Schlagwort: Gartencafe

  • Potsdam: Umzug Integrationsgarten

    (Tagesspiegel-Artikel), hat Carla W. mir am 24.07. geschickt)

    Integrationsgarten Neuer Treffpunkt im Schlaatz

    Der Schlaatz bekommt einen neuen Integrationsgarten. Das bisherige Gelände an der Weidenhof-Grundschule muss dem neuen Sportforum weichen und findet neben der Integrationskita am Falkenhorst einen neuen Platz. „Ab Herbst dann größer, stärker und mit Vereinscafé“, heißt es auf der neuen Homepage mit dem künftigen Namen des Gartens: Nuthegold.

    Die Vorsitzende Frauke Havekost und ihr Stellvertreter Alexander Wietschel freuen sich auf die neuen Möglichkeiten an der Nuthe. Das künftige Areal, das bis Oktober bezogen werden soll, biete mehr Raum für Veranstaltungen. Damit könnten weitere Zielgruppen erreicht und ein neuer Treffpunkt im Schlaatz geschaffen werden, so die Hoffnung des Vorstands.

    Im Auftrag der Stadt baut der Kommunale Immobilienservice (Kis) ein neues Vereinshaus, das im Rohbau mit Dach errichtet ist. Bereits vorhanden ist ein Amphitheater, das künftig für Veranstaltungen genutzt werden soll. Im Haus sei auch ein Café geplant. „Gäste können dann einfach zu uns kommen, wenn sie auf ihre Kinder warten, uns beim Gärtnern zuschauen, einem Chor zuhören oder Kaffee trinken wollen“, sagt Wietschel. Der Garten solle ein Ort des Zusammenkommens, zum Innehalten und Niederlassen ohne Zwänge werden. Er hoffe auf einen Schmelztiegel für den Schlaatz. Ein solcher Ort der Zusammenkunft fehle.

    Doch zunächst muss der neue Garten wachsen. Der Schatten der in mehr als 20 Jahren gewachsenen Bäume des bestehenden Gartens wird fehlen. „Wir werden neue Obstbäume pflanzen und erstmal keine Äpfel ernten können“, sagt Havekost. Sie spüre die Schwere über den Verlust bei den Gärtnerinnen und Gärtnern. Insgesamt 14 Familien unterschiedlicher Nationen gärtnern regelmäßig. Alle bringen eigene Erfahrungen und unterschiedliche Gemüsesorten in den Garten.

    Für das neue, größere Projekt wurde der Verein Nuthegold gegründet. Bisher wurde der Integrationsgarten vom Brandenburgischen Kulturbund getragen. Für Umzug und Neupflanzungen habe der Verein kein Etat, sagt Frauke Havelkost. Sie gehe von Unterstützung durch den Kis aus, auch um schwere Findlinge an den neuen Standort zu bringen.

    Die Stadtverwaltung kündigte die Errichtung von Spielgeräten an: eine Rutsche, Schaukeln und Trampoline. Mit einem unterfahrbaren Sandspieltisch, Sprechrohren und weiteren Objekten, die verschiedene Reize ansprechen, würden inklusive Spielangebote geschaffen, die für alle Schlaatz-Bewohner zugänglich sein sollen. Zudem würden Picknick-Bänke aufgestellt und trockenresistente Klimabäume gepflanzt, die bald Schatten spenden sollen.

    Mit angrenzenden Rasenflächen entstehe ein neuer Grünzug zwischen Nuthe und Wohnbebauung, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Künftig sollen neben Anwohnern und Spaziergängern auch Kinder der benachbarten Kita die Angebote nutzen.

    Jahrzehntelange Integration

    Der Verein Nuthegold will das Programm ausbauen. Schon bisher gab es in dem aus dem Schulgarten der Weidenhofschule hervorgegangenen Integrationsgarten eine DJ-School, eine Fahrrad-Fahrschule, Workshops und 2024 ein Musikfestival.

    Das gemeinsame Gärtnern sollte zunächst bei der Integration von Aussiedlerfamilien aus Russland helfen. Einige blieben bis ins Rentenalter. Vor zehn Jahren kamen dann neue Schlaatz-Bewohner aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Bei der Integration helfen auch die Koch-, Näh- und Malkurse der „Brückenbauerinnen“ des Gartens.

    Die Bauarbeiten für das Sportforum haben im vergangenen September begonnen. Die Stadt investiert knapp 38 Millionen Euro in den Bau von zwei Zweifeld-Sporthallen und Außenanlagen. An dem Projekt hatte es intensive Kritik vom Schlaatzrat, dem Alexander Wietschel ebenfalls angehört, gegeben.

    https://epaper.tagesspiegel.de/index.html?articleId=doc81mvilnhsuu10sn2kfr9&app=pnn

    (mehr …)

  • München: viele Beete im Kosmos unter Null

    Isarblog Info zum Projekt:

    „Der Wirt des „Café Kosmos“ hat bereits 2024 mit dem alkoholfreien Biergarten „Die Null“ am Karl-Stützel-Platz für Schlagzeilen gesorgt. Für die Gastronomie dort hatte Florian Schönhofer kleine Hütten gebaut. Diese finden in dem neuen Projekt „Kosmos unter Null“ wieder eine neue Verwendung. Die Baugrube liegt direkt in einem Wohngebiet und erstreckt sich über 20.000 Quadratmeter. Es gibt genügend Platz, um neben dem Biergarten auch einen kleinen Hühnerstall und Urban Gardening unterzubringen. Dazu wurden alte Industriekisten in 130 Hochbeete umfunktioniert. Diese waren rasch vergeben und beleben die Baugrube zusätzlich. Auch der nahegelegene Kinderspielplatz zieht Kundschaft an, denn im „Kosmos unter Null“ gibt es Eis, Kleinigkeiten und Erfrischungsgetränke zu sehr günstigen Preisen. Aber auch das Feierabendbier oder der Aperol sind mit 1,30 Euro bzw. 3,80 Euro für Münchner Verhältnisse unglaublich günstig. Jeder kann sich also ein Getränk leisten. Essen mitbringen ist darüberhinaus erlaubt. Diese „Niedrigschwelligkeit“ ist von Florian Schönhofer bewusst gewollt – und seine Vision geht auf. An schönen Tagen treffen sich in der Baugrube viele Menschen: Sei es, um sich um die Hochbeete zu kümmern oder einfach in der Sonne zu sitzen und den Biergarten zu besuchen. Um den Lärmpegel niedrig zu halten, wird keine Musik gespielt. Da der Biergarten schnell gefüllt ist, empfiehlt es sich, sicherheitshalber eine Decke mitzunehmen – der Luitpoldpark liegt gleich nebenan. Klappstühle sind natürlich auch möglich, aber vielleicht nicht ganz so handlich“ https://isarblog.de/kosmos-unter-null-biergarten/

    Beitrag auf YT: https://www.youtube.com/watch?v=ga70Tb9L1aM

    Das BioDiv-Hub Projekt ist Kooperationspartner, ebenso Urbane Gärten München: https://urbane-gaerten-muenchen.de/kosmos-unter-null/

    Besuch (15.07.): Die 130 Hochbeete (aus unterschiedlichen Materialien, einige ganz klassisch aus Paletten, andere aus Stahlwannen und dritte aus anderen Recyclingmaterial) sind alle vergeben, derzeit gärtern wohl 180 Menschen. Inmitten der Beete stehen Liegestühle, kleine Tische, Stühle. Auch um die Baugrube herum gibt es Beete. Die Hühner kommen aus einer Legehennenhaltung und jeden Tag ist eine andere Familien Hühnerpatin und bekommt dafür die Eier. 
    Laut Ruth M. werden die Beete nur an Menschen aus der Nachbarschaft vergeben, das Projekt ist insgesamt sehr auf die Nachbarschaft ausgerichtet. Lärmbelastung nach 22.00h soll es nicht geben. So checkt jemand gegen 21.30h wie lang die Schlage noch ist für Getränke/wie voll es ist und dann ist „last order“.
    Wie lange das Projekt bleiben kann, ist unklar. Ruth sagte mindestens 2 Jahre.

    (mehr …)

  • Otterndorf: Garten der Hoffung

    (Projektbericht)

    Im Jahr 2022 begann unsere Saison bereits im Januar mit einer größeren Aktion, noch die letzten Bestandteile des von den Vorbesitzern eingegrabenen Mülls zu beseitigen und im Februar mit Reparaturarbeiten auf Grund von Sturmschäden. Anfang März machten wir uns dann an die Vorbereitung der Beete, Ende April die übliche Einsaat (Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Porree, Zwiebeln, Mangold, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis). All diese Aktionen wurden von unserer Kerngruppe (8 Menschen mit deutschem Pass, eine Frau aus Pakistan und 1 Familie aus dem Iran) durchgeführt. Im März und April war z.T. sehr schönes Wetter, so dass zum Kaffeetrinken auch andere dazukamen (zwei afghanische Familien, die länger nicht da gewesen waren; eine syrische Familie, die inzwischen leider wieder weggezogen ist und die irakischen Kinder mit ihrer Patin).

    Natürlich fühlten wir uns von dem russischen Einmarsch in der Ukraine betroffen, und einige von uns haben an der Mahnwache im benachbarten Ort teilgenommen. In der Folgezeit hatten wir auch die mittlerweile angekommenen ukrainischen Geflüchteten in den Garten eingeladen. Diese haben sich jedoch hier in der Region eigenständig organisiert und suchen keine weiteren Verbindungen.

    Das im letzten Jahr angelegte Kräuterbeet hat sich gut etabliert. Am 1. Mai haben wir mit frischem Bärlauch und diversen getrockneten Kräutern einen Stand auf dem Otterndorfer Bauernmarkt gemacht, der allerdings leider nicht so gut frequentiert wurde.

    Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr ist das Foliengewächshaus, in dem wir mit den zu Hause vorgezogene Gurken- und Tomatenpflanzen in diesem Jahr endlich einmal eine gute Ernte hatten. Die Himbeer-, Joster- und Johannisbeersträucher konnten wir mit dem Stiftungsgeld durch 4 neue Heidelbeersträucher ergänzen, die alle gut angewachsen sind.

    Zu den beiden internationalen Cafés im Mai und Anfang Juli kamen diverse lange bekannte Familien von Geflüchteten, die sich mittlerweile in Deutschland mit fester Beschäftigung und Auto gut etabliert haben: die befreundete kurdische Familie aus Buxtehude, eine syrische Familie und 3 afghanische Familien. Bemerkenswert ist bei allen, dass die Kinder durchweg sehr gute Schulleistungen zeigen – zwei ältere Söhne einer afghanischen Familie haben wegen ihrer sehr guten Abschlusszeugnisse inzwischen besonders begehrte Lehrstellen bei einer Bank und in einer Stadt-Verwaltung bekommen.

    Ab Juli haben wir unseren Plan umgesetzt, regelmäßig im Garten zu kochen. Bis Anfang Oktober kam fast jeden Samstag der neue große Suppentopf oder unsere große Pfanne zum Einsatz. Mit wechselnder Verantwortung wurde gemeinsam geschnippelt und gebrutzelt, bis sich dann um 13 Uhr zwischen 10 und 18 Personen zum Essen einfanden. Auch die Wespen, die sich in der Zwischendecke ein Nest gebaut haben und um den Kochtopf schwirrten, wenn wir wegen Regen im Haus gekocht haben, konnten weder die Erwachsenen noch die Kinder schrecken. Die für den Notfall bereitgelegten Zwiebeln kamen gar nicht zum Einsatz.

    In der Sommerzeit sind auch zwei neue Interessierte hinzugekommen, die kontinuierlich dabei geblieben sind: eine Kolumbianerin mit ihrem (jugendlichen) Sohn, die beide großes Interesse an Gartenarbeit zeigen und eine Kurdin mit ihren zwei kleinen Kindern, die sich gleich mit dem iranischen Mädchen angefreundet haben, so dass wir jetzt auch eine „Stamm-Kindergruppe“ im Garten aufweisen können.

    Neu ist das Interesse an Kinder-/Jugendlichen-Geburtstagsfeiern. Zunächst wünschten sich 2 Jugendliche aus einer der afghanischen Familien „endlich mal eine Geburtstagsfeier“, die wir mit mehrstöckiger Torte, Girlande und Singen im Garten veranstalteten. Das iranische Mädchen ergriff dann eigenständig die Initiative, zu ihren 4. Geburtstag noch weiteren Gäste einzuladen, nämlich Freundinnen aus dem Kindergarten mit ihren Müttern, die vorher noch nie im Garten gewesen waren). Dem iranischen Jungen, der am 24.12. 15 Jahre alt geworden ist, haben wir versprochen, seine Geburtstagsfeier in diesem Sommer nachzuholen.

    Individuelle Förderung in deutscher Sprache fand wieder das ganze Jahr über statt. Im September konnte der Verein für die sonst mit ihren Sprachkursen immer nur unentgeltlich tätige Mitstreiterin für einen Frauen-Anfängerinnen-Sprachkurs Geld von der Samtgemeinde bekommen.

    Im Herbst kam es an mehreren Samstagen dann wieder zur Apfel- und Birnenernte, die dieses Jahr extrem reichhaltig ausfiel. Da wir im Frühjahr noch einmal einen Fachmenschen für Baumschnitt und Versorgung der Obstbäume hinzugezogen hatten, gab es in diesem Jahr fast keine Schadstellen an den Äpfeln. An der Apfel- und Birnenernte nahmen viele Leute teil, auch eine deutsche Frau kam neu dazu, die sich von nun an sporadisch an Garten-Aktionen beteiligen will. Die großen Mengen an Obst konnten wir nicht alle verarbeiten, deshalb haben wir sie zu einer Apfelsaftpresse gebracht, was uns ca. 350 l Apfelsaft beschert hat, von dem wir noch das ganze nächste Jahr etwas haben werden.

    Auch dieses Jahr war geprägt von der Sorge um die Familien in den Herkunftsländern. Seit dem 19. November stehen die selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien und Nord-Irak (Rojava, Maxmur, Sengal) unter Dauer-Beschuss; die brutale Reaktion des iranischen Regimes auf die Demonstrationen; und die katastrophale Hungersnot in Afghanistan sowie der Ausschluss der Frauen dort aus jeglicher Öffentlichkeit lässt die betroffenen Familien schlecht schlafen und nicht zur Ruhe kommen. Wegen des fehlenden Einspruchs der deutschen Regierung bezüglich des türkischen Angriffs haben wir eine Mahnwache vor dem Kreisbüro der Grünen in Cuxhaven mit organisiert. Ansonsten macht uns der Krieg in der Ukraine und all diese anderen Ereignisse sprachlos und hilflos.

    Das multikulturelle Initiativen-Treff Hadler Forum besteht weiter wie im letzten Jahr. Da die Einschränkungen wegen Corona langsam wegfallen, wollen wir im nächsten Jahr überlegen, neben der Beratung noch mehr Gesprächskreise zu initiieren. Mit den Mitgliedern des Kleingartenvereins haben sich einige zaghafte Berührungspunkte ergeben: bei einer gemeinsamen Aktion zur Befestigung der Wege oder bei der Teilnahme von 2 Mitgliedern unserer Gruppe an einem Skatturnier. Da es inzwischen in der Kleingartenkolonie auch junge Familien gibt, wollen wir versuchen Kontakte zu „unseren“ Geflüchteten-Familien herzu­stellen.

    Nicht alles, was wir uns ausdenken, können wir umsetzen, uns fehlen neue Mitstreiter und Mitstreiterinnen. Die Gartenarbeit wird für einige aus unserer Gruppe altersbedingt immer beschwerlicher, und es kamen im letzten Jahr im Umfeld Krankheiten und Todesfälle hinzu, die den einen oder die andere zeitweise von Aktivitäten abgehalten haben. Es gab aber auch ein sehr schönes Ereignis: die iranische Familie hat im Oktober gleich doppelten Zuwachs bekommen, und wir freuen uns schon darauf, die Zwillings-Babys im Frühling im Garten zu begrüßen.

    Ausblick

    Für 2023 planen wir zunächst ein größeres Frauenfest zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies soll uns auch dazu dienen, neue Interessierte für den Garten zu gewinnen. Die Broschüre über 6 Jahre Gemeinschaftsgarten soll bis dahin fertig sein.

    Im Garten wollen wir uns schwerpunktmäßig mit der Verbesserung der Bodenqualität beschäftigen. Das Pflanzhaus wird wieder mit Tomaten- und Gurkenpflanzen bestückt, die wir zu Hause vorziehen. Den Gemüsegarten werden wir etwas weniger vielfältig gestalten, um Arbeit zu reduzieren. Die Kräuter werden wir weiter pflegen, trocknen und verarbeiten. Möglichst werden wir noch einmal eine Fachfrau dazu einladen. Ansonsten soll alles so bleiben, wie es ist: 1. Mai, Zuckerfest, Erntefest; Deutschkurse, Kaffeetrinken, Mittagessen kochen, Kinder­spielen … ein schönes, buntes Jahr 2023.


    (mehr …)

  • Bremerhaven: Der Zolli – wachsender Gemeinschaftsgarten auf ehemaligen verwahrlosten Platz

    (Antrag/Antworten)

    Die Zolli-Initiative e.V. gründete sich als Initiative 2011. Damals ging
    es den Mitgliedern um eine bürger- und naturnahe Nutzung des ver-
    wahrlosten Zollinlandplatzes. Ein weiteres Einkaufszentrum kam für
    die Initiative auf keinen Fall in die Tüte. Auf dem Zollinlandplatz soll
    ein Ort entstehen, den es so in Bremerhaven noch nicht gab. Es geht
    um die gemeinsame Gestaltung einer gemeinnützigen Fläche, einem
    kreativen Freiraum, der von Vielen mit Leben, Ideen und Kultur be-
    reichert werden soll. Es geht um das gemeinsame Gärtnern und
    das Weiterbilden in Stoffkreisläufen und der Nutzung vorhandener
    Ressourcen für den Mensch mit der Umwelt. Einen Ort im Grünen,
    der im Sommer dazu einlädt, sich mit Freunden und Nachbarn zu
    treffen, mit Getränken, Speisen und Programm.

    Planungen: Pilzanbau, weitere Hochbeete, Pergola als Schattenspender mit Sitzmöglichkeiten, Bohnenarchiv uvm

    – wie groß ist die Fläche, die ihr gärtnerisch nutzt, wem gehört die, was für eine Nutzungsgenehmigung habt ihr und wie sind da die Konditionen und Kündigungsfristen. Handelt es sich z.B. um eine Zwischennutzung?

    1. Die Zolli-Initiative hat auf unbegrenzte Zeit eine Nutzungsgenehmigung vom Gartenbauamt für die gärtnerische Nutzung auf dem Zollinlandsplatz. Unser Gärtnern wird auf Hochbeete (bis jetzt 36) beschränkt, da der Boden vorbelastet ist.

    – wie groß ist die Gruppe, die gärtnert und wie setzt sich diese zusammen? Gibt es eine sozusagen eigenständige Gartengruppe, was die Kommunikation und die Entscheidungen rund ums Gärtnern angeht?

    2. Die Gruppe besteht aus den Mitgliedern der Zolli-Initiative (aktuell 37). Davon teilen sich einige Mitglieder zusammen ein oder zwei Hochbeete. Ca. 10 Mitglieder setzten sich nur für die Platzpflege ein. Also Streucher, Baum und Blumen-Pflege. Einmal im Monat mindestens haben wir ein Treffen mit allen Mitgliedern (zur Zeit nur digital), wo alle Zolli-Belange kurz besprochen und Arbeiten verteilt werden.

    – wie ist der Garten organisiert? Sind das individuellen Beete oder macht ihr alles gemeinschaftlich oder ist das eine Mischform? Können die Gärtner*innen jederzeit auf die Fläche?

    4. die Gärtner*innenkönnen jederzeit auf die Fläche. Es gibt auch einen eingezäunten Bereich, in dem eine große Kräuterschnecke, Insektenhotels und ein großer Gemeinschaftskompost sich befindet. Zu diesem Bereich haben alle Mitglieder einen Schlüssel.

    – wo sind die Gartengeräte und Werkzeuge untergebracht und wie haben die Gärtner*innen da jederzeit Zugang?

    5. Die Gartengeräte und Werkzeuge sind in einem Lager untergebracht. Das Lager ist in den alten Umkleiden auf dem Zollinlandsplatz. Alle Mitglieder haben einen Schlüssel zu diesen Räumlichkeiten.

    – können weitere Interessierte noch mitmachen? Wie macht ihr auf das Gartenprojekt aufmerksam?

    7. Jeder der möchte beim Gärtnern mitmachen. Zum Schnuppern, darf natürlich jeder einfach mal mithelfen. Für einen kleinen Mitgliedsbeitrag wird man dann auch gerne Mitglied wenn einem das Gärtnern spaß macht. Man kann sich ein neues eigenes Hochbeet bauen oder bei einem Vorhandenen mit einsteigen.Bei Aktionstagen, an denen wir mit möglichst vielen Mitgliedern an einem schönen Wochenendtag viele Gemeinschaftsarbeiten auf dem Zolli erledigen, kommt man mit „normalen“ Parkbesuchern in Kontakt, die so auch über das Projekt informiert werden.

    – ihr habt über eure Crowdfunding-Kampagne ja mehr Geld einnehmen können, als für den Kiosk gebraucht. Könnt ihr diesen Überschuss nicht für die (Teil)Finanzierung der bei uns beantragten Aktivitäten einsetzen?

    8. Die Crowdfunding Kampagne war im letzten Jahr für das Kiosk Projekt gestartet worden. Das komplette Geld ist bereits in den Ausbau des Kiosk-Containers und umliegenden Bauten, wie eine kleine Bühne für Konzerte, mehrere Hochbeete rund um den Container, Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen, geflossen. Von einem Überschuss kann man hier nicht sprechen xD Viel mehr ist wahnsinnig viel Zeit in Unterstützergegenleistungen, wie z.B. schöne Gutscheine, Organisation von Picknicks auf dem Zolli und Stammgastbändchen, geflossen. Nicht zuletzt haben wir eine Pandemie am laufen und ich weiß nicht wie viel Gastronome gerade jetzt Geld an gemeinnützige Vereine spenden können. Insgesamt liegen der Kiosk bei einem Reinverlust von neun Tausend Euro im letzten Jahr. Trotzdem wollen wir durch diesen Förderantrag die Positive Veränderung auf dem Platz vorran treiben.

    – für die  bisherigen Arbeiten habt ihr ja sicherlich auch Akkuschrauber u.ä. gebraucht. Habt ihr dieses Werkzeug nicht mehr? Könnt ihr euch das leihen für die Pilzzucht?

    9. Bisher haben wir sehr viel Werkzeug ausgeliehen von Freunden des Projekts, jedoch verschleißen Diese sehr und werden auch wieder bei ihren Besitzern gebraucht. Leihen ist organisatorisch zu aufwendig, da man nicht ein einem Tag alle Arbeit erledigt für ein Projekt (z.B. Pilzzucht) sondern an mehreren Tagen immer mal wieder weiter Arbeiten kann.

    – wer wäre an der Pilzzucht beteiligt, wie viele könnten sich beteiligen und was passiert mit der Ernte?

    10. Zehn Zolli-Mitglieder wollen sich gerne um das Pilzprojekt kümmern. Den Ertrag wird auf alle zehn gleich aufgeteilt. Der Hauptgrund liegt natürlich an der Veranschaulichung für Parkbesucher, die über solche Möglichkeiten der Nahrungsgenerierung informiert werden sollen. (Durch Workshops an Zolliaktionstagen zum Beispiel)

    – wer baut das Gewächshaus und wie viele könnten sich daran beteiligen?

    11. Das Gewächshaus wird von 4 Zolli-Mitgliedern gebaut. Bei all unseren Bauprojekten nehmen wir immer genre Hilfe von Parkbesuchern an. Viele Kinder aus der Umgebung sind schon oft zu unseren kleinen Helfern geworden.

    – wer würde das Gewächshaus wie nutzen? Alle Gärtner*innen gemeinschaftlich oder bekäme jede*r ein Eckchen?

    12. gemeinschaftliche Nutzung vom Verein.


    (mehr …)