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  • Südstadt-Gärtla: weiteres Gartenprojekt von Bluepingu

    (Antrag und Antworten)

    Ein grüner Begegnungsplatz für alle ist am Entstehen – zum gemeinsamen Werkeln, Ernten, Zusammenkommen und Genießen. Mit den Bürger*innen der Fürther Südstadt möchten wir einen Gemeinschaftsort für ein offenes und kommunikatives Miteinander gestalten. Wir – das sind die Kooperationspartner „Koordiniertes Stadtteilnetzwerk Südstadt“ und „Bluepingu e.V.“
    Im März 2020 wurde vom Bauausschuss der Stadt Fürth der Beschluss gefasst, die Fläche an Bluepingu e.V. zu überlassen
    Nach einem Gespräch mit dem Grünflächenamtsleiter der Stadt Fürth wurde eine Teilfläche der öffentlichen Grünanlage Herrnstraße (Herrnstraße / Ecke Schwabacher Straße Fürth) zur Überlassung in Aussicht gestellt, im März wurde der offizielle Beschluss gefasst. Die Fläche umfasst eine Größe von ca. 875 m².
    Die Grünanlage Herrnstraße ist in einem wenig attraktiven Zustand und es gab in der Vergangenheit immer wieder Überlegungen zur Umgestaltung – jedoch ohne konkretes Ergebnis. Das wird sich nun ändern!
    Mit der Verschönerung des Grundstücks soll ein Nutzen für die Anwohner*innen und eine Aufwertung des Quartiers verbunden sein. Es soll ein Ort sein, an dem gegärtnert wird, vielfältiges bürgerschaftliches Engagement möglich ist, Nachbarschaft gelebt und ein nachhaltiger Lebensstil mit Spaß und Freude erfahrbar wird.
    Einen Zaun wird es nicht geben.
    Eine intensive Einbindung der Nachbarschaft soll die „Aneignung“ des Ortes begünstigen, und damit auch seinen „Schutz“.
    Mittel- und langfristig soll eine Gartengruppe aufgebaut werden, die das Südstadt-Gärtla eigenständig betreut. Die Aufbauarbeit wird von den Kooperationspartnern Koordiniertes Stadtteilnetzwerk und Bluepingu e.V. koordiniert.
    Wir haben im Mai eine erste kleine Aktion auf dem Grundstück gemacht, um zu zeigen: Hier ist etwas am Entstehen.
    Gemeinsam haben wir ein „Inspirations-Hochbeet“ und eine Infotafel mit Wünsche-Briefkasten für interessierte Bürger*innen aufgestellt. Außerdem gab es eine Auftakt-Veranstaltung direkt vor Ort zum Ideen vertiefen, gegenseitigem Kennenlernen und Planen.
    Neben dem Inspirations-Hochbeet und dem Wünschebrett haben wir bisher fünf Hochbeete aufgestellt. Weitere sollen folgen.
    Als nächstes sind im September der Bau von Sitzmöglichkeiten, sowie „Außeneinrichtung“ geplant (Palettenmöbel). Auch eine Box für Gartengeräte soll gemeinschaftlich gebaut werden.
    Im Herbst und Winter soll das Südstadt-Gärtla ebenfalls frequentiert werden. Gemeinsames Teetrinken bei Kleinkunst sind erste Ideen.
    Möglichst vieles soll über „gerettete“ und gespendete Sachmittel gedeckt werden (zum Beispiel Paletten). Am besten Second Hand.

    • Was genau bedeutet, dass die Teilfläche euch überlassen wurde. Ist das zeitlich befristet? Müsst ihr eine Pacht zahlen? Wie sieht die vertragliche Regelung aus?
      Wir bekommen einen Pachtvertrag mit 0 Euro Pacht. Der Pachtvertrag ist zunächst auf 5 Jahre datiert, und verlängert sich automatisch, wenn nicht eine Partei kündigt; also von beiderseitiger Intension her „unbefristet“;
      der Pachtvertrag wird gerade ausgefertigt (das scheint ein verwaltungstechnisch aufwendiger Prozess zu sein); den einstimmigen Beschluss gibt es schon seit März (vom Bau-Ausschuss der Stadt Fürth); wir stehen in Kontakt mit dem Grünflächenamtsleiter, mit dem wir vereinbart haben, dass wir auf jeden Fall schon loslegen; der Beschluss ist ja da.
    • Ich habe noch nicht verstanden, ob es schon eine Gruppe gibt, die mit plant und gärtnern möchte (was ja eine Grundvoraussetzung für eine Förderung durch uns ist). Wenn es eine Gruppe gibt, wie groß ist diese dann und wie setzt sie sich zusammen? Wie wird in und mit der Gruppe kommuniziert und wie werden Entscheidungen getroffen?
      Es gibt seit Anfang des Jahres ein „Gärtla-Orga-Team“. Wir haben uns bisher ca. monatlich getroffen, um den Prozess und die Beteiligung zu planen. Im Orga-Team sind ca. 7 Personen; Zur Auftakt-Veranstaltung haben wir die Nachbarschaft mit Flyern eingeladen und seither sind weitere Personen dabei, die Mithelfen möchten; im „Gärtla-Verteiler“ sind es derzeit 32 E-Mail-Adressen, die Interesse haben am Mitgestalten und explizit in den Verteiler wollten; diesen Verteiler nutzen wir, um zu den Aktionen einzuladen und natürlich möchten wir ihn sukzessive ausbauen; Außerdem kommunizieren wir analog über das Wünschebrett auf dem Gärtla. Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen, wann immer möglich gemeinsam mit den Anwohner*innen;
    • Wer hat die Hochbeete aufgestellt? Waren da Anwohner*innen beteiligt?
      Die Hochbeete wurden durch ca. 4 Leute vom Orga-Team und Nachbar*innen aufgestellt. Insgesamt waren wir ca. 15 Leute.
    • Wie viele Hochbeete soll es geben und wie viele Leute könnten mit gärtnern?
      Es steht noch nicht fest, wieviel weitere Hochbeete es geben soll. Schätzungsweise im nächsten Schritt weitere 5-7 Hochbeete – also insgesamt ca. 12 Hochbeete. Wir möchten aber auch Sitzgelegenheiten bauen und weitere Elemente eines Gemeinschaftsortes integrieren (Tauschregal etc.)
      Schwer zu sagen, wieviele Leute mitgärtnern könnten. … gießen und Beete betreuen; säen und ernten; etc.
      da könnten bestimmt 20 Menschen aktiv sein; weitere Leute können punktuell bei Festen oder Flohmarkt o.ä. aktiv sein; außerdem braucht es auch „Hintergrund-Gärtner*innen“ für Orga und Kommunikation;
    • Wie ist der Garten/soll der Garten organisiert werden? Alles gemeinschaftlich? Individuelle Beete?
      Derzeit sind alle Beete gemeinschaftlich; wir möchten sehen, wie es sich entwickelt; es sind bspw zwei Kindergärten in der Umgebung, und wir haben extra auch zwei niedrige Hochbeete gebaut, vielleicht haben die KiGas Lust auf eine Beet-Patenschaft. Das würde uns gefallen und auch den Bildungsaspekt herausheben; wir müssen dort aber erst anfragen;
      wir würden gerne weiterhin gemeinschaftliche Beete promoten und die zugehörigen Aushandlungsprozesse als Lernfeld für das Quartier sehen; wenn sich aus der Anwohnerschaft allerdings ein großer Wunsch nach individuellen Beeten herauskristallisiert (bisher nicht), dann würden wir dem nachgehen. Auf jeden Fall wirds ein Kräuter- und Naschbeet für die Allgemeinheit geben.
    • Wie groß wäre der Minigeräteschuppen und wie kommen die Mitgärtner*innen dann an die Gerätschaften?
      Das wäre eine Art „Truhe“ oder Schrank (HxBxT ca. 180x100x80cm), wo Gießkannen, Schaufeln, etc. untergebracht werden können; Idee ist, die Truhe mit einem Zahlenschloss zu verschließen; die Gärtner*innen kennen den Code; Die Truhe soll aus Paletten gebaut werden, so dass man von außen einsehen kann, was drin ist; somit wollen wir der Versuchung entgegen treten, es „aufzuknacken“;
    • Wo kommt das Wasser her?
      Bisher aus einem nahe gelegenen Fluss, und von Nachbarn, die mit gefüllter Gießkanne/Kanister kommen; hier brauchen wir eine Lösung; angedacht ist: entweder die Sparkasse in direkter Nachbarschaft legt uns einen Außen-Anschluss, oder wir können den Hydranten der Stadt anzapfen; das Thema ist in Klärung; besonders freut es uns, dass trotz widriger Umstände noch kein Pflänzchen kaputt gegangen ist! Im Gegenteil, es kommen immer wieder neue hinzu!
    • Was plant ihr mit den Flyern und Plakaten?
      Wir möchten zur Aktivierung der Anwohner*innen die nächsten Veranstaltungen mit Flyern bewerben und direkt in die Briefkästen verteilen.
      Wir haben ja unsere Wünschetafel (mit Dach). Das ist eine weitere analoge Kommunikations-Plattform. Dafür sind die Plakate gedacht.

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