Schlagwort: Garten der Begegnung

  • Freiburg: Urbaner Garten Sulzburgerstr. wird reaktiviert

    (Antrag, Antworten)

    Der Urbane Garten befindet sich auf Höhe der Sulzburgerstr.38 in Freiburg- Weingarten und verfügt über drei Hochbeete sowie einige weitere kleinere, ebenerdige Beete. Während dieser sich in vergangenen Zeiten bereits großer Beliebtheit erfreute, lag er in den vergangenen Jahren durch die Corona-Pandemie sowie dem Älterwerden der früheren Aktiven eher brach und soll nun auf Wunsch der Anwohnenden wiederbelebt werden. Hierfür haben sich bereits einige Hobbygärtner:innen der Sulzburgerstraße gefunden, die Beetpatenschaften übernehmen wollen und darüber hinaus an der Gestaltung der Projekts partizipieren wollen. Auch die 4. Klasse des naheliegenden Adolf-Reichwein-Bildungshauses möchte zwei Hochbeete bewirtschaften. Weitere Patenschaften und eine Gemeinschaftsgärtner-Gruppe sind in Organisation.

    Um die Wiederbelebung in vollen Gang zu bringen, werden noch einige Anschaffungen benötigt. Gemeinsam mit den Gärnter:innen wurde eine Liste erstellt, die Geräte zur Bewässerung sowie Werkzeug und eine kleine Hütte für deren Aufbewahrungen vorsieht. Dafür würden wir uns sehr über eine Förderung freuen.

    Ziele

    Mit der Wiederbelebung des Urbanen Gartens an der Sulzburgerstraße möchten wir verschiedene Ziele auf ökologischer wie auch auf sozialer Ebene verknüpfen:

    Einerseits ermöglicht das Projekt die Schaffung einer „grünen Oase“ zur Erholung mitten in einem dicht besiedelten Stadtteil, der durch hohe Versiegelung und eher beengte Wohnverhältnisse geprägt ist. Auf diese Weise können auch insbesondere die vielen Kinder und Senior:innen im Stadtteil, die keine privaten Grünflächen verfügen, die Vorzüge des Pflegen und Verweilens im Garten genießen. Der Anbau von eigenem Gemüse und Kräutern eröffnet die Chance, die Bewohnenden für eine saisonal-regionale Ernährungsweise sowie für einen nachhaltigen Lebensstil im Allgemeinen zu sensibilisieren. Während Freiburg-Weingarten als „Hitzehotsport“ gilt, wird der Urbane Garten zudem zum lokalen Klimaschutz beitragen.

    Gleichzeitig stellt der Urbane Garten einen wichtigen Begegnungsort dar, der verschiedene Menschen und Gruppen zusammenbringt und Raum für Kontakte und gemeinsame Projekte schafft. Dies wird einerseits dadurch gewährleistet, dass aktuell u.a. die Grundschulklasse der naheliegenden Schule sowie zwei alleinerziehende Frauen mit deren Kindern eine Beet-Patenschaft übernommen haben. Weitere Beet-Patenschaften werden an anwohnende Senior:innen und andere Interessierte vergeben. Zudem sollen zwei Hochbeete an eine Gruppe, die sich zum Gemeinschaftsgärtnern trifft, vergeben werden. Davon werden v.a. die Menschen profitieren können, die kürzlich in einer der neugebauten Sozialwohnungen in der Sulzburgerstr. 15-19 gezogen sind, da das Projekt die Chance zur Vernetzung und Verwurzlung im neuen Stadtteil bietet.Durch das gemeinsame Schaffen kommen also kommen Menschen in Kontakt, die sich sonst wohl nicht begegnen würden. Auf diese Weise wird der soziale Zusammenhalt im Stadtteil gestärkt, was sich positiv auf das Wohlbefinden und den sonst oft diffamierenden Ruf des Stadtteils auswirkt.

    Schließlich soll der Garten einen Rahmen bieten, um eigene Ideen verwirklichen zu können und so an der Mitgestaltung des Stadtteils teilzuhaben.

    Wie groß ist denn die Fläche, auf der gegärtnert wird und wie viele Beete gibt es schon, wie viele können/sollen es noch werden?

    • Die Fläche ist laut den Angaben der Stadt Freibur 300 qm groß
    • Aktuell gibt es 3 Hochbeete sowie 3 ebenerdige Beete. Sicherlich könnten noch 3-4 weitere, kleinere Beete geschaffen werden.
    • Wie groß ist die Gruppe, die dort gärtnert? Wie kann man noch mitmachen und wie erfährt man davon?
    • Aktuell mit im Boot sind circa 31 Leute. Das Setzt sich so zusammen:

    Grundschulklasse 20 Kinder mit 2 Lehrkräften (22); 2 Mütter mit Töchtern (4); 5 der früheren aktiven Personen aus dem Stadtteil. Einige der Kinder aus der Schulklasse haben schon bereit erklärt, auch in ihrer Freizeit und mit ihren Familien die Pflege mitzuwirken. Zudem hat das Seniorenheim der AWO, das gleich neben dem Garten liegt, Interesse am mitgärtnern angemeldet.

    • Wir freuen uns immer über neue Menchen! Mitmachen kann man entweder über eine Beet-Patenschaft oder an den Aktionstagen im Bereich des Gemeinschaftsgartens. Auch suchen wir noch Menschen, die in der Organisation des Gartens (Flyern, Besorgungen, Arbeit am Konzept) aktiv werden wollen. 
    • Erfahren kann man von unserem Garten durch die Flyer, die wir im ganzen Stadtteil verteilen; durch Social Media; durch unsere Aktionstage 
    • Was bedeutet Beetpatenschaft in Ihrem Falle? Sind das dann eher individuelle Beete dieser Personen und Gruppen?

    ·                  Eine Seite des Gartens ist reserviert für Beetpatenschaften, die von Kleingruppen (bisher Schulklasse, zwei Müttern und deren Kindern und evtl. einer Gruppe aus dem Seniorenheim begärtnert wird

    ·                  Die andere Seite ist für die Aktionsstage gedacht, in denen alle Interessierten flexibel mitanpacken können.

    Wenn schon eine Klasse und zwei Frauen mit Kindern Beetpatenschaften übernommen haben und noch einige noch vergeben werden, gibt es dann noch die Möglichkeit für weitere Interessierte, aktiv dabei zu sein?

    • Interessierte können entweder an den Aktionenstagen mitwirken, oder eine der noch freien Beetpatenschaften übernehmen – aktuell gibt es noch 2 freie Beete, die nochmals unterteilt werden könnten und zudem könnten neue Beete geschaffen werden. 

    • Wer entscheidet, was angebaut wird und was passiert mit der Ernte?

    Die Schulklasse hat bereits viele Ideen gesammelt, die dann besprochen wird. Ende April wollen wir uns zur Einweihung des Urbanen Gartens zum Grillen treffen und dort über Anbau-Ideen sprechen und einen Konsens finden.

    Die Beetpat:innen können Stand jetzt selbst über die Ernte verfügen. Die Ernte aus dem Gemeinschaftsgarten wird an die Teilnehmer:innen verteilt oder gemeinsam z.B. zum Grillen nach den Aktionstagen genutzt. 

    • Wie entsteht Gemeinschaft in dem Garten?

    Das geplante Austausch- und Einweihungstreffen, die Aktionstage sowie Feste sollen den Gemeinschaftssinn fördern. 

    • Wir fördern ja „Fertigprodukte aus dem Baumarkt“ eher nicht (siehe unsere Förderrichtlinien), gibt es auch die Möglichkeit, dass die Gruppe das Gerätehaus/einen Schuppen selber baut?

    Ja, wir haben angefragt, ob der Bauspielplatz des Spielturms uns dabei unterstützen kann.

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Die Beetpat:innen werden Samen/Setzlinge selbst kaufen. Und ist jedoch wichtig, für finanziell benachteiligte Menschen Möglichkeiten zu finden, auch daran teilhaben zu können. Auch werden wir an den Aktionstagen ein Spendenkässchen aufstellen, damit sich die Gärtner:innen an den entstehenden Kosten beteiligen können.

    • Wie wird derzeit bewässert? Mit welchen Geräten wurde bisher gegärtnert?

    Bisher wurden die Regentonnen und Gartenschläuche zweier Nachbarn genutzt, die dies so nicht mehr ermöglichen können. Einer der beiden bot jedoch an, dass wir das Wasser seines Garagendachs auffangen und nutzen können. 

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  • Milmersdorf: GG als Begegnungsort im Dorf

    (ANtrag, Antworten)
    Im GG Hildegard von Bingen gibt es schon 8 Hochbeete und ein Schuppen wird gebaut. Schulkinder, Kitakinder, Senior*innen und andere Dorfbewohner*innen sollen und wollen hier zusammen gärtnern.

    Die Gruppe der Planung varriert, da sowohl Kinder der Schule und auch Erwachsene mit beteiligt sind. Der feste Kern der Planung sind so 5 -10 Personen. Im Garten werden unterschiedlich viele Personen gärtnern. Es werden die Schulklassen und auch die Kitagruppen beteiligt sein. In der Schule sind derezeit 66 Kinder und in der Kita ca 100 Kinder. Die Interessengemeinschaft Dorfleben besteht aus 3-5 Frauen. Diese werden sich konstant um den Garten kümmern. Das Seniorenheim und die Bewohnern des Dorfes sind ebenfalls eingeladen zu gärtnern. Wie viele am Ende mitmachen, kann derzeit nicht gesagt werden. 
    Die Hochbeete wurden von unseren Gemeindemitarbeitern aufgebaut. Der Schuppen wird ebenfalls von der Gemeinde aufgebaut. Das befüllen der Beete wird mit den Kindern der Schule und der IG Dorfleben stattfinden. 
    Eigene Beete gibt es nicht. Es stehen derzeit acht Beete im Garten die von allen zusammen bewirtschaftet werden. Je nach Bedarf und Interesse. Die Schule und die Kita werden sind im Rahmen einzelner Projekte einbringen und diese in Absprache mit der IG Dorfleben durchführen. Die IG Dorfleben wird dann den Garten für interessierte DorfbewohnerInnen öffnen. Wie es im einzelnen aussieht, kann ich Ihnen noch nicht sagen. Das wird sich im Laufe der Zeit finden. Wenn der Bedarf so groß ist, dann wollen wir den Garten noch erweitern. Erst mal fangen wir mit acht Beeten an. 
    Die Geräte werden alle im Schuppen untergebracht. Dieser wird abgeschlossen und die Schlüssel an Schule, Kita, Gemeinde und IG Dorfleben verteilt. Nachts wird der Garten und der Schuppen abgeschlossen. 
    Bisher versuchen wir den Anfang mittels Förderungen zu erzielen. Die Zeit wird langsam knapp und ich denke einige Pflanzen müssen wir dieses Jahr schon vorgezogen kaufen. Saatgut kann dann aus den bestehenden Pflanzen entnommen werden und für das nächste Jahr verwendet werden. Weiteres Saatgut oder Pflanzen muss dann durch Spenden von den Beitligten eingeholt werden. 

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  • Berlin: Satellit-Garten entsteht

    (ANtrag, ANtworten)

    Der SATELLIT ist eine Gast-Stätte, in der sich vielfältige Personen, Ideen und Geschichten
    versammeln. Gemeinsam mit der Nachbarschaft, mit Künstler*innen und Kreativen
    begegnen wir seit drei Jahren lokal, selbstorganisiert und mit künstlerischen Mitteln den
    sozialen und klimatischen Herausforderungen unserer Zeit. Wie können wir das Leben in
    der Großstadt, in Friedrichshain-West, im Barnimkiez besser und solidarischer machen?
    Der SATELLiT verbindet verschiedene künstlerische Arbeitsweisen und Forschungen und
    begünstigt kollaborative Zusammenarbeiten, aber bietet auch ein freies Neben- und
    Nacheinander. Wir machen Geschichten, lokales Wissen und die dazu passenden Gerichte
    sichtbar. In Workshops, Vorträgen und Aktionen lernen wir Neues und Altes.
    2024 werden im SATELLIT die bisher etablierten Kulturformate noch stärker
    zusammengebracht und miteinander in Beziehung gesetzt, um gemeinwohlorientierte
    Nutzungsansätze und Kooperationen noch stärker zu testen.
    Neben kollektiven Kochformaten geht es dabei vor allem um die Wiederentdeckung und
    Pflege von unterforderten Nachbarschaftsräumen- und Praktiken. In diesem Rahmen
    möchten wir einen Gemeinschaftsgarten aufbauen, der aus folgenden Teilen besteht:
    – 1. der kleine Weinberg, der als Spur der Geschichte der Weinstraße vor vielen Jahren von
    der WBM in Kooperation mit einer TU Forschungsgruppe angelegt wurde und seit langem
    nicht mehr richtig gepflegt wurde. In den vergangenen beiden Jahren haben wir im Rahmen
    von Oral-History-Koch-Workshops mit Weinblättern begonnen, den Weinhang zu aktivieren.
    – 2. die große SATELLIT-Terrasse ,auf der wir Hochbeete anlegen möchten, die dann auch
    als Ressourcen für Kochaktionen dienen können
    – 3. die Grünflächen vor der Terrasse, die jetzt von Wildpflanzen und Unkraut bewuchert
    werden.
    Das Anlegen und Pflegen dieser Grünflächen möchten wir umsetzen mit: Fachleuten,
    Künstler*innen, die wir im Rahmen von Projektformaten einladen; mit den verschiedenen
    Gruppen, die sich im SATELLIT treffen, von den Kindern und Erwachsenen, die den
    Mistechko-Club (russisch-ukrainisches Sprachcafé) besuchen, über die Teilnehmenden der
    Line-Dance-Kurse bis hin zur Nachbarschaft und den Vereinsmitgliedern des Vereins
    Satellit/Mitkunstzentrale e.V

    Ist „Satellit“ eine Zwischennutzung? Wer ist Vermieter/Verpächter und was für einen Art Vertrag habt ihr? Müsst ihr Miete/Pacht zahlen?

    Wir haben einen 5jährigen Gewerbemietvertrag mit der WBM, der noch bis Ende 2025 läuft und dann hoffentlich verlängert wird. Wir zahlen eine vergünstigte “Kulturmiete”.

    Gehören der Weinberg und die verwilderte Fläche, die ihr gegärtnert wollt dazu oder gehärt die wem anders? Ist die Nutzung der Flächen befristet?

    Die Grünflächen gehören nicht zur Mietsache aber ebenfalls zur WBM, die uns erlauben, uns um die Flächen zu kümmern.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte? 

    Kerngruppe = 5 Personen + Communityaufbau von Freiwilligen aus der Nachbarschaft und SATELLIT Gäste (u.a. möchten wir auch die Ukrainische Kindern (und Erwachsenen) die Mistecko Initiative besuchen damit involvieren)

    Wie macht ihr auf das Gartenprojekt und die Möglichkeit, mit zu gärtnern, aufmerksam?

    u.a. Aushang an unserer Infowand am Weg / Ankündigung regelmässig in unserem monatlichen Newsletter / Instagram / nebenan.de (über STZ Friedrichshain)

    Wer baut die Hochbeete und wie viele können da mitbauen?

    In eine offene Werkstattaktion bauen wir es mit 2 Handwerker*innen aus der Mitkunstzentrale. Mitbauen können 4-8 Personen, je nach Einsatzdauer. Dazu laden wir die Nachbarnschaft mitzumachen.

    Wer kümmert sich dann um die Hochbeete? Sollen die gemeinschaftlich begärtnert werden oder soll es Patenschaften geben z.B.? 

    Patenschaften, die von uns zentral koordiniert werden, sowie Workshops und Treffen, die bei SATELLIT stattfinden

    Ist die Terrasse immer zugänglich/können die Gärtner*innen auch an die Beete, wenn Satellit nicht auf hat?

    Ja.

    Wie groß ist die Grünfläche, was soll auf der Grünfläche genau passieren? Wollt ihr hier Gemüse anbauen?

    Grünfläche “Weinberg”: ca. 25qm Fläche. Hier steht die Pflege und Nachverdichtung des Weins im Vordergrund + eine Transformation und Ergänzung im Sinne von Vielfalt und Permakultur mit anderen Nutz- und Wildpflanzen, je nach Know-How, das ehrenamtlich eingebracht wird.

    Was ist ein Bewässerungscomputer und wie teuer ist dieser? 

    Da der SATELLIT nicht regelmessig offen und betreut ist, haben wir vor ein automatisches Bewesserungssystem einzubauen. Gerade sind wir dabei ob wir Regenwasser sammeln können oder Leitungswasser benutzen müssen. 

    Das Bewässerungssystem wird von unserem Kollegen von der Mitkunstzentrale aus dem Haus der Materialisierung mit Arduino System programmiert. Wir sind gerade im Gespräche und gestalten ein Projekt die (wenn möglich) auf gesammelten Regenwasser basiert ist.

    Die Kosten die wir bisher geschätzt haben sind die im Antrag. Da wir noch am planen sind können natürlich aber etwas schwanken

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und haben alle da jederzeit Zugang zu?

    Lager der Gartengeräte entweder im EG-Keller im Hinterhof oder in einem Schrank im Flur direkt an der Terrasse. Ist mit Schlüssel zugänglich. Schlüssel wird in einem Kästchen mit Zahlencode auf der Terrasse angebracht.

    Wo soll die Rampe hin und könnt ihr diese selber bauen? Was für eine Rampe wäre das?

    Schon lange hatten wir vor eine Rampe zu bauen die zur Terasse führt. Dafür haben wir Zwei Projekte: 

    – eine Platte zu bauen die auf die Treppe (½ der Breite) liegt und um die Ecke läuft. 

    – eine etwas längere Rampe bis zur Terrasse Ecke.

    Wir würden es selber Bauen mit hilfe von Kollegen von der Mitkunstzentrale und Materialien vom HDM. Leider haben wir bisher nicht geschafft es im Stand zu bringen.

    Was ist mit Abdeckung/Sonnenschutz gemeint?

    Die Terrasse ist im Hochsommer sehr stark sonnenbestrahlt. Wir haben ein großes Sonnensegel, das nur ca ⅓ der Terrasse überdeckt. Hier möchten wir eine wetterfeste Konstruktion bauen.


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  • Berlin: Garten der Begegnung in Marzahn wird selbständig

    (Tel)
    Die Begleitung des Gartens der Begegnung in Marzahn durch Soulgarden endet Ende des Jahres. Die Gärtner*innen haben einen Verein gegründet, der nach kurzer Zeit schon 40 Mitglieder hatte. Insgesamt gibt es mehr als 70 Beete in dem 3500m² großen Garten.
    Der Gartenrat hat mit allen potentiellen Mitgliedern, also mit allen Gärtner*innen gesprochen und erklärt, warum der Verein wichtig ist und wie es auch ohne die Begleitung von Soulgarden weiter geht.
    Mit eingestiegen sind zwei Wohnungsbaugesellschaften, die mit finanzieren und dafür ab und an mit Gruppen den Garten nutzen können.
    Der Verstetigungsprozeß läuft wohl insgesamt recht gut. (mehr …)

  • Garten der Begegnung Berlin-Marzahn: soll in ressortübergreifende Gemeinschaftsini von Senat und Bezirken gefördert werden

    (Tel/Mail)

    „Die Situation der Gärten im Bezirk Hellersdorf-Marzahn soll auch im Rahmen der sogenannten Gemeinschaftsinitiative verbessert werden.

    https://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/gemeinschaftsinitiative/index.shtml

    Im konkreten Fall wurde eine Online-Beteiligung über das offizielle Bürger*innenbeteiligung des Landes Berlin:

    https://mein.berlin.de/projekte/beteiligung-schlusselmassnahmen-fur-marzahn-heller/

    angestrebt. Wie anhand der Zahlen zu sehen ist, war die Beteiligung nicht so groß. Dies gilt für viele Projekte der Senatsverwaltungen, die über dieses Portal gestartet werden. Umso schöner, dass die Maßnahme, die mit dem Garten der Begegnung zusammenhängt, so gut bewertet wurde.“

    Der Garten wird bisher von Soulgarden „gemanagt“ und mit Hilfe von Geldern aua dem Förderfonds Demokratie sollen nun selbsttargende Strukturen erarbeitet und die Nachbarschaft noch mehr einbezogen werden (Der Garten soll nicht nur Raum füs Gärtnern sein, auch Erholung, Sport usw.).
    Die Gründung einer eigenen Trägerschaft (Verein) durch die Gärtner*innen wird begleitet.


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  • Lehmbauprojekte im Garten der Begegnung Berlin-Marzahn

    (Antrag/Antworten)

    Garten der Begegnung, Antrag auf Materialien für Lehmbauprojekte:

    ja, alle können mitmachen, das wollen wir auch noch verstärken, ich habe mich bereits mit einigen Akteuren getroffen – Tagore–Gymnasium, DRK, Wohnbaugesellschaften, Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf, Kita, Geflüchtetenunterkünfte, Frauentreff…

    Es ist weder ein Schulgarten noch ein Schrebergarten…

    • Wie groß ist der Garten, wie viel davon wird für „Anbau“ genutzt, wie viele Beete gibt es und was ist sonst noch auf dem Grundstück los?

    3500 qm, ein Drittel Anbaufläche für Beetnutzer*innen, ein Drittel Freifläche mit Gemeinschaftsbeeten (Kräuter, Stauden), Teich, Obstbäumen, ein Drittel Veranstaltungsfläche, Lehmhaus mit Terrasse, Geräteschuppen, Grünes Klassenzimmer, Labor, so ungefähr

    • Wem gehört das Grundstück und müsst ihr eine Pacht zahlen? Wenn ja, wie hoch ist diese?

    Das Grundstück gehört dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf, wir zahlen keine Pacht

    • Wie lange läuft der Nutzungsvertrag? Was war vor dem Garten auf der Fläche?

    Unser Nutzungsvertrag läuft erstmal für zwei Jahre, aber das Bezirksamt  und das QM haben ein sehr aufwendiges Ausschreibungsverfahren gestartet, um einen geeigneten Träger zu finden, der ein Betreiber- und Nutzungskonzept für die Zeit nach Verstetigung des QM entwickelt. Dafür haben wir den Zuschlag bekommen, nicht für die inhaltliche Durchführung von Projekten. Ich beantrage z. B. auch Mittel für ein Projekt zur gesunden Ernährung. Nach den zwei Jahren machen wir entweder weiter oder eine neue Struktur (Verein) übernimmt das Ganze, das wird sich finden. Auf jeden Fall hat der Bezirk ein außerordentliches Interesse an dem Garten. 

    • Wie viele Leute sind in dem Garten aktiv?

    50 Beetnutzer*innen, Schulklassen (Schulprojekt mit 170 Kindern im Juni 2020 geplant), Besucher an Festen: 150-200, ca. 5-8 Feste pro Jahr durch geführt vom Träger des Gartens, vom DRK oder BENN/QM

    • Wenn es bisher ein QM-Projekt war: wie ist der Garten organisiert? Was an Verantwortung/Aufgaben liegen bei den Gärtner*innen?

    Bisher war der Garten eine Art Service-Gesellschaft, das war sicher auch ein Grund für den Trägerwechsel. Wir möchten gerne die Gärtner*innen viel stärker einbinden und aktivieren, dass sie sich mit eigenen Ideen einbringen. Daher wird es ab 16.4. einen wöchentlichen Gartennachmittag zum gemeinschaftlichen Gärtnern geben, im Laufe der nächsten Monate wird ein Gartenrat einberufen, mit dem wir in einem anderen Garten gute Erfahrungen gemacht haben. Der Gartenrat setzt sich aus Beetnutzerinnen, im Garten tätigen Teammitgliedern, Ehrenamtlichen ohne Beet zusammen und sammelt die Anliegen, die dann an uns weitergetragen werden. 

    • Über welchen „Topf“ wirst du bezahlt? Und wie lange und wie intensiv kannst du den Garten begleiten?

    Für das Projekt stehen Restmittel aus dem Programm Soziale Stadt zur Verfügung, aus denen ich und in geringem Umfang Honorarkräfte (Evaluierung, spezielle Thematische Workshops) bezahlt werden, weiterhin Betriebskosten, Veranstaltungskosten, Öffentlichkeitsarbeit.

    Ich werde versuchen, den Gartentag selbst durchzuführen und moderiere die Sitzungen des Gartenrates. Außerdem bin ich für das Gesamtkonzept verantwortlich (Themensetzung, neue Nutzergruppen erschließen, Netzwerkarbeit, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Teamaufbau, Admin, Steuerungsrunde, Betreuung der Nutzer*innen bist der Gartenrat seine Rolle gefunden hat). Die Bewirtschaftung und Pflege des Gartens werden zukünftig die Gärtnerinnen mit übernehmen. Weiterhin habe ich gerade einen Bufdi eingestellt. 

    • Was passiert in dem Lehmhaus und wie ist es ausgestattet? Trefft ihr euch da bei Regen z.B.

    Das Lehmhaus ist voll ausgestattet und eignet sich als Seminarraum für kleine Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Kreativwerkstätten, Workshops), bis 20 Personen, eine Küche ist angeschlossen (keine Gastroküche), es gibt dort auch eine kleine Bibliothek. Und ja, wir treffen uns dort auch bei Regen oder nächste Woche zur Begrüßung der Beetnutzer*innen am Suppentopf. Sie sind schon sehr gespannt wer der neue Träger ist 😉

    • Wenn ich es richtig verstanden habe, dann beantragst du Geld für den Tagesworkshop Anfang April. Warum können da nur 4-5 Personen dran teilnehmen? Das erscheint mir sehr wenig. Wie können denn andere auch dabei sein/teilnehmen?

    Die 4-5 Leute sind gewissermaßen Multiplikatoren, die Zahl hat LehmWerk vorgeschlagen, da direkt am Bau gearbeitet wird, und nicht alle gleichzeitig Hand anlegen können. Der Workshop ist eingebettet in eine kleine Reihe, zum Ausflug kommen mehr Leute mit, und die Teilnehmer*innen bei den anderen Veranstaltungen sind nicht notwendigerweise die des Workshops. Insgesamt sollen möglichst viele Leute teilnehmen.

    • Könntet ihr Mauerwerkzeug und Malerwerkzeug ausleihen? Oder was würde nach dem Workshop damit passieren? Wofür wäre es noch und oft nutzbar?

    Die vertraglich festgelegte Aufgabe ist es, das Lehmhaus instand zu halten und regelmäßig zu warten. Da dort auch Wespen und Vögel ein- und ausziehen, ist regelmäßig etwas zu tun. Das Material lebt. Ausserdem wurden schon Stimmen nach einem Lehmofen laut. Ich würde auch Lehmkunst sehr attraktiv finden, es muss aber gewollt sein. D.h. wir werden regelmäßig Werkzug brauchen (mehr …)