Schlagwort: Garten auf dem Land

  • Dörverden: Fläche gefunden

    wir sind weitergekommen: Haben nun eine Fläche (~ 800 m² mit altem Baumbestand), die direkt an der Wehrke (unserer Offenen Werkstatt) dran ist und werden sie ab Oktober pachten und sind schon mit dabei, sie vorzubereiten.
    Ein weiterer Projektansatz ist eine Gewächshausanlage (~200 m² verglaste Fläche), die wir in die gemeinschaftliche und vereinsbasierte Nutzung überführen wollen.

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  • Freiburg: kleiner GG entsteht im ländlichen Gebiet

    (Antrag, ANtworten)

    auf einer Grünfläche des Junghof Kappeln (bei Freiburg), entsteht ein kleiner Gemeinschaftsgarten auf 50m². Auf dem Hof/in der Umgebung leben viele Familien

    Es gibt eine 15-köpfige Gruppe (Wir sind aus der Nachbarschaft ca. 10 Erwachsene und 7 Kinder und 5 Jugendliche,
    welche die Fläche nutzen
    ) die zusammen gärtnern möchte und weitere Menschen sind interessiert.
    Es sollen ab und an Workshop stattfinden, Wissen und Kräuter geteilt werden.
    Die Kräuter sollen allen Beteiligten zur Nutztung zur Verfügung stehen und werden gemeinsam gepflegt. Ab und zu sollen
    kleine Workshops zu Pflanzenwissen und -verarbeitung im Garten tattfinden, zu denen auch Menschen aus der Umgebung eingeladen sind
    welche sich neu für den Garten interessieren.

    Die Gruppe möchte eine Kräuterspirale und ein Hochbeet bauen. Sobald das dann gebaut ist, wollen sie auch noch sichtbarer werden.

    Größe der Kräuterspirale: Durchmesser 3 Meter, Höhe 1,70 Meter.

    Größe Hochbeet: Höhe 60 cm, Länge 2m, Breite 1m

    Die Fläche ist momentan bewachsen mit Zierpflanzen und Gras. Die Altlasten gibt es im gesamten Tal aufgrund des mittelalterlichen Bergbaus. Es gibt aber auch schon Blumen, Beeren, Kräuter und Obst wachsen, die aber aufgrund des belasteten Bodens nur wenig beerntet werden.

    Es gibt eine Nutzungsvereinbarung ohne konkrete Frist.

    Sobald der Garten angelegt ist, wird im Gemeindebürgberblatt, auf der Webseite des Junghof, auf der Infotafel des Junghof, Mündlich, auf der Seite urbanes-gaertnern-freiburg.de, im Newsletter der urbanen Gärten Freiburg und weiteren Social Media Kanälen über den Garten und die Möglichkeit mitzumachen informiert. Zum Bau der Kräuterspirale und des Hochbeets wird über einige dieser Kanäle dann vorher schon eingeladen.

    Der Hof wird täglich von vielen Menschen besucht, auch aus der Gemeinde Kappel und aus der Region sowie von weiter weg. Es gibt hier viele kulturelle Veranstaltungen und wir möchten vor allem Menschen aus der Nachbarschaft, d.h. Kappel und der Molzhofsiedlung zum Mitgärtnern einladen. Einige haben bereits zugesagt. Die Fuß- und Radwege von dort zu uns sind nur ein paar Minuten.

    Wir wollen uns dann über eine Chatgruppe und viermal im Jahr ein Orgatreffen organisieren, alle Aktiven entscheiden im Konsent mit Vetorecht des Vereinsvorstands des Junghof, von dem wir die Fläche zur Verfügung gestellt bekommen. Es wird Aktionstage und Workshops geben sowie Gartentage, wahrscheinlich einmal pro Monat oder öfters, dazu individuelle und spontane Pflegeaktionen.

    Das Werkzeug wird in einem Schuppen neben der Fläche untergebracht, so dass alle Zugang haben, das Wasser falls nötig kommt aus einem Anschluss in der Nähe, ein Wasserhahn der an eine Quelle angeschlossen ist.

    Spirale und Hochbeet bauen alle die bereits Teil der Gartengruppe sind zusammen mit weiteren Helfer*innen aus der Nachbarschaft.

    Wenn weitere Kosten anfallen, werden wir kleine Beträge von allen Aktiven einsammeln, um sie zu finanzieren. Z.B. für weitere Pflanzen und Werkzeug.

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  • Meuchefitz: Gemeinschaftsgarten im Wendland entsteht

    (Antrag, Fragen)

    Antrag

    „Auf     dem   Gelände   des   Kommunikationszentrum Meuchefitz   befindet   sich   auch   ein   verwildertes Gartenareal, dieses soll im kommenden Frühjahr wieder nutzbar gemacht   und   zum Gemeinschaftsgarten gemacht werden Die   Örtlichkeiten   des   KOZ   werden   von   verschiedenen   initiativen   bespielt.   Das Gartenprojekt  wird vor allem vom Netzwerk „ Freier Fluss „ initiiert.

    Der Freie Fluss ist ein ( für alle zugänglicher) Zusammenschluss von  Menschen aus der Region,   die   (ehrenamtlich)   das   Ideal   des   tauschlogikfreien,   bedarfsorientierten Wirtschaftens   verfolgen.  Das   kann   z.B.   den  Anbau   von  Gemüse   bedeuten   das   nicht verkauft und auch nicht gegen andere  Dinge eingetauscht wird sondern je nach Bedarf an all jene die vorher Bedarf angemeldet haben verteilt wird. Das Ideal ist es ein stabiles Netz aufzubauen das die Bedarfe der einzelnen sichert ohne dass dabei aufgerechnet oder verglichen wird. Dabei geht es um mehr als um die Versorgung mit Gemüse oder anderen materiellen Güter( wie Brot Tofu Apfelsaft,die bislang produziert werden) sondern vielmehr um eingesellschaftspolitisches Experiment.

    Die Gartengruppe des FF versteht sich als  Patin des Projekts und somit in Kooperation mit dem KOZ zuständig dafür den Überblick über das Projekt zu behalten. Neben der Nutzung für den Gemüseanbau im FF ist ein wesentlicher Aspekt der der Begegnung.   Der   Gasthof   Meuchefitz   ist   seit   jeher     ein   Begegnungsort   .   Begegnung zwischen Menschen die sonst wenig miteinander zu tun haben. Alteingesessenen Dörflern jungen   Aktivist*innen   ,Menschen   die   im   Landkreis   gelandet   sind   da   sie   aus   ihren Herkunftsland fliehen  mussten, Bewohner*innen des Projekt…
    Durch die Corona Pandemie ist auch hier jedoch eine spürbare Lücke entstanden,alle ziehen sich stärker in ihre Enklaven zurück und es fehlt ein Begegnungsort Mit der Wiederbelebung des Gartens möchten wir einen solchen Corona kompatiblen neuen Begegnungsort schaffen
    Offensiv möchten wir alte Dorfbewohner*innen  einladen ihr Wissen weiterzugeben oder auch nur zum Klönschnack  bei einem einmal alle drei Monate geplanten offenen Garten Tag mit Lagerfeuer und Verkostung vorbei zuschauen, Des weiteren wird eine Kooperation mit der Grundschule im Nachbarort angestrebt. Eine Kooperation findet auch mit der Gruppe solidarische Provinz statt die geflüchtete
    Menschen im Landkreis unterstützt.
     
    Was ist geplant? Wann ist es geplant?
    Den Auftakt für die Wiederbelebung des Gartenareals solle ein Garten Aktionswoche In der ersten März Woche darstellen Diese Aktionswoche wird maßgeblich von der Garten Gruppe   des   FF   initiiert   und     betreut,   ist   aber   für     alle offen. Die Woche soll genutzt werden den Garten gemeinsam zu planen wobei die Wünsche der verschiedenen Gruppen einfliessen sollen. Ein  Teil soll der Anbau des FF Gemüse sein.
    Darüber hinaus ist jedoch noch viel Platz. Eine Gruppe die den Orten für den Anbau von Heilkräutern sucht hat bereits Interesse
    angemeldet und ist in Kontakt mit einer alten Dame aus dem Dorf die mit ihrem Wissen unterstützen möchte.
    Die Grundschule Küsten hat  ebenfalls Interesse bekundet an der Gestaltung teilzuhaben Mittelfristig sind regelmässig stattfindende  workshoptage/Wochenenden geplant Bereits fix ist  der Bau eines Geodomes für den Tomatenabau, das direkt im Anchluss an
    die Auftaktwoche stattfinden soll. Dieses Projekt wurde von einer Initative von FLINTA Personen angeregt die den Bau  und die Planung  des Bauprojektes als Flinta  Baustelle umsetzen wollen.  Das fertige Tomaten Haus  und die hoffentlich üppig darin wachsenden Früchten werden
    für alle nutzbar sein weitere Aktionswochenendsthemen sind angedacht:
    Ein Anwohner aus dem Dorfumfeld hat bereits agekündigt einen Workshop im   Nutzen und   Warten   von   Sensen,   sowie   regelmässig   offene   Dengel  und   Schärf   anleitung anzubieten zu wollen.Angedacht sind desweitern ein Kompostworkshop,
    ein Weidenzaunbau Wochenende sowie ein Heilfplanzen workshop Die Beschaffung der Materialien  soll  möglichst  kostengünstig stattfinden.
    Für den Jungpflanzenberdarf haben bereits verschiedene SoLaWis der Region  zugesagt Pflanzen zu spenden und auch Baumaterialien werden wir möglichst gebraucht besorgen. Dennoch   werden   einige   Kosten   anfallen.   Für   diese   wären   wir   froh   ihre     finanzielle
    Unterstützung zu bekommen.“

    Antworten auf meine Fragen

    Wie groß ist die Fläche und wem gehört diese Die Fläche gehört zum Kommunikationszentrum Meuchefitz,Grösse:ca 500m2
    Was soll neben Beeten und dem Geodome noch an Infrastruktur auf der Fläche entstehen? Es gibt einen kleinen Geräteschuppen der wieder fit gemacht werden soll. es kann eine feuerstelle angelegt werden, oder bänke aufgestellt das liegt in den Wünschen der Gärtner*innen. Auch eine Komposttoilette die reaktiviert werden kann ist vorhanden

    Woher kommt das Wasser? Es kann im Wassserwagen beim Kommunikationszentrum geholt werdenWo werden die Gartengerätentergebracht und wie haben die (potentiellen) Gärtner*innen jederzeit Zugang dazu? Es solle ein Geräteschuppen entstehen / ausgebaut werden der jederzeit zugänglich ist

    Ist das Gelände jederzeit offen?ja

    Wie viele Menschen wohnen in dem Dorf? 54

    Wo sind die Geflüchteten untergebracht, wie weit ist das von der Gartenfläche weg und wie würden die Menschen zum Garten kommen? Die Geflüchteten Menschen sind hier im Landkreis glücklicherweise nicht mehr alle zentral untergebracht .Die Meisten wohnen jedoch in Lüchow. Von dort ist  Meuchefitz gut mit dem Fahrrad zu erreichen( ca 7km)

    Wie viele Gärtner*innen sind in der Gartengruppe des FF und wo gärtnern diese derzeit? In der letzten Saison gab es ein Privatgrundstück  einige Dörfer weiter das kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. DIeses ist  dieses Saison nur noch bedingt nutzbar. Kern der Gartengruppe sind 5 Menschen.

    Sie schreiben, dass es alle drei Monate einen „offenen Gartentag“ geben soll, wie und wann kann man sonst mit gärtnern? der offenen Gartentag ist offen für Leute die einmal reinschnupeprn möchten Ansonsten sollen Gruppen entstehen die bestimmte Projekte betreuen. zb. die Heilplflanzengruppe die kKräuterspirale, etc. auch diese Gruppen sind offen für alle sie treffen sich aber zu festen Teerminen und besprechen sich zu ihren vorhaben

    Auf der Homepage habe ich noch keine Information zu dem geplanten Gemeinschaftsgarten gefunden, gibt es ein Schild? Wie machen Sie den Gemeinschaftsgarten bekannt?Wie wird die Auftaktwoche beworben? Wir können die Initiative gerne mit auf die homepage setzen.

    Generell läuft die Kommunikation hier auf dem Land meist aber anders. Wir haben das Projekt am Schwarzen Brett des Dorfes, sowie dem des Gasthof Meuchefitz bekannt gemacht und vor allem aber  im  “ Gespräch über den Gartenzaun“ davon erzählt. Daraus ist  bei einigen  Interesse entstanden.

    Im Netzwerk Freier Fluss wurde die Initiative bereits über den mailverteiler kommuniziert. Mit der Grundschule sind wir im direkten Gespräch ebenso mit der Geuppe solidarische Provinz. Auch in einem Jugendtreff der Gegend werden wir einen Aushang  machen.

    Die Gruppe ist aus der Freie Fluss Gartengruppe herraus entstanden. es sind weitere Personen dazu gestossen , teilweise aus dem Netzwerk Emanzipatorische Landwirtschaft


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  • Eixen: Gemeinschaftsgarten „auf dem Land“ entsteht

    (Antrag, Antworten, Tel)

    Tel
    sehr ländlich und dort der einzige Verein, der Angebote für die Nachbarschaft macht, ist der in 2020 gegründete „Wir machen mehr e.V.“

    Sie machen viel vor allen, aber nicht nur, für Kinder, die aus sozial schwachen Familien kommen.

    Sie wollen auf einer privaten Fläche u.a. gärtnern. Es gibt noch keine Gruppe, aber Interessierte. Noch denken sie eher in Richtung „Angebot für Teilnehmer*innen“ und es gibt Leute vom Jobcenter, die da eingesetzt werden sollen – doch war Frau Dauer das Telefonat, das ich nun hatte, interessiert daran, wie eine Gruppe entstehen kann, die das tatsächlich als ihren Garten begreift. Auch den Tipp, Gartenregeln nicht vorzugeben, sondern mit und durch die Gärtner*innen zu entwickeln, fand sie richtig gut. Kann also in Richtung Gemeinschaftsgarten gehen.

    Aus dem Antrag:
    Der gemeinnützige Verein „Wir machen mehr e.V.“ mit Hauptsitz in Eixen OT Bisdorf, wurde am 29.01.2020 gegründet, um Kindern, Jugendlichen und Senioren in unserem ländlichen Raum den Zugang zu sozialen, kulturellen und künstlerischen Angeboten sowie Projekten zu ermöglichen. Ziel ist nicht nur die kulturelle Belebung von Eixen mit seinen neun Ortsteilen mit einer großen Bandbreite von Angeboten, deren Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen bis zu Senioren reichen. Sondern – unter Anderem – Alt und Jung zusammenzubringen, voneinander zu lernen, Spaß zu haben, ein wert- und respektvolles Miteinander zu fördern und hoffentlich den Senioren in unserem Umfeld ein wenig Einsamkeit zu nehmen.
    […]
    So konnten wir über das Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ ein Gartenprojekt im April 2021 starten, in welchem die Projektkinder Hochbeete gebaut und verschiedene Kräuterbeete angelegt haben. Vom Samenkorn bis zur Ernte erlebten die Kids den Reiz eines Gartens. Ausüber 7.000 Quadratmetern Wildwuchs sind bisher ca. 1000 Quadratmeter nutzbare Gartenfläche entstanden, welches in diesem Jahr ausgebaut wird.[…] Der alte Bauernhof , auf welchem der „Lebensraum Garten“ seinen Platz gefunden hat, bietet viel Potential, liegt in der Nähe einer Ortsdurchfahrt und ist fußläufig in wenigen Minuten von der nächsten Bushaltestelle zu erreichen. […] In diesem Jahr macht der in 2021 verliehene Förderpreis der „Town & Country Stiftung“ den Bau eines Gewächshauses möglich, welches künftig zur Anzucht eigener Pflanzen dienen wird. […]
    Hochbeete, Pflanztürme, Kräuterschnecken, Spaliere und vieles mehr sorgen für ein harmonisches Gesamtbild und geben Spielraum für Kreativität mit dem Ergebnis von späteren Gaumenfreuden. Die aus dem Anbau entstehende Ernte wird vernascht, in der vereinsinternen Küche zu Marmeladen, Chutneys, Dips und Kräutermischungen verarbeitet, eingeweckt, getrocknet/gedörrt und an die örtliche Tafel mit ihren sieben Ausgabestellen weitergereicht.

    Antworten auf meine Fragen:
    ·        Wem gehört die Fläche, müssen Sie Pacht zahlen, gibt es einen Nutzungsvertrag und ist dieser befristet?

    Die Fläche hat der „Wir machen mehr e.V.“ von Familie Dauer gepachtet. Es ist ein Nutzungsentgelt in Höhe von 250 € im Jahr zu zahlen. Darin enthalten sind die Strom- und Wasserkosten. Der bestehende Nutzungsvertrag ist unbefristet.

    ·        Was war vorher auf der Fläche?

    Weit vor dem Eigentumsübergang (vor 2013) an uns als Besitzer könnten kleine Bereiche des Grundstücks bereits als Garten genutzt worden sein. Dies lässt sich daraus schließen, dass beim Umbrechen der Fläche verschiedene kultivierte Pflanzen und Kräuter wachsen. Jedoch waren Haus und Hof seinerzeit nicht bewirtschaftet. Wir selbst haben die Wiese einige Zeit als Weide für Schafe genutzt.

    ·        Gibt es eine Nachbarschaft, die fußläufig in der Nähe wohnt und den Garten mit nutzt (mit nutzen könnte?)

    Es gibt unmittelbare Nachbarschaft, die gut zu Fuß den Garten erreichen können; auch ist in ca. 200 m Entfernung ist eine Bushaltestelle. Durch die ländliche Lage sind viele Einheimische gern und oft mit dem Fahrrad unterwegs. Das ist eine der Zielgruppen, die wir bereits ansprechen konnten. Einige ältere Leute möchten sich keinen Garten mehr anlegen, weil sie die Verpflichtung nicht mehr eingehen möchten. Jedoch ein bisschen gärtnern nach Lust und Laune spricht trotzdem an.

    Genau gegenüber gibt es ein Gutshaus, welches für den Urlaubsverkehr offen ist. Veranstaltungsmäßig wird regional nicht viel geboten. Jedoch durch die Nähe zur Ostsee sind wir dennoch eine beliebte Urlaubsregion. Wer hier Urlaub macht, sucht Ruhe und Ablenkung vom stressigen Alltag, wird also gern bei entsprechender Ansprache in unseren „Lebensraum Garten“ einkehren.

    ·        Gibt es eine Gruppe von Gärtner*innen aus der weitläufigen Nachbarschaft, die das Projekt als ihren Gemeinschafts(nutz)garten verstehen? Oder gärtnern eher Teilnehmer*innen ihrer tollen Veranstaltungen und punktuell andere Leute?

    In Gesprächen mit Bürgern unserer Gemeinde zeigt sich deutliches Interesse, ohne Verpflichtung ein wenig „umherpuscheln“ zu können. Wie bereits im Antrag erwähnt, gibt es eine Art Säulenprinzip. Das heißt, es finden feste Projekte statt, meist mit Kindern. Diese Projekte müssen jedoch nicht zwangsläufig direkt mir der Gartenarbeit in Verbindung stehen. So ist z.B. eine „Wagenburg“ geplant, welche Kinder in einem Projekt gestalten dürfen. Es wird Bürger*innen geben, die regelmäßig kommen und sich um „ihre“ Beete kümmern und es wird spontane Akteure*innen geben. Jedermann wird Zugang haben.

    ·        Wie viele Leute gärtnern und wie viele sind in der Kerngruppe, wenn es eine geben sollte?

    Noch gibt es keine sogenannte Kerngruppe, da der Verein noch sehr jung ist und das Konzept dieses Gartens erst im vergangenen Jahr entstanden ist. Jedoch haben wir bereits einige Nachfragen, wie das Ganze vonstatten gehen soll und wo man sich „anmelden“ kann… Wir gehen davon aus, dass unabhängig von unseren anderen Projekten anfangs zwischen 15 und 20 Personen frei gärtnern werden. Wir werden nicht erwarten, dass in dieser Region unheimlich viele Menschen auf uns zukommen werden. Der „Lebensraum“ muss wachsen.

    ·        Wie laufen die Informations- und Kommunikationswege? Wer entscheidet?

    Da wir bisher projektbezogen gearbeitet haben, hat der Vorstand entschieden. Jedoch wird es künftig eine „Gartenordnung“ geben; Richtlinien, die einzuhalten sind, um das gemeinsame Gärtnern und das friedliche Miteinander zu fördern. Die Gartenordnung ist in Arbeit und wird auf einer großen Tafel im Eingangsbereich sichtbar gemacht. Inwiefern wir aus versicherungstechnischen Gründen mit Eintragungen in ein „Anwesenheitsbuch“ oder tatsächlich auf kompletter Vertrauensbasis arbeiten, werden wir bis zu Eröffnung im Vorstand beschließen. Eine Infotafel am Eingang wird Aktuelles anzeigen.

    Der urbane „Lebensraum Garten“ wird auf der Homepage des Vereins, in den Schaukästen der Ortsteile der Gemeinde, in der Ortsteilezeitung (OTZ), im Regionalanzeiger, per Flyer, auf der Gemeinde-Homepage sowie im Gemeindezentrum beworben. Hinzu kommt die Unterstützung unseres Bürgermeisters sowie die der befreundeten und vernetzten Vereine. Weiterhin werden die Projektkinder ein großes Schild anfertigen, auf dem auf den Gemeinschaftsgarten hingewiesen wird. Auch liegt uns bereits die Genehmigung des Bürgermeisters vor, an den Bushaltestellen in der Gemeinde Aushänge zu machen.

    ·        Wie viele Gemüsebeete gibt es? Gärtnern alle gemeinschaftlich?

    Bisher gibt es einen Kartoffelacker, eine erdige Beetfläche von 25 x 10 Metern, 6 Hochbeete, 2 Kräuterbeete, mehrere Blumenbeete und eine Bieneninsel. (im rechten Bereich der Anlage angesiedelt)

    Künftig kann jeder, der Gärtnern möchte, in den Garten kommen. In der Zeit zwischen 22 und 7 Uhr wird die Anlage geschlossen. Ob sich die Leute dort treffen, um gemeinsam zu schaffen oder ob jemand einfach nur seine Ruhe haben möchte, sei ihm selbst überlassen. Zu überlegen wäre, ob zwischenzeitliche „Einsätze“ gemacht werden, um die Menschen zu mehr Miteinander zu animieren.
    ·        Gibt es ein Schild mit Infos zum Gemeinschaftsgarten?

    Das Schild für den Gemeinschaftsgarten wird von unseren Projektkindern aus Holz mit Holzbrennerei angefertigt. Momentan ist „Winterpause“, zum Sammeln neuer Ideen, Raum für Antragstellungen und Abrechnungen, so dass die Projektkinder Zum 1. März 22 starten können.

    Das Schild mit der Gartenordnung wird ebenfalls zeitnah erstellt und gut sichtbar angebracht.      

    ·        Wie wurde und wird auf den Garten aufmerksam gemacht, wie erfährt man davon?

    Der urbane „Lebensraum Garten“ wird auf der Homepage des Vereins, in den Schaukästen der Ortsteile der Gemeinde, in der Ortsteilezeitung (OTZ), im Regionalanzeiger, per Flyer, auf der Gemeinde-Homepage sowie im Gemeindezentrum beworben. Hinzu kommt die Unterstützung unseres Bürgermeisters sowie die der befreundeten und vernetzten Vereine. Weiterhin werden die Projektkinder ein großes Schild anfertigen, auf dem auf den Gemeinschaftsgarten hingewiesen wird. Auch liegt uns bereits die Genehmigung des Bürgermeisters vor, an den Bushaltestellen in der Gemeinde Aushänge zu machen.

    ·        Wer hat entschieden, dass die Ernte verkocht (von wem?) und dann an die Tafel verteilt wird? Wollen die Gärtner*innen die Ernte nicht selber (miteinander) nutzen?

    Bisher sind im Rahmen der Kinderprojekte die Projekte so angelegt gewesen, dass die Ernte unter Anleitung mit den Kindern verkocht oder anderweitig verarbeitet wird. Vermutlich missverstanden wurde, dass auch die Ergebnisse an die örtliche Tafel abgegeben wurden. Dem ist nicht so. Lediglich das Obst und Gemüse, welches nicht verarbeitet werden konnte, wurde abgegeben. Alles andere wurde von den kleinen Machern und Macherinnen selbst verspeist oder mit nach Hause genommen.

    Im Rahmen der Projekte mit Kindern wird ein Teil auch weiterhin so laufen. Dies wird jedoch getrennt sein vom Geschehen des freien Gärtnerns. Letztendlich entscheidet die entstehende Gärtnergemeinschaft.

    Inwiefern die fleißigen Gärtner*innen sich teilweise in die Projekte einbringen möchten, obliegt ihnen selbst. In den Belangen der Anlage der Beete, der Ernte etc.werden Ideen gesammelt und demokratisch entschieden. Wenn jemand sich ein Beet anlegt, um sein Gemüse selbst zu verspeisen oder zu verarbeiten, soll dies von Herzen gern geschehen. Jedoch wird explizit darauf hingewiesen, dass die Verschwendung von Lebensmitteln/in diesem Fall der Ernte, vermieden werden muss. In diesem Fall wird die Anregung die Abgabe an die örtliche Tafel sein.

    Was machen die Menschen, die vom Jobcenter aus bei Ihnen beschäftigt sind, was der Bufti?

    Die Mitarbeiter des Vereins kümmern sich um die Anlagen auf dem gesamten Gelände, führen Reparaturarbeiten durch, übernehmen quasi Hausmeistertätigkeiten., gießen, wenn nötig, bauen Hochbeete, unsere Bundesfreiwilligen (BuFDis) machen Projektarbeiten mit den Kindern und greifen dort unter die Arme, wo es gerade gebraucht wird. Sie sind zuständig für die Pflege und Wartung der Geräte, sind Ansprechpartner für die Gärtner*innen und übernehmen das Öffnen und Schließen der Pforte morgens und abends…

    Die gesamte Anlage ist tagsüber frei zugänglich. Neben einer Bundesfreiwilligen (58 Jahre) und drei Förderstellen (2 Männer 62 und 63 sowie 1 Frau 65 Jahre) des Jobcenters unseres Landkreises sind sechs Ehrenamtliche tätig, welche die generelle Pflege des Areals übernehmen, Reparaturarbeiten anleiten und durchführen sowie bei den nebenbei laufenden Projekten mitwirken.

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  • Neues Gartenprojekt in Sachsen Anhalt

    (ANtrag/ANtworten)

    Der heimatHOF soll in Ballenstedt somit zu einem
    sogenannten „Dritten Ort“ werden – einem Ort für
    Kultur und Begegnungen im ländlichen Raum. Ein
    Ort, der sowohl die Entwicklung neuer konzeptioneller
    Ansätze für die kulturelle und soziale Infrastruktur
    im ländlichen Raum als auch deren Umsetzung
    fördert. Durch Öffnung und Vernetzung bzw. Bündelung
    von kulturellen Angeboten wie auch Angeboten
    der Bildung und Begegnung versteht sich dieser Ort
    als Ankerpunkt für kulturelle Vielfalt, als ein Beitrag
    der Kultur zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts,
    zur Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen
    und zur Stärkung von Identität.
    In unserem Möglichkeitdsraum, dem heimatLABOR,
    sind bereits einige Ideen entstanden und einige davon
    sind schon zu zarten Pflänzchen herangewachsen. Wir
    hegen und pflegen sie, arbeiten daran, sie konkreter zu
    machen und Wege zu finden, sie zu verwirklichen. So
    ist die Idee entstanden im Hofgarten, der von der alten
    Stadtmauer umgeben ist, einen Gemeinschaftsgarten
    anzulegen.
    Einen kleinen Garten haben wir bereits im Hofgarten
    hinter der alten Stadtmauer angelegt und für eine
    Grundstruktur gesorgt. Ein kleiner Kräutergarten und
    ein kleines Rosenbeet sind auch schon da. Aus dem
    nahheliegenden Brunnen kommt das Wasser zum
    Gießen. Nun geht es daran Gleichgesinnte, Interessierte,
    Kinder- und Jugendliche zum Mitmachen zu
    gewinnen und verschiedene Angebote umzusetzen.
    Seit zwei Jahren öffnen wir regelmäßig unseren Hof zu
    thematischen Hoftagen. Diese werden von der Bevölkerung
    sehr gut angenommen. In den Frühjahrs-,
    Sommer und Frühherbstmonaten möchten wir in
    regelmäßigen Gartencafés das bereits initiierte „Voneinander
    und Miteinander Lernen“ über das gemeinsame
    Engagement ausweiten und weiter ins Gespräch
    kommen. Zudem wollen wir die Anwohner des nahegelegenen
    Sozialen Wohnungsbaus gewinnen, sich
    im Gemeinschaftsgarten einzubringen oder zu erholen.
    Die Bewohner des, in unmittelbare Nähe befindlichen,
    Alten- und Pflegeheim der Kanzler von Pfauschen
    Stiftung möchten wir einladen im Hofgarten zu
    verweilen. Die Bewohner*innen des Kinder- und Frauenschutzhaus
    – zum Teil mit Migrationshintergrund
    – der Caritas nutzen regelmäßig unsere Angebote auf
    dem Hof. Erste Freundschaften und Integrationsmöglichkeiten
    sind darüber entstanden. Den Grundschüler
    und -schülerinnen der beiden örtlichen Grundschulen
    Friederikegrundschule und Brinckmeiergrundschule
    möchten wir erste außerschulische Bildungsangebote
    im gärtnerischen Bereich anbieten und mit ihnen
    gemeinsam Palettenmöbel, Hochbeete bauen, Stauden
    und Beerenobst pflanzen. Im jährlich stattfindenden
    Ferienangebot für Kinder zwischen 6 und 12
    möchten wir mit den Ferienkindern die sommerliche
    Fruchternte verarbeiten.
    Dafür planen wir, die bereits bestehende Fläche, im
    Hofgarten auszubauen und mit entsprechenden Sitzmöglichkeiten
    und Beeten zu erweitern. Auf dem
    Innenhof der ehemals Vier-Flügel-Anlage wollen wir
    in den Mistbeeten einen Bauerngarten in einer Hochbeetanlage
    errichten und auf der Schweinekoppel eine
    große Blühwiese anlegen. Hier konnten wir bereits einen
    örtlich ansässigen Bauern gewinnen uns die Fläche zu
    flügen und zu bestellen.

    Wer ist „wir“? Wie groß ist die Gruppe, die den Garten gemeinsam plant und umsetzen möchte und wie setzt sich die Gruppe zusammen? Wie viele Nachbar*innen sind in dieser Gruppe?

    Wir sind 29 Vereinsmitglieder mit 34 Kindern im Alter von 1 bis 17 Jahren. Unsere Grundstruktur ist ein Verein. Das ist jedoch für uns nur eine Organisationsform. Wir wollen den Zugang niederschwellig halten, deshalb ist es bei uns nicht erforderlich Vereinsmitglied zu werden oder zu sein. Deshalb kommen noch hinzu 12 treue Nichtvereinsmitglieder zum Teil aus dem nahegelegenen Frauenhaus. Auch hier sind 4 Kinder mit dabei. 8 ehemalige Gartenpächter, die nun zu alt und zu gebrechlich sind und für die weitere Verantwortungsübernahme eines Gartens Unterstützung brauchen, sich jedoch immer noch gerne einbringen, kommen aus dem nahegelegenen sozialen Wohnungsbau dazu. Zusammen wollen wir den Gemeinschaftsgarten anlegen.

    Wie haben die Menschen von dem Vorhaben einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen, erfahren? (Auf der Website des Vereins habe ich z.B. dazu nichts gefunden) Wie kann man mitmachen?

    Dann müssen wir hier besser unsere Website aufstellen. Unter Labor/Projekte findet man es eigentlich gleich in der zweiten Reihe: http://heimatbewegen.de/gemeinschaftsgarten/. Wir haben jedoch mehrere Kanäle, über die wir kommunizieren, um möglichst intergenerativ unsere Zielgruppen zu erreichen. Wir haben zusätzlich zu unserer Vereinswebsite, eine Website, die mit leichter Sprache den Zugang zur Bevölkerung über das Gut Ziegenberg herstellt. www.gutziegenberg.de. Dort unter ERLEBEN & BEGEGNEN finden Sie die Einladung an die BV zum Gemeinschaftsgarten. Wenn wir entsprechend die Gelder den Beginn der Umsetzung eingeworben haben, würden wir hier entsprechend die Werbung ausbauen. Zudem bedienen wir Instagram und Facebook, den monatlichen Stadtboten der Stadt Ballenstedt, das Vereinsportal der Mitteldeutschen Zeitung, wir sprechen die Menschen direkt an oder beispielsweise für die Bewerbung des Ferienangebots gehen wir direkt über Aushänge in den Kinderbetreuungseinrichtungen. Vereinzelt werden klassische Werbeflyer produziert und verteilt. Das wichtigste jedoch ist das direkte Gespräch mit den Menschen, dass suchen wir so oft es geht insbesondere bei unseren monatlichen Hoftagen. Wir haben durch unser Engagement auf breiter Ebene einen sehr großen Mailverteiler und nutzen diesen für regelmäßige Newsletter und Einladungen.

    Wie groß ist die Fläche, auf der der Gemeinschaftsgarten entsteht? Wem gehört diese? Dem Verein?

    Die Fläche ist ca. 1 Hektar groß. Ich hänge Ihnen gerne einen Übersichtsplan dran, damit Sie einen Eindruck vom Gelände bekommen. Auf dem Übersichtplan habe ich auch die Gartenbereiche versucht etwas einzuzeichnen, um Ihnen bei der folgenden Beantwortung der Fragen etwas Orientierung zu bieten. Wir haben das Grundstück und die entsprechenden Gebäude mit einem 20jähirgen Pachtvertrag gepachtet. Der Pachvertrag sieht zudem ein Vorkaufsrecht nach den 20 Jahren vor.

    Die anstiftung fördert Gemeinschaftsnutzgärten, also den gemeinsamen Anbau von Gemüse und Kräutern. Wie viele Beete soll es geben und wer entscheidet das?

    Im Hof sollen auf den ehemaligen Mistbeeten 16 kleine Hochbeete in einer 4×4 Formation gebaut werden. Die Pflanzpackete in der Kalkulation bestehen aus Kräutern.
    etc. Im Garten soll der schon angelegte Kräutergarten, um eine Kräuterschnecke erweitert werden und noch einige Obstbäume und -sträucher.

    Wie ist das geplante Konzept des Gartens? Soll alles gemeinschaftlich von der Gruppe bewirtschaftet werden? Wird es individuelle Parzellen/Beete geben oder ist ein Mischsystem geplant?

    Es ist eine Mischung. Es gibt Teile der Fläche, die sind durch einzelne Gartenfreunde in direkter Verantwortung. Hier wird eigenverantwortlich für den persönlichen Bedarf und nach individueller Lust und Laune Gemüse, Blumen und Obst angebaut. Dann gibt es eine Fläche, die gemeinschaftlich genutzt wird. Hier haben wir jedoch zwei verantwortliche Personen Herrn Söchtling und Herrn Jeske, die regelmäßige die Arbeiten im Auge haben und diese dann in der Gruppe verteilen bzw. die Verantwortung für das regelmäßige Gießen übernehmen. Dann gibt es Freiflächen im Garten, die im Moment nicht bewirtschaftet werden. Diese würden wir gerne für die Gründung einer Versorgungsgemeinschaft nutzen. Das ist jedoch Zukunftsmusik und im Moment noch nicht in der Planung. Im Innenhof der Anlage haben wir zwei große ehemalige Mistbeete. Hier sollen 16 kleine Hochbeete 4×4 aus Paletten gebaut werden.

    Wie werden Entscheidungen getroffen und wie laufen die Informationen?

    In den persönlichen Bereichen treffen die Menschen eigenverantwortlich die Entscheidungen. Im gemeinschaftlichen Bereich (also auf dem kompletten Hofgelände und dem gemeinschaftlichen Teil des Gartens) werden von allen Ideen generiert. Gemeinsam mit den Projektleitern Söchtling und Jeske wird dann die Machbarkeit besprochen. Hier müssen Fragen zur baulichen Umsetzung, zur Finanzierung, zum vorhandenen/notwendigen Gerät/Material, zur notwendigen Kommunikation mit der Gruppe (wie informieren wir die Gruppe, muss der Verpächter in die Entscheidung einbezogen werden etc.) etc. besprochen werden. Ist das alles vorbesprochen wird das Ganze noch einmal kurz mit allen Vorstandsmitgliedern besprochen und beschlossen. Die Vorstandssitzung findet einmal monatlich am ersten Montag im Monat statt.

    Wer wird wann die Hochbeete bauen? Wie viele Hochbeete soll es geben? Für wen sind diese dann?

    Die oben genannte Gruppe plus die Kinder und Jugendlichen der Ferienbetreuung im Juli/August bzw. sollten wir hier noch nicht fertig werden, nutzen wir die darauf folgenden Wochenenden und den Hoftag im September und Oktober. Die Beete sind insbesondere für die Küche. Wenn wir Hoftage vorbereiten, kochen und backen wir gemeinsam in der großen Küche. Zudem stehen darüber hinaus diese Hochbeete der Gemeinschaft zur Verfügung. Wir nutzen den Hof jetzt seit zwei Jahren, wir haben bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Jeder geht verantwortungs- und sparsam mit den Werkzeugen und Materialien um. Zudem ist es möglich die Überproduktion mit den Harzer Tafeln zu teilen, die bei uns auf dem Hof einmal monatlich Ihre Essensausgabe an Bedürftige durchführen. Auch diesen Menschen ermöglichen wir dadurch Teilhabe und können sie als Mitmacher gewinnen.

    Wo werden die Gartenwerkzeuge untergebracht und wie kommen die Gemeinschaftsgärtner*innen da jederzeit ran?

    Der Gemeinschaftsgarten und auch die Beete im Hof sind jederzeit durch den Garten zugänglich. In der Stattmauer an der hinteren Grundstücksgrenze ist eine kleine grüne Gartentür unter der ausladenden Krone einer Kastanie versteckt. Diese ist täglich geöffnet und macht so den Garten und den Hof jederzeit zugänglich. Das Gartenwerkzeug des „täglichen Bedarfs“ wird in einem großen Bauwagen gelagert, der im Garten steht. Der ist durch ein Zahlenschloss gesichert. Die großen Geräte sind im Haupthaus untergebracht und verschlossen. Wir werden im September unsere Herberge in Betrieb nehmen, so dass auf dem Hof täglich ein Ansprechpartner zu finden ist. Im Moment ist das nur partiell gegeben.

    Wer wird welche Art von Möbeln bauen? Wann soll das stattfinden? Bitte beschreiben Sie, wie Sie die Planungen „coronagerecht“ durchführen wollen.

    Wir wollten das schon an einem April-Hoftag bauen, der nun der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist. Auch unser Paletten-Sponsor, ein großes Unternehmen aus der Region, ist durch die Pandemie abgesprungen. Es würde sich ein September oder Oktober Hoftag anbieten. Wir haben entsprechend große Lagermöglich, um die Möbel über den Winter zu lagern und noch zu streichen. Einmal im Monat laden wir die Bevölkerung ein, sich an verschiedenen thematischen Hoftagen zu beteiligen. Wie wir die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Hoftage im September und Oktober sowie die Ferienangebote für Kinder- und Jugendliche auf dem Hof organisatorisch ausgestalten, hängt insgesamt von den Empfehlungen und Auflagen von Bund und Ländern ab. Trotzdem haben wir uns einige Maßnahmen überlegt, die uns trotz der Corona-Pandemie eine Interaktion ermöglichen: Um das in Coronazeiten etwas zu steuern und zu schauen, dass die Gruppen nicht zu groß werden, würden wir gezielt die Menschen und Kinder ansprechen. Wir haben einen recht großen E-Mailverteiler. Unsere Nähbegeisterten haben schon bunte Mundschutztücher genäht. Wir sind im Freien und können dadurch Abstand gewähren. Natürlich werden wir uns, entsprechend der Auflagen von Bund und Land verhalten und den Empfehlungen folgen. Je nachdem, wie die Lage ist, würden wir entsprechend agieren und den Materialeinkauf bzw. die Pflanzpackete zeitlich steuern.


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