Schlagwort: Frauengruppe

  • Otterndorf: Garten der Hoffnung entwickelt sich weiter gut

    (Bericht, Antrag, Antworten)

    Die Rundbögen sollen vor Kaninchen und Rehen schützen. Mit den Folien können sie im
    Frühjahr gleichzeitig als Frühbeete dienen, später legen wir dann Kaninchendraht darüber.
    Deshalb brauchen wir auch Schneckenkorn, weil wir so in den Beeten die Nacktschnecken
    nicht mehr so gut absammeln können.
    Bislang haben wir die hohe Hecke und die Baumreihen mit Handgeräten beschnitten, aber
    wir werden alle älter, und Akkugeräte sind mittlerweile erschwinglicher geworden, deshalb
    wünschen wir uns Kettensäge und Motorsense.
    2 weitere Hochbeete haben noch Platz. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr gewähren sie
    eine zuverlässige Ernte der Gemüsepflanzen, die besonders gerne von Schnecken gefressen
    werden.

    Zu den Hochbeeten: Wir haben im letzten Jahr 3 Hochbeete aus Metall angeschafft, die haben sich bewährt: keine Schnecken. Aus Metall ist für uns besser, weil Holzbeete ständig gepflegt werden müssen, ausgewechselt, neu gestrichen … Nun würden wir gern noch 2 weitere dazukaufen.

    Für die kleine Akku-Kettensäge brauchen wir keinen Schein, das ist ja da Gute. Im letzten Jahr haben wir mehrmals eine Kettensäge gebraucht, weil Bäume umgestürzt sind und die Hecke zum Friedhof an der Ost-Seite inzwischen eher ein Knick mit dicken Ästen ist, wo ständige Pflege nötig ist. Bislang kam immer mein Mann mit seiner großen Säge, nur er konnte das machen. In diesem Winter werden wir noch ein paar Bäume fällen oder beschneiden müssen, im Laufe des Jahres steht die Heckenpflege an, und es bricht im Sturm auch immer mal ein Ast ab. Mein Mann mit seiner großen Säge hat da die Oberaufsicht, aber mit der Akkusäge könnte dann jemand helfen, um die abgesägten Teile zu zerkleinern – der Kleinkram wird dann von allen per Hand zerschnitten.

    Um die Wartung der Geräte kümmert sich immer mein Mann. Wir lagern die Akku-Geräte bei uns zu Hause, um sie aufzuladen und damit sie nicht geklaut werden.

    BERICHT 2025

    Bereits am 15. März begann die Gartensaison. Auch bedingt durch das gute Wetter im Frühjahr
    und Frühsommer kamen ohne Werbung viele Geflüchtete in den Garten, um die Beete
    vorzubereiten, ein neues Blumenbeet anzulegen, Frühjahrsputz im Gartenhaus zu machen und
    die Hecken zu schneiden. Anziehungskraft hatte auch die gespendete Tischtennisplatte, die bei
    gutem Wetter in diesem Jahr von großen und kleinen Gartenbesucher*innen dauernd genutzt
    wurde.
    Im April wurden die von der Anstiftung finanzierten neu gekauften Hochbeete zusammen-
    geschraubt, was sich mit gefühlt 500 Schrauben in einer mühseligen, aber auch lustigen
    Gemeinschaftsaktion nach mehrfachen Versuchen umsetzen ließ. – Als Grundlage für die
    Beete konnten wir dann die abgeschnittenen Zweige eines umgefallenen Baumes gut nutzen,
    Heckenschnitt sowie die Reste der im letzten Jahr angelieferten Komposterde. (Auch diese
    wurde ja von der Anstiftung finanziert.) Gießwasser mussten wir 2025 nur im Juni vom nahen
    Friedhof holen, ansonsten haben unsere vielen großen Regentonnen ausgereicht, die wir in
    den letzten Jahren angeschafft haben.
    Die Einrichtung der Hochbeete war ein voller Erfolg: Einige Kolumbianer*innen haben sie
    bepflanzt und gleichzeitig die schwierigen Worte geübt: Zucchini und Hokkaido-Kürbis,
    Pflücksalat und Petersilie. Die Pflanzen konnten endlich mal gut wachsen, ohne von Schnecken
    oder Hasen abgefressen zu werden. Wir planen deshalb, im nächsten Jahr, noch weitere
    Hochbeete aufzustellen.
    Auch von der Ernte auf den flachen Beeten (Kartoffeln, Bohnen, Karotten, Porree und Rote
    Bete) konnten wieder alle profitieren, die gerade da waren und etwas brauchten. Die
    Zuordnung der Beete zu bestimmten Personen haben wir wieder aufgegeben, weil alles auch
    so sehr gut geklappt hat. Nur die Tomatenernte war leider spärlich, weil die Pflanzen
    Braunfäule bekommen haben. Unser Plastik-Gewächshaus entwickelt wohl zu viel
    Schwitzwasser, so dass wir es im nächsten Jahr vielleicht besser mit Gurken probieren und den
    Tomatenanbau nach unzähligen nicht so befriedigenden Versuchen an verschiedenen Orten
    nun wohl erstmal aufgeben. Mit Kaninchendraht schützen werden wir im nächsten Jahr auch
    die Bohnen und die Rote Bete, da anscheinend in letzter Zeit vermehrt Hasen und Rehe durch
    unseren Garten laufen.
    Profitieren konnten alle Gartenbesucher*innen auch von dem vielen Obst aus unserem
    Garten: Johannisbeeren, Josterbeeren, Himbeeren, Blaubeeren – im Umland noch
    Brombeeren. Sogar unser neuer Kirschbaum, den wir für unser vor 2 Jahren verstorbenes
    Gartenmitglied Winnie gepflanzt hatten, brachte sehr leckere gelbe Früchte, die wegen ihrer
    Farbe von den Staren nicht erkannt worden waren.
    Im Herbst kam dann die Apfel- und Birnenernte dazu. Zum ersten Mal haben wir im
    Gemeinschaftsgarten Apfelsaft gemacht, obwohl wir dort weder Strom noch einen
    Wasseranschluss haben. Der von der „Anstiftung“ finanzierte Schredder wurde von einem
    Generator angetrieben – auch diesen haben wir vor einigen Jahren mit Hilfe der Anstiftung
    gekauft. Eine Presse mussten wir nun doch dazukaufen, da diejenige, die wir hätten leihen
    können, für unsere langen Wege zu wenig Kapazität gehabt hätte. Diese neue Presse, mit
    Wasserdruck betrieben, haben wir im nahegelegenen Friedhof an einen Wasserhahn
    angeschlossen. So sind alle hin- und hergelaufen oder haben die Äpfel kleingeschnitten –
    später dann auf zwei Gaskochern den Saft auf 70 Grad erhitzt und letztendlich in
    Plastikschläuche (wiederum „Anstiftungs“-finanziert) gefüllt: insgesamt 45 l. Alle Beteiligten –
    Kinder wie Erwachsene – freuten sich über die bunten Aktivitäten an einem grauen Herbsttag.
    Der „Wermutstropfen“ kam dann eine Woche später: der Saft ist in den Schläuchen gegoren
    und musste ganz schnell ausgetrunken werden. Woran genau dies gelegen hat, wissen wir
    leider nicht, wir haben allerdings die Schläuche im Verdacht, da uns das andernorts mit
    Flaschen nicht passiert ist.
    Das Besondere in diesem Jahr war ein Filmprojekt im Gemeinschaftsgarten. Unsere
    gemeinschaftliche Gartenarbeit wurde gefilmt, gleichermaßen einige Interviews zum Thema
    „ledige Mütter auf der Flucht“ und „Integrationsversuche von jungen afrikanischen Männern“.
    Auch das Filmteam ist international besetzt (eine Chinesin, Kolumbianer*innen, Afghanen und
    Deutsche). Nach der Drehbuchvorlage einer jungen Kolumbianerin wurde zudem ein Kurzfilm
    gedreht, für den wir unser Gartenhaus zu einem Wohnzimmer umgestalteten. Angeregt von
    den Filmen kam ein junger Mann mit Gedichten über die Flucht in den Garten, eine Frau aus
    der Elfenbeinküste sang Lieder in ihrer Heimatsprache und die afrikanischen jungen Männer
    begeisterten wie im letzten Jahr mit weiteren Rap-Einlagen. Aus all diesem entwickelten wir
    im Dezember einen „Abend mit Filmen, Musik und Poesie von Migrant*innen aus dem Garten
    der Hoffnung“, der die 60 Zuschauer*innen berührte und beeindruckte und eine sehr gute
    Werbung für unseren Gemeinschaftsgarten war: drei Frauen haben spontan nachgefragt, ob
    sie sich im nächsten Jahr am Gartenprojekt beteiligen könnten.
    Wie bereits in allen vorherigen Jahren hat sich die Zusammensetzung des Garten-Teams auch
    in diesem Jahr verändert. Eine deutsche Frau ist hinzugekommen, die alles „Drumherum“ wie
    Rasenmähen, Ordnung schaffen, Laub fegen, Kanten stechen … voller tatkräftiger Freude
    erledigt. Sie wird das weiter so machen und hat sich dafür ein paar wichtige Akku-Geräte
    gewünscht. 1 Kolumbianer und eine junge Kolumbianerin sowie ein junger Mann aus Burundi
    sind inzwischen feste Mitglieder im Gartenteam, eine syrische Familie mit 2 Kindern ist hinzu-
    gekommen, während eine afghanische Familie, die fast von Anfang an dabei war, nun leider
    weggezogen ist. Die eigentlich fest dazugehörende iranische Familie ist leider wegen privater
    Anforderungen nur noch sporadisch dabei. Aktuell besteht das Gartenteam aus 12
    verbindlichen Mitgliedern. Die regelmäßigen Besucher*innenzahl von meist 20-25 Personen
    zeigt jedoch, dass sich viel mehr Leute zum Garten zugehörig fühlen und dann auch gerne
    mitarbeiten. Zu dem großen Interesse beigetragen hat auch in diesem Jahr die
    Fahrradwerkstatt und die oben beschriebenen Filmaktivitäten. Beides werden wir im nächsten
    Jahr weiterführen.

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  • Gladbeck: INtek. Hochbeetgarten vergrößert sich

    (Antrag, Antworten)

    im Herbst 2022 haben wir mit Frauen aus dem Freundeskreis Gladbeck-
    Alanya und der interkulturellen Frauengruppe in Gladbeck den
    interkulturellen Hochbeetgarten im Jovypark im Rahmen des
    Bundesprogramms „Engagierte Stadt“ als ein Ort der Begegnung und des
    interkulturellen Austauschs ins Leben gerufen. Inzwischen konnten mit
    Unterstützung des Umweltamtes der Stadt und lokalen Unternehmen und
    Geschäftsleuten 9 Hochbeete aufgestellt werden.
    Wir hatten mit Ihnen im September 2024 kommuniziert und haben
    anschließend unser interkulturelles Hochbeetgartenprojekt auch in das
    bundesweite Netzwerk eingetragen.
    Die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) im Ruhrgebiet bietet
    auf Ihrer Internetseite, der IGA-Plattform, nachhaltigen Projekten von
    Bürgerinnen und Bürgern unter dem Menüpunkt „Mein Garten“ auch eine
    Bühne! Auch wir haben unser Hochbeetgarten-Projekt bei der IGA
    angemeldet und nach Prüfung, ob es auch den Kriterien der IGA entspricht,
    ist das Projekt inzwischen freigeschaltet worden. Hier der Link:
    https://www.meingarten.iga2027.ruhr/projekte/details/interkultureller-
    hochbeetgarten-jovyplatz-gladbeck/
    In diesem Frühjahr möchten wir noch zwei weitere Hochbeete aufstellen.
    Eines davon wird ein rollstuhlgerechtes Hochbeet sein, das die Caritas-
    Werkstätten in Gladbeck bauen werden. Das Umweltamt der Stadt
    unterstützt uns dabei.
    Meine Frage/Bitte wäre, ob wir über die Stiftung für Erde und Gartengeräte,
    die wir noch brauchen, eine Unterstützung bekommen können.
    Ihre Fragen, die Sie mir in der Mail geschrieben haben, beantworte ich in
    diesem Zusammenhang wie folgt:
    1. Wie kann man im Garten mitmachen? Gibt es neben den Beeten
    noch weitere Bereiche?
    Der Hochbeetgarten liegt in einem zentralen Park der Stadt,
    dem Jovypark. Neben den Beeten gibt es weitere Flächen, wie eine
    große Wiese und ein gepflastertes Rondell mit Bänken, die wir für
    unsere Treffen und Veranstaltungen nutzen können. Alle Treffen
    und Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten.
    2. Sind die Beete fest verteilt, könnten noch weitere gebaut werden?
    Wie viel Interesse dort zu gärtnern, gibt es?
    Die Hochbeete haben Patinnen und Paten, die sie bepflanzen und
    pflegen. Bisher sind jedes Jahr neue Beete hinzugekommen, die
    wiederum an Patinnen und Paten vergeben wurden. Bei unseren
    wöchentlichen Treffen kommen aus den angrenzenden Schulen oder
    aus dem Quartier Menschen vorbei und erkundigen sich regelmäßig
    über das Projekt und Anbaumöglichkeiten mit einem Hochbeet.
    Das Interesse, selbst ein Hochbeet in der Nachbarschaft oder im eigenen
    Garten aufzustellen wächst und hat schon an einigen Stellen in Gladbeck
    Schule gemacht.
    Wir selbst dürfen auf der Fläche im Jovypark maximal 12 Beet aufstellen.
    3. Sind die Frauen noch dabei oder gärtnern nun inzwischen
    hauptsächlich Gruppen?
    Die Frauen sind die Initiatorinnen und Standbein des Projektes und sind
    noch dabei, aber auch drei Gruppen und Seniorinnen.
    4. Gibt es regelmäßige Treffen, gemeinsame Gartentage oder
    ähnliches?
    In der Gartensaison von April bis Oktober treffen wir uns regelmäßig
    freitags zum Gärtnern und Austausch mit Getränken und Gebäck. Die
    Treffen sind immer offen Interessierte. Ende September veranstalten wir
    ein Erntedankfest. Alle zwei Jahre beteiligen wir uns auch bei den
    „Wochen der Vielfalt“ in der Stadt mit unserem Projekt.
    5. Gibt es Vandalismus oder Diebstahl? Und wenn ja, wie gehen Sie
    damit um?
    Bisher haben wir keine Probleme mit Vandalismus gehabt. Wir haben die
    umliegende Nachbarschaft und die Schulen kontaktiert und sie über das
    Projekt informiert, so dass alle ein wenig auf den Garten achten.
    Außerdem ist in direkter Nachbarschaft eine Polizeiwache, die
    wahrscheinlich auch abschreckt.
    6. Wo kommt das Wasser her?
    Das Wasser wird uns vom anliegenden KreativAmt zur Verfügung
    gestellt. Das ist das ehemalige Finanzamtgebäude, in dem jetzt viele
    startups untergebracht sind. Der Geschäftsführer vom Gebäude ist von
    Anfang an von dem Hochbeetgartenprojekt begeistert und unterstützt
    uns mit der Wasserversorgung.
    7. Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie kommen die
    Gärtner*innen da jederzeit ran?
    Die Gartengeräte sind in einer stabilen Gerätekiste in der Größe eines
    Hochbeetes untergebracht. Die Kiste hat uns ein Unternehmen
    gesponsert und steht auf dem Platz bei den Hochbeeten und ist
    abgeschlossen. Die Patinnen und Paten haben jeweils einen Schlüssel,
    so dass sie jederzeit an die Geräte rankommen. (mehr …)

  • Heilkräutergarten

    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Khalaf“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) einen ganzen Gartenzyklus durchleben.

    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt .

    Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur Kräuterkunde und
    Austausch über alternative Heilungsmethoden war der Garten fast
    durchgängig von interessierten Frauen besucht.

    Seit November 2020 bieten wir zudem im selbstgestalteten Design
    Kräutertees zum Erwerb an. Für die beteiligten Frauen und auch geflüchteten
    Frauen in Unterkünften stehen die Kräutertees kostenlos zur Verfügung.
    Innerhalb eines laufenden Beratungsprojektes können sie sich vorab bei
    unserer Heilpraktikerin und Ärztin informieren und beraten lassen.

    Der Erlös der Tees soll in ein Projekt für geflüchtete Frauen* und Kinder
    fliessen, viel mehr geht es aber um das Verbreiten der Geschichten von den
    Frauen mit Fluchterfahrung durch beiliegende Flyer und durch das
    Weitererzählen und den solidarisches Aspekt, gemeinsam für einen guten
    Zweck etwas herzustellen und es öffentlich zu machen.

    Im Garten sollen nach einer kleiner Winterpause ab Februar 2021 wieder
    regelmäßig Workshops stattfinden. Er etabliert sich immer mehr zu einem Ort, an dem die Frauen zur Ruhe kommen, mithelfen und sich untereinander
    austauschen können.

    Unsere direkten Nachbarn auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.

    Der Bedarf an Heilkräutertees (Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel
    und Kamille) ist sehr hoch, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um im kommenden Frühling unsere Kräuter wieder biologisch und
    nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weiteres Material, um in
    gemeinsamen Aktionstagen, weitere Hochbeete aufzubauen.

     
    • Wie viele Frauen gärtnern inzwischen in dem Gartenprojekt?
    ca. 20 Frauen (von der kurdischen Community sind immer ca. 10 Frauen
    da, manchmal auch mehr und viele Kinder, dann noch ca. 10 Frauen aus
    dem Flamingo Kern plus an Projekttagen und Workshops und
    Beratungsangeboten immer so zwischen 2-6 Frauen.
    • Gibt es eine Kerngruppe?
    Ja, die Kerngartengruppe von Flamingo zu denen auch die kurdischen
    Community Frauen zählen, also ca. 15 Kernfrauen
     
    • Wie oft gärtnert ihr zusammen oder kommen Frauen auch „einfach
    so“?
    Die Kerngruppe ist vereinzelt oder in Gruppen mehrmals die Woche im
    Garten. An den Tagen können alle Interessierte auch kommen und
    mitmachen
    • Gärtnern alle Frauen mit oder machen manche auch „nur“ bei
    Workshops oder bei Verarbeitungsaktionen mit?
    Die ca. 20 Frauen Gärtnerei hauptsächlich und darüberhinaus gibt es die
    Frauen und Kinder die explizit bei Workshops mitmachen oder bei
    Aktionstagen kommen Frauen dazu
    • Wie habt ihr das Gärtner, die Beratungen und die Workshops unter
    Einhaltung der Corona-Regularien gestalten können?
    Da hatten wir Glück, weil wir den Frühling und Sommer in kleinen
    Gruppen (je nach Massnahme) mit genug Abstand und in der freien Luft
    arbeiten konnten. Die Workshops konnten auch unter Einhaltung der
    Hygienmassnahmen stattfinden. Und jetzt ist es etwas schwierig weil es
    sehr kalt ist, aber unser Bauwagen hat seit letztem Monat Solarpanele
    und eine Heizung. Donnerstags sind Beratungen dort und auch das geht
    trotz Coronamassnahmen mit Mundschutz und Händewaschen und
    disentfizieren. Im Garten selbst wird gerade nichts grosses gemacht bis
    Januar / Februar.
    • Wie viel Kräuter habt ihr in etwa geerntet und zu Tees und anderen
    Produkten verarbeitet?
    Wir haben nur Tees produziert. Von den Sorten ca. 2kg: Salbei und Minze.
    Von Kamille etwas weniger, da ist was schief gelaufen ;( bei der
    Bewässerung, aber wird im kommenden Jahr dafür richtig laufen. Von
    Thymian und Rosmarin haben wir nur einen Teil bis jetzt geerntet: jeweils
    ca. 1kg.• Wie viel davon verkauft ihr/wollt ihr verkaufen? Wie groß sind die
    bisherigen Einnahmen aus dem Verkauf der Tees?
    Wir haben einen grossen Teil für den Eigenbedarf für die beteiligten
    Frauen und den anderen Teil wollen wir verkaufen, das wird aber eher ein
    kleiner Teil sein. (in diesem Jahr).
    • Wie viele Hochbeete plant ihr (bitte schlüssle die Kosten dafür noch
    auf) und wer wird die wann bauen?
    26 Hochbeete ich schicke dir den Kostenvoranschlag von PG mit. Lisa
    von PG wird sie mit uns zusammen bauen, also als Workshop und
    Aktionstage für alle offen.

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  • neuer IG richtet sich hauptsächlich an Frauen

    (ANtrag, ANtworten)

    Der geplante Gemeinschaftsgarten im Kontext:

    Im Dichterviertel in Rastede existiert seit 2015 der Ortsteiltreff MitEinAnder. Der Ortsteil ist in seiner Sozialstruktur benachteiligt; ca. 80 % der Haushalte sind Transfergeldempfänger. Insbesondere die Frauen sind mit Ausnahme des Ortsteiltreffs wenig in soziale Aktivitäten eingebunden und im öffentlichen Raum des Quartiers kaum einmal zu sehen. Dies liegt auch an der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes. Der Ortsteiltreff wird gegenwärtig finanziert über einen Fördertopf der gesetzlichen Krankenkassen mit dem Themenfeld Gesundheitsprävention. Diese Prävention ist dabei sowohl auf physische als auch psychische Erkrankungen hin ausgerichtet. Über die Förderung ist die Finanzierung von Personal gewährleistet. Die Finanzierung von Investivgütern (z. B. Spaten, etc.) ist hingegen nicht über diese Förderrichtlinie abgedeckt.

    Der Gemeinschaftsgarten soll so schnell wie möglich im Dichterviertel umgesetzt werden. Es wird uns eine Fläche in ca. 100 qm Größe durch die örtliche Wohnungsbaugesellschaft ohne zeitliche Beschränkung zur Verfügung gestellt. Personal, das die BewohnerInnen begleitet und in ihren Kompetenzen fördert und stärkt steht ebenfalls bereit.

    Der Garten soll in do-it-yourself-Bauweise erstellt werden. Geplant sind der Bau und die Bepflanzung der Anlage mit Hochbeeten – ggf. soll auch ein Zaun eingerichtet werden, sofern sich dies als erforderlich herausstellen sollte. Die Hochbeete werden aus gebrauchten EU-Paletten in Eigenbau von einigen Männern und (so interessiert) Frauen aus dem Ortsteil ehrenamtlich errichtet und aufgebaut. Diese Personen und weitere interessierte aus dem Viertel können und sollen sich dann auch dauerhaft an der Gartenpflege beteiligen. Nach und nach ist geplant den Gemeinschaftsgarten auch für andere Personen zur Nutzung freizugeben. Da der Garten frei zugänglich sein wird, ist eine Kontrolle nicht sinnvoll – aber auch ohnehin nicht gewünscht, da dieser Ort auch ein Ort des Sozialkapitals und der sozialen Kohäsion werden soll. (mehr …)

  • Im Tausendschön GG wird großes Hochbeet gebaut

    (aus Antrag/Antworten)

    Mit dem Geld wollen wir unser aus Paletten gebautes Hochbeet u.a. mit  BIO Hochbeet-Erde torffrei füllen.

    In diesem Jahr haben sich zusätzlich zu unserer Gruppe 8 Frauen (20-33 Jahre) für den Garten angemeldet. 

    Seit Januar treffen sich die Frauen, um einander kennen zu lernen und an der Gartengestaltung gemeinsam mitzuwirken. 

    Die Frauen kommen aus allen Kulturen mit und ohne Fluchterfahrung.Wie von Beginn an, haben wir einen 1:1 Schlüssel. 

    Eine Zugewanderte, ein Einheimische. Ein Aufruf nach gebrauchten Gartengeräten war erfolglos.

    das Hochbeet wird 6 m lang, 80 cm hoch  und 1,50 m breit. (mehr …)

  • Bericht über die Veranstaltung am 10.09 im Interkulturellen Garten im Golgi ParkDresden.

    [von Najeha]

    Ich bin am zehnten September um 7:45 Uhr ab Göttingen nach Dresden gefahren, wurde um 12:37 Uhr vom Hbf. Dresden abgeholt.

    Ich war im letzten Jahr im Golgi-Park gewesen, habe zwei Flüchtlingsunterkünfte besucht, die Gärten vorgestellt, die Flüchtlinge am nächsten Tag im Garten zum Essen eingeladen.

    Die geflüchtete syrische Familie, die in den Büroräumenlebt, spielt eine große Rolle und vermittelt geflüchtete Jugendlichein den Garten.

    Neuigkeiten im Garten: Der Garten hat sich erstaunlich geändert, eine große Entwicklung mit riesigem Gewächshaus, Bühne, Strom, 60 Holzkästen für Kinder und Erwachsene statt derdamaligenSäcke und ein vertikaler Garten an der Betonwand.

    Der Garten ist ein zentraler Treffpunkt für „Youth Globe Germany- Dresden“ (viele geflüchtete Jungs sinddabei). Sie veranstalteten auf der Bühne ihre Musik und Song (Rap, Hip-Hop) auf Englisch, Deutsch und in ihrer Muttersprache.

    Eine neue Information hat Kai mir erzählt (der Mitarbeiter des Spielhauses), dass die Stelle jetzt besetzt von ihm und Frau Ulla Heinrich (je eine Halbstelle mit 20 Stunden die Woche).[Gu: sie war vorher im Magarethengarten in Mönchengladbach]

    Seit April 2016 sind 8 Flüchtlinge mit je 20 Stunden die Woche (1Eurojob)im Garten beschäftig.

    Sieben jungen Männer und eine mutige Frau aus Marokko.

    Die Flüchtlinge bleiben länger und machen die Arbeit mit Lust und Laune, sagte Kai.

    Eine Frauengruppe wurde gegründet, die sich jeden Donnerstag trifft unter dem Titel „Frauen im Garten“.

    Frau Martina Müller ist zuständig für die Frauengruppe, sie hat mit den Frauen den Vertikalgarten an der Betonwand aufgebaut, sie hat mir die Situation von den Frauen beschrieben, wie sie nie in ihren Leben eine Bohrmaschine in der Hand gehabt oder verwendet, im Garten machen sie das mit Stolz.

    Frau Müller sucht für die Winterzeit ein Thema mit den Frauen zu machen, ich habe sie auf unser Ernährungs- und Gesundheitsprojekt aufmerksam gemacht, sie beriet sich und fand das Thema sehr wichtig für die Frauen und hat sich dafür bedankt.

    Frau Müller sagte: Ohne die Flüchtlinge könnte der Garten nicht so schön gestaltet werden, sie hat die Flüchtlinge und deren Arbeit sehr gelobt.

    Ich bin den ganzen Tag im Garten gewesen, die Jungs angesprochen, die Iraker, Syrer und Libyer, alle könnten gut Deutsch sprechen, obwohl sie noch nicht lange in Deutschland sind (das Alter spielt eine Rolle), nur die Pakistaner waren zurückhaltend.

    Alle haben mich begeistert gefragt, seit wann lebe ich in Deutschland, wollten unbedingt wissen: Wo wohne ich in Deutschland und wo liegt Göttingen?

    Es gab viel Kommunikation und große Freude für die meisten.

    Meine Aufgabe war, erst den Workshop „Seifen verarbeiten“ und den Vortrag über die Gärten im Irak und hier in Deutschland (die Erfahrung in den Interkulturellen Gärten).

    Beim Workshop gab es viele jungen Eltern mit ihren Kindern, daneben ein ganz alter Mann und mehrere Frauen.

    Wir haben viel Material verbraucht, verschiedene hergestellt, mit Gewürzen wie Zimt und Nelke, verschiedene Blüten und Öle.

    Ein Junge SeifenformenIraker hat mir ein schönes Gesicht gebastelt und am Ende habe ich herausgefunden, dass er ein Neffe von einem berühmten Bildhauer im Südirak ist.

    Es gab vier Workshops, mein Workshop wurde am meisten besucht, hat lange gedauert, weil immer weitere Teilnehmer dazu kamen.

    Ab 18:00 Uhr hielt ich meinen Vortrag über die Hängenden Gärten in Babylon und die heutigeSituation der Landwirtschaft im Irak.

    Es gab nicht viel Publikum, aber die Teilnehmer waren so interessiert für das Thema, das hat mich gewundert.

    Eine Studentin aus Lytwan, sie ist Architektin, ihr Wunsch ist, die Denkmale im Irak zu besuchen.

    Ein Mann träumt davon, Babylon zu besuchen und möchtein dieser Zeit hin und fragte mich, ob er das machen kann. Ich habe ihm angeraten, weil es dort sehr gefährlich ist.

    Ein anderer fragte mich: Welche Orte im Irak sind sicher, weil er seine Reise dahin machen will.

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  • In Bottrop gibt es drei GG

    (Gu, Mail und Recherche)

    In Bottrop hat der Verein GemeinschaftsSinnGärten inziwschen drei Gemeinschaftsgärten mit angeschoben und aufgebaut.
    Neben dem bei uns im Netzwerk befindlichen Gemeinschaftsgarten am Kulturhof einen Nachbarschaftsgarten an einer Grundschule und einen Interkulturellen Nachbarschaftsfrauengarten:
    “ Am 21.06.2016 war der Startschuss für einen weiteren Gemeinschaftsgarten in Bottrop. Besucherinnen des Cafés Courage und ihre Kinder sowie Bewohnerinnen bauten gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins GemeinSinnschafftGarten Hochbeete für Gemüse und Blumen.

    Das Café ist Treffpunkt für geflüchtete und in Bottrop lebende Frauen. Daher war von Anfang an das Ziel, dass die Beete das Quartier nicht nur verschönern sondern auch nachbarschaftliche Zusammenleben im VIVAWEST-Quartier auf dem ehemaligen Prosper III Gelände stärken sollen.

    Die Stadt Bottrop unterstützt das Projekt ausdrücklich. „Dieser interkulturelle Frauengarten ist genau das, was wir als Stadt mit dem im letzten Jahr begonnen Projekt „GemeinSinnschafftGarten“ anstoßen wollten“, sagt Carina Tamoschus vom Fachbereich Umwelt und Grün. „Nämlich über das Gärtnern Kulturen und Generationen zusammenzubringen.“. „Mit dem Verein GemeinSinnschafftGarten, der sich aus der Projektarbeit des letzten Jahres heraus gegründet hat, haben wir nun auch einen starken Praxis-Partner vor Ort“, ergänzt Dorothee Lauter vom Projektbüro InnovationCity.

    Die rund 20 Frauen und Kinder aus verschiedenen Ländern arbeiten Hand in Hand und am Ende stehen drei bunte Hochbeete auf der bis dahin ungenutzten Rasenflächen.“

    Zum Verein:
    Wie unterstützen wir …

    • Beratung bei der Planung von Gemeinschaftsgärten (Standort, Gestaltung usw.)
    • Verleih von notwendigen Werkzeugen und Geräten
    • Organisation von sogenannten „Bautagen“
    • Unterstützung beim Bau von Gartenkisten
    • Akquise von Unterstützern und Spenden
    • Organisation von Fortbildungen und Austauschforen wie z.B. Gartenstammtisch für GärtnerInnen
    • Bereitstellung von Informationen zum gemeinschaftlichen Gärtnern, zu aktuellen Veranstaltungen und interessanten Webseiten
    • Verbreitung der Idee des gemeinschaftlichen Gärtnerns in Bottrop

    Wie alles anfing …
    Der Verein „GemeinSinnschafftGarten“ ist aus dem gleichnamigen Projekt, das von der Stadt Bottrop gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 – Zukunftsstadt des Bundeministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt worden ist. Das Ziel des Projekts war die Aktivierung Bewohnerinnen und Bewohnern des innerstädtischen Raums für die Schaffung gemeinschaftlich genutzter urbanen Gärten. So sollte ein Stück Natur in die Stadt zurückgeholt werden, die Lebensqualität gesteigert werden und durch das gemeinsame Bauen, Pflanzen und Ernten der Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern gestärkt werden. Im Rahmen des Projekts sind zwei Gemeinschaftsgärten entstanden: Der Patengarten GemeinSinnschafftGarten am Kulturhof sowie der Interkulturelle Nachbarschaftsgarten „Im Beckedal“.

    (mehr …)

  • Repair Café von und für Frauen

    Das Frauenzentrum Schokofabrik in Berlin betreibt bereits eine Holzwerkstatt und plant gerade, ein Repair Café von und für Frauen zu eröffnen.
    http://www.frauenzentrum-schokofabrik.de/ (mehr …)

  • Kulturgarten Lüneburg hat sich gut entwickelt

    (Gu, Mail, 23.11.)
    „Unsere Saison war sehr schön, erst vor kurzem haben wir Erntedank-Fest gefeiert und Suppe von den Kürbissen aus unserem Garten gekocht. Über den Winter stehen mehr Gemeinschaftsaktionen an, bevor es im Frühling dann wieder stärker in den Garten geht 🙂 Durch das neue Semester haben wir auch neue Gesichter dazu bekommen, dafür sind ein paar der „alten Hasen“ (z.B. Robin) im Auslandssemester. Ständig im Wandel. Von den Geflüchteten haben inzwischen zwei ihren eigenen Garten angefangen, es gibt jetzt eine Frauengruppe (da sonst v.a. junge Männer im Garten waren) und im Januar feiern wir ein Lichterfest“ (mehr …)