Schlagwort: Garten muss umziehen

  • Frankfurt/Main: Frankfurter Garten/Bienen-Baum-Gut und Stadtverwaltung versuchen Kompromisse zu finden

    (Tel)

    Die neue Ansprechpartnerin für die Gemeinschaftsgärten in Frakfurt/Main ist im Kontakt mit Bienen-Baum-Gut e.V., die auch Träger Frankfurter Gartens. Der erste Träger des Gartens ist insolvent gegangen. Bienen-Baum-Gut haben ihren Schwerpunkt auf einen Bienenlehr/Baumwipfelpfad und haben in der Container-Werkstatt auch Bienenbeuten zum Verkauf hergestellt. Es fanden diverse Veranstaltungen statt und auf dem bisherigen Gelände standen neben der Bühne vier Container. Die Fläche wird nun bebaut. Die Stadtverwaltung hat der Gruppe eine Alternativfläche angeboten, die wesentlich kleiner ist. Da haben sie nur noch 1/4 der bisherigen Fläche. Im Bebauungsplan ist die Fläche als Kleingartenfläche verankert und sie hätten in etwa soviel Platz wie zwei Parzellen. Sie dürfen zwei Hütten aufbauen. Drumherum ist Wohnbebauung, so sind Veranstaltungen eher schwierig. Viele der Wünsche der Gruppe können dort nicht realisiert werden, doch die Stadtverwaltung prüft alles.
    Frau Heidelbach vom Grünflächenamt geht davon aus, dass die Gruppe die Fläche aber nehmen wird, da es keine Alternative gibt und sie weitermachen wollen. Auf der neuen Fläche können sie noch nicht loslegen, da muss noch einiges gemacht werden. So sind sie auch noch nicht vom Danziger Platz weggezogen. (mehr …)

  • Inselgrün – Stand der Dinge

    (Alerts)

    Inselgrün überlebt

    Von Dietrich Heißenbüttel

    Datum: 18.12.2019

    Das Urban-Gardening-Projekt auf der Kulturinsel in Stuttgart-Bad Cannstatt ist ein paar Meter weiter gezogen. Im Moment ist nicht viel zu sehen. Es ist Winter. Aber die Keime des Neuen sind gelegt. Nicht weniger als zehn städtische Ämter arbeiten mit.

    Joachim Petzold kann es noch gar nicht fassen. Am 4. Dezember hat er die Kulturinsel, in eigenen Worten „eine der wenigen übriggebliebenen Subkultur-Oasen der Stadt“, im Cannstatter Bezirksbeirat vorgestellt: „Alle Fraktionen haben sich positiv geäußert!“ Öfters mal in diesem Jahr stand Petzold kurz davor, alles stehen und liegen zu lassen und auf seinen Bauernhof in der Pfalz zu ziehen. Etwa als im Februar die alte Güterabfertigungshalle auf dem Kulturinsel-Gelände der Abrissbirne zum Opfer gefallen war – weil eine schnurgerade geplante Straße im zukünftigen Wohngebiet Neckarpark mit Blick auf den Rotenberg, Stammsitz der Württemberger, nicht verlegt werden konnte. Oder als die Bäume gefällt wurden.

    Doch im Grunde seines Herzens ist der Gründer und Geschäftsführer der Kulturinsel ein positiv denkender Mensch. Dass die Halle weg kam, das Urban-Gardening-Projekt Inselgrün nicht dort bleiben durfte, wo es war, dass eines Tages die Kulturinsel nicht mehr eine Insel auf einer Brachfläche sein wird, sondern im Häusermeer: er hat es akzeptiert und möchte das Beste daraus machen. Aber dann gab es Ende September erneut Ärger wegen der Lautstärke einer Open-Air-Veranstaltung, der „Jangala“. Und Petzold wusste noch immer nicht, wie es mit dem Inselgrün weitergeht. Das zermürbt.

    Doch er und seine MitstreiterInnen sind nicht untätig geblieben. Anfang September riefen sie Anhänger und Nutzer auf, sie mit Supportvideos zu unterstützen. 38 Videos wurden gedreht, von Initiativen wie Commons Kitchen und dem Hiphop-Netzwerk Underground Soul Cypher über Cannstatter Pfarrer, die Caritas und die Basler Mission bis hin zu Vertretern großer Unternehmen wie Bosch oder Dinkelacker. Auf der Kulturinsel treffen viele Menschen und Organisationen zusammen. Sie alle würden etwas verlieren, wenn es sie nicht mehr gäbe.

    Die Stadt passt auf, dass sich keine Eidechsen ansiedeln

    Doch bis Mitte Oktober war immer noch nicht klar, wo das Inselgrün denn nun hin sollte. Während Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf der Kulturinsel mit den Aktivisten von Fridays for Future diskutierte, stand der Garten gleich nebenan, wo noch Mangold und Blumenkohl reiften, vor dem Aus. Es gab eine Zusage, dass er an anderer Stelle wiederaufgebaut werden dürfe. Doch wo, das erfuhr Petzold erst zehn Tage, bevor das Areal abgeräumt sein sollte. Fünf volle Tage waren die Leute vom Stadtmessungsamt beschäftigt, erzählt er, um den neuen Standort, einmal quer über den Parkplatz, exakt auszumessen. Mindestens ein Jahr soll der Garten da bleiben, voraussichtlich eher drei.

    Was passiert, wenn die spontane Initiative von Bürgern auf die Gründlichkeit der Planung städtischer Behörden trifft: dafür liefert die Kulturinsel reiches Anschauungsmaterial. Anfang November gab es einen runden Tisch unter Federführung des Stadtplanungsamt, an dem nicht weniger als 15 Vertreter von sechs städtischen Ämtern beteiligt waren. Petzold begrüßt, dass es diesen runden Tisch gibt. Im Fall der Wagenhalle hat sich das Instrument bestens bewährt. Er begrüßt auch, dass nun das Jugendamt mit dabei war und in Zukunft auch das Kulturamt beteiligt sein soll. Denn das Liegenschafts-, Hoch- und Tiefbauamt haben für soziale und kulturelle Belange nicht unbedingt das beste Sensorium.

    Das Garten- und Friedhofsamt mitgerechnet, das kontrollieren soll, ob sich auf dem neuen Areal auch keine Eidechsen niederlassen, die dann der geplanten späteren Bebauung im Weg stünden; dazu noch das Umweltamt und das bereits erwähnte Stadtmessungsamt sind alles in allem zehn Ämter mit der Kulturinsel und dem Inselgrün beschäftigt. Sobald die temporäre Nutzung endet und das Areal und die Baulichkeiten für eine dauerhafte Nutzung hergerichtet werden sollen, gibt es auf einmal viele Vorschriften zu beachten. Zum Teil auch schon vorher.

    Kompost-Wärme nutzen

    Der neue Garten braucht einen Zaun. Das verlangt die Stadt, auch wenn er nur einige Jahre an dieser Stelle bleiben soll – eine Zusage gibt es bisher nur für ein Jahr. Der Zaun koste aber 16 000 Euro, sagt Petzold. Die kann und will er nicht zahlen. Er hat schon viel Geld in ein Chipsystem für die Schließanlage investiert, das den vielen Nutzern jeweils zu ihren Veranstaltungen die Türen öffnet. Wenn der Biergarten längerfristig in Betrieb bleiben soll, braucht er ein elektronisches Kassensystem. Auch das kostet. Nicht zu vergessen Brandschutz, Umweltschutz und was noch an Auflagen erfüllt sein will.

    Benoit Leleu macht sich in dem hallenartigen Anbau nützlich, der vorerst noch als Lagerraum stehen bleibt, später einmal jedoch einem mehrgeschossigen Neubau weichen soll. Leleu unterrichtet 3-D-Modelling an der Hochschule Esslingen. Er ist schon seit einiger Zeit auf der Kulturinsel aktiv, bekommt nun aber auch noch etwas Geld dafür. Denn im Mai ist das Reallabor GartenLeistungen angelaufen, an dem drei Urban-Gardening-Projekte sowie mehrere Hochschulen und Ämter aus Berlin und Stuttgart teilnehmen. Es geht darum, die „multidimensionalen Leistungen“ zu erforschen, die Urban Gardening in sozialer und ökologischer Hinsicht erbringt. Und daraus Handlungsempfehlungen für die Städte abzuleiten.

    Leleu schiebt die grüne Folie eines kleinen Gewächshauses zur Seite. Zu sehen sind kleine Töpfe mit abgeschnittenen Lauchstengeln. Sie bewahren die Wurzeln von Lauch und Süßkartoffeln den Winter über hier auf, erklärt er. Im Frühjahr schlagen sie neu aus. Tetrapack-Tüten liegen in einem Regal. Sie dienen als Pflanzbehälter. Unten im Gewächshaus steht ein eine Kiste mit Kompost, der die notwendige Wärme liefert. Leleu würde gern einen Biomeiler bauen. Bei der Gärung erhitzt sich der Kompost auf 60 Grad. Damit lässt sich ein Heizsystem betreiben.

    64 Pflanzen auf einem Quadratmeter: ein grüner Wasserfall

    Mehrere Helfer sind damit beschäftigt, die Materialien aufzuräumen, die nach Ende des Sommerfestivals „Stuttgart am Meer“ vor dem Stadtpalais hierher zurückgebracht wurden. Matu von der Künstlergruppe Madeplus macht gerade auf der Kulturinsel eine Ausbildung zum Marketingkaufmann. Leleu würde gern den blauen Container, der ungenutzt auf dem Parkplatz steht, zum neuen Inselgrün bringen, um ihn als Wassertank zu benutzen. Vorher müssen die Behörden aber genau nachsehen, ob sich darunter nicht etwa Eidechsen einnisten.

    Den Tank bräuchte Leleu für den „grünen Wasserfall“. Da das Inselgrün nun mit 188 Quadratmetern auskommen muss, wollen er und Petzold gern in die Höhe bauen. Eine mit Solarpanels betriebene Pumpe soll Wasser aus einem 1000-Liter-Tank zwei Meter hoch in vier Kanister pumpen. Feuchtigkeitssensoren steuern die richtige Wassermenge, um Pflanzen auf mehreren Regalbrettern zu bewässern. Im Hof der Kulturinsel sind auch bisher schon drei Systeme zu sehen, um auf engem Raum möglichst viel anzubauen. 64 Pflanzen auf einem Quadratmeter: wie das geht, möchte Petzold den Kulturinselbesuchern vermitteln, damit sie es auch auf ihrem Balkon daheim anwenden können.Im Moment hat Petzold allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Auf die Zusage für den neuen Standort folgte eine Auszeichnung vom Verschönerungsverein. Ende November ist er mit einigen Mitstreitern nach Berlin gefahren, um das Urban-Gardening-Projekt Himmelbeet im Wedding kennenzulernen, das ebenfalls am Reallabor GartenLeistungen beteiligt ist. Gleich anschließend war er im westfälischen Münster zur Konferenz „Zukunftsstadt“ des Bundesforschungsministeriums eingeladen. Keynote-Redner war der Stadtplaner Jan Gehl. Petzold hat das Inselgrün auf einem „Markt der Möglichkeiten“ vorgestellt und an Workshops teilgenommen.

    Schluss mit Zigarettenwerbung

    Dann kam die Bezirksbeiratssitzung, wenige Tage später ein Beteiligungs-Workshop, zu dem ungefähr 130 Bürger erschienen, und zu guter Letzt überreichte ihm die BW-Bank einen Scheck über 1500 Euro. Die Kulturinsel wird es brauchen können, vielleicht als Startkapital für den grünen Wasserfall. Und noch ist es nicht offiziell, aber es stand bereits in den „Stuttgarter Nachrichten“: dass die Kulturinsel im Doppelhaushalt des Gemeinderats mit einem jährlichen Zuschuss von 175 000 Euro bedacht werden soll. Damit wäre der weitere Betrieb gewährleistet. Denn wie bisher kann es nicht weiter gehen. Zum Jahresende löst Petzold seine Marketingagentur auf. Er möchte nicht länger Zigarettenwerbung machen, sondern als sozialer Unternehmer tätig sein.

    Und er hat große Pläne, die er nun zusammen mit der Stadt Schritt für Schritt umsetzen will. Dort wo jetzt der Anbau als provisorische Lagerhalle dient, soll der Hobbyhimmel hin: Eine 400 Quadratmeter große Quartierswerkstatt, wo Jede/r mit oder ohne Anleitung Ideen verwirklichen und kaputte Dinge reparieren kann. Der Biergarten soll bleiben und neuer Quartiersmittelpunkt des Gebiets Neckarpark und des Veielbrunnenviertels werden. Dazu braucht es ein Lärmkonzept, denn ein Bewohner der angrenzenden Häuser will keinerlei Ruhestörung tolerieren.

    Geplant ist auch deshalb ein zweiter Flügel auf der anderen Seite, wo bis Anfang des Jahres die Güterabfertigungshalle stand. Das Inselgrün soll dann aufs Dach dieses Gebäudes. Petzold hatte zuerst das Gelände in Erbpacht übernehmen wollen und auf Hilfe von Sponsoren gehofft. Doch nun will die Stadt selber bauen, sagt er. Ihm kann es recht sein, auch wenn er einen Teil seiner Verantwortung abgeben muss. In einen Bauteil vorn zieht das Stadtteilhaus ein. Damit der Hof nicht zu schattig wird, sollen Teile der Neubauten großzügig verglast werden. An der offenen Seite des Hofs sind Container vorgesehen, die als Lärmschutz dienen.

    Bis es soweit ist, können noch einige Jahre vergehen. Doch die Keime sind gelegt. Wenn der Frühling kommt, wird aus dem Wurzelwerk etwas Neues herauswachsen.

    (mehr …)

  • Neuigkeiten aus dem Netzwerk

    (ANtworten zur NW-Aktualisierungsmail)

    Burghausen: der Wechsel der GärtnerInnen war in den letzten Jahren fortlaufend, aber die jetztige Gemeinschaft hat sich im Wortsinn zusammengerauft. Der Gargenbauverein Raitenhaslach hat noch immer die Patenschaft, die Stadt Burghausen unterstützt das Projekt aktiv.

    Landau: unser Interkultureller Garten in Landau in der Pfalz existiert immer noch und an den wehenden Länderfahnen entlang des Gartenweges sieht man, dass alle 25 Parzellen an Menschen aus zur Zeit 14 Nationen vergeben sind. 
    Unsere GärtnerInnen sind zwischen 0 und 83 Jahre alt und es gärtnern Menschen zusammen, die erst sehr kurz oder auch schon sehr lange in Deutschland leben. Dies sind neben Familien auch Einzelpersonen und zwei Studentengruppen der Landauer UNI. 

    Weil in unserem Garten auch gerne gefeiert wird, haben wir 2017 gemeinsam einen großen Freisitz gebaut, unter dem jetzt auch fast alle GärtnerInnen Platz finden. Auch in den Hängematten kann endlich geschaukelt werden, denn der Freisitz ist im Gegensatz zu unseren jungen Obstbäume groß und stabil genug für die Aufhängungen.

    Köln: Tja, wie es mit dem CampusGarten weitergeht, weiß ich auch nicht. Ich sollte das Projekt bis Oktober wieder ans Laufen bringen, aber das hat nicht geklappt – die Studierendenvertretung hat sich um gar nichts gekümmert, und die Nachbarn, die die Beete in Beschlag genommen haben, verweigern jede Kooperation und lassen alles vergammeln. Der Garten sieht aus wie Hund, die Pflanzkisten fallen auseinander und niemand möchte sie reparieren (das wäre ja Arbeit und kein Spaß), und die Studierenden, die mitmachen wollten, wurden angepöbelt und vertrieben, weil die Nachbarn „‚ihre“ Kisten nicht teilen wollen. Die Aussaaten für das studentische Projekt wurden zerstört, deswegen gab es auch kein Programm oder Projektarbeit. Jetzt sind Wahlen zur Studivertretung, vielleicht werden die Neoliberalen da abgewählt und die Ökos wieder stärkste Fraktion, aber selbst dann müsste der Garten abgerissen und neu aufgebaut werden.

    Jena: in unserem Garten „Buntes Gemüse“ ist alles beim Alten. Wir haben eine gute Auslastung und bauen auch stetig weiter aus: seit diesem Frühjahr haben wir einen Festwasseranschluss, um auch die sehr trockenen Sommer zu überstehen. Und im kommenden Frühjahr wollen wir (Dank der Spende vieler Fenster aus einer alten Schule) endlich unser Gewächshaus aufbauen.

    IG Oldenburg: „wir werden tatsächlich ab März umziehen und dann eine neue Adresse haben (Alter Postweg 1, 26133 Oldenburg). Da das Grundstück leider nicht ideal ist und es kein Gartengelände gibt, steht die Fortführung unseres interkulturellen Gartens auf der Kippe.
    Wir hatten bislang die komfortable Lage den Garten direkt an unserer Einrichtung des Stadtteiltreffs zu haben.  
    Ich kann es mir momentan auch nicht anders vorstellen. Ich warte allerdings erstmal die Situation im Neubau ab und ob sich vor Ort noch eine neue Möglichkeit auftut“

    Interkulturelle Gärten Bad Kreuznach: Frau Knoche nicht mehr Vorsitzende „Nach 10 jährigen Vorsitz habe ich mein Amt zur Verfügung gestellt. Dies hatte zur Folge, dass sich keiner bereit fand meine Nachfolge anzutreten.
    Mit einen Brandbrief habe ich die Gärtner vor die Wahl gestellt: Entweder ihr engagiert euch, oder der Garten muss geschlossen werden, denn dee ich r Verein ist der Rechtsträger. Dies hatte zur Folge, dass die Aktiven Gärtner sich nun mehr einbringen und auch für die Vereinsarbeit interessieren.
    Sie lernen mit der deutschen Bürokratie um zu gehen.
    Mit sehr viel Engagment hat der neue Vorstand Spende gesammelt, so dass wir in diesem Jahr eine eigene Wasserleitung bauen konnten und nun unabhängig sind.

    Omas Garten Berlin: OMAs Garten gibt es noch. Das „noch“ trifft es leider recht gut, denn wir müssen zum 31.12.19 ausziehen und sind auf der Suchen nach einem neuem Ort. Da wir momentan noch nicht 100%tig wissen, wo unsere 20 Hochbeete ab dem 01.01.20 unterkommen werden, möchten wir Euch bitten, OMAs Garten ab diesem Datum vorerst von Eurer Seite zu nehmen.
    unser Vermieter hat das Gelände abgegeben. Hier soll nächstes Jahr gebaut werden. Da eine mieterfreie Übergabe gewünscht ist, müssen wir leider aus unserem Flachbau ausziehen.
    Wir haben aber auch gute Neuigkeiten: unsere Hochbeet haben eine neue Bleibe zugesichert bekommen. Am 06.12. wandern sie auf die andere Seite der Spree, dem Spreeacker, in direkter Nähe zur HolzOMA

    Haslach gärtnert: Haslach gärtnert in Freiburg hat sich in diesem Herbst mangels Aktiver aufgelöst und ist zurück gebaut worden (öffentliche Fläche).
    die Fläche wird wieder eine Wiese im Park wie vorher. Schade um die Artenvielfalt, wir mussten alles rausnehmen, auch die Beerensträucher.
    Besonders traurig: der Park wird sehr gerne von Hundebesitzern frequentiert, mancherorts ist der Park ein reines Hundeklo. Das ist für uns auch ein Grund gewesen, dort nicht mehr weiter gärtnern zu wollen. Andere Standortprobleme kamen hinzu (sehr schattig, eingeschränkte Wasserversorgung).
    Wir könnte uns grundsätzlich vorstellen, an anderer Stelle weiter zu gärtnern. Momentan brauchen wir alle aber erstmal eine Pause und Platz für Anderes

    STuttgart-Feuerbach: Die Stadt Stuttgart hat uns nun zum zweiten Mal im Rahmen des Urban Gardening mit einem Preisgeld von 200 € bedacht.
    Damit werden wir uns für nächstes Jahr eine neue Aktion überlegen, evtl. einen „Naschweg“ mit Beerensträuchern.Die Stadt Stuttgart hat seit 1861 einen Verschönerungsverein http://www.vsv-stuttgart.de/index.php?article_id=1 welcher sich seither um das äußere Bild der Stadt kümmert und sehr rege ist. Alle zwei Jahre findet sowohl für das Urban Gardening als auch private Gärten ein Wettbewerb statt.

    Marburg: Die Stadtwaldgärten sind immer noch aktiv. Ich (Helga Pukall) habe die Gartenorganisation abgegeben (wird weiterhin über IKJG organisiert und finanziert), betreue aber noch das Gratisgartenprojekt, das gerade um einen Bereich für eine heilpädagogische Schulklasse erweitert wird. Die Gärten lagen ja wunderschön am Rand des Quartiers, jetzt wird es daneben ein großes Baugebiet geben für 900 neue Bewohner*innen, so dass die Gärten plötzlich zentral in der Mitte liegen. Ein spannender Prozess. Man findet sie auf der IKJGwebseite unter Erwachsene – Garten. Wenn Ihr den Garten wieder aufnehmen würdet, könnte ich ein aktuelles Bild schicken. Der Text auf der Webseite ist eigentlich ganz passend. Die Richtsberggärten: Der 2012 gegründete Verein verwaltet sich selbst, da bin ich nur am Rande beratend tätig.
    Der Gesundheitsgarten neben den Richtsberggärten, der 2012 bei der Netzwerktagung gerade im Entstehen war, ist inzwischen ein großes Projekt geworden mit einem Veranstaltungsprogramm und vielen dort aktiven Gruppen. Da betreue ich das Backhaus und den Kräutergarten.Das wird im Rahmen der „gesunden Stadt“ finanziert durch die Stadt Marburg.

    GemeinschaftsGarten Vilich-Müldorf: Es ist etwas ruhiger geworden im und um den Garten – unter anderem deshalb, weil die Idee der Hochbeete sich im ganzen Quartier ausgebreitet hat. So hat unser Garten das „Sensationelle“ verloren und ist zu einem integrierten Bestandteil des Stadtviertels geworden. Die Stadt hat das Grundstück bisher nicht zurückgefordert – und so gärtnern wir einfach weiter.

    Saarbrücken: der Status unseres Gemeinschaftsgartenprojekts (Parkbeet, Saarbrücken: in Planung) ist nach wie vor unverändert – mit dem Unterschied, dass der ursprünglich geplante Standort hinfällig ist. Wir sind aktiv auf der Suche nach einem alterantiven Standort und optimistisch, dass es bis zum nächsten Frühjahr klappen wird.

    Blohmgarten Berlin: Unser zehn jährige Nutzungsvertrag war in diesem Jahr ausgelaufen und wurde um weitere fünf Jahre verlängert

    Stuttgart: Bunt statt Grau: Wir haben es sogar zu einem Eintrag in dem Buch „Rein ins Grüne – Raus in die Stadt“  geschafft.
    Klein, aber drin.
    Und einen Preis vom „Verschönerungsverein“ in Stuttgart wurde uns in diesem Jahr überreicht.
    https://buntstattgrau.jimdo.com/presse-aktuell-1/

    Bielefeld: Sieker: Unser Gartenverein ist sehr lebendig. Am kommenden Montag wird er als vorbildliches Projekt der Sozialen Stadt in NRW gekürt. Es gibt auch einen WDR-Beitrag zu den Sieker Gärten. der Beitrag beginnt bei Minute 21:34: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-quarks-xl-ernte-extrem-102.html

    Infos bei Tagung „Soziale Natur“
    -Zusammen gärtnern: Stellen über Aktion Mensch, Projekt läuft 5 Jahre lang
    IG Buch muss umziehen, Unterkunft dort wird aufgelöst, neue Fläche schon gefunden, wieder Unterkunft,manche der Geflüchteten aus Buch ziehen da auch wieder ein, da keine Wohnungen gefunden werden
    – GG Prohlis (Dresden): in einem Sommer 70 neue Gärtner*innen aus den umliegenden Häsuern

    (mehr …)

  • Ein Garten der ISG Hannover muss umziehen

    (mail)

    Ebi hat Mail an den OB geschickt und wollte u.a. wissen, „warum auf Ihrem Pachtgrundstück eine Bodenuntersuchung durchgeführt wird.
    Die Landeshauptstadt Hannover wird in zeitnaher Zukunft das Grundstück in einer Ausschreibung zum Verkauf anbieten, sodass dadurch die Nutzung durch die internationalen Stadtteilgärten beendet werden muss. Wir können Ihnen aber schon jetzt anbieten, zusammen nach geeigneten Ersatzstandorten auf städtischen Flächen zu suchen. Hierfür benötigen wir Informationen, welche Stadtteile für Sie und Ihre Mitglieder grundsätzlich in Frage kommen würden bzw. gut erreichbar wären.
    Über den genauen Zeitpunkt, an dem die Nutzung beendet werden muss, werden wir Sie noch informieren.“ (mehr …)

  • GG muss umziehen

    (Gu, alerts)

    Der Gemeinschaftsgarten hinter dem Nachbarschaftszentrum [Delmenhorst] kann nicht weiter genutzt werden. Da das erfolgreiche Gärtner-Projekt nicht enden soll, könnte nun eine neuer Garten angelegt werden.

    Auf der Brachfläche an der Stedinger Straße soll übergangsweise ein Gemeinschaftsgarten im Wollepark entstehen. Das beantragt die Fraktion SPD & Partner.Auf der Brachfläche an der Stedinger Straße soll übergangsweise ein Gemeinschaftsgarten im Wollepark entstehen. Das beantragt die Fraktion SPD & Partner. (INGO MÖLLERS)

    2013 blühte ein Teil des Wolleparks regelrecht auf. Es war das Jahr, in dem hinter dem Nachbarschaftszentrum ein Gemeinschaftsgarten entstand, in dem Bewohner des Quartiers gemeinsam gärtnerten, Gemüse anbauten, sich austauschten. Möglich geworden war das nach dem Abriss des Kur-Bades an der Schwabenstraße. Doch nun hat die Stadt an der Stelle anderes vor, wenn sie anfängt, den Block Westfalenstraße 8 abzureißen. Damit aber weiter gepflanzt, gejätet, geharkt und an der frischen Luft gemeinsam etwas gemacht werden kann, soll nun auf der Brachfläche zwischen Stedinger Straße und Am Wollepark ein neuer Garten angelegt werden.

    Das hat das mit der Nachbarschaftsarbeit betraute Diakonische Werk vorgeschlagen, die Fraktion SPD & Partner hat es aufgegriffen und einen entsprechenden Antrag gestellt, mit dem sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Verkehr im Rahmen seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 15. Januar (17 Uhr, Rathaus), beschäftigen soll. Die Politik wird deswegen eingeschaltet, weil die betroffene Fläche der Stadt gehört, zudem kostet es Geld, dort einen Gemeinschaftsgarten zu bauen. Die Diakonie hat sich schon einmal einen Kostenvoranschlag geholt, demnach würde es wohl rund 24 500 Euro kosten, die Fläche herzurichten, um ein erfolgreiches Projekt fortsetzen zu können.

    https://www.weser-kurier.de/region/delmenhorster-kurier_artikel,-ein-neuer-garten-fuer-den-wollepark-_arid,1797175.html (mehr …)

  • BUND Leipzig bekommt Fläche im Park für den Viele-Arten-Garten

    (Gu, alerts)

    Jetzt ist es offiziell: Gestern hat der BUND Leipzig das Grundstück seines neuen VAGaBUND-Lene-Gemeinschaftsgartens im Lene-Voigt-Park von der Stadt übernommen. Josephine Michalke (Vorstand BUND Regionalgruppe Leipzig) und Viktor Weiler (Vorstand BUND Ortsgruppe Ost) nahmen dafür von Susanne Hamm (Amt für Stadtgrün und Gewässer) symbolisch die Schlüssel für die Fläche entgegen.

    Viktor Weiler freut sich auf die Gärtnerei: „Einer der ersten Schritte wird das Anlegen von Hochbeeten eines Wildpflanzengartens für Schmetterlinge und andere Insekten sein. Wir laden alle Gartenfans ein, sich dem Projekt anzuschließen. Unser Garten ist für alle zum Mitmachen offen.“ Interessierte können unter ortsgruppe-ost@bund-leipzig.de Kontakt zu dem Projekt aufnehmen.

    https://www.leipziginfo.de/aktuelles/artikel/leipzig/2018/10/urban-gardening-bund-leipzig-erhaelt-staedtisches-grundstueck-im-lene-voigt-park/

    Auch in Connewitz wurden in den letzten Jahren viele beliebte Freiflächen bebaut. Um jede einzelne tut es den Bewohnern leid. Auch weil damit oft auch ein wichtiges Stück Kultur verloren geht. So wie in der Wolfgang-Heinze-Straße 36. Ende des Jahres 2017 bekamen sowohl der VAGaBUND-Ökogarten als auch die Kneipe Black label Kündigungen für die Nutzung der Gartenfläche bzw. des Freisitzes. Zumindest der BUND hat ein neues Stück Gartenland bekommen. Aber ganz woanders.
    (mehr …)

  • GG in Hof muss umziehen

    (Gu, alerts)

    Seit drei Jahren säen, pflanzen und ernten die Stadtgärtner an den Saaleauen. Zwischen dem Parkplatz des Hof-Bads und den Gebäuden der Handwerkskammer haben etwa 20 Hofer ein kleines Parzellen-Paradies geschaffen. Jetzt hat das Urban-Gardening-Projekt aber ein Ende. Zumindest an dieser Stelle. Denn die Handwerkskammer (HWK) will hier einen Neubau errichten.
    Das Grundstück hatten die Stadtwerke dem Bund Naturschutz, der das Urban-Gardening-Projekt initiiert hatte, kostenlos zur Verfügung gestellt. Zu dem Zeitpunkt wussten die Gärtner aber schon, dass sie an dieser Stelle nicht ewig bleiben können: „Wir haben die Nutzungsvereinbarung nur für das Jahr 2017 geschlossen“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Jean Petrahn. „Denn wir wussten, dass die Handwerkskammer im Jahr 2018 dort bauen und dafür den Stadtwerken die Fläche abkaufen will.“ Auf keinen Fall hätten die Gärtner im Jahr 2018 dort ihre Beete anlegen sollen. „Wenn sie das doch tun, dann machen sie das wild.“

    Petra Schauer und Rita Lippert haben die Betreuung des Projekts in die Hand genommen, nachdem sich der Initiator Bund Naturschutz zurückgezogen hatte. Sie haben sich die Erlaubnis zum Gärtnern beim künftigen Besitzer des Grundstücks eingeholt. Das bestätigt auch Adolf Waschke, der Leiter des Berufsbildungs- und Technologiezentrums Hof der HWK: „Solange wir nicht bauen, dürfen sie gärtnern.“ Mit den Stadtwerken sei in Sachen Kaufvertrag alles unter Dach und Fach, nur der Notartermin stehe noch aus.

    Die HWK will ab dem kommenden Frühling bestehende Gebäude – in denen sich die Werkstatt und die Schulungsräume befinden – ersetzen. „Sie sind teilweise aus den 50ern und nicht mehr zeitgemäß“, erläutert Waschke. Das Hauptgebäude bleibt dabei erhalten, zwei Nebengebäude werden Stück für Stück abgerissen und neu gebaut. Damit der Betrieb während der Bauarbeiten fortgesetzt werden kann, passiert das nach und nach. „Am Ende werden nicht mehr Gebäude stehen als jetzt. Dafür wird die ganze Anlage schöner, neuer und besser für die Zukunft aufgestellt.“ Wenn es nach Waschke geht, soll es im Frühling losgehen. Aber er weiß: „Es könnte schwierig werden, Baufirmen zu finden. Ich bin trotzdem zuversichtlich.“

    Mit Zuversicht sehen auch die Gärtner in die Zukunft, obwohl sie traurig sind, dass sie die Saaleauen verlassen müssen. „Das Projekt ist uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen“, sagt Petra Schauer, die von Anfang an dabei ist. Innerhalb von drei Jahren hätten die Gärtner den Boden aufgewertet und auch selbst viele Erfahrungen in der Gartenarbeit gesammelt.

    Deshalb soll es im nächsten Jahr weitergehen. Dafür brauchen die Gärtner ein neues Grundstück – am liebsten wieder an der Saale, weil sie aus dem Fluss das Wasser zum Gießen holen können. „Aber hier sind viele Brachen durch Verunreinigungen aus der Textilindustrie immer noch belastet“, sagt Rita Lippert. Sie hat sich bei der Stadt Hof bereits nach Grundstücken erkundigt.

    Auch mit dem Verein Bürger am Zug stehen die Stadtgärtner in Kontakt. Diese sind im Bahnhofsviertel aktiv und können den Gärtnern Vermieter vermitteln, die ihre Innenhöfe zur Verfügung stellen wollen. „Nächste Woche haben wir schon Besichtigungstermine“, sagt Petra Schauer. Sie hofft, dass bereits im Herbst die Entscheidung über den neuen Standort getroffen wird.

    https://www.frankenpost.de/region/hof/Das-Parzellen-Paradies-zieht-um;art83415,6215314 (mehr …)

  • Kündigung der Fläche für VAGABund Leipzig

    (Gu, Tel)

    Der Viele Arten Garten des BUND (= VAGABund) in Leipzig existiert seit 2013 auf einer privaten Fläche. Nun haben sie die Kündigung bekommen und wissen noch nicht, ob sie ggf noch dieses Jahr runter müssen. Im Sommer hatten sie gerade ein Gewächshaus gebaut (mit Fundament). Sie haben noch keine neue Fläche im Blick, werden nun mit LeipzigGrün in Kontakt treten. (mehr …)

  • Offener Garten West: Fläche wird verkauft

    (Gu, Mail)

    leider steht es nicht gut um den Garten, die Fläche wird verkauft und kann nur noch dieses Jahr genutzt werden. Die Nutzung ist daher übergegangen auf eine gemeinsame Fläche mit AnnaLinde, die sie bereits in ihrem Netzwerk haben. Der Ansprechpartner für die neue Fläche ist Sebastian Pomm.


    (mehr …)

  • GG „Wachsen lassen“ in Berlin Tiergarten in Not

    (Gu, Mail)
    Gemeinschaftsgarten wachsenlassen in Not

    Seit nunmehr 7 Jahren gärtnern wir gemeinsam mit engagierten Anwohnern, Schulkindern und Kindergärten auf dem Außengelände des zukünftigen Kiez Zentrums Villa Lützow in der Kluck-, Ecke Lützowstraße in 10785 Berlin Mitte.

    Unser Garten mitten in der Stadt bietet einen Ort zur sinnvollen Freizeitgestaltung in der Gemeinschaft mit anderen. Wir bieten regelmäßig Mitmach-Workshops aus den Bereichen Garten, Handwerk und Kunst.

    Wir pflegen einen beträchtlichen Teil des bezirkseigenen Geländes, um diesen Kultur-, Lern- und Aufenthaltsort für die Menschen im Kiez anzubieten.

    Unser Garten ist nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltetet und bietet zudem Schutz und Aufenthaltsmöglichkeiten für eine erhöhte Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren in der Stadt.
    Unsere Angebote sensibilisieren für eine nachhaltige Lebensführung, gesunde Ernährung und aktiven Umweltschutz.

    Seit 2014 arbeiten wir eng zusammen mit der Stadtbibliothek Tiergarten-Süd und konnten durch eine – mit dem Amt für Weiterbildung, FB Bibliotheken erarbeitete – Neuprofilierung der Bibliothek mit dem Schwerpunkten (urbanes) Gärtnern, nachhaltige Lebensstile, gemeinsam Selbermachen ihren Erhalt als Bildungsstandort im Kiez bis mindestens Ende 2018 sichern.

    Unsere Arbeit und der Garten sind jetzt durch die Bauarbeiten für das neu entstehende Kiez Zentrum, in dem auch wachsenlassen verankert ist, existenziell bedroht.

    Am 2. Mai 2017 sollen endlich die Bauarbeiten für das Kiez Zentrum Villa Lützow beginnen. Leider wird die Baustellenzufahrt genau durch unseren Garten.

    ·         Wir verfügen über keinerlei finanzielle und zu geringe personelle Ressourcen, um die notwendigen Umsetz- und Umpflanzarbeiten zu leisten, damit wichtige Teile des Gartens während der Bauphase erhalten und geschützt werden können.

    ·         Um eine Zukunft zu haben, benötigen wir eine solide verbindliche finanzielle Zusage, zur erfolgreichen Weiterführung des Gemeinschaftsgartens.

    ·         Nach Beendigung der Bauarbeiten 2018 muss der Garten rückgebaut und neu gestaltet werden, auch dies geht nur mit finanzieller und personeller Unterstützt, die nachhaltig angelegt sein muss.


    (mehr …)

  • Gartenbahnhof Köln muss umziehen

    (Gu aus Gartenbrief, 11.12.)
    Ihr habt es ja sicherlich schon alle mitbekommen! Ja, wir müssen schweren Herzens unsere Zelte auf dem ehemaligen Güterbahnhof in absehbarer Zeit abbrechen und uns eine neue Bleibe suchen. Zunächst war uns für Ende Dezember 2015 der Mietvertrag gekündigt worden doch jetzt hat Aurelis dankenswerterweise den Vertrag bis Juni 2016 verlängert. Mitten in der Pflanzsaison umzuziehen ist allerdings nicht gerade praktisch, weshalb wir hoffen, dass wir zumindest noch bis Ende September am Standort bleiben können. Das würde bedeuten, dass wir weitere drei Monate geduldet werden. Mal sehen!

    Die Stadt Köln bietet uns zwei Flächen in der Vitalisstraße an. Dort löst sich allmählich ein Schrebergarten auf und soll später in Bauland verwandelt werden. Solange aber noch Schrebergärten von begeisterten GärtnerInnen betrieben werden, kann dort nicht gebaut werden. Neu vergeben werden die Schrebergärten nicht! Aufgegebene Gärten werden in Grabeland umgewandelt. D. h. die bestehende Infrastruktur wird aufgelöst und mehrjährige Pflanzen wie Bäume, Büsche, Beerensträucher und Weinreben werden entfernt.

    Wir haben die Möglichkeit einen noch bestehenden Schrebergarten samt Laube und Pflanzen weiterzubetreiben und ein bereits abgeräumtes Gelände am Eingang des Areals zu bewirtschaften. Wir könnten dort sogar in die unbelastete Erde! Was ist der Haken an der Sache? Die Vitalisstraße ist abgelegen und liegt nicht mehr mitten in der Stadt. Ist das noch urbanes Gärtnern? Das Gelände wird nicht öffentlich zugänglich sein. Somit kann der Garten kein Aufenthalts- und Begegnungsort mehr rund um die Uhr darstellen. Außerdem ist noch unklar, welche Infrastruktur wir errichten können. Was passiert beispielsweise mit unserem Bauwagen, dem Wintergarten, Gartenhäuschen und vielem Material?

    Sehr schön, dass wir eine Umzugmöglichkeit haben, aber da die nicht optimal für uns ist, sind wir weiterhin auf der Suche nach einem passenden Standort. Wer von euch hat eine Idee, wo wir sonst noch unterkommen könnten? Wir erkundigen uns bei Kirchen, der Bahn und an anderer Stelle. Vielleicht gibt es ja doch noch anderswo einen passenderen Platz (mehr …)