(Artikel von Shim)
Grone. ,,Baumarkt Siekweg. Wollen wir das?“ haben die Groner SPD-Ortsratsfraktion und die Göttinger SPD-Ratsfraktion Anwohner am Siekweg gefragt. Bei einem Ortstermin am Mittwoch haben sich viele gegen den Markt und die geplante
Erweiterung des Gewerbegebietes ausgesprochen. So richtig glücklich war am Mittwochabend niemand. Weder die
Groner SPD, die SPD-Ratsfraktion noch die rund 90 Anwohner, die der Einladung der SPD in den Siekweg
gefolgt sind, können den Plänen des Investors ,,Jünemann & IGeitz Projekt GrnbH & Wundrak Siekhöhe GbR“ etwas Positives abgewinnen: Er plant einen knapp 8500 Quadratmeter großen Bau- und Gartenmarkt zwischen Siekhöhenallee und Siekweg anzusiedeln. Doch damitnicht genug: Die Verwaltung plant zudem, die Fläche zwischen dem geplanten Bau- und
Gartenmarkt im Norden und den Internationalen Gärten im Süden ebenfalls als Gewerbegebiet ohne
Einzelhandel auszuweisen. In der Verwaltungsvorlage heißt es dazu: ,,Das südliche Gewerbegebiet ist aufgrund der benachbarten Wohnnutzung hinsichtlich der Lärmerzeugung erheblich eingeschränkt. Das heißt, dass hier nur
,leise‘ Betriebe angesiedelt werden können, Mit Mitteln eines zusätzlichen Immissionsschutzes können Betriebe lauter werden, wirken nach außen zur W,chnnutzung jedoch weiterhin,leise‘.,“,Die Verwaltung beruft sich auf. Festsetzungen im Flächennutzungsplan von 2017. Einen Bebauungsplan hat die Verwaltung bereits erarbeitet. Verabschiedet hat die Politik ihn aber noch nicht.
Grones Ortsbürgermeisterin Bügit Sterr (SPD) sorgt sich um ,,das schöne Gebiet“, das nun für Gewerbe verplant wird. Den Plänen der Verwaltung, das Gewerbegebiet nach Süden zu erweitern, erteilte sie, wie zuvor der Ortsrat, eine Absage. Den ,,großen PIan“ Iehnt sie ab. Der geplante Baumarkt lasse sich aber wohl nicht mehr verhindern, räumte Sterr gegenüber den Gronern ein. Den Plänen hatte der Ortsrat Anfang Juni vorerst nicht zugestimmt. Auch im Bauausschuss meldete die SPD Beratungsbedarf an. So hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg zugunsten von Projektentwickler Reinhard Wundrak
entschiedent Der Baumarkt ist dort zulässig. […]
Christian Henze, selbst .gebürtiger Groner und SPD-Ratsmitglied, betonte, sollte die Ratspolitik einem neuen
Bebauungsplan nicht zustimmen, könnte der Investor nach dem immer noch rechtsgültigen Bebauungsplan
vonL977 bauen und Gewerbe ansiedeln, Dieser lasse ,,gewerbliche Nutzung jeglicher Art“ zu. Es müsse nun auch gepnift werden, so Henze, ob sich der von der Verwalturg vorgeIegte Bebauungsplan in zwei EinzelpIäne aulteilen lasse, über die auch getrennt diskutiert werden solle. […]
Die geplante Gewerbefläche sei eine der wenigen Freiflächen im Ortsteil. Sterr sprach sich dafür aus, die südliche Fläche künftig als Kleingartenparzellen für Familien zu nutzen. Tom Wedrins, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, sicherte
den Anwohnem zur dass seine Fraktion und die Ortsratsfraktion bei dem Thema ,, Seite an Seite “ stehen. Er sicherte zu, die ,,Gartenidee“ zu prüfen, die Frage nach dem besten Lärmschutz zu erörtern und auch Verkehrsfragen zu beantworten.
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