Schlagwort: Garten bedroht

  • Dresden: Gärtje-Fläche ungewiss

    der Stand ist, dass es weiter ungewiss ist. Faktisch ist Ende des Jahres Schluss, da kein neuer Vertrag für das Gelände ausgestellt wird. Aktuell sind wir in der Aushandlung mit der Stadt um ein alternatives Grundstück, die Lage ist aufgrund nur weniger existierender Flächen aber eher schlecht. Eine Alternative könnte noch sein in einem neu entstandenem Garten der Jüdische Kultusgemeinde einzuziehen, dazu stehen Gespräche aber noch aus. 
    Gegärtnert wird bei uns in diesem Jahr aufgrund der eher erdrückenden Lage leider kaum. 

    (mehr …)

  • Leipzig: Workshops im Wirrwuchs

    (NL)
    drei besonderen Veranstaltungen im Mitmachgarten Wirrwuchs ein:

    ???? Blumensträuße binden mit Landlust

    ???? Dienstag, 19. August · 13:00–14:30 Uhr
    Unsere leidenschaftliche Gärtnerin Gisela zeigt euch, wie man aus sommerlichen Schnitt- und Trockenblumen wunderschöne Sträuße bindet. Mit vielen Tipps & Tricks zum kreativen Arrangieren – zum Mitnehmen oder Verschenken!
    Ort: Mitmachgarten Wirrwuchs

    ???? Workshop: Projektanträge schreiben für Anfänger:innen

    ???? Donnerstag, 14. August · 15:30–17:00 Uhr
    Ihr habt Ideen für Aktionen oder Veranstaltungen im öffentlichen Raum, wisst aber nicht, wie man dafür Gelder beantragt? In diesem Workshop geben wir euch eine Einführung ins Schreiben von Projektanträgen.
    Ort: Mitmachgarten Wirrwuchs

    ???? Botanische Illustration – Pflanzen zeichnen

    ???? Montag, 18. August · 15:30–17:00 Uhr
    Gemeinsam experimentieren wir mit unterschiedlichen Zeichentechniken. Pflanzen aus dem Garten dienen uns als Vorlagen. Das Material wird gestellt (außer Aquarellfarben – bitte selbst mitbringen, falls gewünscht).
    Ort: Mitmachgarten Wirrwuchs

    Offener Gartenrundgang im Rahmen des Aufrufes „Rettet den Mitmachgarten !“ 27. August 12-16 Uhr Mitmachgarten Wirrwuchs

    (mehr …)

  • Berlin: The garden steht vor Räumung

    (Aus NL Urbane Gärten Berlin)

    The Garden Neukölln ist weiterhin akut bedroht

    Für The Garden Neukölln auf dem Kirchhof Jerusalem V  ist die Zukunft ungewiss, die Situation belastend. Die Friedhofsverwaltung besteht auf Räumung des Geländes für die Ausgleichsmaßnahmen der Autobahn GmbH. Nach aktuellem Stand soll der naturnahe Garten zu einem Trockenrasen umgewandelt werden (NABU, Kommentar, S. 5). Die Gärtner:innen versuchen weiterhin den Garten zu erhalten und hoffen wenigstens auf ein Ersatzgelände auf dem Friedhof. Im Netzwerk Urbane Gärten Berlin unterstützen wir das Gartenprojekt und die Forderung des Gartens, in einen Dialog mit o.g. Beteiligten für den Erhalt des Gartens zu treten – für die fast 200 Gärtner:innen, alle dort lebenden Wesen und uns alle, die wir insbesondere in so hochverdichteten Stadträumen solche sozial-ökologischen Oasen dringend brauchen. 

    (mehr …)

  • Bochum: Grund von Hof Bergmann steht zum Verkauf

    der Grund und Boden des Hof Bergmanns und somit unseres wunderbaren gemeinnützigen Gemeinschaftsgartens zum Verkauf steht. Und natürlich möchten wir unser Herzensprojekt unbedingt langfristig sichern. 
    Hierfür arbeiten wir mit der Stiftung trias zusammen, sind jedoch auf weitere Unterstützung in jedweder Form angewiesen
    -> im August machen sie eine Spendengala.

    Zwischen den Programmpunkten gibt es Raum für Austausch, Begegnung und persönliche Gespräche mit den Menschen hinter dem Projekt. Wir stellen Ihnen den aktuellen Stand und unseren Kooperationspartner, die Stiftung trias, vor, beantworten Fragen und zeigen auf, wie Sie den Kaufprozess aktiv unterstützen können. Erste Informationen finden Sie auf unserer Internetseite

     

    (mehr …)

  • Leipzig: Mitmachgarten gefährdet

    Der Mitmachgarten hat diese Hilfemail veröffentlicht:

    Rettet den Mitmachgarten!

    Letztes Jahr haben wir noch gemeinsam das 5-jährige Jubiläum des Mitmachgartens »Wirrwuchs« in Leipzig Paunsdorf gefeiert – mit euch allen, die diesen besonderen Ort in den vergangenen 5 Jahren mitgestaltet haben. Unzählige Begegnungen, Gartenfeste, Bautage, Kochaktionen, Workshops, interkulturelle Veranstaltungen, Kinderlachen und Gespräche zwischen Menschen verschiedener Herkunft und Altersgruppen … Und jetzt das: Die Existenz des Mitmachgartens ist bedroht!

    Die Richtlinien unserer bisherigen Landesförderung haben sich geändert und der Mitmachgarten fällt ab 2026 nicht mehr darunter. Diese Veränderung trifft uns hart – und ist zugleich Ausdruck der spürbaren politischen Veränderungen, die solidarische Orte wie den unseren zunehmend gefährden.

    Wir brauchen jetzt dringend Fördermitglieder und eine alternative Finanzierung, sonst können wir den Mitmachgarten ab dem kommenden Jahr nicht wie gewohnt und geplant weiterführen.

    Doch wir geben nicht auf – und laden euch ein, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

    Offene Gartenrundgänge – jeweils von 12 bis 16 Uhr 23. Juni · 29. Juli · 27. August · 25. September Mit Kaffee, Kuchen und Raum für Austausch, Ideen und Gespräche über die Zukunft des Gartens.

    __________________________________________________

    Außerdem laden wir herzlich ein zur Podiumsdiskussion im Rahmen der Leipziger Umwelttage:

    „Grün und sozial – Gärtnern in der Stadt“ am 5. Juni ab 19 Uhr im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig.

    Auch wir sind dort mit auf dem Podium vertreten – kommt vorbei und diskutiert mit uns über urbane, soziale und nachhaltige Zukunftsperspektiven.

    Lasst uns gemeinsam für diesen Ort einstehen – einen Ort, der vielen Menschen so viel bedeutet und den es vielleicht bald nicht mehr geben wird, wenn wir jetzt nicht aktiv werden.

    Diese Nachricht kann gerne geteilt werden!

    Rettet mit uns den Mitmachgarten!

    Wir sind auf eure Unterstützung angewiesen.

    Ich habe nachgefragt und Caro hat folgendes geantwortet:

    Wir wurden die letzten Jahre über die Richtlinie Integrative Maßnahme Teil 1 (gesellschaftlicher Zusammenhalt) durch die Sächsische Aufbaubank gefördert. 2023-2025 läuft darunter unsere Projekt „Interkulturelle Nachhaltigkeitslots:innen, welches mehrfach ausgezeichnet wurde. Zuletzt mit dem Hans Sauer Preis für transformative Bildung in München. Die Maßnahme wird vorerst nicht weiterfinanziert, weil es nach aktuellen Stand ausfinaniert ist und scheinbar erst mal nur Projekte gefördert werden im Bereich psychosoziale Beratung und Projekte, die sich mit der Rückführung von Menschen in ihre Herkunftsländer befassen. Leider gibt es derzeit nicht mehr Aussagen dazu seitens der SAB.

    Aktuell betrifft das drei von 4 Teilzeitstellen plus ein paar wenige Stunden für die Verwaltung. Da wir schon in diesem Jahr noch nicht alle Bescheide haben, können wir derzeit den Garten nur von Mo bis Mi öffnen. Wir hatten geplant ab 2026 einen Transformationprozess zu starten, in dem wir die Anwohner:innen in den kommenden zwei bis drei Jahren befähigen wollten den Mitmachgarten in mehr Selbstverantwortung zu gestalten und zu tragen. Diesen Antrag hatten wir schon für die SAB vorbereitet bevor die Nachricht kam, dass die Gelder nicht zur Verfügung stehen bzw. es keine Ausschreibung der Maßnahme gibt. Wir schreiben derzeit einen Antrag beim BAMF. 

    Es sind einige Projekt davon in Leipzig betroffen, aber eher kein anderer Gemeinschaftsgarten

    (mehr …)

  • Garbsen: IG gibt es noch

    […] und seit einigen Jahren arbeite ich ehrenamtlich bei den Int. Gärten Garbsen mit. Dort bin ich sozusagen für den Schriftverkehr und organisatorische Fragen zuständig.

    Wie Jonas Sakolowski Ihnen bereits mitgeteilt hat, bestehen die Int.

    Gärten noch immer. Allerdings wird es immer schwieriger die Gärten auch weiterhin zu erhalten. Die bisherige Trägergemeinde ist mit einer anderen Gemeinde fusioniert. Diese neue Gemeinde (Ev.-luth. Kirchengemeinde Berenbostel Stehlingen, Stephnausstr. 22, 30827 Garbsen-Berenbostel) fungiert nun als Träger der Int. Gärten. Da die Int. Gärten auf einem Grundstück der Gemeinde liegen und das Grundstück längerfristig einer neuen Nutzung zugeführt werden soll (Bebauung mit Kindertagestätte und anderem) wird dann wohl kein Platz mehr für die Int. Gärten vorhanden sein – das wird sich allerding wohl noch einige Jahre hinziehen.

    (mehr …)

  • Erlangen: Stadtgarten von Erbstreitigkeiten betroffen

    Den Stadtgarten 25 in Erlangen gibt es 19 Jahre lang. Er befindet sich auf einer Privatfläche (https://www.nordbayern.de/franken/erlangen/erlangen-garteln-unter-nachbarn-1.4729435)

    das genutzte Grundstück muss wegen eines Erbfalls finanziell „aufgeteilt“ werden. Leider kann der Verein die Summe nicht alleine schultern und auch die Stadt ist aktuell zu klamm, um die volle Summe beizusteuern.

    es handelt sich um eine Summe in Höhe von 900.000 Euro (wenn ich das richtig verstanden habe, kann fast nicht sein!), der Initiator sucht nach einem „Investor“

            Vor 10 Jahren gründeten wir den gemeinnützigen Verein Stadtgarten 25 e.V. in Erlangen. Durch eine Schenkung erhielten wir das Grundstück unweit der Erlanger Stadtmitte 2016 zur dauerhaften Nutzung als Nachbarschaftsgarten. Inzwischen ist der Erblasser verstorben und es müssen Pflichtteilergänzungsansprüche ausgezahlt werden, was der Verein nur durch Verkauf einer Teilfläche des Gartens leisten kann.

    Auf der zu veräußernden Fläche befindet sich auch unser Garten-Cafe, der kommunikative Mittelpunkt unseres öffentlich zugänglichen Gartenprojektes. Damit steht unser Vorhaben vor seiner Auflösung.

    Eine Möglichkeit dies zu verhindern, oder wenigstens abzumildern, wäre der Erwerb des Teilgrundstückes durch einen Investor, der uns den Garten für 10 Jahre zur Nutzung überläßt und ihn erst anschließend bebaut oder verkauft.

    Zur weiteren Information ist dieser Mail im Anhang der Text einer Präsentation beigefügt, mit der wir 2023 bei der Stadt Erlangen unser Konzept zu Permakultur Mietergärten vorstellen konnten. Angesichts eines jüngst entdeckten, bodenlosen Haushaltsloches in der Stadtkasse sieht sich die Kommune jedoch nicht zur Förderung unseres Projektes in der Lage.

    (mehr …)

  • Dresden: Gärtjen bedroht

    (Mail und Artikel)

    ARTIKEL:
    https://www.saechsische.de/dresden/lokales/dresden-gemeinschaftsgarten-gaertjen-5906477.html

    Im Ostragehege gibt es neben Kleingärten und dem sozialen Projekt „Tafelgarten“ auch das „Gärtjen“. Die Macher bezeichnen diesen als „grünen, offenen und revolutionären Freiraum“. Denn in diesem Gemeinschaftsgarten gibt es zusätzlich politische Bildung.
    Die rund 400 Quadratmeter Fläche am Messering wurde 2018 zunächst als alternatives Abgeordnetenbüro einer Landtagsabgeordneten der Linken genutzt. Seit 2020 betreibt der Verein Ostra dort das „Gärtjen“. Einerseits werden gemeinsam Tomaten, Zucchini, Wurzelgemüse, Weintrauben und vieles mehr angebaut und geerntet. Andererseits finden auf dem Gelände immer wieder Vorträge und Diskussionsveranstaltungen statt. Die Titel der Veranstaltungen zeigen klar, dass es im „Gärtjen“ um Politik geht: „Der Ukrainekrieg und kein Ende in Sicht? Suche nach Wegen aus dem Krieg in der Ukraine“, „Familienlandsitze und Judenhass – die Ideologie der Anastasia-Bewegung und ihr wirken in Sachsen“ oder „Einführung in die Faschismustheorie“.

    Der Verein nennt es einen „Safespace hinter dem Gärtjentor, in dem achtsames und respektvolles Miteinander und Schutz vor Diskriminierung gelebt werden“. Es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es kein Projekt der Partei Die Linke ist.

    Zu wenig Garten oder Hochwasserschutzgründe?
    Damit soll es wohl bald vorbei sein. Christopher Colditz, Linke-Stadtrat und im Vorstand des Vereins, erzählt, dass der Pachtvertrag bisher immer problemlos von der Stadt verlängert wurde. Das hat sich nun geändert. „Ich habe nachgefragt und irgendwann gesagt bekommen, dass der Vertrag nicht mehr verlängert werden soll.“ Als Begründung hieß es von der Stadt laut Colditz, dass ein sozialer Träger auf das Gelände wolle.
    „Uns wurde gesagt, es sehe nicht wie eine gemeinschaftsgärtnerische Nutzung aus.“ Dabei haben die Mitglieder viel gepflanzt. Es seien fünf bis zehn Personen, die sich regelmäßig im Ehrenamt um die 26 Beete kümmern. Das klappe zeitlich mal besser und mal weniger gut.

    „Auf erneute Nachfrage hieß es dann von der Stadt, der Vertrag könne aus Hochwasserschutzgründen nicht verlängert werden“, berichtet Colditz. Auf Nachfrage von Sächsische.de äußert sich die Stadt nicht zu dem Thema. Fragen werden nicht beantwortet. „Zu diesem Thema findet demnächst ein Gespräch statt“, heißt es nur. Colditz habe gesagt bekommen, das Gelände müsse bis 2025 beräumt sein. Allerdings läuft der aktuelle Pachtvertrag Ende dieses Jahres aus – möglicherweise ein noch früheres Aus für das Projekt. „Das ist echt eine miserable Kommunikation durch die Verwaltung mit einem rein ehrenamtlichen Träger“, so Colditz.
    Der Verein stehe damit ohne öffentlichen Raum da, um das Konzept mit dem Gemeinschaftsgarten und die Veranstaltungen zur politischen Bildung umzusetzen. „Wir wollen am liebsten auf dem Gelände bleiben“, so Colditz.

    Wenn das tatsächlich aus Gründes des Hochwasserschutzes nicht gehen sollte, solle die Stadt aber einen alternativen Standort bereitstellen. Zumal an dem Konzept, aus Sicht des Vereins, wesentliche Demokratie-Projekte hängen. Für die Veranstaltungen gab es im vergangenen Jahr rund 3.500 Euro Fördergeld von der Stadt, weil diese als unterstützungswürdig im Rahmen des „Lokalen Handlungsprogramms für ein vielfältiges und weltoffenes Dresden“ eingestuft wurden.

    MAIL

    wie ihr vielleicht erfahren habt, ist die Existenz des gärtjens bedroht (Sächsische berichtet). Die Stadtverwaltung Dresden möchte uns den Pachtvertrag nicht verlängern. Erst hieß es, ein sozialer Träger möchte auf das Grundstück, dann war die Rede vom Hochwasserschutz und dass alle Aufbauten bis 2025 wegmüssen (unser gelbes Häuschen, das Kompostklo, der Geräteschuppen, der Pizzaofen,…). Für uns keine klare Kommunikation und kein fairer Umgang mit einem ehrenamtlichen Projekt.

    Unser Pachtvertrag läuft allerdings schon zum 31. Dezember 2023 aus. Nach aktuellem Stand stehen wir für unser Bildungs- und Gemeinschaftsgartenprojekt ohne eine Fläche da. Eine Alternative wurde uns bisher nicht angeboten. Wenn wir dort nicht bleiben können oder eine adäquate Fläche erhalten, bedeutet dies das Ende des gärtjens.

    Jetzt kommst Du ins Spiel. Wir möchten in den nächsten Wochen noch mal Aufmerksamkeit für das gärtjen schaffen. Mit einer kleinen Social Media Kampagnen möchten wir Zitate von Besucher*innen, Referent*innen und Freund*innen posten und so Druck auf das zuständige Amt und die Bürgermeisterin erzeugen. 

    (mehr …)

  • Berlin Buch: Naschgarten ist Teil der Selbsthilfekontaktstelle

    (Besuch)

    Zunächst war ein Gemeinschaftsgarten auf dem Pankeplatz geplant, doch kurz vorm Aufstellen von Hochbeeten bekam die Gruppe eine überraschende Absage des zuständigen Sportamts. Sie hatten mündlich die Erlaubnis bekommen, es gab eine Vorort-Begehnung zum Festlegen, wo die Beete stehen sollen, doch nach Einreichen des offiziellen Antrags gab es eine generelle Absage.
    Sie haben den Garten dann auf dem Gelände gebaut, das zur Selbsthilfekontaktstelle gehört. Der Garten wurde in Kooperation mit einer Behindertenwerkstatt gebaut, also Wege, Beete, Unterstände und vieles mehr. Er entstand während Corona und ist Teil der Regelförderung für die Selbsthilfestelle durch den Senat. Genehmigt wurde er, da das die einzige Möglichkeit für weitere Gruppentreffen jenseits von Videokonferenzen war. In dem Garten finden daher auch viele Gruppentreffen und andere Veranstaltungen statt. Ein Teil des Equioments wird von einer Krankenkasse finanziert, ein Haus im hinteren Teil konnte von Gelder einer Sparkassenförderung bestellt werden.
    Zunächst war der Garten auch als „essbare Stadt“-Projekt gedacht, alle konnten rein und naschen, ohne mitgärtnern. Doch inzwischen gibt es immer mehr Beete, die einzelne Menschen bewirtschaften.
    Direkt neben dem Naschgarten gibt es den „Frauenehrenamtsgarten“, ein Gartenprojekt, in dem Menschen eigene Parzellen bewirtschaften.
    Im Naschgarten ist eine Gruppe aktiv an der Gestaltung dabei: die Naschgärtner*innen, die sich rund um die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfestelle gebildet hat.
    Die Selbsthilfestelle ist ein Treffpunkt, Menschen kommen auch dorthin, ohne zu einer der Gruppen zu gehen, die dort Räume nutzen.
    Es gibt auch ein Reparatur-Café und eine ausleihbare Fahrradrikscha. Sie versuchen viele Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln.

    Der Garten ist schon bedroht, das Bauamt möchte, der er wieder weg kommt, da er sich nicht in die Architektur der Bebauung einfügt (Häuserriegel mit Abstandsgrün). Die Koordinatorin ist gut vernetzt und hat den Bürgermeistern von Pankow informiert, der sich kümmern möchte.

    (mehr …)

  • Berlin: Prinzengarten bedroht

    (ANruf)

    Der Prinzengarten im Wedding ist bedroht. Sie haben eine Räumungsklage erhalten, da ein Schulerweiterungsbau die Fläche braucht. Es gab schon Gespräche mir dem Bezirk, Toni war auch dabei, doch hat das bisher nichts gebracht. Wie schon Paece of Land wollen sie, dass der Schulerweiterungsbau an einer anderen Fläche entsteht.

    „Die Fläche des Flurstücks 508 soll bebaut werden. Dabei ginge der Prinzengarten und der Genossenschaftsgarten verloren. Und das in einem sehr dicht besiedelten Gebiet in Berlin Mitte, das hohen sozialen wie klimatischen Belastungen ausgesetzt ist.
    Wir wollen, dass die Gärten bleiben für eine klima- und sozialgerechte Stadt.“

    (mehr …)

  • Frankfurt/Main: Frankfurter Garten muss Bebauung weichen

    (alerts)

    Seit 2013 gibt es am Danziger Platz Urban Gardening. Zuerst als „Frankfurter Garten“, seit 2018 als „Neuer Frankfurter Garten“ mit Deutschlands erstem „Bienenbaum Wipfelpfad“. Zwischen Gemüse, Blumen und Bienen gab es jetzt wohl ein Abschiedskonzert im Herbstlaub.

    Matthias Baumgardt spielt nicht nur unvergleichlich gut Gitarre. Er züchtet Tomaten, Kürbisse und Chilis und kocht für die vermutliche Abschieds-Garten-Jam 15 Liter Linsensuppe mit Kürbis. „Es wird jetzt langsam zu kalt draußen“, sagt der Musiker und zeigt auf ein Glas Tomaten-Chili-Sauce. „Die wärmt, wenn man es scharf mag“, verspricht er. Baumgardt gehört zu den gut 40 Mitgliedern des Vereins „Bienen-Baum-Gut“, der vor drei Jahren den seit 2013 bestehenden Frankfurter Garten übernommen hat. „Ich glaube es erst, wenn es wirklich passiert“, so der waschechte Frankfurter Musiker aus dem Ostend und spielt darauf an, dass die Bahn Anspruch auf das Grundstück angemeldet hat, um die Nordmainische S-Bahn nach Hanau zu bauen.

    „Die Bienenstöcke dürfen bis Mai 2022 hier bleiben, den Rest des Grundstücks sollen wir bis Ende des Jahres räumen“, so Cher Haurova, die Erste Vorsitzende des Vereins. „Bienen kann man im Winter nicht umsiedeln. Das wäre Genozid“, sagt sie trocken. Mündlich sei ihr vom Grünflächenamt ein Ersatzgrundstück etwa 500 Meter weiter zugesagt worden. „Dort steht allerdings immer noch die Umschlagswerk-Trafostation von der Mainova, die 2021 abgerissen werden sollte, damit der Neue Frankfurter Garten Platz findet.“

    Noch stehen die dicht bewachsenen tonnenschweren Hochbeete aus Holz und Beton überall unter großen Platanen auf dem Danziger Platz, noch blühen Stockrosen und Himbeerpflanzen tragen Früchte. Sechs 2,5-Tonnen-Container dienen als Werkstatt, Café, Büro und mehr. „Auf dem anderen Grundstück wäre momentan nicht einmal Platz zum Zwischenlagern, weil es noch bebaut ist“, sagt Haurova. Auch die Transportkosten könnte der Verein nicht stemmen. Noch setzt sie darauf, dass der Vertrag doch noch einmal verlängert wird. „Wir müssen abwarten, was passiert.“

    Eines der größten Schutzprojekte Hessens

    Haurova hatte 2016 den ersten „Bienenbaum Wipfelpfad“ mit initiiert, der 2018 mit dem Bürgerpreis der Stadt Frankfurt und im Juni 2019 mit dem Preis für Biologische Vielfalt der UN-Dekade ausgezeichnet wurde. Der Wipfelpfad gilt als eines der größten Projekte Hessens zum Schutz der Honigbienen. Auf zwei Baumplattformen, die mit einer Hochseilbrücke verbunden sind, können Kinder und Erwachsene sehen, wie Bienenvölker in hohlen als Gesichter geschnitzten Baumstämmen leben und Honig produzieren. Das Grünflächenamt hatte einen hohlen Baum zur Verfügung gestellt und ein Schwarm ist von sich aus dort eingezogen.

    Auch die Klotzbeuten in den selbst ausgehöhlten Baumstämme sind von Stadtbienen bewohnt. Sie brummen und schwirren vor den Eingängen, die aus geschnitzten Mündern bestehen. Wegen Corona konnten viele Führungen und Kurse nicht stattfinden. „Das war hart“, so Haurova. Spenden kamen daher nicht viele rein. Seit dem letzten Jahr gibt es daher an jedem Freitag Konzerte, die Baumgardt organisiert. „46-mal sind Bands seither live aufgetreten“, erzählt sie und Baumgardt grinst, während er Musiker begrüßt, die zur letzten Session kommen.

    „Das ist 2020 gut angenommen worden und so konnten wir uns finanziell retten. Zum Glück hat uns die Mainova eine Wasserspende in Höhe von 1000 Euro gemacht. Das hat und das Gärtnern gerettet.“ Blues klingt durch das Herbstlaub. April King singt, Baumgardt, Joe Berger, Linda Rocko und Sammy Lindemann und Wolf Schubert jammen.

    Die Liegestühle sind gefüllt mit Besuchern. Strom kommt über den Generator. Linsensuppe dampft, und die anfangs melancholische Atmosphäre wechselt. Ein Hauch Indian Summer vertreibt negative Gedanken mit Blues, Folk und Rock bis in die Abendstunden dort, wo jetzt noch Frankfurter Gemüse anbauen und demnächst der U-Bahn-Tunnel zur Konstablerwache verlängert werden soll.

    https://www.fnp.de/frankfurt/herbst-blues-im-neuen-frankfurter-garten-91088410.html (mehr …)

  • Berlin: Peace of Land bedroht

    (NL)

    Das Peace of Land soll nächstes Jahr für die Bebauung einer Turnhalle weichen. Die Fläche soll versiegelt werden und all das, was seit 6 Jahren gewachsen ist, wäre einfach weg. Das Leben von Pflanzen, Tieren und die soziale Permakultur Gemeinschaft, die ihren Lebensmittelpunkt dort haben, wäre nicht mehr möglich. Peace of Land ist in den Standort eingewachsen. Das kann man nicht mal eben von A nach B bewegen. Wir haben den Wunsch, dass nebenan eine Brachfläche Sigridstraße 11A  stattdessen bebaut wird, so dass die Grundschule ihre benötigte Turnhalle bekommt, aber das Peace of Land leben lassen lässt. Kein Gartenmord für Hallensport!

    Was die Rettung des Gartens kosten würde: Es bräuchte zusätzliche finanziellen Mittel für die geänderte Planung, einen späteren Baubeginn und politischen Willen, diese neue Fläche mit allen Genehmigungen und Plänen auszustatten, damit dort mit dem Bau begonnen werden könnte.


    (mehr …)

  • Berllin: Prinzengarten bedroht

    (alerts)

    Im leichten Sommerwind schaukeln die Dolden in den Hochbeeten und unter den Bäumen lässt es sich im Schatten herrlich entspannen. Seit zehn Jahren ist aus einer Brache hinter dem einst besetzten Haus Prinzenallee 58 in Wedding ein Nachbarschaftsgarten gewachsen. „Eine Institution im Kiez“, sagt die Abgeordnete June Tomiak (Grüne). Den „Prinzengarten“ kennt die mit 24 Jahren jüngste Berliner Abgeordnete seit ihrer Kindheit und besuchte die angrenzende Wilhelm-Hauff-Grundschule. Regelmäßig treffen sich Anwohner*innen im Garten, unter dem Stichwort „Kompost-Kino“ gibt es Filmabende. Bald ist damit Schluss, fürchten die Gärtner*innen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer parlamentarischen Anfrage von June Tomiak.

    Schule gegen Garten – um diesen Konflikt geht es im Bezirk Mitte. Auf dem 1500 Quadratmeter großen „Prinzengarten“, hinter der sich die Panke durch einen Grünzug schlängelt, ist ein modularer Schulergänzungsbau geplant. Die Gärtner erfuhren davon, als plötzlich Ende Juni vom Bezirksamt der Nutzungsvertrag für eine 300 Quadratmeter große Teilfläche gekündigt wurde. „Wir haben uns erschreckt, als plötzlich die Kündigung kam“, sagt Maria Stieger vom „Prinzengarten“. Schulcontainer statt Beete also. Alles weitere ist freilich unklar – etwa der Termin des Baubeginns und sogar, welche Schule davon profitieren soll.

    Die Fläche sei für die Sanierung der Grund- und der Sekundarstufe I der Charlotte-Pfeffer-Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung notwendig, sagt der Bezirk Mitte. Wird der „Prinzengarten“ als Treffpunkt und Naherholungsfläche für die Nachbar*innen der Umgebung verdrängt, wäre das nicht der erste bezirkliche Konflikt dieser Art. Auch das Gartenprojekt „Himmelbeet“ bangt seit Jahren um den Standort an der Weddinger Ruheplatzstraße. Dem „Himmelbeet“ läuft die Zeit davon. Ende Oktober soll der Garten das Grundstück verlassen, weil das dort vorgesehene Sozial-Fußballprojekt „Amandla“ nach langer Verzögerung jetzt einen Bauantrag gestellt hat und die Bauarbeiten beginnen sollen. Mehrfach war dem „Himmelbeet“ vom Bezirk ein neuer Standort am Mettmannplatz in Wedding versprochen worden, doch eine Zusage fehlt weiter. Grund: Die Bahn benötigt den Platz noch bis 2024.

    Nun also der „Prinzengarten“. Angesichts der Grundstücksverhältnisse ist eine Lösung schwer vorstellbar. Denn die Fläche des Anwohnergartens gehöre zum Gelände der angrenzenden Wilhelm-Hauff-Grundschule – sagt das Amt. Und einen Nutzungsvertrag hat der Prinzengarten nicht. Offenbar hat das Bezirksamt aber keine anderen Standorte für den Ersatzbau für die Pfeffer-Schule geprüft, obwohl seit 2014 deren Sanierung geplant ist. Eine entsprechende Frage der Abgeordneten Tomiak wurde jedenfalls nicht beantwortet. Erstaunlich ist dies deswegen, weil nach Angaben des Amtes „eine Distanz von 5,6 km Wegstrecke zwischen der Charlotte-Pfeffer-Schule und der Prinzenallee 58“ liegt – für Grundschulkinder ein sehr weiter Weg.

    „Der Konflikt ist der Senatsverwaltung erst seit kurzem bekannt“, bekam die Abgeordnete June Tomiak (Grüne) zu hören, als sie fragte, warum das Amt nicht früher mit den Gärtner*innen Kontakt aufnahm. Die Senatsverwaltung versichert aber, man sei „wie bei allen anderen Gemeinschaftsgärten an einer einvernehmlichen Lösung interessiert“. Konkreter wird die Verwaltung nicht, sondern teilt nur mit, „ein Gespräch mit dem Bezirksamt Mitte ist geplant und konnte aufgrund der Kurzfristigkeit noch nicht stattfinden“. Prinzengarten-Sprecherin Maria Stieger ist das völlig neu – sie würde sich aber über ein Gespräch freuen. Denn bislang liefen alle Terminanfragen ins Leere.

    Der Garten liegt hinter der Wohnungsgenossenschaft Prinzenallee 58, einem einst besetzten Haus. Bevor die Gärtner*innen anfingen, die Natur zurückzuholen und Hochbeete anlegten, wurden dort Autos geparkt und Schrottlauben entsorgt. Noch früher gab es eine Färberei, von der wohl Chemikalien im Erdreich landeten. Es „etablierte sich eine Nutzung mit Beeten und Bauten, die weder vertraglich geregelt werden konnte, noch genehmigt wurde“, betont das Bezirksamt: „Die Suche nach Betreibern u.a. aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht oder zur Weitergabe nutzungseinschränkender Hinweise aufgrund der bestehenden Bodenverunreinigungen durch Altlasten war erfolglos.“ Wie ernsthaft nach Gesprächspartnern gesucht wurde, ist zu erahnen – im Netz ist der Kontakt jedenfalls mit einem Klick möglich.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/urban-gardening-in-berlin-im-prinzengarten-waechst-die-angst/27419964.html

    Derzeit ist vieles unklar. Unstrittig ist, dass die Pfeffer-Schule mehr Räume benötigt. Derzeit werden über 100 behinderte Schüler in der Ganztagsschule betreut. Wegen der Sanierungsarbeiten sind die Kinder bereits seit 2015 in Schulcontainern untergebracht. Sie wurden auf dem Sportplatz aufgestellt, damit die Bauarbeiten im Haupthaus beginnen konnten. Die Frage ist freilich, warum der „Prinzengarten“ nun das einzig geeignete Grundstück sein soll. Nicht nur wegen der Entfernung vom jetzigen Schulstandort. Noch verwirrender wird es, weil aktuell aus dem Bezirksamt zu hören ist, dass die Hauff-Grundschule selbst die mobilen Ersatzbauten nutzen soll. Bei der Hauff-Grundschule, so Tomiak, wisse man davon aber nichts.

    Egal, wer Nutzer sein soll – June Tomiak wundert sich, weil es direkt neben der Wilhelm-Hauff-Schule ein seit Kriegsende unbebautes Grundstück gibt. Dieses gehört ebenfalls dem Land Berlin. „Da frage ich mich, warum nicht diese Fläche für einen temporären Bau genutzt wird“, sagt Tomiak. Gärtnerin Maria Stieger fürchtet bei so viel Unklarheit, dass am Ende der Prinzengarten vertrieben ist, aber auf lange Zeit gar nichts passiert. „Wir haben Angst“, so Stieger: „dass eine umzäunte Brache entsteht und die Nachbarn außen vor sind“. (mehr …)

  • Dresden: GG Striesekann ist gefährdet

    (Workshop)
    Der GG Striesekanne in Dresden befindet sich auf einer Zwischennutzungsfläche. Ein Park mit Spielplatz soll entstehen, der Garten ist wohl gefährdet.

    Von Ufer-Plattform:
    Zwischen Spenerstraße, Tittmannstraße, Haydnstraße und dem Kaufland Borsbergstraße wird eine neue öffentliche Parkanlage entstehen: Der Park an der Haydnstraße. Der Park soll durch neue Wegeverbindungen besser an das Umfeld angeschlossen werden und verschiedene Möglichkeiten zum Aufenthalt bieten.

    Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft bittet nun die Dresdnerinnen und Dresdner um Vorschläge und Wünsche für den zukünftigen „Park an der Haydnstraße“. Die Umfrage besteht aus zwei Teilen. Ein Teil ist den Wünschen und Ideen für die gesamte Parkanlage gewidmet. Der zweite Teil richtet sich speziell an Familien, Kinder und Jugendliche und beinhaltet Fragen zum Spielplatz.

    Was wir sehr schade finden:
    Unser Gemeinschaftsgarten Strieskanne wird mit keinem einzigen Wort erwähnt.

    Seit 2019 pachten wir als Teil des Vereins UFER-Projekte e. V. einen Teil der beplanten Fläche als Zwischennutzung. Nach und nach ist so aus einer Brachfläche ein kleines Gartenparadies entstanden: Mit der Pflanzung seltener Wildblumen, der insektenfreundlichen Gestaltung sowie dem Anbau alter Gemüsesorten setzen wir uns für Artenvielfalt und Biodiversität in der Stadt ein. Vor allem ist die Strieskanne als offener Garten darüber hinaus jedoch ein Treffpunkt, ein Ort für Kommunikation und Austausch für alle Altersklassen.

    Zwar ist uns bewusst, dass wir nur als Zwischennutzung angedacht sind, und auch ein möglicher Umzug ist für uns nicht neu – doch dass wir nun nirgends in der Bürgerbeteiligung auftauchen, im Bestandsplan nicht gekennzeichnet wurden und auch keine Optionen in Bezug auf Gärtnern & Co. ausgewählt werden können, finden wir doch sehr schade!


    (mehr …)

  • Berlin: Peace of Land bedroht

    (alerts)

    Die Gärtner*innen von Peace of Land bewirtschaften das 4000 Quadratmeter große Grundstück in der Nähe des Syringenplatzes im Blumenviertel mit großen Engagement. Dabei hat der Garten alles andere als eine sichere Bleibeperspektive: Auf dem Gelände soll eine Turnhalle für die Grundschule am Blumenviertel gebaut werden. Zuletzt habe im April eine Grundstücksbegehung verschiedener Ämter stattgefunden, berichtet Yvonne Stolterfoht, Mitglied des Vorstands von Peace of Land. Ein gemeinsames Gespräch über mögliche alternative Standorte habe es bislang nicht gegeben.

    Das Gärtnern geht dennoch weiter, und Peace of Land freut sich über Unterstützung. In der kommenden Zeit gibt es einige Mitmachtage, an denen Neu-Gärter*inen das Projekt kennen lernen können. Gesucht würden nicht unbedingt Menschen, die im Garten Gemüse ziehen wollen, sagt Yvonne Stolterfoht, denn dieser Arbeitskreis sei bereits relativ groß. „Was wir aktuell suchen, sind Menschen, die auch Lust haben, handwerklich tätig zu werden und uns beim weiteren Ausbau zu helfen.“

    Wichtig sei, dass Neu-Gärtner*innen bereit sind, regelmäßig vor Ort zu sein, zum wöchentlichen Plenum zu kommen und sich mit dem Thema Permakultur auseinanderzusetzen – denn Peace of Land begreift sich nicht nur als Garten, sondern auch als „Lernort für Permakultur“.

    Die Gärtner*innen von Peace of Land legen außerdem Wert darauf, Müll zu vermeiden und Lebensmittel zu retten. Man experimentiere mit alten Kultursorten und Anbaumethoden, die sich dem Klimawandel anpassen, und verarbeite Lebensmittel und Kräuter zu Tees oder Marmelade. „Und wir kochen und essen gemeinsam und zelebrieren die Gemeinschaft“, sagt Yvonne Stolterfoht. „Das ist uns ganz wichtig.“

    https://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/2021/07/05/rein-ins-beet/ (mehr …)

  • Stadtacker Stuttgart akut bedroht

    (alerts)
    Der Innere Nordbahnhof ist eine Oase für Kunst und Urban Gardening in Stuttgart. Die soll auch nicht verloren gehen, wenn auf dem Gelände irgendwann die „Maker City“ entsteht. So der Plan. Doch nun hat die Bahn den KünstlerInnen gekündigt, der Stadtacker soll verschwinden und die Stadt schwurbelt.
    […]
    Erst Anfang Januar hat der Bauzug die zweite Bewerbungsrunde für eine KünstlerInnen-Residenz in der „Raumstation“ ausgeschrieben. Das ist der Waggon, der sich durch eine silberne Lackierung hervorhebt. Vier Stipendien wurden bereits im Vorjahr vergeben, gefördert von der Stadt Stuttgart. Ab 15. März kann die Stuttgarterin Clarissa Kassai für ein bis zwei Monate die Raumstation beziehen. Vier weitere Residenzen sind vorgesehen. Die KünstlerInnen kommen aus Porto, Tel Aviv, Seoul und New Mexico.
    Doch dann platzte die Bombe: Kündigung. Bis Ende April sollen die KünstlerInnen das Areal räumen, verlangt die Deutsche Bahn als Vermieter. Gemäß den Verträgen mit der Stadt, die 2001 sämtliche Flächen erworben hat, die durch das Projekt „Stuttgart 21“ frei werden sollen, ist die Bahn zum Rückbau der Gleisanlagen verpflichtet. Seit zwei Wochen wissen die KünstlerInnen Bescheid. Sofort setzten sie sich mit der Stadt in Verbindung, hofften auf eine gute und schnelle Lösung. […]
    Als Bauzug-Künstlerin und eine der Hauptaktiven des Stadtackers weiß Elisa Bienzle im Moment nicht, woran sie zuerst denken soll. Denn eine halbe Stunde vor dem nächsten Termin für die Akteursbeteiligung mit dem Architekturbüro ist auch dem Stadtacker mitgeteilt worden, dass er nur noch bis Oktober auf dem bestehenden Areal bleiben könne. Schwierig, eine ferne Zukunft zu planen, wenn das eigene Atelier in zwei Monaten geräumt sein soll und völlig unklar ist, was mit den Gärten im nächsten Jahr passiert.[…]
    So etwas wie der Stadtacker oder der Bauzug kommen in der herkömmlichen Stadtplanung überhaupt nicht vor. Ja, man kann sagen, sie sind genau deshalb entstanden. Sie füllen eine Lücke. Allerdings beanspruchen die Freizeit-Gärtner nicht einfach nur zusätzlichen Raum, den sie den künftigen Bewohnern des Viertels wegnehmen. Bereits jetzt gärtnern auf dem Stadtacker auch viele Anwohner des angrenzenden Quartiers Auf der Prag. Urban Gardening ist ein idealer Weg, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen.

    Weismann ist überzeugt: „Der Stadtacker ist auch ein sozialräumliches Projekt, ein sozialer Treffpunkt. Das ist ein Riesen-Potenzial für die Neuentwicklung eines Quartiers.“ Ähnlich sieht es die Leitung der IBA’27. Denn das Quartier C1, also der Innere Nordbahnhof, ist auch eines der Projekte der Bauausstellung. „Die AkteurInnen vor Ort haben das Gelände zu dem gemacht, was es heute ist“, beantwortet Pressesprecher Tobias Schiller die Anfrage von Kontext: „Ein lebendiger und experimentierfreudiger Ort. Das ist ein Glücksfall für die Stadt, die Stadtgesellschaft und letztlich auch die IBA.“

    Allerdings gibt es hier eine besondere Konstellation: „Wir als IBA’27“, so Schiller, „haben zwei Projekteinreichungen zu dem Vorhaben bekommen: von der Landeshauptstadt und eine gemeinsame Eingabe der Vereine Wagenhalle und Stadtacker. Wir haben gleich am Anfang gesagt: Wir verstehen das als ein Projekt, Kunstverein Wagenhalle und Stadtacker (natürlich nebst den weiteren AkteurInnen vor Ort) sind Teil dieses Projekts, das aber von der Landeshauptstadt als Grundstückseignerin gesteuert wird.“

    „Den Fall“, so die IBA-Leitung, „dass Menschen gute Ideen ausprobieren wollen auf Flächen, über die sie nicht direkt verfügen, haben wir immer wieder und da entstehen immer wieder auch Konflikte. Diese können nur partnerschaftlich ausgehandelt werden. Wir als IBA können dabei vor allem vermitteln und inspirieren, entscheiden können wir diese Dinge nicht.“ Das müssten die demokratisch legitimierten Organe wie der Gemeinderat.

    Offenbar weiß bei der Stadt die eine Hand nicht, was die andere tut. So hat der Kunstverein Wagenhalle für das Containerdorf einen begrenzten Nutzungsvertrag, einen Teil der Flächen hat der Verein an den Stadtacker untervermietet. Der Stadtacker hätte sich immer wieder um einen eigenen Vertrag bemüht, betont Elisa Bienzle, aber keinen bekommen. Weiß das Liegenschaftsamt, dass der Stadtacker als Teil der „Maker City“ nach Ende des Nutzungsvertrags weiterhin einen Ort braucht? Es sieht nicht danach aus.

    https://www.kontextwochenzeitung.de/schaubuehne/519/der-zug-ist-noch-nicht-abgefahren-7358.html (mehr …)

  • Chloroplast Stuttgart bedroht

    (alerst)

    Die Stadt hat das Gelände gekauft und möchte es mit einer Bürgerbeteiligung städtebaulich entwicklen.
    „Da sie sich als Verein zuletzt in Planungen der Sportvereine Weilimdorfs wiederfanden, wollte man bei Chloroplast seine Zukunftsvorstellungen selbst erläutern. „Unser Anliegen und ausdrücklicher Vereinszweck ist nach wie vor die nachhaltige Zwischennutzung des Geländes. Wir möchten das Areal hier nutzen, solange es noch keine Entscheidung gibt“, sagt Vereinsvorstand Christoph Pelka. Das sei seinerzeit so mit dem Insolvenzverwalter vereinbart und später von der Stadtverwaltung anerkannt worden.

    Den Anfang genommen hatte die Idee des Gartenbauprojekts Ende 2014. Damals mietete Vorstandsmitglied und Vereinsgründer Andreas Zeger das zur Gärtnerei gehörende Wohnhaus an. Schließlich sei eine Wohngemeinschaft entstanden, die im Sommer den Verein Chloroplast gründete und sich fortan diversen Gartenbauprojekten auf dem Gärtnereigelände widmete. „Im Haus haben schon immer Vorstandsmitglieder gewohnt“, betont Andreas Zeger. Auch habe er bis heute einen gültigen Mietvertrag. Dass nun Ende Mai vom Liegenschaftsamt eine Aufforderung zur Räumung kam, sei überraschend gewesen.

    Diese begründet die Stadt damit, dass sich das Wohngebäude baurechtlich im Außenbereich befinde. Dort darf nur gebaut und gewohnt werden, sofern es sich, wie etwa im Falle der Gärtnerei, etwa um den Betreiber jener handle. Diese Ausnahme sieht der Verein als erfüllt an. Denn vor Ort zu wohnen, sei eine wichtige Voraussetzung für die ehrenamtliche Vereinsarbeit der Mitglieder. Das habe man in der Vergangenheit mit Vertretern der Politik und Verwaltung abgestimmt.

    „„Im Rahmen dieser Bürgerbeteiligung wird die Verwaltung auch nochmals das Gespräch mit dem Verein Chloroplast suchen. Zusammen mit dem Verein soll die Zukunft des Areals gestaltet werden“, schreibt die Pressesprecherin Ann-Katrin Keicher. Weiter teilt sie mit: „Ein entsprechendes Antwortschreiben an den Verein wird momentan vorbereitet. Inhaltlich können wir diesem in der Presseauskunft nicht vorweggreifen.““

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verein-chloroplast-soll-wohnhaus-raeumen-vertreibung-aus-dem-paradies.08507e6c-005e-43dc-a525-89386337b753.html (mehr …)

  • Himmelbeet noch immer ohne Fläche

    (alerts9
    m 31. Oktober läuft der Nutzungsvertrag für den aktuellen Standort an der Weddinger Ruheplatzstraße aus, weil das Fußballbildungsprojekt „Amandla“ hier hin soll. Das war zuletzt kein Grund mehr zur Sorge. Denn der Umzug an den Mettmannplatz schien so gut wie sicher. Doch daraus wird nichts. Das Himmelbeet steht wieder einmal ohne neue Fläche da. Noch im Februar schien die lange Suche endlich beendet. Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne) hatte den Mettmannplatz gemeinsam mit dem Himmelbeet-Team besucht und sich optimistisch gezeigt. Unter dem Vorbehalt, dass noch einige wenige Punkte zu klären seien, habe sie den Gärtnerinnen und Gärtnern eine mündliche Zusage gegeben, schreiben diese in ihrem Blog. Doch nun kommt alles anders. Die Fläche am Mettmannplatz sei wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn wahrscheinlich bis 2024 nicht nutzbar.

    Besonders ärgerlich für das Himmelbeet: Der Senat habe bereits eine finanzielle Unterstützung für den Umzug zugesagt. Diese sei allerdings an die Bedingung geknüpft, dass noch in diesem Jahr eine neue Fläche zur Verfügung stehe. „Ohne Fläche werden wir diese Gelder, so unsere Einschätzung, nicht erhalten. Uns bleiben also nur noch etwas weniger als vier Monate. Die Zeit drängt.“
    (https://leute.tagesspiegel.de/mitte/macher/2020/07/15/131781/bezirk-zieht-zusage-fuer-urban-gardening-auf-dem-mettmannplatz-zurueck/)

    (Himmelbeet NL)

    Wie sieht es aus mit einem neuen Zuhause am Mettmannplatz?

    Wird der Mettmannplatz in unmittelbarer Nähe unser neues Zuhause? Ende Februar gab es die lang ersehnte erste Ortsbegehung mit Vertreter*innen des Straßen- und Grünflächenamts sowie der für die Fläche zuständigen Bezirksstadträtin Sabine Weißler. Auch wenn es noch viele offene Punkte zu klären gab, wir hatten eine mündliche Flächenzusage bekommen! Darüber hatten wir uns sehr gefreut. Vielleicht zu früh?

    Im Nachgang zu der Begehung haben wir  als Diskussionsgrundlage für weitere Gespräche mit dem Bezirk ein Grobkonzept für die Nutzung der Fläche entwickelt: Ein neuer Gemeinschaftsgarten unter Berücksichtigung von Naturschutzbelangen, Bildungsangeboten und Einbeziehung der Nachbarschaft schwebte uns vor.

    Einen weiteren Austausch mit dem Bezirksamt gab es in einer Telefonkonferenz am 25.05.2020. In diesem Termin hat sich herausgestellt,  dass die Fläche am Mettmannplatz wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn wahrscheinlich bis 2024 und aufgrund der bestehenden Baumvegetation für das himmelbeet nicht zu Verfügung steht. Die Vorschläge in unserem Konzept wurden größtenteils als nicht realisierbar eingestuft. Dies bedeutet, dass wir ab dem 1. November ohne Fläche sind. Seitdem gab es trotz Ankündigung einer regelmäßigen Kommunikation keine weitere Gespräche mit dem Bezirksamt. Dies bedauern wir sehr.

    Finanzielle Unterstützung durch Senat bedarf einer neuen Fläche 

    Parallel dazu gab es dieses Frühjahr einen Austausch auf Senatsebene: Am 14.5. gab es ein erstes (virtuelles) Gespräch mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz von Berlin. Trotz der finanziellen Unsicherheiten in Zeiten von Corona wurden uns die bereits zugesagten Gelder für einen Umzug erneut bestätigt (Blogbeitrag). Diese Gelder sind an die Bedingung geknüpft, dass wir noch in diesem Jahr eine neue Fläche bekommen. Dafür brauchen wir jetzt allerdings eine schriftliche Zusage vom Bezirk, was nach derzeitigem Stand sehr unwahrscheinlich ist. Ohne Fläche werden wir diese Gelder, so unsere Einschätzung, nicht erhalten! Dies wäre das zweite Mal, dass öffentliche Mittel durch den Bezirk nicht in Anspruch genommen werden. 


    (mehr …)

  • Echinger Gemeinschaftsgarten bedroht

    (alerts)

    […]

    Dem Projekt droht Ungemach – ausgerechnet von anderen Gärtnern

    Kürzlich wurde zu einem Treff auf dem Gelände zu Sekt und Kuchen eingeladen, bei dem die Gartler ihren Gästen das „gewachsene“ Projekt vorstellten – und zum Mittun animieren wollten, offensichtlich mit Erfolg. Ungemach droht dem Gemeinschaftsgarten ausgerechnet durch die angrenzende Kleingartenanlage, die aufgrund der großen Nachfrage expandieren möchte, und zwar am Autobahnwall in Richtung Norden. Genau dorthin also, wo der Gemeinschaftsgarten angelegt und verwurzelt ist. Nach all den Mühen, die von den „Urban Gardenern“ mittlerweile in das Projekt investiert wurde, ist die drohende Verlegung für die engagierte Gruppe demotivierend – und keine gute Idee.

    Ihr Vorschlag lautet daher: den Gemeinschaftsgarten in die Kleingarten-Erweiterung wie eine Insel zu integrieren. Deshalb wurde ein Antrag gestellt, an Ort und Stelle bleiben zu dürfen. Der Ausgang ist ungewiss…

    https://www.merkur.de/lokales/freising/eching-ort28614/echinger-gemeinschaftsgartler-und-ihr-paradies-mit-ungewisser-zukunft-13831104.html

    (Mail, 15.07)
    Die Erweiterung der Kleingartenanlage ist in der Planung. Wir sind mit dem Bauamt in Kontakt und haben dort einen Antrag zum Erhalt des Gemeinschaftsgartens an der jetzigen Stelle gestellt. Wir haben die Zusage, dass der Gemeinschaftsgarten in die Planung miteinbezogen wird. Wir wollen natürlich am jetzigen Standort bleiben, da wir schon viel geackert haben und dieses Jahr auch guten Ertrag haben.

    Die Vorsitzende des Kleingartenvereins hat uns nur Grünstreifen in deren Anlage zur Verfügung gestellt und wir sollten dann auch Mitglied sein. Das gefällt uns nicht, da unser Konzept sich grundlegend von deren Vereinsstatuten unterscheidet. 

    (mehr …)

  • Nachbarschaftsgarten in Strausberg bedroht

    (alerts)

    Strausberg (Martin Stralau) Der Jugendsozialverbund sorgt sich um die Zukunft seiner Nachbarschaftsgärten am Mühlenweg. Dort soll gebaut werden.

    Seit sechs Jahren gärtnert Maren Christine Müller mit Hingabe auf einem sieben mal acht Meter großem Hochbeet auf dem ehemaligen Sportplatz zwischen Otto-Grotewohl-Ring und am Mühlenweg. „Rote Bete, Zwiebeln, Erdbeeren, Möhren, Mohnblumen, Schwarze Johannisbeeren, ein Apfelbaum“, sprudelt es aus ihr heraus, wenn man sie nach ihren angebauten Pflanzen fragt. „Ach, und Gurken, Tomaten, Bohnen und Erbsen auch“, fügt sie hinzu.

    27 Gärten gegen 300 Wohneinheiten

    „Solche Kürbisse haben wir hier schon geerntet“, ruft Heidemarie Schulze, die Vorsitzende des Jugendsozialverbundes, aus und bildet mit beiden Armen einen Kreis. Sabine Brosch, die JSV-Ehrenamtlerin und Linken-Stadtverordnete, lacht: „Jetzt übertreibst du aber!“ – „Von wegen!“, antwortet die resolute Vorsitzende, die auf den Anbauerfolg wie überhaupt auf den Erfolg des Nachbarschaftsgartens des JSV im Mühlenweg besteht, auf dem er gelungen ist.

    Dass das vor zehn Jahren umgestaltete Brachland möglicherweise in seiner Existenz gefährdet ist, wurde Heidemarie Schulze und ihren Mitstreitern erstmals vor zwei Jahren bewusst, als sich beim Sommerfest vier elegant dunkel gekleidete Herren interessiert auf dem Gelände umschauten und auf Nachfrage als künftige Investoren zu erkennen gaben. Nach bisherigen Plänen sollen auf der 16,6 Hektar großen Fläche, zu der die Gärten gehören, 300 Wohneinheiten entstehen.

    Begehr an Bürgermeisterin

    „Zwar haben wir von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erneut ab Dezember 2020 einen unbefristeten Vertrag erhalten, dieser ist jedoch mit einer Frist von drei Monaten jederzeit kündbar, wenn die Entscheidung über die Investoren getroffen wurde. Dies soll wohl nicht vor ein bis zwei Jahren geschehen“, berichtet sie. Die Vertreter der BImA, der die Fläche gehört, hätten sie im Gespräch dazu durchaus ermuntert, sich an die Bürgermeisterin zu wenden mit dem Ansinnen, bei einem Bebauungsplan den Nachbarschaftsgarten als Gemeinbedarfsfläche aus der geplanten Wohnbebauung herauszulösen.

    „Das Ziel verfolgen wir“, sagt Sabine Brosch, die das Thema in der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Donnerstag ansprach. Der Nachbarschaftsgarten des JSV, sagte sie, umfasse 27 kleinere Gärten auf einer Fläche von 4150 Quad-ratmetern. Der JSV habe dort viel Zeit und Arbeit hineingesteckt, auch Fördermittel seien geflossen. „Meine Bitte ist, zu prüfen, ob die Fläche für Gartennutzung erhalten werden kann, auch wenn auf dem Areal gebaut werden soll. Quasi als Grüne Lunge für die Anwohner, die die Gärten dort seit langer Zeit bewirtschaften“, sagte Sabine Brosch.

    Sie habe das Begehr verstanden, betonte Bürgermeisterin Elke Stadeler (parteilos), und das Thema bei der BImA auch angesprochen. Nach bisheriger Planungsabsicht sei aber auch klar, dass das Interesse für die Entwicklung der Fläche eindeutig auf mehrgeschossigem Wohnungsbau liege. Hier müsse man schauen, wie das zusammengehen könne.

    Ende Mai war die Verwaltung auf Antrag der CDU-Fraktion von den Stadtverordneten beauftragt worden, bei der BImA unverzüglich das Interesse der Stadt an der Fläche zu bekunden und sie als Wohnbaufläche zu entwickeln. Fraktionsvorsitzender Andreas Fuchs kritisierte nun das bisher vorliegende städtebauliche Konzept als äußerst schwach und erinnerte die Stadtverwaltung daran, dass sie Ende Mai von den Stadtverordneten mehrheitlich auch dazu aufgefordert wurde, sich für die Entwicklung eines nachhaltigen, ökologischen und sozialen Stadtteils am Mühlenweg einzusetzen. „Aber hier geht es scheinbar mal wieder nur um eine maximale Verwertung der Fläche“, stellte er fest.

    Jens Knoblich sprach sich dafür aus, mit den Leuten, die die Gärten pflegen, vor dem Start des Bebauungsplanverfahrens das Gespräch zu suchen. „Die Verwaltung weiß, worauf es ankommt und wird uns schon ein schönes Konzept präsentieren“, sagte er. Matthias Michel (beide Zusammen für Strausberg) sah in den Gärten weitere Potenziale, zum Beispiel für einen Schulgarten für den im direkten Umfeld entstehenden Schulcampus. Im bisherigen Konzept sind vier Mehrfamilienhäuser an der Stelle der Gärten eingezeichnet. Die Stadtverordneten fassten mit 24-Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan. Wie es mit den Gärten weitergeht, bleibt vorerst offen.


    (mehr …)

  • Stuttgart: Ende für Ebene 0

    Update:
    Info von Larissa Eißler, Stadt Stuttgart am 28.4.: Habe allerdings die Information, dass der Garten seitens der Parkhausbetreiber anscheinend weiter betrieben werden kann


    (alerts)

    Kulturprojekt Ebene 0 muss nach acht Jahren gehen

    Von ubo 

    Am Rand des Rotlichtviertels hat ein Verein das Züblin-Parkhaus unter dem Namen Ebene 0 zu einem Ort für Kunst, Subkultur und Urban Gardening gemacht. „Erschüttert“ sind die Macher, dass sie jetzt nach acht Jahren gehen müssen.

    Stuttgart – Das Kulturprojekt mit dem Namen Ebene 0 muss nach acht Jahren das Züblin-Parkhaus räumen. Auf Ende Juni ist jetzt den Machern des Projektraums gekündigt worden, die Kunst ausstellten und Gärtnern auf dem obersten Parkdeck Platz zum Pflanzen boten. „Wir wurden völlig überrascht von der Entwicklung“, bedauert Daniel Zürn von dem Verein, der noch zweieinhalb Jahre bleiben wollte, bis das Parkhaus abgerissen werden soll. „Leider stellte der Parkhausbetreiber unseren gemeinnützigen Verein vor vollendete Tatsachen“, klagt Zürn, „ein kommerzieller Nachmieter für den Projektraum war bereits gefunden.“ Offensichtlich werde ein kultureller Akteur durch den anderen vertrieben.

    „Erschüttert“ über das abrupte Ende

    Die neuen Betreiber wollen ein Kulturkiosk eröffnen und wehren sich gegen die Vorwürfe, die bisherigen Mieter verdrängt zu haben. Die Parkhausbetreiber seien mit den Leuten der Ebene 0 zuletzt unzufrieden gewesen und hätten deshalb neue Betreiber gesucht. Vom Anfangselan der Ebene 0 sei nicht völlig übrig geblieben. Man wolle neue Mieter, die öfter aufmachten.

    „Im Frühjahr 2012 sind wir zu einer Zeit gestartet, als das Quartier Negativschlagzeilen machte“, sagt Zürn, „längst wundert sich keiner mehr, wenn im Züblin-Parkhaus Kunst ausgestellt, gegärtnert oder eine Performance aufgeführt wird.“ Nicht verstehen will er, dass eine Kooperation mit den Nachmietern nicht möglich sei. Dass die Gärtner bleiben dürfen, erfreut den Verein. „Erschüttert“ aber ist er, dass das Kulturprojekt Ebene 0 abrupt aufhören muss.

    Über 100 Veranstaltungen in acht Jahren

    Für einen ursprünglich temporär gedachten Raum seien acht Jahre aber keine kurze Zeit, heißt es auf der Homepage von Ebene 0. „Wir blicken gern auf ereignisreiche Jahre mit über 100 Veranstaltungen im Leonhardsviertel zurück“, ist weiter zu lesen, „neben zahlreichen Ausstellungen fanden im Parkhaus auch Konzerte, Lesungen, Partys, Theateraufführungen, Buchpräsentationen, Performances, nachbarschaftliche Aktionen, Open Air Kino, offene Yogastunden sowie zahlreiche kulturelle Kooperationen unter anderem mit dem Kurzfilmfestival, dem Theater Rampe, dem Citizen Kane Kollektiv, dem Figurentheaterfestival und vielen weiteren statt.“ Außerdem könne seit mittlerweile sieben Jahren auf dem Parkhausdach gemeinschaftlich gegärtnert werden: Urban Gardening hat der Verein inklusive Ausblick, Bienenstöcke und Aquaponik-Anlage möglich gemacht

    (mehr …)

  • GG des Prinzessinnengarten Kollektiv in Neukölln bedroht

    (alerts)

    Umweltamt fordert Rückbau der Prinzessinnengärten

    Vor rund einem Jahr zog das Gartenprojekt vom Kreuzberger Moritzplatz nach Neukölln. Nun sieht es sich in seiner Existenz bedroht.

    Es sollte ein Modellprojekt für die neue Nutzung ehemaliger Friedhofsflächen werden – und droht nun, zu scheitern. Vor rund einem Jahr zog das Team der Prinzessinnengärten vom Kreuzberger Moritzplatz auf den Friedhof St. Jacobi II in der Neuköllner Hermannstraße. Damit wurden die Gemeinschaftsgärtner Teil eines Konfliktes, der seit einiger Zeit zwischen dem Evangelischen Friedhofsverband Stadtmitte, der Eigentümerin der Friedhofsfläche, und dem Neuköllner Umweltamt schwelt.

    Ende Februar verhängte das Umweltamt eine Rückbauanordnung für den Gemeinschaftsgarten. Die Begründung: Die Prinzessinnengärten würden gegen das geltende Naturschutzrecht und einen Landschaftsplan, der 1993 für den Friedhof erstellt wurde, verstoßen. Anfang der Woche widersprach der Friedhofsverband der Anordnung in allen Punkten.

    Der zuständige Neuköllner Umweltstadtrat Bernward Eberenz (CDU) fordert in der Anordnung, die dem Tagesspiegel vorliegt, unter anderem den Rückbau eines Unterstandes für Gartengeräte, einer Komposttoilette, zweier Bauwägen und des Gemüsebeetes. Angemahnt werden die „Bauten“ mit insgesamt 30 000 Euro Zwangsgeld.

      „Es ist schon relativ absurd, dass wir von einem Amt für Umweltschutz in die Ecke der ’Speerspitze der Bebauung’ gestellt werden – das ist nicht, was wir tun und auch nicht, was wir vorhaben“, sagt Robert Shaw, Geschäftsführer der Nomadisch Grün gGmbH, der Trägerin des Gemeinschaftsgartenprojektes. Das Gartenkollektiv sehe es als seine Aufgabe, die Transformation der ehemaligen Friedhofsfläche zu begleiten, auch im Sinne der Biodiversität. Gefördert wird das Projekt aus Geldern des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) des Berliner Senats. „Wenn wir nicht hier wären und niemand was machen würde, und das ist die realistische Option, dann bleibt auf Dauer von den Wiesen nicht viel übrig“, sagt Shaw.

    „Ich glaube, dass sich ein Stück weit auf beiden Seiten die Gemüter hochgeschaukelt haben und eine konstruktive Ebene verlassen wurde“, sagt Tillmann Wagner, Geschäftsführer des Friedhofsverbandes. Er wirft dem Umweltamt vor, den Rahmen der Verhältnismäßigkeit verlassen zu haben. Er sieht die Rückbauanordnung als Teil eines Konfliktes um die Nachnutzung nicht mehr benötigter Friedhofsflächen, der seit rund fünf Jahren zwischen dem Bezirksamt und dem Friedhofsverband schwelt. Als privater Träger erhält der Verband, anders als kommunale Friedhöfe, keine Senatspauschale für die Pflege der Grünflächen. Gleichzeitig benötigt der Verband immer weniger Flächen für Gräber, da Erdbestattungen kaum noch stattfinden.
    „Der Neue St. Jacobi-Friedhof war leider ein Problemstandort, vor allem, was Drogen und Kriminalität anging“, sagt Tillmann Wagner. Ältere Damen, die sich um die wenigen verbliebenen Gräber kümmern, hätten sich kaum noch alleine auf den Friedhof getraut. „Deshalb fanden wir die Idee einer alternativen Nutzung des Friedhofs gut, die ein bisschen Leben auf den Friedhof holt – aber eben kontrolliert.“ Und wenn Menschen stundenlang gärtnerten, dann müsse man eben auch mal auf die Toilette. Die von den Prinzessinnengärten vorgeschlagene Komposttoilette, die nun vom Umweltamt bemängelt wird, hielt der Friedhofsverband für eine „charmante Lösung“.

    Friedhofsverband bezweifelt, dass das Bundesnaturschutzgesetz anwendbar ist
    In seinem Widerspruch gegen die Rückbauanordnung, der dem Tagesspiegel vorliegt, zweifelt der Friedhofsverband unter anderem an, dass das Bundesnaturschutzgesetz für eine Friedhofsfläche überhaupt anwendbar sei – und selbst wenn, würden die bemängelten Einrichtungen nicht gegen dieses verstoßen. Außerdem handele es sich gar nicht um bauliche Anlagen, da weder Bauwägen noch Komposttoiletten fest mit dem Boden verbunden seien. Der Unterstand für Gartengeräte sei notwendig für den Betrieb des Friedhofes. „Wir haben auf all unseren aktiven Friedhöfen in den vergangenen Jahren kleine Hallen für Maschinen, Garagen oder Carports gebaut, saniert oder wieder hergerichtet. Das gehört zur Infrastruktur eines Friedhofs“, sagt Wagner.

    Umweltstadtrat Eberenz sagt: „Der Friedhof wurde jahrzehntelang ohne einen solchen Unterstand betrieben.“
    Ist der Landschaftsplan von 1993 noch gültig?Zentral ist vor allem die Frage, ob der Landschaftsplan von 1993, auf den sich Eberenz beruft, weiter gültig ist. Der Friedhofsverband zweifelt dies an. Einerseits sei nie versucht worden, den Landschaftsplan tatsächlich umzusetzen. So befindet sich auf einer Fläche, auf der laut Plan ein Spielplatz errichtet werden sollte, bereits seit August 1995 eine Wagenburg. An deren Bauwägen stört Eberenz sich nicht – und verweist auf deren Gewohnheitsrecht.

    Allerdings gibt es bereits andere Pläne für den Friedhof: 2017 beschloss die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) das sogenannte „Integrierte Friedhofskonzept“. Parallel wurde ein Bebauungsplanverfahren für die Fläche eingeleitet, das den bisherigen Landschaftsplan ablösen soll. Auf dem Friedhof sollen künftig eine Schule und Wohnungen entstehen. Ein Großteil der Fläche soll als Grünfläche weiter genutzt werden.

    Vorsitzender des Umweltausschusses spricht von „Schikane“
    Bernd Szczepanski, Vorsitzender des Umweltausschusses und der Grünen-Fraktion in der Neuköllner BVV, spricht von „Schikane“ von Seiten des Umweltstadtrates. „Das übergeordnete Ziel des bisherigen Landschaftsplanes ist es, eine grüne Erholungsfläche zur Verfügung zu stellen. Dem steht ein Kohlbeet nicht entgegen“, sagt Szczepanski. Unverhältnismäßig seien auch die regelmäßigen Kontrollgänge des Umweltamtes auf der Friedhofsfläche.

    „Wir fühlen uns wie das best-gemonitorte Projekt Berlins“, sagt auch Prinzessinengärtner Robert Shaw. Im Zwei-Wochen-Takt würde das Amt unangekündigte Begehungen durchführen und anschließend Mängellisten an den Friedhofsverband schicken. Eberenz begründete dies damit, dass es auf anderen Friedhöfen im Bezirk keine „vergleichbaren Vorgänge“ gebe.

    Für das Gartenprojekt geht es laut Shaw mittlerweile um die Existenz. Sollte die Rückbauanordnung nicht zurückgenommen werden, will das Kollektiv vor Gericht ziehen. „Was bleibt uns denn anderes übrig?“, sagt Shaw. „Wir können nicht einfach 90 Prozent dessen, was wir aufgebaut haben, wieder abbauen. Selbst ohne Corona hätten wir noch nicht mal das Geld, den Abbau zu finanzieren.“ Er frage sich langsam, was eigentlich die Motivation hinter den Aktionen sei. Dabei verweist er auch auf das Gartenprojekt des Bildungslabors „Schlesische 27“, das nach einem ähnlichen Konflikt mit dem Umweltamt Anfang 2019 den benachbarten St. Thomas-Friedhof räumen musste.

    Um gegen die Rückbauanordnung zu protestieren, will das Kollektiv am Freitag eine Unterschriftenaktion starten. Den Link zu der Petition finden Sie hier.

    Auch für den Geschäftsführer des Friedhofsverbandes, Tillmann Wagner, geht es mittlerweile um den Erhalt der öffentlichen Nutzung. Für ihn ist es ein Widerspruch, dass der Bezirk einerseits das Fehlen öffentlicher Grünflächen im Norden Neuköllns bemängele und gleichzeitig durch sein Gebaren den Erhalt einer solchen gefährde.
    stellen.“ Das sei nach Einschätzung des Friedhofsverbandes gelungen.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-gartenprojekt-auf-ehemaligem-friedhof-umweltamt-fordert-rueckbau-der-prinzessinnengaerten/25768124.html

    Artikel in ND: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1135953.prinzessinnengaerten-cdu-stadtrat-stoert-friedhofsruhe.html
    (mehr …)

  • Ein Garten der ISG Hannover muss umziehen

    (mail)

    Ebi hat Mail an den OB geschickt und wollte u.a. wissen, „warum auf Ihrem Pachtgrundstück eine Bodenuntersuchung durchgeführt wird.
    Die Landeshauptstadt Hannover wird in zeitnaher Zukunft das Grundstück in einer Ausschreibung zum Verkauf anbieten, sodass dadurch die Nutzung durch die internationalen Stadtteilgärten beendet werden muss. Wir können Ihnen aber schon jetzt anbieten, zusammen nach geeigneten Ersatzstandorten auf städtischen Flächen zu suchen. Hierfür benötigen wir Informationen, welche Stadtteile für Sie und Ihre Mitglieder grundsätzlich in Frage kommen würden bzw. gut erreichbar wären.
    Über den genauen Zeitpunkt, an dem die Nutzung beendet werden muss, werden wir Sie noch informieren.“ (mehr …)

  • Kleingärten in Berlin bedroht

    (alerts)

    Deutsches Kulturgut oder blockierte Baufläche?

    Nirgendwo auf der Welt gibt es mehr private Kleingärten als in Berlin. Zum 100. Jahrestag der Kleingartenverordnung rückt ihr Potenzial als öffentliche Baufläche in der wachsenden Stadt in den Vordergrund. Unter den Kleingärtnern regt sich Widerstand. Von Lennart Garbes

    Ob angestaubt mit Deutschlandfähnchen und Gartenzwerg, oder als gemeinschaftliche Urban Gardening Kommune junger Familien – Kleingartenkolonien sind ein fester Bestandteil Berlins. Die Idee der parzellierten Naherholung prägt das Bild der Hauptstadt in Pankow und Tempelhof, genauso wie in Charlottenburg und Neukölln.

    In Anbetracht der Gartenkolonien von heute erscheint es kaum vorstellbar, dass es am 31. Juli 1919, als die erste deutsche Kleingartenordnung verabschiedet wurde, noch nicht um das gute Leben der Laubenbesitzer ging. Während Berlins Aufstieg zur führenden Industriemetropole sollte die Kleingartenkolonie der armen Arbeiterklasse die Chance geben, sich selbst mit Essen zu versorgen und etwas Erholung zu finden.

    Überreste dieser ursprünglichen Funktion des Kleingartens finden sich bis heute in der Kleingartenordnung, etwa wenn es darum geht verpflichtend Obst und Gemüse anzubauen. Aber auch der gestiegene Wohlstand hat der Beliebtheit der Laubenkolonie nicht geschadet. In Berlin gibt es mittlerweile 900 Kleingartenkolonien mit circa 71.000 Schollen, die insgesamt drei Prozent des Stadtgebiets bedecken.

    Kleingartentradition trifft eklatanten Wohnungsmangel

    Die akkurat eingeteilten Grünflächen im Innenstadtbereich wecken aber auch Begehrlichkeiten. 100 Jahre nach dem Beschluss der ersten Kleingartenordnung hat sich die Not der Berliner Bevölkerung verlagert. Der Wunsch nach Naherholung und einem eigenen Feld zum Bestellen verblasst gegenüber der Sehnsucht nach bezahlbarem Wohnraum, denn in Berlin fehlen bis zu 300.000 Wohnungen. Experten wie der Berufsverband der Bauingenieure drängen deshalb schon länger darauf, auch die Flächen von Kleingartenkolonien für den Wohnungsbau verfügbar zu machen.

    Die Berliner Politik gibt diesem Drängen nach. Im kommenden Jahr endet die vereinbarte Schutzfrist für den Großteil der Berliner Laubenkolonien. Obwohl es das erklärte Ziel des Berliner Abgeordnetenhauses und des Senats ist, Kleingärten dauerhaft im Stadtgebiet zu sichern, müssen Kolonien weichen – für den Wohnungsbau, aber auch für soziale und verkehrliche Infrastruktur. Das besagt der Kleingartenentwicklungsplan 2030, der im November in Kraft treten soll.

    Für 15 Berliner Kleingartenkolonien sieht der neue Entwicklungsplan die komplette Räumung vor. Bis 2030 müssten so circa 850 Laubenbesitzer ihre Parzellen endgültig verlassen. Danach droht weiteren 26 Berliner Kolonien der Abriss. Die Pächter sollen mit jeweils 7.000 Euro entschädigt werden und Anrecht auf eine Ersatzfläche erhalten, die jedoch weit entfernt vom Ort der alten Kleingartenfläche liegen kann.

    Laubenkolonie als politisches Kampffeld

    Die Kolonie Eschenallee in Berlin-Tempelhof ist eine der betroffenen Kleingartenkolonien. Hier soll im nächsten Jahr ein temporäres Schulgebäude entstehen. Die Pächter, von denen manche seit 50 Jahren in der Kolonie gärtnern, haben das aus den Medien erfahren. Niemand von der Bezirksverwaltung habe mit ihnen darüber gesprochen, sagt Laubenbesitzer Jörg Lange. „Wir sind sauer, weil wir immer noch kein Statement von offizieller Seite haben“, sagt er. „Wir wissen nicht was passiert, wir wissen nur, es passiert was.“

    Einfach hinnehmen wollen die Laubenbesitzer in der Eschenallee ihre Räumung nicht. Sie sehen sich als Bauernopfer in der ungelösten Berliner Wohnungsfrage und werben mit einem aufgehängten Transparent und einer Bürgerinitiative um Unterstützung gegen die geplante Räumung.

    Auch Stefan Evers, Generalsekretär und Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Berliner CDU, wirft der rot-rot-grünen Koalition vor, planlos zu agieren. Berlin verfüge immer noch über immense Flächen für Bauaktivitäten – beispielsweise am Rand des Tempelhofer Feldes. „Nur weil der Mut fehlt, diese Flächen endlich anzugehen, kann es nicht sein, dass die Kleingärtner das Nachsehen haben“, sagte der CDU-Politiker. „Die über ein Jahrhundert ausgeprägte Kleingartenkultur hat zu einer ungeheuren Vielfalt der Arten beigetragen, an der unbedingt festgehalten werden sollte.“

    Die meisten Kleingartenkolonien sollen erhalten bleiben

    Obwohl er von den Laubenbesitzern, die ihre Parzellen räumen müssen, und von der Opposition scharf kritisiert wird, sieht auch der neue Kleingartenentwicklungsplan vor, den Großteil der Laubenkolonien zu erhalten. 83 Prozent der Kleingartenfläche in Berlin – rund 60.000 Parzellen – werden darin abgesichert. Weitere neun Prozent sollen nicht vor 2030 für andere Bauprojekte in Anspruch genommen werden.

    Der Plan erkennt auch erstmals die positiven Auswirkungen der Kleingärten auf das Stadtklima und die Artenvielfalt in Berlin an. Außerdem gelten viele der zu erhaltenden Grundstücke ohnehin als dauerhaft gesichert, weil sie als Grünflächen stadtplanerisch festgeschrieben sind.


    (mehr …)

  • Stadtacker und Inselgrün: sollen erhalten bleiben, doch wo ist ungewiss

    (alerts)

    Beim urbanen Gärtnern gedeihen nicht nur Kürbis und Petersilie, sondern auch Gemeinschaftssinn, Kultur und Bildung, verkündet die Stadt Stuttgart auf ihrer Website. Warum stehen dann die wichtigsten Urban-Gardening-Projekte vor einer ungewissen Zukunft?

    Die Kohlrabi in den Kästen wachsen prächtig, auch der Mangold. Die Tomaten sind noch grün, die Paprika und die Kürbisse noch nicht reif. Minze, Schnittlauch und weitere Kräuter gibt es reichlich. Ansonsten sieht das Inselgrün Anfang Juli bei brütender Hitze ein wenig trocken und verstaubt aus. Kein Wunder, rundherum ist Ödland, seit vielen Jahren.

    Als sich Stuttgart 2002 um die Olympischen Spiele bewarb, war der frühere Cannstatter Güterbahnhof für das olympische Dorf vorgesehen. Der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Schuster kam zu spät zur Präsentation mit verknackstem Daumen, der Traum war ausgeträumt, nun sollte hier das Wohngebiet Neckarpark entstehen. Basierend auf 17 Jahre alten Gemeinderatsbeschlüssen, die nun endlich umgesetzt werden sollen. Und deshalb soll das Inselgrün hier weg.

    Inselgrün (links) und Stadtacker (rechts).
    Inselgrün (links) und Stadtacker (rechts).

    "Vorhang zu" heißt es hier wohl bald.
    „Vorhang zu“ heißt es hier wohl bald.

    Das Inselgrün ist das Herzstück der 2012 von Joachim Petzold ins Leben gerufenen Kulturinsel: eines der wichtigsten Urban-Gardening-Projekte in Stuttgart. Wichtig ist es nicht in erster Linie wegen des Gemüses, wichtig ist es als Freiraum, als soziales Projekt. Das sieht man: es gibt eine kleine Bühne, davor stehen Holzbänke und Tische und eine Tribüne. Einmal im Monat, das nächste Mal am 20. Juli, findet hier das Jangala statt – entspannte elektronische Musik zum Tanzen von 15 bis 22 Uhr. „Gemeinsam“, „Schwingung“, „Harmonie“ steht auf drei Schildern. 

    Zwar hat der Gemeinderat sich zu dem Urban-Gardening-Projekt bekannt. Aber da wo es ist, sollen die Baufahrzeuge für das Wohngebiet anrollen. Die Zufahrt zu verlegen, scheint der Stadt undenkbar. Ein Beschluss von vor 17 Jahren kann nicht noch einmal abgewandelt werden. Aber wo soll das Gartenprojekt hin? Hier ist es organisch gewachsen, direkt verbunden mit der Kulturinsel, mit den bunten Aktivitäten, die dort stattfinden. Jeder kann kommen und gehen wie er oder sie will, rund um die Uhr. Man kann vor oder nach den Veranstaltungen noch ein wenig Unkraut jäten, es gibt Wasser, ein paar Bäume und Sträucher schützen vor Sonne, Wind und Staub. Undenkbar, das irgendwo nach da draußen zu verlagern, wo es im Moment aussieht wie in der Trockensavanne.

    Wozu etwas aufbauen, das weg soll?

    „Respect the Location!“ steht auf einem Schild, „hier feiert ihr in einem wundervollen Nutzgarten.“ Das klappt ziemlich gut, Vandalismus hat es auf dem Inselgrün so gut wie noch nie gegeben. Es muss ziemlich viel gegossen werden. Jeden zweiten Sonntag ist Helfertreff, erzählt Hannah Becker, die in Freiburg Kulturanthropologie studiert und seit März auf der Kulturinsel ein Praktikum absolviert. Eigentlich hätten es nur sechs Wochen sein sollen, jetzt bleibt sie bis Ende Juli. Zehn aktive und regelmäßige Helfer sind wenig, meint sie. Wenn das Haus der Familie und die Caritas nicht einzelne Beete in Obhut genommen hätten, würde es noch trauriger aussehen. Immerhin kann sie von der Kulturinsel aus immer wieder mal nach dem Rechten sehen. Aber dass das Inselgrün nur noch diesen Sommer hierbleiben soll, bremst das Engagement. Wozu etwas aufbauen, das weg soll?

    Hannah Becker, Kulturinsel-Praktikantin.
    Hannah Becker, Kulturinsel-Praktikantin.

    Hannah Becker meint, es könnte besser organisiert sein: wenn die Verantwortlichkeiten klarer geregelt wären. Aber das Inselgrün ist vor allem ein soziales Projekt. Schulklassen, demente Senioren, Jugendliche auf der Suche nach einer Lebensperspektive, die Daimler-IT-Tochter, die hier ihren Social Day veranstaltet, Anwohner aus dem benachbarten Veielbrunnenviertel, Migranten und Flüchtlinge: beim Urban Gardening kommen alle zusammen. Es gibt nichts, was besser geeignet wäre, den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Und es gibt im großen und bunten Stadtteil Cannstatt kein zweites solches Projekt.

    Seit April ist das Inselgrün Teil des Forschungsprojekts GartenLeistungen. Nach dem Prinzip eines Reallabors sollen praktische Versuche mit wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt werden. Unter Federführung des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung suchen zwei Universitäten, die Stadt Stuttgart und die Umlandentwicklungsgesellschaft Terra Urbana nach dem vielfachen Nutzen des Urban Gardening. Ihre Versuchsfelder sind das „Himmelbeet“ in Berlin-Wedding und das Inselgrün. Nur: welche „vieldimensionalen Leistungen“ kann ein Projekt erbringen, das vor einer unklaren Perspektive steht?

    Ein Migrant hat die größten Himbeeren – für alle

    Auch der Stadtacker ist ein soziales Projekt. Doch hier stehen nicht Veranstaltungen und soziale Programme, hier steht das Gärtnern selbst im Mittelpunkt. Etwa 100 Personen ackern auf dem ungefähr 4000 Quadratmeter großen Gelände zwischen dem Containerdorf der Wagenhallen-Künstler, den Containern, in denen die Stuttgart-21-Bauarbeiter wohnen, und dem Pragfriedhof. Sie kommen ungefähr zur Hälfte aus der näheren Umgebung, die anderen von weiter weg und arbeiten zum Teil auf eigenen Parzellen, zum Teil aber auch gemeinsam. Ein Migrant hat die größten Himbeeren. Er bietet allen davon an. Ein kleines Paradies.

    Elisa Bienzle hält ein wenig die Fäden in der Hand. Man kann nicht sagen, dass sie den Stadtacker leitet, es gibt keine Chefin, es ist ein selbst organisiertes, sich selbst organisierendes Projekt. Aber Selbstorganisation heißt nicht, dass alles einfach von selber passiert, jemand muss es in die Hand nehmen. „Wie kann man das Engagement fördern und steigern“, fragt Bienzle. Immer am ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr gibt es ein Nutzertreffen. Da bringen Viele ihre Ideen ein. Bienzle fragt dann gleich nach: Was braucht man dazu? Wer ist bereit, die Verantwortung zu übernehmen?

    Stephan Gerdes zum Beispiel kommt von außerhalb Stuttgarts. Auf den Stadtacker stieß er, weil er einmal ein paar Pflanzen übrig hatte, die er weitergeben wollte. Doch dann hat es ihm so gut gefallen, dass er immer wieder kam. Von ihm stammt die Idee mit der Kräuterspirale. Von Steinen begrenzt, windet sich nun ein kleiner Hügel mit Küchenkräutern bergan: unten die, die es gern feucht mögen wie Brunnenkresse; dann fünf oder sechs Minzsorten; oben Mittelmeer-Pflanzen wie Thymian oder Lavendel. Sogar ein Ingwer ist dabei, die Wurzel hatte ausgeschlagen, da hat Gerdes sie einfach mit eingesetzt.

    Stadtacker-Mitorganisatorin Elisa Bienzle.
    Stadtacker-Mitorganisatorin Elisa Bienzle.

    Jeden Tag passiert etwas. Einer will Weinstöcke holen, für einen Torbogen. Bienzle sagt, er soll sich die Rechnung geben lassen, ein bisschen Geld sei da. Am einen Ende gibt es ein Feuchtbiotop, am anderen 13 Bienenstöcke. Es gibt aber auch Wildbienen. Kürzlich war ein Biologe da, erzählt Gerdes, der im Auftrag der Stadt eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführt. Er war überrascht: So viele Wildbienen habe er in Stuttgart noch nirgendwo gesehen.

    Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird durchgeführt, weil die Absicht besteht, das Operninterim an die Stelle des Stadtackers zu setzen. Zwar hat der Stadtacker schon viele Preise erhalten: den Umweltpreis der Stadt, zwei vom Verschönerungsverein, einen vom Land und zuletzt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Und das Wagenhallenquartier soll ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2027 werden, einschließlich des Stadtackers, auch nach Auskunft der Stadt. Aber ein Opern-Interim braucht Platz. Viel Platz. Die Stuttgarter Oper hat nach eigener Auskunft 1364 Mitarbeiter und 1404 Zuschauerplätze. Bisher haben die Staatstheater nicht erkennen lassen, dass sie bereit wären, für das Interim auf irgendetwas zu verzichten.

    Man muss sich das vorstellen: Ungefähr 100 Künstler sind an der Wagenhalle aktiv, 100 Hobbygärtner im Stadtgarten. Abend für Abend würden weit über tausend Opernbesucher das Containerdorf durchqueren, wenn sie von der nächstgelegenen Straßenbahnhaltestelle Pragfriedhof kommen. Vor der Sanierung der Wagenhalle gab es kontroverse Diskussionen, ob die Parkplätze für den Kulturbetrieb ausreichen. Nun sollen mehr als doppelt so viele Besucher auf das Gelände strömen, aber Parkplätze sind kein Thema.

    Eine vergiftete Gesellschaft braucht urbanes Gärtnern

    Wenn der Stadtacker von seinem jetzigen Standort weichen muss, sagt Elisa Bienzle, müsste er noch einmal ganz von vorn anfangen. Alles was hier, wortwörtlich wie im übertragenen Sinne, gewachsen ist, müsste weg: die Himbeeren, die Wildbienen, die Kräuterspirale, das Feuchtbiotop. Alles ist in den letzten sieben Jahren entstanden, außer einer riesigen Weide, unter deren herabhängenden Zweigen, von der Außenwelt abgeschirmt, die Versammlungen stattfinden. Ein einzigartiger Ort.

    Auf dem Areal stand einmal ein Eisenbahn-Ausbesserungswerk. 2012 wurde es dekontaminiert, also mehrere Meter tief abgegraben. Mit dem Architekturfestival „72 Hours Urban Action“ begann das Urban Gardening. Der Stadtacker arbeitet nicht mit Kunstdünger. Alles ist biologisch. Es kommt auf die Fruchtfolge an, aber auch auf die Nachbarschaften. Zwischen den Pflanzen, aber auch zwischen den Menschen. Ein Geben und Nehmen.

    Eben deshalb sind Urban-Gardening-Projekte ein Modell für die ganze Gesellschaft, ein Modell der Ökologie, aber auch der Demokratie. Genau das, was eine in vielfacher Hinsicht vergiftete Gesellschaft am meisten benötigt. Wenn es allerdings nach Bauvorschriften und Grundstückswerten geht, nach fest zementierten Gemeinderatsbeschlüssen oder mächtigen Flächenkonkurrenten, stehen sie auf verlorenem Posten. Deshalb benötigt Urban Gardening einen besonderen Schutz. Die Stadt Stuttgart muss sich entscheiden.

    Und das scheint ein äußerst schwieriges Unterfangen zu sein. Nach neun Tagen und mehrfachem Nachfragen lässt Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) antworten. Die beiden Projekte Inselgrün und Stadtacker sollen „weiter bestehen bleiben und nicht verschwinden“, teilt die Pressestelle mit. Ob sie ihre Standorte verlassen müssen und wo sie dann hinsollen, sagt sie nicht. Zum Inselgrün heißt es lediglich, es gebe Überlegungen, „wie man in der Sanierungs- und Umbauphase die Flächen nutzen kann“. Beim Stadtacker sei „man noch in Gesprächen“.

    https://www.kontextwochenzeitung.de/schaubuehne/433/vertreibung-aus-dem-paradies-6061.html

    (mehr …)

  • Pflanzstelle bedroht – Petition gestartet

    (NL)

    einige haben es ja schon mitbekommen, dass das Areal, auf dem auch die Pflanzstelle steht, neu beplant werden soll und wir akut betroffen sind, da wir von der Stadt nicht an unserem jetzigen Standort eingeplant werden.

    Wir wollen aber bleiben und vor allen Dingen auch die Brachfläche erhalten – als eine der letzten größeren zusammenhängenden Frei- und Grünflächen in Kalk.

    Nun hat sich in Kalk eine Bürger*innen-Initiative gegründet, die – im Zusammenhang mit der Neubeplanung des Hallen-Kalk-Areals – mehr Grünflächen in Kalk fordert. Neben dieser allgemeinen Forderung wird auch der Erhalt der Pflanzstelle an dem jetzigen Standort gefordert. In einem offenen Brief heißt es: „Die vorhandene Freifläche mit der Pflanzstelle Kalk (grenzenlos gärtnern e.V.) muss an ihrem jetzigen Standort erhalten bleiben und das Gebiet zu einem Naturraum weiterentwickelt werden. Die Freifläche ist die letzte Chance für Kalk, überhaupt noch eine etwas größere (zusammenhängende) Grünanlage und Erholungsraum für die hier lebende Bevölkerung zu erhalten.“

    Neben dem Offenen Brief plant die Gruppe eine Bürger*innen-Eingabe.

    Zudem gibt´s jetzt eine Online-Petition. Ich freue mich, wenn ihr die Petition unterschreibt und verbreitet.

    www.openpetition.de/petition/online/massnahmen-zur-schaffung-von-mehr-gruen-und-erholungsflaechen-im-stadtteil-kalk

    Mehr Infos zur Pflanzstelle sowie dem Planungsverfahrungen rund um die Hallen Kalk (bei dem die Pflanzstelle laut bisherigen Stand nicht an dem jetzigen Standort bleiben soll) findet ihr hier:

    www.pflanzstelle.blogsport.eu/hallen-kalk/


    (mehr …)

  • IG Coswig steht vor Veränderungen

    (mails9
    Es gab seit Herbst 2018 viel Unruhe wegen des Pachtlandes für unseren Verein, weil Coswig derzeit einen neuen Flächennutzungsplan aufstellt.

    Wir hatten ja im letzten Jahr schon von unserem Ober- Bürgermeister gesagt bekommen, das wir das Land für die Zukunft nutzen können. Unser Verein wäre politisch sehr wichtig. Da freuen wir uns. Es ist uns auch ein längerfristiger Vertrag versprochen, aber ob wir den bekommen ist noch offen. Ich glaube die Stadt will sich nicht festlegen und hat in dem neuen Entwurf des Vertrages wieder den Passus aufgenommen : „jährlich kündbar“

    Zur Vorgeschichte möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:

    es ist wie gesagt Straßenbauland, welches wir als sogenannte „Zwischennutzung“ zur Pacht bekamen. Die Straßenpläne sind zum Glück vom Tisch. Bebaubar ist der Streifen Land nicht, weil der Hauptsammler /Abwasser, darunter liegt. Es geht nur Straße/Zufahrt oder Gartennutzung, oder Sportplatz /Parkplatz so etwas eben. Zum Glück (sonst wären wir es auch los, Eigenheimbebauung bringt ja Geld, machen wir uns nichts vor)

    Der Stadtplaner hat die Idee, einen westlichen Grünring hier zu verankern, das ist ja schon mal gut. Da soll der IK Garten Bestandteil sein. 

    Um die geplanten Veränderungen deutlich zu machen, habe ich für Sie eine Skizze angehängt. 

           Von Nord (Olympia Sportstätte) nach Süden Richtung Coswiger Rathaus soll der Radweg führen. Durch beide Teile des Gartens.

             Im Eingangsbereich des IK Gartens (auf dem Südteil) ist rot kreuzschraffiert (rechte Seite) ein öffentlicher Platz vorgesehen- Als Doppelnutzung, wie das gehen soll weiß ich auch nicht. Es können Autos dann dort parken aber gleichzeitig wäre es ein Vorteil für uns, dort können wir Material anliefern lassen. (wenn zugeparkt ist??)

             Die dritte Maßnahme  ist dann die Zufahrt (orange, links) in das geplante Baugebiet. Hier müssten Bäume im Eingangsbereich und die Heckenstruktur geopfert werden, (Vögel, Eidechsen,..)

    Wir sind hier bei den Gesprächen mit der Stadt sehr im Zwiespalt. Einerseits ist es gut, dass wir also der Garten bleiben sollen. Mit den Einschränkungen könnten oder besser müssten wir uns arrangieren.

    Die Stadt hat als Eigentümerin des Landes die Macht und kann mit dem Land machen was sie will.

    Andererseits ist es ein sinnloser Plan, den Eingangsbereich als öffentliche Fläche auszuweisen. Die Stadt behält sich hier die Gestaltung vor. Natürlich haben wir dies bereits gestaltet, mit Sträuchern, der Kräuterspirale, dem Lehmofen, dem Lehrbeet.

    Vermutlich wollen Kirchenbesucher (einflussreiche) hier ihren Sonntagsparkplatz haben.

    Die Zufahrt: es gibt 2 weitere Möglichkeiten, das heißt vorhandene betonierte breite Wege westlich unseres Gartens. Die liegen im Privateigentum und die Stadt kann die angeblich nicht kaufen. Unser Stadtrat, der Architekt ist, hat hier gelacht und gesagt, wenn der Bauträger das Land erschliest, kauft er doch auch diese  Zufahrten.

    Wir wissen hier nicht, ob die Auskunft der Stadt richtig ist. Nachvollziehbar ist, das sich die Stadt die Zufahrt über den IK garten vorzubehalten muss. Denn im Moment gehöhren der Stadt die beiden anderen Zufahrten nicht. Das ganze geplante Baugebiet ist im Übrigen eine Altlastenfläche und das Bau-Land gehört mindestens zwei Erbengemeinschaften. Somit kann es dauern, das ist gut.

    Der Radweg, er stört, ja, vielleicht kommen auch mehr Leute dadurch in den Garten. (zum Ernten , ha ha, )

    Ich denke, es gibt dieses Radwegeprogramm, Fördermittel, deswegen soll gebaut werden. In ca 2 oder 3 Jahren soll es soweit sein. So ist der Plan, (der evtl. auch nicht realisiert wird,..)

    Wie gesagt, wenn wir nicht im guten Einvernehmen mit der Stadt arbeiten, kann uns ja auch gekündigt werden. Deshalb ist es bestimmt nicht klug, gegen diese Pläne zu protestieren. Die Stadt ist anderseits froh (so der OB Neupold,) dass wir dies Land nutzen, sonst müsste die Stadt es pflegen.

    (mehr …)

  • Pflanzstelle bedroht

    (Mail)

    Momentan geht es hier ganz schön rund, weil wir von Planungen der Stadt bedroht sind und das grad ganz schön plötzlich konkret und ungemütlich wird(wir sollen zwar „im Planungsgebiet“ erhalten bleiben, aber dazu in einen kleinen Innenhof hinter ein Hochhaus ziehen, was absurd ist). Dazu planen wir gerade Aktionen, sprechen mit Politik und anderen Akteuren, sind in einem Begleitgremium zur Planung und Mobilisieren

    Pflanzstelle/Köln (mehr …)

  • Gartenarbeitsschule Wedding/Mitte ist bedroht

    (Petitionstext)

    Sehr geehrte Mitglieder des Bezirksamts Mitte von Berlin,
    sehr geehrte Verantwortliche der Senatsverwaltungen,

    Sie sind dabei, einen folgenschweren Fehler zu begehen – auf dem Rücken von rund 10.000 Kita- und Schulkindern. Sie wollen 15 Kitas und 20 Schulen im Bezirk einen wichtigen Lernort entziehen.

    Die Gartenarbeitsschule an der Seestraße in Berlin-Wedding ist in Gefahr! Ein Drittel der grünen Bildungs-Oase sollen betoniert werden: Die Beete der Schulkinder, zahlreiche bis zu 70 Jahre alte Obstbäume und die Imkerei werden verschwinden.

    Der Grund: Auf dem Gelände planen Sie als Bezirk Mitte eine neue Schule und ein Bürogebäude.

    Und das, obwohl eine gemeinsame Lösung für Schule & Umweltbildung möglich wäre, die wirklich zukunftsweisend ist. Die betroffenen Kinder und MitarbeiterInnen werden in Ihre Pläne jedoch nicht einbezogen. Kinder brauchen aber mehr denn je gute Bildung in einer gesunden Umgebung!

    Wir fordern den Erhalt der Gartenarbeitsschule und die Einbeziehung der Standortbetroffenen in die Wettbewerbsentscheidungen des Bauvorhabens! Für einen ökologisch nachhaltigen Bildungscampus! (mehr …)

  • Stadtacker Wagenhallen in Stuttgart ist bedroht

    (Gu, Mail)
    Offener Brief des Projekts:

    STELLUNGNAHME DES STADTACKERS
    ZUR INTERIMSOPER AN DEN WAGENHALLEN
    – OFFENER BRIEF –
    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kulturfreunde,
    der Stuttgarter Zeitung vom 16.10.2018 haben wir entnommen, dass OB Fritz Kuhn
    den Bau der Interimsoper auf dem Gelände gegenüber des Kunstvereins Wagenhalle
    im Stuttgarter Norden favorisiert mit der Begründung hier ein „neues Kulturquartier
    kreieren” zu wollen. Was die städtische Task Force unter Leitung von OB Fritz Kuhn bei
    der Suche nach möglichen Standorten abhandengekommen zu sein scheint, ist, dass
    sich auf dem anvisierten Gelände bereits eine florierende, mehrfach preisgekrönte
    Subkultur über sechs Jahre entfaltet hat, die sie nun mit einem kurz-greifenden Ansatz
    unwiederbringlich zerstören würde.
    Bei der benannten Subkultur im „Kulturschutzgebiet” handelt es sich einerseits
    um die Container-City, die noch im September mit dem renommierten Deutschen
    Städtebaupreis, aufgrund ihrer Eigenschaft, eine „Schnittstelle zwischen
    Ateliergemeinschaft und Stadtgesellschaft zu bilden”, ausgezeichnet worden ist
    und andererseits um den Stadtacker Wagenhallen e.V., der im vergangenen Jahr
    noch persönlich von OB Fritz Kuhn mit einem Preis des Stadtverschönerungsvereins
    gewürdigt wurde.
    Der Stadtacker ist ein soziales, interkulturelles Gemeinschaftsgartenprojekt zur
    gärtnerischen Nutzung einer 2000m² großen einst ungenutzten Fläche im städtischen
    Raum. Er stellt dabei eine Begegnungsfläche für einen Querschnitt der Stuttgarter
    Stadtbevölkerung dar. Angefangen von Akademikern und Geflüchteten über junge
    Familien bis hin zu Rentnern, treffen sich hier verschiedene Bevölkerungsgruppen
    aus den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen auf Augenhöhe. Für über 100
    Stadtackernde ist er Experimentierfläche, der gemeinsam gestaltet, genutzt und
    erhalten wird. Dabei bleibt das Gelände ein frei zugänglicher öffentlicher Raum.
    Der Umgang mit der Natur und die nachhaltige Erzeugung von Nahrungsmitteln
    stehen im Vordergrund. Gleichzeitig wird dort täglich eine Kultur des Miteinanders,
    des Verständnis füreinander und der Toleranz gepflegt. Aus diesen Gründen wurde
    der Stadtacker im April 2018 von den Vereinten Nationen, als vorbildliches Projekt
    ausgezeichnet, welches die Themen „Biodiversität“ und „sozialer/gesellschaftlicher
    Zusammenhalt“ verbindet.
    1Darüber hinaus ist das Soziotop Stadtacker eingebettet in ein gewachsenes Netzwerk
    von unterschiedlichen dort ansässigen Initiativen wie etwa dem Kunstverein
    Wagenhalle, Fahrräder für Afrika, der Demeter-Imkerei Summtgart oder Foodsharing
    und verzweigten Kooperationen zu öffentlichen Einrichtungen (z.B. Kita Rosenstein),
    womit sich das Gemeinschaftsprojekt tief in das multikulturelle Nordbahnhofviertel
    verwurzelt.
    Der Gemeinschaft des Stadtackers ist es unerklärlich, dass die Stadt Stuttgart in einem
    intransparenten Entscheidungsprozess unbedarft eine nachhaltige, sozio-kulturelle und
    ökologische Subkultur einer Interimsnutzung opfert. Auch die erwähnte „gegenseitige
    kulturelle Befruchtung” ist in diesem Vorschlag nicht realisierbar, denn die gewachsene
    Subkultur vor den Wagenhallen müsste gleichzeitig weichen. Ärgerlich stimmt uns zudem,
    dass hier Subkultur gegen Hochkultur gegeneinander ausgespielt wird, anstatt beiden
    den notwendigen Raum zu geben und sie für das zu preisen, was sie sind.
    Wir  als  Stadtacker  sehen  uns  weiterhin  als  festen  Bestandteil  einer  nachhaltigen,
    ökologischen  und  sozio-kulturellen  Subkultur  im  Rosensteinquartier,  z.B.  im  Rahmen
    der „Agenda Rosenstein“, und fordern deshalb entschieden einen sofortigen Stopp der
    Planung der Interimsoper auf dem Wagenhallengelände.
    Ihr Stadtacker (mehr …)

  • Unterstützung für die Kölner Pflanzstelle

    (Gu, alerts)

    Mittlerweile ist mehr als ein Jahr nach der Bürgerbeteiligung und dem Werkstattverfahren zur künftigen Nutzung der Hallen Kalk und der umliegenden Grundstücke vergangen. Viele der Ideen scheinen in den Schubladen der Verwaltung verschwunden zu sein. So hatte Anne Luise Müller, die Leiterin des Stadtplanungsamtes, damals verkündet, dass man den auf dem Gelände ansässigen Initiativen wie die Abenteuerhalle, dem Verein „Vision“ und der „Pflanzstelle“ weiterhin Platz und Raum geben werde. Seitdem ist nichts geschehen.

    Nun haben sich mehrere Gruppen aus dem Stadtteil zu einer Interessengemeinschaft Hallen Kalk zusammengeschlossen, um die Vorschläge der Kalker in die Planungen von Architekten und Verwaltung einzubringen. Die Kalker Grünen melden sich ebenfalls zu Wort. „Wir verfolgen die Entwicklung des Kalker Südens zu einem neuen Stadtquartier mit Wohn- und Gewerbenutzung mit großem Interesse und sehen dort vielfältige Chancen“, so deren Sprecher Marc Daniel Heintz. In einem offenen Brief ans Stadtplanungsamt wirbt man um Unterstützung für die „Pflanzstelle“ mit ihrem Urban-Gardening-Konzept und die zugehörigen Ehrenamtler, die nicht an ihrem angestammten Platz verbleiben können. Heintz: „Die Pflanzstelle ist zu einer Institution geworden, die sehr gut nach Kalk passt und mit ihrem kreativen Potenzial und Engagement den Stadtteil bereichert.“ Daher gelte es, ein Gelände in der näheren Umgebung zu finden

    https://www.ksta.de/koeln/hallen-kalk-gruene-werben-fuer-die–pflanzstelle–31038530 (mehr …)

  • GG Obergrün in Freiburg bedroht

    (Gu, mail)

    , leider ist es grade hochbrisant bei uns, wir erfahren in den nächsten Tagen bzw Wochen, ob der Garten sehr bald einem Baugebiet zum Opfer fällt. (mehr …)

  • Friedensgarten Grone bedroht

    (Artikel von Shim)

    Grone.  ,,Baumarkt Siekweg. Wollen wir das?“  haben die Groner SPD-Ortsratsfraktion und die Göttinger SPD-Ratsfraktion  Anwohner  am Siekweg gefragt. Bei einem  Ortstermin am Mittwoch  haben  sich viele gegen den Markt  und die geplante
    Erweiterung  des Gewerbegebietes ausgesprochen. So richtig glücklich war am Mittwochabend  niemand. Weder die
    Groner SPD,  die SPD-Ratsfraktion noch die rund  90 Anwohner,  die der Einladung der SPD in den Siekweg
    gefolgt sind, können den Plänen des Investors ,,Jünemann  & IGeitz Projekt  GrnbH & Wundrak Siekhöhe GbR“ etwas Positives abgewinnen: Er plant einen knapp 8500 Quadratmeter großen Bau- und Gartenmarkt  zwischen  Siekhöhenallee und Siekweg  anzusiedeln. Doch damitnicht genug:  Die Verwaltung  plant  zudem, die Fläche zwischen  dem geplanten  Bau- und
    Gartenmarkt  im Norden  und den Internationalen  Gärten im Süden ebenfalls als Gewerbegebiet ohne
    Einzelhandel  auszuweisen.  In der Verwaltungsvorlage heißt es dazu: ,,Das südliche Gewerbegebiet  ist aufgrund der benachbarten  Wohnnutzung hinsichtlich der Lärmerzeugung  erheblich  eingeschränkt. Das heißt, dass hier nur
    ,leise‘ Betriebe  angesiedelt werden können,  Mit Mitteln eines  zusätzlichen Immissionsschutzes  können Betriebe lauter werden, wirken nach außen  zur W,chnnutzung  jedoch weiterhin,leise‘.,“,Die  Verwaltung beruft sich auf. Festsetzungen im Flächennutzungsplan  von 2017. Einen  Bebauungsplan  hat die Verwaltung bereits erarbeitet. Verabschiedet  hat die Politik ihn aber noch  nicht.
    Grones Ortsbürgermeisterin  Bügit Sterr (SPD) sorgt  sich um ,,das schöne Gebiet“,  das nun für Gewerbe verplant  wird. Den Plänen  der Verwaltung, das Gewerbegebiet nach Süden zu erweitern,  erteilte sie, wie zuvor der Ortsrat,  eine  Absage. Den ,,großen PIan“ Iehnt sie ab. Der geplante Baumarkt lasse sich aber wohl nicht mehr  verhindern, räumte  Sterr gegenüber den Gronern ein. Den Plänen hatte der Ortsrat Anfang Juni vorerst nicht zugestimmt. Auch im Bauausschuss meldete die SPD Beratungsbedarf  an. So hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg  zugunsten von Projektentwickler  Reinhard  Wundrak
    entschiedent Der Baumarkt  ist dort zulässig.  […]
    Christian  Henze, selbst  .gebürtiger Groner  und SPD-Ratsmitglied,  betonte, sollte die Ratspolitik  einem neuen
    Bebauungsplan  nicht zustimmen, könnte  der Investor nach dem immer noch rechtsgültigen  Bebauungsplan
    vonL977  bauen und Gewerbe  ansiedeln, Dieser lasse ,,gewerbliche  Nutzung jeglicher Art“ zu. Es müsse nun auch gepnift werden,  so Henze, ob sich  der von der Verwalturg  vorgeIegte Bebauungsplan  in zwei EinzelpIäne aulteilen  lasse, über die auch getrennt  diskutiert werden  solle. […]

    Die geplante  Gewerbefläche sei eine  der wenigen  Freiflächen im Ortsteil.  Sterr sprach  sich dafür aus, die südliche  Fläche  künftig als Kleingartenparzellen  für Familien zu nutzen. Tom Wedrins,  Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion,  sicherte
    den Anwohnem  zur dass  seine Fraktion und die Ortsratsfraktion bei dem Thema  ,,  Seite an Seite “ stehen.  Er sicherte zu, die ,,Gartenidee“  zu prüfen, die Frage nach dem besten Lärmschutz zu erörtern  und auch Verkehrsfragen  zu beantworten.

    (mehr …)

  • Pankows Kleingarten starten Kampagne

    Die Wohnungsnot bedroht Pankows Kleingärtner schon seit längerem. Deshalb haben diese sich jetzt mit der Kampagne „Da wächst was“ zusammengeschlossen, um für den Erhalt ihrer Grünflächen in den Innenstadtbereichen mobil zu machen. In einem ersten Video sind Plakate mit Schriftzügen wie „Revoluftionäre“ oder „Für mehr Fluglärm“ gegen das Insektensterben zu sehen. (mehr …)

  • IG Schöneweide muss Schulneubau weichen

    (Gu, Mail)

    Das Gelände gehört zum Fachvermögen des Bezirkslichen Schulamtes. Wir kooperierten auch mit einer Schulgarten-AG der nebenliegenden Grundschule.

    Unser Träger ging letztes Jahr in Insolvenz [lokale Agenda Köpenick?]. Daraufhin hatten wir einen eigenen Verein gegründet.

    In Oberschöneweide müssen dringend erheblich die Grundschulkapazitäten erhöht werden. Der Notwendigkeit verschließen wir uns auch nicht.

    Abgesehen von Neubaumassnahmen werden für mehrere Jahre Schulcontainer auf das Gelände gestellt. Die zuständige Stadträtin teilte uns gerade mit, dass es für uns keine Restflächen gibt, keinerlei Entschädigung, und gab uns auch keine Aussicht auf eine nahe Ersatzfläche.

    Ein Antrag zur Fortsetzung des Projekts ist in der BVV anhängig. Tenor: eine Ortsnahe Ersatzfläche zu finden.

    den Garten gibt es seit 2005. (mehr …)

  • Gartenprojekt für wohnungslose Männer von Wohnungsbauplänen bedroht

    (Gu, alerts)

    Stuttgart

    Die SWSG möchte auf dem Gelände des 1,2 Hektar großen Gartens des Immanuel-Grötzinger-Hauses Wohnungen bauen. Doch die Einrichtung für wohnungslose Männer möchte ihr preisgekröntes Gartenprojekt an Ort und Stelle behalten.

    Rot – Der Bürgerstiftung war das Gartenprojekt des Immanuel Grötzinger Hauses (IGH) in diesem Jahr eine Auszeichnung wert. In der Kategorie Nachhaltigkeit gab es den Bürgerpreis. Nachhaltig wirkt es vor allem auf das Selbstwertgefühl der Männer, die in dem 1,2 Hektar großen Garten mit seinen Obstbäumen, Beerensträuchern, Blumenbeeten und Bienenstöcken arbeiten und so Struktur in ihren Alltag bringen. Doch die Bewohner des Männerwohnheims müssen derzeit bangen. Bangen um den Fortbestand des Gartens an seinem jetzigen Standort. Denn geht es nach den Wünschen der Stadt und der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG), sollen dort in Zukunft Wohnungen statt Gewächshäuser stehen.

    Zum Verhängnis könnte dem Gartenprojekt an der Böckinger Straße werden, dass es auf einem von acht Gebieten steht, die zum 2013 von Oberbürgermeister Fritz Kuhn vorgestellten Konzept „Wohnen in Stuttgart“ gehören. Die Gebiete sind dafür vorgesehen, dass auf ihrem Boden unter anderem bezahlbarer und öffentlich geförderter Wohnraum entstehen soll. Denn an dem mangelt es in der Stadt. Noch gehört das Areal, das sich von der Böckinger Straße bis zum Bahn-Viadukt erstreckt, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Die Stadt Stuttgart möchte es von der BIMA erwerben. Mit der Bebauung soll dann die SWSG betraut werden.

    „Wir wussten, dass das Gebiet zu diesem Wohnraumkonzept gehört und haben von Anfang an gesagt, dass wir mitreden wollen“, sagt der Bereichsleiter des IGH, Axel Glühmann. Denn das Gartenprojekt des von der Evangelischen Gesellschaft (Eva) unterhaltenen IGH möchte man unter allen Umständen fortsetzen. Derzeit arbeiten circa 30 Bewohner des IGH und des benachbarten Christoph-Ulrich-Hahn-Hauses im Garten. Den alleinstehenden Männern, die meist aus problematischen Lebensverhältnissen kommen, arbeitslos sind und Sucht und Obdachlosigkeit hinter sich haben, bietet die Gartenarbeit eine Tagesstruktur und eine Aufgabe. Vielen hilft es dabei, sich vom Alkohol und von Sorgen abzulenken. „Wir haben hier gewachsene Strukturen und deshalb ist es uns wichtig, am Standort zu bleiben“, betont Glühmann.

    Viele Gespräche hat es zwischen der Eva, der Stadt und der SWSG in den vergangenen sechs Monaten gegeben. Laut einer gut unterrichteten Quelle aus der Stadtverwaltung hätten sich die allerdings im Kreis gedreht, denn gehe es nach der Eva, so wolle man den ganzen Garten erhalten. Das könnte allerdings dazu führen, dass 50 Wohnungen weniger gebaut würden, was nicht im Interesse der Wohnungsbaupolitik sei. Nach der Sommerpause möchte man einen Knopf an die Sache machen und zu einer Entscheidung kommen.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.immanuel-groetzinger-haus-in-stuttgart-rot-preisgekroentes-gartenprojekt-in-gefahr.50cf3e3e-83f3-43f2-a21a-e4523d0fdf7d.html (mehr …)

  • Himmelbeet bedroht

    (Gu, Newsletter)

    HIMMELBEET MUSS BLEIBEN


    Seit zwei Jahren verhandeln wir mit dem Bezirk Mitte und AMANDLA EduFootball e.V. über die Zukunft der Fläche – bislang mit dem Versprechen als gleichberechtigte Partner in die Planungen einbezogen zu werden. Der BVV-Beschluss vom Mai 2016 hatte dies auch offiziell untermauert.

    Nun möchte das Bezirksamt allein mit AMANDLA EduFootball einen Vertrag über die Fläche abschließen. Nach Akteneinsicht am Freitag stellen wir fest, dass die bisherigen Vereinbarungen zwischen Bezirk, himmelbeet und AMANDLA EduFootball NICHT berücksichtigt werden.

    himmelbeet wird bei den derzeitigen Vertragsverhandlungen übergangen. Wir befürchten, dass das himmelbeet, wenn es zu dieser endgültigen Lösung für die Fläche kommt, mit Ablauf des Jahres eine ungewisse – schlimmstenfalls keine Zukunft haben wird. (mehr …)

  • IG Abendlicht in Lüneburg durch Neubau einer Unterkunft bedroht

    (Gu, mail,

    Wir arbeiten seit Juni 2015 in der Gärtnerei der Psychiatrische Klinik in Lüneburg. Nun wird auf dem Gelände ein Pflegeheim gebaut, das in den ersten 5 Jahren als Asylheim genutzt wird.
    Deshalb ist (immer noch) unsere Arbeit wegen der Baustellen sehr bedroht und nicht genau wissen, wie es weiter gehen soll. Ich sende dir jetzt trotzdem unsere Daten, denn ich immer noch viel Hoffnung habe, dass wir mit dem Projekt weiter machen werden.
    Wir sind ca 10 -20 Menschen im Garten, die abwechesel oder regelmässig teilnehmen


    (mehr …)

  • Prachttomate bedroht

    (Gu, mail und Tel)
    aus einem Stand-der-Dinge Schreiben der Prachttomate:
    „Das alles scheint nun äußerst fraglich zu werden. Denn im Auftrag von Bezirk und Senat
    erstellt derzeit das Büro des Sanierungsbeauftragten für das Gebiet Karl-Marx-Straße in enger
    Zusammenarbeit mit dem bezirklichen Stadtplanungsamt ein Konzept für den Block 152, zu dem
    der Garten sowie der benachbarte Hort der Regenbogenschule gehören. Dieses Konzept soll die
    Gebietsentwicklung festlegen, angelehnt an die Ziele des Sanierungsgebietes. Alles sei noch offen,
    von Bebauung bis hin zu „grünen“ (Mit)Nutzungen, wurden wir unterrichtet. Allerdings, so ein
    weiterer Hinweis während des Besuchs einer offiziellen Delegation, sind bereits mehrere
    Bauanträge eingegangen.“
    Bei der essentiellen Frage, wie dem „Gemeinwohl“ im Block 152, im Sanierungsgebiet wie im
    Rollbergkiez am besten Ausdruck verliehen werden kann, wollen wir den Bezirk/Senat nicht allein
    lassen. Deshalb wollen wir mit eurer Hilfe das bezirkliche „Sammeln von Daten“ zur
    Konzeptentwicklung aktiv und selbstbestimmt begleiten. Wir denken, dass das Konzept massiv
    gewinnt, wenn es die bisher erzielte soziale, ökologische, kulturelle und mikroklimatologische In-
    Wert-Setzung innerhalb des Blocks 152 würdigt und entsprechend fördert.
    Mit allen drei Eigentümern des Gartengrundstücks, den beiden privaten wie dem einen
    kommunalen, lässt sich seitens des Bezirks/Senats eine Einigung erzielen, um unserem
    Gemeinschaftsgarten vor Ort eine Zukunft zu ermöglichen. Die Sanierungssatzung bietet hierfür
    durchaus eine Handhabe, doch nur, wenn wir entsprechende Signale setzen und Druck aufbauen.
    Den sog. Lenkungsausschuss, das offizielle Bürgerbeteiligungsgremium des Sanierungsgebietes,
    haben wir jüngst besucht. Er scheint mehrheitlich auf unserer Seite zu sein, denkt aber analog zur
    Position der bezirklichen Planer*innen nicht an Möglichkeiten einer Standortsicherung, sondern
    meint offenbar, dass der Garten nur andernorts eine Zukunft hat.
    Dem Lenkungsausschuss wurde kein Stimmrecht zugestanden; er hat nur eine beratende Funktion
    im Sanierungsgeschehen inne. Unser Verständnis von Partizipation weist über diese rein formale
    Anwendung weit hinaus. Wir denken, dass ein Gemeinwesen dann am besten funktioniert, wenn
    die Betroffenen resp. Bewohner*innen selbst auf allen Ebenen aktiv mitgestalten können. Bei der
    geplanten öffentlichen Infoveranstaltung zu Block 152 des Bezirkes dürfte es wie so oft nur um
    kleine Änderungen gehen; der große Rahmen ist da längst schon gesetzt.

    Am 24.11. gibt es eine Strategiesitzung zum weiteren Vorgehen (mehr …)

  • Nachbarschaftsgärten Leipzig starten Petition für Verbleib

    Hallo,

    wie ihr sicherlich mitbekommen habt stehen die Nachbarschaftsgärten vor dem Aus oder zumindest vor einschneidenden Veränderungen, die die Gärten in ihrer bisherigen Form so nicht existieren lassen. Deshalb haben wir uns entschlossen unseren Mut zusammen zunehmen und für unsere Gärten zu kämpfen.

    Bitte unterstützt uns doch in unseren Bemühungen für den Erhalt der Nachbarschaftsgärten und gegen die Verdrängung durch neue Spekulationsobjekte auf dem Wohnungsmarkt.

    Wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Petition unterstützen und unser Anliegen weiter verbreiten könntet.

    Vielen 1000 Dank

    https://www.openpetition.de/petition/online/mut-zur-luecke-nachbarschaftsgaerten-erhalten

    (mehr …)

  • Artikel zu den Nachbarschaftsgärten leipzig: Stadt will sich einsetzen

    (Gu, alters 19.9.)

    Leipzig. „Auf dem bundesweiten Hype für Leipzig baut sich längst eine städtische Maketingstrategie auf“, sagt Juliane Nagel. Die Linken-Abgeordnete hält am Mittwoch im Stadtrat ein kleines, flammendes Plädoyer für die Erhaltung der Nachbarschaftsgärten in Lindenau. SPD und Grüne unterstützen die Initiative.

    Auf Brachen zwischen Siemering- und Josephstraße haben engagierte Bürger seit 2004 urbane Gärten geschaffen. Die Flächen gehören der Kommune, einigen Privatpersonen – zu 80 Prozent aber einer Investmentgesellschaft. Die will nun verkaufen, damit im immer stärker gefragten Wohnviertel im Leipziger Westen neue Einfamilienhäuser entstehen können.

    Die Stadt soll sich nun für einen Interessensausgleich zwischen den Eigentümern und dem Verein der Nachbarschaftsgarten-Nutzer einsetzen, fordern die Politiker. „Wir begrüßen solche Zwischennutzungskonzepte“, sagte auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). In der Stellungnahme der Verwaltung, die Zustimmung für den fraktionsübergreifenden Antrag signalisierte, heißt es allerdings klar: „Der öffentliche Druck zur Verstetigung der Zwischennutzung ist teilweise hoch. Gleichwohl gilt das Eigentumsrecht.“

    Die Stadt wird jetzt im Gespräch mit allen Beteiligten prüfen, wie die Gärten erhalten werden können. Bis Ende des Jahres soll dem Stadtrat ein Ergebnis vorliegen.

    http://www.lvz-online.de/leipzig/citynews/eigenheime-geplant-stadt-will-sich-fuer-nachbarschaftsgaerten-leipzig-lindenau-einsetzen/r-citynews-a-255393.html (mehr …)

  • Ig Dresden fährt zweigleistig

    (Gu, Projektbesuch im Workshoprahmen, 21.9)
    Der IG Dresden ist seit 2005 auf seiner Fläche, die einst eine vermüllte Schutthalde war. Sie haben die Fläche gesäubert und urbar gemacht und Elbenaushuberde bekommen. 1/3 der Fläche ist Gemeinschaftsfläche, 2/3 sind Beete. Jeden März melden dich die GärtnerInnen und sagen, ob sie weitermachen wollen oder nicht. Bisher gab es immer eine Fluktauation von 10 – 20 %. Leute legen dann ambitioniert los und machen aber doch nicht weiter, was für die Leute auf der Warteliste doof ist, denen abgesagt wurde. Außerdem ziehen Leute weg, verändern sich beruflich oder ihre private Situation. Doch dieses Jahr ist mehr als in den letzten Jahren auffällig, dass Flächen nicht richtig bewirtschaftet werden, Leute nicht kommen. Sie hatten in 2014 viele Aktionen, z.B. haben sie im Hygienemuseum einen temporären Garten aufgebaut und auch in der tschechischen Botschaft in Berlin. Eventuell ist das insgesamt zu viel.
    Sie haben auch keine Arbeitstreffen mehr, die sie früher 1x Monat hatten, um zusammen die Gemeinschaftsflächen in Schuß zu halten. Danach wurde immer gemeinsam gegessen. 2013/14 haben sie das nicht mehr gemacht und das fehlt. Es gibt aber noch immer alle 14 Tage ein Plenum. Sie hatten sogar eine Art Minijob, der von einer Frau besetzt war, die 1x Woche im Garten war und ansprechbar für alle Themen. Das wurde aber gar nicht angenommen. Sie sind 80 Mitglieder im Verein, ungefähr 10 Asylsuchende aktuell und es gibt 20 – 30 Beete und gestaffelte Mitgliedsbeiträge plus einen Beitrag der sich nach Beetgröße bemißt.
    Die Fläche war einst städtisch, gehört nun dem Land und jetzt soll der Garten einem Parkplatz weichen. Vor ein paar Jahren wurde einfach ein Mobilfunkmast mitten in den Garten gepflanzt.
    Sie haben – wegen des Parkplatzes – die Fläche gekündigt bekommen. Im Vertrag gibt es eine Monatsfrist, sie haben gut 1 3/4 Jahr Zeit bekommen. Die Stadt hat ihnen außerdem vier Ausgleichsflächen angeboten und für eine (gegenüebr vom Johannstadtgarten) haben sie sich entschieden. Sie fahren nun zweigleisi: sie bereiten einen Umzug vor, wollen eine Aufstellung machen, was die Sachen im Garten wert sind, was mitnehmbar ist und was verloren ginge, Kosten schätzen, auf der neuen Fläche entscheiden, welche Bäume bleiben sollen, was gebraucht und gemacht werden muss etc. Und sie kämpfen dafür, bleiben zu können. Sie Stadt weiß davon und hat Verständnis für die Parallelität. Sie hatten bis zu dem drohenden Umzug nie was mit der Stadt zu tun – sie müssen 1000 Euro Pacht zahlen und hatten immer wieder vergeblich versucht, die Stadt dazu zu bringen, dass ihnen die Pacht erlassen wird. (mehr …)

  • Stadtgarten H17 in leipzig bedroht

    (gu, Mail

    Stadtgarten H 17 in Leipzig-Lindenau wird seit 4 Jahren auf/ausgebaut. „Doch nun ist der Erhalt des Projektes akut bedroht, denn die Brachfläche die wir auf der Grundlage eines Zwischennutzungsvertrages wiederbelebt haben, soll verkauft und bebaut werden.Aber wir wollen uns nicht so einfach verdrängen lassen. Wir sind dabei einen Verein zu gründen und versuchen das Grundstück selbst bzw. mit der Hilfe von Stiftungen zu erwerben, um den Stadtgarten langfristig zu erhalten.
    Weitere Infos und Konzept etc. ist beim Projekt abgelegt


    (mehr …)