Schlagwort: Gärten als Teil von Kunstveranstaltungen

  • Dresden: Neubelebung und Erweiterung des Palais Garten (im Museum)

    (ANtrag, ANtworten)

    Das Japanische Palais ist ein historisches Gebäude im Zentrum Dresdens, direkt an der
    Elbe. Ein Großteil des Gebäudes wird von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
    genutzt: Hier befinden sich das Museum für Völkerkunde der SKD und das SENCKENBERG
    Naturmuseum Dresden. Zudem werden wechselnde Ausstellungen der 15 Museen der SKD
    präsentiert. Aktuell ist noch die Kinderbiennale zu sehen, anschließend folgen die
    Ausstellung „Mythos Handwerk“ des Kunstgewerbemuseums sowie „Die blauen Schwerter.
    Meissen in der DDR“ der Porzellansammlung der SKD.
    Um unsere Nachbarschaften einzubinden und das Gebäude mit dem Umfeld zu verknüpfen,
    gibt es auch sogenannte „Frei-Räume“: Werkstätten, ein Projektcafé und einen urbanen
    Garten im Innenhof des Japanischen Palais, der zur gemeinsamen Nutzung und kreativen
    Arbeit einlädt. Bisher wurde der Garten eher passiv genutzt – vor allem zum Bestaunen und
    Verweilen. Nun möchten wir ihn für die Gemeinschaft aktivieren, sodass er bewusst genutzt
    und (mit-)gestaltet wird.
    Projektbeschreibung:
    Der Garten, der 2019 im Rahmen der Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft“ durch eine
    enge Zusammenarbeit mit der UFER e.V. entstand, soll durch die Einbindung einer
    Gartengruppe und einer Partnerschule oder Kita noch stärker in die Stadtgesellschaft
    eingebunden werden. Geplant ist, die bestehenden Hochbeete gemeinsam zu pflegen, neue
    Hochbeete aufzubauen, die von der Gartengruppe bepflanzt und gepflegt werden und den
    Garten zu einem Ort des Austauschs und der praktischen Bildung zu machen.
    Besonderes Augenmerk liegt auf der Installation „Vietnamese Immigrating Garden“ des
    Künstlers Tuan Mami, die im Jahr 2022 in den Garten integriert wurde. Hierbei wird die
    Migration von Pflanzen als Metapher für die Migration von Menschen betrachtet. Im Zentrum
    steht die Pflanze Rau Cần Ta (Wasserfenchel), die durch vietnamesische Migrant*innen nach
    Deutschland kam und eine Verbindung zwischen der vietnamesischen Kultur und den
    Erfahrungen von Migration herstellt. Es hat sich etabliert, dass die vietnamesische
    Gemeinschaft aus der Nachbarschaft des Japanischen Palais gern kommt, um die
    Wasserfenchelpflanzen zu ernten. Auch sie sind eingeladen, die neue Hochbeete
    mitzugestalten.
    Projektziele:
    Das Projekt zielt darauf ab, den Palais Garten als offenen und lebendigen
    Gemeinschaftsgarten für die Stadtgesellschaft zu etablieren. Durch die Bildung einer
    Gartengruppe und Partnerschaften mit Schulen oder Kitas soll der Garten als interaktiver
    Lern- und Begegnungsort genutzt werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die
    Förderung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gelegt, indem durch die
    Wiederverwendung von Materialien und nachhaltigen Anbaumethoden ein
    ressourcenschonender Umgang mit der Natur praktiziert wird. Beispielsweise werden
    Holzbalken nach Abbau der aktuellen Sonderausstellung „Kinderbiennale. Planet Utopia“
    aufbewahrt, um einen Sonnensegel im Palais Garten bauen zu können. Der Stoff für das
    Sonnensegel wird in der die „Fair Fashion Factory“, der Textil- und Nähwerkstatt des
    Japanischen Palais, genäht. Darüber hinaus werden die Pflanzenschilder in der hauseigenen
    Medienwerkstatt, dem Media Lab, produziert.
    Weiterhin wird das Kunstwerk „Vietnamese Immigrating Garden“ von Tuan Mami integriert,
    um die Migration von Pflanzen und Menschen sowie deren kulturellen und sozialen
    Auswirkungen zu thematisieren. Das Projekt fördert den interkulturellen Austausch und das
    Verständnis für die Themen Migration und Heimat. Der Garten wird so zu einem Ort des
    Austauschs, des Lernens und der sozialen Integration.

    Maßnahmen:
    Zur Umsetzung des Projekts werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Zunächst wird eine
    Gartengruppe gebildet, die gemeinsam mit einer Schule oder Kita an der Pflege der
    Hochbeete und der Gartengestaltung beteiligt ist. Es sollen drei neue Hochbeete
    gemeinsam aufgebaut und bepflanzt werden, die gezielt von der neuen Gartengruppe
    gepflegt werden. Zu der Gartengruppe gehören auch die Mitarbeiter*innen des Museums,
    das Team des Projektcafés, das die Kräuter und das Obst aus dem Garten für die
    Zubereitung von Speisen und Getränke nutzt, und die ehrenamtlichen Expert*innen von
    Gartenvereinen. Das gemeinsame Gärtnern soll dabei auch den Austausch zwischen
    Museum und Publikum stärken.
    In Workshops und Führungen werden die Themen Nachhaltigkeit, Pflanzenpflege und
    Kreisläufe vermittelt. Dabei sollen die Teilnehmer*innen nicht nur praktisch im Garten tätig
    werden, sondern auch ein tieferes Verständnis für ökologische Zusammenhänge entwickeln.
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Einbindung des Kunstwerks von Tuan Mami,
    das die Migration von Pflanzen als Metapher für die Migration von Menschen nutzt.
    Mögliche Workshops sind: Balkonkästen aus Restmaterialien bauen und mit Saatgut aus
    dem Palais Garten bestücken; ein Herbarium herstellen; Kräutervielfalt kennen lernen;
    Nachhaltig und saisonal kochen; die Pflanzenwelt über einen künstlerischen Zugang
    entdecken, Samenkugeln für zu Hause bauen u.v.m. Die Themen der Workshops werden in
    Zusammenarbeit mit der Gartengruppe entwickelt.

    1. Wie groß ist denn die Gruppe schon? Wie viele ehrenamtliche Expert*innen aus Gartenvereinen (meinen Sie damit Gemeinschaftsgarten Trägervereine?) sind schon dabei?

    Aktuell besteht die Gartengruppe aus einer kleinen, engagierten Runde: 4 Mitarbeitenden aus dem Museumsteam, 1 Aufsichtsperson sowie 3 Expert*innen aus dem Gartenbereich, die teilweise ehrenamtlich, teilweise (bis 2024) freiberuflich projektfinanziert mitwirkten. Hinzu kommen 5 Mitglieder einer vietnamesischen Gemeinschaft, die gezielt den „Vietnamese Immigrating Garden“ (V.I.G.) pflegt und erntet. Die bisherigen Café-Partner*innen waren ebenfalls Teil der Gartengruppe. Wir sind derzeit auf der Suche nach neuen Partner*innen.

    1. Wie viele Besucher*innen der Sonderausstellung haben Interesse, mit zu gärtnern/beim Gartenprojekt dabei zu sein?

    Während der Finissage der Sonderausstellung haben wir gezielt auf das Gartenprojekt aufmerksam gemacht – durch Workshops und Gartenführungen. Verbindliche Anmeldungen wurden bisher allerdings nicht erfasst. Sobald klar ist, wie und wann es weitergeht, möchten wir auf unseren Kanälen – insbesondere über Instagram und vor Ort im Japanischen Palais – aktiver zur Beteiligung einladen. Am 11. April wird der Garten neu bepflanzt, und wir laden interessierte Besucher*innen spontan herzlich ein, mitzugärtnern oder den Garten zu entdecken

    1. Wie kommen die Gärtner*innen in den Garten? Ist das jederzeit möglich?

    Der Garten ist während der regulären Öffnungszeiten des Japanischen Palais zugänglich – derzeit Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Perspektivisch streben wir eine Verschiebung von 11 bis 18 Uhr an; eine Entscheidung dazu steht in Kürze an. Die einzige Einschränkung erfolgt im Winter: Bei Schneefall und Glätte bleibt den Innenhof geschlossen (Rutschgefahr). Es ist allerdings möglich, als Gartengruppe darum zu bitten, in den Innenhof zu gelangen.

    1. Wie genau wird Kunstwerk „Vietnamese Immigrating Garden“ integriert (das habe ich schon auf der letzten Documenta bewundert)?

    Das Werk von Tuan Mami war ursprünglich an einer anderen Stelle im Hof verortet. In Zusammenarbeit mit dem Künstler und der Gartengestalterin Gerda Berger wurde es 2024 in den Garten integriert. Seitdem rahmt es den linken Gartenbereich und bildet eine neue Einheit – zugleich eigenständiges Kunstwerk und Teil des gestalteten Gartens. Zusätzlich ist geplant, zwei Pflanzkästen mit Wasserfenchel vor dem Gebäude zu platzieren, um die Installation stärker nach außen sichtbar zu machen. Hierfür warten wir auf Rückmeldungen der Stadt und der Denkmalpflege. Der Wasserfenchel wird regelmäßig geerntet und kulinarisch genutzt. Perspektivisch möchten wir den V.I.G. auch inhaltlich weiter im Garten verankern – z.B. durch ein neues Beet mit Kräutern aus der vietnamesischen Küche. Ich hänge gern ein Bild vom Garten anbei. Darüber hinaus streben wir an, mit der vietnamesischen Gemeinschaft größere Formate und Veranstaltungen zu organisieren. Hierfür bin ich parallel auf der Suche nach Fördermöglichkeiten. Wir hatten bereits zwei sehr erfolgsreiche Großformate: einmal 2023 die Einweihung des Gartens mit dem Künstler Tuan Mami, mit gemeinsamen Kochen und Essen (Hotpot) sowie Karaoke-Singen und einmal das Nachbarschaftfestival 2024: drei Tage mit vielfältigen Musikbeiträgen, Streetfood, Workshops etc.

    1. Sind die Workshops für die (potentiellen) Gärtner*innen des Palais Gartens oder für alle Besucher*innen?

    Die Workshops sind grundsätzlich offen für alle – sowohl für Mitglieder der Gartengruppe als auch für interessierte Besucher*innen. Die Themen können von der Gartengruppe vorgeschlagen werden, zugleich bieten die Workshops eine gute Möglichkeit, neue Mitwirkende für das Gartenprojekt zu gewinnen.

    1. Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie werden die Beete bewässert?

    Die Gartengeräte sind im Garten in einer abschließbaren Holztruhe untergebracht (Zahlenschloss). Für die Beete wurde ein Bewässerungssystem mit Computersteuerung und kleinen Schleusen installiert. In den Sommermonaten wird zusätzlich per Hand mit Gießkanne bewässert, wenn das System allein nicht ausreicht.

    1. Könnten Sie bitte die geplanten Kosten für die Workshops und für die Beetreparaturen noch ein wenig auffächern?

    Da die Themen der Workshops gemeinsam mit der Gartengruppe entwickelt werden könnten, ist eine genaue inhaltliche Aufschlüsselung vorab schwierig. Dennoch habe ich beispielhafte Materialkosten und Bedarfe kalkuliert. Womöglich können einige Material von den Teilnehmer*innen mitgebracht werden, aus dem Garten gezogen (Pflanzen) oder von weiteren Projekten im Jap. Palais nachgenutzt werden, sodass wir mit dem gesamten Budget mehr Workshops organisieren bzw. mehr Personen erreichen würden.

    (mehr …)

  • Großes Brettspiel bekommt Platz in den IG Gö

    (von Shimeles)

    Spuren hinterlassen:Mancala für alle Göttinger

    Kaz-Gruppenprojekt: Künstler Ammar Hatem baut mit Teilnehmern große Brettspiele für den öffentlichen Raum/Spiel bekommt Platz auf Gelände der Internationalen Gärten

    Von Christoph Mischke

    Göttingen. „Unser Brett“ heißt das neuste Gruppenprojekt des Göttinger Kommunikations- und Aktionszentrums (Kaz) an der Hospitalstraße. Unter Anleitung des syrischen Künstlers Ammar Hatem darf jeder, der Zeit und Lust hat, am Bau großer Brettspiele mitwirken, die später im öffentlichen Raum aufgestellt werden.

    Eine fröhliche multikulturelle Gruppe hatte sich am Donnerstag in der Kaz-Theaterwerkstatt eingefunden, um beim Start des Projekts dabei zu sein. Nasser aus Ägypten, Vu aus Vietnam, Abbas aus Pakistan, Hussein aus dem Libanon, Ketie aus Griechenland, Nidal und Mohamad aus Syrien, Mira aus Südkorea und einige andere sind gekommen, wollen mitbauen und Spaß haben. Die Göttinger Medizinerin Dr. Andrea Sydow, die seit Januar dieses Jahres zwei syrische Flüchtlinge unterstützt, ist ein klein wenig enttäuscht, als sie erfährt, dass es bei diesem ersten Treffen vor allem um die Vorstellung des Projekts, Entwürfe sowie die Regeln des ersten Spiels geht, das gebaut werden soll. „Ich habe Farbe, Pinsel und einen Malerkittel mitgebracht und würde heute schon loslegen“, sagt sie lächelnd.

    Spuren hinterlassen

    Anne Moldenhauer von der Kaz-Geschäftsleitung bezeichnet es als „totales Glück“, dass Hatem als Artist in Residence das Kaz-Team verstärkt. Drei hierzulande noch eher unbekannte Brettspiele wolle er mit Helfern und Unterstützern in den kommenden Wochen bauen und an öffentlichen Orten aufstellen, damit sie von allen Göttingern bespielt werden können. Schön und interessant sollen die Spielflächen aussehen und natürlich stabil und wetterfest gefertigt sein, damit sie auch schlechte Witterung überstehen. Dana Gaef, Leiter des Migrationszentrums Göttingen, freut sich über die große Zahl der Teilnehmer. Es gehe nicht um eine schnelle Aktion, sagt er, „wir wollen nachhaltig Spuren hinterlassen.“

    Als erstes Spiel wird Ammar Hatem mit den Teilnehmern ein Mancala bauen, ein Brettspiel, das schon vor vielen Jahrhunderten in Ägypten und Äthiopien gespielt wurde. Weltweit werden fast 1000 Varianten dieses sogenannten „Gruben- und Kieselstein-Spiels“ gespielt. Ziel bei fast allen Versionen ist es, den Gegner durch Umverteilung der Steine zugunfähig zu machen.

    Vergnügte Stimmung

    Dicht gedrängt steht die Gruppe um den Tisch und lässt sich von Hatem den Spielablauf erklären. Weil das Spiel ja erst gebaut werden muss, üben die Teilnehmer mit Kaffeetassen aus Plastik und einer Handvoll Kieselsteine, denn spezielle Spielfiguren gibt es beim Mancala nicht. Anfangs noch etwas ungewohnt, rieseln die Steinchen immer schneller aus den Händen in die Tassen und eine vergnügte Stimmung macht sich breit. „Immer zwei Spieler treten gegeneinander an und die Regeln sind recht einfach“, verspricht Hatem. Für die Gestaltung der Fläche hat der Künstler eine farbenfrohe Auswahl afrikanischer Muster mitgebracht aus der die Teilnehmer auswählen können. Auch für Kinder ab sechs Jahre sei Mancala geeignet, sagt er. Beim nächsten Treffen im August, der genaue Termin steht noch nicht fest, soll dann mit dem Bau der Spielfläche begonnen werden. Diese werde, so Hatem, nicht einfach auf dem Boden liegen, sondern, wie eine Art Hochbeet, auf einem hölzernen Korpus befest igt.

    „Wir bauen das Gestell aber nicht im Kaz, sondern direkt dort, wo das Spiel auch stehen wird, auf dem Gelände der Internationalen Gärten in Grone.“


    (mehr …)

  • IG Golgi-Park: nun auch Schule dabei

    (gu, alerts)

    […]
    Bereits seit 2015 gibt es den Gemeinschaftsgarten. Ein Grundgedanke bei der Gründung war es, Geflüchtete in die Gestaltung einzubeziehen. Der vollständige Name des Gemeinschaftsgartens – Golgi-Park Interkultureller Garten Hellerau – leitet sich vom so genannten Golgi-Apparat ab. Dieser hilft den Zellen, mit anderen Zellen zu kommunizieren und sie wachsen zu lassen. Auch im Garten soll es um Wachstum und Kommunikation, aber auch um Interaktion und Kreativität gehen.

    Ich finde es wichtig, dass wir als Theater einen niedrigschwelligeren Ort haben als unsere Vorstellungen, an dem Menschen sich treffen und kennenlernen können“, meint Ulla Heinrich, Leiterin der digitalen Kommunikation am Festspielhaus. Sie ist als Projektleiterin von Beginn an beim Golgi-Park dabei und sieht dort wichtige Impulse für ganz Dresden gesetzt. Zum Beispiel für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten.

    So gebe es viele strukturelle Hindernisse, die es erschweren, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt einzubeziehen. Im Golgi-Park sei es gelungen, eine Bundesfreiwilligendienststelle für einen Geflüchteten einzurichten. Dieser unterstützt einen ausgebildeten Gärtner, der für das Tagesgeschäft sowie die Planung von Veranstaltungen zuständig ist. Etwa einmal monatlich findet eine öffentliche Veranstaltung statt. Zudem trifft sich einmal wöchentlich eine internationale Frauengruppe.

    Inzwischen haben sich auch verschiedene Kooperationen mit dem Gemeinschaftsgarten entwickelt. So hat die anliegende Natur- und Umweltschule einen eigenen Schulgarten im Golgi-Park angelegt. Außerdem ist der Garten Ausstellungsort und erweiterter Bühnenraum vom Festspielhaus. Er ist zudem Bestandteil des Refugee Art Center, mit dem das Festspielhaus die Partizipation von Geflüchteten an Kunst, Kultur- und der Stadtgesellschaft verbessern möchte.
    http://www.neustadt-ticker.de/58283/aktuell/nachrichten/interkulturelles-herbstfest-in-hellerau (mehr …)

  • Buchvorstellung und Diskussion im Himmelbeet

    (Gu, Newsletter)

    Partizipation ist in der Planungsdiskussion als Begriff vielleicht schon etwas überstrapaziert. Gerade deshalb ist es sinnvoll, den Blick über den Tellerrand zu wagen und neue Einflüsse Raum gewinnen zu lassen. Das Buch The Participatory City versammelt Beispiele aus Chicago, Detroit, London, Mexico City oder Bangalore mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und möchte darüber die ganze Bandbreite des Diskurses darstellen. Welche Fragen dabei aufgeworfen werden und welche Schwerpunkte in Deutschland zu tragen kommen, wird in Berlin und Köln mit der Herausgeberin diskutiert.

    In Berlin diskutieren am 16.06. um 19 Uhr im Himmelbeet (Ruheplatzstr. 12 | 13347 Berlin):

    • Yasminah Beebeejaun (UCL, Herausgeberin),
    • Sebastian Schlüter (Stadtaspekte),
    • Toni Karge (Himmelbeet),
    • Moderation: Tobias Meier (urbanophil.net).

    Die Veranstaltung in Berlin findet im Himmelbeet statt (mehr …)

  • noch nicht viel los in „Elisabeths Garten“ in Düsseldorf

    (Gu, Projektbesuch am 13.5.)
    Im Rahmen von der Quadriennale sind in Düsseldorf 4 Gartenprojekte entstanden, bzw eins davon gab es schon vorher. Die Gartenberatung machen die P-Gärten.
    – vor dem KiT (Kunst im Tunnel, eine Art Galerie) stehen ein paar wenige Kisten und ein IBC-Container. In den Kisten wächst nicht viel, es gibt kein Schild mit AnsprechpartnerInnen und es sah so aus, also ob das bisher nicht von der Bevölkerung angenommen ist.
    – Düsselgrün, das Gartenprojekt in der Haifastraße, hat einen Schritt nach vorne machen können. Da sie nun nicht mehr „halb geduldet“ auf der Fläche sind, sondern ganz legal, haben sie ein Schild angebracht mit Gartennamen, Kontaktmöglichkeit und Mitmachzeiten. Durch die Quadriennale haben sie einige Beete und auch IBC-Container bekommen.

    (mehr …)