Schlagwort: Friedland

  • Garten für Alle in Friedland – Bericht von Shimeles

    (Info von Shimeles)

    „Friedland Garten“-Garten für Alle  

    I. Hintergrundinformation

    Das Grundstück wo der „Garten für Alle“, liegt am Ortseingang/Ausgang. Der Aufnahmelager ist direkt gegenüber. Ein kleiner Bach trennt die beiden. Die Verpächter, ein älteres paar, hatte das Grundstück als Gemüse und Obstgarten bewirtschaftet. Sie hatten die Produkte auf dem Wochenmarkt verkauft. Es gab sogar Zeiten wo sie das Flüchtlingslager mit Gemüse belieferten!

    Jetzt können sie die Fläche aus alters Gründen nicht mehr bewirtschaften.

    Die beiden Ältere paare waren selbst von der Idee eines gemeinschaftsgarten angetan. ich war beim Gespräch zu Flächen Verpachtung   dabei, so könnte ich die beiden älteren Verpächter kennenlernen.

    Vor zwei Jahren war ich als Referent bei der LEB eingeladen um die Gärten vorzustellen. Eigentlich die Idee einen Garten in Friedland aufzubauen ist sehr alt, aber die Finanzierung und die Trägerschaftsfrage klappte nicht. Die Internationalen Gärten wurden angefragt ob sie die Trägerschaft für den“ Friedland Garten“ übernehmen können. Der Vorstand der Internationalen Gärten hat aus kapazitätsgründen sich dagegen ausgesprochen. Die ländliche Erwachsenenbildung übernahm die Trägerschaft. Das Projekt wird mit Mitteln des EU-Programms LEADER, der Gemeinde Friedland und des Caritasverbands für die Diözese Hildesheim e.V. gefördert.

    II. Veranstaltung am 25.August

    An dem Tag hatte ich small talk mit dem Träger des Projektes, die Ländliche Erwachsenenbildung NDs gehabt, an sonst waren einige Kommunalpolitik erIn.

    Was gut sichtbar war wie gut der Garten in dem ländlichen Raum(Landkreis Göttingen) gut vernetzt ist! Es gab verschiedene Unterstützer und Mitmacher(Feuerwehr, Schulen, Friedlands Museum, Jugendaktiongruppen. Viele der Gäste kamen mit Geschenken bepackt!!!

    Hier sind einige Geschenke

    1. Bauwagen

    Geschenkt v. „Jugendraum Groß Lengden“

    2. Bänke und Stuhle: Ein Schreiner aus Ludolfs hausen mit SCI-Freiwilligen für den Garten zusammen getischlert hatte

    3. Kulturstuhl spende v. Frau Samah Al Jundi-Pfaff vom Museum Friedland (der Stühl wurde auf World Refugee Day gestaltet)

    Leider haben die Internationalen Gärten kein Geschenk mitgebracht!!

    4. Gäste: es waren Viele Menschen aus dem Nachbarn Ortschaften und Dörfern gekommen, auch viele geflüchtete aus dem benachbarten Lager. Es gab Kinder singgruppe, Boat-People Theatergruppe, Museum in Friedland, etc…

    Die Übersetzung in Arabisch, persisch, … hat ein Man und Frau Samah Al Jundi-Pfaff aus dem Friedland Museum gemacht. War perfekt!

    Bericht /Shimeles/082017


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  • Friedland-Garten entwicklet sich gut

    (von Najeha)

    Im Garten gibt es  keine privat Parzellen, sondern die ganze Fläche als gemeinsame-Parzelle bewirtschaftet.

    Sie arbeiten viel mit Kinder der Unterkunft in Friedland

    Sie hat mich für das Sommerfest am 25.08 eingeladen und sich  gewünscht, dass ich an dem Tag ein Workshop anbieten.

    Leider, ich habe am 25.08 meinen Workshop  in Frankfurt-Oder.

    Ich habe sie erklärt, dass bei mir keine spontane Termine geht, es muss geplant wird.

    Ab 12.08 findet im Garten ein Sommer-Jugend-Camp (wie letztes Jahr)für zwei Wochen statt. Leo aus Göttingen und Carlo aus Italien betreuen die Jugendgruppe die zwei Wochen, sie melden sich bei mir, wenn sie Beratung brauchen sagte Heidi.

    Der Plan ist ein Lehm-Ofen und ein paar Bänke im Garten aufzubauen und ein Theaterstück mit den Kinder  der Unterkunft vorbereiten, an dem Fest zu spielen.

    Die Gartengruppe hat ein paar von Landfrauen gewonnen, sie backen oft Kuchen für die Gäste bei der Veranstaltungen.

    Sie haben auch mit große Freude einen Wohnwagen von Nachbarn-Dorf bekommen, der Wagen passt für 20 Leute, wenn die Jugendliche im Garten übernachten möchten.


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  • Aktuelle Entwicklung des Gartens „Garten der Flucht und Solidarität“ in Friedland

    (von Najeha)

    Seit März 2016 hat Frau Heidrun Mitze Kontakt mit mir in Göttingen, sie wohnt in einem Dorf bei Friedland, Reiffenhausen.

    Ich haben Frau Mitze und den Mitarbeiter der Caritas in Friedland am 16.03. im Büro empfangen und beraten, Ihnen die Idee der Gemeinschaftgärten erklärt, sie über die Angebote der anstiftung informiert.

    Sie möchte von Anfang an die Nachbarn vor Ort mit einbinden. Ich habe ihr im gestrigen Telefonat empfohlen, dass sie alle Parzellen als Gemeinschaft bewirtschaften mit Patenschaften, das bedeutet, an jeder Parzelle arbeiten ein Flüchtling und Nachbarn zusammen.

    Das Ziel ist, dass sie in Dialog kommen, die Sprache lernen und sich austauschen.

    Im August 2016 hat sie ein zweiwöchiges Jugend-Work-Camp organisiert. Ich war am 3.8.eingeladen, habedas Grundstück besucht, die Flüchtlinge aus Friedland im zukünftigen Gartenstück empfangen,ihnen die Idee und Ziele der Gärten erklärt.

    Die Neuigkeit von gestern ist, dassfür das Gartenprojekt die Förderung irgendwie gesichert ist.

    Zwei Förderungsmöglichkeiten hat sie, erstens über ein EU Programm, es war viel Arbeit, sie musste 30 Seiten Formulare ausfüllen,dem 20köpfigen Vorstand vorlegen, weiter 50 Leuten, die für die lokalen Aktionen auf den Land zuständig sind. Die Idee wurde gut aufgenommen.

    Sie fördern das Projekt für drei Jahre mit 80%.

    Zweitens LEB (Ländliche Erwachsenenbildung) für 20% als Co-Finanzierung.

    Frau Mitze freut sich sehr, sie wartet auf den Förderbescheid.

    Sie plant wieder einen Jugend-Work-Camp für den Sommer.

    Sie möchte, dass ich demnächst eine Informationsveranstaltung in der Unterkunft in Friedland mache.


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  • Gartenprojekt im Aufbau in Friedland

    (Bericht von Najeha)

    Bericht über meinen Besuch des Gartenprojekts (Garten der Zuflucht und Solidarität) in Friedland

    Am Mittwoch, den 3.8. um 14:14 Uhr bin ich nach Friedland gefahren, dort habe ich das Gartenprojekt (im Aufbau) besucht.

    Der Ziel meinen Besuch war, das Grundstück des zukünftigenGartens zu besichtigen, die Organisatorin zu beraten (beim Pflanzen von Gartengemüse), die Flüchtlinge empfangen, ihnen die Idee des Gartens auf Muttersprache erklären.

    Seit März 2016 hat Frau Heidrun Mitze Kontakt mit mir in Göttingen gehabt, sie möchte ein Gartenprojekt mit den Flüchtlingen in Friedland aufbauen.

    Am 16.03. habe ich Frau Mitze und Herrn Weimann (den Mitarbeiter der Caritas in Friedland) im Büro empfangen, sie beraten, ihnendie Idee der Gemeinschaftgärten oder Interkulturellen Gärten erklärt, sie über die Angebote derAnstiftung informiert.

    Frau Mitze hat mit der Organisation SCI (Service Civil International) ein zweiwöchiges Jugend-Work-Camp organisiert.

    Die Gruppe besteht aus 15 Personen, zwischen 20 und 30 Jahre alt, aus 7 verschiedenen Ländern, die seit zwei Wochen mit der Vorbereitung des Grundstücks für das Frühjahr 2017 beschäftigt sind.

    Der Plan am 03.08. war, dass die Gruppe das Museum in Friedland besucht und den Flüchtlingen begegnet, mit ihnen das Grundstück besucht und sie über das zukünftigeProjekt informiert.

    Ich habe erst den Besitzer des Grundstücks kennen gelernt; eine Führung auf dem Gelände hat Frau Mitzemit mir gemacht, dann habe ich die Gruppe dergeflüchteten Leute empfangen.

    Die meisten waren aus Syrien, dem Irak und 4 Leute aus Eritrea.

    Die Erklärung für die Work-Camp-Gruppe war auf Englisch.

    Ich habe die Begrüßung auf Arabisch und Kurdisch gemacht, und es gab eine schöne Rückmeldung. Sie sind direkt zu mir gekommen und wollten mehr über mich und meine Arbeit wissen.

    Dann habe ich über die Entstehung der ersten InterkulturellenGärten berichtet und über die Rolle der Gärtenbeim Erlernen oder Verbessender deutschen Sprache als praktischer Weg, sich in der Gesellschaft zu integrieren.

    Es gab auch eine Vorstellungsrunde.

    Ich habe versucht, alle Fragender Organisatorin und der Flüchtlinge zu beantworten.

    Der Besuch hat fast vier Stunden gedauert, Frau Mitze hat sich sehr darüber gefreut, und die Work-Camp-Gruppe will auchweiteren Kontakt mit uns haben.


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  • Garten geplant im Grenzdurchgangslager Friedland

    (Aus Projektbeschreibung)

    GARTEN der ZUFLUCHT und SOLIDARITÄT

     Das Herzstück des geplanten Projekts ist ein Garten am Ortsrand von Friedland. Dort sollen sich interessierte Asylsuchende für den Zeitraum ihres Aufenthalts im Grenzdurchgangslager (GDL) Friedland, mit einfachen Arbeiten beschäftigen können. […]   Das für das Gartenprojekt vorgesehene Grundstück ist 8.000 m² groß, befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Standort des GDL und soll angepachtet werden. Bisher wurde es von ortsansässigen Eigentümern (Obstanbauer) bewirtschaftet, die ihren Betrieb aus Altersgründen einstellen möchten. Auf der Fläche befinden sich Obstbäume, Beerensträucher und Rhabarberpflanzen, die weiterhin bewirtschaftet werden sollen. Vorgesehen ist zudem die Anlage von Gemüsebeeten, evtl. in Form von Hochbeeten. Die Bewirtschaftung planen wir nach einem solidarischen Prinzip. Danach ernten die Teilnehmer die Früchte der Arbeit ihrer Vorgänger und sorgen mit ihrer eigenen Arbeit für die Ernte der Nachfolgenden. Erfahrungen im Gärtnern werden von den Teilnehmern nicht erwartet. Weiteres Ziel des Gartenprojekts ist es, über den Kreis der Flüchtlinge hinaus, Interessierte aus der Gemeinde und dem Dorf Friedland einzubinden und so gleichzeitig eine Begegnungsstätte für Menschen verschiedener Nationalitäten und der einheimischen Bevölkerung zu schaffen.

    Vorgesehen sind folgende Abläufe:

    ·         Die Beschäftigung im Garten ist ein Angebot an alle Neuankömmlinge und Bewohner des GDL und wird als solches in Informationsveranstaltungen der Wohlfahrtsverbände und mittels Aushängen bekanntgegeben.

    ·         Interessierte bewerben sich bei einer Koordinierungsstelle und werden dort vorstellig. Im Gespräch wird ihre Eignung festgestellt und eine Auswahl getroffen. Die Koordinierungsstelle ist ebenfalls zuständig für die Abstimmung der Beschäftigungszeiten der Teilnehmer und den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern.

    ·         Alle Arbeiten im Garten werden von Betreuungspersonal begleitet (Angestellte und Ehrenamtliche). Die Zahl der teilnehmenden Flüchtlinge ist begrenzt. Je nach anstehenden Gartenarbeiten und dem zur Verfügung stehenden Betreuungspersonal können voraussichtlich drei bis zehn Personen gleichzeitig auf der Fläche arbeiten. Durch einen schichtmäßigen Wechsel sollten aber darüber hinaus weitere Personen an dem Projekt teilhaben können.

    ·         Die Gartensaison beginnt je nach Wetterlage im Februar und endet im Oktober/November. Während der Wintermonate besteht das Angebot nicht.

    Hintergründe

    Die Asylsuchenden leben für einen Zeitraum von maximal drei Monaten im Grenzdurchgangslager in Friedland, das auch die Funktion einer Erstaufnahmeeinrichtung besitzt. In dieser Zeit dürfen sie keiner bezahlten Arbeit nachgehen. Während ihres Aufenthalts durchlaufen sie die ersten Schritte des Asylverfahrens und erhalten dabei Orientierungshilfe und beratende Unterstützung durch die Wohlfahrtsverbände, die den geflüchteten Menschen darüber hinaus mit Einrichtungen, wie Jugendclubs, Frauenzentrum, Sprachunterricht und Kleiderkammer wertvolle erste Hilfestellung leisten.

    Dennoch verbringen die GDL-Bewohner einen Großteil ihrer Zeit mit Warten, ohne etwas Sinnvolles tun zu können. Dabei sind sie von Menschen umgeben, die ihrerseits Einschneidendes, teils Traumatisches erlebt haben. Neben vielen guten Begegnungen, sind Ängste, Spannungen und Aggressionen eine zwangsläufige Folge dieses Zusammenlebens – sowohl im Lager selbst, als auch im Kontakt mit den Einwohnern Friedlands.

    Das Dorfleben Friedlands ist seit Jahrzehnten geprägt von einer großen Zahl stetig fluktuierender GDL-Bewohner. Doch im vergangenen Jahr überstieg deren Anzahl phasenweise die der Einwohner Friedlands um ein Mehrfaches.


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