrung dienen sollen.
    „Die aus der Bürgerinitiative entstandene Gartengemeinschaft besteht aus etwa 15 Mitgliedern, alles Anwohner aus dem Karree“, informiert uns Diane Henn, eine der Initiatorinnen. „Jeder kann bei uns seine eigenen Wünsche einbringen und das Anpflanzen was er mag“, ergänzt Katja Kaiser. Die Landschaftsgärtnerin ist für die fachliche Beratung hinsichtlich der Auswahl der Pflanzen zuständig, hilft aber auch in den Beeten tatkräftig mit. Wir erfahren, dass bereits einige Beerensträucher wie Johannisbeeren und Himbeeren gepflanzt wurden. Daneben könne sich aber jeder frei nach dem Motto „Wer zuerst kommt pflanzt zuerst“ eigenes Gemüse ziehen, ergänzt Henn. Ohne sich um die kühle Witterung an dem eher grauen Samstagvormittag zu kümmern, sind rund ein halbes Dutzend Freizeitgärtner  im unteren Beet damit beschäftigt, die ersten Erdbeerzöglinge und andere Pflänzchen und Sträucher in die Erde zu bringen.
    Ungewöhnlich an dem Gartenprojekt ist auch, dass nicht wie sonst in Gemeinschaftsgärten üblich Hochbeete oder Gabionen aufgestellt werden, sondern echte Beete mitten im Asphalt angelegt wurden. „Dafür war eigens der Boden aufgebrochen und jeweils ein zirka 50 Zentimeter tiefes Loch gegraben worden, in das dann die Pflanzerde kam“, erläutert Kaiser. Vorteil sei, dass die verwendete Erde kaum Unkrautsamen besitze. „Löwenzahn und andere ungebetene Gäste kommen ohnehin von allein“, schmunzelt die Landschaftsgärtnerin. Neben dem Gärtnern ist der Gartengemeinschaft aber auch der soziale Aspekt wichtig. „Es ist einfach schön, etwas gemeinsam zu machen“, sagt Henn. „Daher wollen wir neben dem Gärtnern auch Veranstaltungen durchführen, wie zum Beispiel einen Flohmarkt und ein Nachbarschaftsfest. (mehr …)